Samsung Galaxy S10: Noch Schneller, noch größer, noch teurer
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Samsung Galaxy S10: Noch Schneller, noch größer, noch teurer

Meldung von doelf, Donnerstag der 21.02.2019, 12:21:31 Uhr

Was Apple kann, kann Marktführer Samsung mindestens genauso gut. Die neuen Topmodelle der Südkoreaner sind wieder einmal schneller, größer und auch deutlich teurer geworden. Mehr Speicher, mehr Kameras, mehr Display. Das ist zwar beeindruckend, erinnert aber auch an die Blütezeit der Dinosaurier. Echte Innovation gab es auch, allerdings nur beim faltbaren Galaxy Fold.

Größere Displays
Aber zunächst müssen wir eines festhalten: Die hässliche Einkerbung (Notch), welche sich die Mitbewerber bei Apple abgeguckt hatten, ist so was von 2018 und damit vom Tisch. Die Vorderseite der neuen Smartphones besteht nur noch aus dem Display, einzig für die Kamera gibt es einen kleinen Ausschnitt. Auch der Fingerabdruckscanner wurde ins Display integriert (Galaxy S10 und 10+: per Ultraschall) oder an die Seitenkante (Galaxy S10e: in der Power-Taste) verfrachtet. Die 14,61 cm (5,8 Zoll) Bilddiagonale des Galaxy S9 wurden zur neuen Einstiegsklasse Galaxy S10e degradiert. Das reguläre Galaxy S10 bringt es derweil auf 15,51 cm (6,1 Zoll) und rückt damit auf die Position der vorherigen Plus-Variante. Darüber findet sich das Galaxy S10+, das mit 16,35 cm (6,4 Zoll) Bilddiagonale, fast schon ein Tablet ist. Die Auflösung des Bildschirms hat Samsung minimal von 2.960 x 1.440 auf 3.040 x 1.440 Pixel angehoben, lediglich das Galaxy S10e muss sich mit 2.280 x 1.080 Bildpunkten begnügen. Alle drei Varianten bieten dank AMOLED eine hohe Helligkeit und dank HDR10 einen starken Kontrast. Das Gorilla-Glas wurde auf die sechste Generation aktualisiert, nur beim Galaxy S10e kommt weiterhin Gorilla-Glas 5 zum Einsatz.

Galaxy S10 in 3 Varianten

Acht Rechenkerne und bis zu 12 GiB RAM
Beim SoC gibt es keinen Unterschied: Alle drei Varianten treten mit einem Samsung Exynos 9 Octa 9820 an, der über acht 64-Bit-Kerne (2 x Mongoose M4 @ 2,73 GHz + 2 x Cortex-A75 @ 2,30 GHz + 4 x Cortex-A55 @ 1,70 GHz) verfügt. Dazu kommt eine Grafikeinheit des Typs Mali-G76 MP12. Waren 6 GiB Arbeitsspeicher im Jahr 2018 noch der Plus-Variante vorbehalten, kommt diese Menge 2019 nur noch beim Einstiegsmodell zum Einsatz. Galaxy S10 und S10+ bekommen 8 GiB und es gibt sogar eine Plus-Variante mit 12 GiB RAM sowie 1 TB Flash-Speicher. Auch sonst hat Samsung beim Flash-Speicher noch einmal nachgelegt: Beim Galaxy S10e und S10 gibt es 128 GB, letzteres kann man auch mit 512 GB bekommen. Das Galaxy S10+ tritt standardmäßig mit 512 GB an und falls das nicht ausreichen sollte, gibt es ja noch die 1-TB-Option. Und wenn auch das nicht genug sein sollte, kommt eine Micro-SD-Karte mit bis zu 512 GB in den entsprechenden Einschub. Allerdings muss man wählen, ob man eine zweite SIM-Karte oder lieber mehr Speicher nutzen möchte. Viele Notebooks und Desktop-PCs sind im Vergleich magerer ausgestattet, kosten dann aber auch weniger.

Bis zu fünf Kameras und fest verbaute Akkus
Bleiben noch die Kameras als weiterer Hochrüstschauplatz: Das Galaxy S10e hat nur drei davon, nämlich eine mit 10,0 MPixel (Weitwinkel; Blende: f/1.9) vorne und zwei mit 16,0 MPixel (Ultraweitwinkel; Blende: f/2.2) und 12,0 MPixel (Weitwinkel; Blende: f/1.5 und f/2.4) hinten. Beim Galaxy S10 gibt es auf der Rückseite zusätzlich eine Telekamera mit 12,0 MPixel und Blende f2.4. Mit fünf Kameras setzt das Galaxy S10+ noch eine drauf, es handelt sich um eine Tiefenkamera mit 8 MPixel (Blende: f2.2), die bei Selfies für einen Bokeh-Effekt wie bei Profikameras sorgen soll. In Anbetracht von so viel Power erscheinen die Akkus (Galaxy S10e: 3.100 mAh; Galaxy S10: 3.400 mAh; Galaxy S10+: 4.100 mAh) fast schon unterdimensioniert. Wie bei Samsung üblich, ist die Batterie fest verbaut und kann nicht einfach gewechselt werden. Dadurch sind die Telefone nicht nur staubdicht, sondern auch gegen dauerndes Untertauchen (IP68) geschützt. Sollte ein Galaxy S10 versehentlich ins Klo fallen, nimmt es keinen Schaden - es sei denn man versucht, es im Anschluss mit einem Hochdruckreiniger zu säubern. Geladen wird natürlich kabellos.

Die Preise und Ausblick auf 5G und Fold
Die Vorbestellungen sind bereits angelaufen, mit der Auslieferung der ersten Smartphones darf man ab dem 8. März 2019 rechnen. Für das Galaxy 10Se veranschlagt Samsung 749 Euro, das Galaxy S10 mit 128 GB ist 150 Euro teurer. Wer 512 GB Speicherplatz benötigt, zahlt beim Galaxy S10 stolze 1.149 Euro und bei der Plus-Variante sogar 1.249 Euro. Das Flaggschiff Galaxy S10+ mit 12 GiB RAM und 1 TB Flash-Speicher geht allerdings erst für 1.599 Euro über die Ladentheke. Der Haken an der Sache: Keines der Telefone beherrscht den kommenden Mobilfunkstandard 5G. Da erste Smartphones mit 5G-Unterstützung im Laufe dieses Jahres in den Handel kommen sollen, empfiehlt es sich, Ruhe zu bewahren und nicht gleich zuzuschlagen. Dann erspart man sich die üblichen Kinderkrankheiten und kann vom deutlichen Preisverfall in der Smartphone-Oberklasse profitieren. Das Galaxy S10 5G hat Samsung schon jetzt für den Sommer angekündigt und eventuell erweist sich ja auch das Galaxy Fold mit faltbarem 7,3-Zoll-Display als bessere Alternative. Dieses soll im Mai für 1.999 Euro in den Handel kommen.

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