Die Regeln haben sich geändert

Fritz!OS Labor - Probleme mit SMB3-Freigaben ‐ Seite 1/3

veröffentlicht von doelf am 22.02.2019 - UPDATE: 02.05.2019

Im Januar hatte AVM eine neue Testversion seines FRITZ!OS für die beiden Router FRITZ!Box 7590 und FRITZ!Box 7490 sowie für den FRITZ!Repeater 1750E und den FRITZ!Powerline 1260E zum Download bereitgestellt. AVM spricht hierbei von Labor-Versionen, tatsächlich handelt es sich um einen offenen Beta-Test. Geboten werden neue Funktionen für die DECT-Telefone der FRITZ!Fon-Familie, AP-Steering im MESH und das optionale Abschalten aller LEDs. Die wichtigste Änderung betrifft das FRITZ!NAS, welches endlich SMB3 beherrscht. Doch noch läuft am USB-Anschluss nicht alles rund.

Fritz!OS Labor und SMB3
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Was ist ein FRITZ!NAS?

Wer einen Speicherstick oder eine Festplatte mit USB-Anschluss mit der FRITZ!Box verbindet, kann diese Laufwerke über das Protokoll SMB (Server Message Block) in seinem Netzwerk bereitstellen. AVM nennt diese Funktion FRITZ!NAS und auch wenn man in Hinblick auf die Geschwindigkeit keine Wunder erwarten darf, reicht eine solche Netzwerkfestplatte für kleinere Büros oder Medienserver mit ein bis zwei Nutzern.

Beta: FRITZ!OS Labor
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Es gibt allerdings einen großen Haken: AVM unterstützt in den offiziellen Versionen von FRITZ!OS nur die erste Generation des Protokolls und diese ist veraltet, langsam und unsicher.

Das offizielle FRITZ!OS beherrscht nur SMB1

SMB1 wurde von Microsoft zusammen mit Windows 2000 als Nachfolger von CIFS eingeführt und trotz massiver Sicherheitsprobleme über Jahre mitgeschleppt. In Redmond erfolgte das Umdenken im Mai 2017 nach einer Welle von Verschlüsselungsangriffen durch die Ransomeware WannaCry, in dessen Folge SMB1 bei Microsoft ausgemustert wurde. Auch Linux-Distributionen, Router und Netzwerkspeicher verzichten seither auf das veraltete Protokoll, lediglich bei AVM tat sich herzlich wenig. Wer FRITZ!NAS mit einem aktuellen Windows 10 nutzen möchte, muss das unsichere Protokoll manuell nachinstallieren - ein unhaltbarer Zustand.

Labor-Versionen bereiten SMB3 vor

Das hat inzwischen auch AVM eingesehen und setzt in den Labor-Versionen standardmäßig auf das aktuelle SMB3, das nicht nur eine höhere Sicherheit, sondern auch schnellere Datenübertragungen verspricht. Doch nachdem SMB1 zunächst komplett entfernt worden war, findet es sich seit einigen Beta-Versionen wieder als ausdrücklich nicht empfohlene Option für den Notfall.

Beta: FRITZ!OS Labor
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Und das hat einen guten Grund: Die SMB3-Unterstützung läuft noch nicht sauber und verursacht immer wieder Aussetzer. AVM arbeitet an diesen Problemen, hat einen besonders unangenehmen Fehler aber noch nicht im Griff: Mit langen Pfaden lässt sich SMB3 abschießen.


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