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DSGVO-Anfrage: Amazon verschickt fremde Alexa-Aufzeichnungen

Meldung von doelf, Donnerstag der 20.12.2018, 11:58:05 Uhr

Es weihnachtet! Die Geschäfte sind voll, die Paketboten überlastet und überall gehen Daten verloren. All jene, die Sprachassistenten wie Amazons Alexa als Lauschangriff auf die Privatsphäre betrachten, werden ihre Vorurteile dieser Tage bestätigt sehen.

Amazon erfüllt das Recht auf Selbstauskunft gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nicht sonderlich schnell und auch nicht mit der gebotenen Sorgfalt. Wie unsere Kollegen von der c't berichten, hatte ein Kunde Amazon.de um Auskunft zu allen über ihn gespeicherten Daten ersucht und nach zwei Monaten ein ZIP-Archiv als Antwort erhalten. In diesem fand der Kunde eine PDF-Datei mit allem, was die Sprachassistentin Alexa verstanden hatte, sowie 1.700 WAV-Dateien mit den dazugehörigen Tonaufzeichnungen.

Der um Auskunft Ersuchende hatte Alexa allerdings noch nie genutzt, es waren die Mitschnitte eines anderen Kunden. Und obwohl Amazon über diese Datenschutzverletzung informiert wurde, erfuhr der wahre Urheber der Spracheingaben erst über die c't von dem Vorfall. Er konnte anhand der Aufzeichnungen problemlos identifiziert werden, schließlich wähnt man sich zu Hause in einem privaten Umfeld, selbst wenn Amazon-Geräte im Wohn- oder Schlafzimmer stehen. Weitere Details offenbart der Artikel der c't.

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