April-Updates legen Windows 7 lahm
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April-Updates legen Windows 7 lahm

Meldung von doelf, Dienstag der 23.04.2019, 16:10:44 Uhr

Nicht nur die Nutzer von Windows 10 müssen allmonatlich bangen, sondern auch all jene, die derzeit das letzte Support-Jahr von Windows 7 und Server 2008 R2 auskosten. Die April-Updates für Windows 7 (KB4493472) haben es jedenfalls wieder einmal in sich und legen in Zusammenarbeit mit Virenschutzprodukten führender Hersteller die frisch aktualisierten PCs lahm.

Bereits am Karfreitag hatte Microsoft massive Probleme mit Virenschutzprodukten der Firmen ArcaBit, Avast, Avira und Sophos bestätigt: Nach der Installation der Update-Sammlung KB4493472 ist ein Neustart erforderlich, der das System extrem langsam macht. Oft reagiert der Rechner gar nicht mehr, so dass man sich nicht einmal anmelden kann. Gestern ergänzten die Redmonder dann, dass auch die Sicherheitslösungen von McAfee betroffen sind. Der Eintrag findet sich bisher nur in den englischsprachigen Hinweisen, während die deutsche Übersetzung noch den Stand vom 19. April 2019 aufweist.

Microsoft blockiert inzwischen die Installation von KB4493472 auf Systemen, auf denen eine betroffene Version der Virenschutzprogramme läuft. Von ArcaBit und Avast gibt es bereits Notfall-Updates, während McAfee und Sophos ihren Kunden Lösungsvorschläge unterbreiten. Bei Avira konnten wir noch nichts zu diesem Problem finden, laut Microsoft sucht man zusammen nach einer Lösung.

Die April-Updates für Windows 7 (KB4493472) umfassen etliche Sicherheitskorrekturen, beispielsweise für die Bibliothek WININET.DLL, die auch vom Internet Explorer 11 genutzt wird, die Grafikkomponente, den XML-Parser MSXML, die Datenbank-Engine JET und den Windows-Kernel. Zudem wurden erstmals Schutzmechanismen gegen Spectre Variante 2 (CVE-2017-5715) und Meltdown (CVE-2017-5754) für CPUs des taiwanischen Herstellers VIA integriert.

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