Au-Ja! - ASUS Produktneuheiten am Rande der ESL Pro Series 14 Finals - print/5
 

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ASUS Produktneuheiten am Rande der ESL Pro Series 14 Finals - Druckansicht - Seite 1 von 5

Am vergangenen Samstag hatte ASUS die Presse nach Köln geladen, um am Rande der ESL Pro Series 14 Finals die Highlights von der diesjährigen Computex zu präsentieren. Dabei ging es um Hauptplatinen und Grafikkarten der oberen Preisklasse und um die neuen Funktionen, die ASUS in diese Geräte integriert hat. Note- und Netbooks spielten diesmal leider keine Rolle, dafür gab es einen ersten Blick auf Mainboards für Intels kommende Lynnfield Prozessoren und den dazugehörigen P55 Chipsatz.

ASUS P6X58 Preminum
Mehr Phasen bedeutet laut ASUS mehr Leistung, mehr Stabilität und einen kühleren Betrieb. Aus diesem Grund wird das P6X58 Preminum für den Core i 7 (Sockel LGA1366) auch einen 16+2-phasigen Spannungswandler bekommen. Auf dem High-End Mainboard kommt Intels X58 Northbridge in Verbindung mit der RAID-fähigen Southbridge ICH10R zum Einsatz, die Zutaten sind also bekannt. Wo verstecken sich also die Neuheiten?

Im Anschlusspanel sehen wir zwei blaue USB-Buchsen, hierbei handelt es sich um USB-3.0-Anschlüsse. USB 3.0 ist bis zu zehnmal schneller als USB 2.0 und erreicht Transferraten von bis zu 600 MB/s. Ein 25 GB großer HD-Film lässt sich laut ASUS in 70 Sekunden kopieren, während man hierzu mit USB 2.0 beinahe 14 Minuten benötigt.

USB 3.0 ist kompatibel zu USB 2.0, man kann also auch ältere Geräte am USB-3.0-Controller weiternutzen. Allerdings werden Stecker und Buchse mit einer weiteren Kontaktleiste versehen, so dass man für den USB-3.0-Betrieb ein anderes Kabel benötigt. Hier drohen zudem Kompatibilitätsprobleme mit Hybrid-Buchsen für USB 2.0 und eSATA, welche man bei einigen Notebooks und Mainboards findet.

Die zweite Neuheit ist SATA III bzw. SATA 6 Gb/s. Zusätzlich zu den sechs SATA-3Gb/s-Ports der ICH10R hat ASUS einen Controller für zwei SATA-6Gb/s-Ports verbaut. Wie der Name bereits andeutet, verdoppelt sich die maximale Transferrate auf 6 Gb/s. Da Festplatten und selbst RAID-Verbünde noch weit von dieser Marke entfernt sind, wird sich SATA 6 Gb/s wahrscheinlich nur für Solid State Drives auszahlen. Auch für SATA 6Gb/s werden nur neue Kabel mit acht statt sieben Kontakten gebraucht.

Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen des ASUS P6X58 Preminum gehören zwei Gigabit-LAN- und ein Firewire-Controller sowie 8-Kanal HD-Audio. Digitale Audio-Ausgänge sind in optischer und elektrischer Form vorhanden.

Sechs DDR3-DIMM-Slots sind mit dem 3-Kanal-Speicher-Controller des Core i7 verbunden. Drei PCI-Express 2.0 x16 Steckplätze stehen für Grafikkarten zur Verfügung, allerdings kann der Intel X58 Chipsatz nur zwei dieser Karten mit vollen 16 Lanes anbinden.




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ASUS Maximus III Formula und ROG-Connect
Besonders spannend ist das ASUS Maximus III Formula, denn dieses Mainboard beherbergt den Sockel LGA1156 und ist somit für Intels kommende Lynnfield Prozessoren gedacht. Der Lynnfield beinhaltet wie der Core i7 einen Speicher-Controller und benötigt daher einen neuen Chipsatz, den Intel P55. Im Gegensatz zum Core i7 muss der Lynnfield allerdings mit zwei Speicherkanälen und maximal vier Modulen auskommen. Die Anbindung an den Chipsatz erfolgt nicht über QPI, sondern über DMI.

Der Lynnfield ist für das Mainstream-Segment gedacht und wird wahrscheinlich im September auf den Markt kommen. Anfang 2010 ist dann auch mit Intels neuer Einstiegs-CPU Clarkdale zu rechnen, welche bereits im 32-nm-Prozess gefertigt wird und eine Grafikeinheit beinhaltet. Aus diesem Grund wird der Clarkdale neben der DMI-Anbindung noch eine zweite Verbindung zum Chipsatz besitzen und vermutlich andere Mainboards und Chipsätze benötigen.

Doch zurück zum ASUS Maximus III Formula, auf dem der Intel P55 arbeitet. Dieser Chipsatz vereint North- und Southbridge, er kümmert sich folglich um die PCI-Express-Anbindungen, SATA II, USB 2.0 und HD-Audio. Da der Speicher-Controller in die CPU wandert, stellt die Kühlung des P55 kein großes Problem dar: Es genügt ein flaches Aluminiumprofil. Für Parallel-ATA verbaut ASUS einen Zusatz-Controller.

Eine Neuheit stellt ROG-Connect dar, sie stammt von ASUS und ist den Mainboards der Baureihe "Republic Of Gamers" vorbehalten. Im I/O-Panel der Mainboards befindet sich ein spezieller USB-Anschluss, der einerseits als ganz normale USB-Buchse benutzt werden kann:

Altertantiv kann man ihn auf den Modus "ROG-Connect" umschalten und das Desktop-Mainboard mit einem Notebook verbinden. Hierbei wird ein spezielles Kabel verwendet, welches nur die Datenleitungen und nicht die Stromversorgung des USB-Anschlusses nutzt.

Auf dem Notebook läuft nun eine Software, mit der man das Mainboard übertakten kann. Der Zugriff auf den Taktgeber und den Spannungswandler erfolgt direkt über einen speziellen iROG-Controller. Auf dem Desktop-System muss also keine OC-Software laufen.

Doch ROG-Connect kann noch mehr: Falls das BIOS des Mainboards durch einen gescheiterten Flash-Versuch nicht mehr laden kann, schließt der Benutzer sein Notebook an und spielt ein neues BIOS über ROG-Connect auf.

Sofern der BIOS-Chip selbst unbeschädigt ist, funktioniert diese Rettungsoption und erspart den BIOS-Austausch durch den Hersteller.




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ASUS Maximus III Formula und Game First
Eine weitere Funktion des ASUS Maximus III Formula ist "Game First". Mit "Game First" will ASUS sicherstellen, dass Netzwerkspiele auch dann noch flüssig und ohne Lags laufen, wenn der Benutzer zugleich Internetradio hört oder Filesharing nutzt. Die Pakete des Spiels werden mit Priorität behandelt und müssen sich nicht hinten anstellen.

Weiterhin bietet das Mainboard MemTune, eine Weiterentwicklung des bekannten MemOK. Sollte ein PC nicht stabil laufen oder nicht starten können, liegt dies oft am Arbeitsspeicher. Durch einen Druck auf die MemOK-Taste sucht das Mainboard automatisch nach einer stabilen Einstellung:

MemTune geht einen Schritt weiter und sucht nicht nur nach stabilen Einstellungen, sondern nach den leistungstechnisch besten Einstellungen. Es dient somit nicht zur Rettung, sondern primär zum Tuning des Systems:

Einthalten ist ein Stabilitätstest, welcher die gewählten Latenzen und Spannungen vor dem Start des Betriebssystems auf ihre Zuverlässigkeit hin prüft.

Nachdem ASUS auf seinen letzten Hauptplatinen gerne komplizierte Heatpipegebilde von der Southbridge über die Northbridge zum Spannungswandler führte, bricht das ASUS Maximus III Formula nun mit diesem Konzept. Der Chipsatz wird - wie gesagt - mit einem flachen Aluminiumprofil gekühlt.

Auf den MOSFETs des Spannungswandlers findet sich ein dreiteiliger Kühler, dessen Segmente mit einer Heatpipe verbunden sind. Das größte Profil befindet sich dort, wo man normalerweise die Northbridge vermuten würde, doch der P55 besteht nur aus einem Chip und somit kühlt dieses Profil eigentlich gar nichts.




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ASUS ROG OC-Station
Kommen wir nun zur ROG OC-Station, einem Gerät zum Übertakten der ROG-Mainboards. Die ROG OC-Station besteht aus einem drei Zoll großen TFT-LCD-Display, einem Drehregler und drei Schaltern (OK, zurück, an/aus). Sie kann extern aufgestellt oder in zwei freien 5,25-Zoll-Schächten des Gehäuses verbaut werden.

Das Display der ROG OC-Station kann in einem Winkel von bis zu 30° geklappt werden, um die Lesbarkeit je nach Blinkwinkel zu verbessern. Wird das Farbdisplay nicht genutzt, kann man darauf auch Bilder anzeigen. Wie bei ROG-Connect handelt es sich auch bei dieser Methode um ein Übertakten ohne Zusatzprogramme. Die ROG OC-Station greift über den iROG-Controller direkt auf den Taktgeber und den Spannungswandler des Mainboards zu.

Auf diese Weise kann man auch im Laufe eines Benchmarks die Taktraten verändern, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Der normale Nutzer wird nun wahrscheinlich mit dem Kopf schütteln, doch für einige Käufer sind Mainboards kein Arbeitsmittel sondern eher ein Sportgerät, mit dessen Hilfe Rekorde gebrochen werden.

ASUS Matrix GTX285/HTDI/1GD3
Die Grafikkarte ASUS Matrix GTX285/HTDI/1GD3 nutzt einen GeForce GTX285 Grafikprozessor von NVIDIA. Sie taktet den Chip mit 648 MHz, die Shader mit 1476 MHz und den GDDR3-Speicher mit 1242 MHz. Auf den ersten Blick handelt es sich also um eine ganz normale GeForce GTX285, doch es gibt einige Besonderheiten.

So zeigt der rot leuchtende Kühler auf dem Foto eine extreme Last an. Insgesamt stehen fünf Farben für die Stufen "extreme Last", "hohe Last, "mittlere Last", "leichte Last" und "sicherer Betrieb" zur Auswahl. Man kann folglich mit einem Blick die aktuelle Auslastung der Karte erkennen. ASUS hat den Durchmesser der Heatpipes auf 8 mm vergößert - NVIDIAs Referenzdesign sieht 6-mm-Heatpipes vor - und erreicht damit eine um 46,5 Prozent größere Kontaktfläche.

Die "Super Hybrid Engine" ermöglicht zusammen mit dem Tool "Tracker 2" umfangreiche Übertaktungsmöglichkeiten in Echtzeit. Hierzu gehören neben Takt- und Spannungsanpassungen nun auch modifizierbare Speichertimings. Sollte die Karte einmal den Betrieb verweigern, findet sich auf der Slotblende ein Schalter, um sie in den "sichern Modus" zu zwingen.




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ASUS MARS GTX295/2DI/4GD3
Ein sehr exklusives Vergügen ist die Grafikkarte ASUS MARS GTX295/2DI/4GD3, denn ihre Stückzahl ist auf 1.000 limitiert. Demonstriert wurde uns die Nummer 1:

Auf der ASUS MARS GTX295/2DI/4GD3 finden sich gleich zwei GeForce GTX285 Grafikprozessoren, welche mit 648 MHz Chip und 1476 MHz Shader-Takt arbeiten. Normale GTX295-Modelle takten lediglich mit 576 und 1242 MHz, was den Taktraten einer GeForce GTX260 entspricht.

Auch das Speicherinterface handelsüblicher GTX295-Grafikkarten ist auf 448 Bit pro GPU limitiert, zudem liegt der Speichertakt lediglich bei 1.000 MHz. Die beiden GPUs der ASUS MARS GTX295/2DI/4GD3 können hingegen jeweils auf eine 512 Bit breite Speicheranbindung zurückgreifen und takten die Speicherchips mit 1.200 MHz.

Jede GPU besitzt 240 Stream-Prozessoren, das bringt 3D-Leistung und verbraucht mächtig viel Strom. So werden gleich zwei 8-Pin Stecker benötigt, um diese Heizung mit ausreichend Saft zu versorgen.

ASUS verwendet auch bei dieser Grafikkarte 8-mm-Heatpipes und hat die Kontaktflächen der Heatpipes dadurch um 65 Prozent von 35,66 auf 59,06 cm2 vergrößert. Die Oberfläche des Kühlers wuchs zugleich um 20 Prozent von 260 auf 310 cm2. Ob man eine solche Grafikkarte wirklich braucht oder ein solches Monster sinnvoll ist, wollen wir nicht bewerten. Auf jeden Fall ist die ASUS MARS GTX295/2DI/4GD3 beeindruckend.

ESL Finals
Und während wir Journalisten hart arbeiten mussten, durften andere die ganze Zeit spielen. Das Team mousesports sicherte sich den ersten Platz in Counter-Strike 1.6 gegen Team Alternate und kassierte 10.000 Euro Preisgeld. In CS:Source siegte mTw (4.000 Euro Preisgeld) und Warcraft3 ging an XlorD (3.500 Euro Preisgeld).

Auf dem digitalen Rasen siegte hoorai bei FIFA09 (3.500 Euro Preisgeld). Insgesamt wurde ein Preisgeld von insgesamt 130.000 Euro verteilt. Wir haben auch nach vorurteilsbehafteten Politikern mit Plakaten gegen Killerspiele Ausschau gehalten, konnten aber keine Sichten. Der Kölner an sich ist halt entspannt, weltoffen und trinkt seltsames Bier ;-)




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