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Firefox 80.0.1 behebt fünf Fehler

Meldung von doelf, Donnerstag der 03.09.2020, 14:33:27 Uhr

Mozilla hat seinen Webbrowser Firefox auf die Version 80.0.1 aktualisiert. Diese behebt potentielle Instabilitäten beim Zurücksetzen des Grafikprozessors und repariert die fehlerhafte Darstellung von WebGL-basierten Webseiten. Auch eine Leistungsregression beim Auftreten neuer CA-Zwischenzertifikate und Download-Probleme aufgrund Erweiterungen und Cookies wurden behoben. Für die japanische Sprachversion wurde das Tastaturkürzel zum Vergrößern der Seitendarstellung wiederhergestellt.

Die Neuerungen im Firefox 80
Der Firefox 80 kann als standardmäßiger PDF-Betrachter genutzt werden und verbessert das Zusammenspiel mit Bildschirmlesern. Die Eingabehilfen hatten für Elemente in mehrstufigen Baumsteuerelementen fälschlicherweise Informationen von Elementen auf tieferen Ebenen gemeldet und damit für Verwirrung gesorgt, dieses Problem wurde korrigiert. Auch ein paar ärgerliche Abstürze im Zusammenspiel mit Bildschirmleseprogrammen, insbesondere mit dem Marktführer JAWS, konnten repariert werden. Die Titel- und Beschreibungselemente von SVG-Grafiken werden jetzt für Screenreader bereitgestellt und auch die Werkzeuge für Web-Entwickler lassen sich jetzt besser mit Bildschirmleseprogrammen bedienen. Für jene Leser, denen das Meiste hiervon bekannt vorkommt, sei angemerkt, dass Mozilla diese Änderungen bereits für die Version 79 angekündigt hatte.

Wenn Nutzer ihr Betriebssystem angewiesen haben, weniger Animationen zu verwenden, da sie beispielsweise unter Migräne oder Epilepsie leiden, berücksichtigt nun auch der Firefox diese Vorgaben. Beispielsweise wird auf Animationen beim Laden von Registerkarten verzichtet. Um das ewige Problem von Add-ons, welche die Geschwindigkeit und Stabilität des Firefox beeinträchtigen, aus der Welt zu schaffen, wurde die neue Add-on-Sperrliste freigeschaltet. In Ungnade gefallene Add-ons werden nicht mehr ausgeführt und lassen sich auch nicht mehr installieren. Sobald der Entwickler eine fehlerbereinigte Fassung bereitgestellt hat, wird diese als Update angeboten. Es empfiehlt sich daher, die automatische Aktualisierung für Add-ons zu aktivieren.

Die zehn Sicherheitshinweise umfassen drei Einträge von hoher Relevanz, vier mittelschwere Probleme und drei vergleichsweise harmlose Fehler. Neben dem üblichen Eintrag bezüglich intern gefundener Speicherfehler (CVE-2020-15670) gilt die Gefahrenstufe hoch auch für zwei weitere Schwachstellen: So konnte es unter Windows im Zuge eines Downgrades zu einer Rechteausweitung durch den Mozilla Maintenance Service kommen (CVE-2020-15663), indem ein Angreifer bekannte Lücken einer älteren Firefox-Version ausbeutet. Zudem konnte ein Angreifer dem Benutzer eine Anfrage zur Installation einer Erweiterung unterschieben (CVE-2020-15664). Eine bösartige Webseite musste hierfür einen Verweises auf die eval()-Funktion eines leeren Fensters (about:blank) erhalten und sich damit Zugriff auf das InstallTrigger-Objekt verschaffen.

Wichtig: Die Unterstützung für die macOS-Versionen 10.9, 10.10 und 10.11 wurde beendet, weshalb die Besitzer von älteren Macs zum Firefox 78 ESR wechseln sollten. Über den Firefox 78 ESR werden die Nutzer von macOS 10.9, 10.10 und 10.11 noch ein Jahr lang mit frischen Sicherheits-Updates versorgt. Unabhängig vom Betriebssystem: Wer noch den Firefox 68 ESR verwendet, wird auf die Version 68.12 ESR aktualisiert. Es handelt sich dabei um das letzte geplante Update für diese Schiene. Beim nächsten Update wird somit die Umstellung zum Firefox 78.3 ESR erfolgen.

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