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MSI RTX 2080 Serie

News-Archiv: April 2018

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Firefox 59.0.3 für Windows 10 Version 1803

reported by doelf, Montag der 30.04.2018, 21:09:00

Passend zum Windows 10 April 2018 Update (Version 1803) gibt es auch eine neues Update für den Internetbrowser Firefox, welches ein Kompatibilitätsproblem mit Microsofts neuestem Sprössling beseitigt. Wer nicht plant, Windows 10 Version 1803 zu installieren, benötigt folglich auch keinen Firefox 59.0.3, denn weitere Änderungen nennt Mozilla nicht.

Das Problem steckt in der JavaScript-Engine des Firefox. Es tritt auf, wenn man versucht über "eval" einen regulären Ausdruck (RegExp) zu erzeugen. Statt ein RegExp-Objekt erhält man einen Syntaxfehler, der ein ungültiges Flag für reguläre Ausdrücke beklagt. Dieser Fehler reicht zumindest bis zur Version 52 des Firefox zurück und tritt einzig mit Windows 10 Version 1803 auf. Da dieser Bug die Funktion zahlreicher Webseiten beeinträchtigen kann, hat Mozilla dieses unplanmäßige Update eingeschoben.

Download: Firefox 59.0.3

 
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Das Windows 10 April 2018 Update (Version 1803) ist da

reported by doelf, Montag der 30.04.2018, 20:23:54

Microsoft hat das Windows 10 April 2018 Update aka Windows 10 Version 1803 aka Redstone 4 zum manuellen Download freigegeben. Auch über die Update-Funktion von Windows 10 wird die neue Version bereits ausgeliefert, zumindest ist das bei unseren Systemen gerade der Fall. Dabei hatte Microsoft das Rollout auf den 8. Mai 2018 terminiert.

Eigentlich hatte Microsoft den Build 17133 am 11. April 2018 als "Creators Update" veröffentlichen wollen, doch dann wurde in Redmond in letzter Minute die Reißleine gezogen, da diese Version unerwartet viele Bluescreens, also Systemabstürze, produzierte. Am 16. April folgte dann der Build 17134, welcher die Instabilitäten behebt. Nachdem dieser intern sowie in den Verteilerkreisen Fast, Slow und Release Preview getestet und für gut befunden wurde, kann er nun in die freie Wildbahn entlassen werden.

Besserer Datenschutz
Windows 10 Version 1803 führt während der Installation durch die Bereiche Datenschutz und Privatsphäre, womit Microsoft dem Vorwurf, Windows 10 sammle zu viele Daten und verschleiere dies zudem, entgegentritt. In den Einstellungen lässt sich der "Datenschutz" nachträglich ebenso umfassend anpassen - auch für Rückmeldungen an Microsoft. Hierfür wurde der Unterpunkt "Diagnose und Feedback" deutlich erweitert. Neu hinzugekommen ist der Unterpunkt "Aktivitätsverlauf". Dieser stellt einerseits die wichtigste Neuerung von Windows 10 Version 1803 dar, ist andererseits aus Sicht des Datenschutzes überaus kritisch zu bewerten.

Timeline und Aktivitätsverlauf
Windows 10 Version 1803 protokoliert nämlich alle unsere Aktivitäten und kopiert diese auf Wunsch auch in die Cloud. Gespeichert werden die genutzten Applikationen, die damit bearbeiteten Dateien in ihren jeweiligen Ständen sowie die aufgerufene Internetseiten. Eine Zeitleiste, die Timeline, nutzt diese Informationen, damit man bis zu 30 Tage in die Vergangenheit reisen kann. Soll das Ganze geräteübergreifend funktionieren, muss der Aktivitätsverlauf in der Cloud gespeichert werden. Hier ein kurzes Video von Microsoft, welches uns die praktische Timeline schmackhaft machen soll:

Hinweis: YouTube-Videos sind deaktiviert!
Inhalte von Google und YouTube aktivieren

Aber die Timeline ist nicht nur praktisch, sondern auch problematisch. Zum einen werden nur Applikationen berücksichtigt, welche die Timeline-Funktion unterstützen, alle anderen Programme fallen durchs Raster. Bei einer Zeitreise kann es also durchaus passieren, dass die entscheidende Software gar keine Spuren hinterlassen hat. Der andere Kritikpunkt heißt Datenschutz, denn jeder, der Zugriff auf den PC hat (also der Chef, die Eltern, der Lebenspartner), kann bei aktiviertem Aktivitätsverlauf nachvollziehen, was der Nutzer im letzten Monat gemacht hat. Insofern ist es gut, dass sich der Aktivitätsverlauf abschalten lässt.

Benachrichtigungsassistent und Edge
Unter "System" wurde ein "Benachrichtigungsassistent" (Focus Assist) ergänzt, über den man konfigurieren kann, wann uns welche Apps mit welchen Benachrichtigungen nerven dürfen. Sinnvolle Filterregeln werden in diesem Bereich immer wichtiger, damit wir nicht in einer Informationsflut versinken. Und diese schwillt weiter an, da uns jetzt auch Webseiten über Edge Benachrichtigungen schicken können, selbst wenn Edge selbst gar nicht läuft. Andere Neuerungen im Webbrowser sollen indes zur besseren Konzentration beitragen. Dazu gehören der Vollbildmodus für die Leseansicht von Webseiten, eBooks und PDF-Dateien, das Stummschalten von Tabs und eine reduzierte Ansicht für den Ausdruck. Die neuen Grammatik-Werkzeuge sollen uns derweil beim Verständnis komplexer Texte unterstützen.

Sprachsteuerung, Cortana und mehr
Wenn es nach Microsoft geht, wird die Stimme altmodische Eingabegeräte wie Maus und Tastatur schon bald ablösen. Zumindest weitgehend, denn die Tastenkombination Windows + H muss man noch drücken, bevor das Diktat beginnt. Ansonsten muss sich der Cursor lediglich in einem Textfeld befinden. Microsofts Sprachassistentin Cortana hat ihren Fähigkeiten ebenfalls erweitert und kümmert sich jetzt auch um Smarthome-Geräte von Herstellern wie ecobee, Honeywell und Nest. In Windows 10 Version 1803 hält auch Mixed Reality Einzug und HEIF-Bilder (High Efficiency Image File) werden erstmals nativ unterstützt. Und natürlich gibt es auch überarbeitete Emojis für alle, die den Rest dieser Meldung nicht verstanden haben ;-)

Download: Windows 10 April 2018 Update (Version 1803)

 
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CDex 2.02 ist fertig

reported by doelf, Montag der 30.04.2018, 16:30:45

CDex ist unserer Ansicht nach der beste CD-Ripper für Windows. Das von Georgy Berdyshev entwickelte Programm steht unter der GNU General Public License (GPL). Aber Obacht, es gibt zwei Varianten: Verwendet man den Installer, muss man unerwünschte Zusatzprogramme aktiv abwählen! Bei unserer Probeinstallation von CDex 2.02 wurde das Browser-Add-on "Web Security", welches als Adware gilt, angeboten.

CDex 2.02 behebt mehrere Fehler, wobei die Entwickler auf deren Natur nicht weiter eingehen. Darüber hinaus wurde ein Problem im Zusammenspiel mit Windows 10 korrigiert. Wer noch die Version 2.00 oder älter verwendet, sollte diese unbedingt aktualisieren, denn das vorherige Update hatte neue Versionen der Codec-Pakete Ogg und Vorbis gebracht. Während Ogg 1.3.3 einen Fehler beim Umgang mit beschädigten Paketen korrigiert, kümmert sich Vorbis 1.3.6 um drei Sicherheitslücken (CVE-2018-5146, CVE-2017-14632 und CVE-2017-14633).

Ein Problem besteht weiterhin: Wenn man zuerst CDex startet und dann eine Audio-CD einlegt, kann es passieren, dass Windows 10 den Dialog "Datenträger einlegen" anzeigt und die CD gleich wieder auswirft. Dies geschieht nicht, wenn man zuerst die Audio-CD einlegt und erst danach CDex aufruft. Wurde die erste CD sauber geladen, kann man im Anschluss auch weitere CDs einlegen, ohne dass Windows dazwischenfunkt.

Download: CDex 2.02

 
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Massiver Datendiebstahl betrifft viele deutsche Krankenhäuser

reported by doelf, Montag der 30.04.2018, 15:41:26

Die Internet-Plattform "medileaks.cc" hat die Finanz- und Personaldaten von über 300 deutschen Krankenhäusern ausgewertet und zudem gut ein Drittel aller nach §21 Krankenhausentgeltgesetz angefallenen Daten über Patientenbehandlungen und die dafür berechneten Entgelte analysiert. Zumindest ein Teil der widerrechtlich weitergegebenen Daten stammt offenbar von einem Mitarbeiter des Krankenhauszweckverbands Rheinland.

Der Krankenhauszweckverband Rheinland e. V. (KHZV) vertritt 164 Krankenhäuser mit über 62.000 Betten und jährlich mehr als zwei Millionen stationär behandelten Patienten. Dies entspricht rund zehn Prozent der deutschen Krankenhauslandschaft. Am 11. April 2018 wurde der KHZV anonym darüber informiert, dass eine Auswertung vertraulicher Daten von einer großen Zahl der KHZV-Krankenhäuser über die Internet-Plattform "medileaks.cc" zum freien Download angeboten wird. Der anonyme Hinweisgeber erklärte, die Plattform wolle "die ungute Ökonomisierung im Krankenhausbereich aufdecken" und bereite eine "journalistische Veröffentlichung" vor. Eine Bereitstellung der zugrundeliegenden Krankenhaus- und Falldaten sei jedoch nicht geplant.

"medileaks.cc" liegen nach eigenen Angaben mehr als ein Drittel aller §21-Daten vor, die in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland angefallenen sind. §21 bezieht sich auf den Paragraphen zur "Übermittlung und Nutzung von Daten" im "Gesetz über die Entgelte für voll- und teilstationäre Krankenhausleistungen" (Krankenhausentgeltgesetz/KHEntgG). Diese umfassen Strukturdaten wie die Institutionskennzeichen des Krankenhauses, die Art des Krankenhauses, seine Trägerschaft, die Anzahl der aufgestellten Betten und die Anzahl der Ausbildungsplätze, aber auch Falldaten wie ein unveränderbarer Teil der Krankenversichertennummer, die Krankenkasse, Geburtsjahr und Geschlecht des Patienten, dessen Postleitzahl und Wohnort, Aufnahmedatum und -grund, Haupt- und Nebendiagnosen, Angaben über durchgeführte Operationen und Prozeduren sowie die im einzelnen Behandlungsfall abgerechneten Entgelte. Darüber hinaus wurden der Plattform auch die Finanz- und Personaldaten von über 300 Krankenhäusern zugespielt.

Der KHZV hatte noch am selben Tag einen Fachanwalt kontaktiert und am Folgetag die Staatsanwaltschaft unterrichtet. Abermals einen Tag später erstattete er Anzeige gegen Unbekannt bei der Kölner Polizei. Darüber hinaus wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young beauftragt, eine interne Untersuchung durchzuführen. Diese ergab bisher keine Anhaltspunkte für einen externen Angriff, belasten jedoch einen Mitarbeiter des KHZV. Diesem wurde inzwischen fristlos gekündigt und die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Während es Anhaltspunkte gibt, scheinen stichhaltige Beweise, insbesondere für eine Weitergabe der Daten, noch zu fehlen. Die KHZV spricht hinsichtlich §21 von "anonymisiert verarbeiteten Daten und somit nicht um Patientendaten", wobei sich aus den Falldaten mitunter schon Rückschlüsse auf die jeweiligen Patienten ziehen lassen.

Quelle: www.khzv.de
 
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T-Mobile US und Sprint Corporation wollen gemeinsam wachsen

reported by doelf, Montag der 30.04.2018, 13:18:12

Die Nummern drei (T-Mobile US) und vier (Sprint Corporation) im US-amerikanischen Mobilkommunikationsmarkt wollen sich zusammenschließen, um die beiden Platzhirsche Verizon Wireless und AT&T Mobility anzugreifen. Die beiden Unternehmen versprechen tausende neue Arbeitsplätze in den USA sowie Investitionen in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar in den Aufbau ihres 5G-Netzes. Ob das die Wettbewerbshüter gnädig stimmen wird?

Zusammen den Anschluss finden
Zum Jahresende 2017 kam T-Mobile US auf 72,6 Millionen Mobilfunkverträge und die Sprint Corporation zählte 54,6 Millionen. Doch selbst in er Summe liegen 127,2 Millionen noch immer hinter AT&T Mobility mit knapp 140 Millionen und Verizon Wireless mit fast 150 Millionen. Allerdings würde die Fusion T-Mobile und Sprint zumindest in Schlagweite bringen, wobei insbesondere T-Mobile US zuletzt ein überzeugendes Wachstum verzeichnete. Damit dieses anhält, benötigen T-Mobile und Sprint ein schnelles und gut ausgebautes Mobilfunknetz und dafür ist 5G die Schlüsseltechnik. Der Zeitpunkt für einen Zusammenschluss wäre somit äußerst günstig.

Eine sehr schwere Geburt
Betrachtet man die Marktanteile, liegt ein Zusammenschluss der beiden "Kleinen" eigentlich auf der Hand. Das ist auch der Deutschen Telekom bewusst, die schon seit dem Jahr 2008 über einen Kauf von Sprint nachgedacht hatte. Doch stattdessen versuchte das Bonner Unternehmen, seine verlustreiche US-Tochter im Jahr 2011 an AT&T zu verkaufen, was am Widerstand der zuständigen Regulierungsbehörde FCC (Federal Communications Commission) und des US-Justizministeriums gescheitert war. Drei Jahre später, als T-Mobile und Sprint wieder an einem Zusammenschluss feilten, wurden abermals wettbewerbsrechtliche Bedenken signalisiert. Doch Präsident Trump hat die FCC neu besetzt und die Priorität heißt nun nicht mehr Wettbewerb sondern Netzausbau.

Vollmundige Versprechungen
Hier sollen nun die Investitionen in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar und das Versprechen neuer Arbeitsplätze punkten, denn das jährliche Einsparungspotential von über sechs Milliarden US-Dollar soll gleich wieder in das Wachstum gesteckt werden. Das neue Unternehmen, welches einfach nur T-Mobile heißen soll und einen Wert von ca. 146 Milliarden US-Dollar haben wird, will auch seine Preise senken sowie ländliche Gebiete, in denen bisher nur die beiden großen Mitbewerber vertreten sind, erschließen. Das Geschäft, welches als reiner Aktientausch geplant ist, soll in der ersten Hälfte 2019 abgeschlossen werden. Die Anleger sollen 0,10256 T-Mobile-Aktien für eine Sprint-Aktie erhalten.

T-Mobile übernimmt das Ruder
John Legere, der Präsident und CEO von T-Mobile US, wird das neue Unternehmen als CEO leiten. Mike Sievert, der Finanzchef von T-Mobile US, wird diese Position auch bei T-Mobile bekleiden und zudem in die Rolle des Präsidenten schlüpfen. Ansonsten soll sich das leitende Management aus Vertretern beider Firmen zusammensetzen. Den Hauptsitz in Bellevue, Washington, steuert dann wieder T-Mobile bei, während Sprints Zentrale in Overland Park, Kansas, zum Zweitsitz wird.

 
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Gestoppt: Xerox vorerst nicht an Fujifilm

reported by doelf, Montag der 30.04.2018, 11:16:50

Die beiden Investoren Carl Icahn und Darwin Deason haben die Übernahme der US-Firma Xerox durch ihren japanischen Mitbewerber Fujifilm vorerst gestoppt. Am Freitag erließ der New Yorker Richter Barry Ostrager eine einstweilige Verfügung gegen den Kauf, da er Xeroxs Chef Jeff Jacobson bei diesem Geschäft in einem Interessenkonflikt sieht.

Rückblick: Zusammenschluss nach 56 Jahren Zusammenarbeit
Am 31. Januar 2018 hatte der Kopiergerätehersteller Xerox im Rahmen seiner Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2017 erklärt, dass sich das Unternehmen an seinen japanischen Mitbewerber Fujifilm verkaufen will. Xerox soll dabei in dem schon vor 56 Jahren gegründeten Joint-Venture "Fuji Xerox" aufgehen. Mit 50,1 Prozent der Anteile wird Fujifilm der Mehrheitseigner des Joint-Ventures sein, die Aktionäre von Xerox sollen die restlichen 49,9 Prozent erhalten. Dass sie dabei massiv an Einfluss verlieren, will ihnen Xerox mit einer Sonderdividende in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar bzw. 9,80 US-Dollar je Aktie schmackhaft machen. Fujifilm investiert indes "keinen Penny", wie CEO Shigetaka Komori gegenüber Nikkei Asian Review erklärte. Die Japaner wollen lediglich ihre derzeit 75-prozentige Beteiligung an "Fuji Xerox" auf 50,1 Prozent reduzieren. Durch ihren Zusammenschluss hoffen die beiden Unternehmen auf jährliche Kostenersparnisse im Bereich von 1,25 Milliarden US-Dollar.

Zwei unzufriedene Anteilseigner schaffen den Etappensieg
Carl Icahn und Darwin Deason sind die wichtigsten Einzelinvestoren von Xerox und halten zusammen rund 15 Prozent des Unternehmens. Damit hätten sie rund 375 Millionen US-Dollar der Sonderdividende einstreichen können, doch beim geplanten Konstrukt "Fuji Xerox" wäre ihr Einfluss mit einem Anteil unter 7,5 Prozent deutlich geschrumpft - zumal die Japaner eh die absolute Mehrheit in jeder Abstimmung hätten. Daher setzten die beiden Investoren einen offenen Brief an die Xerox-Aktionäre auf und kündigten zugleich rechtliche Schritte gegen den geplanten Verkauf an. Laut Icahn und Deason wollte Xerox seinen CEO Jeff Jacobson ersetzen, weshalb dieser den Deal mit Fujifilm eingefädelt habe. Die Japaner wollen nämlich an Jacobson festhalten und ihm die Leitung von "Fuji Xerox" anvertrauen. Icahn und Deason halten Jacobson indes für unfähig und wollen ihn so schnell wie möglich auf die Straße setzen. Dass der Richter nun der Argumentation der beiden Investoren folgte, scheint Xerox und Fujifilm kalt erwischt zu haben. Wie es weitergeht, ist jedenfalls noch unklar. Eventuell muss Komori doch noch irgendwo ein paar Pennies zusammenkratzen, um die Übernahme zu retten.

 
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Windows 10 April Update kommt morgen

reported by doelf, Sonntag der 29.04.2018, 18:54:51

Wie Yusuf Mehdi, Corporate Vice President der "Windows and Devices Group" von Microsoft wissen lässt, soll die nächste Version von Windows 10 am morgigen Montag, den 30. April 2018, offiziell zum Download freigegeben werden. Statt "Creators Update" wird diese nun "April Update" heißen, doch die Versionsnummer 1803 bleibt unverändert.

Eigentlich hatte Microsoft den Build 17133 am 11. April 2018 als "Creators Update" veröffentlichen wollen, doch dann wurde in Redmond in letzter Minute die Reißleine gezogen, da diese Version unerwartet viele Bluescreens, also Systemabstürze, produzierte. Am 16. April folgte dann der Build 17134, welcher die Instabilitäten behebt. Nachdem dieser intern sowie in den Verteilerkreisen Fast, Slow und Release Preview getestet wurde, steht nun seine offizielle Freigabe unmittelbar bevor - allerdings als "April Update".

Besserer Datenschutz
Windows 10 Version 1803 führt während der Installation durch die Bereiche Datenschutz und Privatsphäre, womit Microsoft dem Vorwurf, Windows 10 sammle zu viele Daten und verschleiere dies zudem, entgegentritt. In den Einstellungen lässt sich der "Datenschutz" nachträglich ebenso umfassend anpassen - auch für Rückmeldungen an Microsoft. Hierfür wurde der Unterpunkt "Diagnose und Feedback" deutlich erweitert. Neu hinzugekommen ist der Unterpunkt "Aktivitätsverlauf". Dieser stellt einerseits die wichtigste Neuerung von Windows 10 Version 1803 dar, ist andererseits aus Sicht des Datenschutzes überaus kritisch zu bewerten.

Timeline und Aktivitätsverlauf
Windows 10 Version 1803 protokoliert alle unsere Aktivitäten und speichert diese auf Wunsch auch in der Cloud. Gespeichert werden die genutzten Applikationen, die damit bearbeiteten Dateien in ihren jeweiligen Ständen sowie die aufgerufene Internetseiten. Eine Zeitleiste, die Timeline, nutzt diese Informationen, damit man bis zu 30 Tage in die Vergangenheit reisen kann. Soll das Ganze geräteübergreifend funktionieren, muss der Aktivitätsverlauf in der Cloud gespeichert werden. Hier ein kurzes Video von Microsoft, welches uns die praktische Timeline schmackhaft machen soll:

Hinweis: YouTube-Videos sind deaktiviert!
Inhalte von Google und YouTube aktivieren

Aber die Timeline ist nicht nur praktisch, sondern auch problematisch. Zum einen werden nur Applikationen berücksichtigt, welche die Timeline-Funktion unterstützen, alle anderen Programme fallen durchs Raster. Bei einer Zeitreise kann es also durchaus passieren, dass die entscheidende Software gar keine Spuren hinterlassen hat. Der andere Kritikpunkt heißt Datenschutz, denn jeder, der Zugriff auf den PC hat (also der Chef, die Eltern, der Lebenspartner), kann bei aktiviertem Aktivitätsverlauf nachvollziehen, was der Nutzer im letzten Monat gemacht hat. Insofern ist es gut, dass sich der Aktivitätsverlauf abschalten lässt.

Benachrichtigungsassistent und Edge
Unter "System" wurde ein "Benachrichtigungsassistent" (Focus Assist) ergänzt, über den man konfigurieren kann, wann uns welche Apps mit welchen Benachrichtigungen nerven dürfen. Sinnvolle Filterregeln werden in diesem Bereich immer wichtiger, damit wir nicht in einer Informationsflut versinken. Und diese schwillt weiter an, da uns jetzt auch Webseiten über Edge Benachrichtigungen schicken können, selbst wenn Edge selbst gar nicht läuft. Andere Neuerungen im Webbrowser sollen indes zur besseren Konzentration beitragen. Dazu gehören der Vollbildmodus für die Leseansicht von Webseiten, eBooks und PDF-Dateien, das Stummschalten von Tabs und eine reduzierte Ansicht für den Ausdruck. Die neuen Grammatik-Werkzeuge sollen uns derweil beim Verständnis komplexer Texte unterstützen.

Sprachsteuerung, Cortana und mehr
Wenn es nach Microsoft geht, wird die Stimme altmodische Eingabegeräte wie Maus und Tastatur schon bald ablösen. Zumindest weitgehend, denn die Tastenkombination Windows + H muss man noch drücken, bevor das Diktat beginnt. Ansonsten muss sich der Cursor lediglich in einem Textfeld befinden. Microsofts Sprachassistentin Cortana hat ihren Fähigkeiten ebenfalls erweitert und kümmert sich jetzt auch um Smarthome-Geräte von Herstellern wie ecobee, Honeywell und Nest. In Windows 10 Version 1803 hält auch Mixed Reality Einzug und HEIF-Bilder (High Efficiency Image File) werden erstmals nativ unterstützt. Und natürlich gibt es auch überarbeitete Emojis für alle, die den Rest dieser Meldung nicht verstanden haben.

 
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Aufruf: Google-Werbung auf Au-Ja.de abschalten

reported by doelf, Sonntag der 29.04.2018, 11:40:12

Werbung im Internet ist ein sensibles Thema. Und das nicht nur weil viele Werbeformen sehr aufdringlich sind, sondern auch weil mit Hilfe von Tracking Daten über Euer Online-Verhalten gesammelt werden. Auf aufdringliche Werbung hat Au-Ja.de schon immer verzichtet und jetzt möchten wir mit eurer Hilfe noch einen Schritt weiter gehen und die Google-Werbung komplett abschalten!

Die Gründe für einen Ausstieg liegen auf der Hand: Wir haben nur bedingt Einfluss darauf, welche Werbung Google über sein Werbenetzwerk AdSense ausliefert. Sensible Themen, interaktive Videos, personalisierte Anzeigen und die Verwendung von Zielgruppenangaben für Drittanbieteranzeigen haben wir bereits deaktiviert. Dennoch besteht bei Werbung, welche von Dritten geliefert wird, immer das Risiko einer missbräuchlichen Nutzung. Ebenfalls ärgerlich: Zuweilen blockiert Google zwar einen Anzeigenplatz, liefert dann aber doch keine Werbung aus, so dass leere Flächen entstehen. Wird indes Werbung ausgeliefert, verursacht diese beim Zugriff auf Au-Ja.de einen Großteil des Datenvolumens und bremst die Seite aus.

Ein letzter aber keinesfalls unbedeutender Grund: Google sammelt über seine Werbeanzeigen Daten. Wer nun meint, solche Tracking-Daten würden sowieso über Dienste wie Google Analytics anfallen, irrt, denn dieser Dienst kommt auf Au-Ja.de schon lange nicht mehr zum Einsatz. Auch mit unseren übrigen Partnern wie MSI, Amazon und ebay haben wir inzwischen Werbeformen gefunden, die als reine Links funktionieren. Selbst die Banner-Grafiken liegen lokal auf dem Server von Au-Ja.de, damit sie schnell laden und kein unkontrollierter Datenabfluss geschieht. Abgesehen von Googles Werbeanzeigen sind derzeit Videos von YouTube die einzigen Inhalte, welche von Au-Ja.de extern nachgeladen werden.

Pro: Mehr Sicherheit, weniger Datenverkehr, kürzere Ladezeiten, kein Tracking.

Kontra: Weniger Einnahmen.

Ja, das liebe Geld hat uns bisher davon abgehalten, auf die Google-Werbung zu verzichten. Andererseits sollten sich im Jahr 2018 andere Wege zum Ausgleich der Einnahmelücke finden lassen. Und daher geben wir Euch nun die Möglichkeit, Au-Ja.de zu unterstützen. Der Plan sieht wie folgt aus: Je 2,50 Euro, welche wir einsammeln, werden wir Googles Werbung für einen Tag deaktivieren - auch im Forum. Wir haben diesen Wert, von dem noch die PayPal-Gebühren und die Umsatzsteuer abgehen, bewusst niedrig angesetzt, damit möglichst viele Tage zusammenkommen. Und wir legen noch einen drauf: Ab 50 Euro verlängern wir die Abschaltung der Google-Werbung um die Hälfte und ab 100 Euro verdoppeln wir die Laufzeit!

Au-Ja.de unterstützen:

Diese Sammlung läuft erst einmal bis zum 10. Mai 2018. An diesem Tag werden wir das Ergebnis bekannt geben. Eine Woche später, also am 17. Mai 2018, werden wir die Google-Werbung dann abschalten. Für wie lange liegt in Eurer Hand!

Aktueller Stand: 40 Euro (= 16 Tage ohne Google-Werbung). Ab 50 Euro legen wir 50 Prozent obendrauf, das wären dann schon 30 Tage!

Regelmäßige Updates zur Aktion werden wir im Forum posten. Also dann, liebe Leser, wir zählen auf Euch ;-)

 
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Fotobearbeitung: GIMP 2.10.0 ist fertig

reported by doelf, Samstag der 28.04.2018, 11:07:18

Nach zwei Veröffentlichungskandidaten liegt die kostenlose und quelloffene Bildbearbeitung GIMP in der stabilen Version 2.10.0 für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Bis zuletzt wurde hart am GIMP gearbeitet und eine neue Multi-Thread-Architektur integriert, welche die träge Reaktionszeit der Benutzeroberfläche, welche die Testversionen lange geplagt hatte, beseitigt.

Das Zeichnen der Leinwand und der Aufbau der Benutzeroberfläche wurden hierzu auf auf unterschiedliche Threads verteilt, ein Konzept, das in Zukunft auf weitere Teile des Programms ausgeweitet werden soll. Weitere Leistungsverbesserungen versprechen diverse GEGL-Optimierungen und Filter wie "Gaußscher Weichzeichner" wurden dank einer umfassenden Überarbeitung sogar massiv beschleunigt. Der GIMP 2.10.0 präsentiert sich mit neuer Benutzeroberfläche und reduzierten Symbolen, welche den Zeitgeschmack widerspiegeln. Wer die bunten Icons des GIMP 2.8 bevorzugt, kann das Thema unter "Einstellungen", "Symbol Thema" wechseln und dort auch die Größe der Symbole anpassen.

GIMP 2.10.0 Panoramaabbildung

Der Filter "Panoramaabbildung" (siehe Bild oben) kommt als erster in den Genuss des neuen Widgets für die 3D-Rotation auf der Leinwand. Über Funktionen wie Gieren, Neigen und Rollen lassen sich Teile von Abwicklungen intuitiv entzerren. Das Farbverlaufswerkzeug unterstützt jetzt drei Farbräume - perzeptuelles RGB, lineares RGB und CIE LAB. In der englischen Sprachversion wurde das Farbverlaufswerkzeug, das bisher wenig treffend als "Blend Tool" bekannt war, in "Gradient Tool" umbenannt.

Das neue andockbare Dashboard liefert Informationen zur CPU- und Cache-Auslastung sowie zur Nutzung der Auslagerungsdatei, es hilft Nutzern wie Entwicklern beim Auffinden von Flaschenhälsen. Es handelt sich dabei um eine Investition in die Zukunft des Programms und dies gilt auch für das neue Debugging-System. Das Debugging-System generiert bei Problemen und Abstürzen detaillierte Fehlerberichte, welche die Benutzer den Entwicklern übermitteln können. Dank des Debugging-Systems hat der GIMP 2.10.0 auch eine Wiederherstellungsfunktion erhalten, welche nach einem Absturz versucht, Bilder mit ungespeicherten Änderungen zurückzuholen.

GIMP 2.10.0 Shadows-Highlights

Unter Windows arbeitet das Plug-in "Bildschirmfoto" jetzt mit Hardware-Beschleunigung und funktioniert auch auf Systemen mit mehreren Anzeigegeräten. Unter Linux kann die Freedesktop-API für Bildschirmfotos genutzt werden, doch diese Lösung bietet noch kein Farbmanagement und wird daher noch nicht priorisiert. Unter macOS verwendet die Farbwahl per Color-Dock inzwischen das Farbmanagement. Der neue Filter "Shadows-Highlights", welcher sich im Menü "Farben" befindet, ermöglicht das getrennte Justieren von Schatten und hellen Bereichen (siehe Bild oben). Masken kann man endlich auf Ebenengruppen anwenden, wobei sich die Größe der Maske den Abmessungen der Gruppe anpasst. Die Farbkonfiguration über Curves und Levels lässt sich neuerdings zwischen linear und perzeptuell (nicht linear) umschalten (siehe Bild unten). Das Histogramm wurde um die gleiche Möglichkeit erweitert.

GIMP 2.10.0 Curves + Levels

Die Unterstützung für das Format JPEG 2000 wurde von Jasper nach OpenJPEG portiert, da ersteres nicht weiter entwickelt wird. Dabei gab es auch einige Verbesserungen, beispielsweise die Unterstützung aller Bit-Tiefen. Alles über 32 Bit pro Kanal wird dabei auf 32 Bit begrenzt, während Werte, die sich nicht durch acht teilen lassen, nach oben angepasst werden (Beispiel: aus 12 werden 16 Bit). Wenn die JPEG-2000-Bilder Farbräume wie YCbCr und xvYCC verwenden, werden diese nach sRGB konvertiert. Während der Farbraum für normale Bilder automatisch erkannt wird, muss dieser für Codestream-Dateien beim Laden definiert werden. Standardmäßig exportiert GIMP 2.10.0 bei allen unterstützten Formaten die Metadaten. Dies lässt sich in den "Einstellungen" für den "Import und Export von Bildern" konfigurieren und auch komplett deaktivieren (siehe Bild unten).

GIMP 2.10.0 Metadaten

Kommen wir noch einmal zurück zur Benutzeroberfläche: Die Pinsel passen sich seit dem ersten Veröffentlichungskandidaten auf Wunsch an die Zoom-Ebene und die Leinwandrotation an. Alle Skalierungen für die Anzeige basieren dank Änderungen an der GEGL-Bibliothek nun auf linearen Daten, was zu besseren Vorschaubildern und korrekteren Mipmap-Berechnungen führt. Der GIMP 2.10.0 nutzt zwar noch keine Mipmaps, aber dies ist für zukünftige Versionen geplant.

Download: GIMP 2.10.0

 
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Firefox 60 Beta 16 wartet auf Tester

reported by doelf, Samstag der 28.04.2018, 10:35:19

Die 16. Beta-Version des Firefox 60 liegt für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Diese umfasst die neue "Policy Engine", ein Richtlinienmodul zur Konfiguration und Anpassung des Firefox, welches sich primär an Unternehmen, Behörden und Bildungsträger richtet. Und da solche Einrichtungen zumeist zum "Extended Support Release" (ESR) greifen, dient der Firefox 60 als Grundlage für eine neue Version mit Langzeitunterstützung.

Wichtige Änderungen für ESR-Nutzer
Mit Hilfe des neuen Richtlinienmoduls vereinfacht sich die Einrichtung des Firefox, wenn dieser auf zahlreichen PCs installiert und gewartet werden soll. Mozilla unterstützt grundsätzlich jedes Werkzeug, mit dem sich Richtlinien setzen lassen, und hat dabei auch die Windows Group Policy im Visier. Die Version 60 wird noch eine begrenzte Anzahl von Richtlinien bieten, welche die Entwickler in den kommenden Versionen weiter ausbauen wollen. Eine wichtige Änderung dürfen ESR-Nutzer aber nicht aus den Augen verlieren: Der Firefox 60 lässt nur noch Erweiterungen zu, welche auf der WebExtensions-API basieren. Während der Firefox 57 die alten Plugin-Zöpfe bereits im Dezember 2017 abgeschnitten hatte, lassen sich diese im Firefox 52 ESR weiterhin nutzen. Wer noch auf die Umstellung einer alten Erweiterung wartet, sollte daher vorerst beim Firefox 52 ESR bleiben. Dieser wird noch bis zum 28. August 2018 mit Updates versorgt, an diesem Tag soll der Firefox 60.2.0 ESR veröffentlicht werden.

Weitere Neuerungen und Änderungen
Auch abseits der "Policy Engine" hat der Firefox 60 einige Neuerungen zu bieten: Mit "Web Authentication" wird ein neuer Standard, welcher Passwörter durch USB-Token ersetzen soll, unterstützt. Eine vorläufige Fassung der neuen Schnittstelle hatte das "World Wide Web Consortium" (W3C) am 20. März 2018 verabschiedet. Die beim Firefox Quantum (Version 57) eingeführte CSS-Engine wird nun nicht nur für Webinhalte, sondern auch zur Darstellung der Benutzeroberfläche des Programms verwendet. Mit Okzitanisch (oc) wurde zudem eine lokale Sprache, welche in Südfrankreich und Katalonien gesprochen wird, ergänzt.

Darüber hinaus gibt es ein paar Änderungen: Unter Windows hat die Leseansicht F9 als neues Tastaturkürzel erhalten. Für ein und dieselbe URL lassen sich nur noch dann mehrere Lesezeichenschlüsselwörter setzen, wenn die Anforderung andere POST-Daten aufweist. Wenn man die Webcam für eine Webseite deaktiviert, schaltet der Firefox die Kamera nebst Status-LED aus. Erst wenn man die Aufnahme fortsetzt, geht auch die Status-LED wieder an. Entwickler, die den "Responsive Design Mode" nutzen, können nun gezielt steuern, ob eine Webseite neu geladen werden soll. Für IndexedDB-Transaktionen kann man nun auch Promise-Objekte verwenden. Die Fertigstellung des Firefox 60 ist für den 8. Mai 2018 geplant.

Download: Firefox 60 Beta 16

 
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Sattes Plus: Microsoft überrascht sich selbst

reported by doelf, Freitag der 27.04.2018, 17:30:22

Für Microsoft endete am 31. März bereits das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2018 - um das ziemlich erfolgreich. In allen Geschäftsfeldern sind Umsatz und Gewinne zweistellig gestiegen und die höchsten Zuwachsraten lieferte einmal mehr die Cloud (Azure: +93%; Dynamics 365: +65%; Office 365 für Geschäftskunden: +42%). Das Schlusslicht ist das OEM-Geschäft mit Windows, das nur um vier Prozent zulegen konnte.

Microsofts Gesamtumsatz ist im Vergleich mit dem Vorjahresquartal um 15,54 Prozent auf 26,819 Milliarden US-Dollar geklettert. Beim operativen Gewinn sehen wir ein Plus von 23,34 Prozent auf 8,292 Milliarden US-Dollar und dank einer um 24,32 Prozent gesunkenen Steuerlast ist der Nettogewinn sogar um 35,33 Prozent auf 7,424 Milliarden US-Dollar geschnellt. Der Gewinn je Anteil belief sich auf 0,95 US-Dollar und lag damit um 35,71 Prozent über der Vorgabe des dritten Quartals 2017. Zwischen Januar und März 2018 hatte Microsoft 6,3 Milliarden US-Dollar in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an seine Anleger ausgeschüttet, damit ist das Volumen der Ausschüttungen sogar um 37 Prozent gestiegen.

Die umsatzstärkste Sparte der Redmonder bleibt "More Personal Computing", welche auch das Endkundengeschäft umfasst. Hier ist der Umsatz um 13,01 Prozent auf 9,917 Milliarden US-Dollar gestiegen. Es folgen "Productivity and Business Processes" mit 9,006 Milliarden US-Dollar und einem Plus von 16,85 Prozent sowie "Intelligent Cloud" mit 7,896 Milliarden US-Dollar und einem Zuwachs von 17,33 Prozent. Betrachtet man den operativen Gewinn, hat "Productivity and Business Processes" die Nase mit 3,115 Milliarden US-Dollar und einem Plus von 22,64 Prozent vorne. Es folgt die "Intelligent Cloud" mit 2,654 Milliarden US-Dollar (+23,56%) vor "More Personal Computing" mit 2,523 Milliarden US-Dollar (+23,98%).

Microsoft eigene Erwartungen wurden jedenfalls übertroffen, gesteht Amy Hood, die Finanzchefin des Unternehmens, ein. CEO Satya Nadella wertet die Zahlen als einen Vertrauensbeweis für die Microsoft Cloud und die damit verbundenen Dienste. Selbst Randbereiche wie das Geschäftskontakte-Netzwerk LinkedIn und die Surface-Geräte konnten mit Zuwachsraten von 37 bzw. 32 Prozent überzeugen. Wer ein Haar in der Suppe sucht, muss schon das eingangs bereits erwähnte Windows-OEM-Geschäft (+4%) oder die Office- und Cloud-Produkte für Endkunden (+12%) heranziehen. Die Anleger reagierten dennoch etwas verhalten: Nachbörslich kletterte Microsofts Aktie lediglich um 2,27 Prozent auf 96,40 US-Dollar.

 
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AirPort: Apple verlässt das Router-Geschäft

reported by doelf, Freitag der 27.04.2018, 15:15:03

Im Juli 1999 präsentierte Apple die "AirPort Base Station" und setzte damit seinen ersten Schritt in den Markt der drahtlosen Router. Nun, fast 19 Jahre später, endet dieses Kapitel. Gegenüber Bloomberg bestätigte Apple erstmals, dass man das Router-Geschäft verlässt. Auch die "Time Capsule", ein "AirPort Extreme" mit integrierter Festplatte, ist hiervon betroffen.

Überraschend kommt dies nicht. Zuletzt hatte Apple die Anfang 2008 eingeführte "Time Capsule" am 10. Juni 2013 auf den Funkstandard IEEE 802.11ac aktualisiert und in "AirPort Time Capsule" umbenannt. Danach herrschte für die Wireless-Produkte aus Cupertino absolute Funkstille. Aber zumindest gab es regelmäßig Firmware-Updates - die aktuelle Version 7.7.9 für "AirPort Time Capsule" (Version mit IEEE 802.11ac) und "AirPort Extreme" (Version mit IEEE 802.11ac) datiert auf den 12. Dezember 2017.

Eine Überraschung hat Apple dann doch noch parat: Seine Lagerbestände will man abverkaufen. Aber vielleicht werden Apple-Router ja wie gute Weine mit den Jahren besser. Ansonsten ist es Essig mit den AirPorts.

 
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Ubuntu 18.04 LTS und seine Derivate sind fertig

reported by doelf, Freitag der 27.04.2018, 13:52:06

Ubuntu 18.04 mit Langzeitunterstützung ist fertig. Die neue Version der beliebten Linux-Distribution trägt den Beinamen "Bionic Beaver" (Bionischer Biber) und bringt - insbesondere für LTS-Nutzer - umfangreiche Änderungen. Ubuntus Standard-Desktop Unity und dessen Anzeige-Server Mir wurden aufgegeben und durch GNOME und X-Server ersetzt. Letzteres überrascht ein wenig, denn die Version 17.10 (ohne Langzeitunterstützung) hatte noch auf den moderneren Anzeige-Server Wayland gesetzt.

Ubuntu 18.04 LTS wird über einen Zeitraum von fünf Jahren mit Updates versorgt. Das klingt erst einmal sehr gut, doch insbesondere für die Desktop-Variante ist diese Versorgung recht lückenhaft, da die Repositories "Universe" und "Multiverse" von Freiwilligen aus der Community gepflegt werden. Daher kam es in der Vergangenheit immer wieder vor, dass veraltete Pakete mit bekannten Sicherheitslücken und Inkompatibilitäten über Jahre in den Repositories verblieben. Hier hilft die neue Option einer Minimal-Installation für Desktop-PCs und Notebooks, mit der sich das Risiko veralteter Software zumindest verkleinern lässt. Der GNOME-Desktop kommt in der Version 3.28 zum Einsatz und der Linux-Kernel stammt aus der 4.15-Reihe. Das ist erstaunlich, denn Langzeitunterstützung gibt es nur für die 4.14-Reihe. Doch der Kernel 4.15 punktet mit Kernel-Live-Patching ohne Neustart und das ist eine der wichtigen Neuerungen in Ubuntu 18.04 LTS. Zudem bietet der Kernel 4.15 eine bessere Treiber-Unterstützung für neuere AMD-GPUs (Vega, RX 500, RX 400) und aktiviert das "AHCI Link Power Management" (ALPM) für Intel-Chipsätze.

Download: Ubuntu 18.04.0 LTS (für Desktop-PCs, Sever, Cloud oder IoT)

Kubuntu 18.04.0 LTS wird nur über einen Zeitraum von drei Jahren Updates erhalten. Als Desktop kommt das aktuelle KDE Plasma 5.12 LTS zum Einsatz, welches die Erstellung und Verwaltung verschlüsselter Ordner über "Plasma Vault" ermöglicht. Ein dunkles Thema sorgt bei der Benutzeroberfläche für eine neue Optik. Mit an Bord sind die KDE Applikationen 17.12.3, Firefox 59 und LibreOffice 6.0. VLC ersetzt Dragonplayer als standardmäßiger Media-Player und als Alternative zum Paketmanager "Plasma Discover" ist Muon enthalten. Zum Öffnen von Dateien wird nun ein Doppelklick verlangt, man kann aber in den Mauseinstellungen zum 1-Klick-Öffnen zurückkehren. Die Entwickler empfehlen, bei der Installation das komplette Laufwerk zu verschlüsseln. Die Möglichkeit, nur den Home-Bereich zu schützen, gibt es nicht mehr.

Download: Kubuntu 18.04.0 LTS (verfügbar für PC mit 32 oder 64 Bit)

Ubuntu MATE 18.04.0 LTS wird ebenfalls nur drei Jahre lang Updates erhalten. Der neue MATE Desktop 1.20.1 basiert nun auf GTK 3.22, während sein Vorgänger MATE 1.12 noch auf GTK 2.24 limitiert war. Standardmäßig kümmert sich libinput um die Eingabegeräte und ermöglicht nun auch Mehrfingergesten. MATE wurde für hochauflösende Anzeigegeräte optimiert, wobei man die passenden Einstellungen automatisch oder manuell vornehmen kann. Der Fenstermanager Marco arbeitet nun Hardware-beschleunigt - sofern die Grafiklösung DRI3 beherrscht. Unity-Umsteiger finden in "Mutiny" ein vertrautes Desktop-Layout, zudem wird die Super-Taste (Windows-Taste) unterstützt und auch das von Unity 7 bekannte "Head-Up Display" (HUD) wird geboten. Zu den Software-Paketen gehören Firefox 59.0.2, VLC 3.0.1, LibreOffice 6.0.3.2 und Thunderbird 52.7.0. Das Ubuntu MATE 18.04.0 LTS für den Raspberry Pi soll im Juli 2018 folgen.

Download: Ubuntu MATE 18.04.0 LTS (verfügbar für PC mit 32 oder 64 Bit)

Xubuntu 18.04 LTS setzt auf den schlanken Desktop Xfce, doch dessen nächste Version 4.14 ist leider noch nicht fertig. Daher gibt es erst einmal nur Detailverbesserungen, beispielsweise wurden der Xfce Power Manager und das Xfce XKB Plugin nach GTK 3 portiert. Das aktualisierte "Greybird GTK"-Thema verbessert die Unterstützung für hochauflösende Anzeigegeräte und sorgt für eine bessere Konsistenz zwischen GTK-3- und GTK-2-basierten Applikationen. Das "Xfce PulseAudio Plugin" ersetzt den "Sound Indicator" und ermöglicht universelle Multimedia-Tastenkürzel für Applikationen, die MPRIS2 unterstützen. Mit zum Lieferumfang gehören Firefox 59, Thunderbird 52 und LibreOffice 6. Updates wird es für einen Zeitraum von drei Jahren geben.

Download: Xubuntu 18.04.0 LTS (verfügbar für PC mit 32 oder 64 Bit)

Lubuntu 18.04 LTS nutzt das "Lightweight X11 Desktop Environment" (LXDE) und richtet sich an leistungsschwache PCs. Dennoch sind die Anforderungen gestiegen: Vorausgesetzt werden nun 1 GiB Arbeitsspeicher, empfohlen werden 2 GiB. Der Prozessor sollte zumindest ein Intel Pentium 4 oder Pentium M bzw. ein AMD K8 (Athlon 64, Sempron, Turion 64) sein. Auch bei Lubuntu 18.04 LTS gibt es für drei Jahre Updates. Die Änderungen halten sich in Grenzen, denn eigentlich arbeitet das Projekt am Nachfolger "Lubuntu Next", welcher mit LXQt ein wesentlich moderneres Desktop bieten wird, das Qt 5 als Unterbau nutzt. Ein Image für den Raspberry Pi ist noch nicht verfügbar.

Download: Lubuntu 18.04.0 LTS (verfügbar für PC mit 32 oder 64 Bit)

Ubuntu Budgie 18.04 LTS ist eine neue Geschmacksrichtung auf Basis des Budgie-Desktops, die nun erstmals mit einer Langzeitunterstützung von drei Jahren angeboten wird. Ursprünglich kam Budgie bei der Linux-Distribution Evolve OS, die später in Solus umbenannt wurde, zum Einsatz. Es basiert auf GTK 3 und verspricht "Einfachheit und Eleganz". Dazu orientiert sich Budgie an mobilen Betriebssystemen wie Android und kombiniert deren Bedienkonzept mit Elementen von GNOME. Inzwischen läuft Budgie deutlich stabiler und ist auch wesentlich konfigurierbarer als zu seinen Anfangszeiten, was diese Variante zu einer interessanten Alternative macht.

Download: Ubuntu Budgie 18.04.0 LTS (verfügbar für PC mit 32 oder 64 Bit)

Bleiben noch das auf den Multimedia-Einsatz ausgelegte Ubuntu Studio 18.04 und das für die chinesische Sprache optimierte Ubuntu Kylin 18.04 LTS. Während es sich bei Kylin um eine weitere Variante mit drei Jahren Langzeitunterstützung handelt, fehlt der Studio-Version der Zusatz LTS - hier gibt es lediglich für neun Monate Support.

 
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Intel wächst - abseits des PC-Geschäfts

reported by doelf, Freitag der 27.04.2018, 09:48:34

Nach AMD hat nun auch Intel seine Geschäftszahlen für das erste Quartal 2018 auf den Tisch gelegt und liefert zu seinem Umsatzwachstum von 8,58 Prozent (AMD: +39,81%) gleich eine Interpretationsanleitung mit. Zum einen soll man McAfee herausrechnen und sich zum anderen auf die Entwicklung im Bereich der Datenverarbeitung konzentrieren. Denn diese ist bei Intel wesentlich stärker gewachsen als die PC-Sparte.

Beim Umsatz lohnt ein genauer Blick
Bleiben wir aber zunächst beim großen Bild und das liefert uns für Januar bis März 2018 einen Umsatz in Höhe von 16,066 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Umsatz um 8,58 Prozent gestiegen, doch vor einem Jahr gehörte die Sicherheitsfirma McAfee, welche Intel im Jahr 2011 für 6,7 Milliarden US-Dollar gekauft hatte, noch zum Unternehmen dazu. Erst seit dem 4. April 2017 firmiert McAfee wieder als eigenständige Firma, wobei Intel noch eine Beteiligung von 49 Prozent hält. Klammert man McAfee aus und betrachtet nur die fortgeführten Geschäftsfelder, ist Intels Umsatz um 13 Prozent gestiegen.

Aber auch das ist im Vergleich zu AMDs Umsatzplus von 39,81 Prozent recht mager und so richtet Intel seinen Fokus lieber auf den Bereich der Datenverarbeitung. Dort konnte die "Data Center Group" (Server) ihren Umsatz um 24 Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar ausbauen und die "Non-Volatile Memory Solutions Group" (Flash, 3D XPoint) erreichte mit 1,0 Milliarden US-Dollar ein Plus von zwanzig Prozent. Um jeweils 17 Prozent sind die Umsätze der "Internet of Things Group" und der "Programmable Solutions Group" (vormals Altera) gestiegen, sie lagen im ersten Quartal 2018 bei 840 Millionen bzw. 498 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: AMD musste in seinem Geschäftsbereich "Enterprise, Embedded and Semi-Custom", der ebenfalls Server-Produkte und industrielle Lösungen umfasst, einen Umsatzrückgang um 12,07 Prozent auf 532 Millionen US-Dollar hinnehmen.

Doch wenn ein bestimmtes Detail fokussiert wird, rücken andere dabei an den Rand und werden gerne übersehen. In diesem Fall geht es um Intels PC-Geschäft, dessen Umsatz trotz der "Coffee Lake"-Offensive nur um drei Prozent auf 8,2 Milliarden US-Dollar gewachsen ist. Damit bleibt die "Client Computing Group", immerhin Intels umsatzstärkste Sparte, weit hinter den anderen Geschäftsfeldern zurück. Und hier lohnt dann wieder der Blick in Richtung AMD, deren PC-Sparte "Computing and Graphics" ihren Umsatz mit 1,115 Milliarden US-Dollar fast verdoppeln konnte. Keine Frage: Intel ist und bleibt der Branchenprimus. Doch zumindest gibt es nun wieder einen ernstzunehmenden Mitbewerber.

Geringere Steuern, hohe Gewinne
Und damit kommen wir zu den Gewinnen, wobei Intel einige Vergleichszahlen aufgrund der Umstellung auf die Buchhaltungsrichtlinie ASU 2017-07 angepasst hat. Intels operativer Gewinn ist um 23,07 Prozent auf 4,470 Milliarden US-Dollar gestiegen und der Nettogewinn kletterte sogar um 50,27 Prozent auf 4,454 Milliarden US-Dollar. Ausschlaggebend ist hierbei der Steuersatz, der von 22,3 auf 11,1 Prozent gesunken ist. Der Gewinn je Anteil ist sogar um 52,46 Prozent auf 0,93 US-Dollar gesprungen. Intels Anleger zeigten sich zufrieden, nachbörslich kletterte der Aktienkurs um 5,56 Prozent auf 56,00 US-Dollar. AMDs Geschäftszahlen hatten deren Wertpapier übrigens um 9,47 Prozent klettern lassen.

Quelle: www.intc.com
 
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Microcode-Updates: Microsoft erweitert Windows-Patch auf ältere CPUs

reported by doelf, Donnerstag der 26.04.2018, 18:14:38

Seit Anfang Januar 2018 sind die Meltdown- und Spectre-Angriffe auf Schwachstellen in CPU-Designs bekannt, doch UEFI- bzw. BIOS-Updates für betroffene Computer gibt es bisher kaum. Und diese sind auch nicht notwendig, da auch die Betriebssysteme in der Lage sind, die notwendigen Microcode-Updates nachzuladen. Doch während Linux dies schon seit Wochen tut, hinkt Microsoft noch hinterher. Mit einem neuen Update schützt Windows 10 nun zumindest alle Core-i-Modelle ab dem Jahr 2013.

Seit dem 28. Februar 2018 bietet Microsoft das Update KB4090007, welches die wichtigen Microcode-Updates von Intel enthält, zum Download an. Anfangs unterstützte KB4090007 allerdings nur die Prozessoren der Skylake-Familie (ab 2015). Erst Mitte März wurden auch Microcode-Updates für die Baureihen "Kaby Lake" (ab 2016) und "Coffee Lake" (ab 2017) eingepflegt. Die dritte Überarbeitung des Updates, welche auf den 24. April 2018 datiert, umfasst nun auch Microcode-Updates für Broadwell (ab 2014) und Haswell (ab 2013).

Es bleibt derweil das Problem, dass KB4090007 ausschließlich für Windows 10 Version 1709 (32/64 Bit) erhältlich ist. Microsoft wird das Update sicherlich auch mit Windows 10 Version 1803 ausliefern, doch ältere Windows-Versionen werden vermutlich leer ausgehen. Zudem bleiben CPUs der Baureihen Ivy Bridge (ab 2012), Sandy Bridge (ab 2011), Westmere (ab 2009) und Nehalem (ab 2008) zumindest vorläufig ungeschützt. Dabei ist zu beachten, dass Intel die Entwicklung von Microcode-Updates für einige Modelle, die vor 2011 auf den Markt kamen, eingestellt hat.

 
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F-Secure: Tag der offenen Hoteltüren

reported by doelf, Donnerstag der 26.04.2018, 17:11:38

Die beiden Finnen Timo Hirvonen und Tomi Tuominen vom Sicherheitsspezialisten F-Secure haben sich mit dem elektronischen Schlosssystem "Vision by VingCard", welches weltweit von Hotels eingesetzt wird, beschäftigt. Und über Design-Fehler in der System-Software dieses Schlosssystems konnten sie sich einen Generalschlüssel mit Zutritt zu allen Zimmern basteln.

Für ihren Angriff benötigten sie lediglich einen elektronischen Schlüssel ihres Angriffsziels. Dieser konnte schon lange abgelaufen oder auf den Zugang zu Garagen oder den Zugriff auf bestimmte Schränke beschränkt sein. Wichtig ist einzig und alleine, dass sich der darauf gespeicherte Schlüssel auslesen lässt, denn mit diesem können die Sicherheitsforscher einen Generalschlüssel für das ganze Hotel generieren. Und dieser öffnet dann jede Tür, ohne dabei irgendwelche Spuren zu hinterlassen.

Hirvonen und Tuominen kam die Idee, als einem Kollegen während einer Sicherheitskonferenz das Laptop aus seinem Hotelzimmer gestohlen wurde. Dabei gab es keine Anzeichen für einen Einbruch und auch digitale Spuren hatten die Diebe nicht hinterlassen. Also sahen sich die beiden Experten das System "Vision by VingCard" vom renommierten Hersteller Assa Abloy genauer an und mussten feststellen, dass sich dieser keine groben Schnitzer geleistet hatte. Nach mehreren tausend Stunden hatten sie lediglich ein paar kleinere Fehler gefunden, die sich allerdings zu einem umfassenden Angriff kombinieren ließen.

Bereits im vergangenen Jahr kontaktierte F-Secure den Hersteller des Schlosssystems und erarbeitete mit diesem Software-Updates, welche bereits an die betroffenen Kunden verteilt wurden. Laut F-Secure zeigten sich die Entwickler von Assa Abloy dabei hochmotiviert, die Schwachstellen schnellstmöglich zu beheben. Nun liegt es in der Hand der Hotels, diese Updates auch einzuspielen. F-Secure weist scherzhaft darauf hin, dass während der Untersuchungen keine Hotelzimmer zu Schaden gekommen sind. Weitere Einzelheiten oder Exploit-Code wird das Unternehmen nicht veröffentlichen.

 
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NVIDIA: Neuer Grafiktreiber für BattleTech und FrostPunk

reported by doelf, Donnerstag der 26.04.2018, 16:12:07

NVIDIA hat seinen Grafiktreiber GeForce Game Ready auf die WHQL-zertifizierte Version 397.31 aktualisiert, welche für die beiden Spiele "BattleTech" und "FrostPunk" empfohlen wird. Ebenfalls neu sind volle Unterstützung für Vulkan 1.1 sowie NVIDIAs Raytracing-Technologie RTX für Volta-GPUs, die unter Windows 10 Version 1803 betrieben werden.

Nach dem Aufspielen eines neuen Treibers entfernt die Installationsroutine die ausgepackten Dateien und schafft so mehr Platz auf Festplatte oder SSD. Für Notebooks mit Optimus oder MSHybrid hat NVIDIA zwei neue Bibliotheken (nvdlist.dll und nvdlistx.dll) gepackt und die neue Programmierschnittstelle NVDECODE ermöglicht es, diverse Videoparameter wie Auflösung, Seitenverhältnis oder Ausschnitt zu ändern, ohne dass die Decoder-Instanz hierfür zerstört und neu erschaffen werden muss. Frische SLI-Profile gibt es für "Descenders", "Frostpunk", "Warhammer: Vermintide 2" und "Far Cry 5". Die ebenfalls neuen 3D-Vision-Profile für "Descenders" und "EVE Valkyrie - Warzone" wurden ausnahmsweise mal mit "Gut" bewertet.

Behobene Fehler
"Doom" stürzt im Zusammenspiel mit der GeForce GTX 1080 Ti nicht mehr ab, wenn der Treiber beim Aktivieren von HDR auf OpenGL 1.1 wechselt. Für die Nutzer einer GeForce GTX 1060 wurde "Far Cry 5" stabilisiert und bei "Rise of Tomb Raider" flackert das Menü bei dieser Karte nicht mehr. "Diablo III" friert nach einem Fensterwechsel nicht mehr ein, selbst wenn V-Sync und SLI zeitgleich aktiv sind. Korrigiert wurde auch ein TDR-Fehler (Timeout Detection and Recovery) im Zusammenspiel mit dem Firefox und Steam-Spiele sollen das Herunterfahren von Windows nicht mehr verzögern bzw. verhindern.

Offene Probleme
Die offenen Fehler betreffen allesamt Windows 10 und wir finden hier auch ein paar alte Bekannte: So lässt sich die GeForce GTX 780 Ti im SLI-Betrieb nach wie vor nicht zur Bildausgabe bewegen, wenn neben dem DisplayPort auch beide DVI-Anschlüsse genutzt werden. Die GeForce Titan (Kepler) verweigert auch weiterhin die Zusammenarbeit mit AMDs Threadripper und auf Pascal-GPUs verursacht "Gears of War 4" sporadische Blue-Screens. Wenn man G-Sync verwendet und bei der Titan V mehrfach zwischen unterschiedlichen HBM2-Speichertakten hin und her wechselt, kann der Bildschirm schwarz werden.

Neu hinzugekommen sind die folgenden Probleme: Die Videowiedergabe mit Microsoft Edge kann das Bild von Video und Desktop verzerren, sofern HDR aktiviert ist. Abhilfe schafft nur das Aus- und Anschalten des Bildschirms. Auch bei "Far Cry 5" sorgt HDR für Probleme, falls das Spiel nicht in der nativen Auflösung des Monitors läuft. Um das grüne Flackern zu beheben, wechselt man am besten per Alt+Tab zum Desktop und wieder zurück. Die GeForce GTX 1080 Ti verursacht einen TDR-Fehler, wenn bei "Warhammer Vermintide 2" die Auflösung gewechselt wird. Verwendet man DirectX 11 statt 12, verschwindet das Problem. Zudem kann es vorkommen, dass die Tastaturkürzel für Surround, das In-Game Overlay und Shadowplay-Aufnahmen nicht funktionieren.

Treiber-Komponenten und Kompatibilität
Bei den Treiber-Komponenten wurde der HD-Audio-Treiber auf die Version 1.3.37.1 aktualisiert, welche zusätzliche Sample-Raten (32, 88,2 und 176,4 kHz) für die HDMI-Ausgabe bringt. CUDA liegt nun in der Version 9.2 vor. Die Versionsstände von GeForce Experience (3.13.1.30), nView (148.92) und der PhysX System-Software (9.17.0524) zeigen sich indes unverändert. Seit Anfang April entwickelt NVIDIA keine 32-Bit-Treiber mehr, unterstützt werden daher nur noch die 64-Bit-Varianten von Windows 7, 8, 8.1 und 10. Auch die Unterstützung für die Fermi-Generation wurde eingestellt. Oder zumindest teilweise, denn während die Baureihen GeForce 800, 500 und 400 komplett verschwunden sind, finden sich andere Fermi-Modelle weiterhin auf der Liste der unterstützten Grafikkarten, darunter die Modelle GeForce 605, GeForce GT 610, GeForce GT 620, GeForce GT 630, GeForce GT 635, GeForce GT 640, GeForce GT 645, GeForce GT 705 und GeForce GT 730.

Download: NVIDIA GeForce Game Ready Driver 397.31 WHQL

 
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Facebook kann kräftig zulegen

reported by doelf, Donnerstag der 26.04.2018, 12:30:34

Auch Facebook konnte im ersten Quartal 2018 noch einmal kräftig zulegen: Der Umsatz des sozialen Netzwerks ist allen Datenskandalen zum Trotz um 49,98 Prozent auf 11,966 Milliarden US-Dollar gestiegen und der operative Gewinn schoss sogar um 63,78 Prozent in die Höhe und lag zwischen Januar und März bei 5,449 Milliarden US-Dollar.

Nur knapp dahinter folgt der Nettogewinn, der um 62,79 Prozent auf 4,988 Milliarden US-Dollar gesprungen ist. Bleibt noch der Gewinn je Aktie, welcher sich auf 1,69 US-Dollar (+62,50%) beläuft. Den hohen Gewinnzuwachs verdankt Facebook insbesondere dem Umstand, dass die Kosten lediglich um 38,51 Prozent auf 6,517 Milliarden US-Dollar angewachsen sind. Somit ist auch die operative Marge um 5 Punkte auf 46 Prozent gestiegen. Und um die Investoren noch glücklicher zu machen, hatte Facebook sein Aktienrückkaufprogramm kürzlich von 6,0 Milliarden auf 15,0 Milliarden US-Dollar aufgestockt.

Bleibt noch die Frage, ob die "DeleteFacebook"-Kampagne irgendwelche Auswirkungen hatte und die Antwort lautet "Nein". Für Dezember 2017 hatte Facebook einen Zuwachs von 14 Prozent für seine täglich sowie monatlich aktiven Nutzer gemeldet und im März 2018 belief sich der Zuwachs auf 13 Prozent. 1,45 Milliarden Nutzer kommen inzwischen nicht mehr ohne ihre tägliche Dosis Facebook aus und 2,20 Milliarden Nutzer schauen zumindest einmal im Monat vorbei. 91 Prozent der Werbeeinnahmen werden mittlerweile über mobile Geräte wie Smartphones und Tablets generiert, im Vorjahr waren es noch 85 Prozent gewesen.

Die Nutzer bleiben Facebook treu und die Anleger tun es ihnen gleich: Nachbörslich ließen die positiven Quartalszahlen Facebooks Aktie um 7,28 Prozent auf 171,32 US-Dollar steigen. Mark Zuckerberg sollte ein Buch schreiben. Unser Titelvorschlag: "Erfolg durch totales Versagen beim Datenschutz".

 
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AMD: Umsatz steigt dank Radeon und Ryzen um 40 Prozent

reported by doelf, Donnerstag der 26.04.2018, 10:35:00

AMD hat einen glanzvollen Start ins Geschäftsjahr 2018 hingelegt: Dank einer regen Nachfrage für Prozessoren und Grafiklösungen sind die Umsätze des Herstellers im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39,81 Prozent gestiegen. Die wichtige Sparte "Computing and Graphics" konnte ihren Umsatz sogar fast verdoppeln.

AMDs PC-Sparte "Computing and Graphics" hatte im ersten Quartal 2017 nur einen Umsatz von 573 Millionen US-Dollar erzielt und dabei ein Minus von 21 Millionen US-Dollar geschrieben. In den ersten drei Monaten des Jahres 2018 sah das ganz anders aus: Der Umsatz schoss auf 1,115 Milliarden US-Dollar und operativ konnte AMD mit seinen Radeon- und Ryzen-Produkten 138 Millionen US-Dollar einfahren. Ein anderes Bild zeichnet der Geschäftsbereich "Enterprise, Embedded and Semi-Custom", in den neben Server-Produkten auch industrielle Lösungen sowie Chips für Spielkonsolen fallen. Hier ist der Umsatz um 12,07 Prozent auf 532 Millionen US-Dollar gesunken und statt 55 Millionen US-Dollar hat AMD nur noch 14 Millionen US-Dollar, also ein Viertel der Vorjahressumme, verdient.

Der Gesamtumsatz lag im ersten Quartal 2018 bei 1,647 Milliarden US-Dollar (+39,81%). Operativ konnte AMD seinen Gewinn fast um den Faktor 11 auf 120 Millionen US-Dollar (Q1/2017: 11 Millionen US-Dollar) steigern und Netto gab es diesmal 81 Millionen US-Dollar Gewinn, nachdem das Unternehmen im Vorjahr noch einen Verlust in Höhe von 33 Millionen US-Dollar ausgewiesen hatte. Der Gewinn je Aktie ist um 0,12 US-Dollar auf 0,08 US-Dollar gestiegen, im ersten Quartal 2017 hatte es also noch einen Verlust von 0,02 US-Dollar je Anteil gegeben. Anzumerken ist dabei, dass AMD seine Buchhaltung auf den neuen Standard ASC 606 umgestellt hat. Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurden die Zahlen der vorausgegangenen Vierteljahre entsprechend angepasst.

Die Anleger zeigten sich hoch zufrieden und ließen AMDs Aktie nachbörslich um 9,47 Prozent auf 10,63 US-Dollar klettern. Das ist recht ordentlich für ein Unternehmen, welches die selbsternannten Finanzexperten von Viceroy Research noch im März 2018 für bankrott erklärt hatten. AMDs Chefin Dr. Lisa Su darf sich jedenfalls auf die Schulter klopfen lassen: Alles richtig gemacht! Jetzt heißt es: Weiter am Ball bleiben.

Quelle: ir.amd.com
 
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Aufruf: Google-Werbung auf Au-Ja.de abschalten

reported by doelf, Mittwoch der 25.04.2018, 19:00:43

Werbung im Internet ist ein sensibles Thema. Und das nicht nur weil viele Werbeformen sehr aufdringlich sind, sondern auch weil mit Hilfe von Tracking Daten über Euer Online-Verhalten gesammelt werden. Auf aufdringliche Werbung hat Au-Ja.de schon immer verzichtet und jetzt möchten wir mit eurer Hilfe noch einen Schritt weiter gehen und die Google-Werbung komplett abschalten!

Die Gründe für einen Ausstieg liegen auf der Hand: Wir haben nur bedingt Einfluss darauf, welche Werbung Google über sein Werbenetzwerk AdSense ausliefert. Sensible Themen, interaktive Videos, personalisierte Anzeigen und die Verwendung von Zielgruppenangaben für Drittanbieteranzeigen haben wir bereits deaktiviert. Dennoch besteht bei Werbung, welche von Dritten geliefert wird, immer das Risiko einer missbräuchlichen Nutzung. Ebenfalls ärgerlich: Zuweilen blockiert Google zwar einen Anzeigenplatz, liefert dann aber doch keine Werbung aus, so dass leere Flächen entstehen. Wird indes Werbung ausgeliefert, verursacht diese beim Zugriff auf Au-Ja.de einen Großteil des Datenvolumens und bremst die Seite aus.

Ein letzter aber keinesfalls unbedeutender Grund: Google sammelt über seine Werbeanzeigen Daten. Wer nun meint, solche Tracking-Daten würden sowieso über Dienste wie Google Analytics anfallen, irrt, denn dieser Dienst kommt auf Au-Ja.de schon lange nicht mehr zum Einsatz. Auch mit unseren übrigen Partnern wie MSI, Amazon und ebay haben wir inzwischen Werbeformen gefunden, die als reine Links funktionieren. Selbst die Banner-Grafiken liegen lokal auf dem Server von Au-Ja.de, damit sie schnell laden und kein unkontrollierter Datenabfluss geschieht. Abgesehen von Googles Werbeanzeigen sind derzeit Videos von YouTube die einzigen Inhalte, welche von Au-Ja.de extern nachgeladen werden.

Pro: Mehr Sicherheit, weniger Datenverkehr, kürzere Ladezeiten, kein Tracking.

Kontra: Weniger Einnahmen.

Ja, das liebe Geld hat uns bisher davon abgehalten, auf die Google-Werbung zu verzichten. Andererseits sollten sich im Jahr 2018 andere Wege zum Ausgleich der Einnahmelücke finden lassen. Und daher geben wir Euch nun die Möglichkeit, Au-Ja.de zu unterstützen. Der Plan sieht wie folgt aus: Je 2,50 Euro, welche wir einsammeln, werden wir Googles Werbung für einen Tag deaktivieren - auch im Forum. Wir haben diesen Wert, von dem noch die PayPal-Gebühren und die Umsatzsteuer abgehen, bewusst niedrig angesetzt, damit möglichst viele Tage zusammenkommen. Und wir legen noch einen drauf: Ab 50 Euro verlängern wir die Abschaltung der Google-Werbung um die Hälfte und ab 100 Euro verdoppeln wir die Laufzeit!

Au-Ja.de unterstützen:

Diese Sammlung läuft erst einmal bis zum 10. Mai 2018. An diesem Tag werden wir das Ergebnis bekannt geben. Eine Woche später, also am 17. Mai 2018, werden wir die Google-Werbung dann abschalten. Für wie lange liegt in Eurer Hand! Regelmäßige Updates zur Aktion werden wir im Forum posten. Also dann, liebe Leser, wir zählen auf Euch ;-)

 
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WhatsApp: Wegen Datenschutz erst ab 16!

reported by doelf, Mittwoch der 25.04.2018, 15:07:23

Am 25. Mai 2018 ist Weltuntergang - zumindest für Jugendliche unter 16 Jahren mit Wohnsitz innerhalb der Europäischen Union. Denn an diesem Tag tritt die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft, welche WhatsApp zu einer Aktualisierung seiner Nutzungsbedingungen bring. Wichtigste Neuerung: Die Nutzer des Dienstes müssen mindestens 16 Jahre alt sein!

In seiner offiziellen Ankündigung gibt sich WhatsApp derweil redlich Mühe, diesen Punkt zu verschweigen. Man habe "eine Präsenz in der Europäischen Union geschaffen", um "seine Dienste von dort aus bereitzustellen" und "die neuen hohen Transparenzstandards hinsichtlich der Privatsphäre" zu erfüllen. Der angestrebte Datenaustausch "zur Verbesserung der Produkterlebnisse und Werbung auf Facebook" bleibt für Benutzer aus der Europäischen Union vorerst ausgesetzt. WhatsApp verspricht auch ein schärferes Vorgehen gegen Nutzer, "die auf WhatsApp oder Facebook unerwünschte Nachrichten - etwa Spam oder missbräuchliche Inhalte - versenden", sowie eine Funktion, über die Nutzer die über sie gespeicherten Daten herunterladen können.

Lediglich in den überarbeiteten Nutzungsbedingungen, welche auf den 24. April 2018 datieren und die bisher noch nicht in deutscher Sprache vorliegen, findet sich diese wichtige Änderung:

"Age. If you live in a country in the European Region, you must be at least 16 years old to use our Services or such greater age required in your country to register for or use our Services. If you live in any other country except those in the European Region, you must be at least 13 years old to use our Services or such greater age required in your country to register for or use our Services."

Bisher lag das Mindestalter auch in der Europäischen Union bei 13 Jahren, wobei dies (noch) von niemanden kontrolliert wird. Schon Grundschüler bekommen mit dem ersten Smartphone auch ihr WhatsApp-Konto, damit Mama und Papa sie immer erreichen können und sie bloß keine Beiträge in der familieneigenen WhatsApp-Gruppe verpassen - es sei denn Onkel Theo verschickt mal wieder anzügliche Witze. Man darf also davon ausgehen, dass der zu Facebook gehörende Instant-Messaging-Dienst auch nach der Anhebung des Mindestalters um drei Jahre konsequent wegschauen wird - zumindest bis gelangweilte Anwälte WhatsApp als Einnahmequelle entdecken und eine entsprechende Abmahnwelle ins Rolle bringen.

 
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4K-Fernsehen: RTL UHD startet am 28. April 2018

reported by doelf, Mittwoch der 25.04.2018, 14:27:40

Mit "RTL UHD" soll am Samstag ein dritter TV-Kanal in 4K-Qualität auf Sendung gehen. Zum Start überträgt "RTL UHD" das Formel-1-Rennen aus Aserbaidschan inklusive des Qualifikationstrainings am Samstag. Einen größeren Farb- und Kontrastumfang (HDR) gibt es allerdings erst am 5. Mai beim Finale von "Deutschland sucht den Superstar".

Zu empfangen ist der neue Sender über den Satelliten Astra 1KR im Paket von HD+. Die HD PLUS GmbH, eine hundertprozentige Tochter des Satelliten-Betreibers SES, vermarktet die HD-Kanäle der deutschsprachigen Privatsender in Form eines Jahresabonnements. Mit im Preis enthalten sind die drei UHD-Kanäle UHD1, Travelxp 4k und RTL UHD. "RTL UHD" dient als linearer Ultra-HD-Testkanal und soll erst einmal bis Ende 2018 in dieser Form ausgestrahlt werden. Neben der ultrahohen Auflösung wird bei einigen Programmen auch das HDR-Verfahren Hybrid Log-Gamma (HLG) für mehr Farben und höhere Kontraste geboten.

Die Sendetermine:

  • 28. April 2018 ab 14:45 Uhr: Formel 1: Großer Preis von Aserbaidschan in Baku - Das Qualifying
  • 29. April 2018 ab 14:00 Uhr: Formel 1: Großer Preis von Aserbaidschan in Baku - Das Rennen
  • 05. Mai 2018 ab 20:15 Uhr: Deutschland sucht den Superstar - Das Finale (Live, mit HDR)

Die Empfangsparameter:

  • Satellit: Astra 1KR
  • Position: 19,2° Ost
  • Transponder: 1.013
  • Frequenz: 11391,25 Mhz
  • Polarisation: Horizontal
  • Symbolrate: 22.000 Ms/s
  • Datenrate: 20 Mbit/s
  • FEC 5/6

Tagsüber kostenlos: UHD1
Wer HD+ nicht abonniert hat, kann sich bei UHD1 einen Vorgeschmack aufs UHD-Fernsehen holen. Von Montag bis Samstag wird das Programm dieses Anbieters zwischen 8 und 20 Uhr unverschlüsselt ausgestrahlt, am Sonntag ist die Verschlüsselung bereits ab 14 Uhr aktiv. UHD1 findet sich auf dem Transponder 1.035 (Frequenz: 10.994 Mhz; Polarisation: Horizontal; Symbolrate: 22.000 Ms/s).

 
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Firefox 60 Beta 15 wartet auf Tester

reported by doelf, Dienstag der 24.04.2018, 23:07:12

Die 15. Beta-Version des Firefox 60 liegt für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Diese umfasst die neue "Policy Engine", ein Richtlinienmodul zur Konfiguration und Anpassung des Firefox, welches sich primär an Unternehmen, Behörden und Bildungsträger richtet. Und da solche Einrichtungen zumeist zum "Extended Support Release" (ESR) greifen, dient der Firefox 60 als Grundlage für eine neue Version mit Langzeitunterstützung.

Wichtige Änderungen für ESR-Nutzer
Mit Hilfe des neuen Richtlinienmoduls vereinfacht sich die Einrichtung des Firefox, wenn dieser auf zahlreichen PCs installiert und gewartet werden soll. Mozilla unterstützt grundsätzlich jedes Werkzeug, mit dem sich Richtlinien setzen lassen, und hat dabei auch die Windows Group Policy im Visier. Die Version 60 wird noch eine begrenzte Anzahl von Richtlinien bieten, welche die Entwickler in den kommenden Versionen weiter ausbauen wollen. Eine wichtige Änderung dürfen ESR-Nutzer aber nicht aus den Augen verlieren: Der Firefox 60 lässt nur noch Erweiterungen zu, welche auf der WebExtensions-API basieren. Während der Firefox 57 die alten Plugin-Zöpfe bereits im Dezember 2017 abgeschnitten hatte, lassen sich diese im Firefox 52 ESR weiterhin nutzen. Wer noch auf die Umstellung einer alten Erweiterung wartet, sollte daher vorerst beim Firefox 52 ESR bleiben. Dieser wird noch bis zum 28. August 2018 mit Updates versorgt, an diesem Tag soll der Firefox 60.2.0 ESR veröffentlicht werden.

Weitere Neuerungen und Änderungen
Auch abseits der "Policy Engine" hat der Firefox 60 einige Neuerungen zu bieten: Mit "Web Authentication" wird ein neuer Standard, welcher Passwörter durch USB-Token ersetzen soll, unterstützt. Eine vorläufige Fassung der neuen Schnittstelle hatte das "World Wide Web Consortium" (W3C) am 20. März 2018 verabschiedet. Die beim Firefox Quantum (Version 57) eingeführte CSS-Engine wird nun nicht nur für Webinhalte, sondern auch zur Darstellung der Benutzeroberfläche des Programms verwendet. Mit Okzitanisch (oc) wurde zudem eine lokale Sprache, welche in Südfrankreich und Katalonien gesprochen wird, ergänzt.

Darüber hinaus gibt es ein paar Änderungen: Unter Windows hat die Leseansicht F9 als neues Tastaturkürzel erhalten. Für ein und dieselbe URL lassen sich nur noch dann mehrere Lesezeichenschlüsselwörter setzen, wenn die Anforderung andere POST-Daten aufweist. Wenn man die Webcam für eine Webseite deaktiviert, schaltet der Firefox die Kamera nebst Status-LED aus. Erst wenn man die Aufnahme fortsetzt, geht auch die Status-LED wieder an. Entwickler, die den "Responsive Design Mode" nutzen, können nun gezielt steuern, ob eine Webseite neu geladen werden soll. Für IndexedDB-Transaktionen kann man nun auch Promise-Objekte verwenden. Die Fertigstellung des Firefox 60 ist für den 8. Mai 2018 geplant.

Download: Firefox 60 Beta 15

 
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Google-Mutter Alphabet auf Höhenflug

reported by doelf, Dienstag der 24.04.2018, 23:04:24

Alphabet, seit dem Jahr 2015 die Dachgesellschaft von Google, hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2018 präsentiert. Und diese sind hervorragend - auch wenn Google nach wie vor die einzige ernstzunehmende Umsatzquelle ist und auch als einziger Geschäftsbereich Gewinn abwirft.

Im Jahresvergleich hat Alphabet seinen Umsatz um 25,84 Prozent auf 31,146 Milliarden US-Dollar gesteigert. Dabei stammen 30,996 Milliarden US-Dollar (+25,91%) bzw. 99,52 Prozent von Google und 150 Millionen US-Dollar (+13,64%) von Alphabets übrigen "Wetten", wie die Holding ihre experimentellen Geschäftsfelder nennt. Der operative Gewinn der Holding ist um 6,59 Prozent auf 7,001 Milliarden US-Dollar geklettert. Während Google seinen operativen Gewinn um 12,38 Prozent auf 8,368 Milliarden US-Dollar verbessern konnte, haben die "Wetten" 571 Millionen US-Dollar verbrannt. Unterm Strich bleibt Alphabet ein Nettogewinn in Höhe von 9,401 Milliarden US-Dollar bzw. 13,33 US-Dollar je Anteil. Der Nettogewinn übertrifft die Vorgabe des ersten Quartals 2017 um beachtliche 73,26 Prozent und auch der Gewinn je Aktie ist um 72,45 Prozent nach oben geschossen.

Einen Teil dieser Gewinne verdankt Google der Umstellung seiner Buchhaltung auf den Standard ASU 2016-01, durch den sich die Art und Weise, wie Unternehmen Eigenkapitalbeteiligungen bilanzieren, ändert. Laut Alphabet konnte die Steuerlast allein hierdurch um fünf Prozent reduziert werden. Bleibt noch die Zahl der Mitarbeiter, welche um 14,94 Prozent auf 85.050 angewachsen ist. Alphabets Investoren setzten dennoch auf Verkaufen: Die GOOG-Aktien sind heute um 4,49 Prozent gefallen und die GOOGL-Aktien liegen aktuell sogar um 4,95 Prozent unter dem gestrigen Schlusskurs.

Quelle: abc.xyz
 
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Google veröffentlicht 0-Day-Lücke in .NET

reported by doelf, Dienstag der 24.04.2018, 18:59:08

Die "Windows Lockdown Policy" (WLDP) soll Windows 10 S sicherer machen, indem nur Apps ausgeführt werden, die als vertrauenswürdig gelten. Hierbei kommt der "Device Guard" zum Einsatz, welchen man auch unter Windows 10 Enterprise einrichten kann. Doch dummerweise spielt .NET nicht so richtig mit.

Wie Googles Project Zero herausgefunden hat, verwendet .NET den eindeutiger Bezeichner CLSID (ClassIDentifier) nur, um die passenden Informationen aus der Registrierungsdatei zu laden. Eine Prüfung, ob die in der Registry hinterlegte Bibliothek überhaupt zu den bekannten und damit vertrauenswürdigen Objekten gehört, findet indes nicht statt. Somit kann ein Angreifer, der sich über eine andere Sicherheitslücke Zugang zu einem Rechner mit WLDP verschafft hat, eine bereits auf dem System existierende .DLL-Datei für eine vertrauenswürdige CLSID registrieren und diese über .NET ausführen. Im Ernstfall lässt sich auf diese Weise beliebiger Code ausführen. Googles Beispiel-Code nutzt DotNetToJScript, um dies zu bewerkstelligen.

Project Zero hatte die Schwachstelle am 19. Januar 2018 bei Microsoft gemeldet. Ab diesem Zeitpunkt hatte Microsoft 90 Tage Zeit, um den Fehler zu korrigieren. Am 10. Februar bestätigten die Redmonder das Problem. Zwei Tage später informierte Microsoft die Sicherheitsforscher über eine unvorhergesehene Code-Beziehung, welche eine Korrektur beim April-Patch-Day verhindere. Eine Woche vor diesem Patch-Day erbat Microsoft dann einen Aufschub von 14 Tagen, wobei diese Verlängerung nicht ausgereicht hätte, da die Veröffentlichung des Updates nun für Mai geplant ist. Am 11. April fragte Microsoft nochmals nach einer Fristverlängerung, da die Korrektur im verschobenen Windows 10 Version 1803 enthalten sei. Doch abermals ließ Project Zero die Redmonder abblitzen und veröffentlichte die 0-Day-Lücke nach dem Ablauf von 90 Tagen.

 
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Neues Update für Windows 10 Version 1709

reported by doelf, Dienstag der 24.04.2018, 10:04:22

Microsoft hat ein weiteres Update zur Qualitätssicherung für Windows 10 Version 1709 (Herbst Creators Update) veröffentlicht. Mit KB4093105, für das die Redmonder 36 Änderungen aufführen, steigt die Build-Nummer des Betriebssystems auf 16299.402. Neben sicherheitsrelevanten Korrekturen bringt das Update auch Abhilfe für Probleme mit Apps, dem Startmenü und PCI-Geräten, welche einen DMA-Zugriff benötigen.

Wenn die Richtlinien die Verwendung des "Trusted Platform Module" (TPM) vorsehen, konnten Fehler in der TPM-Firmware dazu führen, dass Windows Hello schwache Schlüssel erzeugte. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Das Zurücksetzen der PIN-Nummer für Windows Hello auf den Anmeldebildschirm soll diesen nicht mehr in einen Zustand versetzen, der ein weiteres Zurücksetzen der PIN unmöglich macht. Der Anmeldebildschirm soll zudem zuverlässiger funktionieren, wenn mehrere Nutzer auf einen Rechner zugreifen und dabei den schnellen Nutzerwechsel verwenden. In der Gruppenrichtlinie wurde die Mindestlänge für Passwörter auf 20 Zeichen angehoben. Während der Geräteregistrierung setzte Windows 10 sowohl den BitLocker als auch die Geräteverschlüsselung kurzzeitig aus, wodurch ein Zugriff auf die geschützten Datenträger möglich wird. Diese Schwachstelle hat Microsoft jetzt abgedichtet. Der Eintrag zum Entschlüsseln und Verschlüsseln von Dateien soll im Kontextmenü des Explorers zuverlässiger auftauchen.

Windows-Apps, die aus dem Image entfernt wurden, sollen nach dem Upgrade auf eine neue Betriebssystemversion nicht mehr auftauchen. Microsoft konnte auch ein Problem beheben, dass die Apps Skype und Xbox funktionslos machte. Bestimmte Software-Richtlinen konnten den Webbrowser Edge wenige Sekunden nach dessen Start lahmlegen und oftmals scheiterten umfangreiche Updates für Spiele-Apps. All dies soll nun wieder funktionieren, auch die Verwendung der japanischen Tastatur in Fernhilfesitzungen. Im Startmenü sollen sich keine unsichtbaren Apps mehr einnisten und vom Benutzer angeheftete Ordner und Kacheln sollen nicht mehr aus dem Startmenü verschwinden. Die Gruppen-Richtlinie "Disable new DMA devices when this computer is locked" hatte unerwartete Nebenwirkungen und blockierte PCI-Geräte auf Systemen, deren Firmware diesen einen DMA-Zugriff während der Boot-Phase verwehren. Betroffene WLAN-Karten, Controller und Soundkarten sollen nach dem Einspielen von KB4093105 wieder funktionieren.

 
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Anleger strafen IBM ab: Wachstum nur dank Wechselkursen

reported by doelf, Dienstag der 24.04.2018, 09:21:11

IBM hatte die Cloud, Sicherheit und die künstliche Intelligenz zu seinen strategischen Imperativen gemacht, während das Hardware-Geschäft in weiten Teilen nach China verkauft wurde. In der Folge schrumpfte der Umsatz von Big Blue über einen Zeitraum von 22 Quartalen. Erst das vierte Quartal 2017 brachte eine Trendwende, die zum Beginn des neuen Jahres nur noch von günstigen Wechselkursen getragen wird.

Das Abschlussquartal des Geschäftsjahres 2017 hatte IBM ein Umsatzplus von 3,55 Prozent auf 22,543 Milliarden US-Dollar beschert. Rechnet man dabei die Wechselkursschwankungen heraus, bleibt allerdings nur ein mickriger Prozentpunkt übrig. Mit einem Umsatzplus von 5,05 Prozent scheint der Start ins Jahr 2018 sogar noch besser gelaufen zu sein, doch diesmal verdankt IBM den kompletten Zuwachs dem Glücksspiel mit den Wechselkursen. Zudem ist der Nettogewinn im ersten Quartal 2018 um 4,06 Prozent auf 1,679 Milliarden US-Dollar gesunken. Auch der Gewinn je Aktie schrumpfte im Jahresvergleich um 2,16 Prozent auf 1,81 US-Dollar.

Der mit Abstand größte Umsatzlieferant des Unternehmens war auch diesmal die Sparte "Technology Services & Cloud Platforms" mit 8,625 Milliarden US-Dollar (+4,98%). Weit dahinter - aber dicht zusammen - folgen "Cognitive Solutions" mit 4,299 Milliarden US-Dollar (+5,83%) und "Global Business Services" mit 4,174 Milliarden US-Dollar (+4,19%). Für eine Überraschung sorgte die einst so bedeutende Hardware-Sparte "Systems", denn nach langem Siechtum stieg der Umsatz hier besonders kräftig: 1,500 Milliarden US-Dollar bedeuten eine Verbesserung um 7,53 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2017.

IBMs Chefin Ginni Rometty und ihr Finanzchef James Kavanaugh werten die Zahlen positiv. Nach ihrer Ansicht beginnt der mehrjährige Konzernumbau nun Früchte zu tragen. Die Investoren teilten diese Einschätzung nicht und ließen IBMs Aktie um 7,53 Prozent auf 148,79 US-Dollar einbrechen. Ins Wochenende ging IBMs Wertpapier dann sogar mit enttäuschenden 144,90 US-Dollar und auch gestern erholte sich der Aktienkurs kaum.

Quelle: www.ibm.com
 
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iPhone X: Steht Apples teurer Ladenhüter vor dem Aus?

reported by doelf, Montag der 23.04.2018, 20:03:44

Am 3. November 2017 schickte Apple sein Über-Flaggschiff iPhone X an den Start: Noch besser, noch schneller und noch teurer. Für die Einstiegsvariante mit 64 GB Speicherplatz muss man 1.149 Euro auf den Tisch legen und 256 GB Speicherkapazität bekommt man sogar erst für 1.319 Euro. Dennoch sahen sich Vorbesteller mit sehr langen Lieferzeiten konfrontiert. Also alles wie immer? Nein, denn jetzt erklärte der erste Analyst das iPhone X für tot.

Apples Partner, allen voran Samsung, beklagten schon im Februar eine schleppende Nachfrage. Tatsächlich ist es normal, dass die Nachfrage nach dem umsatzstarken Weihnachtsfest abebbt, doch angesichts der späten Produktvorstellung und der Lieferengpässe kam diese Entwicklung beim iPhone X überraschend. Diese Prognosen hatten Apples Aktie bereits am 8. Februar 218 bis auf 155,15 US-Dollar abrutschen lassen, nachdem der Kurs zur Einführung des iPhone X bis auf 176,24 US-Dollar geklettert war. Es folgte ein Auf und Ab, doch am Freitag geriet das Wertpapier nochmals massiv unter Druck und ging bei einem Verlust von 4,1 Prozent mit 165,72 US-Dollar ins Wochenende.

Was war passiert? Die Investmentbank Morgan Stanley hatte sich zu Wort gemeldet und ihre Prognose für Apple deutlich abgesenkt. Laut Morgan Stanley wird Apple die Erwartungen an das März-Quartal zwar halbwegs erfüllen können, doch für das Juni-Quartal rechnet die Bank nur noch mit 34 Millionen iPhones. Bisher war Morgan Stanley von 40,5 Millionen Telefonen ausgegangen und die ursprüngliche Vorhersage hatte sich sogar auf knapp 43 Millionen belaufen. Zuletzt hatte Apple im September-Quartal 2013 weniger als 34 Millionen iPhones abgesetzt. Morgan Stanley will seine Daten von Apples Zulieferern erhalten haben.

Einen Tag zuvor hatten bereits die Bank of America Merrill Lynch und J.P. Morgan ihre Zweifel geäußert. Dabei bezogen sich die Investmentbanker auf den Auftragsfertiger TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing), der seine Umsatzprognose für das zweite Quartal um rund eine Milliarde US-Dollar auf 7,8 Milliarden bis 7,9 Milliarden US-Dollar gestutzt hatte. TSMC hatte seinen Kunden Apple zwar nicht namentlich genannt, aber eine schwache Nachfrage im Mobil-Bereich für den heftigen Einbruch verantwortlich gemacht. Und Apples ist für TSMC ein wichtiger Kunde mit hohen Margen.

Als Totengräber betätigt sich indes der Analyst Neil Campling von Mirabaud Securities. Campling zieht neben TSMC auch AMS, Apples Zulieferer für 3D-Sensortechnologie (Face ID), heran, dessen Quartalsumsatz zuletzt sequentiell um 35 Prozent abgerutscht war. Da die Verkäufe des iPhone X immer weiter einbrechen, stapeln sich nach Camplings Informationen bei TSMC die Chips. Seine Firma beobachte die Lagerbestände von TSMC seit mehr als zehn Jahren und die Lager seien noch nie so voll gewesen. Für Campling ist es offensichtlich, dass Apple keine weiteren iPhone X fertigen lassen wird und sich stattdessen auf den Abverkauf konzentriert. Sein Fazit: Das iPhone X ist tot.

 
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Foto-Zusammenschluss: SmugMug hat Flickr gekauft

reported by doelf, Montag der 23.04.2018, 16:51:43

Die Fotoplattform Flickr hat ein neues zu Hause beim kalifornischen Bild-Hosting-Dienst SmugMug gefunden. Damit ist die Zukunft des einstiegen Pioniers unter den Foto-Communities erst einmal gesichert, denn SmugMug will Flickr neu beleben. Und thematisch passen die beiden Unternehmen perfekt zusammen.

Flickr wurde einst von der kanadischen Firma Ludicorp gegründet und diente zunächst als Bild-Upload für das Online-Spiel "Game Neverending". Da die Nutzer die Foto-Funktion liebten, das Spiel aber nicht, fand "Game Neverending" im Jahr 2004 ein abruptes Ende und nur Flickr blieb übrig. Die aufstrebende Plattform erweckte 2005 das Interesse von Yahoo, denn der Internetpionier suchte händeringend nach irgendwelchen sozialen Netzwerken, um Staub ab- und sich ein jüngeres Publikum zuzulegen. Im März 2005 kaufte Yahoo Ludicorp nebst Flickr für einen Betrag zwischen 22 Millionen und 25 Millionen US-Dollar, doch Yahoos Versuch, sich zwischen Google, Facebook und Microsoft zu etablieren, scheiterte.

So wurde Yahoo selbst zu einem Übernahmekandidaten und wurde Mitte 2017 von der US-Telekommunikationsfirma Verizon gekauft. Bei Verizon scheint man eine ausgesprochene Schwäche für Internetdinosaurier zu haben, denn im Jahr 2015 hatte sich das Unternehmen bereits AOL einverleibt. Beide Zukäufe wurden 2017 in eine neue Tochter namens Oath Inc. ausgelagert. Was Flickr betrifft, so schien es keine konkreten Pläne zu geben. Nach einer letzten Überarbeitung im Jahr 2015 wurde die Fotoplattform ziemlich vernachlässigt und ihre Zukunft erschien immer ungewisser. Doch nun hat sich mit SmugMug doch noch ein Käufer gefunden, der zwar aus dem Silicon Valley stammt, dort als Familienunternehmen aber eher aus der Reihe fällt.

SmugMug startete im Jahr 2002 mit ein paar guten Ideen und so gut wie keinem Kapital. Dennoch konnte sich das Unternehmen bis heute halten und seine Dienste rund um die digitale Fotografie etablieren. Bei SmugMug haben Fotografen mehr Kontrolle über ihre Bilder als auf vielen anderen Plattformen. Passwörter gibt es nicht nur für das Konto, sondern auch für die einzelnen Galerien. Man kann auch versteckte Galerien anlegen oder einzelne Galerien und Fotos mit Freunden oder seiner Familie teilen. Bezahlende Kunden können ihre Fotos automatisch mit einem Wasserzeichen versehen sowie die Bilder als Download oder Ausdruck über SmugMug verkaufen. Wie genau Flickr in das vorhandene Angebot integriert werden soll, ist noch offen. Doch zumindest zeichnen sich viele Synergien ab.

 
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GIMP 2.10.0: Zweiter Release Candidate erhältlich

reported by doelf, Montag der 23.04.2018, 14:13:59

Die nächste Version der kostenlosen und quelloffenen Bildbearbeitung GIMP nähert sich ihrer Fertigstellung: Der zweite Veröffentlichungskandidat des GIMP 2.10.0 behebt nochmals 44 Fehler, beschleunigt das Malen und behebt die träge Reaktionszeit der Benutzeroberfläche. Hierzu wurden diese beiden Aufgaben auf unterschiedliche Threads verteilt. Die neue Multi-Thread-Architektur soll später auch auf andere Teile des Programms ausgeweitet werden.

Derzeit blockieren noch sieben Fehler die Freigabe der finalen Version 2.10.0. Kleinere Leistungsverbesserungen bringen diverse GEGL-Optimierungen. Größere Leistungssprünge brachte bereits der erste Release Candidate, beispielsweise beim Filter "Gaußscher Weichzeichner". Der GIMP 2.10.0 präsentiert sich mit neuer Benutzeroberfläche und reduzierten Symbolen, doch die Bedienbarkeit der neuen Standardthemen war noch etwas hakelig. Auch hier sorgt der zweite Veröffentlichungskandidat für Abhilfe. Wer die bunten Icons des GIMP 2.8 bevorzugt, kann das Thema unter "Einstellungen", "Symbol Thema" wechseln und dort auch die Größe der Symbole anpassen.

GIMP 2.10.0 Panoramaabbildung

Der Filter "Panoramaabbildung" (siehe Bild oben) kommt als erster in den Genuss des neuen Widgets für die 3D-Rotation auf der Leinwand. Über Funktionen wie Gieren, Neigen und Rollen lassen sich Teile von Abwicklungen intuitiv entzerren. Das Farbverlaufswerkzeug unterstützt jetzt drei Farbräume - perzeptuelles RGB, lineares RGB und CIE LAB. Hier fehlt allerdings noch die Übersetzung, denn im Release Candidate 2 wird es als "Gradient Tool" bezeichnet. Zugleich zeigt dies eine Umbenennung in der englischen Sprachversion, in der das Werkzeug bisher wenig treffend als "Blend Tool" bekannt war. Aber auch an anderen Stellen zeigt sich, dass die Übersetzungen noch nicht ganz fertig sind.

Das neue andockbare Dashboard liefert Informationen zur CPU- und Cache-Auslastung sowie zur Nutzung der Auslagerungsdatei, es hilft Nutzern wie Entwicklern beim Auffinden von Flaschenhälsen. Es handelt sich dabei um eine Investition in die Zukunft des Programms und dies gilt auch für das neue Debugging-System. Das Debugging-System generiert bei Problemen und Abstürzen detaillierte Fehlerberichte, welche die Benutzer den Entwicklern übermitteln können. Dank des Debugging-Systems hat der GIMP 2.10.0 auch eine Wiederherstellungsfunktion erhalten, welche nach einem Absturz versucht, Bilder mit ungespeicherten Änderungen zurückzuholen.

GIMP 2.10.0 Shadows-Highlights

Unter Windows arbeitet das Plug-in "Bildschirmfoto" jetzt mit Hardware-Beschleunigung und funktioniert auch auf Systemen mit mehreren Anzeigegeräten. Unter Linux kann die Freedesktop-API für Bildschirmfotos genutzt werden, doch diese Lösung bietet noch kein Farbmanagement und wird daher noch nicht priorisiert. Unter macOS verwendet die Farbwahl per Color-Dock inzwischen das Farbmanagement. Der neue Filter "Shadows-Highlights", welcher sich im Menü "Farben" befindet, ermöglicht das getrennte Justieren von Schatten und hellen Bereichen (siehe Bild oben). Masken kann man endlich auf Ebenengruppen anwenden, wobei sich die Größe der Maske den Abmessungen der Gruppe anpasst. Die Farbkonfiguration über Curves und Levels lässt sich neuerdings zwischen linear und perzeptuell (nicht linear) umschalten (siehe Bild unten). Das Histogramm wurde um die gleiche Möglichkeit erweitert.

GIMP 2.10.0 Curves + Levels

Die Unterstützung für das Format JPEG 2000 wurde von Jasper nach OpenJPEG portiert, da ersteres nicht weiter entwickelt wird. Dabei gab es auch einige Verbesserungen, beispielsweise die Unterstützung aller Bit-Tiefen. Alles über 32 Bit pro Kanal wird dabei auf 32 Bit begrenzt, während Werte, die sich nicht durch acht teilen lassen, nach oben angepasst werden (Beispiel: aus 12 werden 16 Bit). Wenn die JPEG-2000-Bilder Farbräume wie YCbCr und xvYCC verwenden, werden diese nach sRGB konvertiert. Während der Farbraum für normale Bilder automatisch erkannt wird, muss dieser für Codestream-Dateien beim Laden definiert werden. Standardmäßig exportiert GIMP 2.10.0 bei allen unterstützten Formaten die Metadaten. Dies lässt sich in den "Einstellungen" für den "Import und Export von Bildern" konfigurieren und auch komplett deaktivieren (siehe Bild unten).

GIMP 2.10.0 Metadaten

Kommen wir noch einmal zurück zur Benutzeroberfläche: Die Pinsel passen sich seit dem ersten Veröffentlichungskandidaten auf Wunsch an die Zoom-Ebene und die Leinwandrotation an. Alle Skalierungen für die Anzeige basieren dank Änderungen an der GEGL-Bibliothek nun auf linearen Daten, was zu besseren Vorschaubildern und korrekteren Mipmap-Berechnungen führt. Der GIMP 2.10.0 nutzt zwar noch keine Mipmaps, aber dies ist für zukünftige Versionen geplant.

Download: GIMP 2.10.0 RC 2

 
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Windows 10 Insider Preview Build 17134 nimmt weitere Hürden

reported by doelf, Sonntag der 22.04.2018, 23:27:57

Neun Tage nach der ausgefallenen Veröffentlichung von Windows 10 Creators Update (Version 1803, Redstone 4) und der anschließenden Degradierung des Insider Preview Build 17133 hat der neue RTM-Kandidat (Release to Manufacturing) mit der Build-Nummer 17134 zwei weitere Hürden genommen: Er ist Nach internen Tests und der Freigabe für den Fast-Verteiler nun auch im konservativeren Slow-Ring und im Release-Preview-Ring angekommen.

Damit könnte der Insider Preview Build 17134 schon im Laufe der kommenden Woche als offizielles Windows 10 Creators Update (Version 1803) an die Nutzer verteilt werden - zwei Wochen später als ursprünglich angekündigt. Seit dem glücklosen Build 17133 hat Microsoft eine PDF-Sicherheitslücke im Webbrowser Edge behoben, die sicherheitsrelevanten Korrekturen des April-Patch-Day eingepflegt und sich um ein seltenes Problem, das den Internet Explorer an der Erkennung benutzerdefinierter Steuerelemente hinderte, gekümmert.

All diese Korrekturen waren zwar wichtig, doch was den Build 17133 letztlich gestoppt hatte, waren Probleme mit der Zuverlässigkeit, welche sich in Form von unerwartet vielen Bluescreenss, also Systemabstürzen, äußerten. Statt ein weiteres Update-Paket zu schnüren, entschloss man sich in Redmond letztendlich, den Build 17133 zu degradieren und eine neue RTM-Version zu erstellen - ein eher ungewöhnlicher Schritt, denn hierdurch verzögert sich eine Veröffentlichung nicht um wenige Tage, sondern zumindest um Wochen.

 
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Firefox 60 Beta 14 wartet auf Tester

reported by doelf, Sonntag der 22.04.2018, 18:29:42

Die 14. Beta-Version des Firefox 60 liegt für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Diese umfasst die neue "Policy Engine", ein Richtlinienmodul zur Konfiguration und Anpassung des Firefox, welches sich primär an Unternehmen, Behörden und Bildungsträger richtet. Und da solche Einrichtungen zumeist zum "Extended Support Release" (ESR) greifen, dient der Firefox 60 als Grundlage für eine neue Version mit Langzeitunterstützung.

Wichtige Änderungen für ESR-Nutzer
Mit Hilfe des neuen Richtlinienmoduls vereinfacht sich die Einrichtung des Firefox, wenn dieser auf zahlreichen PCs installiert und gewartet werden soll. Mozilla unterstützt grundsätzlich jedes Werkzeug, mit dem sich Richtlinien setzen lassen, und hat dabei auch die Windows Group Policy im Visier. Die Version 60 wird noch eine begrenzte Anzahl von Richtlinien bieten, welche die Entwickler in den kommenden Versionen weiter ausbauen wollen. Eine wichtige Änderung dürfen ESR-Nutzer aber nicht aus den Augen verlieren: Der Firefox 60 lässt nur noch Erweiterungen zu, welche auf der WebExtensions-API basieren. Während der Firefox 57 die alten Plugin-Zöpfe bereits im Dezember 2017 abgeschnitten hatte, lassen sich diese im Firefox 52 ESR weiterhin nutzen. Wer noch auf die Umstellung einer alten Erweiterung wartet, sollte daher vorerst beim Firefox 52 ESR bleiben. Dieser wird noch bis zum 28. August 2018 mit Updates versorgt, an diesem Tag soll der Firefox 60.2.0 ESR veröffentlicht werden.

Weitere Neuerungen und Änderungen
Auch abseits der "Policy Engine" hat der Firefox 60 einige Neuerungen zu bieten: Mit "Web Authentication" wird ein neuer Standard, welcher Passwörter durch USB-Token ersetzen soll, unterstützt. Eine vorläufige Fassung der neuen Schnittstelle hatte das "World Wide Web Consortium" (W3C) am 20. März 2018 verabschiedet. Die beim Firefox Quantum (Version 57) eingeführte CSS-Engine wird nun nicht nur für Webinhalte, sondern auch zur Darstellung der Benutzeroberfläche des Programms verwendet. Mit Okzitanisch (oc) wurde zudem eine lokale Sprache, welche in Südfrankreich und Katalonien gesprochen wird, ergänzt.

Darüber hinaus gibt es ein paar Änderungen: Unter Windows hat die Leseansicht F9 als neues Tastaturkürzel erhalten. Für ein und dieselbe URL lassen sich nur noch dann mehrere Lesezeichenschlüsselwörter setzen, wenn die Anforderung andere POST-Daten aufweist. Wenn man die Webcam für eine Webseite deaktiviert, schaltet der Firefox die Kamera nebst Status-LED aus. Erst wenn man die Aufnahme fortsetzt, geht auch die Status-LED wieder an. Entwickler, die den "Responsive Design Mode" nutzen, können nun gezielt steuern, ob eine Webseite neu geladen werden soll. Für IndexedDB-Transaktionen kann man nun auch Promise-Objekte verwenden. Die Fertigstellung des Firefox 60 ist für den 8. Mai 2018 geplant.

Download: Firefox 60 Beta 14

 
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Intel liefert 10-TFLOPS-Chip aus

reported by doelf, Freitag der 20.04.2018, 16:43:46

Mit dem "Stratix 10 TX" hat Intel einen FPGA-Chip vorgestellt, der 10 Billionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde (10 TFLOPS) erreicht. Als mögliche Einsatzgebiete nennt Intel Spracherkennung, künstliche Intelligenz, drahtlose Netzwerke der nächsten Generation, fortschrittliche Suchmaschinen sowie Hochleistungsrechner.

FPGA steht für "Field Programmable Gate Array", solche Chips lassen sich individuell für die gewünschte Aufgabe anpassen. Hierzu werden Hardwarebeschreibungssprachen wie VHDL oder Verilog verwendet, mit denen die Schaltungsstruktur des Chips entsprechend des jeweiligen Einsatzgebiets festgelegt wird. Damit sind FPGAs weit flexibler als herkömmliche Mikroprozessoren, wobei sie auch einen solchen nachahmen könnten. Die Technik des "Stratix 10 TX" stammt von der Firma Altera, die Intel im Jahr 2015 für 16,7 Milliarden US-Dollar gekauft hatte. Inzwischen wurde Altera vollständig in Intel integriert und bildet dort die Sparte "Programmable Solutions Group".

 
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BGH: Adblocker bleiben legal

reported by doelf, Freitag der 20.04.2018, 16:04:59

Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat dem Axel Springer Verlag eine krachende Niederlage bereitet und den Einsatz und Vertrieb von Werbeblockern für rechtmäßig erklärt. Die Firma Eyeo, welche den Werbeblocker "AdBlock Plus" vertreibt, hat auf ganzer Linie gesiegt. Das ist toll für die Internetnutzer, zugleich aber auch problematisch für Online-Medien, die sich mit Werbung finanzieren.

Springer betrachtet das Geschäftsmodell von Eyeo als unlauteren Wettbewerb und hatte versucht, den Vertrieb von "AdBlock Plus" zu unterbinden. Dabei reibt sich der Verlag insbesondere an die Möglichkeit, "akzeptable Werbung" gegen Zahlung einer Umsatzbeteiligung an Eyeo per Whitelist freischalten zu lassen. Das Landgericht Köln stellte sich mit seinem Urteil vom 29. September 2015 (33 O 132/14) auf die Seite Eyeos, während das Oberlandgericht Köln am 24. Juni 2016 die Praxis des Freikaufens untersagte (6 U 149/15). Der Bundesgerichtshof erkennt indes auch hierin ein legales Geschäftsmodell und hebt das Verbot des Oberlandgerichts wieder auf (I ZR 154/16).

Wie der I. Zivilsenat erklärt, versucht Eyeo keinesfalls das Online-Angebot von Springer zu verdrängen, sondern hat ein berechtigtes Interesse an dessen Erfolg. Schließlich finanziert sich "AdBlock Plus" durch eine Umsatzbeteiligung an den Werbeeinnahmen. Die Auswirkungen des Programms seien nur mittelbar, da der Internetnutzer über dessen Einsatz entscheide und Eyeo keine Schutzvorkehrungen des Verlags unterlaufe. Der Bundesgerichtshof konnte zudem keine hinreichenden Anhaltspunkte für eine allgemeine Marktbehinderung oder eine Beeinträchtigung der Pressefreiheit erkennen. Statt gegen "AdBlock Plus" zu klagen, raten die Richter zum "Aussperren von Nutzern, die nicht bereit sind, auf den Einsatz des Werbeblockers zu verzichten".

Wir sehen das Urteil des Bundesgerichtshofs zwiespältig. Klar, Werbung nervt. Das immer aggressivere Tracking nervt sogar noch mehr. Zudem bremst Werbung die Webseiten aus, so dass sich VDSL zuweilen wie eine Modemverbindung mit 56 kbit/s anfühlt. Doch für viele kostenlose Internetangebote ist Werbung die einzige bzw. wichtigste Einnahmequelle. Auch Au-Ja.de lebt von seinen Werbeeinnahmen, wobei wir stets auf aggressive Werbeformen verzichtet haben und das Tracking soweit möglich unterbinden. Im Forum ist die Werbung auf Au-Ja.de aktuell wieder Anlass für eine Diskussion und wir freuen uns über jeden Vorschlag, der es uns ermöglicht, in Zukunft noch stärker auf Werbung zu verzichten!

 
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Google streicht "Allo" und will SMS durch "Chat" ersetzen

reported by doelf, Freitag der 20.04.2018, 13:14:07

iPhone-Nutzer verschicken ihre Nachrichten mit iMessage, dem Quasi-SMS-Nachfolger von Apple. Android-Nutzer benutzen indes ganz unterschiedliche Apps und vielen von ihnen ist Googles hauseigene Messaging-App "Allo" gänzlich unbekannt. Daher will Google "Allo" einstellen und "Chat" als SMS-Nachfolger etablieren.

Google hatte "Allo" erst im September 2016 gestartet und wollte mit seinem Sprachassistenten und künstlicher Intelligenz einen starken Herausforderer für WhatsApp und den Facebook Messanger etablieren. Doch bisher konnte "Allo" erst 50 Millionen Nutzer (Quelle: Wikipedia) gewinnen, weshalb die Weiterentwicklung der App nun eingestellt wurde. Ein Nachfolger ist laut Googles Anil Sabharwal nicht geplant, zumindest nicht in Form einer App.

Stattdessen hat sich Google mit den Telekommunikationsunternehmen auf einen SMS-Nachfolger geeinigt. Dieser soll unter dem Namen "Chat" vermarktet werden und basiert auf dem Standard "Rich Communication Services" (RCS). Als solcher soll Chat in "Android Messages" integriert werden und von Hause aus auf allen Android-Geräten verfügbar sein. Chat bietet neben Text auch Fotos und Videos, Empfangsbestätigungen sowie Gruppen-Chats. Was Chat allerdings nicht bieten wird, ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Interessanterweise hat die GSM Association, der Industrieverband der internationalen Mobilfunkanbieter, seit dem Jahr 2012 vergeblich versucht, einen SMS-Nachfolger auf Basis der "Rich Communication Services" zu etablieren. "Joyn", später auch "message+" oder einfach "RCS" genannt, hat die gleichen Funktionen wie "Chat". Auch "Joyn" muss ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auskommen und als Dienst der Telekommunikationsunternehmen können diese - wie bei SMS und MMS - Gebühren erheben.

Offenbar hat Google den alten Joyn-Wein in neue Schläuche gepackt, wobei die "Chat"-Mitteilungen wohl auf das Datenvolumen angerechnet werden. Letztendlich entscheiden aber die Telekommunikationsanbieter über die Preise und das Datum der Markteinführung. Allerdings werden die Kunden darüber entscheiden, ob sie für einen Standard ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung möglicherweise auch noch Geld bezahlen wollen. Und dabei dürfte die Antwort auf der Hand liegen.

 
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Kolumne: Die Russen sind da! Im Netzwerk! Bei all den anderen.

reported by doelf, Freitag der 20.04.2018, 10:44:17

Von ein paar Tagen sahen sich das US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS), die US-Bundespolizei (Federal Bureau of Investigation, FBI) und das britische Zentrum für Cybersicherheit (National Cyber Security Centre, NCSC) genötigt, vor unsicheren Netzwerken zu warnen. "Own the Router, Own the Traffic" heißt die Botschaft und die Router will man nicht russischen Staatshackern überlassen.

"Staatliche finanzierte Hacker aus Russland greifen Netzwerkgeräte an", ist die Warnung betitelt. Und daran gibt es auch keinen Zweifel: Russische Hacker versuchen immer wieder, in die Netzwerke von Firmen und Behörden einzudringen. Auch Privatleute können dabei unter die Räder geraten, denn über deren Geräte lassen sich oftmals ihre Arbeitgeber angreifen und zur Not nutzt man den übernommenen Router halt für DoS-Angriffe auf wichtige Infrastrukturen. Der Zugriff auf Online-Banking und - Shopping verspricht indes interessante Nebeneinkünfte und hilft zudem, die wahren Absichten der Hacker zu verschleiern.

Ebenfalls korrekt ist die Aussage, dass viele Netzwerke schlampig gewartet werden und oftmals veraltete und daher angreifbare Protokolle wie Telnet zum Einsatz kommen. Offene Ports und unverschlüsselte Kommunikation wirken auf Hacker allerdings wie eine Einladung. Und selbst wenn der Netzwerk-Admin seine Hausaufgaben gemacht hat, kann es dennoch kritische Sicherheitslücken sowie herstellerseitige Hintertüren in der Router-Firmware geben. Insbesondere Endkundengeräte werden von den Herstellern oftmals vernachlässigt und erhalten nur selten Firmware-Updates, die von den Benutzern dann noch weit seltener eingespielt werden.

Ist der Router erst einmal unter der Kontrolle der Angreifer, können diese sämtliche Kommunikation abgreifen, manipulieren und sogar ihre Spuren verwischen. Was DHS, FBI und NCSC in ihrem Traktat leider vergessen, ist die Tatsache, dass nicht nur die Russen diese Strategie verfolgen. Auch aus China, Nordkorea und dem Iran wurden immer wieder ähnliche Angriffe gefahren. Und dann wären da noch die NSA in den USA und der GCHQ in Großbritannien: Auch diese westlichen Geheimdienste prahlten in internen Dokumenten mit ihren Möglichkeiten, Netzwerke zu übernehmen. Dabei wurden Sicherheitslücken verwendet, welche die Dienste den Herstellern verschweigen.

Und tatsächlich ist die NSA sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Professionelle Netzwerkgeräte von Hersteller wie Cisco wurden auf dem Weg zum Kunden abzufangen und mit Hintertüren versehen. Während US-Dienste chinesischen Herstellern immer wieder ein solches Vorgehen vorwerfen, scheinen die eigenen Manipulationen mit dem stets präsenten Verweis auf die nationale Sicherheit gerechtfertigt zu sein. Gleiches gilt für staatliche finanzierte Spionage, welche neben der nationalen Sicherheit auch die heimische Wirtschaft in den USA und Großbritannien schützen soll. Hier wird ganz offensichtlich mit zweierlei Maß gearbeitet.

Was bleibt, ist der gerechtfertigte Aufruf, Netzwerke besser abzusichern - gegen Russen, Chinesen, Nordkoreaner, Iraner, US-Amerikaner, Briten, Franzosen, Deutsche und auch gegen ganz normale Kriminelle. Zudem wäre es wirklich hilfreich, wenn jene Stellen, die heute lautstark über unsichere Netzwerkkommunikation jammern, nicht immer wieder versuchen würden, sichere Verschlüsselungen und Protokolle zu untergraben!

 
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Beendet: "Opera VPN" läuft zum 30. April 2018 aus

reported by doelf, Donnerstag der 19.04.2018, 20:32:10

Und noch ein Eintrag auf der heutigen Streichliste: Zum 30. April 2018 lässt Opera seinen VPN-Dienst für Android und iOS auslaufen und wird die App "Opera VPN" aus den App-Stores entfernen. Der integrierte VPN-Dienst im Opera-Webbrowser, den die Norweger erst kürzlich auf eigene Server umgezogen hatten, ist hiervon nicht betroffen.

Opera hatte den VPN-Dienstleister SurfEasy im Frühjahr 2015 übernommen und dessen VPN-Dienst im September 2016 in seinen Webbrowser integriert. Dies ist seither ein Alleinstellungsmerkmal, welches Opera von seinen Mitbewerbern abhebt. Auch die "Opera VPN"-Apps basieren auf dem Dienst von SurfEasy. Im Juni 2017 verkaufte Opera SurfEasy an Symantec und stellte seinen Webbrowser im Dezember 2017 auf eigene VPN-Server um.

Warum dies nicht auch bei den VPN-Apps geschieht, erklärt das Unternehmen leider nicht. Stattdessen werden jene Kunden, die "Opera Gold" gekauft haben, an SurfEasy verwiesen. Dort sollen sie ein kostenloses 1-Jahres-Abonnement für "SurfEasy Ultra VPN" erhalten. "SurfEasy Ultra VPN" bietet unbegrenzte Nutzung auf bis zu fünf Geräten (Windows, macOS, iOS, Android und Amazon FireOS) mit einem Zugriff auf 28 Regionen. Dabei verspricht SurfEasy, auf die Erhebung von Log-Daten vollständig zu verzichten. Nutzer ohne Gold-Status erhalten beim Kauf von "SurfEasy Total VPN" einen Rabatt von 80 Prozent.

 
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Eingestellt: Die Apps von Navigon verschwinden im Mai

reported by doelf, Donnerstag der 19.04.2018, 20:03:56

Seit 25 Jahren ist Navigon ein fester Begriff im Bereich der Navigation, insbesondere die Apps für Android und iOS sind sehr beliebt und erfreuen sich guter Bewertungen. Dennoch zieht Garmin, seit 2011 der Besitzer von Navigon, nun einen Schlussstrich: Fast alle Navigon-Apps werden zum 14. Mai 2018 vom Markt verschwinden.

Garmin führt strategische Überlegungen als Grund an und betont, dass die Apps auch nach dem Verkaufsende weiter funktionieren werden - zumindest für einen Zeitraum von zwei Jahren. Dies gilt auch für das "Unlimited Navigation"-Paket. Auch alle In-App-Käufe bleiben solange erhalten. Wer Garmins Dienste oder Karten-Updates für einen Monat oder ein Jahr abonniert hat, kann diese bis zum Ablauf des Abonnements nutzen. Wichtig: Während das Abonnement bei iOS automatisch ausläuft, muss es unter Android vom Benutzer gekündigt werden! Der In-App-Verkauf und der Abschluss von Abonnements wird zusammen mit dem App-Verkauf zum 14. Mai 2018 eingestellt. Der Kundendienst soll allerdings auch danach noch erreichbar bleiben.

Wer sein Smartphone zurücksetzt oder zu einem neuen Smartphone wechselt, behält den Zugriff auf seine Navigon-Apps sowie auf alle damit gekauften Inhalte. Dies gilt allerdings nur, solange man beim selben Betriebssystem beleibt. Wer von Android zu iOS oder umgekehrt wechselt, muss die App neu kaufen und das ist nur bis zum 14. Mai 2018 möglich. Vorsicht ist auch bei neuen Betriebssystemversionen geboten: Da man nicht mehr mit einer Weiterentwicklung der Apps rechnen darf, können neue Anforderungen die aktuellen Apps teilweise oder gänzlich unbrauchbar machen.

Nur zwei Navigon-Apps bleiben über den 14. Mai 2018 hinaus erhalten: "NAVIGON select" für Telekom-Kunden und "Garmin HUD EU/NA" für die Nutzer von Garmin HUD Plus und BMW HUS. Garmin will diese beiden Apps weiterentwickeln und wird auch die In-App-Käufe für "NAVIGON select" beibehalten.

 
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AMD Ryzen 2000 (Pinnacle Ridge): Fit für Spiele

reported by doelf, Donnerstag der 19.04.2018, 17:36:03

AMD hat die zweite Ryzen-Generation (Codename: Pinnacle Ridge) am heutigen Donnerstag mit vier Modellen zwischen 199 und 329 US-Dollar in den Handel geschickt. Wie erste Tests zeigen, kann die verbesserten Zen-Architektur (Zen+) insbesondere bei Spielen punkten. Selbst das neue Einstiegsmodell Ryzen 5 2600 kann dort das bisherige Topmodell Ryzen 7 1800X (Listenpreis: 349 US-Dollar) schlagen.

Die Prozessoren der Generation "Pinnacle Ridge" werden von GlobalFoundries mit Strukturgrößen von 12 nm (Fertigungsprozess: 12LP FinFET) produziert. AMD nutzt den DIE-Shrink von 14 auf 12 nm allerdings nicht, um Strom zu sparen, sondern dreht stattdessen an der Taktschraube. Hierdurch überholt das neue Flaggschiff Ryzen 7 2700X den Ryzen 7 1800X um 100 bis 300 MHz, weist mit 105 Watt aber auch eine um 10 Watt höhere Abwärme auf. Auf einen Ryzen 7 2800X hat AMD verzichtet, eventuell will man ein solches Modell später noch nachschieben. Die übrigen Modelle bleiben im gewohnten TDP-Bereich von 95 (Ryzen 5 2600X) bzw. 65 Watt (Ryzen 7 2700, Ryzen 5 2600). Beim Ryzen 7 gibt es acht Kerne und 16 Threads, beim Ryzen 5 sechs Kerne und 12 Threads. Die 7er-Modelle verfügen über 4 MiB L2- und 16 GiB L3-Cache, bei den 5er-CPUs gibt es nur 3 MiB L2-Cache.

Die vier neuen Modelle und ihre Vorgänger:

  • Ryzen 7 1800X (8 Kerne/16 Threads; 3,6 - 4,0 GHz; 20 MiB L2/L3-Cache; 95 W TDP) - Listenpreis: 349 US-Dollar / Straßenpreis: 283 Euro
  • Ryzen 7 2700X (8 Kerne/16 Threads; 3,7 - 4,3 GHz; 20 MiB L2/L3-Cache; 105 W TDP) - Listenpreis: 329 US-Dollar / Straßenpreis: 319 Euro
  • Ryzen 7 1700X (8 Kerne/16 Threads; 3,4 - 3,8 GHz; 20 MiB L2/L3-Cache; 95 W TDP) - Listenpreis: 309 US-Dollar / Straßenpreis: 255 Euro
  • Ryzen 7 2700 (8 Kerne/16 Threads; 3,2 - 4,1 GHz; 20 MiB L2/L3-Cache; 65 W TDP) - Listenpreis: 299 US-Dollar / Straßenpreis: 289 Euro
  • Ryzen 7 1700 (8 Kerne/16 Threads; 3,0 - 3,7 GHz; 20 MiB L2/L3-Cache; 65 W TDP) - Listenpreis: 299 US-Dollar / Straßenpreis: 236 Euro
  • Ryzen 5 2600X (6 Kerne/12 Threads; 3,6 - 4,2 GHz; 19 MiB L2/L3-Cache; 95 W TDP) - Listenpreis: 229 US-Dollar / Straßenpreis: 225 Euro
  • Ryzen 5 1600X (6 Kerne/12 Threads; 3,6 - 4,0 GHz; 19 MiB L2/L3-Cache; 95 W TDP) - Listenpreis: 219 US-Dollar / Straßenpreis: 168 Euro
  • Ryzen 5 2600 (6 Kerne/12 Threads; 3,4 - 3,9 GHz; 19 MiB L2/L3-Cache; 65 W TDP) - Listenpreis: 199 US-Dollar / Straßenpreis: 195 Euro
  • Ryzen 5 1600 (6 Kerne/12 Threads; 3,2 - 3,6 GHz; 19 MiB L2/L3-Cache; 65 W TDP) - Listenpreis: 189 US-Dollar / Straßenpreis: 147 Euro

Mehr Takt...
Einen Grafikkern gibt es nicht, diesen bieten nur die APUs der Baureihe "Raven Ridge" (siehe: Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G). Diese APUs werden allerdings noch im 14-nm-Prozess gefertigt. AMD hat die Basistaktraten im Vergleich zur Vorgängergeneration um bis zu 300 MHz angehoben, die Turbotaktraten steigen um maximal 500 MHz. Beim Ryzen 5 2600X fällt der Zugewinn mit 0 MHz beim Basistakt und 200 MHz beim Turbotakt äußerst bescheiden aus, während das Aushängeschild Ryzen 7 2700X seinen Vorgänger um 300 und 500 MHz übertrifft. Mit "Precision Boost 2" hat "Pinnacle Ridge" zudem einen feiner abgestuften Turbo bekommen. Der zusätzliche Taktschub über XFR 2 (Extended Frequency Range) greift bei ausreichender Kühlung auch dann, wenn mehr als drei Kerne belastet werden. Um wieviel MHz es geht, sagt AMD jedoch nicht.

...weniger Latenzen
Eine Schwachstelle der ersten Ryzen-Generation waren die Cache- und Speicher-Latenzen, welche die Leistung in vielen Spiele-Wertungen drückten. Hier hat AMD massiv nachgebessert: Die L1-Latenz sinkt laut AMD um 13 Prozent, die der zweiten Cache-Ebene um 34 Prozent und die der dritten um 16 Prozent. Auch die Latenz des Arbeitsspeichers konnte AMD bei gleicher Taktrate um elf Prozent reduzieren. Zusätzlich unterstützt der zweikanalige Speicher-Controller nun DDR4-2933 (PC4-23466U), womit die Speicherbandbreite von 42,7 auf 46,9 GB/s wächst. Hinsichtlich des maximalen Speicherausbaus bleibt es bei 64 GiB. Auch die PCIe-Ausstattung - 24 Lanes der dritten Generation, davon 16 für die Grafikkarte - bleibt unverändert. "Pinnacle Ridge" nutzt den Sockel AM4 und läuft nach einem UEFI-Update auch auf Motherboards mit den AMD-Chipsätzen X370, B350 und A320. Von Hause aus geeignet sind Hauptplatinen mit den neuen Chipsätzen X470 und B450.

Straßenpreis und erste Tests
In AMDs Preisliste fallen die Aufschläge mit maximal 20 US-Dollar recht bescheiden aus, doch bei der ersten Ryzen-Generation liegen Listen- und Straßenpreise so weit auseinander, dass man für die neuen CPUs derzeit zwischen 48 und 64 Euro mehr zahlen muss. Allerdings zeigen erste Tests, dass diese Preisunterschiede durchaus gerechtfertigt sind:

 
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Gestrichen: Office 2019 kommt ohne neues OneNote

reported by doelf, Donnerstag der 19.04.2018, 15:14:26

Das in Hinblick auf seinen Funktionsumfang noch immer recht dürftige "OneNote für Windows 10" wird das in Microsofts Office-Paket enthaltene "OneNote 2016" ersetzen. Ein "OneNote 2019" wird es definitiv nicht mehr geben und das für das zweite Halbjahr angekündigte Microsoft Office 2019 wird ausschließlich unter Windows 10 laufen.

Im Rahmen von "Windows as a service" schneidet Microsoft immer mehr alte Zöpfe ab und erwartet von seinen Kunden mehr Flexibilität. Ein Opfer dieser Umstellung ist "OneNote 2016", dessen Weiterentwicklung eingestellt wurde. Wer "Office 365" oder "Office 2019" einsetzt, soll in Zukunft zu "OneNote für Windows 10" greifen, denn diese UWP-App nutzt bereits die neue Sync-Engine, welche Microsoft in Zukunft auch für seine Web-Applikationen sowie unter Android, macOS und iOS verwenden will. Doch während eine gemeinsame Basis und ein besserer Datenabgleich zwischen Windows 10, Android, macOS und iOS durchaus Sinn machen, fallen ältere Windows-Versionen über Bord - die "Universal Windows Platform" gibt es nämlich erst seit Windows 10.

Microsoft betont, dass "OneNote für Windows 10" inzwischen "schneller und zuverlässiger" läuft. Zudem sollen fehlende Funktionen wie das Tagging über die kommenden Monate nachgerüstet werden. Gespeichert wird aber nicht mehr lokal, sondern grundsätzlich auf OneDrive. Wer damit nicht einverstanden ist, kann bei "OneNote 2016" bleiben. Wer ein Upgrade auf "Office 2019" einspielt, kann "OneNote 2016" behalten und soll noch bis Oktober 2020 mit Sicherheits-Updates versorgt werden. Kunden mit "Extended Support" werden diese Updates sogar noch bis Oktober 2025 erhalten. Für Neuinstallationen von "Office 365" oder "Office 2019" gilt indes, dass "OneNote 2016" nicht mehr automatisch mitinstalliert wird - der Nutzer muss es extra auswählen.

Microsoft erhöht abermals den Druck, um seine Kunden zum Umstieg auf Windows 10 und damit auf "Windows as a service" zu bewegen. Dabei riskieren die Redmonder allerdings, dass bei vielen Kunden neben den Windows-Installationen zukünftig auch die Office-Versionen veralten. Genau wie heute noch viele Firmen und Behörden auf Windows XP und Office 2003 festhängen, werden sich viele Nutzer noch über Jahre an Windows 7 und Office 2016 klammern. Und ein Grund wird sein, dass Microsoft immer wieder den selben Fehler macht und halbfertige Produkte auf den Markt wirft, als hätte man nichts aus Windows RT und Windows Phone 7 gelernt. Dem Kunden ist es nämlich völlig egal, ob eine neue App auf UWP basiert, solange sie keinen vergleichbaren Funktionsumfang bietet.

 
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LibreELEC (Krypton) 8.2.5 MR

reported by doelf, Donnerstag der 19.04.2018, 12:51:23

Eigentlich sollte LibreELEC 8.2.1 MR (MR = Maintenance Release) die finale Fassung der minimalistischen Linux-Distribution rund um die beliebte Medien-Center-Software Kodi 17 (Krypton) sein, doch inzwischen liegt die Version 8.2.5 MR zum Download bereit. Diese umfasst Firmware-Updates für den neuen Raspberry Pi 3 B+, welche sich um mehrere Probleme kümmern.

Die Raspberries unterstützen jetzt den Allo DigiOne DAC und die WeTek-Images sind fit für die Fernbedienung der WeTek Pro. Ein Update für U-Boot ermöglicht ein wenig Übertakten beim Odroid C2 und für x86-PCs gibt es neue NVIDIA-Treiber (Version 390.42 bzw. Version 340.106 für Legacy-Produkte). Darüber hinaus wurde ein Problem mit der MCE-Fernbedienung behoben.

Download: LibreELEC 8.2.5 MR

 
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LibreOffice 6.0.4: Erster Release Candidate

reported by doelf, Donnerstag der 19.04.2018, 10:24:51

Der erste Veröffentlichungskandidat von LibreOffice 6.0.4 liegt für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Seit der Version 6.0.3 wurden 83 Korrekturen vorgenommen, darunter finden sich allerdings nur zwei potentielle Absturzursachen sowie ein Programmhänger. Das finale LibreOffice 6.0.4 soll in der zweiten Maiwoche erscheinen.

Stabilität und Funktionalität
So bleibt LibreOffice nicht mehr hängen, wenn man versucht ein Dialogfenster zu öffnen, während das gesamte Blatt ausgewählt ist. Einer der behobenen Abstürze tritt auf, wenn man ein Fotoalbum, welches ein .MOV-Video enthält, einfügt. Der zweite geschieht beim Abfragen der Zwischensummen zweier Gruppen, für die der Vorsortierbereich aktiviert ist. Eine Regression hatte dazu geführt, dass LibreOffice 6.0 weit größere Dateien erstellte als die Vorgängerversion 5.4. Die Ursache, das Einbeziehen doppelter bzw. überflüssiger Bilder, wurde erkannt und beseitigt. Beim Ausdruck wird gedrehter Text ausgegeben, was bisher nicht immer der Fall war. Die Schriftart Carlito kann wieder genutzt werden und unter Windows 10 verschwindet die Schriftart Noto während der Installation von LibreOffice 6 nicht mehr. Die Präsentationssoftware Impress hatte zuletzt Klangeffekte vergessen und bei bildschirmfüllenden Diashows blieb die Notebookbar sichtbar. Auch diese beiden Probleme werden mit LibreOffice 6.0.4 verschwinden.

Fortschritte hinsichtlich der Dateikompatibilität
Für den RTF-Import wurde die umgekehrte Deduplizierung für Listen implementiert und bei ODF 1.2 werden nun Host-use-Wildcards unterstützt. Gleich mehrere Korrekturen sollen das Erstellen fehlerhafter .PPTX-Dateien verhindern und auch eine ungewollte Invertierung von Farben wurde für diese Präsentationen behoben. Bei .DOCX-Dokumenten geht die Nummerierung eingefügter Überschriften nicht mehr verloren, unerwünschte Leerzeilen fallen weg und die Umbrüche in Textboxen entsprechen nun denen von Microsoft Office. Beim Import von .DOCX-Dateien entsprechen die Abstände bei Absätzen mit verankerten Objekten jenen in Word 2013 und auch der obere Rand wurde korrigiert. Lose Objekte sollen die Position von Absätzen nicht mehr verschieben und der Hintergrund von Tabellenzellen rutscht nicht mehr unter Hintergrundformen. Bei .XLSX-Tabellen haben Kuchendiagramme mit 3D-Optik keinen grauen Hintergrund mehr, wenn man sie mit Excel 2013 öffnet, und der Nebenachsenabstand wurde besser an Microsoft Office angepasst. Darstellungsprobleme bei Grafiken im Windows-Metafile-Format EMF+ wurden ebenfalls korrigiert und Impress lädt wieder verknüpfte .SVG-Grafiken.

Download: LibreOffice 6.0.4 RC 1

 
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Cambridge Analytica: Daten von Facebook, Breitbart und GoSkippy

reported by doelf, Mittwoch der 18.04.2018, 13:54:13

Die Meinungsmacher der Firma "Cambridge Analytica" hatten Zugriff auf weit mehr Daten als bisher gedacht: Brittany Kaiser, eine zweite Whistleblowerin, die zwischen 2015 und 2018 für das Unternehmen gearbeitet hatte, erklärte vor einem britischen Untersuchungsausschuss, dass weitere Facebook-Daten über das Quiz "Sex Compass" gesammelt wurden. Zudem habe man die Besucherdaten von Breitbart und die Kundendaten der Versicherungsgruppe GoSkippy/Eldon Insurance genutzt.

Kaiser, die im schottischen Edinburgh internationale Beziehungen und Menschenrechte studiert hat, stieß Ende 2014 als Beraterin in Teilzeit zu "Strategic Communications Laboratories" (SCL), der Mutterfirma von "Cambridge Analytica". Ihr Interesse wurde durch ein Projekt geweckt, welches beim Wiederaufbau der von Ebola betroffenen Länder helfen sollte. Ab Februar 2015 arbeitete Kaiser Vollzeit für SCL als "Direktorin für die Geschäftsentwicklung", wobei es primär um Verkaufsgespräche mit potentiellen Kunden aus der Politik und Wirtschaft ging. Trotz des vollmundigen Titels gehörte Kaiser nach eigener Aussage nicht zum Management und hatte auch nichts mit der Datenauswertung zu tun. Kaiser will von den Machenschaften des Unternehmens nichts gewusst haben, sie verließ SCL im Januar 2018. Als dann erste Enthüllungen in der Presse zu lesen waren, nahm Kaiser eine Neubewertung ihrer Geschäftskorrespondenz vor und kontaktiert die britische Tageszeitung "The Guardian".

Versicherung soll Kundendaten für die Brexit-Kampagne geliefert haben
Aus britischer Sicht ist die Zusammenarbeit von SCL mit der Bewegung Leave.EU besonders brisant, denn die Daten für die Pro-Brexit-Kampagne lieferte offenbar die Versicherungsgruppe GoSkippy/Eldon Insurance. Dies wäre aus Perspektive des Datenschutzes widerrechtlich, denn wer seine Daten zur Erstellung eines Versicherungsangebots übermittelt, tut dies zweckgebunden. Kaum ein Brite wird vermutet haben, dass ein Versicherungsunternehmen seine Kundendaten an die Pro-Brexit-Kampagne weitergibt bzw. dass ein und der selbe Call-Center Werbeanrufe für die Versicherung und Leave.EU tätigt. Dass auch die "UK Independence Party" (UKIP) die Daten ihrer Mitglieder für die Kampagne bereitstellte, mag nachvollziehbar sein, doch auch hier hatte es wohl keine entsprechende Einverständniserklärung der Mitglieder gegeben. Zudem wurde das Wahlrecht verletzt, da UKIP und Leave.EU ihre Zusammenarbeit mit SCL der Wahlkommission verschwiegen hatten.

Arron Banks, der Chef der Versicherungsgruppe GoSkippy/Eldon Insurance, hatte sich im Anschluss geweigert, die Dienste von "Cambridge Analytica" zu bezahlen. Ob dennoch Geld von Banks über UKIP an SCL geflossen ist, wie einige Medien berichten, ist derzeit noch unklar. Letztendlich beauftragte Banks nicht SCL mit der Leave.EU-Kampagne, sondern gründete eine neue Datenanalysefirma namens "Big Data Dolphins". Wie Kaiser schreibt, hatte diese eng mit Datenwissenschaftlern der Universität von Mississippi zusammengearbeitet. Falls dabei Daten von britischen Bürgern in die USA übermittelt wurden, wäre dies eine Straftat. Banks selbst bestreitet alle Vorwürfe und bezeichnet Kaiser als Lügnerin. Ein Sprecher von Banks wittert gar eine Verschwörung, um die Rechtmäßigkeit der Brexit-Abstimmung zu untergraben.

Weit mehr Facebook-Nutzer betroffen?
Der Whistleblower Christopher Wylie, der ebenfalls für "Cambridge Analytica" und SCL gearbeitet hatte, hatte bereits über den Zugriff auf Facebook-Daten berichtet. Dabei ging es um die App "thisisyourdigitallife" von Dr. Aleksandr Kogan, welche im Jahr 2014 die Daten von rund 270.000 Facebook-Nutzern und deren Kontakten gesammelt hatte. Laut Facebook könnten bis zu 87 Millionen Nutzer betroffen sein. Obwohl die Datenweitergabe von Kogan im Jahr 2015 aufgeflogen war und sich Cambridge Analytica/SCL zur Vernichtung der unrechtmäßig erworbenen Daten verpflichtet hatte, warb das Unternehmen auch danach noch offensiv mit seinem Zugang zu Facebook-Daten. Auch Kaiser sollte dies in ihren Verkaufsgesprächen immer wieder betonen.

Laut Kaiser sammelte "Cambridge Analytica" auch ohne rechtliche Grundlage so viele Daten wie möglich, um diese zu verarbeiten und weiterzuverkaufen. Sie vergleicht die Vorgehensweise mit einem "Wild West"-Szenario. Auf Facebook habe "Cambridge Analytica" die Nutzerdaten mit einer breiten Palette von Umfragen abgefischt. Abgesehen von Kogans thisisyourdigitallife sei beispielsweise das Quiz "Sex Compass" zum Einsatz gekommen. Kaiser vertritt daher die Ansicht, dass die Zahl der betroffenen Nutzer weit höher als 87 Millionen liege. Zudem zweifelt sie an, dass ihr damaliger Arbeitgeber überhaupt irgendwelche Daten gelöscht habe. E-Mails, welche sie dem Untersuchungsausschuss übergeben hat, scheinen dies zu belegen. Zudem deuten diese an, dass Facebook den massenhaften Datenabfluss über die Programmierschnittstelle (API) auch nach April 2015 nicht im Griff hatte.

Breitbart-Besucher ausgewertet
"Cambridge Analytica" hatte sich im Jahr 2016 den exklusiven Zugriff auf die Besucherdaten des rechtsradikalen Nachrichtenportals Breitbart gesichert. Insbesondere dessen Leserschaft machte das Unternehmen für die republikanische Partei und deren Präsidentschaftskandidaten Donald Trump sehr attraktiv. Die Breitbart-Daten wurden für Trumps Kampagne genutzt, wobei die Zahl der betroffenen US-Nutzer auch hier zumindest im zweistelligen Millionenbereich liegt. Kaiser wirft in diesem Zusammenhang auch die Frage nach dem britischen Ableger "Breitbart London" auf, bei dem UKIP-Politiker Schlüsselrollen innehatten und Stimmung für den EU-Austritt Großbritanniens machten.

Eine finstere Bestandsaufnahme
Brittany Kaiser hat inzwischen eine Kehrtwende um 180 Grad gemacht und die #OwnYourData-Kampagne ins Leben gerufen. Ihrer Erfahrung nach bedeutet Datenreichtum, dass sich Regierungen, Firmen und wohhabende Personen ohne Probleme umfassende Datensätze kaufen und diese für ihre Zwecke nutzen können. Überall würden Daten gesammelt und Menschen verfolgt - ob online durch ihr Suftverhalten oder in der Realität durch Positionsdaten oder ihre Einkäufe. Insbesondere solziale Netzwerke seinen darauf ausgelegt, die Menschen zum Generieren großer Datenmengen zu animieren. Doch statt Menschen mit einander zu verbinden, würden dabei immer tiefere Gräben aufgerissen und die die Privatsphäre sei inzwischen nur noch ein Mythos.

 
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Firefox 60 Beta 13 wartet auf Tester

reported by doelf, Mittwoch der 18.04.2018, 09:17:05

Die 13. Beta-Version des Firefox 60 liegt für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Diese umfasst die neue "Policy Engine", ein Richtlinienmodul zur Konfiguration und Anpassung des Firefox, welches sich primär an Unternehmen, Behörden und Bildungsträger richtet. Und da solche Einrichtungen zumeist zum "Extended Support Release" (ESR) greifen, dient der Firefox 60 als Grundlage für eine neue Version mit Langzeitunterstützung.

Wichtige Änderungen für ESR-Nutzer
Mit Hilfe des neuen Richtlinienmoduls vereinfacht sich die Einrichtung des Firefox, wenn dieser auf zahlreichen PCs installiert und gewartet werden soll. Mozilla unterstützt grundsätzlich jedes Werkzeug, mit dem sich Richtlinien setzen lassen, und hat dabei auch die Windows Group Policy im Visier. Die Version 60 wird noch eine begrenzte Anzahl von Richtlinien bieten, welche die Entwickler in den kommenden Versionen weiter ausbauen wollen. Eine wichtige Änderung dürfen ESR-Nutzer aber nicht aus den Augen verlieren: Der Firefox 60 lässt nur noch Erweiterungen zu, welche auf der WebExtensions-API basieren. Während der Firefox 57 die alten Plugin-Zöpfe bereits im Dezember 2017 abgeschnitten hatte, lassen sich diese im Firefox 52 ESR weiterhin nutzen. Wer noch auf die Umstellung einer alten Erweiterung wartet, sollte daher vorerst beim Firefox 52 ESR bleiben. Dieser wird noch bis zum 28. August 2018 mit Updates versorgt, an diesem Tag soll der Firefox 60.2.0 ESR veröffentlicht werden.

Weitere Neuerungen und Änderungen
Auch abseits der "Policy Engine" hat der Firefox 60 einige Neuerungen zu bieten: Mit "Web Authentication" wird ein neuer Standard, welcher Passwörter durch USB-Token ersetzen soll, unterstützt. Eine vorläufige Fassung der neuen Schnittstelle hatte das "World Wide Web Consortium" (W3C) am 20. März 2018 verabschiedet. Die beim Firefox Quantum (Version 57) eingeführte CSS-Engine wird nun nicht nur für Webinhalte, sondern auch zur Darstellung der Benutzeroberfläche des Programms verwendet. Mit Okzitanisch (oc) wurde zudem eine lokale Sprache, welche in Südfrankreich und Katalonien gesprochen wird, ergänzt.

Darüber hinaus gibt es ein paar Änderungen: Unter Windows hat die Leseansicht F9 als neues Tastaturkürzel erhalten. Für ein und dieselbe URL lassen sich nur noch dann mehrere Lesezeichenschlüsselwörter setzen, wenn die Anforderung andere POST-Daten aufweist. Wenn man die Webcam für eine Webseite deaktiviert, schaltet der Firefox die Kamera nebst Status-LED aus. Erst wenn man die Aufnahme fortsetzt, geht auch die Status-LED wieder an. Entwickler, die den "Responsive Design Mode" nutzen, können nun gezielt steuern, ob eine Webseite neu geladen werden soll. Für IndexedDB-Transaktionen kann man nun auch Promise-Objekte verwenden. Die Fertigstellung des Firefox 60 ist für den 8. Mai 2018 geplant.

Download: Firefox 60 Beta 13

 
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Windows-Klon: ReactOS 0.4.8 ist fertig

reported by doelf, Dienstag der 17.04.2018, 16:25:12

Der quelloffene Windows-Klon ReactOS liegt in der Version 0.4.8 zum Download bereit. ReactOS 0.4.8 ist die zweite Veröffentlichung des Projekts im neuen Git/GitHub-Repository, zuvor hatte man Subversion genutzt. Der Wechsel zu GitHub hat das Interesse an ReactOS merklich belebt, diesmal gab es 209 neue Pull-Anfragen und 1.094 Änderungen. Unter der Haube wurde ReactOS für neuere Windows-Programme angepasst, während man auf der Oberfläche fehlende Funktionen nachgerüstet hat.

Die Benutzeroberfläche
Obwohl die Anfänge von ReactOS bis ins Jahr 1996 - damals nannte sich das Projekt noch FreeWin95 - zurückreichen, ist das Betriebssystem nach wie vor eine große Baustelle. Dies zeigt sich an vielen offensichtlichen Fehlern und fehlenden Funktionen, welche ReactOS seit Jahren begleiten, da die Entwickler sehr viel Zeit in den Kernel und die Umsetzung grundlegender Funktionen gesteckt hatten. Um interessierte Tester nicht weiter zu frustrieren, wird seit ein paar Monaten verstärkt an solchen Problemen gearbeitet, was sich insbesondere an der Benutzeroberfläche zeigt. Beispielsweise lässt sich die Task-Leiste endlich automatisch verbergen oder immer im Vordergrund halten. Die TNA gibt über die von Windows bekannten Sprechblasen Meldung und wenn ein Prozess beendet wird - entweder geplant oder durch einen Absturz - verschwindet das dazugehörige Symbol aus der TNA. Auf dem Desktop lassen sich mehrere Icons gleichzeitig auswählen, Laufwerke und Ordner offenbaren ihren Speicherplatz, zudem kann man Dateien und Ordner zuverlässig löschen und umbenennen. Man kann jetzt auch Netzwerklaufwerke abmelden, Datenträger auswerfen und für die Shell gibt es eine Autovervollständigung. Grafikfehler wurden beseitigt und die Anzeige von längeren Texten wurde stark beschleunigt. Wenn man die Sprache ändert, passt ReactOS 0.4.8 die Schriftart, Uhrzeit und Datum an, was bisher nicht der Fall war. Oder anders formuliert: So langsam wird die Benutzeroberfläche von ReactOS benutzbar.

ReactOS 0.4.8

Fit für neue Windows-Software
Mit FreeWin95 hatte das Projekt einst die Kompatibilität zu Windows 95 gesucht, als ReactOS wurde dann der Fokus auf Windows NT 4.0 und später auf Windows XP (NT5) verlagert. Neuere Software, die ausschließlich für Windows Vista (NT6) und später entwickelt wurde, war bisher nicht lauffähig. Dies hat sich mit ReactOS 0.4.8 geändert, wobei die Unterstützung von NT6-Software derzeit noch als experimentell zu betrachten ist. Anwendungen wie Quicktime für Windows Vista/7 laufen bereits. Beim Einsatz nativer Grafiktreiber hatten bei der Vorgängerversion einige Spiele aufgrund eines DirectX-Fehlers gestreikt, dieser wurde in der Version 0.4.8 korrigiert. Ein neues Werkzeug soll indes bei der zukünftigen Entwicklung von ReactOS helfen: Es funktioniert ganz ähnlich wie DrWatson32 und erzeugt eine Log-Datei, wenn eine Applikation abstürzt. Dieser Fehlerbericht wird ganz pragmatisch auf dem Desktop abgelegt. Für eine bessere Stabilität sorgen Arbeiten am Dateisystem sowie an der Speicher- und Cache-Verwaltung. Die Cache-Verwaltung bietet nun auch "Lazy Writing" und "Read Ahead", wodurch die Latenzen bei Dateizugriffen sinken. Korrekturen am Bootloader und der ACPI-Unterstützung sollen derweil die Kompatibilität verbessern.

ReactOS 0.4.8

Treiber und Drittsoftware
Auf der Treiberseite wurden virtuelle Treiber für CD- und Diskettenlaufwerke ergänzt. Zugleich konnte ein Fehler behoben werden, der auf älterer Hardware sowie bei virtuellen Rechnern einen Start verhinderte, wenn eine leere Floppy gefunden wurde. Der CDFS-Treiber wurde ausgetauscht. Dabei wurde ein Fehler gefunden, welcher auch Windows betrifft und der somit an Microsoft weitergereicht wurde. Auch beim PNP- und IRP-Handling wurden einige Korrekturen vorgenommen. Der neue NTFS-Treiber ist endlich einsatzbereit und kann erstmals nicht nur lesen sondern auch schreiben. Das Schreiben auf NTFS-Partitionen ist allerdings noch experimentell und muss zunächst über die Registrierungsdatei freigeschaltet werden. ReactOS 0.4.8 ist eng mit anderen Projekten verknüpft und teilt sich Code mit Wine 3.0, Freetype 2.9 und Ext2 0.69. Insgesamt haben die Entwickler diesmal 340 Fehlermeldungen abgearbeitet. Die nächste Veröffentlichung von ReactOS ist für Juli 2018 geplant.

Download: ReactOS 0.4.8 als Boot- oder Live-CD

 
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Windows 10 Creators Update (1803): Insider Preview Build 17134

reported by doelf, Dienstag der 17.04.2018, 11:23:59

Fünf Tage nach der ausgefallenen Veröffentlichung von Windows 10 Creators Update (Version 1803) und der anschließenden Degradierung des Insider Preview Build 17133 soll nun der Build 17134 die Kohlen aus dem Feuer holen. Microsoft bezeichnet den Insider Preview Build 17134 als "Redstone 4", was ihn als neue RTM-Version (Release to Manufacturing) kennzeichnet. Aktuell wird er nur an Insider im Fast-Ring verteilt.

Mit dem Windows 10 Insider Preview Build 17133 hatte Microsoft eigentlich schon am 27. März eine erste RTM-Version (Release to Manufacturing) gekürt und diese an die Insider im Fast-Ring verteilt. Drei Tage später ging diese Version auch an die Nutzer im konservativeren Slow-Ring und seit dem 5. April kamen auch erste Benutzer im Release-Preview-Ring in den Genuss dieses Builds. Letzte Woche folgte dann das Update KB4100375, mit dem die Build-Nummer auf 17133.73 anstieg. Diese Aktualisierung kümmerte sich um eine PDF-Sicherheitslücke im Webbrowser Edge, lieferte die sicherheitsrelevanten Korrekturen des April-Patch-Day und kümmerte sich um ein seltenes Problem, das den Internet Explorer an der Erkennung benutzerdefinierter Steuerelemente hinderte.

Damit hätte der Build 17133.73 eigentlich ausgeliefert werden können, doch es gab noch erhebliche Probleme mit der Zuverlässigkeit. Wie Dona Sarkar und Brandon LeBlanc von Microsoft erklären, produzierten die Builds der 17133-Reihe unerwartet viele Bluescreens, also Systemabstürze. Statt ein weiteres Update-Paket zu schnüren, entschloss man sich in Redmond, den Build 17133 zu degradieren und eine neue RTM-Version zu erstellen. Nachdem diese intern erfolgreich getestet wurde, startete gestern Abend die Verteilung an erste Insider im Fast-Ring. Sofern keine unerwarteten Probleme auftauchen, sollen die Verteilerringe Slow und Release Preview in den kommenden Tagen folgen. Die allgemeine Veröffentlichung könnte mit etwas Glück noch vor Ende April stattfinden.

 
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CDex 2.01 ist fertig

reported by doelf, Dienstag der 17.04.2018, 10:52:04

CDex ist unserer Ansicht nach der beste CD-Ripper für Windows. Das von Georgy Berdyshev entwickelte Programm steht unter der GNU General Public License (GPL). Aber Obacht, es gibt zwei Varianten: Verwendet man den Installer, muss man unerwünschte Zusatzprogramme aktiv abwählen! Bei unserer Probeinstallation von CDex 2.01 wurde das Browser-Add-on "Web Security", welches als Adware gilt, angeboten.

CDex 2.01 behebt mehrere Fehler, wobei die Entwickler auf deren Natur nicht weiter eingehen. Darüber hinaus wurden die quelloffenen Codec-Pakete Ogg und Vorbis aktualisiert. Ogg ist nun in der Version 1.3.3 enthalten, welche einen Fehler beim Umgang mit beschädigten Paketen korrigiert. Wichtiger erscheint Vorbis 1.3.6, da dieses Update drei Sicherheitslücken - CVE-2018-5146, CVE-2017-14632 und CVE-2017-14633 - schließt.

Ein Problem besteht weiterhin: Wenn man zuerst CDex startet und dann eine Audio-CD einlegt, kann es passieren, dass Windows 10 den Dialog "Datenträger einlegen" anzeigt und die CD gleich wieder auswirft. Dies geschieht nicht, wenn man zuerst die Audio-CD einlegt und erst danach CDex aufruft. Wurde die erste CD sauber geladen, kann man im Anschluss auch weitere CDs einlegen, ohne dass Windows dazwischenfunkt.

Download: CDex 2.01

 
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AMD: Die zweite Ryzen-Generation ist (fast) da

reported by doelf, Montag der 16.04.2018, 17:15:49

AMD hat die Spezifikationen und Preise für die zweite Ryzen-Generation (Codename: Pinnacle Ridge), welche am Donnerstag (19. April 2018) in den Handel kommt, bekannt gegeben. Pinnacle Ridge basiert auf einer verbesserten Zen-Architektur (Zen+) und wird von GlobalFoundries mit Strukturgrößen von 12 nm (Fertigungsprozess: 12LP FinFET) produziert.

Wer erwartet, dass mit dem DIE-Shrink von 14 auf 12 nm der Stromverbrauch des Ryzen weiter sinkt, hat sich geirrt: Das neue Spitzenmodell Ryzen 7 2700X setzt mit 105 Watt sogar zehn Watt auf die bisherigen Flaggschiffe drauf. Dies wird vermutlich auch der Grund sein, warum AMD vorerst auf einen Nachfolger des Ryzen 7 1800X verzichtet. Ein Ryzen 7 2800X dürfte erst folgen, sobald der 12-nm-Prozess weiter perfektioniert ist und eine Turbotaktrate von 4,5 GHz innerhalb eines TDP-Bereichs von 105 Watt erlaubt.

Die vier neuen Modelle und ihre Vorgänger:

  • Ryzen 7 1800X (8 Kerne/16 Threads; 3,6 - 4,0 GHz; 20 MiB L2/L3-Cache; 95 W TDP) - Listenpreis: 349 US-Dollar / Straßenpreis: 285 Euro
  • Ryzen 7 2700X (8 Kerne/16 Threads; 3,7 - 4,3 GHz; 20 MiB L2/L3-Cache; 105 W TDP) - Listenpreis: 329 US-Dollar / Straßenpreis: 319 Euro
  • Ryzen 7 1700X (8 Kerne/16 Threads; 3,4 - 3,8 GHz; 20 MiB L2/L3-Cache; 95 W TDP) - Listenpreis: 309 US-Dollar / Straßenpreis: 257 Euro
  • Ryzen 7 2700 (8 Kerne/16 Threads; 3,2 - 4,1 GHz; 20 MiB L2/L3-Cache; 65 W TDP) - Listenpreis: 299 US-Dollar / Straßenpreis: 289 Euro
  • Ryzen 7 1700 (8 Kerne/16 Threads; 3,0 - 3,7 GHz; 20 MiB L2/L3-Cache; 65 W TDP) - Listenpreis: 299 US-Dollar / Straßenpreis: 237 Euro
  • Ryzen 5 2600X (6 Kerne/12 Threads; 3,6 - 4,2 GHz; 19 MiB L2/L3-Cache; 95 W TDP) - Listenpreis: 229 US-Dollar / Straßenpreis: 225 Euro
  • Ryzen 5 1600X (6 Kerne/12 Threads; 3,6 - 4,0 GHz; 19 MiB L2/L3-Cache; 95 W TDP) - Listenpreis: 219 US-Dollar / Straßenpreis: 170 Euro
  • Ryzen 5 2600 (6 Kerne/12 Threads; 3,4 - 3,9 GHz; 19 MiB L2/L3-Cache; 65 W TDP) - Listenpreis: 199 US-Dollar / Straßenpreis: 195 Euro
  • Ryzen 5 1600 (6 Kerne/12 Threads; 3,2 - 3,6 GHz; 19 MiB L2/L3-Cache; 65 W TDP) - Listenpreis: 189 US-Dollar / Straßenpreis: 149 Euro

Wie obige Liste zeigt, bleibt es bei maximal 8 Kernen und 16 Threads. Die 7er-Modelle verfügen über 4 MiB L2- und 16 GiB L3-Cache, bei den 5er-CPUs gibt es nur 3 MiB L2-Cache. AMD hat die Basistaktraten im Vergleich zur Vorgängergeneration um bis zu 300 MHz angehoben, die Turbotaktraten steigen um maximal 500 MHz. Beim Ryzen 5 2600X fällt der Zugewinn mit 0 MHz beim Basistakt und 200 MHz beim Turbotakt äußerst bescheiden aus, während der Ryzen 7 2700X seinen Vorgänger um 300 und 500 MHz übertrifft. Offenbar soll das neue Aushängeschild die Lorbeeren einfahren und dafür nimmt AMD einen höheren Stromverbrauch in Kauf.

Der zweikanalige Speicher-Controller unterstützt nun DDR4-2933 (PC4-23466U), womit die Speicherbandbreite von 42,7 auf 46,9 GB/s ansteigt. Hinsichtlich des maximalen Speicherausbaus bleibt es bei 64 GiB. Auch die PCIe-Ausstattung - 24 Lanes der dritten Generation, davon 16 für die Grafikkarte - bleibt unverändert. Pinnacle Ridge nutzt - wie sein Vorgänger - den Sockel AM4 und läuft nach einem UEFI-Update auch auf Motherboards mit den AMD-Chipsätzen X370, B350 und A320. Von Hause aus geeignet sind Hauptplatinen mit den neuen Chipsätzen X470 und B450.

Die zweite Ryzen-Generation wirkt auf den ersten Blick recht unspektakulär, denn der Wechsel zur 12-nm-Fertigung scheint außer leichten Taktsteigerungen nicht viel zu bringen. Diese würde man zwar gerne mitnehmen, aber nicht für die Aufschläge, welche die Händler aktuell von den Vorbestellern verlangen. Leider sind diese Straßenpreise nicht einmal aus der Luft gegriffen, sondern orientieren sich an AMDs offiziellen Listenpreisen. In der Preisliste fallen die Aufschläge mit maximal 20 US-Dollar recht bescheiden aus, doch bei der ersten Ryzen-Generation liegen Listen- und Straßenpreise so weit auseinander, dass man für die neuen CPUs zwischen 46 und 62 Euro mehr zahlen muss. Ob sich das lohnt, müssen erste Tests zeigen.

Quelle: www.amd.com
 
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Windows 10 Creators Update (1803): Neuer RTM-Build notwendig

reported by doelf, Montag der 16.04.2018, 14:46:01

Ein schwerwiegender Fehler hatte am 11. April 2018 die Auslieferung des neuen Windows 10 Creators Update (1803) verhindert. Nun steht fest: Es wird eine neue RTM-Version (Release to Manufacturing) benötigt, wodurch sich die Freigabe noch um ein paar Wochen verzögern wird.

Mit dem Windows 10 Insider Preview Build 17133 (Redstone 4) hatte Microsoft eigentlich schon am 27. März eine RTM-Version (Release to Manufacturing) gekürt und diese an die Insider im Fast-Ring verteilt. Drei Tage später ging diese Version auch an die Nutzer im konservativeren Slow-Ring und seit dem 5. April kamen auch erste Benutzer im Release-Preview-Ring in den Genuss dieses Builds. Letzte Woche folgte dann das Update KB4100375, mit dem die Build-Nummer auf 17133.73 anstieg. Diese Aktualisierung behebt eine PDF-Sicherheitslücke im Webbrowser Edge, liefert die sicherheitsrelevanten Korrekturen des April-Patch-Day und kümmert sich um ein seltenes Problem, das den Internet Explorer an der Erkennung benutzerdefinierter Steuerelemente hindert.

Der schwerwiegende Fehler, welcher die Auslieferung der Version 1803 blockiert, scheint hingegen noch offen zu sein. Wie "Windows Central" meldet, hat der Build 17133 seinen RTM-Status inzwischen verloren, so dass es eine neue RTM-Version geben muss. Diese wird Microsoft zunächst intern testen und im Anschluss durch die drei Verteilerringe (Fast, Slow, Release Preview) schicken, um eventuelle Probleme und Inkompatibilitäten abzuklären. Danach vergeht rund eine Woche bis zur allgemeinen Freigabe. Sofern Microsoft bereits mit einem neuen RTM-Build experimentieren sollte, befindet sich dieser noch im internen Test. Folglich kann Windows 10 Creators Update (1803) frühestens in zwei Wochen veröffentlicht werden.

Quelle: twitter.com
 
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AMD: Die Microcode-Updates gegen Spectre Variante 2 sind fertig

reported by doelf, Montag der 16.04.2018, 14:20:08

AMD hat in der vergangenen Woche seine Microcode-Updates gegen die zweite Variante der Spectre-Angriffe (CVE-2017-5715) fertiggestellt. Diese Microcode-Updates richten sich an Windows-10-Nutzer, denn unter Linux setzt AMD auf Reptoline. Laut AMD übernehmen die PC- und Mainboard-Hersteller die Verteilung der Microcode-Updates über neue UEFI-Versionen (altsprachlich: BIOS-Updates).

Sowohl für Windows 10 als auch für Linux empfiehlt AMD den Einsatz der "Indirect Branch Prediction Barrier" (IBPB), welche unter Linux durch Reptoline und unter Windows 10 durch Microcode-Updates ergänzt wird. Während AMD-CPUs unter Linux schon seit einigen Wochen sicher laufen, bedarf es bei Windows 10 Version 1709 des Updates KB4093112, welches erst am 12. April 2018 veröffentlicht wurde. Dieses bringt kompatiblen AMD-Prozessoren die IBPB-Unterstützung, welche allerdings nur in Kombination mit dem passenden Microcode-Update einen ausreichenden Schutz bietet. Da AMD die Microcode-Updates über seine PC- und Mainboard-Partner verteilen lässt, müssen die Nutzer auf ein passendes UEFI-Update warten und dieses einspielen, was in der Regel nicht geschehen wird.

Schutzmaßnahmen gegen die erste Variante von Spectre (CVE-2017-5753) wurden bereits zuvor in die Betriebssysteme integriert, diese funktionieren auch ohne Microcode-Updates. Die dritte Angriffsvariante namens "Meltdown" (CVE-2017-5754) lässt sich nicht auf AMD-CPUs anwenden und ist auf Chips von Intel und ARM beschränkt. Während AMD seine technischen Maßnahmen übersichtlich dokumentiert hat, fehlen den Benutzern relevante Details: Für welche Prozessoren gibt es Microcode-Updates? Welche PC- und Mainboard-Hersteller liefern diese Microcode-Updates bereits aus? Wie kann man sich in der Zwischenzeit schützen? Offen bleibt auch die Frage, ob seitens Microsoft auch ältere Windows-Versionen abgedichtet werden, denn den aktuellen Patch gibt es derzeit nur für Windows 10 Version 1709.

Quelle: www.amd.com
 
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Firefox 60 Beta 12 wartet auf Tester

reported by doelf, Montag der 16.04.2018, 09:50:09

Die zwölfte Beta-Version des Firefox 60 liegt für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Diese umfasst die neue "Policy Engine", ein Richtlinienmodul zur Konfiguration und Anpassung des Firefox, welches sich primär an Unternehmen, Behörden und Bildungsträger richtet. Und da solche Einrichtungen zumeist zum "Extended Support Release" (ESR) greifen, dient der Firefox 60 als Grundlage für eine neue Version mit Langzeitunterstützung.

Wichtige Änderungen für ESR-Nutzer
Mit Hilfe des neuen Richtlinienmoduls vereinfacht sich die Einrichtung des Firefox, wenn dieser auf zahlreichen PCs installiert und gewartet werden soll. Mozilla unterstützt grundsätzlich jedes Werkzeug, mit dem sich Richtlinien setzen lassen, und hat dabei auch die Windows Group Policy im Visier. Die Version 60 wird noch eine begrenzte Anzahl von Richtlinien bieten, welche die Entwickler in den kommenden Versionen weiter ausbauen wollen. Eine wichtige Änderung dürfen ESR-Nutzer aber nicht aus den Augen verlieren: Der Firefox 60 lässt nur noch Erweiterungen zu, welche auf der WebExtensions-API basieren. Während der Firefox 57 die alten Plugin-Zöpfe bereits im Dezember 2017 abgeschnitten hatte, lassen sich diese im Firefox 52 ESR weiterhin nutzen. Wer noch auf die Umstellung einer alten Erweiterung wartet, sollte daher vorerst beim Firefox 52 ESR bleiben. Dieser wird noch bis zum 28. August 2018 mit Updates versorgt, an diesem Tag soll der Firefox 60.2.0 ESR veröffentlicht werden.

Weitere Neuerungen und Änderungen
Auch abseits der "Policy Engine" hat der Firefox 60 einige Neuerungen zu bieten: Mit "Web Authentication" wird ein neuer Standard, welcher Passwörter durch USB-Token ersetzen soll, unterstützt. Eine vorläufige Fassung der neuen Schnittstelle hatte das "World Wide Web Consortium" (W3C) am 20. März 2018 verabschiedet. Die beim Firefox Quantum (Version 57) eingeführte CSS-Engine wird nun nicht nur für Webinhalte, sondern auch zur Darstellung der Benutzeroberfläche des Programms verwendet. Mit Okzitanisch (oc) wurde zudem eine lokale Sprache, welche in Südfrankreich und Katalonien gesprochen wird, ergänzt.

Darüber hinaus gibt es ein paar Änderungen: Unter Windows hat die Leseansicht F9 als neues Tastaturkürzel erhalten. Für ein und dieselbe URL lassen sich nur noch dann mehrere Lesezeichenschlüsselwörter setzen, wenn die Anforderung andere POST-Daten aufweist. Wenn man die Webcam für eine Webseite deaktiviert, schaltet der Firefox die Kamera nebst Status-LED aus. Erst wenn man die Aufnahme fortsetzt, geht auch die Status-LED wieder an. Entwickler, die den "Responsive Design Mode" nutzen, können nun gezielt steuern, ob eine Webseite neu geladen werden soll. Für IndexedDB-Transaktionen kann man nun auch Promise-Objekte verwenden. Die Fertigstellung des Firefox 60 ist für den 8. Mai 2018 geplant.

Download: Firefox 60 Beta 12

 
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Android: Patch-Level ist meist Augenwischerei

reported by doelf, Freitag der 13.04.2018, 17:11:19

Allmonatlich veröffentlicht Goolge neue Sicherheits-Updates für das weltweit dominierende Mobil-Betriebssystem Android und erklimmt damit immer neue Patch-Level. Googles Partner sind gehalten, diese Flicken zu übernehmen. Doch in den allermeisten Fällen wird der Patch-Level angehoben, obwohl gar nicht alle Updates implementiert wurden.

Was wurde untersucht?
Dies haben die Sicherheitsspezialisten der Berliner Firma "Security Research Labs" bei der Untersuchung von 1.200 Android-Smartphones diverser Hersteller herausgefunden und ihre Ergebnisse heute auf der HITB-Konferenz in Amsterdam präsentiert. Rund 980 Sicherheitslücken wurden im Jahr 2017 in Android geschlossen. Kernel-Updates können die Sicherheitsforscher aktuell noch nicht untersuchen und Schwachstellen im User-Mode, von denen eine mittlere oder geringe Gefahr ausgeht, haben sie fürs erste ausgespart. Damit bleiben noch 280 kritische und hochgefährliche Schwachstellen im User-Mode von denen bisher 164 in das Testverfahren integriert wurden. Auf diese 164 Flicken hin wurden die Geräte untersucht, wobei einige Korrekturen nur für bestimmte Android-Versionen geeignet sind.

Deutliche Unterschiede bei den Herstellern
Einzig bei den Geräten von Google selbst entsprach der Patch-Level den Erwartungen. Bei den Smartphones von Samsung, Sony und Wiko fehlte im Schnitt weniger als ein Sicherheits-Update, bei OnePlus, Nokia und Xiaomi waren es ein bis drei und bei HTC, Huawei, LG und Motorola waren es drei bis vier. Die chinesischen Hersteller TCL und ZTE liegen mit mehr als vier fehlenden Patches auf dem letzten Platz. Bei den Untersuchungen zeigte sich allerdings auch, dass die Hersteller der Telefone vom Zulieferer des jeweiligen Chipsatzes abhängig sind: Während Samsung im Schnitt weniger als 0,5 Updates vergessen hatte, kam Qualcomm auf 1,1 und HiSilicon auf 1,9 Patches. Schlusslicht war Mediatek mit 9,7 fehlenden Flicken. Wer auf Sicherheit wert legt, sollte daher einen Bogen um Mediatek machen.

Viele Köche verderben den Brei
SnoopSnitchEin Grundproblem von Android bleibt die Firmware-Erstellung: Zunächst liefert Google eine neue Version des Betriebssystems, welche Chipsatzhersteller wie Qualcomm und Mediatek für ihre SoCs anpassen. Danach geht die Firmware an die Telefonhersteller, die das System nach ihren Vorstellungen verbasteln. Wenn man Pech hat, fummelt im Anschluss noch der Telekommunikationsanbieter an der Firmware herum, bevor sie dann irgendwann (oder auch nicht) an die Kunden ausgeliefert wird. Dieses Verfahren ist extrem langwierig, sehr fehleranfällig und auch kostenintensiv. Dass insbesondere Geräte der unteren und mittleren Preisklasse gar keine Updates erhalten, verwundert kaum. Vermutlich wird Google diese Missstände erst mit dem Android-Nachfolger Fuchsia, welcher sich noch in der Entwicklung befindet, in den Griff bekommen.

Risikobewertung und Selbsttest
Laut "Security Research Labs" ist Android aufgrund diverser Sicherheitsvorkehrungen dennoch relativ sicher. Im Normalfall muss man mehrere Sicherheitslücken miteinander kombinieren, um Daten zu stehlen oder das Gerät zu übernehmen. Das Fehlen bestimmter Patches bedeutet somit nicht, dass die betroffenen Geräte angreifbar sind. Doch jedes ausgelassene Update erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angriffs. Zudem ist der Patch-Level für den Benutzer der einzige Anhaltspunkt hinsichtlich der Aktualität seiner Firmware und wenn diese Angabe nicht stimmt, ist das irreführend. Für alle, die ihrem Android-Gerät nun selber auf den Zahn fühlen wollen, haben die Berliner Sicherheitsexperten die kostenlose App SnoopSnitch (siehe Bildschirmfoto) bereitgestellt.

Quelle: srlabs.de
 
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Firefox 60 Beta 11 wartet auf Tester

reported by doelf, Freitag der 13.04.2018, 13:16:53

Die elfte Beta-Version des Firefox 60 liegt für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Diese umfasst die neue "Policy Engine", ein Richtlinienmodul zur Konfiguration und Anpassung des Firefox, welches sich primär an Unternehmen, Behörden und Bildungsträger richtet. Und da solche Einrichtungen zumeist zum "Extended Support Release" (ESR) greifen, dient der Firefox 60 als Grundlage für eine neue Version mit Langzeitunterstützung.

Wichtige Änderungen für ESR-Nutzer
Mit Hilfe des neuen Richtlinienmoduls vereinfacht sich die Einrichtung des Firefox, wenn dieser auf zahlreichen PCs installiert und gewartet werden soll. Mozilla unterstützt grundsätzlich jedes Werkzeug, mit dem sich Richtlinien setzen lassen, und hat dabei auch die Windows Group Policy im Visier. Die Version 60 wird noch eine begrenzte Anzahl von Richtlinien bieten, welche die Entwickler in den kommenden Versionen weiter ausbauen wollen. Eine wichtige Änderung dürfen ESR-Nutzer aber nicht aus den Augen verlieren: Der Firefox 60 lässt nur noch Erweiterungen zu, welche auf der WebExtensions-API basieren. Während der Firefox 57 die alten Plugin-Zöpfe bereits im Dezember 2017 abgeschnitten hatte, lassen sich diese im Firefox 52 ESR weiterhin nutzen. Wer noch auf die Umstellung einer alten Erweiterung wartet, sollte daher vorerst beim Firefox 52 ESR bleiben. Dieser wird noch bis zum 28. August 2018 mit Updates versorgt, an diesem Tag soll der Firefox 60.2.0 ESR veröffentlicht werden.

Weitere Neuerungen und Änderungen
Auch abseits der "Policy Engine" hat der Firefox 60 einige Neuerungen zu bieten: Mit "Web Authentication" wird ein neuer Standard, welcher Passwörter durch USB-Token ersetzen soll, unterstützt. Eine vorläufige Fassung der neuen Schnittstelle hatte das "World Wide Web Consortium" (W3C) am 20. März 2018 verabschiedet. Die beim Firefox Quantum (Version 57) eingeführte CSS-Engine wird nun nicht nur für Webinhalte, sondern auch zur Darstellung der Benutzeroberfläche des Programms verwendet. Mit Okzitanisch (oc) wurde zudem eine lokale Sprache, welche in Südfrankreich und Katalonien gesprochen wird, ergänzt.

Darüber hinaus gibt es ein paar Änderungen: Unter Windows hat die Leseansicht F9 als neues Tastaturkürzel erhalten. Für ein und dieselbe URL lassen sich nur noch dann mehrere Lesezeichenschlüsselwörter setzen, wenn die Anforderung andere POST-Daten aufweist. Wenn man die Webcam für eine Webseite deaktiviert, schaltet der Firefox die Kamera nebst Status-LED aus. Erst wenn man die Aufnahme fortsetzt, geht auch die Status-LED wieder an. Entwickler, die den "Responsive Design Mode" nutzen, können nun gezielt steuern, ob eine Webseite neu geladen werden soll. Für IndexedDB-Transaktionen kann man nun auch Promise-Objekte verwenden. Die Fertigstellung des Firefox 60 ist für den 8. Mai 2018 geplant.

Download: Firefox 60 Beta 11

 
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LibreOffice 5.4.7: Erster Release Candidate erhältlich

reported by doelf, Freitag der 13.04.2018, 11:51:00

Neben der Entwicklungsschiene 6.0, welche seit einigen Tagen in Form von LibreOffice 6.0.3 vorliegt, wird parallel auch die Schiene 5.4 fortgeführt - zumindest bis zu deren Support-Ende am 11. Juni 2018. Für Anfang Mai ist mit LibreOffice 5.4.7 ein letztes Update geplant.

Der erste Release Candidate von LibreOffice 5.4.7 umfasst 28 Änderungen, darunter eine behobene Absturzursache. Dieser Absturz tritt auf, wenn ein Fotoalbum, welches Videos vom Typ .MOV enthält, eingefügt wird. Darüber hinaus wurde die Zuverlässigkeit der Suchrichtung rückwärts verbessert und das Wiederherstellen funktioniert jetzt auch mit Bildunterschriften. Die Erstellung ungültiger .PPTX-Präsentationen wird verhindert und die überlangen Diagrammbeschriftungen in .PPTX-Dokumenten wurden ebenfalls korrigiert. Wer in der Tabellenkalkulation Calc mehrere Reihen oder Spalten auswählt, kann nun wieder die Summen-Taste nutzen - diese hatte zuletzt falsche Formeln für die Addition erstellt.

Bei LibreOffice 5.4.7 handelt es sich aller Voraussicht nach um das letzte Update dieser Entwicklungsschiene. Wir haben bereits auf LibreOffice 6.0.3 umgestellt, da dieser Versionssprung deutliche Vorteile gebracht hat und wir bisher keine negativen Auswirkungen hinsichtlich der Stabilität bemerkt haben.

Download: LibreOffice 5.4.7 RC 1

 
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LibreOffice 6.0.3 ist fertig

reported by doelf, Freitag der 13.04.2018, 11:32:08

Das finale LibreOffice 6.0.3 liegt für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Die fertige Version entspricht Bit für Bit dem zweiten Veröffentlichungskandidaten - wer diesen bereits installiert hat, muss die Installationsdateien folglich nicht erneut herunterladen.

Im Vergleich zur stabilen Version 6.0.2 umfasst LibreOffice 6.0.3 insgesamt 83 Änderungen, acht davon kümmern sich um potentielle Absturzursachen: Ein Absturz wurde in der ungarischen Rechtschreibkorrektur beseitigt und ein weiterer im Formel-Compiler. Zwei Abstürze treten gleich beim Programmstart auf, einer davon nur unter macOS. Dort verursacht das Minimieren des Programmfensters auch eine 100-prozentige CPU-Auslastung, sofern mehrere Dokumente geöffnet sind.

Ebenfalls überarbeitet wurde die Videowiedergabe, die unter macOS bei der Vollbilddarstellung einer Präsentation nicht möglich war. Ein weiterer Absturz tritt auf, wenn man versucht, den Erweiterungs-Manager zu schließen. Das Ausdrucken älterer Dateien mit der 64-Bit-Ausgabe des Writer sorgt für einen Absturz in der Bibliothek ucrtbase.dll und auch das Erstellen von Dokumenten mit dem Wizard lässt die Bürosoftware abfliegen. Löscht man Beziehungen in der Datenbank Base, stürzt diese ebenfalls ab.

Download: LibreOffice 6.0.3

 
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Fehleralarm: Windows 10 Creators Update (1803) verspätet sich

reported by doelf, Donnerstag der 12.04.2018, 19:45:05

Das für den 11. April 2018 angekündigte Windows 10 Creators Update lässt aufgrund eines schwerwiegenden Fehlers noch auf sich warten. Das dritte "Creators Update" trägt diesmal weder "Frühjahr" noch "Herbst" als Beinamen und wird die Versionsnummer 1803 haben.

Mit dem Windows 10 Insider Preview Build 17133 (Redstone 4) hatte Microsoft eigentlich schon am 27. März eine RTM-Version (Release to Manufacturing) gekürt und diese an die Insider im Fast-Ring verteilt. Drei Tage später ging diese Version auch an die Nutzer im konservativeren Slow-Ring und seit dem 5. April kamen auch erste Benutzer im Release-Preview-Ring in den Genuss dieses Builds. Vorgestern folgte dann das Update KB4100375, mit dem die Build-Nummer auf 17133.73 ansteigt. Diese Aktualisierung behebt eine PDF-Sicherheitslücke im Webbrowser Edge, liefert die sicherheitsrelevanten Korrekturen des April-Patch-Day und kümmert sich um ein seltenes Problem, das den Internet Explorer an der Erkennung benutzerdefinierter Steuerelemente hindert.

Aktuell ist noch unklar, ob der Fehler, welcher die Auslieferung blockiert, im Build 17133.73 behoben wurde. Sollte dies der Fall sein, dürfte sich die Auslieferung nur um wenige Tage verzögern. Falls das Problem aber an einer anderen Stelle steckt, könnte es sogar einen neuen RTM-Kandidaten geben. Und damit würde sich die Veröffentlichung um zwei oder mehr Wochen verschieben, denn auch die Insider haben noch nichts neueres bekommen. Wer jetzt ganz schlau sein will und den Update-Assistenten für eine manuelle Aktualisierung anwirft, wird enttäuscht: Dieser meldet nämlich die Version 1709 als die neueste Fassung von Windows 10.

 
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Microsoft stopft im April 65 Sicherheitslücken

reported by doelf, Mittwoch der 11.04.2018, 16:37:35

Microsoft hat am April-Patch-Day 65 Sicherheitslücken in Windows, Edge nebst ChakraCore, dem Internet Explorer, Office (inklusive der Office Services und Web Apps), der Malware Protection Engine, Visual Studio und dem Azure IoT SDK geschlossen. Adobes Flash Player wurde ebenfalls aktualisiert. 25 Schwachstellen wurden als kritisch und weitere 39 als wichtig gekennzeichnet.

Wer heutzutage erfahren will, welche Sicherheitslücken Microsoft geschlossen hat, muss bei Talos, den Sicherheitsspezialisten von Cisco Systems vorbeischauen. Microsofts eigener Security Update Guide liefert nämlich auch weiterhin eine völlig unübersichtliche Auflistung und taugt nur zur gezielten Suche nach Informationen über spezielle Updates oder Produkte. Das höchste Risiko steckt diesmal in Webbrowsern und Schriftarten.

Kritische Angriffspunkte: Webbrowser, Scripte, Schriften...
Mit sieben kritischen Schwachstellen (CVE-2018-0979, CVE-2018-0980, CVE-2018-0990, CVE-2018-0993, CVE-2018-0994, CVE-2018-0995, CVE-2018-1019) stellt die Chakra Scripting Engine des Webbrowsers Edge im April das mit Abstand größte Risiko dar. Microsoft hält Angriffe zum Zwecke einer Remote Code Execution für sehr wahrscheinlich. Es folgen fünf kritische Fehler in der Grafikkomponente von Windows (CVE-2018-1010, CVE-2018-1012, CVE-2018-1013, CVE-2018-1015, CVE-2018-1016), der man über manipulierte Schriften Schadcode unterschieben kann. Ein Angriff kann sowohl über Dokumente als auch über Webseiten mit eingebetteten Fonts erfolgen und Microsoft hält solche Attacken für sehr wahrscheinlich. Betroffen sind alle Windows-Versionen von 7 bis 10 sowie die Server von 2008 bis 2016 inklusive der Core-Installationen.

Vier kritische Speichermanipulationen (CVE-2018-0870, CVE-2018-0991, CVE-2018-1018, CVE-2018-1020) stecken im Internet Explorer, betroffen sind die Versionen 9, 10 und 11. Diese Lücken lassen sich allesamt zum Einschleusen von Schadcode missbrauchen und Microsoft hält auch hier Angriffe für sehr wahrscheinlich. In der Scripting-Engine des Internet Explorer stecken ebenfalls vier kritische Probleme - zwei Speichermanipulationen (CVE-2018-0988, CVE-2018-0996) und zwei Datenlecks (CVE-2018-0981, CVE-2018-1000). Und auch hier muss man mit baldigen Angriffen rechnen. Bleiben noch kritische Speichermanipulation in Edge (CVE-2018-1023) und der VBScript-Engine (CVE-2018-1004), über die Schadcode auf den lokalen Rechner kommen kann. Im Fall der VBScript-Engine ist auch der Internet Explorer 9 betroffen. Microsoft hält solche Szenarien für sehr wahrscheinlich.

...Malware-Schutz, Hyper-V und Adobes Flash Player
Microsofts Malware Protection Engine, die in Sicherheitsprodukten wie Windows Defender, Microsoft Security Essentials, Forefront Endpoint Protection 2010, System Center 2012 Endpoint Protection und Windows Intune Endpoint Protection zum Einsatz kommt, entpuppt sich einmal mehr als Einfallstor für Schadprogramme: Ein kritische Fehler (CVE-2018-0986) beim Überprüfen manipulierter Dateien lässt Angreifer Schadcode im Arbeitsspeicher platzieren. Das Ausnutzen dieser Lücke sei aber weniger wahrscheinlich, lassen die Experten aus Redmond wissen. Zu einer Remote Code Execution in der Virtualisierungstechnik Hyper-V (CVE-2018-0959) liegen bisher noch keine Details vor. Zum Abschluss sei noch Adobes Flash Player erwähnt, in dem sechs Lücken - drei kritisch, drei hochgefährlich - abgedichtet wurden.

 
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Adobe veröffentlicht etliche Sicherheitsflicken

reported by doelf, Mittwoch der 11.04.2018, 14:43:55

Adobe hat frische Sicherheits-Updates für seine Produkte Flash Player, ColdFusion, Digital Editions, Experience Manager, InDesign und PhoneGap Push Plugin veröffentlicht, mit denen die Software-Firma 19 Sicherheitslücken schließt. Sechs Fehler sind kritischer Natur, von einem Dutzend geht ein hohes Risiko aus und die letzte Schwachstelle wurde als mittelschwer klassifiziert.

Flash Player
Für die Betriebssysteme Windows, macOS und Linux sowie für die Browser Edge, Internet Explorer und Chrome hat Adobe den Flash Player auf die Version 29.0.0.140, welche sechs Schwachstellen abdichtet, aktualisiert. Drei der Lücken (CVE-2018-4932, CVE-2018-4935 und CVE-2018-4937) ermöglichen das Einschleusen von Schadcode und wurden daher als kritisch klassifiziert. Die übrigen drei (CVE-2018-4933, CVE-2018-4934 und CVE-2018-4936) ermöglichen das Abgreifen von Informationen, sie stellen ein hohes Risiko dar. Adobe empfiehlt eine Aktualisierung binnen 30 Tagen, lediglich unter Linux darf man sich abseits von Chrome mehr Zeit lassen. Hier geht es zum Download des Flash Player 29.0.0.140.

ColdFusion
In ColdFusion ermöglicht eine Deserialisierung von nicht vertrauenswürdigen Daten das Ausführen von Schadcode (CVE-2018-4939, kritisch) und die unsichere Verarbeitung externer XML-Daten kann zum Datendiebstahl (CVE-2018-4942, kritisch) missbraucht werden. Zwei weitere Datenlecks durch Cross-Site-Scripting (CVE-2018-4940 und CVE-2018-4941) wurden als hochgefährlich eingestuft, gleiches gilt für eine Rechteausweitung aufgrund des unsicheren Ladens von Bibliotheken (CVE-2018-4938). Das Update auf ColdFusion (2016 release) Update 6 oder ColdFusion 11 Update 14 sollte laut Adobe binnen 30 Tagen erfolgen.

Digital Editions
Mit Adobe Digital Editions 4.5.8 wurden zwei hochgefährliche Probleme - zwei Informationslecks durch einen unkontrollierten Lesezugriff (CVE-2018-4925) und einen Stapelüberlauf (CVE-2018-4926) - behoben. Beim Update ist laut Adobe keine Eile geboten, dennoch hier die Download-Links für Windows und macOS, Android und iOS.

Experience Manager
Im Experience Manager der Versionen 6.0 bis 6.3 wurden drei sicherheitsrelevante Fehler korrigiert. Es handelt sich in allen Fällen um Varianten des Cross-Site-Scripting, wobei CVE-2018-4930 und CVE-2018-4931 als hohe und CVE-2018-4929 als mittlere Gefahr bewertet wurden. Adobe hat diverse Fixes zum Download bereitgestellt, doch mit dem Einspielen kann man sich Zeit lassen.

InDesign
Eine kritische Speichermanipulation (CVE-2018-4928) erlaubt bei InDesign das Einschleusen und Ausführen von Schadcode. Darüber hinaus wird ein unsicherer Suchpfad verwendet, was zu einer lokalen Rechteausweitung (CVE-2018-4927) führen kann. Wer im Hilfe-Menü von InDesign auf den Punkt "Updates" klickt, bekommt das abgesicherte InDesign CC 13.1. Hierfür ist laut Adobe allerdings keine Eile geboten - weitere Informationen gibt es beim Hersteller.

PhoneGap Push Plugin
Das PhoneGap Push Plugin führt JavaScript-Code irrtümlich im Kontext der PhoneGap-App aus (CVE-2018-4943). Angreifer können dies missbrauchen, um Nutzern unerwünschte Interaktionen mit der App unterzuschieben. Betroffen sind alle Versionen einschließlich 1.8.0. Auf Github liegt das überarbeitete Adobe PhoneGap Push Plugin 2.1.0.

 
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NVIDIA: Treiber-Entwicklung für 32-Bit und Fermi gestoppt

reported by doelf, Montag der 09.04.2018, 14:37:03

NVIDIAs im Vorjahr angekündigter Entwicklungsstopp für 32-Bit-Betriebssysteme ist ab sofort in Kraft, betroffen sind die 32-Bit-Varianten von Windows 7, 8, 8.1 und 10, Linux sowie FreeBSD. Ebenfalls eingestellt wurde die Treiberentwicklung für die Grafikchips der Fermi-Generation, welche von der GeForce 410M bis zur GeForce GT 820M spannt.

Wie NVIDIA mitteilt, soll es nur noch kritische Sicherheits-Updates für die ausgemusterten Produkte geben - und auch diese nur noch bis Januar 2019. Da der 64-Bit-Betrieb schon seit Jahren zum festen Repertoire der x86-Prozessoren gehört und typische 32-Bit-Betriebssysteme wie Windows XP schon länger keine neuen Treiber mehr erhalten, ist NVIDIAs Entscheidung nachvollziehbar - zumindest was das Ende der Weiterentwicklung betrifft. Die kurze Übergangsphase für Sicherheits-Updates bewerten wir hingegen als problematisch, denn Microsofts Support für Windows 7 32-Bit läuft noch bis 2020 und Windows 8.1 32-Bit wird sogar bis 2023 Sicherheitsflicken bekommen. Es könnte somit passieren, dass NVIDIAs veraltete Treiber für diese Betriebssysteme irgendwann zur Achillesferse werden. Gleiches gilt für Fermi-basierte Produkte, die noch weit verbreitet sind.

Übersicht der Fermi-GPUs:

  • GeForce 410M, GeForce GT 415M, GeForce GT 420, GeForce GT 420M, GeForce GT 425M, GeForce GT 430, GeForce GT 435M, GeForce GT 440, GeForce GT 445M, GeForce GTS 450
  • GeForce GTX 460, GeForce GTX 460 SE, GeForce GTX 460 v2, GeForce GTX 460M, GeForce GTX 465, GeForce GTX 470, GeForce GTX 470M, GeForce GTX 480, GeForce GTX 480M, GeForce GTX 485M
  • GeForce 510, GeForce GT 520, GeForce GT 520M, GeForce GT 520MX, GeForce GT 525M, GeForce GT 530, GeForce GT 540M, GeForce GT 545, GeForce GT 550M, GeForce GT 555M
  • GeForce GTX 550 Ti, GeForce GTX 555, GeForce GTX 560, GeForce GTX 560 SE, GeForce GTX 560 Ti, GeForce GTX 560M, GeForce GTX 570, GeForce GTX 570M, GeForce GTX 580, GeForce GTX 580M, GeForce GTX 590
  • GeForce 605, GeForce 610M, GeForce 620M, GeForce GT 610, GeForce GT 620, GeForce GT 620M, GeForce GT 625 (OEM), GeForce GT 625M, GeForce GT 630, GeForce GT 630M, GeForce GT 635M, GeForce GT 640, GeForce GT 645
  • GeForce GTX 670M, GeForce GTX 675M
  • GeForce 705A, GeForce 705M, GeForce 710A, GeForce 710M, GeForce 720A, GeForce 720M, GeForce GT 705, GeForce GT 710M, GeForce GT 720A, GeForce GT 720M, GeForce GT 730
  • GeForce 800M, GeForce 810M, GeForce 820A, GeForce 820M, GeForce GT 820M

 
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Flash-Speicher: Preise fallen um bis zu 3,51 Prozent

reported by doelf, Donnerstag der 05.04.2018, 17:11:40

Wie der DRAM-Spot-Markt hatte auch der Handel mit NAND-Flash-Chips im Januar 2017 einen steilen Kursanstieg verzeichnet. Doch während für DRAM bis Juli 2017 eine recht stabile Phase folgte, kletterten die Flash-Preise munter weiter. In der zweiten Jahreshälfte wurden die Flash-Chips wieder billiger, während die DRAM-Kurse fast schon explodierten. Aktuell sehen wir für beiden Speichertypen wieder fallende Preise.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man heute durchschnittlich 3,854 US-Dollar zahlen. Dies entspricht einem Preisverfall von 3,51 Prozent im Vergleich zu Anfang März 2018, nachdem sich die Kurse über den Jahreswechsel als recht konstant erwiesen hatten. Seit Juni 2017 ist der Kurs dieser Chips um 18,3 Prozent gefallen und im Vergleich zu April 2017 sehen wir einen Rückgang um 6,93 Prozent.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte am heutigen Handelstag einen Kurs von 2,835 US-Dollar, was einer Verbilligung um 3,14 Prozent binnen Monatsfrist entspricht. Im Vergleich zu Juni 2017 sind die 32Gb-Chips um 1,05 Prozent günstiger, während der Blick auf April 2017 einen Aufschlag von 0,89 Prozent offenbart.

Eine weitere Halbierung der Speicherkapazität auf 16Gb 2Gx8 MLC macht aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn, denn diese Chips kosten aktuell 2,995 US-Dollar und haben sich seit März nochmals um 3,74 Prozent verteuert. Der Blick auf Juni 2017 offenbart einen Preisanstieg um 17,4 Prozent und verglichen mit dem Kurs von April 2017 haben diese Chips sogar um 37,57 Prozent zugelegt.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,2282 US-Dollar wert und notierte damit um 0,28 Prozent niedriger als Anfang März. Binnen eines Jahres ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar allerdings um 15,02 Prozent gestiegen, was den dramatischen Preisanstieg beim Arbeitsspeicher ein wenig abmildern konnte.

 
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DRAM: Die Preise fallen spürbar

reported by doelf, Donnerstag der 05.04.2018, 16:38:59

Gute Nachrichten für alle, denen Arbeitsspeicher in den vergangenen Monaten zu teuer war: Seit dem Jahreswechsel fallen die Preise am DRAM-Spot-Markt in Taiwan und dieser Trend hat sich im März 2018 weiter verfestigt. Nachdem im Februar insbesondere die Kurse der 8Gb-Chips nachgegeben hatten, waren im März wieder die 4Gb-Chips an der Reihe.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2133 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 9,034 US-Dollar auf den Tisch legen, das sind 1,17 Prozent weniger als Anfang März. Seit Juni 2017 sind diese Chips um 41,36 Prozent teurer geworden und der Preisanstieg im Vergleich zu April 2017 beläuft sich auf 33,05 Prozent.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133 4Gb 512Mx8, kostet momentan 4,489 US-Dollar. Binnen Monatsfrist ist diese Variante um 5,69 Prozent billiger geworden. Der Vergleich mit Juni 2017 offenbart einen Preisanstieg um 39,58 Prozent und wenn wir April 2017 als Ausgangspunkt nehmen, sind es 32,97 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600 4Gb 512Mx8, werden aktuell 3,540 US-Dollar gezahlt. Dies bedeutet einen Rückgang um 5,80 Prozent. Mit 22,79 Prozent fällt der Preisanstieg seit Juni 2017 hier am niedrigsten aus. Gleiches gilt für die Teuerung binnen Jahresfrist, welche sich auf 20,57 Prozent beläuft.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,2282 US-Dollar wert und notierte damit um 0,28 Prozent niedriger als Anfang März. Binnen eines Jahres ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar allerdings um 15,02 Prozent gestiegen, was den dramatischen Preisanstieg beim Arbeitsspeicher ein wenig abmildern konnte.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

 
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Marktanteile: Windows 10 schwächelt auch im März

reported by doelf, Donnerstag der 05.04.2018, 16:15:44

Einmal im Monat schauen wir bei NetMarketShare auf die aktuelle Marktentwicklung bei den PC-Betriebssystemen. Windows 10 lief im März 2018 zwar auf einem Drittel aller Rechner, konnte aber keinen Boden auf Windows 7 gutmachen - ganz im Gegenteil!

Marktanteile im März

Stattdessen konnte der Marktführer Windows 7 seine Position um 1,83 Punkte auf 43,44 Prozent ausbauen, während Windows 10 im März - genau wie schon im Februar - 0,23 Punkte eingebüßt hat und nur noch 33,83 Prozent des Marktes hält. Damit rückt eine Wachablösung wieder in weite Ferne. Hatte die Entwicklung im Januar noch auf einen Führungswechsel im Mai 2018 hingedeutet, müssen wir uns inzwischen den Sanktnimmerleinstag im Kalender ankreuzen. Platz 3 geht an Windows 8.1 (5,46%; -0,20), welches wir im Diagramm mit Windows 8 (Position 9) zusammenfassen.

macOS 10.13 High Sierra verteidigt seine vierte Position gegen Windows XP - allerdings nur ganz knapp. Der Marktanteil von Apples Überflieger ist nämlich um 0,36 Punkte auf 4,60 Prozent abgesackt, während Windows XP auf 4,59 Prozent (-0,11) kommt. Mit macOS 10.12 (1,88%; -0,30) und macOS 10.11 (1,27%; -0,12) folgen auf Platz sechs und sieben zwei weitere Auslaufmodelle, diesmal jene aus Cupertino. macOS 10.11 und Linux (1,26%; -0,20) haben abermals die Plätze getauscht, wobei wir auf die Linux-Problematik gleich noch detailliert eingehen werden. Windows 8 (1,14%; -0,12) und macOS 10.10 (0,77%; -0,06) komplettieren die Top 10.

Hinsichtlich Linux finden wir das Vorgehen von NetMarketShare fragwürdig, da unter dem Begriff "Linux" kleinere Distributionen zusammengefasst werden, während die größeren eigene Einträge in der Statistik haben. Fassen wir Linux (1,26%) mit Ubuntu (Rang 11 mit 0,56), Chrome OS (Rang 13 mit 0,29) und Fedora (Rang 19 mit 0,03) zusammen, kommt der Pinguin auf 2,14 Prozent und damit auf Platz 6. Auch Debian, Mint, Red Hat, Gentoo und Slackware haben einen eigenen Eintrag erhalten, liegen aber unterhalb der Messbarkeitsgrenze. Gleiches gilt für die Unix-Systeme FreeBSD, OpenBSD und NetBSD.

 
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Datendiebstahl bei Under Armour, Saks Fifth Avenue und Lord & Taylor

reported by doelf, Donnerstag der 05.04.2018, 13:08:19

Über die App "MyFitnessPal" des US-Sportartikelherstellers "Under Armour" wurden die Daten von schätzungsweise 150 Millionen Benutzern gestohlen. Und bei nordamerikanischen Bekleidungsgeschäften der kanadischen Handelskette "Hudson's Bay", zu der hierzulande "Galeria Kaufhof" gehört, wurden Kreditkartendaten entwendet.

MyFitnessPal
Der Sportartikelhersteller "Under Armour" aus Baltimore ist primär für seine Kampfsportbekleidung und Schutzausrüstung bekannt, vertreibt unter dem Namen "MyFitnessPal" aber auch eine Kalorienzähler-App sowie eine Webseite. Laut "Under Armour" wurde die Datenbank, welche der App und der Webseite zugrunde liegt, im Februar gehackt, doch der Einbruch wurde erst am 25. März 2018 bemerkt. Gestohlen wurden Benutzernamen, E-Mail-Adressen sowie Passwort-Hashes. Die meisten Passwörter waren mit bcrypt verschlüsselt, was als sicher gilt. Für die übrigen wurde SHA-1 verwendet, was nicht mehr sicher ist. Da unklar ist, welche Verschlüsselung bei welchem Benutzer zum Einsatz kam, sollte jeder sein Passwort ändern - und das auch bei anderen Diensten, wo das selbe Passwort in Kombination mit dem selben Benutzernamen bzw. der selben E-Mail-Adresse hinterlegt wurde. Fitness- oder Kreditkartendaten wurden nach Angaben des Unternehmens nicht entwendet. Weitere Informationen gibt es bei Under Armour.

Saks Fifth Avenue, Saks OFF 5TH und Lord & Taylor
Die Bekleidungsketten "Saks Fifth Avenue", "Saks OFF 5TH" und "Lord & Taylor" gehören wie "Galeria Kaufhof" zur kanadischen Handelskette "Hudson's Bay". Auch hier hat es einen Datendiebstahl gegeben, der sich allerdings auf einige nordamerikanische Filialen beschränken soll. Die Online-Plattform der drei Ketten, die ihre Waren auch nach Deutschland liefern, sind nach bisherigen Erkenntnissen nicht betroffen. Bei diesem Angriff hatten es die Diebe auf die Kunden-Kreditkarten der Händler abgesehen, so dass mit unzulässigen Abbuchungen zu rechnen ist. Die Kunden sollen daher ihre Kontobewegungen prüfen. Betroffenen Kunden will das Unternehmen kostenlose Identitätsschutzdienste einschließlich Kredit- und Webüberwachung anbieten. Laut "Hudson's Bay" gibt es derzeit keinen Hinweis darauf, dass die Diebe auch an PIN-Nummern, Sozialversicherungsnummern oder Führerscheinnummern gelangt sind. Weitere Informationen gibt es bei Hudson's Bay.

 
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Neue Zahlen, neue Fakten: Facebook und der Datenabgriff

reported by doelf, Donnerstag der 05.04.2018, 11:17:10

Nach ersten offiziellen Schätzungen von Facebook könnten bis zu 87 Millionen Nutzer von der Datenweitergabe an die Meinungsmanipulatoren von Cambridge Analytica betroffen sein. Das ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs, da unzählige App-Entwickler und Datensammler Zugriff auf die Konten der Facebook-Nutzer hatten.

87 Millionen minus X
Facebook nennt im Rahmen einer Stellungnahme, in der das Unternehmen seine Pläne für eine Zugriffsbeschränkung auf Nutzerdaten erläutert, die Zahl von 87 Millionen Opfern im Skandal um Cambridge Analytica. 81,6 Prozent der Betroffenen (70.632.350) kommen aus den USA und jeweils mehr als eine Million von den Philipienen (1,4%), aus Indonesien (1,3%) oder aus Großbritannien (1,2%). Es folgen Mexiko (0,9%), Kanada (0,7%) und Indien (0,6%). In einer Fragestunde mit Pressevertretern erklärte Mark Zuckerberg, dass es sich bei diesen Zahlen um Schätzungen handle. Man habe keine konkreten Daten aus dieser Zeit, weshalb man den schlimmstmöglichen Fall angesetzt habe. Hierzu wurde für jeden Nutzer, welcher die App von Dr. Aleksandr Kogan installiert hatte, das Maximum von Facebook-Freunden ermittelt. Dieser Wert muss aber nicht mit der Freundeszahl bei der Nutzung der App übereinstimmen, so dass vermutlich weit weniger Nutzer betroffen seien. Kogan übermittelte die von ihm gesammelten Daten an Cambridge Analytica, wobei neben den Daten der App-Benutzer auch die ihrer Freunde erfasst wurden.

Ein konzeptionelles Problem
Facebook wirft Kogan übrigens nicht vor, die Daten unberechtigter Weise gesammelt zu haben. Der Akademiker hatte sich nämlich keineswegs auf illegale Weise Zugriff verschafft, sondern lediglich die von Facebook vorgesehenen Schnittstellen zum Zugriff auf die über Facebook offiziell bereitgestellten Daten verwendet. Die Nutzer hätten mit den Nutzungsbedingungen der App der Weitergabe ihrer Daten zugestimmt und die Freunde hätten einer solchen Weitergabe in den Privatsphäre-Einstellungen von Facebook widersprechen müssen. Insofern war der Datenfluss an Kogan - nach Facebooks Ansicht - rechtens und auch so gewollt. Lediglich die Weitergabe an Cambridge Analytica wird von Facebook moniert, da diese gegen die Nutzungsbedingungen der App verstoße. Dies bedeutet, dass auch zig andere Apps, die teilweise auf deutlich höhere Nutzerzahlen als die 270.000 im Fall von Dr. Aleksandr Kogan kommen, fleißig Daten gesammelt haben. Was mit diesen Daten geschehen ist, wird die Zukunft zeigen. Fest steht allerdings, dass sich kostenlose Angebote nur über Werbung und den Datenhandel finanzieren lassen. Cambridge Analytica dürfte also nur die Spitze des Eisbergs sein. Aus heutiger Sicht sei diese Praxis ein Fehler gewesen, gesteht Zuckerberg ein.

Facebook will aus Fehlern lernen
Facebook ermutigt seine Benutzer, möglichst viele Informationen über sich preiszugeben. Diese Daten nutzt Facebook nicht nur für personalisierte Nachrichten und Werbung, sondern teilt sie auch mit seinen Partnern. Die Verantwortung wird dabei auf die Benutzer geschoben, welche ihren Freigaben konfigurieren und Nutzungsbedingungen vor dem Abnicken lesen sollen. In der Praxis ist Facebook allerdings auf vielen Geräten bereits vorinstalliert und wird nicht groß konfiguriert, sondern einfach nur genutzt. Und damit das Netzwerk möglichst schnell wachsen konnte, wurde die Suche nach möglichen Bekannten und Kollegen so einfach wie möglich gestaltet, ohne wirksame Barrieren gegen eine missbräuchliche Nutzung einzurichten. Inzwischen sagt Zuckerberg, Facebook sei seiner Verantwortung hinsichtlich dieser gewaltigen Menge sehr persönlicher Daten nicht gerecht geworden, doch man wolle aus diesen Fehlern lernen.

Erste Maßnahmen wurden bereits gestern umgesetzt, weitere sollen in Kürze folgen:

  • Facebook Login: Seit gestern müssen alle Apps, die auf Daten wie Check-Ins, Likes, Fotos, Posts, Videos, Events und Gruppen zugreifen wollen, von Facebook freigegeben sein. Auf Daten über religiöse oder politische Überzeugungen, den Beziehungsstatus, Ausbildung und Arbeitgeber, sportliche Aktivitäten, gelesene Bücher und Nachrichten, gehörte Musik, gesehene Videos, gespielte Spiele sowie benutzerdefinierte Freundeslisten können die Apps gar nicht mehr zugreifen. Ab der kommenden Woche wird zudem die Datenweitergabe an Apps, die der Benutzer seit drei Monaten nicht mehr verwendet hat, eingestellt.

  • Suche und Konto-Wiederherstellung: Die Suche nach Telefonnummern und E-Mail-Adressen wurde eingestellt. Aus Sicht normaler Benutzer erleichterten diese beiden Suchvarianten das Auffinden von Bekannten, doch Facebook machte es damit auch Datensammlern sehr leicht - einfach das Telefonbuch oder eine E-Mail-Liste durchgehen und schon hat man den dazugehörigen Realnamen sowie alle nicht vom Benutzer blockierten Daten. Aufgrund "des Ausmaßes und der Raffinesse", welche Facebook bei Datensammlern beobachten musste, blieb keine Alternative als das Abschalten dieser Suchen. Ähnliche Maßnahmen sind für die Konto-Wiederherstellung geplant.

  • Anruf- und Textverlauf: Die Android-Versionen der Apps Facebook Messenger und Facebook Lite führten bisher penibel Buch über jeden Anruf und jede SMS. Zwar wurden keine Inhalte gespeichert, doch Facebook wusste, wer wann von wo mit wem kommuniziert hatte. Die Zustimmung zu dieser Datensammlung begründete Facebook mit eine besseren Kontaktliste, auf der häufig genutzt Kontakte weiter oben angezeigt werden. Zukünftig will Facebook diese Daten nach einem Jahr löschen und auch weit weniger Daten erheben.

  • App-Einstellungen: Ab dem kommenden Montag wird Facebook einen Link oberhalb der Nachrichten einblenden, welcher die Benutzer zu den App-Einstellungen führt. Dort kann man dann sehen, welche Apps man nutzt und welche Daten mit diesen geteilt wurden. Betroffene von der Datenweitergabe an Cambridge Analytica sollen an dieser Stelle ebenfalls informiert werden. Zudem wird es möglich sein, nicht mehr benötigte Apps zu entfernen.

  • Events-API: Ab sofort können Apps nicht mehr auf die Gästeliste einer Veranstaltung oder Mitteilungen auf der Event-Wall zugreifen. Bisher wurde dies selbst bei privaten Veranstaltungen (Omas Geburtstag) geduldet, um das Erstellen von Kalendereinträgen oder den Verkauf von Eintrittskarten zu erleichtern. Zukünftig werden App-Entwickler zudem "strikte Vorgaben" akzeptieren müssen, bevor ihre App die Events-API nutzen darf.

  • Groups-API: Der Zugriff auf Gruppen über die Groups-API kann zukünftig nicht mehr von einfachen Mitgliedern gewährt werden. Stattdessen müssen der Gruppen-Administrator und Facebook ihre Zustimmung erteilen. Die Mitgliedsliste soll für Apps tabu sein und persönliche Daten wie Name und Profilbild will Facebook vor der Weitergabe von Beiträgen und Kommentaren an die Apps entfernen.

  • Pages-API: Bisher konnte jede App über die Pages-API alle Beiträge und Kommentare auf Facebook lesen. Ob die App überhaupt einen sinnvollen Mehrwert bietet, wurde nicht überprüft. Damit ist jetzt vorbei, denn alle Apps, welche die Pages-API weiterhin nutzen möchten, werden zunächst von Facebook begutachtet.

  • Partnerkategorien: Das Produkt "Partnerkategorien", über das Drittanbieter aus dem Bereich des Datenhandels ihre gezielten Aktivitäten direkt auf Facebook anbieten konnten, soll in Kürze eingestellt werden.

Betrachtet man obige Liste der durchgeführten bzw. geplanten Verbesserungen im Bereich des Datenschutzes, werden Facebooks bisherige Versäumnisse überdeutlich. Für das Wachstum der Plattform und die Monetarisierung der Daten wurde es Drittanbietern sehr leicht gemacht, am Datenreichtum des sozialen Netzwerks teilzuhaben. Und das dürfte den Verantwortlichen auch schon vor Jahren bewusst gewesen sein.

 
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NVIDIA stopft 7 Sicherheitslücken in seinen Grafiktreibern

reported by doelf, Mittwoch der 04.04.2018, 21:44:06

NVIDIA hat seine Grafiktreiber für Windows, Linux, FreeBSD und Solaris aktualisiert, um sieben Sicherheitslücken zu schließen. Für alle Betriebssystem gilt der sehr hohe Schweregrad 8,8 von 10, wobei es für Windows gleich vier Schwachstellen mit einer Wertung über 8 gibt. Betroffen sind die Produktreihen GeForce, Quadro, NVS und Tesla.

Drei der Schwachstellen sind Nullzeiger-Dereferenzierungen, die sich für DoS-Angriffe (Denial of Service) und Rechteausweitungen missbrauchen lassen. CVE-2018-6247 und CVE-2018-6249 wurden mit dem Schweregrad 8,8 klassifiziert und CVE-2018-6250 immerhin noch mit 8,2. Ebenfalls mit 8,8 bewertet wurde die Sicherheitslücke CVE-2018-6248, welche aufgrund einer falschen Längenangabe in fremden Speicherbereichen lesen und schreiben kann. Auch dieser Fehler lässt sich für DoS-Angriffe und Rechteausweitungen nutzen. Alle drei Lücken betreffen Windows, CVE-2018-6249 tritt zudem in Linux, FreeBSD und Solaris auf.

Ein Problem im DirectX-10-Usermode-Treiber (CVE-2018-6251) kann durch den Einsatz manipulierter Pixel-Shader zu unkontrollierten Schreibzugriffen führen. Neben DoS-Angriffen besteht hier auch die Gefahr, dass Schadcode ausgeführt wird. Dennoch liegt das Risiko nur bei 7,0. Ein ähnlicher Fehler (CVE-2018-6253, Schweregrad 5,5) steckt in den Usermode-Treibern für DirectX und OpenGL. Hier verursachen speziell gestaltete Pixel-Shader eine unendliche Wiederholung und legen damit das System lahm (DoS). Bei CVE-2018-6252 (Schweregrad 6,5) handelt es sich um einen Zugriff auf interne Funktionen, aus denen ebenfalls ein erfolgreicher DoS-Angriff resultieren kann. CVE-2018-6253 lässt sich bei allen Betriebssystemen ausnutzen, CVE-2018-6251 und CVE-2018-6252 nur unter Windows.

Folgende Treiber-Versionen wurden bereits abgesichert:

  • GeForce:
    Windows: Version 391.35 (inklusive HD-Audio-Treiber 1.3.36.6)
    Linux, FreeBSD, Solaris: Version 390.48 oder 384.130

  • Quadro, NVS:
    Windows: Version 391.33 oder 386.28 (inklusive HD-Audio-Treiber 1.3.36.6)
    Linux, FreeBSD, Solaris: Version 390.48 oder 384.130

  • Tesla:
    Windows: Version 391.29 oder 386.28 (inklusive HD-Audio-Treiber 1.3.36.6)
    Linux, FreeBSD, Solaris: Version 390.46 oder 384.125

Download: Bei NVIDIA nach Auswahl des jeweiligen Produktes...

 
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Intels Microcode-Updates sind fertig (oder gestrichen)

reported by doelf, Mittwoch der 04.04.2018, 20:33:08

Intel hat seine Informationen hinsichtlich der Microcode-Updates für Prozessoren, welche von den Meltdown- und Spectre-Angriffen bedroht sind, abermals aktualisiert. Während die meisten Microcode-Updates reif genug für die Auslieferung sind, gehen etliche Prozessoren leer aus - darunter frühe Core-i-Modelle sowie sämtliche Core-2-CPUs.

Produktionsfertig
Für fast alle Core-i-Prozessoren und Atom-SoCs sind die Microcode-Updates produktionsfertig. Dies gilt auch für die Baureihen Lynnfield (Nehalem Micro-Architektur), Arrandale und Clarkdale (beide Westmere Micro-Architektur). Einzig für die aktuellen Modelle Coffee Lake U43e und Coffee Lake S (6+2) Xeon E wird die Produktion noch vorbereitet.

Ganz gestrichen
Dass Intel jetzt doch recht zügig zu einem Ende gefunden hat, mag erfreulich klingen, doch es gibt einen bitteren Beigeschmack: Für etliche Prozessoren wurde die Entwicklung der Microcode-Updates nämlich einfach eingestellt, so dass diese CPUs angreifbar bleiben. Laut Intel lassen entweder architektonische Besonderheiten keine Reparatur zu oder die Chips werden ausschließlich in geschlossenen Systemen eingesetzt oder es gibt am Markt kaum Unterstützung für die Systemsoftware.

Betroffen sind alle Core-i-Modelle für den Sockel LGA-1366 (Bloomfield, Gulftown und Jasper Forest) sowie die mobilen Core-i-CPUs der ersten Generation (Clarksfield). Auch die einst so beliebten Core-2-Prozessoren (Harpertown, Penryn, Wolfdale und Yorkfield) werden keine Updates bekommen. Als einzige Atom-SoCs gehen die beiden SoFIA-3GR-Modelle Atom x3-C3200RK und Atom x3-C3230RK leer aus, dabei hatte Intel bei deren Markteinführung im ersten Halbjahr 2015 noch sieben Jahre Extended-Lifecycle-Support versprochen.

Hier eine Auflistung aller CPU-Familien, die keine Microcode-Updates bekommen werden:

Atom-SoC mit Silvermont-CPU, verkauft ab 2015:

  • SoFIA 3GR (Modelle: Atom x3-C3200RK, Atom x3-C3230RK; CPUID: 506D1; Sockel: Mobil)

Westmere Micro-Architektur, verkauft ab 2010:

  • Gulftown (CPUID: 206C2; Sockel: LGA-1366)

Nehalem Micro-Architektur, verkauft ab 2008:

  • Bloomfield (CPUID: 106A4 und 106A5; Sockel: LGA-1366)
  • Clarksfield (CPUID: 106E5; Sockel: Mobil)
  • Jasper Forest (CPUID: 106E4; Sockel: LGA-1366)

Penryn Micro-Architektur, verkauft ab 2007:

  • Harpertown Xeon (CPUID: 10676 und 1067A; Sockel: LGA-771)
  • Penryn (CPUID: 1067A; Sockel: Mobil)
  • Wolfdale (CPUID: 10676, 1067A, 10676 und 1067A; Sockel: LGA-775)
  • Yorkfield (CPUID: 10677; Sockel: LGA-775)
  • Yorkfield Xeon (CPUID: 10677; Sockel: LGA-771)

 
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Bitcoin und Ethereum wieder im Sturzflug

reported by doelf, Mittwoch der 04.04.2018, 14:07:05

Für Krypto-Millionäre wird 2018 zur Nervenprobe: Die beiden wichtigsten Krytowährungen Bitcoin und Ethereum befinden sich seit Anfang 2018 auf einer Achterbahnfahrt, die nach Rekordpreisen zum Jahreswechsel inzwischen steil nach unten weist. Und während Bitcoin Anfang März zumindest noch zuckte, kennt Ethereum inzwischen nur noch eine Richtung: Nach unten.

Am 6. Januar 2018 hatten Bitcoin-Besitzer noch allen Grund zu jubeln, denn damals markierten 14.259,6400 Euro den bislang höchsten Schlusskurs der weltweit dominierenden Kryptowährung im laufenden Jahr. Am 16. Dezember 2017 hatte ein Bitcoin sogar schon einmal 16.497,3400 Euro gekostet. Wer damals seine Bitcoins zu Geld gemacht hatte, darf sich freuen, denn aktuell liegt der Kurs nur noch bei 5.749,45 Euro und hat alleine am bisherigen Handelstag nochmals um knapp fünf Prozent nachgegeben. Wer schon vor einem Jahr eingestiegen ist, liegt dennoch mit 433,9 Prozent im Plus. Noch.

Die zweitwichtigste Kryptowährung Ethereum hatte ihren bisherigen Höchststand von 1.133,9779 Euro am 13. Januar 2018 erreicht - und seither geht es steil bergab. Das gilt auch für den heutigen Handelstag, an dem Ethereum bisher schon 7,85 Prozent verloren hat. Mit 312,4261 Euro ist Ethereum nicht einmal ein Drittel dessen wert, was man Mitte Januar 2018 für diese Kryptowährung zahlen musste. Betrachtet man den Kursverlauf über die letzten zwölf Monate, ist Ethereum mit einem Plus von 665,4 Prozent aber immer noch ein Gewinner.

Nach der völlig überhitzten Kursrallye im Jahr 2017 werden die Krytowährungen inzwischen ordentlich zurechtgestutzt. Ob es sich hierbei lediglich um eine überfällige Kurskorrektur handelt oder die Anleger ihr Vertrauen in die Kryptowährungen dauerhaft verlieren werden, ist noch nicht abzusehen. Der Markt bleibt extrem volatil und von Champagner bis Leistungswasser ist alles möglich. Wir raten zu großer Vorsicht und würden jede Investition in Kryptowährungen mit dem Besuch in einer Spielbank gleichsetzen!

 
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Antminer E3: Der erste ASIC-Miner für Ethereum

reported by doelf, Mittwoch der 04.04.2018, 12:59:53

Bitmain hat mit dem Vorverkauf des Antminer E3 begonnen. Der erste ASIC-Miner für die Kryptowährung Ethereum kostet 800 US-Dollar und soll zwischen dem 16. und 31. Juli 2018 ausgeliefert werden. Einer - laut Bitmain konservativ geschätzten - Hashrate von 180 MH/s steht ein Stromverbrauch von 800 Watt gegenüber. AMDs Aktie rutschte vor Handelsbeginn um über fünf Prozent ab.

Zunächst sind die Bestellungen auf fünf Geräte pro Kunde beschränkt. Zusätzlich zum Antminer E3 wird ein ATX-Netzteil mit zahlreichen 6-Pin-Anschlüssen benötigt. Bitmain empfiehlt das hauseigene Modell APW3++, welches zehn dieser Anschlüsse bietet - Kostenpunkt: weitere 105 US-Dollar. Dazu kommen Versand, Mehrwertsteuer und Zoll. Mit nur 180 Tagen fällt die Garantiezeit ziemlich bescheiden aus. Technische Daten nennt der Hersteller nicht. Im Vorfeld wurde allerdings kommuniziert, dass im Antminer E3 drei Hauptplatinen mit jeweils sechs ASICs und 32 GiB DDR3-Speicher stecken sollen.

Aufgrund der stark fallenden Kurse - aktuell wird Ethereum mit 315,57 Euro gehandelt, am 13. Januar 2018 waren es noch 1.133,98 Euro gewesen - und der hohen Stromkosten dürfte sich der Kauf des Antminer E3 in Deutschland nicht lohnen. Zusammen mit Netzteil, Versand, Mehrwertsteuer und Zoll schießt der Preis weit über 1.000 Euro, die man im Ernstfall binnen eines halben Jahres (der Garantiezeit) wieder reinholen muss. Einen positiven Nebeneffekt könnte die Verfügbarkeit des ersten ASIC-Miners für Ethereum aber dennoch haben: Die Preise für Gaming-Grafikkarten dürften endlich wieder auf das von den Herstellern vorgesehene Preisniveau fallen.

Dies vermuten auch einige Anleger und ziehen ihr Geld bei AMD ab. Vorbörslich ging es für AMDs Wertpapier an der Technologiebörse NASDAQ um 5,03 Prozent abwärts auf 9,07 US-Dollar. Zwischenzeitlich war die Aktie sogar unter 9 US-Dollar gerutscht. Christopher Rolland, ein Analyst der "Susquehanna Financial Group" (SFG) hatte AMDs Ausblick aufgrund der bevorstehenden Markteinführung des Antminer E3 bereits in der vergangenen Woche von neutral auf negativ abgesenkt.

 
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Tödliche Schüsse bei YouTube

reported by doelf, Mittwoch der 04.04.2018, 10:46:06

Am Hauptquartier des Videoportals YouTube hat es eine tödliche Schießerei gegeben. Eine bewaffnete Frau eröffnete das Feuer auf drei Personen und erschoss sich im Anschluss selbst. Die Polizei und YouTubes Sicherheitskräfte evakuierten sicherheitshalber den gesamten Gebäudekomplex, doch es gab keine weiteren Angreifer.

Die Schüsse fielen am Dienstag um 12:45 Uhr Ortszeit in einem Hof vor dem Hauptquartier, welches sich im kalifornischen San Bruno südlich von San Francisco befindet. Ein Mann und zwei Frauen wurden angeschossen, der Mann und eine der Frauen befinden sich nach Angaben des Krankenhauses in einem kritischen Zustand. Die Schützin wurde tot aufgefunden, sie hatte sich nach der Tat selbst gerichtet. Laut US-Medien handelt es sich um eine YouTuberin namens Nasim Aghdam, welche von ihrer Familie seit mehreren Tagen vermisst wurde. Offenbar hegte sie einen Groll gegen das Videoportal.

Zeugen berichten, Aghdam hätte eine Sonnenbrille und einen Schal getragen, so als ob sie nicht erkannt werden wollte. Die 39-jährige kämpfte auf sozialen Netzwerken für Veganismus und Tierrechte, dazu zählten auch YouTube-Videos. Offenbar war YouTube für sie eine wichtige Einnahmequelle, doch als diese versiegte, warf sie dem Unternehmen Zensur und Unterdrückung der Meinungsfreiheit vor. YouTube sei eine Diktatur, welche die Wahrheit unterdrücke und nur das System stütze. Videos wie die ihren würden indes vor den anderen Nutzern versteckt.

Nachdem zunächst eine Beziehungstat vermutet wurde, geht die Polizei nach aktueller Faktenlage nicht mehr von einem gezielten Angriff aus. Vielmehr vertreten die Ermittler die Ansicht, dass die Schützin ihre Opfer zufällig ausgewählt habe. Damit hätten wir es hier mit einem Amoklauf zu tun und das macht den Fall ausgesprochen ungewöhnlich, da diese Verbrechen fast ausschließlich von Männern begangen werden. Auf eine Frau kommen nach einer Statistik der US-Bundespolizei FBI rund 27 männliche Amokschützen.

Bei YouTube und Google zeigt man sich geschockt. Sundar Pichais Tweet zur "Tragödie" wird inzwischen für einen Schlagabtausch für und wieder Waffen missbraucht, obwohl Googles CEO seine Worte sehr distanziert und neutral gewählt hat. Aber nicht nur über Waffen sollte man nachdenken, sondern auch über die Rolle sozialer Medien. Diese bergen ein großes Potential, Menschen zu radikalisieren und dazu bedarf es nicht einmal der Religion. Auch Weltanschauungen und persönliche Überzeugungen werden zu einer Gefahr, wenn man diese anderen aufzwingen will.

 
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AMD: Neuer Grafiktreiber für "Far Cry 5"

reported by doelf, Dienstag der 03.04.2018, 22:39:50

AMD hat den optionalen Grafiktreiber Radeon Software Adrenalin Edition 18.3.4 veröffentlicht und empfiehlt diesen für das Spiel "Far Cry 5". Dazu gibt es Korrekturen für "Final Fantasy XV" und die Leistung bei Blockchain-Berechnungen soll sich wieder auf dem Niveau älterer Treiber-Versionen bewegen.

Behobene Fehler
Den Abfall der Blockchain-Performance beim letzten Treiber hat AMD als Fehler kategorisiert und korrigiert. Bei "Final Fantasy XV" kann man nun ohne Hänger oder Absturz zum zweiten Kapitel gelangen und die blendend hellen Lichteffekte an einigen Bäumen wurden ebenfalls berichtigt.

Offene Fehler
Wer "Far Cry 5" spielt und mehrere Grafikchips im System beherbergt, sollte auf Task-Wechsel verzichten, denn ansonsten flackert es. Die übrigen Probleme sind alte Bekannte: "Destiny 2" bleibt auf einigen Modellen der GCN1.0-Generation in der Mission "Heist" hängen und leidet nach längerer Spielzeit unter extrem langen Ladezeiten. Werden zwölf GPUs über längere Zeit mit Compute-Aufgaben belastet (also beim Mining), kann es zu Systemhängern kommen. Bleibt noch eine zögerliche Größenänderung des Fensters der Radeon Einstellungen und bei einigen Spielen scheitert nach wie vor das Aktivieren von Radeon Overlay.

Unterstützte Hard- und Software
Die optionale Radeon Software Adrenalin Edition 18.3.4 richtet sich an alle Nutzer mit diskreten GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Mobil). Seine APUs spart AMD, wie bei den meisten als "optional" gekennzeichneten Treibern, auch diesmal aus. Als Betriebssysteme werden Windows 10 und 7 unterstützt, wobei es für die Modelle der RX-Serie lediglich 64-Bit-Treiber gibt. Offiziell empfohlen wird weiterhin die Mitte Dezember 2017 veröffentlichte Radeon Software Adrenalin Edition 17.12.1, welche auch die APUs abdeckt.

Und was ist mit "Raven Ridge"?
Für seine Desktop-APUs Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G bietet AMD eine spezielle Radeon Software für Ryzen Desktop Prozessoren mit Radeon Vega Grafik an, welche die Versionsnummer 17.40.3701 trägt. Und das überrascht, denn diese Nummer entspricht noch der Entwicklungsschiene der Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.11.2 (Version 17.40.2511) und nicht der aktuellen Radeon Software Adrenalin Edition (17.12.1 = Version 17.50.02; 18.3.4 = Version 17.50.33.05). Den "Raven Ridge"-Treiber gibt es ausschließlich für Windows 10 64-Bit.

Download: AMD Radeon Software Adrenalin Edition 18.3.4

 
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Intel bringt Kaffee für alle und 6 Kerne für Notebooks

reported by doelf, Dienstag der 03.04.2018, 21:00:44

Intels achte Core-i-Baureihe "Coffee Lake" hat Zuwachs bekommen: Elf neue Mobil-CPUs, neun neue Prozessoren für Desktop-PCs sowie vier neue Chipsätze. Erstmals bietet Intel sechs Kerne und zwölf Threads für Notebooks an und für Desktops gibt es nun sechs Kerne mit einer TDP von lediglich 35 Watt. Die neuen Chipsätze senken derweil den Preis der Plattform.

Beim "Coffee Lake" rücken Notebooks und Desktops wieder etwas enger zusammen - und das sowohl bei der Rechenleistung als auch beim Stromverbrauch. Sieben der neuen Mobil-CPUs fallen in die Kategorie "Performance Mobile" und weisen eine recht hohe TDP von 45 Watt auf, die übrigen vier Mobil-Modelle bringen es auf 28 Watt. Die drei Desktop-Prozessoren mit "Standard Power" erzeugen eine moderate Abwärme zwischen 62 und 65 Watt, während sich die sechs "Low Power"-Chips mit bescheidenen 35 Watt zufrieden geben. Drei der fünf Desktop-CPUs, die Intel zusammen mit dem Z370-Chipsatz im Oktober 2017 vorgestellt hatte, liegen mit einer TDP von 91 bis 95 Watt deutlich darüber.

Coffee Lake für Notebooks
Das mobile Spitzenmodell Core i9-8950HK hat Intel entsperrt, es lässt sich somit - soweit die Kühlung und der Hersteller des Notebooks es erlauben - übertakten. Den Core i7-8850H führt Intel als "teilentsperrt", ohne genau zu sagen, was das bedeuten soll. DDR4-2666 bleibt "Performance Mobile" vorbehalten, für die Standard-Modelle gibt es nur DDR4-2400. Intels schnellen Optane-Speicher, der eine Alternative zu Flash-basierten SSDs darstellt, unterstützen alle neuen Prozessoren.

  • Core i9-8950HK (6 Kerne/12 Threads @ 2,9 - 4,8 GHz; 12 MiB L3-Cache; 45 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel) neu
  • Xeon E-2186M (6 Kerne/12 Threads @ 2,9 - 4,8 GHz; 12 MiB L3-Cache; 45 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel mit ECC) neu
  • Xeon E-2176M (6 Kerne/12 Threads @ 2,7 - 4,4 GHz; 12 MiB L3-Cache; 45 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel mit ECC) neu
  • Core i7-8850H (6 Kerne/12 Threads @ 2,6 - 4,3 GHz; 9 MiB L3-Cache; 45 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel) neu
  • Core i7-8750H (6 Kerne/12 Threads @ 2,2 - 4,2 GHz; 9 MiB L3-Cache; 45 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel) neu
  • Core i5-8400H (4 Kerne/8 Threads @ 2,5 - 4,2 GHz; 8 MiB L3-Cache; 45 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel) neu
  • Core i5-8300H (4 Kerne/8 Threads @ 2,3 - 4,0 GHz; 8 MiB L3-Cache; 45 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel) neu
  • Core i7-8559U (4 Kerne/8 Threads @ 2,7 - 4,5 GHz; 8 MiB L3-Cache; 28 W TDP; DDR4-2400 Dual-Channel) neu
  • Core i5-8269U (4 Kerne/8 Threads @ 2,6 - 4,2 GHz; 6 MiB L3-Cache; 28 W TDP; DDR4-2400 Dual-Channel) neu
  • Core i5-8259U (4 Kerne/8 Threads @ 2,3 - 3,8 GHz; 6 MiB L3-Cache; 28 W TDP; DDR4-2400 Dual-Channel) neu
  • Core i3-8109U (2 Kerne/4 Threads @ 3,0 - 3,6 GHz; 4 MiB L3-Cache; 28 W TDP; DDR4-2400 Dual-Channel) neu

Coffee Lake für Desktops
Im Desktop-Segment rundet Intel sein Angebot nach unten ab und bringt die ersten Coffee Lakes mit einer TDP von lediglich 35 Watt. Besonders beeindruckend ist dabei der Core i7-8700T, der die Vollausstattung mit 6 Kernen, 12 Threads und 12 MiB L3-Cache mit 35 Watt Abwärme kombiniert. Seine maximale Taktrate von 4,0 GHz wird dieser Chip allerdings nicht lange halten können. Seitens Intel werden 2,4 GHz garantiert. Neue K-Modelle mit frei wählbarem Multiplikator gibt es leider nicht.

  • Core i7-8700K (6 Kerne/12 Threads @ 3,7 - 4,7 GHz; 12 MiB L3-Cache; 95 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel): 359 US-Dollar
  • Core i5-8600K (6 Kerne/6 Threads @ 3,6 - 4,3 GHz; 9 MiB L3-Cache; 95 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel): 257 US-Dollar
  • Core i3-8350K (4 Kerne/4 Threads @ 4,0 GHz; 6 MiB L3-Cache; 91 W TDP; DDR4-2400 Dual-Channel): 168 US-Dollar
  • Core i7-8700 (6 Kerne/12 Threads @ 3,2 - 4,6 GHz; 12 MiB L3-Cache; 65 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel): 303 US-Dollar
  • Core i5-8600 (6 Kerne/6 Threads @ 3,1 - 4,3 GHz; 9 MiB L3-Cache; 65 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel): 213 US-Dollar neu
  • Core i5-8500 (6 Kerne/6 Threads @ 3,0 - 4,1 GHz; 9 MiB L3-Cache; 65 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel): 192 US-Dollar neu
  • Core i5-8400 (6 Kerne/6 Threads @ 2,8 - 4,0 GHz; 9 MiB L3-Cache; 65 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel): 182 US-Dollar
  • Core i3-8300 (4 Kerne/4 Threads @ 3,7 GHz; 8 MiB L3-Cache; 62 W TDP; DDR4-2400 Dual-Channel): 138 US-Dollar neu
  • Core i3-8100 (4 Kerne/4 Threads @ 3,6 GHz; 6 MiB L3-Cache; 65 W TDP; DDR4-2400 Dual-Channel): 117 US-Dollar
  • Core i7-8700T (6 Kerne/12 Threads @ 2,4 - 4,0 GHz; 12 MiB L3-Cache; 35 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel): 303 US-Dollar neu
  • Core i5-8600T (6 Kerne/6 Threads @ 2,3 - 3,7 GHz; 9 MiB L3-Cache; 35 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel): 213 US-Dollar neu
  • Core i5-8500T (6 Kerne/6 Threads @ 2,1 - 3,5 GHz; 9 MiB L3-Cache; 35 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel): 192 US-Dollar neu
  • Core i5-8400T (6 Kerne/6 Threads @ 1,7 - 3,3 GHz; 9 MiB L3-Cache; 35 W TDP; DDR4-2666 Dual-Channel): 182 US-Dollar neu
  • Core i3-8300T (4 Kerne/4 Threads @ 3,2 GHz; 8 MiB L3-Cache; 35 W TDP; DDR4-2400 Dual-Channel): 138 US-Dollar neu
  • Core i3-8100T (4 Kerne/4 Threads @ 3,1 GHz; 6 MiB L3-Cache; 35 W TDP; DDR4-2400 Dual-Channel): 117 US-Dollar neu

Preiswertere Chipsätze
Bisher ließen sich die Coffee Lakes ausschließlich mit dem teuren Z370-Chipsatz kombinieren, der dem Z270 entspricht. Doch nun gibt es vier günstigere Alternativen namens H370, H310, Q370 und B360. Für Endkunden dürfte der H370 die beste Wahl sein, denn dieser bietet 30 I/O-Anbindungen, die sich auf 14 USB-Ports (USB 3.1 mit 10 Gb/s: 4; USB 3.1 mit 5 Gb/s: 8), sechs SATA-3.0-Anschlüsse und 20 PCIe-3.0-Lanes verteilen lassen. Vorsicht ist beim H310 geboten, der sich arg beschnitten zeigt: Ihm fehlen schnelle USB-3.1-Ports mit 10 Gb/s, es gibt maximal vier SATA-Anschlüsse und die sechs PCIe-Lanes entstammen der zweiten Generation.

 
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Microsoft erschafft Total Meltdown und verursacht 0-Day-Veröffentlichung

reported by doelf, Dienstag der 03.04.2018, 14:12:45

Betrachtet man die Meltdown- und Spectre-Angriffe, so geht das größere Risiko von Meltdown aus, da sich diese Attacke recht simpel realisieren lässt. Entsprechend schnell hatte sich Microsoft um Meltdown gekümmert, den entsprechenden Flicken allerdings komplett vergeigt. Das Ergebnis war "Total Meltdown", eine wesentliche Erleichterung für Angreifer. Und den Fix für "Total Meltdown" hat Microsoft ebenfalls versemmelt.

Eine Geschichte voller Missgeschicke
Es ist schon ein Drama mit den CPU-Schwachstellen und den dazugehörigen Reparaturversuchen: Intel präsentierte trotz sechsmonatiger Vorwarnzeit halbgare Korrekturen, die Linux-Erfinder Linus Torvalds auf die Palme brachten, und Microsoft legte auf älteren AMD-Rechnern das komplette Windows lahm. Kann es noch schlimmer kommen? Ja, zumindest für die Nutzer der 64-Bit-Ausgaben von Windows 7 und Server 2008 R2: Wie Ulf Frisk feststellen musste, reißen Microsofts Meltdown-Korrekturen von Januar 2018 dort eine noch weit größere Schwachstelle auf, welche der Sicherheitsforscher auf den Namen "Total Meltdown" taufte.

Gebrauchsfertiger Turbo-Meltdown mit Schreibzugriff
Beim ursprünglichen Angriff auf Meltdown konnten nicht privilegierte Anwendungen geschützten Kernel-Speicher mit einer Geschwindigkeit von mehreren MB/s lesen. Microsoft hat dies unterbunden und dabei zugleich einen Weg eröffnet, um den geschützten Kernel-Speicher mit einer Rate von mehreren GB/s zu lesen. Und ja, auch zum High-Speed-Lesen genügt eine nicht privilegierte Anwendung! Damit lassen sich geheime Schlüssel und Passwörter in Windeseile kopieren (bei 4 GB/s kommen selbst herkömmliche SSDs nicht mehr mit) und sogar verändern, denn den passenden Schreibzugriff gibt es als Bonus gratis dazu. Damit der Angreifer gar keine Mühe mehr hat, verknüpfte Windows den benötigten Speicher mit jedem laufenden Prozess.

Ein simples Rechteproblem
Wie konnte das passieren? Microsoft hatte die Berechtigung im selbstverweisenden PML4-Eintrag (Page Map Level 4) für alle Nutzer freigegeben, statt sie auf den Kernel zu beschränken. Der PML4 wird vom Speichermanagement des Prozessors genutzt, um die virtuelle Adresse eines Prozesses in eine physische Arbeitsspeicheradresse zu übersetzen. Hierbei verwendet Windows einen selbstverweisenden Eintrag in der obersten PML4-Seitentabelle, welcher bei Windows 7 immer an gleicher Stelle zu finden ist, während Windows 10 mit einer zufälligen Adresse arbeitet. In der Folge kann jeder Prozess den gesamten Arbeitsspeicher auslesen und auch an jede Position schreiben. Die einzige Ausnahme sind "Extended Page Tables" (EPTs) für die Virtualisierung.

Microsoft verursacht 0-Day
Während Frisk die Sicherheitslücke untersuchte, stellt er fest, dass Microsoft sie mit den März-Updates geschlossen hatte. Er kontaktierte Microsoft mit der Bitte um Erlaubnis, seine Entdeckungen sowie den dazugehörigen Angriffs-Code veröffentlichen zu dürfen, und bekam am 26. März 2018 grünes Licht aus Redmond. Die Veröffentlichung erfolgte am 27. März 2018 nebst eines passenden Angriffs für das PCILeech Direct Memory Access Attack Toolkit. Nur einen Tag später musste Frisk dann feststellen, dass Microsofts Fix für das Meltdown-Update lückenhaft (CVE-2018-1038) war und kontaktierte die Redmonder erneut. Der Fix für die Korrektur des Januar-Patches wurde am 29. März 2018 nachgereicht.

 
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Gerücht: Apple ab 2020 ohne Intel

reported by doelf, Dienstag der 03.04.2018, 10:53:48

Wie Bloomberg mit Verweis auf "gut informierte Quellen" berichtet, plant Apple ab 2020 ohne Intel. Die hauseigenen Macs sollen dann von eigenen Prozessoren angetrieben werden. Dies scheint zugleich Apples Abschied von der x86-Architektur zu sein, was für Mac-Benutzer ähnlich weitreichende Konsequenzen haben wird, wie Apples Abschied von der PowerPC-Architektur im Jahr 2005. Intels Aktie fällt deutlich.

Von 68k über PowerPC und x86...
Auch damals hatte Apple die Architektur gewechselt und ältere Programme in den Rosetta-Emulator verbannt. Anwendungen, die sich noch in der aktiven Weiterentwicklung befanden, wurden als sogenannte "Universal Binaries" für beide Architekturen erstellt. Mit diesen Maßnahmen hatte Apple einen allzu harten Übergang verhindern können, dennoch landeten die PowerPC-Macs schnell auf dem Abstellgleis. Wesentlich geschmeidiger verlief 1997 der Wechsel von Motorola 68k zu PowerPC, welcher mit System 7.1.2 vollzogen wurde. Außer einem deutlichen Leistungsplus bemerkten die Benutzer vom Architekturwechsel seinerzeit herzlich wenig.

...zu ARM
Apples erneuter Architekturwechsel läuft laut Bloomberg unter dem Projektnamen "Kalamata". Er soll Apples Geräte, also die iOS-Fraktion mit iPhones und iPads sowie die Macs, enger zusammenwachsen lassen. Damit dürfte Apple bei seinen Computern in Zukunft auf ARM-Prozessoren setzen und in diesem Bereich konnte das Unternehmen in den vergangenen Jahren viel Erfahrungen sammeln. Die ARM-Chips empfehlen sich insbesondere für mobile Computer, da sie wenig Strom verbrauchen und somit sehr lange Akku-Laufzeiten sowie sehr flache und leichte Designs ermöglichen. Insbesondere zum Surfen sowie für den Medienkonsum sind ARM-basierte Notebooks gut geeignet. Allerdings zeigen Tests von Windows on ARM auch die derzeitigen Grenzen der ARM-Plattform auf: Für anspruchsvolle Aufgaben wie typische Workstation-Anwendungen sind die ARM-Chips aktuell noch nicht schnell genug.

Dies wirft die Frage auf, ob Apple seine gesamte Produktpalette bis 2020 auf eigene ARM-Designs umstellen kann, oder ob die Pro-Schiene übergangsweise an x86-CPUs festhalten wird. Bloomberg schreibt, dass sich "Kalamata" noch in einer frühen Entwicklungsphase befinde. Dies bestärkt Zweifel daran, ob sich ein solcher Wechsel binnen zwei Jahren überhaupt stemmen lässt. Zugegeben: Apple kann ein breites Software-Angebot für iOS vorweisen, welches mit kleineren Anpassungen auch auf den ARM-Macs laufen würde - eine Software-Plattform namens "Marzipan" soll dies ermöglichen. Zudem wurde macOS in den vergangenen Jahren immer stärker an iOS angepasst. Dennoch wird man in Cupertino abermals auf einen sanften Übergang setzen, der die Kunden nicht verschrecken oder irritieren soll. Und da erscheint der von Bloomberg genannte Zeitplan zumindest sehr ambitioniert.

Intel unter Druck
Bisher haben weder Apple noch Intel den Architekturwechsel bestätigt, dennoch reagierte die Börse prompt: Intels Aktie, die mit einem Kurs von 52,08 US-Dollar aus dem Wochenende kam, stürzte zwischenzeitlich bis auf 47,29 US-Dollar ab. Zum Handelsschluss lag ihr Wert bei 48,92 US-Dollar, was einem Einbruch von 6,07 Prozent entspricht. Der Chipverkauf an Apple soll rund fünf Prozent von Intels Jahresumsatz ausmachen. Ob Apple auch in Zukunft auf AMD und NVIDIA als Grafikzulieferer zurückgreifen wird, steht in den Sternen. Doch zumindest sind beide Firmen bereits im ARM-Segment aktiv und könnten Apple mit passenden Lösungen versorgen.

 
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