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BOINC @ Au-Ja / BOINC auf Grafikkarten

BOINC läuft nicht nur auf dem Mikroprozessor, sondern kann auch leistungsstarke Grafikprozessoren für komplexe Berechnungen heranziehen. Moderne GPUs bieten für bestimmte Aufgaben eine weitaus höhere Rechenleistung und versprechen somit auch deutlich mehr Credits. Seit der Version 6.6.20 unterstützt BOINC die Grafikprozessoren des Herstellers NVIDIA, die GPUs von AMD können hingegen erst seit der Version 6.10.17 genutzt werden. Da sich die GPGPU-Nutzung negativ auf die Bedienbarkeit des Computers auswirken kann, springt diese standardmäßig nur an, wenn über längere Zeit keine Eingabe erfolgt ist.

Was wird benötigt?

Die Verfügbarkeit des GPGPU-Modus hängt von mehreren Faktoren ab:
  1. Das passende Projekt: Nicht alle Projekte unterstützen die Verwendung von Grafikprozessoren, daher sollte man zunächst die Übersicht der GPGPU-fähigen Projekte studieren.
  2. Ein kompatibler Grafikprozessor: Projekte wie Collatz Conjecture, Einstein@home, Milkyway@home, Moo!, PrimeGrid und SETI@home laufen auf GPUs von AMD und NVIDIA, während DistrRTgen und GPUgrid.net nur Grafikprozessoren von NVIDIA unterstützen. Weitere Details finden sich in der Übersicht der GPGPU-fähigen Projekte.
  3. Ein unterstütztes Betriebssystem: Die GPGPU-Berechnungen einiger Projekte sind auf Windows oder Linux limitiert, es gibt aber auch Projekte, die unter Mac OS X funktionieren. Auch hier liefert die Übersicht der GPGPU-fähigen Projekte weitere Details.

Wenn es Probleme gibt

Zuweilen treten bei der GPU-Nutzung Rechenfehler auf, wir haben die häufigsten Ursachen zusammengestellt:
  1. Bei Problemen sollte man zuallererst eine eventuell vorhandene Übertaktung rückgängig machen. Diese ist ein sehr häufiger Grund für Rechenfehler, denn Einstellungen, die bei Spielen stabil funktionieren, können die GPU beim Rechnen aus dem Tritt bringen.
  2. Wer nicht übertaktet, sollte für die Fehlerbehebung zunächst die neueste Version der BOINC-Applikation herunterladen.
  3. Eine häufige Fehlerquelle sind auch die Grafiktreiber. Meist sind die aktuellen WHQL-Treiber von AMD und NVIDIA die beste Wahl, doch zuweilen muss man auf Beta-Versionen oder ältere Treiber zurückgreifen.
  4. Das Betriebssystem sollte sich ebenfalls auf einem aktuellen Stand befinden.

Nebenwirkungen der GPU-Nutzung

Kommen wir nun zu den möglichen Nebenwirkungen der GPU-Nutzung:
  1. Es wird wärmer: Grafikkarten verbrauchen heutzutage oftmals mehr Strom und erzeugen mehr Abwärme als die Prozessoren. Daher sollte man unbedingt für eine ausreichende Kühlung sorgen und an besonders heißen Tagen auf GPGPU-Berechnungen verzichten. Insbesondere Computer mit mehreren Grafikkarten können die Stromrechnung empfindlich in die Höhe treiben!
  2. Langsamer Bildaufbau: Wer die GPGPU-Berechnungen ständig ausführt, wird insbesondere auf schwächeren Grafikkarten eine Verzögerung beim Bildaufbau bemerken. In diesem Fall empfiehlt es sich, die GPGPU-Berechnungen nur auszuführen, wenn nicht am PC gearbeitet wird.

Beschränkung der GPU-Nutzung aufheben

Im BOINC Manager (Erweiterte Ansicht) finden sich mehrere Möglichkeiten, um die Nutzung des Computers zu beschränken. Standardmäßig wird der Grafikprozessor von BOINC nur genutzt, wenn niemand am Computer arbeitet. Diese Beschränkung kann man jedoch aufheben:

Boinc Stats

Die dauerhafte Verwendung des Grafikprozessors verspricht eine deutlich höhere Punkteausbeute, allerdings muss man auch mit den Nebenwirkungen der GPU-Nutzung leben können. Letztendlich muss jeder diese Entscheidung für sich selbst treffen.
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