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Microsoft gewährt Gnadenfrist für Exchange Server 2010

Meldung von doelf, Dienstag der 24.09.2019, 11:27:02 Uhr

"Am 14. Januar 2020 ist das Ende des Lebenszyklus von Exchange Server 2010 erreicht", schreibt Microsoft auf seiner deutschen Support-Seite und empfiehlt einen zeitnahen Wechsel zu Office 365 nebst Exchange Online oder Exchange 2016. Doch tatsächlich wurde der Support-Zeitraum bis zum 13. Oktober 2020 verlängert, da an diesem Tag auch Office 2010 und der SharePoint Server 2010 aufs Abstellgleis rollen werden.

Mehr Zeit für den Umstieg...
Wie Greg Taylor, Microsofts Produktmanager für Exchange, in einem Blog-Beitrag erklärt, wird der Exchange Server 2010 noch rege genutzt. Microsoft wolle seinen Kunden daher zusätzliche Zeit für den Umstieg auf Office 365 und Exchange Online verschaffen, lässt Taylor wissen. Hier biete sich der 13. Oktober 2020 als neues Support-Ende an, da an diesem Tag auch die Lebenszyklen von Office 2010 und SharePoint Server 2010 enden werden. Unternehmen, die alle drei Produkte verwenden, können ihre Migration an einem Termin bündeln, statt schrittweise umzustellen.

...aber nicht für Windows Server 2008/2008 R2
Ab dem 13. Oktober 2020 wird es dann endgültig keinerlei Support für den Exchange Server 2010 mehr geben, also weder funktionale Updates noch Sicherheitsflicken. Das Gleiche gilt für Office 2010 und den SharePoint Server 2010. Allerdings bleibt ein großes Problem: Der Exchange Server 2010 läuft auf Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2 und für diese beiden Betriebssysteme wurde der Support-Zeitraum nicht verlängert! Doch es macht wenig Sinn, alte Software für zehn weitere Monate zu nutzen, wenn das Betriebssystem darunter ab dem 14. Januar 2020 schutzlos ist.

Ein virtuelles Lockangebot...
Wer ein zeitnahes Upgrade scheut, kann seine Server auf "Azure Virtual Machines" (IaaS) migrieren und bekommt damit "Extended Security Updates" für weitere drei Jahre. Diese erweiterten Sicherheits-Updates bedienen neben dem Windows Server der Generationen 2008 und 2008 R2 auch die SQL Server 2008 und 2008 R2, deren Support bereits zum 9. Juli 2019 abgelaufen war. Die Nutzung der virtuellen Maschinen ist kostenpflichtig, doch die erweiterten Sicherheits-Updates gibt es dann ohne weiteren Aufpreis. Dies soll Kunden animieren, in Microsofts Cloud zu wechseln.

...oder jährliche Zusatzkosten
Daneben bietet Micrsoft die Möglichkeit, die "Extended Security Updates" für Windows Server 2008/2008 R2 zu kaufen. Diese Support-Leistungen gelten jeweils für ein Jahr, werden von Jahr zu Jahr teurer und sind auf maximal drei Jahre beschränkt. Zugriff erhalten aber nur vier bestimmte Lizenz-Modelle, nämlich "Enterprise Agreement" (EA), "Enterprise Subscription Agreement" (EAS), "Server & Cloud Enrollment" (SCE) sowie "Enrollment for Education Solutions" (EES).

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