Windows 10: Nervige Werbung und Empfehlungen deaktivieren ‐ Seite 3/3

veröffentlicht von doelf am 07.07.2020

Werbung aus dem Betriebssystem verbannen

An dieser Stelle der Registry finden sich auch weitere interessante Einstellungen, denen wir in der folgenden Liste die entsprechende Option aus den Einstellungen zugeordnet haben:

  • SubscribedContent-338388Enabled: entspricht Gelegentlich Vorschläge im Startmenü anzeigen
  • SubscribedContent-338389Enabled: entspricht Bei der Nutzung von Windows Tipps, Tricks und Vorschläge erhalten
  • SubscribedContent-338393Enabled: entspricht Vorgeschlagene Inhalte in der Einstellungs-App anzeigen
  • SubscribedContent-353694Enabled: entspricht Vorgeschlagene Inhalte in der Einstellungs-App anzeigen
  • SubscribedContent-353696Enabled: entspricht Vorgeschlagene Inhalte in der Einstellungs-App anzeigen
  • SystemPaneSuggestionsEnabled: keine Entsprechung in den Einstellungen gefunden

Eine Entsprechung für den Schlüssel SystemPaneSuggestionsEnabled konnten wir in den Einstellungen nicht finden. Wir haben diesen Wert händisch auf 0 geändert und konnten keine negativen Auswirkungen feststellen. Bei früheren Versionen von Windows 10 hatte Microsoft hierüber die Empfehlungen (= Werbung) in der Startleiste gesteuert, doch diese lassen sich nun zuverlässig über den Schlüssel SubscribedContent-338388Enabled abschalten.

Oder über die Einstellungen: Hier wird man unter Personalisierung, Start fündig und muss den Schieber bei Gelegentlich Vorschläge im Startmenü anzeigen auf die Position Aus stellen.

Werbung in den Einstellungen
Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die Option Vorgeschlagene Inhalte in der Einstellungs-App anzeigen versteckt sich unter Datenschutz, Allgemein, sie legt gleich drei Schlüssel lahm:

Vorschläge in den Einstellungen
Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die Option Bei der Nutzung von Windows Tipps, Tricks und Vorschläge erhalten hat Microsoft unter System, Benachrichtigungen und Aktionen platziert.

Fazit

Derzeit lässt sich das Online-Konto noch umgehen, doch Microsoft hebt die Höhe der hierfür zu überwindenden Hürden immer weiter an. Auch die Werbung für eigene Produkte und Dienste bzw. Angebote von zahlenden Partnern nehmen in Windows 10 stetig zu, da man in Redmond seine Wertschöpfungsketten optimieren will. Das wäre hinnehmbar, wenn es Windows 10 zum Nulltarif und somit werbefinanziert gäbe, doch zu offiziellen Preisen von 145 Euro für die Home-Linzenz und 259 Euro für die Pro-Variante sind derartige Eingriffe unserer Ansicht nach nicht hinnehmbar. Insbesondere die Gängelung zum Online-Konto mit bildschirmfüllenden Empfehlungen ist eine Frechheit, zumal während der Anzeige dieser Eigenwerbung sogar der Zugriff auf den Task-Manager blockiert wird.

Microsoft sollte sind endlich entscheiden, welches Geschäftsmodell man zukünftig mit Windows 10 verfolgen will oder aber eine Trennung zwischen einer werbefinanzierten und einer kostenpflichtigen Version vollziehen. Die aktuelle Strategie verärgert die zahlende Kundschaft und bringt IT-Profis auf die Palme. Und das kann ja kaum der Plan sein.


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