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Intels Grafikkarten kommen 2020

reported by doelf, Mittwoch der 13.06.2018, 14:28:50 Uhr

Seit Jahren dominieren NVIDIA und AMD den Markt für Grafikkarten, während Branchenprimus Intel nur mit integrierten Grafiklösungen aufwarten kann. Doch das soll sich in naher Zukunft ändern: Vor Analysten bekräftige Intels CEO Brian Krzanich in der vergangenen Woche, dass seine Firma die Markteinführung diskreter Grafiklösungen plant.

Entwickelt von AMDs Ex-Grafikchef
Intels Einstieg in den Grafikkartenmarkt soll in zwei Jahren - also 2020 - stattfinden. Intel hatte im November 2017 AMDs Grafikchef Raja Koduri abgeworben und zum Senior Vice President der neu gegründeten "Core and Visual Computing Group" ernannt. Schon damals hatte Intel erklärt, Koduri solle für Intel diskrete Grafiklösungen für das High-End-Segment entwickeln. Diese Grafiklösungen zielen sowohl auf den Einsatz in Rechenzentren (Simulationen, künstliche Intelligenz) als auch auf den Endkundenmarkt (Gaming, virtuelle Realität).

Ein Comeback nach 21 Jahren?
Zuletzt hatte Intel im Jahr 1998 eine diskrete Grafiklösung auf den Markt gebracht. Der Chip namens i740 stammte von der Firma Real3D, einer Tochter des US-amerikanischer Rüstungskonzerns Lockheed Martin. Der i740 nutzte die AGP-Schnittstelle und sollte sich mit NVIDIAs RIVA 128 und dem Voodoo2 von 3dfx messen. Aufgrund sehr langsamer Textur-Zugriffe gelang dies mehr schlecht als recht und ein Jahr später wurde NVIDIAs RIVA TNT zum Sargnagel des i740, der nach nur 18 Monaten sang und klanglos wieder verschwand. Trotzdem kaufte Intel Real3D und integrierte deren Grafiklösungen in seine Chipsätze.

Seit neun Jahren ohne Mitbewerber
Platzhirsch NVIDIA und Herausforderer AMD haben seit neun Jahren keine Mitbewerber mehr. Nach dem Niedergang von Matrox, denen nie der Sprung auf den 3D-Zug gelungen war, hatten sich S3 Graphics und XGI an Grafikkarten versucht. S3 Graphics, eine Tochter des taiwanischen CPU- und Chipsatzherstellers VIA, konnte zwischen 2003 und 2009 einige Achtungserfolge vorweisen und hatte mit MultiChrome sogar eine Alternative zu SLI und Crossfire entwickelt. Am Markt blieben die Chrome-Karten von S3 allerdings ein Exot. XGI, eine Tochter des taiwanischen Chipsatzherstellers SiS, hatte sich die Grafikveteranen von Trident Microsystems einverleibt. Im Jahr 2003 verkündete XGI, man wolle binnen fünf Jahren Marktführer werden. Die Grafikkarten der Volari-Serie waren aber einfach nur schlecht und schon 2006 verkaufte SiS die verantwortlichen Entwicklungsabteilungen an ATi. Und nur vier Monate später verkündete AMD dann die Übernahme von ATi.

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