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UPDATE: Die Corona-Warn-App und die Kontaktverfolgung in Bussen und Bahnen

Meldung von doelf, Donnerstag der 20.08.2020, 13:54:55 Uhr

Die deutsche Corona-Warn-App verspricht eine zeitnahe Benachrichtigung ihrer Nutzer über Begegnungen mit möglichen Überträgern des Coronavirus SARS-CoV-2. Doch trotz 16 Millionen Downloads (Stand 11. August 2020) werden überraschend wenige Begegnungen protokolliert. Ein Grund hierfür könnte darin liegen, dass die Abstandsmessung per Bluetooth in Bussen und Bahnen nicht richtig funktioniert. Wir haben unseren Artikel Kontaktverfolgung per Smartphone - Hintergründe und Analyse diesbezüglich aktualisiert.

Titelbild zum Artikel

Wir hatten unseren Bericht zuletzt vor einer Woche erweitert und dabei die zwischenzeitlich aufgetretenen Funktionsstörungen der App beleuchtet. So hatte Apple die Risiko-Ermittlung auf etlichen iPhones mit der Veröffentlichung von iOS 13.6 am 15. Juli 2020 geschossen, während im Android-Bereich das nonkonforme Energiemanagement von Smartphone-Herstellern wie Samsung, Huawei und Honor die App immer wieder beendet hatte. Eine aktualisierte Fassung von Androids Exposure Notification Framework (ENF) soll hier in Verbindung mit der App-Version 1.2 und höher für Abhilfe sorgen, eingespielt wird diese als Update der Google Play Dienste. Nebenbei behebt die neue ENF-Version auch Probleme mit älteren Smartphones, auf denen noch Android 6 oder 8 laufen. Auch die nach wie vor bestehenden Probleme bei der QR-Code-Verarbeitung, welche das zeitnahe Informieren infizierter Personen verhindern, hatten wir angesprochen.

Einen weiteren Schwachpunkt bei der Kontaktverfolgung, die mangelnde Zuverlässigkeit der Bluetooth-Messungen in Bussen und Bahnen, haben wir in dieser Woche nachgereicht und über die vergangen Tage stetig erweitert. Es geht um Praxistests, die Douglas J. Leith und Stephen Farrell vom Trinity College in Dublin vorgenommen hatten und die ein Totalversagen der Kontaktverfolgungsschnittstelle beim Einsatz in Bussen und Straßenbahnen nahelegen. Durchgeführt wurden diese Tests mit einheitlichen Geräten, also sozusagen unter Idealbedingungen, mit jenen Parametern, welche die Corona-Warn-Apps aus Deutschland, Italien und der Schweiz verwenden. Für Pendler und Schulkinder ist dies keine gute Nachricht, auch wenn die Entwickler der deutschen App auf eigene Testläufe verweisen, in denen die Erkennungsrate in Szenarien wie einer ICE-Fahrt bei 80 Prozent gelegen haben soll.

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