MSI RTX Triple Threat

Guide - Aussetzer bei Kingstons SSD A400 beheben ‐ Seite 2/2

veröffentlicht von doelf am 26.02.2019

Letzter Ausweg: Kundendienst

Kingstons Kundendienst, in Deutschland gebührenfrei über die Rufnummer 0800 7236584 zu erreichen (Mo.-Do. von 09:00 bis 18:00 Uhr; Fr. von 09:00 bis 16:00 Uhr), empfiehlt uns ein Firmware-Update. Danach soll das Laufwerk fehlerfrei arbeiten. Wir erklären, dass wir diese vorzügliche Idee auch schon hatten, der Kingston SSD Manager den Datenträger aber nicht erkenne. Dann wird das Laufwerk wahrscheinlich als Systemdatenträger verwendet, vermutet der Support-Mitarbeiter und liegt mit dieser Einschätzung richtig. Schließlich steckt das SSD A400 als einziges Laufwerk in einem Notebook.

Kingston SSD A400 im Notebook
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Das geht so nicht, werden wir aufgeklärt, denn beim Firmware-Update kann es zu Datenverlusten kommen: Um das SSD aktualisieren zu können, muss es als sekundäres Laufwerk angeschlossen sein. Diese Argumentation macht für uns nur bedingt Sinn, denn auch beim Betrieb als sekundäres Laufwerk kann es zu Datenverlusten kommen. Aktiv wird die neue Firmware sowieso erst nach einem Power-Zyklus des Laufwerks, wie uns der Support-Mitarbeiter erklärt. Nun gut, wir schrauben das Notebook auf und entnehmen das SSD, um es in einem anderen PC als zweite Festplatte anschließen zu können.

Kingston SSD A400 ausgebaut
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Dabei haben wir Glück, dass unser Laptop über eine Wartungsklappe verfügt. Bei anderen Notebooks, beispielsweise den aktuellen Baureihen von HP, wäre dieses Unterfangen weit komplizierter gewesen, denn dort muss die gesamte Bodenplatte demontiert werden. Versteckte Schrauben und Unmengen von Haltenasen erschweren diese undankbare Aufgabe. Wer gedenkt, ein solches Notebook mit einem SSD-Upgrade zu bestellen, sollte lieber einen Bogen um Kingstons SSD A400 machen. Eine Viertelstunde später steckt das SSD als sekundäres Laufwerk in einer unserer Workstations und wird tatsächlich erkannt.

Kingston SSD Manager wird fündig
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Mehr noch: Der Kingston SSD Manager bietet ein Firmware-Update auf die Version SBFKB1C3 an. Das Aufspielen der neuen Firmware dauert nur einen kurzen Augenblick, der Rückbau des Laufwerks deutlich länger. Dann der spannende Moment: Wir schalten das Notebook an und Windows bootet ohne Warnungen oder Fehler. Alle Daten sind da, alles funktioniert wie gewohnt. Nein, nicht wie gewohnt, sondern besser: Die Aussetzer sind verschwunden, die schnelle Reaktion einer SSD ist derweil geblieben.

Unser Fazit

Seit dem Aufspielen des Updates vor einer Woche hatte das SSD A400 keine Aussetzer mehr, das Problem ist somit bekannt und behoben. Davon werden viele Käufer allerdings nie etwas erfahren, da Kingston diese Korrektur nirgendwo dokumentiert und der Kingston SSD Manager auf ihren Rechnern einen völlig nutzlosen Eindruck hinterlassen wird. SSDs spielen ihre Vorteile nun einmal primär als Systemlaufwerk aus, doch bei einem solchen Einsatz werden sie von Kingstons Software einfach ignoriert. Warum meldet das Programm nicht, dass es einen kompatiblen Datenträger gefunden hat, diesen aber nicht aktualisieren kann, da er als Systemlaufwerk genutzt wird? Und warum findet sich kein entsprechender Hinweis in der Beschreibung des Programms? Letztendlich schadet sich Kingston mit seiner ungenügenden Informationspolitik selbst, denn im Auslieferungszustand provoziert das SSD A400 zu Recht erboste Kundenrezensionen.

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