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Im Test: ASUS EeePC 4G, ein Sub-Notebook für 299,- Euro - Druckansicht - Seite 1 von 9

In Asien ist er bereits ein Verkaufsschlager und seit einer Woche verkauft ASUS sein Sub-Notebook EeePC auch in Deutschland. Schon am ersten Tag war das Gerät vielerorts ausverkauft, was nicht nur an der großen Nachfrage hierzulande, sondern auch an den ausgelieferten Stückzahlen lag. Der EeePC kommt mit Verspätung und nicht in ausreichender Menge, so dass es bei der Bestellung zu deutlichen Wartezeiten kommen kann. Wir haben uns gleich am ersten Tag einen EeePC besorgt und wollen dem Hype auf den Grund gehen.


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Haltet den Dieb!
Wie begehrt der EeePC ist, zeigte sich bereits, als wir unser Testmuster in Empfang nehmen wollten. Da die kleinen Computer so begehrt sind, sind Pressemuster rar. Unser Partner HiQ Computer hatte von ASUS ein Ansichtsexemplar erhalten, welches wir für unseren Test verwenden wollten. Doch während wir die Formalitäten regelten, griff sich ein Dieb den im Schaufenster ausgestellten EeePC und rannte aus dem Laden. Dank der schnellen Reaktion zweier Mitarbeiter konnte der Täter jedoch gefasst werden und so können wir nun diesen Artikel präsentieren. Zu gerne hätten wir an dieser Stelle das Video der Überwachungskamera gezeigt, doch aus rechtlichen Gründen ist dies leider nicht möglich.

Ein ungewöhnliches Konzept
Kompakte Sub-Notebooks waren bisher ein teures Spielzeug, preiswerte Notebooks fielen hingegen eher durch ihr hohes Gewicht und ein klobiges Design auf. Beim EeePC ist das anders: Für nur 299,- Euro erhält man einen kompletten PC im Handtaschenformat. Ein optisches Laufwerk gibt es in dieser Größenklasse natürlich nicht und statt einer Festplatte verwendet der EeePC Flash-Speicher.


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In Deutschland wird es zunächst zwei Farbvarianten geben: Schwarze EeePCs findet man im Fachhandel, weiße Exemplare verkaufen die großen Handelsketten. In anderen Ländern stehen auch die Farben blau, grün und rosa zur Auswahl. Unser Testgerät stammt vom Fachhändler und ist daher schwarz.

Der Lieferumfang
Im Lieferumfang findet sich neben dem EeePC eine Schutzhülle, Handbücher, eine DVD mit Software, ein Akku sowie ein Netzteil.


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Die Schutzhülle erwies sich schnell als nützliches Zubehör, denn aufgrund seiner geringen Abmessungen nimmt man den EeePC überall hin mit. Da der kleine Computer in beinahe jeder Tasche und jedem Rucksack Platz findet, benötigt man keine spezielle Notebooktasche und die Hemmschwelle, das Gerät einzupacken, geht daher gegen null.


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Mit Abmessungen, die nur wenig über denen einer DVD-Hülle liegen, wird der EeePC zum ständigen Begleiter und zieht überall die Blicke auf sich. Der Vergleich zu einem ebenfalls schon recht kompakten 14,1-Zoll Notebook zeigt recht deutlich, warum der EeePC bei der Mobilität punkten kann.


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Doch nicht nur die Abmessungen von 22,5 x 16,5 x 3,5 cm (BxTxH) vermögen zu begeistern, auch das geringe Gewicht von gerade einmal 920 Gramm inklusive Akku macht den EeePC äußerst mobil. Da stellt sich die Frage, was der Zwerg auf der Hardware-Seite zu bieten hat.




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Die technischen Daten
Der EeePC ist zwar keinesfalls ein Ausstattungswunder, hat aber dennoch alles an Bord, was ein mobiler PC benötigt. Neben drei USB 2.0 Anschlüssen und einer 100 MBit LAN-Anbindung gibt es Wireless-LAN (802.11b/g) und sogar eine Webcam. Die Audiowiedergabe ist auf Stereo beschränkt, dafür kann man am EeePC einen externen Bildschirm anschließen.


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Hier die technischen Merkmale in der Übersicht:

ASUS verwendet einen Ein-Kern-Prozessor vom Typ Intel Celeron M ULV 353, welcher über 512 KB L2-Cache verfügt und normalerweise mit 900 MHz taktet. Ob dieser Takt beim EeePC tatsächlich anliegt, konnten wir weder im BIOS nocht mit den installierten Diagnoseprogrammen klären. Nachdem wir Windows XP installiert hatten, konnten wir mit Hilfe von CPU-Z feststellen, dass ASUS den Takt des Prozessors auf 630 MHz gedrosselt hat. Der Chipsatz wird über einen mit 400 MHz getakteten Frontsidebus angebunden, er enthält auch den Intel GMA 900 Grafikkern.

Gehäuse und Anschlüsse
Der EeePC steckt in einem stabilen und kratzfesten Kunststoffgehäuse, welches aufgrund seiner geringen Abmessung sehr verwindungssteif ist. Das Gerät macht einen robusten und alltagstauglichen Eindruck, was wir angesichts der Preisklasse nicht erwartet hatten. Da sich im EeePC keine Festplatte befindet, können selbst Stöße im Betrieb dem Gerät nur wenig anhaben.


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Auf der rechten Seite finden wir einen Einschub für SD- und MMC-Speicherkarten, zwei USB 2.0 Buchsen sowie den VGA-Ausgang. Weiterhin kann hier ein Kensington-Schloss angebracht werden.


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Die Rückseite ist weitgehend frei von Anschlüssen, denn hier wird der Akku befestigt. Ganz rechts sieht man die Buchse für das Netzteil.


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Der Netzwerkanschluss ist zusammen mit einer weiteren USB 2.0 Buchse auf der linken Seite zu verorten. Hier hat ASUS auch den Mikrofoneingang und den Kopfhörerausgang untergebracht. Zwischen den Anschlüssen befinden sich die Luftschlitze für die Kühlung. Der EeePC besitzt einen Lüfter, der jedoch nur selten zugeschaltet wird.




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Tastatur und Touchpad
Es gibt keine besondere Arretierung für den Displaydeckel, er wird nur vom Widerstand des Gelenkes gehalten. Nach dem Öffnen sieht man die kleine Tastatur und das winzige 7-Zoll Display und mittig darüber die Webcam. Diese bietet eine maximale Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten und hat eine recht gute Lichtausbeute.


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Unser Testmuster hat noch eine englische Tastatur, die in Deutschland ausgelieferten Modelle verfügen natürlich über ein deutsches Tastaturlayout inklusive der Umlaute. Die einzelnen Tasten sind recht klein, lassen sich aber dennoch gut bedienen. Wer sich am 10-Finger-System versucht, wird allerdings einiges Geschick benötigen. Zum Test haben wir diesen Artikel vollständig auf dem EeePC geschrieben und waren recht positiv überrascht.


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Nicht ganz so gut gelungen ist das Touchpad. Nachdem wir im Treiber die Empfindlichkeit etwas angehoben hatten, funktionierte es allerdings befriedigend. Als sehr praktisch empfanden wir die vertikale Scroll-Leiste.


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Die als Wippe ausgeführten Maustasten überzeugen uns hingegen gar nicht. Diese silberfarbene Taste ist zu schmal, ihre Oberfläche zu glatt und man muss zum Klicken viel Druck ausüben.

Das Display
Das Display ist eine weitere Schwachstelle des EeePC. Zwar kann uns die matte Anzeige in Hinblick auf die Helligkeit, die Farben sowie den Betrachtungswinkel überzeugen, doch es ist schlicht und einfach zu klein. Und zwar deutlich kleiner als der Deckel selbst.


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Rechts und links des Bildschirms befinden sich die beiden Lautsprecher, so dass für das Display selbst nur eine Diagonale von sieben Zoll übrig bleibt. Die Auflösung beträgt 800 x 480 Bildpunkte, die Mehrzahl der Webseiten muss daher nicht nur vertikal, sondern auch horizontal gescrollt werden.


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Da das Display im Vergleich zum Rest des Gerätes recht schwer ist, neigt der EeePC bei weit ausgeklapptem Deckel zum Umkippen. Wir haben das Display auf Pixelfehler hin untersucht - ASUS macht zu diesem Thema keinerlei Angaben -, konnten jedoch keine finden.




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Akku
Der Akku besitzt vier Zellen und leistet 5200 mAh. Da der EeePC sehr sparsam ist, soll dies laut ASUS für 2,8 bis 3,5 Stunden Laufzeit fernab jeder Steckdose ausreichen. Nachdem wir den Akku eine Woche lang täglich benutzt hatten, testeten wir beim Schreiben dieses Artikels die Akkulaufzeit.


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Hauptsächlich wurde mit OpenOffice gearbeitet, hinzu kam KSnapshot für die Screenshots, etwas Internetnutzung mit dem Firefox und KPatience. Der Akku hielt 172 Minuten bzw. 2,87 Stunden durch, damit erreichten wir die Herstellerangaben, wenn auch nur knapp. Das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen.


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In Kürze soll laut ASUS übrigens auch ein Akku mit 6 Zellen und einer Leistung von 7800 mAh angeboten werden. Der Akku wird auf der Rückseite des Sub-Notebooks eingesetzt, die Verriegelung rastet an zwei Punkten ein und sorgt für einen sicheren Halt.

Arbeitsspeicher
Von Hause aus bekommt der EeePC nur 512 MByte Arbeitsspeicher spendiert, angesichts der niedrigen Speicherpreise wird daher so mancher Käufer mit einem Upgrade auf 1 GByte liebäugeln. Auf der Unterseite des Gerätes findet sich auch eine Abdeckung, hinter der sich der SO-DIMM Slot befinden sollte, doch ASUS verweigert den Zugang:


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Wer sich erdreistet, das Siegel zu brechen, verliert anscheinend die Garantie. ASUS hat uns zwischenzeitlich bestätigt, dass diese Garantiesiegel bei hierzulande verkauften Geräten entfernt werden dürfen, damit der Käufer den Arbeitsspeicher des Gerätes aufrüsten kann. Allerdings muss der Speichertausch fachmännisch vorgenommen werden, denn wenn hierbei ein Defekt verursacht wird, ist die Garantie dennoch verloren. Zudem garantiert ASUS nicht, dass der Eee PC mit Fremdspeicher funktioniert und hat bisher auch noch keine Kompatibilitätsliste veröffentlicht. Sollte der Eee PC nach dem Speicherupgrade instabil arbeiten, wird ASUS keinerlei Support leisten. Auch wer einen Eee PC aufgrund von Problemen einschickt, hat schlechte Karten, falls sich ein fremdes Speichermodul im DIMM-Slot befindet und der Arbeitsspeicher die Ursache dieser Fehler ist.


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In unserem EeePC findet sich ein 512 MByte DDR2-667 Modul des taiwanesischen Herstellers SiS, der in erster Linie für seine Chipsätze bekannt ist.


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Wer seinem EeePC zusätzlichen Arbeitsspeicher gönnen möchte, kommt um den Siegelbruch also nicht herum. Da ASUS dem Benutzer kein Speicherupgrade zugesteht, finden sich auf der Produktseite des EeePC leider auch keine Angaben zu kompatiblen Modulen. Zumindest der Chipsatz unterstützt Speichergrößen von bis zu einem Gigabyte pro Modul.




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BIOS
Unser EeePC verwendete anfangs das BIOS 0401, im Verlauf des Tests haben wir auf das BIOS 0701 aktualisiert, welches sporadische Passwortabfragen beim BIOS-Zugriff beseitigt. Wie bei Notebooks üblich, muss man nicht die Entfernen- sondern die F2-Taste drücken, um zu den BIOS-Einstellungen zu gelangen. Viel einzustellen gibt es ohnehin nicht, wie folgende Fotos dokumentieren.


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Der EeePC ist auf einen stabilen und unkomplizierten Betrieb ausgelegt, daher finden sich in seinem BIOS weder Übertaktungsmöglichkeiten noch Optionen zur Speicheroptimierung.




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Keine Angst vor Linux
Im ersten Teil unseres Testberichts über den ASUS EeePC betrachten wir das Gerät im Zusammenspiel mit der mitgelieferten Linux-Distribution. Erst im zweiten Durchgang werden wir Windows XP aufspielen und einige Leistungsmessungen durchführen.


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Berührungsängste mit Linux braucht niemand zu befürchten. ASUS verwendet eine auf den EeePC optimierte Version der Distribution Xandros, welche sich sehr stark an der Optik von Windows orientiert. Die Benutzerführung ist intuitiv und rund vierzig an Anwendungen sind bereits vorinstalliert. Erstaunlich schnell geht der Start von statten: Vom Druck auf die Einschalttaste bis zum vollständig geladenen Desktop vergehen keine 30 Sekunden.


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ASUS unterteilt die installierte Software in sieben Gruppen: Internet, Arbeiten, Lernen, Spielen, Einstellungen, Favoriten und Hilfe. Neben den installierten Anwendungen sind allerdings auch einige Internetdienste verknüpft, so dass einige der Icons lediglich eine bestimmte Webseite aufrufen.


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In der Gruppe Internet finden wir Firefox 2.0.0.11, Pidgin Messenger, Skype 2.0 Beta und die KDE Weltzeituhr. Arbeiten umfasst Adobe Reader 7.0.8, Kcalc, KSnapshot 0.7.1, OpenOffice 2.0.4, Persönlicher Informationsmanager 1.1.2, Thunderbird 2.0.0.9 sowie den KDE Dateimanager 4.0. Die Rubrik "Lernen" enthät KDE Periodic Table 1.3.1, Schreibtischplanetarium 1.1.1, KHangMan 1.5, KBruch 3.4, Kig 0.10, Function Plotter 1.2.0, mtPaint 3.11 und Tux Paint.


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Multimedia-Anwendungen hat ASUS mehr oder weniger sinnvoll unter "Spielen" einsortiert. Neben echten Spielen wie KPatience 2.2.2 oder dem Kartoffelmann KTuberling 0.4 finden sich hier SMPlayer 0.5.21, Musik Manager 1.4.3, Foto Manager 1.4.2, Video Manager 4.0, ucview.real 0.14 und das Aufnahmeprogramm 1.16.


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Die Gruppe "Einstellungen" umfasst neben zahlreichen Konfigurationsprogrammen auch den Virenschutz Anti Virus in der Version 2.0.


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Unter Favouriten ordnet der Benutzer seine meistverwendeten Programme ein, um auf diese schneller zugreifen zu können. Zudem werden diese Verknüpfungen hier verwaltet.


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Wählt man die Rubrik "Hilfe" aus, öffnet sich der Firefox und läd eine deutschsprachige Anleitung für die Verwendung des Betriebssystems und seiner Benutzeroberfläche.

Das abgespeckte Linux hat allerdings auch einige Nachteile: ASUS bietet keinen richtigen Benutzer-Manager an, hat die Software-Verwaltung auf die eigenen Angebote beschränkt und kein Terminal in die Benutzeroberfläche integriert. Wer die Fähigkeiten seines EeePC erweitern oder die Sicherheitseinstellungen optimieren will, muss daher mit der Tastenkombination Ctrl + Alt + T ein Terminalfenster öffnen. Mit der Eingabe "sudo bash" holt man sich die root-Rechte und stolpert dabei gleich über die erste Schwachstelle: Es gibt kein spezielles root-Passwort, für den Benutzer und root wird bei der Installation ein und das selbe Passwort verwendet. Zudem werden Cups, Portmap und Samba automatisch gestartet - Sicherheitsfreaks werden am EeePC folglich ihre "Freude" haben. Noch ein Wort zur Software-Verwaltung: Da das Linux des EeePC auf Xandros und Xandros seinerseits auf Debian basiert, steht eigentlich eine große Auswahl an Software zur Verfügen. Um diese aber auch installieren zu können, muss zuvor das Quellenverzeichnis (sources.list) der Paketverwaltung APT erweitert werden.




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Die Anwendungen
Mit dem Firefox bewegt sich der EeePC Benutzer zügig durch das Internet. Webseiten laden gewohnt problemlos und auch Flash-Anwendungen funktionieren einwandfrei. Aufgrund der geringen Auflösung verliert man jedoch schnell den Überblick und großflächige Layer-Werbung wird zu einem ständigen Ärgernis. Oft bedeckt die Werbung die ganze Webseite und gelegentlich befinden sich die Schaltflächen der Werbung äußerhalb des Anzeigebereiches.


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Auch Skype ließ sich gewohnt zügig einrichten. Da ASUS Lautsprecher und Mikrofon im EeePC integriert hat, kann man auch ohne Headset sogleich loslegen.


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Um die Kommunikation abzurunden, haben wir auch die Webcam ausprobiert. In einem halbdunklen Raum und mit Gegenlicht lieferte sie noch erschreckend gute Bilder. Die Auflösung ist allerdings auf 640 x 480 Bildpunkte berschränkt.


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Die Büro-Suite OpenOffice umfasst eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation und eine Präsentationssoftware. Der EeePC läd solche Anwendungen recht zügig, zwischen dem Klick auf die Textverarbeitung und dem Abschluss des Ladevorganges vergehen gerade einmal elf Sekunden.


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Der Foto-Manager leidet wie Firefox unter der geringen Auflösung. Auf der rechten Seite zeigt die Software die Bilder als Thumbnails an, gleich daneben stehen Dateinamen und -größen. Diese überlappen sich und die Oberfläche der Software wurde mehr schlecht als recht für diese Bildschirmgröße angepasst.


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Etwas besser ergeht es dem Musik-Manager, doch auch hier werden lange Titelnamen gnadenlos gekürzt. Die Software - oder besser gesagt ihr Unterbau - unterstützt übrigens das Microsoft-Format WMA.


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In der Praxis gewöhnt man sich zwar recht schnell an die Einschränkungen der geringen Auflösung, doch es wird wohl kaum einen EeePC Benutzer geben, der eine Breite von 1024 Bildpunkten nicht mit Kusshand begrüßen würde.




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Werkzeuge
Als letzte Anwendung, welche zum Teil bereits in die Kategorie Werkzeuge fällt, möchten wir den mitgelieferten Vireschutz zeigen:


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Mit Hilfe des Diagnoseprogramms kann man die vorhandene Hardware einsehen und Tests durchführen. Beispielsweise kann die Funktion der Audio-Geräte, des Netzwerks, der Webcam, der USB-Anschlüsse und der Speicherstand der Laufwerke geprüft werden. Hier findet sich auch der LCD-Bildschirm-Test, welchen wir für die Suche nach Pixelfehlern verwendet hatten.


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Das Laufwerk-Utility wartet mit einer schlechten Nachricht auf uns: 62 Prozent der 4 GByte Speicherplatz verschlingt das System, lediglich 1420 MByte stehen für Benutzerdaten zur Verfügung. Damit bietet der EeePC weniger Speicherplatz als ein MP3-Spieler der Preisklasse um 30 Euro. Wer seine Musiksammlung auf dem EeePC nutzen möchte, sollte das Gerät mit einer zusätzlichen SD-Karte aufrüsten. SD-Karten bieten bis zu 2 GByte Speicherplatz, mehr Speicher lassen sich nur mit einer SDHC-Karte realisieren. Ob diese Speichermedien ebenfalls unterstützt werden, steht leider weder auf der Webseite von ASUS noch im Handbuch.


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Wireless-LAN
Wir haben das Atheros AR5007EG 802.11b/g W-LAN Modul sowohl mit 128 Bit WEP-Verschlüsselung als auch mit WAP PSK getestet. Beide Male haben wir uns mit einem Netzwerk verbunden, dessen SSID nicht gesendet wurde. Die Verbindungen wurden ohne Probleme hergestellt und wir konnten auf das Internet zugreifen. Die Einrichtung der Netzwerke hatten wir unter "Netzwerk" in der Rubrik "Internet" vorgenommen.


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Probleme ergaben sich allerdings im Zusammenspiel mit einem alten Router der Firma Siemens. Es handelt sich um das Modell Gigaset 505SE, das mit zahlreichen Geräten Probleme verursacht, sofern die WPA-Verschlüsselung verwendet wird. Mit diesem Router konnten wir nur dann eine Verbindung herstellen, wenn wir auf die unsichere WEP-Verschlüsselung auswichen.


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Das Problem mit dem Siemens Gigaset 505SE sollte man allerdings nicht überbewerten.




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Stromverbrauch
Wir haben bereits gesehen, dass der EeePC aus seinem Akku eine Laufzeit von ca. drei Stunden herauskitzeln kann. Das Gerät hat eine niedrig getaktete CPU, keine diskrete Grafikeinheit, keine Festplatte und kein optisches Laufwerk. Es muss folglich auch im Betrieb sehr sparsam sein. Wir haben unseren Stromverbrauchsmesser angeschlossen und nachgemessen.

Stromverbrauch in Watt: Akku laden / Betrieb / Standby / Aus
ASUS EeePC 4G
24
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3
2

Selbst wenn das Sub-Notebook seinen Akku läd und dabei in Betrieb ist (Worst Case), verbraucht es lediglich 24 Watt. Im normalen Betrieb am Netzteil messen wir eine Leistungsaufnahme zwischen 13 und 15 Watt, das macht dem Eee PC so schnell keiner nach. Lediglich im Ruhemodus kann uns der Verbrauch nicht ganz überzeugen, 3 Watt sind hier etwas viel. Selbst wenn das Gerät vollständig herunter gefahren wurde, genehmigt sich das Steckernetzteil noch immer 2 Watt.

Geräuschpegel
Die meiste Zeit schaltet der EeePC seinen Lüfter gar nicht ein. In unserem Test geschah dies erst nach deutlich mehr als einer Stunde Betrieb und nach wenigen Minuten kehrte wieder absolute Stille ein. Da der EeePC im Gegensatz zu den meisten anderen Notebooks keine Festplatte besitzt, arbeitet der kleine Computer in der übrigen Zeit völlig lautlos.




Fazit
Keine Frage, ASUS hat mit dem EeePC ein sehr spannendes Produkt kreiert. Das winzige Laptop überzeugt mit einer robusten Verarbeitung und mit geringen Abmessungen, die das Gerät zum ständigen Begleiter machen. Die sparsame CPU von Intel, der Verzicht auf eine Festplatte und das kleine 7-Zoll Display ermöglichen einen niedrigen Preis von lediglich 299,- Euro, einen zumeist lautlosen Betrieb, einen geringen Stromverbrauch und somit eine lange Akku-Laufzeit.

Die Kehrseite der Medallie ist eine Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten, die für viele Programme und Webseiten zu klein ist, sowie lediglich 1420 MByte Speicherplatz für Benutzerdaten, da das System bereits 62 Prozent des 4 GByte großen SSD-Laufwerks belegt. Im täglichen Betrieb läuft der EeePC zuverlässig und problemlos, die von ASUS modifizierte Linux-Distribution Xandros startet in weniger als 30 Sekunden und auch komplexe Anwendungen wie die Textverarbeitung aus der OpenOffice-Suite ist bereits nach 11 Sekunden einsatzbereit.

Der EeePC ist zwar nicht perfekt, aber durch seine klare Ausrichtung ein gelungenes Gerät, dessen Schwächen man verzeihen kann. Dieses Sub-Notebook wird sich in erster Linie über den Preis verkaufen, Laptops für 299,- Euro gab es in dieser Größenklasse noch nie. Für die nächste Generation wüschen wir uns jedoch mehr Flash- und Arbeitsspeicher sowie ein Display mit einer Breite von 1024 Bildpunkten. Ein solcher EeePC wäre dann wirklich rundum gelungen.

Zum zweiten Teil dieses Artikels: ASUS EeePC 4G mit Windows XP - Installation und Performance


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Unser Dank gilt HiQ Computer für die Teststellung des EeePC.







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