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News-Archiv: Dezember 2019

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Anleitung: Kontakte und Kalender von Windows zu Android übertragen

reported by doelf, Montag der 30.12.2019, 23:51:05

Wer seine Termine und Kontakte von Microsoft Outlook zu Google übertragen will, beispielsweise weil man von Windows Mobile zu Android wechselt, steht vor einem Problem: Microsofts Apps beherrschen keinen Export. Dennoch gibt es keinen Grund, alle Daten händisch abzutippen, denn die bei Mobilgeräten fehlende Exportfunktion findet sich in der Web-Version von Outlook - wenn man diese von einem PC aus öffnet.

Kontakte und Kalender von Windows zu Android übertragen

Es ist schon absurd: Da werden Smartphones immer leistungsstärker und dennoch fehlen den Apps wesentliche Optionen wie ein Datenexport für den Anbieterwechsel. Und das betrifft nicht nur Microsoft und dessen seit 2017 nicht mehr weiterentwickeltes Windows 10 Mobile, sondern auch Googles Marktführer Android. Wer seine Daten zu einem anderen Anbieter übertragen möchte, kann das Smartphone getrost beiseite legen und muss stattdessen erst einmal den alten PC entstauben.

 
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Wir wünschen unseren Lesern ein frohes Fest

reported by doelf, Mittwoch der 25.12.2019, 12:03:43

Im Fernsehen laufen Märchenfilme und Jahresrückblicke in der Dauerschleife, während Tische und Tafeln unter der Last viel zu vieler Speisen ächzen. Hier und da steht ein dekorierter Nadelbaum in der Ecke und - sofern man beim richtigen Versender bestellt hat - liegen zuweilen sogar adrett verpackte Geschenke darunter. Auch wenn der Blick aus dem Fenster daran zweifeln lässt, sind die Beweise erdrückend: Es ist Weihnachten!

Wohstern 2019

Von Schnee ist nichts zu sehen und selbst in den Mittelgebirgen bleiben die Temperaturen zweistellig. Zum Glück sind das alles nur lokale Naturphänomene und keine Vorboten eines globalen Klimawandels, ansonsten hätten die verantwortungsbewussten Politiker dieser Welt schon längst gehandelt und schmerzhafte aber notwendige Maßnahmen zur Rettung der menschlichen Zivilisation getroffen. Und so können wir uns dieser Tage am blühenden Ginster erfreuen und so tun, als würden Weihnachten und Ostern ausnahmsweise mal auf einen Tag fallen.

Ich gehe jetzt raus, um zur Unterhaltung ein paar Christbaumkugeln zu verstecken - schließlich muss ich von den noch nicht gelieferten Geschenken ablenken. Hauptsache ich hatte Spaß beim Bestellen - damals im November. Aber dies ist nicht die Zeit, um nachtragend zu sein. Es ist die Zeit für besinnliche Tage im Kreise von Familie und Freunden. Und genau das wünschen wir unseren Lesern!

 
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FRITZ!OS Labor unterstützt Telefonbücher von Apple und der Telekom

reported by doelf, Dienstag der 24.12.2019, 09:46:20

Mit der kommenden Version 07.20 wird FRITZ!OS, das Betriebssystem der weit verbreiteten Router des deutschen Herstellers AVM, endlich SMB3-Unterstützung bekommen - ein Vorhaben, das zuletzt im Frühjahr kläglich gescheitert war. Zur Absicherung von WLAN-Verbindungen wird zudem der Verschlüsselungsstandard WPA3 geboten. Besitzer von FRITZ!Boxen des Typs 7590 oder 7490 können beides bereits anhand der Labor-Version 07.19 ausprobieren.

SMB3: Stabil aber langsam
Beim Test der SMB3-Funktionalität des FRITZ!NAS konnten wir diesmal keine groben Schnitzer wie die im Frühjahr von uns dokumentierten DoS-Lücke entdecken, dennoch ist nicht alles eitel Sonnenschein. Aktuell hängt am USB-3.0-Anschluss unserer FRITZ!Box 7490 ein USB-3.0-Stick mit Leseraten von um die 80 MiB/s. Mit dem stabilen FRITZ!OS 07.12 und SMB1 benötigen wir 2:25 Minuten, um unsere 1,76 GiB Testdaten zu kopieren, was einer Datenrate von 12,43 MiB/s entspricht. Nach dem Aufspielen von FRITZ!OS 07.19 (Labor) und dem Wechsel zu SMB3 verlängert sich die Datenübertragung um 38 Sekunden auf 3:03 Minuten und die Datenrate bricht auf 9,85 MiB/s ein. Die ohnehin sehr geringe Geschwindigkeit ist somit nochmals um über zwanzig Prozent gefallen, obwohl SMB3 Potential für Leistungsgewinne bietet. Doch zumindest verspricht das Update mehr Sicherheit und stabilere Verbindungen.

WPA3: Mehr Sicherheit im WLAN
Die meisten Besitzer lassen die NAS-Funktionalität ihrer FRITZ!Box eh links liegen und hoffen stattdessen auf Verbesserungen in den Bereichen WLAN und Mesh. Hier bietet die Labor-Version 07.19 den Verschlüsselungsstandard WPA3, der das seit 2017 als angreifbar geltende WPA2 ablösen soll. WPA3 wird in der Konfiguration der FRITZ!Box unter "WLAN", "Sicherheit", "WPA-Modus" über die Auswahl "WPA2 + WPA3" aktiviert. Somit läuft WPA3 nicht exklusiv, sondern im Tandem mit WPA2, was eine praxisnahe Lösung darstellt. Zu WPA3 kompatible Geräte und Treiber sind nämlich noch selten anzutreffen und nicht einmal AVM hat solche im Programm. Stattdessen verweisen die Berliner auf Intels AX200. Als kompatible Betriebssysteme nennt AVM nur Windows 10 ab der Version 1903, doch auch aktuelle Linux-Distributionen wie Ubuntu 19.10 bieten bereits WPA3.

Erweitertes Mesh-Steering
Beim sogenannten Mesh-Steering greift FRITZ!OS aktiv ein, damit sich WLAN-Geräte wie Smartphones und Tablets mit dem bestgelegenen WLAN-Zugangspunkt (Access-Point Steering) verbinden bzw. bei Bedarf zwischen den 2,4 und 5 GHz Bändern (Band Steering) wechseln. Damit dies funktioniert, müssen alle Zugangspunkte für alle Frequenzbänder die selbe Netzkennung (SSID) verwenden, was bei den FRITZ!Boxen inzwischen die Standardeinstellung ist. Darüber hinaus müssen die WLAN-Geräte Mesh-Steering beherrschen, was nicht immer der Fall ist. Die Neuerung beim Mesh-Steering besteht nun darin, dass AVM bei der Labor-Version 07.19 aggressiver eingreift und auch bei guten Verbindungen prüft, ob es doch noch eine bessere Alternative gibt. Gleichzeitig wurden Verbesserungen eingepflegt, die das Zusammenspiel mit Geräten, welche Mesh-Steering nicht oder nur unvollständig beherrschen, verbessern.

Weitere Verbesserungen
AVM hat das Telefonbuch seiner FRITZ!Fons smart gemacht, so dass bei der Eingabe von Telefonnummern dazu passende Vorschläge aus den Telefonbüchern unterbreitet werden. Die FRITZ!Boxen haben zudem die verschlüsselte Auflösung von Domain-Namen per "DNS over TLS" gelernt und die Benutzeroberfläche von FRITZ!OS wurde einmal mehr aufgeräumt und optimiert, ohne sich dabei grundlegend zu verändern.

Neu in FRITZ!OS 07.19-74082/74093
Diese Labor-Versionen umfassen einige Fehlerbehebungen, beispielsweise wird als Detailansicht von Geräten am LAN-Gastzugang keine leere Seite mehr angezeigt und MESH-Repeater können wieder auf den Mesh-Master zugreifen, nachdem dessen Verschlüsselung von WPA2 auf WPA2+3 gewechselt wurde. Die Funktionsdiagnose verzichtet auf die fälschliche Meldung von Verbindungsfehlern und der Zugriff auf Netzlaufwerke mit NTFS-Partitionen über Windows funktioniert nun zuverlässiger. AVM verspricht zudem eine höhere Stabilität der Firmware.

Die Funktionsdiagnose für das Internet wurde optimiert und die Darstellung gesperrter Geräte in den Details wurde verbessert. Neu hinzugekommen ist Unterstützung für verschlüsselte Telefonie (TLS und SRTP) für Telekom, Easybell und dus.net. Die Laborbegrüßungsseite zeigt neuerdings Hinweise und Neuigkeiten an, zudem wurde eine Sprach- und Landesauswahl hinzugefügt. Praktisch: Der WAN-Port lässt sich als 5. LAN-Port nutzen. Sollte die FRITZ!Box nicht aus dem Internet erreichbar sein, wird beim Erzeugen neuer NAS-Freigabelinks auf dieses Problem hingewiesen.

Neu in FRITZ!OS 07.19-74232/74231
Diese Updates beheben unerwartet häufige Neustarts, wenn der Router als Mesh-Repeater mit speziellen Einstellungen betrieben wird.

Neu in FRITZ!OS 07.19-74611/74610
Wenn Tickets der Kindersicherung für den Internetzugriff ausgestellt worden, sollen diese auch akzeptiert werden. Beim Deaktivieren von "DNS over TLS" (DoT) werden die bekannten Auflösungsnamen (FQDNs) verworfen. Zudem wird die Syntax der FQDNs nun strikt überprüft und die Fehlermeldung aufgrund einer leeren FQDN-Liste wurde überarbeitet. Im Heimnetz zeigen Mesh-Repeater ihren eigenen Namen an und nicht mehr den des Mesh-Masters, was auch zu Problemen mit den Push Services geführt hatte. Der Vermerk "gültig ab der nächsten Abfrage" unter der IP-Adresse ungenutzter Verbindungen wird nur noch angezeigt, wenn dies tatsächlich der Fall ist.

Neben Google unterstützt die FRITZ!Box nun auch die Online-Telefonbücher von Apple (iCloud), der Telekom (MagentaCLOUD) sowie CardDAV-Anbietern. Die Einstellungen für Smarthome und Telefon lassen sich separat übernehmen, bisher war dies nur zusammen möglich. Beim Aufruf der Bedienoberfläche weist die FRITZ!Box auf veraltete Webbrowser hin, welche die Bedienoberfläche mitunter nicht korrekt anzeigen können und auch generell ein Sicherheitsrisiko darstellen. Über die Support-Seite lassen sich wichtige Daten zur Fehlerbehebung direkt an AVM versenden und die Hilfestellungen unter "FRITZ!Box-Support um Mesh-Informationen" wurden erweitert.

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LibreOffice 6.4: Erster Release Candidate verfügbar

reported by doelf, Dienstag der 24.12.2019, 00:54:26

Wer einen Blick auf die Zukunft von LibreOffice werfen möchte, findet die für Ende Januar 2020 geplante Version 6.4 ab sofort in Form des ersten Veröffentlichungskandidaten auf dem Entwicklungs-Server. Die offizielle Ankündigung steht allerdings noch aus. LibreOffice 6.4 RC 1 umfasst alle geplanten Neuerungen und sollte halbwegs zuverlässig funktionieren, ist aber keinesfalls für den Produktiveinsatz geeignet.

Haufenweise Korrekturen in der Alpha-Phase
Die Alpha-Ausgabe von LibreOffice 6.4 hatte 746 Korrekturen gebracht, darunter viele typische Programmierfehler. So fanden sich unter den gelösten Problemen 49 ungeprüfte Rückgabewerte, 41 Nullzeiger-Dereferenzierungen, 21 nicht abgefangene Ausnahmefehler, 17 fehlende Initialisierungen, elf Zugriffe auf bereits gelöschte Objekte, neun Divisionen durch Null, neun Timeouts, sieben ungültige Iteratoren und ebenso viele Ressourcen-Lecks, fünf nicht vertrauenswürdige Werte sowie fünf unkontrollierte Speicherzugriffe, vier Zuweisungen von überlappendem Speicher und zwei Ganzzahlenüberläufe. In vier Fällen wurde Code gefunden, der ganz nicht mehr verwendet wird. Ein weiterer Schwerpunkt war die Kompatibilität zu den Dateiformaten des Marktführers Microsoft: 69 Änderungen verbesserten das Zusammenspiel mit dem Dokumentenformat .docx, sechs weitere wurden für das ältere .doc aufgeführt. 15 Überarbeitungen optimierten den Im- und Export von Präsentationen im .pptx-Format, fünf Korrekturen behoben Probleme rund um .ppt. Weitere acht Fehlerbereinigungen halfen bei der Arbeit mit .xlsx-Tabellen und drei bei Texten im .rtf-Format.

Beta-Test mit 219 Fehlerbereinigungen
Für die Beta-Version führten die Entwickler weitere 219 Fehlerbereinigungen auf und auch diesmal waren darin etliche Programmierfehler enthalten. Dazu gehörten neun Bugs rund um Nullzeiger-Dereferenzierungen, vier Aufrufe bereits gelöschter Objekte, drei Timeouts, drei fehlende Initialisierungen, zwei ungeprüfte Übergabewerte, zwei nicht abgefangene Ausnahmefehler und ein Fall nicht mehr genutzten Codes. Berichtigt hatte man zudem 23 Probleme mit dem Dokumentenformat .DOCX sowie je eines mit .DOC und .RTF. Drei Bugs im Zusammenspiel mit .PPTX-Präsentationen und ein Fehler beim Umgang mit dem Vorgänger .PPT waren ebenfalls beseitigt worden. Rund um .XLSX-Tabellen hatten die Entwickler nochmals fünf Probleme entschärft und auch drei Fallstricke hinsichtlich der Arbeit mit .PDF-Dateien entfernt.

Erster Release Candidate behebt über 200 Fehler
Für den ersten Veröffentlichungskandidat von LibreOffice 6.4 werden 429 Korrekturen aufgeführt, allerdings finden sich darunter auch jene aus der Beta-Phase. Ein Abgleich zeigt 225 neue bzw. signifikant veränderte Einträge, darunter 16 potentielle Abstürze. Beispielweise kann Writer abfliegen, wenn "Feldbefehle einfügen" aufgerufen wird, und es gibt weiterhin Instabilitäten beim Schließen des Programms, während Dialogfenster geöffnet sind. In drei Fällen bleibt die Software hängen, etwa wenn man eine "Tabelle aus Datei einfügen" will. 26 neue Fehlerbereinigungen kümmern sich um .DOCX-Probleme und sieben verbessern das Zusammenspiel mit dem älteren Dokumentenformat .DOC. Hinsichtlich .XLSX-Tabellen wurden neun Bugs entfernt, dazu kommt eine Korrektur für das .XLS-Format. In sechs Fällen konnten Kompatibilitätsprobleme zu .PPTX-Präsentationen beseitigt werden. Auch vier Fehler beim Umgang mit .PDF-Dokumenten wurden entschärft und der PDF-Dialog überarbeitet. Im Januar sollen zwei weitere Release Candidates folgen, die Freigabe des finalen LibreOffice 6.4 ist dann für die Woche vom 27. Januar bis zum 2. Februar 2020 geplant.

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Zur Lage: Wo Emotet wütet und wo nicht

reported by doelf, Donnerstag der 19.12.2019, 23:56:52

In Firmen und Behörden ist die Stimmung dieser Tage sehr angespannt. Einerseits wird vielerorts am Umstieg auf Windows 10 gearbeitet, andererseits finden Viren und Hacker immer wieder prominente Opfer. So ist die Justus-Liebig-Universität Gießen seit Tagen offline, die Stadt Frankfurt am Main nahm heute ihre IT-Systeme vom Netz und auch Bad Homburg musste alle Stecker ziehen. Und immer wieder liegt ein Verdacht in der Luft: Emotet.

Emotet mit neuer Taktik
Unter den Schadprogrammen ist Emotet eigentlich ein alter Hut: Der Trojaner, welcher es primär auf Bankdaten abgesehen hatte, wurde erstmals im Juni 2014 von Trend Micro entdeckt. In den folgenden Jahren hatte sich Emotet als sehr wandelbar erwiesen, denn das Programm lädt zahlreiche andere Schädlinge nach und versucht sich inzwischen am beliebten Konzept "Verschlüsseln und Erpressen". Alle Hersteller von Virenschutz-Software haben Emotet und seine Varianten auf dem Schirm, doch seit einigen Tagen steigt die Zahl der Infektionen wieder an. Das Problem besteht darin, dass die Phishing-Mails inzwischen ohne verseuchten Anhang kommen und auf diese Weise unter den wachsamen Augen der meisten Anti-Viren-Programme hindurch schlüpfen. Stattdessen versuchen die E-Mails, die in Hinblick auf Absender und Anliegen meist täuschend echt wirken, den Nutzer zum Aufruf eines Links zu verleiten, von dem aus der Angriff gestartet wird.

Mehrere Behörden infiziert
Wie das "Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik" (BSI) gestern berichtete, konnte Emotet Rechner in mehreren Behörden der Bundesverwaltung befallen. Auf den infizierten Rechnern sucht Emotet nach E-Mails, modifiziert diese, damit sie wie authentische Antworten oder Nachfragen aussehen, und bindet Links auf seine Schadseiten ein. Diese E-Mails werden dann an die jeweiligen Kontakte verschickt, um die Infektion in neue Netze zu tragen. Ob auch E-Mails mit Schadprogrammen als Anhang verschickt wurden, ist unklar. Wenn ein Link im Webbrowser geöffnet oder ein Anhang ausgeführt wurde, besteht jedenfalls akute Gefahr und alle Geräte im lokalen Netz müssen überprüft werden.

Die Universität Gießen geht vom Netz
Schon am 8. Dezember 2019 meldete die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) einen "schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfall" und nahm alle Systeme offline. Seither findet eine umfassende Untersuchung statt und man hofft, "bis zum Ende der Woche erste gesicherte Aussagen zum Umfang des Schadens an den Servern der JLU" machen zu können. Mit 1.200 USB-Sticks wurden Virus-Scans durchgeführt, alle Studierenden mussten sich persönlich neue E-Mail-Passwörter unter Vorlage ihrer Ausweise abholen und das Landeskriminalamt ermittelt. Als Grund für den Abschaltung ihrer IT-Systeme nennt die Hochschule offiziell einen Hackerangriff. Auf welchem Weg die Kriminellen in die Netze vordringen konnten, wurde bisher nicht verraten.

Frankfurt am Main schaltet ab
Die Stadt Frankfurt am Main schien es am heutigen Donnerstag erwischt zu haben: "Ein kritischer Vorfall auf einem Rechner" hatte die Warnglocken der Verantwortlichen schrillen lassen und den städtischen IT-Systemen eine Zwangspause beschert. Das Internetangebot unter frankfurt.de ging offline, städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten nicht per E-Mail erreicht werden und alle Anwendungen, die auf den Servern der Stadt laufen, ließen sich nicht mehr aufrufen. Nach einer Prüfung geben die Hessen allerdings Entwarnung: Es hat keine Infektion gegeben und im Laufe des morgigen Freitags soll in den Amtsstuben wieder Normalität einkehren. Die Natur des kritischen Vorfalls bleibt derweil unklar.

Bad Homburg ist nicht mal telefonisch erreichbar
Auch die Stadt Bad Homburg hegt den Verdacht, dass sich in ihrem Netzwerk eine Schadsoftware tummelt. Alle IT-Systeme wurden heruntergefahren und der Service, den die Stadtverwaltung und alle ihre Ausstellenstellen derzeit bieten können, ist extrem eingeschränkt. Selbst die Telefonanlagen sind betroffen, so dass aktuell keine telefonische Erreichbarkeit gewährleistet ist. Da die Lage zur Stunde noch unklar ist, muss die Mobilitätszentrale im Bahnhof am morgigen Freitag geschlossen bleiben. Ein kleiner Trost für Eltern: Zumindest die Kindertageseinrichtungen der Stadt werden ganz normal geöffnet haben.

Es ist nicht immer Emotet
Obiger Blick auf vier prominente Opfer zeigt, dass nicht immer Emotet der Schuldige ist. Nur im Fall der Bundesbehörden sind Emotet-Infektionen gesichert, die Lage in Gießen und Bad Homburg ist unklar und Frankfurt am Main ist offenbar mit einem blauen Auge davongekommen. Dass Problem selbst bleibt jedoch: E-Mails mit Anhängen oder Links stellen eine potentielle Gefahr dar, selbst wenn sie auf den ersten Blick authentisch erscheinen. Im Zweifelsfall sollte man den Absender auf einem alternativen Weg, beispielsweise per Telefonanruf kontaktieren, um die Echtheit der Mail abzuklären. Angehängte Dateien sollte man vor dem Öffnen bei VirusTotal hochladen, wo sie von einer Vielzahl von Virenscannern untersucht werden. Auch verdächtige URLs kann VirusTotal überprüfen und so das Risiko eines Angriffs minimieren. Eines sollte man dabei jedoch nie vergessen: Eine absolute Sicherheit gibt es nicht!

 
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AMDs Radeon RX 5500 XT ist ab sofort im Handel verfügbar

reported by doelf, Freitag der 13.12.2019, 14:48:28

Schon Anfang Oktober 2019 hatte AMD seine Navi-Baureihe nach unten erweitert und die Radeon RX 5500 offiziell vorgestellt. Seit November gibt es von HP erste OEM-Systeme mit entsprechenden Grafiklösungen, doch auf Grafikkarten für den Endkundenmarkt musste man bis gestern warten. Nun sind die ersten Modelle lieferbar und bieten AMDs aktuelle RDNA-Architektur, 7 nm Fertigung sowie schnellen GDDR6-Speicher zu Preisen ab 179,90 Euro.

Wenn man es genau nimmt, geht das Warten auf die Radeon RX 5500 dennoch weiter, denn was man nun im Laden kaufen kann, ist eine Variante namens Radeon RX 5500 XT. Auf diesen Karten findet sich der von TSMC gefertigte 7-nm-Chip Navi 14 XTX, welcher von der Herstellern mit 4 oder 8 GiB GDDR6-Speicher kombiniert wird. Während man die 4-GiB-Modelle zu Preisen ab rund 180 Euro findet, muss man für 8 GiB mindestens 210 Euro zahlen. Wie schon bei den Polaris-Modellen RX 570 bis 590 stellt sich die Frage, ob 8 GiB Grafikspeicher wirklich benötigt werden, wenn an der Mehrzahl dieser Grafikkarten eh nur ein Full-HD-Bildschirm hängt. Tatsächlich würden wir zu 8 GiB raten, da erste Tests einen klaren Leistungsvorteil für die 8-GiB-Variante zeigen. Auf den folgenden Fotos ist übrigens die MSI Radeon RX 5500 XT Mech 8G OC zu sehen, da es von AMD diesmal kein Referenzdesign gibt.

MSI Radeon RX 5500 XT Mech 8G OC

Ein XT ohne großen Mehrwert...
Wenn wir es noch genauer nehmen, ist AMDs Radeon RX 5500 XT eine Mogelpackung, denn bisher stellten die XT-Varianten immer den Vollausbau eines Chips dar. Doch obwohl der zugrundeliegende Chip über 24 Compute-Einheiten verfügen müsste, bietet die Radeon RX 5500 XT genau wie die Varianten Radeon RX 5500 und RX 5500M lediglich 22 Compute-Einheiten. Auch hinsichtlich der 32 ROPs und 1.408 Stream-Prozessoren sind die drei Versionen völlig baugleich. Selbst die Boost-Frequenz von 1.845 MHz und die daraus resultierenden Leistungsdaten (Pixel-Füllrate: bis zu 59 GP/s; Textur-Füllrate: bis zu 162,36 GT/s; Rechenleistung mit einfacher Genauigkeit: 5,2 TFLOPs) sind identisch. Tatsächlich gibt es beim Chip nur einen Unterschied: Während AMD für die Radeon RX 5500 eine typische Taktrate von 1.670 MHz beim Spielen nennt, sollen es bei der RX 5500 XT 1.717 MHz sein - ein Mehrtakt von gerade einmal 47 MHz.

...abgesehen von Speicherausbau und der TDP
Dann hat AMD doch vermutlich etwas an der Speicheranbindung verändert? Nein, Fehlanzeige: Der GDDR6-Speicher ist jeweils mit einer Breite von 128 Bit angebunden, arbeitet mit 14 Gbps und schaufelt bis zu 224 GB/s. Die einzige Einschränkung, welche AMD der Radeon RX 5500 ohne XT auferlegt hat, ist ein maximaler Speicherausbau von 4 GiB, während die XT-Variante 8 GiB haben kann, aber nicht haben muss. Und dann gibt es noch einen Unterschied, der für zusätzliche Verwirrung sorgt: Die auf dem Papier schwächere Radeon RX 5500 darf sich typischerweise 150 Watt genehmigen, während die XT mit 130 Watt, also 20 Watt weniger, auskommt. Dennoch empfiehlt AMD für beide Karten ein 550 Watt starkes Netzteil und schreibt eine Stromeinspeisung über einen 8-Pin-Stecker vor. Letztendlich selektiert AMD die Grafikchips und versieht die besseren Exemplare mit dem Prädikat "XT" - sonst nichts.

MSI Radeon RX 5500 XT Mech 8G OC - Anschlüsse

PCIe 4.0 aber nur acht Lanes und nicht allzu flott
Um die Komplexität und den Strombedarf zu reduzieren, hat AMD die Radeon RX 5500 XT und ihre Schwestermodelle auf acht PCIe-Lanes der vierten Generation beschnitten. Für die gebotene Leistung reicht dies zwar aus, doch wer keine Ryzen-CPU der dritten Generation nutzt, muss sich mit acht PCIe-3.0-Lanes zufrieden geben. Doch selbst wenn PCIe 4.0 zum Einsatz kommt, platziert sich die Radeon RX 5500 XT hinter ihrem Polaris-Vorgänger Radeon RX 590 und NVIDIAs Geforce GTX 1660 (ohne SUPER). Mit 6 GiB Grafikspeicher bekommt man eine Geforce GTX 1660 zu Straßenpreisen ab 200 Euro, für die Radeon RX 590 mit 8 GiB muss man sogar nur 180 Euro auf den Tisch legen. Sicher, die Radeon RX 5500 XT ist moderner und arbeitet effizienter, doch mehr Leistung gibt es schon für weniger Geld.

Fazit
So richtig kann uns AMDs Radeon RX 5500 XT noch nicht überzeugen: Die Geforce GTX 1660 begnügt sich beim Spielen trotz 12-nm-Strukturen mit 120 Watt und ist trotz 2 GiB weniger Grafikspeicher in der älteren GDDR5-Technik schneller. Selbst die Radeon RX 590 bietet im Schnitt mehr Leistung, verballert dafür allerdings auch 225 Watt, was den Preisvorteil angesichts steigender Strompreise schnell relativieren dürfte. Dennoch: Wir hätten uns eine richtig sparsame Karte (ohne zusätzlichen Stromanschluss) im Preisbereich unter 150 Euro gewünscht oder einen echten Herausforderer für die Geforce GTX 1660 SUPER. Stattdessen steht die Radeon RX 5500 XT nun im Niemandsland zwischen "nicht schnell genug" und "nicht günstig genug". Und dies wird sich erst nach dem Abverkauf der Polaris-Bestände ändern.

Quelle: www.amd.com
 
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LibreOffice 6.3.4 ist fertig

reported by doelf, Donnerstag der 12.12.2019, 17:46:29

Während sich das für Ende Januar 2020 geplante LibreOffice 6.4 in der Beta-Testphase befindet, schreitet bei LibreOffice 6.3 der Reifeprozess voran. Das nunmehr vierte Update liegt als LibreOffice 6.3.4 zum Download bereit und bringt 126 Korrekturen, darunter elf mögliche Absturzursachen.

Zahlreiche Fehlerbereinigungen versprechen bessere Stabilität
Zu den beschriebenen Crash-Szenarien gehören alles auszuwählen und im Anschluss zu löschen, Textfelder auszuschneiden und Werkzeugleisten per Drag & Drop umzugestalten. Mit installierter KDE-Integration konnte es zum Startabsturz der Büro-Software kommen und in Kombination mit GTK3 führte das Einfügen über "Weitere Feldbefehle..." zum Crash. Auch Updates für Erweiterungen konnten LibreOffice einfrieren oder abstürzen lassen, während es unter Linux-Installationen bei Verwendung von Zielwertsuche oder Solver zum Einfrieren der Fenster kam. Windows-10-Systeme mit NVIDIA-Grafik stolperten zuweilen über die Bibliothek mergedlo.dll und Impress machte beim Öffnen bestimmter PowerPoint-Präsentationen einen Abflug. Tabellen in .ODB-Dateien (HSQLDB), die einen Apostroph im Namen tragen, sorgten ebenfalls für ein instabiles Verhalten. In vier weiteren Fällen fror die Software ein, beispielsweise bei falschen Eingaben, unter Verwendung der Gültigkeitsprüfung bei Calc und generell bei der Überarbeitung von Suchbegriffen.

Kompatibilität zu Microsoft Office weiter verbessert
16 Bugs konnten im Zusammenspiel mit dem Dokumentenformat .DOCX beseitigt werden. Hierunter finden sich Fehler beim Erkennen zusammengefasster Tabellenzellen, falsche horizontale Abstände, abweichender Textfluss in Tabellenzellen sowie verlorene bzw. an falscher Stelle gesetzte Zeilenumbrüche. Rotierter Text innerhalb von Tabellen soll sich nun auswählen lassen und Speicherlecks bei der Umwandlung zahlreicher Dateien von .DOCX ins .ODF-Format konnten ebenfalls gestopft werden. Unter den sieben Korrekturen für .PPTX-Folien werden doppelt importierte Gleichungen, die horizontale Anordnung vertikal verlaufender Textinhalte sowie vergessene Texthervorhebungen in Tabellenzellen genannt. LibreOffice soll die Jahreszusammenfassung nicht mehr in einen einzelnen Tag packen und Formen mit ausgewaschener Optik berücksichtigen. Vier Fehlerbehebungen beziehen sich auf .XLSX-Tabellen und verkürzen die zuweilen überlangen Wartezeiten. Kommentare werden ab sofort nur noch angezeigt, wenn diese auch sichtbar sein sollen.

Download:

 
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Wieder neue Labor-Versionen für FRITZ!Box 7590 und 7490

reported by doelf, Donnerstag der 12.12.2019, 17:21:53

AVM hat abermals neue Labor-Versionen für seine Router FRITZ!Box 7590 (Version 07.19-74232) und 7490 (Version 07.19-74231) freigegeben. Zuvor hatten die Berliner die Labor-Version 07.19-74082 für die FRITZ!Box 7490 ohne Angabe von Gründen zurückgezogen, die Labor-Version 07.19-74093 für die FRITZ!Box 7590 aber weiterhin zum Download angeboten.

Aktuell nutzen wir die zurückgezogene Labor-Version 07.19-74082 auf einer unserer FRITZ!Box 7490 ohne Probleme, auf einer zweiten läuft die zuvor veröffentlichte Labor-Version 07.19-73513 ebenfalls ohne Auffälligkeiten. Die Labor-Versionen, welche als Beta-Test für die kommende Version 07.20 dienen, umfassen endlich SMB3-Unterstützung und führen zur Absicherung von WLAN-Verbindungen den Verschlüsselungsstandard WPA3 ein. SMB3 läuft stabil, aber sehr langsam. WPA3 konnten wir in Ermangelung entsprechender Hardware noch nicht testen.

Gestern war uns aufgefallen, dass AVM den am Dienstag bereitgestellten Download wieder entfernt hatte, leider ohne Angabe von Gründen. Über Facebook hatte Jürgen Fischer die verschwundene Labor-Version angesprochen und heute folgte eine Antwort seitens AVM:

"Hallo Juergen! Das FRITZ! Labor für die FRITZ!Box 7490 steht derzeit nicht zur Verfügung. In Kürze werden wir es aber wieder anbieten. Schau einfach öfter mal auf die Seite. Wir hoffen, dass es nicht allzu lange dauern wird."

Damit waren wir zwar nicht viel klüger, doch zumindest stand fest, dass die Labor-Version tatsächlich zurückgezogen wurde. Noch während wir diese Zeilen tippten, verkündete AVM die Verfügbarkeit der neuen Labor-Versionen und nannte auch einen Grund für die kurzfristigen Updates: Im Betrieb als Mesh-Repeater hatten spezielle Einstellungen zu unerwartet häufigen Neustarts der Router geführt. Weitere Änderungen führt AVM nicht auf.

Download:

 
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Der Support für Windows 10 Mobile ist beendet

reported by doelf, Donnerstag der 12.12.2019, 16:56:38

Mit dem dieswöchigen Patch-Day hat Microsoft auch die allerletzten Sicherheits-Updates für Windows 10 Mobile verteilt. Versorgt wurden ausschließlich Telefone, auf denen das Windows 10 Fall Creators Update (Version 1709) läuft. Für die Modelle Microsoft Lumia 640 und 640XL sowie das MouseComputer MADOSMA Q501 hatte Microsoft den Support schon zum 11. Juni 2019 auslaufen lassen.

Abhängig von Mobilfunkanbieter und Land kann es vorkommen, dass das Update noch nicht bereitgestellt wurde. Hier die Liste der Telefone, für die das finale Update gedacht ist:

  • Alcatel IDOL 4S, IDOL 4S Pro und OneTouch Fierce XL
  • HP Elite x3
  • Microsoft Lumia 550, 650, 950 und 950 XL
  • MouseComputer MADOSMA Q601
  • Softbank 503LV
  • Trinity NuAns Neo
  • VAIO Phone Biz
  • Wileyfox Pro

Auch nach dem Support-Ende bleiben die Telefone funktionsfähig und auch der App-Store wird vorerst nicht abgeschaltet. In drei Monaten, genauer gesagt zum 10. März 2020, wird Microsoft allerdings den Back-End-Dienst zur Gerätesicherung vom Netz nehmen. Automatische wie manuelle Sicherungen lassen sich dann nicht mehr erstellen. Bereits erstellte Sicherungen sollen aber noch bis Dezember 2020 verfügbar sein. Nach derzeitiger Planung wird dann auch der Foto-Upload abgeschaltet.

Das Windows Device Recovery Tool zum Wiederherstellen und Zurücksetzen der Telefone wird Microsoft auch in Zukunft noch anbieten, dies gilt übrigens auch für alle bisher veröffentlichten Updates. Von der weiteren Nutzung der Telefone rät Microsoft dennoch ab, da deren Software seit 2017 nicht weiterentwickelt wurde und insbesondere der Webbrowser inzwischen massive Probleme aufweist. Damit bleiben nur Android und iOS als Ausweg.

 
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Microsoft hat im Dezember 25 Sicherheitslücken gestopft

reported by doelf, Donnerstag der 12.12.2019, 16:21:06

Quasi als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gab es von Microsoft Flicken für 25 Sicherheitslücken in Windows, dem Internet Explorer, Office samt Office Services und Web Apps, Visual Studio, Skype for Business und dem SQL-Server. Zwei der Schwachstellen gelten als kritisch, die restlichen 23 sind laut Microsoft hochgefährlich. Einer dieser hochgefährlichen Fehler wird bereits für Angriffe missbraucht.

Wer heutzutage erfahren will, welche Sicherheitslücken Microsoft beseitigt hat, muss bei Talos, den Sicherheitsspezialisten von Cisco Systems, vorbeischauen. Microsofts eigener Security Update Guide liefert nämlich auch weiterhin eine völlig unübersichtliche Auflistung und taugt nur zur gezielten Suche nach Informationen über spezielle Updates oder Produkte. Es ist nicht einmal möglich, jene Sicherheitslücken, welche bereits aktiv angegriffen werden, herauszufiltern.

Nur zwei kritische Lücken
Das erste Problem kritischer Natur (CVE-2019-1468) steckt in der Schriftartenbibliothek aller Windows-Versionen von 7 bis 10 inklusive der Server-Varianten. Angreifer können mit Hilfe von in Webseiten oder Dokumenten eingebetteter Fonts einen Speicherfehler provozieren, über den sich Schadcode einschleusen und mit den Rechten des aktiven Benutzers ausführen lässt. Tatsächliche Angriffe hält man in Redmond allerdings für weniger wahrscheinlich. Gleiches gilt für eine kritische Lücke in Hyper-V (CVE-2019-1471), welche sich in Windows 10 und Server (Versionen 1803 bis 1909) sowie Server 2019 findet. Hier kann ein angemeldeter Benutzer aus dem Gastsystem ausbrechen und dem Host beliebigen Code unterschieben.

0-Day-Lücke gibt Kernel-Rechte
Womit wir zu einer Rechteausweitung in der Win32k-Komponente (CVE-2019-1458) kommen, die bereits angegriffen wird. Betroffen sind Windows 7 bis Windows 7 Version 1607 sowie die Server von 2008 bis 2016. In neueren Versionen von Windows 10 und Server scheint Microsoft dieses Problem bereits beseitigt zu haben, denn diese sind nicht gefährdet. Durch den Speicherfehler können lokal angemeldete Benutzer beliebigen Code mit Kernel-Rechten ausführen und auf diese Weise die volle Kontrolle über das System erlangen. Da sich der Angreifer zunächst mit einem existierenden Konto anmelden muss, wertet man das Problem in Redmond nicht als kritisch, sondern nur als hochgefährlich.

 
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Neue Labor-Versionen für FRITZ!Box 7590 und 7490

reported by doelf, Dienstag der 10.12.2019, 19:15:26

Mit der kommenden Version 07.20 wird FRITZ!OS, das Betriebssystem der weit verbreiteten Router des deutschen Herstellers AVM, endlich SMB3-Unterstützung bekommen - ein Vorhaben, das zuletzt im Frühjahr kläglich gescheitert war. Zur Absicherung von WLAN-Verbindungen wird zudem der Verschlüsselungsstandard WPA3 geboten. Beides kann man bereits anhand der heute frisch aktualisierten Labor-Version 07.19 ausprobieren.

SMB3: Stabil aber langsam
Beim Test der SMB3-Funktionalität des FRITZ!NAS konnten wir diesmal keine groben Schnitzer wie die im Frühjahr von uns dokumentierten DoS-Lücke entdecken, dennoch ist nicht alles eitel Sonnenschein. Aktuell hängt am USB-3.0-Anschluss unserer FRITZ!Box 7490 ein USB-3.0-Stick mit Leseraten von um die 80 MiB/s. Mit dem stabilen FRITZ!OS 07.12 und SMB1 benötigen wir 2:25 Minuten, um unsere 1,76 GiB Testdaten zu kopieren, was einer Datenrate von 12,43 MiB/s entspricht. Nach dem Aufspielen von FRITZ!OS 07.19 (Labor) und dem Wechsel zu SMB3 verlängert sich die Datenübertragung um 38 Sekunden auf 3:03 Minuten und die Datenrate bricht auf 9,85 MiB/s ein. Die ohnehin sehr geringe Geschwindigkeit ist somit nochmals um über zwanzig Prozent gefallen, obwohl SMB3 Potential für Leistungsgewinne bietet. Doch zumindest verspricht das Update mehr Sicherheit und stabilere Verbindungen.

WPA3: Mehr Sicherheit im WLAN
Die meisten Besitzer lassen die NAS-Funktionalität ihrer FRITZ!Box eh links liegen und hoffen stattdessen auf Verbesserungen in den Bereichen WLAN und Mesh. Hier bietet die Labor-Version 07.19 den Verschlüsselungsstandard WPA3, der das seit 2017 als angreifbar geltende WPA2 ablösen soll. WPA3 wird in der Konfiguration der FRITZ!Box unter "WLAN", "Sicherheit", "WPA-Modus" über die Auswahl "WPA2 + WPA3" aktiviert. Somit läuft WPA3 nicht exklusiv, sondern im Tandem mit WPA2, was eine praxisnahe Lösung darstellt. Zu WPA3 kompatible Geräte und Treiber sind nämlich noch selten anzutreffen und nicht einmal AVM hat solche im Programm. Stattdessen verweisen die Berliner auf Intels AX200. Als kompatible Betriebssysteme nennt AVM nur Windows 10 ab der Version 1903, doch auch aktuelle Linux-Distributionen wie Ubuntu 19.10 bieten bereits WPA3.

Erweitertes Mesh-Steering
Beim sogenannten Mesh-Steering greift FRITZ!OS aktiv ein, damit sich WLAN-Geräte wie Smartphones und Tablets mit dem bestgelegenen WLAN-Zugangspunkt (Access-Point Steering) verbinden bzw. bei Bedarf zwischen den 2,4 und 5 GHz Bändern (Band Steering) wechseln. Damit dies funktioniert, müssen alle Zugangspunkte für alle Frequenzbänder die selbe Netzkennung (SSID) verwenden, was bei den FRITZ!Boxen inzwischen die Standardeinstellung ist. Darüber hinaus müssen die WLAN-Geräte Mesh-Steering beherrschen, was nicht immer der Fall ist. Die Neuerung beim Mesh-Steering besteht nun darin, dass AVM bei der Labor-Version 07.19 aggressiver eingreift und auch bei guten Verbindungen prüft, ob es doch noch eine bessere Alternative gibt. Gleichzeitig wurden Verbesserungen eingepflegt, die das Zusammenspiel mit Geräten, welche Mesh-Steering nicht oder nur unvollständig beherrschen, verbessern.

Weitere Verbesserungen
AVM hat das Telefonbuch seiner FRITZ!Fons smart gemacht, so dass bei der Eingabe von Telefonnummern dazu passende Vorschläge aus den Telefonbüchern unterbreitet werden. Die FRITZ!Boxen haben zudem die verschlüsselte Auflösung von Domain-Namen per "DNS over TLS" gelernt und die Benutzeroberfläche von FRITZ!OS wurde einmal mehr aufgeräumt und optimiert, ohne sich dabei grundlegend zu verändern.

Neu in FRITZ!OS 7.19-74082/74093
Die heute veröffentlichten Labor-Versionen umfassen einige Fehlerbehebungen, beispielsweise wird als Detailansicht von Geräten am LAN-Gastzugang keine leere Seite mehr angezeigt und MESH-Repeater können wieder auf den Mesh-Master zugreifen, nachdem dessen Verschlüsselung von WPA2 auf WPA2+3 gewechselt wurde. Die Funktionsdiagnose verzichtet auf die fälschliche Meldung von Verbindungsfehlern und der Zugriff auf Netzlaufwerke mit NTFS-Partitionen über Windows funktioniert nun zuverlässiger. AVM verspricht zudem eine höhere Stabilität der Firmware.

Die Funktionsdiagnose für das Internet wurde optimiert und die Darstellung gesperrter Geräte in den Details wurde verbessert. Neu hinzugekommen ist Unterstützung für verschlüsselte Telefonie (TLS und SRTP) für Telekom, Easybell und dus.net. Die Laborbegrüßungsseite zeigt neuerdings Hinweise und Neuigkeiten an, zudem wurde eine Sprach- und Landesauswahl hinzugefügt. Praktisch: Der WAN-Port lässt sich als 5. LAN-Port nutzen. Sollte die FRITZ!Box nicht aus dem Internet erreichbar sein, wird beim Erzeugen neuer NAS-Freigabelinks auf dieses Problem hingewiesen.

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AMDs Ryzen 9 3950X verfügbar - aber weiterhin sehr teuer

reported by doelf, Dienstag der 10.12.2019, 14:36:50

Am 25. November 2019 war der Verkauf der ersten Desktop-CPU mit 16 Kernen offiziell angelaufen. Zwei Wochen später ist der AMD Ryzen 9 3950X tatsächlich verfügbar, doch die geringen Stückzahlen lassen sich die Händler mit Gold aufwiegen. Noch immer nicht im Retail-Markt angekommen sind AMDs Radeon RX 5500 und deren kleine Schwester RX 5300.

Warten auf Navi für den kleinen Geldbeutel
Radeon RX 5500 und RX 5300 markieren den Einstieg in die Navi-Generation und sollen die in die Jahre gekommenen Polaris-GPUs von Radeon RX 570 bis RX 590 ablösen. Sie basieren auf der aktuellen RDNA-Architektur und bieten schnellen GDDR6-Speicher, doch bisher findet man diese Grafiklösungen nur in OEM-Systemen wie HPs Pavilion TP01-0006ng und TP01-0004ng sowie dem HP Desktop M01-F0017ng. Grafikkarten für den Retail-Markt waren zwar angekündigt, sind bisher aber noch nicht aufgetaucht. Möglicherweise können wir erste Exemplare im Laufe der kommenden Woche sichten, doch für den Weihnachtseinkauf dürfte das schon recht knapp werden.

Ryzen 9 3950X verlangt den großen Geldbeutel
Ende November hatte noch kein Händler AMDs Ryzen 9 3950X auf Lager, was zu Bestellpreisen ab 940 Euro führte. Dabei hatte AMD seinen 16-Kerner für 749 US-Dollar zuzüglich Steuern angekündigt, was 809 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer entspräche. Inzwischen kann man die CPU für 865 Euro bestellen, was uns halbwegs fair erscheint, doch liefern können Voelkner und Digitalo erst ab Anfang Januar 2020. Wer den Ryzen 9 3950X sofort haben will, wird bei Compuland, DriveCity, Mindfactory und VibuOnline fündig, muss dann aber weiterhin 939 Euro latzen. Besser sieht es inzwischen beim Ryzen 9 3900X mit zwölf Kernen aus, der ab 560 Euro (Preisempfehlung: 499 US-Dollar plus Steuern) lieferbar ist.

 
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Firefox 71 und 68.3.0 ESR sind fertig

reported by doelf, Mittwoch der 04.12.2019, 19:01:09

Trotz des späten Finalkandidaten Nummer 5 konnten Mozillas Entwickler den Firefox 71 rechtzeitig zum Download freigeben. Dieses Update schließt elf Sicherheitslücken und bringt Verbesserungen rund um den Passwort-Manager Lockwise und die Enhanced Tracking Protection. Windows-Nutzern wird zudem eine Picture-in-Picture-Funktion für die Wiedergabe von Videoinhalten geboten.

Premiere für Picture-in-Picture
Die neue Funktion Picture-in-Picture wurde zunächst nur für Windows-Nutzer freigeschaltet. Sie ermöglicht es, Videos in ein eigenes Player-Fenster auszulagern, welches dann immer ganz oben liegt. Auf diese Weise lassen sich Videos im Vordergrund halten, während man mit anderen Programmen weiterarbeitet (siehe Bildschirmfoto). Um Picture-in-Picture zu verwenden, lässt man den Mauszeiger über dem Video schweben. Daraufhin erscheint ein kleines, blaues Piktogramm, welches einen Bildschirm sowie das in dessen rechte untere Ecke verschobene Video symbolisiert. Klickt man dieses Icon an, wird Picture-in-Picture aktiviert.

Firefox 71 Picture-in-Picture

Weitere Neuerungen
Der integrierte Passwort-Manager Lockwise erkennt nun auch Subdomains und trägt die dazugehörigen Login-Informationen automatisch ein. Erkennt der Firefox Monitor einen Passwortdiebstahl, wird dieser nun auch per Vorlese-App gemeldet. Der erweiterte Schutz vor Aktivitätenverfolgung (Enhanced Tracking Protection) weist nicht nur auf blockierte Tracker hin, sondern auch auf Kryptominer. Wenn man in der Adresszeile auf das Schildsymbol klickt, wird eine laufend aktualisierte Liste blockierter Tracker angezeigt. Für Windows, Linux und macOS bietet der Firefox 71 natives MP3-Decoding und mit dem neuen Befehlszeilenparameter "--kiosk" wird der Firefox bildschirmfüllend gestartet. Die interne Konfigurationsseite (about:config) wurde optisch überarbeitet und bei den Sprachen sind Katalanisch/Valencia (ca-valencia), Tagalog (tl) und Triqui (trs) hinzugekommen.

Die Sicherheitslücken
Im Firefox 71 wurden elf sicherheitsrelevante Fehler korrigiert. Von sechs Schwachstellen geht eine hohe Gefahr aus, darunter befinden sich auch zwei Einträge (CVE-2019-17012 und CVE-2019-17013), die gleich mehrere Speicherfehler zusammenfassen. CVE-2019-17012 beinhaltet dabei Lücken, die auch im Firefox 68.3.0 ESR gestopft worden sind. Hinzu kommen zwei Zugriffe auf bereits gelöschte Objekte (CVE-2019-11756 und CVE-2019-17008), eine Stapelkorruption (CVE-2019-13722) und ein unkontrollierter Schreibzugriff (CVE-2019-11745). Die restlichen fünf Schwachstellen bewertet Mozilla als moderat, obwohl sich auch hierunter zwei Use-after-free-Fehler und ein Pufferüberlauf befinden, die sich möglicherweise als Einfallstor für Schadprogramme missbrauchen lassen.

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Xiaomi meldet Rekordquartal

reported by doelf, Dienstag der 03.12.2019, 18:32:21

Xiaomi, weltweit hinter Samsung, Huawei und Apple die Nummer vier im Smartphone-Geschäft mit einem Marktanteil von 9,2 Prozent (canalys: Q3/2019), hat für das dritte Quartal 2019 einen neuen Rekordumsatz gemeldet. Diesen bescherten den Chinesen allerdings nicht die Telefone, sondern IoT, Smart-Home und Unterhaltungselektronik.

Xiaomis Quartalsumsatz belief sich demnach auf 53,66 Milliarden Yuan (ca. 6,93 Milliarden Euro), wovon allerdings nur 32,3 Milliarden Yuan (ca. 4,17 Milliarden Euro) aus dem Verkauf von Smartphones stammen. Das wichtigste Produktsegment des Unternehmens ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent geschrumpft. Deutlich gewachsen sind derweil die Bereiche IoT und Heimelektronik, die ihren Umsatz um 44,4 Prozent auf 15,6 Milliarden Yuan (ca. 2,02 Milliarden Euro) ausbauen konnten. Zu den neuen Produktkategorien, die Xiaomi hier anbietet, gehören Smart-TVs und Notebooks. Bereits etablieren konnte die Firma hierzulande ihre Aktivitäts-Tracker und Reinigungsroboter.

Auch die internationale Expansion Xiaomis macht gute Fortschritte: Außerhalb Chinas konnte das Unternehmen seinen Quartalsumsatz auf 26,1 Milliarden Yuan (ca. 3,37 Milliarden Euro) steigern, womit die Vorgabe des dritten Quartals 2018 um 17,2 Prozent übertroffen wurde. Inzwischen kommen 48,64 Prozent des Gesamtumsatzes aus dem Ausland. Seinen Reingewinn aus den ersten neun Monaten des Jahres beziffert Xiaomi auf 9,2 Milliarden Yuan (ca. 1,19 Milliarden Euro), was die Zahlen des Vorjahreszeitraums sogar um 37,1 Prozent übertrifft und auch schon über dem Jahresgewinn von 2018 (8,55 Milliarden Yuan) liegt.

 
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AMD: Neuer Treiber unterstützt Radeon RX 5300M

reported by doelf, Dienstag der 03.12.2019, 14:49:08

AMD hat seinen Grafiktreiber Radeon Software Adrenalin 2019 Edition auf die optionale Version 19.12.1 aktualisiert, welche erstmals die neue Notebook-GPU Radeon RX 5300M unterstützt. Zudem gibt es zwei Korrekturen für die Nutzer von Desktop-Grafikkarten auf Basis der Radeon RX 5700.

Die Radeon RX 5300M
Bei der Radeon RX 5300M handelt es sich im Prinzip um eine Radeon RX 5500M, deren Chiptakt und Grafikspeicher beschnitten sind. Während die Radeon RX 5500M bei Spielen mit 1.448 MHz Chiptakt arbeitet und bis auf 1.645 MHz boosten kann, müssen sich die Besitzer einer Radeon RX 5300M mit 1.181 MHz und 1.445 MHz Boost-Takt zufrieden geben. Davon abgesehen gibt es wie beim großen Bruder 22 Compute-Units, 32 ROPs und 1.408 Stream-Prozessoren, dennoch sinkt die Rechenleistung von 4,63 auf 4.07 TFLOPs. Auch schneller GDDR6-Speicher mit 14 Gbps wird geboten, allerdings nur 3 statt 4 GiB, womit auch die Anbindung von 128 auf 96 Bit schrumpft. Mit 168 GB/s bleibt der maximale Speicherdurchsatz deutlich hinter den 224 GB/s der Radeon RX 5500M zurück.

Behobene Fehler
Grafikkarten der Baureihe Radeon RX 5700 geraten nicht mehr ins Stocken, wenn Spiele in Full-HD-Auflösung (1080p) mit niedrigen Grafikeinstellungen laufen, und das Spiel "The Outer Worlds" läuft auf diesen Grafiklösungen nun stabiler. Zuvor war es bei einigen Modellen dieser Baureihe zu Abstürzen des Spiels gekommen, wodurch sich die Nutzer unvermittelt auf dem Desktop wiederfanden.

Ungelöste Probleme
Der Wechsel der HDR-Einstellung ist mit Vorsicht zu genießen, sofern Radeon ReLive aktiviert ist, denn diese Kombination kann das System instabil werden lassen. Wird die Leistungsdatenüberlagerung (Performance Metrics Overlay) genutzt, verursacht deren Anzeige bei bestimmten Spielen und Applikationen ein Flackern. Wird die Überlagerung für Leistungsdaten aktiviert, stimmen die Werte für die VRAM-Auslastung nicht immer. Ist HDR in Windows aktiviert, verursacht der Aufruf der Radeon-Überlagerung zuweilen einen Fokusverlust bei Spielen. Einige Titel werden sogar minimiert. Bei Modellen der Baureihe Radeon RX 5700 kommt es hin und wieder zu einem plötzlichen Bildausfall und bei der Radeon VII wird der Speichertakt nach wie vor nicht zuverlässig reduziert.

Unterstützte Betriebssysteme und Grafiklösungen
Die Radeon Software Adrenalin 2019 Edition 19.12.1 gibt es für die 64-Bit-Ausgaben von Windows 10 und 7. Sie unterstützt diskrete Grafiklösungen ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Notebook), dazu kommen die integrierten Grafikeinheiten zahlreicher APUs sowie die Ryzen-Prozessoren mit Vega-Grafik (Desktop und Notebook). Wer einen 32-Bit-Treiber benötigt, muss sich mit der Radeon Software Adrenalin Edition 18.9.3 vom 5. November 2018 begnügen. Für moderne Grafikprozessoren werden allerdings gar keine 32-Bit-Treiber geboten.

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Flash-Speicher: TLC-Chips werden billiger

reported by doelf, Montag der 02.12.2019, 21:25:42

Beim Blick auf den Flash-Speicher zeigt sich der Spot-Markt in Taiwan unentschlossen: Der zuvor recht konstante Kurs der TLC-Chips ist im Laufe des Novembers unter Druck geraten, während MLC-Chips mit 64Gb Kapazität etwas teurer geworden sind. Deren 32Gb-Variante präsentiert sich derweil preislich unverändert.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man zu Wochenbeginn durchschnittlich 2,351 US-Dollar auf den Tisch legen. Dies bedeutet einen Anstieg um 1,91 Prozent, nachdem dieser Kurs Anfang November noch um 1,37 Prozent gefallen war. Für Oktober hatten wir einen Einbruch um 3,71 Prozent notiert und im Jahresverlauf ist der Preis dieser Chips um 19,04 Prozent gesunken. Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,257 US-Dollar (-0,04%) und ist preislich alles andere als attraktiv. Zuletzt war der Kurs dieser Chips um 3,34 Prozent gestiegen, im Monat zuvor allerdings um 9,71 Prozent gefallen. Zudem liegt der heutige Preis um deutliche 15,59 Prozent über dem des Vorjahresmonats.

Wer statt MLC die Variante TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) kauft, bekommt 256 Gb schon für 2,740 US-Dollar. Über Monate hatte sich der Kurs dieser Chips sehr konstant entwickelt (Oktober: -1,06%; September: -0,92%; August: -0,30%; Juli: -0,71%; Juni: -0,03%; Mai: +2,06%; April: -0,34%), doch nun zeigt die Tendenz nach unten. Im November ging es bereits um 2,22 Prozent bergab und diesmal um weitere 2,91 Prozent. TLC-Chips sind bei Schreibzugriffen langsamer als MLC (2 Bit pro Zelle) oder SLC (1 Bit pro Zelle), da immer drei Bit gelöscht und dann neu geschrieben werden müssen. Wir beobachten die Preisentwicklung dieser Chips erst seit März 2019.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1025 US-Dollar wert und notierte damit um 1,26 Prozent schwächer als Anfang November. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 2,27 Prozent eingebüßt. Da in den meisten Produkten TLC-Chips zum Einsatz kommen, sind die Preise überaus günstig. Einige Analysten erwarten für 2020 ein Ende des Überangebots, weshalb auf längere Sicht mit festeren Preisen zu rechnen ist. Wer Bedarf hat, sollte sich daher über das Jahresende mit SSDs, Speicherkarten und USB-Sticks eindecken.

 
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Arbeitsspeicher wird immer billiger

reported by doelf, Montag der 02.12.2019, 20:54:04

DDR4-Chips werden am Spot-Markt in Taiwan immer billiger und liegen inzwischen wieder klar unter den Kursen von Anfang Juli 2019. Damals folgte ein sprunghafter Anstieg aufgrund politischer Spannungen zwischen Japan und Südkorea, der glücklicherweise nur kurzlebig war. Einzig die DDR3-Chips haben den Aufschlag noch nicht ganz abgebaut und liegen noch leicht über dem diesjährigen Tiefstand.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2133/2400 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 2,747 US-Dollar (-4,62%) auf den Tisch legen, womit der Kurs von Juli (3,066 US-Dollar) klar unterboten wird. Zugleich schwächst sich der aktuelle Preisverfall weiter ab (November: -6,89%; Oktober: -7,03%; September: -8,42%). Ziehen wir den Vorjahreskurs heran, sind die 8Gb-Chips allerdings um beachtliche 58,73 Prozent billiger geworden. Mehr Speicher pro US-Dollar bekommt man nicht.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,645 US-Dollar und notiert damit um 4,91 Prozent unter dem Kurs von Anfang November. Auf November war der Preis dieser Chips um 7,83 Prozent gefallen, für Oktober und September hatten wir -7,83 bzw. -1,05 Prozent notiert. Inzwischen liegen auch die 4Gb-Chips wieder unter der Vorgabe von Anfang Juli (1,731 US-Dollar) und haben sich binnen Jahresfrist um 46,88 Prozent verbilligt.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,502 US-Dollar gezahlt. Mit -3,47 Prozent hat der Kurs dieser Chips weniger stark nachgegeben und auch in den Monaten davor waren es nur -1,95 bzw. -1,61 Prozent gewesen. Da die DDR3-Produktion zurückgefahren wird, nehmen die Überkapazitäten nach und nach ab, was den Kurs stabilisiert. Ein Blick auf Dezember 2018 offenbart allerdings einen Preisrückgang um 44,68 Prozent.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1025 US-Dollar wert und notierte damit um 1,26 Prozent schwächer als Anfang November. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 2,27 Prozent eingebüßt. Für die kommenden Wochen erwarten wir einen weiteren Preisverfall, der bei den DDR4-Chips abermals stärker ausfallen dürfte als bei ihren DDR3-Pendants.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

 
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Marktanteile: Der Abschied von Windows 7 stockt

reported by doelf, Montag der 02.12.2019, 20:10:38

Einmal im Monat schauen wir bei NetMarketShare auf die aktuelle Marktentwicklung bei den PC-Betriebssystemen. Seit Dezember 2018 belegt Windows 10 hier den ersten Platz und konnte im August 2019 erstmals über die Marke von 50 Prozent klettern. Doch kurz vor dem Support-Ende geraten der Siegeszug von Windows 10 und der Abschied von Windows 7 ins Stocken.

Marktanteile im November

Windows 10 hatte seinen Marktanteil in den Vormonaten kontinuierlich ausgebaut (Oktober: +1,94; September: +1,39; August: +2,13), doch kurz vor dem Support-Ende für Windows 7 ist es im November unerwartet zu einem Rückschlag gekommen: 53,33 Prozent bedeuten einen um 0,99 Punkte geschrumpften Marktanteil, während sich Windows 7 mit 26,86 Prozent (-0,04) erstaunlich stabil zeigt. Zwischen August und Oktober hatte Windows 7 ebenso stark Federn gelassen (Oktober: -1,27; September: -2,17; August: -1,49), wie Windows 10 zugelegt hatte. Microsoft dürfte diese Entwicklung gar nicht schmecken, es sei denn die hartnäckigen Windows-7-Verfechter schließen einen kostenpflichtigen Support-Vertrag ab.

Die Plätze drei und vier gehen an Apple: Noch liegt macOS 10.14 mit 4,15 Prozent (-1,01) knapp vor dem aktuellen macOS 10.15 mit 3,93 Prozent (+1,72), doch das wird sich im Dezember ändern. Es folgen zwei Auslaufmodelle aus Redmond - Windows 8.1 (3,32%; -0,18) und Windows XP (1,85%; +0,47) - vor einem aus Cupertino - macOS 10.13 (1,73%; -0,02). Für obiges Diagramm haben wir Windows 8.1 mit Windows 8.0 (Rang 10 mit 0,55%; -0,01) zusammengefasst, in der Summe kommen die beiden Betriebssysteme auf 3,87 Prozent (-0,19). Dass sich das längst abgemeldete Windows XP um eine Position sowie 0,47 Punkte verbessern konnte, kommt für uns genauso überraschend wie das plötzliche Schwächeln von Windows 10.

Es folgt Linux, das mit 1,21 Prozent zwar um 0,10 Punkte zulegen konnte, aber dennoch auf Platz 8 verharrt. Dabei ist zu beachten, dass NetMarketShare einige Distributionen wie Chrome OS (Platz 12 mit 0,43%; +0,01), Ubuntu (Platz 13 mit 0,41%; -0,01) und Fedora (Platz 18 mit 0,03%; +/-0,00) separat aufführt. In der Summe ergibt dies 2,08 Prozent (+0,10) und damit Platz 6 für die Linux-Fraktion. Die neunte Position belegt macOS 10.12 mit 0,77 Prozent (-0,01) vor dem bereits erwähnten Windows 8.0 (0,55%; -0,01). Bleibt noch anzumerken, dass es der Exot FreeBSD mit einem Marktanteil von 0,01 Prozent wieder einmal knapp über die Wahrnehmbarkeitsschwelle geschafft hat.

 
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Fast fertig: Firefox 71 Finalkandidat Build 5

reported by doelf, Montag der 02.12.2019, 16:18:04

Ungewöhnlich: Nur einen Tag vor der geplanten Freigabe des Firefox 71 haben Mozillas Entwickler einen weiteren Finalkandidaten nachgeschoben. Dieser trägt die Build-Nummer 5 und wird derzeit an die Beta-Tester verteilt. Neben kleineren Verbesserungen führt der Firefox 71 eine Picture-in-Picture-Funktion für die Wiedergabe von Videoinhalten ein.

Premiere für Picture-in-Picture
Die neue Funktion Picture-in-Picture wurde zunächst nur für Windows-Nutzer freigeschaltet. Sie ermöglicht es, Videos in ein eigenes Player-Fenster auszulagern, welches dann immer ganz oben liegt. Auf diese Weise lassen sich Videos im Vordergrund halten, während man mit anderen Programmen weiterarbeitet (siehe Bildschirmfoto). Um Picture-in-Picture zu verwenden, lässt man den Mauszeiger über dem Video schweben. Daraufhin erscheint ein kleines, blaues Piktogramm, welches einen Bildschirm sowie das in dessen rechte untere Ecke verschobene Video symbolisiert. Klickt man dieses Icon an, wird Picture-in-Picture aktiviert.

Firefox 71 Picture-in-Picture

Weitere Neuerungen
Mit dem neuen Befehlszeilenparameter "--kiosk" wird der Firefox bildschirmfüllend gestartet und bei den Sprachen sind Katalanisch/Valencia (ca-valencia), Tagalog (tl) und Triqui (trs) hinzugekommen. Die interne Konfigurationsseite (about:config) wurde optisch überarbeitet und die Zertifikat-Ansicht lässt sich nun einfacher nutzen, bietet zugleich aber auch mehr Funktionen und Informationen. Entwickler können über die Netzwerkanalyse ab sofort serverbezogene Timings im Kontext anderer Anfrage- und Antwortdetails analysieren und bei ihren Web-Projekten Subgrids gemäß der CSS Grid Layout-Spezifikation Level 2 verwenden.

Mehr zum Thema Subgrids
Über Gitter (Grids) lassen sich Elemente auf Webseiten gezielt anordnen, ohne dass man auf althergebrachte Workarounds wie Tabellen zurückgreifen muss. Allerdings trifft dies nur auf die direkten Kinder eines Grids zu, nicht aber auf die den Kindern untergeordneten Elemente, welche dann wieder im normalen Fluss platziert werden. Eine Verschachtelung von Grids ist zwar möglich, doch diese sind dann unabhängig vom übergeordneten Raster und müssen mühsam in Position gebracht werden. Genau hier kommen Subgrids ins Spiel, welche den Vorgaben des Eltern-Grid folgen. Der Firefox 71 ist der erste Webbrowser, der Subgrids unterstützt.

Download: Firefox 71 Finalkandidat Build 5

 
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