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Neu von MSI

Boardwechsel ohne Windows Installation
23.05.2002 by doelf

Wer kennt das Problem nicht? Man baut ein neues Mainboard ein und schon startet Windows nicht mehr. Gut, viele werden das Problem nicht kennen, da sie noch nie ein Mainboard ausgetauscht haben. Wieder andere werden sagen, daß die Abneigung von Windows plötzlich mit einem anderen Chipsatz oder sogar einer andern CPU-Architektur zu starten nur allzu verständlich sei und da haben sie natürlich nicht ganz unrecht. Dennoch ist es oft möglich das Mainboard zu wechseln, ohne Windows neu installieren zu müssen - ob diese Vorgehensweise empfehlenswert ist, steht jedoch auf einem ganz anderen Blatt.

Vorbereitung ist alles!
Die wichtigste Vorraussetzung ist schlicht und einfach, daß das alte Mainboard noch funktionstüchtig ist. Mainboard-Tests nehme ich immer unter Windows 2000 vor, das hier Gesagte läßt sich in Grundzügen jedoch auch auf andere Windows Systeme übertragen. Im Allgemeinen installierte ich immer ein frisches Windows für jeden Test, wenn man während des Tests jedoch die Boards tauschen muß, um etwas zu überprüfen, benötig eine komplette Neuinstallation einfach zuviel Zeit. Quick and Dirty geht es folgendermaßen:

  1. die Chipsatztreiber deinstallieren, sofern diese unter Systemsteuerung/Software angeboten werden - nicht neu booten
  2. den IDE Treiber durch den Standard IDE Treiber von Windows ersetzen - nicht neu booten
  3. den Rechner herunterfahren und vom Strom trennen
  4. das Board austauschen, Windows erkennt nach dem Start die neuen Systemkomponenten und installiert die Treiber neu
Diese Methode funktioniert unter Windows 2000 manchmal sogar beim Wechsel von AMDs Socket-A auf ein Intel Pentium 4 Mainboard!

Die Nachteile
Natürlich hat die Quick and Dirty Methode auch einen entscheidenden Nachteil: sie ist zwar Quick aber auch Dirty! Zum einen kann die Performance leiden, wenn man nicht von grundauf neu installiert, zum anderen stehen folgende Probleme im Raum:

  1. APIC wird nicht erkannt: wenn das alte Mainboard diesen Modus nicht unterstützt, das neue higegen wohl, so wird er dennoch ignoriert!
  2. SSE wird nicht erkannt: beim Umtsieg von einem alten Duron oder Athlon/B/C auf einen Duron-Morgan oder Athlon XP wird die SSE Unterstützung nicht aktiviert!
  3. Es kann diverse Probleme - abhängig von den alten Chipsatztreibern und anderen Treibern - geben. Empfehlenswert wäre es zumindest den Grafikkartentreiber ebenfalls zu deinstallieren und erst nach den Chipsatztreibern wieder aufzuspielen. Aber auch einige Soundkarten passen sich chipsatzspezifisch an und auch TV-/Video-/DVB-Karten sind Kandidaten für Probleme!

Es sei noch einmal betont: diese Methode ist zwar zum Debuggen oder Ausprobieren geeignet und auch vertretbar, wenn man gerade unter Zeitnot leidet, sie ersetzt jedoch keine Neuinstallation, die ich bei jedem Mainboardwechsel empfehlen würde.

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