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Bewässerung: Wolken bringen Regen, Clouds bringen Ausfälle

reported by doelf, Mittwoch der 16.08.2017, 16:59:51 Uhr

Hacke, Schaufel und Gießkanne sind von vorgestern! Moderne Gärten sind smart, sie haben einen Mähroboter und eine Cloud-gebundene Bewässerungssteuerung. "Connected" ist das alles über einen Garten-Gateway und nicht über den Trampelpfad zum Komposthaufen. Und was machen die elektrischen Helferlein, wenn man zur Urlaubszeit auf Reisen ist? Sie fallen aus!

So geschehen beim Gartenvernetzungsspezialisten Gardena: Am 10. August 2017, also zur besten Urlaubszeit, war dort jener Server abgestürzt, auf dem die Garten-Cloud läuft. Diese ist für die Kommunikation zwischen den Apps auf den Smartphones der Kunden und den Gateway im Garten verantwortlich, denn eine direkte Kontaktaufnahme zur eigenen Garten-IT unterbindet der Hersteller.

Nun wäre es ja nicht so schlimm gewesen, beim Surfen auf Hawaii kurzfristig auf den Kontakt zum eigenen Rasenmäher verzichten zu müssen, doch bei "weniger als 100 Kunden" wurde der Ausfall des Servers als Anfrage zum Löschen der Geräte fehlinterpretiert. Somit wurden die Cloud-gesteuerten Rasenmäher und Bewässerungssteuerungen sowohl aus der Cloud als auch aus den lokalen Gateways entfernt.

Natürlich kann man die Garten-IT wieder neu beim Gateway anmelden, doch dazu muss man vor Ort sein. Oder die Oma schicken. Wenn Großmutter technisch begabt ist, richtet sie die Geräte ganz schnell neu ein. Falls nicht, muss die Dame halt Gießkannen schleppen. Hat man früher auch gemacht und da war bekanntlich alles besser. Oder man hofft auf echte Wolken, statt auf die Allmacht der Cloud zu vertrauen.

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