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MSI RTX 2080 Serie

News-Archiv: August 2016

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Intel stellt Kaby Lake vor: Kaum Neues aus Core-Hausen

reported by doelf, Mittwoch der 31.08.2016, 16:12:50
Tick. Tock. Ein Tick steht bei Intel für eine neue Fertigungstechnik, ein "Tock" für einen Architekturwechsel. Der Mitte 2013 eingeführte Haswell markierte eine neue Architektur, welche der Broadwell von 22 auf 14 nm schrumpfte. Skylake brachte vor einem Jahr dann wieder eine neue Architektur und Kaby Lake bringt jetzt herzlich wenig.

Geht es nach Intels Tick-Tock-Logik, hätte Kaby Lake, nach offizieller Zählung die siebte Core-Generation, einen neuen Fertigungsprozess einführen müssen. Und das ist nach Intels Ansicht auch geschehen, wenn auch nicht in gewohnter Form. Hatten frühere Ticks feinere Strukturen gebracht, bleibt es diesmal bei 14 nm. Dennoch will Intel den von Broadwell und Skylake bekannten Fertigungsprozess weiterentwickelt haben und spricht nun von "14nm+". Optimierungen des Fertigungsprozesses hatte es schon früher gegeben, nur wurden sie selten an die große Glocke gehängt. Abgesehen von leicht höheren Taktraten darf man von den Rechenkernen also keine Fortschritte erwarten. Übrigens: Im TDP-Bereich oberhalb von 15 Watt soll es mit Coffee Lake im kommenden Jahr dann noch eine vierte 14-nm-Generation geben. Das Mooresche Gesetz können wir wohl endgültig abheften und zu den Akten legen.

Kaby Lake startet mit der für Tablets gedachten Y-Serie (zwei Kerne, vier Threads, 4,5 Watt TDP) sowie der U-Serie (zwei Kerne, vier Threads, 15 Watt TDP) für Ultrabooks. Deren Grafikeinheiten HD 615 und HD 620 basieren ebenfalls noch auf der Skylake-Architektur, lediglich die Videoeigenschaften hat Intel etwas aufgebohrt. Die neue Video-Engine kann VP9-Inhalte (8 oder 10 Bit) komplett in der Hardware dekodieren und mit 8 Bit Farbtiefe auch transkodieren. Zudem wurde die Unterstützung von HEVC (De- und Encoding) auf 4K-Auflösung, 10 Bit Farbtiefe sowie 60 Hertz erweitert. Auf dem internen Bildschirm wird auch das von Netflix für 4K-Videos geforderte DRM unterstützt, nicht aber über den HDMI-Anschluss, welcher beim Versionsstand 1.4 verharrt. Im kommenden Jahr sollen dann auch 4K-Streams von Sony auf den neuen Prozessoren laufen.

Das Fehlen von HDMI 2.0 samt HDCP 2.2 bleibt aber nicht die einzige Kröte, die man bei Kaby Lake schlucken muss: Auch USB 3.1 glänzt mir Abwesenheit. Spürbare Vorteile in Hinblick auf Stromverbrauch bzw. Akkulaufzeit darf man nur beim Abspielen oder Umwandeln bestimmter Videoinhalte erwarten, gleiches gilt für die Arbeitsgeschwindigkeit. Den Takt der x86-Kerne hat Intel insbesondere dann gesteigert, wenn nur ein Thread benötigt wird. Und ob dieser von Geräten, die oftmals mit passiver Kühlung arbeiten, über einen längeren Zeitraum gehalten wird, darf bezweifelt werden. Insgesamt bietet Kaby Lake zu wenig Neuerungen und die leistungsstärkeren Varianten mit vier Kernen werden sowieso erst 2017 in den Handel kommen. Man darf also gespannt sein, ob AMDs Zen diese Schwächephase des Marktführers wird nutzen können.
 
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Steuernachzahlung: Apple sieht eine Geschichte voller Missverständnisse

reported by doelf, Mittwoch der 31.08.2016, 09:42:45
Apple-Chef Tim Cook hat einen offenen Brief an die Kunden seines Unternehmens gerichtet. Darin erklärt er das große Unrecht, welches dem innovativen und weltweit für seiner Fairness bekannten Unternehmen derzeit in Europa widerfährt. Dass Apple so viel Geld auf der hohen Kante hat, liegt nämlich keinesfalls daran, dass sich die Firma vor Steuerzahlungen drückt, sondern einzig an der hohen Qualität seiner tollen Produkte, die die Kunden so sehr lieben.

Cook lamentiert, dass Apple vor 36 Jahren seine erste europäische Geschäftsstelle im strukturschwachen Cork errichtet und dort 60 Arbeitsplätze geschaffen habe. Das klingt, als sei Apple der große Retter Irlands gewesen, doch tatsächlich suchte das junge Unternehmen einen englischsprachigen Standort, an dem Steuersatz, Mieten und Löhne möglichst niedrig waren. Es ging Apple nicht um den Aufbau Irlands, sondern schlicht und einfach um die eigenen Wachstumsperspektiven. Und daran ist nichts verwerflich, solange man bei den Fakten bleibt. Diese Rechnung ist aufgegangen, denn mittlerweile arbeiten in Irland 6.000 Angestellte für den Weltkonzern Apple. In ganz Europa habe Apple 1,5 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Wer will, kann zwischen den Zeilen lesen, dass diese aufgrund der - aus Cooks Perspektive - unfairen Behandlung durch die Europäische Kommission in Gefahr sind. Im weiteren Verlauf des Briefes wird er etwas klarer und schreibt von einem schädlichen Effekt für "die Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen in Europa", bezieht sich dabei allerdings nicht nur auf Apple. Zudem würden sich viele kleine und mittelgroße Unternehmen auf Apple verlassen, was wiederum eine Abhängigkeit dieser Firmen impliziert.

Aufgrund von "innovativen Produkten, die unseren Kunden Freude machen", sei Apple zum größten Steuerzahler in Irland, zum größten Steuerzahler in den USA und zum weltweit größten Steuerzahler geworden. Cook erklärt allerdings nicht, woran sich diese Superlative bemessen oder wie viel Steuer Apple in welchen Ländern tatsächlich bezahlt. Apples Chef bestreitet allerdings vehement, dass es eine Sonderbehandlung Apples durch Irland gegeben habe. Stattdessen versuche die Europäische Kommission, "die Geschichte von Apple in Europa umzuschreiben, die irischen Steuergesetze zu ignorieren und dadurch das internationale Steuersystem zu kippen". Dies hätte "verheerende Folgen für die Souveränität der EU Mitgliedsstaaten" und die "Rechtssicherheit in Europa". Dass die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ein Regelwerk vereinbart haben, welches unfaire Steuervorteile sowie die Bevorzugung bestimmter Unternehmen zum Nachteil ihrer Mitbewerber verbietet, lässt Cook völlig außer Acht. Ebenso ignoriert er, dass die irische Regierung die erhobenen Vorwürfe im Laufe der zweijährigen Ermittlungen nicht entkräften konnte. Apple sei jedenfalls zuversichtlich, "dass die Anordnung der Kommission aufgehoben wird".

Wie ist nun die tatsächliche Gesetzeslage? Der Artikel 107 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union verbietet ausdrücklich wettbewerbsverfälschende Beihilfen an Unternehmen oder Produktionszweige, wenn diese den Handel zwischen den EU-Mitgliedstaaten beeinträchtigen. Ausnahmen hiervon sind möglich, müssen aber von der Europäischen Kommission als Subvention genehmigt werden. Dies ist im Fall Apples aber nicht geschehen, zudem hätte eine solche Subvention aufgrund Apples wirtschaftlicher Lage niemands gewährt werden dürfen. Eine weitere Ausnahme stellt die De-minimis-Regelung dar, welche - eine kleine Überraschung für Europagegner - zum Bürokratieabbau dient. Die De-minimis-Regelung legt Bagatellgrenzen fest, unter denen die Staaten nach eigenem Wissen und Gewissen subventionieren dürfen. Diese Grenze liegt für Unternehmen wie Apple bei 200.000 Euro für das laufende und die letzten zwei Kalenderjahre. Ein kurzer Faktencheck: Apple ist nicht förderfähig, da das Unternehmen sehr hohe Gewinne eingefahren hat. Es gab keine Ausnahmegenehmigung seitens der Europäischen Union. Die irische Regierung konnte Apples Steuerkonstrukt und die aufgrund dessen veranschlagten Steuern nicht erklären.

Doch statt Aufklärung zu leisten, wirft Apple weitere Nebelbomben: Laut Cook ist das Thema Steuer bei multinationalen Unternehmen wie Apple "eine komplexe Angelegenheit". Das klingt erst einmal negativ, doch Steuerberater empfehlen bei hohen Gewinnen explizit den Aufbau multinationaler Konstrukte, da diese große Möglichkeiten zur Steuerreduzierung bzw. zur Steuervermeidung bieten. Cook präsentiert sein letztes Ass als fundamentales Prinzip: "Der Gewinn einer Firma sollte in dem Land versteuert werden, in dem der Gewinn geschaffen wird". Und geschaffen werde Apples Gewinn durch die Forschung und Entwicklung, welche in Kalifornien stattfindet. Soll heißen: Wenn überhaupt, dann muss Apple nur in den USA Steuern zahlen. Dass Apple seine Geräte in China fertigen lässt, diese dann nach Europa transportiert und hier verkauft, scheint für Cook aus steuerlicher Sicht völlig unbedeutend zu sein. Dies sollte die USA aufhorchen lassen, schließlich hortet Apple einen Großteil seiner Barreserven, die sich zum Abschluss des letzten Quartals auf 231,5 Milliarden US-Dollar beliefen, auf ausländischen Konten. Würde Apple diese Gewinne tatsächlich in die USA bringen, würden dort nämlich Steuern fällig.

Wenn man gehässig wäre... Ach, warum eigentlich nicht: Lassen wir den Unsinn mit dem Konjunktiv und seinen wir ganz einfach mal gehässig: Statt die Vorwürfe der Europäischen Kommission zu entkräften und ein paar knackige Zahlen auf den Tisch zu knallen, ergeht sich Tim Cook im branchenüblichen Blabla multinationaler Unternehmen, deren Steuertricksereien aufgeflogen sind. Was Apples Chef hier abliefert, ist nichts als eine Gewissensberuhigung für die Käufer der Marke, denen das glanzvolle Unternehmen nicht wie eine miese Mafia-Klitsche erscheinen soll. Dieser offene Brief lässt jegliche Offenheit vermissen und dient einzig und alleine der Image-Rettung. Natürlich ist Apple nicht das einzige multinationale Unternehmen, das seine Steuerlast mit Hilfe eines cleveren Firmengeflechts auf das absolute Minimum drückt. Doch aufgrund seiner Größe, der extrem hohen Gewinne und der lächerlich niedrigen Steuerzahlungen setzt Apple einmal mehr Maßstäbe, wenn auch im negativen Sinne. Da kann der liebe Herr Cook so viel schwafeln!
Quelle: www.apple.com
 
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Surface Pro 3: Microsoft löst Akku-Problem

reported by doelf, Dienstag der 30.08.2016, 16:26:52
Schon seit längerer Zeit klagen etliche Benutzer des Tablets Surface Pro 3 über extrem kurze Akku-Laufzeiten. Viele hatten bereits die Batterie des im Jahr 2014 vorgestellten Geräts austauschen lassen, doch auch neue Akkus und Ladegeräte brachten keine Abhilfe. Nun hat Microsoft das Problem mit einer neuen Firmware behoben, denn die Ursache war ein reiner Software-Fehler.

Die betroffenen Geräte funktionieren normal, solange sie am Netzteil betrieben werden. Doch das eigentliche Steckenpferd des Surface Pro 3 ist der mobile Einsatz und der war oftmals nur für weniger als eine Stunde möglich. Wie Microsoft erklärt, wurde der Füllstand der Akkuzellen falsch erkannt, so dass der Ladevorgang viel zu früh beendet wurde. Daher liefen die Akkus nur mit einer sehr geringen Ladung und machten entsprechend schnell schlapp. Eine neue System-Firmware, welche auf den 29. August 2016 datiert und die über Windows Update verbreitet wird, korrigiert das Lademanagement, so dass die Batterie wieder vollständig aufgeladen wird. Nach einigen Lade-Entlade-Zyklen soll die ursprüngliche Kapazität wiederhergestellt sein. Zum Einspielen der neuen Firmware muss das Surface Pro 3 am Stromnetz betrieben werden, zudem sollte der Akku einen Ladestand von mindestens 40 Prozent anzeigen.

Microsoft arbeitet zudem an einer Lösung für Kunden, die ihr Tablet bereits für eine kostenpflichtige Reparatur eingeschickt hatten. Diesen will das Unternehmen binnen 30 Tagen eine Lösung anbieten. Eine mögliche Beschädigung der Batterien aufgrund der unvollständigen Ladezyklen schließt Microsoft aus.

Download: Surface Pro 3 Firmware-Update
 
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EU: Apple muss 13 Milliarden Euro plus Zinsen nachzahlen

reported by doelf, Dienstag der 30.08.2016, 13:18:43
Die Europäische Kommission wertet die extrem niedrigen Steuern, welche Irland dem US-Konzern Apple gewährt hatte, als verbotene Staatshilfen. Mit einer effektiven Körperschaftssteuer zwischen einem Prozent im Jahr 2003 bis 0,005 Prozent im Jahr 2014 konnte das Unternehmen in Europa rund 13 Milliarden Euro sparen, die es nun nachzahlen muss.

Die zuständige Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager verurteilt Irlands Vorgehen, ausgewählten Firmen wie Apple Schlupflöcher sowie extrem niedrige Steuersätze, die weit unter dem landesüblichen Satz liegen, einzuräumen. Dies ist nach europäischem Recht nicht zulässig. Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen, welche die Europäische Kommission im Juni 2014 aufgenommen hatte, wurden zwei Regelungen aus den Jahren 1991 und 2007 gekippt, mit denen Irland Apples Steuerlast seit dem Jahr 1991 immer weiter reduziert hatte. Indem Apples Steuerlast substanziell und künstlich gedrückt wurde, habe Irland dem US-Unternehmen einen signifikanten Wettbewerbsvorteil verschafft.

Apple ist seit 1980 in Irland präsent und wickelt große Teile seines internationalen Geschäfts über die grüne Insel ab. Mit 12,5 Prozent ist die Unternehmenssteuer in Irland ohnehin sehr niedrig angesiedelt, doch auch das war dem hochprofitablen Unternehmen noch zu viel. Und so schloss man zwei besondere Vereinbarungen mit dem irischen Staat, die ein ziemlich undurchsichtiges Firmenkonstrukt ermöglichten. Dreh- und Angelpunkt sind die beiden Firmen "Apple Operations Europe" (AOE) und "Apple Sales International" (ASI). Zu oberst steht "Apple Operations International" (AOI), ein Unternehmen nach irischem Recht und ohne steuerlichen Sitz in Irland, welches eine Anschrift in Cork, aber keine Immobilien oder eigene Mitarbeiter hat. AOI hat eine 100-prozentige Tochter namens AOE, ebenfalls ein Unternehmen nach irischem Recht und ohne steuerlichen Sitz, aber mit einer Zweigstelle in Irland. Diese kauft Bauteile und verkauft fertige Mac-Computer. Zudem stellt AOE diverse Dienstleistungen für die Apple-Töchter in Europa, Afrika und dem mittleren Osten bereit. Den Einnahmen von AOE stehen extrem hohe Ausgaben gegenüber, welche als Beteiligung an Forschungs- und Entwicklungskosten an die amerikanische Mutter fließen.

ASI ist wiederum eine 100-prozentige Tochter von AOE. Auch bei ASI handelt es sich um ein Unternehmen nach irischem Recht und ohne steuerlichen Sitz in Irland, das eine irische Zweigstelle betreibt. Die Aufgabe von ASI besteht darin, Geräte und Zubehör von Apples Produktionspartnern einzuführen und an Apples europäische Niederlassungen und deren Handelspartner weiterzuverkaufen. Zudem kümmert sich ASI um logistische Fragen. Genau wie AOE führt auch ASI einen Großteil seiner Gewinne als Beteiligung an Forschung und Entwicklung an Apple ab. Die beiden Vereinbarungen, welche die irische Regierung in den Jahren 1991 und 2007 mit Apple geschlossen hatte, regeln die Steuerlast für die irischen Zweigstellen von AOE und ASI. Im Rahmen der Ermittlungen erklärten die irischen Behörden, dass der steuerliche Sitz von AOE und ASI unbekannt sei und die irischen Niederlassungen dieser Unternehmen keinerlei Entscheidungsgewalt hätten. Da die Gewinne der beiden Firmen an die jeweiligen Unternehmenszentralen geflossen seien, habe man diese nicht besteuern können. Und genau das war nach Einschätzung der Europäischen Kommission auch Sinn und Zweck des ganzen Vorhabens.

Margrethe Vestager rechnet vor, dass ASI im Jahr 2011 rund 22 Milliarden US-Dollar (ca. 16 Milliarden Euro) an Gewinnen eingefahren hatte. Aufgrund der Vereinbarungen mit Irland wurden allerdings nur 50 Millionen Euro versteuert, während der Löwenanteil von 15,95 Milliarden Euro der Firmenzentrale mit unbekanntem Sitz zugerechnet wurde und damit steuerfrei blieb. Somit zahlte ASI lediglich 10 Millionen Euro an Körperschaftssteuer, was einen effektiven Steuersatz von 0,05 Prozent bedeute. Mit steigenden Gewinnen in den Folgejahren sank der Steuersatz dann bis 2014 auf vollends lächerliche 0,005 Prozent ab. Bei AOE wurde genauso verfahren. Neben der eindeutigen Bevorteilung Apples beklagt Vestager auch das Hin- und Hergeschiebe von Gewinnen, mit dem die ökonomische Realität der Unternehmensgruppe verschleiert wurde. Tatsächlich hat der irische Staat hier Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet, die Europäische Kommission spricht aber lieber von widerrechtlichen Staatshilfen.

Während Apple seit 1991 von der bevorzugten Behandlung durch Irland profitieren konnte, darf die Europäische Kommission solche Hilfen nur für einen Zeitraum von zehn Jahren zurückfordern. Ausschlaggebend ist dabei der Zeitpunkt, zu dem die Kommission erste Anfragen an den Mitgliedsstaat gerichtet hatte. Dies geschah im Jahr 2013, so dass die Steuernachzahlungen für die Jahre 2003 bis 2013 fällig werden. Die Höhe der Steuernachzahlung spiegelt das Ausmaß der gewaltigen Steuervorteile wieder: 13 Milliarden Euro plus Zinsen! Man darf davon ausgehen, dass Apple unverzüglich Rechtsmittel gegen diese Entscheidung einlegen wird. Irlands Regierung hat diesen Schritt bereits angekündigt, offenbar will die Grüne Insel Apples Geld partout nicht haben.
Quelle: europa.eu
 
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Facebook empfiehlt Sex mit McChicken

reported by doelf, Dienstag der 30.08.2016, 11:17:29
Selten war unser Trash-Logo so passend wie bei diesem Thema: Mit Trend-Themen (Trending Topics) will das soziale Netzwerk Facebook seine Nutzer zu noch mehr Interaktionen anregen und daraus noch mehr Geld generieren. Doch nachdem es den menschlichen Mitarbeitern des Unternehmens an Objektivität mangelte, übernahm Kollege Computer mit einem wirren Mix aus Geschmacklosigkeiten und Falschmeldungen.

Wie unsere Kollegen vom Guardian berichten, empfahl Facebook seinen Nutzern einen Bericht über die Entlassung der beliebten Nachrichtensprecherin Megyn Kelly. Kelly arbeitet für den konservativen US-Sender Fox, der sie angeblich gefeuert habe, weil sie die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton offen unterstütze. Doch Kelly hat ihren Job noch, wohl auch, weil sie sich nie hinter Clinton gestellt hatte. Eine glasklare Falschmeldung, die vor ihrer Verbreitung offenbar niemand verifiziert hatte.

Ein weiterer Tipp ist ein Beitrag über die rechtskonservative Kolumnistin Ann Coulter, die laut Überschrift als "rassistische Fotze" ("Racist Cunt") bezeichnet wurde. Gerade in den USA erfreuen sich knackig kurze Wörter mit vier Buchstaben einer großen Beliebtheit, doch während fuck, suck, shit, piss, dick und cunt in der Umgangssprache sowie in Filmen von Quentin Tarantino allgegenwärtig sind, bekommen konservativ-religiöse Amerikaner bei ihrem Anblick wahlweise einen Herzinfarkt oder einen Tobsuchtsanfall.

Bleibt noch das geschmackliche Highlight der Facebook-Empfehlungen: Kollege Computer stolperte bei Twitter über den Hashtag #McChicken, der gerade tierisch abgeht und daher von großem Interesse für Facebook-Nutzer jedes Alters sein sollte. Dummerweise bezieht sich #McChicken aber auf das Video eines Mannes, der in das gleichnamige Sandwich masturbiert. Wer sich nicht mit dem Gedanken an Geschlechtsverkehr mit totem, gegrillten Geflügel anfreunden will, sollte über eine Millionenklage gegen Facebook nachdenken.

Facebooks neuer Algorithmus ist übrigens erst seit letztem Freitag im Einsatz und funktioniert genauso mies wie die untergeschobenen Likes. Bereits mehrfach hatte automatisierter Programmcode den "Islamischen Staat" als heißes Thema identifiziert und eine passende Webseite aus Wikipedia-Inhalten generiert. Diese wurde dann potentiellen Interessenten, darunter etliche Journalisten, als "Gefällt mir" untergeschoben. Zuletzt geschah dies nach dem Messerangriff auf dem Bahnhof Grafing im Mai 2016.

Aufgrund unfreiwilliger Sympathiebekundungen für den islamischen Staat hatten wir unsere Facebook-Präsenz vor einiger Zeit gelöscht. Eine Entschuldigung oder auch nur das Eingeständnis eines Fehlers hatte es seitens Facebook nie gegeben. Wir hatten aber auch nicht weniger als absolut rein gar nichts von dieser Firma erwartet.
 
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Kim Dotcom: Seine letzte Schlacht als mehrteiliger Videostream

reported by doelf, Dienstag der 30.08.2016, 10:10:39
Für Kim Schmitz alias "Kimble" alias "Kim Dotcom" alias "Kim Tim Jim Vestor" geht es um alles: Die USA haben bereits das Geld des umtriebigen Unternehmers beschlagnahmt und nun wollen sie ihn selbst - für ein lebenslanges Gastspiel in einer US-Strafanstalt. Doch zuvor konnte Kim Dotcom noch einen kleinen Sieg verbuchen: Seine Auslieferungsanhörung wird als Videostream im Internet übertragen.

BildMit markigen Sprüchen wie "We will win this together. Then we make them pay. Then they will remember. Don't attack the Internet." bläht sich DotDingens einmal mehr als Kämpfer für die digitale Freiheit auf, während seine wahren Prioritäten immer rein monetärer Natur waren. Schmitz verdiente sein Geld mit dubiosen Projekten in den Grauzonen des Internets und stellte es dann protzig zur Schau. Fehler sucht er grundsätzlich bei anderen und die Zerschlagung seiner Firma Megaupload bewertet er als großes Unrecht. Dass die Behörden dabei ebenso am Rande der Legalität operiert haben wie Dotcoms Unternehmen, steht allerdings auch außer Frage. Die USA, welche hier einzig für die Interessen ihrer Medienindustrie kämpfen, werfen "Kimble" organisierte Kriminalität, Geldwäsche und Urheberrechtsverletzungen vor, was Schmitz und seine mutmaßlichen Komplizen für mehr als 25 Jahre hinter Gitter bringen könnte. Sollte "Kim Tim Jim Vestor" tatsächlich an die USA ausgeliefert werden, gilt seine Verurteilung als so gut wie sicher.

Mit der Videoübertragung seiner Auslieferungsanhörung will Dotcom nach eigenen Angaben für Transparenz sorgen und der Welt die Wahrheit vor Augen führen. Interessanterweise haben sich die US-Vertreter vehement gegen diese Streams ausgesprochen, da sie die Meinung zukünftiger Geschworener in den USA beeinflussen könnte. Der zuständige Richter sah das anders und sorgte mit seiner Entscheidung für eine Premiere in Neuseeland, wo zuvor noch nie ein Gerichtsprozess ins Internet gestreamt wurde. Die Aufzeichnung wird allerdings nicht live übertragen, sondern mit einem Zeitversatz von zwanzig Minuten. Dies ermöglicht das Herausschneiden von Material, welches nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Als Plattform wird YouTube genutzt und der erste Stream wird für Mittwoch erwartet. Insgesamt sind für die Anhörungen sechs Wochen angesetzt. Die entsprechende URL will Schmitz über Twitter bekannt geben.

Ein Rückblick
Schon in den 90er-Jahren widmete sich DotSchmitz als Betreiber von Mailboxen dem nicht immer legalen Datentausch. In der Fernsehsendung Monitor machte er dann als Hacker von sich reden, als er das kostenlose Telefonieren mittels Blue Boxing demonstrierte. 1998 erfolgte eine erste Verurteilung wegen Betrugs, Computerbetrugs, Bandenhehlerei und Missbrauchs von Titeln (2 Jahre Jugendstrafe auf Bewährung), 2002 folgte eine weitere Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten wegen Insiderhandels. Zusätzlich musste Kimble eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro zahlen. In der Folgezeit kündigte Schmitz immer wieder kuriose Projekte an, doch die meisten waren nur von kurzer Dauer und bestanden zum Großteil aus heißer Luft. Der Durchbruch gelang Kim Tim Jim mit dem Sharehoster Megaupload. Dank millionenschwerer Werbeeinnahmen leistete sich Schmitz luxuriöse Autos, Hubschrauber, exotische Tiere und die teuerste Privatimmobilie seiner Wahlheimat Neuseeland: Das Chrisco Mansion in Coatesville.

Doch über Megaupload wurden auch massenhaft Raubkopien von Filmen, Musik und Software verbreitet, wodurch DotKimble den Zorn der USA auf sich zog. Am 20. Januar 2012 fiel die US-amerikanische Bundespolizei FBI zusammen mit lokalen Ermittlern in seine Luxusvilla ein und machten Megaupload dicht. Im Januar 2013 versuchte Mister Vestor als Geschäftsführer des Cloud-Strorage-Dienstes MEGA sein Comeback, doch schon im September des selben Jahres gab er diesen Posten wieder auf. Zwischendurch war Dotcom als Sänger und Politiker aufgetreten, doch diesen beiden Karrierepfade endeten sang und klanglos mit der Pleite des Internet-Entrepreneurs. Kurz vor Weihnachten 2015 entschied das Bezirksgericht von Auckland, dass DotCom aufgrund der erdrückenden Beweislast an die USA ausgeliefert werden darf.
 
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Neu zum Ausprobieren: Firefox 49.0 Beta 8

reported by doelf, Dienstag der 30.08.2016, 09:10:31
Für alle, denen der aktuelle Firefox 48.0.2 schon zu alt ist, liegt die achte Beta-Ausgabe der Version 49.0 zum Download bereit. In der Leseansicht kann man sich die Inhalte nun auch vorlesen lassen und der Abstand der Zeilen wurde optimiert. Weitere Änderungen betreffen Graphite, Firefox Hello und Mac OS X.

Die Bibliothek "Graphite2 Font Shaping" ist nun standardmäßig aktiviert. Graphite ist eine quelloffene Software und wird von SIL International entwickelt. Sie bietet deutlich mehr Freiheiten als OpenType, was insbesondere komplexen Schriften, wie sie in Südostasien von diversen Minderheiten genutzt werden, zugute kommt. Beispiele hierfür wären Varianten der burmesischen Schrift oder Lanna in Thailand. Darüber hinaus erhalten Designer mit Graphite eine bessere Unterstützung für kalligraphische Stile und die Platzierung von mehreren diakritischen Zeichen. Abgesehen von Thunderbird und Firefox kommt Graphite auch in LibreOffice und XeTeX zum Einsatz, beim Firefox 45.0.1 und Thunderbird 38.7.1 wurde "Graphite Font Shaping" seinerzeit aufgrund von Sicherheitsproblemen deaktiviert.

Mozillas Echtzeitkommunikationsdienst Firefox Hello wird eingestellt und fehlt bereits in der aktuellen Beta-Version. Firefox Hello war im Dezember 2014 für Video- und Audiogespräche sowie Textnachrichten gestartet und fand sich erstmals im Firefox 34.0. Der Dienst basiert auf der WebRTC-Schnittstelle (Web Real-Time Communication), so dass man auch browserübergreifend kommunizieren kann. Firefox Hello funktioniert ohne Benutzerkonten, man muss seinem Gesprächspartner lediglich einen Link zuschicken. Warum der Dienst jetzt eingestellt wird, erklärt Mozilla leider nicht

Unter Mac OS X läuft der Firefox nun auf Systemen ohne Hardware-Beschleunigung schneller. OS-X-Schriften mit Kantenglättung sehen besser aus und ab sofort können auch Nutzer, die den Firefox nicht selber installiert haben, frische Updates einspielen. Hierzu müssen sie allerdings die Zugangsdaten eines Administrators kennen. Mit dem Firefox 49.0 lässt Mozilla Mac OS X 10.6 bis 10.8 fallen, unterstützt werden nur noch Mac OS X 10.9 und neuer.

Generell kann der Firefox statt der Hardware-Beschleunigung nun auch die Befehlssatzerweiterung SSSE3 nutzen, um die Videowiedergabe flüssiger zu gestalten. Zugleich wird SSE2 zu einer Voraussetzung für die Nutzung des Firefox unter Windows. Der integrierte HTML5-Player kann Audio- und Videoinhalte neuerdings mit 1,25-facher Geschwindigkeit abspielen und wiederholen. Und bereits gespeicherte Zugangsdaten für HTTP-Angebote werden nun auch für HTTPS-Anmeldungen bereitgestellt.

Download: Firefox 49.0 Beta 8
 
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LibreOffice 5.2.1 RC 2 offiziell verfügbar

reported by doelf, Dienstag der 30.08.2016, 09:08:01
Seit Anfang August liegt die kostenlose und quelloffene Bürosoftware LibreOffice in der Version 5.2 zum Download bereit und in dieser Woche soll das erste Bug-Fix-Update erscheinen. Der zweite Veröffentlichungskandidat von LibreOffice 5.2.1 ist inzwischen offiziell verfügbar, die dazugehörigen Versionshinweise fehlen aber noch.

Der erste Release Candidate hatte sich um 94 Fehler, darunter acht Programmabstürze, gekümmert. Aktuell bietet LibreOffice 5.2 zwar die neuesten Funktionen, für den Produktiveinsatz ist hingegen die ausgereifte Version 5.1.5 zu empfehlen. LibreOffice 5.1.5 markiert die vorletzte Ausgabe in dieser Entwicklungsschiene. Für Ende Oktober ist noch die Version 5.1.6 geplant und am 27. November 2016 werden dann Support und Entwicklung enden. Bis dahin dürfte die Entwicklungsschiene 5.2 deutliche Fortschritte in Hinblick auf ihre Stabilität und Zuverlässigkeit gemacht haben.

Download: LibreOffice 5.2.1 RC 2
 
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Kolumne: de Maizières Desinformation dechiffriert

reported by doelf, Montag der 29.08.2016, 15:12:51
Als John Brunner seinen dystopischen Science-Fiction-Roman "Der Schockwellenreiter" ("The Shockwave Rider") im Jahr 1975 veröffentlichte, war dieser in mehrfacher Hinsicht visionär. Brunner beschreibt einen vernetzten Staat, in dem Datenschutz und Verschlüsselung ein Privileg von Unternehmen und Regierung sind. Die Bürger sind für die Oberen indes völlig transparent und dem System ausgeliefert. Und, wie wir alle wissen, führt übermäßige Macht zu einem Missbrauch derselben.

BildIm Jahr 1975 war das Internet noch in weiter Ferne, soziale Netzwerke bestanden aus dem Kirchenkreis oder der Nachbarschaft und Würmer hatte man im Garten, aber nicht im Computer. Nicht einmal der Begriff des "Cyberpunk" war geprägt, weshalb "Der Schockwellenreiter" auch als ein Vorbereiter desselben gilt. Hauptfigur des Romans ist Nick Haflinger, der ein Prototyp des Hackers ist. Haflinger geht es nämlich nicht um die eigene Bereicherung, sondern um das Aufdecken von Geheimnissen. Oder besser gesagt, um das Aufdecken aller Geheimnisse. Mit seinem Wurm schafft Haflinger eine Omnitransparenz, in der es für die Mächtigen keine Verstecke mehr gibt. Alle Entscheidungen landen auf dem moralischen Prüfstand der Gesellschaft und nichts bleibt mehr geheim.

Im frühen 21. Jahrhundert angelangt, zu dieser Zeit spielt übrigens auch "Der Schockwellenreiter", ist die globale Vernetzung zur Realität geworden. Fast jeder nutzt soziale Netzwerke und fürchtet Schadsoftware, die seine Daten verschlüsselt und in Geiselhaft nimmt. Indes greifen Geheimdienste wie die US-amerikanische NSA, der britische GCHQ oder auch der deutsche BND massenhaft auf das weltweite Datenmaterial zu, um die Menschen von allen Seiten zu durchleuchten. Wer könnte eine Gefahr darstellen? Wer vertritt Ansichten, die politisch anecken? Wer tanzt irgendwie sonst aus der Reihe? Doch nicht nur Staaten, auch Unternehmen durchleuchten unser Online-Leben, um uns als potentielle Kunden oder zukünftige Mitarbeiter zu identifizieren.

Die Maschinerie, welche Firmen wie Facebook, Google oder Microsoft einsetzen, um unser Leben bis ins kleinste Detail zu erfassen und daraus ein virtuelles Abbild zu generieren, ist gewaltig. Wonach suchen wir? Was kaufen wir? Mit wem und worüber kommunizieren wir? Wie hoch ist unser Puls dabei? Wann halten wir uns wo auf? Gleiches gibt für den Aufwand, den Geheimdienste betreiben, um unsere Kommunikation abzufangen und auszuwerten. Die Rückschlüsse, welche für Werbekunden oder Sicherheitsorgane gezogen werden, liefert dabei Programmcode, der mehr oder weniger sinnvolle Zusammenhänge herstellt. Und da die zu verarbeitenden Datenmengen gewaltig sind, fällt es auch niemandem auf, wenn dieser Code zuweilen großen Mist liefert.

Nicht zuletzt dank Edward Snowden wissen wir zumindest, dass wir vor den Geheimdiensten ziemlich nackt dastehen. Den Unternehmen liefern wir unsere Daten indes frei Haus, indem wir die Dienste von Facebook, Google oder Microsoft nutzen. Sei es aus reiner Bequemlichkeit oder weil man seine Seele an irgendeinen Teufel verkaufen muss, um in der heutigen Zeit erreichbar zu bleiben. Wer seine Privatsphäre in diesem Umfeld vor neugierigen Augen schützen will, muss Dienste mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwenden, denn bei diesen kann nicht einmal der Betreiber auf die Inhalte der Mitteilungen zugreifen. Idealerweise geht man gleich ganz anonym ins Internet und startet seinen Rechner mit einem Betriebssystem wie Tails.

Natürlich ist auch das Ende-zu-Ende-Konzept nur so sicher wie die dabei verwendete Verschlüsselung und generell wird jede Verschlüsselung irgendwann geknackt. Es geht lediglich darum, das Brechen dieses Schutzes so lange hinauszuzögern, bis die geschützten Daten keinerlei Bedeutung mehr haben. Für uns Bürger stellt eine sichere Verschlüsselung den einzigen wirksamen Schutz gegen repressive Regierungen, sammelwütige Konzerne und Internetkriminelle dar, doch natürlich kann niemand verhindern, dass sich auch Terroristen oder Kriminelle dieses Schutzes bedienen. Ebenso wenig lässt sich verhindern, dass Terroristen Fahrzeuge mieten oder im Baumarkt Äxte kaufen. Und auch den illegalen Handel mit Drogen und Waffen hatte es schon lange vor dem Internet gegeben.

Wenn sich nun Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière mit seinem französischen Kollegen Bernard Cazeneuve trifft und fordert, dass "die Sicherheitsbehörden das technisch können, was sie jetzt schon rechtlich dürfen", sollte dies in mehrfacher Hinsicht nachdenklich stimmen. Und nicht nur, weil die französischen Gesetze wesentlich mehr erlauben als die deutschen und in unserem Nachbarland schon seit Monaten der Ausnahmezustand herrscht. Auch eine deutlich umfangreichere Vorratsdatenspeicherung und der Einsatz elektronischer Fußfesseln haben unseren Nachbarn nicht dabei geholfen, Terroranschläge zu verhindern. Daher schießt man sich jetzt auf die Verschlüsselung ein.

"Durch die technische Entwicklung sind manchmal Straftäter technologisch weiter als die Sicherheitsbehörden und das ist nicht richtig", erklärt de Maizière. Wenn man einen Blick in die lokale Polizeiwache und auf das weit verbreitete Zwei-Finger-Kreisen-Dateneingabesystem der dortigen Beamten wirft, mag das stimmen. Doch unser Bundesinnenminister verzerrt die Fakten, wenn er uns High-Tech-Terroristen vorgaukelt. Ein High-Tech-Terrorist würde die Signalschaltung von Bahnstrecken übernehmen und Züge ineinanderfahren lassen, statt mit einer Axt durch die Wagons zu laufen. Ein High-Tech-Terrorist würde Wasser- und Elektrizitätswerke sabotieren, statt einen LKW zu mieten. Nein, Herr de Maizière, nicht jeder, der WhatsApp benutzen kann, ist ein hochgerüstetes Cyber-Genie!

Tatsächlich stammen die am weitesten entwickelten Spionagewerkzeuge nicht von Terroristen oder Kriminellen, sondern von Geheimdiensten oder aus der freien Wirtschaft. Dies belegen die Programme der NSA, welche seit zwei Wochen im Internet zum Verkauf angeboten werden, sowie der Fall Pegasus, in dem die auf Cyber-Kriegsführung spezialisierte Firma NSO Group ihre "legale Spyware" an repressive Staaten verkauft hatte. Ja, auch die Russen und die Chinesen sollte man nicht vergessen, die lassen sich aber seltener in die Karten schauen. Wenn nun Milliarden an Steuergeldern nicht ausreichen, um eine Verschlüsselung zu knacken, liegt das nur daran, dass diese Verschlüsselung für den Moment noch sicher ist.

Nun ist es verständlich, dass die Ermittler gerne ein Werkzeug hätten, um sichere Verschlüsselungen zu brechen. Doch Hintertüren und Nachschlüssel unterhöhlen das komplette Sicherheitskonstrukt, denn sie lassen sich ebenso von Kriminellen oder Terroristen nutzen. Und diese müssten nicht einmal technisch aufrüsten, denn wenn es um Millionen oder gar Milliarden geht, lässt sich eine Hintertür am schnellsten durch Bestechung oder unter Zuhilfenahme von brutaler Gewalt öffnen. Letzteres ist auch eine Spezialität von Terroristen, denen eine geschwächte Verschlüsselung mitunter sogar Möglichkeiten eröffnen würde, von denen sie bisher nicht zu träumen wagten. Auf der anderen Seite kann niemand einen Kriminellen oder Terroristen zwingen, auf den Einsatz sicherer Verschlüsselungsmethoden zu verzichten.

Tatsächlich geht es den beiden Innenministern auch weniger um technisch versierte Experten, die ihre sensible Kommunikation aufwändig auf Offline-Systemen verschlüsseln, im Anschluss auf eine CD brennen und erst dann über einen Tails-Rechner online verschicken, sondern um die Nutzer von Diensten wie WhatsApp oder die deutschen E-Mail-Anbieter. Über solche Dienste kann jeder auch ohne technisches Wissen eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwenden. Wir reden also keineswegs über technisch fortgeschrittene Straftäter, sondern über den Zugriff auf Massenkommunikationsmittel, die wir alle verwenden. Und ein bequemer und technisch unaufwendiger Zugriff auf Massenkommunikationsmittel, da darf man sich nichts vormachen, führt immer zu einer Massenüberwachung.

Wobei uns das Stichwort "Massenüberwachung" ein paar Absätze zurückführt zu dem, was die Sicherheitsbehörden jetzt schon rechtlich dürfen. "Massenüberwachung" gehört definitiv nicht dazu und würde auch gegen die Europäische Grundrechtecharta verstoßen. Dafür ist die gezielte Überwachung von Verdächtigen erlaubt, sofern konkrete Hinweise vorliegen und ein Richter grünes Licht für entsprechende Maßnahmen gegeben hat. Im Rahmen solcher Überwachungsmaßnahmen lässt sich auch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgehen, da sich die Ermittler Zugriff auf den Rechner oder das Smartphone des Verdächtigen verschaffen dürfen. Und wer ein Ende der Transportkette kontrolliert, hat auch kein Problem mit der stärksten Verschlüsselung.

Bleibt noch das Problem der Kriminellen und Terroristen, welche die Ermittler und Geheimdienste bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatten. Um diese erwischen zu können, müssten sämtliche Kommunikationswege abgefangen, entschlüsselt und von irgendwelchen Programmen nach irgendwelchen obskuren Regeln analysiert werden. Denn das funktioniert nur durch Massenüberwachung in Verbindung mit unsicherer Verschlüsselung! Und während dieser Verstoß gegen die Europäische Grundrechtecharta und diese Aufgabe fundamentaler Freiheiten uns alle betreffen würde, müssten die Kriminellen und Terroristen einfach nur ihre Kommunikationsgewohnheiten umstellen. Denn für Kriminelle und Terroristen stellt es kein Problem dar, mit einer verbotenen Verschlüsselungssoftware gegen geltendes Recht zu verstoßen.
 
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PCI-Express 4.0: Es bleibt bei 75 Watt

reported by doelf, Samstag der 27.08.2016, 19:06:48
Der PCI-Express-Steckplatz liefert in seiner aktuellen Generation maximal 75 Watt. Wenn eine Steckkarte mehr Saft benötigt, wie es bei den meisten Grafikkarten der Fall ist, werden 6- bzw. 8-polige Zusatzstecker vom Netzteil benötigt. Gerüchte, dass PCI-Express 4.0 dies ändern und bis zu 300 Watt ermöglichen würde, haben sich als falsch herausgestellt.

Die spezielle Interessengruppe "PCI-SIG", welche die Verwaltung und Weiterentwicklung des PCI-Standards wahrnimmt, hat nun klargestellt, dass auch PCI-Express-Slots der vierten Generation lediglich 75 Watt bereitstellen werden. Maximal dürfen PCI-Express-4.0-Geräte bis zu 300 Watt verbrauchen, die restlichen 225 Watt werden aber - wie bisher - direkt vom Netzteil über zusätzliche Stecker eingespeist. Die finale Fassung von PCI-Express 4.0 soll noch im Laufe dieses Jahres verabschiedet werden. Wichtigste Neuerung dürfte eine Verdopplung der Bandbreite auf 16 GT/s sein.
 
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Microsoft Excel verfälscht wissenschaftliche Arbeiten

reported by doelf, Samstag der 27.08.2016, 18:34:37
Wie die australischen Forscher Mark Ziemann, Yotam Eren und Assam El-Osta in der Fachzeitschrift "Genome Biology" berichten, sind viele wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Genetik fehlerhaft. Schuld ist Microsofts Tabellenkalkulation Excel, welche die wissenschaftlichen Kürzel für verschiedene Gene falsch interpretiert.

Hier drei Beispiele:
  • "Septin 2" wird SEPT2 abgekürzt und von Excel in 2-Sep (2. September) umgewandelt.
  • "Membrane-Associated Ring Finger (C3HC4) 1, E3 Ubiquitin Protein Ligase" wird MARCH1 abgekürzt und von Excel in 1-Mar (1. März) umgewandelt.
  • RIKEN-Identifikatoren wie 2310009E13 werden Fließkommazahlen wie 2.31E+13 umgewandelt.
Die Wissenschaftler haben die Ausgaben von 18 Fachzeitschriften für die Jahre 2005 bis 2015 sowie die dazugehörigen ergänzenden Dateien durchforstet. Insgesamt wurden dabei 35.175 Excel-Dokumente untersucht. 7.467 davon enthalten Genlisten die zu 3.597 Veröffentlichungen gehören. Excel-Fehler wurden 987 ergänzenden Dateien von 704 Artikeln gefunden. Damit sind 19,6 Prozent - also rund ein Fünftel - aller untersuchten Veröffentlichungen betroffen. Zudem wurden 4.321 Excel-Dateien aus der Datenbank NCBI GEO geprüft. Dort befassten sich 574 Dateien mit Genen und 228, also stolze 39,7 Prozent, erwiesen sich als von Microsoft verfälscht.

Um die automatische Umwandlung zu unterbinden, muss man das Format der jeweiligen Zelle ändern. Dies lässt sich in Excel leider nicht fest einstellen, sondern muss für jede Zelle einzeln vorgenommen werden. Auch LibreOffice Calc und OpenOffice Calc tappen in diese Falle, lediglich Google Sheets lässt die Gen-Bezeichnungen unangetastet. Abseits der englischen Sprache sind Wissenschaftler vor dem Problem mit SEPT2 und MARCH1 gefeit: Die deutsche Version von Calc wandelt zwar "2.sep" in "09.06.16" um, nicht aber SEPT2. Das Problem mit den RIKEN-Identifikatoren tritt indes unabhängig von der benutzten Sprache auf.
 
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LibreOffice 5.2.1 RC 2 als Pre-Release verfügbar

reported by doelf, Samstag der 27.08.2016, 16:34:04
Seit Anfang August liegt die kostenlose und quelloffene Bürosoftware LibreOffice in der Version 5.2 zum Download bereit und nun ist das erste Bug-Fix-Update in Anflug. Aktuell ist ein zweiter Veröffentlichungskandidat von LibreOffice 5.2.1 im Pre-Release-Bereich des offiziellen Entwicklungsservers verfügbar, die finale Fassung soll in der kommenden Woche folgen.

Für den zweiten Release Candidate gibt es noch keine Änderungsliste, der erste hatte sich um 94 Fehler, darunter acht Programmabstürze, gekümmert. Aktuell bietet LibreOffice 5.2 zwar die neuesten Funktionen, für den Produktiveinsatz ist hingegen die ausgereifte Version 5.1.5 zu empfehlen. LibreOffice 5.1.5 markiert die vorletzte Ausgabe in dieser Entwicklungsschiene. Für Ende Oktober ist noch die Version 5.1.6 geplant und am 27. November 2016 werden dann Support und Entwicklung enden. Bis dahin dürfte die Entwicklungsschiene 5.2 deutliche Fortschritte in Hinblick auf ihre Stabilität und Zuverlässigkeit gemacht haben.

Download: LibreOffice 5.2.1 RC 2 (Pre-Release)
 
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Neu zum Ausprobieren: Firefox 49.0 Beta 7

reported by doelf, Samstag der 27.08.2016, 16:24:58
Für alle, denen der aktuelle Firefox 48.0.2 schon zu alt ist, liegt die siebte Beta-Ausgabe der Version 49.0 zum Download bereit. In der Leseansicht kann man sich die Inhalte nun auch vorlesen lassen und der Abstand der Zeilen wurde optimiert. Weitere Änderungen betreffen Graphite, Firefox Hello und Mac OS X.

Die Bibliothek "Graphite2 Font Shaping" ist nun standardmäßig aktiviert. Graphite ist eine quelloffene Software und wird von SIL International entwickelt. Sie bietet deutlich mehr Freiheiten als OpenType, was insbesondere komplexen Schriften, wie sie in Südostasien von diversen Minderheiten genutzt werden, zugute kommt. Beispiele hierfür wären Varianten der burmesischen Schrift oder Lanna in Thailand. Darüber hinaus erhalten Designer mit Graphite eine bessere Unterstützung für kalligraphische Stile und die Platzierung von mehreren diakritischen Zeichen. Abgesehen von Thunderbird und Firefox kommt Graphite auch in LibreOffice und XeTeX zum Einsatz, beim Firefox 45.0.1 und Thunderbird 38.7.1 wurde "Graphite Font Shaping" seinerzeit aufgrund von Sicherheitsproblemen deaktiviert.

Mozillas Echtzeitkommunikationsdienst Firefox Hello wird eingestellt und fehlt bereits in der aktuellen Beta-Version. Firefox Hello war im Dezember 2014 für Video- und Audiogespräche sowie Textnachrichten gestartet und fand sich erstmals im Firefox 34.0. Der Dienst basiert auf der WebRTC-Schnittstelle (Web Real-Time Communication), so dass man auch browserübergreifend kommunizieren kann. Firefox Hello funktioniert ohne Benutzerkonten, man muss seinem Gesprächspartner lediglich einen Link zuschicken. Warum der Dienst jetzt eingestellt wird, erklärt Mozilla leider nicht

Unter Mac OS X läuft der Firefox nun auf Systemen ohne Hardware-Beschleunigung schneller. OS-X-Schriften mit Kantenglättung sehen besser aus und ab sofort können auch Nutzer, die den Firefox nicht selber installiert haben, frische Updates einspielen. Hierzu müssen sie allerdings die Zugangsdaten eines Administrators kennen. Mit dem Firefox 49.0 lässt Mozilla Mac OS X 10.6 bis 10.8 fallen, unterstützt werden nur noch Mac OS X 10.9 und neuer.

Generell kann der Firefox statt der Hardware-Beschleunigung nun auch die Befehlssatzerweiterung SSSE3 nutzen, um die Videowiedergabe flüssiger zu gestalten. Zugleich wird SSE2 zu einer Voraussetzung für die Nutzung des Firefox unter Windows. Der integrierte HTML5-Player kann Audio- und Videoinhalte neuerdings mit 1,25-facher Geschwindigkeit abspielen und wiederholen. Und bereits gespeicherte Zugangsdaten für HTTP-Angebote werden nun auch für HTTPS-Anmeldungen bereitgestellt.

Download: Firefox 49.0 Beta 7
 
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Tipp: Preiswerte Bildschirme von Acer im Tagesangebot

reported by doelf, Freitag der 26.08.2016, 10:17:31
Bei unserem Partner Amazon gibt es heute zwei Bildschirme von Acer im Tagesangebot. Das Modell Acer G226HQLIBID mit 55,9cm (21,5 Zoll) Bilddiagonale kostet 89,00 Euro und den größeren Acer S242HLDBID mit 60,1 cm (24 Zoll) Bilddiagonale bekommt man für 119,00 Euro. Beide Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten, sofern man die Geräte bei Amazon selbst bestellt.

Beim Acer G226HQLIBID handelt es sich um einen Monitor mit LED-Hintergrundbeleuchtung, der die Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel auf 55,9cm (21,5 Zoll) Bilddiagonale anzeigt. Die Helligkeit ist mit 200 cd/qm recht mäßig, dafür bietet der Bildschirm einen dynamischen Kontrast von 100 Millionen zu 1. Die Reaktionszeit des MVA-Panels liegt bei 2 ms und der typische Verbrauch bei 22 Watt (Energieeffizienzklasse: B). Als Anschlüsse stehen HDMI, DVI und VGA zur Auswahl, wobei die digitalen Ausgänge HDCP beherrschen. Für 89,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten kann man hier nichts falsch machen.

Unser Favourit ist dennoch der Acer S242HLDBID, denn Full-HD sieht auf einer Bilddiagonale von 61 cm (24 Zoll) einfach angenehmer aus. Auch in Hinblick auf Helligkeit und Reaktionszeit hat das 24-Zoll-Modell mit seinem TN-Panel und der LED-Hintergrundbeleuchtung die Nase vorn: 250 cd/qm und 1 ms. Beim dynamischen Kontrast von 100 Millionen zu 1 gibt es keinen Unterschied und auch die Anschlussmöglichkeiten - HDMI, DVI und VGA - sind identisch. Mit einem typischen Verbrauch von 25 Watt fällt dieser Bildschirm in die Energieeffizienzklasse A. 119,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten sind hier sehr gut investiert.

Hinweis: Durch den Einkauf über obige Links unterstützt ihr www.Au-Ja.de. Herzlichen Dank!
 
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Akuter Spyware-Befall: Apple muss iOS 9 abdichten

reported by doelf, Freitag der 26.08.2016, 09:11:30
Apple hat sein mobiles Betriebssystem iOS auf die Version 9.3.5 aktualisiert. So kurz vor der Fertigstellung von iOS 10 gibt es keine Verbesserungen mehr, stattdessen werden nur noch gefährliche Sicherheitslücken geschlossen. Nachdem die Version 9.3.4 Anfang August einen Jailbreak gestoppt hatte, kümmert sich das neueste Update aus Cupertino um drei 0-Day-Schwachstellen, die bereits von einer gefährlichen Spyware namens Pegasus missbraucht werden.

Der von Citizen Lab und Lookout Security entdeckte Schädling markiert den bis dato erfolgreichsten und weitreichendsten Angriff auf Apples Mobilgeräte. Pegasus nutzt gleich drei zuvor unbekannte Sicherheitslücken, welche die Entdecker unter dem Namen "Trident" (Dreizack) zusammengefasst haben. Es handelt sich um ein äußerst komplexes Spionageprogramm, das nicht nur auf 0-Day-Schwachstellen und Angriffe auf der Kernel-Ebene, sondern auch auf Verschlüsselung und Verschleierung setzt. Pegasus wurde nicht von Kriminellen entwickelt, sondern stammt von einer auf Cyber-Kriegsführung spezialisierten Firma namens NSO Group. Die NSO Group sitzt in Israel und wurde im Jahr 2010 von der US-Firma Francisco Partners Management übernommen. Und dort hat man offenbar keine Probleme damit, Spionageprogramme an repressive Staaten zu verkaufen.

So konnte Citizen Lab aufdecken, dass Pegasus in den Vereinigten Arabischen Emiraten gegen Menschenrechtsaktivisten eingesetzt wird. Ziel des Angriffs war Ahmed Mansoor, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebt und der mit dem "Martin Ennals Award" für Menschenrechte ausgezeichnet wurde. Mansoor empfing zwischen dem 10. und 11. August 2016 eine SMS, die Informationen über die Anwendung von Folter gegen Gefangene in den Haftanstalten der Vereinigten Arabischen Emirate versprach. Die SMS enthielt eine URL, welche der Menschenrechtler nicht anklickte, sondern zur Prüfung an Citizen Lab weiterleitete. Dort stellte man schnell fest, dass der Link zu einer Exploit-Maschinerie der NSO Group gehörte. Diese infiziert iOS-Geräte mit Pegasus, einer "legalen" Spyware, die nur an Regierungen verkauft wird. Ob sich die Regierungen an Menschenrechte oder demokratische Grundsätze halten, hat dabei augenscheinlich keinerlei Bedeutung.

Citizen Lab und Lookout Security nutzten die Gelegenheit, das Vorgehen von Pegasus zu analysieren und stießen dabei auf die drei 0-Day-Schwachstellen, die einen Jailbreak durchführen und iOS-Geräte mit der Spyware infizieren. Einmal installiert, kann Pegasus auf die Kameras und Mikrofone zugreifen, Gespräche über verschlüsselte Dienste wie WhatsApp und Viber mitschneiden, Chats und Mitteilungen abfangen sowie die Standorte des Benutzers aufzeichnen. Nach Einschätzung der Sicherheitsexperten handelt es sich um den ersten Fund einer Spionage-Software, die per 0-Day-Exploits einen Jailbreak durchführt, um sich dann dauerhaft und zudem ganz tief in iOS zu verankern. Für Mansoor sind solche Angriffe mittlerweile Routine geworden: Der Menschenrechtsaktivist wurde im Jahr 2011 von FinFishers FinSpy und ein Jahr später von Hacking Teams Remote Control System attackiert.

Kommen wir nun zu den drei 0-Day-Lücken: Die erste ermöglicht den Lesezugriff auf Kernel-Speicher aufgrund von unzureichenden Eingabeprüfungen. Bei der zweiten handelt es sich um eine Speichermanipulation, über die Apps beliebigen Code mit Kernel-Rechten ausführen können. Fehler Nummer drei steckt im WebKit. Auch hierbei handelt es sich um eine Speichermanipulation, über die Webseiten beliebigen Code ausführen können, allerdings mit eingeschränkten Rechten. In der Kombination ermöglichen die drei Fehler einen Jailbreak aus der Ferne, sobald das Opfer eine entsprechend gestaltete Webseite öffnet. Apple wurde von den Sicherheitsexperten umgehend informiert und hat die drei Schwachstellen in iOS 9.3.5 behoben. Auch wenn Pegasus nur für gezielte Angriffe genutzt wurde, sollten iOS-Nutzer das Update umgehend einspielen, da Trident den bisher weitreichendsten Angriff auf iOS markiert.
 
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WhatsApp tauscht Daten mit Facebook aus

reported by doelf, Donnerstag der 25.08.2016, 22:16:26
Vor zweieinhalb Jahren hatte Facebook einen Dienst mit dem blödsinnigen Namen WhatsApp für 19 Milliarden US-Dollar gekauft. Damals befürchteten Verbraucherschutzvereinigungen, dass sich Facebook die über WhatsApp gesammelten Daten für Werbezwecke einverleiben will. Und genau das ist ab sofort der Fall.

WhatsApp hat seine Nutzungsbedingungen und Datenschutzhinweise überarbeitet und führt dabei folgende Änderung auf:
"Wir gehören seit 2014 zur Facebook-Unternehmensgruppe. Als Teil der Facebook-Unternehmensgruppe erhält WhatsApp Informationen von den Unternehmen dieser Unternehmensgruppe und teilt Informationen mit ihnen. Wir können mithilfe der von ihnen erhaltenen Informationen und sie können mithilfe der Informationen, die wir mit ihnen teilen, unsere Dienste sowie ihre Angebote betreiben, bereitstellen, verbessern, verstehen, individualisieren, unterstützen und vermarkten. Dazu gehört auch die Unterstützung bei der Verbesserung von Infrastruktur und Zustellsystemen, des Verstehens der Art der Nutzung unserer bzw. ihrer Dienste, der Absicherung der Systeme und der Bekämpfung von Spam, Missbrauch bzw. Verletzungshandlungen. Facebook und die anderen Unternehmen in der Facebook-Unternehmensgruppe können Informationen von uns auch verwenden, um deine Erlebnisse in ihren Diensten, wie Vorschläge zu unterbreiten (beispielsweise Freunde oder Verbindungen oder interessante Inhalte) und um relevante Angebote und Werbeanzeigen zu zeigen. Deine WhatsApp-Nachrichten werden nicht für andere sichtbar auf Facebook geteilt. Tatsächlich wird Facebook deine WhatsApp-Nachrichten nicht für irgendeinen anderen Zweck nutzen, als uns beim Betreiben und bei der Bereitstellung unserer Dienste zu unterstützen."
Im Klartext bedeutet dies: Facebook gleicht die Telefonnummer von WhatsApp-Nutzern sowie deren Kontakte mit den eigenen Daten ab, um Internetnutzer noch genauer identifizieren und seine Werbeanzeigen noch besser auf diese zuschneiden zu können. Und das ist durchaus problematisch, denn während WhatsApp bisher ein gutes Datenschutzniveau hatte, ist das von Facebook bekanntlich unterirdisch.

Dies war schon im Jahr 2014 so und daher ermahnte die US-Handelsbehörde FTC (Federal Trade Commission) die beiden Firmen angesichts der bevorstehenden Übernahme, dass sie getätigte Versprechen in Hinblick auf den Datenschutz auch zukünftig zu halten hätten:
"We want to make clear that, regardless of the acquisition, WhatsApp must continue to honor these promises to consumers. Further, if the acquisition is completed and WhatsApp fails to honor these promises, both companies could be in violation of Section 5 of the Federal Trade Commission (FTC) Act and, potentially, the FTC's order against Facebook."
Beide Firmen erklärten damals, dass sich für ihre Benutzer nichts verändern würde und WhatsApp auch nach der Übernahme eigenständig bleibe. Ein Bruch der Datenschutzversprechungen kann laut FTC zu einer empfindlichen Strafe für Facebook führen. Um das zu vermeiden, räumt WhatsApp seinen Bestandskunden nun eine Opt-Out-Möglichkeit an:
"Wenn du ein bestehender Nutzer bist, kannst du wählen, deine WhatsApp-Account-Informationen nicht mit Facebook zu teilen, um deine Facebook-Werbung und Produkterlebnisse zu verbessern. Bestehende Nutzer, die unseren aktualisierten Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie zustimmen, haben weitere 30 Tage Zeit, diese Auswahl zu treffen, indem sie zu Einstellungen > Account gehen."
Auch wenn man die neuen Nutzungsbedingungen und die überarbeitete Datenschutzhinweise akzeptiert, kann man den Datenaustausch binnen 30 Tagen wieder deaktivieren. Dies gilt aber nicht für Neukunden - die müssen den Fisch so fressen, wie er ihnen zugeworfen wird. Und da hängt nun ein Rattenschwanz namens Facebook dran...
 
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Planloser Fortschritt: Das Windows 10 Anniversary Update und die Webcams

reported by doelf, Donnerstag der 25.08.2016, 17:58:05
Microsoft hatte die tolle Idee, Webcams für mehrere Apps zeitgleich nutzbar zu machen. Dies ist nach Aussage des zuständigen Entwicklungsteams notwendig, damit Anwendungen wie Windows Hello und Microsoft Hololens jederzeit auf die Kamera zugreifen können. Tatsächlich hat dieser Fortschritt dazu geführt, dass viele Anwendungen gar keine Webcam mehr finden oder nur noch Fehler melden.

Um die Webcams für mehrere parallel laufende Anwendungen nutzbar zu machen, kümmert sich seit dem Anniversary Update das Betriebssystem um den Stream und dessen Verteilung. Bei dieser neu geschaffenen Zwischenebene könnte man von einem Webcam-Proxy oder einer virtuellen Kamera sprechen, was erst einmal logisch und recht clever klingt, denn die Kamera muss nicht mehrere Streams erzeugen, was bei einigen Modellen auch gar nicht vorsehen ist. Doch all jene Kameras, die normalerweise komprimierte Videoströme in Form der Codes MJPEG oder H.264 ausgeben, werden nun davon abgehalten - und das hat weitreichende Folgen. Programme, die einen dieser Codecs erwarten, verweigern den Betrieb, während jene, die unkomprimierte Frames (NV12 für MediaFoundation, YUY2 für DirectShow) verstehen, von einer gewaltigen Datenflut in die Knie gezwungen werden. Statt HD-Auflösung gibt es nur noch die Wahl zwischen einer bescheidenen Auflösung oder einer mageren Framerate.

Nehmen wir die professionellen Videolösungen von Dartfish als Beispiel: Das Unternehmen empfiehlt seinen Kunden die Webcam Logitech C920. Eigentlich eine solide Wahl, doch nach dem Anniversary Update sind 30 fps nur noch mit VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) möglich. Wer 1.280 x 720 Bildpunkte, in diesem Fall das Maximum für unkomprimierte Videoströme, wählt, muss mit einer Dia-Show von 7,5 fps leben. Auch Logitechs C930e schafft bei Verwendung von YUY2 mit 1.280 x 720 Bildpunkten nur 10 fps und bei Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) sind bestenfalls halb so viele Frames pro Sekunde möglich. Alle Anwendungen, die für Kameraaufnahmen auf FFMPEG setzen, sind komplett ohne Funktion, da FFMPEG beim Versuch, auf die Webcam zuzugreifen, abstürzt. Auch in medizinischen und landwirtschaftlichen Anwendungen, die FourCC-Formate wie BY8 oder Y16 verwenden, schlägt der Zugriff auf die Kameras fehl.

Ein gravierender Denkfehler von Microsoft heißt USB 2.0. Diese Schnittstelle, welche auch heute noch viele Webcams nutzen, ist auf maximal 480 Mbit/s spezifiziert und schaufelt bestenfalls 40 MB/s an Daten. Um Full-HD-Inhalte mit 30 fps über USB 2.0 transportieren zu können, werden Codecs wie MJPEG oder H.264 unbedingt benötigt. Und viele professionelle Anwendungen brauchen spezielle Codecs wie BY8 oder Y16, um das Bildmaterial optimal auswerten zu können. Hier einfach den Stecker zu ziehen und alle Entwickler wie Nutzer auf NV12 bzw. YUY2 zu zwingen, ist hochgradig unprofessionell und viel zu kurz gedacht. Nun könnte man sagen, Microsoft habe zu stark auf sein Insider-Programm gesetzt, dessen Mitglieder sich zum größten Teil aus privaten Nutzer rekrutieren, doch das wäre zu kurz gegriffen. Denn die neue Webcam-Architektur wurde bereits Ende Januar in die Insider-Builds integriert und zeitgleich hatte Microsoft seine Partner über diese Änderung informiert. Offenbar hatten alle Beteiligten gepennt.

Inzwischen ist sich Microsoft des Problems bewusst und arbeitet an einer Lösung. Die Weiterreichung von MJPEG wird derzeit getestet und scheint problemlos zu funktionieren. Ein entsprechender Patch soll in Kürze ausgeliefert werden. Das Thema H.264 scheint etwas komplizierter zu sein, insbesondere in Verbindung mit DirectShow, denn hier lassen sich über die Kamera bestimmte Parameter setzen, die den Videostrom beeinflussen. Das zuständige Entwicklungsteam will seine Änderungen erst gründlich testen, um nichts kaputt zu machen, wobei sich die Frage stellt, was man da noch zerstören kann. Der H.264-Fix soll ebenfalls zeitnah bereitgestellt werden und auch die Probleme mit besonderen Formaten wie BY8 oder Y16 lösen. Voraussichtlich im September werden Mediziner, Landwirte, die Freunde von Videokonferenzen und die Darbieter nackter Tatsachen ihre Kameratechnik wieder in vollem Umfang nutzen können.
 
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Firefox 48.0.2 behebt Websense-Absturz

reported by doelf, Donnerstag der 25.08.2016, 14:24:08
Keine Woche nach der Veröffentlichung des Firefox 48.0.1 folgt bereits die Version 48.0.2, welche einen Startabsturz aufgrund des Malware-Filters Websense behebt. Dieser Fehler, der eigentlich schon vom vorherigen Update beseitigt werden sollte, tritt ausschließlich unter Windows auf.

Am eigentlichen Fix hat sich nichts mehr geändert, lediglich der Hinweis "Fix a startup crash issue caused by Websense" wurde aus den Versionshinweisen des Firefox 48.0.1 entfernt und stattdessen in die zum Firefox 48.0.2 eingetragen. Das lässt vermuten, dass diese Korrektur beim Ausliefern des Firefox 48.0.1 schlichtweg vergessen wurde.

Download: Firefox 48.0.2
 
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Android 7.0: Google liefert Nougat aus

reported by doelf, Dienstag der 23.08.2016, 17:10:14
Google hat damit begonnen, Android 7.0 (Codename: Nougat) an die Geräte der Baureihen Nexus 5X, Nexus 6, Nexus 6P, Nexus 9, Nexus Player, Pixel C und Android One auszuliefern. Wie üblich stehen die Updates nicht sofort für jeden Benutzer bereit, stattdessen wird sich die Auslieferung "over the air" über die kommenden Wochen verteilen. Erstmals unterstützt Android zwei Fenster.

Personalisierung
Android 7.0 bringt 72 neue Emojis, so dass nun mehr als 1.500 Piktogramme für Nutzer, denen zuweilen die Worte fehlen, zur Auswahl stehen. Über die verbesserten "Quick Settings" bekommt man schnellen Zugriff auf Funktionen wie Bluetooth, WiFi und die Taschenlampe, wobei der Benutzer die einzelnen Funktionen auch umsortieren kann. Die Lokalisierung erlaubt mehrere Sprachen. Apps, die dies berücksichtigen, ein Beispiel hierfür wäre die Suchfunktion, liefern multilinguale Ergebnisse.

Produktivität
BildWas Desktop-Betriebssysteme schon seit Urzeiten können, ist nun auch unter Android möglich: Zwei Apps laufen parallel in eigenen Fenstern, wobei sich die Fenstergröße über einen Schieber anpassen lässt (siehe Foto). Auf Benachrichtigungen kann man direkt inline antworten, ohne hierfür eine Apps öffnen zu müssen, und mit einem doppelten Tippen auf den Übersichtsknopf wechselt man zwischen den beiden zuletzt verwendeten Apps.

Doze, Daydream und Vulkan
Der Ruhemodus "Doze" setzt das Gerät auch dann in Tiefschlaf, wenn es in einer Tasche herumgetragen wird. Dies soll die Laufzeit des Akkus verlängern. Ähnlich verschlafen hört sich "Daydream" an, doch tatsächlich handelt es sich hierbei um Googles VR-Plattform. Kompatible Telefone sollen im weiteren Verlauf des Jahres in den Handel kommen. Bleibt noch die 3D-Schnittstelle Vulkan, die ebenfalls in Android 7.0 integriert wurde.

Sicherheit
Auch für die neuen Sicherheitstechniken werden neue Geräte benötigt, beispielsweise für die nahtlosen Updates (seamless Updates). Software-Updates und neue App-Versionen werden dann im Hintergrund eingespielt, während sich das Gerät ganz normal verwenden lässt. Für die aktuellen Nexus-Geräte verspricht Google schon jetzt ein wesentlich schnelleres Einspielen frischer Updates. Die Verschlüsselung einzelner Dateien macht eigentlich nur im Mehrbenutzereinsatz Sinn, während Direct Boot den Systemstart sowohl beschleunigen als auch besser absichern soll.

Einmal abgesehen von Mehrfenster- oder besser gesagt Zweifenstermodus bringt Android 7.0 eigentlich nur Vulkan und die VR-Unterstützung. Die übrigen Verbesserungen beschränken sich auf Details und auch die "seamless Updates" ändern nichts am Grundproblem von Android: Eben das Ausbleiben solcher Updates. Solange Google und seine Hardware-Partner in dieser Hinsicht keine Fortschritte erzielen, kann man eigentlich nur jene Geräte empfehlen, die von Google selbst mit Updates versorgt werden. Oder das Fairphone 2.
 
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Kodi 17 (Krypton) Beta 1 wartet auf Tester

reported by doelf, Dienstag der 23.08.2016, 14:29:01
Nach drei Alpha-Ausgaben liegt jetzt die erste Beta-Version von Kodi 17 (Codename: Krypton) zum Download bereit. Die quelloffene und kostenlose Mediencenter-Software Kodi (vormals XBMC) ist für Windows, Linux, Mac OS X, Android, iOS und den Raspberry Pi erhältlich. Die kommende Version 17 verspricht Verbesserungen bei Videowiedergabe, Live-TV und Videoaufnahmen sowie in Hinblick auf die Musikbibliothek. Zudem wird es neue Skins für die Benutzeroberfläche geben.

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Seit dem 21 November 2009 bestimmt der Standard-Skin "Confluence" das Aussehen der Mediencenter-Software Kodi, die damals noch unter dem Namen XBMC bekannt war. Über die Jahre hat "Confluence" viele Optimierungen erfahren und für Touch-Geräte wurde "re-Touched" als Alternative eingeführt, doch mit der kommenden Version 17 endet seine Ära. Die Nachfolger heißen "Estuary" und "Estouchy". "Estuary" wird "Confluence" ablösen, während "Estouchy" den Skin "re-Touched" beerben soll. Sie werden als einzige Skins zusammen mit der Mediencenter-Software ausgeliefert, doch "Confluence" kann als Alternative nachinstalliert werden und wird auch weiterhin gepflegt.

Estuary bringt einen neu gestalteten Startbildschirm, der einen schnellen Zugriff auf alle Funktionen der Software gewährleistet. Neue Widgets bereiten Filme, Serien und Musik in unterschiedlichen Weisen auf: Neben zufällig ausgesuchten Inhalten kann man sich kürzlich hinzugefügte Medien sowie kürzlich abgespielte bzw. noch nicht zu Ende gesehene Videos anzeigen lassen. Für Musikstücke stehen auch noch nicht gehörte sowie besonders häufig gespielte Titel zur Auswahl. Hinsichtlich der TV-Sender listet ein weiteres Widget die Favoriten auf. Add-ons werden nach Medientyp und dem Zeitpunkt der letzten Nutzung sortiert. Umfassend überarbeitet wurde auch die Bibliothek, welche eine ausgewogene Balance zwischen Funktionalität und Information bieten soll. Mit farblichen Akzenten lässt sich Estuary an den eigenen Geschmack anpassen

Estouchy verfolgt die gleiche Designsprache wie Estuary, wurde aber auf die Touch-Bedienung optimiert. Dies ist insbesondere im Hinblick auf Geräte mit kleinen Bildschirmen eine große Herausforderung, doch Estouchy sieht vielversprechend aus. Im Sinne der Bedienbarkeit musste dennoch eine Vereinfachung erfolgen und so stehen bei Estouchy nicht alle Funktionen, welche Estuary umfasst, zur Verfügung.

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Auch die Einstellungen wurden grundlegend überarbeitet und neu organisiert, so dass sich insbesondere Neueinsteiger leichter zurechtfinden. Auf Geräten mit Touch-Unterstützung lassen sich die Einstellungen leichter vornehmen und auf großen TV-Geräten sind die klaren Symbole besser zu erkennen. Erstmals kann man neue Medienquellen über die Einstellungen hinzufügen, bisher versteckte sich diese Grundfunktion in den Menüs der einzelnen Media-Center-Funktionen (Bilder, Videos, Musik).

Die Musikbibliothek profitiert von Verbesserungen beim Auslesen der Tags und bei der Suche nach zusätzlichen Informationen (Scraping). Auch der Umgang mit Alben und Künstlern wurde optimiert, indem man dem Künstler eine Rolle (Musiker, Komponist, Dirigent, DJ) zuweisen kann. Sofern hinterlegt, werden auch Mood-Daten, welche die Musik einer bestimmten Stimmung zuordnen, ausgewertet.

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Der komplett neu geschriebene VideoPlayer nutzt die Hardwarebeschleunigung beim Abspielen von DVDs und hält die Audio- und Videospuren zuverlässiger synchron. Unterschiedliche Videospuren, beispielsweise für verschiedene Kamerapositionen, lassen sich nun ebenso leicht auswählen wie unterschiedliche Tonspuren oder Untertitel. Bei Streaming-Diensten, die das DASH-Protokoll unterstützen, kann man auf diese Weise auch die Videoqualität wechseln. Ein entsprechendes Update für das Youtube-Add-on steht aber noch aus.

Die Fernsehprogramme beim Live TV kann neuerdings anhand der letzten Nutzung sortieren, so dass die meistgenutzten Sender immer oben stehen. Die Programmierung der Timer wurde überarbeitet und verständlicher gestaltet. Die Art eines Timers kann nun nachträglich geändert werden, beispielsweise um diesen von einer Episode auf die komplette Serie auszuweiten. Man kann inaktive Timer verbergen sowie Timer für Ereignisse, die in der nahen Vergangenheit liegen, anlegen. Das Ende von Sofortaufnahmen kann man auf die aktuelle Sendung oder eine Uhrzeit festlegen, alternativ kann man die Aufnahme auch manuell abschließen.

Download: Kodi 17 (Krypton) Beta 1
Quelle: kodi.tv
 
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Microsoft stopft hochgefährliche Sicherheitslücken in Office für Mac

reported by doelf, Dienstag der 23.08.2016, 11:26:23
Microsoft hat vier hochgefährliche Sicherheitslücken, welche am 9. August 2016 zunächst nur unter Windows gestopft wurden, nun auch in Office für Mac 2011 und 2016 behoben. Für Office für Mac 2011 liegt das Update 14.6.7 zum Donwload bereit, während das Update 15.25 für Office für Mac 2016 angeboten wird.

In Microsoft Office für Mac 2011 wurde eine Speicherbeschädigung (CVE-2016-3317) repariert, die Angreifer zum Ausführen von Schadcode missbrauchen können. Dieser Fehler betrifft auch Word 2016 für Mac, hier wurden allerdings noch zwei weitere Speicherbeschädigungen (CVE-2016-3313 und CVE-2016-3316) behoben. Auch diese beiden Manipulationen eignen sich zur Remote-Code-Ausführung. Bleibt noch eine Schwachstelle in OneNote 2016 für Mac (CVE-2016-3315), über die ein Angreifer Informationen abgreifen kann. Alle vier Sicherheitslücken werden seitens Microsoft als hochgradig gefährlich eingestuft.

Download:
 
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Wine 1.8.4 behebt 50 Probleme

reported by doelf, Dienstag der 23.08.2016, 11:03:52
Im stabilen Entwicklungszweig von Wine liegt seit gestern die neue Version 1.8.4 zum Download bereit. Diese behebt 50 Fehler und erkennt weitere Grafiklösungen. So wird NVIDIAs GeForce GT 730 jetzt korrekt identifiziert, die Kommunikationssoftware Skype kann wieder genutzt werden und es wurden mehrere Fehler im Zusammenspiel mit Mac OS X 10.12 beseitigt.

Microsofts Expression Web 4, die Installationsroutine von Java JRE 8, das KSP Trajectory Optimization Tool und Safrosofts RoX sollen jetzt wieder normal starten. Auch ein Fehler, der den Start einiger 64-Bit-Applikationen verhinderte, wurde korrigiert. Weitere Abstürze wurden in "Alone in the Dark" (Version von 2008), Camtasia Studio 8, Cisco Jabber 11.6, "Eden Eternal", GOG Galaxy, "Medieval: Total War", dem Diagnosedienst von Microsoft Office 2007, der 64-Bit-Version von "Mortal Kombat X", dem Intepreter von Python 3.5.1 und "Shogun: Total War" behoben. Zudem wurde ein Problem, welches Steam aufgrund spezifischer Schriftarten abstürzen ließ, gelöst.
 
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Neu zum Ausprobieren: Firefox 49.0 Beta 6

reported by doelf, Dienstag der 23.08.2016, 10:20:08
Für alle, denen der aktuelle Firefox 48.0.1 schon zu alt ist, liegt die sechste Beta-Ausgabe der Version 49.0 zum Download bereit. In der Leseansicht kann man sich die Inhalte nun auch vorlesen lassen und der Abstand der Zeilen wurde optimiert. Weitere Änderungen betreffen Graphite, Firefox Hello und Mac OS X.

Die Bibliothek "Graphite2 Font Shaping" ist nun standardmäßig aktiviert. Graphite ist eine quelloffene Software und wird von SIL International entwickelt. Sie bietet deutlich mehr Freiheiten als OpenType, was insbesondere komplexen Schriften, wie sie in Südostasien von diversen Minderheiten genutzt werden, zugute kommt. Beispiele hierfür wären Varianten der burmesischen Schrift oder Lanna in Thailand. Darüber hinaus erhalten Designer mit Graphite eine bessere Unterstützung für kalligraphische Stile und die Platzierung von mehreren diakritischen Zeichen. Abgesehen von Thunderbird und Firefox kommt Graphite auch in LibreOffice und XeTeX zum Einsatz, beim Firefox 45.0.1 und Thunderbird 38.7.1 wurde "Graphite Font Shaping" seinerzeit aufgrund von Sicherheitsproblemen deaktiviert.

Mozillas Echtzeitkommunikationsdienst Firefox Hello wird eingestellt und fehlt bereits in der aktuellen Beta-Version. Firefox Hello war im Dezember 2014 für Video- und Audiogespräche sowie Textnachrichten gestartet und fand sich erstmals im Firefox 34.0. Der Dienst basiert auf der WebRTC-Schnittstelle (Web Real-Time Communication), so dass man auch browserübergreifend kommunizieren kann. Firefox Hello funktioniert ohne Benutzerkonten, man muss seinem Gesprächspartner lediglich einen Link zuschicken. Warum der Dienst jetzt eingestellt wird, erklärt Mozilla leider nicht

Unter Mac OS X läuft der Firefox nun auf Systemen ohne Hardware-Beschleunigung schneller. OS-X-Schriften mit Kantenglättung sehen besser aus und ab sofort können auch Nutzer, die den Firefox nicht selber installiert haben, frische Updates einspielen. Hierzu müssen sie allerdings die Zugangsdaten eines Administrators kennen. Mit dem Firefox 49.0 lässt Mozilla Mac OS X 10.6 bis 10.8 fallen, unterstützt werden nur noch Mac OS X 10.9 und neuer.

Generell kann der Firefox statt der Hardware-Beschleunigung nun auch die Befehlssatzerweiterung SSSE3 nutzen, um die Videowiedergabe flüssiger zu gestalten. Zugleich wird SSE2 zu einer Voraussetzung für die Nutzung des Firefox unter Windows. Der integrierte HTML5-Player kann Audio- und Videoinhalte neuerdings mit 1,25-facher Geschwindigkeit abspielen und wiederholen. Und bereits gespeicherte Zugangsdaten für HTTP-Angebote werden nun auch für HTTPS-Anmeldungen bereitgestellt.

Download: Firefox 49.0 Beta 6
 
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Tipp: Bis zu 50 Prozent Rabatt auf Notebooks

reported by doelf, Dienstag der 23.08.2016, 10:01:41
Bei unserem Partner Amazon gibt es am heutigen Dienstag gleich mehrere Notebooks im Tagesangebot. Amazon verspricht dabei einen Preisvorteil von bis zu 50 Prozent. Die Preisspanne reicht von 259 bis 799 Euro und umfasst sowohl Einsteigermodelle als auch Ultrabooks sowie Modelle in der Convertible-Bauweise.

HP 15-ac127ng für 259 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten: Ein typisches Einstiegsmodell mit 39,6 cm (15,6 Zoll) Bilddiagonale, einem Intel Pentium N3700 (4 x 1,6 GHz) als Prozessor, 4 GiB Arbeitsspeicher und einer 500 GB großen Festplatte. Aufgrund der sparsamen Atom-CPU mit ihren vier Airmont-Kernen sollte der 4-Zellen-Akku mit seinen 41 Wh ausreichen. Positiv hervorzuheben wäre die Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) des Displays. Als Betriebssystem ist Windows 10 Home 64-Bit installiert. Unser Fazit: Ganz nett, aber weiter lesen!

HP 15-ac126ng für 279 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten: Ebenfalls ein Einstiegsmodell, das den Intel Pentium N3700 (4 x 1,6 GHz) verwendet, doch hier gibt es mit 8 GiB doppelt soviel Arbeitsspeicher sowie eine doppelt so große Festplatte mit 1.000 GB Speicherplatz. In Hinblick auf das Display (Full-HD, 39,6 cm / 15,6 Zoll), den Akku (4 Zellen, 41 Wh) und das Betriebssystem (Windows 10 Home 64-Bit) gibt es keine Unterschiede. Unser Fazit: Ein gutes Arbeitsgerät, bei dem die 20 Euro Aufpreis zum HP 15-ac127ng sehr gut investiert sind!

Lenovo U41-70 BDW für 399 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten: Dieses günstige Ultrabook bietet dank des Intel Core i3-5020U (Broadwell; 2 x 2,2 GHz; Intel HD 5500) mehr Rechen- und Grafikleistung als Modelle mit einer CPU auf Atom-Basis. Das 128 GB große SSD spart Strom und reagiert deutlich schneller als konventionelle Festplatten, doch der Speicherplatz ist nicht sonderlich groß. Dies gilt auch für die 4 GiB RAM. Das matte Display zeigt auf einer Diagonalen von 35,6 cm (14,0 Zoll) die volle HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel, lässt sich aber nicht über Berührung bedienen. Mit 30 Wh soll der 2-Zellen-Akku bis zu vier Stunden durchhalten, als Betriebssystem gibt es Windows 10 Home 64-Bit. Unser Fazit: Für ein Ultrabook ist der Akku zu schwach und der Speicher (SSD und RAM) fällt allzu mager aus.

Lenovo U330Touch für 499 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten: In diesem Ultrabook steckt mit dem Intel Core i5-4210U noch eine Dual-Core-CPU aus der Haswell-Generation, deren beide Kerne mit 1,7 bis 2,7 GHz takten. Dank HyperThreading werden vier Aufgaben parallel abgearbeitet, so dass diese CPU schneller rechnet als ein Core i3-5020U, doch die Grafikeinheit vom Typ Intel HD 4400 ist langsamer. Pluspunkte sammelt dieses Ultrabook indes mit einem doppelt so großen SSD (256 GB) und doppelt so viel Arbeitsspeicher (8 GiB). Der Akku besitzt vier Zellen, leistet 45 Wh und soll bis zu zehn Stunden durchhalten. Der Touchscreen misst 33,8 cm (13,3 Zoll), kann aber nur 1.366 x 768 Pixel darstellen. Als Betriebssystem ist Windows 8.1 64-Bit installiert. Unser Fazit: Die geringe Auflösung, die angestaubte CPU und Windows 8.1 verderben den Spaß.

Lenovo Yoga 3 Pro für 799 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten: Dieses Convertible-Ultrabook lässt sich auch wie ein Tablet verwenden. Hierfür kann man das 33,8 cm (13,3 Zoll) große IPS-Display mit Touch-Unterstützung umklappen. Bemerkenswert ist die hohe Auflösung von 3.100 x 1.800 Pixeln. Der Intel Core M-5Y71 ist ein Dual-Core-SoC aus der Broadwell-Familie, dessen CPU-Kerne mit 1,2 bis 2,9 GHz takten und dank HyperThreading vier Aufgaben parallel bearbeiten können. Der Grafikkern Intel HD 5300 erreicht in etwa das Niveau des Intel HD 4400. Positiv fallen die 8 GiB RAM, das 512 GB große SSD auf sowie das schlanke Erscheinungsbild (nur 12,8 mm hoch) und das geringe Gewicht (ca. 1,19 kg) auf. Der 4-Zellen-Akku ermöglicht eine Laufzeit von bis zu 9 Stunden und als Betriebssystem ist Windows 10 Home 64-Bit installiert. Unser Fazit: Leicht, schlank, lange Laufzeit, sehr hohe Auflösung und ein fairer Preis. Die CPU-Leistung ist ordentlich, aber kein Überflieger.

Hinweis: Durch den Einkauf über obige Links unterstützt ihr www.Au. Ja.de. Herzlichen Dank!
 
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Tagesangebot: Acer Predator XB271HU für 479 Euro

reported by doelf, Montag der 22.08.2016, 14:03:03
Bei unserem Partner Amazon ist heute der Gaming-Bildschirm Acer Predator XB271HUAbmiprz für 479 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten im Tagesangebot. Auf einer Bildschirmdiagonale von 69 cm (27 Zoll) stellt der Predator XB271HUAbmiprz 2.560 x 1.440 Pixel (WQHD) mit 144 Hertz dar. Der Monitor nutzt ein blickwinkelstabiles IPS-Display mit einer Reaktionszeit von 4 ms.

Acers Predator XB271HUAbmiprz erreicht eine Helligkeit von 350 cd/qm und kann 16,7 Millionen Farben darstellen. Als Anschlüsse stehen DisplayPort und HDMI zur Auswahl, wobei die versprochene Bildwiederholrate von 144 Hertz nur über den DisplayPort erreicht wird. Durch Übertaktung sollen sogar bis zu 165 Hertz erreichbar sein, sagt Acer. Der Bildschirm unterstützt NVIDIAs Technologien G-Sync und ULMB (Ultra Low Motion Blur). Die typische Leistungsaufnahme liegt bei 41 Watt, das bedeutet Energieeffizienzklasse B. Der Hersteller hat zwei Lautsprecher mit jeweils zwei Watt Leistung und einen USB-3.0-Hub integriert. Wie bei Acer üblich gibt es zwei Jahre Herstellergarantie.

Zum Tagesangebot: Acer Predator XB271HU für 479 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten

Hinweis: Durch den Einkauf über obige Links unterstützt ihr www.Au. Ja.de. Herzlichen Dank!
 
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VirtualBox 5.1.4 bringt 22 Korrekturen

reported by doelf, Montag der 22.08.2016, 10:20:30
Mitte Juli hatte Oracle seine Virtualisierungssoftware VirtualBox auf die Version 5.1 aktualisiert und damit ein großes Update vollzogen. Mit der Version 5.1.4 geht Oracle nun 22 Probleme an, beispielsweise die fehlende Lautsprecherausgabe auf Gastsystemen mit Mac OS X. Auch diverse Abstürze und Hänger, welche mit der Audio- oder USB-Funktionalität zu tun haben, wurden behoben.

Die Stabilität rund um NVM Express (NVMe) wurde verbessert, darunter auch ein Absturz beim Speichern des VM-Zustands. Ebenfalls korrigiert wurden Probleme mit der Bandbreitenbegrenzung für Datenträger, beim Clonen von Laufwerksabbildern mit VBoxManage clonehd sowie mit Laufwerksabbildern fester Größe in Verbindung mit der Split2G-Option. Beim VM-Start mit EFI und einer seriellen Schnittstelle, die in eine Datei umgeleitet wird, wurden zahlreiche Debug-Meldungen in diese Datei geschrieben, was den Start massiv verlangsamen konnte. Dieses Verhalten wurde geändert. Im Informationsfenster zur aktuellen Sitzung wird die korrekte Uptime der virtuellen Maschine angezeigt.

Für Linux-Gäste wurde ein SMBus-Dummy implementiert, der nervige Fehlermeldungen beim PIIX4-Chipsatz unterdrückt. Es soll weniger Probleme mit der Installation unter Linux geben und bei den Linux Additions gab es gleich vier Korrekturen: Bei 32-Bit-Gästen legte ein zu großer Videospeicher den Grafiktreiber lahm, zudem hatte der Grafiktreiber generell Probleme mit dem Kernel 4.7 und neuer. Auch ein Fehler im X-Server konnte den Video-Treiber lahmlegen und die Aktualisierung der Bildschirminhalte stoppen. Eine Fehlermeldung aufgrund von Treibern, die sich während eines Upgrades nicht anhalten lassen, wurde in einen Hinweis abgewandelt.

Bei Windows-Hosts wurde ein Problem mit fehlerhaften Mauszeigern gelöst, das neben Solaris auch einige Linux-Gäste betrifft. Zwei Probleme steckten in den Windows Additions: Dort funktionierte das automatische Anpassen der Fenstergröße bei Windows-10-Gästen nicht, was zu falschen Auflösungen führte und diese wiederum zu einer falschen Auswertung der Mauszeigerposition. Ein ähnliches Problem gab es mit Windows-2000-Gästen. Zudem wurde das Icon der Guest-Additions nicht im System-Tray angezeigt.

Download: VirtualBox 5.1.4 (zusätzlich sollte man auch den VM VirtualBox Extension Pack herunterladen)

Tipp: Mit Hilfe eines virtuellen Windows XP lässt sich alte Soft- und Hardware wiederbeleben!
 
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Wine 1.9.17 (Development Release) verfügbar

reported by doelf, Sonntag der 21.08.2016, 12:55:55
Wine ist eine kostenlose Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme wie beispielsweise Linux, welche das Ausführen von Programmen und Spielen, die eigentlich für Windows geschrieben wurden, ermöglicht. Die am Freitag veröffentlichte Entwicklungsversion 1.9.17 verbessert die Ausnahmebehandlung im 64-Bit-Bereich sowie die Unterstützung von Joysticks.

Die Stream-Unterstützung für die Laufzeitumgebung von C++ und das Einbetten von Schriftarten wurden ebenfalls verbessert und auch die Metadatei-Unterstützung in GDI+ wurde ausgeweitet. Darüber hinaus wurden 53 Fehler bereinigt, darunter Startprobleme bei "Buhl Tax2016", "Dead by Daylight", "Don't Starve" (v2.4.0), "GOG Galaxy", PlotSoft PDFill 10, "Scrapland" und "Worms 2" (GOG-Version) sowie Abstürze bei Hauppauge Capture, "King Arthur II" (Demo), Steam und VirtualDJ Home Free. Bei "Alan Wake", "Alan Wake American Nightmare" und "Shadow Warrior 2013" wurden massive Leistungsprobleme behoben, bei "Gun Metal" und "Fury 3" kann man wieder Joysticks bzw. Gamepads verwenden und bei "Worms 2" wurde die Audioausgabe repariert. Weitere Fehlerkorrekturen finden sich in den detaillierten Versionsinformationen.
 
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Neu zum Ausprobieren: Firefox 49.0 Beta 5

reported by doelf, Sonntag der 21.08.2016, 12:06:27
Für alle, denen der aktuelle Firefox 48.0.1 schon zu alt ist, liegt die fünfte Beta-Ausgabe der Version 49.0 zum Download bereit. In der Leseansicht kann man sich die Inhalte nun auch vorlesen lassen und der Abstand der Zeilen wurde optimiert. Weitere Änderungen betreffen Graphite, Firefox Hello und Mac OS X.

Die Bibliothek "Graphite2 Font Shaping" ist nun standardmäßig aktiviert. Graphite ist eine quelloffene Software und wird von SIL International entwickelt. Sie bietet deutlich mehr Freiheiten als OpenType, was insbesondere komplexen Schriften, wie sie in Südostasien von diversen Minderheiten genutzt werden, zugute kommt. Beispiele hierfür wären Varianten der burmesischen Schrift oder Lanna in Thailand. Darüber hinaus erhalten Designer mit Graphite eine bessere Unterstützung für kalligraphische Stile und die Platzierung von mehreren diakritischen Zeichen. Abgesehen von Thunderbird und Firefox kommt Graphite auch in LibreOffice und XeTeX zum Einsatz, beim Firefox 45.0.1 und Thunderbird 38.7.1 wurde "Graphite Font Shaping" seinerzeit aufgrund von Sicherheitsproblemen deaktiviert.

Mozillas Echtzeitkommunikationsdienst Firefox Hello wird eingestellt und fehlt bereits in der aktuellen Beta-Version. Firefox Hello war im Dezember 2014 für Video- und Audiogespräche sowie Textnachrichten gestartet und fand sich erstmals im Firefox 34.0. Der Dienst basiert auf der WebRTC-Schnittstelle (Web Real-Time Communication), so dass man auch browserübergreifend kommunizieren kann. Firefox Hello funktioniert ohne Benutzerkonten, man muss seinem Gesprächspartner lediglich einen Link zuschicken. Warum der Dienst jetzt eingestellt wird, erklärt Mozilla leider nicht

Unter Mac OS X läuft der Firefox nun auf Systemen ohne Hardware-Beschleunigung schneller. OS-X-Schriften mit Kantenglättung sehen besser aus und ab sofort können auch Nutzer, die den Firefox nicht selber installiert haben, frische Updates einspielen. Hierzu müssen sie allerdings die Zugangsdaten eines Administrators kennen. Mit dem Firefox 49.0 lässt Mozilla Mac OS X 10.6 bis 10.8 fallen, unterstützt werden nur noch Mac OS X 10.9 und neuer.

Generell kann der Firefox statt der Hardware-Beschleunigung nun auch die Befehlssatzerweiterung SSSE3 nutzen, um die Videowiedergabe flüssiger zu gestalten. Zugleich wird SSE2 zu einer Voraussetzung für die Nutzung des Firefox unter Windows. Der integrierte HTML5-Player kann Audio- und Videoinhalte neuerdings mit 1,25-facher Geschwindigkeit abspielen und wiederholen. Und bereits gespeicherte Zugangsdaten für HTTP-Angebote werden nun auch für HTTPS-Anmeldungen bereitgestellt.

Download: Firefox 49.0 Beta 5
 
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gamescom: Piranha Bytes zeigt ELEX

reported by doelf, Samstag der 20.08.2016, 17:51:43
Frisches Rollenspielfutter für die Freunde von Gothic und Risen: Mit "ELEX" hat Piranha Bytes ein neues Produkt in Arbeit, welches eine neue offene Welt von noch größeren Abmessungen verspricht. Zudem unternimmt das deutsche Entwicklungsstudio einen Zeitsprung in Richtung Zukunft, denn "ELEX" spielt in einer Welt, welche Technik und Zivilisation bereits gesehen hatte.


Willkommen auf Magalan, einst ein Planet des Fortschritts, heute ein Trümmerhaufen. Der Einschlag eines Meteors hat die Technik weitgehend zerstört und die Zivilisation auf eine harte Probe gestellt. Es gibt nur wenige Überlebende, die sich in vier Fraktionen aufgespalten haben: Die Berserker in Edan, die Albs in Xacor, die Kleriker in Ignadon und die Outlaws in Tavar. Um auf Magalan überleben zu können, muss man kämpfen und sich das Element Elex sichern. Denn der Meteor, der dem Planeten das Verderben brachte, hat ihm auch Elex beschert. Elex ist ein magisches Element, mit dem man nicht nur Maschinen antreiben kann. Als post-apokalyptischer Mix aus Science-Fiction und Fantasy stellt "ELEX" die Frage, was passiert, wenn Magie auf Technik trifft. Werden sich die beiden auslöschen oder gar miteinander verschmelzen?

Bild

Der Protagonist, in dessen Rolle wir schlüpfen, wurde in Xacor von den Albs aufgezogen. Die Albs nutzen Elex für ihre Technologie, nehmen das Element aber auch zu sich, um sich selbst zu verbessern. Das Elex erhöht ihre mentalen Fähigkeiten, lässt ihre Gefühle aber verkümmern. Für das Ziel, den Planeten unter ihre Kontrolle zu bringen, gehen die Alps über Leichen. Auch wir kennen nur kalte Logik und militärischen Drill, doch nach dem Absturz unseres Gleiters sind wir weit weg von Xacor und der täglichen Dosis Elex. Um zu überleben, müssen wir neue Verbündete finden und uns den feindlichen Fraktionen anschließen. Die Entwickler von Piranha Bytes versprechen, dass jede Entscheidung Auswirkungen auf unsere Zukunft und die unserer Welt haben wird.

Wie man es von Piranha Bytes gewohnt ist, funktioniert auch Magalan als offene Welt, deren fünf Gebiete wir von Anfang an besuchen können. Nur die mutierten Kreaturen, welche vom Elex gekostet haben und nun auf dem Planeten ihr Unwesen treiben, sind für einen untrainierten Neuling zu stark. Da hilft nur schnell rennen oder den Jetpack anwerfen. Das Waffenarsenal reicht von Axt und Bogen bis zu Plasma-Gewehr und Flammenwerfer. Ob Wissenschaft, Fantasie oder rohe Gewalt, wir müssen unseren Weg wählen und unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Bleibt nur zu hoffen, dass uns Programmierfehler keinen Strich durch die Rechnung machen, doch im Vergleich zu "Gothic 3" hatte sich Piranha Bytes bei der Risen-Trilogie deutlich gebessert. Die Veröffentlichung von "ELEX" ist für 2017 geplant.
Quelle: elexgame.com
 
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Tipp: Gaming-Tastaturen von Corsair im Tagesangebot

reported by doelf, Samstag der 20.08.2016, 14:48:18
Unser Partner Amazon hat zwei hochwertige Gaming-Tastaturen von Corsair im Tagesangebot. Die Corsair Gaming STRAFE Cherry MX Red kostet am heutigen Samstag nur 95 Euro und die Corsair Gaming K65 RGB MX Brown gibt es für 119 Euro. Beide Angebote verstehen sich inklusive Versandkosten und Mehrwertsteuer, sofern das Produkt bei Amazon selbst bestellt wird.

Bei der Corsair Gaming STRAFE Cherry MX Red handelt es sich um eine mechanische Gaming-Tastatur mit Anti-Ghosting für alle 104 Tasten. Die verbauten Tastenschalter vom Typ Cherry MX Red funktionieren linear ohne Umschaltpunkt mit einem Hub von 2 mm und einer Betätigungskraft von 45 cN. Die Tastatur verfügt über eine rote Hintergrundbeleuchtung, deren Helligkeit sich anpassen lässt. Die Tasten kann man über Corsairs Utility Engine (CUE) programmieren und es gibt einen USB-Passthrough-Anschluss für eine Maus oder andere USB-Geräte.

Zum Angebot: Corsair Gaming STRAFE Cherry MX Red für 95 Euro inklusive Versandkosten und Mehrwertsteuer

Die Corsair Gaming K65 RGB MX Brown ist ebenfalls eine mechanische Gaming-Tastatur, doch es gibt drei wesentliche Unterschiede: Zum einen wurde der Nummernblock weggelassen, weshalb dieses Keyboard weniger Standfläche benötigt, zum anderen gibt es eine mehrfarbige Hintergrundbeleuchtung, die der Benutzer frei konfigurieren kann. Der dritte Unterschied betrifft die Tasten, denn Cherrys MX Brown verfügen über einen spürbaren Umschaltpunkt. Mit 55 cN wird ein wenig mehr Druck benötigt, die Hubhöhe verbleibt indes bei 2 mm und es gibt auch hier kein Klickgeräusch. Anti-Ghosting und Corsairs Utility Engine (CUE) werden ebenfalls geboten.

Zum Angebot: Corsair Gaming K65 RGB MX Brown für 119 Euro inklusive Versandkosten und Mehrwertsteuer

Hinweis: Durch den Einkauf über obige Links unterstützt ihr www.Au-Ja.de. Herzlichen Dank!
 
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Firefox 48.0.1 behebt acht Fehler

reported by doelf, Freitag der 19.08.2016, 15:50:20
Den Firefox 48.0 gibt es seit Anfang August und jetzt ist auch ein erstes Bug-Fix-Update erhältlich. Der neue Firefox 48.0.1 behebt insgesamt acht Fehler, stopft aber keine Sicherheitslücken. Vier der gelösten Probleme können allerdings zum Absturz des Internetbrowsers führen.

Zwei Abstürze im Zusammenhang mit der JavaScript-Engine bzw. den Plug-ins traten besonders häufig auf, sie werden als "Top Crash" aufgeführt. Dazu kommen ein Startabsturz aufgrund des Malware-Filters Websense sowie ein Absturz in der Kommunikationsschnittstelle WebRTC. Eine Regression ließ Videos bei der Wiedergabe verstummen, hiervon ist beispielsweise Facebook betroffen. Dazu kommt ein Problem mit unsignierten Add-ons unter Windows und ein Hänger beim Beenden des Programms. Diese Fehler wurden ebenso behoben wir ein unerwünschtes Verhalten nach der Aktivierung von e10s: Es änderte sich die Reihenfolge bestimmter Ereignisse, so dass das Change-Ereignis vor den Maus-Ereignissen ausgelöst wurde.

Download: Firefox 48.0.1
 
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LibreOffice 5.2.1 RC 1 offiziell verfügbar

reported by doelf, Freitag der 19.08.2016, 10:08:24
Seit Anfang August liegt die kostenlose und quelloffene Bürosoftware LibreOffice in der Version 5.2 zum Download bereit und nun ist das erste Bug-Fix-Update in Anflug. Aktuell ist ein erster Veröffentlichungskandidat von LibreOffice 5.2.1 verfügbar, die finale Fassung soll dann gegen Ende des Monats folgen.

LibreOffice 5.2.1 RC 1 kümmert sich um 94 Fehler, darunter acht Programmabstürze. Aktuell bietet LibreOffice 5.2 zwar die neuesten Funktionen, für den Produktiveinsatz ist hingegen die ausgereifte Version 5.1.5 zu empfehlen. LibreOffice 5.1.5 markiert die vorletzte Ausgabe in dieser Entwicklungsschiene. Für Ende Oktober ist noch die Version 5.1.6 geplant und am 27. November 2016 werden dann Support und Entwicklung enden. Bis dahin dürfte die Entwicklungsschiene 5.2 deutliche Fortschritte in Hinblick auf ihre Stabilität und Zuverlässigkeit gemacht haben.

Download: LibreOffice 5.2.1 RC 1
 
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AMD zeigt Zen: Schneller als Intels Broadwell-E

reported by doelf, Donnerstag der 18.08.2016, 20:30:16
AMD hat letzte Nacht in San Francisco weitere Details zu den kommenden Zen-Prozessoren offengelegt. Die Desktop-Version "Summit Ridge" soll demnach pro Takt 40 Prozent mehr Instruktionen verarbeiten als die aktuellen Modelle der Firma. Auch das 32-Kern-Monster "Naples" durfte erstmals seine Muskeln spielen lassen.

Der von AMD gezeigte "Summit Ridge" hat acht Kerne und kann dank HyperThreading (SMT) 16 Threads zeitgleich bearbeiten. Damit rückt dieser Prozessor nicht nur auf dem Papier in die Liga eines Broadwell-E auf, sondern schlägt Intels Prozessor sogar, wenn beide die selbe Anzahl an Kernen und Threads nutzen sowie mit der selben Geschwindigkeit takten. Als Beleg diente im Rahmen der Demonstration die Software Blender, welche im Multithread-Betrieb lief.

Erstmals hat AMD das 32-Kern-Monster "Naples" gezeigt, welches für den Server-Einsatz gedacht ist. Im Demosystem steckten zwei "Naples" mit zusammen 64 Kernen und 128 Threads, auf denen Windows Server lief. Mit Zen will AMD zurück in die Oberklasse, wo man mit CPUs noch hohe Margen erzielen kann. Neben Prozessoren für Desktop-PCs, Workstations und Server wird es auch APUs auf Zen-Basis geben, welche AMD für kompakte Systeme, Notebooks und lüfterlose Convertibles anbieten wird.

Die Zen-Architektur soll für die kommende Jahren den Grundstein für AMDs weitere Entwicklungen bilden. Die Abkehr von CMT (Clustered Multi-Thread) zu Gunsten für SMT (Simultaneous Multithreading) ermöglicht mehr Leistung pro Watt, es gibt einen DDR4-Speicher-Controller, eine leistungsstärkere Cache-Hierarchie und eine verbesserte Sprungvorhersage. Nach dem Bulldozer-Desaster stellt Zen eine komplette Neuentwicklung und einen Neustart dar, den AMD dringend benötigt. Die neue AM4-Plattform soll ebenso leistungsfähig sein und dedizierte PCIe-Lanes für Grafik, SATA Express, NVM Express, USB 3.1 (Gen2 mit 10 Gbps) und andere I/O-Funktionen bieten, ohne dabei die Lanes für andere Geräte und Komponenten zu verknappen.

Die ersten Zen-Prozessoren sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Es wird sich vermutlich um die Desktop-Baureihe "Summit Ridge" handeln, welche sich den neuen Sockel AM4 mit den APUs der "Bristol Ridge"-Serie teilen wird. "Bristol Ridge" basiert auf dem Bulldozer-Abkömmling Excavator und gehört noch nicht zur Zen-Familie. Zunächst will AMD die großen OEM-Hersteller beliefern, die ihre Rechner pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in die Läden bringen könnten. Ob es in diesem Jahr auch einzelne CPUs in den Handel schaffen werden, bleibt noch abzuwarten.
Quelle: www.amd.com
 
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Weniger als 150 Millionen Notebooks im Jahr 2016

reported by doelf, Donnerstag der 18.08.2016, 18:48:51
Laut Digitimes Research werden in diesem Jahr weltweit weniger als 150 Millionen Notebooks ausgeliefert, das wäre ein Rückgang um 7,3 Prozent. Als wichtigste Gründe geben die Marktbeobachter Microsofts Windows 10 Anniversary Update, Intels Prozessoren der Generation "Kaby Lake" sowie Probleme in den Schwellenländern an.

Nach Ansicht der Analysten sind weder das Windows 10 Anniversary Update noch "Kaby Lake" sonderlich attraktiv. Microsofts überarbeitetes Betriebssystem biete zu wenig Neuerungen und auch bei Intels neuen Prozessoren handle es sich um ein vergleichsweise kleines Update, das zudem verspätet auf den Markt komme. Der Kaufanreiz für die Endkunden sei insgesamt eher gering. Zudem würden wirtschaftliche Probleme die Kauflaune in den Schwellenländern drücken.

Digitimes Research erwartet einen harten Preiskampf seitens Hewlett-Packard (HP), der die Amerikaner zurück an die Spitze der Notebook-Hersteller bringen könnte. Auch Lenovo wird vermutlich zulegen können, hatte aber in den vergangenen Monaten mit vollen Lagern zu kämpfen. Apple soll seine Schwächephase mit neuen Mittel- und Oberklasse-Notebooks überwinden und seine Lieferzahlen um über 40 Prozent steigern können. Auch für Dell und Acer erwarten die Marktbeobachter eine positive Entwicklung zum Jahresende, doch diese soll geringer ausfallen als bei HP und Apple.
 
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OpenMandriva Lx 3.0 ist fertig

reported by doelf, Donnerstag der 18.08.2016, 17:01:37
OpenMandriva ist der von der Community entwickelte Nachfolger der kommerziellen Linux-Distribution Mandriva. Das Betriebssystem, welches sich primär an Desktop-Nutzer richtet, wird seit Dezember 2012 unter der Leitung der OpenMandriva Association entwickelt, die vor ein paar Tagen mit OpenMandriva Lx 3.0 die dritte Generation veröffentlicht hat.

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OpenMandriva Lx 3.0 mit KDE Plasma 5.6.5 und Krita

OpenMandriva Lx 3.0 nutzt KDE Plasma 5.6.5 als Desktop und wurde mit LLVM/clang kompiliert. Mit an Bord sind KDE Frameworks 5.24.0, KDE Apps 16.04.3, Systemd 231, Xorg 1.18.3 und Mesa 12.0.1, als Kernel kommt die Version 4.6.5 zum Einsatz. Mit F2FS bietet OpenMandriva Lx 3.0 ein für SSDs optimiertes Dateisystem, das schneller und sicherer laufen soll. Für den Multimedia-Einsatz sind aktuelle Versionen von mpv, VLC und das Plasma Media Center enthalten, CDs und DVDs brennt man mit K3b und die Grafiksektion umfasst Krita, ShowFoto sowie digiKam.

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OpenMandriva Lx 3.0 mit LXQt und Qupzilla

Auf leistungsschwachen Systemen kann LXQt als alternative Desktop-Umgebung genutzt werden. Der schnelle Internetbrowser Qupzilla auf Basis der QtWebEngine und der leichtgewichtige Dateimanager PCManFM runden dieses Paket ab. In Zukunft soll es einen eigenständigen LXQt-Release von OpenMandriva geben und darüber hinaus eine weitere Version mit dem Hawaii-Desktop und Wayland als Grafikserver. Letztere richtet sich an moderne Architekturen mit vergleichsweise geringer Rechenleistung.

Download: OpenMandriva Lx 3.0

Die folgenden Architekturen werden derzeit unterstützt: i586, x86_64, aarch64, armv7hl und armv7l.
 
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Windows-Klon: ReactOS 0.4.2 wartet auf Tester

reported by doelf, Donnerstag der 18.08.2016, 16:30:06
Der quelloffene Windows-Klon ReactOS liegt in der Version 0.4.2 zum Download bereit. Grundlegende Änderungen am System selbst gibt es diesmal nicht, stattdessen schreitet die Entwicklung des Betriebssystems weiter voran. Zu den Schwerpunkten gehörten diesmal die grafische Shell, der Dateimanager und das Mounten vor Linux-Dateisystemen.

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Unterstützt werden dabei die Dateisysteme der EXT-Familie, ReiserFS sowie UFS. Bisher hatte sich ReactOS auf FAT32 konzentriert und eingeschränkte Unterstützung für NTFS geboten. Wie üblich wurden einige externe Abhängigkeiten aktualisiert, darunter Wine und UniATA. Und es wurden auch etliche Fehler behoben: So sollen sich Opera 11 und 12, das NET-Framework 3.5 sowie die Laufzeitumgebung von Visual Basic 6 wieder installieren lassen. Die KDE-Apps starten und die Touchpads diverser Dell-Notebooks funktionieren wie gewohnt. Weitere Korrekturen kümmern sich um zahlreiche Probleme rund um die Verwendung von USB-Geräten.

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ReactOS 0.4.2 wird als Boot-CD und Live-CD (ohne Internetbrowser) angeboten, fertige Abbilder virtueller Maschinen sind hingegen noch nicht verfügbar. Wir haben ReactOS 0.4.2 testweise unter VirtualBox installiert. Doch während die Installation selbst problemlos verlief, begrüßte uns das fertig konfigurierte System immer mit einem Bluescreen. Dieses Problem hatten wir schon mit der vor drei Monaten freigegebenen Version 0.4.1 gehabt und so müssen wir erste Eindrücke und weitere Bildschirmfotos abermals schuldig bleiben.

Download: ReactOS 0.4.2
 
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Windows 10 Insider Preview Build 14905 für PC und Smartphones

reported by doelf, Donnerstag der 18.08.2016, 13:39:18
Microsoft hat die erste Insider Preview nach der Veröffentlichung des Anniversary Update freigegeben. Der neue Build 14905 wurde zunächst nur für PC und Smartphones im Fast-Ring bereitgestellt. Es handelt sich um den ersten Schritt in Richtung des nächsten großen, für das Frühjahr 2017 geplanten Updates.

Neuerungen und Änderungen
Die erste Neuerung sind plattformübergreifende Systemklänge, die sowohl auf PCs als auch von Tablets und Mobiltelefonen genutzt werden. Die neuen Töne sollen schöner und harmonischer klingen und sich zugleich vertraut anhören. Bei der PC-Version wurde das Kernel-Debugging über Firewire entfernt, ein Workaround ist in Vorbereitung. Bei der Mobile-Variante kann man jetzt direkt (inline) auf Benachrichtigungen über verpasste Anrufe reagieren. In Kürze wird es auch das passende Insider-T-Shirt geben, mit dem Windows 10 dann nochmals besser aussehen, klingen und riechen wird. Erfreulicherweise wird das T-Shirt aus normaler Baumwolle bestehen und absolut nicht smart sein.

Behobene Fehler
Ansonsten gibt es nur Fehlerbereinigungen: In der PC-Version von Edge wurde ein leerer Bereich zwischen der Adresszeile und den Webinhalten entfernt, zudem kann man den Fokus über das Tastaturkürzel STRG+O auf die Adresszeile setzen. Die Sprachausgabe kann jetzt auch in Tabellen navigieren, mit STRG+ALT+Home gelangt man zum Anfang und mit STRG+ALT+Ende zum Ende. Ein Absturz von Sketchpad und Screen Sketch, der nach zweimaligem Farbwechsel mit zugleich sichtbaren Lineal auftritt, wurde ebenfalls behoben.

Bei der Mobile-Version soll die Anruferkennung zuverlässiger funktionieren. Hatte man diese auf die eigenen Kontakte beschränkt, wurde sie zuweilen trotzdem blockiert. Der Sperrbildschirm aktualisiert die Uhrzeit beim Wechsel der Zeitzone und Videos werden jetzt immer angehalten, wenn ein Anruft eingeht. Dies funktionierte bisher nicht mit Apps, die ursprünglich für Windows Phone 8 entwickelt worden waren. Zudem wird das Abspielen von Musik auch dann nach Beendigung eines Anrufs fortgesetzt, wenn zugleich Navigationshinweise von Maps vorgelesen werden.

Bekannte Fehler
Adobes Acrobat Reader stürzt beim Start ab und die Sprachausgabe funktioniert bei Cortana nicht. Im Startmenü funktioniert das Ausschalten nicht, ein Rechtsklick auf den Startknopf schafft Abhilfe. Apps wie Yahoo Mail, Trivia Crack, Google und Skype Translator Preview stürzen aufgrund eines Kompatibilitätsproblems ab und zuweilen schließt sich die Settings-App aufgrund einer fehlenden Bibliothek.

Beim Mobile-Build bereiten Apps Ärger, wenn diese zwischen dem internen Speicher und der SD-Karte verschoben werden. Als vorläufige Abhilfe empfiehlt Microsoft, die App zu entfernen und im Anschluss neu zu installieren. Auch auf Smartphones kann Cortana derzeit keine Nachrichten vorlesen.
 
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Windows 10 Anniversary Update nun auch für Smartphones

reported by doelf, Donnerstag der 18.08.2016, 11:55:30
Nachdem PCs das Windows 10 Anniversary Update schon seit dem 2. August 2016 installieren durften, hat Microsoft die neueste Ausgabe seines Betriebssystems am Dienstag auch für Mobiltelefone freigegeben. Seit gestern wird das Update auch hierzulande an Mobiltelefone verteilt und macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck.

Für Mobiltelefone bringt das Anniversary Update in erster Linie mehr Cortana: Die Assistentin berücksichtigt nun auch regionale Dialekte und Gepflogenheiten, dient als digitaler Notizzettel und erinnert uns an Bücher, die wir lesen wollen, oder an Mülleimer, die auf die Straße gestellt werden müssen. Diese Notizen lassen sich mit Orten, Zeiten oder Personen verknüpfen, damit sich Cortana zum möglichst passenden Zeitpunkt meldet. Zudem agiert Cortana plattformübergreifend und meldet neben neuen SMS und Benachrichtigungen auch einen leeren Smartphone-Akku. Wenn man das Telefon verlegt hat, kann man es aus der Ferne klingeln lassen. Routen und Wegbeschreibungen, welche auf einem Gerät abgefragt wurden, stehen auch auf allen anderen zur Verfügung. Neu ist auch, dass Cortana auf dem Sperrbildschirm lauscht und von dort einfache Aufgaben auch ohne Anmeldung ausführt.

Bild

Microsoft verspricht auch Verbesserungen für den Continuum-Betrieb, beispielsweise die Nutzung von USB-zu-LAN-Adaptern. Die Kamera hat es endlich auf den Sperrbildschirm geschafft (linker Screenshot), ein Segen für alle Geräte ohne Kamera-Taste. Zudem lassen sich die auf dem Sperrbildschirm angezeigten Benachrichtigungen ab sofort priorisieren. Microsoft hat auch alle Emojis grafisch aufgewertet und für diese unterschiedliche Hauttöne bereitgestellt. Die neue Outlook-App kann Kalender-Dateien im .ics-Format importieren und in Edge kann man mit einem Wischen nach links oder rechts durch die Browser-Chronik blättern (rechter Screenshot). Erweiterungen für Edge gibt es für die Smartphones aber nicht und auch das "Windows Subsystem for Linux" (WSL) sowie die Stifteingabe Windows Ink glänzen mit Abswesenheit. In Hinblick auf Stabilität und Geschwindigkeit bringt das mobile Anniversary Update zumindest keine Nachteile.

Wer noch Windows Phone 8.1 verwendet und auf Windows 10 Mobile umsteigen kann, sollte dies jetzt tun. Immer mehr Apps lassen die alte Plattform links liegen und unterstützen nur noch Windows 10 Mobile, darunter Instagram, Deezer und Skype. Und diese traurige Situation wird sich nicht mehr verbessern!
 
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Neu zum Ausprobieren: Firefox 49.0 Beta 4

reported by doelf, Mittwoch der 17.08.2016, 16:48:32
Für alle, denen der aktuelle Firefox 48.0 schon zu alt ist, liegt die vierte Beta-Ausgabe der Version 49.0 zum Download bereit. In der Leseansicht kann man sich die Inhalte nun auch vorlesen lassen und der Abstand der Zeilen wurde optimiert. Weitere Änderungen betreffen Graphite, Firefox Hello und Mac OS X.

Die Bibliothek "Graphite2 Font Shaping" ist nun standardmäßig aktiviert. Graphite ist eine quelloffene Software und wird von SIL International entwickelt. Sie bietet deutlich mehr Freiheiten als OpenType, was insbesondere komplexen Schriften, wie sie in Südostasien von diversen Minderheiten genutzt werden, zugute kommt. Beispiele hierfür wären Varianten der burmesischen Schrift oder Lanna in Thailand. Darüber hinaus erhalten Designer mit Graphite eine bessere Unterstützung für kalligraphische Stile und die Platzierung von mehreren diakritischen Zeichen. Abgesehen von Thunderbird und Firefox kommt Graphite auch in LibreOffice und XeTeX zum Einsatz, beim Firefox 45.0.1 und Thunderbird 38.7.1 wurde "Graphite Font Shaping" seinerzeit aufgrund von Sicherheitsproblemen deaktiviert.

Mozillas Echtzeitkommunikationsdienst Firefox Hello wird eingestellt und fehlt bereits in der aktuellen Beta-Version. Firefox Hello war im Dezember 2014 für Video- und Audiogespräche sowie Textnachrichten gestartet und fand sich erstmals im Firefox 34.0. Der Dienst basiert auf der WebRTC-Schnittstelle (Web Real-Time Communication), so dass man auch browserübergreifend kommunizieren kann. Firefox Hello funktioniert ohne Benutzerkonten, man muss seinem Gesprächspartner lediglich einen Link zuschicken. Warum der Dienst jetzt eingestellt wird, erklärt Mozilla leider nicht

Unter Mac OS X läuft der Firefox nun auf Systemen ohne Hardware-Beschleunigung schneller. OS-X-Schriften mit Kantenglättung sehen besser aus und ab sofort können auch Nutzer, die den Firefox nicht selber installiert haben, frische Updates einspielen. Hierzu müssen sie allerdings die Zugangsdaten eines Administrators kennen. Mit dem Firefox 49.0 lässt Mozilla Mac OS X 10.6 bis 10.8 fallen, unterstützt werden nur noch Mac OS X 10.9 und neuer.

Generell kann der Firefox statt der Hardware-Beschleunigung nun auch die Befehlssatzerweiterung SSSE3 nutzen, um die Videowiedergabe flüssiger zu gestalten. Zugleich wird SSE2 zu einer Voraussetzung für die Nutzung des Firefox unter Windows. Der integrierte HTML5-Player kann Audio- und Videoinhalte neuerdings mit 1,25-facher Geschwindigkeit abspielen und wiederholen. Und bereits gespeicherte Zugangsdaten für HTTP-Angebote werden nun auch für HTTPS-Anmeldungen bereitgestellt.

Download: Firefox 49.0 Beta 4
 
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Die gamescom 2016 ist gestartet

reported by doelf, Mittwoch der 17.08.2016, 14:49:17
Am heutigen Mittwoch ist die gamescom 2016 für Fachbesucher gestartet und morgen öffnet die weltgrößte Spielemesse auch für Privatpersonen. Für Privatbesucher ohne Karte wird es allerdings eng: Die Tagestickets für Donnerstag, Freitag und Samstag sind bereits ausverkauft, so dass nur der Sonntag bleibt.

Zudem gelten verstärkte Sicherheitsmaßnahmen und verschärfte Kostümbestimmungen: Kostüme sind erlaubt, Nachbildungen von Waffen oder waffenähnliche Elemente indes nicht (und natürlich auch keine echten Waffen). Zudem bitten die Veranstalter alle Besucher, auf Taschen und Rucksäcke zu verzichten, da deren Kontrolle viel Zeit in Anspruch nimmt und hieraus noch längere Wartezeiten resultieren würden. Aufgrund der zu erwartenden Verzögerungen starten die Sicherheitskontrollen in diesem Jahr schon um 7 Uhr.

Die gamescom 2016 verspricht 800 Aussteller mit hunderten Premieren aus den Bereichen Konsole, PC, Online und Mobile sowie ein reichhaltiges Rahmenprogramm. Letzteres umfasst Lasergame (Halle 5.2), Paintball (Halle 9) und RC Drift Games (Halle 10.2), Fanshops (Halle 5.2) und Cosplay Village (Halle 10.1) sowie die Red Bull F-Fighters FMX Show und die Deutsche Meisterschaft im Skateboarden (beides auf der Außenfläche hinter der Halle 8). Dazu gibt es reichlich Musik und Futterstände.

Indie-Entwickler und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) finden sich in Halle 10.1. Das BMVI hat dort seine "Social Media Stage" und YouTube als Kooperationspartner, der alle Inhalte live streamt. In der Halle 10.2 laufen die Vorträge und Shows des gamescom Campus. Mit dabei: Das Jugendforum NRW mit Informationen rund um Themen wie Jugendschutz, Medienkompetenz und Games. Ebenfalls in Halle 10.2 ist der familiengerechte Bereich Family & Friends zu finden.
 
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Ikea beendet unbegrenztes Rückgaberecht

reported by doelf, Mittwoch der 17.08.2016, 09:19:48
Vor zwei Jahren, am 25. August 2014, hatte Ikea Deutschland ein zeitlich unbegrenztes Rückgaberecht eingeführt. Einzig zugeschnittene Ware (z.B. Meterware, Küchenarbeitsplatten), Grünpflanzen und Fundgrubenartikel sind hiervon ausgenommen. Beworben wird dieses Rückgaberecht mit dem Slogan "Wir wollen, dass du glücklich bist".

Doch mit der Veröffentlichung des nächsten Ikea-Katalogs am 31. August 2016 wird das zeitlich unbegrenzte Rückgaberecht wieder abgeschafft. Dann soll eine Frist von einem Jahr gelten, natürlich wieder mit Ausnahme von zugeschnittener Ware (z.B. Meterware, Küchenarbeitsplatten), Grünpflanzen und Fundgrubenartikeln. Man darf gespannt sein, ob die Schweden ihren Slogan in "Wir wollen, dass du ein Jahr lang glücklich bist" abändern werden.

Laut Ikea Deutschland werden die Rückgaberichtlinien mit diesem Schritt lediglich international angeglichen. In der Praxis habe sich zudem gezeigt, dass eine Frist von einem Jahr vollkommen ausreiche, da weit über 90 Prozent der Rückgaben in den ersten drei Monate nach dem Kauf geschähen. Einen Missbrauch des unbegrenzten Rückgaberechts habe es nicht gegeben.
 
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Neuseeland lässt seine Bürger über die NSA ausspionieren

reported by doelf, Dienstag der 16.08.2016, 15:33:40
Der neuseeländische Geheimdienst GCSB darf noch keine neuseeländischen Bürger ausspionieren. Ein Gesetz soll dies in den kommenden Tagen ändern, doch auch in der Vergangenheit hatte der GCSB mit dieser Einschränkung kaum Probleme. Es gibt schließlich die hilfsbereiten Kollegen der NSA und deren Überwachungsprogramm PRISM.

Genau wie die NSA gehört auch der GCSB zum Club der "Five Eyes". Die Geheimdienste der USA, Großbritanniens, Kanadas, Australiens und Neuseelands nutzen ihre dortige Mitgliedschaft, um lästige nationale Gesetze und Beschränkungen zu umgehen. Schließlich sind Auslandsgeheimdienste nicht an die Gesetze der Länder, in denen sie spionieren, gebunden. Wenn der neuseeländische Geheimdienst einen neuseeländischen Bürger durchleuchten möchte, bittet er folglich die NSA um Amtshilfe und lässt sich die gewünschten Daten wie eine Pizza mit Käserand einfach frei Haus liefern.

Eines von mindestens 88 Opfern ist der ehemalige Staatsbedienstete Tony Fullman, der neuseeländischer Staatsbürger ist, aber auf Fiji geboren wurde. Fullman setzte sich für die Demokratie in seiner Heimat ein, denn in den Jahren 2000 und 2006 hatte dort der Militärchef Frank Bainimarama gegen die gewählte Regierung geputscht und eine Militärregime eingesetzt. Die Treffen der Demokratiebewegung waren den Neuseeländern offenbar suspekt, weshalb man die NSA auf Fullman und seine Mitstreiter ansetzte, wodurch Fullman zum ersten namentlich bekannten Ziel des Überwachungsprogramms PRISM wurde.

Mit Hilfe von PRISM wurde im Jahr 2012 Fullmans Kommunikation über Gmail und Facebook abgefangen, besonders verdächtig war dabei wohl der Slogan "thumbs up for democracy" ("Daumen hoch für die Demokratie"). Auch die Kontobewegungen von Fullman wurden ausgewertet und ließen auf den Kauf von Alkohol, Kaffee und Schuhen schließen. Abgesehen von den Schuhen machte sich der ehemalige Staatsbedienstete auch durch das Fahren eines silberfarbenen Mitsubishi verdächtig. Es kam zu mehreren Hausdurchsuchungen und Fullmans neuseeländischer Pass wurde eingezogen.

Nachdem die Behörden Neuseelands, Australiens und der USA Tony Fullman vollständig durchleuchtet hatten und zu ihrer Überraschung feststellen mussten, dass der Konsum von Kaffee, das Tragen von Schuhen und das Fahren silberfarbener Mitsubishis nicht gegen irgendwelche Gesetze verstößt, wurde ihm sein Pass wieder ausgehändigt. Und obwohl nie Anklage gegen Fullman oder seine Mitstreiter aus der Demokratiebewegung erhoben wurde, bleibt der Neuseeländer im Fokus der NSA und wird auf seinen Flugreisen immer noch verschärft kontrolliert. Weitere Details zum Fall hat The Intercept.
 
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Die Spionagewerkzeuge der NSA: Zum Download und zum Verkauf

reported by doelf, Dienstag der 16.08.2016, 12:54:16
Die "National Security Agency" (NSA), der größte und wichtigste Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten von Amerika, rühmt sich damit, so gut wie alle Daten abfangen und in fast alle Systeme einbrechen zu können. Doch nun scheint jemand bei der NSA eingebrochen zu sein und bietet deren Spionagewerkzeuge zum Download und zum Verkauf an.

Am Samstag hatte jemand unter dem Namen "The Shadow Brokers" auf Github Programmcode veröffentlicht und behauptet, dass es sich dabei um die Spionagewerkzeuge von "The Equation Group" handle. Der bereitgestellte Programmcode soll allerdings nur ein Vorgeschmack auf ein ganzes Arsenal voller Cyberwaffen sein, das "The Shadow Brokers" in Kürze an die Meistbietenden versteigern wollen. Inzwischen hat auch die Enthüllungsplattform Wikileaks diese Daten übernommen.

Hinter dem Namen "The Equation Group" verbergen sich vermutlich die Auslandsgeheimdienste der USA, Großbritanniens, Kanadas, Australiens und Neuseelands, offiziell auch als "Five Eyes" bezeichnet. In dieser Gruppe ist die NSA federführend, doch auch der britische GCHQ hat hohen Aufwand in die Entwicklung und den Einsatz von Cyberwaffen gesteckt. Sollten tatsächlich die Spionagewerkzeuge dieser Geheimdienste zum Verkauf stehen, wären die Folgen kaum abzusehen.

Nicholas Weaver vom International Computer Science Institute bewertete die Ware laut CNN als authentisch. Bei dem veröffentlichten Programmcode soll es sich um ein Framework zum Übernehmen von Routern und Firewalls handeln, das aus dem Jahr 2013 stammt. Vermutlich sei der Code von der NSA selbst oder einem ihrer 5-Eyes-Verbündeten gestohlen wurden. Uns stellt sich angesichts des Alters die Frage, wie die NSA eigentlich ihre alten Datenträger entsorgt.

Brendan Dolan-Gavitt von der New Yorker Universität hält den Code ebenfalls für echt. Er sieht darin starke Ähnlichkeiten zu Werkzeugen, die in den Dokumenten des Whistleblowers Edward Snowden beschrieben werden. Auch der französische Sicherheitsexperte Matt Suiche von der Firma Comae Technologies sieht die NSA als Urheber des Codes. Suiche gibt darüber hinaus zu bedenken, dass es sich um ein einsatzbereites und einfach zu verwendendes Angriffswerkzeug handele.

Es ist ein schwacher Trost, dass zumindest einige der Sicherheitslücken, welche der drei Jahre alte Code ausnutzt, inzwischen bereits geschlossen worden sind. Schließlich ermöglichen auch der Aufbau des Codes und die verwendeten Angriffsstrategien tiefe Einblicke. Und die Frage, ob "The Shadow Brokers" nicht vielleicht auch neuere Cyberwaffen zum Verkauf anbieten, muss ebenfalls noch geklärt werden. Ganz gleich ob cyber oder real: Waffen bleiben Waffen.
Quelle: money.cnn.com
 
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Kolumne: Frankreichs "europäische Initiative" gegen die Verschlüsselung

reported by doelf, Sonntag der 14.08.2016, 13:31:15
Einst stand Frankreich für den Kampf um die bürgerlichen Freiheitsrechte, doch nun scheint La Grande Nation vor dem Terror zu kapitulieren. Nach Monaten des Ausnahmezustands mit eingeschränkten Bürgerrechten und Sonderbefugnissen für Geheimdienste und Polizei, macht sich der französische Innenminister Bernard Cazeneuve nun für ein europäisches Verschlüsselungsverbot stark.

Und wenn es nach Cazeneuve geht, wird Europa nur der Anfang einer internationalen Ächtung von Verschlüsselungstechnologien sein. Nach einem Treffen des nationalen Verteidigungsrats im Elysée-Palast teilte der Innenminister mit, dass die Frage der Verschlüsselung ein zentrales Thema im Kampf gegen den internationalen Terrorismus sei. Dieses Problem sei nicht in einem nationalen Alleingang zu lösen, weshalb er eine internationale Lösung anstrebe. Zunächst will sich Cazeneuve am 23. August 2016 mit dem deutschen Innenminister Thomas de Maizière besprechen, dann sollen eine "europäische Initiative" und ein internationaler Vorstoß folgen.

Cazeneuves Forderung ist nicht neu, doch das macht sie nicht intelligenter. Die Fehler der Vergangenheit sollten uns eigentlich zur Genüge gelehrt haben, dass sich jeder Versuch, Verschlüsselungen zu schwächen oder per Hintertür auszuhebeln, am Ende rächt. Auch die organisierte Kriminalität kann sich Experten leisten, die solche Fehler aufspüren. Oder die notwendigen Informationen werden einfach gekauft. Warum sollten autoritäre Regime bei einem internationalen Verschlüsselungsverbot mitspielen, wenn sie nicht auch die Schlüssel bekämen, um Dissidenten und Oppositionelle aufzuspüren? Und was ist mit staatlich organisierter Wirtschaftsspionage?

Wie zu erwarten präsentierte Cazeneuve bisher nur das Problem, aber keinerlei Lösung. Weder eine technische noch eine rechtliche, denn was nutzt ein Zwang zur unverschlüsselten Kommunikation, wenn diese nicht massenhaft abgefangen und verarbeitet wird? Und eine staatliche Massenüberwachung wäre nicht mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar, es sei denn wir setzen unsere Ansprüche ein gehöriges Stück herab. Bürger, seid wachsam! Möglicherweise wird die Türkei die Beitrittsverhandlungen mit der EU in wenigen Monaten abbrechen, da wir Erdogans hohe Erwartungen an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht mehr erfüllen.
 
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Arbeitsspeicher: DDR4 teurer, DDR3 konstant

reported by doelf, Sonntag der 14.08.2016, 11:09:03
Nachdem uns der Juli einen heftigen Preisanstieg für 4Gb-DRAM-Chips am Spotmarkt in Taiwan beschert hatte, ist nun wieder etwas Ruhe eingekehrt. In der zweiten Juli- und der ersten Augusthälfte sind die Preise nur noch moderat gestiegen und die 2Gb-Chips sind sogar etwas billiger geworden.

Den höchsten Preissprung sehen wir bei den 4Gb-DDR4-2133-Chips, die nochmals um 6,51 Prozent teurer geworden sind. Da der Kurs für die 8Gb-DDR4-2133-Chips nur um 2,31 Prozent angezogen ist, bieten die größeren Chips nun etwas mehr Speicherkapazität fürs Geld. Die Preise für DDR3-Speicher treten insgesamt auf der Stelle, wobei eine Angleichung zwischen den DDR3-1600/1333- und eTT-Varianten stattgefunden hat.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt. Der Euro ist am Freitag mit einem Wechselkurs von 1,1165 US-Dollar ins Wochenende gegangen und lag damit um 0,91 Prozent über dem Wechselkurs von Anfang Juli. Seit Jahresbeginn hat der Euro 2,8 Prozent auf den US-Dollar gewonnen, denn am 1. Januar 2016 war ein Euro nur 1,0861 US-Dollar wert gewesen.

In der folgenden Übersicht geben wir Durchschnittspreise vom Freitag an. In den runden Klammern findet sich die Kursentwicklung der vergangenen fünf Wochen und in den eckigen Klammern die Kursentwicklung seit Jahresbeginn:
  • 8Gb (1Gx8) DDR4-2133: 3,717 US-Dollar (+2,31%)
  • 4Gb (512Mx8) DDR4-2133: 1,864 US-Dollar (+6,51%) [-14,69%]
  • 4Gb (512Mx8) DDR3-1600/1333: 1,671 US-Dollar (+0,30%) [-10,69%]
  • 4Gb (512Mx8) DDR3 eTT: 1,543 US-Dollar (+3,91%) [-5,91%]
  • 2Gb (256Mx8) DDR3-1600/1333: 1,063 US-Dollar (-2,39%) [-6,59%]
Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips erst noch auf Speichermodulen verarbeitet und danach verschifft werden, dauert es einige Wochen, bis sich Preisänderungen an der asiatischen Speicherbörse auch hierzulande bemerkbar machen.
 
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Firefox Hello wird eingestellt

reported by doelf, Freitag der 12.08.2016, 18:23:12
Am 13. September 2016 soll der finale Firefox 49.0 veröffentlicht werden und an diesem Tag wird Mozilla auch den Echtzeitkommunikationsdienst Firefox Hello einstellen. Firefox Hello war im Dezember 2014 für Video- und Audiogespräche sowie Textnachrichten gestartet und fand sich erstmals im Firefox 34.0. Der Dienst basiert auf der WebRTC-Schnittstelle (Web Real-Time Communication), so dass man auch browserübergreifend kommunizieren kann.

Firefox Hello funktioniert ohne Benutzerkonten, man muss seinem Gesprächspartner lediglich einen Link zuschicken. Während Firefox Hello in der Version 48 noch ganz normal funktioniert, fehlt es bereits in den Beta-Ausgaben der Version 49. Mozilla wird lediglich Firefox Hello, nicht aber die zugrundeliegende WebRTC-Schnittstelle entfernen. Warum der Dienst eingestellt wird, erklärt Mozilla leider nicht, führt aber einige Alternativen auf:
  • Jitsi Meet (Videokonferenzen, Bildschirminhalte teilen)
  • Talky (Videokonferenzen, Bildschirminhalte teilen)
  • Cisco Spark (Videoanrufe, Videokonferenzen, Bildschirminhalte teilen)
  • Appear.in (Videokonferenzen)
 
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Golden Key: Microsoft schrottet Secure Boot

reported by doelf, Freitag der 12.08.2016, 15:45:54
Im Juli (MS16-094) und August (MS16-100) stellte Microsoft jeweils ein Sicherheits-Update "für den sicheren Start" bereit. Wie erst jetzt bekannt wurde, haben die Redmonder beim Anniversary Update (Version 1607) von Windows 10 die Secure-Boot-Funktion geschossen. Und richtig repariert wurde sie auch nicht.

Was Microsoft sagt:
Laut Microsoft gibt es Probleme mit bestimmten Richtlinien, die nur für Testzwecke gedacht waren. Sie ermöglichen es, die Codeintegritätsprüfungen zu deaktivieren und im Anschluss selbst signierte Dateien und Treiber zu laden. Darüber hinaus lässt sich die Integritätsprüfung für die Secure-Boot-Funktion ausschalten und man kann auch die Laufwerksverschlüsselung BitLocker sowie die Geräteverschlüsselung aushebeln. Um Richtlinien aus dem Netz heraus installieren zu können, muss sich ein Angreifer zunächst Administratorrechte verschaffen. Alternativ reicht auch ein physischer Zugang zum Computer. Abgesehen von Windows 10 lassen sich auch Windows 8.1, RT 8.1 sowie die Server 2012 und 2012 R2 über die fehlerhaften Richtlinien angreifen.

Wie das Malheur zustande kam:
Die Entdecker des Fehlers nennen sich my123 (@never_released) und slipstream (@TheWack0lian), sie hatten das Problem im März bzw. April 2016 bemerkt und bei Microsoft gemeldet. Zunächst war Microsoft nicht an einer Fehlerbehebung interessiert, erkannte den Bug zwei Monate später dann aber doch an. Es folgten ein unzureichendes Update im Juli, welches die problematischen Richtlinien sperren sollte, sowie ein ebenso löchriges im August, das betroffene Bootmanager (auch Bootloader genannt) blockiert. Eigentlich müsste Microsoft alle alten Bootmanager auf eine schwarze Liste setzen, doch damit würden auch Installationsmedien und Wiederherstellungspartitionen unbrauchbar werden. Dass sich Secure Boot noch einmal komplett reparieren lässt, darf folglich bezweifelt werden.

Aus technischer Sicht:
Secure Boot ist ein Bestandteil des "Unified Extensible Firmware Interface" (UEFI), welches sich als Nachfolger des BIOS (Basic Input/Output System) auf allen aktuellen Hauptplatinen von Workstations (x86-64), Desktop-PCs, Notebooks, Windows-Tablets und Windows-Smartphones befindet. Auf diesen Geräten stellt Secure Boot sicher, dass ausschließlich von Microsoft signierte Bootmanager gestartet werden. Hieraus baut sich eine Vertrauenskette auf: Der signierte Boot-Manager lädt nur signierte Kernel und diese Kernel laden nur signierte Treiber sowie signierte Anwendungen. Ziel dieser Architektur ist das Blockieren von Rootkits und anderen tief im System verankerten Schädlingen, doch auch problematische Treiber und Anwendungen sollen draußen bleiben.

Alle Windows-Tablets und viele Notebooks, die mit vorinstalliertem Windows ausgeliefert werden, verwenden Secure Boot und verhindern dessen Deaktivierung durch den Benutzer. Dies ist auch der Grund, weshalb sich auf etlichen Laptops weder Windows 7 noch ältere Linux-Distributionen installieren lassen - den Betriebssystemen und ihren Installationsmedien fehlt eine vertrauenswürdige Signatur. Für Linux gibt es inzwischen den seitens Microsoft signierten Bootmanager Shim, für Windows 7 könnte man die hier beschriebene Sicherheitslücke verwenden. Wobei es sich um keine Sicherheitslücke im eigentlichen Sinne handelt, sondern vielmehr um einen Designfehler beim Einbau neuartiger Richtlinien.

Bis zur Version 1607 von Windows 10 gab es nur Basisrichtlinien, die in einer UEFI-Variable oder auf der EFIESP-Partition gespeichert sind. Beim Laden der Richtlinien prüft der Bootmanager, ob es eine Gerätekennung (DeviceID) und BCD-Regeln (Boot Configuration Data) gibt. Über diese beiden Parameter können Entwickler ihre Geräte öffnen, um darauf - und nur auf diesen - ihre eigene Software zu testen. Mit der Version 1607 wurden dann ergänzende Richtlinien eingeführt, die immer auf der EFIESP-Partition liegen. Diese ergänzenden Richtlinien kommen ohne DeviceID und BCD-Regeln, da sie nicht alleine verwendet, sondern mit den Basisregeln zusammengeführt werden. Zunächst lädt der Bootmanager die Basisrichtlinien, dann die ergänzenden Richtlinien und zum Schluss werden die beiden zusammengebastelt.

Was passiert nun, wenn ein älterer Bootmanager auf die ergänzenden Richtlinien trifft? Er hält diese für ganz normale, signierte Richtlinien und setzt diese anstandslos um. Nun lassen sich nicht nur unsignierte Treiber und Rootkits, sondern auch eigene Bootmanager (Bootkits) laden. Tatsächlich müssen diese .efi-Dateien über eine Signatur verfügen, es wird aber nicht überprüft, vom wem diese stammt. Man kann die Bootmanager also selbst signieren und Secure Boot auf diese Weise aushebeln oder gleich komplett abschalten. Wie gesagt: Um dieses Problem endgültig in den Griff zu bekommen, müsste Microsoft alle alten Bootmanager sperren.
Quelle: rol.im
 
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Amazon Lesesommer-Angebote: Bis zu 30 Euro beim Kindle sparen

reported by doelf, Freitag der 12.08.2016, 13:27:17
Unser Partner Amazon hat die Preise seiner Kindle-eReader im Rahmen seiner Lesesommer-Angebote um bis zu 30 Euro gesenkt. Das neue Einstiegsmodell Kindle gibt es jetzt ab 59,99 Euro, den Kindle Paperwhite ab 99,99 Euro und die Luxus-Variante Kindle Voyage ab 159,99 Euro. Alle genannten Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten bei Verkauf und Versand durch Amazon.

Die Bestellmenge für die Aktionsartikel ist unabhängig von der Anzahl der getätigten Bestellungen auf zwei Geräte pro Person beschränkt. Dieses Angebot gilt nur solange der Vorrat reicht bzw. bis zum zum 16. August 2016 um 9:00 Uhr. Standardmäßig liefert Amazon die Geräte mit aktivierten Spezialangeboten aus. Hierbei handelt es sich um Werbung, die ausschließlich auf dem Sperrbildschirm der eReader angezeigt wird. Wer dies nicht will, kann gegen Aufpreis die Variante "Ohne Spezialangebote" ordern. Auch die Preise der Geräte mit deaktivierter Werbung wurden reduziert.

Zu den Angeboten:Hinweis: Durch den Einkauf über obige Links unterstützt ihr www.Au-Ja.de. Herzlichen Dank!
 
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Assange kann in London befragt werden

reported by doelf, Donnerstag der 11.08.2016, 21:11:19
Schweden und Ecuador haben sich endlich einigen können: Julian Assange, der von Schweden mit einem europäischen Haftbefehl gesucht wird und der sich deswegen seit vier Jahren in der Londoner Botschaft Ecuadors verschanzt, darf von schwedischen Ermittlern auf dem Botschaftsgelände verhört werden.

Eigentlich hatten Ecuador und Schweden schon im Juni 2015 Gespräche aufgenommen, um ein Verhör des Australiers in der Londoner Botschaft zu ermöglichen. Aber erst im Dezember 2015 konnten sich Ecuadors stellvertretender Außenminister Xavier Lasso und Anna-Carin Svensson, die Leiterin für internationale Angelegenheiten im schwedischen Justizministerium, auf ein Vorgehen verständigen. Damals hieß es, die Befragung solle in wenigen Tagen stattfinden, doch erst jetzt wird es konkret. "In den kommenden Wochen wird ein Datum festgelegt werden", ließ die Botschaft in einer Ankündigung wissen. Hoffen wir nur, dass man nicht den Sankt Nimmerleinstag auswählen wird.

Wir blicken zurück: Julian Assange hatte als Chef der Enthüllungsplattform Wikileaks den Mächtigen aus Politik und Wirtschaft kräftig auf die Füße getreten. In vielen Medien trat Assange wie ein Star auf, doch dann kam im Jahr 2010 der tiefe Fall. Bei einer Vortragsreise durch Schweden soll der gebürtige Australier mit zwei Frauen einvernehmlichen Sex gehabt haben, sich bei der Ausführung des Geschlechtsaktes aber über die Wünsche seiner Partnerinnen hinweggesetzt haben. Im August 2010 wurde daher zunächst ein Haftbefehl aufgrund Vergewaltigung und sexueller Belästigung ausgestellt, der kurze Zeit später wieder zurückgezogen wurde. Mehrfach wechselten die Vorwürfe und die Zuständigkeiten, bis die neue Chefanklägerin Marianne Ny dann am 18. November 2010 einen europäischen Haftbefehl präsentierte. Dieser umfasst den Verdacht der Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Nötigung.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich Julian Assange bereits in Großbritannien. Dort stellte er sich am 7. Dezember 2010 der Polizei und wurde später auf Kaution freigelassen. In den Jahren 2011 und 2012 kämpfte Assange vor den britischen Gerichten gegen das schwedische Auslieferungsersuchen, doch am 14. Juni 2012 scheiterte er in letzter Instanz vor dem Supreme Courts. Am 19. Juni 2012 flüchtete sich der Australier in die Botschaft Ecuadors und stellte dort einen Antrag auf Asyl. Nach zwei Jahren in der Botschaft zogen Assanges Anwälte in Schweden vor Gericht, um den Haftbefehl anzufechten. Im Mai 2015 unterlag Assange dann vor dem Obersten Gerichtshof Schwedens. Im Februar 2016 forderte die "Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen für willkürliche Inhaftierungen" (UNWGAD) Großbritannien und Schweden auf, Assange freizulassen und ihm eine Wiedergutmachung zu zahlen. Diese Aufforderung wurde von beiden Ländern abgelehnt.
 
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Funkfernbedienungen von 15 Automarken geknackt

reported by doelf, Donnerstag der 11.08.2016, 18:31:58
Wissenschaftler aus Bochum und Birmingham haben auf der Sicherheitskonferenz Usenix 2016 in Texas gezeigt, wie sich die Funkfernbedienungen von unzähligen Autos überwinden lassen. Betroffen sind insbesondere die Marken des Volkswagen-Konzerns, also VW, Audi, Seat und Skoda, aber auch Abarth, Alfa Romeo, Chevrolet, Citroen, Dacia, Fiat, Ford, Lancia, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot und Renault. Beleuchten wir nun die Fehler dieser Hersteller.

Besonders schwer treffen die gewonnenen Erkenntnisse Volkswagen, denn das Unternehmen hat gleich in mehrfacher Hinsicht versagt: So gab es in der ersten Generation (VW-1, ab Baujahr 1995) der Funkfernbedienung gar keine Verschlüsselung. Wer das System analysiert und versteht, benötigt nur ein Funksignal, um ein Fahrzeug beliebig oft öffnen und schließen zu können - ohne dabei irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Bei allen vorherigen Angriffen wurde das Funksignal des Originalschlüssels abgefangen und zum einmaligen Missbrauch umgeleitet.

Wesentlich sicherer wären die Folgegenerationen VW-2 und VW-3, deren Verschlüsselung (AUT64) theoretisch auf eine effektive Schlüssellänge von 91,55 Bit käme. Dummerweise hat VW aber entschieden, einen globalen Generalschlüssel zu verwenden und lediglich die Identifizierungskennungen (UIDs) mit einer Whitelist abzugleichen sowie einen Zählerstand zu prüfen. Stehen mehrere VWs beisammen, lauschen aufgrund des Generalschlüssels alle auf eine in der Nähe gedrückte Fernbedienung. In den meisten Fällen öffnet sich aufgrund der unterschiedlichen UIDs und Zählerstände aber nur ein Fahrzeug. Auch hier gilt: Man muss das Signal nur einmal abfangen, um im Anschluss beliebig viele gültige Signale genieren zu können.

Das Jahr 2009 brachte VW-4 und eine neue Verschlüsselung: XTEA (eXtended Tiny Encryption Algorithm). Diese Blockchiffre arbeitet mit 64-Bit großen Blöcken und einem 128-Bit langen Schlüssel. Klingt für den Einsatzzweck ausreichend sicher, wenn es da nicht wieder den globalen Generalschlüssel gäbe. Und so konnten die Forscher auch VW-4 knacken und aus einem einzigen Funksignal einen eigenen Funkschlüssel klonen - beispielsweise bei einem aktuellen Audi Q3 des Modelljahres 2016. Was für ein grandioser 4-fach-Fail, VW!

Die folgenden Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns sind betroffen:
  • Audi: A1, Q3, R8, S3, TT
  • VW: Amarok, (New) Beetle, Bora, Caddy, Crafter, e-Up, Eos, Fox, Golf 4, Golf 5, Golf 6, Golf Plus, Jetta, Lupo, Passat, Polo, T4, T5, Scirocco, Sharan, Tiguan, Touran, Up
  • Seat: Alhambra, Altea, Arosa, Cordoba, Ibiza, Leon, MII, Toledo
  • Skoda: City Go, Roomster, Fabia 1, Fabia 2, Octavia, SuperB, Yeti
Die Mitbewerber Abarth, Alfa Romeo, Chevrolet, Citroen, Dacia, Fiat, Ford, Lancia, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot und Renault haben in vielen Fahrzeugen einen Chip der niederländischen Firma NXP verbaut, welcher eine Hitag2-Verschlüsselung nutzt. Dass die 48 Bit kurzen Schlüssel von Hitag2 nicht sonderlich sicher sind, hatten Roel Verdult, Flavio D. Garcia und Josep Balasch schon vor vier Jahren auf der Usenix 2012 demonstriert. Diesmal hat Flavio D. Garcia mit David Oswald, Timo Kasper und Pierre Pavlides zusammengearbeitet, um die kryptographische Passphrase der NXP-Lösung zu brechen.

Dies ist den Wissenschaftlern auch gelungen, doch im Gegensatz zu den Systemen von Volkswagen, wo eine einzelne Funkübertragung ausreicht, um eine Schlüsselkopie herstellen zu können, werden bei NXP mindestens vier unterschiedliche Übertagungen benötigt. Weitere Übertragungen erleichtern das Knacken der Verschlüsselung, das auf einem typischen Notebook im Schnitt nur eine Minute Rechenzeit benötigt. Bei den folgenden Fahrzeugen wurde der Angriff erfolgreich getestet:
  • Alfa Romeo Giulietta (2010)
  • Chevrolet Cruze Hatchback (2012)
  • Citroen Nemo (2009)
  • Dacia Logan II (2012)
  • Fiat Punto (2016)
  • Ford Ka (2009, (2016)
  • Lancia Delta (2009)
  • Mitsubishi Colt (2004)
  • Nissan Micra (2006)
  • Opel Vectra (2008)
  • Opel Combo (2016)
  • Peugeot (207 (2010)
  • Peugeot Boxer (2016)
  • Renault Clio (2011)
  • Renault Master (2011)
Das selbe System kommt aber auch in den folgenden Modellen zum Einsatz:
  • Abarth 500, Punto Evo
  • Alfa Romeo Mito
  • Citroen Jumper, Nemo
  • Dacia Duster
  • Fiat 500, Bravo, Doblo, Ducato, Fiorino, Grande Punto, Panda, Punto Evo, Qubo
  • Ford Ka
  • Lancia Delta, Musa
  • Nissan Pathfinder, Navara, Note, Qashqai, X-Trail
  • Opel Corsa, Meriva, Zafira, Astra
  • Peugeot Boxer, Expert
  • Renault Clio, Modus, Trafic, Twingo
Egal ob schlampige Umsetzung (Volkswagen) oder ein zu schwacher Schlüssel (NXP): Seit mehr als zwanzig Jahren werden Autos mit unzureichend gesicherten Funkfernbedienungen ausgestattet. Und aufgrund der hohen Kosten eines Rückrufs, wird vermutlich auch keiner der genannten Hersteller die beschriebenen Probleme angehen. Doch zumindest haben die Sicherheitsexperten einen wirksamen Ratschlag: Wenn man statt die Funkfernbedienung zu benutzen den Schlüssel ins Schloss steckt und diesen dann dreht, kann niemand Signale abfangen und sich daraus einen Nachschlüssel basteln.
 
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Die drei meistverkauften Android-Smartphones stammen von Samsung

reported by doelf, Mittwoch der 10.08.2016, 17:03:50
Der südkoreanische Elektronikriese Samsung stellt derzeit die drei weltweit meistverkauften Android-Smartphones. Dabei ist das teure Premiummodell Galaxy S7 edge nach Angaben der Marktbeobachter von Strategy Analytics die Nummer 1 und sollte mit einer ordentlichen Marge viel Gewinn in Samsungs Kassen spülen.

Im ersten Halbjahr 2016 kam das Galaxy S7 edge auf 13,3 Millionen Einheiten, das sind 2,3 Prozent aller weltweit verkauften Android-Smartphones. Nicht weit dahinter folgt das Galaxy J2 mit 13,0 Millionen Einheiten und ebenfalls 2,3 Prozent Marktanteil, während das Galaxy S7 ohne Kante nur auf 11,8 Millionen Stück und 2,0 Prozent des Marktes kommt - aber auch das reicht noch für den dritten Platz. Insgesamt sind die Verkaufszahlen von Android-Smartphones im ersten Halbjahr um fünf Prozent auf 577,3 Millionen geklettert.

Apple musste indes einen Rückgang um 16 Prozent auf 91,6 Millionen iPhones verkraften. Für jedes iPhone wurden somit 6,3 Android-Smartphones verkauft, zugleich kommen auf ein Samsung Galaxy S7 (beide Varianten zusammengerechnet) immer noch 3,65 iPhones. Der Vorteil der extrem hohen Auflage bleibt somit bei Apple und auch Apples Margen dürften im Schnitt höher ausfallen, da selbst die Preise für das Einstiegsmodell iPhone SE mit mageren 16 GB Speicher erst bei 489 Euro starten.
 
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Microsoft veröffentlicht neun Sicherheits-Updates für August

reported by doelf, Mittwoch der 10.08.2016, 12:04:28
Obwohl Microsoft den Patch-Day zum Auslaufmodell erklärt hatte, bringt der zweite Dienstag jedes Monats auch weiterhin neue Sicherheits-Updates. Im August 2016 sind es neun neue Flicken, von denen fünf kritische Schwachstellen beheben. Die übrigen Updates wurden als wichtig eingestuft, sie kümmern sich um hochgefährliche Fehler. Insgesamt hat Microsoft diesmal 27 Probleme in der eigenen Software beseitigt.

Neun Sicherheitslücken stecken im Internet Explorer der Versionen 9 bis 11, darunter fünf kritische Speichermanipulationen, die eine Remote-Code-Ausführung ermöglichen. Bei den übrigen vier Sicherheitsanfälligkeiten geht es um die Offenlegung von Informationen, je zwei dieser Fehler sind von mittlerer bzw. hoher Schwere. Sechs Fehler, die im Internet Explorer stecken, betreffen auch dessen Nachfolger Edge. Es handelt sich um drei kritische Speichermanipulationen und drei Datenlecks. Insgesamt wurden acht Sicherheitslücken in Edge gestopft, darunter auch eine kritische Remote-Code-Ausführung über den integrierten PDF-Betrachter. Diesem Bug, der eigentlich in der PDF-Bibliothek steckt, wird auch ein eigener Eintrag gewidmet, denn er betrifft auch Windows 8.1 und 10 sowie die Server 2012 und 2012 R2 inklusive der Core-Installationen. Erfreulicherweise wurde keiner der Fehler in Edge oder im Internet Explorer öffentlich gemeldet und es sind bisher auch noch keine Angriffe bekannt.

Dies gilt auch für drei kritische Schwachstellen in der Grafikkomponente, die sich zum Einschleusen von Schadsoftware missbrauchen lassen. Betroffen sind alle Windows-Versionen inklusive der Server und der Core-Installationen, Office 2007 und 2010, der Word Viewer, die Live Meeting 2007-Konsole, Lync 2010 und 2013 sowie Skype for Business 2016. Ebenfalls intern entdeckt wurden fünf Sicherheitslücken in Office 2007, 2010, 2013, 2013 RT und 2016, Office für Mac 2011 und 2016 sowie im Word Viewer. Einer dieser Fehler ist kritischer Natur (Remote-Code-Ausführung), die restlichen vier wurden als hohes Risiko (Remote-Code-Ausführung, Offenlegung von Informationen) bewertet. Vier weitere Schwachstellen der Kategorie hoch wurden aus dem Kernelmodustreiber entfernt, sie ermöglichen die Erhöhung von Berechtigungen auf allen Windows-Versionen inklusive der Server und der Core-Installationen. Auch diese Bugs wurden bisher weder öffentlich dokumentiert noch angegriffen.

Eine hohe Gefahr geht von einer Sicherheitsanfälligkeit aus, durch die sich die Codeintegritätsprüfung, die Laufwerksverschlüsselung BitLocker und die Geräteverschlüsselung beim sicheren Start umgehen lassen (der ist dann nicht mehr so sicher). Betroffen sind Windows 8.1, RT 8.1 und 10 sowie Sever 2012 und 2012 R2 inklusive der Core-Installationen. In den Authentifizierungsmethoden NetLogon und Kerberos aller Windows-Varianten wurden zwei hochgefährliche Fehler entdeckt, durch die Angreifer ihre Rechte ausweiten können. Bleibt noch ein als hohes Risiko eingestuftes Informationsleck im ActiveSyncProvider von Windows 10. Das Problem tritt auf, wenn Universal Outlook keine sichere Verbindung herstellen kann. In diesem Fall kann ein Angreifer den Fehler ausnutzen, um den Benutzernamen und das Kennwort abzugreifen. Laut Microsoft wurde bisher keine der aufgeführten Schwachstellen publiziert oder erfolgreich angegriffen.
 
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AMD Radeon Software Crimson Edition 16.8.1 Hotfix

reported by doelf, Dienstag der 09.08.2016, 15:14:55
AMD hat einen neuen Hotfix-Grafiktreiber veröffentlicht. Die Radeon Software Crimson Edition 16.8.1 unterstützt die beiden neuen Modelle Radeon RX 470 und Radeon RX 460, zudem gibt es ein frisches CrossFire-Profil für "F1 2016". Der neue Treiber wird für Windows 10, 8.1 und 7 angeboten, er funktioniert mit GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 bzw. Radeon HD 7700M - aber nicht mit APUs!

AMD hat auch einige Probleme behoben: "Overwatch" stürzt in Verbindung mit Crossfire und der Radeon RX 480 nicht mehr ab, während die Leistungsgewinne durch den Einsatz mehrerer GPUs bei "DOTA2" und "The Division" gestiegen sind. "Wolfenstein: The Old Blood" läuft der Radeon RX 480 nicht mehr mit angezogener Handbremse und der Firefox stürzt mit aktivierter Hardware-Beschleunigung nicht mehr ab. Die Radeon Settings zeigen die korrekte Versionsnummer für Vulkan an und das Treiber-Update soll jetzt zuverlässiger funktionieren. Bleibt noch zu erwähnen, dass man beim Übertakten der Radeon RX 480 wieder den maximalen Speichertakt auswählen kann.

Die Liste der noch nicht behobenen Fehler bleibt recht lang: Immer noch stürzen einige Spiele ab, wenn "AMD Gaming Evolved" aktiviert ist, und das Ändern von Auflösung oder Qualitätsstufe bringt "Dota 2" im Vulkan-Betrieb zum Absturz. "Battlefield 4" stürzt bei Verwendung von Mantle ab und "World of Tanks" flackert im Crossfire-Betrieb nach einem Task-Wechsel. Bei Verwendung von DirectX 12 und V-Sync mit einer Radeon Pro Duo kommt es bei "Total War: Warhammer" zuweilen zu einem schwarzen Bildschirm und "Ark Survival Evolved" wirft auf manchen Konfigurationen einen Startfehler. Bei "Rocket League" verursacht Crossfire ein Flackern und "Ashes of the Singularity" stürzt bei aktiviertem Multi-GPU-Betrieb in der Qualitätsstufe "crazy" sporadisch ab. "The Division" stottert auf der Radeon RX 480, wenn hohe Qualitätseinstellungen auf VSync treffen, und bei "Rise of the Tomb Raider" kommt es auf Systemen mit Hybrid-Grafik im DirectX-12-Betrieb zu Darstellungsfehlern nach einem Task-Wechsel. Auf einigen Konfigurationen mit Hybrid-Grafik lässt sich der Shader-Cache derzeit nicht deaktivieren.

Download: AMD Radeon Software Crimson Edition 16.8.1 Hotfix (Windows 10/8.1/7 32/64-Bit)
 
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Hacker stoßen ins "Internet of Vibrating Things" vor

reported by doelf, Dienstag der 09.08.2016, 14:47:21
Einen Vorstoß der besonderen Art haben die beiden Hacker follower und goldfisk auf der Sicherheitskonferenz DEF CON 24 in Las Vegas gewagt: Sie sind ins "Internet of Vibrating Things" eingedrungen oder besser gesagt: Sie haben sich Kontrolle über den smarten und fernsteuerbaren Vibrator "We-Vibe 4 Plus" verschafft.

Dabei zeigte sich, dass Connected-Sex auch nicht viel sicherer ist als das Original. "We-Vibe 4 Plus" ist mit einem Funkmodul für Bluetooth LE/Smart ausgestattet, kann über eine App gesteuert werden und bietet Server-seitige Funktionen. Viele Funktionen bedeuten oft auch viele Angriffsmöglichkeiten und die Hacker sind per Reverse-Engineering in allen Punkten fündig geworden. Der Vibrator sammelt Daten über die Häufigkeit und Dauer seiner Benutzung, die Temperatur des Einsatzgebietes sowie die verwendeten Einstellungen. Die beiden Hacker konnten diese Daten abgreifen und die Kontrolle über das Sexspielzeug erlangen. Passend dazu bieten sie eine Weevil-Suite mit diversen Werkzeugen an, mit denen auch Laien zu We-Vibe-kompatible Vibratoren simulieren und übernehmen können.
 
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QuadRooter: 4 kritische 0-Day-Lücken bedrohen Android-Geräte

reported by doelf, Dienstag der 09.08.2016, 14:13:02
Die Sicherheitsexperten von "Check Point Software Technologies" haben vier kritische Sicherheitslücken in den Treibern für die LTE-Chips des Herstellers Qualcomm entdeckt. Angreifer können sich über jeden der vier 0-Day-Fehler uneingeschränkten Root-Zugriff - darum "QuadRooter" - auf schätzungsweise 900 Millionen Android-Geräte verschaffen.

Check Point hat die Schwachstellen auf der Sicherheitskonferenz DEF CON 24 in Las Vegas präsentiert. Demnach lassen sich alle vier Fehler über Apps angreifen, wobei die Apps noch nicht einmal besondere Rechte benötigen. Angreifer können auf diese Weise nicht nur sämtliche Daten auslesen und Passworteingaben abfangen, sondern auch die Kameras und Mikrofone fernsteuern sowie die Bewegungen des Nutzers per GPS überwachen.

Technischer Hintergrund
In modernen Smartphones und Tablets kommen zwei Prozessoren zum Einsatz, die weitgehend unabhängig voneinander agieren. Der sogenannte Application-Prozessor (AP) kümmert sich um das Betriebssystem, beispielsweise Android, und die darauf laufenden Apps, während sich der Baseband-Prozessor um die Funkkommunikation kümmert. Baseband-Prozessoren werden zuweilen auch als LTE- oder UMTS-Modem bezeichnet, doch diese Vereinfachung wird ihnen nicht gerecht. Tatsächlich handelt es sich um komplexe SoCs mit eigenem Speicher, auf denen ein Echtzeitbetriebssystem (RTOS) läuft. Die fehlerhaften Treiber ermöglichen die Kommunikation zwischen Android und dem Baseband-Prozessor, sie stecken somit ganz tief im System und sind für die Funktion der Geräte unabdingbar.

Mögliche Lösungen
Laut Check Point besteht die optimale Lösung in einem Update der Treiber, doch zunächst müsste Qualcomm fehlerbereinigte Versionen bereitstellen. Sofern dies geschehen sollte, für ältere Chips wurde die Entwicklung mitunter schon komplett eingestellt, müssten die Hersteller der Geräte die überarbeiteten Treiber in neue Firmware-Updates integrieren. Und auch hier stellt sich wieder die EOL-Frage (EOL = End of Life). Zum Schluss müssten dann noch die Käufer mitspielen und die bereitgestellten Firmware-Updates auch tatsächlich einspielen. Doch machen wir uns nichts vor: Viele Android-Geräte werden diese kritischen Updates nie zu sehen bekommen. Damit bleibt betroffenen Kunden nur die Wahl zwischen Wegwerfen und möglichst wenige, vertrauenswürdige Apps zu installieren.
 
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Die Wahrheit über die Un-Wearables

reported by doelf, Dienstag der 09.08.2016, 11:34:41
Das smarte Leben mit sogenannten Wearables wie Fitnessarmbändern und intelligenten Uhren gilt für viele als die Zukunft, doch so langsam reift in der Bevölkerung eine erschreckende Erkenntnis: Fitnessarmbänder sammeln zwar Daten und nerven mit leeren Akkus und vielen Bugs, doch fit wird man vom Tragen dieser Dinger nicht. Und so liegen sie stattdessen ungenutzt herum.

Dass nur die Hälfte aller Deutschen, die ein Fitnessarmband besitzen, dieses auch benutzen, ergab eine im Auftrag der Krankenkasse DKV durchgeführte Umfrage der GfK Nürnberg. Die wissenschaftliche Leitung hatte Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Befragt wurden 2.830 Menschen in Deutschland. 30 Prozent benutzten ihre Wearables nicht mehr und weitere 16 Prozent besitzen zwar ein Fitnessarmband, haben dieses aber nie in Betrieb genommen. Eine weitere Zahl sollte Herstellern und Analysten zu denken geben: Nur 5 Prozent der Befragten wollen sich in Zukunft ein Fitnessarmband kaufen, während 89 Prozent kein Interesse an einer Neuanschaffung haben.

Doch was macht diese Geräte zu Un-Wearables? 19 Prozent der Befragten, insbesondere Männer, finden die "Nutzung zu anstrengend" und 18 Prozent fühlen sich von den Armbändern genervt. Jeweils 15 Prozent beklagen das Fehlen eines erhofften Motivationsschubs oder halten das Gerät für überflüssig. Für 12 Prozent ist das Thema schon durch und völlig langweilig. Vor allem Frauen erklärten zudem, sie hätten keine Zeit, um solche Geräte zu nutzen, oder sie hätten das Fitnessarmband irgendwo verlegt (nein, kein Witz - das steht so in der Pressemitteilung).

Für die DKV ist es durchaus nachvollziehbar, dass sich gesunde Menschen kaum dauerhaft für solche Wearables begeistern können. Sinnvoll sei indes der Einsatz bei chronischen Erkrankungen wie Übergewicht oder zu hohem Blutdruck. Primär seien die Fitnessarmbänder aber nur eine Ergänzung zu einer persönlichen Betreuung durch einen Trainer. Denn die Fitness kommt durch regelmäßiges Training und nicht durch technisches Spielzeug.
Quelle: www.ergo.com
 
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Akustisches Datenleck bei der Deutschen Bank

reported by doelf, Dienstag der 09.08.2016, 10:53:36
Was hohe Strafen betrifft, konnte die Deutsche Bank in den vergangenen Jahren umfassende Erfahrung sammeln, doch die gestern von der "Financial Industry Regulatory Authority" (FINRA) verhängte Geldbuße in Höhe von 12,5 Millionen US-Dollar (eigentlich Peanuts) ist etwas besonders. Nach Erkenntnissen der FINRA wurde bei der Deutschen Bank über Jahre wissentlich und völlig unkontrolliert gekreischt.

Nein, hier geht es nicht um Ruhestörung, sondern über die wissentliche Offenlegung vertraulicher Informationen. Diese wurden innerhalb des Geldinstituts nämlich per Lautsprecher, auch Squak Box (wortwörtlich übersetzt: Kreischkiste) genannt, übertragen. Die "Squawks" befassten sich mit Analysen und dem Handel, enthalten waren auch vertrauliche und kursrelevante Informationen. Solche Daten sind nicht für alle Ohren bestimmt, doch die Deutsche Bank versäumte es, den Zugriff auf die Übertragungen zu regulieren. Ein hausgemachtes Datenleck der akustischen Art.

Das Problem war über Jahre bekannt und wurde konsequent ignoriert. So wurden die Squawks in internen Prüfungen und Empfehlungen bemängelt, die eigene Compliance-Abteilung warnte vor dieser Praxis und auch interne Risikobewertungen kamen zu dem Schluss, dass das Gekreische untragbar sei. Es ist schön, wenn eine Bank viele interne Kontrollmechanismen hat und diese dann auch tatsächlich Fehler aufdecken, doch es ist hochgradig peinlich, wenn diese Erkenntnisse dem Management mal so richtig scheißegal sind. Pardon, aber das lässt sich nicht fäkalienärmer formulieren.

Auch gegenüber der FINRA wollte die Deutsche Bank keine Fehler eingestehen und äußerte sich erst gar nicht zu den Vorwürfen. Das Geldhaus hat allerdings die Strafe akzeptiert und sich dazu verpflichtet, die Konformität seiner Lautsprecherübertragungen zertifizieren zu lassen.
Quelle: www.finra.org
 
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UPDATE: Computerpanne legt Delta Air Lines lahm

reported by doelf, Montag der 08.08.2016, 13:44:12
Um 2:30 Uhr Ortszeit (8:30 mitteleuropäische Zeit) hatte sich in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia ein Stromausfall ereignet. Nun ist Atlanta für zwei Dinge bekannt: Coca Cola und die Fluggesellschaft Delta Air Lines. Ob das koffeinhaltige Erfrischungsgetränk schlecht geworden ist, wissen wir leider nicht, doch die Flugzeuge von Delta heben vorerst nicht mehr ab. UPDATE: Sie fliegen wieder!

Von diesem Stromausfall war nämlich auch das Rechenzentrum der Airline betroffen und das hatte zunächst für massive Verspätungen und im weiteren Verlauf auch für Flugausfälle gesorgt. Die Auswirkungen auf Flugzeuge, die bereits in der Luft sind, halten sich in Grenzen. Sie werden lediglich im Internet und an Flughäfen als pünktlich angezeigt, obwohl sie das mitunter nicht sind. Die restliche Flotte bleibt vorerst am Boden, da Deltas Rechenzentrum weiterhin mit Problemen zu kämpfen hat.

Um 16:40 Uhr mitteleuropäischer Zeit hat Delta das Ende der technischen Probleme gemeldet. Rund 300 Flüge mussten komplett abgesagt werden und die anderen haben massive Verspätungen. Nur 800 von fast 6.000 für den heutigen Montag geplanten Flügen konnten bis 16:30 Uhr abgewickelt werden. Dieser Rückstand ist nicht aufzuholen, so dass mit weiteren Absagen zu rechnen ist.

Passagiere, deren Flug storniert wurde oder eine erhebliche Verspätung hat, haben Anspruch auf eine Rückerstattung. Alternativ können die Kunden auch eine einmalige gebührenfreie Ticketänderung vornehmen lassen. Hierzu sollte man die Reservierungsabteilung von Delta Air Lines kontaktieren.
Quelle: de.delta.com
 
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Strategie: Freeciv 2.5.5 ist fertig

reported by doelf, Sonntag der 07.08.2016, 23:48:13
"Freeciv" ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, welches sich am Klassiker "Civilization" orientiert. Das kostenlose und quelloffene Spiel ist für diverse Plattformen erhältlich, für Windows gibt es fertige Installationspakete. Die Version 2.5.5 behebt einige Fehler und ermöglicht nun auch reine AI-Partien, in denen ausschließlich vom Computer gesteuerte Spieler antreten.

Die meisten Korrekturen sind kleiner Natur: Piraten spawnen nicht mehr mit ihren Booten in winzigen Tümpeln, die Seuche (Plague) heißt jetzt Pest (Pestilence) und es wurden einige Bugs rund um die afrikanischen, lettischen und texanischen Nationen beseitigt. Gtk- und Qt-Klienten trennen sich nun sauber vom Server, wenn der Klient beendet wird. Es wurden auch zwei Speicherlecks gestopft und ein paar Leistungsoptimierungen integriert. Bei den Übersetzungen haben Katalanisch, Französisch, Britisches Englisch, Spanisch und Russisch zusätzlichen Feinschliff erhalten.

Download: Freeciv 2.5.5 für Windows und Quellcode
 
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Wine 1.9.16 (Development Release) verfügbar

reported by doelf, Sonntag der 07.08.2016, 17:23:20
Wine ist eine kostenlose Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme wie beispielsweise Linux, welche das Ausführen von Programmen und Spielen, die eigentlich für Windows geschrieben wurden, ermöglicht. Die am Freitag veröffentlichte Entwicklungsversion 1.9.16 verbessert die 64-Bit-Binärkompatibilität unter Mac OS X und bringt weitere Fortschritte in Hinblick auf Direct3D.

So wurden weitere Shader-Instruktionen für Direct3D ergänzt und am Befehlsfluss für Direct3D gearbeitet. Wine 1.9.16 bringt auch Leistungsverbesserungen für JavaScript und das Graphics Device Interface (GDI). Darüber hinaus wurden 43 Fehler bereinigt, darunter Startabstürze beim Demo von "Darkness Within 2", "Into The Stars" und Cool Record Edit sowie andere Abstürze beim Demo von "King Arthur II", "GOG Galaxy", Word 2010 und Excel 2010. Es wurden auch Installationsprobleme bei "Myst V", PDF Factory 3.x und 4.x, Time Warner Cable Connection Manager 1.03.0012.0 und Winzip 6 behoben. Zudem soll NVIDIAs GT 740M jetzt korrekt erkannt werden. Weitere Fehlerkorrekturen finden sich in den detaillierten Versionsinformationen.
 
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Uralt-Fehler gefährdet Microsoft-Konten

reported by doelf, Freitag der 05.08.2016, 23:15:05
Zumindest seit 1997 steckt in allen Windows-Versionen eine Sicherheitslücke, die erst jetzt dank des Microsoft-Kontos ganz groß herauskommt. Quasi im Vorbeisurfen wirft der ahnungslose Benutzer den Kriminellen seine Kontodaten zu und gibt damit den Zugriff auf Dienste wie Skype, Xbox, OneDrive, Office 360, MSN, Bing und Azure frei. Die Verwendung einer sicheren VPN-Verbindung verschlimmert das Problem sogar.

Wie die russischen Sicherheitsspezialisten von ProstoVPN berichten, steckt der Fehler in der Art und Weise, wie Microsoft veraltete Netzwerkressourcen einbindet. Der Angreifer muss nur eine Verknüpfung auf eine SMB-Ressource in eine Webseite oder E-Mail einbauen, beispielsweise in Form eines Image-Tags, die auf sein eigenes Netzwerk verweist. Öffnet man die Webseite oder E-Mail dann mit Edge, dem Internet Explorer oder Outlook, versucht sich Windows beim Server des Angreifers anzumelden und übermittelt hierzu seine Zugangsdaten. Bei dieser Lieferung frei Haus wird das Passwort als NTLM-Hash verpackt, doch diese Art von Hashes lässt sich leicht knacken.

In Zeiten, da jeder Windows-Rechner lokale Konnten nutzte, war die Tragweite eines solchen Angriffs begrenzt. Doch nun, da das Microsoft-Konto, welches neben dem Zugriff auf Rechner, Tablets und Smartphones auch den Zugang zu Diensten wie Skype, Xbox, OneDrive, Office 360, MSN, Bing und Azure ermöglicht, zum Anmeldestandard erklärt wurde, sind die Auswirkungen umfassend. Das gilt insbesondere, wenn dieser Angriff auf eine vermeintlich sichere VPN-Verbindung trifft, denn auch deren Zugangsdaten werden an die Bösen geschickt. Selten war es leichter, VPN-Zugänge zu übernehmen und über diese in gesicherte Netzwerke einzudringen.

Da Microsoft auch nach 19 Jahren noch keine Lösung bieten kann, empfehlen die Experten von ProstoVPN, die Nutzung des Microsoft-Kontos zu vermeiden. Zudem soll man in der Firewall den Port 445 blockieren, der für ausgehende SMB-Verbindungen genutzt wird. Nur für lokale Netzwerke darf der Port aktiv bleiben. Zumindest in Firmen dürfte dieser Port oftmals schon blockiert sein, da er auch gerne von Würmern und anderen Schadprogrammen genutzt wird.
 
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iOS 9.3.4 beendet Jailbreak

reported by doelf, Freitag der 05.08.2016, 17:19:49
Die chinesischen Hacker von Team Pangu hatten Ende Juli 2016 einen Jailbreak für iOS 9.3.3 veröffentlicht - den ersten seit der Veröffentlichung von iOS 9.2. Nun hat Apple reagiert und sein mobiles Betriebssystem in Form der Version 9.3.4 wieder abgedichtet.

Offenbar war den Chinesen eine Speichermanipulation in IOMobileFrameBuffer gelungen, über die sie beliebigen Code mit Kernel-Rechten ausführen konnten. Apple hat diesen Fehler behoben und damit den Jailbreak wirkungslos gemacht. Interessanterweise wird Team Pangu sogar als Entdecker der Schwachstelle aufgeführt.
 
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Chrome 52.0.2743.116 schließt zehn Sicherheitslücken

reported by doelf, Freitag der 05.08.2016, 17:02:40
Google hat seinen Internetbrowser Chrome für Windows, Mac OS X und Linux auf die Version 52.0.2743.116 aktualisiert und dabei zehn Sicherheitslücken gestopft. Sieben der Schwachstellen wurden von externen Experten gemeldet, davon bergen vier ein hohes und die restlichen drei ein mittleres Risiko.

Die höchste Kopfprämie beläuft sich auf 4.000 US-Dollar, sie wurde gleich dreimal vergeben: Ungewöhnlich sind dabei ein als hochgefährlich eingestufter Spoofing-Angriff auf die Adresszeile sowie eine als mittleres Risiko bewertete Möglichkeit, die Same-Origin-Prüfung in der HTML-Rendering-Engine Blink für Bilder zu umgehen. Ebenfalls in Blink steckt ein hochgefährlicher Zugriff auf bereits gelöschte Objekte. 3.500 und 3.000 US-Dollar wurden für zwei Heap-Überläufe in pdfium gezahlt, von denen ebenfalls eine hohe Gefahr ausgeht. Für zwei mittelschwere Fehler bei der Parameterbereinigung in den DevTools gab es jeweils 1.000 US-Dollar.

Download:
 
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AMDs Radeon RX 470 ist da

reported by doelf, Donnerstag der 04.08.2016, 17:20:28
AMD hat heute die Grafikkarten auf Basis der Polaris-GPU Radeon RX 470 (Ellesmere Pro) zum Verkauf freigegeben. Die Preise starten bei 179 US-Dollar zuzüglich Steuern, hierzulande liegen die günstigsten Angebote derzeit bei 219 Euro inklusive der Mehrwertsteuer. Zu diesen Preisen bekommt man allerdings nur 4 GiB Grafikspeicher, für 8 GiB muss man mindestens 279 Euro hinblättern.

Bild

Der im 14-nm-FinFET-Prozess von Globalfoundries gefertigte Ellesmere Pro umfasst 2.048 Shader-Einheiten, 128 TMUs und 32 ROPs (RX 480: 2.304 / 144 / 32). Laut AMD taktet der Chip mit 926 MHz und kann per Boost bis auf 1.206 MHz beschleunigen (RX 480: 1.120 / 1.266 MHz). Seine Rechenleistung beläuft sich auf 4,9 TFLOPs (RX 480: 5,8 TFlops). Da AMD seinen Partnern freie Hand beim Design der Karten gelassen hat, starten diese mit unterschiedlichen Platinen und Lüfterlösungen. Und mit höheren Taktraten: MSI nennt für seine Radeon RX 470 GAMING X (siehe Foto), erhältlich ist diese Karte wahlweise mit 4 oder 8 GiB Grafikspeicher, einen Basistakt von 1.254 MHz, der bereits deutlich über AMDs Boost-Angabe liegt.

Als Grafikspeicher kommen grundsätzlich GDDR5-Chips zum Einsatz. Der Speicher taktet laut AMD mit 1.650 MHz und nutzt eine 256 Bit breite Anbindung, woraus sich eine maximale Bandbreite von 211 GB/s ergibt. Auch hier liegen die von Hause aus übertakteten MSI-Modelle um 25 MHz höher und erreichen 214,4 GB/s. Die Radeon RX 470 soll einen typischen Stromverbrauch von 120 Watt aufweisen, der durch den PCIe-Steckplatz und eine 6-Pin-Buchse gewährleistet wird. Maximal ließen sich hierdurch 150 Watt bereitstellen, so dass Spielraum zum Übertakten bleibt. MSI verbaut indes einen Anschluss mit acht Kontakten, der mit bis zu 150 Watt belastet werden darf. Zusammen mit dem Steckplatz wären somit bis zu 225 Watt möglich.

Zum Anschluss von Bildschirmen werden HDMI 2.0 und DisplayPort 1.4 (HDR Ready) geboten. In Hinblick auf die Leistung soll die Radeon RX 470 eine Radeon R9 270 um das 1,5- bis 2,4-fache übertreffen und die übertakteten Modelle dürften sogar im Bereich der Radeon RX 480 wildern. Im Gegensatz zu AMD hat MSI noch keine Preise genannt und wird seine Radeon RX 470 GAMING X auch erst gegen Ende August ausliefern. Angesichts der versprochenen Eckdaten könnte sich das Warten allerdings lohnen.
Quelle: www.amd.com
 
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Intel zieht den Stecker: Smartwatch Basis Peak am Ende

reported by doelf, Donnerstag der 04.08.2016, 16:43:28
Über seine Tochter Basis wollte der Chipriese Intel ins vermeintliche Zukunftsgeschäft der Smartwatches einsteigen, doch statt als heißes Eisen entpuppte sich das Modell Peak als Gesundheitsrisiko mit akuter Verbrennungsgefahr. In einer E-Mail teilt Basis den betroffenen Kunden nun mit, dass sie die Uhr unverzüglich ablegen und zurückschicken sollen.

Offenbar hatte man versucht, die Überhitzungsprobleme per Software-Update in den Griff zu bekommen, doch das hat nicht funktioniert. Damit die Kunden ihre Uhren nicht mehr benutzen, wurden die benötigten Sever-Dienste abgeschaltet. Auch die Webseite von Basis ist nicht mehr erreichbar, da sie in einer Weiterleitungsschleife feststeckt. Lediglich den Kontakt zum Kundendienst kann man über ein Formular noch aufnehmen. Dies ist auch notwendig, schließlich hätten Kunden und Händler gerne ihr Geld zurück.

Ob es für Basis noch eine Zukunft gibt, ist völlig unklar. Nachdem Intel bei Smartphones und Tablets keinen Fuß in die Tür bekommen konnte, hatte sich das Unternehmen auf das IoT-Geschäft gestürzt. Dass nun die eigene Tochter an ihrer Smartwatch gescheitert ist, dürfte für ein paar Kratzer in Intels IoT-Image sorgen.
 
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LibreOffice 5.2 und LibreOffice 5.1.5 sind fertig

reported by doelf, Donnerstag der 04.08.2016, 11:56:49
The Document Foundation hat gleich zwei neue Versionen der kostenlosen und quelloffenen Bürosoftware LibreOffice veröffentlicht: Während LibreOffice 5.2 den Entwicklungszweig "Fresh" übernimmt und mit neuen Funktionen lockt, rückt LibreOffice 5.1.5 in die Stable-Schiene und richtet sich an konservative Nutzer sowie den Produktiveinsatz.

Die finale Fassung von LibreOffice 5.2 entspricht Bit für Bit dem vierten Veröffentlichungskandidaten - wer diesen bereits installiert hat, muss die Software nicht erneut herunterladen. In der Beta- und RC-Phase wurden insgesamt 440 Fehler beseitigt, doch primär geht es bei diesem Update um zahlreiche Verbesserungen und neue Funktionen. Hier eine kurze Übersicht:

Writer
Im Writer gibt es jetzt eine Schaltfläche, über die sich die Bearbeitungsschritte aus- und einblenden lassen. Neue Zeichenwerkzeuge ermöglichen ausgefüllte Kurven, Polygone und Freihandlinien, diese finden sich hinter der Schaltfläche Kurve. Ein neuer Standardsatz vereint die wichtigsten Werkzeuge in einer einzelnen Toolbar, bisher kamen beim Writer immer zwei Werkzeugleisten zum Einsatz. Ein Eingabefeld hilft unter "Einfügen, "Feldbefehl", "Weitere Felder" beim Auffinden von Querverweisen und der Dialog zum Einfügen von Lesezeichen wurde komplett überarbeitet. Hierzu gehört die automatische Generierung einer Bezeichnung sowie die Übernahme kurzer Textpassagen.

Calc
Die neuen Zeichenwerkzeuge wurden auch in Calc integriert, zudem lässt sich die erste Spalte oder Reihe einer Tabelle über das Menü "Ansicht" einfrieren. Die Schaltfläche für mehrzeilige Eingaben wurde überarbeitet und mit Shift + Eingabe erzeugt man einen Zeilenumbruch. Spalten werden nun mit Strg + Leertaste ausgewählt - bisher musste zusätzlich Shift gehalten werden - und mit Strg + Komma bzw. Strg + Shift + Komma werden Datum und Uhrzeit eingefügt. Im Dialog "Zellen formatieren..." kann man nun auch die Grenzen benachbarter Zellen entfernen, es können mehrere Statusleistenfunktionen zeitgleich aktiv sein und die Schaltfläche Währung klappt neuerdings aus, so dass sich hier direkt eine Währung auswählen lässt. Unter "Daten", "Statistik" ist ein Analysewerkzeug hinzugekommen und in Formeln lassen sich nun auch Platzhalter wie Sternchen, Fragezeichen und Tilde verwenden. Die Entwickler haben zudem eine Reihe neuer Funktionen - RAWSUBTRACT, FORECAST.ETS, CONCAT, TEXTJOIN, IFS, SWITCH, MINIFS und MAXIFS - ergänzt.

Impress & Draw
Für Impress und Draw wurde die Liste der verfügbaren Effekte von einem eigenen Dialogfenster in die Seitenleiste (Sidebar) verlagert, zudem werden die Effekte verständlicher erklärt. Auch die Eigenschaften der Folien lassen sich jetzt über die Seitenleiste definieren und die Zeichenwerkzeuge lassen sich einfacher ein- und ausblenden.

Im- und Export-Filter
Der Import verknüpfter Grafiken in DOCX- und RTF-Dokumenten wurde verbessert und der Import von Word für DOS wurde über libwps realisiert. Beim Laden von EMF-Dateien werden Linienenden- und Verbindungen sowie Strich- und Punktlinien korrekt umgesetzt und beim JPEG-Export wird die richtige Auflösung verwendet. Dazu kommen einige Verbesserungen für den SVGIO-Import.

Download: LibreOffice 5.2

Beim finalen LibreOffice 5.1.5 handelt es sich um den zweiten Veröffentlichungskandidaten und auch hier gilt: Wer diesen bereits installiert hat, muss die Software nicht erneut herunterladen. Neue Funktionen gibt es nicht, dafür wurden im Vergleich zur finalen Version 5.1.4 immerhin 134 Fehler, darunter 15 potentielle Absturzursachen, behoben. LibreOffice 5.1.5 markiert die vorletzte Ausgabe in dieser Entwicklungsschiene. Für Ende Oktober ist noch die Version 5.1.6 geplant und am 27. November 2016 werden dann Support und Entwicklung enden.

Download: LibreOffice 5.1.5
 
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Opera 39.0.2256.43 ist irgendwie fertig

reported by doelf, Donnerstag der 04.08.2016, 11:06:31
Die norwegische Browser-Schmiede Opera sorgt derzeit für Verwirrung. Einerseits passt die verbesserte Privatsphäre durch den Werbe-Blocker und die eingebaute VPN-Funktion nicht zum Verkauf der Browser-Sparte nach China, andererseits hatte es fast einen Monat lang keine neuen Updates für die Desktop-Version gegeben. Und nun, da Opera 39.0.2256.43 fertig ist, bleibt es für die Update-Funktion des Browsers unsichtbar.

Das auf Chrome 52 basierende Opera 39.0.2256.43 landete am 1. August 2016 auf dem FTP-Server und wurde einen Tag später im Blog vorgestellt. Aktualisierte Änderungshinweise gibt es allerdings nicht und auch die automatische Download-Funktion des Browsers wird nicht fündig und hält die Version 38.0.2220.41 weiterhin für aktuell. Da stellt sich die Frage, ob der geplante Verkauf der Browser-Sparte an chinesische Investoren bereits erste Auswirkungen auf die Entwicklung und Pflege der Software hat. Das ist eigentlich sehr schade, denn Opera 39.0.2256.43 bringt einige interessante Neuerungen.

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Da wäre beispielsweise der integrierte VPN-Dienst der kanadischen Opera-Tochter SurfEasy Inc., der in der Version 38 noch als experimentell galt und sich im Entwicklermenü versteckte. Nun ist Operas VPN massentauglich und kann über die Einstellungen - als Suchbegriff "VPN" eingeben - aktiviert werden. Wir betrachten diese Funktion als ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, denn ein solcher VPN-Tunnel schützt nicht nur vor Spionen im lokalen Netzwerk und versteckt unsere IP-Adresse vor neugierigen Webseiten, sondern hilft auch beim Überwinden von Geoblocking, also der Beschränkung von Diensten auf bestimmte Länder oder Regionen. Als virtueller Standort stehen derzeit fünf Länder zur Auswahl: Deutschland, Kanada, die Niederlande, Singapur und die USA. In einem ersten Test erwies sich der Dienst allerdings nicht als sonderlich stabil - siehe obiges Bildschirmfoto.

Interessanterweise stellt Opera selbst eine andere Neuerung in den Vordergrund, das verbesserte Video Pop-Out. Mit dieser Funktion kann man laufende Videos greifen, aus der Webseite ziehen und sie an einer beliebigen Stelle des Bildschirms platzieren (siehe unteres Bildschirmfoto). Die neue Version des Video Pop-Out funktioniert jetzt auch mit Vimeo, das Abspielen und Pausieren lässt sich mit einem einzelnen Klick bewerkstelligen und man kann die Funktion auch komplett deaktivieren.

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Von einer anderen Neuerung, dem verbesserten Nachrichtenportal, ist bei uns nicht zu sehen. Eigentlich soll sich ganz links auf der Startseite ein News-Symbol befinden, über das man Nachrichtenquellen und die Darstellung der Inhalte anpassen kann, doch bei uns funktioniert die Konfiguration weiterhin über das Zahnradsymbol ganz rechts und ist auf Themenbereiche und Länder beschränkt.

Auch der Ad-Blocker wurde überarbeitet und erweitert die Möglichkeit, eigene Blockierlisten zu erstellen. Die Entwickler empfehlen, zunächst über die Websuche nach einer passenden Listen zu suchen (möglicher Suchbegriff: "Filterliste Deutschland") und diese dann abzuändern bzw. zu erweitern. Um die Verwendung eigener Listen zu aktivieren, öffnet man die Einstellungen und sucht dort nach "Werbung".

Download:
 
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iTunes 12.4.3 behebt Problem mit Playlisten

reported by doelf, Mittwoch der 03.08.2016, 17:15:19
Apple hat sein Multimedia-Verwaltungsprogramm iTunes für Windows und Mac OS X auf die Version 12.4.3 aktualisiert. Dieses Update behebt einzig ein Problem mit Playlisten, sicherheitsrelevante Änderungen gibt es diesmal nicht.

Der Fehler tritt nur auf, wenn man iTunes auf mehreren Geräten verwendet. Änderungen an Playlisten sind dann nur auf dem aktuell genutzten Gerät sichtbar, nicht aber auf den anderen. Nach dem Update soll dieser Bug verschwunden sein.

Download:
 
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CPU-Z 1.77 bringt Unterstützung für AMDs Bristol Ridge

reported by doelf, Mittwoch der 03.08.2016, 16:50:28
CPU-Z zeigt zahlreiche Informationen über den Prozessor, das Mainboard, den Chipsatz, die Grafikeinheit und den Arbeitsspeicher an, darunter Taktraten, Spannungen, Latenzen und die SPD-Programmierung der RAM-Module. Die neue Version 1.77 bringt volle Unterstützung für AMDs Bristol Ridge sowie grundlegende Unterstützung für Intels Kaby Lake.

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Die Ergebnisse der integrierten Benchmark-Messung kann man ab jetzt auch einreichen und vergleichen. Praktisch ist auch das neue Werkzeug "Clocks", dass alle möglichen Taktraten in Echtzeit anzeigt (siehe Bildschirmfoto). Zum Abschluss noch ein Tipp: Beim Download empfehlen wir den Griff zum ZIP-Archiv, denn eine Installation von CPU-Z ist nicht notwendig. Das Archiv enthält sowohl die 32- als auch die 64-Bit-Fassung des Programms.

Download: CPU-Z 1.77 32/64-Bit
 
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Kolumne: Das BSI warnt und Android beißt sich in den Schwanz

reported by doelf, Mittwoch der 03.08.2016, 15:12:58
Seit nunmehr einem Jahr liefert Google allmonatlich neue Flicken und Updates aus, um die Sicherheit von Android zu verbessern. Mit identischer Taktrate, lediglich um ein paar Tage verzögert, empfiehlt das deutsche "Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik" (BSI), betroffene Android-Geräte so schnell wie möglich zu aktualisieren. Und ebenso regelmäßig werden den betroffenen Kunden gar keine Updates angeboten.

Google selbst versorgt nur die Nexus-Modelle sowie die preiswerten Android-One-Telefone seiner Partner, doch auch BlackBerry dichtet seine Android-Telefone umgehend ab. Bei Samsung gibt es nur für aktuelle Top-Modelle jeden Monat neue Flicken, während Motorola lieber über den hohen Aufwand klagt. Wer zu einem Gerät der unteren oder mittleren Preisklasse gegriffen hat, bekommt oftmals gar keine Updates, doch auch ehemalige Flaggschiffe werden von den Herstellern oft schon nach einem oder anderthalb Jahren versenkt. Und während Google alle Android-Nutzer ermutigt, die wichtigen Sicherheitsflicken auf ihren Geräten zu installieren, fehlt dem Internetriesen offenbar die Macht, seine Hardware-Partner zur Software-Pflege zu verdonnern.

Auch das BSI, das die Benutzer in Deutschland über sein "Bürger-CERT" über die gefährlichen Schwachstellen und die bereitgestellten Lösungen informiert, scheint keinen Hebel zu finden. Es ist schon seltsam, dass in Deutschland alle Produkte auf eine ausreichende mechanische, chemische und elektronische Sicherheit geprüft werden, zugleich aber niemand das Thema Software auf der Rechnung hat. In Zeiten, wo smarte Geräte die Haushalte und bald auch die Straßen überschwemmen, gewinnt die Software aber eine immer größere Bedeutung. Wenn von einer unzureichend gewarteten Software Gefahren für den Konsumenten ausgehen, sollte man vielleicht mal über Verkaufsverbote und Strafzahlungen für die Hersteller und die Inverkehrbringer nachdenken. Ansonsten sind solche Warnungen weder für den Kunden, noch für die Sicherheit, sondern nur für den Arsch!
 
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Bitcoins im Wert von 72 Millionen US-Dollar gestohlen?

reported by doelf, Mittwoch der 03.08.2016, 14:34:50
Vor 18 Stunden hatte Bitfinex, ein großer Handelsplatz für Bitcoins mit dem Standort Hongkong, einen Einbruch gemeldet. Hacker konnten die Sicherheitsmaßnahmen der Börse überwinden und Bitcoins aus den Wallets der Kunden stehlen. Derzeit wird der Vorfall untersucht und bis zur Klärung bleibt Bitfinex geschlossen.

Bitfinex will für eventuelle Verluste aufkommen und wird alle Ansprüche zum Marktpreis des 2. August 2016 um 18 Uhr UTC begleichen. Ob das allerdings im vollen Umfang geschehen kann, ist derzeit noch umklar. Während die Börse selbst keine Zahlen nennt, sprechen Medien über 120.000 Bitcoins mit einem Wert von 72 Millionen US-Dollar (ca. 64,3 Millionen Euro) - und so viel Geld wird Bitfinex nicht in seiner Portokasse haben. Der Diebstahl wurde den zuständigen Strafverfolgungsbehörden gemeldet. Laut Bitfinex waren ausschließlich Bitcoins und keine anderen Kryptowährungen betroffen.
 
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Windows 10: Das Anniversary Update anstoßen

reported by doelf, Mittwoch der 03.08.2016, 12:34:33
Seit gestern ist das Windows 10 Anniversary Update (Version 1607) verfügbar, doch noch wird es nicht allen Nutzern über Windows Update angeboten. Der Umweg über das Media Creation Tool und eine ISO-Datei ist indes nicht notwendig, da Microsoft das Update auch direkt über seine Webseite ermöglicht. Sollte Windows Update noch nicht fündig werden, lässt sich die Aktualisierung auf diese Weise manuell anstoßen. Und das auch auf Maschinen mit nur 1 GiB RAM!

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Update, Neuinstallation und neue Anforderungen
Nach einer kurzen Kompatibilitätsprüfung legt die Jubiläumsversion los. Geprüft werden die Lizenz sowie Prozessor, Arbeitsspeicher und Festplattenplatz. Beim Arbeitsspeicher könnte es für einige Systeme eine böse Überraschung geben, denn auch für die 32-Bit-Ausgabe verlangt Microsoft nun mindestens 2 GiB. Insbesondere preiswerte Tablets, die mit vorinstalliertem Windows 10 ausgeliefert werden, haben häufig nur 1 GiB RAM und deren Arbeitsspeicher lässt sich auch nicht nachträglich aufrüsten. Zum Test haben wir eine virtuelle Maschine mit 1 GiB Arbeitsspeicher und 16 GB Festplattenplatz aufgesetzt und die Installation der 32-Bit-Ausgabe des Windows 10 Anniversary Update gestartet. Das Ergebnis:

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Die Version 1607 läuft mit 1 GiB RAM ohne zu murren! Somit sollte sich das Anniversary Update auch auf speicherarmen Tablets installieren lassen - wir werden dies in Kürze mit einem solchen Gerät ausprobieren. Wenn das Anniversary Update über die Webseite oder eine ISO-Datei eingespielt wird, verläuft dies wie ein Upgrade des Betriebssystems. Dabei werden rund 3 GiB heruntergeladen, weshalb man keine Datentarife mit Volumenbegrenzung sondern nur echte Flatrates nutzen sollte. Nach mehreren Neustarts begrüßt uns Windows 10 und wir müssen die Einstellungen zur Privatsphäre neu setzen. Auch wer die Version 1607 frisch aufsetzt, kann dabei die Verknüpfung mit einem Microsoft-Konto umgehen und auch auf das Kennenlernen von Cortana können wir nach wie vor verzichten.

Die wichtigsten Neuerungen im Vergleich zur Version 1511
Das Anniversary Update (Version 1607), welches auch unter dem Codenamen "Redstone" bekannt wurde, ist ein umfangreiches Feature-Update für Windows 10. Microsoft hat insbesondere OneCore, die neue Multi-Architektur-Technologie der Redmonder, vorangetrieben. Dank OneCore soll der selbe Code auf unterschiedlichen Geräten wie PCs, Tablets, Smartphones oder der Xbox One laufen. Auch für das Internet der Dinge (IoT) und die Augmented-Reality-Brille Hololens setzt Microsoft auf OneCore. Das Speichermanagement des Betriebssystems hat eine weitere Überarbeitung erfahren und auf frisch installierten Systemen wurden die Anforderungen an Kernel-Mode-Treiber erhöht: Diese benötigen jetzt EV-Zertifikate (Extended Validation) von Microsoft. Es gibt aber etliche Ausnahmen: Bei Upgrades fallen die verschärften Anforderungen weg, ebenso bei deaktiviertem Secure Boot. Alle Treiber, die vor dem 29. Juli 2015 veröffentlicht wurden, sind ausgenommen. Auch für den Boot-Vorgang benötigte Treiber werden nicht blockiert, da das System ansonsten nicht mehr starten würde. Allerdings werden diese nach dem Systemstart vom Kompatibilitätsassistenten entfernt.

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Microsoft hatte alle Suchen, ganz gleich ob lokal oder im Netz, unter seiner Assistentin Cortana zusammengefasst. Cortana wurde fast überall im System verankert und berücksichtigt nun auch regionale Dialekte und Gepflogenheiten. Die Assistentin funktioniert neuerdings als digitaler Notizzettel und erinnert uns an Bücher, die wir lesen wollen, oder an Mülleimer, die auf die Straße gestellt werden müssen. Diese Notizen lassen sich mit Orten, Zeiten oder Personen verknüpfen, damit sich Cortana zum möglichst passenden Zeitpunkt meldet. Zudem agiert Cortana plattformübergreifend und meldet, wenn der Akku des Smartphones geladen werden muss. Wenn man das Telefon verlegt hat, kann man es aus der Ferne klingeln lassen. Routen und Wegbeschreibungen, welche auf einem Gerät abgefragt wurden, stehen auch auf allen anderen zur Verfügung. Dank "Messaging everywhere" werden Textnachrichten ans Telefon parallel auch auf dem PC anzeigt. Man kann neue Mitteilungen und Antworten auch am PC verfassen und dann über das Smartphone verschicken. Neu ist auch, dass Cortana auf dem Sperrbildschirm lauscht und von dort einfache Aufgaben auch ohne Anmeldung ausführt.

Komplett neu hinzugekommen ist Windows Ink, das die Stifteingabe revolutionieren soll. Der Funktionsumfang reicht von Haftnotizen (Sticky Notes) über eine Tafel bis zur Möglichkeit, auf dem Desktop zu zeichnen. Ein virtuelles Lineal mit integriertem Kompass, der das Ausrichten der Zeichenhilfe erleichtert, gibt es ebenfalls. Cortana kann mit Ink erstellte Notizen für Erinnerungen verwenden und über alle Geräte eines Benutzerkontos hinweg teilen. Handschriftlich notierte Telefonnummern, E-Mail-Adressen und URLs werden automatisch erkannt und können mit den passenden Anwendungen genutzt werden. Windows Ink wurde bereits in diverse Apps, darunter Maps, Edge und Office integriert. Auf Geräten mit aktivem Stift, beispielsweise dem Surface Pro 4 oder dem Surface Book, ist der Windows Ink Workspace automatisch aktiviert, alle anderen können die Funktion über einen Rechtsklick auf die Taskleiste zuschalten.

Eine weitere Neuerung ist das "Windows Subsystem for Linux" (WSL), mit dem sich für Linux geschriebene Binärdateien im ELF-Format nativ unter Windows 10 ausführen lassen. WSL ist aus einer Zusammenarbeit von Microsoft mit dem Ubuntu-Entwickler Canonical entstanden. Microsoft liefert hierfür eine zu Linux kompatible Kernel-Schnittstelle, die selber keinerlei Linux-Code enthält, während Canonical die Binärdateien für den User-Mode von Ubuntu Trusty Tahr zur Verfügung stellt. Eigentlich ist diese Kompatibilitätsebene in erster Linie für Kommandozeilenprogramme gedacht, doch Tüftler haben bereits ganze Desktop-Umgebungen zum Laufen bekommen.

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Der Internetbrowser Edge hat Erweiterungen bekommen und man kann Tabs anheften. Das überarbeitete Startmenü zeigt oben weiterhin die am häufigsten verwendeten sowie die neuesten Apps, doch dann folgt die Liste aller Apps. Das eigene Konto, Einstellungen und Ein/Aus weichen nach links aus und sind dort nur noch als Icon (dafür aber immer) zu sehen. Im Tablet-Modus wird der Platz auf dem Bildschirm besser ausgenutzt, beispielsweise durch die bildschirmfüllende App-Übersicht. Alles rund um den Akku wurde in den Energiesparoptionen zusammengefasst. Das Hintergrundverhalten lässt sich direkt aus der Liste der aktiven Apps verändern, neu ist dabei die Option "von Windows verwaltet". Diese hält Apps bei aktivierter Stromsparfunktion an und schließt jene, die längere Zeit nicht mehr genutzt wurden, automatisch. Microsoft hat auch alle Emojis grafisch aufgewertet und für diese unterschiedliche Hauttöne bereitgestellt.

Beim Anniversary Update wurde auch die Barrierefreiheit deutlich verbessert. Beispielsweise lesen die Stimmen der Sprachausgabe fast doppelt so schnell und schaffen rund 800 Worte pro Minute. Es gibt auch neue Sprachen wie Arabisch (Ägypten), Dänisch (Dänemark), Finnisch (Finnland), Französisch (Kanada), Katalanisch (Spanien), Niederländisch (Belgien, Niederlande), Norwegisch (Norwegen) , Portugiesisch (Brasilien, Portugal), Spanisch (Mexiko), Schwedisch (Schweden) und Türkisch (Türkei). Weiterhin kann man die Ausführlichkeit der Angaben in sechs Stufen einstellen, diese reichen von reinen Text bis hin zur Beschreibung von Formatierung und Textfarbe. Ähnlich verhält es sich mit der Zeichensetzung. Darüber hinaus wurden Apps wie Microsoft Edge, Mail, Cortana und Groove in Hinblick auf ihre Barrierefreiheit optimiert. Übrigens: Wer solche Hilfstechnologien nutzt, darf Windows 7 oder 8.1 weiterhin kostenlos auf Windows 10 aktualisieren.
 
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UPDATE: Der Firefox 48.0 ist fertig

reported by doelf, Dienstag der 02.08.2016, 09:38:22
UPDATE: Der finale Firefox 48.0 liegt inzwischen offiziell zum Download bereit und behebt 23 Sicherheitslücken. Die neue Version bringt einen verbesserten Schutz gegen Malware-Downloads und schädliche Erweiterungen sowie Leistungsverbesserungen. Mit dem Media-Parser hat zudem die Umstellung von C++ auf die hauseigene Programmiersprache Rust begonnen.

Sicherheit
Der mit dem Firefox 31 (Windows) bzw. 39 (Mac OS X und Linux) eingeführte Download-Schutz fängt nun auch unerwünschte sowie ungewöhnliche Downloads ab. Als unerwünscht gelten Programme, die auf intransparente Weise Änderungen am System vornehmen, persönliche Daten ohne Zustimmung sammeln oder ihre Deinstallation verhindern. Demgegenüber sind ungewöhnliche Downloads in vielen Fällen harmlos, ein selbstextrahierendes Archiv mit Geschäftspapieren wäre ein solches Beispiel. Wenn allerdings beim Versuch, den neuen Firefox zu beziehen, die Installationsdatei nicht erkannt wird, könnte dies auf eine Manipulation hindeuten - schließlich ist der Firefox alles andere als ungewöhnlich.

Der zuvor in C++ entwickelte Media-Parser wurde in der Programmiersprache Rust komplett neu geschrieben. Rust stammt von Mozilla und wurde memory-safe konzipiert. Typische Programmierfehler, die zu Speicherzugriffsfehlern oder Pufferüberläufen führen, werden hierdurch ausgeschlossen. Die Umstellung des Media-Parser ist nur der Anfang, weitere Komponenten sollen bald folgen. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme betrifft die Add-ons: Der Firefox 48.0 blockiert alle Erweiterungen, die nicht seitens Mozilla geprüft und signiert wurden.

UPDATE: Die Liste der behobenen Sicherheitslücken beinhaltet 23 Einträge, wobei einige davon gleich mehrere Schwachstellen zusammenfassen. In drei Fällen wurden kritische Fehler ausgemerzt, es geht dabei um mehrere Speichermanipulationen sowie um zwei Zugriffe auf bereits gelöschte Objekte durch Service-Workers und in DTLS beim Beenden einer WebRTC-Sitzung. Von sieben Sicherheitsproblemen geht eine hohe und von elf eine mittelschwere Gefahr aus, die beiden übrigen Fehler sind eher harmloser Natur.

Leistung
Deutliche Leistungsverbesserungen verspricht der Multiprozessumbau (e10s) des Firefox. Bisher lief der gesamte Firefox in einem einzigen Prozess, also der JavaScript-Code für die Benutzeroberfläche und auch der Code von Webseiten. In einem ersten Schritt werden nun die Benutzeroberfläche und die Webinhalte in zwei unabhängige Prozesse ausgelagert, später soll jeder Tab als eigenständiger Prozess laufen. Darüber hinaus soll die quelloffene 2D-Grafikbibliothek Skia den Canvas-Aufbau unter GNU/Linux um den Faktor drei beschleunigen. Die Entwicklung von Skia wird von Google geleitet, weshalb diese Bibliothek auch in Chrome und Android Verwendung findet.

Funktionen
WebRTC bietet nun Full-Duplex für GNU/Linux, MediaStreams und MediaStreamTracks lassen sich klonen und die verzögerungsunabhängige Echounterdrückung (AEC) wurde aktiviert. Auch Aktualisierungen und Neustarts von ICE (Interactive Connectivity Establishment) werden nun unterstützt. Wer nach etwas sucht, das sich bereits in den Lesezeichen oder einem offenen Tab befindet, erhält entsprechende Hinweise über neue Icons. Die Unterstützung für WebExtensions wird jetzt als stabil eingestuft, zugleich wird die "Content Security Policy" (CSP) auf WebExtensions angewandt.

Behobene Fehler
Die Tasten Tabulator und Shift + F10 funktionieren jetzt bei der Anpassung der Firefox-Oberfläche auch für Windows-Nutzer wie sie sollten. Mozillas Entwickler haben ein Audioproblem in WebRTC behoben, welches bei Headsets von Jabra und Webcams von Logitech (Modell: C920) zu verzerrten Stimmen führt. Die schrittweise Fehlersuche für Entwickler wurde dahingehend überarbeitet, dass sich Probleme, die sich in der letzten Zeile von Funktionen befinden, leichter aufspüren lassen.

Neue Anforderungen
Ab der Version 48.0 benötigt der Firefox mindestens Mac OS X 10.9. Wer noch mit Mac OS X 10.6, 10.7 oder 10.8 unterwegs ist, muss daher zum "Extended Support Release" wechseln, um weiterhin sicher surfen zu können. Unter Windows wurde die mit Windows 95 und NT eingeführte Autoeinwahl für Modems entfernt, doch diese dürfte wohl kaum jemand vermissen. Darüber hinaus müssen Prozessoren für die Windows-Version die Befehlssatzerweiterung SSE2 (ab AMD Athlon 64 bzw. Intel Pentium 4) beherrschen.

Download: Firefox 48.0 (32/64 Bit)
 
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SZ: Fluggastdaten über Jahre ungeschützt im Netz

reported by doelf, Dienstag der 02.08.2016, 08:35:42
Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet, lagen die Daten von Millionen Fluggästen über fünf Jahre ungeschützt im Netz. Schuld war ein massives Datenleck beim Berliner Flugticketgroßhändler Aerticket, der Flugtickets für rund 170 Fluggesellschaften an Reisebüros, Reiseveranstalter und Internetportale verkauft.

Laut SZ ließen sich die sensible Daten wie Flugticket, Name, Anschrift, Rechnungen und auch Bankverbindungen ohne technische Kenntnisse abrufen. Nach Meldung des Fehlers konnte Aerticket das Problem binnen weniger Stunden beheben, das Leck bestand nach Angaben der Firma aber schon seit 2011.
 
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CDBurnerXP 4.5.7.6282 liegt zum Download bereit

reported by doelf, Montag der 01.08.2016, 16:51:42
CDBurnerXP ist eine kostenlose Alternative zu Brennprogrammen wie Nero oder WinOnCD. Anders als ihr Name vermuten lässt, unterstützt diese Software nicht nur CDs und Windows XP sondern auch Vista, 7, 8.x und 10 sowie DVDs, Blu-Rays und HD-DVDs. Weiterhin kann man mit CDBurnerXP ISO-Images erstellen und brennen. Die frisch veröffentlichte Version 4.5.7.6282 behebt zwei Fehler.

Zum einen soll beim Brennen von WAV-Dateien mit einer Bitrate, die von 1411 (Audio-CD) abweicht, keine Fehlermeldung mehr auftauchen, zum anderen verursacht die Sprachversion brasilianisches Portugiesisch keine FormatException mehr. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, beim Brennen von ISO-Dateien die Zahl der gewünschten Kopien anzugeben.

Download: CDBurnerXP 4.5.7.6282
 
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Tagesangebot: Acer Predator G246HLF für 122 Euro

reported by doelf, Montag der 01.08.2016, 14:20:45
Bei unserem Partner Amazon ist heute der Gaming-Bildschirm Acer Predator G246HLF für 122 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten im Tagesangebot. Auf einer Bildschirmdiagonale von 61 cm (24 Zoll) stellt der Predator G246HLF 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD) mit 60 Hertz dar, das schnelle TN-Panel ermöglicht dabei eine Reaktionszeit von einer Millisekunde.

Acers Predator G246HLF erreicht einen dynamischen Kontrast von 100 Millionen zu eins und eine Helligkeit von 250 cd/qm. Dieser Monitor kann 16,7 Millionen Farben darstellen, sein Display ist neigbar aber nicht höhenverstellbar. Mit drei unterschiedlichen Anschlüssen - DVI, VGA und HDMI - bietet er eine hohe Flexibilität. Acer nennt einen typischen Stromverbrauch von 23 Watt, die Herstellergarantie deckt zwei Jahre ab.

Zum Tagesangebot: Acer Predator G246HLF für 122 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten

Eine interessante Alternative stellt das Schwestermodell Acer Predator GN246HLBbid dar, welches eine wesentlich höhere Bildwiederholrate von 144 Hertz bietet. Dieser Bildschirm ist 3D Ready und erreicht auch eine höhere Helligkeit von 350 cd/qm. Der typische Stromverbrauch ändert sich nicht und bleibt bei 23 Watt. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen: Der Preis des Acer Predator GN246HLBbid startet erst bei 239 Euro.

Hinweis: Durch den Einkauf über obige Links unterstützt ihr www.Au. Ja.de. Herzlichen Dank!
 
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Das kostenlose Upgrade auf Windows 10 ist weiterhin möglich

reported by doelf, Montag der 01.08.2016, 14:02:22
Eigentlich hatte Microsoft das kostenlose Angebot zum Upgrade auf Windows 10 am 29. Juli 2016 auslaufen lassen, doch der kostenlose Umstieg ist auch weiterhin möglich. Das gilt allerdings nur für Benutzer, die Hilfstechnologien wie die Sprachausgabe, die Spracherkennung oder die Bildschirmlupe verwenden.

Microsoft erklärt hierzu, man habe beim für den morgigen Dienstag angekündigten "Windows 10 Anniversary Update" die Barrierefreiheit deutlich verbessert. Beispielsweise lesen die Stimmen der Sprachausgabe fast doppelt so schnell und schaffen rund 800 Worte pro Minute. Es gibt auch neue Sprachen wie Arabisch (Ägypten), Dänisch (Dänemark), Finnisch (Finnland), Französisch (Kanada), Katalanisch (Spanien), Niederländisch (Belgien, Niederlande), Norwegisch (Norwegen) , Portugiesisch (Brasilien, Portugal), Spanisch (Mexiko), Schwedisch (Schweden) und Türkisch (Türkei). Weiterhin kann man die Ausführlichkeit der Angaben in sechs Stufen einstellen, diese reichen von reinen Text bis hin zur Beschreibung von Formatierung und Textfarbe. Ähnlich verhält es sich mit der Zeichensetzung. Darüber hinaus wurden Apps wie Microsoft Edge, Mail, Cortana und Groove in Hinblick auf ihre Barrierefreiheit optimiert. Nun sollen möglichst viele Benutzer diese neuen Funktionen ausprobieren und damit zu deren Weiterentwicklung beitragen.

Wer die Hilfstechnologien nutzt (oder auch nur zuschaltet), kann bei Microsoft ein neues Upgrade-Programm herunterladen und Windows 7 oder 8.1 wie gehabt auf Windows 10 aktualisieren. Herzlichen Dank an unseren Forennutzer Mausolos, der uns über diese Möglichkeit informiert und ein entsprechendes Upgrade bei einem Benutzer, der auf solche Hilfstechnologien angewiesen ist, bereits durchgeführt hat.
 
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Android 7.0 fast fertig, aber kein Upgrade für Nexus 5

reported by doelf, Montag der 01.08.2016, 12:14:38
Evan Blass, der als Online-Journalist für VentureBeat arbeitet, hat eine gute und eine schlechte Nachricht für Android-Nutzer: Die nächste Version Android 7.0 (Nougat) wird zusammen mit den Sicherheits-Updates für August veröffentlicht werden. Für das Nexus 5 wird es aber kein Upgrade mehr geben.

Google hatte das von LG Electronics gebaute Nexus 5 am 31. Oktober 2013 vorgestellt, das Smartphone ist also noch keine drei Jahre alt. Bei der Markteinführung war Android 4.4 (KitKat) installiert, inzwischen ist Android 6.0.1 (Marshmallow) verfügbar. Dass es Android 7.0 (Nougat) nicht mehr auf das Nexus 5 schaffen wird, ist keine Überraschung, schließlich garantiert Google Versions-Updates nur für einen Zeitraum von zwei Jahren und beim Nexus 5 ist diese Frist im Oktober 2015 abgelaufen.

Für die Modelle Nexus 6 und 9 dürfte Android 7.0 (Nougat) das letzte große Upgrade sein, denn hier endet der Versorgungszeitraum im Oktober. Nexus 5X und 6P sollen indes noch bis September 2017 mit neuen Android-Versionen versorgt werden und können somit auf die Version 8.0 (Otternase) hoffen.
Quelle: twitter.com
 
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Marktanteile: Windows 10 überschreitet zwanzig Prozent

reported by doelf, Montag der 01.08.2016, 11:29:40
Der Endspurt auf das kostenlose Upgrade hat den Marktanteil von Windows 10 im Juli auf 21,13 Prozent (+1,99) katapultiert und den Marktführer Windows 7 auf 47,01 Prozent (-2,04) abrutschen lassen. Diese Entwicklung war abzusehen, wesentlich spannender geht es indes unter den Verfolgern zur Sache. Insbesondere Linux überrascht wieder.

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Doch zunächst zum Klassiker Windows XP, der den dritten Platz hinter Windows 7 und 10 behält und sich erstaunlicherweise noch einmal um 0,56 Punkte auf 10,34 Prozent verbessern konnte. Es folgen zwei Verlierer - Windows 8.1 mit 7,80 Prozent (-0,21) und Mac OS X 10.11 (El Capitan) mit 4,69 Prozent (-0,24) - und eine große Überraschung: Linux konnte sich erstmals auf den sechsten Rang vorschieben und seinen Marktanteil um 0,31 Punkte auf 2,33 Prozent ausbauen.

Windows 8 ist indes auf den siebten Platz abgerutscht und kommt nur noch auf 2,09 Prozent (-0,36). Ebenfalls auf dem absteigenden Ast befindet sich Mac OS X 10.10 (Yosemite), dessen Marktanteil auf 1,75 Prozent (-0,05) geschrumpft ist. Bleibt noch Windows Vista, das im Juli auf 1,22 Prozent (+0,01) der weltweiten Rechner lief. Alle anderen Betriebssysteme bleiben deutlich unter einem Prozent. Diesen Teil der Statistik prägen ältere Macs, die sich nicht mehr auf neue Versionen von OS X aktualisieren lassen.
 
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LibreOffice 5.2 RC 4 offiziell verfügbar

reported by doelf, Montag der 01.08.2016, 10:08:08
Kurz vor der Freigabe des fertigen LibreOffice 5.2, welche für diese Woche geplant ist, haben die Entwickler einen vierten Veröffentlichungskandidaten eingeschoben. Dieser behebt noch einmal 15 Fehler, darunter zwei mögliche Absturzursachen. Insgesamt wurden damit in der Beta- und RC-Phase stolze 440 Bugs beseitigt.

Abgesehen von den Fehlerbereinigungen gibt es aber auch zahlreiche Verbesserungen und neue Funktionen. Hier eine kurze Übersicht:

Writer
Im Writer gibt es jetzt eine Schaltfläche, über die sich die Bearbeitungsschritte aus- und einblenden lassen. Neue Zeichenwerkzeuge ermöglichen ausgefüllte Kurven, Polygone und Freihandlinien, diese finden sich hinter der Schaltfläche Kurve. Ein neuer Standardsatz vereint die wichtigsten Werkzeuge in einer einzelnen Toolbar, bisher kamen beim Writer immer zwei Werkzeugleisten zum Einsatz. Ein Eingabefeld hilft unter "Einfügen, "Feldbefehl", "Weitere Felder" beim Auffinden von Querverweisen und der Dialog zum Einfügen von Lesezeichen wurde komplett überarbeitet. Hierzu gehört die automatische Generierung einer Bezeichnung sowie die Übernahme kurzer Textpassagen.

Calc
Die neuen Zeichenwerkzeuge wurden auch in Calc integriert, zudem lässt sich die erste Spalte oder Reihe einer Tabelle über das Menü "Ansicht" einfrieren. Die Schaltfläche für mehrzeilige Eingaben wurde überarbeitet und mit Shift + Eingabe erzeugt man einen Zeilenumbruch. Spalten werden nun mit Strg + Leertaste ausgewählt - bisher musste zusätzlich Shift gehalten werden - und mit Strg + Komma bzw. Strg + Shift + Komma werden Datum und Uhrzeit eingefügt. Im Dialog "Zellen formatieren..." kann man nun auch die Grenzen benachbarter Zellen entfernen, es können mehrere Statusleistenfunktionen zeitgleich aktiv sein und die Schaltfläche Währung klappt neuerdings aus, so dass sich hier direkt eine Währung auswählen lässt. Unter "Daten", "Statistik" ist ein Analysewerkzeug hinzugekommen und in Formeln lassen sich nun auch Platzhalter wie Sternchen, Fragezeichen und Tilde verwenden. Die Entwickler haben zudem eine Reihe neuer Funktionen - RAWSUBTRACT, FORECAST.ETS, CONCAT, TEXTJOIN, IFS, SWITCH, MINIFS und MAXIFS - ergänzt.

Impress & Draw
Für Impress und Draw wurde die Liste der verfügbaren Effekte von einem eigenen Dialogfenster in die Seitenleiste (Sidebar) verlagert, zudem werden die Effekte verständlicher erklärt. Auch die Eigenschaften der Folien lassen sich jetzt über die Seitenleiste definieren und die Zeichenwerkzeuge lassen sich einfacher ein- und ausblenden.

Im- und Export-Filter
Der Import verknüpfter Grafiken in DOCX- und RTF-Dokumenten wurde verbessert und der Import von Word für DOS wurde über libwps realisiert. Beim Laden von EMF-Dateien werden Linienenden- und Verbindungen sowie Strich- und Punktlinien korrekt umgesetzt und beim JPEG-Export wird die richtige Auflösung verwendet. Dazu kommen einige Verbesserungen für den SVGIO-Import.

Download: LibreOffice 5.2 RC 4
 
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