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Fritz!OS Labor - Probleme mit SMB3-Freigaben ‐ Seite 3/3

veröffentlicht von doelf am 22.02.2019 - UPDATE: 02.05.2019

Nachtests mit FRITZ!OS 07.08-66226 Labor, FRITZ!OS 07.08-66525 Beta und FRITZ!OS 07.08-66900 Labor

Inzwischen liegt die Beta-Firmware in der Version FRITZ!OS 07.08-66226 Labor vor, welche sich um die Abstürze der SMB3-Freigaben kümmert. Damit sind die Probleme mit Pfaden über 250 Zeichen allerdings noch nicht ganz ausgestanden. Über den Reiter FRITZ!NAS in FRITZ!OS lassen sich Dateien und Ordner weiterhin so umbenennen, dass wir auf eine Pfadlänge von mehr als 250 Zeichen kommen. Greifen wir über Windows 10 auf eine solche Freigabe zu, wird der Dateiname verfälscht angezeigt und endet mit zwei Multibyte-Zeichen.

Beta: FRITZ!OS Labor
Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Windows 10 kann solche Dateien weder kopieren noch löschen oder umbenennen, wie obige Fehlermeldung belegt. Und wie sieht es unter Linux aus? Ubuntu 18.04.2 ignoriert Dateien mit überlangen Pfaden komplett: Sie werden gar nicht erst angezeigt. Erst wenn man die Gesamtlänge des Pfades auf 250 Zeichen reduziert, tauchen die Dateien wie von Geisterhand wieder auf. Auch weitere Nachtests mit FRITZ!OS 07.08-66525 Beta und FRITZ!OS 07.08-66900 Labor lieferten das gleiche Resultat: Pfade mit mehr als 250 Zeichen bleiben ein echtes Problem bei FRITZ!OS.

Wir erkennen somit zwar eine Verbesserung, aber die Situation ist noch nicht ideal. Es wäre besser, wenn FRITZ!OS auf überlange Pfade hinweisen und das Neuanlegen von solchen komplett unterbinden würde. Andererseits ist es unverständlich, warum diese Pfade überhaupt Probleme verursachen. Über den FTP-Zugang des FRITZ!NAS lassen sich die Dateien nämlich problemlos abrufen und auf Windows- sowie Linux-Systeme herunterladen. Dort erscheinen sie dann in voller Länge, so dass wir ein Problem auf der Client-Seite ausschließen können.

AVM resigniert - Rückkehr zu SMB1

Damit hatten wir nicht gerechnet: Die neuen Labor-Versionen von Fritz!OS, die abhängig vom Gerät die Versionsnummern 7.08-67160, 7.08-67076, 7.08-67078 oder 7.08-67080 tragen, bieten wieder nur SMB1. Die moderneren und wesentlich sichereren Protokollversionen 2 und 3 wurden entfernt. AVM schreibt hierzu:

"Unterstützung von SMBv3/v2 entfernt auf Grund diverser Kompatibilitätsprobleme mit einer Vielzahl von Clients, die SMBv1 benötigen... Die Integration von SMB v2/v3 erfolgt in einem nachfolgenden Release."

Diese Erklärung ist nicht korrekt, denn seit der Labor-Version 7.08-65441 bzw. 7.08-65442 war das zuvor komplett entfernte SMB1 wieder optional aktivierbar. Tatsächlich gab es massive Probleme mit Klienten, die bereits SMB3 unterstützen, wie unsere bisherigen Untersuchungen belegen.

Beta: FRITZ!OS Labor
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Wer FRITZ!NAS mit einem aktuellen Windows 10 nutzen möchte, muss nun wieder das unsichere Protokoll SMB1 manuell nachinstallieren. Und genau davor warnt Microsoft eindringlich - ein unhaltbarer Zustand! Das ist für AVM peinlich und für FRITZ!Box-Benutzer höchst ärgerlich. Wir werden unser FRITZ!NAS einmotten. Ein weitere Nutzung von SMB1 ist uns zu unsicher und die mäßige Leistung besiegelt das Schicksal einer einstmals guten Idee. Schade.

Nachtrag vom 2. Mai 2019: Inzwischen liegt für die meisten Geräte das finale FRITZ!OS 7.10 vor und dieses bietet, wie seitens AVM angekündigt, tatsächlich nur SMB1. Die Umstellung auf SMB3 soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. In Anbetracht der großen Probleme, welche AVM mit SMB3 hatte, rechnen wir mit einer mehrmonatigen Verzögerung.


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