Nachgereicht: AMD Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.9.2

Meldung von doelf, Freitag der 09.10.2020, 14:51:47 Uhr

AMD hatte seinen Grafiktreiber Radeon Software Adrenalin 2020 Edition kürzlich auf die optionale Version 20.9.2 aktualisiert und die zuvor optionale Version 20.9.1 zum stabilen Treiber mit WHQL-Zertifizierung ernannt. Mit der Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.9.2 erweitert AMD abermals die Vulkan-Unterstützung und behebt auch zahlreiche Fehler.

AMD bietet diesen Treiber für die 64-Bit-Ausgaben von Windows 10 und 7 an, unterstützt werden diskrete Grafiklösungen ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Notebook), dazu kommen die integrierten Grafikeinheiten zahlreicher APUs und Ryzen-Prozessoren. Offiziell empfohlen wird inzwischen die Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.9.1 WHQL. Wer noch einen 32-Bit-Treiber benötigt, muss zur Radeon Software Adrenalin Edition 18.9.3 vom 5. November 2018 greifen.

Neu für Vulkan
AMD hat drei neue Erweiterungen für die Programmierschnittstelle Vulkan integriert:

  • VK_KHR_buffer_device_address: Diese Erweiterung wird zum Abfragen der Geräteadresse eines Puffers verwendet, wodurch ein Shader-Zugriff auf den Speicher dieses Puffers über die SPIRV-Erweiterung SPV_KHR_physical_storage_buffer möglich wird.
  • VK_EXT_robustness2: Diese Erweiterung bietet strengere Einschränkungen für die Verarbeitung von Lese- und Schreibvorgängen außerhalb von Grenzen. Sie gibt an, dass Lesevorgänge außerhalb der Grenzen Nullen zurückgeben müssen und Schreibvorgänge außerhalb der Grenzen zu verwerfen sind. Diese Erweiterung bietet auch Unterstützung für Nulldeskriptoren.
  • VK_EXT_shader_image_atomic_int64: Diese Erweiterung dehnt die vorhandene 64-Bit-Integer-Atomunterstützung auf Bilder aus und ermöglicht damit einen effizienteren Zugriff als Puffer. Anwendungen können ihre Leistung nach geringfügigen Änderungen am Code schnell verbessern.

Behobene Fehler
AMD konnte endlich das Flackern einiger Spiele beim Einsatz von Grafikkarten der Baureihe Radeon RX 5000 beseitigen, zudem läuft auf diesen Modellen DOOM VFR jetzt ohne Bildfehler und bei Detroit: Become Human wurde die Blöckchenbildung beseitigt. Die Instabilitäten von X-Plane 11 im Vulkan-Betrieb wurden ebenso repariert wie die schwarzen Texturen im Zombie-Modus von Call of Duty: WWII. Auch um die Darstellungsfehler bei World of Warcraft, die beim Zusammentreffen von DirectX 12 und Kantenglättung auftreten konnte, haben sich die Entwickler gekümmert.

Die Leistungsdatenüberlagerung startet nach dem Aufwachen des PC zuverlässiger und meldet hinsichtlich der VRAM-Nutzung seltener Unsinn. Radeon FreeSync lässt sich nach einem Treiber-Update auch ohne Neustart zuschalten und nach einem solchen Reboot wird den Nutzern einer Radeon RX Vega nicht mehr der Dialog zur automatischen Übertaktung mit einer Taktrate von 0 MHz angezeigt. Bei Verwendung von MSIs Afterburner flackert es nicht mehr und auch die Anzeigeprobleme nach der HDR-Aktivierung unter Windows wurden gelöst. Werden Videos mit der Applikation Movies&TV bearbeitet, kommt es nicht mehr zu grünen Bildfehlern.

Ungelöste Probleme
Andere Bugs verfolgen AMD-Nutzer schon seit Wochen und Monaten: Durch eine Überlagerung mit Leistungsdaten oder dem Tuning-Tab werden für die Radeon RX 5700 fälschlicherweise zu hohe Ruhetakte angezeigt und beim Einsatz von Enhanced Sync ist weiterhin Vorsicht geboten, da diese Option in einigen Kombinationen zu einer schwarzen Anzeige führen kann. Aufgrund eines Fehlers bei der HDMI-Skalierung wird die Framerate zuweilen auf 30 fps festgestellt und bei Grafikkarten der Baureihe Radeon RX 5000 kann es bei der Tonwiedergabe über einen per HDMI angeschlossenen AV-Receiver zu Audio-Aussetzern kommen.

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