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CeBIT 2007 - Teil 15: AMD und ATi - 2/3
26.03.2007 by doelf
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CPU: Barcelona und Agena
An diesem Punkt waren die Standpunkte aller Gesprächspartner geklärt und wir konnten zur anfänglichen Frage zurückkehren: Was wird AMD im Laufe dieses Jahres der Intel Core Miktoarchitektur entgegenstellen?


Quelle: AMD

Die Antwort lautet "Barcelona" und die Architektur dieser neuen Prozessorgeneration sieht vielversprechend aus. Wie bei Intels Core Mikroarchitektur stellt der Barcelona-Kern einen echten Generationswechsel dar und wird der erste echte Vierkerner auf dem Markt sein. Intels 65 nm Kentsfield wird in Kürze einen DIE-Shrink auf 45 nm erfahren, doch auch dieser neue Kern wird aus zwei Doppelkernen bestehen. AMDs Barcelona vereint seine vier Kerne hingegen zu einer echten Quad-Core CPU, wobei jeder einzelne Kern über einen eigenen Level 1 und 2 Cache verfügt und sich alle vier Kerne einen gemeinsamen Level 3 Cache teilen. Dieser Level 3 Cache ermöglicht einen schnelleren Datenaustausch zwischen den vier Kernen.


Quelle: AMD

Der Barcelona soll laut AMD bereits Mitte 2007 für den Workstaion- und Server-Markt erscheinen und von aktuellen Sockel F (1207 Pin) Mainboards unterstützt werden. AMD hat den Barcelona als Drop-In-Replacement konzipiert, damit ist gemeint, dass die neue Prozessorgeneration nicht nur den selben Sockel und die selben elektrischen Spezifkationen haben wird, sondern auch mit der selben maximalen Verlustleistung arbeitet. Die TDP des Barcelona wird demnach 95 Watt betragen, effizientere Versionen werden maximal 68 Watt verbrauchen. AMD erreicht diese niedrigen Verbrauchswerte durch den Einsatz verbesserter Stromspartechniken. So wird der Barcelona die dynamische Taktung der einzelnen CPU-Kerne ermöglichen, zudem hat AMD die Stromversorgung des Speichercontrollers abgekoppelt. Weiteres Energiesparpotential setzen die Texaner durch das lastabhängige Abschalten einzelner Logikbereiche frei. Die Verbreiterung der SSE-Einheit auf 128 Bit soll - wie bei Intels Core 2 Duo - für eine deutliche Leistungssteigerung sorgen. Einzige Vorraussetzung für die Verwendung einer Barcelona CPU ist ein BIOS-Update.


Quelle: AMD

Im Desktopsektor wird AMD die neue Architektur im Laufe des zweiten Halbjahres einführen. Der Quad-Core Prozessor hört hier auf den Namen "Agena" und wird im Sockel AM2+ arbeiten und DDR2-Arbeitsspeicher nutzen. AMD will im Desktopsektor Prozessoren mit einer TDP von 65 sowie 45 Watt anbieten, ein Quad-Core Drop-In-Replacement für die Quad FX Plattform ist ebenfalls geplant. Fassen wir zusammen: Während Intel den Schritt zur 45 nm Fertigung vollzieht und sich in erster Linie auf ein DIE-Shrink konzentriert, läutet AMD seine nächste Prozessorgeneration ein. Ron Myers betonte, man wolle mit dem hauseigenen Quad-Core nicht First-to-market sondern Best-to-market sein, und er strahlte dabei die Zuversicht aus, dass der Barcelona dieses Ziel mit Leichtigkeit erfüllen wird. Wir dürfen also gespannt sein, wer Ende des Jahres die Leistungskrone in der Hand halten wird.

"Open Platform" oder nicht?
Mit der Übernahme von ATi wurde AMDs Angebot nicht nur um Grafiklösungen, sondern auch um Chipsätze erweitert. Die Texaner hatten in der Vergangenheit zwar den einen oder anderen Chipsatz angeboten, aber dabei ging es in erster Linie darum, neue Plattformen im Markt zu etablieren und das Chipsatzgeschäft im nächsten Schritt an Partner wie ATi, NVIDIA, SiS oder VIA abzugeben. Doch nun ist AMD in der Lage, komplette Plattformen aus Prozessor, Chipsatz und Grafiklösung zu vermarkten, auf der anderen Seite will AMD seine Partner nicht vergraulen. Die Lösung besteht für AMD nun darin, sowohl die eigenen Produkte, als auch die der Partner in Programme wie "AMD Better by Design" und "AMD Validated Solutions" miteinzubeziehen.


Quelle: AMD

Für AMD bietet sich die Chance, seinen Kunden durch ordentliche Validierungen die Wahl einer leistungsfähigen und stabilen Plattform zu erleichern und die hauseigenen Prozessoren nicht einzeln, sondern als Komplettpaket zu vermarkten. Dennoch ist der Spagat zwischen den eigenen und fremden Plattformen ein Kunststück, dessen Praktikabilität sich in der Zukunft erst noch beweisen muss. Im Notebook- und Desktopsegment ist AMD schon gut aufgestellt, woran es noch mangelt sind Workstation- und Serverchipsätze. Auch der Barcelona wird im Sommer als AMD CPU und nicht als AMD Plattform an den Start gehen.

Weiter: 3. Die Chancen von DTX und ATis R600

1. Einleitung und Hintergründe
2. CPU: Barcelona und Agena; das Open Platform Konzept
3. Die Chancen von DTX und ATis R600

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