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So gut wie neu: Zertifiziert und generalüberholt auf Amazon


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Thunderbird 78.7.0 stopft sechs Sicherheitslücken

reported by doelf, Freitag der 29.01.2021, 13:50:00

Der E-Mail-Client Thunderbird liegt für Windows, macOS und Linux in der neuen Version 78.7.0 zum Download bereit. Dieses Update kümmert sich um sechs Sicherheitslücken, von denen jeweils drei hochgradig gefährlich bzw. mittelschwer sind, und bringt auch einige funktionale Korrekturen.

Für OpenPGP werden kleinere Korrekturen und Stabilitätsoptimierungen aufgeführt, zudem scheitert die Überprüfung von inline-signierten Nachricht nicht mehr an führenden Leerzeichen. Wenn man das einzig verbliebene Benutzerkonto löscht, wird das Standardkonto zurückgesetzt, was zuvor nicht der Fall war. Unter Windows 10 verschwinden die Schaltflächen der Schnellfilterleiste nicht mehr, wenn das schwarze Design für hohe Kontraste aktiviert ist. Zudem erscheint im Dialogfeld mit den Ordnereigenschaften nun weißer statt schwarzer Text vor dem schwarzen Hintergrund und auch die Empfängerelemente (Empfängerpillen) im Verfassen-Fenster bleiben sichtbar.

Die geschlossenen Sicherheitslücken entsprechen jenen, welche wir bereits vom Firefox 85.0 und ESR 78.7.0 her kennen. So kann ein Angreifer über speziell gestaltete PDF-Dateien auf Daten anderer Domains zugreifen (CVE-2021-23953) oder durch die missbräuchliche Nutzung von requestPointerLock Clickjacking in anderen Tabs betreiben (CVE-2021-23955). Dazu kommen mehrere Speicherfehler, die sich möglicherweise zum Einschleusen von Schadcode eignen (CVE-2021-23964).

Download: Thunderbird 78.7.0

 
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Apple: iPhone 12 benötigt Mindestabstand zu Herzschrittmachern

reported by doelf, Mittwoch der 27.01.2021, 10:13:33

Apple hat eine neue Sicherheitsinformation zu seinen Telefonen iPhone 12, iPhone 12 mini, iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max sowie zum MagSafe-Zubehör veröffentlicht. In dieser weist der Hersteller auf einen Mindestabstand von 15 cm zu medizinischen Geräten wie Herzschrittmachern und Defibrillatoren hin. Wird das Smartphone drauflos geladen, ist ein erweiterter Sicherheitsabstand von 30 cm einzuhalten.

Als Grund die Warnung nennt Apple die Magnete und Funkeinheiten seiner Telefone, deren elektromagnetische Felder medizinische Geräte durch Interferenzen stören können. Ganz neu ist diese Problematik nicht, doch die iPhones der zwölften Baureihe enthalten mehr Magnete als ihre Vorgänger. Generell erwarte man kein größeres Risiko durch die aktuellen Telefonmodelle, betroffene Kunden sollten sich dennoch mit ihrem Arzt oder dem jeweiligen Gerätehersteller abstimmen. Im Falle von Problemen solle man das iPhone nicht mehr verwenden.

Da Herzschrittmacher normalerweise zwischen Herz und Schulter implantiert werden, beträgt die Entfernung zwischen Ohrmitte und Herzschrittmacher rund 15 cm. Hält man den Lautsprecher des Telefons ans Ohr und das Mikrofon vor den Mund, wie es beim Telefonieren üblich ist, lässt sich der empfohlene Mindestabstand kaum einhalten. Damit bleibt Facetime mit ausgestreckten Armen als Alternative, doch das dürfte für viele herzkranke Nutzer auf die Dauer zu anstrengend sein. Praxistaugliche Tipps gibt Apple leider nicht.

Auch alle MagSafe-Zubehörteile sind mit Magneten ausgestattet, zusätzlich enthalten die Ladegeräte der Baureihen MagSafe und MagSafe Duo auch Funkeinheiten. Ein Mindestabstand von 30 cm beim drahtlosen Aufladen sollte sich leichter einhalten lassen, doch auch hier gilt: Wenn es zu Störungen kommt, darf man das MagSafe-Zubehör nicht mehr verwenden.

 
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Firefox 85.0 und ESR 78.7.0 stopfen mehrere Sicherheitslücken

reported by doelf, Dienstag der 26.01.2021, 22:50:13

Am heutigen Abend wurden der finale Firefox 85.0 und die ESR-Version 78.7.0 zum Download freigegeben. Während für die ESR-Version 78.7.0 fünf sicherheitsrelevante Änderungen genannt werden, sind es beim Firefox 85.0 bereits 13. Dazu kommen ein neuer Schutz vor Super-Cookies sowie mehrere Optimierungen beim Arbeiten mit Lesezeichen. Adobes Flash wurde derweil komplett entfernt und lässt sich auch nicht mehr zurückholen.

Flash ist dann mal weg
Der Abschied von Flash war lange überfällig und wurde seit Jahren angekündigt. Adobe selbst hatte am 12. Januar 2021 die aktuellen Versionen des Flash Players außer Betrieb gesetzt, da dem Flash-Erfinder die weitere Verwendung der nicht mehr gepflegten Software zu heikel war. Hartgesottene installieren veraltete Versionen des Flash Players, um diese Sperre zu umgehen, doch von diesem Vorgehen können wir nur abraten. Das wäre in etwa genauso clever wie der dauerhafte Ausbau der Haustüre, nur weil man seinen Schlüssel verloren hat.

Die richtigen Neuerungen
Bei Super-Cookies handelt es sich um Tracker, welche die Cookie-Vorgaben des Webbrowsers umgehen, um den Nutzern nachzustellen. Der Firefox 85.0 isoliert diese Plagegeister, so dass ihr Zugriff auf ihre Ursprungsseite beschränkt bleibt. Der Umgang mit Lesezeichen verbessert: Firefox merkt sich neuerdings den bevorzugten Speicherort für Lesezeichen, blendet die Lesezeichenleiste standardmäßig auf neuen Tabs ein und verlinkt die Lesezeichen in der Werkzeugleiste. Über die Eingabe von about:logins in die Befehlszeile lassen sich jetzt nicht nur einzelne Anmeldedaten löschen, sondern gleich alle auf einmal.

Geschlossene Sicherheitslücken
Von den 13 Sicherheitsmeldungen für den Firefox 85.0 wurden fünf als hochgefährlich eingestuft. Dazu kommen sechs mittelschwere Probleme und zwei vergleichsweise harmlose Fehler. So kann ein Angreifer über speziell gestaltete PDF-Dateien auf Daten anderer Domains zugreifen (CVE-2021-23953) oder durch die missbräuchliche Nutzung von requestPointerLock Clickjacking in anderen Tabs betreiben (CVE-2021-23955). Eine Typenverwechslung beim Verwenden der neuen logischen Zuweisungsoperatoren in einer JavaScript-Switch-Anweisung führt zu einem Speicherfehler, der sich möglicherweise zum Einschleusen von Schadcode eignet (CVE-2021-23954).

Download:

 
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Anleitung - Lautsprecherrelais eines Hifi-Receivers reparieren (Onkyo TX 7630)

reported by doelf, Dienstag der 26.01.2021, 13:17:31

Kürzlich bekam ich einen Hifi-Receiver von Onkyo als Dreingabe zu einem Paar Lautsprecher, das ich für einen Bekannten besorgt hatte. Es handelt sich um das Modell Onkyo TX 7630, welches im Jahr 1989 in Japan gebaut wurde und damals einen Listenpreis von rund 800 DM hatte. Im Gegensatz zu den technisch einwandfreien Lautsprechern hatte der Receiver allerdings ein paar unschöne Macken, darunter ein extrem zickiges Lautsprecherrelais.

Lautsprecherrelais eines Hifi-Receivers reparieren

Das Problem äußerte sich in der Abwesenheit eines Kanals, der nur sporadisch bei sehr hohen Lautstärken dazugeschaltet wurde. Dazu kamen gelegentlich Lautstärkesprünge sowie Verzerrungen bei der Wiedergabe. Die einfachste Lösung besteht in einem Austausch des Relais, doch die Reparaturkosten einer Fachwerkstatt übersteigen den Restwert des Geräts. Eine Alternative stellt die Instandsetzung des Relais dar und diese behandeln wir in dieser Anleitung.

 
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Nachgereicht: VLC unterstützt Apples Silicon M1 und schließt Sicherheitslücken

reported by doelf, Montag der 25.01.2021, 16:57:39

Vor ein paar Tagen hatte die VideoLAN Organisation ihren quelloffenen Medienspieler VLC auf die Version 3.0.12 bzw. 3.0.12.1 aktualisiert. Dieses Update bringt nicht nur native Unterstützung für Apples Silicon M1 sowie funktionale Korrekturen, sondern stopft auch mehrere Sicherheitslücken, die ein Angreifer mit Hilfe speziell gestalteter Streams oder Dateien provozieren kann.

Die Sicherheitslücken
Konkret geht es um zwei überlaufende Lesepuffer sowie das Dereferenzieren mehrerer ungültiger Zeiger. Öffnet der Benutzer eine manipulierte Datei oder einen bösartigen Stream, kommt es zum Absturz von VLC. Dabei besteht zumindest theoretisch das Möglichkeit, dass der Angreifer Daten abgreift oder eigenen Code zur Ausführung im Speicher platziert. In der Praxis wurde entsprechender Exploit-Code allerdings noch nicht gesichtet.

Die übrigen Änderungen und Korrekturen
Mit der Unterversion 3.0.12.1 unterstützt VLC erstmals Apples Silicon M1 auf ARM-64-Basis nativ, zugleich wurde die optische Gestaltung der Benutzeroberfläche für macOS Big Sur angepasst. Anzeigeprobleme im Lesezeichen-Fenster und beim Equalizer wurden unter macOS ebenso behoben wie Audioverzerrungen zu Beginn der Wiedergabe. Unter Windows wurden mehrere Abstürze beim Einsatz der Videofilter in Verbindung mit Direct-3D 11 beseitigt. Wie üblich wurden die Übersetzungen überarbeitet.

Auch in den AVI- und MKV-Modulen wurden mehrere Stabilitätsprobleme beseitigt. Die Entwickler haben die Handhabung der Einstellungen für die adaptive Streaming-Auflösung repariert, weitere Korrekturen betreffen das Web-Interface und die Mausfunktion bei Verwendung des Rotationsfilters. Das Suchen in WMV-Dateien, die DASH-Unterstützung und der Umgang mit Bluray-Tracks wurden verbessert. Das RIST-Protokoll wird neuerdings unterstützt und die Skripte für YouTube und Vocaroo wurden aktualisiert.

Download: VLC 3.0.12

 
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Nitro PDF: Nutzerdaten und Dokumente gestohlen

reported by doelf, Sonntag der 24.01.2021, 23:59:54

Wie Bleepingcomputer meldet, wurden bei Nitro PDF die Daten von mehr als 77 Millionen Nutzern gestohlen und im Internet zum Verkauf angeboten. Die Datensätze bestehen aus Namen, E-Mail-Adressen und Passwörtern, Stichproben haben deren Authentizität bestätigt. Die Verkäufer versteigern zudem ein Archiv mit einem Terabyte an von Kunden erstellten Dokumenten. Es sind auch viele Unternehmen, darunter Amazon, Apple, Google, Microsoft und Citibank, betroffen.

Der Internetdienst Have I Been Pwned spricht von 77.159.696 Nutzerkonten. Über die Eingabe der eigenen E-Mail-Adresse kann man dort prüfen, ob man von einem Datendiebstahl betroffen ist. Weiter ist zu lesen, dass die Passwörter nur als Hashes vorliegen und zum Verschlüsseln das sichere Verfahren bcrypt genutzt wurde. Sofern ein halbwegs brauchbares Passwort verwendet wurde, sollte die Verschlüsselung standhalten. Nähere Angaben zu den entwendeten Dokumenten liegen bisher nicht vor.

Der Datendiebstahl hatte sich bereits am 28. September 2020 ereignet und wurde von Nitro Software als Sicherheitsvorfall von geringer Bedeutung heruntergespielt. Der isolierte Zugriff eines nicht autorisierten Dritten auf die Datenbank des Unternehmens wurde am 21. Oktober 2020 der australischen Börse gemeldet. Damals hieß es, die betroffene Datenbank habe keine Nutzer- oder Kundendaten enthalten und der Vorfall hätte keinerlei Einfluss auf das laufende Geschäft. Das dürfte sich mit dem Verkauf der Datensätze inzwischen gründlich geändert haben.

Nitro PDF bietet eine kostenpflichtige Software zum Erstellen, Bearbeiten und Signieren von PDF-Dateien an. Darüber hinaus gibt es auch eine kostenlose Testversion des Programms sowie kommerzielle, Cloud-basierte Dienste zum Teilen und kooperativen Bearbeiten von PDF-Dokumenten. Die Firma Nitro Software hat nach eigenen Angaben 1,8 Millionen lizenzierte Nutzer sowie über 10.000 Geschäftskunden. Sie ist laut Selbstdarstellung Immer da. Immer zuverlässig. Immer sicher., doch einen Sicherheitshinweis bezüglich des Vorfalls, der sich immerhin schon vor vier Monaten ereignet hatte, sucht man auf der Webseite des Unternehmens weiterhin vergebens.

 
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Lieferengpässe: Grafikkarten weiter Mangelware, Entspannung bei AMDs Ryzen 5000

reported by doelf, Sonntag der 24.01.2021, 18:38:26

Wer darauf gehofft hatte, dass sich die Knappheit an leistungsstarken Grafikkarten zu Beginn des neuen Jahres legen wird, lag leider falsch. NVIDIAs RTX-3000-Serie ist im Laufe der vergangenen 30 Tage nochmals teurer geworden und auch das neue Einstiegsmodell GeForce RTX 3060 Ti ist kaum zu bekommen und kostet oft das Doppelte der offiziellen Preisempfehlung. Auch bei AMDs Baureihe Radeon RX 6000 sieht es nicht viel besser aus: Inzwischen kann man die Karten zwar tatsächlich kaufen, doch die Preise sind ähnlich astronomisch wie bei NVIDIA. Als einziger Lichtblick bleiben AMDs Prozessoren der Generation Ryzen 5000.

Von NVIDIAs aktuellem Flaggschiff GeForce RTX 3090 sind aktuell immerhin elf Produkte zu Preisen zwischen 1.749,68 bis 2.299,00 Euro ab Lager verfügbar. In den vergangenen 30 Tagen sind die Preise nochmals um 50 Euro angezogen und liegen nun zwischen 250 und 800 Euro über der offiziellen Preisempfehlung von 1.499 Euro.

Die GeForce RTX 3080 glänzt nicht nur mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern auch mit Abwesenheit und liegt derzeit nirgendwo in Deutschland auf Lager. Überhaupt finden sich bei Geizhals aktuell nur zwei entsprechende Produkte zu Preisen von 1.299,95 und 1399,00 Euro. Der Aufschlag ist binnen des letzten Monats um weitere 150 Euro gestiegen und liegt nun unverschämte 600 bzw. 700 Euro über dem offiziellen Verkaufspreis von 699 Euro.

Vor einem Monat waren Grafikkarten der Baureihe GeForce RTX 3070 zu Preisen ab 635,00 Euro zu haben, nun beginnen die Preise für die aktuell lieferbaren 18 Produkte bei 819,00 Euro - ein Plus von 184 Euro. Andere Händler verlangen sogar bis zu 999,00 Euro. Der empfohlene Verkaufspreis von 499 Euro wird somit um 320 bis 500 Euro übertroffen.

Das neue Basismodell ist die kürzlich vorgestellte GeForce RTX 3060 Ti mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 399 Euro. Leider sind deutschlandweit derzeit nur vier Produkte dieses Typs auf Lager und so beginnen die Preise erst bei 649,00 Euro und reichen hinauf bis 849,00 Euro - ein Aufschlag von 250 bis 450 Euro.

Auch AMDs Flaggschiff Radeon RX 6900 XT ist nach wie vor ein seltenes Gut, doch immerhin sind momentan fünf Produkte zu Preisen zwischen 1.399 bis 1.599 Euro auf Lager. Verglichen mit der ähnlich schnellen GeForce RTX 3090 ist das schon fast ein Schnäppchen, doch auch diese Preise liegen um 400 bis 600 Euro über der offiziellen Preisempfehlung von 999 Euro.

Mit einer Preisempfehlung von 649 Euro wäre die Radeon RX 6800 XT eine veritable Alternative zur GeForce RTX 3080, doch auch von dieser Baureihe sind deutschlandweit aktuell lediglich drei Produkte auf Lager und kosteten mit 1148,00 bis 1199,00 Euro stolze 499 bis 550 Euro mehr als ursprünglich vorgesehen.

AMD stattet selbst sein Einstiegsmodell Radeon RX 6800 mit großzügigen 16 GiB GDDR6-Speicher aus. Doch nur die offizielle Preisempfehlung von 579 Euro ist verlockend - für das einzige derzeit vorrätige Modell verlangen die beiden Anbieter 943,70 bzw. 949 Euro und damit einen Aufschlag von rund 370 Euro.

AMDs Prozessoren der aktuellen Baureihe Ryzen 5000 wurden Anfang Oktober 2020 vorgestellt, waren bis zum Jahreswechsel aber so gut wie nicht zu bekommen. Hier hat sich die Lage inzwischen entspannt und insbesondere die preiswerteren Modelle mit sechs und acht Kernen sind breit verfügbar und bewegen sich inzwischen im Bereich der offiziellen Listenpreise. Schwerer zu bekommen sind die Prozessoren mit zwölf und 16 Kernen, bei denen man weiterhin einen Aufschlag von gut 100 Euro einkalkulieren muss:

  • Ryzen 9 5950X (16 Kerne/32 Threads @ 3,4-4,9 GHz; 64 MiB L3-Cache, 105 W TDP): ab 929,00 Euro (bei zwei Anbietern auf Lager, Listenpreis: 799 US-Dollar)
  • Ryzen 9 5900X (12 Kerne/24 Threads @ 3,7-4,8 GHz; 64 MiB L3-Cache, 105 W TDP): ab 789,00 Euro (bei drei Anbietern auf Lager, Listenpreis: 549 US-Dollar)
  • Ryzen 7 5800X (8 Kerne/16 Threads @ 3,8-4,7 GHz; 32 MiB L3-Cache, 105 W TDP): ab 458,00 Euro (bei 24 Anbietern auf Lager, Listenpreis: 449 US-Dollar)
  • Ryzen 5 5600X (6 Kerne/12 Threads @ 3,7-4,6 GHz; 32 MiB L3-Cache, 65 W TDP): ab 347,00 Euro (bei 19 Anbietern auf Lager, Listenpreis: 299 US-Dollar)

 
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AMD Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 21.1.1 Optional

reported by doelf, Samstag der 23.01.2021, 16:22:13

Nachdem AMD den optionalen Grafiktreiber 20.12.2 nur für Grafikkarten auf Basis von Radeon RX 6800 XT und RX 6900 XT bereitgestellt hatte, gibt es nun wieder frisches Treiberfutter für alle Modelle. Empfohlen wird dieses Update insbesondere für die Spiele Hitman 3 und Quake II RTX. Für ältere Grafikkarten ist dieser Treiber auch in einer Windows-7-Ausgabe verfügbar.

Die erste Frage, die sich nun stellt, bezieht sich auf unsere Überschrift: Müsste es nicht Radeon Software Adrenalin 2021 Edition heißen? Offenbar nicht, denn AMD verwendet auf seiner Webseite sowie im Treiber weiterhin die Jahreszahl 2020. Frage Nummer zwei lautet: Was bringt der neue Treiber? Die Antwort: Etliche Fehlerkorrekturen sowie bis zu zehn Prozent mehr Leistung für Hitman 3. Gemessen wurde dies mit einer Radeon RX 6800 XT 16 GB in 4K-Auflösung mit Ultra-Einstellungen, zum Vergleich wurde dabei die Treiberversion 20.12.1 herangezogen.

Behobene Fehler
Die Installationsroutine der Radeon Software soll das korrekte Veröffentlichungsdatum des Treiberpakets zuverlässiger benennen. Die Overlay-Anzeige für Aufnahme und Streaming springt nicht mehr sporadisch auf ihre Standardposition zurück und das Overlay für Leistungsmetriken verzichtet nach einem Task-Wechsel auf eine unerwünschte Größenänderung. Zudem konnte AMD das Flackern der Leistungsmetriken während der Videowiedergabe auf Displays mit aktiviertem HDR abstellen. Auch die Aufzeichnungsprobleme von Grafikprodukten der Baureihe Radeon RX Vega gehören der Vergangenheit an - Ausschnitt und Auflösung sollen ab sofort stimmen.

DOOM Eternal läuft mit aktiviertem Steam-Overlay ohne Programmabsturz. Grand Theft Auto V zeigt Reflexionen auch dann an, wenn im Spiel Reflection MSAA aktiviert wurde. Der Sitzungs-Timer von PlayerUnknown's Battlegrounds wird mit dem Beenden des Spiels gestoppt. Grafikchips der RDNA-Familie setzten die anisotrope Filterung in den Grafikeinstellungen der Radeon Software jetzt auch in DirectX-9-Anwendungen um. Samsungs Bildschirm Odyssey G9 C49G95T stellt die Auflösung von 5.120 x 1.440 Bildpunkten bei 240 Hz korrekt dar, zudem kommt es in Verbindung mit der Baureihe Radeon RX 6000 nicht mehr zu einem zeitweiligen schwarzen Bildschirm (Odyssey G9 und Scepter C). Weiterhin wurden die Abstürze im Zusammenhang mit Oculus Link (nur Polaris und Vega) behoben.

Ungelöste Probleme
Metro Exodus leidet beim Einsatz von DirectX Raytracing weiterhin unter Programmabstürzen, während dieses Problem für Shadow of the Tomb Raider, Battlefield V und Call of Duty: Modern Warfare offenbar behoben wurden. Hängen an einer Grafiklösung der Baureihe Radeon RX Vega mindestens zwei Anzeigegeräte, von denen eines eine hohe Bildwiederholrate verwendet, kann es zu Anzeigefehlern und Flackern kommen. Auch bei der Verwendung des MSI Afterburner flackert manchmal der Bildschirm und für Modelle der Baureihe Radeon HD 7800 stehen die Aufnahme- und Streaming-Funktionen nach wie vor nicht immer zur Verfügung. Die randlose Vollbilddarstellung verursacht bei aktiviertem Radeon FreeSync in mehreren Spielen ein Helligkeitsflackern. Beim Einsatz von Enhanced Sync ist weiterhin Vorsicht geboten, da diese Option in einigen Kombinationen zu einer schwarzen Anzeige führen kann.

Kompatible Grafiklösungen und Betriebssysteme
AMD bietet diesen Treiber für die 64-Bit-Ausgaben von Windows 10 und 7 an, unterstützt werden diskrete Grafiklösungen ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Notebook), dazu kommen die integrierten Grafikeinheiten zahlreicher APUs und Ryzen-Prozessoren. Offiziell empfohlen wird weiterhin die Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.11.2 WHQL. Wer noch einen 32-Bit-Treiber benötigt, muss zur Radeon Software Adrenalin Edition 18.9.3 vom 5. November 2018 greifen.

Download:

 
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Fast fertig: Firefox 85.0 Finalkandidat 1

reported by doelf, Mittwoch der 20.01.2021, 16:26:21

Am kommenden Dienstag, also am 26. Januar 2021, soll der finale Firefox 85.0 veröffentlicht werden. Inzwischen liegt ein erster Finalkandidat zum Ausprobieren bereit. Der Firefox 85.0 bringt die Vorschau einer Unterstützung für VoiceOver-Screen-Reader unter macOS. Navigation und Sprachausgabe sollen mit Webseiten und der Benutzeroberfläche des Firefox bereits gut funktionieren, doch es kann noch ein paar Lücken geben.

Die Unterstützung für Flash-Inhalte wurde komplett entfernt und lässt sich auch nicht mehr reaktivieren. Das ist allerdings nicht schlimm, denn Adobe hatte am 12. Januar 2021 die aktuellen Versionen des Flash Players außer Betrieb gesetzt. Über die Eingabe von about:logins in die Befehlszeile lassen sich jetzt nicht nur einzelne Anmeldedaten löschen, sondern gleich alle auf einmal.

Der Umgang mit Lesezeichen wurde angeblich verbessert: Öffnet man einen neuen Tab, findet sich rechts oben die Schaltfläche Weitere Lesezeichen. Zudem sollen für die Rubrik Überblick nun auch Lesezeichen genutzt werden, was bei uns allerdings nicht der Fall ist. Auch die Schaltfläche zum bequemen Importieren der Lesezeichen anderer Profile ist uns bis jetzt noch nicht unter die Augen gekommen.

Download: Firefox 85.0 Finalkandiat 1

 
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Anleitung - Von der Schallplatte ins Mediencenter

reported by doelf, Montag der 18.01.2021, 16:47:38

Das schwarze Gold ist wieder sehr gefragt, doch nicht jede Schallplatte wird mit einem Download-Code geliefert. Und dann sind da ja noch die alten Schätzchen, die halb vergessen auf dem Speicher oder im Keller schlummern und die man weder bei Apple noch bei Amazon findet. Wir erklären in dieser Anleitung, wie man Vinyl schnell und bequem digitalisiert - und das Ganze mit kostenloser Software und exklusiven Skripten von Au-Ja.de!

Von der Schallplatte ins Mediencenter

Insbesondere im Corona-Jahr 2020 wurden wir immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie man Schallplatten möglichst gut und zugleich ohne allzu großen Zeitaufwand digitalisieren kann. Das reine Aufnehmen war dabei nie das große Problem, doch die Aufbereitung der Aufnahmen abseits der Archivierung entpuppten sich als ermüdende Fleißarbeit. Bis ein guter Freund, der DJ Peer Meyer, den entscheidenden Satz sagte: "All die Daten stehen ja schon bei Discogs. Man müsste die nur irgendwie in Audacity reinbekommen." Und genau darum haben wir uns gekümmert.

 
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LibreOffice 7.1.0 RC 2 wartet auf Tester

reported by doelf, Montag der 18.01.2021, 09:53:09

Vom für Anfang Februar 2021 geplanten LibreOffice 7.1.0 gibt es einen zweiten Release Candidate, dessen Installationspakete nun für Windows, macOS und Linux verfügbar sind. LibreOffice 7.1.0 bereinigt nicht nur unzählige Fehler, sondern bietet auch neue Funktionen für die Textverarbeitung Writer, die Tabellenkalkulation Calc, die Präsentations-Software Impress und das Zeichenprogramm Draw.

Für die Alpha-Ausgabe von LibreOffice 7.1.0 wurden 788 Änderungen aufgeführt, welche Fehler bereinigen und den Programmcode optimieren. Von LibreOffice 7.1.0 Alpha 1 zu Beta 1 wurden 246 Änderungen vorgenommen und Maßnahmen gegen 26 potentielle Absturzursachen getroffen. Der Release Candidate 1 umfasste weitere 132 Korrekturen, darunter fünf mögliche Stabilitätsprobleme, und der Release Candidate 2 kümmert sich jetzt und weitere 64 Bugs inklusive sieben Absturzursachen. Dazu kommen etliche Verbesserungen rund um die Dateiformate von Microsoft, die schwerpunktmäßig auf das .DOCX-Format abzielen.

Einfacher erweitern
Kommen wir nun zu den neuen Funktionen und sonstigen Optimierungen, welche sich im Rahmen der Veröffentlichungskandidaten nicht mehr grundlegend ändern werden. Neu hinzugekommen ist beispielsweise ein Dialog für Erweiterungen, der den Umweg über eine Suche auf der Webseite und die Installation per Erweiterungs-Manager einspart. Stattdessen reicht jetzt ein Klick und neben funktionalen Erweiterungen deckt dieser Dialog auch Vorlagen, Makros und Icons ab. Für jede Erweiterung werden Name, Beschreibung, ein Bildschirmfoto, die Zahl der Downloads und Kommentare sowie die durchschnittliche Bewertung nebst weiterführender Links angezeigt. Die Erweiterungen lassen sich anhand ihrer Downloads, Bewertungen und Kommentare sortieren. Bereits installierte Erweiterungen sind im Dialog deaktiviert.

Writer
Für eine bessere Interoperabilität mit Microsoft Word hat die Textverarbeitung Writer die vier Tabellenformeln ABS, COUNT, PRODUCT und SIGN erlernt. Der neue Stile-Inspektor kann alle Attribute von Absatzstilen, Zeichenstilen und manuell formatierten Eigenschaften (direkte Formatierung) anzeigen. Unicode-Text wird nun auch dann erkannt, wenn dieser nicht durch eine Byte-Reihenfolge-Markierung (BOM) gekennzeichnet ist. Eingabefelder können über Ansicht, Feldnamen umgeschaltet werden, so dass sie wahlweise das Resultat oder die Anweisung anzeigen. Auch leere Felder lassen sich mit der Maus auswählen und die Operationen Suchen und Ersetzen wurden beschleunigt.

Untertabellen in älteren .ODF-Dokumenten (OpenOffice.org 2.2 und älter) können beim Import in moderne Zeilenbereichstabellen konvertiert werden. Formen lassen sich neuerdings mittels eines fest definierten Abstands am Seitenende verankern und der Writer unterstützt gebietsschemaunabhängige Vorlagen für Blog-Beiträge. Der Outline Folding Mode für die Textverarbeitung Writer gilt derzeit noch als experimentell. Um das dazugehörige Kontrollkästchen unter Extras, Optionen, LibreOffice Writer, Ansicht zu sehen, müssen zunächst die experimentellen Funktionen unter Extras, Optionen, LibreOffice, Erweitert freigeschaltet werden.

Calc
Bei der Tabellenkalkulation Calc wurde eine Option zum Deaktivieren des Einfügens mit der Eingabetaste hinzugefügt, sie findet sich unter Extras, Optionen, LibreOffice Calc, Allgemein. Im Autofilter-Fenster kann man die Elemente nun auch zeilenweise auswählen, statt für jedes einzelne ein Kontrollkästchen abzuhaken, und im Solver-Dialogfeld wurde die Schaltfläche Alles zurücksetzen ergänzt. Weiterhin wurde ein Problem mit Eingabefeldern behoben, welches das Setzen der Formularreferenz für Seiten mit eingefrorenen Zeilen oder Spalten verhindern konnte. Die INDIRECT-Funktion unterstützt jetzt auch blattlokale Bereichsnamen.

Das Füllen mit verbundenen Zellen wurde verbessert, damit die Verbindung erhalten bleibt und eine sinnvolle lineare Folge von Zahlen entsteht. Hierzu werden beispielsweise leere, überlappende Zellen übersprungen. Strukturen aus verbundenen Zellen werden nun wie bei anderen Tabellenkalkulationen kopiert und eine Teilauswahl des Nutzers wird automatisch auf verbundene Zellen ausgeweitet, um ein unvollständiges Kopieren abzufangen. Mehr Geschwindigkeit gibt es bei der Rechtschreibprüfung und beim Suchen mit dem Autofilter. Letzteres macht sich insbesondere bei der Eingabe von Zeichen in das Suchfeld des Autofilters bemerkbar.

Impress und Draw
Beim .PPTX-Import werden SmartArt-Objekte zielsicherer platziert und Draw kann .PDF-Dateien sichtbare Signaturen hinzufügen. Der Schatten, mit denen man Objekte versehen kann, erscheinen nun weichgezeichnet, und bei Impress lassen sich die Animationen ab sofort für mehrere ausgewählte Objekte gleichzeitig ändern. Dazu gibt es gibt es neue Physik-basierte Animationen, welche Objekte fallen oder nach links oder rechts abprallen lassen. Die Präsentationskonsole wurde um die Schaltflächen Exit und Pause/Fortsetzen erweitert.

Weitere Verbesserungen
Die neuen ScriptForge-Bibliotheken bieten eine umfassende Makro-Sammlung für all jene, die in LibreOffice mit Basic- oder Python-Skripten arbeiten. Der neue Vorlagendialog umfasst eine Listenansicht, in der man Vorlagen nach Name, Kategorie, Datum, Module oder Größe sortieren kann. Math hat volle Unterstützung für HTML-Farben erhalten und die Erkennung von 0-Byte-Dateien orientiert sich an den Erweiterungen. Wer will, kann den Windows-Quellcode von LibreOffice für die ARM64-Architektur kompilieren und somit native ARM64-Programme erzeugen - diese Option ist allerdings noch unfertig und experimentell.

Der weitere Fahrplan bis zur finalen Fassung
Ein dritter Veröffentlichungskandidat soll zwischen dem 25. und 31. Januar 2021 folgen. Die Freigabe des fertigen LibreOffice 7.1.0 ist für die Woche vom 1. bis zum 7. Februar 2021 geplant. Mit dem Umstieg von der aktuellen Entwicklungsschiene 7.0 hat es dennoch keine Eile, da diese zumindest bis zum 6. Juni 2021 gepflegt wird.

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Adobe stopft kritische Lücken und legt Flash lahm

reported by doelf, Freitag der 15.01.2021, 11:37:26

Am Januar-Patch-Day hat Adobe kritische Updates für seine Software-Produkte Photoshop, Illustrator, Animate, Bridge, Campaign Classic und InCopy veröffentlicht. Zudem liegt für Captivate ein Hotfix zum Download bereit, der sich um einen hochgefährlichen Fehler kümmert. Für Flash ist der Support Ende 2020 abgelaufen, inzwischen blockiert Adobe das Abspielen von Flash-Inhalten.

Flash ist (endlich) am Ende
Obwohl Adobe diese Maßnahme mehrfach angekündigt hatte, wurden überraschend viele Nutzer, Firmen und Webseitenbetreiber kalt erwischt. Alle halbwegs aktuellen Versionen des Flash Players verweigern seit dem 12. Januar 2021 das Laden von Flash-Inhalten, darüber hinaus rät Adobe eindringlich zur Deinstallation der nicht mehr unterstützten Software. Wer dringend Flash-Inhalte wiedergeben muss, kann aktuelle Versionen des Flash Players durch ein Zurücksetzen des Systemdatums überlisten. Alternativ kann man eine alte Version der Software installieren, was aufgrund der darin enthaltenen Sicherheitslücken jedoch ein Risiko darstellt und wohl eher ein Fall für eine virtuelle Maschine ist.

Die Sicherheits-Updates in der Übersicht:

  • Photoshop 2021 Version 22.1 und älter für Windows und macOS enthalten einen kritischen Stapelüberlauf (CVE-2021-21006), durch den Schadcode auf das System kommen kann. Der Fehler wurde in der Version 22.1.1 behoben. Adobe hat eine Priorität von 3 vergeben, welche keine besondere Dringlichkeit für die Aktualisierung der Software anmahnt.
  • Bridge 11.0 für Windows und macOS wird von unkontrollierten Schreibzugriffen (CVE-2021-21012 und CVE-2021-21013) geplagt. Obwohl Adobe die Fehler für kritisch hält, wird kein Druck hinsichtlich der Updates gemacht - Prioritätsstufe 3. Die abgesicherte Version trägt die Nummer 11.0.1.
  • Captivate 2019 Version 11.5.1.499 und älter für Windows wird von einer Rechteausweitung aufgrund eines unkontrollierten Suchpfadelements bedroht (CVE-2021-21011). Die Gefahrenstufe lautet hoch, die Prioritätsstufe wieder nur 3. Ein Hotfix liegt zum Download bereit.
  • InCopy Version 15.1.3 und älter für Windows hat ebenfalls das Problem eines unkontrollierten Suchpfadelements, doch hier besteht die kritische Gefahr einer Code-Ausführung (CVE-2021-21010). Abhilfe schafft das Einspielen der Version 16.0, doch auch hier ist laut Adobe keine Eile geboten - Prioritätsstufe 3.
  • Animate Version 21.0 und älter wird unter Windows ebenfalls vom Problem des unkontrollierten Suchpfadelements bedroht und auch hier besteht die kritische Gefahr einer Code-Ausführung (CVE-2021-21008). Die Schwachstelle wurde in der Version 21.0.2 behoben. Abermals macht Adobe keinen Druck und vergibt lediglich die Prioritätsstufe 3.
  • Illustrator 2020 Version 25.0 und älter für Windows ist die vierte Software mit einem unkontrollierten Suchpfadelement sowie die dritte, bei der dieser Fehler zu einer kritischen Code-Ausführung führen kann. Mit der Installation der fehlerbereinigten Version 25.1 darf man sich aber Zeit lassen - es gilt Prioritätsstufe 3.
  • Campaign Classic für Windows und Linux ist in etlichen Versionen - Gold Standard 10, 20.3.1, 20.2.3, 20.1.3, 19.2.3 und 19.1.7 - von einer kritischen Datenlücke des Typs Server-Side Request Forgery (SSRF) betroffen (CVE-2021-21009). Hier wird ein Update binnen 30 Tagen (Prioritätsstufe 2) nahegelegt.

 
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Thunderbird 78.6.1 stopft kritische Sicherheitslücke

reported by doelf, Donnerstag der 14.01.2021, 23:43:17

Mozilla warnt vor einer kritischen Schwachstelle (CVE-2020-16044) im E-Mail-Client Thunderbird. Mit ausreichendem Aufwand könne dieser Fehler genutzt werden, um beliebigen Code einzuschleusen und auszuführen. Abhilfe schafft das Update auf die bereits verfügbare Version 78.6.1.

Ein bösartiger Peer in einem Computernetzwerk kann einen COOKIE-ECHO-Block in einem SCTP-Paket auf eine bestimmte Weise manipulieren, die im Thunderbird zu einem Speicherfehler führt. Konkret wird ein Objekt, das bereits aus dem Arbeitsspeicher entfernt wurde, aufgerufen (Use-After-Free). Diese Art von Fehlern eignet sich sehr gut, um eine Software kontrolliert zum Absturz zu bringen und dabei Schadcode im Speicher zu platzieren, der dann im Rahmen des Absturzes ausgeführt wird. Bisher gibt es glücklicherweise noch keinen Exploit-Code für diese Schwachstelle, doch dies ist vermutlich nur eine Frage der Zeit.

Download: Thunderbird 78.6.1

 
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Microsoft hat im Januar 85 Schwachstellen gestopft

reported by doelf, Donnerstag der 14.01.2021, 22:26:02

Microsoft hat im Januar 85 Sicherheitslücken in Windows nebst Medienbibliothek, Office samt Office Services und Web Apps, Edge (EdgeHTML), Azure, ASP .NET, .NET Core, dem .NET Repository und Visual Studio sowie dem SQL-Server und der Microsoft Malware Protection Engine geschlossen. Ausgerechnet eine kritische Schwachstelle im Virenschutz (CVE-2021-1647) wird bereits angegriffen. Die dabei zu überwindenden Hürden bezeichnet Microsoft als niedrig.

Zehn der 85 Sicherheitslücken sind kritischer Natur, die restlichen 75 bergen allesamt eine hohe Gefahr. Unter den hochgefährlichen Fehlern finden sich 35 Rechteausweitungen, 14 Code-Ausführungen und elf Datenlecks. Dazu kommen sieben Möglichkeiten zum Umgehen von Sicherheitsmaßnahmen, vier Schwachstellen zum blockieren von Diensten (Denial of Service), drei Täuschungen (Spoofing) und ein Fall von Manipulation (Tampering).

Kommen wir nun zu den zehn kritischen Fehlern:

  • CVE-2021-1643: Eine kritische Sicherheitslücke in der HEVC-Videoerweiterung ermöglicht das Einschleusen von Schadcode. Für den Angriff ist ein lokaler Zugriff erforderlich, besondere Berechtigungen werden nicht benötigt und die Ausnutzung des Fehlers ist trivial. Bisher wurde diese Schwachstelle weder öffentlich gemacht noch angegriffen. Auch für die Zukunft erwartet man in Redmond keine Attacken.
  • CVE-2021-1647: Ganz anders sieht es bei diesem Fehler in Microsofts Malware Protection Engine aus, denn hier liefen die Angriffe schon vor der Bereitstellung des Fix. Auch hier benötigt der Angreifer einen lokalen Zugang, aber weder besondere Berechtigungen noch allzu viel Grips. Bis zur Version 1.1.17600.5 ist die Malware Protection Engine angreifbar, in der Version 1.1.17700.4 wurde das Problem behoben. Neben dem Windows Defender sind auch die Produkte Microsoft Security Essentials sowie System Center Endpoint Protection betroffen.
  • CVE-2021-1658, CVE-2021-1660, CVE-2021-1666, CVE-2021-1667 und CVE-2021-1673: Als eher unwahrscheinlich gilt laut Microsoft das Ausnutzen von fünf Sicherheitsanfälligkeiten in der Remoteprozeduraufruf-Runtime, über die Schadcode auf das System gelangen kann. Diese Angriffe erfolgen über das Netzwerk, sind nicht allzu komplex und erfordern weder besondere Berechtigungen noch einer Interaktion des Benutzers. Betroffen sind alle Windows-Versionen inklusive der Server.
  • CVE-2021-1665: Eine Sicherheitslücke in GDI+ ermöglicht bei lokalem Zugriff eine Remote-Code-Ausführung. Es sind keinerlei Berechtigungen erforderlich, die Komplexität ist niedrig, nur der Benutzer muss mitspielen. Bisher wurde der Fehler weder dokumentiert noch angegriffen und Microsoft erwartet, dass dies auch so bleibt. Angreifbar sind alle Windows-Varianten mitsamt der Server.
  • CVE-2021-1668: Bei lokalem Zugriff lässt sich Schadcode ohne jegliche Berechtigungen über den DTV-DVD-Video-Decoder ausführen. Der Angriff ist simpel, nur eine Benutzerinteraktion ist erforderlich. Bisher wurde dieser Bug nicht publik gemacht oder angegriffen und in Redmond erwartet man auch zukünftig keine Attacken. Alle Windows-Versionen inklusive der Server gelten als verwundbar.
  • CVE-2021-1705: Bleibt noch ein kritischer Speicherfehler in Microsoft Edge (HTML-basiert), der sich über das Netzwerk ansprechen lässt, beispielsweise durch das Laden einer manipulierten Webseite. Der Angriff ist laut Microsoft sehr aufwändig, weshalb man nicht mit einer Ausnutzung dieses Fehlers rechnet.

 
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YouTube, Snapchat, Twitter, Facebook und Instagram: Trump ist raus

reported by doelf, Donnerstag der 14.01.2021, 14:37:42

In seinem ersten Wahlkampf hatten Donald Trump und seine Strategen gezeigt, wie gut sich die Massen über soziale Medien beeinflussen lassen. Während seines zweiten Wahlkampfs hatten die sozialen Medien Trump auf die Finger geschaut und ihm beim Lügen auf die Finger gehauen. Der Angriff auf den US-Kongress hat nun das Fass zum Überlaufen gebracht und der abgewählte US-Präsident wurde inzwischen flächendeckend ausgesperrt.

Zunächst hatten Facebook und Instagram eine Sperre bis zum Ende von Trumps Amtszeit verhängt, dann folgte Twitter. YouTube warf den Aufwiegler ebenfalls aus seinem Portal und Snapchat rundet Trumps unehrenhaften Abgang nun ab. Das passt: Ein unehrenhafter Geschäftsmann, der nach einem unehrenhaften Wahlkampf eine erschreckend unehrenhafte Amtszeit lang den US-Präsidenten spielen dufte, wird nun überall unehrenhaft entlassen. Oder wie Trump es früher formuliert hätte: You're fired!

Auf Trump wartet nun eine Heerschar von Ermittlern, die aufgrund seines Amtes bisher noch ihre Füße stillhalten müssen. Es warten auch millionenschwere Kredite, die der scheidende Präsident in den kommenden Monaten zu bedienen hat. Und dann sind da noch zahlreiche Republikaner, die gerne ihre alte Partei zurück hätten. Das alles verspricht beste Unterhaltung auf niedrigstem Niveau, denn keines dieser Probleme wird Trump auf seinen Golfplätzen aussitzen können. Und so könnte auf das Feuern schon bald das Grillen folgen.

 
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Twitter macht Trumps Konto dauerhaft dicht

reported by doelf, Samstag der 09.01.2021, 16:07:39

Vier Jahre harte Arbeit haben kurz vor Ende der Amtszeit des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump doch noch Früchte getragen: Um weiteren Hass und Hetze zu unterbinden, hat Twitter Trumps Konto dauerhaft gesperrt und dem Noch-Präsidenten damit eines seiner wichtigsten Sprachrohre genommen. Facebook und Instagram hatten Trump schon zuvor zumindest bis zum Ende seiner Amtszeit suspendiert.

Angst, Hass, Lügen aber nicht mal Titten oder ein Wetterbericht: Über vier Jahre war das Twitter-Konto von Donald Trump Quell einer permanenten Kontroverse. Trumps Gegner waren permanent empört und wollten, dass Twitter den Lügenbold sperrt, während die Fans des Präsidenten jeden auch noch so hirnverbrannten Blödsinn mit einem quasi religiösen Fanatismus hartnäckig verteidigt hatten. Twitter und auch die anderen sozialen Medien erwiesen sich als sehr geduldig und begannen erst im Vorfeld der letztjährigen Präsidentenwahl, erwiesene Unwahrheiten zu kennzeichnen und Beiträge jenseits aller Schmerzgrenzen zu sperren.

Nach dem Sturm des Kongressgebäudes durch Trump-Fans, in dessen Verlauf fünf Personen ihr Leben verloren haben, hatte der scheidende US-Präsident die Angreifer als etwas ganz Besonderes bezeichnet und diese mit einem Wir lieben euch nach Hause geschickt. Zugleich wiederholte er die Lüge, dass ihm der Wahlsieg von schlechten und bösen Menschen gestohlen wurden sei. Diese Beiträge wurden von Twitter nicht nur gesperrt, sie führten auch zu einer zwölfstündigen Suspendierung von Trumps Twitter-Konto. Der Präsident wurde aufgefordert, die strittigen Beiträge zu entfernen, ansonsten drohe eine permanente Sperrung.

Nachdem Twitter Trumps Konto zunächst wieder freigegeben hatte, ist nun doch noch die permanente Sperrung erfolgt. Zuvor hatten bereits Facebook und Instagram die Konten des abgewählten US-Präsidenten bis zum Ende seiner Amtszeit suspendiert. Hoffen wir, dass diese Maßnahmen helfen, die angespannte Lage in den Vereinigten Staaten von Amerika zu beruhigen und weitere Opfer zu vermeiden.

 
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Flash-Speicher: Die Chip-Preise fallen leicht

reported by doelf, Donnerstag der 07.01.2021, 15:05:21

Während uns ein Stromausfall einen weiteren Preisverfall bei den DRAM-Chips verhagelt hat, ist Flash-Speicher am Spot-Markt in Taiwan auch Anfang Januar 2021 wieder etwas billiger geworden. Dies gilt sowohl für die MLC-Chips als auch für die 3D-TLC-Variante.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man heute durchschnittlich 2,394 US-Dollar auf den Tisch legen, was einem Abschlag von 0,54 Prozent entspricht. Zwischen Januar und März 2020 hatte es zunächst steigende Preise gegeben (+2,17%; +4,20%; +5,71%), dann begann im April eine Achterbahnfahrt (-2,42%; +6,31%; -14,43%; +13,11%). Ab August fiel der Kurs (-3,69%, -3,40%, -0,81%) bis es im November zu einer leichten Verteuerung um 0,37 Prozent kam. Im Dezember notierten wir dann wieder einen Rückgang um 2,19 Prozent. Blicken wir ein Jahr zurück, sind die 64Gb-MLC-Chips lediglich um 0,33 Prozent billiger geworden.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 1,942 US-Dollar. Auf eine recht bewegungsarme Entwicklung zwischen Februar und Mai 2020 (+2,74%; -0,39%; +0,39%; +2,59%), folgte von Juni bis August ein Preisverfall (-7,16%; -4,08%; -3,50%). Zwischen September und November ging es auf und ab (+3,58%; -6,48%; +0,66%), doch seither findet der Preisverfall eine Fortsetzung (Dezember: -13,91%; Januar: -0,05%). Der Rückblick auf Januar 2020 zeigt uns eine Verbilligung um 14,15 Prozent.

Wer statt MLC die Variante 3D-TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) kauft, bekommt 256 Gb für 2,836 US-Dollar. Nach happigen Aufschlägen von 11,39, 6,85 und 5,21 Prozent zum Jahresanfang war der Kurs dieser Chips ab April 2020 (-0,38%; -2,72%; -1,14%; -4,38%, -4,33%, -3,23%) kontinuierlich gefallen. Nur im Oktober gab es einen geringfügigen Anstieg um 1,27 Prozent, dann folgten weitere Abschläge von November bis Januar (-0,54%; -2,66%; -0,60%). Binnen Jahresfrist sind die Kurse der 3D-TLC-Chips um 7,08 Prozent gefallen.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,2326 US-Dollar wert und notierte damit um 1,67 Prozent stärker als Anfang Dezember 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar um 10,56 Prozent zugelegt. Während die Preise der DRAM-Chips im Laufe des Januar weiter anziehen dürften, erwarten wir für Flash-Speicher wieder geringfügige Abschläge.

 
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Arbeitsspeicher: Die Preise sind kräftig gestiegen

reported by doelf, Donnerstag der 07.01.2021, 13:13:48

Zum Jahreswechsel haben die Preise für Arbeitsspeicher am Spot-Markt in Taiwan um 6,9 bis 19,72 Prozent zugelegt. Insbesondere die 8Gb-DDR4-Chips sind hiervon betroffen, doch auch beim DDR3-Speicher sehen wir einen Aufschlag im zweistelligen Bereich. Der Auslöser dieser Entwicklung war ein gut einstündiger Stromausfall in Microns Fab 11, der sich am 3. Dezember 2020 ereignet hatte. Das Werk in Taoyuan City, Taiwan kam mit der Übernahme von Inotera zu Micron und verarbeitete zuletzt ca. 125.000 Wafer pro Monat. Dies entspricht rund neun Prozent der weltweiten DRAM-Produktion.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2400 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 3,460 US-Dollar auf den Tisch legen und das sind stolze 19,72 Prozent mehr als Anfang Dezember 2020. Damals war der Kurs dieser Chips um 1,55 Prozent gestiegen. Von Januar bis April 2020 hatte es bei diesen Chips einen sich abschwächenden Preisanstieg gegeben (+12,56%, +11,03%, +3,79%, +2,08%), von Mai bis August folgten dann Abschläge in einem ähnlichen Rahmen (-8,72%, -8,04%, -12,09%, -2,79%). September bis November zeigten sich uneinheitlich (+0,27%, +12,88%, -3,62%). Blicken wir ein Jahr zurück, so ist der Preis um 13,44 Prozent gestiegen.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,843 US-Dollar und liegt damit um 6,90 Prozent über dem Kurs des Vormonats. Bei diesen Chips hatte der Preisverfall schon im April eingesetzt und bis November angehalten (-4,51%, -6,47%, -4,44%, -5,34%, -1,68%, -0,80%, -2,18%, -1,81%). Anfang Dezember 2020 notierten wir dann einen Kursanstieg um 2,74 Prozent. Der Blick auf den Vorjahreswert offenbart einen geringfügigen Anstieg um 2,79 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,870 US-Dollar gezahlt, was einem heftigen Preisanstieg von 12,38 Prozent entspricht. Schon im Dezember hatte es hier einen Preissprung um 12,66 Prozent gegeben. Nachdem dieser Kurs zwischen Januar und März 2020 immer stärker zugelegt hatte (+6,39%, +9,39%, +11,61%), folgte von April bis August ein kontinuierlicher Preisverfall (-9,28%, -5,93%, -5,71%, -5,10%, -3,96%). September (+2,66%), Oktober (-1,84%) und November (+2,43%) zeigten sich uneinheitlich. Binnen zwölf Monaten ist dieser Kurs um 17,02 Prozent gestiegen.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,2326 US-Dollar wert und notierte damit um 1,67 Prozent stärker als Anfang Dezember 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar um 10,56 Prozent zugelegt. Die zukünftige Preisentwicklung wird weiterhin von der in vielen Teilen der Welt ungebremsten Corana-Pandemie geprägt. Und diese wird länger anhalten als der kurzfristige aber heftige Effekt durch die beim Stromausfall zerstörten Wafer, dessen Einfluss im Laufe des Januar abebben dürfte.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

 
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UPDATE: Trump am Ziel - Die USA sind eine Bananenrepublik

reported by doelf, Mittwoch der 06.01.2021, 23:13:10

Aufgestachelt von den Lügen des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump haben dessen Unterstützer das Kapitol in Washington gestürmt. Die Sicherheitskräfte mussten den Mob mit Schusswaffen und Tränengas zurückdrängen. Kongressmitglieder wurden bedroht und mussten evakuiert werden. Ein republikanischer Abgeordneter stricht von einem Staatsstreich.

Eigentlich sollte heute der gewählte US-Präsident Joe Biden von den Abgeordneten bestätigt werden, doch Trump hat die Vereinigten Staaten von Amerika endgültig in eine Bananenrepublik verwandelt. Das Kapitol wurde zunächst von Trump-Anhängern belagert. Vor gut zwei Stunden um 13 Uhr Ortszeit durchbrachen Randalierer in Kampfmontur die Absperrungen, was von den Sicherheitskräften mit Blendgranaten und Tränengas beantwortet wurde. Die Angreifer drangen dennoch bis zum Gebäude vor, schlugen Scheiben ein und kletterten durch diese hinein. Dabei machten sie zahlreiche Fotos und Videoaufnahmen, die fast zeitgleich über die sozialen Netzwerke verbreitet wurden. Im folgenden Chaos musste die Sitzung unterbrochen und die Abgeordneten evakuiert werden. Die Lage ist weiterhin angespannt.

Während der republikanische Kongressabgeordnete Adam Kinzinger aus Illinois seinem Präsidenten einen Staatsstreich vorwirft (This is a coup attempt), gießt Donald Trump weiter Öl ins Feuer. Er hat seine Jünger zwar aufgerufen, friedlich abzuziehen und die vor Ort befindlichen Sicherheitskräfte zu respektieren, doch zugleich wiederholte er seine Behauptung, die Wahl in einem Erdrutschsieg gewonnen zu haben und dass ihm diese Wahl durch angebliche kriminelle Machenschaften der Demokraten gestohlen wurde. Zudem äußerte er sein aufrichtiges Mitgefühl für die verletzten Gefühle der Randalierer. Hier die textliche Zusammenfassung von 62 Sekunden, die der peinlichsten Präsidentschaft in der Geschichte der USA einen weiteren Tiefpunkt verleihen:

"I know your pain. I know you're hurt. We had an election that was stolen from us. It was a landslide election. It was stolen from us. Everyone knows it, especially the other side. But you have to go home now. We have to have peace. We have to have law an order. We have to respect our great people of law an order. We don't want anybody hurt. It's a very tough peroid of time. There has never been a time like this where such a thing happened. Where they could take it away from all of us - from me, from you, from our country. This was a fraudulent election. But we can't play into the hands of these people. We have to have peace. So go home. We love you. You're very special. You see what happens. You see the way others are treated that are so bad and so evil. I know how you feel. But go home and go home in peace.

Übersetzung: "Ich kenne euren Schmerz. Ich weiß, dass ihr verletzt seid. Wir hatten eine Wahl, die uns gestohlen wurde. Es war eine Erdrutschwahl. Sie wurde uns gestohlen. Jeder weiß es, besonders die andere Seite. Aber ihr müsst jetzt nach Hause gehen. Wir müssen Frieden haben. Wir müssen Recht und Ordnung haben. Wir müssen unsere großartigen Polizeikräfte respektieren. Wir wollen nicht, dass jemand verletzt wird. Es ist eine sehr harte Zeit. Es gab noch nie eine Zeit wie diese, in der so etwas passiert ist. Wo sie uns das wegnehmen können - von mir, von dir, von unserem Land. Dies war eine betrügerische Wahl. Aber wir können diesen Leuten nicht in die Hände spielen. Wir müssen Frieden haben. Also geht nach Hause. Wir lieben euch. Ihr seid etwas ganz Besonderes. Sie sehen, was passiert. Sie sehen, wie andere behandelt werden, die so schlecht und so böse sind. Ich weiß wie ihr euch fühlt. Aber geht nach Hause und geht in Frieden nach Hause."

Mit welch dreister Verlogenheit Donald Trump heute agiert hat, lässt sich kaum überbieten. Jede Sekunde, die dieser Mann noch in seinem Amt verbringt, ist eine Sekunde zu viel. Zumindest gibt es gute Nachrichten aus dem US-Bundesstaat Georgia: Nachdem Donald Trump den dortigen Wahlleiter in einem stundenlangen Telefonat genötigt hatte, das Wahlergebnis nachträglich zu seinen Gunsten abzuändern, und dieser den Inhalt des Gesprächs veröffentlicht hatte, hatten genug Bürger des traditionell republikanischen Bundesstaates die Nase endgültig voll und haben in der Nachwahl zum Senat für die beiden Kandidaten der Demokraten votiert. Damit verfügen beide Parteien im neuen Senat über je 50 Stimmen (split vote) und in diesem Fall entscheidet die gewählte demokratische Vizepräsidentin Kamala Harris.

UPDATE: Inzwischen hat der US-Kongress, der sich aus den beiden Kammern Senat und Repräsentantenhaus zusammensetzt, den Wahlsieg von Joe Biden bestätigt. Die Demokraten werden zukünftig in beiden Kammern die Mehrheit haben. Donald Trump bleiben damit noch 13 Tage Amtszeit, denn laut Verfassung wird die Amtsübergabe am 20. Januar 2021 um 12 Uhr mittags (Ortszeit Washington DC) stattfinden. Das ist viel Zeit, um weiteres Unheil anzurichten. Über den Jahreswechsel hatte Trump mehrere ihm gesonnene Straftäter begnadigt und zugleich etliche Hinrichtungen angeordnet. Es geht dabei um Hinrichtungen auf Bundesebene, deren Vollstreckung über Jahre ausgesetzt war. Erst im Juli 2019 hatte Trump diese Hinrichtungen wieder eingeführt. Trump verlässt das Weiße Haus also mit blutigen Hände - auch in Hinblick auf die Unruhen der letzten Nacht, die vier Todesopfer gefordert hatten. Trumps aufwieglerische Tweets sind weiterhin gesperrt und auch auf Facebook wurde dem abgewählten Präsidenten ein Maulkorb verpasst.

 
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Julian Assange: Keine Auslieferung, keine Freilassung

reported by doelf, Mittwoch der 06.01.2021, 16:40:58

Die britische Richterin Baraitser hatte die Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange an die USA am Montag abgelehnt. Es bestünde die Gefahr einer Selbsttötung. Nun lehnte die selbe Richterin Assanges Freilassung aus einem Hochsicherheitsgefängnis auf Kaution ab, da Fluchtgefahr bestehe.

Mit der Ablehnung des Auslieferungsantrags ist das Verfahren keinesfalls abgeschlossen, denn der zuständige US-Staatsanwalt hat in London bereits Berufung eingelegt. Ob es tatsächlich zu einem Berufungsverfahren kommen wird, steht allerdings noch in den Sternen - der gewählte US-Präsident Joe Biden hat sich zu diesem Thema noch nicht geäußert. Richterin Baraitser will den USA aber zumindest diese Möglichkeit geben und dazu muss Assange ihrer Meinung nach hinter Schloss und Riegel bleiben. Assange stehe nach wie vor ein internationales Netzwerk zur Seite, dass ihm eine Flucht ins Ausland ermöglichen könne. Somit verbleibt der gebürtige Australier im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, in dem er seit April 2019 festgehalten wird.

Ein Rückblick
Die Geschichte begann auf einer Vortragsreise im Jahr 2010, auf welcher Assange bei der Ausführung des Geschlechtsaktes gegen schwedisches Recht verstoßen haben soll. Der zu Beginn einvernehmliche Sex endete mit dem Verdacht der Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Nötigung sowie einem europäischen Haftbefehl. Als dieser ausgestellt wurde, befand sich der Australier allerdings nicht mehr in Schweden, sondern in Großbritannien. Dort stellte er sich am 7. Dezember 2010 der Polizei und wurde später auf Kaution freigelassen. In den Jahren 2011 und 2012 kämpfte Assange vor den britischen Gerichten gegen das schwedische Auslieferungsersuchen, doch am 14. Juni 2012 scheiterte er in letzter Instanz vor dem Supreme Courts.

Am 19. Juni 2012 flüchtete sich der Australier in die Botschaft Ecuadors und stellte dort einen Antrag auf Asyl, der auch gewährt wurde. Es begann eine jahrelange Belagerung durch die britische Polizei, die den Kautionsflüchtling um jeden Preis dingfest machen sollte. Im Mai 2017 hatte die schwedische Generalstaatsanwältin Marianne Ny die Ermittlungen gegen Julian Assange eingestellt und damit hätte die traurige Geschichte nach sieben Jahren ein Ende finden können, wenn nicht die britischen Strafverfolger den Vorwurf der Kautionsflucht aufrecht erhalten hätten. Und so wurde die Belagerung der Botschaft fortgesetzt.

Nach der Veröffentlichung der INA Papers durch Wikileaks, welche Ecuadors Präsidenten Lenin Moreno schwer belasten, wurde Assange in der Botschaft zur Persona non grata. Im April 2019 setzte man ihn kurzerhand vor der Tür, wo ihn Londons Metropolitan Police Service in Gewahrsam nahm. Nur wenig später folgte ein Auslieferungsersuchen der USA. Seither sitzt Assange im Gefängnis Belmarsh, einer zur Unterbringung von Terroristen und Schwerstverbrechern erbauten Anlage, und versucht, seine Auslieferung zu verhindern. Assange hatte stets behauptet, die Vergewaltigungsvorwürfe seien von Schweden vorgeschoben wurden, damit man ihn nach seiner Verhaftung an die USA ausliefern könne. Dort droht ihm eine lebenslange Haft wegen der Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen.

Quelle: www.bbc.com
 
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Und wieder ein Update-Gau bei Xiaomi

reported by doelf, Dienstag der 05.01.2021, 12:02:55

Das Smartphone Xiaomi Mi A3 wird durch das Update auf Android 11 mitunter vollständig außer Gefecht gesetzt. Da dann selbst das Zurücksetzen nicht mehr möglich ist, muss das Gerät zur Reparatur. Vergangenen März hatte das Update auf Android 10 dem Mi A3 Boot-Schleifen beschert und auch das Modell Mi A2 Lite war zum Jahreswechsel 2019 auf 2020 aufgrund eines fehlerhaften Android-10-Updates reihenweise ausgefallen.

Dass ausgerechnet jene Xiaomi-Geräte, welche auf einem sauberen Android One ohne herstellereigene Anpassungen basieren, derart von Update-Problemen geplagt sind, erscheint auf den ersten Blick verwunderlich, denn abgesehen vom Einpflegen der gerätespezifischen Treiber hat der chinesische Hersteller hier nur wenig zu tun. Doch Xiaomi behandelt die Android-One-Modelle extrem stiefmütterlich und scheint auf eine Qualitätskontrolle vollständig zu verzichten. Absolute Priorität genießt derweil das stark modifizierte MIUI, dessen für den chinesischen Markt entwickelte Variante komplett ohne Google-Dienste angeboten wird.

Das aktuelle Update markiert einen neuen Tiefpunkt: Wenn der Benutzer das Angebot zur Installation von Android 11 annimmt, schlägt der Neustart fehl und auch der Wiederherstellungsmodus ist nicht mehr erreichbar. Der Hersteller rät daher vom Update ab und hat dieses auch schon zurückgezogen. Geräte, die das Update im Hintergrund bereits heruntergeladen haben, können es aber dennoch zur Installation anbieten und genau hier ist Vorsicht geboten. Ist das Gerät erstmal defekt, verspricht Xiaomi eine kostenlose Reparatur in einem seiner Service-Center.

Doch auch dieser Service hat einen Haken: In ganz Deutschland gibt es nur ein einziges Service-Center und zwar in der Flinger Str. 23 bis 25 in 40213 Düsseldorf. Xiaomi selbst nennt die Telefonnummer 0211 869 36 657, während das Geschäft die Nummer 02154 882 61 01 für technische Fragen anführt.

 
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Nachgereicht: AMD Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.12.2

reported by doelf, Freitag der 01.01.2021, 19:00:18

AMD hatte vor ein paar Tagen den optionalen Grafiktreiber 20.12.2 freigegeben, welcher den Grafikkarten auf Basis von Radeon RX 6800 XT und RX 6900 XT Unterstützung für das RGB-LED-Utility von Cooler Master bringt. Weitere Neuerungen oder Fehlerbereinigungen gibt es nicht, weshalb dieser Treiber ausschließlich für die Big-Navi-Modelle angeboten wird.

Ungelöste Probleme
Beim Einsatz von DirectX-Raytracing gibt es Stabilitätsprobleme mit den Spielen Metro Exodus, Shadow of the Tomb Raider, Battlefield V und Call of Duty: Modern Warfare. Einige Anzeigegeräte, darunter die Baureihen Sceptre C und Samsung Odyssey G9, zeigen an Grafikkarten der Baureihe Radeon RX 6000 zwischenzeitlich ein schwarzes Bild an. Dazu kommen Darstellungsfehler beim Modell Samsung Odyssey G9 C49G95T, sofern die Auflösung 5.120 x 1.440 Bildpunkte mit 240 Hz gefahren wird. Nutzer von Oculus Link erleben mit den Grafikkartenbaureihen Polaris und Vega derzeit zufällige Abstürze und bei Verwendung des MSI Afterburner flackert manchmal der Bildschirm.

Die übrigen Bugs waren zuvor bereits bekannt: Beim Einsatz von Enhanced Sync ist weiterhin Vorsicht geboten, da diese Option in einigen Kombinationen zu einer schwarzen Anzeige führen kann. Aufgrund eines Fehlers bei der HDMI-Skalierung wird die Framerate zuweilen auf 30 fps festgestellt. Die randlose Vollbilddarstellung verursacht bei aktiviertem Radeon FreeSync in mehreren Spielen ein Helligkeitsflackern und lässt Spiele ins Stottern geraten (nur RDNA-Modelle), wenn parallel auf einer erweiterten Anzeige die Windows-App von Netflix läuft. Die anisotrope Filterung lässt sich nicht auf DirectX-9-Applikationen anwenden (nur RDNA-Modelle) und für Modelle der Baureihe Radeon HD 7800 stehen die Aufnahme- und Streaming-Funktionen zuweilen nicht zur Verfügung.

Kompatible Grafiklösungen und Betriebssysteme
AMD bietet diesen Treiber nur für die 64-Bit-Ausgaben von Windows 10 an, unterstützt werden ausschließlich die Big-Navi-Modelle Radeon RX 6800 XT und RX 6900 XT. Für diskrete Grafiklösungen ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Notebook) sowie die integrierten Grafikeinheiten zahlreicher APUs und Ryzen-Prozessoren bleiben die optionale Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.12.1 sowie die empfohlene Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.11.2 WHQL aktuell. Wer noch einen 32-Bit-Treiber benötigt, muss zur Radeon Software Adrenalin Edition 18.9.3 vom 5. November 2018 greifen.

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Wir wünschen allen ein besseres Jahr

reported by doelf, Freitag der 01.01.2021, 18:04:20

2020 war für die meisten von uns ein Jahr zum Vergessen. Die einen haben nur Aufträge und einen Teil ihres Einkommens verloren, die anderen mussten Freunde und Verwandte beklagen. Und wir alle haben einen beträchtlichen Teil unserer Freiheit aufgegeben. Und das nicht, weil sich Angela Merkel, Bill Gates und geheimnisvolle Echsenwesen verschworen haben, sondern weil dies erforderlich war und auch in den kommenden Wochen und Monaten noch erforderlich sein wird.

2020 mag vorbei sein, doch der Winter und die kalte Jahreszeit sind es keineswegs. Und auch die Verfügbarkeit erster Impfstoffe ist nur ein kleiner Lichtblick, da die ganze Kampagne noch Monate dauern wird. In der Zwischenzeit bleibt uns allen nichts anderes übrig, als abzuwarten und zugleich ein wachsames Auge auf unsere Demokratie zu haben. Und wir dürfen aufgrund der Omipräsenz dieser Pandemie nicht die übrigen weltweiten Herausforderungen aus den Augen verlieren, allen voran den Klimawandel und die durch den Temperaturanstieg verursachten Naturkatastrophen und Hungersnöte. Wenn selbst der harte Brexit verhindert werden konnte, scheint kaum noch eine Herausforderung unmöglich ;-)

Für alle Optimisten unter unseren Lesern haben wir folgendes Lied zum Start ins neue Jahr ausgewählt - Atlantis mit It's getting better:

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Wer noch nicht so weit ist oder eher einer pessimistischen Weltsicht anhängt, möge es mit Another Year Again von The Sadies versuchen:

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Und allen Eltern, die auf eine baldige Wiedereröffnung von Kitas und Schulen hoffen, geben wir Anvils Hope In Hell mit auf den Weg:

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Also dann: Nicht unterkriegen lassen! Unsere Großeltern und Urgroßeltern hatten während der Weltkriege viel Schlimmeres zu ertragen als geschlossene Geschäfte und eine eingeschränkte Auswahl möglicher Urlaubsziele.

Eure Au-Ja-Redaktion

 
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Weihnachten 2020: Wir warten auf Impfdosen

reported by doelf, Donnerstag der 24.12.2020, 11:24:59

Alle Jahre wieder ist das Weihnachtsfest eine unantastbare Konstante und ein wichtiger Anker kurz vor dem Jahresende. Quasi per Gebot ist festgelegt, dass man seine Familie trifft, das einzige Mal im Jahr einen Gottesdienst besucht und Geschenke zum zeitnahen Umtausch an seine Lieben und deren Anhang verteilt. Doch 2020 ist alles anders, denn in diesem Jahr könnte man ganz leicht auch Corona-Viren verteilen. Und das will man ja nicht unbedingt, selbst wenn man einem Teil der Verwandtschaft lieber erst zum Sanktnimmerleinstag wieder begegnen würde.

Tatsächlich markiert die aktuelle COVID-19-Pandemie den schwersten Eingriff in die deutschen Weihnachtsabläufe seit der Einstellung von Wir warten aufs Christkind. Zwischen 1960 und 1995 verschaffte die ARD den Eltern des Landes die Möglichkeit, ihre Kinder für zwei Stunden vor dem Fernseher zu parken, um letzte Vorbereitung für das Essen und die Bescherung am heiligen Abend zu treffen. Da niemand an eine Möglichkeit gedacht hatte, auch die Großeltern zu beschäftigen, scheiterte das Konzept letztendlich und wurde nach dreißig Jahren eingestellt. Der WDR bemühte sich ab 2001 zwar um eine Wiederbelebung des klassischen Programmangebots, aber irgendwie ist die Luft raus oder ich bin inzwischen einfach zu alt für diesen Scheiß.

Erfreulicherweise sind die Öffentlich-Rechtlichen-Sender derzeit bemüht, ihre Schiene klassischer Märchenfilme nicht allzu oft mit Corona-Sondersendungen zu unterbrechen. So begnügt man sich während der Ausstrahlung von Drei Infektionen für Aschenbrödel damit, eine mögliche Ausgangssperre in Wattenscheid-Nord - gilt nur für gerade Hausnummern zwischen 3 und 4 Uhr bei zunehmendem Mond - per Lauftext zu thematisieren, während CNN live von den Entwicklungen berichtet und einen neuen Hotspot in einem Kamin in Lüdenscheid ausgemacht haben will. Eine solche Aktualität bieten die deutschen Nachrichtensender an Feier- und Halbfeiertagen nicht. Stattdessen werden Dokumentationen wie Hitlers Viren, Megatransporte: Impfdosen oder Genial gebaut: Die ersten Lazarette gezeigt.

Der kleine Lord Fauntleroy kommt aus Seuchenschutzgründen erst gar nicht die die dreckige Gasse der Pächter, verkracht sich mit seinem Großvater und kehrt in die USA zurück, um dort Präsident zu werden, sein Land wieder groß zu machen und dann alle Handelsbeziehungen zu Großbritannien zu kappen. Die Kinder von Bullerbü dürfen nicht auf die Schusterwiese, denn sie wurden mit Corona-Verdacht für zehn Tage isoliert. Großvater Hoppenstedt darf das Seniorenheim erst gar nicht verlassen und aufgrund der überlasteten Internetverbindung bricht das Streaming seiner geliebten Marschmusik immer wieder zusammen. Derweil verliert sein Enkel einen Finger, als er versucht, ein günstig aus China importiertes Windrad-Spielzeug in Betrieb zu nehmen.

Ja, 2020 ist alles etwas anders. COVID-19 hat alles fest im Griff und verteilt pünktlich zum Fest ganz neue Mutationen aus dem britischen Kent und dem Süden Afrikas. Derweil warten fast alle auf Impfdosen, wahlweise um sich damit vor einer Erkrankung zu schützen oder um vor der weltweiten Machtübernahme durch Bill Gates und seine Reptiloiden zu warnen. Große Teile der Welt stehen still und es wäre fast schon besinnlich, wenn es nicht so bedrückend und beängstigend wäre. Wer nun denkt, es könne nicht noch schlimmer kommen, hat das ZDF vergessen: COVID-19 zum Trotz kommt heute zur besten Sendezeit die achte Heiligabendshow von Carmen Nebel und ihr Vertrag wurde bis Ende 2023 verlängert! Kein Wunder, dass Sachsen-Anhalt die Erhöhung des Rundfunkbeitrags blockiert hat!

Wer dem ganzen Elend mit einer gepflegten Gaming-Partie entfliehen wollte, hat eh den Shopping-Blues, denn weder die neuen Spielekonsolen noch die neuen Grafikkarten sind im Handel zu akzeptablen Preisen zu finden. Die Lieferengpässe sollen sich erst im Frühjahr auflösen, also dann, wenn die Sonne wieder scheint und man die heimische Selbstisolationshölle mal wieder verlassen möchte. Andererseits wird Cyberpunk 2077 frühestens im März 2021 den zahlungspflichtigen Beta-Test verlassen und damit stimmt das Timing irgendwie. Bis dahin kann man eigentlich nur den alten Rotwein aus dem Keller mit ein paar steinharten Printen aufkochen und mit reichlich Zucker sowie den Resten diverser Spirituosenflaschen abschmecken, um den typischen Weihnachtsmarktschädel zu simulieren.

Bleibt noch das obligatorische Weihnachtslied und auch das fällt in diesem Jahr ein wenig anders aus - Randy and the Rockets mit I'm Not Driving Home This Christmas:

Hinweis: YouTube-Videos sind deaktiviert!
Inhalte von Google und YouTube aktivieren

Bleibt gesund und verliert weder Mut noch Verstand. Queerdenken ist okay, doch Querdenken macht nur Knoten ins Hirn! Und da sind die Verläufe meist viel ernster und schwerwiegender als bei COVID-19.

 
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LibreOffice 7.1.0 RC 1 wartet auf Tester

reported by doelf, Donnerstag der 24.12.2020, 09:55:34

Vom für Anfang Februar 2021 geplanten LibreOffice 7.1.0 gibt es inzwischen einen ersten Release Candidate, dessen Installationspakete für Windows, macOS und Linux verfügbar sind. LibreOffice 7.1.0 bereinigt nicht nur unzählige Fehler, sondern bietet auch neue Funktionen für die Textverarbeitung Writer, die Tabellenkalkulation Calc, die Präsentations-Software Impress und das Zeichenprogramm Draw.

Für die Alpha-Ausgabe von LibreOffice 7.1.0 wurden 788 Änderungen aufgeführt, welche Fehler bereinigen und den Programmcode optimieren. Von LibreOffice 7.1.0 Alpha 1 zu Beta 1 wurden 246 Änderungen vorgenommen und Maßnahmen gegen 26 potentielle Absturzursachen getroffen. Der Release Candidate 1 umfasst weitere 132 Korrekturen und behebt dabei auch fünf Stabilitätsprobleme. Dazu kommen etliche Verbesserungen rund um die Dateiformate von Microsoft, die schwerpunktmäßig auf das .DOCX-Format abzielen.

Einfacher erweitern
Kommen wir nun zu den neuen Funktionen und sonstigen Optimierungen, welche sich im Rahmen der Veröffentlichungskandidaten nicht mehr grundlegend ändern werden. Neu hinzugekommen ist beispielsweise ein Dialog für Erweiterungen, der den Umweg über eine Suche auf der Webseite und die Installation per Erweiterungs-Manager einspart. Stattdessen reicht jetzt ein Klick und neben funktionalen Erweiterungen deckt dieser Dialog auch Vorlagen, Makros und Icons ab. Für jede Erweiterung werden Name, Beschreibung, ein Bildschirmfoto, die Zahl der Downloads und Kommentare sowie die durchschnittliche Bewertung nebst weiterführender Links angezeigt. Die Erweiterungen lassen sich anhand ihrer Downloads, Bewertungen und Kommentare sortieren. Bereits installierte Erweiterungen sind im Dialog deaktiviert.

Writer
Für eine bessere Interoperabilität mit Microsoft Word hat die Textverarbeitung Writer die vier Tabellenformeln ABS, COUNT, PRODUCT und SIGN erlernt. Der neue Stile-Inspektor kann alle Attribute von Absatzstilen, Zeichenstilen und manuell formatierten Eigenschaften (direkte Formatierung) anzeigen. Unicode-Text wird nun auch dann erkannt, wenn dieser nicht durch eine Byte-Reihenfolge-Markierung (BOM) gekennzeichnet ist. Eingabefelder können über Ansicht, Feldnamen umgeschaltet werden, so dass sie wahlweise das Resultat oder die Anweisung anzeigen. Auch leere Felder lassen sich mit der Maus auswählen und die Operationen Suchen und Ersetzen wurden beschleunigt.

Untertabellen in älteren .ODF-Dokumenten (OpenOffice.org 2.2 und älter) können beim Import in moderne Zeilenbereichstabellen konvertiert werden. Formen lassen sich neuerdings mittels eines fest definierten Abstands am Seitenende verankern und der Writer unterstützt gebietsschemaunabhängige Vorlagen für Blog-Beiträge. Der Outline Folding Mode für die Textverarbeitung Writer gilt derzeit noch als experimentell. Um das dazugehörige Kontrollkästchen unter Extras, Optionen, LibreOffice Writer, Ansicht zu sehen, müssen zunächst die experimentellen Funktionen unter Extras, Optionen, LibreOffice, Erweitert freigeschaltet werden.

Calc
Bei der Tabellenkalkulation Calc wurde eine Option zum Deaktivieren des Einfügens mit der Eingabetaste hinzugefügt, sie findet sich unter Extras, Optionen, LibreOffice Calc, Allgemein. Im Autofilter-Fenster kann man die Elemente nun auch zeilenweise auswählen, statt für jedes einzelne ein Kontrollkästchen abzuhaken, und im Solver-Dialogfeld wurde die Schaltfläche Alles zurücksetzen ergänzt. Weiterhin wurde ein Problem mit Eingabefeldern behoben, welches das Setzen der Formularreferenz für Seiten mit eingefrorenen Zeilen oder Spalten verhindern konnte. Die INDIRECT-Funktion unterstützt jetzt auch blattlokale Bereichsnamen.

Das Füllen mit verbundenen Zellen wurde verbessert, damit die Verbindung erhalten bleibt und eine sinnvolle lineare Folge von Zahlen entsteht. Hierzu werden beispielsweise leere, überlappende Zellen übersprungen. Strukturen aus verbundenen Zellen werden nun wie bei anderen Tabellenkalkulationen kopiert und eine Teilauswahl des Nutzers wird automatisch auf verbundene Zellen ausgeweitet, um ein unvollständiges Kopieren abzufangen. Mehr Geschwindigkeit gibt es bei der Rechtschreibprüfung und beim Suchen mit dem Autofilter. Letzteres macht sich insbesondere bei der Eingabe von Zeichen in das Suchfeld des Autofilters bemerkbar.

Impress und Draw
Beim .PPTX-Import werden SmartArt-Objekte zielsicherer platziert und Draw kann .PDF-Dateien sichtbare Signaturen hinzufügen. Der Schatten, mit denen man Objekte versehen kann, erscheinen nun weichgezeichnet, und bei Impress lassen sich die Animationen ab sofort für mehrere ausgewählte Objekte gleichzeitig ändern. Dazu gibt es gibt es neue Physik-basierte Animationen, welche Objekte fallen oder nach links oder rechts abprallen lassen. Die Präsentationskonsole wurde um die Schaltflächen Exit und Pause/Fortsetzen erweitert.

Weitere Verbesserungen
Die neuen ScriptForge-Bibliotheken bieten eine umfassende Makro-Sammlung für all jene, die in LibreOffice mit Basic- oder Python-Skripten arbeiten. Der neue Vorlagendialog umfasst eine Listenansicht, in der man Vorlagen nach Name, Kategorie, Datum, Module oder Größe sortieren kann. Math hat volle Unterstützung für HTML-Farben erhalten und die Erkennung von 0-Byte-Dateien orientiert sich an den Erweiterungen. Wer will, kann den Windows-Quellcode von LibreOffice für die ARM64-Architektur kompilieren und somit native ARM64-Programme erzeugen - diese Option ist allerdings noch unfertig und experimentell.

Der weitere Fahrplan bis zur finalen Fassung
Zwei weitere Veröffentlichungskandidaten sollen zwischen dem 11. und 17. Januar 2021 sowie zwischen dem 25. und 31. Januar 2021 folgen. Die Freigabe des fertigen LibreOffice 7.1.0 ist für die Woche vom 1. bis zum 7. Februar 2021 geplant. Mit dem Umstieg von der aktuellen Entwicklungsschiene 7.0 hat es dennoch keine Eile, da diese zumindest bis zum 6. Juni 2021 gepflegt wird.

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Der Firefox 84.0.1 kümmert sich um vier Fehler

reported by doelf, Mittwoch der 23.12.2020, 17:38:49

Am gestrigen Abend wurden der finale Firefox 84.0.1 zum Download freigegeben. Dieses Update behebt Abstürze, welche von mehreren Anti-Virus-Programmen verursacht wurden, sowie drei weitere Fehler. Sicherheitsrelevante Änderungen gab es diesmal nicht, so dass der Firefox ESR keine Aktualisierung erhalten hat.

Neben Virenschutzprogrammen konnten auch bestimmte PKCS11-Module und Smartcards zu Instabilitäten führen. In anderen Fällen verhinderten sie das Laden sicherer Webseiten. Auf einigen Windows-Systemen lief der Firefox langsamer als erwartet, zudem kam es zum Flackern von Seitenelementen. Dies haben die Entwickler ebenso behoben wie einen Fehler, der das Laden von Unity-JS-Spielen auf neuen Macs mit dem Prozessor Silicon M1 verhindern konnte. Offenbar funktionierte die Erkennung des Betriebssystems nicht richtig.

Die Neuerungen des Firefox 84
Betrachten wir nun noch kurz die Neuerungen der Version 84: Zunächst wäre da die native Unterstützung für Apples ersten Mac-Prozessor, den Silicon M1, zu nennen. Diese hat die Startzeit um den Faktor 2,5 verkürzt und die Resultate von SpeedoMeter 2.0 verdoppelt. Der Silicon M1 wird in den kürzlich vorgestellten 2020er-Varianten von MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini verbaut. Sollte es bei der Wiedergabe verschlüsselter Videoinhalte über Anbieter wie Netflix, Hulu, Disney+ oder Prime zu Fehlermeldungen kommen, fehlt auf dem Mac die Rosetta-System-Software.

Mozillas Compositor WebRender wurde für macOS Big Sur sowie für Intel-GPUs der sechsten Generation unter Windows freigeschaltet. Unter Linux in Kombination mit GNOME und X11 ist die beschleunigte Rendering-Pipeline von WebRender nun standardmäßig aktiviert. WebRender wurde in Mozillas Programmiersprache Rust entwickelt und setzt viel stärker auf den Grafikprozessor, was in erster Linie Geschwindigkeitsvorteile bringt, aber auch die Akku-Laufzeit verlängern kann. Unter Linux verbessert der Einsatz moderner Speicherreservierungstechniken die Performance sowie die Kompatibilität mit Docker.

Unter den 14 Sicherheitslücken, die der Firefox 84.0 geschlossen hat, findet sich nach langer Zeit wieder ein kritisches Problem (CVE-2020-16042). Konkret geht es um BigInt-Werte, die in 8 Byte besonders große Ganzzahlen ablegen. Die Schwachstelle trat beim Verschieben von BigInt-Werten nach rechts auf, denn hierbei wurde der Sicherungsspeicher nicht ordnungsgemäß gelöscht. Dies kann dazu führen, dass ein Angreifer nicht initialisierte Speicherbereiche auslesen kann. Betroffen sind sowohl der Firefox 83.0 als auch die ESR-Version 78.5.0 sowie frühere Versionen.

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LibreOffice 7.0.4 ist fertig, LibreOffice 7.1.0 RC 1 liegt als Quellcode vor

reported by doelf, Montag der 21.12.2020, 16:59:32

LibreOffice 7.0.4 liegt für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Die finale Ausgabe entspricht dem zweiten Veröffentlichungskandidaten und wer diesen bereits verwendet, muss die Installationsdateien nicht erneut herunterladen. Auch vom für Februar 2021 geplanten LibreOffice 7.1.0 gibt es inzwischen einen Release Candidate, bisher aber nur als Quellcode.

LibreOffice 7.0.4 umfasst 114 Änderungen, von denen sich 24 um potentielle Absturzursachen kümmern. So konnte es beim Ausschneiden von Diagrammen, beim Ändern von Diagrammparametern, beim Schließen der Tabellenvorschau und beim Ausführen von Basic-Makros zum Crash kommen. Sowohl das Anwenden von Formatvorlagen auf Tabellenzellen als auch das Öffnen des Druckdialogs führte unter GTK3 zum Absturz und das Drucken unter Qt5 ließ den Writer abfliegen. Weitere Problemstellen offenbarten sich beim Rückgängigmachen bestimmter Aktionen sowie beim Schließen bestimmter Fenster.

Sieben Fehlerbereinigungen verbessern das Zusammenspiel mit Microsofts .DOCX-Format. So gehen Bildpfade beim DOCX-Import nicht mehr verloren und beim Öffnen bleibt die Position der Bilder vorhanden. Verankerte Formen lassen Tabellenabsätze beim DOCX-Export nicht verrutschen und beim Kopieren von Bildern mit Beschriftungstext werden die Bilder nicht doppelt kopiert. Beim Import von .PPTX-Präsentationen bleiben Farbwechsel nach transparent (EMF+, Enhanced Metafile Format Plus Extensions) erhalten. Dies hatte bisher nur beim .PPT-Format funktioniert. Die Textverarbeitung Writer stolpert beim PDF-Export nicht mehr über CJK-Schriftarten und RTF-Texte mit Textrahmen können wieder geöffnet werden. Zudem rücken Tabellen in .RTF-Dateien nicht mehr nach links.

LibreOffice 7.1.0 ist für die erste Woche des Februar 2021 terminiert und liegt aktuell in einer ersten Beta-Fassung für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Ein erster Veröffentlichungskandidat dürfte in Kürze folgen, seit ein paar Tagen ist dessen Quellcode verfügbar. Für die Alpha-Ausgabe wurden 788 Änderungen aufgeführt. Von LibreOffice 7.1.0 Alpha 1 zu Beta 1 wurden 246 Änderungen vorgenommen und Maßnahmen gegen 26 potentielle Absturzursachen getroffen. Der Release Candidate 1 umfasst weitere 132 Korrekturen und behebt dabei auch fünf Stabilitätsprobleme. Dazu kommen etliche Verbesserungen rund um die Dateiformate von Microsoft.

LibreOffice 7.1.0 Beta 1 läuft ganz ordentlich, sollte aber dennoch nicht zum Produktiveinsatz kommen. Noch in dieser Woche ist mit kompilierten Ausgaben des ersten Veröffentlichungskandidaten zu rechnen. Zwei weitere sollen zwischen dem 11. und 17. Januar 2021 sowie zwischen dem 25. und 31. Januar 2021 folgen. Die Freigabe des fertigen LibreOffice 7.1.0 ist für die Woche vom 1. bis zum 7. Februar 2021 geplant. Mit dem Umstieg von der aktuellen Entwicklungsschiene 7.0 hat es dennoch keine Eile, da diese zumindest bis zum 6. Juni 2021 gepflegt wird.

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Sony wirft Cyberpunk 2077 raus und erstattet den Kaufpreis

reported by doelf, Freitag der 18.12.2020, 15:28:00

Sony eskaliert den Konflikt um Cyberpunk 2077: Alle Spieler, die das Spiel im PlayStation Store gekauft haben, können den Kaufpreis zurückfordern. Zudem werfen die Japaner den erhofften Blockbuster bis auf Weiteres aus ihrem PlayStation Store.

CD Projekt Red hatte sein lange erwartetes Spiel Cyberpunk 2077 am 10. Dezember 2020 veröffentlicht und dabei insbesondere Spieler mit Playstation 4 und Xbox One vor den Kopf gestoßen, denn auf diesen Konsolen läuft Cyberpunk 2077 bis zur Unspielbarkeit lahm und sieht dabei nicht mal gut aus. Auf schnellen PCs und den neuen Konsolen Playstation 5, Xbox Series X und Xbox Series S kann der Titel zwar optisch überzeugen, doch auch auf diesen Plattformen läuft das Spiel noch nicht richtig rund. Ein solch unfreiwilliger Beta-Test zum Verkaufsstart ist zwar keine Seltenheit, doch im Falle von Cyberpunk 2077 kommt erschwerend hinzu, dass die Entwickler keine Screenshots oder Videos veröffentlicht hatten, welche das Spiel auf Konsolen der vorherigen Generation dokumentieren.

Über Twitter entschuldigt sich CD Projekt Red für den derzeitigen Zustand des Spiels und versprach Käufern der Versionen für Playstation 4 und Xbox One eine Rückerstattung des Kaufpreises. Dieser Schritt war möglicherweise gut gemeint, jedoch nicht mit Microsoft oder Sony abgesprochen, so dass ein ziemliches Chaos folgte. Unter dieses zieht Sony nun einen vorläufigen Schlussstrich und gibt allen Käufern die Möglichkeit, ihren Kaufpreis zurückzufordern. Dass zudem der Verkauf des Spiels über den PlayStation Store eingestellt wurde, ist ein ungewöhnlich harter Schritt und darf auch als Botschaft in Richtung CD Projekt Red gedeutet werden. Microsoft bietet Cyberpunk 2077 noch an, auch für die Xbox One.

Mit dem am elften Dezember veröffentlichten Hotfix 1.04 hatten sich die Entwickler um die dringlichsten Probleme gekümmert. Ein weiterer Hotfix ist für den 21. Dezember 2020 angekündigt, zudem sind zwei größere Patch-Pakete für Januar und Februar 2021 geplant. Im Rahmen dieser Updates soll auch die Leistung und die Darstellungsqualität auf den älteren Konsolen verbessert werden.

 
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Firefox 84.0 und ESR 78.6.0 stopfen kritische Sicherheitslücke

reported by doelf, Mittwoch der 16.12.2020, 14:11:04

Am gestrigen Abend wurden der finale Firefox 84.0 und die ESR-Version 78.6.0 zum Download freigegeben. Der Firefox 84.0 bringt native Unterstützung für Apples ersten Mac-Prozessor, den Silicon M1. Zugleich gibt es Leistungsverbesserungen und 14 geschlossene Sicherheitslücken zu vermelden. Nach langer Zeit ist eine davon mal wieder kritischer Natur.

Nativ auf Apples Silicon M1
Dank der nativen Unterstützung wurde die Startzeit um den Faktor 2,5 verkürzt und bei SpeedoMeter 2.0 haben sich die Resultate verdoppelt. Der Silicon M1 wird in den kürzlich vorgestellten 2020er-Varianten von MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini verbaut. Sollte es bei der Wiedergabe verschlüsselter Videoinhalte über Anbieter wie Netflix, Hulu, Disney+ oder Prime zu Fehlermeldungen kommen, fehlt auf dem Mac die Rosetta-System-Software. Die Antivirus-Software Cylance erkennt die Mac-Version des Firefox irrtümlich als Schadprogramm, so dass sich der Browser in der Folge nicht mehr ausführen lässt.

WebRender für macOS Big Sur, Windows und Linux
Mozillas neuer Compositor namens WebRender wurde für macOS Big Sur sowie für Intel-GPUs der sechsten Generation unter Windows freigeschaltet. Unter Linux in Kombination mit GNOME und X11 ist die beschleunigte Rendering-Pipeline von WebRender nun standardmäßig aktiviert. WebRender wurde in Mozillas Programmiersprache Rust entwickelt und setzt viel stärker auf den Grafikprozessor, was in erster Linie Geschwindigkeitsvorteile bringt, aber auch die Akku-Laufzeit verlängern kann.

Weitere Verbesserungen
Der Einsatz moderner Techniken bei der Speicherreservierung unter Linux verbessert nicht nur die Performance, sondern auch die Kompatibilität mit Docker. Ein Fossil aus den urzeitlichen Sümpfen des Internets geistert derweil ein letztes Mal durch den Firefox: Adobe wird zum Jahresende den Support für Flash einstellen und daher wird Flash vollständig aus dem kommenden Firefox 85.0 entfernt werden. Wenn die Netzwerkanalyse abstürzt, erhalten Entwickler nun sinnvolle Informationen für die Fehlersuche, und im Bereich der Barrierefreiheit können Entwickler nachvollziehen, in welcher Reihenfolge Elemente per Tabulatortaste angesprungen werden.

Die Sicherheitslücken
Unter den 14 geschlossenen Sicherheitslücken findet sich nach langer Zeit wieder ein kritisches Problem (CVE-2020-16042). Konkret geht es um BigInt-Werte, die in 8 Byte besonders große Ganzzahlen ablegen. Die Schwachstelle trat beim Verschieben von BigInt-Werten nach rechts auf, denn hierbei wurde der Sicherungsspeicher nicht ordnungsgemäß gelöscht. Dies kann dazu führen, dass ein Angreifer nicht initialisierte Speicherbereiche auslesen kann. Betroffen sind sowohl der Firefox 83.0 als auch die ESR-Version 78.5.0 sowie frühere Versionen.

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Ganz frisch: NVIDIA GeForce Game Ready Driver 460.89 WHQL

reported by doelf, Dienstag der 15.12.2020, 23:27:18

NVIDIA hat seinen GeForce Game Ready Driver heute auf die WHQL-zertifizierte Version 460.89 aktualisiert. Dieses Treiber-Update bringt Unterstützung für Quake II RTX in der neuen Version 1.4.0, in welcher die Ray-Tracing-Erweiterungen für die Grafikbibliothek Vulkan freigeschaltet wurden. Zudem hat NVIDIA CUDA auf den Versionsstand 11.2 aktualisiert.

Behobene Fehler
Null, nix, nada, niente, nil, zip, zilch - NVIDIA hat diesmal keinen einzigen Fehler behoben.

Bekannte Fehler
Mining-Software kann die GPU nicht mehr erkennen und die Schwarzwerte bei aktiviertem HDR sind falsch. Ab der Baureihe Turing gibt es Skalierungsprobleme bei der bildschirmfüllenden Wiedergabe von 4K-Videos über die App Windows Movies and TV Player auf HDR-Bildschirmen mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten. Die Desktop-Oberfläche von Windows 10 kann flackern, wenn eine GeForce GTX 1080 Ti im PC steckt. Die GeForce RTX 3070 bleibt derweil auf maximaler Leistung stecken, wenn eine Anzeige mit 2.560 x 1.440 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 144 Hz geklont wird. Trifft G-Sync auf Vulkan, bricht die Leistung beim Umschalten vom Vollbild- zum Fenstermodus ein. Um diesen Fehler zu umschiffen, sollte man die Applikation wahlweise direkt im Fenster starten oder auf G-Sync verzichten.

Vier weitere Probleme verfolgen NVIDIA-Nutzer bereits seit einigen Wochen: Die Ampere-Modelle haben auf bestimmten G-SYNC-Monitoren Probleme mit höheren Bildwiederholraten, woraus ein erhöhter Stromverbrauch resultiert. Bei einigen Notebooks mit Pascal-Grafik fällt die Bildwiederholrate beim Spielen sporadisch auf 60 Hz ab. Der Start von Steam-VR-Spielen verläuft holprig und stotternd, während die Wiedergabe von YouTube-Videos nur beim Scrollen ins Stottern gerät.

Unterstützte Hard- und Software
Den GeForce Game Ready Driver 460.89 WHQL gibt es für die 64-Bit-Ausgaben von Windows 10, 8.1, 8 und 7. Aktuelle Grafikkarten werden allerdings nur noch unter Windows 10 und 7 unterstützt. Auf Seiten der Hardware wird zumindest die Desktop-Karte GeForce GT 630 benötigt, bei Laptops muss es eine GeForce 830M oder besser sein. Wer noch ein 32-Bit-Windows verwendet, muss zur Version 391.35 WHQL vom 27. März 2018 greifen.

Download: NVIDIA GeForce Game Ready Driver 460.89 WHQL

 
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iOS 12.5 bringt Kontaktverfolgung auf ältere iPhones

reported by doelf, Dienstag der 15.12.2020, 17:11:52

Bisher hatte Apple die Exposure Notification API, über die Apple und Google die Kontaktverfolgung auf ihren Smartphones verwirklichen, nur in die iOS-Versionen ab 13.5 integriert und damit ältere Telefone wie die iPhones 6, 6 Plus und 5s außen vorgelassen. Mit dem gestern veröffentlichten iOS 12.5 werden nun auch die drei genannten Modelle versorgt. Ein entsprechendes Update der offiziellen Corona-Warn-App für Deutschland steht noch aus.

Im Gegensatz zu Apple hatte Google seine Variante der Exposure Notification API nicht in das Betriebssystem integriert, sondern zu den Google Play Services gepackt. Auf diese Weise ließen sich auch ältere Smartphones bis hin zum am 5. Oktober 2015 veröffentlichten Android 6 schnell mit der neuen Schnittstelle versorgen. Apple hatte sich zunächst auf Geräte, die zumindest iOS 13 unterstützen, beschränkt. Der zeitliche Rahmen fällt dabei ähnlich aus, denn das iPhone 6s wurde bereits am 25. September 2015 vorgestellt.

Mit iOS 12.5 geht Apple jetzt noch einen Schritt weiter und versorgt zusätzlich die iPhones 6 und 6 Plus (vorgestellt am 19. September 2014) sowie das iPhone 5s (vorgestellt am 20. September 2013). Insbesondere das iPhone 6 wurde noch lange nach der Produktionseinstellung als Einstiegsmodell in die Apple-Welt verkauft, so dass einige dieser Telefone erst seit drei oder vier Jahren in Betrieb sind.

 
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Cyberpunk 2077: Geld zurück für Konsolen-Spieler

reported by doelf, Dienstag der 15.12.2020, 16:12:50

CD Projekt Red hatte sein lange erwartetes Spiel Cyberpunk 2077 am 10. Dezember 2020 veröffentlicht und wollte zugleich den PC als auch die neuen Spielekonsolen Playstation 5, Xbox Series X und Xbox Series S sowie deren Vorgänger Playstation 4 und Xbox One bedienen. Am Ende waren die Besitzer der alten Konsolen ziemlich bedient und bekommen nun ihr Geld zurück.

Über Twitter entschuldigt sich CD Projekt Red für den derzeitigen Zustand des Spiels. Cyberpunk 2077 leidet auf allen Plattformen unter etlichen Fehlern, doch bei Playstation 4 und Xbox One kommen eine mäßige Grafik mit kaum spielbaren Bildraten dazu. Der am elften Dezember veröffentlichte Hotfix 1.04 kümmert sich um die dringlichsten Probleme und am 21. Dezember 2020 soll ein weiterer Hotfix folgen. Zwei größere Patch-Pakete sind für Januar und Februar 2021 geplant.

Im Rahmen dieser Updates soll Cyberpunk 2077 auch auf Playstation 4 und Xbox One spielbar werden, zudem will man die grafische Darstellung verbessern. CD Projekt Red hatte vor der Veröffentlichung des Spiels zwar etliche Screenshots und Videos gezeigt, dabei allerdings die älteren Konsolen ausgespart. Somit kauften Nutzer dieser Plattformen die Katze im Sack und machten ihrem Frust im Anschluss lautstark Luft. Die Entwickler schreiben, dass diese Intransparenz ein Fehler war und räumen den betroffenen Kunden ein außerordentliches Rückgaberecht ein.

Wer Cyberpunk 2077 für Playstation 4 oder Xbox One gekauft hat, kann seinen Kaufpreis von Sony bzw. Microsoft zurückfordern. Wurde das Spiel über einen Händler bezogen, ist dieser der erste Ansprechpartner. Sollte der Händler die Rückgabe verweigern, kann man sich über die E-Mail-Adresse helpmerefund@cdprojektred.com direkt an den Kundendienst der Spieleschmiede wenden. Hierfür gilt allerdings eine Frist bis zum 21. Dezember 2020!

Quelle: twitter.com
 
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AMD Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.12.1

reported by doelf, Dienstag der 15.12.2020, 14:53:54

AMD hat den optionalen Grafiktreiber 20.12.1 freigegeben und die vorherige Version 20.11.2 für stabil erklärt. Auf der Hardware-Seite unterstützt die Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.12.1 AMDs neues Flaggschiff Radeon RX 6900, auf der Software-Seite wird der neue Grafiktreiber für das Spiel Cyberpunk 2077 empfohlen.

Behobene Fehler
Grafikkarten der Baureihe Radeon RX 6800 sollen in Spielen nicht mehr auf zu geringen Taktraten hängen bleiben und besser mit HPs Headset Reverb G2 VR harmonieren. Crossfire-Konfigurationen verkraften den Wechsel zum Bildformat 16-zu-9 nun ohne Probleme und Tom Clancy's Rainbow Six Siege läuft auf erweiterten Displays auch dann, wenn Hybrid-Grafik und Vulkan aufeinander treffen. Zudem hat AMD endlich den Fehler beseitigt, der bei einer Überlagerung mit Leistungsdaten oder dem Tuning-Tab fälschlicherweise zu hohe Ruhetakte für die Radeon RX 5700 gemeldet hatte.

Ungelöste Probleme
AMD informiert über vier neue Probleme: Einige Anzeigegeräte, darunter die Baureihen Sceptre C und Samsung Odyssey G9, zeigen an Grafikkarten der Baureihe Radeon RX 6000 zwischenzeitlich ein schwarzes Bild an. Dazu kommen Darstellungsfehler beim Modell Samsung Odyssey G9 C49G95T, sofern die Auflösung 5.120 x 1.440 Bildpunkte mit 240 Hz gefahren wird. Nutzer von Oculus Link erleben mit den Grafikkartenbaureihen Polaris und Vega derzeit zufällige Abstürze und bei Verwendung des MSI Afterburner flackert manchmal der Bildschirm.

Die übrigen Bugs waren zuvor bereits bekannt: Beim Einsatz von Enhanced Sync ist weiterhin Vorsicht geboten, da diese Option in einigen Kombinationen zu einer schwarzen Anzeige führen kann. Aufgrund eines Fehlers bei der HDMI-Skalierung wird die Framerate zuweilen auf 30 fps festgestellt. Die randlose Vollbilddarstellung verursacht bei aktiviertem Radeon FreeSync in mehreren Spielen ein Helligkeitsflackern und lässt Spiele ins Stottern geraten (nur RDNA-Modelle), wenn parallel auf einer erweiterten Anzeige die Windows-App von Netflix läuft. Die anisotrope Filterung lässt sich nicht auf DirectX-9-Applikationen anwenden (nur RDNA-Modelle) und für Modelle der Baureihe Radeon HD 7800 stehen die Aufnahme- und Streaming-Funktionen zuweilen nicht zur Verfügung.

Kompatible Grafiklösungen und Betriebssysteme
AMD bietet diesen Treiber für die 64-Bit-Ausgaben von Windows 10 und 7 an, unterstützt werden diskrete Grafiklösungen ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Notebook), dazu kommen die integrierten Grafikeinheiten zahlreicher APUs und Ryzen-Prozessoren. Offiziell empfohlen wird neuerdings die Radeon Software Adrenalin 2020 Edition 20.11.2 WHQL. Wer noch einen 32-Bit-Treiber benötigt, muss zur Radeon Software Adrenalin Edition 18.9.3 vom 5. November 2018 greifen.

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Lieferengpässe für Grafikkarten sorgen für Gamer-Frust im Lockdown

reported by doelf, Dienstag der 15.12.2020, 14:01:56

Auch Wochen nach der Markteinführung bleiben NVIDIAs Grafikkarten der aktuellen Ampere-Baureihe (GeForce RTX 3090, RTX 3080 und RTX 3070) Mangelware und die Straßenpreise für GeForce RTX 3080 und RTX 3070 sind weiter angezogen. Auch AMDs Big Navi (Radeon RX 6900 XT, RX 6800 XT und RX 6800) konnte die Situation nicht entzerren, denn diese Grafikkarten lassen sich nach wie vor praktisch nirgendwo kaufen.

Nein, die Lage hat sich in den vergangenen beiden Wochen leider nicht verbessert. Vielmehr hat sich die Nachfrage auf ältere Modelle verlagert, die inzwischen ebenfalls kaum noch zu bekommen sind. Für eine Radeon RX 580 8 GB hatte man vor einem Jahr 160 Euro gezahlt, nun liegt der Preis trotz des stärkeren Euro und der um drei Prozentpunkte reduzierten Mehrwertsteuer um die 200 Euro. Von NVIDIAs Turing-Serie sind die meisten Modelle so gut wie ausverkauft, lediglich die GeForce RTX 2060 lässt sich auf die Schnelle besorgen. Deren Preise waren im Sommer unter die 300-Euro-Marke gerutscht, doch nun muss man wieder rund 350 Euro auf den Tisch legen.

Und wie sieht es bei den neuen Modellreihen von AMD und NVIDIA aus? Mit einem Wort: Zappenduster! Da bleibt nur der Trost, dass die Konsolen-Freunde momentan ebenfalls in die Röhre gucken. Geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid - oder eventuell doch doppeltes Elend?

  • NVIDIAs Flaggschiff GeForce RTX 3090 war mit einer Preisempfehlung von 1.499 Euro in die See gestochen, doch zwischenzeitlich wurden für sofort verfügbare Exemplare 2.000 bis 3.000 Euro verlangt. Aktuell findet man in Deutschland lagernde Karten zu Preisen ab 1.699 Euro, wobei einige Händler weiterhin 2.000 Euro und mehr aufrufen. Zumindest können die hiesigen Online-Shops derzeit acht Modelle dieser Baureihe anbieten.
  • Ein echtes Sorgenkind ist und bleibt die aus der Perspektive des Preis-Leistungs-Verhältnisses besonders attraktive GeForce RTX 3080: NVIDIA schlägt für diese Baureihe Verkaufspreise von 699 Euro vor, doch der Handel nimmt für lagernde Karten derzeit 1.149 Euro. Wobei nur ein einzelner Händler ein einzelnes Modell auf Lager hat - und vermutlich auch das nur einmal. Unser klarer Ratschlag: Finger weg!
  • Das Einstiegsmodell GeForce RTX 3070 lockt mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 499 Euro, doch schon zur Markteinführung war keine sofort verfügbare Karte für weniger als 635,00 Euro zu haben. Inzwischen ist der Preis auf 789,00 bzw. 899,00 Euro geklettert. Warum zwei Preise? Aktuell hat nur ein einziger Händler Bestände von zwei Modellen. Auch hier gilt: Abwarten und nicht über den Tisch ziehen lassen!
  • Für AMDs Radeon RX 6800 XT und RX 6800 findet man weiterhin gar keine Angebote. Mit einer Preisempfehlung von 649 Euro wäre die Radeon RX 6800 XT eine veritable Alternative für die GeForce RTX 3080 und die preiswertere Radeon RX 6800 (Preisempfehlung: 579 Euro) läuft der GeForce RTX 3070 dank 16 GiB GDDR6-Speicher auf und davon. Dummerweise lassen sich die seit dem 18. November 2020 verkauften Exemplare an zwei Händen abzählen.
  • AMDs Top-Modell Radeon RX 6900 XT spielt im Lager der GeForce RTX 3090 und kostet dennoch nur 999 Euro. Zumindest in der grauen Theorie. Am 8. Dezember 2020 war die Markteinführung und dennoch glänzt auch diese Grafikkarte europaweit mit Abwesenheit. So wird AMD jedenfalls nicht von NVIDIAs Lieferproblemen profitieren können.

 
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LibreOffice 7.0.4 RC 2 und LibreOffice 7.1.0 Beta 1

reported by doelf, Montag der 14.12.2020, 16:00:26

Die Freigabe des finalen LibreOffice 7.0.4 ist für diese Woche geplant und der zweite Veröffentlichungskandidat liegt inzwischen zum Download bereit. Vom für Februar 2021 geplanten LibreOffice 7.1.0 gibt es weiterhin nur eine Beta-Ausgabe, doch ein erster Release Candidate sollte in den kommenden Tagen freigegeben werden.

LibreOffice 7.0.4 RC 2 umfasst neun Korrekturen, von denen sich fünf um potentielle Absturzursachen kümmern. Der erste Release Candidate hatte bereits 105 Änderungen gebracht und 19 potentielle Absturzursachen beseitigt. So konnte es beim Ausschneiden von Diagrammen, beim Ändern von Diagrammparametern, beim Schließen der Tabellenvorschau und beim Ausführen von Basic-Makros zum Crash kommen. Sowohl das Anwenden von Formatvorlagen auf Tabellenzellen als auch das Öffnen des Druckdialogs führte unter GTK3 zum Absturz und das Drucken unter Qt5 ließ den Writer abfliegen. Weitere Problemstellen offenbarten sich beim Rückgängigmachen bestimmter Aktionen sowie beim Schließen bestimmter Fenster.

Sieben Fehlerbereinigungen verbessern das Zusammenspiel mit Microsofts .DOCX-Format. So gehen Bildpfade beim DOCX-Import nicht mehr verloren und beim Öffnen bleibt die Position der Bilder vorhanden. Verankerte Formen lassen Tabellenabsätze beim DOCX-Export nicht verrutschen und beim Kopieren von Bildern mit Beschriftungstext werden die Bilder nicht doppelt kopiert. Beim Import von .PPTX-Präsentationen bleiben Farbwechsel nach transparent (EMF+, Enhanced Metafile Format Plus Extensions) erhalten. Dies hatte bisher nur beim .PPT-Format funktioniert. Die Textverarbeitung Writer stolpert beim PDF-Export nicht mehr über CJK-Schriftarten und RTF-Texte mit Textrahmen können wieder geöffnet werden. Zudem rücken Tabellen in .RTF-Dateien nicht mehr nach links.

LibreOffice 7.1.0 ist für die erste Woche des Februar 2021 terminiert und liegt aktuell in einer ersten Beta-Fassung für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Seit LibreOffice 7.1.0 Alpha 1 wurden 246 Änderungen vorgenommen, darunter finden sich auch Maßnahmen gegen 26 potentielle Absturzursachen. Für die Alpha-Ausgabe wurden bereits 788 Änderungen aufgeführt. Auch das Zusammenspiel mit Microsofts Dateiformaten wurde wieder verbessert: 16 Korrekturen beziehen sich auf .DOCX-Dokumente, acht auf .XLSX-Tabellen und drei auf .PPTX-Präsentationen. Legte man im Writer Tabellen mit zu vielen Spalten an, ließ dies die Software einfrieren. Dies wird nun abgefangen.

LibreOffice 7.1.0 Beta 1 läuft ganz ordentlich, sollte aber dennoch nicht zum Produktiveinsatz kommen. Ab Mitte Dezember ist mit einem ersten Veröffentlichungskandidaten zu rechnen. Zwei weitere sollen zwischen dem 11. und 17. Januar 2021 sowie zwischen dem 25. und 31. Januar 2021 folgen. Die Freigabe des fertigen LibreOffice 7.1.0 ist für die Woche vom 1. bis zum 7. Februar 2021 geplant. Mit dem Umstieg von der aktuellen Entwicklungsschiene 7.0 hat es dennoch keine Eile, da diese zumindest bis zum 6. Juni 2021 gepflegt wird.

Download:

 
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Fast fertig: Firefox 84.0 Finalkandidat 2

reported by doelf, Freitag der 11.12.2020, 14:47:21

Am kommenden Dienstag, also am 15. Dezember 2020, soll der finale Firefox 84.0 veröffentlicht werden. Inzwischen liegt ein zweiter Finalkandidat zum Ausprobieren bereit. Der Firefox 84.0 bringt native Unterstützung für Apples ersten Mac-Prozessor, den Silicon M1. Dieser wird in den kürzlich vorgestellten 2020er-Varianten von MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini verbaut.

Mozillas neuer Compositor namens WebRender ist nun auch unter Linux in Kombination mit GNOME und X11 standardmäßig aktiviert. WebRender wurde in Mozillas Programmiersprache Rust entwickelt und setzt viel stärker auf den Grafikprozessor, was in erster Linie Geschwindigkeitsvorteile bringt, aber auch die Akku-Laufzeit verlängern kann. Ein Fossil aus den urzeitlichen Sümpfen des Internets geistert derweil ein letztes Mal durch den Firefox: Adobe wird zum Jahresende den Support für Flash einstellen und daher wird Flash vollständig aus dem kommenden Firefox 85.0 entfernt werden. Neue Profile laden nun innerhalb eines Tages alle vertrauenswürdigen Zwischenzertifizierungsstellen von Mozilla aus den Remote-Einstellungen. Bisher wurde dieser Prozess über mehrere Wochen verteilt, so dass neue Firefox-Nutzer auf falsch konfigurierten Webseiten über Sicherheitsfehler stolpern konnten.

Download: Firefox 84.0 Finalkandiat 2

 
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