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Gewaltiges Datenleck im Diplomatennetzwerk der EU

Meldung von doelf, Donnerstag der 20.12.2018, 12:30:12 Uhr

Die New York Times berichtet über ein gewaltiges Datenleck im geschützten Diplomatennetzwerk der Europäischen Union. Über Jahre haben Hacker vertrauliche Mitteilungen abgegriffen, von denen über 1.000 der Zeitung vorliegen. Darin geht es um den Umgang mit Donald Trump, Russland und China sowie um Strategien, wie man den Iran von einem Neustart seines Atomprogramms abhalten kann.

Der Angriff wurde von der Sicherheitsfirma Area 1 entdeckt und analysiert. Er zog sich über einen Zeitraum von drei Jahren hin und ähnelt anderen Angriffen, welche der chinesischen Eliteeinheit "People Liberation Army" zugeschrieben werden. Über eine Phishing-Kampagne wurden zunächst zyprische Diplomaten attackiert. Nachdem die Hacker die Kontrolle über die Systeme der Mittelmeerinsel erlangt hatten, nutzten sie die dort erbeuteten Passwörter, um in die Netze der EU vorzudringen. Die über geschützte Server verschickten Mitteilungen leiteten sie als Kopie an eine andere Plattform weiter, die von den Angreifern aufgesetzt und kontrolliert wurde.

Ausgehend vom Diplomatennetzwerk der EU wurden im Anschluss auch die Vereinten Nationen, der US-Gewerkschaftsbund AFL-CIO ("American Federation of Labor and Congress of Industrial Organizations") sowie die Außen- und Finanzministerien mehrerer Länder infiltriert. Die Sicherheitsexperten von Area 1 betonen, dass bei diesem Angriff keine raffinierten Techniken zum Einsatz kamen. Nichts deutet auf manipulierte Hardware oder hochentwickelte Schadprogramme hin. Das Phishing zielte wie üblich auf die größte aller Sicherheitslücken: Die Menschen. Danach hatten die Angreifer aufgrund veralteter Kommunikationsnetze vergleichsweise leichtes Spiel.

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