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News-Archiv: August 2020

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FRITZ!OS 07.20 für FRITZ!Box 6590 Cable und FRITZ!Box 6490 Cable

reported by doelf, Montag der 31.08.2020, 17:08:18

Das fertige FRITZ!OS 07.20 gibt es mittlerweile für die FRITZ!Boxen 7590, 7530, 6590 Cable und 6490 Cable, die FRITZ!Repeater 3000, 2400, 1750E, 1200 und 600 sowie FRITZ!Powerline 1260E. Für die FRITZ!Boxen 7580, 7490, 6890 LTE, 6660 Cable und 6591 Cable wird der Beta-Test fortgesetzt, zuletzt gab es frische Labor-Updates für die Modelle 7490 und 6591 Cable. FRITZ!OS 07.20 bringt die lange erwartete SMB3-Unterstützung, den Verschlüsselungsstandard WPA3 sowie umfangreiche Verbesserungen.

SMB3: Stabil und nun auch etwas flotter
Beim Test der SMB3-Funktionalität des FRITZ!NAS konnten wir diesmal keine groben Schnitzer wie die 2019 von uns dokumentierte DoS-Lücke entdecken, doch die Leistung ließ erst einmal zu wünschen übrig: Wir hatten den USB-3.0-Anschluss unserer FRITZ!Box 7490 mit einem USB-3.0-Stick bestückt, der Leseraten von um die 80 MiB/s erreicht. Mit dem stabilen FRITZ!OS 07.12 und SMB1 benötigen wir 2:25 Minuten, um unsere 1,76 GiB Testdaten zu kopieren, was einer Datenrate von 12,43 MiB/s entspricht. Nach dem Aufspielen von FRITZ!OS 07.19 (Labor) und dem Wechsel zu SMB3 verlängerte sich die Datenübertragung zunächst um 38 Sekunden auf 3:03 Minuten. Die Datenrate brach folglich auf 9,85 MiB/s ein. Leistungsoptimierungen, welche AVM im Mai und Juni 2020 vorgenommen hatte, verkürzen die Operation inzwischen auf 1:40 Minuten. Eine Datenrate von 18,02 MiB/s ist zwar nicht gerade spektakulär, aber zumindest die höchste, welche wir bisher an der FRITZ!Box 7490 messen konnten.

WPA3: Mehr Sicherheit im WLAN
Die meisten Besitzer lassen die NAS-Funktionalität ihrer FRITZ!Box eh links liegen und hoffen stattdessen auf Verbesserungen in den Bereichen WLAN und Mesh. Hier bietet die Labor-Version 07.19 den Verschlüsselungsstandard WPA3, der das seit 2017 als angreifbar geltende WPA2 ablösen soll. WPA3 wird in der Konfiguration der FRITZ!Box unter WLAN, Sicherheit, WPA-Modus über die Auswahl WPA2 + WPA3 aktiviert. Mit den Updates von März 2020 ist diese Option auch für den Gastzugang verfügbar. WPA3 läuft also nicht exklusiv, sondern im Tandem mit WPA2, was eine praxisnahe Lösung darstellt. Zu WPA3 kompatible Geräte und Treiber sind nämlich noch selten anzutreffen und nicht einmal AVM hat solche im Programm. Stattdessen verweisen die Berliner auf Intels AX200. Als kompatible Betriebssysteme nennt AVM nur Windows 10 ab der Version 1903, doch auch aktuelle Linux-Distributionen wie Ubuntu 19.10 bieten bereits WPA3. Ein Authentifizierungsproblem mit WPA3 wurde im Rahmen der April-Updates behoben.

Erweitertes Mesh-Steering
Beim sogenannten Mesh-Steering greift FRITZ!OS aktiv ein, damit sich WLAN-Geräte wie Smartphones und Tablets mit dem bestgelegenen WLAN-Zugangspunkt (Access-Point Steering) verbinden bzw. bei Bedarf zwischen den 2,4 und 5 GHz Bändern (Band Steering) wechseln. Damit dies funktioniert, müssen alle Zugangspunkte für alle Frequenzbänder die selbe Netzkennung (SSID) verwenden, was bei den FRITZ!Boxen inzwischen die Standardeinstellung ist. Darüber hinaus müssen die WLAN-Geräte Mesh-Steering beherrschen, was nicht immer der Fall ist. Die Neuerung beim Mesh-Steering besteht nun darin, dass AVM bei der Labor-Version 07.19 aggressiver eingreift und auch bei guten Verbindungen prüft, ob es doch noch eine bessere Alternative gibt. Gleichzeitig wurden Verbesserungen eingepflegt, die das Zusammenspiel mit Geräten, welche Mesh-Steering nicht oder nur unvollständig beherrschen, verbessern. Seit Februar 2020 ist die Mesh-Repeater-Funktion auch für die Kabel-Router unter Heimnetz, Mesh, Mesh Einstellungen auswählbar. Die April-Updates optimieren die automatische Kanalwahl im 5-GHz-Band und verbessern generell die WLAN-Stabilität. Netzwerkgeräte sollen zuverlässiger in der Mesh-Übersicht angezeigt werden.

WPS, 160 MHz Kanalbandbreite und Long Reach
Die nicht immer zuverlässige Anmeldung neuer WLAN-Geräte über WPS wurde repariert. Für die FRITZ!Boxen 7590 und 6590 hat AVM WLAN-Kanalbandbreiten von 160 MHz ergänzt. Die Verbreiterung von 80, 40 oder 20 auf 160 MHz verspricht eine Bruttodatenübertragungsrate von bis zu 1.733 MBit/s im 5-GHz-Bereich, sofern es wenig Störeinflüsse in der Nachbarschaft gibt. Die Gegenstelle muss wahlweise Wi-Fi 6 (WLAN AX) oder Wi-Fi 5 (WLAN AC) unterstützen, als Beispiele führt AVM Intels AX200 und i9260 sowie das Huawei P30 auf. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für VDSL Long Reach. Als Long Reach wird ein proprietäres Verfahren von Cisco bezeichnet, mit dem sich einfache Telefonanschlusskabel aus Kupfer als Ethernet-Anschluss nutzen lassen. Bei Entfernungen unter einem Kilometer sind mit Long Reach Datenraten von 15 Mbit/s möglich, maximal lassen sich 1,5 km mit einer reduzierten Datenrate von 5 Mbit/s überbrücken.

Updates und Benutzeroberfläche
Anfang März hatte AVM die Standardeinstellung für Updates geändert, so dass diese nun automatisch installiert werden. Da bisher keine Geräte ab Werk in dieser Konfiguration ausgeliefert werden, trifft FRITZ!OS in der Regel auf andere Einstellungen und empfiehlt dann den Wechsel zu automatischen Updates. Wie üblich wurde die Benutzeroberfläche von FRITZ!OS aufgeräumt und optimiert, beispielsweise hinsichtlich der Darstellung von DSL-, Fiber- und Kabel-Informationen. Weiterhin werden IPv6-Prefix-Delegationen und IPv6-Subnetze nun unter Heimnetz, Netzwerk, Netzwerkeinstellungen angezeigt. Über die Kindersicherung kann man den den Internetzugang einzelner Gerät schnell aus- oder einschalten. Durch die Umbauarbeiten hatten sich etliche Ungereimtheiten rund um die Gerätesperren ergeben, welche AVM im April abstellen konnte. Für Kunden von 1&1 wurde im April ein automatisches Ermitteln der Zugangsdaten integriert. Die Benutzeroberfläche soll zudem schneller laden und AVM verspricht auch eine bessere Stabilität, beispielsweise wurde ein reproduzierbarer Neustart beim Hinzufügen einer Netzwerkanwendung unter Internet, Filter beseitigt. Das Zugangsprofil der Kindersicherung kann wieder in den Gerätedetails geändert werden. Unter System, Region und Sprache lassen sich Zeitzone und Sommerzeit manuell definieren und die Druckausgabe für die Gastzugangsdaten wurde überarbeitet. IPv6-Subnetze und IPv6-Prefix-Delegationen kann man unter Heimnetz, Netzwerk, Netzwerkeinstellungen einsehen.

Telefonie, Fax und Mobilfunk
AVM hat das Telefonbuch seiner FRITZ!Fons smart gemacht, so dass bei der Eingabe von Telefonnummern dazu passende Vorschläge aus den Telefonbüchern unterbreitet werden. Das Vermitteln mit IP-Telefonen (mit oder ohne Rückfrage) wurde im April integriert und der Rückruf von ISDN-Telefonen zu internen Anrufbeantwortern repariert. Zeitgleich gab es mehrere Fehlerbehebungen für CardDAV- und iCloud-Telefonbücher und Nachrichten auf dem Anrufbeantworter lassen sich jetzt auch wieder über die Benutzeroberfläche abspielen. Die Telefonieanbieterprofile wurden komplett überarbeitet und optimiert, Probleme mit der Rufnummernregistrierung bei Vodafone (nur FRITZ!Box Cable) konnte AVM schon Anfang April lösen. CLIPnoScreening für SIP-Trunks und SIP-Anlagenanschlüsse ist jetzt konfigurierbar und es gibt auch Optimierungen für Tarife ohne CLIPnoScreening. Das interne Faxgerät kann jetzt bis zu zehn Seiten Text senden, bisher war es auf zwei Seiten limitiert. Die gesendeten Faxe werden dabei auf dem lokalem Speicher abgelegt. Wiederkehrende Neustarts, die mit einer speziellen Einstellung für den Faxempfang zusammenhängen, konnte AVM abstellen. FRITZ-Telefone bieten ab der Softwareversion 04.54 Klangeinstellungen für Internetradio und Telefonie, verpasste Anrufe werden nun auch von der FRITZ!Box angezeigt. Mobilfunk-Sticks, die als Schutz vor Internetausfällen einsetzt werden, funktionieren ab sofort auch bei Anschluss über WAN. Sie werden seit April auch beim Ausfall der PPPoE-Verbindung als Fallback genutzt. Kommt ein LTE-Mobilfunk-Stick des Herstellers Huawei zum Einsatz, funktioniert dieser nun auch, wenn der Mobilfunktarif kein LTE beinhaltet.

Smart Home, DNS, UPnP, USB, VPN und mehr
Die Smart-Home-Seiten wurden überarbeitet und bei der Verbrauchsanzeige für Smart-Home-Geräte wurde der Zeitraum 24 Monate ergänzt. Seit März 2020 wird das DECT-ULE/HAN-FUN-Rollladenprofil unterstützt und für den intelligenten Heizkörperregler FRITZ!DECT 301 wurde ein adaptiver Heizbeginn eingeführt. Die FRITZ!Boxen haben zudem die verschlüsselte Auflösung von Domain-Namen per DNS over TLS gelernt, welche inzwischen auch über die 2-Faktoren-Authentifizierung abgesichert wurde. Bei Änderungen erfolgt zudem eine Benachrichtigung per Push-Mail. Die Namensauflösung über TCP wurde weiter gehärtet. Nach dem Aufspielen der April-Updates werden UPnP-basierte Dienste wieder gefunden und die Schaltfläche Computer Starten (Wake-On-Lan) ist wieder verfügbar. Der Link auf das Programm USB-Fernanschluss wurde ebenso repariert wie die Druckererkennung am USB-Fernanschluss und der zuletzt unauffindbare Mediaserver. Für USB-Speichergeräte kann die Indexierung jetzt auch manuell angestoßen werden und Tethering-Geräte haben eine eigene Kategorie erhalten. Weiterhin hat sich AVM um Transferabbrüche beim Übertragen großer Dateien über USB gekümmert. Die VPN-Funktionalität wurde weiter ausgebaut. Hinsichtlich VPN gab es allerdings noch ein paar Fehler und Stabilitätsprobleme, welche erst im Laufe des Aprils korrigiert wurden. AVM konnte auch eine verringerte Übertragungsgeschwindigkeit im Upstream (nur Annex J) beseitigen. Eine weitere Korrektur stellt sicher, dass die FRITZ!Box priorisierte Anwendungen beim Neustart nicht vergisst.

Download für Router:

Download für Repeater:

Download für Powerline:

 
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Bestandsaufnahme: Der Firefox für Android sieht momentan kein Tageslicht

reported by doelf, Montag der 31.08.2020, 16:35:11

Mozilla hat den Firefox für Android komplett umgebaut und seine Nutzer mit dem Update zwangsbeglückt. Firefox Daylight nennt sich die neue Generation, die aufgrund fehlender Funktionen und einer kaum nachvollziehbaren Bedienung auf wenig Gegenliebe stößt. Auch unsere Begeisterung ist nicht existent, da zudem zahlreiche Webseiten nicht mehr funktionieren. Ein Downgrade ist nicht möglich und das könnte dem Firefox unter Android den Hals brechen.

Titelbild

Der Firefox Daylight trägt derzeit die Versionsnummer 79.0.5, welche auf den 19. August 2020 datiert und seither hagelt es im Play Store schlechte Kritiken mit ein oder zwei Sternen. Das Update sei schrecklich und man habe eine gut funktionierende App völlig unnötig kaputt gemacht, klagen zahlreiche Rezensenten. Und das Schlimme ist: Sie haben recht! Natürlich war eine umfassende Aktualisierung des Firefox notwendig, um zum davoneilenden Chrome-Browser aufschließen zu können. Doch der neue Firefox bricht mit allem Alten, ohne etwas besser zu machen. Die Bedienung ist umständlich, die Kompatibilität hat sich merklich verschlechtert und viele Funktionen fehlen komplett.

Zur Bestandsaufnahme: Der Firefox für Android sieht momentan kein Tageslicht

 
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Thunderbird 78.2.1: Jetzt mit integriertem OpenPGP

reported by doelf, Montag der 31.08.2020, 10:30:39

Der E-Mail-Client Thunderbird wurde für Windows, macOS und Linux auf die Version 78.2.1 aktualisiert. Wer noch die Generation 68 dieser Software verwendet, wird allerdings weiterhin kein automatisches Update sehen, hier bleibt die neueste Version der Thunderbird 68.12.0. Dies liegt an größeren Änderungen, welche der vom Firefox 78 ESR stammende Unterbau mit sich bringt, begründet. Nutzer, die das Fehlen der Erweiterung Enigmail vom Umstieg abgehalten hatte, können nun wechseln: Die integrierte OpenPGP-Funktionalität, welche Enigmail in der neuen Version ersetzt, wurde im Thunderbird 78.2.1 freigeschaltet.

Aufgrund des neuen Unterbaus können zahlreiche Add-ons nicht mit dem Thunderbird 78 genutzt werden, da dieser nur noch MailExtensions erlaubt. Auch das Add-on Enigmail, welches die OpenPGP-Verschlüsselung in den E-Mail-Client integriert, funktioniert nicht mehr. Letzteres wäre allerdings gar nicht aufgefallen, da OpenPGP direkt im Thunderbird 78 integriert ist, doch bisher funktionierte die OpenPGP-Unterstützung noch nicht sauber und war daher standardmäßig deaktiviert. Auch der Zeitplan für eine Freigabe im Thunderbird 78.2.0 wurde gerissen, so dass es fünf Tage später die Version 78.2.1 richten muss. Da sich die Umstellung der anderen Erweiterungen hinzieht und die Entwicklungsschiene 78 noch etwas Reifezeit benötigt, wird eine generelle Auslieferung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Thunderbird 78.0: Composing im Dark Mode

Wer den Thunderbird 78 installieren möchte, benötigt zumindest Windows 7, macOS 10.9 bzw. Linux mit GTK+ 3.14. Das Fenster zum Erstellen von Mails wurde überarbeitet (siehe Bildschirmfoto), es präsentiert sich nun übersichtlicher und die Empfänger wurden platzsparender untergebracht. Es gibt nur einen Dark Mode (helle Schrift vor dunklem Hintergrund, siehe Bildschirmfoto), der sich an den entsprechenden Vorgaben des Betriebssystems orientiert. Lightning, das Add-on für Kalender und Termine, wurde vollständig in den Thunderbird integriert. Auch die Minimize-to-Tray-Funktionalität unter Windows, für die bisher Add-ons benötigt wurden, ist nun ein Bestandteil des Programms. Nutzer anderer Add-ons sollten vorab prüfen, ob es bereits aktualisierte Versionen für den Thunderbird 78 gibt. Bei den Icons für Ordner handelt es sich neuerdings um Vektorgrafiken, die sich sauberer skalieren lassen und denen der Nutzer individuelle Farben zuweisen kann.

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LibreOffice 7.0.1 im Anflug: RC2

reported by doelf, Montag der 31.08.2020, 10:12:03

LibreOffice 7.0 wurde diesen Monat fertiggestellt, doch der große Versionssprung hat leider auch etliche Probleme im Schlepptau. Erste Korrekturen soll das Update auf die Version 7.0.1 in der kommenden Woche bringen und seit dem Wochenende ist auch der zweite Release Candidate verfügbar. Dieser verhindert, dass beim Speichern von .DOCX-Dokumenten im .ODT-Format alle Bilder verloren gehen, sofern man die Änderungsverfolgung versteckt. Ein Einfrieren der Suchleiste im Writer (nur GTK3) wurde ebenfalls repariert.

Nachdem wir in der Generation 6 jeden Beta-Test mitgemacht hatten, erwies sich LibreOffice 7.0 zwischen Mai und Juli als ziemlich wackelige Angelegenheit. Immer wieder gab es Fehler, Ungereimtheiten und Abstürze, die jeden Gedanken an einen Produktiveinsatz zunichte machten. Mit den Veröffentlichungskandidaten wurde es etwas besser, doch selbst die finale Fassung weist noch einige offensichtliche Macken auf. Beispielsweise kann man Lesezeichen in LibreOffice 7.0 weder inline noch über den Lesezeichendialog löschen. In LibreOffice 7.0.1 RC 1 wurde zumindest das Inline-Löschen repariert, doch im Lesezeichendialog ist die Schaltfläche Löschen nach wie vor inaktiv.

Lesezeichen löschen schwer gemacht

Gerade dieses Problem verwundert, schließlich hatten die Entwickler einen Schreibschutz für Lesezeichen als Neuerung eingeführt. Und da hätten wir schon erwartet, dass jemand prüft, ob dieser sich auch wieder lösen lässt. Selbst das Einspielen von LibreOffice 7.0.1 RC 1 lief nicht glatt: Nach erfolgreicher Installation ließ sich LibreOffice 7.0.1 RC 1 unter Windows 10 Version 2004 nicht ausführen. Auch ein Neustart des Betriebssystems konnte hieran nichts ändern. Erst ein erneuter Aufruf der Installationsdateien und die Auswahl Raparieren - den Übersetzungen fehlt hier und da der Feinschliff - sorgte für Abhilfe. Hoffen wir, dass diese Probleme im zweiten Veröffentlichungskandidaten angegangen werden.

Raparier das bitte mal!

Für LibreOffice 7.0.1 RC 2 werden 8 Änderungen aufgeführt. Der erste Veröffentlichungskandidat hatte bereits 71 Korrekturen, darunter 15 Maßnahmen gegen potentielle Absturzursachen, gebracht. So neigt die Bürosoftware beim Rückgängigmachen von Aktionen, insbesondere dem Einfügen von Tabellen oder Sektionen, zu Instabilitäten. Auch wenn Rückgängig und Wiederherstellen aufeinanderfolgen wird es riskant. Das Verbinden horizontaler Tabellenzellen lässt die Textverarbeitung Writer abfliegen (nur GTK3), vor dem Aufruf der Druckvorschau sollte man lieber abspeichern und selbst ein Klick auf den Menüeintrag Über LibreOffice wird zuweilen mit einem Crash quittiert. Gleiches gilt für Doppelklicks auf Schriftarten in der Design-Seitenleiste oder beim Öffnen der 3D-Ansicht für ein Diagramm.

Probleme mit MS-Office-Dokumenten

Eigentlich sollte LibreOffice 7.0 die Kompatibilität zu Microsofts Dateiformaten verbessern, doch unsere ersten Versuche verliefen enttäuschend. Mit LibreOffice 7.0.1 sieht es ein wenig besser aus: 14 Probleme mit .DOCX-Dokumenten, drei Fehler beim Verarbeiten von .PPTX-Präsentationen und ein Bug beim Speichern von .XLSX-Tabellen wurden behoben. Dennoch kann man nicht behaupten, dass das Layout erhalten bleibt. Wer LibreOffice im Produktiveinsatz verwendet, sollte vorerst bei der Generation 6.4 bleiben. LibreOffice 7.0 dürfte noch zwei, drei Updates benötigen, bis der Großteil der Schnitzer beseitigt ist. Dabei bietet LibreOffice 7.0 durchaus interessante Neuerungen.

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Thunderbird 78.2.0: Weiterhin ohne OpenPGP und Enigmail

reported by doelf, Freitag der 28.08.2020, 15:07:51

Der E-Mail-Client Thunderbird wurde für Windows, macOS und Linux auf die Version 78.2.0 aktualisiert. Wer noch die Generation 68 dieser Software verwendet, wird allerdings weiterhin kein automatisches Update sehen und stattdessen auf den Thunderbird 68.12.0 aktualisiert werden. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen bringt die Generation 78 zahlreiche Änderungen und zum anderen ist sie noch nicht ganz fertig.

Aufgrund des neuen Unterbaus können zahlreiche Add-ons nicht mit dem Thunderbird 78 genutzt werden, da dieser nur noch MailExtensions erlaubt. Auch das Add-on Enigmail, welches die OpenPGP-Verschlüsselung in den E-Mail-Client integriert, funktioniert nicht mehr. Das wäre an sich gar nicht so schlimm, da OpenPGP direkt im Thunderbird 78 integriert ist, doch aktuell funktioniert die OpenPGP-Unterstützung noch nicht sauber und wurde daher standardmäßig deaktiviert. Eine manuelle Aktivierung ist zwar möglich, wird aber nur für Testzwecke empfohlen. Wer auf Enigmail angewiesen ist, sollte somit den Thunderbird 68.12.0 verwenden.

Nachdem die Integration einer vollständigen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von E-Mails zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Thunderbird 78.0 noch nicht fertig war, hatten die Entwickler eine Freigabe für den Thunderbird 78.2.0 in Aussicht gestellt. Nun liegt dieser vor, doch dem integrierten OpenPGP fehlt weiterhin der Feinschliff und die Erweiterung Enigmail ist nach wie vor inkompatibel. Es handelt sich um eine geringfügige Verschiebung für letzte Änderungen und Tests durch Freiwillige, steht in den Versionshinweisen und daher rufen wir unsere Leser auf, OpenPGP manuell zu aktivieren und auszuprobieren.

Thunderbird 78.0: Composing im Dark Mode

Wer den Thunderbird 78 installieren möchte, benötigt zumindest Windows 7, macOS 10.9 bzw. Linux mit GTK+ 3.14. Das Fenster zum Erstellen von Mails wurde überarbeitet (siehe Bildschirmfoto), es präsentiert sich nun übersichtlicher und die Empfänger wurden platzsparender untergebracht. Es gibt nur einen Dark Mode (helle Schrift vor dunklem Hintergrund, siehe Bildschirmfoto), der sich an den entsprechenden Vorgaben des Betriebssystems orientiert. Lightning, das Add-on für Kalender und Termine, wurde vollständig in den Thunderbird integriert. Auch die Minimize-to-Tray-Funktionalität unter Windows, für die bisher Add-ons benötigt wurden, ist nun ein Bestandteil des Programms. Nutzer anderer Add-ons sollten vorab prüfen, ob es bereits aktualisierte Versionen für den Thunderbird 78 gibt. Bei den Icons für Ordner handelt es sich neuerdings um Vektorgrafiken, die sich sauberer skalieren lassen und denen der Nutzer individuelle Farben zuweisen kann.

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LibreOffice 7.0.1 im Anflug

reported by doelf, Donnerstag der 27.08.2020, 20:32:48

LibreOffice 7.0 wurde diesen Monat fertiggestellt, doch der große Versionssprung hat leider auch etliche Probleme im Schlepptau. Erste Korrekturen soll das Update auf die Version 7.0.1 in der kommenden Woche bringen. Ein erster Release Candidate von LibreOffice 7.0.1 ist bereits seit einigen Tagen verfügbar, der zweite lässt noch auf sich warten.

Nachdem wir in der Generation 6 jeden Beta-Test mitgemacht hatten, erwies sich LibreOffice 7.0 zwischen Mai und Juli als ziemlich wackelige Angelegenheit. Immer wieder gab es Fehler, Ungereimtheiten und Abstürze, die jeden Gedanken an einen Produktiveinsatz zunichte machten. Mit den Veröffentlichungskandidaten wurde es etwas besser, doch selbst die finale Fassung weist noch einige offensichtliche Macken auf. Beispielsweise kann man Lesezeichen in LibreOffice 7.0 weder inline noch über den Lesezeichendialog löschen. In LibreOffice 7.0.1 RC 1 wurde zumindest das Inline-Löschen repariert, doch im Lesezeichendialog ist die Schaltfläche Löschen nach wie vor inaktiv.

Lesezeichen löschen schwer gemacht

Gerade dieses Problem verwundert, schließlich hatten die Entwickler einen Schreibschutz für Lesezeichen als Neuerung eingeführt. Und da hätten wir schon erwartet, dass jemand prüft, ob dieser sich auch wieder lösen lässt. Selbst das Einspielen von LibreOffice 7.0.1 RC 1 lief nicht glatt: Nach erfolgreicher Installation ließ sich LibreOffice 7.0.1 RC 1 unter Windows 10 Version 2004 nicht ausführen. Auch ein Neustart des Betriebssystems konnte hieran nichts ändern. Erst ein erneuter Aufruf der Installationsdateien und die Auswahl Raparieren - den Übersetzungen fehlt hier und da der Feinschliff - sorgte für Abhilfe. Hoffen wir, dass diese Probleme im zweiten Veröffentlichungskandidaten angegangen werden.

Raparier das bitte mal!

Für LibreOffice 7.0.1 RC 1 werden 71 Änderungen aufgeführt, darunter auch 15 potentielle Absturzursachen. So neigt die Bürosoftware beim Rückgängigmachen von Aktionen, insbesondere dem Einfügen von Tabellen oder Sektionen, zu Instabilitäten. Auch wenn Rückgängig und Wiederherstellen aufeinanderfolgen wird es riskant. Das Verbinden horizontaler Tabellenzellen lässt die Textverarbeitung Writer abfliegen (nur GTK3), vor dem Aufruf der Druckvorschau sollte man lieber abspeichern und selbst ein Klick auf den Menüeintrag Über LibreOffice wird zuweilen mit einem Crash quittiert. Gleiches gilt für Doppelklicks auf Schriftarten in der Design-Seitenleiste oder beim Öffnen der 3D-Ansicht für ein Diagramm.

Probleme mit MS-Office-Dokumenten

Eigentlich sollte LibreOffice 7.0 die Kompatibilität zu Microsofts Dateiformaten verbessern, doch unsere ersten Versuche verliefen enttäuschend. Mit LibreOffice 7.0.1 sieht es ein wenig besser aus: 13 Probleme mit .DOCX-Dokumenten, drei Fehler beim Verarbeiten von .PPTX-Präsentationen und ein Bug beim Speichern von .XLSX-Tabellen wurden behoben. Dennoch kann man nicht behaupten, dass das Layout erhalten bleibt. Wer LibreOffice im Produktiveinsatz verwendet, sollte vorerst bei der Generation 6.4 bleiben. LibreOffice 7.0 dürfte noch zwei, drei Updates benötigen, bis der Großteil der Schnitzer beseitigt ist. Dabei bietet LibreOffice 7.0 durchaus interessante Neuerungen.

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AMD Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.8.2

reported by doelf, Mittwoch der 26.08.2020, 18:14:12

AMD hat seinen Grafiktreiber Radeon Software Adrenalin 2020 Edition auf die optionale Version 20.8.2 aktualisiert. Dieses Update wird insbesondere für die Spiele A Total War Saga: Troy, Microsoft Flight Simulator, Mortal Shell und den offenen Beta-Test von Marvel's Avengers empfohlen. Dazu gibt es drei Fehlerkorrekturen.

AMD bietet diesen Treiber für die 64-Bit-Ausgaben von Windows 10 und 7 an, unterstützt werden diskrete Grafiklösungen ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Notebook), dazu kommen die integrierten Grafikeinheiten zahlreicher APUs und Ryzen-Prozessoren. Offiziell empfohlen wird derweil nach wie vor die Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.4.2 WHQL. Wer noch einen 32-Bit-Treiber benötigt, muss zur Radeon Software Adrenalin Edition 18.9.3 vom 5. November 2018 greifen.

Behobene Fehler
AMD konnte die Ursache für sporadische Systemhänger, welche beim Aufwachen einer Ryzen-3xxx-APU aus dem Schlafzustand aufgetreten waren, beseitigen. Der Upgrade Advisor beklagt sich unter Windows 7 nicht mehr, dass er die Anforderungen nicht abrufen kann (Unable to get requirements). Ein Zurücksetzen der Radeon Software auf ihre Werkseinstellungen ist zum Beheben dieses Fehlers nicht mehr erforderlich. Zu guter Letzt bleibt Hyper Scape nicht mehr hängen, wenn das Radeon Overlay verwendet wird.

Ungelöste Probleme
Die Kombination aus dem Spiel Horizon Zero Dawn und bestimmten Grafiklösungen auf Vega-Basis kann zu Leistungsdefiziten führen. AMD untersucht bei seiner Baureihe Radeon RX 5000 ein Flackern von VP9-Videos sowie Audio-Aussetzer bei der Tonwiedergabe über einen per HDMI angeschlossenen AV-Receiver. Auch ein Task- oder Anzeigewechsel kann bei diesen Grafikkarten ein temporäres Flackern verursachen. Die Wiedergabe von YouTube-Videos auf einem erweiterten Display kann einfrieren, wenn die Bildschirme an APUs der Baureihen Ryzen 3xxx und 4xxx betrieben werden und als Browser Google Chrome oder Microsoft Edge zum Einsatz kommen. Aufgrund eines Fehlers bei der HDMI-Skalierung wird die Framerate zuweilen auf 30 fps festgestellt.

Einige Bugs verfolgen AMD-Nutzer schon seit Wochen und Monaten: Durch eine Überlagerung mit Leistungsdaten oder dem Tuning-Tab werden für die Radeon RX 5700 fälschlicherweise zu hohe Ruhetakte angezeigt. Nach wie vor neigen einige Spiele zum Stottern, wenn eine Radeon RX 5000 im PC steckt, und auch beim Einsatz von Enhanced Sync ist weiterhin Vorsicht geboten, da diese Option in einigen Kombinationen zu einer schwarzen Anzeige führen kann. Die Nutzung von HDR kann in Spielen und auf dem Desktop zu Bild- oder Farbfehlern führen. Nach längeren Spielsitzungen können weiterhin Systemhänger und schwarze Bildschirme auftreten. AMD untersucht dieses Problem und bittet betroffene Nutzer um das Einreichen von Fehlermeldungen.

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LibreELEC (Leia) 9.2.4 und 9.2.5, Kodi 19 Matrix Alpha 1

reported by doelf, Mittwoch der 26.08.2020, 13:46:10

Vor einigen Tagen hatte LibreELEC, eine minimalistische Linux-Distribution für den Einsatz der Media-Center-Software Kodi, das Update auf die Version 9.2.4 erhalten. Die wichtigste Neuerung war Kodi 18.8, welches die Funktion der CD-Datenbank durch den Wechsel auf GNUDB (gnudb.gnudb.org) repariert und eine gravierende Sicherheitslücke in GnuTLS, der GNU Transport Layer Security Library, schließt.

Dazu kamen Firmware-Fixes für den Raspberry Pi, welche sich um Boot-Probleme kümmern sollten. Beim Raspberry Pi 4 kam es allerdings zu unerwarteten Nebenwirkungen, denn der Einplatinencomputer begrüßte seine Nutzer beim Start mit einem leeren Bildschirm. Um dieses Problem kümmert sich das frisch veröffentlichte LibreELEC (Leia) 9.2.5, welches als einzige Änderung ein weiteres Firmware-Update für den Raspberry Pi 4 umfasst und somit auch nur für diese Plattform verfügbar ist. Und noch ein wichtiger Hinweis für Raspberry-4-Nutzer: Der Konfigurationseintrag (config.txt) für 4k-Auflösung mit 60 Hertz lautet seit LibreELEC 9.2 hdmi_enable_4kp60=1. Die alte Form hdmi_enable_4k=1 wird nicht mehr unterstützt.

Sofern keine unerwarteten Probleme auftauchen, wird Kodi 18.8 die letzte Ausgabe der Leia-Serie sein. Als Nachfolger steht die Matrix-Generation in den Startlöchern und deren erste Testversion Kodi 19 Alpha 1 liegt ebenfalls seit einigen Tagen zum Ausprobieren bereit. Diese verspricht einen besseren Umgang mit CD-Boxen und mehrteiligen CDs, eine neue Visualisierung in Matrix-Optik, Software-Dekodierung für den Video-Codec AV1, neue Darstellungsoptionen für Untertitel und eine optimierte Benutzeroberfläche. Windows und Android erhalten HDR10-Unterstützung (statisch), das PVR wurde erweitert und alle Erweiterungen müssen zu Python 3 wechseln.

Eine Alpha-Version von LibreELEC 10 mit Kodi 19 Alpha 1 ist nicht geplant. Die neuen Funktionen von Kodi 19 Alpha 1 sind teilweise noch nicht vollständig integriert, weisen einige Ecken und Kanten auf und so richtig stabil läuft diese erste Vorschauversion auch noch nicht. Daher wird es erst zu einem späteren Zeitpunkt, also während des Beta-Tests oder mit der Bereitstellung eines ersten Veröffentlichungskandidaten, eine offizielle Testversion von LibreELEC 10 geben. Wer wagemutig ist, kann auf eigene Gefahr schon jetzt die explizit als instabil gekennzeichneten Development-Snapshots ausprobieren.

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Firefox 80.0 und Firefox 78.2 ESR sind fertig

reported by doelf, Mittwoch der 26.08.2020, 11:07:24

Nach acht Beta-Ausgaben und zwei Finalkandidaten liegt seit gestern Abend der fertige Firefox 80.0 zum Download bereit. Die neue Version kann als standardmäßiger PDF-Betrachter genutzt werden und verbessert das Zusammenspiel mit Bildschirmlesern. Die zehn Sicherheitshinweise umfassen drei Einträge von hoher Relevanz, vier mittelschwere Probleme und drei vergleichsweise harmlose Fehler.

Eingabehilfen wie Bildschirmleser hatten für Elemente in mehrstufigen Baumsteuerelementen fälschlicherweise Informationen von Elementen auf tieferen Ebenen gemeldet und damit für Verwirrung gesorgt. Im Firefox 80.0 wurde dieses Problem korrigiert. Auch ein paar ärgerliche Abstürze im Zusammenspiel mit Bildschirmleseprogrammen, insbesondere mit dem Marktführer JAWS, konnten repariert werden. Die Titel- und Beschreibungselemente von SVG-Grafiken werden jetzt für Screenreader bereitgestellt und auch die Werkzeuge für Web-Entwickler lassen sich jetzt besser mit Bildschirmleseprogrammen bedienen. Für jene Leser, denen das Meiste hiervon bekannt vorkommt, sei angemerkt, dass Mozilla diese Änderungen bereits für die Version 79 angekündigt hatte.

Wenn Nutzer ihr Betriebssystem angewiesen haben, weniger Animationen zu verwenden, da sie beispielsweise unter Migräne oder Epilepsie leiden, berücksichtigt nun auch der Firefox diese Vorgaben. Beispielsweise wird auf Animationen beim Laden von Registerkarten verzichtet. Um das ewige Problem von Add-ons, welche die Geschwindigkeit und Stabilität des Firefox beeinträchtigen, aus der Welt zu schaffen, wurde die neue Add-on-Sperrliste freigeschaltet. In Ungnade gefallene Add-ons werden nicht mehr ausgeführt und lassen sich auch nicht mehr installieren. Sobald der Entwickler eine fehlerbereinigte Fassung bereitgestellt hat, wird diese als Update angeboten. Es empfiehlt sich daher, die automatische Aktualisierung für Add-ons zu aktivieren.

Hinsichtlich der geschlossenen Sicherheitslücken gibt es den üblichen Eintrag bezüglich Speicherfehler (CVE-2020-15670), welche im Firefox und dessen ESR-Variante gefunden wurden. Die Gefahrenstufe wurde auf hoch festgelegt, was auch für zwei weitere Schwachstellen gilt: So konnte es unter Windows im Zuge eines Downgrades zu einer Rechteausweitung durch den Mozilla Maintenance Service kommen (CVE-2020-15663), indem ein Angreifer bekannte Lücken einer älteren Firefox-Version ausbeutet. Zudem konnte ein Angreifer dem Benutzer eine Anfrage zur Installation einer Erweiterung unterschieben (CVE-2020-15664). Eine bösartige Webseite musste hierfür einen Verweises auf die eval()-Funktion eines leeren Fensters (about:blank) erhalten und sich damit Zugriff auf das InstallTrigger-Objekt verschaffen.

Wichtig: Die Unterstützung für die macOS-Versionen 10.9, 10.10 und 10.11 wurde beendet, weshalb die Besitzer von älteren Macs zum Firefox 78 ESR wechseln sollten. Über den Firefox 78 ESR werden die Nutzer von macOS 10.9, 10.10 und 10.11 noch ein Jahr lang mit frischen Sicherheits-Updates versorgt. Unabhängig vom Betriebssystem: Wer noch den Firefox 68 ESR verwendet, wird auf die Version 68.12 ESR aktualisiert. Es handelt sich dabei um das letzte geplante Update für diese Schiene. Beim nächsten Update wird somit die Umstellung zum Firefox 78.3 ESR erfolgen.

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TSMC feiert den milliardsten 7-nm-Chip

reported by doelf, Montag der 24.08.2020, 17:25:53

Der Auftragsfertiger TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) hatte die Serienfertigung mit Strukturgrößen von 7 nm im April 2018 aufgenommen. Nun verkündet das Unternehmen, dass im Juli 2020 der milliardste funktionsfähige Chip von seinen Bändern gelaufen ist. Inzwischen ist auch der 5-nm-Prozess des taiwanischen Unternehmens bereit für die Massenproduktion.

TSMC war das erste Halbleiterproduzent, dem die Massenfertigung mit einer Strukturgröße von 7 nm gelungen war. Inzwischen nutzen Dutzende Unternehmen diesen Prozess für weit über 100 unterschiedliche Produkte. Im Schnitt besitzen die Chips mehr als eine Milliarde Transistoren und die Gesamtfläche des verarbeiteten Siliziums könnte laut TSMC mehr als 13 Häuserblöcke im New Yorker Stadtteil Manhattan bedecken. Und während Mitbewerber wie Intel und Globalfoundries in den letzten Jahren mit großen Problemen zu kämpfen hatten, war es TSMC gelungen, die Massenfertigung seines 7-nm-Prozesses in Rekordzeit hochzufahren.

Bereits im Jahr 2019 konnte der Auftragsfertiger erste Kunden aus dem Automotive-Bereich mit 7-nm-Chips beliefern. Hier sind die Ansprüche an Qualität und Zuverlässigkeit besonders hoch, zugleich verlangen immer komplexere Assistenzsysteme und das autonome Fahren immer mehr Rechenleistung. Nachdem zunächst der Smartphone-Boom bei TSMC für volle Auftragsbücher gesorgt hatte, wächst inzwischen die Nachfrage aus den Bereichen Automotive, Cloud-Computing, Künstliche Intelligenz und 5G-Infrastruktur. Parallel hierzu fertigt TSMC auch Prozessoren und Grafiklösungen für AMD, NVIDIA sowie viele ARM-Lizenznehmer.

Nachdem die 7-nm-Fertigungs angelaufen war, konnte TSMC als erster Anbieter die EUV-Lithografie zur Serienreife bringen. Bei dieser erfolgt die Belichtung nicht im sichtbaren Lichtspektrum, sondern durch extrem ultraviolette Strahlung mit einer Wellenlänge von 13,5 nm (91,82 eV). Komplexe Schaltkreise lassen sich auf diese Weise noch kleiner und zugleich genauer abbilden, so dass auch Strukturgrößen von weniger als 7 nm möglich werden. IBM und AMD hatten Anfang 2008 erstmals einen Wafer mit 45-nm-Strukturen in EUV-Lithografie belichtet, doch von der Serienreife war man damals noch weit entfernt gewesen.

Quelle: www.tsmc.com
 
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UPDATE: Let's Encrypt Zertifikate manuell bereitstellen

reported by doelf, Freitag der 21.08.2020, 10:18:19

Wer seine Webseite im Shared-Hosting liegen hat, kann die kostenlosen SSL-Zertifikate von Let's Encrypt oft nicht ohne weiteres einbinden. Anbieter wie Hosteurope und dessen Mutterkonzern GoDaddy erlauben zumindest eine manuelle Einbindung der Zertifikate, doch seit web-basierte Dienste wie wie ZeroSSL oder SSLforfree ihr Geschäftsmodell umgestellt haben, ist dieser Vorgang nicht mehr so trivial. Wir haben unsere Anleitung, wie man kostenlos an Zertifikate zur manuellen Bereitstellung kommt, frisch aktualisiert.

Zur Anleitung

Die Zertifikate von Let's Encrypt haben lediglich eine Gültigkeit von 90 Tagen, so dass man diese mindestens viermal pro Jahr austauschen muss. Ohne Automatisierung ist dies mühsam, insbesondere wenn mehrere Domains und Sub-Domains abgedeckt werden müssen. Aber es ist möglich und die Kostenersparnis ist nicht unerheblich. In unserer Anleitung verwenden wir Linux und die offizielle Software von Let's Encrypt. Aber keine Angst: Alles wird Schritt für Schritt erklärt und ist auch für Linux-Laien nachvollziehbar. In der neuen Version unserer Anleitung haben wir den Zugriff auf die Zertifikat- und Schlüssel-Dateien im Verzeichnis archive überarbeitet. Da wir die Zugriffsrechte für Ordner und Dateien erhalten wollen, arbeiten wir in der neuen Variante mit Kopien.

Zum Anleitung: Let's Encrypt Zertifikate manuell bereitstellen

 
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UPDATE: Schonfrist abgelaufen - es wird ernst für Huawei

reported by doelf, Donnerstag der 20.08.2020, 19:43:44

Als US-Präsident Donald Trump im Mai 2019 eine Exekutivverordnung gegen den chinesischen Technikriesen Huawei erlassen hatte, reagierte die Branche panisch und versuchte möglichst schnell möglichst viele Taue zu kappen. Erst eine 90-tägige Gnadenfrist beruhigte die Lage, doch diese ist nach 450 Tagen (aufgrund mehrerer Verlängerungen) abgelaufen. Nun steht Huawei wieder am Scheideweg, denn die USA haben ihre Sanktionen nochmals verschärft. Dem Unternehmen fehlt eine eigene Chipfertigung, eine eigene Software und selbst die ARM-Lizenz steht wieder in Frage.

Harter Handelsbann als Light-Version
Im Mai 2019 hatte US-Präsident Trump einen nationalen Notstand im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien oder -diensten ausgerufen und den chinesischen Technikriesen Huawei sowie 68 seiner Tochterunternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt. Dies sollte Huawei von US-amerikanischer Hard- und Software abschneiden, doch schon kurze Zeit später hatte Trump eine 90-tägige Gnadenfrist nachgereicht, damit Huawei und seine US-amerikanischen Partner ihre Dinge regeln können. Diese Frist wurde in der Folge mehrfach verlängert, zuletzt im Mai 2020. Doch am 13. August 2020 blieb dieses regelmäßig aufgeführte Ritual aus und nun wird es ernst für Huawei.

Gnadenfrist verschaffte Huawei Zeit
Aufgrund der Gnadenfrist konnten US-Unternehmen Ausnahmegenehmigungen beantragen, um weiter mit Huawei arbeiten zu können. Einerseits kommen Produkte von Huawei in etlichen Mobilfunknetzen zum Einsatz, andererseits liefern viele US-Unternehmen Chips und Software an das chinesische Unternehmen, darunter ARM, Broadcom, Cypress, Goolge, Intel, Lumentum, Micron, Microsoft, Qualcomm und Xilinx. Unmittelbar nachdem Trump seinen Handelsbann verkündigt hatte, kappten diese Unternehmen ihre Geschäftsbeziehungen mit Huawei. Erst die Ausnahmegenehmigungen hatten die Lage wieder beruhigt. Zugleich schaute sich Huawei nach Alternativen aus Asien und Europa um und weitete die Aktivitäten seiner eigenen Halbleitertochter HiSilicon aus.

Achillesferse Hardware: Keine eigene Chipfertigung
Allerdings hatten die USA nicht nur den Aufschub verlängert, sondern auch ihre Maßnahmen erweitert: So wurde der Handelsbann im August 2019 von 68 auf 114 Tochterunternehmen ausgeweitet und im Mai 2020 auf Huaweis Partner ausgedehnt. Konkret versucht das Bureau of Industry and Security (BIS), Huawei von der Chipfertigung über drittländische Dienstleister abzuschneiden. Auftragsfertiger aus dem Bereich der Halbleiterproduktion wie TSMC sind für das chinesische Unternehmen überlebenswichtig, da dessen eigene Tochter HiSilicon fabless arbeitet, also keine eigenen Fabriken unterhält. Als Angriffspunkte dienen den USA Geräte und Software aus US-amerikanischer Produktion, welche bei den Auftragsfertigern zum Einsatz kommen.

Achillesferse Software: Mit ohne Android
Auch von der vollmundig versprochenen Android-Alternative ist nichts zu sehen. Hier ist der Technikriese binnen weniger Wochen auf dem harten Boden der Tatsachen aufgeschlagen und hat sich für seine neu entwickelten Modelle beim Android Open Source Project bedient. Während den neuen Modellen jegliche Google-Dienste, also auch der App-Store Google Play und die Sicherheitsebene Google Play Protect fehlen, wurden die Anfang 2019 bereits existierenden Modelle mehrfach aufgefrischt und als überarbeitete Version vermarktet. Für diese Altmodelle gab es nämlich eine Ausnahmeregelung, welche den weiteren Einsatz eines vollwertigen Android nebst Aktualisierungen erlaubte. Doch auch diese ist nun Geschichte.

Die USA legen noch einmal nach
Kurz nach unserer ursprünglichen Meldung legte die US-Regierung noch einmal nach und setzte 38 weitere Firmen auf die schwarze Liste, darunter viele internationale Tochter-Unternehmen wie Huawei Cloud Berlin, Huawei OpenLab Munich und Huawei Technologies Düsseldorf GmbH. Zudem wurden die Maßnahmen gegen Drittfirmen, die mit Huawei zusammenarbeiten, verschärft: Der Handelsbann greift für ausländische Unternehmen, wenn US-Software oder -Technologie die Grundlage für einen im Ausland hergestellten Artikel bildet, der entweder eingearbeitet oder für die Produktion oder Entwicklung irgendeines Teils, einer Komponente oder einer Ausrüstung, welche Huawei oder eine seiner Töchter produziert, kauft oder bestellt, genutzt wird. Alternativ reicht es aus, wenn Huawei oder eine seiner Töchter als Käufer, Zwischenempfänger, Endempfänger oder Endverbraucher auftreten.

Ein Ausblick
Jedes Unternehmen, das Huawei weiterhin beliefert oder mit Lizenzen versieht, muss den Zorn der US-Regierung fürchten. Huawei kann zwar noch seine Lagerbestände aufbrauchen, doch der Zugang zu neuen Chips, ob von Drittherstellern oder aus eigener Entwicklung, wurde nun gekappt. Statt Prozessoren auf ARM- oder x86-Basis zu verwenden, könnte Huawei zu offenen Architekturen wie MIPS und RISC wechseln, doch diese kommen in Smartphones und Tablets noch gar nicht zum Einsatz, so dass hier jahrelange Grundlagenarbeit zu leisten wäre. Weiterhin müssten die Chinesen eine leistungsfähige Chipfertigung aufbauen und ein eigenes Betriebssystem auf die Beine stellen. Das kurzfristige Überleben von Huawei wäre auf diese Weise jedoch nicht zu sichern. Und so muss der Technikriese auf einen Wahlsieg von Joe Biden hoffen. Doch auch der Demokrat wird die Sanktionen seines Vorgängers wohl kaum ohne Gegenleistung aufheben.

 
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UPDATE: Die Corona-Warn-App und die Kontaktverfolgung in Bussen und Bahnen

reported by doelf, Donnerstag der 20.08.2020, 13:54:55

Die deutsche Corona-Warn-App verspricht eine zeitnahe Benachrichtigung ihrer Nutzer über Begegnungen mit möglichen Überträgern des Coronavirus SARS-CoV-2. Doch trotz 16 Millionen Downloads (Stand 11. August 2020) werden überraschend wenige Begegnungen protokolliert. Ein Grund hierfür könnte darin liegen, dass die Abstandsmessung per Bluetooth in Bussen und Bahnen nicht richtig funktioniert. Wir haben unseren Artikel Kontaktverfolgung per Smartphone - Hintergründe und Analyse diesbezüglich aktualisiert.

Titelbild zum Artikel

Wir hatten unseren Bericht zuletzt vor einer Woche erweitert und dabei die zwischenzeitlich aufgetretenen Funktionsstörungen der App beleuchtet. So hatte Apple die Risiko-Ermittlung auf etlichen iPhones mit der Veröffentlichung von iOS 13.6 am 15. Juli 2020 geschossen, während im Android-Bereich das nonkonforme Energiemanagement von Smartphone-Herstellern wie Samsung, Huawei und Honor die App immer wieder beendet hatte. Eine aktualisierte Fassung von Androids Exposure Notification Framework (ENF) soll hier in Verbindung mit der App-Version 1.2 und höher für Abhilfe sorgen, eingespielt wird diese als Update der Google Play Dienste. Nebenbei behebt die neue ENF-Version auch Probleme mit älteren Smartphones, auf denen noch Android 6 oder 8 laufen. Auch die nach wie vor bestehenden Probleme bei der QR-Code-Verarbeitung, welche das zeitnahe Informieren infizierter Personen verhindern, hatten wir angesprochen.

Einen weiteren Schwachpunkt bei der Kontaktverfolgung, die mangelnde Zuverlässigkeit der Bluetooth-Messungen in Bussen und Bahnen, haben wir in dieser Woche nachgereicht und über die vergangen Tage stetig erweitert. Es geht um Praxistests, die Douglas J. Leith und Stephen Farrell vom Trinity College in Dublin vorgenommen hatten und die ein Totalversagen der Kontaktverfolgungsschnittstelle beim Einsatz in Bussen und Straßenbahnen nahelegen. Durchgeführt wurden diese Tests mit einheitlichen Geräten, also sozusagen unter Idealbedingungen, mit jenen Parametern, welche die Corona-Warn-Apps aus Deutschland, Italien und der Schweiz verwenden. Für Pendler und Schulkinder ist dies keine gute Nachricht, auch wenn die Entwickler der deutschen App auf eigene Testläufe verweisen, in denen die Erkennungsrate in Szenarien wie einer ICE-Fahrt bei 80 Prozent gelegen haben soll.

Zum Artikel: Kontaktverfolgung per Smartphone - Hintergründe und Analyse

 
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Fast fertig: Firefox 80.0 Finalkandidat 2

reported by doelf, Donnerstag der 20.08.2020, 11:16:39

Am kommenden Dienstag, den 25. August 2020, soll der finale Firefox 80.0 veröffentlicht werden. Ein zweiter Finalkandidat liegt derzeit zum Test bereit. Mit acht Beta-Ausgaben war die Entwicklung abermals recht kurz und die Versionshinweise zu den Beta-Versionen fallen sogar noch kürzer aus: Hier ist rein gar nichts vermerkt.

Lediglich für Entwickler nennt Mozilla einige Neuerungen: So unterstützt WebGL nun auch die Erweiterung KHR_parallel_shader_compile und die Media-Session-API hat die Aktionen seekto (springe an eine vorgegebene Position) und skipad (überspringe Werbung sofern erlaubt) erlernt. In der Web-Animations-API wurden die Compositing-Opertationen KeyframeEffect.composite und KeyframeEffect.iterationComposite aktiviert. In Hinblick auf iFrames wurde die Verwendung von allow="fullscreen" repariert. Bisher funktioniert die Vollbilddarstellung nur, wenn auch das Attribut allowfullscreen gesetzt ist.

Wichtig: Die Unterstützung für die macOS-Versionen 10.9, 10.10 und 10.11 wurde beendet, weshalb die Besitzer von älteren Macs zum Firefox 78 ESR wechseln sollten. Über den Firefox 78 ESR werden die Nutzer von macOS 10.9, 10.10 und 10.11 noch ein Jahr lang mit frischen Sicherheits-Updates versorgt.

Download: Firefox 80.0 Finalkandiat 2

 
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FRITZ!OS 07.20 für FRITZ!Repeater 3000 und 1750E

reported by doelf, Dienstag der 18.08.2020, 14:26:57

Das fertige FRITZ!OS 07.20 gibt es mittlerweile für die FRITZ!Boxen 7590 und 7530, die FRITZ!Repeater 3000, 2400, 1750E, 1200 und 600 sowie FRITZ!Powerline 1260E. Für die FRITZ!Boxen 7580, 7490, 6890 LTE, 6660 Cable, 6591 Cable, 6590 Cable und 6490 Cable wird der Beta-Test fortgesetzt, zuletzt gab es frische Labor-Updates für die Modelle 7490, 6660 Cable und 6591 Cable. FRITZ!OS 07.20 bringt die lange erwartete SMB3-Unterstützung, den Verschlüsselungsstandard WPA3 sowie umfangreiche Verbesserungen.

SMB3: Stabil und nun auch etwas flotter
Beim Test der SMB3-Funktionalität des FRITZ!NAS konnten wir diesmal keine groben Schnitzer wie die 2019 von uns dokumentierte DoS-Lücke entdecken, doch die Leistung ließ erst einmal zu wünschen übrig: Wir hatten den USB-3.0-Anschluss unserer FRITZ!Box 7490 mit einem USB-3.0-Stick bestückt, der Leseraten von um die 80 MiB/s erreicht. Mit dem stabilen FRITZ!OS 07.12 und SMB1 benötigen wir 2:25 Minuten, um unsere 1,76 GiB Testdaten zu kopieren, was einer Datenrate von 12,43 MiB/s entspricht. Nach dem Aufspielen von FRITZ!OS 07.19 (Labor) und dem Wechsel zu SMB3 verlängerte sich die Datenübertragung zunächst um 38 Sekunden auf 3:03 Minuten. Die Datenrate brach folglich auf 9,85 MiB/s ein. Leistungsoptimierungen, welche AVM im Mai und Juni 2020 vorgenommen hatte, verkürzen die Operation inzwischen auf 1:40 Minuten. Eine Datenrate von 18,02 MiB/s ist zwar nicht gerade spektakulär, aber zumindest die höchste, welche wir bisher an der FRITZ!Box 7490 messen konnten.

WPA3: Mehr Sicherheit im WLAN
Die meisten Besitzer lassen die NAS-Funktionalität ihrer FRITZ!Box eh links liegen und hoffen stattdessen auf Verbesserungen in den Bereichen WLAN und Mesh. Hier bietet die Labor-Version 07.19 den Verschlüsselungsstandard WPA3, der das seit 2017 als angreifbar geltende WPA2 ablösen soll. WPA3 wird in der Konfiguration der FRITZ!Box unter WLAN, Sicherheit, WPA-Modus über die Auswahl WPA2 + WPA3 aktiviert. Mit den Updates von März 2020 ist diese Option auch für den Gastzugang verfügbar. WPA3 läuft also nicht exklusiv, sondern im Tandem mit WPA2, was eine praxisnahe Lösung darstellt. Zu WPA3 kompatible Geräte und Treiber sind nämlich noch selten anzutreffen und nicht einmal AVM hat solche im Programm. Stattdessen verweisen die Berliner auf Intels AX200. Als kompatible Betriebssysteme nennt AVM nur Windows 10 ab der Version 1903, doch auch aktuelle Linux-Distributionen wie Ubuntu 19.10 bieten bereits WPA3. Ein Authentifizierungsproblem mit WPA3 wurde im Rahmen der April-Updates behoben.

Erweitertes Mesh-Steering
Beim sogenannten Mesh-Steering greift FRITZ!OS aktiv ein, damit sich WLAN-Geräte wie Smartphones und Tablets mit dem bestgelegenen WLAN-Zugangspunkt (Access-Point Steering) verbinden bzw. bei Bedarf zwischen den 2,4 und 5 GHz Bändern (Band Steering) wechseln. Damit dies funktioniert, müssen alle Zugangspunkte für alle Frequenzbänder die selbe Netzkennung (SSID) verwenden, was bei den FRITZ!Boxen inzwischen die Standardeinstellung ist. Darüber hinaus müssen die WLAN-Geräte Mesh-Steering beherrschen, was nicht immer der Fall ist. Die Neuerung beim Mesh-Steering besteht nun darin, dass AVM bei der Labor-Version 07.19 aggressiver eingreift und auch bei guten Verbindungen prüft, ob es doch noch eine bessere Alternative gibt. Gleichzeitig wurden Verbesserungen eingepflegt, die das Zusammenspiel mit Geräten, welche Mesh-Steering nicht oder nur unvollständig beherrschen, verbessern. Seit Februar 2020 ist die Mesh-Repeater-Funktion auch für die Kabel-Router unter Heimnetz, Mesh, Mesh Einstellungen auswählbar. Die April-Updates optimieren die automatische Kanalwahl im 5-GHz-Band und verbessern generell die WLAN-Stabilität. Netzwerkgeräte sollen zuverlässiger in der Mesh-Übersicht angezeigt werden.

WPS, 160 MHz Kanalbandbreite und Long Reach
Die nicht immer zuverlässige Anmeldung neuer WLAN-Geräte über WPS wurde repariert. Für die FRITZ!Boxen 7590 und 6590 hat AVM WLAN-Kanalbandbreiten von 160 MHz ergänzt. Die Verbreiterung von 80, 40 oder 20 auf 160 MHz verspricht eine Bruttodatenübertragungsrate von bis zu 1.733 MBit/s im 5-GHz-Bereich, sofern es wenig Störeinflüsse in der Nachbarschaft gibt. Die Gegenstelle muss wahlweise Wi-Fi 6 (WLAN AX) oder Wi-Fi 5 (WLAN AC) unterstützen, als Beispiele führt AVM Intels AX200 und i9260 sowie das Huawei P30 auf. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für VDSL Long Reach. Als Long Reach wird ein proprietäres Verfahren von Cisco bezeichnet, mit dem sich einfache Telefonanschlusskabel aus Kupfer als Ethernet-Anschluss nutzen lassen. Bei Entfernungen unter einem Kilometer sind mit Long Reach Datenraten von 15 Mbit/s möglich, maximal lassen sich 1,5 km mit einer reduzierten Datenrate von 5 Mbit/s überbrücken.

Updates und Benutzeroberfläche
Anfang März hatte AVM die Standardeinstellung für Updates geändert, so dass diese nun automatisch installiert werden. Da bisher keine Geräte ab Werk in dieser Konfiguration ausgeliefert werden, trifft FRITZ!OS in der Regel auf andere Einstellungen und empfiehlt dann den Wechsel zu automatischen Updates. Wie üblich wurde die Benutzeroberfläche von FRITZ!OS aufgeräumt und optimiert, beispielsweise hinsichtlich der Darstellung von DSL-, Fiber- und Kabel-Informationen. Weiterhin werden IPv6-Prefix-Delegationen und IPv6-Subnetze nun unter Heimnetz, Netzwerk, Netzwerkeinstellungen angezeigt. Über die Kindersicherung kann man den den Internetzugang einzelner Gerät schnell aus- oder einschalten. Durch die Umbauarbeiten hatten sich etliche Ungereimtheiten rund um die Gerätesperren ergeben, welche AVM im April abstellen konnte. Für Kunden von 1&1 wurde im April ein automatisches Ermitteln der Zugangsdaten integriert. Die Benutzeroberfläche soll zudem schneller laden und AVM verspricht auch eine bessere Stabilität, beispielsweise wurde ein reproduzierbarer Neustart beim Hinzufügen einer Netzwerkanwendung unter Internet, Filter beseitigt. Das Zugangsprofil der Kindersicherung kann wieder in den Gerätedetails geändert werden. Unter System, Region und Sprache lassen sich Zeitzone und Sommerzeit manuell definieren und die Druckausgabe für die Gastzugangsdaten wurde überarbeitet. IPv6-Subnetze und IPv6-Prefix-Delegationen kann man unter Heimnetz, Netzwerk, Netzwerkeinstellungen einsehen.

Telefonie, Fax und Mobilfunk
AVM hat das Telefonbuch seiner FRITZ!Fons smart gemacht, so dass bei der Eingabe von Telefonnummern dazu passende Vorschläge aus den Telefonbüchern unterbreitet werden. Das Vermitteln mit IP-Telefonen (mit oder ohne Rückfrage) wurde im April integriert und der Rückruf von ISDN-Telefonen zu internen Anrufbeantwortern repariert. Zeitgleich gab es mehrere Fehlerbehebungen für CardDAV- und iCloud-Telefonbücher und Nachrichten auf dem Anrufbeantworter lassen sich jetzt auch wieder über die Benutzeroberfläche abspielen. Die Telefonieanbieterprofile wurden komplett überarbeitet und optimiert, Probleme mit der Rufnummernregistrierung bei Vodafone (nur FRITZ!Box Cable) konnte AVM schon Anfang April lösen. CLIPnoScreening für SIP-Trunks und SIP-Anlagenanschlüsse ist jetzt konfigurierbar und es gibt auch Optimierungen für Tarife ohne CLIPnoScreening. Das interne Faxgerät kann jetzt bis zu zehn Seiten Text senden, bisher war es auf zwei Seiten limitiert. Die gesendeten Faxe werden dabei auf dem lokalem Speicher abgelegt. Wiederkehrende Neustarts, die mit einer speziellen Einstellung für den Faxempfang zusammenhängen, konnte AVM abstellen. FRITZ-Telefone bieten ab der Softwareversion 04.54 Klangeinstellungen für Internetradio und Telefonie, verpasste Anrufe werden nun auch von der FRITZ!Box angezeigt. Mobilfunk-Sticks, die als Schutz vor Internetausfällen einsetzt werden, funktionieren ab sofort auch bei Anschluss über WAN. Sie werden seit April auch beim Ausfall der PPPoE-Verbindung als Fallback genutzt. Kommt ein LTE-Mobilfunk-Stick des Herstellers Huawei zum Einsatz, funktioniert dieser nun auch, wenn der Mobilfunktarif kein LTE beinhaltet.

Smart Home, DNS, UPnP, USB, VPN und mehr
Die Smart-Home-Seiten wurden überarbeitet und bei der Verbrauchsanzeige für Smart-Home-Geräte wurde der Zeitraum 24 Monate ergänzt. Seit März 2020 wird das DECT-ULE/HAN-FUN-Rollladenprofil unterstützt und für den intelligenten Heizkörperregler FRITZ!DECT 301 wurde ein adaptiver Heizbeginn eingeführt. Die FRITZ!Boxen haben zudem die verschlüsselte Auflösung von Domain-Namen per DNS over TLS gelernt, welche inzwischen auch über die 2-Faktoren-Authentifizierung abgesichert wurde. Bei Änderungen erfolgt zudem eine Benachrichtigung per Push-Mail. Die Namensauflösung über TCP wurde weiter gehärtet. Nach dem Aufspielen der April-Updates werden UPnP-basierte Dienste wieder gefunden und die Schaltfläche Computer Starten (Wake-On-Lan) ist wieder verfügbar. Der Link auf das Programm USB-Fernanschluss wurde ebenso repariert wie die Druckererkennung am USB-Fernanschluss und der zuletzt unauffindbare Mediaserver. Für USB-Speichergeräte kann die Indexierung jetzt auch manuell angestoßen werden und Tethering-Geräte haben eine eigene Kategorie erhalten. Weiterhin hat sich AVM um Transferabbrüche beim Übertragen großer Dateien über USB gekümmert. Die VPN-Funktionalität wurde weiter ausgebaut. Hinsichtlich VPN gab es allerdings noch ein paar Fehler und Stabilitätsprobleme, welche erst im Laufe des Aprils korrigiert wurden. AVM konnte auch eine verringerte Übertragungsgeschwindigkeit im Upstream (nur Annex J) beseitigen. Eine weitere Korrektur stellt sicher, dass die FRITZ!Box priorisierte Anwendungen beim Neustart nicht vergisst.

Download für Router:

Download für Repeater:

Download für Powerline:

 
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Schonfrist abgelaufen: Es wird ernst für Huawei

reported by doelf, Montag der 17.08.2020, 17:37:02

Als US-Präsident Donald Trump im Mai 2019 eine Exekutivverordnung gegen den chinesischen Technikriesen Huawei erlassen hatte, reagierte die Branche panisch und versuchte möglichst schnell möglichst viele Taue zu kappen. Erst eine 90-tägige Gnadenfrist beruhigte die Lage, doch diese ist nach 450 Tagen (aufgrund mehrerer Verlängerungen) abgelaufen und nun steht Huawei wieder am Scheideweg. Dem Unternehmen fehlt eine eigene Chipfertigung, eine eigene Software und selbst die ARM-Lizenz steht wieder in Frage.

Harter Handelsbann als Light-Version
Im Mai 2019 hatte US-Präsident Trump einen nationalen Notstand im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien oder -diensten ausgerufen und den chinesischen Technikriesen Huawei sowie 68 seiner Tochterunternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt. Dies sollte Huawei von US-amerikanischer Hard- und Software abschneiden, doch schon kurze Zeit später hatte Trump eine 90-tägige Gnadenfrist nachgereicht, damit Huawei und seine US-amerikanischen Partner ihre Dinge regeln können. Diese Frist wurde in der Folge mehrfach verlängert, zuletzt im Mai 2020. Doch am 13. August 2020 blieb dieses regelmäßig aufgeführte Ritual aus und nun wird es ernst für Huawei.

Gnadenfrist verschaffte Huawei Zeit
Aufgrund der Gnadenfrist konnten US-Unternehmen Ausnahmegenehmigungen beantragen, um weiter mit Huawei arbeiten zu können. Einerseits kommen Produkte von Huawei in etlichen Mobilfunknetzen zum Einsatz, andererseits liefern viele US-Unternehmen Chips und Software an das chinesische Unternehmen, darunter ARM, Broadcom, Cypress, Goolge, Intel, Lumentum, Micron, Microsoft, Qualcomm und Xilinx. Unmittelbar nachdem Trump seinen Handelsbann verkündigt hatte, kappten diese Unternehmen ihre Geschäftsbeziehungen mit Huawei. Erst die Ausnahmegenehmigungen hatten die Lage wieder beruhigt. Zugleich schaute sich Huawei nach Alternativen aus Asien und Europa um und weitete die Aktivitäten seiner eigenen Halbleitertochter HiSilicon aus.

Achillesferse Hardware: Keine eigene Chipfertigung
Allerdings hatten die USA nicht nur den Aufschub verlängert, sondern auch ihre Maßnahmen erweitert: So wurde der Handelsbann im August 2019 von 68 auf 114 Tochterunternehmen ausgeweitet. Im Mai 2020 versuchte das Bureau of Industry and Security (BIS) schließlich, den indirekten Zugriff Huaweis auf US-amerikanische Technologie- und Software zu kappen. Insbesondere drittländische Auftragsfertiger aus dem Bereich der Halbleiterproduktion waren das Ziel dieser Maßnahmen, denn die Huawei-Tochter HiSilicon ist fabless, unterhält also keine eigenen Fabriken. Huawei ist es in den vergangenen Monaten zwar gelungen, alternative Hardware-Quellen zu erschließen und die eigene Halbleitersparte zu stärken, doch wenn der Zugriff auf ausländische Halbleiterfertiger wegfällt und die ARM-Lizenz wackelt, steht das Unternehmen nicht besser da als im Mai 2019.

Achillesferse Software: Mit ohne Android
Auch von der vollmundig versprochenen Android-Alternative ist nichts zu sehen. Hier ist der Technikriese binnen weniger Wochen auf dem harten Boden der Tatsachen aufgeschlagen und hat sich für seine neu entwickelten Modelle beim Android Open Source Project bedient. Während den neuen Modellen jegliche Google-Dienste, also auch der App-Store Google Play und die Sicherheitsebene Google Play Protect fehlen, wurden die Anfang 2019 bereits existierenden Modelle mehrfach aufgefrischt und als überarbeitete Version vermarktet. Für diese Altmodelle gab es nämlich eine Ausnahmeregelung, welche den weiteren Einsatz eines vollwertigen Android nebst Aktualisierungen erlaubte. Doch auch diese steht nun zur Disposition.

 
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Corona-Warn-App: Probleme unter iOS und Android behoben

reported by doelf, Donnerstag der 13.08.2020, 14:07:04

Mit dem Update der deutschen Corona-Warn-App auf die Version 1.2.0 wurden im Zusammenspiel mit den überarbeiteten Google Play Diensten, welche die ENF-Schnittstelle (Exposure Notification Framework) auf die Version 1.5 bringen, weitere Maßnahmen gegen nonkonformes Energiemanagement auf Android-Smartphones getroffen. Und Apple hat gestern endlich iOS 13.6.1 freigegeben, welches die auf etlichen iPhones seit einem Monat hängende Risiko-Ermittlung repariert.

Android: Corona-Warn-App 1.2.0 hilft gegen exzessives Energiemanagement
Android-Telefone von Herstellern wie Samsung, Huawei und dessen Tochter Honor hatten das Energiemanagement entgegen Googles Vorgaben derart modifiziert, dass Apps nicht mehr dauerhaft im Hintergrund laufen konnten. Auch die Corona-Warn-App wurde ohne Rückfrage geschlossen, so dass es nicht mehr zum Datenabgleich mit dem zentralen Server kam und die Übermittlung der erfassten Kontakte und der bestätigten Infektionen unterblieb. Als erste Maßnahme wurde die App in der Version 1.1.1 vom 23. Juli 2020 mit einer Möglichkeit versehen, die Priorisierte Hintergrundaktivität über einen Schalter in den Einstellungen freizugeben. Apps mit dieser Berechtigung sollten eigentlich nicht mehr vom Betriebssystem geschlossen werden, doch es gab weiterhin Ausnahmen. Um diese kümmert sich die am 10. August 2020 veröffentlichte App-Version 1.2.0, die im Zusammenspiel mit der Programmierschnittstelle Exposure Notification Framework (ENF) 1.5 dafür sorgt, dass die App nach spätestens 24 Stunden neu gestartet wird und somit einmal täglich einen Datenabgleich vornehmen kann. Um die aktuelle ENF-Version zu erhalten, reicht ein Update der Google Play Dienste aus.

iOS 13.6.1 repariert die Risiko-Ermittlung
Mit der Veröffentlichung von iOS 13.6 am 15. Juli 2020 hatte Apple die Risiko-Ermittlung auf etlichen iPhones geschossen. Apples Betriebssystem behauptete fälschlicher Weise, dass Covid-19-Bewegungsaufzeichnungen In deiner Region nicht verfügbar seien. Manche Nutzer konnten das Problem durch eine Neuinstallation der App lösen und ein anderer Ansatz bestand darin, die Bewegungsaufzeichnungen vor dem Update auf iOS 13.6 zu deaktivieren und erst im Anschluss wieder einzuschalten. Das Problem: In beiden Fällen gingen die bereits erfassten Kontaktereignisse verloren. Dies gilt auch für einen Workaround, den Apple zwischenzeitlich veröffentlicht hatte - ein Konfigurationsprofil zum Zurücksetzen der Bewegungsaufzeichnungen. Dieses musste der Nutzer von Hand herunterladen und aufspielen. Obwohl Apple zeitnah eine Lösung erarbeitet hatte, verging ein Monat bis zur Veröffentlichung von iOS 13.6.1 am 12. August 2020. Und in der Zwischenzeit war die Kontaktverfolgung auf den betroffenen Geräten inaktiv.

Corona-Warn-App 1.2.1 behebt Startprobleme unter iOS
Während die Probleme mit dem Energiemanagement unter Android den Smartphone-Herstellern anzulasten sind und Apple die Risiko-Ermittlung beim Update auf iOS 13.6 verbockt hatte, darf man die Startprobleme der App-Version 1.2.0 unter iOS den App-Entwicklern zuweisen. Diese haben jedoch prompt reagiert und bereits einen Tag später (am 12. August 2020) die Corona-Warn-App 1.2.1 für iOS nachgereicht. Man würde sich wünschen, dass Apple, Samsung, Huawei oder Honor eine ähnliche Reaktionsschnelle an den Tag legen würden.

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Zugriff auf externe CD-Datenbank in CDex, EAC und X-CD-Roast reparieren

reported by doelf, Mittwoch der 12.08.2020, 16:43:49

FreeDB (freedb.freedb.org), die wohl wichtigste Datenbank für Audio-CDs, wurde Anfang Juni 2020 abgeschaltet. Obwohl die Firma Magix, welche den Dienst im Jahr 2006 übernommen hatte, diesen Schritt am 31. März 2020 angekündigt hatte, greifen viele Programme auch weiterhin auf FreeDB zu und liefern statt der gewünschten CD-Daten nur noch eine Fehlermeldung. Wir erklären, wie man dieses Problem in beliebten Programmen wie CDex, EAC und X-CD-Roast schnell und einfach behebt.

Titelbild

Sicher, mit MusicBrainz und der kommerziellen Datenbank GD3 gibt es zwei gute Alternativen, doch MusicBrainz weist unserer Erfahrung nach noch große Lücken auf und der Zugriff auf GD3 ist kostenpflichtig. Und als perfekter Ersatz für FreeDB bietet sich sowieso GNUDB (gnudb.gnudb.org) an, welches im Jahr 2006 als GPL-lizenzierte Alternative zu FreeDB ins Leben gerufen worden war. Und das in weiser Voraussicht, wie die Abschaltung von FreeDB nun bewiesen hat.

 
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Microsoft hat 120 Schwachstellen, darunter eine kritische 0-Day-Lücke, gestopft

reported by doelf, Mittwoch der 12.08.2020, 11:56:23

Microsoft hat gestern 120 Sicherheitslücken in Windows und der Windows Codecs-Bibliothek, dem Internet Explorer, Edge nebst ChakraCore, der Microsoft Scripting Engine, Office samt Office Services und Web Apps, dem .NET-Framework, ASP.NET Core, Dynamics, der JET Database Engine und dem hauseigenen SQL-Server geschlossen. 17 Schwachstellen gelten als kritisch, die übrigen stellen ausnahmslos eine hohe Gefahr dar. Mit CVE-2020-1380 findet sich unter den kritischen Fehlern auch eine Schwachstelle, die bereits angegriffen wird. Heikel ist zudem ein Fehler im Netlogon Remote-Protokoll (CVE-2020-1472), durch den nicht authentifizierte Angreifer zum Domänen-Administrator werden können.

In Microsofts Security Update Guide erstrecken sich die neu veröffentlichten Patches über 3.409 Einträge. Selbst wenn man sich auf die kritischen Korrekturen beschränkt, bleiben noch 472 Einträge übrig. Wir haben diese 472 Einträge durchgearbeitet und konnten sie zu 17 Sicherheitslücken zusammenfassen:

  • CVE-2020-1046: Weil das .NET-Framework Eingaben unzureichend prüft, kann ein Anwender durch das Hochladen einer speziell gestalteten Datei an eine Webanwendung die Ausführung beliebigen Codes veranlassen und somit die Kontrolle über das System seines Opfers erlangen. Betroffen sind alle .NET-Versionen von 2.0 bis 4.8. Bisher hat es noch keine Angriffe auf diesen Bug gegeben und in Redmond erwartet man auch keine.
  • CVE-2020-1339: Ein Speicherfehler im Media-Audiocodec aller Windows-Versionen einschließlich der Server lässt sich über speziell präparierte Webseiten und Dokumente ansteuern. In der Folge wird Schadcode ausgeführt, mit dessen Hilfe ein Angreifer das System übernehmen kann. Obgleich es zahlreiche Ziele und Angriffsmöglichkeiten gibt, geht man bei Microsoft nicht von baldigen Angriffen auf diese Schwachstelle aus.
  • CVE-2020-1379, CVE-2020-1477, CVE-2020-1492, CVE-2020-1525, CVE-2020-1554: Fünf weitere Arbeitsspeicherbeschädigungen, die sich über Webseiten oder Dokumente auslösen lassen und dabei das Ausführen von Schadcode ermöglichen, stecken in Windows Media Foundation. In der Summe bedrohen auch diese Lücken alle Windows-Versionen einschließlich der Server, doch auch hier hält Microsoft Angriffe für eher unwahrscheinlich.
  • CVE-2020-1380: Die Skript-Engine des Internet Explorer 11 wird angegriffen! Als Einfallstor dient ein Speicherfehler, den Angreifer mit Hilfe von bösartigen Webseiten, extern nachgeladene Werbeinhalten auf nicht kompromittieren Webseiten oder ActiveX-Steuerelementen, die in Anwendungen oder Office-Dokumente integriert sind, auslösen können, um in der Folge eigenen Code im Kontext des aktuellen Benutzers auszuführen.
  • CVE-2020-1472: Ein nicht authentifizierter Angreifer kann eine Sicherheitsanfälligkeit im Netlogon Remote-Protokoll (MS-NRPC) von Windows Server (alle Versionen) ausnutzen, um Zugang als Domänen-Administrator zu erhalten. Microsoft wird diese Protokollschwachstelle in zwei Phasen beheben: Die Erstbereitstellungsphase bringt Änderungen, welche das Absichern des Servers ermöglichen und unsichere Verbindungen mit der Ereignis-ID 5829 protokollieren. Über einen Registrierungsschlüssel kann man einen Erzwingungsmodus aktivieren und unsichere Verbindungen sofort kappen. Erst mit der Erzwingungsphase, welche Microsoft für den 9. Februar 2021 terminiert hat, werden alle angreifbaren Verbindungen standardmäßig verweigert. Weitere Erklärungen finden sich in einem Support-Dokument namens Verwalten der Änderungen in den sicheren Netlogon Kanalverbindungen, die CVE-2020-1472 zugeordnet sind.
  • CVE-2020-1483: Ein Speicherfehler in Outlook ermöglicht eine Remote-Code-Ausführung im Rechtekontext des aktuellen Benutzers. Ausgelöst wird das Problem über nicht näher beschriebene Dateien. Betroffen sind die Outlook-Versionen 2010, 2013 und 2016 sowie Office 2019 und die Microsoft 365 Apps for Enterprise. Bisher wird der Fehler noch nicht angegriffen und laut Redmond wird das auch so bleiben.
  • CVE-2020-1555: Aufgrund eines Speicherfehlers in der Skript-Engine der EdgeHTML-basierten Edge-Variante können Angreifer Schadcode im Rechtekontext des aktuellen Benutzers ausführen. Als Einfallstor dienen speziell präparierte Webseiten oder Internetangebote, in die man Fremdinhalte wie externe Werbung oder nutzergenerierte Inhalte einbetten kann. Bisher wurden noch keine entsprechenden Angriffe beobachtet und Microsoft erwartet solche auch nicht.
  • CVE-2020-1560: Die Codecs-Bibliothek von Windows 10 Version 1709 bis 2004 lässt sich mit Hilfe speziell präparierter Bilder zum Ausführen von Schadcode verleiten. Der Windows Server Version 2004 ist hiervon ebenfalls betroffen. Bisher gab es noch keine Angriffe auf diese Schwachstelle und Microsoft hält diese auch für weniger wahrscheinlich.
  • CVE-2020-1567: Aufgrund einer unzureichenden Eingabeprüfung führt die MSHTML-Engine Schadcode im Rechtekontext des Benutzers aus. Das Problem betrifft die Internet Explorer 9 und 11. Bisher wurde diese Lücke noch nicht angegriffen, doch das dürfte sich laut Microsoft schon bald ändern.
  • CVE-2020-1568: Die EdgeHTML-basierte Variante des Internetbrowsers Edge stolpert über manipulierte PDF-Inhalte und führt Schadcode im Sicherheitskontext des aktuellen Benutzers aus. Obwohl PDF-Dateien sehr weit verbreitet sind und sich leicht in Webseiten integrieren lassen, hält Microsoft Angriffe für weniger wahrscheinlich.
  • CVE-2020-1570: Ein Speicherfehler in der Skript-Engine der Internet Explorer 9 und 11 ermöglicht Angreifern die Remote-Code-Ausführung im Kontext des aktuellen Benutzers. Als mögliche Angriffsszenarien kommen präparierte Webseiten, extern nachgeladene Werbeinhalte auf nicht kompromittierten Webseiten sowie bösartige ActiveX-Steuerelemente in Anwendungen oder Office-Dokumenten in Frage. Dies macht baldige Angriffe sehr wahrscheinlich.
  • CVE-2020-1574: In der Windows-Medienbibliothek steckt ein Speicherfehler bei der Verarbeitung von Bilddateien, über den Angreifer Schadcode ausführen können. Betroffen ist Windows 10 in den Versionen 1909 und 2004. Bisher gab es noch keine Angriffe auf diese Schwachstelle und Microsoft erwartet auch keine.
  • CVE-2020-1585: Dieser Fehler ist praktisch der Zwilling von CVE-2020-1574, betrifft aber alle Windows-10-Versionen von 1709 bis 2004.

Unter den 103 hochgefährlichen Schwachstellen finden sich 60 Rechteausweitungen, 16 Datenlecks und 17 Fehler, die sich als Einfallstor für Schadcode missbrauchen lassen. Dazu kommen sieben Ansatzpunkte für Spoofing-Angriffe sowie drei Schwachpunkte, die DoS-Angriffe (Denial of Service) ermöglichen.

 
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LibreOffice 7.0 ist fertig

reported by doelf, Dienstag der 11.08.2020, 14:55:42

Die kostenlose und quelloffene Büro-Software LibreOffice hat einen großen Versionssprung von 6.4 auf 7.0 vollzogen. Doch obwohl die Entwickler hunderte von Änderungen vorgenommen und unzählige Fehler beseitigt haben, wirken die einzelnen Programme sehr vertraut. Es gibt zwar neue Funktionen und Verbesserungen, doch diese stecken fast alle im Detail. Bei LibreOffice 7.0 handelt es sich somit um Produktpflege im besten Sinne. Das fertige LibreOffice 7.0 entspricht Bit für Bit dem dritten Veröffentlichungskandidaten. Wer diesen bereits verwendet, muss die Installationspakete nicht erneut herunterladen.

Allgemeine Neuerungen
Die Windows-Version von LibreOffice 7.0 verwendet statt des bisherigen OpenGL-Backends ab sofort die Skia-Bibliothek und Vulkan als Unterbau. Unter Extras, Optionen, LibreOffice, Allgemein lassen sich die Anwendungen aus LibreOffice als Windows Standard-Apps deklarieren. Neue Grafiken und Symbole frischen die Installation unter Windows auf und auch das unter Windows genutzte Icon-Thema Colibre wurde überarbeitet. Für macOS wurde ein neues Icon-Thema namens Sukapura, welches Apples Vorgaben (macOS Human Interface Guidelines for Visual Design) erfüllt, als Standard hinterlegt. Auch das Icon-Thema Sifr wurde aufgewertet, während man das nicht mehr gepflegte Tango aussortiert hat. Die Unterstützung für macOS 10.10 und 10.11 ist ausgelaufen, vorerst lässt sich LibreOffice 7.0 auf diesen Betriebssystemen aber noch installieren.

Die Fontwork-Galerie wurde erweitert und es gibt eine neue Formen-Galerien, deren Objekte der Nutzer leicht anpassen und bearbeiten kann. LibreOffice 7.0 unterstützt die Dateiformate ODF 1.3 und ODF 1.3 Extended gemäß der OASIS OpenDocument 1.3 Committee Specification 01. Hinsichtlich der Kompatibilität mit Fremdformaten wurden die Filter für EMF+ (Import), DOCX (Export), XLSX (Export) und PPTX (Import und Export) verbessert. Erwähnenswert ist insbesondere, dass beim Export von Dokumenten ins Format .DOCX nicht mehr der 2007er-Kompatibilitätsmodus sondern der native Modus der Office-Versionen 2013, 2016 und 2019 verwendet wird. Der Export-Filter für Macromedia Flash wurde aussortiert, da Ende 2020 die Unterstützung für Flash seitens Adobe eingestellt wird.

Über drei neue Konfigurationsoptionen lassen sich gezielt Infobars deaktivieren (org.openoffice.Office.UI.Infobar), das Abschalten des Schreibschutzes verhindern (AllowEditReadonlyDocs) und das Öffnen von Dokumenten, die ein anderer Nutzer gesperrt hat, unterbinden (AllowOverrideLocking). Zur besseren Strukturierung der Hilfe wurde jedem Programmmodul (Writer, Calc, Impress, Draw, Base, Math, Chart und Basic) eine individuelle Farbe zugeordnet und natürlich hat man auch die Inhalte aktualisiert. Die Unterstützung für den Internet Explorer 11 wurde derweil gestrichen. Bei den Sprachen wurden Ligurisch, Minangkabau und Sundanesisch hinzugefügt und Zentralkurdisch und Friaulisch komplett überarbeitet. Für Afrikaans, Katalanisch, Englisch (GB), Lettisch und Slowakisch wurde das Rechtschreibwörterbuch aktualisiert, Weißrussisch hat zusätzlich ein Silbentrennungsmuster erhalten.

Writer
Die Möglichkeit, teiltransparenten Text zu verwenden, gehört zu den Neuerungen im Writer (siehe Bildschirmfoto unten). Bei numerischen Aufzählungen kann man durch führende Nullen nun eine einheitliche Länge der Zahlen erreichen. Die entsprechende Auswahl für zwei bis fünf Ziffern findet sich im Konfigurationsdialog Aufzählungszeichen und Nummerierung unter dem Reiter Anpassen (siehe folgendes Bildschirmfoto). Im ODT-Format ist diese Option auch für Seitenzahlen verfügbar. Über Dokument schützen im Menü Extras lassen sich Lesezeichen und Felder gegen versehentliche Änderungen absichern. Die Lesezeichen werden zudem in der Formatierungsansicht in Form von eckigen Klammern oder einem vertikalen Strich visualisiert. Kurioserweise lassen sich Lesezeichen bei uns auch dann nicht löschen, wenn sie ungeschützt sind.

LibreOffice 7 Writer Padded Numbering

Die Fortschrittsanzeige beim Erstellen von Serien-E-Mails wurde repariert und Tabellenzellen passen sich besser an rotierten Text an. Leere Eingabefelder waren vollständig unsichtbar, in der neuen Version sind sie zumindest grau hinterlegt. Der Umgang der Autokorrektur mit Anführungszeichen und Apostrophen wurde für mehrere Sprachen, darunter auch Deutsch, verbessert und für Alt-Ungarisch (Szekler) wurde der Textfluss von rechts nach links geändert. Als experimentell wird die Verbesserung der Barrierefreiheit in PDF-Dokumenten gemäß PDF/UA bzw. ISO 14289 eingestuft. Zum Ausprobieren muss man das Häkchen vor Experimentelle Funktionen aktivieren (kann instabil sein) unter Extras, Optionen, LibreOffice, Erweitert setzen.

Der Navigator für Textdokumente (F5) wurde deutlich aufgewertet: Beispielsweise wird nun für alle Objekte im Navigator ein spezifisches Kontextmenü geboten, wodurch dieses Werkzeug deutlich mehr Möglichkeiten erhalten hat. Kategorien, die im Dokument nicht verwendet werden, sind - wie zuvor bereits im Navigator für Tabellendokumente - ausgegraut. Überschriften lassen sich um ein Kapitel nach oben oder unten verschieben und auch die Ebene der Überschrift lässt sich schrittweise ändern. Unter Gliederung folgen stehen für Überschriften die Optionen Standard, Fokus und Ohne zur Auswahl. Über Auswählen wird der Abschnitt bis zur nächsten Überschrift selektiert und eine Wort- und Zeichenzählung durchgeführt.

Calc
Die Tabellenkalkulation Calc hat zwei neue Funktionen - RAND.NV() und RANDBETWEEN.NV() - zur Erzeugung nichtflüchtiger Zufallszahlen erlernt. Im Gegensatz zu RAND() und RANDBETWEEN() werden diese nicht bei jeder Eingabe neu berechnet. Leistungssteigerungen gibt es beim Öffnen von .XLSX-Tabellen mit vielen Bildern, beim Rückgängigmachen von Löschoperationen sowie bei der Verwendung von Automatisch füllen und AutoFilter. Funktionen, welche die Verwendung regulärer Ausdrücke erlauben, berücksichtigen nun auch Flags, welche eine Unterscheidung von Groß- und Kleinschreibung aussetzen, also (?i) und (?-i). Konkret geht es um AVERAGEIF, AVERAGEIFS, COUNTIF, COUNTIFS, HLOOKUP, LOOKUP, MATCH, SEARCH, SUMIF, SUMIFS und VLOOKUP. Die Funktion TEXT() meldet im Falle einer leeren Formatangabe keinen Fehler mehr und OFFSET() verlangt für Höhe und Breite einen numerischen Wert, der größer als Null ist. Beide Änderungen verbessern die Interoperabilität mit anderen Implementierungen.

LibreOffice 7 Draw Text Transparency

Impress und Draw
Wie beim Writer wurde auch bei Impress und Draw der Einsatz von teiltransparentem Text ergänzt (siehe Bildschirmfoto oben). Die Größenbegrenzung für den PDF-Export von 508 cm (200 Zoll) je Seite wurde aufgehoben und die übertriebene Darstellung hoch- und tiefgestellter Zeichen korrigiert. Dies gilt insbesondere für Textfelder mit automatischer Textanpassung. Die angestaubte Präsentationskonsole von Impress zeigt sich komplett überarbeitet. Beschleunigt wurden Texteingaben in animierte Listen, der Wechsel in die Tabellenbearbeitung sowie das Öffnen bestimmter .PPT-Präsentationen. Die Impress-Vorlagen wurden überarbeitet und die große Mehrzahl dabei vom Seitenverhältnis 4:3 auf 16:9 aktualisiert. Für Draw wurde eine BPMN-Vorlage (Business Process Model and Notation) ergänzt. Beim Umbenennen von Seiten (Draw) oder Folien (Impress) erfolgt ein Hinweis bei leeren oder bereits vergebenen Namen.

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FRITZ!OS 07.20 für FRITZ!Repeater 1200 und 600 sowie FRITZ!Powerline 1260E

reported by doelf, Freitag der 07.08.2020, 13:40:50

Das fertige FRITZ!OS 07.20 gibt es mittlerweile für die FRITZ!Boxen 7590 und 7530, die FRITZ!Repeater 2400, 1200 und 600 sowie FRITZ!Powerline 1260E. Für viele weitere Geräte wird der Beta-Test fortgesetzt, zuletzt gab es frische Updates für die FRITZ!Boxen 7580 und 7490. FRITZ!OS 07.20 bringt die lange erwartete SMB3-Unterstützung, den Verschlüsselungsstandard WPA3 sowie umfangreiche Verbesserungen.

SMB3: Stabil und nun auch etwas flotter
Beim Test der SMB3-Funktionalität des FRITZ!NAS konnten wir diesmal keine groben Schnitzer wie die 2019 von uns dokumentierte DoS-Lücke entdecken, doch die Leistung ließ erst einmal zu wünschen übrig: Wir hatten den USB-3.0-Anschluss unserer FRITZ!Box 7490 mit einem USB-3.0-Stick bestückt, der Leseraten von um die 80 MiB/s erreicht. Mit dem stabilen FRITZ!OS 07.12 und SMB1 benötigen wir 2:25 Minuten, um unsere 1,76 GiB Testdaten zu kopieren, was einer Datenrate von 12,43 MiB/s entspricht. Nach dem Aufspielen von FRITZ!OS 07.19 (Labor) und dem Wechsel zu SMB3 verlängerte sich die Datenübertragung zunächst um 38 Sekunden auf 3:03 Minuten. Die Datenrate brach folglich auf 9,85 MiB/s ein. Leistungsoptimierungen, welche AVM im Mai und Juni 2020 vorgenommen hatte, verkürzen die Operation inzwischen auf 1:40 Minuten. Eine Datenrate von 18,02 MiB/s ist zwar nicht gerade spektakulär, aber zumindest die höchste, welche wir bisher an der FRITZ!Box 7490 messen konnten.

WPA3: Mehr Sicherheit im WLAN
Die meisten Besitzer lassen die NAS-Funktionalität ihrer FRITZ!Box eh links liegen und hoffen stattdessen auf Verbesserungen in den Bereichen WLAN und Mesh. Hier bietet die Labor-Version 07.19 den Verschlüsselungsstandard WPA3, der das seit 2017 als angreifbar geltende WPA2 ablösen soll. WPA3 wird in der Konfiguration der FRITZ!Box unter WLAN, Sicherheit, WPA-Modus über die Auswahl WPA2 + WPA3 aktiviert. Mit den Updates von März 2020 ist diese Option auch für den Gastzugang verfügbar. WPA3 läuft also nicht exklusiv, sondern im Tandem mit WPA2, was eine praxisnahe Lösung darstellt. Zu WPA3 kompatible Geräte und Treiber sind nämlich noch selten anzutreffen und nicht einmal AVM hat solche im Programm. Stattdessen verweisen die Berliner auf Intels AX200. Als kompatible Betriebssysteme nennt AVM nur Windows 10 ab der Version 1903, doch auch aktuelle Linux-Distributionen wie Ubuntu 19.10 bieten bereits WPA3. Ein Authentifizierungsproblem mit WPA3 wurde im Rahmen der April-Updates behoben.

Erweitertes Mesh-Steering
Beim sogenannten Mesh-Steering greift FRITZ!OS aktiv ein, damit sich WLAN-Geräte wie Smartphones und Tablets mit dem bestgelegenen WLAN-Zugangspunkt (Access-Point Steering) verbinden bzw. bei Bedarf zwischen den 2,4 und 5 GHz Bändern (Band Steering) wechseln. Damit dies funktioniert, müssen alle Zugangspunkte für alle Frequenzbänder die selbe Netzkennung (SSID) verwenden, was bei den FRITZ!Boxen inzwischen die Standardeinstellung ist. Darüber hinaus müssen die WLAN-Geräte Mesh-Steering beherrschen, was nicht immer der Fall ist. Die Neuerung beim Mesh-Steering besteht nun darin, dass AVM bei der Labor-Version 07.19 aggressiver eingreift und auch bei guten Verbindungen prüft, ob es doch noch eine bessere Alternative gibt. Gleichzeitig wurden Verbesserungen eingepflegt, die das Zusammenspiel mit Geräten, welche Mesh-Steering nicht oder nur unvollständig beherrschen, verbessern. Seit Februar 2020 ist die Mesh-Repeater-Funktion auch für die Kabel-Router unter Heimnetz, Mesh, Mesh Einstellungen auswählbar. Die April-Updates optimieren die automatische Kanalwahl im 5-GHz-Band und verbessern generell die WLAN-Stabilität. Netzwerkgeräte sollen zuverlässiger in der Mesh-Übersicht angezeigt werden.

WPS, 160 MHz Kanalbandbreite und Long Reach
Die nicht immer zuverlässige Anmeldung neuer WLAN-Geräte über WPS wurde repariert. Für die FRITZ!Boxen 7590 und 6590 hat AVM WLAN-Kanalbandbreiten von 160 MHz ergänzt. Die Verbreiterung von 80, 40 oder 20 auf 160 MHz verspricht eine Bruttodatenübertragungsrate von bis zu 1.733 MBit/s im 5-GHz-Bereich, sofern es wenig Störeinflüsse in der Nachbarschaft gibt. Die Gegenstelle muss wahlweise Wi-Fi 6 (WLAN AX) oder Wi-Fi 5 (WLAN AC) unterstützen, als Beispiele führt AVM Intels AX200 und i9260 sowie das Huawei P30 auf. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für VDSL Long Reach. Als Long Reach wird ein proprietäres Verfahren von Cisco bezeichnet, mit dem sich einfache Telefonanschlusskabel aus Kupfer als Ethernet-Anschluss nutzen lassen. Bei Entfernungen unter einem Kilometer sind mit Long Reach Datenraten von 15 Mbit/s möglich, maximal lassen sich 1,5 km mit einer reduzierten Datenrate von 5 Mbit/s überbrücken.

Updates und Benutzeroberfläche
Anfang März hatte AVM die Standardeinstellung für Updates geändert, so dass diese nun automatisch installiert werden. Da bisher keine Geräte ab Werk in dieser Konfiguration ausgeliefert werden, trifft FRITZ!OS in der Regel auf andere Einstellungen und empfiehlt dann den Wechsel zu automatischen Updates. Wie üblich wurde die Benutzeroberfläche von FRITZ!OS aufgeräumt und optimiert, beispielsweise hinsichtlich der Darstellung von DSL-, Fiber- und Kabel-Informationen. Weiterhin werden IPv6-Prefix-Delegationen und IPv6-Subnetze nun unter Heimnetz, Netzwerk, Netzwerkeinstellungen angezeigt. Über die Kindersicherung kann man den den Internetzugang einzelner Gerät schnell aus- oder einschalten. Durch die Umbauarbeiten hatten sich etliche Ungereimtheiten rund um die Gerätesperren ergeben, welche AVM im April abstellen konnte. Für Kunden von 1&1 wurde im April ein automatisches Ermitteln der Zugangsdaten integriert. Die Benutzeroberfläche soll zudem schneller laden und AVM verspricht auch eine bessere Stabilität, beispielsweise wurde ein reproduzierbarer Neustart beim Hinzufügen einer Netzwerkanwendung unter Internet, Filter beseitigt. Das Zugangsprofil der Kindersicherung kann wieder in den Gerätedetails geändert werden. Unter System, Region und Sprache lassen sich Zeitzone und Sommerzeit manuell definieren und die Druckausgabe für die Gastzugangsdaten wurde überarbeitet. IPv6-Subnetze und IPv6-Prefix-Delegationen kann man unter Heimnetz, Netzwerk, Netzwerkeinstellungen einsehen.

Telefonie, Fax und Mobilfunk
AVM hat das Telefonbuch seiner FRITZ!Fons smart gemacht, so dass bei der Eingabe von Telefonnummern dazu passende Vorschläge aus den Telefonbüchern unterbreitet werden. Das Vermitteln mit IP-Telefonen (mit oder ohne Rückfrage) wurde im April integriert und der Rückruf von ISDN-Telefonen zu internen Anrufbeantwortern repariert. Zeitgleich gab es mehrere Fehlerbehebungen für CardDAV- und iCloud-Telefonbücher und Nachrichten auf dem Anrufbeantworter lassen sich jetzt auch wieder über die Benutzeroberfläche abspielen. Die Telefonieanbieterprofile wurden komplett überarbeitet und optimiert, Probleme mit der Rufnummernregistrierung bei Vodafone (nur FRITZ!Box Cable) konnte AVM schon Anfang April lösen. CLIPnoScreening für SIP-Trunks und SIP-Anlagenanschlüsse ist jetzt konfigurierbar und es gibt auch Optimierungen für Tarife ohne CLIPnoScreening. Das interne Faxgerät kann jetzt bis zu zehn Seiten Text senden, bisher war es auf zwei Seiten limitiert. Die gesendeten Faxe werden dabei auf dem lokalem Speicher abgelegt. Wiederkehrende Neustarts, die mit einer speziellen Einstellung für den Faxempfang zusammenhängen, konnte AVM abstellen. FRITZ-Telefone bieten ab der Softwareversion 04.54 Klangeinstellungen für Internetradio und Telefonie, verpasste Anrufe werden nun auch von der FRITZ!Box angezeigt. Mobilfunk-Sticks, die als Schutz vor Internetausfällen einsetzt werden, funktionieren ab sofort auch bei Anschluss über WAN. Sie werden seit April auch beim Ausfall der PPPoE-Verbindung als Fallback genutzt. Kommt ein LTE-Mobilfunk-Stick des Herstellers Huawei zum Einsatz, funktioniert dieser nun auch, wenn der Mobilfunktarif kein LTE beinhaltet.

Smart Home, DNS, UPnP, USB, VPN und mehr
Die Smart-Home-Seiten wurden überarbeitet und bei der Verbrauchsanzeige für Smart-Home-Geräte wurde der Zeitraum 24 Monate ergänzt. Seit März 2020 wird das DECT-ULE/HAN-FUN-Rollladenprofil unterstützt und für den intelligenten Heizkörperregler FRITZ!DECT 301 wurde ein adaptiver Heizbeginn eingeführt. Die FRITZ!Boxen haben zudem die verschlüsselte Auflösung von Domain-Namen per DNS over TLS gelernt, welche inzwischen auch über die 2-Faktoren-Authentifizierung abgesichert wurde. Bei Änderungen erfolgt zudem eine Benachrichtigung per Push-Mail. Die Namensauflösung über TCP wurde weiter gehärtet. Nach dem Aufspielen der April-Updates werden UPnP-basierte Dienste wieder gefunden und die Schaltfläche Computer Starten (Wake-On-Lan) ist wieder verfügbar. Der Link auf das Programm USB-Fernanschluss wurde ebenso repariert wie die Druckererkennung am USB-Fernanschluss und der zuletzt unauffindbare Mediaserver. Für USB-Speichergeräte kann die Indexierung jetzt auch manuell angestoßen werden und Tethering-Geräte haben eine eigene Kategorie erhalten. Weiterhin hat sich AVM um Transferabbrüche beim Übertragen großer Dateien über USB gekümmert. Die VPN-Funktionalität wurde weiter ausgebaut. Hinsichtlich VPN gab es allerdings noch ein paar Fehler und Stabilitätsprobleme, welche erst im Laufe des Aprils korrigiert wurden. AVM konnte auch eine verringerte Übertragungsgeschwindigkeit im Upstream (nur Annex J) beseitigen. Eine weitere Korrektur stellt sicher, dass die FRITZ!Box priorisierte Anwendungen beim Neustart nicht vergisst.

Download für Router:

Download für Repeater:

Download für Powerline:

 
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Flash-Speicher: Analysten rechnen mit deutlichem Preisrutsch

reported by doelf, Freitag der 07.08.2020, 13:23:43

Während die COVID-19-Pandemie den Kursen für Arbeitsspeicher am Spot-Markt in Taiwan immer neue Tiefstände beschert, zeigte sich die Preisentwicklung beim Flash-Speicher in den vergangenen Monaten eher uneinheitlich. Doch inzwischen ist auch hier ein Preisrutsch erkennbar und Marktbeobachter erwarten hohe Abschläge bis zum Jahresende.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man heute durchschnittlich 2,559 US-Dollar auf den Tisch legen, was einem Abschlag von -3,69 Prozent entspricht. Zwischen Januar und März 2020 hatte es zunächst steigende Preise gegeben (+2,17%; +4,20%; +5,71%), dann begann im April eine Achterbahnfahrt (-2,42%; +6,31%; -14,43%; +13,11%). Blicken wir ein Jahr zurück, haben sich die 64Gb-MLC-Chips um 3,60 Prozent verteuert.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,041 US-Dollar. Nach einer recht bewegungsarmen Entwicklung zwischen Februar und Mai 2020 (+2,74%; -0,39%; +0,39%; +2,59%), bricht der Kurs dieser Chips seit Juni immer weiter ein (-7,16%; -4,08%; -3,50%). Allerdings hat sich der Preisverfall verlangsamt. Der Rückblick auf August 2019 liefert uns nur eine Verbilligung von 15,28 Prozent.

Wer statt MLC die Variante 3D-TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) kauft, bekommt 256 Gb für 3,007 US-Dollar. Dieser Kurs fällt seit April 2020 (-0,38%; -2,72%; -1,14%; -4,38%, -4,33%), nachdem wir zum Jahresanfang happige Aufschläge von 11,39, 6,85 und 5,21 Prozent notieren mussten. Diese Verteuerungsphase wirkt noch nach, weshalb wir beim Vergleich mit August 2019 ein Plus von 2,14 Prozent sehen.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Am Mittwoch war ein Euro zum Handelsschluss 1,1868 US-Dollar wert und notierte damit um 5,02 Prozent stärker als Anfang Juli 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar um 5,90 Prozent zugelegt. Wie die Marktbeobachter von TrendForce berichten, fallen aufgrund des weiterhin bestehenden Überangebots nach dem Kursen am Spot-Markt inzwischen auch die Vertragspreise für Flash-Wafer - und zwar deutlich: So sollen die Vertragspreise im dritten Quartal um fünf bis zehn Prozent und im vierten sogar um zehn bis fünfzehn Prozent nachgeben. Was den Speicherherstellern Kopfzerbrechen bereitet, wird die Kunden freuen: Es gibt immer mehr Flash-Speicher für immer weniger Geld.

 
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AMD Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.8.1

reported by doelf, Freitag der 07.08.2020, 13:00:14

AMD hat seinen Grafiktreiber Radeon Software Adrenalin 2020 Edition auf die optionale Version 20.8.1 aktualisiert. Dieses Update wird insbesondere für die Spiele Hyper Scape und Horizon Zero Dawn - Complete Edition für PC empfohlen. Dazu gibt es Leistungsverbesserungen bei Grounded: In der Voreinstellung Epic liefert eine Radeon RX 5700 XT um bis zu neun Prozent höhere Frameraten als mit der vorherigen Treiberversion 20.7.2.

AMD bietet diesen Treiber für die 64-Bit-Ausgaben von Windows 10 und 7 an, unterstützt werden diskrete Grafiklösungen ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Notebook), dazu kommen die integrierten Grafikeinheiten zahlreicher APUs und Ryzen-Prozessoren. Offiziell empfohlen wird derweil nach wie vor die Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.4.2 WHQL. Wer noch einen 32-Bit-Treiber benötigt, muss zur Radeon Software Adrenalin Edition 18.9.3 vom 5. November 2018 greifen.

Behobene Fehler
AMDs Entwickler konnten einen Fehler bei DOOM Eternal beheben, der bei aktivierten HDR und einer Änderung der V-Sync-Einstellungen zu einer sehr dunklen Anzeige führen konnte. Wird Radeon FreeSync verwendet, lassen Task- oder Anzeigewechsel die Bildwiederholrate nicht mehr ungewollt einrasten, was sich in einem stockendem Bildaufbau äußern konnte. Wer sich für das AMD User Experience Program anmeldet, muss nach dem Aufwachen des Systems keinen Absturz oder Hänger der Radeon Software mehr fürchten. Und das laufende System stürzt beim Anschluss eines HDMI-Bildschirms auch nicht mehr ab.

Grafikkarten der Baureihe Radeon RX 5000 konnten unter Windows 7 die Streaming- und Aufnahmefunktionen nicht nutzen. Dies hat AMD ebenso repariert wie einen seltenen Systemabsturz beim Aktivieren von Instant Replay, der ebenfalls nur die Radeon-RX-5000-Modelle betraf. Zuweilen beklagt sich der Kompatibilitätsassistent, dass er die Anforderungen nicht abrufen könne (Unable to get requirements). Dies lässt sich leider nur beheben, indem man die Radeon Software auf ihre Werkseinstellungen zurücksetzt.

Ungelöste Probleme
AMD untersucht bei seiner Baureihe Radeon RX 5000 ein Flackern von VP9-Videos sowie Audio-Aussetzer bei der Tonwiedergabe über einen per HDMI angeschlossenen AV-Receiver. Auch ein Task- oder Anzeigewechsel kann bei diesen Grafikkarten ein temporäres Flackern verursachen. Die Wiedergabe von YouTube-Videos auf einem erweiterten Display kann einfrieren, wenn die Bildschirme an APUs der Baureihen Ryzen 3xxx und 4xxx betrieben werden und als Browser Google Chrome oder Microsoft Edge zum Einsatz kommen. Zudem untersucht AMD Berichte über sporadische Systemhänger, welche beim Aufwachen einer Ryzen-3xxx-APU aus dem Schlafzustand auftreten sollen. Aufgrund eines Fehlers bei der HDMI-Skalierung wird die Framerate zuweilen auf 30 fps festgestellt.

Einige Bugs verfolgen AMD-Nutzer schon seit Wochen und Monaten: Durch eine Überlagerung mit Leistungsdaten oder dem Tuning-Tab werden für die Radeon RX 5700 fälschlicherweise zu hohe Ruhetakte angezeigt. Nach wie vor neigen einige Spiele zum Stottern, wenn eine Radeon RX 5000 im PC steckt und auch beim Einsatz von Enhanced Sync ist weiterhin Vorsicht geboten, da diese Option in einigen Kombinationen zu einer schwarzen Anzeige führen kann. Die Nutzung von HDR kann in Spielen und auf dem Desktop zu Bildfehlern führen. Nach längeren Spielsitzungen können weiterhin Systemhänger und schwarze Bildschirme auftreten. AMD untersucht dieses Problem und bittet betroffene Nutzer um das Einreichen von Fehlermeldungen.

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Datenschutz und Sicherheit: USA verbieten China-Apps

reported by doelf, Freitag der 07.08.2020, 10:46:09

Apps wie TikTok vom Pekinger Internetunternehmen ByteDance oder WeChat vom chinesischen Internetriesen Tencent aus Shenzhen sind ein rotes Tuch für Donald Trump und seine Regierung. Der Präsident und sein Außenminister Mike Pompeo werfen pauschal allen chinesischen App-Anbietern vor, Daten für die kommunistische Partei Chinas zu sammeln und haben nun ein Verbot verkündet.

Datenschutz und die nationale Sicherheit
Der erste Vorstoß in diese Richtung erfolgte am 1. August 2020 durch Präsident Trump, der einmal mehr die nationale Sicherheit der USA durch Apps wie TikTok bedroht sieht. US-Außenminister Mike Pompeo sprach einen Tag später ganz generell von chinesischen Apps und nannte TikTok und WeChat als Beispiele. Die verantwortlichen Unternehmen würden US-Datenschutzgesetze ignorieren und Daten an die chinesische Regierung und die dortigen Geheimdienste weitergeben. TikTok bestreitet dies - zumindest in Hinblick auf Nutzer außerhalb Chinas.

Was du nicht willst, dass man dir tu
Bisher dominierten US-Unternehmen den Bereich der sozialen Apps. So firmieren Instagram und WhatsApp unter dem Dach von Facebook und auch Twitter und Snapchat sitzen in den USA. Die US-Gesetzgebung erwartet von US-Unternehmen die Herausgabe von Nutzerdaten an eine Vielzahl von US-Behörden und gewährt Nutzern aus Drittstaaten wie Deutschland oder anderen EU-Staaten keinerlei Datenschutz. Genau aus diesen Gründen hatte der Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Datenschutzvereinbarung Privacy Shield zwischen der EU und den USA erst im Juli 2020 für null und nichtig erklärt.

45 Tage Gnadenfrist für TikTok
Inzwischen hat Donald Trump entsprechende Durchführungsverordnungen (Executive Orders) unterzeichnet, welche allen Personen und Firmen innerhalb der Gerichtsbarkeit der Vereinigten Staaten von Amerika jegliche Geschäftsbeziehung mit den Betreiberfirmen ByteDance (TikTok) und Tencent (WeChat) nach Ablauf einer Frist von 45 Tagen verbietet. Für TikTok lässt der Präsident eine Hintertür offen: Sollte die App binnen 45 Tagen an ein US-Unternehmen verkauft werden, entfällt der Bann. Microsoft hat bereits bestätigt, sich in Verhandlungen mit ByteDance zu befinden.

America Frist
Die Intention des US-Präsidenten ist eindeutig: Niemand darf die Vorherrschaft der US-Marktführer bedrohen und wenn irgendjemand die Daten der Bürger von Drittstaaten sammelt und auswertet, dann sollen das gefälligst US-amerikanische Firmen und Behörden sein. Zugleich kann Trump seinem Lieblingsgegner China noch einen Tritt vors wirtschaftliche Schienenbein verpassen - Tencents Aktie war heute an der Börse von Hongkong zwischenzeitlich um 10,1 Prozent abgestürzt und notiert aktuell noch mit gut 5 Prozent im Minus. Doch auch US-Investoren, die viel Geld in ByteDance gesteckt haben, dürften wenig begeistert sein.

 
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DDR4-8Gb-Chips und DDR3-4Gb-Chips sind so billig wie nie zuvor

reported by doelf, Donnerstag der 06.08.2020, 16:41:18

Nachdem uns 2019, abgesehen von einem kurzen Anstieg im Juli, stetig fallende DRAM-Preise gebracht hatte, startete das Jahr 2020 mit saftigen Aufschlägen von rund 30 Prozent im ersten Quartal. Doch der COVID-19-Ausbruch hat eine neue Talfahrt eingeleitet und dem Kurs der DDR4-8Gb-Chips ein weiteres Allzeittief beschert. Auch die DDR3-4Gb-Chips sind so billig wie noch nie zuvor.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2400 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 2,609 US-Dollar auf den Tisch legen. Damit ist der Kurs binnen Monatsfrist nochmals um 2,79 Prozent gefallen und hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Von Januar bis April 2020 hatte es bei diesen Chips einen sich abschwächenden Preisanstieg gegeben (+12,56%, +11,03%, +3,79%, +2,08%), im Mai (-8,72%), Juni (-8,04%) sowie Juli (-12,09%) folgten dann massive Abschläge. Blicken wir ein Jahr zurück, so ist der Preis um 28,19 Prozent gefallen.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,761 US-Dollar und liegt damit um 1,68 Prozent unter dem Kurs von Anfang Juli 2020. Bei diesen Chips hatte der Preisverfall schon im April (-4,51%) eingesetzt und sich im Mai (-6,47%), Juni (-4,44%) und Juli (-5,34%) fortgesetzt. Diese Abschläge reichen allerdings noch nicht aus, um den bisherigen Tiefstand von Dezember 2019 zu unterbieten - aktuell liegt der Kurs um 7,05 Prozent darüber. Doch zumindest der Blick auf den Vorjahreswert offenbart einen Rückgang um 15,46 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,431 US-Dollar gezahlt, was einem Preisrückgang um 3,96 Prozent entspricht. Nachdem dieser Kurs zwischen Januar und März 2020 immer stärker zugelegt hatte (+6,39%, +9,39%, +11,61%), war es Anfang April zu einem Einbruch um 9,28 Prozent gekommen. Im Mai (-5,93%), Juni (-5,71%) und Juli (-5,10%) hatte sich diese Trend leicht abgeschwächt fortgesetzt. Der Kurs liegt nun um 0,21 Prozent unter dem Tiefstand von Juli 2019 sowie um 14,31 Prozent unter der Vorgabe von August 2019.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1868 US-Dollar wert und notierte damit um 5,02 Prozent stärker als Anfang Juli 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar um 5,90 Prozent zugelegt. Aufgrund der in vielen Teilen der Welt ungebremsten Corana-Pandemie schwächelt der Absatz und die DRAM-Lager sind voll. Ob der Beginn des neuen Schuljahres eine Trendwende herbeiführen wird, wagen wir zu bezweifeln und rechnen auch weiter mit leicht fallenden Preisen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

 
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Marktanteil: Windows 7 konstant, kaum Zuwachs für Windows 10

reported by doelf, Donnerstag der 06.08.2020, 14:40:01

Einmal im Monat schauen wir bei NetMarketShare vorbei und blicken auf die aktuelle Marktentwicklung bei den PC-Betriebssystemen. Auch sechseinhalb Monate nach dem Support-Aus für Windows 7 verharrt der Marktanteil des im Jahr 2009 veröffentlichten Klassikers noch oberhalb von 23 Prozent, während Windows 10 nicht so recht vorankommt.

Marktanteile im Juli

Vorab ein wichtiger Hinweis: NetMarketShare hatte seine Datenauswertung im Januar 2020 umgestellt, was Änderungen für die Monate September bis Dezember 2019 zur Folge hatte. Die Marktanteile von Windows 10 wurden für diese Monaten um ein bis zwei Prozent nach unten korrigiert, während die von Windows 7 um rund drei Prozent angewachsen sind. Schlimmer hat es macOS 10.15 getroffen, das seinen Höhenflug einem Zuordnungsfehler verdankte: Laut NetMarketShare wurde iPadOS 13 fälschlich als macOS 10.15 erkannt, so dass dessen Werte um ein bis zwei Prozentpunkte zu hoch waren. Obiges Diagramm basiert ausschließlich auf den neuen Zahlen.

Windows 10, seit Dezember 2018 der unangefochtene Marktführer unter den PC-Betriebssystemen, konnte im Juli nur um 0,44 Punkte (Juni: +1,10) auf 59,37 Prozent zulegen. Windows 7 zeigte sich derweil mit 23,34 Prozent (-0,01) konstant. Im Juni hatte der Dauerbrenner, der seit Januar 2020 keine kostenlosen Sicherheits-Updates mehr bekommt, noch 0,93 Punkte eingebüßt. In Anbetracht der Tatsache, dass ein Großteil der Windows-7-PCs nicht zum kostenpflichtigen Support-Plan gewechselt sein dürfte, muss man knapp ein Viertel aller PCs weltweit als gefährdet einstufen. Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

Den dritten Platz konnte Apples macOS 10.15 (4,53%; +0,03) vor Windows 8.1 (2,87%; -0,08) behaupten. Für unser Diagramm haben wir Windows 8.1 mit Windows 8.0 (Platz 10 mit 0,53%; +/-0,00) zusammengefasst. In der Addition kommen die beiden Unterversionen auf 3,40 Prozent, was einen Einbruch um 0,08 Punkte bedeutet. Ubuntu, der Aufsteiger der vergangenen Monate, wird mit einem Marktanteil von 2,07 Prozent geführt - ein halbes Prozent weniger als im Juni. Dennoch reicht dies für Platz 5 vor macOS 10.14 (1,87%; -0,28) und Linux (1,46%; +0,45). Die Top 10 komplettieren macOS 10.13 (1,26%; +0,03), Windows XP (0,82%; -0,02) und Windows 8.

Offenbar hat NetMarketShare zuvor als Ubuntu erkannte Systeme nun dem allgemeinen Eintrag Linux zugeschlagen. Zusammen mit Chrome OS (Platz 12 mit 0,39%; -0,02) und Fedora (Platz 18 mit 0,04%; +0,01) kommt das Linux-Lager nun auf 3,96 Prozent (-0,06) und präsentiert sich recht stabil auf einem durchaus hohen Niveau. Rechnet man die Zahlen der Linux-Distributionen zusammen, ist ihr Marktanteil der vierthöchste.

 
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Kodi 18.8 - Die letzte Leia?

reported by doelf, Samstag der 01.08.2020, 15:38:07

Bevor die Entwickler ihre ganze Konzentration auf Kodi 19 (Matrix) richten, gibt es noch ein finales Update für die Generation 18 (Leia) der quelloffenen Media-Center-Software Kodi. Diese Version behebt mehrere Fehler und eine Sicherheitslücke, bringt aber keine neuen Funktionen. Es wurde ein gravierendes Sicherheitsproblem in GnuTLS geschlossen und der CDDB-Zugriff repariert.

FreeDB (freedb.freedb.org), die wichtigste Datenbank für Audio-CDs, wurde Anfang Juni 2020 abgeschaltet. Die Firma Magix, welche den Dienst im Jahr 2006 übernommen hatte, hatte diesen Schritt am 31. März 2020 angekündigt, aber kein konkretes Datum genannt. Mit Kodi 18.8 wurde die Voreinstellung von freedb.freedb.org auf gnudb.gnudb.org geändert. gnudb.gnudb.org wurde im Jahr 2006 - und in weiser Voraussicht - als GPL-lizenzierte Alternative zu freedb.freedb.org ins Leben gerufen.

Ebenfalls im Juni 2020 wurde eine gravierende Sicherheitslücke in GnuTLS, der GNU Transport Layer Security Library, bekannt. GnuTLS soll eigentlich für eine sichere Kommunikation sorgen, doch ab der Version 3.6.4, die am 24. September 2018 veröffentlicht wurde, konnten Angreifer den Schlüssel nullen und damit die gesamte Verschlüsselung aushebeln (CVE-2020-13777). Behoben wurde der Fehler in GnuTLS 3.6.14, welches in Kodi 18.8 integriert wurde.

Android kann jetzt die Datenbank MariaDB 10.5.4 nutzen und auch Ausnahmefehler und bestimmte Race-Conditions werden unter Android zuverlässiger abgefangen. Linux-Distributionen wie Ubuntu 20.4, die frühere Versionen von libfmt verwenden, können die Videodatenbank wieder durchsuchen sowie dort Filter setzen. Dazu kommen weitere Fehlerbereinigungen rund um die Datenbanken und ein besserer Umgang mit Untertiteln, die aus Archiven geladen werden. Edit-Decision-Lists (EDL) mit Sprungpunkten am Dateianfang wurden repariert und unter Windows beherrscht der Video-Abspieler ab sofort Alpha-Blending.

Download: Kodi 18.8

Quelle: kodi.tv
 
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Neues FRITZ!OS 07.19 Labor für Kabel-FRITZ!Boxen und FRITZ!Repeater 3000

reported by doelf, Samstag der 01.08.2020, 12:58:21

Das fertige FRITZ!OS 07.20 gibt es für die FRITZ!Boxen 7590 und 7530 sowie den FRITZ!Repeater 2400. Für viele weitere Geräte wird der Beta-Test fortgesetzt, diese Woche gab es frische Updates für die FRITZ!Boxen 6660 Cable, 6590 Cable und 6490 Cable sowie den FRITZ!Repeater 3000. FRITZ!OS 07.20 bringt die lange erwartete SMB3-Unterstützung, den Verschlüsselungsstandard WPA3 sowie umfangreiche Verbesserungen.

SMB3: Stabil und nun auch etwas flotter
Beim Test der SMB3-Funktionalität des FRITZ!NAS konnten wir diesmal keine groben Schnitzer wie die 2019 von uns dokumentierte DoS-Lücke entdecken, doch die Leistung ließ erst einmal zu wünschen übrig: Wir hatten den USB-3.0-Anschluss unserer FRITZ!Box 7490 mit einem USB-3.0-Stick bestückt, der Leseraten von um die 80 MiB/s erreicht. Mit dem stabilen FRITZ!OS 07.12 und SMB1 benötigen wir 2:25 Minuten, um unsere 1,76 GiB Testdaten zu kopieren, was einer Datenrate von 12,43 MiB/s entspricht. Nach dem Aufspielen von FRITZ!OS 07.19 (Labor) und dem Wechsel zu SMB3 verlängerte sich die Datenübertragung zunächst um 38 Sekunden auf 3:03 Minuten. Die Datenrate brach folglich auf 9,85 MiB/s ein. Leistungsoptimierungen, welche AVM im Mai und Juni 2020 vorgenommen hatte, verkürzen die Operation inzwischen auf 1:40 Minuten. Eine Datenrate von 18,02 MiB/s ist zwar nicht gerade spektakulär, aber zumindest die höchste, welche wir bisher an der FRITZ!Box 7490 messen konnten.

WPA3: Mehr Sicherheit im WLAN
Die meisten Besitzer lassen die NAS-Funktionalität ihrer FRITZ!Box eh links liegen und hoffen stattdessen auf Verbesserungen in den Bereichen WLAN und Mesh. Hier bietet die Labor-Version 07.19 den Verschlüsselungsstandard WPA3, der das seit 2017 als angreifbar geltende WPA2 ablösen soll. WPA3 wird in der Konfiguration der FRITZ!Box unter WLAN, Sicherheit, WPA-Modus über die Auswahl WPA2 + WPA3 aktiviert. Mit den Updates von März 2020 ist diese Option auch für den Gastzugang verfügbar. WPA3 läuft also nicht exklusiv, sondern im Tandem mit WPA2, was eine praxisnahe Lösung darstellt. Zu WPA3 kompatible Geräte und Treiber sind nämlich noch selten anzutreffen und nicht einmal AVM hat solche im Programm. Stattdessen verweisen die Berliner auf Intels AX200. Als kompatible Betriebssysteme nennt AVM nur Windows 10 ab der Version 1903, doch auch aktuelle Linux-Distributionen wie Ubuntu 19.10 bieten bereits WPA3. Ein Authentifizierungsproblem mit WPA3 wurde im Rahmen der April-Updates behoben.

Erweitertes Mesh-Steering
Beim sogenannten Mesh-Steering greift FRITZ!OS aktiv ein, damit sich WLAN-Geräte wie Smartphones und Tablets mit dem bestgelegenen WLAN-Zugangspunkt (Access-Point Steering) verbinden bzw. bei Bedarf zwischen den 2,4 und 5 GHz Bändern (Band Steering) wechseln. Damit dies funktioniert, müssen alle Zugangspunkte für alle Frequenzbänder die selbe Netzkennung (SSID) verwenden, was bei den FRITZ!Boxen inzwischen die Standardeinstellung ist. Darüber hinaus müssen die WLAN-Geräte Mesh-Steering beherrschen, was nicht immer der Fall ist. Die Neuerung beim Mesh-Steering besteht nun darin, dass AVM bei der Labor-Version 07.19 aggressiver eingreift und auch bei guten Verbindungen prüft, ob es doch noch eine bessere Alternative gibt. Gleichzeitig wurden Verbesserungen eingepflegt, die das Zusammenspiel mit Geräten, welche Mesh-Steering nicht oder nur unvollständig beherrschen, verbessern. Seit Februar 2020 ist die Mesh-Repeater-Funktion auch für die Kabel-Router unter Heimnetz, Mesh, Mesh Einstellungen auswählbar. Die April-Updates optimieren die automatische Kanalwahl im 5-GHz-Band und verbessern generell die WLAN-Stabilität. Netzwerkgeräte sollen zuverlässiger in der Mesh-Übersicht angezeigt werden.

WPS, 160 MHz Kanalbandbreite und Long Reach
Die nicht immer zuverlässige Anmeldung neuer WLAN-Geräte über WPS wurde repariert. Für die FRITZ!Boxen 7590 und 6590 hat AVM WLAN-Kanalbandbreiten von 160 MHz ergänzt. Die Verbreiterung von 80, 40 oder 20 auf 160 MHz verspricht eine Bruttodatenübertragungsrate von bis zu 1.733 MBit/s im 5-GHz-Bereich, sofern es wenig Störeinflüsse in der Nachbarschaft gibt. Die Gegenstelle muss wahlweise Wi-Fi 6 (WLAN AX) oder Wi-Fi 5 (WLAN AC) unterstützen, als Beispiele führt AVM Intels AX200 und i9260 sowie das Huawei P30 auf. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für VDSL Long Reach. Als Long Reach wird ein proprietäres Verfahren von Cisco bezeichnet, mit dem sich einfache Telefonanschlusskabel aus Kupfer als Ethernet-Anschluss nutzen lassen. Bei Entfernungen unter einem Kilometer sind mit Long Reach Datenraten von 15 Mbit/s möglich, maximal lassen sich 1,5 km mit einer reduzierten Datenrate von 5 Mbit/s überbrücken.

Updates und Benutzeroberfläche
Anfang März hatte AVM die Standardeinstellung für Updates geändert, so dass diese nun automatisch installiert werden. Da bisher keine Geräte ab Werk in dieser Konfiguration ausgeliefert werden, trifft FRITZ!OS in der Regel auf andere Einstellungen und empfiehlt dann den Wechsel zu automatischen Updates. Wie üblich wurde die Benutzeroberfläche von FRITZ!OS aufgeräumt und optimiert, beispielsweise hinsichtlich der Darstellung von DSL-, Fiber- und Kabel-Informationen. Weiterhin werden IPv6-Prefix-Delegationen und IPv6-Subnetze nun unter Heimnetz, Netzwerk, Netzwerkeinstellungen angezeigt. Über die Kindersicherung kann man den den Internetzugang einzelner Gerät schnell aus- oder einschalten. Durch die Umbauarbeiten hatten sich etliche Ungereimtheiten rund um die Gerätesperren ergeben, welche AVM im April abstellen konnte. Für Kunden von 1&1 wurde im April ein automatisches Ermitteln der Zugangsdaten integriert. Die Benutzeroberfläche soll zudem schneller laden und AVM verspricht auch eine bessere Stabilität, beispielsweise wurde ein reproduzierbarer Neustart beim Hinzufügen einer Netzwerkanwendung unter Internet, Filter beseitigt. Das Zugangsprofil der Kindersicherung kann wieder in den Gerätedetails geändert werden. Unter System, Region und Sprache lassen sich Zeitzone und Sommerzeit manuell definieren und die Druckausgabe für die Gastzugangsdaten wurde überarbeitet. IPv6-Subnetze und IPv6-Prefix-Delegationen kann man unter Heimnetz, Netzwerk, Netzwerkeinstellungen einsehen.

Telefonie, Fax und Mobilfunk
AVM hat das Telefonbuch seiner FRITZ!Fons smart gemacht, so dass bei der Eingabe von Telefonnummern dazu passende Vorschläge aus den Telefonbüchern unterbreitet werden. Das Vermitteln mit IP-Telefonen (mit oder ohne Rückfrage) wurde im April integriert und der Rückruf von ISDN-Telefonen zu internen Anrufbeantwortern repariert. Zeitgleich gab es mehrere Fehlerbehebungen für CardDAV- und iCloud-Telefonbücher und Nachrichten auf dem Anrufbeantworter lassen sich jetzt auch wieder über die Benutzeroberfläche abspielen. Die Telefonieanbieterprofile wurden komplett überarbeitet und optimiert, Probleme mit der Rufnummernregistrierung bei Vodafone (nur FRITZ!Box Cable) konnte AVM schon Anfang April lösen. CLIPnoScreening für SIP-Trunks und SIP-Anlagenanschlüsse ist jetzt konfigurierbar und es gibt auch Optimierungen für Tarife ohne CLIPnoScreening. Das interne Faxgerät kann jetzt bis zu zehn Seiten Text senden, bisher war es auf zwei Seiten limitiert. Die gesendeten Faxe werden dabei auf dem lokalem Speicher abgelegt. Wiederkehrende Neustarts, die mit einer speziellen Einstellung für den Faxempfang zusammenhängen, konnte AVM abstellen. FRITZ-Telefone bieten ab der Softwareversion 04.54 Klangeinstellungen für Internetradio und Telefonie, verpasste Anrufe werden nun auch von der FRITZ!Box angezeigt. Mobilfunk-Sticks, die als Schutz vor Internetausfällen einsetzt werden, funktionieren ab sofort auch bei Anschluss über WAN. Sie werden seit April auch beim Ausfall der PPPoE-Verbindung als Fallback genutzt. Kommt ein LTE-Mobilfunk-Stick des Herstellers Huawei zum Einsatz, funktioniert dieser nun auch, wenn der Mobilfunktarif kein LTE beinhaltet.

Smart Home, DNS, UPnP, USB, VPN und mehr
Die Smart-Home-Seiten wurden überarbeitet und bei der Verbrauchsanzeige für Smart-Home-Geräte wurde der Zeitraum 24 Monate ergänzt. Seit März 2020 wird das DECT-ULE/HAN-FUN-Rollladenprofil unterstützt und für den intelligenten Heizkörperregler FRITZ!DECT 301 wurde ein adaptiver Heizbeginn eingeführt. Die FRITZ!Boxen haben zudem die verschlüsselte Auflösung von Domain-Namen per DNS over TLS gelernt, welche inzwischen auch über die 2-Faktoren-Authentifizierung abgesichert wurde. Bei Änderungen erfolgt zudem eine Benachrichtigung per Push-Mail. Die Namensauflösung über TCP wurde weiter gehärtet. Nach dem Aufspielen der April-Updates werden UPnP-basierte Dienste wieder gefunden und die Schaltfläche Computer Starten (Wake-On-Lan) ist wieder verfügbar. Der Link auf das Programm USB-Fernanschluss wurde ebenso repariert wie die Druckererkennung am USB-Fernanschluss und der zuletzt unauffindbare Mediaserver. Für USB-Speichergeräte kann die Indexierung jetzt auch manuell angestoßen werden und Tethering-Geräte haben eine eigene Kategorie erhalten. Weiterhin hat sich AVM um Transferabbrüche beim Übertragen großer Dateien über USB gekümmert. Die VPN-Funktionalität wurde weiter ausgebaut. Hinsichtlich VPN gab es allerdings noch ein paar Fehler und Stabilitätsprobleme, welche erst im Laufe des Aprils korrigiert wurden. AVM konnte auch eine verringerte Übertragungsgeschwindigkeit im Upstream (nur Annex J) beseitigen. Eine weitere Korrektur stellt sicher, dass die FRITZ!Box priorisierte Anwendungen beim Neustart nicht vergisst.

Download für Router:

Download für Repeater:

 
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Produktpflege: Firefox 79.0, Firefox ESR 78.1.0 und ESR 68.11.0

reported by doelf, Samstag der 01.08.2020, 11:12:28

Der Firefox 79.0 bringt kleinere Verbesserungen sowie Sicherheitskorrekturen, von denen einige auch in die ESR-Versionen 78.1.0 und 68.11.0 mit Langzeitunterstützung eingeflossen sind. Wer macOS 10.9, 10.10 oder 10.11 verwendet, muss zu einer ESR-Version wechseln, da diese älteren Versionen von Apples Betriebssystem vom Firefox 79.0 nicht mehr unterstützt werden.

Nur wenig Neuerungen
Weitere Windows-Nutzer, in deren System eine Grafiklösung von AMD oder Intel steckt, profitieren ab sofort vom neuen Compositor WebRender. WebRender wurde in Mozillas Programmiersprache Rust entwickelt und setzt viel stärker auf den Grafikprozessor, was in erster Linie Geschwindigkeitsvorteile bringt, aber auch die Akku-Laufzeit verlängern kann. Nutzer aus Deutschland sehen beim Öffnen eines neuen Tabs mehr Pocket-Empfehlungen, insbesondere beliebte Nachrichtenmeldungen. Die Empfehlungen von Pocket lassen sich über die Einstellungen im Abschnitt Startseite konfigurieren. Entwickler haben bessere Möglichkeiten zur Fehlersuche erhalten.

Korrekturen für Bildschirmleser und den Enterprise-Einsatz
Ein paar ärgerliche Abstürze im Zusammenspiel mit Bildschirmleseprogrammen, insbesondere mit dem Marktführer JAWS, konnten repariert werden. Die Titel- und Beschreibungselemente von SVG-Grafiken werden jetzt für Screenreader bereitgestellt und auch die Werkzeuge für Web-Entwickler lassen sich jetzt besser mit Bildschirmleseprogrammen bedienen. Sechs Fehlerbereinigungen und drei überarbeitete Richtlinien richten sich an den Firmeneinsatz des Firefox. Beispielsweise kann nun die Verwendung eines primären Passworts, zuvor als Master-Passwort bekannt, für Nutzer mit Admin-Rechten erzwungen werden.

Geschlossene Sicherheitslücken
Zehn Korrekturen sind sicherheitsrelevant: Vier Einträge beziehen sich auf hochgefährliche Schwachstellen und je drei sind von mittlerer bzw. geringer Schwere. Neben den intern gefundenen Speicherfehlern (CVE-2020-15659), die Mozilla wie üblich zu einem Eintrag zusammengefasst hat, handelt es sich bei den schweren Sicherheitslücken um zwei Möglichkeiten, die Same-Origin-Policy zu umgehen (CVE-2020-15652 und CVE-2020-15655), sowie um einen gravierenden Fehler in der WebRTC-Integration, durch den sich die Speicherverwürfelung (ASLR) umgehen lässt.

Download:

 
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