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Neu von MSI

Asus A7A266 Setup Guide v1.40, 3/3
24.12.2001 by doelf

Overclocking und Tweaking
Wenn alles stabil und fehlerfrei funktioniert, kann man noch die Performance ein wenig hochschrauben. Aber Vorsicht: da beim Übertakten die Hardware außerhalb der Spezifikationen betrieben wird, verliert man die Garantie und kann Geräte und Daten beschädigen. Wer übertaktet, tut dies stets auf eigene Gefahr. Und niemals, niemals, niemals sollte man das BIOS flashen, während das System übertaktet ist!

    Schritt 11: die CPU übertakten


    ACHTUNG: der AMD Athlon XP funktioniert auf dem Asus A7A266 Revision 1.00 - 1.09 nur, wenn auf der CPU der Multiplikator NICHT entsperrt wurde! Weitere Informationen findet ihr bei Asus!

    Um die CPU zu übertakten gibt es drei Möglichkeiten.
    1) Statt mit 100MHz Frontsidebus startet ein AMD Duron oder Athlon B mit 133MHz, das wird selten klappen, da die CPU dabei um ein Drittel übertaktet wird, bei kleinen Durons bis 700MHz kann man aber schon mal Glück haben. Also für ausreichende Kühlung sorgen, die Hände falten und die Option CPU-Speed im Menu Advanced des BIOS umstellen. Sollte man danach nicht mal mehr ins BIOS kommen, muß der CMOS Speicher gelöscht werden. Hierzu müssen die Kontakte (B) auf dem Mainboard für ein paar Sekunden kurzgeschlossen werden - dabei sollte das Netzkabel ausgezogen sein! Der Vorteil diese Methode ist, daß man massive Leistungsgewinne bekommt, ohne andere Systemgeräte zu übertakten. Der Nachteil ist, daß es fast nie klappt, deshalb können wir diese Methode nicht empfehlen.
    2) Immer jedoch kann man den Frontsidebus manipulieren. Ebenfalls im BIOS finden wir den Menupunkt CPU/PCI Frequency. Hierbei wird jedoch nicht nur die CPU sondern auch jedes andere Gerät im PC übertaktet (Arbeitsspeicher, Grafikkarte, IDE-Controller, SCSI-Controller, Soundkarte,...) - es gibt somit zahlreiche Problemquellen, die das System instabil machen können. Wer den Frontsidebus übertaktet, sollte dies moderat machen (maximal 5-10%), da besonders Arbeitsspeicher und Grafikkarte zusätzlich belastet werden und IDE- und SCSI-Controller bei zu schnellen Frontsidebus Daten verlieren. Zwar bringt die Frontsidebus-Übertaktung den größten Leistungsgewinn (es laufen ja alle Geräte schneller), aber wegen der manigfaltigen Probleme raten wir von dieser Methode ab.


    Jetzt gehts an die DIP-Schalter

    3) Unsere bevorzugte Methode ist es, den Multiplikator des Prozessors zu manipulieren. Dazu werden die DIP-Schalter (A) gebraucht. Zunächst muß der Jumper JEN auf die Stellung 1-2 gesetzt werden (damit wird der 'Jumperless Mode' deaktiviert). Der DIP-Schalter 10 muß auf ON gestellt werden, damit unsere Einstellungen Wirkung zeigen. Mit dem DIP-Schalter 5 muß jetzt zudem noch eingestellt werden, ob SD-RAM oder DDR-RAM eingesetzt wird. OFF bedeutet DDR-RAM, ON steht für SD-RAM. Die anderen DIP-Schalter müssen entsprechend der Beschreibung aus dem Handbuch eingestellt werden:

    DIP6789
    12.5AUSAUSANAN
    12.0ANAUSANAN
    11.5AUSANANAN
    11.0ANANANAN
    10.5AUSAUSAUSAUS
    10.0ANAUSAUSAUS
    9.5AUSANAUSAUS
    9.0ANANAUSAUS
    8.5AUSAUSANAUS
    8.0ANAUSANAUS
    7.5AUSANANAUS
    7.0ANANANAUS
    6.5AUSAUSAUSAN
    6.0ANAUSAUSAN
    5.5AUSANAUSAN
    5.0ANANAUSAN


    Dabei sollte die CPU natürlich zuvor entsperrt worden sein. AMD CPUs sind - abgesehen von den besonders hochgetakteten Athlon Prozessoren - immer auf einen festen Multiplikator festgestellt, der nicht geändert werden kann. Verbindet man die durchtrennten L1-Brücken auf dem Prozessor mit Leitsilber oder einem Bleistift, dann kann man auch andere Multiplikatoren einstellen. Eine gute, deutschsprachige Anleitung hierzu bietet hardwareluxx.com.

Schritt 12: BIOS Tuning

Advanced Menu:
  • CPU Level 1 / Level 2 Cache: ENABLED - oder wollt ihr 486er Performance?
  • CPU Level 2 Cache ECC Check: DISABLED - bringt ein wenig mehr Leistung
  • OS/2 Onboard Memory > 64M: DISABLED - es sei denn man hat OS/2 (IBMs DOS-Nachfolger)
Chip Configuration:
  • SDRAM Configuration: BY SPD - auf Nummer sicher oder:
  • SDRAM CAS Latency: 2.5 für DDR-RAM, 2 für SDR-RAM - schneller, wenn der Speicher nicht mitspielt kann es aber Abstürze und Datenverluste geben
  • Graphics Aperture Size: 32 oder 64MB - macht zumeist keinen Unterschied, analog zum Grafikkartenspeicher einstellen
  • Video Memory Cache Mode: UC - moderne Grafikkarten verkraften auch USWC, schneller wirds dennoch nicht
  • Memory Hole At 15M-16M: DISABLED - überflüssig wie ein Kropf, da es keinen ISA-Steckplatz gibt
  • PCI 2.1 Latency Compliant: ENABLED - falls ältere PCI-Karten zum Einsatz kommen, die PCI 2.1 nicht unterstützen lieber DISABLED
  • Delay Transaction: ENABLED falls auch PCI 2.1 Latency Compliant ebenfalls ENABLED ist
PCI Configuration:
  • PCI/VGA Palette Snoop: DISABLED - sollte mit fast allen Grafikkarten funktionieren
  • PCI Latency Timer: 32 - Finger weg, nur wenn die Soundkarte Ärger macht mal andere Werte probieren
  • SYMBIOS SCSI BIOS: DISABLED - nur wer eine solche Karte benutzt, sollte auf AUTO stellen
  • Primary VGA BIOS Sequence: AGP - macht sich nur bemerkbar, wenn man eine AGP und eine PCI Grafikkarte gleichzeitig einsetzt, hier wird der primäre Grafikadapter festgelegt
Mit der Suspend-to-RAM Fähigkeit wird das Asus A7A266 beworben, alleine zu finden ist sie in aktuellen BIOS-Versionen nicht (1.005, 1.006 Beta 1). Es gab Probleme - teile mir Asus mit - und Suspend-to-RAM wird wieder eingebaut werden. Die Frage ist nur: wann?

    Schritt 13: Pfui - Ein mieser Performance-Trick!

    Wow, mit dem BIOS 1.005 Beta 5 legt das Asus A7A266 mächtig an Leistung zu. 'System Acceleration Mode' nennt sich die neue Geheimwaffe. Und eigentlich ist es lediglich ein mieser, überflüssiger Übertaktungstrick, denn wenn man im BIOS diese Funktion auf ENABLED setzt...


    'System Acceleration Mode' - keine versteckten Reserven sondern ein mieser Trick

    ... behauptet das BIOS beim Start zwar immer noch, einen 1.2 GHz Prozessor vorzufinden, er wird jedoch nicht mehr mit 1207MHz angesprochen (Asus taktet statt mit 266MHz mit 268MHz und kommt somit auf 1207MHz statt 1200MHz) sondern mit 1240MHz! Das sind 3,33% Übertaktung! Der Speicher läuft hierbei mit 137,75MHz statt 133MHz bei PC133 SDR-RAM und mit 275,5MHz statt 266MHz bei PC2100 DDR-RAM. Auch alle Steckkarten werden übertaktet, der PCI-Bus läuft mit 34,44MHz - 33MHz wären normal.


    Und das ohne zu Übertakten - wir fühlen uns verarscht!

    WCPUID bringt den miesen Trick ans Tageslicht: ob man übertaktet oder nicht, sollte jeder bewußt entscheiden können. Overclocking hinter dubiosen BIOS-Einträgen zu verstecken ist schlicht und einfach ein billiger Versuch, den Benutzer zu verarschen. Das muß so hart gesagt werden und ich will so einen Unsinn in keinen BIOS mehr sehen. Basta!

Soweit, so gut. Das Asus A7A266 ist ein hervorragendes Mainboard, wenn auch nicht das schnellste seiner Klasse. Aber Stabilität und Kompatibilität sind wichtiger, als ein bischen mehr Geschwindigkeit. Und da der Interruptcontroller satte sechs Eingänge für PCI-IRQs hat, sollte das Asus A7A266 Zeit und Nerven sparen!

1. Kauf & Einbau
2. PCI-Karten & BIOS
3. Tweaking & Overclocking
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