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Adobes Flickentag: 81 Löcher gestopft

reported by doelf, Mittwoch der 09.08.2017, 14:35:59

Adobes gestriger Flickentag war am Ende deutlich umfangreicher als die im Vorfeld angekündigten Sicherheits-Updates für die Programme Acrobat und Reader. Über den ebenfalls aktualisierten Flash Player hatten wir gestern bereits berichtet, doch auch in Adobe Digital Editions und im Adobe Experience Manager mussten Sicherheitslücken gestopft werden.

Adobe Acrobat und Reader
Mit 67 Sicherheitslücken sind die Programme Acrobat und Reader die eindeutigen Spitzenreiter dieses Flickenfests: Knapp Zweidrittel dieser Fehler, 43 an der Zahl, sind kritischer Natur, während Adobe die übrigen 24 allesamt als schwerwiegend betrachtet. Alleine 26 Speichermanipulationen ermöglichen das Einschleusen von Schadcode, 24 davon wurden als kritisch (CVE-2017-3016, CVE-2017-3038, CVE-2017-3116, CVE-2017-3123, CVE-2017-3124, CVE-2017-11212, CVE-2017-11214, CVE-2017-11216, CVE-2017-11226, CVE-2017-11227, CVE-2017-11228, CVE-2017-11222, CVE-2017-11234, CVE-2017-11237, CVE-2017-11251, CVE-2017-11259, CVE-2017-11260, CVE-2017-11261, CVE-2017-11262, CVE-2017-11267, CVE-2017-11268, CVE-2017-11269, CVE-2017-11270, CVE-2017-11271) und zwei als hochgefährlich (CVE-2017-3119 und CVE-2017-11263) bewertet. Über zwanzig weitere Speichermanipulationen lassen sich Daten abgreifen. Hiervon wurden drei als kritisch (CVE-2017-11238, CVE-2017-11239, CVE-2017-11252) und 17 als hochgefährlich (CVE-2017-3122, CVE-2017-11209, CVE-2017-11210, CVE-2017-11217, CVE-2017-11230, CVE-2017-11233, CVE-2017-11236, CVE-2017-11242, CVE-2017-11243, CVE-2017-11244, CVE-2017-11245, CVE-2017-11246, CVE-2017-11248, CVE-2017-11249, CVE-2017-11255, CVE-2017-11258, CVE-2017-11265) klassifiziert. Ein hochgefährlicher (CVE-2017-11254) und neun kritische (CVE-2017-3113, CVE-2017-3120, CVE-2017-11218, CVE-2017-11219, CVE-2017-11223, CVE-2017-11224, CVE-2017-11231, CVE-2017-11235, CVE-2017-11256) Zugriffe auf bereits gelöschte Objekte öffnen Schad-Software die Tore, ein weiterer Use-After-Free-Fehler dient als Datenleck (CVE-2017-11232). Auch fünf kritische Heap-Überläufe (CVE-2017-3117, CVE-2017-3121, CVE-2017-11211, CVE-2017-11220, CVE-2017-11241), zwei kritische Typenverwechslungen (CVE-2017-11221 und CVE-2017-11257) und eine schwerwiegende Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen (CVE-2017-11229) lassen sich zum Ausführen von Schadcode einspannen. Über eine weitere Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen (CVE-2017-3118) sowie eine unzureichende Datenprüfung (CVE-2017-3115) lassen sich derweil Informationen stehlen, in beiden Fällen handelt es sich um schwerwiegende Probleme. Obwohl Adobe lediglich ein Update binnen 30 Tagen empfiehlt, sollten Nutzer, die häufig mit PDF-Dateien zu tun haben, die Programme lieber zeitnah aktualisieren.

Download: Acrobat Reader:

Download: Acrobat:

Adobe Flash Player
Im Flash Player stecken zwar nur zwei Lücken, doch die Typen-Verwechslung (CVE-2017-3106) ermöglicht das Einschleusen von Schadcode und wurde daher als kritisch bewertet. Ein zweiter Fehler (CVE-2017-3085) umgeht Sicherheitsvorkehrungen und kann zum Abgriff von Informationen genutzt werden. Adobe hat für alle Plattformen die höchste Prioritätsstufe 1 verhängt und damit das unverzügliche Einspielen des Updates empfohlen. Lediglich der Flash Player für Linux, mit Ausnahme der Version in Googles Chrome, gilt als vergleichsweise sicher. Für diesen gilt lediglich die Prioritätsstufe 3 (kann man einspielen, falls der Admin einmal Langeweile hat).

Download: Adobe Flash Player 26.0.0.151

Adobe Digital Editions
Neun Sicherheitslücken wurden in Digital Editions beseitigt, zwei davon gelten als kritisch. Es handelt sich um einen Pufferüberlauf (CVE-2017-11274), welcher als Einfallstor für Schadcode missbraucht werden kann, sowie um einen Fehler beim Parsen von externen XML-Inhalten (CVE-2017-11272), welcher ein ernstzunehmendes Datenleck aufreißt. Bei den restlichen sieben Schwachstellen (CVE-2017-3091, CVE-2017-11275, CVE-2017-11276, CVE-2017-11277, CVE-2017-11278, CVE-2017-11279, CVE-2017-11280) handelt es sich um Speichermanipulationen, über die Angreifer Speicheradressen erfahren können. Sie wurden allesamt als schwerwiegend eingestuft. Da Adobe Angriffe auf diese Bugs erwartet, sollte man das Update binnen 30 Tagen einspielen.

Details und Download-Links: Adobe Digital Editions 4.5.6

Adobe Experience Manager
Im Experience Manager der Versionen 6.0 bis 6.3 wurden drei Sicherheitslücken geschlossen. Es handelt sich um eine fehlerhafte Dateivalidierung (CVE-2017-3108) während des Uploads, welche die Möglichkeit zum Einschleusen von Schad-Software eröffnet und daher als hochgradig gefährlich klassifiziert wurde. Hinzu kommen zwei mittelschwere Informationslecks (CVE-2017-3107 und CVE-2017-3110). Adobe hält Angriffe für möglich und empfiehlt ein Update binnen 30 Tagen.

Details und Download-Links: Adobe Experience Manager Hotfix/Fix Pack

 
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August-Patch-Day bei Microsoft

reported by doelf, Mittwoch der 09.08.2017, 10:27:09

Am gestrigen Abend hat Microsoft seinen August-Patch-Day abgehalten und neue Sicherheits-Updates für Windows, den Internet Explorer, dessen Nachfolger Edge, SharePoint, den Microsoft SQL Server und Adobes Flash Player veröffentlicht. Wichtig: Windows 10 Version 1507 - mit Ausnahme der Enterprise- und IoT-Varianten - und Windows Vista werden seit Mai nicht mehr mit Updates versorgt!

In Microsofts "Security Updates Guide" kann man die Sicherheits-Updates nach Produkten, Schwere und Art filtern sowie sortieren. Für August 2017 finden sich 144 Einträge, wobei jeder Eintrag mindestens eine sicherheitsrelevante Änderung für ein Produkt umfasst. Schaltet man in die Detail-Anzeige, sind es sogar 611 Einträge. 75 Einträge (Detailansicht: 287) befassen sich mit kritischen Problemen und 61 (Detailansicht: 275) kümmern sich um hochgefährliche Fehler. Dazu kommen 8 (Detailansicht: 45) mittelschwere Schwachstellen.

Was dem "Security Updates Guide" nach wie vor fehlt, ist eine Volltextsuche, denn mit dieser könnte man zumindest die Ausnutzbarkeitsindexbewertung (Exploitability Index Assessment) der geschlossenen Sicherheitslücken abfragen. Microsoft unterteilt seine Updates nämlich in vier Klassen von "0: Exploitation Detected" über "1: Exploitation More Likely" und "2: Exploitation Less Likely" bis "3: Exploitation Unlikely", so dass man gezielt nach 0-Day-Lücken suchen könnte. Zudem berücksichtigt die Suche nur den englischen Originaltext. In der deutschen Übersetzung des "Security Updates Guide" werden Sicherheitslücken zwar als "Kritisch", "Wichtig" und "Mittel" klassifiziert, doch die Suchmaske findet nur die Begriffe "Critical", "Important" und "Moderate".

Die Arbeit mit dem "Security Updates Guide" ist nach wie vor ein Krampf und sorgt letztendlich dafür, dass nur noch sehr oberflächlich über die geschlossenen Sicherheitslücken berichtet wird. Aber möglicherweise war das ja auch Microsofts Absicht.

 
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Firefox 55 stopft kritische Sicherheitslücken

reported by doelf, Mittwoch der 09.08.2017, 09:32:53

Für den Firefox 55 werden nicht nur neue Funktionen, sondern auch 29 sicherheitsrelevante Korrekturen aufgeführt. Einige davon fassen gleich mehrere Schwachstellen zusammen. Fünf Einträge befassen sich mit kritischen Sicherheitslücken, elf mit hochgefährlichen und sieben mit mittelschweren Problemen. Sechs weitere Fehler sind vergleichsweise harmlos.

Unter den fünf kritischen Einträgen findet sich neben den üblichen Speichermanipulationen auch ein Use-after-free-Fehler, der sich zum Einschleusen von Schadcode eignet. Das Problem tritt in WebSockets auf, wenn ein Objekt gelöscht wird, obwohl das Beenden der Verbindung noch nicht abgeschlossen wurde. Auch auf Style-Objekte kann es einen Zugriff geben, obwohl diese bereits aus dem Speicher entfernt wurden. Hier ist eine Ausnutzung des Fehlers aber noch nicht nachgewiesen. Bleibt noch eine kritische Sicherheitslücke in den Entwickler-Tools, die eine XUL-Injektion ermöglicht. Wird eine manipulierte Webseite im Style-Editor geöffnet, kann ein Angreifer beliebigen Code ausführen.

Unter den hochgefährlichen Schwachstellen finden sich vier Zugriffe auf bereits gelöschte Objekte, die zum Absturz der Software führen und dabei möglicherweise eine Einfallstor für Angreifer öffnen. Gleiches gilt für vier Pufferüberläufe, von denen zwei SVG-Grafiken betreffen. Beim Neuladen von Webseiten mit eingebetteten iFrames kann es passieren, dass die iFrames Zugriff auf die Hauptseite erhalten und dort Daten abgreifen können. Behoben wurden auch ein URL-Hijacking über AppCache, ein unkontrollierter Lesezugriff sowie das Umgehen von Speicherschutzmaßnahmen durch die Klasse WindowsDllDetourPatcher unter Windows.

Download: Firefox 55

 
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Der Firefox 55 ist fertig

reported by doelf, Dienstag der 08.08.2017, 14:44:52

Neue Funktionen, bessere Leistung: Für Windows-Nutzer mit den VR-Brillen HTC VIVE und Oculus Rift bringt der Firefox 55 WebVR und somit die Eintrittskarte in virtuelle Netzwelten. Unter der Haube wurde die Startzeit erheblich verbessert, sofern dabei viele Tabs geöffnet werden, und auch das Multithreading hat große Fortschritte gemacht. Hier hat der Benutzer zudem mehr Kontrolle erhalten.

In den "Einstellungen" findet sich unter "Allgemein" der neue Unterpunkt "Leistung". Standardmäßig wählt der Firefox die Optionen automatisch, doch man kann manuell nachbessern und die Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte an- oder ausschalten (z.B. für VP9 unter Windows 10 Anniversary Edition) sowie die Zahl der CPU-Threads, mit denen die Inhalte der Webseiten aufbereitet werden (siehe Bildschirmfoto), angeben. Weitere Leistungsvorteile versprechen neue Restriktionen für das Flash-Plugin: Flash-Inhalte werden nicht mehr automatisch geladen, sondern müssen manuell per Klick gestartet werden. Dies spart CPU-Zeit und Arbeitsspeicher, zugleich verbessert sich die Sicherheit.

Firefox: Leistung

Beim Firefox kann man sowohl über die Adresszeile als auch über das Suchfeld eine Suche starten, doch bisher ließ sich nur beim Suchfeld die zu verwendende Suchmaschine auswählen. Dies wurde nun geändert (siehe zweites Bildschirmfoto). Suchvorschläge sind jetzt standardmäßig aktiviert, lassen sich aber weiterhin ausschalten. Die Seitenleiste mit Lesezeichen, Chronik und synchronisierten Tabs lässt sich nun auf die rechte Seite des Fensters verschieben und die Druckvorschau wurde weiter vereinfacht. Unter macOS ist es jetzt möglich, eigene Tastaturkürzel für die Menüeinträge des Firefox einzurichten. Neu hinzugekommen ist auch eine weißrussische Sprachversion.

Firefox: Suche

Nur an einige Benutzer wird versuchsweise das integrierte Screenshot-Werkzeug ausgeliefert, mit dem man Bildschirmfotos von ganzen Webseiten oder bestimmte Bereichen erstellen kann. Diese Screenshots werden wahlweise lokal gespeichert oder in die Cloud geladen. Der Stub-Installer für Windows wurde vereinfacht, indem man die erweiterten Installationsoptionen entfernt hat. Wer diese benötigt, muss das komplette Installationspaket herunterladen. Die 64-Bit-Version für Windows benötigt jetzt mindestens 2 GiB Arbeitsspeicher. WebRTC unterstützt nun auch Stereomikrofone und zur Verbesserung des Datenschutzes wird unsicheren Webseiten der Zugriff auf die Standortdaten untersagt. UPDATE: Der Firefox 55 umfasst 29 sicherheitsrelevante Korrekturen, wobei einige Einträge gleich mehrere Sicherheitslücken zusammenfassen.

Wichtig: Durch den Firefox 55 werden die Benutzerprofile derart verändert, dass sie nicht mehr zu älteren Programmversionen kompatibel sind! Die Rückkehr zu älteren Programmversionen wurde zwar nie offiziell unterstützt, war in der Regel aber problemlos möglich. Diesmal sieht es anders aus.

Download: Firefox 55

 
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Adobe aktualisiert Flash Player, Reader und Acrobat

reported by doelf, Dienstag der 08.08.2017, 14:07:55

Adobe hatte für heute Updates für seine Programme Reader und Acrobat angekündigt. Diese wurden zwar noch nicht offiziell angekündigt, liegen aber schon zum Download bereit. Ebenso unangekündigt wird bereits ein neuer Flash Player mit der Versionsnummer 26.0.0.151 verteilt.

Leider liegen uns noch keine Informationen zum neuen Flash Player vor, doch da auch Microsoft am heutigen Dienstag wieder frische Sicherheitsflicken verteilen wird, gehen wir auch hier von einem Sicherheitsbezug aus. Der neue Flash Player wird bereits über die offizielle Download-Seite verteilt.

Download für Windows, macOS und Linux: Flash Player 26.0.0.151

Dass es beim Reader und Acrobat um die Sicherheit geht, hatte Adobe bereits im Vorfeld verraten. Die behobenen Schwachstellen stecken in den Versionen Acrobat DC Continuous 2017.009.20058, Acrobat DC Classic 2015.006.30306 und Acrobat XI 11.0.20 sowie Acrobat Reader DC Continuous 2017.009.20044, Acrobat Reader DC Classic 2015.006.30306 und Reader XI 11.0.20 für Windows und macOS. Für alle Varianten hat Adobe die Prioritätsstufe 2 ausgerufen. Dies bedeutet, dass man die Software binnen 30 Tagen aktualisieren sollte, da Angriffe zwar noch nicht erfolgt, aber dennoch wahrscheinlich sind.

Downloads für Windows:

Downloads für macOS:

 
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Lenovo: Stock Android statt Vibe Pure UI

reported by doelf, Sonntag der 06.08.2017, 21:09:06

Gegenüber Gadgets 360 hat Anuj Sharma, der Marketing-Leiter für Smartphones bei Lenovo MBG India, bestätigt, dass sein Unternehmen zukünftig auf ein unverändertes Android setzen wird. Die eigene Benutzeroberfläche "Vibe Pure UI" wird demnach abgeschafft. Den Anfang soll das Modell "K8 Note" machen.

Lenovo wird das K8 Note mit einem puren Android 7.1.1 (Nougat) ausliefern. Laut Sharma hatte Lenovo seine Kunden in den vergangenen Monaten befragt und dabei herausgefunden, dass sich diese ein Stock-Android wünschen. Eine abweichende Benutzeroberfläche wie "Vibe Pure UI", welche auf Android gepackt wird und dieses oftmals ausbremst, stand nicht auf der Wunschliste der Benutzer. Wohl aber Geräte ohne sinnlose Bloatware und stattdessen regelmäßige System-Updates. Bei seinen Anpassungen will sich Lenovo daher auf zusätzliche Funktionen wie Dolby Atmos oder TheaterMax beschränken.

Damit folgt die Mutter Lenovo ihrer Tochter Moto, welche die Chinesen von Google gekauft hatten. Unter Google hatte Motorola seine Telefone mit einem weitgehend unveränderten Android ausgestattet und Lenovo hat dies auch nach der Übernahme beibehalten. Der Weg zur Einsicht war allerdings lang, denn Lenovos erste Benutzeroberfläche "Vibe UI" hatte außer umfangreicher Bloatware viel zu wünschen übrig gelassen. Mit dem 2016 eingeführten "Vibe Pure UI" hatte sich die Situation zwar verbessert, doch der Schritt zum Stock-Android ist konsequent und sinnvoll.

Sobald Google Android O (Oreo? Oatmeal Cookie? Ozelotzunge?) freigibt, soll das Lenovo K8 Note ein entsprechendes Update erhalten. Auch alle anderen 2017er-Modelle der K-Serie will Lenovo mit Android O beglücken, allerdings nicht ganz so zeitnah. Nach der Umstellung auf Stock-Android, will Lenovo System-Updates generell schneller ausliefern. Unklar bleibt indes, welche am Markt bereits erhältlichen Geräte auf ein pures Android umgestellt werden und welche Lenovo mit "Vibe Pure UI" zurücklassen wird.

 
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Fast fertig: Firefox 55 RC 3

reported by doelf, Sonntag der 06.08.2017, 20:06:15

Am Dienstag soll der finale Firefox 55 veröffentlicht werden und vorab kann man nun den dritten Veröffentlichungskandidaten ausprobieren. Der Firefox 55 bringt mittels WebVR virtuelle Web-Realitäten für Windows-Nutzer mit den VR-Brillen HTC VIVE und Oculus Rift. Besonders positiv fällt auf, dass Sitzungen mit zahlreichen offenen Tabs viel schneller - laut Mozilla "in einem Augenblick" - geladen werden.

In den "Einstellungen" findet sich unter "Allgemein" der neue Unterpunkt "Leistung". Standardmäßig wählt der Firefox die Optionen automatisch, doch man kann manuell nachbessern und die Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte an- oder ausschalten sowie die Zahl der CPU-Threads angeben, mit denen die Inhalte der Webseiten aufbereitet werden (siehe Bildschirmfoto). Weitere Leistungsvorteile versprechen neue Restriktionen für das Flash-Plugin: Flash-Inhalte werden nicht mehr automatisch geladen, sondern müssen manuell per Klick gestartet werden. Dies spart CPU-Zeit und Arbeitsspeicher, zugleich verbessert sich die Sicherheit.

Firefox: Leistung

Beim Firefox kann man sowohl über die Adresszeile als auch über das Suchfeld eine Suche starten, doch bisher ließ sich nur beim Suchfeld die zu verwendende Suchmaschine auswählen. Dies wurde nun geändert (siehe zweites Bildschirmfoto). Suchvorschläge sind jetzt standardmäßig aktiviert, lassen sich aber weiterhin ausschalten. Die Seitenleiste mit Lesezeichen, Chronik und synchronisierten Tabs lässt sich nun auf die rechte Seite des Fensters verschieben und die Druckvorschau wurde weiter vereinfacht. Unter macOS ist es jetzt möglich, eigene Tastaturkürzel für die Menüeinträge des Firefox einzurichten. Neu hinzugekommen ist auch eine weißrussische Sprachversion.

Firefox: Suche

Nur an einige Benutzer wird versuchsweise das integrierte Screenshot-Werkzeug ausgeliefert, mit dem man Bildschirmfotos von ganzen Webseiten oder bestimmte Bereichen erstellen kann. Diese Screenshots werden wahlweise lokal gespeichert oder in die Cloud geladen. Der Stub-Installer für Windows wurde vereinfacht, indem man die erweiterten Installationsoptionen entfernt hat. Wer diese benötigt, muss das komplette Installationspaket herunterladen. Zur Verbesserung des Datenschutzes wird unsicheren Webseiten der Zugriff auf die Standortdaten untersagt.

Wichtig: Durch den Firefox 55 werden die Benutzerprofile derart verändert, dass sie nicht mehr zu älteren Programmversionen kompatibel sind!

Download: Firefox 55 RC 3

 
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Firefox Send: Simpler Dateiaustausch - aber verschlüsselt!

reported by doelf, Sonntag der 06.08.2017, 20:03:01

Im "Firefox Test Pilot", in dessen Rahmen Mozilla diverse neue Funktionen ausprobiert, findet sich neuerdings auch der Dateiaustausch "Firefox Send". Im Unterschied zu den übrigen Web-Experimenten muss das Add-on "Test Pilot" allerdings nicht installiert werden und "Firefox Send" funktioniert auch mit fremden Webbowsern.

Im Vergleich zu anderen Plattformen, welche einen Datenaustausch ermöglichen, ist "Firefox Send" sehr simpel gestrickt:

  • Man lädt eine Datei (maximale Größe: 1 GiB) hoch.
  • "Firefox Send" erstellt für diese Datei einen Link.
  • Man teilt den Link dem Empfänger mit.
  • Nach dem Download wird die Datei gelöscht.

Positiv sind die verschlüsselte Dateiübertragung und das leicht verständliche Bedienkonzept zu bewerten. Auch die Unterstützung aller modernen Browser, die JavaScript beherrschen, ist erfreulich. Dass der Download auf eine Datei je Link limitiert ist, sollte kein großes Problem darstellen, denn mehrere Dateien lassen sich leicht als ZIP- oder RAR-Archiv verpacken. Und wer will, kann diese Archive gleich nochmal verschlüsseln.

Dass der Upload nach 24 Stunden gelöscht wird, kann unter Umständen etwas knapp bemessen sein. Dem Empfänger bleibt nicht viel Zeit und er benötigt für größere Dateien eine halbwegs flotte Internetverbindung. Mit der Limitierung auf einen Download will Mozilla offenbar verhindern, dass der Dienst für illegales File-Sharing missbraucht wird. Damit wird allerdings auch verhindert, dass man eine Datei mit seiner Arbeits- oder Studiengruppe teilt.

 
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LibreOffice 5.3.5 ist fertig

reported by doelf, Donnerstag der 03.08.2017, 12:51:25

Wer noch nicht auf das seit vergangener Woche erhältliche LibreOffice 5.4 mit seinen neuen Funktionen umsteigen möchte, findet im heute freigegebenen LibreOffice 5.3.5 eine Alternative, welche sich an konservative Nutzer sowie den Einsatz in Produktivumgebungen richtet. Insgesamt wurden 123 Fehler korrigiert, darunter fünf potentielle Absturzursachen.

Das finale LibreOffice 5.3.5 entspricht Bit für Bit dem zweiten Veröffentlichungskandidaten. Wer diesen bereits verwendet, muss die Installationsdateien somit nicht nochmals herunterladen. In Form der Version 5.3.6 wird es Ende Oktober 2017 noch ein letztes Update für diese Entwicklungsschiene geben, am 26. November 2017 wird dann der Support für die Entwicklungsschiene 5.3 eingestellt. Zu diesem Zeitpunkt soll allerdings LibreOffice 5.4.2 erhältlich und die Entwicklungsschiene 5.4 spürbar gereift sein.

Download: LibreOffice 5.3.5

 
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Fast fertig: Firefox 55 RC 2

reported by doelf, Donnerstag der 03.08.2017, 12:39:54

Kommenden Dienstag soll der finale Firefox 55 veröffentlicht werden und vorab kann man nun den zweiten Veröffentlichungskandidaten ausprobieren. Der Firefox 55 bringt mittels WebVR virtuelle Web-Realitäten für Windows-Nutzer mit den VR-Brillen HTC VIVE und Oculus Rift. Besonders positiv fällt auf, dass Sitzungen mit zahlreichen offenen Tabs viel schneller - laut Mozilla "in einem Augenblick" - geladen werden.

In den "Einstellungen" findet sich unter "Allgemein" der neue Unterpunkt "Leistung". Standardmäßig wählt der Firefox die Optionen automatisch, doch man kann manuell nachbessern und die Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte an- oder ausschalten sowie die Zahl der CPU-Threads angeben, mit denen die Inhalte der Webseiten aufbereitet werden (siehe Bildschirmfoto). Weitere Leistungsvorteile versprechen neue Restriktionen für das Flash-Plugin: Flash-Inhalte werden nicht mehr automatisch geladen, sondern müssen manuell per Klick gestartet werden. Dies spart CPU-Zeit und Arbeitsspeicher, zugleich verbessert sich die Sicherheit.

Firefox: Leistung

Beim Firefox kann man sowohl über die Adresszeile als auch über das Suchfeld eine Suche starten, doch bisher ließ sich nur beim Suchfeld die zu verwendende Suchmaschine auswählen. Dies wurde nun geändert (siehe zweites Bildschirmfoto). Suchvorschläge sind jetzt standardmäßig aktiviert, lassen sich aber weiterhin ausschalten. Die Seitenleiste mit Lesezeichen, Chronik und synchronisierten Tabs lässt sich nun auf die rechte Seite des Fensters verschieben und die Druckvorschau wurde weiter vereinfacht. Unter macOS ist es jetzt möglich, eigene Tastaturkürzel für die Menüeinträge des Firefox einzurichten. Neu hinzugekommen ist auch eine weißrussische Sprachversion.

Firefox: Suche

Nur an einige Benutzer wird versuchsweise das integrierte Screenshot-Werkzeug ausgeliefert, mit dem man Bildschirmfotos von ganzen Webseiten oder bestimmte Bereichen erstellen kann. Diese Screenshots werden wahlweise lokal gespeichert oder in die Cloud geladen. Der Stub-Installer für Windows wurde vereinfacht, indem man die erweiterten Installationsoptionen entfernt hat. Wer diese benötigt, muss das komplette Installationspaket herunterladen. Zur Verbesserung des Datenschutzes wird unsicheren Webseiten der Zugriff auf die Standortdaten untersagt.

Wichtig: Durch den Firefox 55 werden die Benutzerprofile derart verändert, dass sie nicht mehr zu älteren Programmversionen kompatibel sind!

Download: Firefox 55 RC 2

 
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Kolumne: Das ist der Gipfel der Volksverarschung

reported by doelf, Mittwoch der 02.08.2017, 17:28:38

Wenn das Smartphone abstürzt hilft gelegentlich ein Software-Update. Manchmal funktioniert danach aber auch gar nichts mehr. Wenn es bei Windows klemmt oder die Grafikkarte seltsame Fragmente malt, können Software-Updates die Rettung bedeuten. Oder auch rein gar nichts bringen. Und was ist, wenn die Abgasreinigung von Dieselfahrzeugen fast immer deaktiviert bleibt und selbst im Betrieb die gesetzlichen Grenzwerte nicht einhalten kann? Klar doch: Wir versuchen es mit einem Software-Update!

Die Bundesbrennelementelieferantin Barbara Hendricks (SPD) und Bundesautomobilkonzernschützer Alexander Dobrindt (CSU) haben sich die deutschen Automobilbauer beim "Nationalen Forum Diesel" mal richtig zur Brust genommen und Klartext geredet. Schließlich haben die deutschen Autobauer die "verdammte Pflicht", eine standesgemäße Schummel-Software zu verbauen, die nicht gleich von irgendwelchen Umweltdeppen aus dem In- und Ausland entdeckt werden kann. Hier besteht ein eindeutiger Mangel an digitaler Kompetenz, welcher die Zukunft des deutschen Verbrennungsmotors und damit Milliarden von Arbeitsplätzen gefährdet.

25 Prozent

Nach einem beinahe schon vorwurfsvollen "Du, du, du" und einem gezielten "Na, na, na", geschickt kombiniert mit einem spielerisch drohendem Zeigefinger, legten die auf Anraten ihrer Anleger reuig dreinblickenden Automobilbosse ihren vorgefertigten Minimalkompromiss auf den Tisch, welchen die beiden Bundesminister begierig unterschrieben und im Anschluss an die große Glocke hängten.

5 Millionen Diesel-PKW sollen ein kostenloses Software-Update erhalten!

Wäre die ganze Sache mit den Software-Updates nicht so lächerlich, könnte man 5 Millionen zumindest für eine ziemlich große Zahl halten. Doch die Hälfte dieser 5 Millionen Diesel-PKW stammen von Volkswagen und wurden eh schon zu einem Software-Update verdonnert, da bei diesen die bereits nachgewiesene Schummel-Software entfernt werden muss. Tatsächlich müsste das Ergebnis des heutigen Tages also lauten:

2,5 Millionen Diesel-PKW sollen ein kostenloses Software-Update erhalten!

Doch was bringt dieses Software-Update? Laut Branchenverband VDA darf man eine Reduzierung des Stickoxid-Ausstoßes um "durchschnittlich 25 bis 30 Prozent" erwarten. Selbst wenn man außer Acht lässt, dass diese Schätzungen vermutlich schöngerechnet wurden, sind 25 bis 30 Prozent nicht mehr als ein schlechter Witz. Ende April 2017 hatte das Umweltbundesamt folgendes Ergebnis veröffentlicht:

Bild

Für die in Praxistests vermessenen Euro-6-Diesel gilt ein gesetzlicher Grenzwert von 80 mg/km, doch im Durchschnitt wurden 507 mg/km aus den Auspuffanlagen dieser Fahrzeuge geblasen. Wir reden also über das 6,34-fache! Sollten es die Hersteller tatsächlich schaffen, den Stickoxid-Ausstoß um 25 Prozent zu reduzieren, kämen wir auf 380,25 mg/km - und auch das ist noch sehr, sehr weit von 80 mg/km entfernt.

Die Mehrzahl der umzurüstenden Fahrzeuge erfüllt allerdings nur Euro 5 und darf bis zu 180 mg/km in die Umwelt pusten. Das Umweltbundesamt nennt für diese Fahrzeuge einen Durchschnitt von 906 mg/km, also das 5,03-fache. Hier würde eine 25-prozentige Reduktion einen neuen Wert von 679,5 mg/km bedeuten, also das 3,8-fache des Grenzwerts. Damit erreichen die Euro-5-Diesel auch nach dem Update nicht einmal die gesetzliche Vorgabe für Euro-3-Diesel, welche sich auf 500 mg/km beläuft.

Ob die gesetzlichen Grenzwerte nun um das 6,34-fache oder das 3,8-fache überschritten werden, ist - rein fäkal betrachtet - scheißegal. Die betroffenen Fahrzeuge verfehlen die Herstellerangaben und die verbindlichen Vorgaben nicht knapp, sondern um Meilen! Und das gilt auch nicht nur für die deutschen Hersteller, sondern auch für die meisten ihrer ausländischen Mitbewerber. Und das muss sich ändern. Nicht nur national, sondern zumindest europaweit!

 
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LibreOffice 5.3.5 RC 2 offiziell verfügbar

reported by doelf, Mittwoch der 02.08.2017, 16:21:21

Während das finale LibreOffice 5.4 bereits erhältlich ist, soll LibreOffice 5.3.5, welches sich an konservative Nutzer sowie den Einsatz in Produktivumgebungen richtet, im Laufe dieser Woche folgen. Zunächst gibt es aber noch einen zweiten Veröffentlichungskandidaten.

Nachdem der erste Release Candidate 54 Fehler, darunter vier potentielle Absturzursachen, beseitigt hatte, kümmert sich der zweite um 69 weitere Probleme, von denen allerdings nur eines zum Absturz führen kann. Dieser Crash geschieht im Anschluss auf das Rückgängigmachen eines Einfügens. Ein Großteil der nun vorgenommenen Änderungen korrigiert und verbessert die Hilfetexte, ergänzt fehlende Schaltflächen für Hilfethemen und aktualisiert die Dokumentation. Dazu kommen einige kleinere Verbesserungen.

Download: LibreOffice 5.3.5 RC 2

 
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0-Day-Lücke: Einzelner Raspberry Pi kann Windows-Server lahmlegen

reported by doelf, Mittwoch der 02.08.2017, 14:53:29

Man nehme einen preiswerten und nicht allzu schnellen Raspberry Pi, zwanzig Zeilen Python-Code und einen Windows-Server, der SMB-Zugriffe über das Internet erlaubt. Nach kurzer Zeit ist der Arbeitsspeicher des Servers so voll, dass dieser kommentarlos neu startet oder stehen bleibt. Und Microsoft will daran auch nichts ändern.

Sean Dillon und Zach Harding von RiskSense präsentierten ihre Entdeckung auf der DefCon in Las Vegas. In Anlehnung an den im Jahr 2009 von Robert Hansen vorgestellten Slowloris-Angriff nannten sie ihr Vorgehen SMBloris, denn in beiden Fällen kann ein einzelner Rechner einen mächtigen Server zum Absturz bringen. Die Anforderungen an die Hardware sind dabei überaus bescheiden und so wurde die Attacke mit einem Raspberry Pi demonstriert. Das Problem wurde von Dillon entdeckt, als der Sicherheitsforscher den Exploit-Code EternalBlue untersuchte, welcher zunächst von US-amerikanischen Geheimdiensten verwendet wurde und später Einzug in die Krypto-Trojaner WannaCry und NotPetya (ExPetr) fand.

Die Schwachstelle betrifft alle Windows-Versionen und ist mindestens zwanzig Jahre alt. Sie basiert darauf, dass der Angreifer zahlreiche Verbindungen zum Windows-Server öffnet und sich Speicherplatz für Daten reservieren lässt, die nie gesendet werden. Windows veranlasst diese Reservierungen im non-paged Pool des Kernels, also einem Speicherbereich, der sich nicht auf die Festplatte auslagern lässt. Und da Windows diese Reservierungen nicht mehr aufhebt, läuft der Arbeitsspeicher zügig voll. Am Ende ist nicht einmal mehr genug Speicher frei, um einen Bluescreen anzuzeigen. Daher kann ein einzelner Raspberry Pi einen Windows-Server mit 128 GiB oder mehr Arbeitsspeicher ausschalten.

Microsoft hatte 60 Tage Zeit, um auf die Schwachstelle zu reagieren. Die Reaktion fiel aber anders als erwartet aus: Die Redmonder bewerten dieses Szenario nicht als Sicherheitslücke, sondern als fehlerhafte Konfiguration. Demnach sollte grundsätzlich kein SMB-Zugriff aus dem Internet eingeräumt werden. Laut Dillon wäre es sehr aufwändig, diesen Uralt-Fehler im Grunddesign von SMB zu beheben. Als Workaround schlägt der Sicherheitsforscher vor, in der Firewall die Zahl der aktiven Verbindungen, welche einzelne IP-Adressen auf den SMB-Ports öffnen können, zu beschränken.

 
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Fast fertig: Firefox 55 RC 1

reported by doelf, Mittwoch der 02.08.2017, 14:04:14

Kommenden Dienstag soll der finale Firefox 55 veröffentlicht werden und vorab kann man nun den ersten Veröffentlichungskandidaten ausprobieren. Der Firefox 55 bringt mittels WebVR virtuelle Web-Realitäten für Windows-Nutzer mit den VR-Brillen HTC VIVE und Oculus Rift. Besonders positiv fällt auf, dass Sitzungen mit zahlreichen offenen Tabs viel schneller - laut Mozilla "in einem Augenblick" - geladen werden.

In den "Einstellungen" findet sich unter "Allgemein" der neue Unterpunkt "Leistung". Standardmäßig wählt der Firefox die Optionen automatisch, doch man kann manuell nachbessern und die Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte an- oder ausschalten sowie die Zahl der CPU-Threads angeben, mit denen die Inhalte der Webseiten aufbereitet werden (siehe Bildschirmfoto). Weitere Leistungsvorteile versprechen neue Restriktionen für das Flash-Plugin: Flash-Inhalte werden nicht mehr automatisch geladen, sondern müssen manuell per Klick gestartet werden. Dies spart CPU-Zeit und Arbeitsspeicher, zugleich verbessert sich die Sicherheit.

Firefox: Leistung

Beim Firefox kann man sowohl über die Adresszeile als auch über das Suchfeld eine Suche starten, doch bisher ließ sich nur beim Suchfeld die zu verwendende Suchmaschine auswählen. Dies wurde nun geändert (siehe zweites Bildschirmfoto). Suchvorschläge sind jetzt standardmäßig aktiviert, lassen sich aber weiterhin ausschalten. Die Seitenleiste mit Lesezeichen, Chronik und synchronisierten Tabs lässt sich nun auf die rechte Seite des Fensters verschieben und die Druckvorschau wurde weiter vereinfacht. Unter macOS ist es jetzt möglich, eigene Tastaturkürzel für die Menüeinträge des Firefox einzurichten. Neu hinzugekommen ist auch eine weißrussische Sprachversion.

Firefox: Suche

Nur an einige Benutzer wird versuchsweise das integrierte Screenshot-Werkzeug ausgeliefert, mit dem man Bildschirmfotos von ganzen Webseiten oder bestimmte Bereichen erstellen kann. Diese Screenshots werden wahlweise lokal gespeichert oder in die Cloud geladen. Der Stub-Installer für Windows wurde vereinfacht, indem man die erweiterten Installationsoptionen entfernt hat. Wer diese benötigt, muss das komplette Installationspaket herunterladen. Zur Verbesserung des Datenschutzes wird unsicheren Webseiten der Zugriff auf die Standortdaten untersagt.

Wichtig: Durch den Firefox 55 werden die Benutzerprofile derart verändert, dass sie nicht mehr zu älteren Programmversionen kompatibel sind!

Download: Firefox 55 RC 1

 
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Ubuntu 16.04.3 LTS als Update verfügbar

reported by doelf, Mittwoch der 02.08.2017, 13:56:16

Die Freigabe von Ubuntu 16.04.3 LTS soll eigentlich erst am morgigen Donnerstag stattfinden, doch als Update ist die neue Version bereits verfügbar. Zumindest unsere unter Ubuntu MATE 64-Bit laufenden PCs ließen sich schon aktualisieren. Ubuntu 16.04 LTS (Codename: Xenial Xerus) genießt Langzeitunterstützung und wird noch bis zum Jahr 2019 mit Sicherheits-Updates versorgt werden.

Das im Februar 2017 veröffentlichte Ubuntu 16.04.2 LTS hatte den Linux-Kernel 4.8 im Gepäck, doch dieser bekommt inzwischen keine Updates mehr. Eigentlich hatten wir daher auf einen Wechsel zum LTS-Kernel 4.9 gehofft, doch Ubuntu 16.04.3 LTS installierte sich auf unseren Rechnern mit dem Kernel 4.4.0-87. Auch die Versionen 16.04 und 16.04.1 basierten auf dem LTS-Kernel 4.4.

Kernel 4.4.0-87

UPDATE: Bei frischen Installationen wird der Kernel 4.10.0-28 verwendet. Keine wirklich gute Wahl, denn 4.10 - und auch 4.11- sind bereits EOL (End of Life), werden also nicht mehr gepflegt.

Wer mit dieser Kernel-Auswahl hadert, kann einen neueren Mainline- oder Stable-Kernel einspielen. Hier bieten sich der aktuelle LTS-Kernel 4.9.40 oder der neueste Stable-Kernel 4.12.4 an. Wir nutzen den Kernel 4.12.4 auf einigen Notebooks und dieser funktioniert einwandfrei. Auch in Verbindung mit Ubuntu 16.04.3 LTS konnten wir bisher keine Probleme feststellen.

Mesa 3D 17.0.7

Dafür macht Mesa 3D einen großen Sprung von 11.2.0 auf die erst Anfang Juni 2017 freigegebene Version 17.0.7. Zugegeben: Die Mesa-Entwickler waren von der Version 13 ohne Zwischenschritte auf 17 gewechselt, doch Ubuntu 16.04.2 LTS hatte Mesa 3D 13 noch links liegen gelassen. Und so gibt es statt OpenGL 4.1 nun Unterstützung für OpenGL 4.5.

Unter den aktualisierten Anwendungspaketen finden sich der Firefox 54.0, der Thunderbird 52.2.1 und das frisch erschienene LibreOffice 5.4.0.

 
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Die Dienste lassen Apple wachsen

reported by doelf, Mittwoch der 02.08.2017, 00:24:41

Seit drei Quartalen wächst Apple wieder mit steigender Geschwindigkeit, doch es sind nicht mehr die unglaublichen Geräte, welche den Motor des wertvollsten Unternehmens der Welt antreiben, sondern seine Dienstleistungen. Diese erreichten im 3. Quartal des fiskalischen Jahres 2017, welches für Apple am 1. Juli 2017 endete, einen neuen Höchststand.

Apple konnte seinen Umsatz binnen Jahresfrist um 7,20 Prozent auf 45,408 Milliarden US-Dollar ausbauen. Der operative Gewinn ist um 6,56 Prozent auf 10,768 Milliarden US-Dollar gestiegen und der Nettogewinn konnte um 11,81 Prozent auf 8,717 Milliarden US-Dollar verbessert werden. Aufgrund weitreichender Aktienrückkäufe ist der Gewinn je Anteil um 17,61 Prozent auf 1,67 US-Dollar gesprungen, alleine im dritten Quartal hatte Apple 11,7 Milliarden US-Dollar auf seine Anleger verteilt. Eine Dividende in Höhe von 0,63 US-Dollar wird am 17. August 2017 ausgeschüttet, Stichtag ist der 14. August.

iPhone und iPad
Spannend wird es beim Blick auf die einzelnen Produkte: Mit 24,846 Milliarden US-Dollar (+3,32%) stellt das iPhone nur noch 54,72 Prozent des Umsatzes. Das Plus ist in erster Linie den gestiegenen Stückpreisen zu verdanken, denn Apple konnte den Absatz lediglich um 1,55 Prozent auf 41,026 Millionen Telefone steigern. Beim iPad ist es anders herum: Preiswerte Varianten haben den Absatz um 14,81 Prozent auf 11,424 Millionen Tablets klettern lassen, doch der der Umsatz ist nur um 1,91 Prozent auf 4,969 Milliarden US-Dollar gestiegen. Dennoch kommt diese Trendwende überraschend, denn die Verkaufszahlen des iPad waren lange Zeit rückläufig.

Mac, Dienste und der Rest
Beim Mac sieht es ähnlich aus wie beim iPhone: Die Absätze stagnieren bei 4,292 Millionen Geräten (+0,94%), doch der Umsatz ist aufgrund gestiegener Stückpreise um 6,74 Prozent auf 5,592 Milliarden US-Dollar angewachsen. Wie Eingangs bereits erwähnt, sind die Dienste zur Zeit der wahre Motor des Apfels: 7,266 Milliarden US-Dollar bedeuten ein Umsatzplus von 21,59 Prozent. Der Rest, also die Apple Watch, iPods, Beats-Kopfhörer, TV-Boxen und Zubehör, kommen auf 2,735 Milliarden US-Dollar. Dieser Gemischtwarenladen ist mit 23,25 Prozent sogar noch stärker gewachsen als die Dienste, liefert bisher aber nicht einmal halb soviel Umsatz.

Aktienkurs
Die Börse reagiert positiv auf Apples Geschäftszahlen: Im nachbörslichen Handel ist das Papier um 6,1 Prozent auf einen Kurs von 159,20 US-Dollar gestiegen.
Quelle: www.apple.com
 
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DRAM: Die Preise ziehen wieder spürbar an

reported by doelf, Dienstag der 01.08.2017, 23:27:07

Nachdem die Hersteller von DRAM-Chips ihre Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2016 gedrosselt hatten, kam es am Spot-Markt in Taiwan zu einem sprunghaften Anstieg der Kurse. Dieser dauerte bis Anfang Februar 2017 an, danach kam es bis Juni zu einer Seitwärtsbewegung, doch seitdem sind die Preise wieder deutlich angezogen.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2133 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 7,336 US-Dollar auf den Tisch legen. Das sind 11,85 Prozent mehr als Anfang Juli sowie ein Aufschlag von 28,07 Prozent verglichen mit dem Kurs Anfang Januar. Seit Oktober 2016 haben sich diese Chips sogar um schmerzhafte 69,62 Prozent verteuert.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133 4Gb 512Mx8, kostet momentan 3,545 US-Dollar. Binnen Monatsfrist ist diese Variante um 7,91 Prozent teurer geworden. Der Vergleich mit Januar offenbart einen Preisanstieg um 25,18 Prozent und wenn wir Oktober 2016 als Ausgangspunkt nehmen, sind es sogar 63,59 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600 4Gb 512Mx8, werden aktuell 3,260 US-Dollar gezahlt. Mit 6,54 Prozent sehen wir hier die geringste Verteuerung binnen Monatsfrist. Seit Januar sind die Kurse für diesen Speichertyp nur um 16,72 Prozent geklettert, die Teuerungsrate seit Oktober 2016 beläuft sich auf 57,03 Prozent.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Dank Donald Trumps "großartiger" Wirtschaftspolitik war ein Euro gestern 1,1837 US-Dollar wert und notierte damit um 4,31 Prozent höher als Anfang Juli. Seit Jahresbeginn ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar um 12,51 Prozent gestiegen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

 
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Marktanteile: Windows 10 legt zu, neuer Höchststand für Linux

reported by doelf, Dienstag der 01.08.2017, 10:56:09

Nachdem Windows 10 im Juni nur um 0,02 Punkte zulegen konnte, waren es im Juli immerhin 0,83 Punkte. Damit erreicht Microsofts aktuelles Betriebssystem einen Marktanteil von 27,63 Prozent sowie einen neuen Höchststand. Dies gilt auch für Linux, dem heimlichen Gewinner des vergangenen Monats. Das quelloffene Betriebssystem hält laut NetMarkteShare inzwischen 2,53 Prozent des Marktes, eine Steigerung um 0,17 Punkte. Im Juni hatte Linux sogar um 0,37 Punkte zulegen können.

Marktanteile im Juli

Der Platzhirsch ist und bleibt Windows 7 mit einem Marktanteil von 48,91 Prozent (-0,13). Damit steht Windows 7 heute besser da als noch vor einem Jahr, als sein Marktanteil auf 47,01 Prozent gefallen war. Rang zwei geht an Windows 10 und die dritte Position konnte Windows 8.1 (6,48%; +0,08) von Windows XP (6,10%; -0,84) zurückgewinnen. Nach einem kurzen Auflodern im Juni setzt sich der Niedergang von Windows XP somit weiter fort. Auf Rang fünf findet sich mit macOS 10.12 das erste Betriebssystem, welches nicht aus Redmond kommt. Im Juni hatte macOS 10.12 seinen ersten Rückgang um 0,10 Punkte erlebt und kann davon lediglich 0,03 wieder gutmachen. Sein Marktanteil liegt nun bei 3,52 Prozent.

Linux bleibt trotz seiner Steigerung auf 2,53 Prozent auf dem sechsten Platz vor Windows 8.0 (1,42%; +0,05), Mac OS X 10.11 (1,17%; -0,06) und Mac OS X 10.10 (0,76%; -0,05). Die Top 10 komplettiert Windows Vista, welches seit Mai keine neuen Sicherheits-Updates mehr erhält. Mit einem Marktanteil von 0,51 Prozent (-0,02) verabschiedet sich Vista so langsam in Richtung Windows NT (0,40%; -0,01). Auf den Positionen zwölf bis siebzehn finden sich ältere Versionen von Mac OS X, die zusammen 0,54 Prozent des Marktes halten. Eine Ausnahme bildet Rang sechzehn mit dem kommenden macOS 10.13, dessen laufender Beta-Test immerhin 0,02 Prozent des Marktes erreicht. Das letzte Betriebssystem mit einem zählbaren Marktanteil ist indes Windows 2000 mit 0,01 Prozent auf Platz achtzehn.

 
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Microsoft hat Sicherheits-Updates für Outlook veröffentlicht

reported by doelf, Montag der 31.07.2017, 22:10:53

Microsoft hat abseits des üblichen Patch-Day-Rhythmus neue Sicherheits-Updates für Outlook 2016, 2013, 2010 und 2007 veröffentlicht. Die drei als wichtig eingestuften Flicken stopfen ebenso viele Sicherheitslücken: Eine Schwachstelle ermöglicht das Einschleusen von Schadcode, die zweite das Abgreifen von Informationen und mit der letzten lassen sich Sicherheitsvorkehrungen umgehen.

Microsoft betrachtet diese Updates nur als wichtig, nicht als kritisch. Ein Angriff auf ältere wie neuere Software sei "eher unwahrscheinlich". Dementsprechend wurden die Fehler bisher weder öffentlich dokumentiert noch ausgenutzt. Hier die Details:

  • CVE-2017-8571: Eine unzureichende Prüfung von Eingaben ermöglicht das Ausführen beliebiger Befehle. Damit dies funktioniert, muss das Opfer zunächst dazu gebracht werden, eine speziell präparierte Datei zu öffnen und darin auf eine bestimmte Zelle zu klicken.

  • CVE-2017-8572: Es kann passieren, dass Office Speicherinhalte offen legt, welche Angreifer stehlen und manipulieren können. Auch hierzu muss das Opfer zunächst ein manipuliertes Dokument öffnen, zudem muss der Angreifer die Speicheradresse des zu manipulierenden Objekts kennen.

  • CVE-2017-8663: Outlook lässt sich mit Hilfe speziell präparierter E-Mail-Anhänge angreifen. Öffnet das Opfer den Anhang, kommt es im Parser von Outlook zu einem Fehlverhalten, welches sich zum Ausführen beliebigen Codes missbrauchen lässt.

 
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CDex 1.9.0 ist fertig

reported by doelf, Montag der 31.07.2017, 20:27:10

CDex ist der beste CD-Ripper für Windows PUNKT. Das von Georgy Berdyshev entwickelte Programm steht unter der GNU General Public License (GPL). Aber Obacht, es gibt zwei Varianten: Verwendet man den Installer, muss man unerwünschte Zusatzprogramme aktiv abwählen! Die Portable-Ausgabe kommt hingegen als ZIP-Archiv ganz ohne unnötigen Ballast, ist aber noch auf dem Stand 1.77.

Die heute freigegebene Version 1.9.0 von CDex kümmert sich um Probleme bei der Installation sowie um einige nicht näher beschriebene Fehler. Die eine Woche zuvor veröffentlichte Version 1.8.9 hatte den Umgang mit ID3-Tags verbessert und ein Problem bei der Umwandlung von Audiodaten ins verlustfreie FLAC-Format korrigiert.

Download: CDex 1.9.0

 
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AMD Radeon RX Vega: Schnelle Sromfresser im Anflug

reported by doelf, Montag der 31.07.2017, 20:09:51

AMD hat seine neue Grafikfamilie Radeon RX Vega vorgestellt, die dank 8 GiB HBM2-Speicher eine sehr hohe Leistung verspricht, zugleich aber auch sehr viel Strom säuft. Zunächst wird es drei Varianten geben: Die "Radeon RX Vega 64 Liquid Cooled Edition" mit Flüssigkeitskühlung sowie die mit Luft gekühlten "Radeon RX Vega 64" und "Radeon RX Vega 56". Die Preise starten bei 399 US-Dollar.

Radeon RX Vega im Vollausbau
Alle drei Grafikkarten basieren auf dem Vega-10-Chip, doch den Vollausbau mit 12,5 Milliarden Transistoren, 64 Rechenblöcken und 4.096 Shader-Kernen bieten nur die Varianten "Radeon RX Vega 64 Liquid Cooled Edition" und "Radeon RX Vega 64". Die luftgekühlte Variante taktet die GPU mit 1.247 bis 1.546 MHz, die Flüssigkeitskühlung ermöglicht 1.406 bis 1.677 MHz. Das reicht für eine Rechenleistung von 12,7 bzw. 13,7 TFlops sowie einen stattlichen Stromverbrauch von 295 bzw. 345 Watt. Geeignete Netzteile sollten laut AMD mindestens 750 bzw. 1.000 Watt Leistung bieten. Der schnelle HBM2-Speicher ist immer 8 GiB groß und über ein 2.048 Bit breites Interface angebunden. Dank 950 MHz Speichertakt (Datenrate: 1,9 Gbps) erreichen die Grafikkarten einen Speicherdurchsatz von 483,8 GB/s.

Radeon RX Vega 64

Günstiger: Radeon RX Vega 56
Bei der "Radeon RX Vega 56" wurden 8 Rechenblöcke deaktiviert, so dass 3.584 Shader-Kerne übrig bleiben. Darüber hinaus wurde der GPU-Takt auf 1.156 bis 1.471 MHz reduziert, wodurch die Rechenleistung auf 10,5 TFlops sinkt. Es bleibt aber bei 256 Textur-Einheiten. Der Speichertakt wurde auf 800 MHz (Datenrate: 1,6 Gbps) gedrosselt, was den Speicherdurchsatz auf 410 GB/s limitiert. Andererseits liegt der Stromverbrauch bei 210 Watt, was immer noch hoch ist, aber zumindest in die richtige Richtung weist.

Preise, Spiele und Verkaufsstart
Im Preis - Radeon RX Vega 64 Liquid Cooled Edition: 599 US-Dollar; Radeon RX Vega 64: 499 US-Dollar; Radeon RX Vega 56: 399 US-Dollar - sind die Spiele "Sniper Elite 4" und "Prey" enthalten. Dies gilt für Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz, denn im Rest der Welt wird statt "Sniper Elite 4" der hierzulande etwas problematische Titel "Wolfenstein II: The New Colossus" beigelegt. Als Verkaufsstart nennt AMD den 14. August 2017, ab diesem Tag wird es auch unabhängige Benchmark-Messungen geben.

Aktionen: Die Sparpakete
Wer gleich noch einen 8-Kern-Prozessor des Typs Ryzen 7 1700X oder Ryzen 7 1800X sowie eines der Mainboards ASUS ROG Crosshair VI Extreme X370, Gigabyte GA-AX370-Gaming K7 oder MSI X370 XPOWER GAMING TITANIUM kauft, soll in Kürze 100 US-Dollar sparen können - auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die 200 US-Dollar Gutschrift beim Kauf des 34-Zoll-Bildschirms Samsung C34F791 mit FreeSync-Technologie ist indes auf die USA, Kanada, Mexiko, Australien und Singapur beschränkt.

Quelle: www.amd.com
 
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AMD Threadripper: Einstiegsmodell kostet 549 US-Dollar

reported by doelf, Montag der 31.07.2017, 17:12:02

Am 10. August 2017 wird AMD die ersten beiden Prozessoren der Baureihe Ryzen Threadripper zu Preisen von 799 US-Dollar (1920X: 12 Kerne) bzw. 999 US-Dollar (1950X: 16 Kerne) in den Handel bringen. Drei Wochen später, am 31. August 2017, soll dann der günstigere Ryzen Threadripper 1900X für 549 US-Dollar folgen. Allerdings hat dieser nur acht Kerne.

Die Prozessoren Ryzen Threadripper 1900X (Sockel TR4) und Ryzen 7 1800X (Sockel AM4) sind sich auf den ersten Blick sehr ähnlich: Die Zahl der Kerne und Threads ist identisch und der Turbo-Takt beider CPUs wird mit 4,0 GHz angegeben. Bei ausreichender Kühlung kann der Ryzen Threadripper 1900X dank "Extended Frequency Range" (XFR) auf 4,2 GHz beschleunigen, beim Ryzen 7 1800X ist hingegen schon bei 4,1 GHz Schluss. Zudem weist der Ryzen Threadripper 1900X mit 3,8 GHz einen um 200 MHz höheren Basistakt auf. Während beide Prozessoren DDR4-2666 unterstützen, kann der Ryzen Threadripper 1900X auf vier Speicherkanäle zurückgreifen, der Ryzen 7 1800X hingegen nur auf zwei. Zudem besitzt der Ryzen 7 1800X lediglich 24 PCIe-3.0-Lanes, während der Ryzen Threadripper 1900X wie seine größeren Geschwister mit vollen 64 Lanes aufläuft. Dennoch scheint die TDP des Ryzen Threadripper 1900X mit 180 Watt etwas hoch gegriffen, da der Ryzen 7 1800X mit nur 95 Watt auskommt.

AMDs Ryzen Threadripper (und der Ryzen 7 1800X zum Vergleich):

  • AMD Ryzen Threadripper 1950X: 999 US-Dollar (im Preisvergleich ab 1.030 Euro)
    16 Kerne/32 Threads @ 3,4-4,0/4,2 GHz; 180 Watt; Quad Channel DDR4-2666; 64 PCIe-3.0-Lanes
  • AMD Ryzen Threadripper 1920X: 799 US-Dollar (im Preisvergleich ab 820 Euro)
    12 Kerne/24 Threads @ 3,5-4,0/4,2 GHz; 180 Watt; Quad Channel DDR4-2666; 64 PCIe-3.0-Lanes
  • AMD Ryzen Threadripper 1900X: 549 US-Dollar (noch kein Eintrag im Preisvergleich)
    8 Kerne/16 Threads @ 3,8-4,0/4,2 GHz; 180 Watt; Quad Channel DDR4-2666; 64 PCIe-3.0-Lanes
  • AMD Ryzen 7 1800X: 499 US-Dollar (im Preisvergleich ab 444 Euro)
    8 Kerne/16 Threads @ 3,6-4,0/4,1 GHz; 95 Watt; Dual Channel DDR4-2666; 24 PCIe-3.0-Lanes

Intels Herausforderer, deren Taktraten teilweise noch geheim sind:

  • Intel Core i9-7960X: 1.699 US-Dollar (im Preisvergleich ab 1.981 Euro)
    16 Kerne/32 Threads @ ??-??/?? GHz; 22,00 MiB L3; 165 W; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-3.0-Lanes
  • Intel Core i9-7920X: 1.199 US-Dollar (im Preisvergleich ab 1.387 Euro)
    12 Kerne/24 Threads @ 2,9-??/?? GHz; 16,50 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-3.0-Lanes
  • Intel Core i9-7900X: 999 US-Dollar (im Preisvergleich ab 936 Euro)
    10 Kerne/20 Threads @ 3,3-4,3/4,5 GHz; 13,75 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-3.0-Lanes
  • Intel Core i7-7820X: 599 US-Dollar (im Preisvergleich ab 580 Euro)
    8 Kerne/16 Threads @ 3,6-4,3/4,5 GHz; 11,00 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2666; 28 PCIe-3.0-Lanes

Bei Intel stellt der bereits erhältliche Core i7-7820X die Alternative zum Ryzen Threadripper 1900X dar, denn auch dieser liefert acht Kerne und sechszehn Threads. Der Basistakt fällt mit 3,6 GHz um 200 MHz geringer aus, dafür liegt der Turbo-Takt mit 4,3 GHz um 300 MHz höher. Auch bei optimaler Kühlung sind mit 4,5 GHz genau 300 MHz mehr drin als bei AMD. Hinsichtlich der Speicheranbindung herrscht auf dem Papier Gleichstand, doch Intel gönnt dem Core i7-7820X nur 28 PCIe-Lanes der dritten Generation. Beim Stromverbrauch gibt sich Intel mit 140 Watt um 40 Watt bescheidener, beim Preis verlangt der Marktführer hingegen 50 US-Dollar Aufschlag.

Quelle: www.amd.com
 
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Windows 10 Insider Preview Build 16251 für PC und Build 15235 für Mobile

reported by doelf, Sonntag der 30.07.2017, 12:22:39

Für Insider im Fast-Ring gibt es seit dieser Woche wieder neue Builds von Windows 10. Der PC-Build 16251 verbessert die Anbindung von Android-Telefonen und iPhones. Wer Probleme mit Storage Spaces hat, muss sich weiter gedulden, denn die mit dem Build 16241 eingeführte Korrektur verhindert lediglich das Auftreten des Fehlers, repariert aber nicht den bereits entstandenen Schaden. Der Mobile-Build 15235 bringt eine vertikale Bildschirmausrichtung für Continuum.

Mobile-Build 15235: Hochformat für Continuum
Wir beginnen mit dem Mobile-Build 15235, der eine echte Neuerung zu bieten hat: Wer sein Windows-Phone per Continuum zum PC machte und einen externen Bildschirm verband, war bisher auf die horizontale Bildausrichtung angewiesen. Auf einem vertikal aufgestellten Bildschirm wurde der Windows-Desktop lediglich um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedreht präsentiert, was beim Arbeiten schnell zu Haltungsproblemen führt. Dieses Problem lässt sich nun beheben, indem man unter "Einstellungen", "System", "Bildschirm" die Orientierung auf Hochformat umstellt. Im Anschluss muss der Bildschirm einmal neu verbunden werden, danach ist diese Änderung dauerhaft gespeichert. Einzig das HP Elite X3 vergisst die Display-Einstellungen, wenn der Bildschirm per Kabel am Dock hängt. Hier darf man das Kabel nicht ziehen, sondern muss die Ausrichtung in jeder Sitzung wieder anpassen.

Mobile-Build 15235: Fehler
Microsoft hat das Windows-Update KB4025342 vom 11. Juli 2017 eingepflegt, welches allgemeine Verbesserungen und Korrekturen umfasst. Darüber hinaus wurden Probleme beim Herunterladen und Installieren von Apps und Spielen beseitigt. Ein Fehler, der das Entsperren nach dem Deaktivieren von Windows Hello verhinderte, konnte ebenfalls behoben werden. Beim Update von Apps, welche auf der SD-Karte gespeichert sind, gibt es mal wieder Probleme: Man muss diese auf den lokalen Speicher verschieben, dort aktualisieren und dann wieder auf die SD-Karte verfrachten. Sollten auch dabei Fehler auftreten, entfernt man die App und installiert sie im Anschluss neu.

PC-Build 16251: Cross-Device-Browsing
In den Einstellungen findet sich ein neuer Eintrag zum Verknüpfen von Smartphones. Trägt man dort ein Android-Telefon ein, erhält dieses von Microsoft eine SMS mit einem Link zur Installation einer Testanwendung namens "Microsoft Apps". Für iPhones heißt diese App "Continue on PC". Beide Apps stellen die Verknüpfung zwischen PC und Smartphone her, was aktuell für das Cross-Device-Browsing von Webseiten genutzt wird. Danach kann man auf dem Smartphone geöffnete Webseiten mit dem PC teilen, wozu auf beiden Geräten das selbe Microsoft-Konto verknüpft sein muss. Die plattformübergreifende Ausrichtung schreitet also weiter voran.

PC-Build 16251: Neues von Cortana
Cortana liefert die Ergebnisse für Websuchen nun auch ohne Webbrowser, indem der (vermutlich) gewünschte Inhalt in einem Bereich neben den Suchbegriffen präsentiert wird. Dies funktioniert beispielsweise mit Anfragen bezüglich Filmen, Prominenten, Aktienkursen, dem Wetter und Fluginformationen. Sollte Cortana keine schnelle Antwort parat haben, wird das Ergebnisfeld nicht generiert. Für englischsprachige Installationen hat Cortana gelernt, den PC auf Sprachbefehl neu zu starten, auszuschalten, den Benutzer abzumelden oder den Desktop zu sperren. Damit dies funktioniert, muss man Cortana zunächst den Zugriff auf den Sperrbildschirm gestatten.

PC-Build 16251: Automatisches Anmelden
Nach dem Einspielen von Updates kann Windows 10 die Anmeldeinformationen des Benutzers verwenden, um die Einrichtung des Systems fertigzustellen. Diese Möglichkeit wurde nun auf normale Neustarts sowie das Herunterfahren ausgeweitet, so dass die Anmeldung nach dem Neustart bzw. nach dem nächsten Einschalten des Rechners automatisch erfolgt. In den "Einstellungen" lässt sich dieses Verhalten bei den Anmeldeoptionen in der Rubrik "Datenschutz" unterbinden. Die passenden Kommandozeilen-Optionen zu dieser Neuerung lauten:

  • shutdown /g (Neustart mit automatischer Anmeldung)
  • shutdown /sg (Herunterfahren, automatische Anmeldung beim nächsten Einschalten)

Allerlei kleinere Korrekturen und Verbesserungen erleichtern die Bedienung von Windows 10 sowie die Verwendung des Webbrowsers Edge, an dessen Stabilität ebenfalls gearbeitet wurde. Für einige Spiele wird der "Game Mode" nun automatisch aktiviert, Microsoft nennt aber keine bestimmten Titel.

 
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Firefox 55 Beta 13 wartet auf Tester

reported by doelf, Sonntag der 30.07.2017, 00:07:07

Am 8. August soll der finale Firefox 55 veröffentlicht werden und vorab kann man bereits dessen Beta-Versionen ausprobieren. Die dreizehnte liegt nun zum Download bereit und bringt mittels WebVR virtuelle Web-Realitäten für Windows-Nutzer mit den VR-Brillen HTC VIVE und Oculus Rift. Besonders positiv fällt auf, dass Sitzungen mit zahlreichen offenen Tabs viel schneller - laut Mozilla "in einem Augenblick" - geladen werden.

In den "Einstellungen" findet sich unter "Allgemein" der neue Unterpunkt "Leistung". Standardmäßig wählt der Firefox die Optionen automatisch, doch man kann manuell nachbessern und die Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte an- oder ausschalten sowie die Zahl der CPU-Threads angeben, mit denen die Inhalte der Webseiten aufbereitet werden (siehe Bildschirmfoto). Weitere Leistungsvorteile versprechen neue Restriktionen für das Flash-Plugin: Flash-Inhalte werden nicht mehr automatisch geladen, sondern müssen manuell per Klick gestartet werden. Dies spart CPU-Zeit und Arbeitsspeicher, zugleich verbessert sich die Sicherheit.

Firefox: Leistung

Beim Firefox kann man sowohl über die Adresszeile als auch über das Suchfeld eine Suche starten, doch bisher ließ sich nur beim Suchfeld die zu verwendende Suchmaschine auswählen. Dies wurde nun geändert (siehe zweites Bildschirmfoto). Suchvorschläge sind jetzt standardmäßig aktiviert, lassen sich aber weiterhin ausschalten. Die Seitenleiste mit Lesezeichen, Chronik und synchronisierten Tabs lässt sich nun auf die rechte Seite des Fensters verschieben und die Druckvorschau wurde weiter vereinfacht. Unter macOS ist es jetzt möglich, eigene Tastaturkürzel für die Menüeinträge des Firefox einzurichten. Neu hinzugekommen ist auch eine weißrussische Sprachversion.

Firefox: Suche

Nur an einige Benutzer wird versuchsweise das integrierte Screenshot-Werkzeug ausgeliefert, mit dem man Bildschirmfotos von ganzen Webseiten oder bestimmte Bereichen erstellen kann. Diese Screenshots werden wahlweise lokal gespeichert oder in die Cloud geladen. Der Stub-Installer für Windows wurde vereinfacht, indem man die erweiterten Installationsoptionen entfernt hat. Wer diese benötigt, muss das komplette Installationspaket herunterladen. Zur Verbesserung des Datenschutzes wird unsicheren Webseiten der Zugriff auf die Standortdaten untersagt.

Wichtig: Durch den Firefox 55 werden die Benutzerprofile derart verändert, dass sie nicht mehr zu älteren Programmversionen kompatibel sind!

Download: Firefox 55 Beta 13

 
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AMD Ryzen 3: 4 Kerne für den kleinen Geldbeutel

reported by doelf, Samstag der 29.07.2017, 16:45:06

AMD hat seine Ryzen-Baureihe nach unten abgerundet und bietet nun zwei Quad-Core-CPUs ohne Simultaneous Multithreading (SMT) zu Preisen von 109 bzw. 129 US-Dollar an. Diese hören auf den Namen Ryzen 3 und positionieren sich gegen Intels Core i3, welcher zwei Kerne mit SMT kombiniert. Zudem kommen die APUs der Baureihe "Bristol Ridge" endlich in den freien Handel.

Beim Ryzen 3 bekommt man vier Kerne und vier Threads, bei Intels Core i3 zwei Kerne und vier Threads. Sobald eine Software mehr als zwei CPU-Kerne auslastet, sind AMDs Prozessoren klar im Vorteil. Wird hingegen nur ein Kern gefordert, liegt der Core i3 dank höherer Taktraten in Führung. Zudem hat Intel einen Grafikkern integriert, während der Ryzen 3 auf eine Grafikkarte angewiesen ist. Mehr Leistungsreserven besitzt indes AMDs Angebot, zumal sich die Ryzen-3-CPUs auch übertakten lassen. Unabhängig davon räumt AMD dem Ryzen 3 1200 bei ausreichend guter Kühlung eine "Extended Frequency Range" (XFR) von 50 MHz ein, während der Ryzen 3 1300X um 200 MHz beschleunigen darf.

  • AMD Ryzen 3 1300X: 129 US-Dollar (aktuelle Straßenpreise ab 135 Euro)
    4 Kerne/4 Threads @ 3,5-3,7 GHz; +200 MHz XFR;Dual-Channel DDR4-2666; 24 PCIe-3.0-Lanes; 65 Watt
  • AMD Ryzen 3 1200: 109 US-Dollar (aktuelle Straßenpreise ab 115 Euro)
    4 Kerne/4 Threads @ 3,1-3,4 GHz; +50 MHz XFR; Dual-Channel DDR4-2666; 24 PCIe-3.0-Lanes; 65 Watt

Leistungstechnisch eine Stufe tiefer, dafür aber mit einer integrierten Grafikeinheit, sind die APUs der siebten Generation (Codename: Bristol Ridge) einzuordnen. Diese bestehen aus Excavator-Modulen und sind somit ein Abkömmling der Bulldozer-Architektur, während Ryzen auf der wesentlich leistungsstärkeren Zen-Architektur basiert. Zudem ist die PCIe-3.0-Anbindung der Grafikkarte auf 8 Lanes der dritten Generation beschnitten. Auch Bristol Ridge nutzt den Sockel AM4, taktet den Arbeitsspeicher aber etwas langsamer. Es gibt auch drei Varianten ohne Grafikkern, die AMD als Athlon X4 vermarktet.

  • AMD A12-9800: aktuelle Straßenpreise ab 105 Euro
    4 Kerne/4 Threads @ 3,8-4,2 GHz; Radeon R7 (GCN Gen3) mit 512 Shader-Kernen; Dual-Channel DDR4-2400; 8 PCIe-3.0-Lanes; 65 Watt
  • AMD A12-9800E: aktuelle Straßenpreise ab 105 Euro
    4 Kerne/4 Threads @ 3,1-3,8 GHz; Radeon R7 (GCN Gen3) mit 512 Shader-Kernen; Dual-Channel DDR4-2400; 8 PCIe-3.0-Lanes; 35 Watt
  • AMD A10-9700: aktuelle Straßenpreise ab 83 Euro
    4 Kerne/4 Threads @ 3,5-3,8 GHz; Radeon R7 (GCN Gen3) mit 384 Shader-Kernen; Dual-Channel DDR4-2400; 8 PCIe-3.0-Lanes; 65 Watt
  • AMD A10-9700E: aktuelle Straßenpreise ab 83 Euro
    4 Kerne/4 Threads @ 3,0-3,5 GHz; Radeon R7 (GCN Gen3) mit 384 Shader-Kernen; Dual-Channel DDR4-2400; 8 PCIe-3.0-Lanes; 35 Watt
  • AMD A8-9600: aktuelle Straßenpreise ab 62 Euro
    4 Kerne/4 Threads @ 3,1-3,4 GHz; Radeon R7 (GCN Gen3) mit 384 Shader-Kernen; Dual-Channel DDR4-2400; 8 PCIe-3.0-Lanes; 65 Watt
  • AMD A6-9550: noch keine Preise verfügbar
    2 Kerne/2 Threads @ 3,8-4,0 GHz; Radeon R5 (GCN Gen3) mit 256 Shader-Kernen; Dual-Channel DDR4-2400; 8 PCIe-3.0-Lanes; 65 Watt
  • AMD A6-9500: aktuelle Straßenpreise ab 50 Euro
    2 Kerne/2 Threads @ 3,5-3,8 GHz; Radeon R5 (GCN Gen3) mit 256 Shader-Kernen; Dual-Channel DDR4-2400; 8 PCIe-3.0-Lanes; 65 Watt
  • AMD A6-9500E: aktuelle Straßenpreise ab 50 Euro
    2 Kerne/2 Threads @ 3,0-3,4 GHz; Radeon R5 (GCN Gen3) mit 256 Shader-Kernen; Dual-Channel DDR4-2400; 8 PCIe-3.0-Lanes; 35 Watt
  • AMD Athlon X4 970: noch keine Preise verfügbar
    4 Kerne/4 Threads @ 3,8-4,0 GHz; ohne Grafikkern; Dual-Channel DDR4-2400; 8 PCIe-3.0-Lanes; 65 Watt
  • AMD Athlon X4 950: aktuelle Straßenpreise ab 55 Euro
    4 Kerne/4 Threads @ 3,5-3,8 GHz; ohne Grafikkern; Dual-Channel DDR4-2400; 8 PCIe-3.0-Lanes; 65 Watt
  • AMD Athlon X4 940: noch keine Preise verfügbar
    4 Kerne/4 Threads @ 3,2-3,6 GHz; ohne Grafikkern; Dual-Channel DDR4-2400; 8 PCIe-3.0-Lanes; 65 Watt

Quelle: www.amd.com
 
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LibreOffice 5.4 ist fertig

reported by doelf, Samstag der 29.07.2017, 15:57:32

LibreOffice 5.4 ist fertig und liegt für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Wer bereits den dritten Veröffentlichungskandidaten installiert hat, muss die Installationspakete nicht erneut herunterladen, denn diese sind Bit für Bit identisch. LibreOffice 5.4 beseitigt nicht nur 379 Fehler, sondern bringt auch viele neue Funktionen wie eine bessere Unterstützung für Signaturen, Formatierungshilfen und Pivot-Charts.

Writer:
Die Unterstützung für AutoText, welche bisher auf .dot- und .doc-Dateien beschränkt war, wird mit LibreOffice 5.4 auf .dotx und .dotm ausgeweitet. Im Kontextmenü gibt es die neuen Einträge "Bereich bearbeiten" und "Fuß- und Endnote", welche natürlich nur zur Verfügung stehen, wenn man in einen entsprechenden Bereich klickt. Im Menü "Ansicht" ist unter "Symbolleisten" ein neuer Eintrag namens "Formatierungen (Formatvorlagen)" verfügbar. Passend dazu gibt es den neuen Eintrag "Vorlagen" ganz unten im Kontextmenü.

Listen

Der völlig veraltete Web-Wizard wurde entfernt, der normale HTML-Export ist hiervon nicht betroffen. Über den Menüpunkt "Wasserzeichen" unter "Format" kann man eigene Wasserzeichen erstellen. Diese bestehen aus einem Text in einer beliebigen Schrift, zudem lassen sich Textfarbe, Winkel und Transparenz definieren. Listen, ob mit Aufzählungszeichen oder Nummerierung, bleiben beim Kopieren und Einfügen besser erhalten. Dies gilt für die Aufzählungszeichen sowie für das Einrücken der einzelnen Einträge.

Listen

Calc:
ZellschutzIst in den "Optionen" für "Allgemeine Berechnungen" die Auswahl "Genauigkeit wie angezeigt" aktiv, muss man sich auf deren Umsetzung auch verlassen können. Dies war bisher leider nicht immer der Fall, weshalb hier nachgebessert wurde. Der Benutzer kann die Priorität für die Regeln zur "Bedingten Formatierung" ändern, Calc merkt sich die Einstellungen für den CSV-Export und in der Werkzeugleiste gibt es ein Vorhängeschloss-Symbol, mit dem sich Zellen sperren lassen. Bei geschützten Tabellen ist es neuerdings möglich, Spalten und Zeilen hinzuzufügen und diese auch wieder zu entfernen. Die geschützten Zellen bleiben dabei unangetastet. Ebenfalls neu sind die Möglichkeit, alle Kommentare anzuzeigen, zu verbergen oder zu löschen, sowie die Funktion ROUNDSIG, welche das Runden auf eine vorgegebene Anzahl von Stellen ermöglicht. Calc akzeptiert nun auch negative Jahreszahlen gemäß ISO 8601.

Impress:
Über das Tastaurkürzel Strg + M lassen sich neue Folien einfügen. Wenn man Objekte dupliziert (Umschalten + F3), merkt sich der Eingabedialog die zuvor verwendeten Werte. Zudem lassen sich hier jetzt auch Bruchzahlen für den Drehwinkel eingeben, dabei werden zwei Nachkommastellen berücksichtigt. Der PlaceWare-Exportfilter wurde aus Impress entfernt.

Charts:
Pivot-Charts stehen seit 2014 auf der Wunschliste der LibreOffice-Nutzer, nun sind sie erstmals verfügbar. Während Pivot-Tabellen schon seit langer Zeit unterstützt werden, war bei deren Auswertung in Form von Diagrammen bisher lästige Handarbeit angesagt. Die Einführung von Pivot-Charts beendet dieses Elend, denn jegliche Änderung an einer Pivot-Tabelle wird sofort vom daraus generierten Diagramm übernommen. Die Pivot-Charts werden mit Hilfe eines Assistenten aus vorhandenen Pivot-Tabellen erstellt.

Dateifilter:
Beim .xlsx-Export wurden Probleme mit der Ab- und Aufrundungsfunktion behoben und beim XML-Import wurde die Rowset-Eigenschaft (ADO) ergänzt. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für das Web-Query-Format (.iqy) und es gibt zahlreiche Verbesserungen für Vektorgrafiken des Typs EMF+, welches von zahlreichen Microsoft-Formaten (.doc, .docx, .xls, .xlsx, .ppt) genutzt wird. Zur Anzeige eingefügter PDF-Bilder greift LibreOffice 5.4 auf pdfium zurück und beim PDF-Export aus Writer und Impress heraus werden nun auch verknüpfte sowie eingebettete Videos berücksichtigt.

Signaturen:
Unter Linux kann man ab sofort OpenPGP-Schlüssel zum Signieren von ODF-Dokumenten verwenden und der Status der Signaturen wird generell mit farbigen Informationsleisten visualisiert. Auf diese Weise lässt sich sofort erkennen, ob eine Signatur ungültig oder fehlerhaft ist. Neben RSA- und DSA-Schlüsseln unterstützt LibreOffice nun auch ECDSA - allerdings nur unter Linux und macOS. Das dort verwendete NSS-Backend hat hierfür Korrekturen erhalten, während CryptoAPI unter Windows mit ECDSA nach wie vor rein gar nichts anfangen kann.

Weitere Änderungen:
Nach Rücksprache mit den Benutzern wurde die Standard-Farbpalette überarbeitet. Gestrichen wurde die Unterstützung für Mac OS X 10.8, neue Mindestanforderung für Mac-Nutzer ist somit die Version 10.9. Bei den Sprachen sind Mandschurisch und das damit verwandte Xibenisch hinzugekommen.

Download: LibreOffice 5.4

 
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openSUSE Leap 42.3 rückt dichter an SUSE Linux Enterprise heran

reported by doelf, Freitag der 28.07.2017, 23:54:43

Durch das Update auf die Version 42.3 ist die Community-Distribution openSUSE ein Stück näher an das kommerzielle SUSE Linux Enterprise (SLE) herangerückt. Mit deren Version 12 Service Pack 3 teilt sich openSUSE Leap 42.3 die Basis und so bleibt auch die Software-Auswahl eher konservativ: Kernel 4.4 (LTS) mit dem Standard-Desktop KDE 5.8 (LTS) sowie GNOME 3.20 als Alternative. Aber auch Steam und MP3 sind diesmal mit an Bord.

Während der Installation kann man weitere Desktops auswählen, hierfür wurde ein neue Desktop-Auswahl integriert. Insgesamt umfasst openSUSE Leap 42.3 nun mehr als 10.000 Pakete, wobei insbesondere der Server-Bereich ausgebaut wurde. Die Entwickler betonen daher auch, dass Leap "ein zuverlässiges Server-Betriebssystem zum Deployen von IT-Diensten in physikalischen, virtuellen oder Cloud-Umgebungen" sei und über ein speziell angepasstes Serverinstallations-Profil sowie einen leistungsstarken Textmode-Installer verfüge. Letzterer bietet alle Funktionen von YaST ganz ohne grafische Benutzeroberfläche. Die Backup-Software Borg unterstützt neuerdings automatische Datensicherungen über einen systemd-Dienst (Borgmatic) und Sambas "System Security Services Daemon" (SSSD) bietet eine ähnliche Funktionalität wie Microsofts "Active Directory Domain Services" unter Windows.

Abseits des Server-Einsatzes bietet sich openSUSE Leap 42.3 auch als Betriebssystems für Spieler an. Neben der Steam-Plattform, welche native Linux-Spiele umfasst, unterstützt Leap auch Windows-Spiele - Wine und dessen grafischer Aufsatz PlayOnLinux machen dies möglich. 3D-Drucker lassen sich über FreeCAD ansteuern, Fotos werden mit Gphoto bearbeitet und der Molekül-Editor Avogadro richtet sich an Wissenschaftler aus den Bereichen Bioinformatik, Materialwissenschaft, molekulare Modellierung und Rechenchemie. Für das Gesundheitswesen ist GNU Health in der Distribution enthalten. Da die Patente auf MP3 abgelaufen sind, wird dieser Audio-Codec nun standardmäßig unterstützt. Um den MP3-Codec mit gstreamer-basierten Applikationen wie Rhythmbox oder Totem nutzen zu können, muss man zusätzlich gstreamer-plugins-ugly installieren.

Download: openSUSE Leap 42.3

 
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Ein weiteres Rekordquartal für Intel

reported by doelf, Freitag der 28.07.2017, 14:58:04

Es ist schon ein wenig unfair, wenn Intel Rekordergebnisse vermeldet und dies kaum noch jemanden interessiert. Für viele große Medien, die sich früher auf die Geschäftszahlen von Intel gestürzt hatten, ist der PC-Markt bereits beerdigt und vergessen, weshalb man lieber Apple, Facebook oder auch Amazon in den Fokus rückt. Doch auch Intels gähnend langweilige Produktpolitik hat jegliches Interesse einschlafen lassen.

Die Geschäftszahlen
Doch langweilig ist auch verlässlich und garantiert eine Konstanz, die insbesondere Geschäftskunden zu schätzen wissen. Dies untermauert Intel mit dem höchsten Umsatz, den das Unternehmen jemals in einem zweiten Quartal einfahren konnte: 14,763 Milliarden US-Dollar (+9,09%). Der operative Gewinn (GAAP) ist von 1,318 Milliarden auf 3,827 Milliarden US-Dollar gesprungen, ein Plus von 190,36 Prozent, und der Nettogewinn (GAAP) von 1,330 Milliarden auf 2,808 Milliarden US-Dollar gestiegen, ein Zuwachs um 111,13 Prozent. Der Gewinn je Aktie (GAAP) ist um 114,81 Prozent auf 0,58 US-Dollar gewachsen.

Bei den Ausgaben sind folgende Posten hervorzuheben: Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind geringfügig um 4,13 Prozent auf 3,275 Milliarden US-Dollar gestiegen, zugleich konnte Intel seine Ausgaben für Marketing und Verwaltung um 7,62 Prozent auf 1,854 Milliarden US-Dollar senken. Für den Unternehmensumbau hatte Intel vor einem Jahr noch 1,414 Milliarden US-Dollar investiert, diesmal waren es lediglich 105 Millionen US-Dollar. Zwischen April und Juni 2007 hatte Intel jeweils 1,3 Milliarden US-Dollar in Dividenden und den Rückkauf von 36 Millionen Firmenanteilen investiert.

Die Sparten im Detail
Der Umsatz der wichtigen PC-Sparte (Client Computing Group) ist um 11,92 Prozent auf 8,213 Milliarden US-Dollar gewachsen und das Server-Geschäft konnte um 8,57 Prozent auf 4,372 Milliarden US-Dollar zulegen. Es folgen Flash-Speicher (Non-Volatile Memory Solutions Group) mit 874 Millionen US-Dollar (+57,76%) und die "Internet of Things Group" mit 720 Millionen US-Dollar (+25,87%). Einzig in der "Programmable Solutions Group" (Altera) ist der Umsatz rückläufig (465 Millionen US-Dollar; -5,38%). Von seiner "Security Group" hatte sich Intel im April 2017 getrennt, diese firmiert nun wieder eigenständig unter dem Namen McAfee.

Etwas anders sieht es beim operativen Gewinn aus: Während die PC-Sparte um 58,29 Prozent auf 3,025 Milliarden US-Dollar zulegen konnte, verzeichnete das Server-Geschäft einen Rückgang um 5,89 Prozent auf 1,661 Milliarden US-Dollar. Mit dem "Internet of Things" hatte Intel 139 Millionen US-Dollar (+56,18%) verdient und mit Flash-Speicher dann wieder 110 Millionen US-Dollar in den Sand gesetzt. Im zweiten Quartal 2016 hatte die "Non-Volatile Memory Solutions Group" allerdings noch 224 Millionen US-Dollar verloren. Die "Programmable Solutions Group" kann nach 62 Millionen US-Dollar Verlust nun einen Gewinn in Höhe von 97 Millionen US-Dollar vorweisen.

Der Ausblick
Intel hat seinen Ausblick auf das gesamte Geschäftsjahr 2017 nach oben korrigiert: Man erwartet nun einen Umsatz von 61,3 Milliarden US-Dollar (+/- 500 Millionen) und einen Gewinn je Aktie (GAAP) von 2,66 US-Dollar, zuvor hatte Intel 60,0 Milliarden US-Dollar Umsatz sowie 2,51 US-Dollar Gewinn je Aktie (GAAP) in Aussicht gestellt. Das dritte Quartal soll 15,7 Milliarden US-Dollar (+/- 500 Millionen) zum Umsatz sowie 0,72 US-Dollar zum Gewinn je Aktie (GAAP) beitragen. Intels Aktie reagierte im nachbörslichen Handel kaum (35,25 US-Dollar; +0,8%), so dass wir nun endlich weiterschlafen können.

Quelle: www.intc.com
 
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Amazon: Mini-Gewinn für die Nerven

reported by doelf, Freitag der 28.07.2017, 13:20:44

Amazon-Chef Jeff Bezos setzt weiterhin auf Wachstum, Wachstum, Wachstum und solche Nebensächlichkeiten wie der Gewinn sind ihm dabei ziemlich egal. Mit Rücksichtnahme auf seine Investoren achtet der Handelsriese und Dienstleistungsanbieter zumindest darauf, einen kleinen Gewinn auszuweisen. Diesmal hatten die Anleger allerdings mehr erwartet und so rutschte Amazons Aktie nachbörslich um 3,03 Prozent auf 1.014,30 US-Dollar ab.

Amazons Umsatz belief sich im zweiten Quartal 2017 auf 37,955 Milliarden US-Dollar und ist somit im Jahresvergleich um 24,84 Prozent gewachsen. Dabei konnte der Handel lediglich um 17,19 Prozent auf 24,745 Milliarden US-Dollar zulegen, während die Dienstleistungen um 42,23 Prozent auf 13,210 Milliarden US-Dollar gewachsen sind. Sollte sich diese Tendenz in den kommenden Quartalen verfestigen, würde sich einen Aufspaltung des Unternehmens anbieten - auch in Hinblick von einem Aktienkurs über 1.000 US-Dollar.

Stärker als der Umsatz sind wieder einmal die Kosten gestiegen und zwar um 28,19 Prozent auf 37,327 Milliarden US-Dollar. Dabei fallen insbesondere zwei Posten ins Auge: Die Ausgaben für das Marketing sind um 44,18 Prozent auf 2,229 Milliarden US-Dollar geklettert und in die Entwicklung von Technologie und Inhalten hatte Amazon 5,549 Milliarden US-Dollar investiert - 43,02 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wie eingangs bereits erwähnt, setzt Firmengründer und CEO Bezos konsequent auf Wachstum.

Die hohen Ausgaben haben den operativen Gewinn um 51,13 Prozent auf 628 Millionen US-Dollar gedrückt und der Nettogewinn ist sogar um 77,01 Prozent auf magere 197 Millionen US-Dollar abgerutscht. Während es im zweiten Quartal 2016 noch 1,78 US-Dollar je Aktie gegeben hatte, sind es diesmal nur noch 0,40 US-Dollar (-77,53%). Insbesondere in Hinblick auf einen Kurs jenseits der 1000-Dollar-Marke ist das enttäuschend.

Und auch der Ausblick ist ernüchternd: Für das dritte Quartal 2017 erwartet Amazon zwar ein Umsatzplus zwischen 20 und 28 Prozent auf 39,25 Milliarden bis 41,75 Milliarden US-Dollar, doch das operative Geschäft könnte bis zu 400 Millionen US-Dollar Verlust einfahren. Bestenfalls erwartet das Unternehmen 300 Millionen US-Dollar Gewinn, im dritten Quartal 2016 waren es noch 575 Millionen US-Dollar gewesen.

 
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Dieselfahrverbot: Deutsche Umwelthilfe siegt in Stuttgart

reported by doelf, Freitag der 28.07.2017, 12:02:30

Nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe e.V. verdient der Luftreinhalteplan der Stadt Stuttgart seinen Namen nicht, denn seit Jahren werden dort die zulässigen Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub in erschreckender Regelmäßigkeit überschritten. Mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart wollte der Verein weitere Maßnahmen wie ein Dieselfahrverbot erzwingen und hatte damit Erfolg.

Seit dem Jahr 2005 gibt es verbindliche Grenzwerte für den Feinstaub (PM10) und seit 2010 gilt dies auch für Stickstoffdioxid (NO2), welches insbesondere Dieselmotoren in die Umwelt abgeben. Doch Grenzwerte machen nur dann Sinn, wenn sie auch kontrolliert und eingehalten werden. Lange Zeit hatte die Politik darauf vertraut, dass die Fahrzeughersteller dieses Problem für sie lösen werden: Weniger Verbrauch, bessere Filtertechnologien, mehr Elektromodelle. Doch die deutschen Kunden wollen keine Elektromotoren, sie wollen Verbrenner mit einer großen Reichweite, die im Praxisbetrieb nur selten ausgenutzt wird, sowie große, PS-strotzende SUVs, welche nur auf dem Papier einen kleinen Verbrauch aufweisen.

Für die Automobilhersteller, denen die Europäische Union einen stets sinkenden Flottenverbrauch verordnet hat, sind diese Kundenwünsche ein Problem. Nur mit Diesel-Motoren ließ sich der CO2-Ausstross der großen und schweren SUVs kleinrechnen, doch die Verbrennung im Selbstzünder ist alles andere als sauber. Mit Rußpartikelfiltern und Harnstoff-Katalysatoren sollte der Diesel seine schmutzige Weste blütenrein waschen, doch die Preise des ohnehin teureren Dieselantriebs sollten auch nicht in den Himmel steigen, was die Kauflust der Kunden getrübt und die Gewinne der Konzerne geschmälert hätte. Einen Ausweg bot die Software-Emulation eines sauberen Autos, bis dieser Trick bei VW aufflog.

Ein ziemlich realistisches Bild der Dieselentwicklung lieferte das Umweltbundesamt vor zwei Monaten und verärgerte damit die Politiker sowie die Automobilindustrie. Das Amt hatte den realen Schadstoffausstoß von 49 weit verbreiteten Diesel-PKW untersucht und Ende April katastrophale Werte veröffentlicht. Präsentiert wurden seinerzeit allerdings nur Durchschnittswerte und keine Messergebnisse für die einzelnen Modelle, da diese Ergebnisse "nicht repräsentativ" seien. Erst auf Druck von Spiegel online wurden die Messergebnisse für einzelne PKW-Modelle nachgereicht. Hier das Ergebnis der Untersuchung:

Bild

Bevor wir die gesamte Verantwortung bei der Industrie abladen, müssen wir uns aber noch an die eigene Nase fassen: Warum kaufen wir keine kleineren Autos? Warum muss es ein Diesel sein? Wozu brauchen wir so viel PS? Warum fahren wir so sportlich? Warum fahren wir so oft kurze Strecken? Warum sitzt meist nur eine Person im Fahrzeug? Warum nutzen wir nicht das Fahrrad oder den ÖPNV? Gerade in unseren Städten leben viele Menschen, die aus all diesen Gründen gar kein eigenes Auto mehr besitzen. Da erscheint es ausgesprochen unfair, dass ausgerechnet diese Bürger unter einer sehr hohen Feinstaub- und Abgasbelastung leiden müssen, da gesetzliche Grenzwerte Tag für Tag überschritten werden.

Die Bereitschaft der deutschen Automobilindustrie, ihr Angebot auf saubere Antriebstechnologien umzustellen, ist nach wie vor ausgesprochen gering. Selbst der weltgrößte Automobilhersteller Volkswagen mit seiner versprochenen Elektro-Offensive ist nicht in der Lage, seinen frisch vorgestellten Polo mit Elektroantrieb anzubieten. Ebenso gering ist aber auch die Bereitschaft der deutschen Autofahrer, saubere Antriebstechnologien überhaupt in Betracht zu ziehen. Erst Ende Juni 2017 zeigte sich, dass beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle binnen eines Jahres lediglich 23.000 Anträge auf die Kaufprämie für Elektro- und Hybridfahrzeuge eingegangen waren.

Da sich Hersteller und Käufer nicht bewegen und die Politik mit Rücksicht auf die deutschen Arbeitsplätze lieber weggesehen hat, müssen sich nun Gerichte mit dem Thema beschäftigen. Und die Rechtslage war von Anfang an eindeutig: Die gesetzlichen Grenzwerte müssen zum Schutz der Bevölkerung eingehalten werden und die Politik hat hierfür alle erforderlichen Schritte einzuleiten. Dabei ist der Gesundheitsschutz grundsätzlich höher zu bewerten als das Recht auf Eigentum oder die allgemeine Handlungsfreiheit. Dies sagte heute auch der Stuttgarter Richter Wolfgang Kern in seiner Urteilsverkündung und alles andere wäre auch eine dicke Überraschung gewesen.

Welche Maßnahmen zu ergreifen sind, bleibt letztendlich der Politik überlassen, doch insbesondere Stuttgart bleiben kaum noch andere Optionen als Fahrverbote. Die Kessellage der Großstadt fängt Feinstaub und Abgase ein, so dass die Konzentration dort deutlich höher ausfällt als im Umland. Weder mit Moos begrünte Wände noch das regelmäßige Befeuchten der Straßendecke besonders belasteter Verkehrsachsen zur Staubbindung dürften hier zum Erfolg führen, womit eigentlich nur Fahrverbote oder eine radikale Ausweitung von verkehrsfreien Zonen bleiben. Hinsichtlich eines Dieselfahrverbots ließ das Verwaltungsgericht keinen Zweifel daran, dass dieses dauerhaft zu sein hätte: Fahrverbote an einzelnen Tagen seien zur Verbesserung der Luftqualität ungeeignet.

 
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Samsung schwimmt dank Chips und Panels auf der Erfolgswelle

reported by doelf, Freitag der 28.07.2017, 09:56:44

Das Galaxy Note 7 in Flammen? Der Kronprinz des Unternehmens in Haft? Alles völlig egal, denn der südkoreanische Elektronikriese Samsung wächst allen hausgemachten Krisen zum Trotz so schnell wie seit Jahren nicht mehr. Für das zweite Quartal 2017 konnte das Unternehmen ein Umsatzplus von 19,75 Prozent vermelden und der Nettogewinn hat sich fast verdoppelt.

Samsungs Quartalsumsatz ist im Jahresvergleich von 50,94 Billionen auf 61,00 Billionen Won (ca. 46,970 Milliarden Euro) gestiegen. Dieses Plus von kräftigen 19,75 Prozent verdankt die Firma in erster Linie ihrer Halbleitersparte, welche den Umsatz um 46,50 Prozent verbessern konnte. Dabei sticht insbesondere das Speichergeschäft hervor, welches sogar ein Umsatzplus von 65,36 Prozent vorweisen kann. Bei den Display-Panels lag der Anstieg mit 20,09 Prozent noch knapp über dem Unternehmensdurchschnitt, während der Mobilbereich mit einem Plus von 10,93 Prozent deutlich hinterher hinkt. Hier musste das Flaggschiff S8 die Kohlen aus dem Feuer holen, da die Nachfrage für mittel- und geringpreisige Smartphones weiter zurückgegangen ist. Der Umsatz mit Heimelektronik ist indes um 1,09 Prozent gesunken.

Samsungs operativer Gewinn ist um 72,85 Prozent auf 14,07 Billionen Won (ca. 10,834 Milliarden Euro) geschossen. Auch hier glänzt die Halbleitersparte mit einer Verdreifachung des Gewinns (+204,17%) und der mit Display-Panels erzielte Gewinn hat sich sogar verzwölffacht (+1.121,43%). Bei den Speicherchips ist noch Luft nach oben, denn die Nachfrage war abermals höher als die Produktion. Anders sieht es bei den Mobilgeräten aus, welche einen Rückgang um 6,02 Prozent verkraften mussten, und im Bereich der Heimelektronik ist der Gewinn sogar um 68,00 Prozent eingebrochen. Gestiegene Stückpreise hatten bei den TV-Panels zu einer geringeren Nachfrage geführt und hohe Materialkosten hatten die Haushaltsgeräte weniger lukrativ gemacht. Zudem erklärt Samsung den Gewinneinbruch in dieser Sparte mit zusätzlichen Investitionen in sein B2B-Geschäft.

Unterm Strich stehen 11,05 Billionen Won (ca. 8,509 Milliarden Euro) Nettogewinn, mit denen Samsung das Vorjahresergebnis um 88,89 Prozent übertreffen konnte. Im weiteren Jahresverlauf will Samsung sein Portfolio in den Problembereichen straffen und sich auf hochpreisige Produkte konzentrieren. Für TV-Geräte bedeutet dies ultra hochauflösend, ultra groß sowie QLED-Technologie. Für das Mobilgeschäft ist eine weitere Ausmusterung günstiger Geräte sowie eine große Werbekampagne für das neue (hoffentlich feuerfeste) Note geplant. Auch im Haushalt wollen sich die Südkoreaner auf Premium-Produkte fokussieren. Das Display-Geschäft soll durch flexible OLED-Panels weiter wachsen und mit dem Hochfahren seiner Speicherproduktion will Samsung die aktuell noch bestehenden Engpässe beseitigen.

 
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Facebook verdient sich dumm und dusselig

reported by doelf, Donnerstag der 27.07.2017, 22:32:20

Es ist irgendwie absurd: Seit November 2016 warnt Facebooks Finanzchef David Wehner im Rahmen der Telefonkonferenzen zur Präsentation neuer Quartalszahlen vor einem baldigen und signifikanten Einbruch des Umsatzwachstums. Doch allen Unkenrufen des firmeneigenen Hiobs zum Trotz schießen Umsatz und Gewinn alle drei Monate weiter in die Höhe, diesmal um 44,83 und 70,57 Prozent.

Wehners Bedenken stützen sich auf einen Mangel an Werbeplätzen, denn Facebook lebt von der Werbung. Im zweiten Quartal 2017 hatte das soziale Netzwerk 9,164 Milliarden US-Dollar (+46,88%) seines Umsatzes mit Werbung generiert, die übrigen 157 Millionen US-Dollar (-20,3%) stammen aus Zahlungen und anderen Gebühren. Damit kommen 98,32 Prozent des Gesamtumsatzes von 9,321 Milliarden US-Dollar (+44,83%) aus der Werbung und wenn die Werbung wackelt, wackeln auch die Grundfesten Facebooks.

Bisher wackelt da aber gar nichts, denn die Nutzerzahlen sind wieder einmal kräftig gestiegen: Im Juni wurde Facebook im Tagesdurchschnitt von 1,32 Milliarden Menschen genutzt und im gesamten Monat waren 2,01 Milliarden Menschen auf Facebook aktiv. Beide Werte sind im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17 Prozent gestiegen und man fragt sich so langsam, wo Facebook all die neuen Nutzer ausgräbt. Übrigens: 87 Prozent (+3%) seines Werbeumsatzes generiert Facebook inzwischen auf Mobilgeräten.

Zurück zu den Geschäftszahlen: Facebooks Ausgaben sind um 32,9 Prozent auf 4,920 Milliarden US-Dollar gestiegen, doch da der Umsatz weit kräftiger gewachsen ist, schoss der operative Gewinn auf 4,401 Milliarden US-Dollar - ein Plus von 60,97 Prozent. Der Nettogewinn ist sogar um 70,57 Prozent auf 3,894 Milliarden US-Dollar geschnellt und der Gewinn je Aktie von 0,78 auf 1,32 US-Dollar gesprungen (+69,23%). Wenn 2017 noch ein signifikanter Einbruch kommen soll, muss sich dieser so langsam beeilen.

 
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LibreOffice 5.3.5 RC 1 offiziell verfügbar

reported by doelf, Donnerstag der 27.07.2017, 14:44:13

Abgesehen von LibreOffice 5.4, welches neue Funktionen verspricht und dessen finale Version noch in dieser Woche veröffentlicht werden soll (aktuell gibt es einen dritten Veröffentlichungskandidaten), steht auch LibreOffice 5.3.5 in den Startlöchern. Von diesem ist ein erster Release Candidate im Angebot, der 54 Fehler korrigiert.

Unter diesen Bugs finden sich vier potentielle Absturzursachen. Beispielsweise lässt die Sidebar-Erweiterung den Writer abstürzen, wenn XUpdateModel nicht implementiert ist. Auch AccFrameSelector und ein Leck im SdrGrafObj sorgen für Instabilitäten. Ein weiterer Absturzgarant besteht darin, das Tastaturkürzel für "Format", "Position und Größe" auf die Taste F4 zu legen. Diese Fehler und "schreckliche Speicherlecks in AccessibleTabBarBase" wurden in LibreOffice 5.3.5 RC 1 behoben, dazu gibt es eine Reihe von Korrekturen rund um den Im- und Export von Dateien. Die Freigabe des finalen LibreOffice 5.3.5 ist für die kommende Woche geplant.

Download: LibreOffice 5.3.5 RC 1

 
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AMD Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.7.2 ohne Windows 8.1

reported by doelf, Donnerstag der 27.07.2017, 13:47:18

Mit der optionalen Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.7.2 lässt AMD nun auch Windows 8.1 fallen und unterstützt nur noch Windows 10 und 7. Dafür werden jetzt neben diskreten GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Mobil) nun auch wieder diverse APUs mit den Grafikkernen Radeon HD 8180 bis HD 8400 sowie R2 bis R8 bedient. Und es gibt einen ganzen Haufen interessanter Verbesserungen!

Neu: Enhanced Sync gegen Eingabe-Lags
Mit "Enhanced Sync" bietet AMD eine neue Alternative zu vertikalen Synchronisation, welche das Zerreißen der Bildschirminhalte (Tearing) unterbindet, ohne dass es dabei zu einer deutlichen Verzögerung bei Maus- und Tastatureingaben kommt. "Enhanced Sync" wird derzeit ausschließlich für Grafikkarten der Baureihen Radeon RX 500 und RX 400 geboten, zudem funktioniert die neue Technik nur mit DirectX-Inhalten der Versionen 9, 11 und 12. Aktiviert wird es in der Spiele-Sektion der Radeon Einstellungen unter "Auf vertikalen Neuaufbau warten".

Nachgelegt bei Radeon Chill und ReLive
Die im Dezember 2016 eingeführte Stromsparlösung Radeon Chill unterstützt nun auch DirectX 12, Vulkan und Multi-GPU-Konfigurationen. Auch Notebooks mit Hybrid-Grafik sowie Computer mit einer externen Grafikkarte (Radeon XConnect) können nun chillen. Für Radeon ReLive wurde die Bitrate auf 100 Mbps angehoben. Dazu gibt es neue Einstellungen für die Transparenz der Kamera und verbesserte Audio-Kontrollen (Audio-Boost für Replays, individuell einstellbare Mikrofonlautstärke sowie Push-to-talk für das Mikrofon). AMD hat auch neue Benachrichtigungen eingebaut und den Speicherverbrauch bei der Aufnahme reduziert. Die Kompatibilitätsprobleme mit der XBOX DVR App scheinen ebenfalls behoben zu sein.

Weitere Verbesserungen
Die bisher unter "Zusätzliche Radeon Einstellungen" zu findenden Optionen wurden in die "Radeon Einstellungen" selbst integriert. Helligkeit, Farbton, Kontrast und Sättigung lassen sich nun für jedes Anzeigegerät einzeln anpassen und der Radeon WattMan unterstützt jetzt auch die Leistungsstatuskontrollen sowie das Untertakten des Grafikspeichers. DirectX-Spiele der Versionen 9 und 11 sollen direkter reagieren, die Vorgabe für die Framerate wird auch von DirectX-12-Applikationen sowie auf Multi-GPU-Systemen umgesetzt und der Shader Cache unterstützt erstmals ausgewählte DirectX-9-Titel.

Behobene Probleme
AMD hat sich auch um einige Probleme gekümmert, beispielsweise um Farbfehler in "Mass Effect: Andromeda" bei gleichzeitiger Nutzung von HDR- und SDR-Bildschirmen. Bei Verwendung des Radeon WattMan wird die Lüfterdrehzahl im Leerlauf wieder reduziert und FreeSync bringt die Vollbildwiedergabe von Videos nicht mehr zum Stottern. Radeon ReLive kann die Benutzung von Microsoft Office nun fehlerfrei aufzeichnen und gerät bei Verwendung des Tastenkürzels Alt+Tab zum Task-Wechsel nicht mehr aus dem Tritt.

Offene Probleme
Aufgrund der Problembehebung beim Radeon WattMan kann die Lüfterdrehzahl beim Einspielen dieses Treibers auf ihre Standardwerte zurückgesetzt werden. Die GPU-Skalierung scheitert bei einigen DirectX-11-Applikationen und auf Systemen mit vier GPUs lässt sich CrossFire nicht immer aktivieren. Im 13. Kapitel von "Tekken 7" kommt es mit einigen Grafikkarten der Baureihe Radeon R9 380 zu einem Absturz. Wenn bei der Blu-ray-Wiedergabe ein Kopierschutzfehler (HDCP) gemeldet wird, lässt sich dieser durch ein Aus- und Anschalten des Bildschirms beheben.

Beta-Tester gesucht
AMD hat ein geschlossenes Beta-Programm gestartet und sucht Tester für seine zukünftigen Treiber. Dieses "Radeon Software Vanguard Beta Program" ermöglicht direkten Kontakt zu AMDs Entwicklern und somit eine Einflussnahme auf die Entwicklung der Treiber. Neben Angaben zur Person muss man für die Bewerbung auch einen kurzen Fragebogen ausfüllen, welcher AMD eine erste Einschätzung des Applikanten ermöglicht.

Download:

 
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NVIDIA GeForce Game Ready 384.94 WHQL für LawBreakers

reported by doelf, Donnerstag der 27.07.2017, 11:50:02

NVIDIAs neuester Grafiktreiber GeForce Game Ready 384.94 WHQL bringt frische Game-Ready-Profile für die Spiele "ARK: Survival Evolved", "Dark and Light", "Fortnite" (Early Access), "Hellblade: Senua's Sacrifice" und "LawBreakers". Dazu gibt es ein optimiertes Game-Ready-VR-Profil für das Ultra-Grafik-Update von "EVE: Valkyrie" sowie neue SLI-Profile für "ARK: Survival Evolved", "IL-2 Sturmovik: Battle of Stalingrad" und "Lawbreakers". Das 3D-Vision-Profil für "Lawbreakers" ist laut NVIDIA okay, die für "ARK: Survival Evolved" und "Hellblade: Senua's Sacrifice" hingegen nicht.

Behobene Fehler
Das Spiel "IL-2 Sturmovik: Battle of Stalingrad" profitiert jetzt von SLI-Gespannen aus Grafikkarten des Typs GeForce GTX 980 unter Verwendung von DirectX 11. Bei "Star Ruler 2" wurde ein nach wenigen Minuten Spielzeit auftretender Absturz beseitigt und auch "Watch Dogs 2" lässt sich mit der Titan X jetzt wieder starten. "Gears of War 4" soll auf der GeForce GTX 970 nicht mehr einfrieren und bei "NieR: Automata" wurden ähnliche Probleme mit den Modellen GeForce GTX 780 und GTX 780 Ti behoben. HDR lässt sich bei "Mass Effect - Andromeda" im Vollbildmodus auch mit einer Titan XP aktivieren und bei "Shadow Warrior 2" verursacht HDR keine übersättigten Farben mehr (nur GeForce GTX 1070 und GTX 1080). NVIDIA hat auch die miese Leistung bei "DNF" beseitigt und die DisplayPort-Verbindung der GeForce GTX 980 repariert.

Ungelöste Probleme unter Windows 10
Noch keine Lösung gibt es für den Anschluss von drei Bildschirmen (über DisplayPort, DVI und DVI) an eine GeForce GTX 780 Ti im SLI-Verbund. Bei der GeForce GTX 1070 funktioniert das Tastaturkürzel zum An- und Auschalten des Surround-Modus nicht und nach dem Beenden von "Doom" senkt diese Grafikkarte ihre Taktraten nicht mehr ab. Bleibt noch ein Abfall der Framerate beim Spiel "Quantum Break", welcher mit der GeForce GTX 970 auftritt.

Treiber-Komponenten und Installation
NVIDIAs GeForce Game Ready 384.94 WHQL ist für Windows 7, 8, 8.1 und 10 verfügbar. Die Treiber-Komponenten umfassen NView 148.47, den HD-Audio-Treiber 1.3.34.27 die PhysX-System-Software 9.17.0524 sowie GeForce Experience 3.7.0.81 - es wurden also nur die beiden Letztgenannten aktualisiert. Für Windows XP bietet NVIDIA den GeForce 368.81 vom 14. Juli 2016 an und unter Windows Vista sind - abhängig von der Grafikkarte - entweder der GeForce 365.10 vom 2. Mai 2016 oder die Version 365.19 vom 13. Mai 2016 aktuell.

Download: NVIDIA GeForce Game Ready Driver 384.94 WHQL

 
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EuGH kippt Weitergabe von Fluggastdaten

reported by doelf, Donnerstag der 27.07.2017, 10:24:31

Im Rahmen eines Rechtsgutachtens hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) den geplanten Austausch von Fluggastdaten zwischen der Europäischen Union und Kanada untersucht und dabei festgestellt, dass dieses Abkommen in seiner jetzigen Form nicht geschlossen werden darf. Grundsätzlich hatten die Richter gegen eine Datenübermittlung nichts einzuwenden, doch es hapert mal wieder an der Umsetzung.

Das grundrechtswidrige Abkommen wurde schon im Jahr 2014 unterzeichnet, doch das Europäische Parlament verweigerte seine Zustimmung. Nach Ansicht der Parlamentarier sollte zunächst der EuGH klären, ob der geplante Austausch von Fluggastdatensätzen (Passenger Name Records, kurz: PNR) nicht gegen die Grundrechtecharta der Europäischen Union verstoße. Bei ihrer Bewertung sind die Richter offenbar sehr gründlich vorgegangen, denn die Prüfung hat sich über drei Jahre hingezogen. Zugleich handelt es sich um eine Premiere, denn es ist das erste Mal, dass der EuGH eine internationale Übereinkunft auf ihre Vereinbarkeit mit der Grundrechtecharta untersucht hat.

Um welche Daten geht es?
Neben grundlegenden Informationen wie Namen, Adresse und Geburtsdatum der Passagiere sollen auch deren Reiseziele, Kreditkartendaten, Speisevorlieben sowie Informationen über eventuelle Mitreisende an eine kanadische Behörde übermittelt werden, welche diese Daten für einen Zeitraum von fünf Jahren speichert und die Weitergabe an andere Behörden und Drittländer organisiert. Aus den übermittelten Daten lassen sich Rückschlüsse auf den Reiseverlauf und die Reisegewohnheiten, die finanzielle Situation der Fluggäste, ihre Ernährungsgewohnheiten und ihren Gesundheitszustand sowie auf Beziehungen zwischen zwei oder mehreren Personen ziehen. Diese Daten sind somit nicht nur personenbezogen, sondern hochgradig sensibel.

Ziel und Mittel berechtigt
Dass die Übermittlung solcher Daten einen Eingriff in die Grundrechte darstellt, steht außer Frage. Zu klären war allerdings, inwiefern dieser Eingriff gerechtfertigt sein könnte und ob die vorgesehenen Maßnahmen angemessen sind. Der EuGH bewertet das dem Gemeinwohl dienende Ziel, nämlich die "Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit im Rahmen der Bekämpfung terroristischer Straftaten und grenzübergreifender schwerer Kriminalität", als gerechtfertigt und erkennt auch die Übermittlung von Fluggastdaten als geeignetes Mittel zum Erreichen dieses Ziels an. Aber diese Daten sind weder auf das absolut Notwendige beschränkt, noch sind die Regeln präzise genug formuliert.

Umsetzung mangelhaft
Dass die Fluggastdaten die Einreisekontrollen verbessern und beschleunigen können, erkennen die Richter an und auch gegen deren automatische Verarbeitung haben sie nichts einzuwenden. Doch die Daten bleiben auch nach der Einreise und selbst nach der Ausreise des Passagiers aus Kanada gespeichert und zugänglich, was einer anderen rechtlichen Begründung als lediglich der Einreisekontrolle bedarf. Nur wenn es objektive Anhaltspunkte dafür gibt, dass ein Fluggast eine Gefahr hinsichtlich des Terrorismus oder grenzübergreifender schwerer Kriminalität darstellt, sei eine Speicherdauer über den Aufenthalt in Kanada hinaus - und auch für eine Dauer von fünf Jahren - gerechtfertigt.

Auch hinsichtlich hochsensibler Daten, welche Rückschlüsse auf "die rassische oder ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen oder die Gewerkschaftszugehörigkeit" bzw. auf "Gesundheit oder Sexualleben" ermöglichen, sind die Regelungen zu lasch, so dass eine diskriminierende Datenverarbeitung nicht ausgeschlossen werden kann. Zudem reichen hier der Schutz der öffentlichen Sicherheit vor Terrorismus und grenzübergreifender schwerer Kriminalität nicht als Rechtfertigung für den massiven Eingriff in die Grundrechte aus. Umso schwerer wiegt, dass für die Fluggäste kein individuelles Auskunftsrecht bei Datenzugriffen nach ihrer Einreise vorgesehen ist.

Die Richter bemängeln darüber hinaus, dass die zu übermittelnden Daten zum Teil unpräzise definiert sind. Es ist auch nicht sichergestellt, dass diese Daten tatsächlich nur zur Bekämpfung von Terrorismus und grenzübergreifender schwerer Kriminalität genutzt werden. Es gibt keine unabhängige Kontrollstelle, welche die Verarbeitung der Daten überwacht, und auch bei der Weitergabe an Drittländer gibt es schwere Defizite: In der aktuellen Fassung des Abkommens wird nicht sichergestellt, dass Drittländer ein vergleichbares Abkommen mit der Europäischen Union haben. Im schlimmsten Fall verfahren die Drittländer mit den Daten europäischer Flugpassagiere nach Belieben und speichern diese dauerhaft.

Ergebnis: Durchgefallen
Die Mängelliste ist lang und die Eingriffe in die Grundrechte der Flugreisenden sind massiv, daher konnten die Richter nur zu einem Schluss kommen: In seiner jetzigen Form darf das Abkommen nicht geschlossen werden. Grundsätzlich spricht aus Sicht des EuGH allerdings nichts gegen eine Weitergabe von Fluggastdaten, doch zuvor müssen die Staaten ihre Datengier zügeln. Die Bedenken der EU-Parlamentarier waren somit berechtigt.

 
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CDex 1.8.9 ist fertig

reported by doelf, Mittwoch der 26.07.2017, 16:31:19

CDex ist der beste CD-Ripper für Windows PUNKT. Das von Georgy Berdyshev entwickelte Programm steht unter der GNU General Public License (GPL). Aber Obacht, es gibt zwei Varianten: Verwendet man den Installer, muss man unerwünschte Zusatzprogramme aktiv abwählen! Die Portable-Ausgabe kommt hingegen als ZIP-Archiv ganz ohne unnötigen Ballast, ist aber noch auf dem Stand 1.77.

Die am Montag freigegebene Version 1.8.9 von CDex korrigiert ein Problem bei der Umwandlung von Audiodaten ins verlustfreie FLAC-Format und verbessert den Umgang mit ID3-Tags. Zudem wurden einige nicht näher beschriebene Fehler behoben.

Download: CDex 1.8.9

 
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Adobe Flash: There's no future for you!

reported by doelf, Mittwoch der 26.07.2017, 12:15:09

Das World Wide Web wird seit einiger Zeit auf HTML5 umgestellt und Firmen wie Apple, Google und Microsoft forcieren das Tempo mit ihren Browsern. Ein guter Grund hierfür ist die mobile Internetnutzung, welche Webseitenbetreiber zwingt, ihre Angebote anzupassen. Adobes Flash, einst der Quasi-Standard für interaktive Medieninhalte, wirkt dabei wie ein Dinosaurier. Und diesen lässt Adobe Ende 2020 endlich aussterben.

Heutzutage ist Flash überflüssig
Endlich, werden nun viele denken, doch Ende 2020 ist tatsächlich viel zu spät. Warum müssen wir uns weitere dreieinhalb Jahre mit dem Flash Player herumschlagen? Alles, was der Flash Player kann, lässt sich auch in HTML5 und WebGL umsetzen. Es gibt keinen Grund, eine proprietäre Software, die gemeinhin nur durch kritische Sicherheitslücken auffällt, weiterhin zu verwenden. Webseiten, die ausschließlich mit Flash funktionieren, sollte man einfach links liegen lassen, sonst werden sich deren Betreiber bis zum bitteren Ende - also mindestens bis Anfang 2021 - an Flash festkrallen. Doch wer die Investition in HTML5 scheut, wird letztendlich aus dem Netz verschwinden.

Häufig werden Flash-Inhalte bereits blockiert
In Googles Chrome ist die Flash-Funktionalität standardmäßig enthalten, gleiches gilt für Microsofts Edge und den Internet Explorer. Doch die Browser-Hersteller haben die Nutzung von Flash-Inhalten über die vergangenen Monate immer weiter eingeschränkt. Die meisten Inhalte werden nicht mehr automatisch geladen und vordefinierte Ausnahmen gibt es nur für eine handvoll Webseiten. Auch beim Firefox wurde die Flash-Nutzung massiv reduziert, wobei der Flash Player bei diesem Browser erst nachträglich installiert wird. Wir sind überzeugt, dass die Webbrowser Flash schon lange vor Ende 2020 aussperren werden. Auf Mobilgeräten ist dies ja schon geschehen.

Rücksicht auf die letzten Kunden
Adobe ist sich dieser Situation bewusst und rät selbst von der Flash-Nutzung ab. Dabei muss man dem Unternehmen zu Gute halten, dass es mit Flash in den Anfangszeiten des Internet und des Multimedia-PC eine funktionale Lücke geschlossen hatte. Wobei die Firma Macromedia diese Pionierarbeit ab 1997 geleistet hatte, denn Adobe hatte sich Flash erst im Jahr 2005 durch den Kauf von Macromedia einverleibt. Dass der Flash Player noch bis Ende 2020 mit Updates versorgt wird, ist auch weniger dem Internet als jenen Unternehmen geschuldet, die Flash in ihren Produkten einsetzen. Neben Spielen gehören hierzu Lern- und Bildungsprogramme sowie diverse Videoinhalte.

Die weitere Entwicklung
Bis Ende 2020 will sich Adobe in erster Linie um Sicherheitslücken kümmern. Darüber hinaus will man die Kompatibilität zu Betriebssystemen und Browsern sicherstellen sowie - sofern der Bedarf bestehen sollte - neue Funktionen ergänzen. Unklar bleibt, ob dies für alle aktuell unterstützten Plattformen gelten wird:

"Adobe will continue to support Flash on a number of major OSs and browsers that currently support Flash content through the planned EOL."

Übersetzung: "Adobe wird Flash auf einer Reihe wichtiger Betriebssysteme und Browser, die Flash-Inhalte derzeit wiedergeben können, bis zum geplanten Support-Ende unterstützen."

Neue Betriebssysteme und Browser dürften also nicht mehr hinzu kommen und auch bei derzeit unterstützter Software könnte Adobe schon vorab den Stecker ziehen. Zudem wird Adobe weiterhin daran arbeiten, Flash-Inhalte in die HTML5-Zeit zu migrieren. Hier dürfte sich schließlich noch der eine oder andere Dollar verdienen lassen.

 
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AMD: 50 Prozent mehr Umsatz mit CPUs und GPUs

reported by doelf, Dienstag der 25.07.2017, 23:02:42

AMD hat in diesem Jahr viele interessante Pfeile im Köcher, beispielsweise die neuen Mainstream-CPUs der Ryzen-Baureihe, die Workstation- und Server-Prozessoren der Epyc-Serie sowie deren kommende Threadripper-Geschwister für den Enthusiasten-Bereich. Auch die neuen Grafiklösungen der Radeon-RX-Familie sowie die ersten Vega-Modelle sorgen für frischen Wind. Bleibt die Frage, ob diese Produktoffensive auch schwarze Zahlen einfährt. Im zweiten Quartal 2017 gelang dies nur teilweise.

AMD konnte zwischen April und Juni 2017 einen Umsatz in Höhe von 1,222 Milliarden US-Dollar generieren, was einer Steigerung um 18,99 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Q2/2016: 1,027 Milliarden US-Dollar) entspricht. Damals hatte AMD im operativen Geschäft noch 8 Millionen US-Dollar verloren, doch diesmal gibt es schwarze Zahlen: Ein operativer Gewinn von 25 Millionen US-Dollar. Genau anders herum sieht es beim Nettogewinn aus: Vor einem Jahr hatte AMD 69 Millionen US-Dollar bzw. 0,08 US-Dollar je Aktie eingenommen, diesmal stehen 16 Millionen US-Dollar bzw. 0,02 US-Dollar als Nettoverlust in den Büchern.

Allerdings hatte AMD seinen letztjährigen Nettogewinn einzig dem Verkauf weiterer Unternehmensanteile zu verdanken: Die Amerikaner hatten die Bereiche "Assembly, Test, Mark and Pack" (ATMP), also das Zusammensetzen und Prüfen der Chips, in ein Joint-Venture ausgelagert, an dem sich das chinesische Unternehmen Nantong Fujitsu Microelectronics zu 85 Prozent beteiligt hat. Der Verkauf dieser Beteiligungen hatte 150 Millionen US-Dollar in AMDs Kasse gespült, welche in die Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2016 eingeflossen waren. Ohne diesen Posten hätte AMD damals 81 Millionen US-Dollar Nettoverlust eingefahren.

Zurück zu den aktuellen Geschäftszahlen: Der mit Prozessoren und Grafikchips generierte Umsatz ist um 51 Prozent auf 659 Millionen US-Dollar gestiegen, denn sowohl die Ryzen-CPUs als auch AMDs Grafikprozessoren waren stark gefragt. Hatte die Sparte "Computing and Graphics" vor einem Jahr noch einen operativen Verlust in Höhe von 81 Millionen US-Dollar geschrieben, gab es diesmal 7 Millionen US-Dollar Gewinn. Der Geschäftsbereich "Enterprise, Embedded and Semi-Custom", zu dem neben Server-Lösungen auch die Spielkonsolen-SoCs gehören, stellte 563 Millionen US-Dollar des Gesamtumsatzes, ein Rückgang um fünf Prozent. Aufgrund gestiegener Entwicklungskosten ist hier der operative Gewinn von 84 Millionen auf 42 Millionen US-Dollar gesunken.

Für das dritte Quartal 2017 erwartet AMD ein sequentielles Umsatzwachstum zwischen 20 und 26 Prozent. Geht man vom Mittelwert aus, würde dies eine Steigerung um 15 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2016 bedeuten. Auch für das gesamte Geschäftsjahr gibt sich AMD nun optimistischer und erwartet ein Umsatzwachstum im "mittleren bis hohen Zehnerbereich", also zwischen 15 und 19 Prozent. Den Anlegern gefällt dieser Ausblick: Nachbörslich kletterte AMDs Aktie um 10,77 Prozent auf 15,63 US-Dollar.

Quelle: ir.amd.com
 
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Wartungsarbeiten am Forum beendet

reported by doelf, Dienstag der 25.07.2017, 13:47:39

Am heutigen Mittag hatten geplante Wartungsarbeiten zu einem ungeplanten Ausfall unseres Forums geführt. Wir konnten die Probleme zwischenzeitlich beheben, indem wir die Forensoftware neu aufgesetzt haben. Die Datenbank war nicht betroffen, es sind also keine Beiträge verlorengegangen.

Da unser Forum mit etlichen Code-Änderungen arbeitet, hat das Neuaufspielen der Software rund zweieinhalb Stunden gekostet. Alle Au-Ja-spezifischen Optimierungen sollten jetzt wieder aktiv sein, zumindest alle ausführlich getesteten und dokumentierten. Sollte dennoch etwas fehlen oder nicht funktionieren, könnt ihr dies im Forum melden - idealerweise in dem Thread, der mit dieser Meldung verknüpft ist - Danke!

Bei der geplanten Wartung handelte es sich um das Update auf phpBB 3.2.1, welches neben funktionalen Korrekturen auch Flicken für drei (nicht kritische) Sicherheitslücken enthält. Aufgrund guter Erfahrungen hatten wir den automatischen Updater gewählt, doch dieser kommt bei der Verarbeitung der von uns modifizierten Dateien aus dem Tritt und schießt letztendlich den PHP-Code. Am Ende gibt es reichlich Datenschrott im Forenverzeichnis.

Wer ebenfalls phpBB verwendet und auf die Version 3.2.1 aktualisieren will, sollte seine Installation nebst Datenbank sichern, dann das Komplettpaket hochladen und im Anschluss die gesicherte Konfigurationsdatei zurückspielen. Danach muss man nur noch die Datenbank über das Installationsscript auf den neuesten Stand bringen und etwaige Anpassungen aus dem Backup in die neue Installation übertragen. Ein Kinderspiel :P

Euer Au-Ja-Team

 
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Google: EU-Strafe drückt Alphabets Gewinn

reported by doelf, Dienstag der 25.07.2017, 12:13:55

Google hat seinen Umsatz im zweiten Quartal 2017 um 20,86 Prozent auf 25,762 Milliarden US-Dollar steigern können und auch der operative Gewinn ist um 11,63 Prozent auf 7,803 Milliarden US-Dollar angewachsen. Doch die am 27. Juni 2017 von der Europäischen Kommission verhängte Wettbewerbsstrafe belastet den Gewinn der Goolge-Mutter Alphabet mit 2,736 Milliarden US-Dollar.

Aufgrund dieser Rekordstrafe ist Alphabets operativer Gewinn (GAAP) um 30,76 Prozent auf 4,132 Milliarden US-Dollar eingebrochen und auch der Nettogewinn (GAAP) ist um 27,74 Prozent auf 3,524 Milliarden US-Dollar gesunken. Je Anteil ergibt sich ein Gewinn (GAAP) in Höhe von 5,01 US-Dollar - vor einem Jahr waren es noch 7,00 US-Dollar gewesen. Alphabets Umsatz ist derweil um 20,98 Prozent auf 26,010 Milliarden US-Dollar angewachsen.

Nach wie vor stellt Google 99,05 Prozent des Alphabet-Umsatzes und ist auch der einzige Gewinnlieferant für seine Dachgesellschaft. Die übrigen Wetten, wie das Unternehmen seine experimentellen Geschäftsfelder nennt, haben im zweiten Quartal 2017 lediglich 248 Millionen US-Dollar (+34,05 Prozent) zum Umsatz beigetragen und dabei 772 Millionen US-Dollar (Q2/2016: -855 Millionen US-Dollar) verbrannt. Alphabet beschäftigte gegen Ende Juni weltweit 75.606 Mitarbeiter in Vollzeit, das sind 13,57 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Quelle: abc.xyz
 
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Firefox 55 Beta 12 wartet auf Tester

reported by doelf, Dienstag der 25.07.2017, 11:07:32

Am 8. August soll der finale Firefox 55 veröffentlicht werden und vorab kann man bereits dessen Beta-Versionen ausprobieren. Die zwölfte liegt nun zum Download bereit und bringt mittels WebVR virtuelle Web-Realitäten für Windows-Nutzer mit den VR-Brillen HTC VIVE und Oculus Rift. Besonders positiv fällt auf, dass Sitzungen mit zahlreichen offenen Tabs viel schneller - laut Mozilla "in einem Augenblick" - geladen werden.

In den "Einstellungen" findet sich unter "Allgemein" der neue Unterpunkt "Leistung". Standardmäßig wählt der Firefox die Optionen automatisch, doch man kann manuell nachbessern und die Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte an- oder ausschalten sowie die Zahl der CPU-Threads angeben, mit denen die Inhalte der Webseiten aufbereitet werden (siehe Bildschirmfoto). Weitere Leistungsvorteile versprechen neue Restriktionen für das Flash-Plugin: Flash-Inhalte werden nicht mehr automatisch geladen, sondern müssen manuell per Klick gestartet werden. Dies spart CPU-Zeit und Arbeitsspeicher, zugleich verbessert sich die Sicherheit.

Firefox: Leistung

Beim Firefox kann man sowohl über die Adresszeile als auch über das Suchfeld eine Suche starten, doch bisher ließ sich nur beim Suchfeld die zu verwendende Suchmaschine auswählen. Dies wurde nun geändert (siehe zweites Bildschirmfoto). Suchvorschläge sind jetzt standardmäßig aktiviert, lassen sich aber weiterhin ausschalten. Die Seitenleiste mit Lesezeichen, Chronik und synchronisierten Tabs lässt sich nun auf die rechte Seite des Fensters verschieben und die Druckvorschau wurde weiter vereinfacht. Unter macOS ist es jetzt möglich, eigene Tastaturkürzel für die Menüeinträge des Firefox einzurichten. Neu hinzugekommen ist auch eine weißrussische Sprachversion.

Firefox: Suche

Nur an einige Benutzer wird versuchsweise das integrierte Screenshot-Werkzeug ausgeliefert, mit dem man Bildschirmfotos von ganzen Webseiten oder bestimmte Bereichen erstellen kann. Diese Screenshots werden wahlweise lokal gespeichert oder in die Cloud geladen. Der Stub-Installer für Windows wurde vereinfacht, indem man die erweiterten Installationsoptionen entfernt hat. Wer diese benötigt, muss das komplette Installationspaket herunterladen. Zur Verbesserung des Datenschutzes wird unsicheren Webseiten der Zugriff auf die Standortdaten untersagt.

Wichtig: Durch den Firefox 55 werden die Benutzerprofile derart verändert, dass sie nicht mehr zu älteren Programmversionen kompatibel sind!

Download: Firefox 55 Beta 12

 
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LibreOffice 5.4 RC 3 als Pre-Release verfügbar

reported by doelf, Montag der 24.07.2017, 16:45:43

In dieser Woche soll das finale LibreOffice 5.4 veröffentlicht werden, doch vorab gibt es jetzt noch einen dritten Veröffentlichungskandidaten. Dieser kümmert sich um 16 Fehler, darunter auch drei potentielle Absturzursachen. Bisher ist LibreOffice 5.4 RC 3 nur als Pre-Release für Windows und Linux auf dem offiziellen Entwicklungsserver zu finden, eine macOS-Version gibt es zur Stunde noch nicht.

Ein besonders böser Bug ließ den vorherigen Veröffentlichungskandidaten abstürzen, wenn man die Schaltfläche zum Anzeigen von Signaturen bediente. Auch das Einfügen von Text mitsamt SVG-Grafik aus Webseiten schoss die Bürosoftware ab und der Writer machte einen Abflug, wenn interne Variablen gelöscht wurden. Auch für eine Dateikorruption in Verbindung mit eingebetteten Dokumenten und für unsichtbaren Text auf Systemen mit älteren Grafikchips von AMD und Intel konnten die Entwickler Lösungen finden. Seit der Alpha-Phase der Entwicklung wurden insgesamt 379 Fehler beseitigt, darunter 53 potentielle Absturzursachen.

Writer:
Die Unterstützung für AutoText, welche bisher auf .dot- und .doc-Dateien beschränkt war, wird mit LibreOffice 5.4 auf .dotx und .dotm ausgeweitet. Im Kontextmenü gibt es die neuen Einträge "Bereich bearbeiten" und "Fuß- und Endnote", welche natürlich nur zur Verfügung stehen, wenn man in einen entsprechenden Bereich klickt.

Listen

Listen, ob mit Aufzählungszeichen oder Nummerierung, bleiben beim Kopieren und Einfügen besser erhalten. Dies gilt für die Aufzählungszeichen sowie für das Einrücken der einzelnen Einträge. Der völlig veraltete Web-Wizard wurde entfernt, der normale HTML-Export ist hiervon nicht betroffen.

Calc:
ZellschutzIst in den "Optionen" für "Allgemeine Berechnungen" die Auswahl "Genauigkeit wie angezeigt" aktiv, muss man sich auf deren Umsetzung auch verlassen können. Dies war bisher leider nicht immer der Fall, weshalb hier nachgebessert wurde. Der Benutzer kann die Priorität für die Regeln zur "Bedingten Formatierung" ändern, Calc merkt sich die Einstellungen für den CSV-Export und in der Werkzeugleiste gibt es ein Vorhängeschloss-Symbol, mit dem sich Zellen sperren lassen. Bei geschützten Tabellen ist es neuerdings möglich, Spalten und Zeilen hinzuzufügen und diese auch wieder zu entfernen. Die geschützten Zellen bleiben dabei unangetastet. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, alle Kommentare anzuzeigen, zu verbergen oder zu löschen. Calc akzeptiert nun auch negative Jahreszahlen gemäß ISO 8601.

Dateifilter:
Beim .xlsx-Export wurden Probleme mit der Ab- und Aufrundungsfunktion behoben und beim XML-Import wurde die Rowset-Eigenschaft (ADO) ergänzt. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für das Web-Query-Format (.iqy) und es gibt zahlreiche Verbesserungen für Vektorgrafiken des Typs EMF+, welches von zahlreichen Microsoft-Formaten (.doc, .docx, .xls, .xlsx, .ppt) genutzt wird. Zur Anzeige eingefügter PDF-Bilder greift LibreOffice 5.4 auf pdfium zurück.

Weitere Änderungen:
Nach Rücksprache mit den Benutzern wurde die Standard-Farbpalette überarbeitet. Gestrichen wurde die Unterstützung für Mac OS X 10.8, neue Mindestanforderung für Mac-Nutzer ist somit die Version 10.9. Bei den Sprachen sind Mandschurisch und das damit verwandte Xibenisch hinzugekommen.

Download: LibreOffice 5.4 RC 3 (Pre-Release)

 
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Wine 2.0.2 (Stable) und 2.13 (Development) verfügbar

reported by doelf, Montag der 24.07.2017, 16:25:32

Wine ist eine kostenlose Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme wie beispielsweise Linux, welche das Ausführen von Programmen und Spielen, die eigentlich für Windows geschrieben wurden, ermöglicht. Frisch veröffentlicht wurden die stabile Version 2.0.2 sowie die Entwicklungsversion 2.13. Während erstere ausschließlich Probleme beseitigt, wurden bei der zweiten auch neue Funktionen integriert.

Die Entwicklungsversion Wine 2.13 bringt Unicode 10.0.0, einen schöneren Mauszeiger und eine verbesserte Kantenglättung für DirectWrite. WinHTTP beherrscht nun persistente Verbindungen, in GdiPlus wurde die Unterstützung von Metadateien ausgebaut, WebServices unterstützen neuerdings das Message-Framing-Protokoll und für die x86-64-Ausnahmebehandlung werden Debug-Register geboten. Dazu gibt es 33 Fehlerkorrekturen, darunter behobene Abstürze in PHP, Crazyracing KartRider, Eve Online, Grand Theft Auto 5 und Ion Assault (Steam).

Für das stabile Wine 2.0.2 werden 62 korrigierte Probleme genannt. Absturzursachen wurden beispielsweise in Native Instruments Native Access 1.0.25 (R37), Poedit 1.7.4, Steuer-Spar-Erklärung 2017, im Netzwerk-Client Xuzhou und ZmLearn gelöst, zudem lässt die Schriftart "Noto Nastaliq Urdu" das Notepad nicht mehr abfliegen. Der Adobe Reader DC kann wieder installiert werden, Excel 2010 funktioniert und Steam lässt sich starten. Für ACDSee Pro 9, Final Fantasy X, iTunes und Kontact 5.6 wurden fehlende Funktionen bzw. Bibliotheken ergänzt.

 
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Kein Koffeinrausch: Core i7-8700K taktet wohl niedriger

reported by doelf, Montag der 24.07.2017, 14:10:02

Mit der CPU-Generation "Coffee Lake" wird Intel sechs Rechenkerne sowie zwölf Threads ins Mainstream-Segment rücken, um verlorenen Boden auf AMDs Ryzen gutzumachen. Erste Testmuster des Sechskerners Core i7-8700K, dessen Daten vor einer Woche im Internet aufgetaucht waren, hatten einen Basistakt von 3,7 GHz. Neuere Informationen deuten inzwischen auf 3,5 GHz Basis- sowie 4,3 GHz Turbotakt hin.

Konkret geht es um Screenshoots der Software CPU-Z, welche einen bisher unbekannten "Cofee Lake" mit einem Basistakt von 3,5 GHz und einem maximalen Multiplikator von 43 zeigen. Aus diesem Multiplikator und dem Bustakt von 100 MHz lässt sich die maximale Turbotaktung von 4,3 GHz errechnen, wobei diese nur anliegt, wenn lediglich ein oder zwei CPU-Kerne belastet werden. Der Prozessor besitzt sechs Kerne, zwölf Threads sowie zwölf MiB L3-Cache. Er findet im aktuellen Sockel LGA-1151 Platz und seine TDP fällt mit 80 Watt erstaunlich gering aus - bisher wurden immer 95 Watt genannt.

Dass in der Funktionsliste AVX-512 fehlt, ist indes keine Überraschung: Bei "Coffee Lake" handelt es sich um die vierte CPU-Generation nach Broadwell, Skylake und Kaby Lake, welche Intel mit Strukturgrößen von 14 nm produziert. Für diese Chips ist AVX-512 nicht geplant, wohl aber für die Baureihe "Cannonlake", welche im 10-nm-Prozess gefertigt werden soll. Auch "Cannonlake" dürfte noch in diesem Jahr in den Handel kommen, doch während "Coffee Lake" auf leistungsstarke Notebooks und Desktops zielt, wird "Cannonlake" zunächst nur besonders sparsame Mobilgeräte bedienen.

AMD hat für das Mainstream-Segment bereits Prozessoren mit sechs und acht Kernen im Angebot. Der schnellste Sechskerner ist dort momentan der Ryzen 5 1600X, dessen Basistakt mit 3,60 GHz um 100 MHz höher ausfällt als beim Vorserienmodell des Core i7-8700K. Dafür punktet Intel mit einem um 300 MHz schnelleren Turbotakt. Hinsichtlich AVX-512 muss der Ryzen 5 1600X ebenso passen wie der kommende "Coffee Lake".

 
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Mozilla braucht Hilfe für seine Spracherkennung

reported by doelf, Montag der 24.07.2017, 13:29:12

Mit dem "Project Common Voice" arbeitet Mozilla an einer quelloffenen Spracherkennung. Firmen wie Amazon, Apple, Google und Microsoft haben zwar schon weit fortgeschrittene Spracherkennungssysteme in Betrieb, doch hierbei handelt es sich um geschlossene Lösungen, an die Entwickler mit ihren Apps und Programmen lediglich andocken können. Mozilla will dieses wichtige Gebiet indes für alle öffnen.

Aktuell kann man noch keine Software ausprobieren, stattdessen wird ein Grundstock an Sprechbeispielen angelegt. Es gibt unterschiedliche Stimmlagen, unterschiedliche Betonungen, unzählige Dialekte sowie Akzente. Dazu kommen spezifische Spracheigenheiten und Sprachfehler sowie der Einfluss unseres Gemütszustands. Die Kernaufgabe einer Spracherkennung liegt darin, die inhaltliche Essenz aus ihrer hochgradig variablen sprachlichen Hülle zu schälen. Und dies muss die Software ebenso erlernen wie wir eine neue Fremdsprache.

Wer Interesse hat, kann beim "Project Common Voice" mitwirken und kurze Texte in englischer Sprache vorlesen. Diese Beispiele werden vom Mikrofon des Computers aufgezeichnet und an Mozilla übertragen. Wer an seinem Rechner kein Mikrofon hat oder seine Stimme lieber unter Verschluss behält, kann sich die Sprachbeispiele anderer Teilnehmer anhören und diese als richtig oder falsch kennzeichnen. Je mehr Personen an diesem Projekt teilnehmen, desto flexibler und zuverlässiger kann die Spracherkennung in Zukunft arbeiten.

 
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Strafverfolgung zukünftig auch mit Mautdaten?

reported by doelf, Freitag der 21.07.2017, 15:44:12

Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) will in Zukunft auch Mautdaten für die Strafverfolgung auswerten lassen. In Kombination mit Funkzellenabfragen und dem Heranziehen der rechtlich höchst umstrittenen Vorratsdaten ergibt sich ein gläserner Bürger, dessen Bewegungen, Aufenthaltsorte und Kontakte für den Staats stets transparent und nachvollziehbar sind.

Biesenbach bezieht sich bei seiner Forderung in der heutigen BILD-Zeitung auf den Tod an einer Joggerin, deren mutmaßlicher Mörder mit Mautdaten aus Österreich gefasst wurde. Während die deutsche Justiz Mautdaten aus unseren Nachbarländern verwenden darf, bleibt ihr der Zugriff auf die heimischen Mautdaten verwehrt. Dieser Sachverhalt ist fraglos seltsam, doch wie viele Daten sollen die Bürger noch kampflos preisgeben?

Fakt ist, dass mit dem jüngst verabschiedeten 55. Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches (StGB) und der Strafprozessordnung (StPO) die Funkzellenabfrage zur neuen Allzweckwaffe gegen Einbruchsdiebstahl erkoren wurde. In vielen Fällen wird die Polizei nun von bandenmäßigen Einbrüchen ausgehen, was eine "schwere Straftat" darstellt und somit die Abfrage der Funkzellendaten erlaubt. Doch nach Angabe der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hatte es im Jahr 2016 Deutschland weit 151.265 Wohnungseinbrüche gegeben. Werden zu deren Aufklärung die Funkzellen jedes am Tatort verfügbaren Mobilnetzes (Telekom, Vodafone, Telefonica) abgefragt, können pro Zelle mehrere hundert Mobilfunknutzer betroffen sein, denn Funkzellen haben einen Durchmesser von bis zu 100 Metern im städtischen Bereich bzw. mehrere Kilometer auf dem Lande. Auch die von Mobilfunkkunden generierten Verbindungsdaten darf die Polizei abfragen, doch deren Sammlung wurde aufgrund einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster Ende Juni von der Bundesnetzagentur ausgesetzt. Eine kurze Rechnung: 3 Netze x 100 Mobilgeräte pro Zelle x 150.000 Einbrüche = 45 Millionen Verdächtige - mehr als die Hälfte der Einwohner Deutschlands!

Im Interview spricht Biesenbach zwar explizit von LKW-Mautdaten, doch bisher gibt es in Deutschland noch keine anderen. Wenn die PKW-Maut erst einmal eingeführt ist, wird mit Sicherheit irgendein Politiker die Erfassung aller Fahrzeuge auf deutschen Straßen fordern. Natürlich nur zu kilometergenauen Auswertung der Straßennutzung, denn eine an die Fahrleistung gekoppelte Gebühr wäre ja viel gerechter - und auch sinnvoll in Hinblick auf den Umweltschutz. Und wenn die Daten dann schon einmal da sind, werden neue Begehrlichkeiten nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Quelle: www.bild.de
 
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Firefox 55 Beta 11 wartet auf Tester

reported by doelf, Freitag der 21.07.2017, 14:41:54

Am 8. August soll der finale Firefox 55 veröffentlicht werden und vorab kann man bereits dessen Beta-Versionen ausprobieren. Die elfte liegt nun zum Download bereit und bringt mittels WebVR virtuelle Web-Realitäten für Windows-Nutzer mit den VR-Brillen HTC VIVE und Oculus Rift. Besonders positiv fällt auf, dass Sitzungen mit zahlreichen offenen Tabs viel schneller - laut Mozilla "in einem Augenblick" - geladen werden.

In den "Einstellungen" findet sich unter "Allgemein" der neue Unterpunkt "Leistung". Standardmäßig wählt der Firefox die Optionen automatisch, doch man kann manuell nachbessern und die Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte an- oder ausschalten sowie die Zahl der CPU-Threads angeben, mit denen die Inhalte der Webseiten aufbereitet werden (siehe Bildschirmfoto). Weitere Leistungsvorteile versprechen neue Restriktionen für das Flash-Plugin: Flash-Inhalte werden nicht mehr automatisch geladen, sondern müssen manuell per Klick gestartet werden. Dies spart CPU-Zeit und Arbeitsspeicher, zugleich verbessert sich die Sicherheit.

Firefox: Leistung

Beim Firefox kann man sowohl über die Adresszeile als auch über das Suchfeld eine Suche starten, doch bisher ließ sich nur beim Suchfeld die zu verwendende Suchmaschine auswählen. Dies wurde nun geändert (siehe zweites Bildschirmfoto). Suchvorschläge sind jetzt standardmäßig aktiviert, lassen sich aber weiterhin ausschalten. Die Seitenleiste mit Lesezeichen, Chronik und synchronisierten Tabs lässt sich nun auf die rechte Seite des Fensters verschieben und die Druckvorschau wurde weiter vereinfacht. Unter macOS ist es jetzt möglich, eigene Tastaturkürzel für die Menüeinträge des Firefox einzurichten. Neu hinzugekommen ist auch eine weißrussische Sprachversion.

Firefox: Suche

Nur an einige Benutzer wird versuchsweise das integrierte Screenshot-Werkzeug ausgeliefert, mit dem man Bildschirmfotos von ganzen Webseiten oder bestimmte Bereichen erstellen kann. Diese Screenshots werden wahlweise lokal gespeichert oder in die Cloud geladen. Der Stub-Installer für Windows wurde vereinfacht, indem man die erweiterten Installationsoptionen entfernt hat. Wer diese benötigt, muss das komplette Installationspaket herunterladen. Zur Verbesserung des Datenschutzes wird unsicheren Webseiten der Zugriff auf die Standortdaten untersagt.

Wichtig: Durch den Firefox 55 werden die Benutzerprofile derart verändert, dass sie nicht mehr zu älteren Programmversionen kompatibel sind!

Download: Firefox 55 Beta 11

 
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Cloud sei Dank: Microsoft beendet Geschäftsjahr mit Gewinnsprung

reported by doelf, Freitag der 21.07.2017, 14:35:05

Am 30. Juni hatte Microsoft das fiskalische Jahr 2017 abgeschlossen und nun haben die Redmonder auch die dazugehörigen Zahlen auf den Tisch gelegt. Die größten Umsatzgewinne verzeichneten die Cloud-Produkte Azure (+97%), Dynamics 365 (+74%) und Office 365 (+43%), während die Umsätze mit Unternehmensdienstleistungen und Surface-Geräten um drei bzw. zwei Prozent zurückgegangen sind. Das OEM-Geschäft mit Windows-Lizenzen stagnierte mit einem Mini-Plus von einem Prozent.

Das 4. Quartal 2017: Gesamtergebnis
Im vierten Quartal ist Microsofts Umsatz um 13,11 Prozent auf 23,317 Milliarden US-Dollar gestiegen, derweil schnellte der operative Gewinn (GAAP) um 73,05 Prozent auf 5,330 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn (GAAP) hat sich mit 6,513 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt (+108,62%) und der Gewinn je Aktie sprang von 0,39 auf 0,83 US-Dollar (+112,82%). Für diese Gewinnexplosion sind allerdings zwei Effekte verantwortlich: Geringere Restrukturierungsaufwendungen und niedrigere Rückstellungen für Windows 10.

Im Abschlussquartal 2016 hatte der Unternehmensumbau den operativen Gewinn mit 1,110 Milliarden US-Dollar belastet und es mussten 2,027 Milliarden US-Dollar für Windows 10 zurückgestellt werden. Diesmal lagen die Restrukturierungskosten lediglich bei 306 Millionen US-Dollar und die Rückstellungen beliefen sich auf 1,383 Milliarden US-Dollar. Während der Gewinn je Aktie im vierten Quartal 2016 durch diese Posten um 0,30 US-Dollar belastet wurde, waren es diesmal nur 0,15 US-Dollar, also die Hälfte.

Das 4. Quartal 2017: Nach Sparten
Mit 8,446 Milliarden US-Dollar (+21,18%) lieferte die Sparte "Productivity and Business Processes" den zweithöchsten Umsatz und schickt sich an, Microsofts wichtigster Geschäftsbereich zu werden. Diese Position hatte im vierten Quartal noch "More Personal Computing" inne, doch hier ist der Umsatz aufgrund des Smartphone-Ausstiegs um 1,56 Prozent auf 8,820 Milliarden US-Dollar gesunken. Das Segment "Intelligent Cloud" konnte indes um 10,77 Prozent auf 7,434 Milliarden US-Dollar zulegen.

Anders sieht es beim operativen Gewinn aus: Hier führt "Productivity and Business Processes" mit 2,754 Milliarden US-Dollar, doch dies bedeutet einen Rückgang um 7,86 Prozent. Es folgt die "Intelligent Cloud" mit 2,501 Milliarden US-Dollar und einem Plus von 14,72 Prozent sowie die Sparte "More Personal Computing" mit lediglich 1,764 Milliarden US-Dollar aber einem Plus von 68,32 Prozent. Hier hat sich der Wegfall des Smartphone-Ballast eindeutig ausgezahlt.

Das gesamte Geschäftsjahr 2017
Zum Abschluss noch der Blick auf das gesamte Geschäftsjahr 2017: Microsoft konnte seinen Umsatz über die vergangenen zwölf Monate um 5,43 Prozent auf 89,950 Milliarden US-Dollar ausbauen und seinen operativen Gewinn (GAAP) um 10,62 Prozent steigern. Nach Schließung der Smartphone-Sektion ist der Nettogewinn (GAAP) von 16,798 Milliarden auf 21,204 Milliarden US-Dollar gesprungen - ein Plus von 26,23 Prozent. Der Gewinn je Aktie (GAAP) hat sich sogar um 29,05 Prozent auf 2,71 US-Dollar verbessert.

 
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iPhone 8 kommt im Herbst in limitierter Auflage für 1.100 US-Dollar

reported by doelf, Freitag der 21.07.2017, 11:15:59

Rod Hall, als Analyst für J.P. Morgan tätig, geht von einer pünktlichen Markteinführung des iPhone 8 im September 2017 aus. Viele Experten sehen das anders und berichten von massiven Problemen mit den OLED-Displays. Hall bezweifelt indes Verzögerungen und erwartet stattdessen Auswirkungen auf die Stückzahlen und den Preis.

Der Analyst bezeichnet das Modell mit OLED-Display inzwischen als "iPhone Pro". Zuvor hatte Hall einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 1.000 US-Dollar vermutet, doch inzwischen geht er von 1.100 US-Dollar aus. Demnach soll der Preis die Nachfrage regulieren. Zudem werden zur Markteinführung im September nur zwei Millionen Geräte verfügbar sein, bisher hatte J.P. Morgan eine Schätzung von 9 Millionen Einheiten abgegeben. Die Produktion des neuen Telefons werde erst im Laufe des Oktober hochgefahren und bis November 2017 ihr endgültiges Niveau erreichen. Damit sinkt auch die Vorhersage für die Summe aller ausgelieferten iPhones im vierten Quartal von 49,5 Millionen auf 42,2 Millionen sowie im gesamten Jahr 2017 von 270,2 Millionen auf 262,9 Millionen.

 
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Windows 10 for ever (oder bis die Treiber euch scheiden)

reported by doelf, Freitag der 21.07.2017, 10:50:32

Microsoft hatte sein Geschäftsmodell mit Windows 10 umgestellt und das Betriebssystem zum Service erklärt. Statt alle paar Jahre neue Hauptversionen in den Handel zu bringen, werden nun zweimal pro Jahr frische Feature-Updates veröffentlicht. Nur wer immer zum neuesten Feature-Update wechselt, bekommt dauerhaft Sicherheitsflicken. Dumm nur, wenn hierfür Treiber-Updates benötigt werden, der Hersteller der Hardware den Support aber schon eingestellt hat. Wie im Falle von Intels "Clover Trail".

Die Lage bei "Clover Trail"
"Clover Trail" bezeichnet eine CPU-Plattform für Smartphones und Tablets, welche Intel in den Jahren 2012 und 2013 eingeführt hatte. Sie umfasst vier unterschiedliche Cloverview-SoCs (Atom Z2760, Z2580, Z2560 und Z2520), in die Intel eine Grafiklösung (PowerVR SGX 545 oder PowerVR SGX 544MP2) der Firma Imagination Technologies (vormals VideoLogic) integriert hat. Diese Serie-5-Grafikkerne sind auf einen geringen Stromverbrauch optimiert und entsprechend bescheiden war der Anspruch an die Direct3D-Funktionsebene (geboten wird das Featureset 9_3). Leider sind auch die Treiber von Imagination traditionell eher bescheiden und sorgen beim Windows 10 Creators Update für Grafikfehler und Instabilitäten. Eine Lösung ist nicht in Sicht, denn Intel hat seinen Support für "Clover Trail" bereits beendet. Und selbst wenn Intel einen überarbeiteten Treiber liefern wollte, müsste dieser erst bei Imagination eingekauft werden. Aufgrund der bekannten Probleme verhindert Microsoft auf betroffenen Geräten das Einspielen des "Creators Updates" (Version 1703), so dass die Benutzer auf dem letztjährigen "Anniversary Update" (Version 1607) festhängen. Dieses wird aber nur noch bis zum März 2018 mit Sicherheits-Updates versorgt.

Obsoleszenz durch veraltete Treiber
Hatten Betriebssysteme von Microsoft früher zunächst fünf Jahre Mainstream Support (funktionale und sicherheitsrelevante Updates) und im Anschluss dann weitere fünf Jahre Extended Support (sicherheitsrelevante Updates) erhalten, sind es in Zeiten von "Windows as a Service" nur noch wenige Monate. Auch für das "Creators Update" tickt schon die Uhr, hier wird Microsoft im September 2018 den Support-Stecker ziehen. Wer bei Windows 10 auf ewige Updates gehofft hatte, sieht sich nun mit den Realitäten des Hardware-Supports konfrontiert. Seit Jahren sorgen die viel zu kurzen Support-Zeiträume der Hardware-Hersteller für eine vorzeitige Obsoleszenz unzähliger Geräte wie Smartphones, Tablets, Router oder NAS-Festplatten, da schwerwiegende Fehler und kritische Sicherheitslücken einfach nicht mehr beseitigt werden. Oftmals werden Auslaufmodelle noch vom Handel als Neuware verkauft, obwohl der Support des Herstellers bereits eingestellt wurde. Dass diese Entwicklung nun auch auf Windows-Geräte überschwappt, ist höchst unerfreulich und dürfte auch in Unternehmen wenig Begeisterung hervorrufen. Das ist Microsoft durchaus bewusst und daher sucht das Unternehmen nach neuen Lösungen.

Ein Support-Workaround für "Clover Trail"
Als kurzfristige Lösung für die Nutzer von "Clover Trail"-Geräten wird Microsoft das Windows 10 Anniversary Update bis Januar 2023 mit Sicherheits-Updates versorgen. Dieses Datum erscheint auf den ersten Blick willkürlich gewählt, doch ursprünglich wurde die "Clover Trail"-Plattform in Verbindung mit Windows 8.1 ausgeliefert und dessen Extended Support endet ebenfalls im Januar 2023. Betroffene Kunden müssen somit nicht zu Windows 8.1 zurückkehren, um bis zum Ende des ursprünglich eingeräumten Support-Zeitraums mit Sicherheitsflicken versorgt zu werden. In einer Mitteilung, welche Microsoft diesbezüglich verbreitet, kündigt das Unternehmen zudem an, aktiv an einem besseren Support-Pfad für ältere Hardware zu arbeiten. Dies ist auch dringend erforderlich, denn die nächsten Probleme aufgrund nicht weiter gepflegter Treiber sind schon abzusehen.

Quelle: www.zdnet.com
 
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Untragbar: Intel macht Wearable-Sparte dicht

reported by doelf, Donnerstag der 20.07.2017, 22:08:40

Intel hatte einst große Hoffnungen auf das Geschäft mit Smartwatches, Activity-Trackern, tragbaren Medizingeräten und smarten Kleidungsstücken gesetzt. Eine dreistellige Millionensumme wurde im Jahr 2014 alleine für den Kauf der Firma BASIS Science Inc. investiert, doch am Ende gab es nur heiße Akkus und hohe Verluste. Jetzt zieht der Chipriese einen Schlussstrich.

Tatsächlich konnte Intel im Wearable-Bereich nie Fuß fassen und setzte seine mobile Erfolglosigkeit, mit der das Unternehmen schon bei Smartphones und Tablets Milliarden verbrannt hatte, konsequent fort. Der Zukauf von BASIS Science sollte eigentlich dringend benötigtes Know-how bringen, doch deren Smartwatch Peak fiel weniger durch gute Verkaufszahlen als durch überhitzende Akkus auf. Als auch der Versuch, die Probleme mit einem Software-Update in den Griff zu bekommen, gescheitert war, nahm Intel die Uhr vom Markt.

Das war ziemlich genau vor einem Jahr und damals beteuerte Intel noch, dass man an den Wearables festhalten wolle. Im November 2016 wurde die Belegschaft der Sparte dann um 80 Prozent reduziert und nun ist der Laden dicht, berichten die Kollegen von CNBC. Stattdessen will sich Intel nun auf das neue Trendthema "Augmented Reality" konzentrieren, also bei der computerunterstützten Realitätserweiterung mitmischen. Man darf gespannt sein, ob es dem PC-Giganten diesmal gelingen wird, ein neues Geschäftsfeld zu erobern...

Quelle: www.cnbc.com
 
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Opera 46.0.2597.57 behebt Abstürze

reported by doelf, Donnerstag der 20.07.2017, 21:17:52

Mit dem vierten Update für Opera 46 wurden zwei "fiese" Abstürze behoben: Zum einen ließen sich opera:config und opera:themes nicht in privaten Sitzungen öffnen, ohne dass der Browser einen Abflug machte, zum anderen gab es einen Crash in der Funktion base::RefCountedThreadSafe::Release(). Eine weitere Korrektur stellt sicher, dass der Mediarouter abgeschaltet ist.

Nach seiner "Wiedergeburt" in Form der aufgewerteten Version 45, kümmern sich Operas Entwickler in der aktuellen Version 46 primär um die Stabilität sowie um die Optimierung des eingebauten VPN-Clients. Opera 46 bringt aber auch die Unterstützung für animierte PNG-Grafiken (APNG) zurück. APNG bietet mehr Farbtiefe (24 Bit) als animierte GIFs und benötigt zugleich weniger Speicherplatz. Opera hatte APNG schon vor Jahren unterstützt, als der Browser noch auf der hauseigenen Presto-Engine lief.

Opera 46

Doch Opera ist längst auf Chromium umgestiegen, welches hier in der Version 59 vorliegt. Diese soll die Batterielaufzeit verlängern, indem im Hintergrund geöffnete Tabs weitgehend eingefroren werden. Dazu gibt es neue Hintergrundbilder und eine dunkle Schnellwahl, welche in Verbindung mit dem dunklen Farbthema genutzt wird, sofern kein Hintergrund gewählt wurde. Die Touchbar des Macbook dient neuerdings als Emoji-Leiste.

Download:

 
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LibreOffice 5.4 RC 2 offiziell verfügbar

reported by doelf, Donnerstag der 20.07.2017, 20:21:38

In der kommenden Woche soll LibreOffice 5.4 veröffentlicht werden. Wer nicht mehr so lange warten will, kann sich schon jetzt den zweiten Veröffentlichungskandidaten greifen, der aller Voraussicht nach zur finalen Fassung gekürt wird. Seit der Alpha-Phase der Entwicklung wurden 363 Fehler beseitigt, darunter 50 potentielle Absturzursachen. Zuletzt wurde ein "schreckliches Speicherleck" in AccessibleTabBarBase gestopft. Dazu gibt es zahlreiche Verbesserungen.

Writer:
Die Unterstützung für AutoText, welche bisher auf .dot- und .doc-Dateien beschränkt war, wird mit LibreOffice 5.4 auf .dotx und .dotm ausgeweitet. Im Kontextmenü gibt es die neuen Einträge "Bereich bearbeiten" und "Fuß- und Endnote", welche natürlich nur zur Verfügung stehen, wenn man in einen entsprechenden Bereich klickt.

Listen

Listen, ob mit Aufzählungszeichen oder Nummerierung, bleiben beim Kopieren und Einfügen besser erhalten. Dies gilt für die Aufzählungszeichen sowie für das Einrücken der einzelnen Einträge. Der völlig veraltete Web-Wizard wurde entfernt, der normale HTML-Export ist hiervon nicht betroffen.

Calc:
ZellschutzIst in den "Optionen" für "Allgemeine Berechnungen" die Auswahl "Genauigkeit wie angezeigt" aktiv, muss man sich auf deren Umsetzung auch verlassen können. Dies war bisher leider nicht immer der Fall, weshalb hier nachgebessert wurde. Der Benutzer kann die Priorität für die Regeln zur "Bedingten Formatierung" ändern, Calc merkt sich die Einstellungen für den CSV-Export und in der Werkzeugleiste gibt es ein Vorhängeschloss-Symbol, mit dem sich Zellen sperren lassen. Bei geschützten Tabellen ist es neuerdings möglich, Spalten und Zeilen hinzuzufügen und diese auch wieder zu entfernen. Die geschützten Zellen bleiben dabei unangetastet. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, alle Kommentare anzuzeigen, zu verbergen oder zu löschen. Calc akzeptiert nun auch negative Jahreszahlen gemäß ISO 8601.

Dateifilter:
Beim .xlsx-Export wurden Probleme mit der Ab- und Aufrundungsfunktion behoben und beim XML-Import wurde die Rowset-Eigenschaft (ADO) ergänzt. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für das Web-Query-Format (.iqy) und es gibt zahlreiche Verbesserungen für Vektorgrafiken des Typs EMF+, welches von zahlreichen Microsoft-Formaten (.doc, .docx, .xls, .xlsx, .ppt) genutzt wird. Zur Anzeige eingefügter PDF-Bilder greift LibreOffice 5.4 auf pdfium zurück.

Weitere Änderungen:
Nach Rücksprache mit den Benutzern wurde die Standard-Farbpalette überarbeitet. Gestrichen wurde die Unterstützung für Mac OS X 10.8, neue Mindestanforderung für Mac-Nutzer ist somit die Version 10.9. Bei den Sprachen sind Mandschurisch und das damit verwandte Xibenisch hinzugekommen.

Download: LibreOffice 5.4 RC 2

 
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AMDs Sicherheitsprozessor bleibt geschlossen

reported by doelf, Donnerstag der 20.07.2017, 18:58:34

Bringt AMDs "Platform Security Processor" (PSP) zusätzliche Sicherheit oder stellt der Chip-im-Chip vielmehr ein gewaltiges Sicherheitsrisiko dar? Wie bei Intels "Management Engine" gehen die Meinungen weit auseinander, doch da sich AMD in der Vergangenheit oftmals als Vorreiter für offene Technologien präsentiert hatte, hegten Optimisten die Hoffnung, das Unternehmen würde die Funktionsweise seines Sicherheitschips offenlegen. Falsch gedacht!

Auf Twitch haben drei AMD-Mitarbeiter, darunter der Vizepräsident für Unternehmenslösungen Scott Aylor, Fragen aus der Community beantwortet. Eine der Frage bezog sich auf den PSP und AMDs Pläne hinsichtlich dessen Quellcode:

"When will you - or - will you release PSP source code?"

Übersetzung: "Wann werden sie - oder - werden sie überhaupt den PSP-Quellcode veröffentlichen?"

Die Antwort übernimmt Aylor und sie lautet - kurz zusammengefasst: Wir planen keine Veröffentlichung. Hier der exakte Wortlaut:

"We've actually already completet multiple different audits form security companies that we've hired to come in and essentially try and find threats - or - excuse me: not threats - vulnabilities in or PSP architecture as well as the PSP firmware that goes with it. So that's something we actually completed actually earlier this year. So I think we are looking to have people look at our security implementation from a software perspective and determine if there are vulnabilities and weaknesses. At this point it isn't our plan to kind of put that out in the community. But we are taking the right steps and measures to ensure that we are having people that are experts - that kind of know what bad agents do - to really see if we have vulnabilities."

AMD erklärt somit, man habe die PSP-Architektur samt der dazugehörigen Firmware von verschiedenen externen Experten auf Sicherheitslücken und Schwächen abklopfen lassen. Eine Veröffentlichung des Quellcodes sei - zumindest in absehbarer Zeit - nicht geplant.

Hintergrundinformationen
In modernen CPUs steckt ein zweiter Prozessor, welcher über die Sicherheit wacht und über dessen Eigenheiten nur wenig bekannt ist. Bei AMD heißt dieser Chip "Platform Security Processor" und wurde auf Grundlage der ARM-Architektur entwickelt. Intels Gegenstück nennt sich "Management Engine", wobei dieser Name kaum die Möglichkeiten des Chips erahnen lässt. Beide Lösungen haben die absolute Kontrolle über den Prozessor und die Hardware, beide Lösungen haben Zugriff auf den gesamten Arbeitsspeicher und beide Lösungen können weder vom Betriebssystem noch von einer Sicherheitssoftware kontrolliert werden. Schaffen es Geheimdienste oder andere Kriminelle, in diese Sicherheitschips vorzudringen, können sie jegliche Daten abfangen, manipulieren oder zerstören und bleiben dabei völlig unentdeckt.

Quelle: www.twitch.tv
 
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Intels 12-Kerner läuft mit nur 2,9 GHz Basistakt

reported by doelf, Donnerstag der 20.07.2017, 11:35:52

Dass Intels Core i9-7920X zwölf Kerne besitzt und 1.199 US-Dollar kosten soll, hatte der Chipriese bereits verkündet. Recht geheimniskrämerisch verhielt sich Intel hinsichtlich der Taktraten und nun ist auch klar warum: Mit einem Basistakt von nur 2,9 GHz taktet der Prozessor satte 600 MHz langsamer als AMDs Threadripper 1920X. Und die Modelle mit zusätzlichen Kernen werden eher noch niedriger takten.

Nachdem Intel bisher nur den Core i9-7900X mit zehn Kernen zum Preis von 999 US-Dollar auf den Markt gebracht hat, steht als nächstes Modell der Core i9-7920X mit zwölf Kernen in den Startlöchern. Die frisch überarbeitete CPU-Preisliste führt den neuen Prozessor bereits und bestätigt den seitens Intel im Vorfeld verkündeten Preis von 1.199 US-Dollar sowie die Größe des L3-Caches (16,50 MiB), welche man schon zuvor aufgrund architektonischer Eigenheiten eindeutig berechnen konnte. Neu ist indes der Basistakt, der mit 2,9 GHz erstaunlich niedrig ausfällt. Die Turbostufen führt Intel in seinen Preislisten leider nicht auf und die provisorische Produktseite des Core i9-7920X hält sich hinsichtlich technischer Details weiterhin bedeckt.

Aktualisierte Übersicht der Skylake-X-CPUs:

  • Intel Core i9-7980XE: 1.999 US-Dollar (im Preisvergleich ab 2331 Euro)
    18 Kerne/36 Threads @ ??-??/?? GHz; Turbo Boost Max 3.0; 24,75 MiB L3; 165 W; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes
  • Intel Core i9-7960X: 1.699 US-Dollar (im Preisvergleich ab 1981 Euro)
    16 Kerne/32 Threads @ ??-??/?? GHz; Turbo Boost Max 3.0; 22,00 MiB L3; 165 W; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes
  • Intel Core i9-7940X: 1.399 US-Dollar (im Preisvergleich ab 1631 Euro)
    14 Kerne/28 Threads @ ??-??/?? GHz; Turbo Boost Max 3.0; 19,25 MiB L3; 165 W; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes
  • Intel Core i9-7920X: 1.199 US-Dollar (im Preisvergleich ab 1387 Euro)
    12 Kerne/24 Threads @ 2,9-??/?? GHz; Turbo Boost Max 3.0; 16,50 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes
  • Intel Core i9-7900X: 999 US-Dollar (im Preisvergleich ab 975 Euro)
    10 Kerne/20 Threads @ 3,3-4,3/4,5 GHz; Turbo Boost Max 3.0; 13,75 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes
  • Intel Core i7-7820X: 599 US-Dollar (im Preisvergleich ab 593 Euro)
    8 Kerne/16 Threads @ 3,6-4,3/4,5 GHz; Turbo Boost Max 3.0; 11,00 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2666; 28 PCIe-Lanes
  • Intel Core i7-7800X: 389 US-Dollar (im Preisvergleich ab 378 Euro)
    6 Kerne/12 Threads @ 3,5-4,0 GHz; 8,25 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2400; 28 PCIe-Lanes

Was Intel immense Kopfschmerzen bereiten dürfte, ist AMDs Ryzen Threadripper, dessen erste beiden Varianten im August auf den Markt kommen werden. Die Threadripper besitzen nicht nur deutlich mehr PCIe-Lanes, sie takten auch wesentlich höher und kosten weit weniger als die vergleichbaren Core-i9-Modelle:

  • AMD Ryzen Threadripper 1950X: 999 US-Dollar
    16 Kerne/32 Threads @ 3,4-4,0 GHz; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes
  • AMD Ryzen Threadripper 1920X: 799 US-Dollar
    12 Kerne/24 Threads @ 3,5-4,0 GHz; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes

Während AMD für 16 Kerne 999 US-Dollar in Rechnung stellt, wird man für Intels Core i9-7960X, dessen Verkauf ebenfalls noch nicht angelaufen ist, 700 US-Dollar mehr auf den Tisch legen müssen. AMDs Zwölfkerner wird für 799 US-Dollar über die Ladentheke gehen, Intels Alternative ist satte 400 US-Dollar teurer. Mit einem Basistakt von 3,5 GHz laufen die zwölf Kerne des Ryzen Threadripper 1920X dennoch beachtliche 600 MHz schneller als die des Intel Core i9-7920X. Aus dem Threadripper könnte somit ein Priceripper werden, denn allzu lange wird Intel an seinen Preisvorstellungen kaum festhalten können.

 
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AMD Threadripper: 16 Kerne mit 3,4 bis 4,0 GHz für 999 US-Dollar

reported by doelf, Donnerstag der 20.07.2017, 11:11:35

In AMDs Blog hat Jim Anderson weitere Details zum Ryzen Threadripper sowie zu den preisgünstigen Prozessoren der Baureihe Ryzen 3 bekannt gegeben. Die ersten beiden Threadripper, welche die Bezeichnungen 1950X (16 Kerne) und 1920X (12 Kerne) tragen, sollen im August zu Kampfpreisen in die Läden kommen. Und schon in einer Woche werden zwei Quad-Core-CPUs der Ryzen-3-Familie an den Start gehen.

AMD stattet alle Ryzen Threadripper mit vier DDR4-Speicherkanälen und 64 PCIe-Lanes der dritten Generation aus. Intels Core i9 besitzt ebenfalls vier Speicherkanäle, kann aber nur 44 PCIe-Lanes vorweisen. Zudem ruft Intel wesentlich höhere Preise auf: Während AMD für 16 Kerne 999 US-Dollar in Rechnung stellt, muss man für Intels Core i9-7960X, dessen Verkauf ebenfalls noch nicht angelaufen ist, 700 US-Dollar mehr auf den Tisch legen. AMDs Zwölfkerner wird für 799 US-Dollar über die Ladentheke gehen, Intels Alternative ist 400 US-Dollar teurer. Zudem kann man Intels Preisliste entnehmen, dass der Basistakt der 12-Kern-CPU um 600 MHz niedriger liegt als bei AMD.

AMDs Preisbrecher im Enthusiasten-Segment:

  • AMD Ryzen Threadripper 1950X: 999 US-Dollar
    16 Kerne/32 Threads @ 3,4-4,0 GHz; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes
  • AMD Ryzen Threadripper 1920X: 799 US-Dollar
    12 Kerne/24 Threads @ 3,5-4,0 GHz; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes

Intels Herausforderer, deren Taktraten größtenteils geheim sind:

  • Intel Core i9-7960X: 1.699 US-Dollar (im Preisvergleich ab 1981 Euro)
    16 Kerne/32 Threads @ ??-??/?? GHz; Turbo Boost Max 3.0; 22,00 MiB L3; 165 W; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes
  • Intel Core i9-7920X: 1.199 US-Dollar (im Preisvergleich ab 1387 Euro)
    12 Kerne/24 Threads @ 2,9-??/?? GHz; Turbo Boost Max 3.0; 16,50 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes

Für den Einstiegsbereich wird AMD ab dem 27. Juli 2017 zwei neue Vierkern-CPUs ausliefern, die nur einen Thread pro Kern ausführen können. Man werde diese Prozessoren "zu einem erschwinglichen Preis" verkaufen, schreibt Anderson, ohne konkrete Zahlen zu nennen:

  • AMD Ryzen 3 1300X: ?? US-Dollar
    4 Kerne/4 Threads @ 3,5-3,7 GHz; Dual-Channel DDR4, 24 PCIe-Lanes
  • AMD Ryzen 3 1200: ?? US-Dollar
    4 Kerne/4 Threads @ 3,1-3,4 GHz; Dual-Channel DDR4, 24 PCIe-Lanes

 
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Firefox 55 Beta 10 wartet auf Tester

reported by doelf, Mittwoch der 19.07.2017, 17:14:54

Am 8. August soll der finale Firefox 55 veröffentlicht werden und vorab kann man bereits dessen Beta-Versionen ausprobieren. Die zehnte liegt nun zum Download bereit und bringt mittels WebVR virtuelle Web-Realitäten für Windows-Nutzer mit den VR-Brillen HTC VIVE und Oculus Rift. Besonders positiv fällt auf, dass Sitzungen mit zahlreichen offenen Tabs viel schneller - laut Mozilla "in einem Augenblick" - geladen werden.

In den "Einstellungen" findet sich unter "Allgemein" der neue Unterpunkt "Leistung". Standardmäßig wählt der Firefox die Optionen automatisch, doch man kann manuell nachbessern und die Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte an- oder ausschalten sowie die Zahl der CPU-Threads angeben, mit denen die Inhalte der Webseiten aufbereitet werden (siehe Bildschirmfoto). Weitere Leistungsvorteile versprechen neue Restriktionen für das Flash-Plugin: Flash-Inhalte werden nicht mehr automatisch geladen, sondern müssen manuell per Klick gestartet werden. Dies spart CPU-Zeit und Arbeitsspeicher, zugleich verbessert sich die Sicherheit.

Firefox: Leistung

Beim Firefox kann man sowohl über die Adresszeile als auch über das Suchfeld eine Suche starten, doch bisher ließ sich nur beim Suchfeld die zu verwendende Suchmaschine auswählen. Dies wurde nun geändert (siehe zweites Bildschirmfoto). Suchvorschläge sind jetzt standardmäßig aktiviert, lassen sich aber weiterhin ausschalten. Die Seitenleiste mit Lesezeichen, Chronik und synchronisierten Tabs lässt sich nun auf die rechte Seite des Fensters verschieben und die Druckvorschau wurde weiter vereinfacht. Unter macOS ist es jetzt möglich, eigene Tastaturkürzel für die Menüeinträge des Firefox einzurichten. Neu hinzugekommen ist auch eine weißrussische Sprachversion.

Firefox: Suche

Nur an einige Benutzer wird versuchsweise das integrierte Screenshot-Werkzeug ausgeliefert, mit dem man Bildschirmfotos von ganzen Webseiten oder bestimmte Bereichen erstellen kann. Diese Screenshots werden wahlweise lokal gespeichert oder in die Cloud geladen. Der Stub-Installer für Windows wurde vereinfacht, indem man die erweiterten Installationsoptionen entfernt hat. Wer diese benötigt, muss das komplette Installationspaket herunterladen. Zur Verbesserung des Datenschutzes wird unsicheren Webseiten der Zugriff auf die Standortdaten untersagt.

Wichtig: Durch den Firefox 55 werden die Benutzerprofile derart verändert, dass sie nicht mehr zu älteren Programmversionen kompatibel sind!

Download: Firefox 55 Beta 10

 
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IBM schrumpft seit nunmehr 21 Quartalen

reported by doelf, Mittwoch der 19.07.2017, 15:04:59

Die Quartalszahlen von "Reasonably Sized Blue", zu seinen Glanzzeiten als "Big Blue" bekannt, liegen auf dem Tisch und reihen sich perfekt in die Kette ihrer Vorgänger ein. Seit nunmehr 21 Quartalen, also seit mehr als fünf Jahren, schrumpft IBM. Wenn sich dieser Trend nicht bald umkehrt, werden wir in Zukunft über "Little Blue" schreiben müssen. Noch deutlicher als der Umsatz ist diesmal der Gewinn eingebrochen.

Früher ein marktbeherrschender Hardware-Riese, ist IBM nun ein IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen, das sein Software-Geschäft auf ein Cloud-Modell umstellt. Die von Firmenchefin Ginni Rometty geleitete Dauerbaustelle setzt dabei auf strategische Schwerpunkte, die zwar schnell wachsen, den Rückgang in anderen Bereichen aber noch nicht kompensieren können. Es geht hierbei um Cloud- und Sicherheitsdienste sowie um die Entwicklung künstlicher Intelligenz zur Verarbeitung von Big Data. Diese Bereiche stellen inzwischen 43 Prozent des Gesamtumsatzes und sind im Jahresvergleich um elf Prozent gewachsen. Besonders hervorzuheben sind dabei die Cloud-Dienste mit einer Steigerung um 30 Prozent. Beide Angaben beziehen sich auf die zwölf Monate bis Juni 2017.

Im zweiten Quartal 2017 ist IBMs Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,69 Prozent auf 19,289 Milliarden US-Dollar gefallen. Der mit Abstand größte Umsatzlieferant war die Sparte "Technology Services & Cloud Platforms" mit 8,406 Milliarden US-Dollar (-5,09%) gefolgt von "Cognitive Solutions" mit $4,559 Milliarden US-Dollar (-2,48%) und "Global Business Services" mit 4,097 Milliarden US-Dollar (-3,71%). Trotz des Wachstums bei den "strategischen Schwerpunkten" weisen die drei Kernbereiche des Unternehmens immer noch rückläufige Zahlen auf. Die einst so stolze Hardware-Sparte "Systems" wurde nochmals um 10,41 Prozent auf 1,747 Milliarden US-Dollar zurechtgestutzt und die restlichen 480 Millionen US-Dollar (-4,17%) verteilen sich auf Finanzierungen und andere Randbereiche.

Unter dem Strich steht ein Nettogewinn, der mit 2,331 Milliarden US-Dollar um 6,91 Prozent unter der Vorgabe des zweiten Quartals 2016 bleibt. Der Gewinn je Aktie ist nur um 4,98 Prozent auf 2,48 US-Dollar eingebrochen, da IBM die Zahl seiner Aktien durch Rückkäufe im vergangenen Jahr um 2,18 Prozent reduziert hatte. Für das gesamte Geschäftsjahr 2017 hält IBM an seiner bisherigen Prognose fest und erwartet einen operativen Gewinn von 13,80 US-Dollar (non-GAAP) bzw. 11,95 US-Dollar (GAAP) je Anteil. Diese Aussicht hatte die Anleger schon im ersten Quartal verschreckt und so ging es für IBMs Wertpapier auch diesmal nach Börsenschluss um 2,79 Prozent runter auf 149,70 US-Dollar.

Zum Abschluss blicken wir - ganz nostalgisch - auf das erste Quartal 2012 zurück: Damals hatte IBM noch 24,673 Milliarden US-Dollar umgesetzt, das sind 27,91 Prozent mehr als im vergangenen Quartal. Auch der Nettogewinn war mit 3,066 Milliarden US-Dollar um 31,53 Prozent höher ausgefallen. Wer will, darf noch eine Inflationsrate von ca. 6,2 Prozent aufschlagen.

Quelle: www.ibm.com
 
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CDex 1.8.8 ist fertig

reported by doelf, Mittwoch der 19.07.2017, 13:58:19

CDex ist der beste CD-Ripper für Windows PUNKT. Das von Georgy Berdyshev entwickelte Programm steht unter der GNU General Public License (GPL). Aber Obacht, es gibt zwei Varianten: Verwendet man den Installer, muss man unerwünschte Zusatzprogramme aktiv abwählen! Die Portable-Ausgabe kommt hingegen als ZIP-Archiv ganz ohne unnötigen Ballast, ist aber noch auf dem Stand 1.77.

Das gestern freigegebene CDex 1.8.8 behebt einige Fehler und verbessert das Zusammenspiel mit Windows 10. Die Kompatibilität zu Windows 10 hat sich zu einer Dauerbaustelle entwickelt, doch die meisten Versionen von CDex laufen unter diesem Betriebssystem sehr ordentlich. Die Entwickler haben sich auch um Darstellungsprobleme gekümmert, die in Verbindung mit 4k-Bildschirmen und anderen hochauflösenden Anzeigegeräten beobachtet wurden.

Download: CDex 1.8.8

 
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Anleitung: Realtek WLAN und Bluetooth unter Linux (RTL8723BE)

reported by doelf, Dienstag der 18.07.2017, 18:54:43

Eigentlich ist Linux eine vollwertige Alternative zu Windows, doch auch im Jahr 2017 verzweifeln viele Nutzer an unnötigen Problemen, welche ihnen die Hardware-Hersteller eingebrockt haben. Dies gilt insbesondere für Notebooks und deren kabellose Anbindung über Wireless-LAN und Bluetooth. Als besonders zickig haben sich Realteks RTL8192CE, RTL8192SE, RTL8192DE, RTL8188EE, RTL8192EE, RTL8723AE, RTL8723BE und RTL8821AE erwiesen. Anhand des Einsteiger-Notebooks HP 15-ba029ng, in dem ein Realtek RTL8723BE arbeitet, werden wir erklären, wie man Wireless-LAN und Bluetooth auch unter Linux (Kernel 3.0 bis 4.12) stabil zum Laufen bekommt.

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Für Linux-Nutzer waren das HP 15-ba029ng und der Realtek RTL8723BE lange Zeit eine teuflische Kombination, denn Bluetooth war ohne Funktion und das kabellose Netzwerk hatte eine Reichweite von wenigen Zentimetern. Während Bluetooth mit dem automatischen Energiemanagement hadert, haben beide Funktionen Probleme mit der Antenne. Obwohl die Controller-Karte zwei Anschlüsse besitzt, hat HP nur einen bestückt und dabei ausgerechnet den zweiten gewählt. Wer einen älteren Kernel verwendet, hat daher gute Chancen, dass der falsche Antennenanschluss angesteuert wird und ohne Antenne gibt es auch keine Reichweite. In unserem Artikel werden wir Lösungen für alle Kernel von 3.0 bis 4.12 vorstellen.

 
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Anleitung: Frische Mainline- und Stable-Kernel für Ubuntu

reported by doelf, Samstag der 15.07.2017, 22:33:38

Linux ist kein großes Mysterium. Distributionen wie Ubuntu lassen sich heutzutage so schnell und einfach installieren wie Windows. Mit älterer Hardware kommen sie zuweilen sogar besser zurecht und dank Wine kann man sogar Windows-Software laufen lassen. Auch ganz neue Hardware wird zumeist zeitnah unterstützt, doch hierzu benötigt man einen aktuellen Kernel. In dieser Anleitung erklären wir, wie man den Kernel von Ubuntu und seinen Ablegern auf den allerneuesten Stand bringt.

Bild

Doch nicht nur neue Gerätetreiber sind ein triftiger Grund, die alte Regel "never change a running system" zu überdenken. Insbesondere Notebooks profitieren von den stetigen Verbesserungen im Bereich des Energiemanagements und auch die Virtualisierung wird laufend weiterentwickelt. Zudem hat es seinen Reiz, auf der vordersten Welle der Entwicklung mitzusurfen - zumindest solange wir über normale Desktop-Systeme reden und nicht über missionskritische Server ;-)

 
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AMD Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.7.1

reported by doelf, Mittwoch der 12.07.2017, 16:55:06

AMDs optionale Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.7.1 bringt Unterstützung für die Grafikkarten der Baureihen Radeon RX 560 und RX 550 sowie für Mining-Karten auf Basis der Grafikprozessoren Radeon RX 470 und RX 460. Die Mining-Modelle sind für das Schürfen von Krypto-Währungen gedacht und besitzen keinen oder nur einen einzelnen Bildschirmanschluss.

Behobene Probleme
AMD konnte einen Fehler beheben, der "Tekken 7" auf Grafikkarten der Baureihe Radeon RX 380 abstürzen ließ. Auch ein weiterer Absturz, welcher die Spiele "Final Fantasy XIV" und "Little Nightmares" sowie die gesamte RX-300-Serie betrifft, wurde beseitigt. Bleibt noch ein dritter Absturz, der mit Adobes Lightroom CC 2015.10 auftreten konnte. Auch dieses Problem konnte AMD lösen.

Ungelöste Probleme
Das Zuschalten von MSAA verursacht auch weiterhin Grafikfehler im Zusammenspiel mit "Tom Clancy's: Rainbow Six Siege". "Counter-Strike: Global Offensive" und "World of Warcraft" flackern beim ersten Aufruf nach einem Systemstart, sofern FreeSync genutzt wird. Beendet man das Spiel und startet es erneut, ist das Flackern verschwunden. Auch ein Task-Wechsel soll helfen. Einige Anwendungen leiden weiterhin unter Leistungseinbrüchen, wenn AMD FreeSync für rahmenlose Vollbild-Applikationen genutzt wird. Die Installation von ReLive kann auf APUs zu Systemabstürzen führen und die ReLive-Software verträgt sich nicht mit der XBOX DVR App von Microsoft - man muss somit zwischen den Apps wählen.

Kompatibilität
Die Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.7.1 unterstützt diskrete GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Mobil) unter Windows 7, 8.1 und 10. Wie üblich werden nicht alle Grafiklösungen unter allen Betriebssystemen unterstützt, zudem existieren keine 32-Bit-Treiber für Windows 8.1. Wer eine APU verwendet, muss zur stabilen und WHQL-zertifizierten Crimson ReLive Edition 17.4.4 greifen. Diese unterstützt eine Vielzahl von APUs mit Ausnahme der Baureihen Beema und Mullins.

Download:

 
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Snapchat: Aktienkurs stürzt ab

reported by doelf, Mittwoch der 12.07.2017, 14:35:19

Anfang März 2017 war die Firma Snap INC, deren einziges Produkt Snapchat ist, an die Börse gegangen. Mit einem Ausgabepreis von 17 US-Dollar je Aktie wollte das Unternehmen drei Milliarden US-Dollar einnehmen und einen Börsenwert von rund 24 Milliarden US-Dollar erreichen. Das ist zwar gelungen, doch nun lässt die am Börsengang beteiligte Investmentbank Morgan Stanley die Snap-Aktie abstürzen.

Am ersten Handelstag gingen die Snap-Aktien noch weg wie warme Semmeln und schossen zwischenzeitlich auf 29,44 US-Dollar. Der Schlusskurs lag dann bei 23,77 US-Dollar, 6,77 US-Dollar über dem offiziellen Ausgabepreis. Für die Investmentbank Morgan Stanley, die Snaps Börsengang begleitet hatte, war das sicherlich ein sehr gutes Geschäft gewesen. Und bis gestern hatte Morgan Stanley für Snap auch ein beruhigendes Kursziel von 28 US-Dollar ausgerufen, welches den tatsächlichen Kurs - am Montag war das Papier beim Börsenschluss lediglich 16,99 US-Dollar wert gewesen - zu relativieren schien.

Doch dann kam das böse Erwachen: Morgan Stanley strich das Kurzziel auf 16 US-Dollar herunter und die Börse reagierte sofort. Am gestrigen Handelstag stürzte die Snap-Aktie um 8,95 Prozent auf 15,47 US-Dollar ab. Der größte Börsengang seit dem Jahr 2014 entwickelt sich immer mehr zu einem gewaltigen Flopp. Obwohl Snap für das erste Quartal 2017 ein beeindruckendes Umsatzplus von 286 Prozent vermelden konnte, stehen magere 149,648 Millionen US-Dollar Umsatz einem gewaltigen Nettoverlust in Höhe von 2,209 Milliarden US-Dollar gegenüber. Davon wurden rund zwei Milliarden US-Dollar vom Börsengang verschlungen.

Bis Ende 2016 hatte Snap jeweils den letzten Monat eines Quartals herangezogen, um die Zahl der täglich aktiven Benutzer zu ermitteln. Im Rahmen seiner Börsenpräsentation nannte die Firma 161 Millionen täglich aktive Benutzer für Dezember 2016, eine Steigerung von 46 Prozent im Vergleich zu Dezember 2015. Inzwischen ermittelt Snap den Durchschnitt über das gesamte Quartal, was für die letzten drei Monate des Jahres 2016 einen Wert von 158 Millionen ergibt. Im ersten Quartal 2017 zählte Snap zwar 166 Millionen, doch damit sank die Wachstumsrate um zehn Punkte auf nur noch 36 Prozent.

Um seinem Börsenwert gerecht zu werden, benötigt Snap deutlich mehr Benutzer. Doch um mehr Benutzer zu gewinnen, benötigt Snap innovative Produkte. Und während man bei Snapchat auf wegweisende Neuerungen wartet, kopieren Mitbewerber wie Facebook und Microsoft (Skype) die Vorzüge von Snapchat in ihre eigenen Produkte.

 
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Adobe stopft Lücken im Flash Player und Connect

reported by doelf, Mittwoch der 12.07.2017, 13:22:30

Adobe hat jeweils drei Sicherheitslücken in seinen Programmen Flash Player und Connect geschlossen. Während eine Speichermanipulation (CVE-2017-3099) im Flash Player als kritisch eingestuft wurde, da sich diese zum Einschleusen von Schadcode missbrauchen lässt, ermöglicht Connect "nur" zwei hochgefährliche Angriffe über Cross-Site-Scripting (CVE-2017-3102, CVE-2017-3103).

Beim Flash Player kommen noch zwei hochgefährliche Fehler hinzu: Eine weitere Speichermanipulation (CVE-2017-3100), über die Angreifer Speicheradressen herausfinden können, sowie eine Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen (CVE-2017-3080), über die sich Informationen abgreifen lassen. Details zur letztgenannten Schwachstelle wurden bereits am 3. Juli 2017 veröffentlicht. Für Windows, macOS und Googles Chrome gilt die höchste Dringlichkeitsstufe 1, denn Adobe erwartet zeitnah die ersten Angriffe. Lediglich Linux-Nutzer, die Chrome meiden, sind vergleichsweise sicher und können sich mit dem Update Zeit lassen. Der abgesicherte Flash Player trägt die Versionsnummer 26.0.0.137.

Download: Adobe Flash Player 26.0.0.137

Die dritte Schwachstelle in Adobe Connect beruht auf einer Fehlinterpretation kritischer Informationen durch die Benutzeroberfläche (CVE-2017-3101). Dieser Fehler ermöglicht Clickjacking-Attacken, der Angreifer kann Klicks des Benutzers somit für seine eigenen Zwecke umleiten. Adobe bewertet das Risiko als moderat und hat auch insgesamt nur die moderate Prioritätsstufe 3 vergeben. Die fehlerbereinigte Version trägt die Nummer 9.6.2.

Versionshinweise: Adobe Connect 9.6.2

 
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Juli-Patch-Day bei Microsoft

reported by doelf, Mittwoch der 12.07.2017, 11:25:58

Am gestrigen Abend hat Microsoft seinen Juli-Patch-Day abgehalten und neue Sicherheits-Updates für Windows, den Internet Explorer, dessen Nachfolger Edge, Office samt Office Services und Web Apps, das .NET-Framework, den Exchange Server sowie Adobes Flash Player veröffentlicht. Wichtig: Windows 10 Version 1507 - mit Ausnahme der Enterprise- und IoT-Varianten - wird seit Mai nicht mehr mit Updates versorgt!

Im "Security Updates Guide" kann man die Sicherheits-Updates nach Produkten, Schwere und Art filtern sowie sortieren. Für Juli 2017 finden sich 182 Einträge, wobei jeder Eintrag mindestens eine sicherheitsrelevante Änderung für ein Produkt umfasst. Schaltet man in die Detail-Anzeige, sind es sogar 919 Einträge. 69 Einträge (Detailansicht: 213) befassen sich mit kritischen Problemen und 98 (Detailansicht: 621) kümmern sich um hochgefährliche Fehler. Dazu kommen 15 (Detailansicht: 74) mittelschwere Schwachstellen. Wichtig: Die Absicherung der LDAP-Authentifizierung über SSL/TLS erfordert nicht nur das Einspielen eines Updates, sondern auch das Anlegen eines neuen Registrierungsschlüssels namens LdapEnforceChannelBinding auf dem Domain-Controller. Microsoft erklärt Administratoren die notwendigen Maßnahmen in einer kurzen Anleitung.

Was dem "Security Updates Guide" nach wie vor fehlt, ist eine Volltextsuche, denn mit dieser könnte man zumindest die Ausnutzbarkeitsindexbewertung (Exploitability Index Assessment) der geschlossenen Sicherheitslücken abfragen. Microsoft unterteilt seine Updates nämlich in vier Klassen von "0: Exploitation Detected" über "1: Exploitation More Likely" und "2: Exploitation Less Likely" bis "3: Exploitation Unlikely", so dass man gezielt nach 0-Day-Lücken suchen könnte. Zudem berücksichtigt die Suche nur den englischen Originaltext. In der deutschen Übersetzung des "Security Updates Guide" werden Sicherheitslücken zwar als "Kritisch", "Wichtig" und "Mittel" klassifiziert, doch die Suchmaske findet nur die Begriffe "Critical", "Important" und "Moderate".

Die Arbeit mit dem "Security Updates Guide" ist nach wie vor ein Krampf und sorgt letztendlich dafür, dass nur noch sehr oberflächlich über die geschlossenen Sicherheitslücken berichtet wird. Aber möglicherweise war das ja auch Microsofts Absicht.

 
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Preisrutsch: Oculus Rift plus Touch für 449 Euro

reported by doelf, Dienstag der 11.07.2017, 16:30:54

Anfang dieses Jahres hatte Oculus für das Set aus der VR-Brille Rift und dem Touch-Controller noch stolze 898 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten verlangt, nun kostet das Paket nur noch 449 Euro - der Preis hat sich also glatt halbiert. Die Facebook-Tochter schreibt dazu, dass dieses Angebot "nur für begrenzte Zeit" gelte, nennt aber keinen konkreten Zeitrahmen.

Es ist bereits die zweite Preissenkung im Jahr 2017, denn Anfang März hatte Oculus den Preis seiner VR-Brille von 699 auf 589 Euro gesenkt. Zugleich waren die Kosten für zwei Touch-Controller von 119 auf 119 Euro reduziert worden, was einen Paketpreis von 708 Euro ergibt. Nun, da die VR-Technik für deutlich unter 500 Euro, einer psychologischen Preisgrenze, zu haben ist, könnte sie für den Massenmarkt interessant werden. Bisher ist die Verbreitung der VR-Technik noch gering, denn zusätzlich zur Brille benötigt man einen leistungsstarken Computer mit einer schnellen Grafikkarte. Und insbesondere letztere sind nicht leicht zu finden, da solche Karten auch für das Ethereum-Mining genutzt werden.

Einen Einblick in die Verbreitung von VR-Brillen ermöglicht die aktuelle Hard- und Softwareumfrage von Steam, welche im Juni 2017 erstellt wurde. Auf der Spieleplattform von Valve sind mehr als 40 Millionen Nutzer angemeldet, was der freiwilligen Umfrage einen repräsentativen Charakter gibt. Der Prozentsatz der Spieler mit VR-Hardware liegt demnach bei mageren 0,38 Prozent, wobei HTCs Vive hiervon 0,23 Prozent stellt und somit der klare Marktführer ist. Der einzige Herausforderer ist die Oculus Rift mit 0,13 Prozent, dazu kommen die Testversionen der Rift mit weiteren 0,02 Prozent. Während Steam für die Vive ein Wachstum um 0,01 Prozent meldet, stagniert die Verbreitung der Rift. Man darf gespannt sein, ob der Preisrutsch der Rift zu einer Trendwende verhelfen kann.

 
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Kurzlebige Schnapsidee: Die US-russische-Cyber-Sicherheits-Einheit

reported by doelf, Montag der 10.07.2017, 14:15:52

Der russische Staat wird verdächtigt, Cyber-Angriffe auf die westlichen Demokratien durchzuführen und den US-Präsidentschaftswahlkampf zu Gunsten von Donald Trump beeinflusst zu haben. Trotzdem twitterte US-Präsident Trump, er habe mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Gründung einer gemeinsamen Cyber-Sicherheits-Einheit geredet. Völlig absurd? Total plemplem? Ja!

Folgenden Tweet setzte Trump am gestrigen Sonntag ab:

"Putin & I discussed forming an impenetrable Cyber Security unit so that election hacking, & many other negative things, will be guarded.."

Übersetzung: "Putin & ich haben die Bilddung einer undurchdringlichen Cyber-Sicherheits-Einheit diskutiert, so dass Angriffe auf Wahlen & viele andere negative Dinge abgesichert werden.."

Die Formulierung "will be guarded" lässt dabei Spielraum für die Interpretation, denn der Präsident schreibt nicht "will be prevented", also "verhindert", sondern "abgesichert" bzw. "bewacht" oder "überwacht". Eine solche gemeinsame Einheit könnte demnach auch für gemeinsame Aktionen gegen Feinde im In- und Ausland eingesetzt werden. In jedem Fall würde man aber den vermeintlichen Bock zum Gärtner machen, weshalb Trumps Tweet unverzüglich mit Spott überschüttet wurde:

  • "Putin rollt sich vor Lachen über den Boden."
  • "Nächster Schritt: Mit Bashar al-Assad an der Stärkung demokratischer Prozesse arbeiten?"
  • "Schade, dass Bin Laden tot ist. Trump könnte sich mit ihm zum Antiterrorkampf verbünden."

Einen halben Tag später änderte Trump seine Aussage mit einem weiteren Tweet:

"The fact that President Putin and I discussed a Cyber Security unit doesn't mean I think it can happen. It can't-but a ceasefire can,& did!"

Übersetzung: "Der Umstand, dass Präsident Putin und ich über eine Cyber-Sicherheits-Einheit gesprochen haben, bedeutet nicht, dass ich der Meinung sei, dies könnte passieren. Es kann nicht - aber ein Waffenstillstand kann, & ist!"

Da fragt man sich, warum Trump die Idee einer gemeinsamen US-russischen-Cyber-Sicherheits-Einheit überhaupt an die Öffentlichkeit getragen hatte, wenn er sie am Ende doch nicht für denkbar hält. Der angehängte Waffenstillstand bezog sich vermutlich nicht auf den Cyber-Krieg, sondern auf Syrien. Aber bei Trump weiß man das ja nie so genau. Vermutlich sollte er seine Tweets zukünftig einfach mit "LOL" beenden - dann kann er immer behaupten, es sei doch alles nur ein Covfefe gewesen!

 
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NotPetya: Datenrettung in einigen Fällen doch möglich

reported by doelf, Montag der 10.07.2017, 13:05:48

Ende Juni 2017 hatte die Schadsoftware NotPetya, welche auf dem Erpressungstrojaner Petya aufbaut, weltweit Firmenrechner infiziert. Aufgrund von Fehlern im Programmcode hatte NotPetya die Daten allerdings nicht nur verschlüsselt sondern zerstört. Ob dies Absicht oder Unvermögen war, ist noch unklar. Aufgrund weiterer Programmfehler deutet sich nun allerdings eine Wiederherstellungsoption an - zumindest für einige Betroffene.

Wie Dmitry Sklyarov von Positive Technologies berichtet, besteht Hoffnung für Systeme, auf denen sich NotPetya administrative Rechte sichern konnte. In diesen Fällen hatte der Trojaner den Algorithmus Salsa20 verwendet, um die komplette Festplatte zu verschlüsseln, doch die Autoren des Schädlings haben bei der Implementierung von Salsa20 gleich mehrere Fehler gemacht. Nach einer Analyse des Codes konnte Sklyarov verschlüsselte Daten retten, ohne den Schlüssel zu kennen.

Bugs, Bugs, Bugs
Eigentlich sollte der Schlüssel 256 Bit stark sein, doch aufgrund eines Programmierfehlers wurden nur 128 Bit genutzt. Das schwächt die Verschlüsselung zwar massiv, dennoch bleibt eine Wiederherstellung innerhalb eines sinnvollen Zeitrahmens unmöglich. Glücklicherweise addieren sich die Fehler der Schadcode-Autoren: Aus dem 256-Bit-Schlüssel (128 Bit genutzt, 128 Bit ungenutzt), einer 64 Bit langen Zufallszahl (Nonce), der 128 Bit langen Sigma-Konstante und einer 64 Bit umfassenden Blockzahl erzeugt Salsa20 ein 64 Byte großes Keystream-Array. Dabei wird jede Festplatte als ein Stream betrachtet, bei deren Verschlüsselung sich einzig die Blockzahl ändert. Bei NotPetya werden nur 32 Bit für die Blockzahl verwendet und aufgrund von Eigenheiten des Salsa20-Algorithmus haben letztendlich nur 16 Bit Einfluss auf den Keystream. Das reicht aber nur für 2 hoch 16 (= 65.536) Blöcke mit einer Länge von 64 Bytes bzw. 4 MiB, weshalb das selbe Keystream-Fragment vielfach wiederholt wird. Weil die Inhalte bestimmter Sektoren und Dateien bekannt ist, eröffnet die derartig geschwächte Verschlüsselung Klartext-Angriffe. Hinzu kommt ein weiterer Fehler: Die Entwickler von NotPetya übergeben beim Verschlüsseln die Nummer des 512-Byte-Sektors statt dessen Offset-Wert in Bytes. Da die Sektoren paarweise verschlüsselt werden, entsprechen sich 1.022 der 1.024 Bytes zweier benachbarter Sektoren. Die Aussichten auf eine Wiederherstellung der Daten sind gut, doch das Prozedere ist nicht gerade trivial, weshalb man derzeit noch auf die Hilfe von Spezialisten angewiesen ist.

Keine Lösung für AES in Sicht
Sollte Windows noch normal starten, konnte sich NotPetya keine Admin-Rechte sichern. In diesem Fall wurde nicht die Festplatte, sondern nur die Daten des Benutzers verschlüsselt. Dabei kam dann nicht Salsa20 sondern AES zum Einsatz, also ein anderer Verschlüsselungsalgorithmus. Hier gibt es bisher noch keine Möglichkeit, die Daten ohne den privaten RSA-Schlüssel der Erpresser zu retten. Angeblich wird dieser RSA-Schlüssel im Darknet zum horrenden Preis von 100 Bitcoins angeboten.

 
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Erpressungstrojaner: Der Generalschlüssel für Petya

reported by doelf, Sonntag der 09.07.2017, 22:40:54

Der Autor des Erpressungstrojaners Petya hat seinen Generalschlüssel veröffentlicht. Mit diesem lassen sich Daten, die mit Petya 1 (roter Totenkopf), Petya 2 und 3 (zweite Verschlüsselungssoftware namens Mischa, grüner Totenkopf) sowie Petya 4 bzw. Goldeneye (gelber Totenkopf) verschlüsselt wurden, wiederherstellen. Anders sieht es bei NotPetya aus.

Für NotPetya wurde der Code des ursprünglichen Erpressungstrojaners Petya gestohlen und umgebaut. Das Ergebnis zerstört Daten, statt diese zu verschlüsseln. Ob dies die Absicht der Autoren war oder nur deren Unvermögen geschuldet ist, ist derzeit noch unklar. Für Daten, die von NotPetya heimgesucht wurden, gibt es derzeit noch keine Rettung und vermutlich wird es auch nie eine geben.

Zurück zu Petya, Mischa und Goldeneye: Janus, so das Pseudonym des verantwortlichen Entwicklers, hat ein verschlüsseltes Archiv beim Filehoster Mega.nz hinterlegt und dazu ein Rätsel gestellt: "They're right in front of you and can open very large doors". Es handelt sich um ein Zitat aus dem Film "Goldeneye" und in der entsprechenden Szene wird das Passwort "Knockers" eingegeben. Mit "Knockers", einem umgangssprachlichen Ausdruck für weibliche Brüste, lässt sich das Archiv entpacken und enthüllt den Generalschlüssel: 38dd46801ce61883433048d6d8c6ab8be18654a2695b4723. Laut Janus wurde dieses Passwort unter Verwendung von ECIES (Elliptic Curve Integrated Encryption Scheme) mit AES-256-ECB in den "Personal Code", der BASE58 codiert ist, eingebettet.

Für Petya 1 und 2 gibt es bereits Entschlüsselungsprogramme, die Schwächen in der Verschlüsselung des Trojaners ausnutzen und die auch ohne den Generalschlüssel funktionieren. Für Petya 3 und Goldeneye gab es bisher keine solchen Programme, hier bietet sich einzig der Generalschlüssel als Rettung an. Doch es gibt einen Wermutstropfen: Bisher ist noch keine passende Entschlüsselungssoftware erhältlich, doch auch das dürfte sich schon bald ändern.

 
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Durch den Bundesrat im Schweinsgalopp

reported by doelf, Sonntag der 09.07.2017, 17:43:46

Am Freitag hatte der Deutsche Bundesrat seine letzten Sitzung vor der Sommerpause abgehalten und in dieser 112 Vorlagen abgearbeitet. Für 63 Gesetze aus dem Deutschen Bundestag und 28 Verordnungen aus dem Bundeskabinett erteilte die Kammer ihre Zustimmung - sozusagen im Schweinsgalopp. Darunter fanden sich das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, die Ausweitung von Online-Durchsuchung und der Quellen-Telekommunikationsüberwachung und die Ehe für alle.

Dass bei einer Tagesordnung mit 112 Vorlagen keine Debatte mehr stattfinden kann, dürfte jedem klar sein. Jene Parlamentarier, die tatsächlich an den strittigen Themen interessiert waren, hatten sich schon in den Ausschüssen und den vorausgegangenen Sitzungen ein Bild machen können. Dennoch ist es ausgesprochen schade, dass derart wichtige Gesetze, die wesentlichen Einfluss auf unsere Bürgerrechte haben, immer wieder kurz vor der Sommerpause durch die Kammern gejagt werden, als würde es lediglich um eine kaum relevante Klarstellung hinsichtlich der Hundesteuer gehen.

Durchgewunken wurden beispielsweise umfangreiche Änderungen im Straf- und Strafprozessrecht, welche den Einsatz von Online-Durchsuchung und Quellen-Telekommunikationsüberwachung, landläufig auch als "Staatstrojaner" oder "Bundestrojaner" bekannt, auf Delikte wie Geldfälschung, den Besitz von Kinderpornografie, bandenmäßigen Diebstahl, Hehlerei, Geldwäsche, Bestechung, Asylbetrug, Schleusertätigkeit sowie besonders schwere Verstöße gegen das Betäubungsmittel- oder Waffengesetz ausweitet. Dabei bleiben viele Fragen unbeantwortet: Wer haftet beispielsweise, wenn im Schlepptau des Staatstrojaners auch Schadsoftware einen Rechner befällt? Wie sollen Trojaner und Durchsuchungswerkzeuge erkennen, ob das infiltrierte Gerät tatsächlich nur vom Verdächtigen genutzt wird? Wie wird sichergestellt, dass keine Beweise manipuliert werden? Werden Gerichte die auf diese Weise gewonnenen Beweise überhaupt anerkennen? Aufgrund der Schwere der Grundrechtseingriffe hatte das Bundesverfassungsgericht in der Vergangenheit immer wieder "die Gefährdungen von Menschenleben, ihrer Gesundheit und elementarsten Lebensgrundlagen" als Messlatte vorgegeben und dürfte auch diesmal wieder das letzte Wort haben.

Auch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz erhielt vom Bundesrat grünes Licht. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz verpflichtet die Betreiber von Internetplattformen zur zeitnahen Löschung von Hassbeiträgen und Gewaltaufrufen, was an sich eine sehr gute Idee ist. Facebook hatte sich im Vorfeld vehement gegen das Gesetz gewehrt, da es die Aufgaben von Staat und Gerichten auf die Betreiber abwälze. Viele Datenschützer und Journalisten sehen dies ähnlich und befürchten eine rigide Zensur durch die Betreiber und malen ein düsteres Bild vom Ende der Redefreiheit. Andererseits stellen auch Beleidigungen, Pöbeleien und offene Drohungen, welche mit dem Ziel, Menschen in sozialen Netzwerken mundtot zu machen, geäußert werden, einen Angriff auf die Rede- und Meinungsfreiheit dar. Zudem wiegeln die Plattformbetreiber Betroffene nur allzu oft ab oder behaupten, dass deutsche Gerichte für sie gar nicht zuständig seien. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist also ein zweischneidiges Schwert, welches ein drängendes Problem angeht, ohne dabei den Eindruck eines passenden oder gar eleganten Werkzeugs abzugeben.

Unter all den Beschlüssen vermissen wir ausgerechnet das "Dritte Gesetzes zur Änderung des Telemediengesetzes", mit dem die Störerhaftung tatsächlich abgeschafft werden soll. Dieses neue WLAN-Gesetz wird die Betreiber frei zugänglicher WLAN-Zugangspunkte vor Abmahngebühren und Schadenersatzforderungen schützen, im Gegenzug aber Websperren einführen. Rechteinhaber können verlangen, dass der Zugriff auf rechtswidrige Internetangebote blockiert wird, sie müssen allerdings die zu sperrenden Angebote konkret benennen, alle anderen Möglichkeiten zum Durchsetzen ihrer Reche bereits ausgeschöpft haben und zudem alle entstehenden Kosten tragen. Für den WLAN-Betreiber soll die Maßnahme zumutbar und verhältnismäßig sein, doch auch das führen einer schwarzen Liste ist nichts anderes als das Einführen einer Zensur durch die Hintertür. Andere bürokratische Hindernisse wie eine Verschlüsselung oder Nutzerregistrierung wären dafür vom Tisch. Schon am 12. Mai 2017 hatte der Bundesrat seine Zustimmung signalisiert, doch der endgültige Segen lässt noch auf sich warten.

 
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SoundCloud halbiert seine Belegschaft

reported by doelf, Sonntag der 09.07.2017, 13:28:09

Die Musikplattform SoundCloud, welche in Form eines sozialen Netzwerks als Schnittstelle zwischen Musikern und Fans dient, entlässt schätzungsweise die Hälfte ihrer Mitarbeiter. Dieser Schritt sei notwendig, um die Kosten zu reduzieren, profitabel zu werden und eine unabhängige Zukunft des Unternehmens sicherzustellen, erklärt CEO Alex Ljung.

Alex Ljung hatte SoundCloud im Jahr 2007 zusammen mit dem Musiker Eric Wahlforss in Berlin gegründet. Als Rechtsform wurde die britische Limited gewählt, weshalb als Unternehmenssitz anfangs London geführt wurde und in Berlin offiziell nur eine Zweigniederlassung war. Nach einer internationalen Expansion will sich SoundCloud in Zukunft auf zwei Standorte - Berlin und New York - beschränken. In einem Interview mit gruenderszene.de, welches am 7. Dezember 2016 veröffentlicht wurde, hatte Ljung die Zahl seiner Mitarbeiter auf "über 350" beziffert. Nun sollen 173 entlassen werden, was demnach rund die Hälfte der Belegschaft bedeutet. Das ist ein mächtiger Einschnitt.

Zugleich berichtet Ljung, dass SoundCloud seinen Umsatz binnen zwölf Monaten mehr als verdoppeln konnte, nennt aber keine konkreten Zahlen. Da die Stellenstreichungen den Schritt in die Gewinnzone ebenen sollen, arbeitet das Unternehmen augenscheinlich noch immer defizitär. SoundClouds monatliche Nutzerzahl liegt seit Jahren bei "mehr als 175 Millionen" und diese Angabe war laut Ljung auch im Dezember 2016 noch aktuell. Das Umsatzwachstum stammt vermutlich aus dem 2016 eingeführten Dienst "SoundCloud Go", der sich in seiner kostenlosen Variante über Werbung finanziert. Alternativ gibt es ein Abonnement für 9,99 Euro pro Monat, das ohne Werbung auskommt und den Download von Musikstücken erlaubt. Und nur die zahlenden Kunden können auf alle 135 Millionen Titel zugreifen.

 
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Samsung stellt 70 Prozent mehr Gewinn in Aussicht

reported by doelf, Sonntag der 09.07.2017, 12:12:00

Samsung hat einen Ausblick auf seine Geschäftsergebnisse des zweiten Quartals 2017 gegeben und diese versprechen ein deutliches Umsatzplus sowie einen rasanten Gewinnanstieg im hohen zweistelligen Bereich. Die endgültigen Zahlen wird der südkoreanische Elektronikriese allerdings erst am 27. Juli 2017 präsentieren.

Wie aus Samsungs Mitteilung hervorgeht, soll sich der Quartalsumsatz zwischen 59 Billionen und 61 Billionen Won (ca. 44,84 Milliarden bis 46,36 Milliarden Euro) bewegen. Verglichen mit den 50,94 Billionen Won des zweiten Quartals 2016 würde dies eine Steigerung von 15,82 bis 19,75 Prozent bedeuten. Samsungs Schätzungen für den operativen Gewinn bewegen sich zwischen 13,9 Billionen und 14,1 Billionen Won (ca. 10,564 Milliarden und 10,716 Milliarden Euro) nach lediglich 8,14 Billionen Won im Vorjahreszeitraum. Damit würde der operative Gewinn zwischen 70,76 und 73,22 Prozent in die Höhe katapultiert.

 
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DRAM: Leichter Preisanstieg

reported by doelf, Mittwoch der 05.07.2017, 14:20:54

Nachdem die Hersteller von DRAM-Chips ihre Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2016 gedrosselt hatten, kam es am Spot-Markt in Taiwan zu einem sprunghaften Anstieg der Kurse. Dieser dauerte bis Anfang Februar 2017 an. Im März blieben die Preise dann weitgehend stabil, im April sind sie etwas gefallen und im Laufe des Juni ging es wieder etwas nach oben.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2133 8Gb 1Gx8 musste man gestern im Schnitt 6,559 US-Dollar auf den Tisch legen. Das sind 2,63 Prozent mehr als Anfang Juni sowie ein Aufschlag von 14,51 Prozent verglichen mit dem Kurs Anfang Januar. Seit Oktober 2016 haben sich diese Chips sogar um schmerzhafte 51,65 Prozent verteuert.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133 4Gb 512Mx8, kostet momentan 3,285 US-Dollar. Binnen Monatsfrist ist diese Variante um 2,15 Prozent teurer geworden. Der Vergleich mit Januar offenbart einen Preisanstieg um glatt 16 Prozent und wenn wir Oktober 2016 als Ausgangspunkt nehmen, sind es sogar 51,59 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600 4Gb 512Mx8, werden aktuell 3,060 US-Dollar gezahlt. Mit 6,14 Prozent sehen wir hier die deutlichste Verteuerung binnen Monatsfrist. Seit Januar sind die Kurse für diesen Speichertyp nur um 9,56 Prozent geklettert, die Teuerungsrate seit Oktober 2016 beläuft sich auf 47,40 Prozent.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Dank Donald Trumps "großartiger" Wirtschaftspolitik war ein Euro gestern 1,1348 US-Dollar wert und notierte damit um 0,58 Prozent höher als Anfang Juni. Seit Jahresbeginn ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar um 7,86 Prozent gestiegen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

 
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Mal was Neues: Fake Börsenkurse

reported by doelf, Dienstag der 04.07.2017, 23:33:31

Kurz nachdem die Wall Street ihre Tore für den Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten geschlossen hatte, spielten die Bildschirme der Händler verrückt und zeigten unglaubliche Kurssprünge für bekannte Unternehmen. Apples Aktie war demnach um 348 Prozent gestiegen und die von Microsoft um 79,1 Prozent. Amazons Wertpapier fiel zeitweise um 87,24 Prozent und Zyngas schloss um 3.292 Prozent in die Höhe.

Offenbar hatten Drittanbieter nach dem Börsenschluss an der Wall Street interne Test-Daten der Technologiebörse Nasdaq verbreitet. Diese Tests führt der Betreiber der Börse täglich durch, doch normalerweise gelangen die fiktiven Kursbewegungen nicht nach außen. Anscheinend hatte der um drei Stunden vorgezogene Börsenschluss zu diesem Fehler geführt, der abgesehen von Irritationen keine weiteren Folgen hatte, denn es wurden keine Transaktionen zu den utopischen Kursen durchgeführt.

 
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Microsoft reorganisiert Verkauf und streicht weitere Jobs

reported by doelf, Dienstag der 04.07.2017, 23:12:07

Donald Trump versprach den Amerikanern "Jobs, Jobs, Jobs", doch zumindest bei Microsoft wird auch weiterhin das Streichkonzert den Ton angeben. Am Montag hatte das Unternehmen in einem Memo an seine Mitarbeiter die Neuordnung von Verkauf und Marketing verkündet. Und während im Memo keine Stellenstreichungen genannt wurden, werden nach Angaben eines Insiders tausende Arbeitsplätze wegfallen.

Dies berichtet Bloomberg und verweist dabei auf eine Quelle, die mit Microsofts Plänen vertraut ist. Die Quelle will nicht namentlich genannt werden, weil der Software-Riese den erneuten Arbeitsplatzabbau noch nicht offiziell verkündet hat. Laut Memo wird der Geschäftskundenbereich in zwei Segmente - Großkunden und mittelgroße Kunden - aufgespalten. Microsoft unterscheidet dabei sechs Kundenarten - Herstellung, Finanzdienstleistungen, Einzelhandel, Gesundheit, Bildung und Regierungen - sowie vier Kategorien - moderner Arbeitsplatz, Geschäftsanwendungen, Apps und Infrastruktur sowie Daten und künstliche Intelligenz (AI). Ziel der Neuordnung ist es, die Cloud- und AI-Produkte zu priorisieren. In diesem Bereich sieht Microsoft Marktchancen mit einem Volumen von 4,5 Billionen US-Dollar.

Die Verbraucher- und Geräteverkäufe werden in sechs Regionen aufgeteilt. Hier geht es um Windows, Office 365, die Surface-Familie und die Xbox, aber auch um das Internet der Dinge, Augmented Reality sowie künstliche Intelligenz. In den Konsumenten soll der "Wunsch nach den gleichen Kreativitätswerkzeugen" geweckt werden, welche die Menschen von ihrem Arbeitsplatz kennen. Zudem will Microsoft seine Präsenz im Gaming-Markt verstärken, beispielsweise durch neue Inhalte für Mixed bzw. Augmented Reality.

 
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Linux 4.12 ist da: AMD Vega und Live-Patching

reported by doelf, Dienstag der 04.07.2017, 00:53:35

Der Linux-Kernel ist in der stabilen Version 4.12 verfügbar. Diese erweitert das "Kernel Live Patching" (KLP) mit dem Ziel, in Zukunft alle Sicherheitslücken im laufenden Betrieb stopfen zu können. Bisher greifen die Änderungen aber nur auf x86-Systemen. Eine weitere wichtige Neuerung ist die Unterstützung für AMDs frisch vorgestellte Vega-Grafikkarten.

Grafik, Sound und USB-C
AMDs Vega-Serie wird von Linux 4.12 über den Amdgpu-Treiber unterstützt. Bisher bietet AMD allerdings noch keine Modelle für Spieler an, sondern setzt mit der "Radeon Vega Frontier Edition" auf Profis, welche auf den Karten primär rechnen wollen. Die stört es dann auch nicht, dass der aktuelle Treiber noch keine Bildschirme ansteuern kann. Auf Seiten NVIDIAs bringt ein neuer Nouveau-Treiber 3D-Beschleunigung für die Modelle der 1000er-Serie (Pascal) - jetzt inklusive der GeForce GTX 1050 (GP107). Der Grafiktreiber für Intel (i915) unterstützt "Atomic Modesetting" - er kann damit vorab testen, ob der gewünschte Modus überhaupt unterstützt wird. Und dank "Explicit Fencing" zeichnen Intel-GPUs unterschiedliche Ebenen nun zeitgleich auf den Monitor. Wer noch das veraltete "Open Sound System" (OSS) verwendet, hat ein Problem, denn dieses lässt sich bei Linux 4.12 nicht mehr aktivieren. Es soll in Kürze komplett aus dem Kernel entfernt werden. Es gibt auch Verbesserungen rund um USB-C, die allerdings nur dann von Bedeutung sind, wenn die entsprechenden Funktionen nicht über eine spezifische Firmware geregelt werden.

Rund um die Datenträger
Mit "Budget Fair Queueing" (BFQ) sollen Festplattenzugriffe beschleunigt werden. Dabei wird den Prozessoren tatsächlich ein Budget für I/O-Operationen zugeteilt und zugleich eine komplexe Priorisierung vorgenommen. Anwendungen, mit denen der Nutzer interagiert, werden von BFQ ebenso bevorzugt wie Lesezugriffe und Prozesse, die in Echtzeit laufen. Hintergrundaufgaben lässt BFQ dafür etwas schleifen. Für den Einsatz mit SSDs scheint BFQ weniger geeignet zu sein. Ebenfalls neu ist ein weiterer I/O-Scheduler namens Kyber, welcher primär auf über PCIe-angebundene SSDs zielt. Kyber arbeitet mit mehreren Warteschlagen und priorisiert ebenfalls die Lesezugriffe. Das neue "Partial Parity Log für MD RAID 5" (RAID5-PPL) schützt RAID-5-Konfigurationen vor Datenverlusten, bremst die Leistung der Datenträger aber auch um ein gutes Drittel aus. Andere Änderungen versprechen indes Performance-Gewinne für RAID-5- und RAID-6-Verbünde. Beim Dateisystem Btrfs soll es Fortschritte hinsichtlich RAID 5 und 6 geben und bei CIFS soll das Mounten von SMB-Freigaben durch macOS zuverlässiger funktionieren.

Für Ubuntu schon verfügbar
Wer eine auf Ubuntu basierende Distribution verwendet, kann die offiziellen Linux-Kernel (Mainline-Kernel) ganz leicht manuell installieren. Der Mainline-Build des Kernel 4.12 ist bereits verfügbar und war zudem erfolgreich. Welche Dateien man benötigt und wie man diese installiert erklärt ein ausführlicher Beitrag in unserem Forum.

 
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Windows 10 Insider Preview Build 16232 für PC und Build 15228 für Mobile

reported by doelf, Montag der 03.07.2017, 20:22:32

Seit ein paar Tagen liegen neue Builds von Windows 10 für Insider im Fast-Ring bereit. Für PCs gibt es den Build 16232 und für Smartphones den Build 15228, wobei die unterschiedlichen Nummern unterstreichen, dass sich die beiden Entwicklungsstände hinsichtlich OneCore immer noch unterscheiden. Alle wesentlichen Neuerungen drehen sich diesmal um das Thema Sicherheit.

Der Mobile-Build 15228
Kommen wir zunächst zum Mobile-Build 15228, denn dieser ist schnell abgehandelt: Benachrichtigungen über eingegangene SMS und Kalendereinträger werden nun wieder an alle Tracker von Fitbit weitergeleitet und die Bluetooth-Anbindung für Wearables von Garmin wurde verbessert. Es konnte vorkommen, dass die Kamera während der Vorschau und Aufnahme einen um 30 Prozent erhöhten Stromverbrauch verursachte. Dieser Bug wurde ebenso beseitigt wie ein Wiedergabefehler beim Abspielen von Videos im Querformat und Abstürze bei Verwendung der Foto-App. Auch generell will Microsoft die Stabilität verbessert haben und berichtet von der Korrektur der häufigsten Absturzursachen. Hatte ein Administrator ActiveSyncCSP zum Bereitstellen von E-Mail-Konten auf Geräten mit Windows 10 Creators Update verwendet, ohne ein gültiges Passwort bereitzustellen, wurde das E-Mail-Konto von Servern mit einer begrenzten Zahl von Anmeldeversuchen ausgesperrt. Dies soll jetzt nicht mehr vorkommen.

PC-Build 16232: Die Sicherheit
Beim Windows 10 Insider Preview Build 16232 geht es, wie eingangs angekündigt, nur um das Thema Sicherheit. Bei Windows 10 Enterprise sorgt der Windows Defender Application Guard (WDAG) dafür, dass Applikationen abgekapselt in sogenannten Sandkisten laufen. Für den Edge-Browser hatte dies bisher den Nachteil, dass Lesezeichen, Cookies und Passwörter am Ende der Sitzung gelöscht wurden. Nun bleiben diese Daten für zukünftige Edge-Sitzungen erhalten (Data Persistence), während der Host auch weiterhin nicht auf sie zugreifen kann. Zur Aktivierung der "Data Persistence" muss eine entsprechende Gruppenrichtlinie erstellt werden, standardmäßig ist diese Option deaktiviert.

Data Persistence

Eine weitere Neuerung ist die "Exploit Protection", welche sich im "Windows Defender Security Center" in der Rubrik "App & Browser" befindet. Sie dient als Nachfolger für die optionale Software "Enhanced Mitigation Experience Toolkit" (EMET), welche unter Profis sehr beliebt ist, von normalen Benutzern aber kaum wahrgenommen wird. Microsoft wird EMET zum 31. Juli 2018 einstellen und dessen Funktionalität in Windows integrieren. Momentan kann man das Laden potentiell gefährlicher Bilder und das Ausführen verdächtiger Funktionen unterbinden. Weiterhin ist es möglich, die Speicherverwürfelung (Address Space Layout Randomization, kurz: ASLR) für Bilder zu erzwingen. Diese drei Maßnahmen erschweren es Angreifern, eigenen Code einzuschleusen und diesen gezielt anzuspringen.

Exploit Protection

Insbesondere gegen Verschlüsselungs- und Löschtrojaner soll die neue Zugriffskontrolle für Ordner helfen. Für geschützte Ordner wird eine Liste mit Apps hinterlegt, welche die darin befindlichen Daten verändern dürfen. Versucht eine andere Software diese Daten zu verändern, erscheint eine Warnung. Standardmäßig schützt Windows 10 die vier Ordner "Dokumente", "Bilder", "Videos" und "Desktop", weitere Verzeichnisse kann man manuell ergänzen. Es ist allerdings nicht möglich, die von Hause aus geschützten Ordner zu entsperren. Auch Netzwerkfreigaben und zugeordnete Laufwerke werden unterstützt, man kann aber noch keine Umgebungsvariablen oder Platzhalter verwenden.

Zugriffskontrolle

PC-Build 16232: Fehler
Zuweilen scheitert das Update auf den Windows 10 Insider Preview Build 16232 mit dem Fehler-Code 0x80070643, bisher kann Microsoft hierfür noch keine Lösung anbieten. Dafür ist es nun nicht mehr notwendig, den .NET-Framework 3.5 vor dem Update zu entfernen. Eine Absturzschleife von ctfmon.exe bei Texteingaben im Startmenü und in UWP-Apps wurde beseitigt. Word 2016 stürzt nicht mehr ab, wenn man eine Stifteingabe vornehmen will, und Spiele wie "Mass Effect 3" verkraften nun wieder einen Task-Wechsel. Die Batterieanzeige funktioniert derzeit nicht bei allen Notebooks und einige UWP-Apps, darunter Twitter, fliegen gleich beim Start ab. Zum Abschluss noch ein genereller Hinweis bezüglich der vorinstallierten Apps: Diese lassen sich vorläufig nicht mehr über den Windows Store aktualisieren, damit alle Tester mit dem selben Versionsstand arbeiten.

 
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Linux Mint 18.2 (Codename: Sonya) ist fertig

reported by doelf, Montag der 03.07.2017, 13:54:34

Linux Mint 18.2 (Codename: Sonya) ist fertig und liegt in den drei Geschmacksrichtungen KDE, Xfce und Mate zum Download bereit. Neben der 64-Bit-Version ist auch eine 32-Bit-Variante erhältlich. Sonya basiert, wie ihre Schwestern Serena (Mint 18.1) und Sarah (Mint 18.0), auf Ubuntu 16.04 (Xenial) und genießt Langzeitunterstützung bis April 2021.

KDE Plasma 5.8 bringt einen neuen Anmeldebildschirm, welcher den Start mit dem Herunterfahren des Systems vereinigt. Obwohl die Optik gestrafft wurde, bietet sie mehr Möglichkeiten zur Individualisierung - beispielsweise in Form animierter Hintergrundbilder. KDE unterstützt Sprachen wie Arabisch und Hebräisch, die von rechts nach links geschrieben werden, besser und spiegelt hierfür die Dialogfenster. Auch andere Bedienelemente wandern dann von links auf die rechte Seite.

Linux Mint 18.2 KDE

Die Applets zum Umschalten des virtuellen Desktops und für die Fensterliste wurden umgeschrieben und nutzen nun das mit Plasma 5.7 eingeführte Task-Manager-Backend - das spart Zeit und Arbeitsspeicher. Die Mediensteuerung wurde ins Kontextmenü des Task-Managers integriert und mit Global-Shortcuts lassen sich ab sofort auch spezielle Aufgaben innerhalb von Programmen anspringen. Auch die gleichzeitige Nutzung mehrerer Anzeigegeräte wurde verbessert, wobei Qt 5.6.1 insbesondere die Verwendung von Docking-Stationen und Projektoren erleichtern dürfte.

Bei Xfce wurde das Applikationsmenü Whisker auf die Version 1.7.2 aktualisiert, bei der man die Launcher direkt aus dem Kontextmenü heraus bearbeiten kann. Die Applikationen laden schneller und die Kategorien lassen sich über die Einstellungen verbergen. Auch die Übersetzungen wurden überarbeitet. Der Fenstermanager xfwm liegt in der Version 4.13 vor, welche VSync unterstützt und die beim Zoomen auch den Cursor skaliert. Die Bluetooth-Unterstützung namens Blueberry und der Texteditor Xed wurden ebenso weiterentwickelt wie die Medienwiedergabe über den Xplayer, die Fotoverwaltung Pix, der PDF-Viewer Xreader und der Bildbetrachter Xviewer.

Linux Mint 18.2 Xfce

Die Geschmacksrichtung Mate enthält die Version 1.18 des Desktops, welche vollständig mit GTK3 erstellt wurde. Als Abspaltung von Gnome 2 war Mate seinerzeit auf Basis von GTK2 gestartet. Wie bei Xfce wurde auch bei Mate die Bluetooth-Unterstützung Blueberry verbessert. Zu den Neuerungen gehören ein Stack-Umschalter, OBEX-Dateiübertragungen sowie ein leichteres Ändern des Bluetooh-Namens. Weitere Parallelen zu Xfce zeigen sich bezüglich der weiterentwickelten Programme, darunter der Texteditor Xed, die Medienwiedergabe Xplayer, die Fotoverwaltung Pix, der PDF-Viewer Xreader und der Bildbetrachter Xviewer.

Linux Mint 18.2 Mate

Alle drei Desktop-Umgebungen profitieren von allgemeinen Verbesserungen wie dem überarbeiteten Update-Manager, der verfügbare Updates in fünf Risikokategorien unterteilt. In der ersten Ebene finden sich reine Applikations-Updates ohne irgendwelche Auswirkungen auf das System. Die meisten Updates fallen allerdings in die ebenfalls recht harmlose Kategorie zwei. Werkzeuge, Desktops und allgemeine Bibliotheken bergen ein höheres Risiko und wurden daher der dritten Kategorie zugeteilt. Kernel- und System-Updates, darunter auch Ubuntus HWE-Kernel, werden aufgrund ihrer weitreichenden Auswirkungen in die vierte Ebene einsortiert und bei der seltenen Klasse 5 ist äußerste Vorsicht geboten. Darüber hinaus sind die einzelnen Pakete und ihre Bedeutung besser dokumentiert, hierzu gibt es auch eine neue Hilfe-Sektion. Und mit Hilfe des neuen "mintupdate-tool" lassen sich Updates über Scripte automatisieren. Fremde Paketquellen kann man jetzt auf einen Schlag entfernen und es gibt wieder neue Hintergrundbilder. Die Beta-Version von Linux Mint 18.2 basiert auf dem Kernel 4.8.0-53 und umfasst die Linux-Firmware 1.157.10.

Download:

 
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Marktanteile: AMD holt auf (aber keine 10,4 Prozent)

reported by doelf, Montag der 03.07.2017, 11:57:50

Im Netz ist zu lesen, dass AMD zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2017 satte 10,4 Prozent Marktanteil von Intel zurückgewinnen konnte. Dabei verweisen die Autoren auf PassMark, den Hersteller einer Benchmark-Software, welcher eine eigene Datenbank führt. Zur Bestimmung von Marktanteilen ist diese allerdings nur bedingt zu gebrauchen und auch die genannten Zahlen sind alles andere korrekt!

Mit der zur Grunde liegenden Datenbank haben wir gleich mehrere Probleme: PassMark betrachtet keine Verkaufszahlen, sondern lediglich die von Benutzern übermittelten Messergebnisse. Wenn also jemand im Juni 2017 Messergebnisse für eine im Januar 2012 gekaufte CPU übermittelt, wird diese für Juni 2017 gezählt. Zudem werden bei PassMark in erster Linie Messungen mit schnellen Prozessoren eingereicht, denn deren Käufer sind überhaupt an den Ergebnissen einer Benchmark-Software interessiert. Die typischen Büro-PCs bleiben ebenso außen vor wie der Großteil der Computernutzer, der von PassMark noch nie etwas gehört hat und der Benchmark-Tabellen bestenfalls aus einer Computerzeitung kennt. Hinzu kommt, dass die Leistungsmessung nur unter Windows durchgeführt werden kann und somit Computer, auf denen macOS oder Linux laufen, gar nicht berücksichtigt werden. Dies gilt auch für alle CPU-Architekturen abseits von x86.

Was sich aus PassMarks Datenbank ablesen lässt, ist lediglich ein erhöhtes Messaufkommen bei Prozessoren von AMD. Dies deutet darauf hin, dass AMD in den vergangenen Monaten mehr leistungsstarke CPUs absetzen konnte. Und das primär im DIY-Markt, denn OEM-Systeme sind erst in den letzten Wochen in den Handel gekommen. Zu beachten ist auch, dass der deutlichste Sprung für das dritte Quartal 2017 angegeben wird und dieses gerade erst begonnen hat. Da die Quartalszahlen laut Passmark jeweils für den gesamten Zeitraum angegeben werden, sind die unter Q3 vermerkten Werte noch nicht endgültig!

Hier nun die Zahlen (die Aussagekraft für Q3 geht, wie oben erläutert, gegen Null):

Bild

Die Q3-Zahlen von gestern hatten AMD einen Zugewinn von 10,4 Prozent und einen Marktanteil von 31,0 Prozent bescheinigt. Heute liegt AMDs Zugewinn aber nur noch bei 5,6 Prozent und der Marktanteil bei 26,2 Prozent. Und das ist auch logisch, denn nach zwei bzw. drei Tagen können sich die Zahlen für ein ganzes Quartal noch nicht gefestigt haben und somit ist es ausgesprochen unsinnig, solche Werte kopflos durchs Netz zu treiben. Das sind schon fast Fake-News, wenn wir diesen Modebegriff an dieser Stelle einmal bemühen dürfen.

Fest stehen indes die Zahlen für das abgeschlossene zweite Quartal, doch die sind weit weniger spektakulär. Sie besagen, dass AMD seinen Marktanteil um 2,5 Punkte auf 20,6 Prozent ausbauen konnte und Intel um 2,6 Punkte auf 79,3 Prozent abgerutscht ist. Auch diese Werte sagen herzlich wenig über die tatsächlichen Verkaufszahlen aus, doch zumindest unterstreichen sie eine Tendenz zu Gunsten von AMD.

 
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Marktanteile: Windows 10 tritt auf der Stelle

reported by doelf, Sonntag der 02.07.2017, 23:27:57

Im Mai 2017 hatte Windows 10 seinen Marktanteil laut NetMarketShare um 0,50 Punkte ausbauen können, doch im Juni waren es nur noch 0,02 Punkte. Mit 26,80 Prozent verharrt Microsoft aktuelles Betriebssystem somit auf dem zweiten Platz hinter seinem Urgroßvater Windows 7, der 49,04 Prozent (-0,42) des Marktes hält. Überraschungen gibt es erst ab Platz drei.

Marktanteile im Juni

Nach dem Angriff mit dem Verschlüsselungstrojaner WannaCry waren die Marktanteile von Windows XP und Vista im Mai abgestürzt. XP war von 7,04 auf 5,66 Prozent sowie auf den vierten Rang abgerutscht, doch nun ist der Oldie zurück auf Platz drei und mit 6,94 Prozent (+1,28) wieder fast so stark wie im April. Damit ist Windows XP der unerwartete Gewinner des Monats Juni! Windows 8.1 hat indes 0,34 Punkte eingebüßt und liegt mit 6,40 Prozent nur noch auf Position vier. Auf Rang 5 findet sich mit macOS 10.12 das erste Betriebssystem, welches nicht aus Redmond kommt. Doch nach Monaten des stetigen Wachstums hat macOS 10.12 im Juni 0,10 Punkte verloren und hält nur noch 3,49 Prozent des Marktes.

Für das freie Betriebssystem Linux reicht es wieder nur für Platz sechs, dennoch war es der zweite Gewinner im Juni. Denn Linux konnte sich binnen Monatsfrist um 0,37 Punkte steigern und erzielte einen Marktanteil von 2,36 Prozent. Auf Platz 7 folgt Windows 8 mit einem Marktanteil von 1,37 Prozent (-0,22) vor Mac OS X 10.11 mit 1,23 Prozent (-0,09) und Mac OS X 10.10 mit 0,81 Prozent (-0,06). Im Gegensatz zu XP konnte sich Windows Vista im Juni nicht mehr berappeln und fiel weiter auf 0,53 Prozent (-0,05) zurück. Vista erhält seit Mai keine neuen Sicherheits-Updates mehr.

Außerhalb der Top 10 finden sich Windows NT (0,41%) sowie Mac OS X 10.4 bis 10.9 (zusammen 0,57%) und Windows 2000 (0,01%). Mit macOS 10.13 (High Sierra) wird Apples kommendes Desktop-OS zwar schon geführt, doch dieses konnte im Juni noch keine Marktanteile für sich verbuchen. Das ist nicht verwunderlich, denn die erste öffentliche Beta-Version von macOS 10.13 wurde erst am 30. Juni 2017 freigegeben.

 
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Firefox 54.0.1 behebt sechs Fehler

reported by doelf, Sonntag der 02.07.2017, 19:36:27

Mit der Veröffentlichung des Firefox 54.0.1 haben Mozillas Entwickler sechs Fehler korrigiert. Repariert wurde beispielsweise die Wiedergabe von Netflix unter Linux, welche nach dem Update auf den Firefox 54.0 nicht mehr möglich war. Vermutlich waren auch andere Streaming-Dienste mit kopiergeschützten Videos betroffen. Unter macOS kann man nun wieder PDF-Dateien drucken und speichern, ohne dass nur leere Seiten ausgegeben werden.

Die restlichen Probleme drehen sich allesamt um Tabs: Tab-Titel wurden immer von links nach rechts ausgeblendet, was bei Sprachen, deren Schrift von rechts nach links verläuft, sehr unglücklich ist. Dieser Bug wurde ebenso behoben wie ein weiterer Fehler bei rechts beginnenden Schriften, der zu einer fehlerhaften Fokussierung der Tab-Titel führte. Auch der Umstand, dass während des Ladens von Tabs gar kein Verlaufeffekt auf die Titels angewendet wurde, konnte berichtigt werden. Weiterhin konnte es vorkommen, dass beim Öffnen eines Downloads in einem neuen Tab oder auf einer neuen Seite der falsche Tab automatisch geschlossen wurde. Dies geschah allerdings nur, wenn die Seite mit dem Download zuvor von einer anderen Seite automatisch geöffnet worden war.

Download: Firefox 54.0.1

 
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Freies WLAN jetzt wirklich ohne Störerhaftung

reported by doelf, Freitag der 30.06.2017, 14:51:23

Im dritten Anlauf ist sie endlich gefallen: Die Störerhaftung. Die Betreiber frei zugänglicher WLAN-Zugangspunkte sind in Zukunft vor Abmahngebühren und Schadenersatzforderungen geschützt. Damit erfüllte der Bundestag heute Vorgaben, welche der Europäische Gerichtshof schon im September 2016 gestellt hatte. Im Gegenzug sieht die Novellierung des Telemediengesetzes erstmals Websperren vor.

Weder Verschlüsselung noch Nutzerregistrierung - aber Websperren
Sollte es zu wiederholten Rechteverletzungen kommen, können die Rechteinhaber eine Sperrung der rechtswidrigen Internetangebote verlangen. Es geht also nicht um eine Sperrung des WLAN-Zugangspunkts oder bestimmter WLAN-Benutzer, sondern um die Blockade jener Internetseiten und -dienste, über die die illegale Verbreitung der urheberrechtlich geschützte Inhalte stattfindet. Die Rechteinhaber müssen die zu sperrenden Angebote konkret benennen, alle anderen Möglichkeiten zum Durchsetzen ihrer Reche bereits ausgeschöpft haben und alle entstehenden Kosten tragen. Für den WLAN-Betreiber soll die Maßnahme zumutbar und verhältnismäßig sein. In der Praxis geht es also darum, auf Verlangen der Rechteinhaber eine schwarze Liste auf dem Router zu führen. Andere bürokratische Hindernisse sind dafür endgültig vom Tisch: So dürfen die Behörden den Betrieb von WLAN-Angeboten nicht verbieten und dem Betreiber weder Verschlüsselung noch Nutzerregistrierung auferlegen.

Hintergrund: Was ist die Störerhaftung?
Die Störerhaftung ist eine Absurdität der deutschen Gesetzgebung, welche Dienstanbieter für die Vergehen ihrer Kunden haftbar macht. Zur Begründung wird dabei angeführt, dass der Betreiber alleine durch das Anbieten seines Dienstes den Missbrauch desselben ermöglicht habe. Auf den Straßenverkehr übertragen, müssten Gemeinden, Städte, Länder und der Bund für die Verkehrsverstöße der Verkehrsteilnehmer haften, weil sie ein Straßennetz betreiben. In der Praxis hat die Störerhaftung hierzulande den Ausbau offener WLAN-Zugangspunkte massiv behindert, denn die Betreiber von Gastronomie und Geschäften befürchten teure und zeitraubende Rechtsstreitigkeiten.

Mutlose Neufassungen
In ihrem Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und SPD festgelegt, die WLAN-Wüste Deutschland in einen Garten Eden zu verwandeln. Den ersten Anlauf machte der damalige Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel im Jahr 2015. Der SPD-Politiker wollte die Betreiber von freien WLAN-Netzen verpflichten, den Zugang sicher zu verschlüsseln, alle Nutzer namentlich zu registrieren und von diesen eine rechtsverbindliche Nutzungserklärung einzuholen. Mit einem offenen WLAN hatte das alles wenig zu tun und die Novelle sah auch keine Abschaffung der Störerhaftung vor. Es folgte ein monatelanger Streit zwischen den Koalitionsparteien, in den erst wieder Bewegung kam, als sich der Europäische Gerichtshof mit dem Problem befassen musste.

Gabriels Vorlage wurde überarbeitet und die verpflichtende Verschlüsselung samt Nutzerregistrierung gestrichen. Doch auch der zweite Versuch entpuppte sich als unzureichend, denn im Gesetzestext wurde die Störerhaftung mit keinem Wort erwähnt. Es gab nur eine Klarstellung, dass die Anbieter von WLAN-Netzen zur Gruppe der Diensteanbieter gehören, sowie eine Absichtsbekundung in der rechtlich nicht bindenden Gesetzesbegründung. Im Falle einer Urheberrechtsverletzung durch Benutzer können die Betreiber offener WLAN-Netze nach wie vor abgemahnt und seitens der Urheber Unterlassungsansprüche geltend gemacht werden. Erst wenn der Fall vor einem Gericht landet, kann sich der Beklagte auf die Gesetzesbegründung berufen und auf einen verständnisvollen Richter hoffen. Dieser kann der Begründung nämlich folgen, muss dies aber nicht. Rechtssicherheit sieht anders aus!

Das Urteil des EuGH
Im September 2016 fällte der Europäische Gerichtshof sein Urteil zur deutschen Störerhaftung und stellte darin fest, dass der Anbieter eines offenen WLAN-Zugangs nicht für Rechtsverstöße seiner Nutzer haftbar gemacht werden kann. Da die aktuelle Fassung des Telemediengesetzes die Störerhaftung nicht regelt, wurde eine Überarbeitung erforderlich. Allerdings konnten die Richter auch der ersten Neufassung von Sigmar Gabriel etwas abgewinnen, denn die Verschlüsselung des WLAN-Zugangs und die Registrierung der Benutzer bewerteten sie als zumutbare Maßnahmen zur Unterbindung von Rechtsverletzungen. Eine solche Absicherung sei aber erst dann erforderlich, wenn sie von einem Gericht aufgrund bereits erfolgter Verstöße verhängt wird. Einige Unionspolitiker witterten allerdings die Möglichkeit, nun doch noch einen Verschlüsselungs- und Registrierungszwang ins Gesetz zu schreiben und so zog sich die Novellierung des Telemediengesetzes unnötig lange hin.

 
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LibreOffice 5.4 RC 1 offiziell verfügbar

reported by doelf, Freitag der 30.06.2017, 13:33:03

In der Woche vom 24. bis zum 30. Juli 2017 soll das finale LibreOffice 5.4 veröffentlicht werden und jetzt liegt der erste Veröffentlichungskandidat auch offiziell zum Download bereit. Seit der Alpha-Phase der Entwicklung wurden 324 Fehler beseitigt, darunter 42 potentielle Absturzursachen. Etliche Verbesserungen betreffen die Textverarbeitung "Writer" und die Tabellenkalkulation "Calc".

Writer:
Die Unterstützung für AutoText, welche bisher auf .dot- und .doc-Dateien beschränkt war, wird mit LibreOffice 5.4 auf .dotx und .dotm ausgeweitet. Im Kontextmenü gibt es die neuen Einträge "Bereich bearbeiten" und "Fuß- und Endnote", welche natürlich nur zur Verfügung stehen, wenn man in einen entsprechenden Bereich klickt.

Listen

Listen, ob mit Aufzählungszeichen oder Nummerierung, bleiben beim Kopieren und Einfügen besser erhalten. Dies gilt für die Aufzählungszeichen sowie für das Einrücken der einzelnen Einträge. Der völlig veraltete Web-Wizard wurde entfernt, der normale HTML-Export ist hiervon nicht betroffen.

Calc:
ZellschutzIst in den "Optionen" für "Allgemeine Berechnungen" die Auswahl "Genauigkeit wie angezeigt" aktiv, muss man sich auf deren Umsetzung auch verlassen können. Dies war bisher leider nicht immer der Fall, weshalb hier nachgebessert wurde. Der Benutzer kann die Priorität für die Regeln zur "Bedingten Formatierung" ändern, Calc merkt sich die Einstellungen für den CSV-Export und in der Werkzeugleiste gibt es ein Vorhängeschloss-Symbol, mit dem sich Zellen sperren lassen. Bei geschützten Tabellen ist es neuerdings möglich, Spalten und Zeilen hinzuzufügen und diese auch wieder zu entfernen. Die geschützten Zellen bleiben dabei unangetastet. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, alle Kommentare anzuzeigen, zu verbergen oder zu löschen. Calc akzeptiert nun auch negative Jahreszahlen gemäß ISO 8601.

Dateifilter:
Beim .xlsx-Export wurden Probleme mit der Ab- und Aufrundungsfunktion behoben und beim XML-Import wurde die Rowset-Eigenschaft (ADO) ergänzt. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für das Web-Query-Format (.iqy) und es gibt zahlreiche Verbesserungen für Vektorgrafiken des Typs EMF+, welches von zahlreichen Microsoft-Formaten (.doc, .docx, .xls, .xlsx, .ppt) genutzt wird. Zur Anzeige eingefügter PDF-Bilder greift LibreOffice 5.4 auf pdfium zurück.

Weitere Änderungen:
Nach Rücksprache mit den Benutzern wurde die Standard-Farbpalette überarbeitet. Gestrichen wurde die Unterstützung für Mac OS X 10.8, neue Mindestanforderung für Mac-Nutzer ist somit die Version 10.9. Bei den Sprachen sind Mandschurisch und das damit verwandte Xibenisch hinzugekommen.

Download: LibreOffice 5.4 RC 1 (Pre-Release)

 
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Bundestag beschließt Netzwerkdurchsetzungsgesetz

reported by doelf, Freitag der 30.06.2017, 11:20:35

Der Bundestag hat heute Vormittag das Netzwerkdurchsetzungsgesetz von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) mit den Stimmen von SPD, CDU und CSU angenommen. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat sich enthalten, die Abgeordneten der Linken lehnten das umstrittene Gesetz ab. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz verpflichtet die Betreiber von Internetplattformen zur zeitnahen Löschung von Hassbeiträgen und Gewaltaufrufen.

Nachdem zum Auftakt die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare nach lebhafter Diskussion eine breite Zustimmung verbuchen konnte, erschien das Netzwerkdurchsetzungsgesetz schon fast nebensächlich. Kritiker sehen in dem Gesetz von Heiko Maas eine Verletzung europäischen Rechts sowie ein Zensurinstrument, welches die Entscheidung über die Rechtmäßigkeit von Beiträgen von den Gerichten auf die Plattformbetreiber abwälzt. Die Regierungskoalition bewertet das Gesetz hingegen als Stärkung der Bürgerrechte, da es den Opfern von Beleidigungen und Bedrohungen ein wirksames Werkzeug gegenüber international agierenden Internetplattformen in die Hand gebe. Diese müssen offenkundig strafbare Inhalte zukünftig innerhalb von 24 Stunden löschen, während ihnen für die Bewertung komplexer Inhalte sieben Tage zugestanden werden.

Facebook hatte sich vehement gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz gewehrt und Maas vorgeworfen, dass er die Aufgaben von Staat und Gerichten auf die Betreiber abwälze. Viele Datenschützer und Journalisten sehen dies ähnlich und befürchten eine rigide Zensur durch die Betreiber und malen ein düsteres Bild vom Ende der Redefreiheit. Allerdings hatte auch Heiko Maas nicht unrecht, als er in seinem Plädoyer für das Gesetz darauf hinwies, dass im Internet zuweilen systematisch versucht wird, Andersdenkende durch Beleidigungen, Pöbeleien und offene Drohungen mundtot zu machen. Auch das ist ein Angriff auf die Rede- und Meinungsfreiheit. Wollen Betroffene dann gerichtlich gegen solch rechtswidrige Beiträge vorgehen, erklären die Plattformbetreiber nur allzu oft, dass deutsche Gerichte für sie gar nicht zuständig seien.

Wer wissen möchte, ob ein Netzwerkdurchsetzungsgesetz überhaupt benötigt wird, braucht sich nur auf Facebook und Twitter umzusehen. Auf Facebook wurden Beiträge von Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) mit Kommentaren wie "Halt deine verhurte fresse du abgefuckter haessliger heuchler", "halt die Fresse cem özhurensohn" oder "Er Verpiss dich mistgeburt" beantwortet. Nur einige verschwanden nach etlichen Tagen, andere ließ Facebook stehen. Für Helene Fischer haben die Facebook-Nutzer "Piss dich Alde", "Hure" und "Arschficken" im Angebot. Wer sich tatsächlich die Mühe macht, solche Beiträge zu melden, bekommt in der Regel die Antwort, dass der Inhalt des Kommentars geprüft wurde, dieser aber nicht gegen die Richtlinien des Netzwerks verstoße. Dann bleibt nur noch der langwierige, kostspielige und bisher alles andere als aussichtsreiche Rechtsweg.

Als Betreiber von Au-Ja.de kennen wir beide Seiten. Wir lehnen eine staatliche Zensur ab, doch Beleidigungen, Bedrohungen, Hassbotschaften und Aufrufe zur Gewalt stellen keine vom Grundgesetz geschützten Meinungsäußerungen dar! Sobald ein Beitrag die Rechte Dritter verletzt, besteht Handlungsbedarf. Dass die Betreiber der sozialen Netzwerke diesen Aufwand scheuen, hat unserer Ansicht nach rein monetäre Gründe: Einerseits kosten die Kontrollen Geld, andererseits weisen die Hasskriege hohe Zugriffszahlen auf und spielen reichlich Werbeeinnahmen in die Kassen. Wenn es hingegen darum geht, die prüden US-Amerikaner vor nackten Brüsten zu schützen, funktioniert Facebooks Zensurkeule wunderbar.

Deutsche Amtsgerichte bewerten flapsige Bemerkungen über Gefängnisaufenthalte und Seife als herabsetzende Beleidigung und sprechen den Betroffenen vierstellige Beträge zu, während Facebook Kommentare wie "Gott möge dich elend an Krebs verrecken lassen" als völlig normal und gesellschaftsfähig einstuft. Doch derartige Beiträge werden nicht nur geduldet, Facebook stellt sich aus Datenschutzgründen auch vor die Verursacher. Eine Kultur des Opferschutzes ist bei den sozialen Netzwerken jedenfalls nicht zu erkennen und in den meisten Fällen scheint man die Beschwerden gar nicht ernst zu nehmen. Ob das Netzwerkdurchsetzungsgesetz dies ändern kann, bleibt abzuwarten. Es ist aber ein Ansatz, den unsere europäischen Nachbarn und andere Länder genau beobachten werden.

 
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Petya ist NotPetya und ein reiner Zerstörer

reported by doelf, Donnerstag der 29.06.2017, 21:30:30

Schlechte Nachrichten für die Opfer der aktuellen Trojanerwelle: Der zunächst als Kryptotrojaner Petya erkannte Schädling hat sich inzwischen als eine Weiterentwicklung entpuppt, die gar nicht auf Erpressung aus ist. Stattdessen geht es NotPetya um die Zerstörung von Daten und somit den größtmöglichen Schaden. Das eigentliche Ziel von NotPetya ist die Ukraine.

Die erste Varianten von Petya war im März 2016 aufgetaucht und die sollte tatsächlich Lösegeld von den Opfern erpressen. Auch NotPetya behauptet, die Daten verschlüsselt zu haben und verlangt die Zahlung von 300 US-Dollar in Bitcoins an eine E-Mail-Adresse beim Anbieter Posteo. Posteo hat das fragliche Benutzerkonto inzwischen gesperrt, so dass kein Geld mehr fließen kann. Und das ist auch gut so, denn die Sicherheitsexperten von Kaspersky haben festgestellt, dass es den Entwicklern von NotPetya einzig und alleine um Zerstörung geht: Eine Wiederherstellung der Daten ist weder vorgesehen noch möglich!

Normalerweise generieren Verschlüsselungstrojaner eine eindeutige Kennung (ID), mit der sich dem Rechner des Opfers der passende Schlüssel zuordnen lässt. Im Code von NotPetya fand Kaspersky jedoch nur eine rein zufällige ID, für die die Erpresser selbst dann keinen Schlüssel liefern könnten, wenn sie es tatsächlich wollten. Matt Suiche von Comae Technologies hat unabhängig von Kaspersky die selbe Schlussfolgerung gezogen. Suiche entdeckte zudem, dass NotPetya Teile des Master Boot Record (MBR) überschreibt, ohne diese vorher zu sichern. Auch das untermauert den Verdacht, dass eine Wiederherstellung der Daten nie vorgesehen war.

Kaspersky hat auch den Infektionsweg von NotPetya analysiert. Wie schon früh vermutet wurde, nutzt NotPetya das EternalBlue-Exploit, über das sich auch WannaCry verbreitet hatte, sowie das EternalRomance-Exploit. Beide hatte Micrsoft mit seinem Sicherheits-Update MS17-010 geschlossen. Da die meisten Firmen diesen Patch bereits eingespielt hatten, war ein weiteres Einfallstor dominierend: Die ukrainische Buchhaltungssoftware MeDoc. Offenbar ist es den Entwicklern von NotPetya gelungen, den Update-Mechanismus von MeDoc auszunutzen. Hat NotPetya erst einmal einen Rechner gekapert, missbraucht der Schädling auch Netzwerkprogramme wie die Windows Management Instrumentation (WMI) und PSEXEC für seine Ausbreitung.

Der Angriffsvektor MeDoc unterstreicht, dass die Ukraine das eigentliche Ziel von NotPetya war. Diese Software wird von Firmen benötigt, um in der Ukraine ihre Steuern zu bezahlen. Es ist also nicht verwunderlich, dass viele ukrainische Unternehmen, Banken, Flughäfen und Behörden befallen wurden, darunter auch die Atomruine von Tschernobyl. Maersk, die weltgrößte Container-Reederei, der deutsche Konsumgüterkonzern Beiersdorf AG und das russische Mineralölunternehmen Rosneft dürften sich über ihre Niederlassungen in der Ukraine infiziert haben. Auch FedEx und seine niederländische Tochter TNT Express, eine Schokoladenfabrik von Cadbury in Australien und die französische Bank BNP Paribas gehören zu den Opfern.

NotPetya unterstreicht einmal mehr, wie verwundbar weltweit vernetzte IT-Infrastrukturen sind. Man muss sich die Frage stellen, warum die einzelnen Unternehmensteile nicht besser voneinander entkoppelt werden bzw. warum sich Produktionsanlagen überhaupt - sei es direkt oder indirekt - über das Internet erreichen lassen. Hinsichtlich der Sicherheitsarchitektur besteht in vielen Firmen und Behörden auch im Jahr 2017 noch ein erheblicher Nachholbedarf.

 
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Beta: WLAN-Mesh für die FRITZ!Box

reported by doelf, Mittwoch der 28.06.2017, 22:45:08

Mesh bedeutet Gitter oder Masche und ist der neueste Hype im Bereich der kabellosen Netzwerke. Und während immer mehr Anbieter spezielle Mesh-Router samt Verteilerknoten auf den Markt bringen, rüstet AVM seine FRITZ!Boxen und Repeater mit Mesh-Funktionalität nach. Aktuell befindet sich die Software allerdings noch im Beta-Test.

Wozu braucht man überhaupt ein Mesh-Netzwerk, wenn man die Reichweite wesentlich preiswerter über traditionelle Repeater ausbauen kann? Nun, gegen den Repeater sprechen mehrere Punkte: Zum einen ist die Konfiguration bei vielen Repeatern ein Krampf und zum anderen muss ihr Standort sehr sorgfältig gewählt werden. Steht der Repeater zu weit vom Router weg, ist das Signal zwischen Router und Repeater schwach und die Übertragung damit langsam. Hinzu kommt, dass der Repeater einerseits die Signale vom Router empfangen und andererseits die Daten der mit ihm verbundenen Geräte an den Router weiterleiten muss. Auch das mindert den Datendurchsatz. Dennoch: Für kleinere Wohnungen oder Häuser reicht die Kombination aus Router und Repeater oftmals aus, wobei die Datenrate von Raum zu Raum schwanken wird.

Eine Mesh-Konfiguration verspricht hingegen ein besonders engmaschiges WLAN-Netz, welches an allen Stelle die bestmögliche Empfangsqualität bietet und das die Wege der Daten optimiert. Die tatsächliche Abdeckung der Mesh-Netze hängt von der Zahl der Knoten- bzw. Zugangspunkte ab und je dichter man das Netz spannt, desto teurer wird die Anschaffung. Und natürlich stellt sich auch bei Mesh-Lösungen die Frage, wie die einzelnen Knoten miteinander kommunizieren. Gibt es ein zusätzliches Funkmodul oder eine Power-LAN-Brücke? Oder handelt es sich letztendlich doch nur um aufgebrezelte Repeater zu deutlich höheren Preisen? Die aktuell am Markt befindlichen Mesh-Lösungen gehen da genauso unterschiedlich vor, wie sich ihre Preise spannen. Alle teilen sich indes das Versprechen einer besonders einfachen Konfiguration für das gesamte WLAN-Netz.

Bei AVM ist die Kopplung mehrerer FRITZ!Boxen schon lange möglich und auch gut dokumentiert. Die verknüpften Router bieten einen gemeinsamen Hauptzugang mit identischer SSID (der Name des WLAN-Netzes) und identischen Passwort, so dass die Übergabe zwischen den Routern in der Regel sauber funktioniert. Gleiches gilt für den gemeinsamen Gastzugang. Auch die Nachtschaltung, die automatische Kanalwahl und das Bandsteering zur Nutzung des optimalen WLAN-Bands hatte AVM bereits in seine Router-Firmware integriert. Zu den Neuerungen der nun veröffentlichten Beta-Firmware (FRITZ! Labor) gehören eine optimierte WLAN-Leistung für den Mesh-Betrieb sowie eine grafische Mesh-Übersicht. Zudem kann man die Beta-Firmware nun auch ohne Klimmzüge auf die kompatiblen Repeater von AVM aufspielen, um diese ebenfalls ins Mesh zu holen.

Die Beta-Firmware mit Mesh-Unterstützung ist für drei Router, die FRITZ!Boxen 7490, 7580 und 7590, erhältlich. Wurden die Router aktualisiert, kann man die Beta-Firmware in einem zweiten Schritt auch auf den FRITZ!WLAN Repeater 1750E und den FRITZ!Powerline 1240E aufspielen. Da es sich bei FRITZ! Labor um eine Firmware im Beta-Test handelt, ist Vorsicht geboten. Beta-Firmware ist noch nicht ausgereift und kann Probleme verursachen, weshalb man von einem Einsatz in Produktivumgebungen absehen sollte.

Download: FRITZ! Labor für WLAN Mesh

 
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Bundesnetzagentur setzt Vorratsdatenspeicherung aus

reported by doelf, Mittwoch der 28.06.2017, 17:24:29

Gemäß Paragraph 113b Telekommunikationsgesetz sind die "Erbringer öffentlich zugänglicher Telekommunikationsdienste" ab dem 1. Juli 2017 verpflichtet, die anfallenden Verkehrsdaten für einen Zeitraum von zehn Wochen und die Standortdaten für vier Wochen auf Vorrat zu speichern. Doch nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster hat die Bundesnetzagentur diese Verpflichtung heute ausgesetzt.

Der 13. Senat des Oberverwaltungsgerichts Münster hatte einem Antrag des Münchener Dienstanbieters Spacenet, mit dem sich dieser gegen die staatlich auferlegte Verpflichtung zur Vorratsdatenspeicherung wehrt, in einem Beschluss vom 22. Juni 2017 (Aktenzeichen: 13 B 238/17) stattgegeben. Dieser unanfechtbare Beschluss gilt eigentlich nur für Spacenet, doch die Richter hatten grundsätzliche Zweifel daran geäußert, ob die deutsche Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung mit europäischen Recht vereinbar sei. Aufgrund dieser neuen Faktenlage hat die Bundesnetzagentur heute eine generelle Aussetzung der Vorratsdatenspeicherung beschlossen. Diese gilt, bis im ebenfalls von Spacenet angestrebten Hauptsacheverfahren eine Entscheidung gefällt wurde.

Ein Rückblick
Die Vorratsdatenspeicherung ist ein Lieblingsthema deutscher Innen- und Justizminister, doch diverse Gerichte haben die Umsetzungen immer wieder gekippt. Zuletzt hatte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) eine zurechtgestutzte Neuauflage im Telekommunikationsgesetz verankert, welche im Dezember 2015 in Kraft getreten ist. In dieser werden Telekommunikationsanbieter verpflichtet, die anfallenden Verkehrsdaten für einen Zeitraum von zehn Wochen und die Standortdaten für vier Wochen auf Vorrat zu speichern. Es handelt sich dabei abermals um eine anlasslose Speicherung, welche alle Nutzer von Telekommunikationsdiensten betrifft. Die Ermittlungsbehörden sollen auf die gesammelten Daten ausschließlich zur Strafverfolgung zugreifen können.

Abgesehen von den wesentlich kürzeren Speicherfristen und der enger gefassten Zugriffsregelung gibt es jedoch keine grundlegenden Unterschiede zur ersten deutschen Vorratsdatenspeicherung, welche auf der europäischen Richtlinie 2006/24/EG, die der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) im April 2014 für ungültig erklärt hatte, basierte. Genau diesen Sachverhalt bemängeln auch die Münsteraner Richter, welche die EuGH-Vorgaben als Beschränkung auf eine anlassgebundene Vorratsdatenspeicherung zur "Verfolgung schwerer Straftaten" oder zur "Abwehr schwerwiegender Gefahren für die öffentliche Sicherheit" interpretieren. Die aktuelle Gesetzesfassung sieht aber weder personelle noch zeitliche oder geographische Kriterien zur Einschränkung der Datenerfassung vor,wodurch die Vorratsdatenspeicherung zu einem Instrument der unrechtmäßigen Massenüberwachung wird.

 
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Wieder kritische Sicherheitslücke in Microsofts Malware Protection Engine

reported by doelf, Mittwoch der 28.06.2017, 14:56:57

Tavis Ormandy von Googles Project Zero hat schon wieder eine kritische Sicherheitslücke in Microsofts Malware Protection Engine, welche von vielen Schutzprogrammen wie dem Windows Defender und Microsoft Security Essentials genutzt wird, entdeckt. Microsoft hat den Fehler (CVE-2017-8558) bereits bestätigt und außer der Reihe behoben.

Seit Mai unter Dauerbeschuss
Wir blicken zurück: Anfang Mai hatten Natalie Silvanovich und Tavis Ormandy von Googles Project Zero vor einer "irre gefährlichen" Sicherheitslücke (CVE-2017-0290) in Microsofts Malware Protection Engine (MsMpEng) gewarnt und dabei auch auf generelle Design-Probleme dieser Software hingewiesen. In der Folge wurde MsMpEng von Project Zero näher untersucht und zwölf weitere Schwachstellen (siehe: CVE-2017-8535, CVE-2017-8536, CVE-2017-8537, CVE-2017-8538, CVE-2017-8538, CVE-2017-8538 und CVE-2017-8538) entdeckt, von denen die Hälfte kritischer Natur war. Microsoft kümmerte sich am 25. Mai 2017 um diese Bugs

Die aktuelle Problemstelle
Ormandys aktueller Fund steckt im x86-Emulator, mit dem MsMpEng x86-Code untersucht. Das Problem betrifft die Programmierschnittstelle für das virtuelle Dateisystem (Virtual File System, VFS), über die sich eine Heap-Beschädigung provozieren lässt. Hierzu muss ein Angreifer lediglich ein speziell präpariertes Programm an sein Opfer schicken, beispielsweise als Anhang einer E-Mail oder Mitteilung oder auch über eine Webseite. Bei der automatischen Sicherheitsüberprüfung des Programms kommt es in MsMpEng zum Heap-Überlauf und es wird Angriffscode im Sicherheitskontext des Systems ausgeführt. Auf diese Weise kann der Angreifer die vollständige Kontrolle über das lokale System erlangen. Laut Microsoft erwies sich ausschließlich die 32-Bit-Variante von MsMpEng als angreifbar.

Hintergrund zur Malware Protection Engine
Microsofts Malware Protection Engine (MsMpEng) ist seit Windows 8 und Server 2012 standardmäßig aktiviert und soll die Betriebssysteme vor Malware schützen. Auch viele Sicherheitsprodukte aus Redmond, beispielsweise Windows Defender, Microsoft Security Essentials, Forefront Security für SharePoint und Endpoint Protection, setzen auf MsMpEng. Der Dienst läuft mit den höchsten Systemrechten, er wird nicht von einer Sandbox abgeschirmt und lässt sich von außen ohne Authentifizierung über zahlreiche andere Dienste wie Exchange oder IIS ansteuern. Da MsMpEng einen Filtertreiber für das Dateisystem nutzt, kann die Malware-Erkennung auch auf ungelesene E-Mails und Mitteilungen, Downloads und Anhänge sowie temporäre Internetdateien zugreifen. Der Dienst kann selbst die exotischsten Dateiarten analysieren, darunter das Archivformat Zoo aus alten Amiga-Zeiten oder MagicISO UIF, ein proprietäres Format für CD- und DVD-Abbilder. Er kann auch Rechnerarchitekturen emulieren sowie diverse Programmiersprachen ausführen. Damit gibt es unzählige Möglichkeiten, um Angriffs-Code zu verstecken, der MsMpEng aus dem Tritt bringt. Solange Microsoft den Dienst nicht in eine abgesicherte Sandbox packt, werden wir wohl noch etliche Schwachstellen zu sehen bekommen.

 
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Toshiba verklagt Western Digital

reported by doelf, Mittwoch der 28.06.2017, 13:36:21

Die Toshiba Corporation und die zum 1. April 2017 von dieser abgespaltene Toshiba Memory Corporation haben heute bei einem Bezirksgericht in Tokyo Klage gegen die Western Digital Corporation und deren Tochter Western Digital Technologies eingereicht. Die Japaner werfen Western Digital wettbewerbswidriges Verhalten vor und fordern 120 Milliarden Yen (ca. 952,8 Millionen Euro) Schadensersatz.

Eigentlich sind Toshiba und Western Digital (WD) enge Partner, die drei gemeinsame Joint-Ventures im Bereich Flash-Speicher betreiben. Doch Toshiba droht die Pleite, weshalb die Japaner ihre Speichersparte zu Geld machen wollen. Nun umfasst Toshibas Speichersparte neben dem DRAM-Geschäft auch alle Flash- und SSD-Aktivitäten und somit auch die Joint-Ventures mit WD. WD hatte Toshiba ein Kaufangebot für deren Speichersparte unterbreitet, doch die Japaner präferieren das Gebot eines Zusammenschlusses aus "Innovation Network Corporation of Japan", "Bain Capital Private Equity LP" und der "Development Bank of Japan". WD liest aus seinen Verträgen mit Toshiba allerdings ein Mitspracherecht für den Fall eines Verkaufs heraus und hatte Toshiba nach ergebnislosen Gesprächen schon Mitte Juni auf Unterlassung verklagt.

Die Schuld an Toshibas Finanznot trägt die zahlungsunfähige US-Atom-Tochter "Westinghouse Electric Company", welche das Unternehmen zu astronomischen Abschreibungen gezwungen hatte. Es folgten massive Bilanzprobleme, welche wiederum zu verspäteten Börsenmeldungen und Schadensersatzklagen von Investoren führten. Inzwischen summieren sich alleine die Schadensersatzforderungen auf 108,4 Milliarden Yen (ca. 873,162 Millionen Euro). Da Toshibas Eigenkapital am 31. März 2017 ins Negative abgerutscht ist, die Verbindlichkeiten sind also höher als die verbliebenen Vermögenswerte, wird das Unternehmen zum 1. August 2017 aus dem japanischen Leitindex fliegen und von den beiden großen japanischen Börsen Tokyo Stock Exchange (TSE) und Nagoya Stock Exchange (NSE) nur noch als zweitklassig geführt werden. Darüber hinaus droht Toshiba ein Delisting, also der komplette Rauswurf. Eine eingeräumte Gnadenfrist endet am 31. März 2018.

 
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Facebook hat 2 Milliarden Nutzer

reported by doelf, Mittwoch der 28.06.2017, 12:51:46

Gestern meldete das soziale Netzwerk Facebook, die Grenze von 2 Milliarden Nutzern überschritten zu haben. Seine erste Milliarde hatte Facebook im April 2012 erreicht, also vor gut fünf Jahren. Die Marke von einer halben Milliarde Nutzer hatte das soziale Netzwerk im Juli 2010 verkünden können.

Tagtäglich werden auf Facebook mehr als 750 Millionen neue "Freundschaften" geschlossen und mehr als 800 Millionen Nutzer verwenden Facebooks Like-Button ("Gefällt mir"). Dazu kommen 175 Millionen Nutzer, die statt auf "Like" lieber gleich auf "Love" (Liebe) klicken. Weiter heißt es, dass jeden Monat mehr als eine Milliarde Nutzer in Facebook-Gruppen, in denen sie ihre Interessen (oder Abneigungen) miteinander teilen, aktiv sind.

Über die vier weiteren Button-Varianten, namentlich "Lachen", "Überraschung", "Trauer" und "Wut", breitet man einen Mantel des Schweigens, denn diese passen nicht so gut zum feierlichen Anlass. Was Facebook ebenfalls nicht verrät, ist die Zahl der täglich eingehenden Löschanfragen. Und auch die Zahl der vom sozialen Netzwerk zensierten Beiträge wird nicht aufgeführt. Dabei wissen wir doch alle, wie "sozial" es auf Facebook zugeht.

 
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WLAN: Streit um Störerhaftung beigelegt

reported by doelf, Dienstag der 27.06.2017, 23:53:58

Die Unionsfraktion hat ihren Widerstand gegen die Abschaffung der Störerhaftung für kostenlose WLAN-Zugänge doch noch aufgegeben. Damit wird eine dritte Änderung des Telemediengesetzes möglich, die den Betreibern kostenloser WLAN-Zugänge endlich die längst überfällige und schon mehrfach verkündete Rechtssicherheit bringen soll.

Was ist die Störerhaftung?
Die Störerhaftung ist eine Absurdität der deutschen Gesetzgebung, welche Dienstanbieter für die Vergehen ihrer Kunden haftbar macht. Zur Begründung wird dabei angeführt, dass der Betreiber alleine durch das Anbieten seines Dienstes den Missbrauch desselben ermöglicht habe. Auf den Straßenverkehr übertragen, müssten Gemeinden, Städte, Länder und der Bund für die Verkehrsverstöße der Verkehrsteilnehmer haften, weil sie ein Straßennetz betreiben. In der Praxis hat die Störerhaftung hierzulande den Ausbau offener WLAN-Zugangspunkte massiv behindert, denn die Betreiber von Gastronomie und Geschäften befürchten teure und zeitraubende Rechtsstreitigkeiten.

Mutlose Neufassungen
In ihrem Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und SPD festgelegt, die WLAN-Wüste Deutschland in einen Garten Eden zu verwandeln. Den ersten Anlauf machte der damalige Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel im Jahr 2015. Der SPD-Politiker wollte die Betreiber von freien WLAN-Netzen verpflichten, den Zugang sicher zu verschlüsseln, alle Nutzer namentlich zu registrieren und von diesen eine rechtsverbindliche Nutzungserklärung einzuholen. Mit einem offenen WLAN hatte das alles wenig zu tun und die Novelle sah auch keine Abschaffung der Störerhaftung vor. Es folgte ein monatelanger Streit zwischen den Koalitionsparteien, in den erst wieder Bewegung kam, als sich der Europäische Gerichtshof mit dem Problem befassen musste.

Gabriels Vorlage wurde überarbeitet und die verpflichtende Verschlüsselung samt Nutzerregistrierung gestrichen. Doch auch der zweite Versuch entpuppte sich als unzureichend, denn im Gesetzestext wurde die Störerhaftung mit keinem Wort erwähnt. Es gab nur eine Klarstellung, dass die Anbieter von WLAN-Netzen zur Gruppe der Diensteanbieter gehören, sowie eine Absichtsbekundung in der rechtlich nicht bindenden Gesetzesbegründung. Im Falle einer Urheberrechtsverletzung durch Benutzer können die Betreiber offener WLAN-Netze nach wie vor abgemahnt und seitens der Urheber Unterlassungsansprüche geltend gemacht werden. Erst wenn der Fall vor einem Gericht landet, kann sich der Beklagte auf die Gesetzesbegründung berufen und auf einen verständnisvollen Richter hoffen. Dieser kann der Begründung nämlich folgen, muss dies aber nicht. Rechtssicherheit sieht anders aus!

Das Urteil des EuGH
Im September 2016 fällte der Europäische Gerichtshof sein Urteil zur deutschen Störerhaftung und stellte darin fest, dass der Anbieter eines offenen WLAN-Zugangs nicht für Rechtsverstöße seiner Nutzer haftbar gemacht werden kann. Da die aktuelle Fassung des Telemediengesetzes die Störerhaftung nicht regelt, wurde eine Überarbeitung erforderlich. Allerdings konnten die Richter auch der ersten Neufassung von Sigmar Gabriel etwas abgewinnen, denn die Verschlüsselung des WLAN-Zugangs und die Registrierung der Benutzer bewerteten sie als zumutbare Maßnahmen zur Unterbindung von Rechtsverletzungen. Eine solche Absicherung sei aber erst dann erforderlich, wenn sie von einem Gericht aufgrund bereits erfolgter Verstöße verhängt wird. Einige Unionspolitiker witterten allerdings die Möglichkeit, nun doch noch einen Verschlüsselungs- und Registrierungszwang ins Gesetz zu schreiben.

Doch noch die Kurve gekriegt?
In der vergangenen Woche hatte die SPD vor einem Scheitern der Gesetzesüberarbeitung gewarnt und damit den Druck auf die Union erhöht. Nach zähen Verhandlungen wurde heute dann doch noch eine Einigung erzielt: Laut SPD wird der Umfang der Haftungsbeschränkung für Internetzugangsanbieter in der neuen Gesetzesfassung klar geregelt und dies beinhalte auch eine weitgehende Befreiung von Kostentragungspflichten wie Abmahnungen. Die Behörden dürfen den Betrieb von WLAN-Angeboten nicht verbieten und dem Betreiber weder Verschlüsselung noch Nutzerregistrierung auferlegen. Als Zugeständnis an die Rechteinhaber wurde eine gesetzliche Anspruchsgrundlage für gerichtliche Anordnungen geschaffen, welche die Sperrung von Inhalten regelt. Um wiederholte Rechtsverletzungen zu verhindern, können die Gerichte Nutzungssperren verhängen, welche die SPD als "ultima ratio", also als "letzten Ausweg", bezeichnet. Solche Sperren müssten allerdings verhältnismäßig sein. Hoffen wir, dass im Gesetz diesmal eindeutigere Formulierungen stehen werden.

 
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Achtung: WannaCry, Teil 2

reported by doelf, Dienstag der 27.06.2017, 21:30:30

Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mitteilt, rollt derzeit eine Angriffswelle der Verschlüsselungssoftware Petya, welche vom selben Einfallstor wie der Schädling WannaCry Gebrauch macht. Betroffen sind in erster Linie Unternehmen und Institutionen in der Ukraine, aber auch andere Länder Europas - inklusive Deutschland - beklagen neue Vorfälle.

WannaCry hatte Mitte Mai 2017 zehntausende Rechner befallen und deren Daten verschlüsselt, betroffen waren auch große Unternehmen wie die Deutsche Bahn, der spanische Telekommunikationsanbieter Telefonica und der US-Lieferdienst FedEx. Die Ransomware nutzte dabei eine kritische Sicherheitslücke (MS17-010) in SMB (Server Message Block), einem Netzwerkprotokoll, über das diverse Dienste wie Datei- und Druckerzugriffe realisiert werden, aus. Laut Microsoft patzt SMB bei der Verarbeitung speziell gestalteter Mitteilungen, über die Angreifer Schadcode einschleusen und ausführen können.

Das Pikante daran: Den US-amerikanischen Geheimdiensten war die Schwachstelle über Jahre bekannt gewesen, doch sie hatten sie lieber für ihre eigenen Zwecke ausgebeutet, statt Microsoft über das Problem zu informieren. Erst nachdem die Hackergruppe ShadowBrokers diverse Angriffswerkzeuge der US-Geheimdienste Anfang 2017 ins Internet gestellt hatte, wurde Microsoft auf den Fehler aufmerksam. Einen Patch für Windows Vista bis 10 sowie Windows Server 2008 bis 2016 gibt es seit dem 14. März 2017 und wer dieses Sicherheits-Update installiert hat, ist geschützt. Ein Großteil der im Mai befallenen Rechner lief aber noch mit Windows XP, Windows 8 oder Windows Server 2003 und für diese Betriebssysteme ist der Support eigentlich abgelaufen. Aufgrund der Tragweite des Problems hatte Microsoft allerdings eine Ausnahme gemacht und die SMB-Updates auch für ältere Betriebssysteme freigegeben:

Auch die Verschlüsselungssoftware Petya, welche für den aktuellen Angriff verantwortlich ist, wird von Microsofts Patch zuverlässig abgefangen. Dies legt die Vermutung nahe, dass die Betreiber ihre Systeme noch immer nicht aktualisiert hatten. Hat sich Petya erst einmal Zugang verschafft, verbreitet sich der Verschlüsselungstrojaner laut BSI über "ein gängiges Administrationswerkzeug". Auf diese Weise kann Petya auch jene Computer befallen, deren Betriebssysteme einen aktuellen Patch-Stand aufweisen.

 
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Missbrauch: 52.000 Ortsnetzrufnummern abgeschaltet

reported by doelf, Dienstag der 27.06.2017, 16:38:57

Wer in Zeitungen oder den Gelben Seiten nach einem Schlüsseldienst, einem Umzugs- oder Entrümpelungsunternehmen bzw. einem Handwerker sucht, achtet zumeist auf eine lokale Rufnummer, damit keine hohen Anfahrtskosten anfallen. Doch viele Anbieter täuschen die Ortsnähe nur vor und bitten den Kunden kräftig zur Kasse. Gegen diese Masche ist die Bundesnetzagentur nun vorgegangen und hat 52.000 Ortsnetzrufnummern abgeschaltet.

Wie die Bundesnetzagentur heute mitteilt, hatte ein Netzbetreiber die 52.000 Ortsnetzrufnummern einem Wiederverkäufer überlassen. Dieser vergab die Nummern dann an ortsfremde Firmen, die mit Hilfe der lokalen Vorwahl eine Ortsansässigkeit vortäuschen konnten. Fast alle der 5.200 Ortsnetzbereiche in Deutschland waren hiervon betroffen. Verbraucherschützer sehen in diesem Vorgehen schon lange eine Irreführung der Kunden sowie einen Wettbewerbsverstoß und die Bundesnetzagentur hat diese Auffassung nun bestätigt. Darüber hinaus hat die Bundesnetzagentur eine Fortsetzung der Überprüfung von Anbietern aller Branchen angekündigt.

 
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Erstes Update für Opera 46

reported by doelf, Dienstag der 27.06.2017, 16:23:41

Nach seiner "Wiedergeburt" in Form der Version 45 verbessert Opera 46 in erster Linie die Stabilität und bringt zusätzlichen Feinschliff. Die heute veröffentlichte Version 46.0.2597.32 behebt einen Absturz unter Linux, der beim Anzeigen von Zertifikaten auftritt, sowie einen Hänger beim Verschieben von Lesezeichen unter Windows. Zudem soll das Taskbar-Icon beim Update angeheftet bleiben.

Betrachten wir nun noch die Neuerungen der Version 46: Diese bringt beispielsweise die Unterstützung für animierte PNG-Grafiken (APNG) zurück. APNG bietet mehr Farbtiefe (24 Bit) als animierte GIFs und benötigt zugleich weniger Speicherplatz. Apple hatte APNG kürzlich in seine iMessage-App integriert und Opera hatte APNG schon vor Jahren unterstützt, als der Browser noch auf der hauseigenen Presto-Engine lief. Doch Opera ist längst auf Chromium umgestiegen, welches hier in der Version 59 vorliegt. Diese soll die Batterielaufzeit verlängern, indem im Hintergrund geöffnete Tabs weitgehend eingefroren werden.

Opera 46

Opera 46 bringt aber auch neue Hintergrundbilder und eine dunkle Schnellwahl, welche in Verbindung mit dem dunklen Farbthema genutzt wird, sofern kein Hintergrund gewählt wurde. Die Touchbar des Macbook dient neuerdings als Emoji-Leiste. Das Hauptaugenmerk der Entwickler war diesmal allerdings auf die Stabilität gerichtet und so konnte die Zahl der Abstürze zwischen April und Juni 2017 um beachtliche 35 Prozent reduziert werden. Auch die Zuverlässigkeit des eingebauten VPN-Clients wurde wieder einmal verbessert.

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Rekordstrafe: EU lässt Google 2,42 Milliarden Euro bluten

reported by doelf, Dienstag der 27.06.2017, 14:56:32

Internetfirmen wie Google sind weltweit tätig, dominieren ihre Marktsegmente nach Belieben und bauen ihre Vormachtstellung immer weiter aus. Die EU-Kommission sieht hierin einen massiven Missbrauch und trifft den Internetriesen nun an der einzigen Stelle, die so richtig schmerzt: Dem Geldbeutel. Google soll eine Rekordstrafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro zahlen.

Und dabei geht es nicht einmal um Googles gesamtes Portfolio, zu dem auch das weltweit führende Mobilbetriebssystem Android und der weltweit führende Webbrowser Chrome gehören, sondern lediglich um die Verknüpfung von Googles Suchmaschine mit dem hauseigenen Preisvergleichsdienst. Nach Ansicht der EU-Kommission hat Google seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschine missbraucht, um dem eigenen Preisvergleichsdienst einen unrechtmäßigen Vorteil zu verschaffen. Im Vergleich zu den Mitbewerbern sei Googles Preisvergleich keinesfalls ein besseres Produkt, doch das US-Unternehmen hat ihn in den Suchergebnissen stets ganz oben platziert, während die Konkurrenzprodukte unberechtigterweise herabgestuft wurden.

Google ist seit dem Jahr 2004 im Bereich der Preisvergleiche vertreten, doch der erste Versuch namens Froogle fruchtete nicht. 2008 wurde Froogle in "Google Product Search" umbenannt, auf Deutschland und das Vereinigte Königreich ausgeweitet sowie enger mit der eigenen Internetsuche verknüpft. Diese dominiert den europäischen Markt seit Jahren und generiert über Werbeanzeigen weltweit knapp 90 Prozent aller Einkünfte des Unternehmens. Durch die Platzierung des eigenen Preisvergleichs auf den besten Werbeplätzen konnte Google die Klickraten wesentlich erhöhen und seinen Marktanteil in diesem Segment entscheidend steigern. 2010 wurde die "Google Product Search" in Frankreich eingeführt und ein Jahr später folgten Italien, die Niederlanden und Spanien. Das Jahr 2013 brachte eine weitere Umbenennung in "Google Shopping" sowie die Ausweitung des Dienstes auf Belgien, Dänemark, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden und die Tschechischen Republik. An der systematischen Benachteiligung der Mitbewerber hatte sich allerdings nichts geändert.

Sollte Google die Bevorzugung seines eigenen Preisvergleichs nicht binnen 90 Tagen einstellen, erwarten die Muttergesellschaft Alphabet saftige Zwangsgelder in Höhe von fünf Prozent des durchschnittlichen weltweiten Tagesumsatzes! Diese Zwangsgelder haben nichts mit der 2.424.495.000 Euro schweren Geldbuße zu tun, sie werden zusätzlich fällig. Zudem wurde Google verpflichtet, die EU-Kommission laufend über die getroffenen Maßnahmen zu unterrichten. Darüber hinaus können Googles Mitbewerber in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten zivilrechtliche Schadenersatzklagen gegen den Internetriesen einreichen, welche aufgrund der festgestellten Kartellrechtsverstöße erfolgreich sein dürften. Weiteres Ungemach droht Google in zwei weiteren Verfahren, welche das Betriebssystem Android und die Werbeplattform AdSense beleuchten.

Quelle: europa.eu
 
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Der Ether-Kurs ist abgestürzt

reported by doelf, Dienstag der 27.06.2017, 12:36:27

Wer sich derzeit Grafikkarten aus AMDs RX-Serie kaufen möchte, staunt nicht schlecht: Diese kosten nämlich nicht nur deutlich mehr, als AMD seinerzeit angekündigt hatte, sondern sind darüber hinaus fast nirgendwo lieferbar. Der Grund ist ihre hohe Schürfleistung bei der Suche nach Ether, also der Kryptowährung Ethereum. Doch der Ether-Kurs ist binnen einer Woche um über ein Drittel abgestürzt.

Mitte Juni wurden 346 Euro für 1 Ether bezahlt, doch gestern waren es nur noch 207,44 Euro. Alleine in Tagesfrist ist der Kurs um 9,47 Prozent abgerutscht und auf die Woche betrachtet beläuft sich der Einbruch auf dramatische 35,54 Prozent. Wenn man allerdings den vergangenen Monat heranzieht, liegt Ether mit einem Zugewinn von 39,03 Prozent immer noch deutlich im Plus. Es zeigt sich, dass der Ether-Kurs äußerst volatil ist und nicht wirklich als Geldanlage taugt. Selbst auf wilde Gerüchte über den angeblichen Tod des Ethereum-Gründers Vitalik Buterin reagierte der Ether-Kurs mit Panikverkäufen.

Für diejenigen, welche sich Grafikkarten zum Ether-Mining gekauft haben, ist das ein großes Problem: Während sich die mühsame Suche bei einem Kurs über 300 Euro lohnen kann, ist das bei 200 Euro definitiv nicht mehr der Fall. Aufgrund der hohen Stromkosten in Deutschland und der Vorlagen, welche man für die Hardware leisten muss, wirken die Kleckerbeträge, die leistungsstarke Grafikkarten im Monat berechnen, schnell lächerlich. Hinzu kommt: Wie bei Kryptowährungen üblich, steigt der Schwierigkeitsgrad beim Schürfen auch bei Ether stetig an. Die Zahl der gefundenen Einheiten fällt also mit der Zeit.

Für Spieler wäre es jedenfalls wünschenswert, dass sich dieser Ether-Hype wieder legt und sich die Preise wieder normalisieren. Aber auch AMD ist gefragt, die Produktion von seinen Fertigungspartnern so weit hochfahren zu lassen, dass die starke Nachfrage wieder gedeckt werden kann. Und ein unerwartet stark wachsender Umsatz würde sicherlich auch AMDs Anleger freuen. Überhaupt wäre der Kauf von AMD-Aktien sicherlich sinnvoller, als das Geld in einen Mining-PC zu stecken. Oder man trägt Zeitungen aus, denn damit lassen sich derzeit mehr Euros generieren als mit der schnellsten RX-Karte.

 
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Intel: Schwerwiegender Fehler in Skylake und Kaby-Lake-CPUs

reported by doelf, Montag der 26.06.2017, 16:15:05

Intels aktuelle Prozessoren der Baureihen Skylake und Kaby Lake haben ein schwerwiegendes Problem mit dem HyperThreading. Der Fehler führt zu einem unvorhersagbaren Verhalten und kann beispielsweise Abstürze und Datenverluste verursachen. Microcode-Updates, welche über neue Firmware-Versionen oder Linux bereitgestellt werden, können das Problem in vielen Fällen korrigieren.

Der Fehler, welcher neben Linux auch andere Betriebssysteme wie Windows oder macOS betrifft, wurde erstmals in der zweiten Jahreshälfte 2016 von Nutzern des OCaml-Compilers gemeldet und konnte in den Folgemonaten auf Skylake-Prozessoren mit aktiviertem HyperThreading eingeschränkt werden. Mark Shinwell, einer der OCaml-Entwickler, kontaktierte Intel, bekam aber keine Rückmeldung. Erst als Intel Anfang April 2017 ein Microcode-Update bereitstellte und darin ein Problem (Errata) mit dem HyperThreading dokumentierte, erkannte Shinwell den Zusammenhang und meldete diesen bei der Linux-Distribution Debian. Dort stellte Henrique Holschuh den Bug in die Mailing-Liste für Entwickler ein. Hier nun Intels Problembeschreibung:

"Errata: SKZ7/SKW144/SKL150/SKX150/SKZ7/KBL095/KBW095
Short Loops Which Use AH/BH/CH/DH Registers May Cause Unpredictable System Behavior.

Problem: Under complex micro-architectural conditions, short loops of less than 64 instructions that use AH, BH, CH or DH registers as well as their corresponding wider register (e.g. RAX, EAX or AX for AH) may cause unpredictable system behavior. This can only happen when both logical processors on the same physical processor are active.

Implication: Due to this erratum, the system may experience unpredictable system behavior."

Zusammenfassung: Werden die Register AH, BH, CH oder DH bzw. die erweiterten Register RAX, EAX oder AX in kurzen Intervallen von weniger als 64 Instruktionen benutzt, können die beiden logischen Prozessoren aus dem Tritt geraten. Die Folge ist ein nicht vorhersagbares Verhalten, welches üblicherweise Speicherfehler verursacht, welche wiederum zu Datenverlusten oder Systemabstürzen führen können.

Für Skylake-Prozessoren der Modellreihen 78 und 94, jeweils im Stepping 3, wurde das Problem im Microcode 0xb9/0xba oder neuer behoben. Diese Updates sind auch im Linux-Microcode-Release 20170511 enthalten. Anders sieht es bei den Kaby-Lake-CPUs aus, denn für diese gibt es noch kein passendes Linux-Update. Daher muss man eine UEFI-Firmware mit dem Microcode 0x5d/0x5e oder neuer einspielen, welche das HyperThreading vermutlich ebenfalls repariert. Eine offizielle Bestätigung seitens Intel steht jedoch noch aus, weshalb das Debian-Projekt zur Deaktivierung von HyperThreading bei den Kaby Lakes rät. Sollte es keine überarbeitete UEFI-Firmware geben, kommt man um das Deaktivieren eh nicht herum. Wer einen Skylake oder Kaby Lake ohne HyperThreading verwendet, hat indes nichts zu befürchten.

 
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Intels Coffee Lake: 6 Kerne für den Mainstream

reported by doelf, Montag der 26.06.2017, 14:28:54

Schon vor knapp einem Jahr hatte WCCFTech berichtet, dass Intels kommende Mainstream-Plattform "Coffee Lake" auch Modelle mit sechs Kernen und zwölf Threads umfassen werde. Die Kollegen bezogen sich dabei auf eine inoffizielle Roadmap, deren Angaben von neuen Benchmark-Einträgen in der Geekbench-Datenbank bestätigt werden. Die Rechenleistung der noch namenlosen CPU liegt auf dem Niveau des AMD Ryzen 5 1600X.

Der nun aufgetauchte Coffee-Lake-Prozessor wurde auf einem System von Micro-Star International, besser bekannt unter dem Kürzel MSI, getestet. Als Betriebssystem diente Windows 10 Pro 64-Bit, die Leistungsdaten wurden mit Geekbench 4.1.0 ermittelt. Die CPU verfügt über sechs Kerne, welche mit 3,19 GHz takten. Je Kern können zwei Threads ausgeführt werden. Es gibt 32 + 32 KiB L1-Cache für Befehle und Daten sowie 256 KiB L2-Cache pro Kern, dazu kommen 12 MiB gemeinsam genutzter L3-Cache. Die Plattform wurde als "Kaby Lake" identifiziert, was nicht verwunderlich ist, denn Coffee Lake ist derzeit noch unter Verschluss und die beiden Plattformen sind sich sehr ähnlich. Und weil es sich bei Coffee Lake um eine weitere Inkarnation des Skylake handelt, dient weiterhin der Sockel 1151 als Unterbau.

Tatsächlich wird Coffee Lake die vierte CPU-Generation nach Broadwell, Skylake und Kaby Lake sein, welche Intel mit Strukturgrößen von 14 nm produziert. Während Coffee Lake auf leistungsstarke Notebooks und Desktops zielt, wird Intel mit Cannonlake etwa zeitgleich in die 10-nm-Regionen vorstoßen und dabei besonders sparsame Mobilgeräte bedienen. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass für Cannonlake die vergleichsweise simplen GT2-Grafikkerne geplant sind, wohingegen Coffee Lake über iGPUs der GT3e-Reihe verfügen wird. Das "e" von GT3e steht dabei für eDRAM-Cache, welcher dem Grafikchip als schneller Speicher dient und der sowohl die Bandbreite als auch die 3D-Leistung erhöht. Auch moderne Anschlüsse wie DisplayPort 1.2 und HDMI 2.0 soll Coffe Lake bringen - inklusive des Kopierschutes HDCP 2.2.

Man muss AMD dafür danken, dass Intel endlich wieder an der Leistungsschraube für seine Mainstream-Plattform dreht. Seit der Markteinführung des Lynnfield im Jahr 2009 hatte Intel diesem Sektor maximal vier Kerne und acht Threads zugestanden. Über acht Jahre reichte dies auch aus, um AMDs glücklose Herausforderer in Schach zu halten, doch mit der Markteinführung der Ryzen-Reihe hat sich das Blatt wieder gewendet. Bei Geekbench 4.1.0 erreicht der Ryzen 5 1600X mit zwölf Threads 20.769 Punkte und mit einem Thread 4.574 Punkte. Intels namenloser Coffee Lake hat sich mit 20.828 und 4.619 Punkten verewigt. Doch während man den Ryzen 5 1600X schon jetzt kaufen kann, wird man auf den Coffee Lake voraussichtlich noch bis zum Jahresende warten müssen.

 
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Wine 2.11 (Development Release) verfügbar

reported by doelf, Sonntag der 25.06.2017, 21:33:29

Wine ist eine kostenlose Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme wie beispielsweise Linux, welche das Ausführen von Programmen und Spielen, die eigentlich für Windows geschrieben wurden, ermöglicht. Die am Freitag veröffentlichte Entwicklungsversion 2.11 bringt 16 Fehlerkorrekturen und OpenGL-Unterstüzung für Android. Ein grundlegender Grafiktreiber für Android ist erst seit der Version 2.10 enthalten.

In RegEdit gibt es einen neuen Parser für Registry-Dateien, neu hinzugekommen sind auch Relay-Debugging auf ARM64 und die Unterstützung für Sicherheitssiegel (security labels), darüber hinaus wurde die Wörterbuch-Unterstützung in Web-Services ausgebaut. Bei "Call of Duty: Modern Warfare 2" konnten die Entwickler flackernde Texturen im Hintergrund beseitigen und bei "Battlefield Bad Company 2" werden Waffen und Gegenstände, welche der Spieler hält, nun korrekt angezeigt. Zwei Probleme mit Adobe Premiere und ein Fehler bei 4k-Anzeigen mit 3.840 x 2.160 Pixeln konnten ebenfalls behoben werden, zudem lassen sich VistA GuiMail und der Snes9x-Emulator Retro Achievements wieder starten.

 
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Auf der Zielgeraden: LibreOffice 5.4 RC 1

reported by doelf, Sonntag der 25.06.2017, 21:07:24

In der Woche vom 24. bis zum 30. Juli 2017 soll das finale LibreOffice 5.4 veröffentlicht werden. Bis dahin ist noch etwas Zeit und daher gibt es vorab einen ersten Veröffentlichungskandidaten. Bei LibreOffice 5.4 wurde die Standard-Farbpalette überarbeitet und es gibt etliche Änderungen in der Textverarbeitung "Writer" und der Tabellenkalkulation "Calc".

Writer:
Die Unterstützung für AutoText, welche bisher auf .dot- und .doc-Dateien beschränkt war, wird mit LibreOffice 5.4 auf .dotx und .dotm ausgeweitet. Im Kontextmenü gibt es die neuen Einträge "Bereich bearbeiten" und "Fuß- und Endnote", welche natürlich nur zur Verfügung stehen, wenn man in einen entsprechenden Bereich klickt.

Listen

Listen, ob mit Aufzählungszeichen oder Nummerierung, bleiben beim Kopieren und Einfügen besser erhalten. Dies gilt für die Aufzählungszeichen sowie für das Einrücken der einzelnen Einträge. Der völlig veraltete Web-Wizard wurde entfernt, der normale HTML-Export ist hiervon nicht betroffen.

Calc:
ZellschutzIst in den "Optionen" für "Allgemeine Berechnungen" die Auswahl "Genauigkeit wie angezeigt" aktiv, muss man sich auf deren Umsetzung auch verlassen können. Dies war bisher leider nicht immer der Fall, weshalb hier nachgebessert wurde. Der Benutzer kann die Priorität für die Regeln zur "Bedingten Formatierung" ändern, Calc merkt sich die Einstellungen für den CSV-Export und in der Werkzeugleiste gibt es ein Vorhängeschloss-Symbol, mit dem sich Zellen sperren lassen. Bei geschützten Tabellen ist es neuerdings möglich, Spalten und Zeilen hinzuzufügen und diese auch wieder zu entfernen. Die geschützten Zellen bleiben dabei unangetastet. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, alle Kommentare anzuzeigen, zu verbergen oder zu löschen. Calc akzeptiert nun auch negative Jahreszahlen gemäß ISO 8601.

Dateifilter:
Beim .xlsx-Export wurden Probleme mit der Ab- und Aufrundungsfunktion behoben und beim XML-Import wurde die Rowset-Eigenschaft (ADO) ergänzt. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für das Web-Query-Format (.iqy) und es gibt zahlreiche Verbesserungen für Vektorgrafiken des Typs EMF+, welches von zahlreichen Microsoft-Formaten (.doc, .docx, .xls, .xlsx, .ppt) genutzt wird. Zur Anzeige eingefügter PDF-Bilder greift LibreOffice 5.4 auf pdfium zurück.

Weitere Änderungen:
Gestrichen wird die Unterstützung für Mac OS X 10.8, neue Mindestanforderung für Mac-Nutzer ist somit die Version 10.9. Bei den Sprachen sind Mandschurisch und das damit verwandte Xibenisch hinzugekommen.

Download: LibreOffice 5.4 RC 1 (Pre-Release)

 
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SPD: CDU und CSU wollen Störerhaftung nicht aufgeben

reported by doelf, Sonntag der 25.06.2017, 00:11:33

Im Juni 2016 hatte der deutsche Bundestag die letzte Novellierung des Telemediengesetzes beschlossen und damit endlich Rechtssicherheit für die Betreiber von offenen WLAN-Zugangspunkten geschaffen. Das behauptete zumindest die Regierung, auf deren Mist die Neufassung gewachsen war. Tatsächlich können die Betreiber auch weiterhin für Verstöße ihrer Nutzer abgemahnt werden und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

Was ist die Störerhaftung?
Die Störerhaftung ist eine Absurdität der deutschen Gesetzgebung, welche Dienstanbieter für die Vergehen ihrer Kunden haftbar macht. Zur Begründung wird dabei angeführt, dass der Betreiber alleine durch das Anbieten seines Dienstes den Missbrauch desselben ermöglicht habe. Auf den Straßenverkehr übertragen, müssten Gemeinden, Städte, Länder und der Bund für die Verkehrsverstöße der Verkehrsteilnehmer haften, weil sie ein Straßennetz betreiben. In der Praxis hat die Störerhaftung hierzulande den Ausbau offener WLAN-Zugangspunkte massiv behindert, denn die Betreiber von Gastronomie und Geschäften befürchten teure und zeitraubende Rechtsstreitigkeiten.

Mutlose Neufassungen: Teil 1
Im Jahr 2015 legte Sigmar Gabriel, damals noch Bundesminister für Wirtschaft und Energie, eine Neufassung des Telemediengesetzes vor, welche die Urheberverbände nicht schöner hätten formulieren können. Der SPD-Politiker wollte die Betreiber von freien WLAN-Netzen verpflichten, den Zugang sicher zu verschlüsseln, alle Nutzer namentlich zu registrieren und von diesen eine rechtsverbindliche Nutzungserklärung einzuholen. Mit einem offenen WLAN hatte das alles wenig zu tun und die Novelle sah auch keine Abschaffung der Störerhaftung vor. Es folgte ein monatelanger Streit zwischen den Koalitionsparteien, in den erst wieder Bewegung kam, als sich der Europäische Gerichtshof mit dem Problem befassen musste.

Mutlose Neufassungen: Teil 2
Nachdem der zuständige Generalanwalt Maciej Szpunar seine Beurteilung im März 2016 vorgelegt hatte, war abzusehen, dass der EuGH die deutsche Störerhaftung einkassieren würde. Also wurde Gabriels Vorlage nochmals überarbeitet und die verpflichtende Verschlüsselung samt Nutzerregistrierung gestrichen. Doch auch der zweite Versuch entpuppte sich als unzureichend, denn im Gesetzestext wird die Störerhaftung mit keinem Wort erwähnt. Es gibt nur eine Klarstellung, dass die Anbieter von WLAN-Netzen zur Gruppe der Diensteanbieter gehören, sowie eine Absichtsbekundung in der rechtlich nicht bindenden Gesetzesbegründung:

"Die Haftungsprivilegierung des Diensteanbieters nach § 8 Absatz 1 und 2 umfasst z.B. uneingeschränkt auch die verschuldensunabhängige Haftung im Zivilrecht nach der sog. Störerhaftung und steht daher nicht nur einer Verurteilung des Vermittlers zur Zahlung von Schadenersatz, sondern auch seiner Verurteilung zur Tragung der Abmahnkosten und der gerichtlichen Kosten im Zusammenhang mit der von einem Dritten durch die Übermittlung von Informationen begangenen Rechtsverletzung entgegen."

Im Falle einer Urheberrechtsverletzung durch Benutzer können die Betreiber offener WLAN-Netze also nach wie vor abgemahnt und seitens der Urheber Unterlassungsansprüche geltend gemacht werden. Erst wenn der Fall vor einem Gericht landet, kann sich der Beklagte auf die Gesetzesbegründung berufen und auf einen verständnisvollen Richter hoffen. Dieser kann der Begründung nämlich folgen, muss dies aber nicht. Rechtssicherheit sieht anders aus! Der Bundesrat hatte dieses Problem zwar erkannt, das Gesetz aber dennoch durchgewunken.

Das Urteil des EuGH
Im September 2016 fällte der Europäische Gerichtshof sein Urteil zur deutschen Störerhaftung und stellte darin fest, dass der Anbieter eines offenen WLAN-Zugangs nicht für Rechtsverstöße seiner Nutzer haftbar gemacht werden kann. Da die aktuelle Fassung des Telemediengesetzes die Störerhaftung nicht regelt, ist eine Überarbeitung erforderlich. Allerdings konnten die Richter auch der ersten Neufassung von Sigmar Gabriel etwas abgewinnen, denn die Verschlüsselung des WLAN-Zugangs und die Registrierung der Benutzer bewerteten sie als zumutbare Maßnahmen zur Unterbindung von Rechtsverletzungen. Eine solche Absicherung sei aber erst dann erforderlich, wenn sie von einem Gericht aufgrund bereits erfolgter Verstöße verhängt wird.

Mutlose Neufassungen: Teil 3
In den vergangenen Monaten hatten SPD und CDU/CSU abermals um eine Überarbeitung gerungen, welche die Störerhaftung endgültig abschaffen sollte. Doch aus der versprochenen Klarstellungen zur Rechtssicherheit für WLAN-Anbieter wird wohl nichts, denn laut SPD hat sich die CDU/CSU-Fraktion auf der Zielgeraden quer gestellt. Zum einen verweigern die Schwesterparteien die Abschaffung der Störerhaftung, obwohl der EuGH diese bereits gekippt hat, zum anderen stellt man die aktuelle Regelung wieder in Frage. Offenbar interpretieren einige Fraktionsmitglieder das Urteil des EuGH als Freibrief, um nun doch eine Verschlüsselungs- und Registrierungspflicht einzuführen. Das Ziel, kostenlose WLAN-Zugänge auch in Deutschland zu etablieren, wird man auf diese Weise nicht erreichen können.

 
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Oberverwaltungsgericht kippt Vorratsdatenspeicherung

reported by doelf, Samstag der 24.06.2017, 16:38:56

Die Vorratsdatenspeicherung ist ein Lieblingsthema deutscher Innen- und Justizminister, doch diverse Gerichte haben die Umsetzungen immer wieder gekippt. Zuletzt hatte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) eine Neuauflage im Telekommunikationsgesetz verankert, aber auch diese wurde jetzt wieder kassiert, bevor sie richtig in Kraft treten konnte. Nordrhein-Westfalens Oberverwaltungsgericht sieht nämlich einen Verstoß gegen EU-Recht.

Eingeführt wurde die Maassche Verniedlichung der Vorratsdatenspeicherung im Dezember 2015, doch erst ab dem 1. Juli 2017 sind die "Erbringer öffentlich zugänglicher Telekommunikationsdienste" verpflichtet, die anfallenden Verkehrsdaten für einen Zeitraum von zehn Wochen und die Standortdaten für vier Wochen auf Vorrat zu speichern. Es handelt sich dabei abermals um eine anlasslose Speicherung, welche alle Nutzer von Telekommunikationsdiensten betrifft. Die Ermittlungsbehörden sollen auf die gesammelten Daten zur Strafverfolgung zugreifen können. Abgesehen von den wesentlich kürzeren Speicherfristen gibt es also keine grundlegenden Unterschiede zur ersten deutschen Vorratsdatenspeicherung, welche auf der europäischen Richtlinie 2006/24/EG basierte, die der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) im April 2014 für ungültig erklärt hatte.

Spacenet, ein IT-Unternehmen aus München, hatte gegen die staatlich auferlegte Verpflichtung zur Vorratsdatenspeicherung eine einstweilige Anordnung angestrebt und der 13. Senat des Oberverwaltungsgerichts in Münster hat diesem Antrag in einem Beschluss vom 22. Juni 2017 (Aktenzeichen: 13 B 238/17) stattgegeben. Dieser Beschluss ist unanfechtbar. Im ebenfalls von Spacenet angestrebten Hauptsacheverfahren dürfte allerdings der Gang zum Bundesverfassungsgericht bzw. zum Europäischen Gerichtshof bevorstehen. Wie zu erwarten, störten sich die Richter an der gegenwärtigen Ausgestaltung des Telekommunikationsgesetzes, welche sie als unvereinbar mit Artikel 15 Absatz 1 der Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation 2002/58/EG vom 12. Juli 2002 erachten. So hätte der EuGH der anlasslosen Massenüberwachung eine klare Absage erteilt, dennoch sieht das Gesetz weder personelle noch zeitliche oder geographische Kriterien zur Einschränkung der Datenerfassung vor.

Heiko Maas hatte seinerzeit argumentiert, die kürzeren Speicherfristen und die Einschränkung des Zugriffs würden ausreichen, um die Vorgaben des EuGH einzuhalten. Dem widersprechen die Münsteraner Richter: Dass die Daten bei den Telekommunikationsunternehmen erfasst und gelagert werden und der Zugriff schärfer reglementiert ist, spielt für sie nur eine untergeordnete Rolle. Wesentlich sei hingegen, dass die Vorratsdatenspeicherung nur anlassgebunden, und zwar zur "Verfolgung schwerer Straftaten" oder zur "Abwehr schwerwiegender Gefahren für die öffentliche Sicherheit", stattfinden darf. Kurzum: Die Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung scheitert aufgrund der selben Fehler wie ihr Vorgänger - und das war abzusehen. Offenbar fehlt hierzulande der politische Wille, Gesetze verfassungskonform auszugestalten.

 
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Staatstrojaner und Online-Durchsuchung: Eine Bewertung

reported by doelf, Samstag der 24.06.2017, 11:42:49

Selten war ein Thema so umstritten wie die Aufnahme der Online-Durchsuchung und der Quellen-Telekommunikationsüberwachung in die Strafprozessordnung. Während die eine Hälfte der deutschen Bürger erleichtert aufatmet und auf die baldige Verhaftung osteuropäischer Einbrecherbanden und das Ende des Terrorismus hofft, sieht die andere massenhafte Grundrechtsverstöße und eine verantwortungslose Gefährdung der IT-Sicherheit.

Worum geht es?
Nachdem sich die Innenminister von Bund und Ländern auf die Einführung der Online-Durchsuchung und der Quellen-Telekommunikationsüberwachung, landläufig als "Staatstrojaner" oder "Bundestrojaner" bekannt, geeinigt hatten, hat auch der Bundestag die hierfür notwendigen Änderungen in der Strafprozessordnung abgesegnet. Den Ermittlungsbehörden ist es damit möglich, heimliche Durchsuchungen auf Datenverarbeitungsgeräten durchzuführen sowie die Kommunikation über Messenger-Dienste, Chats und Internet-Telefonate abzuhören. Diese Maßnahmen sind durchaus sinnvoll, denn unsere Kommunikation hat sich über die letzten Jahre grundlegend geändert. Auf der anderen Seite handelt es sich hierbei zweifelsfrei um sehr weitreichende Eingriffe in unsere Grundrechte.

Überwachung oder Ermittlung?
Während andere Länder immer wieder ein Verbot der sicheren Ende-zu-Ende-Verschlüsselung oder spezielle Hintertüren für Ermittlungsbehörden ins Spiel bringen, handelt es sich beim deutschen Vorstoß weniger um eine Überwachungsmaßnahme als ein Ermittlungswerkzeug. Im Gegensatz zur Massenüberwachung, die zunächst anlasslos alle Daten sammelt und auswertet, um daraus in einem zweiten Schritt erste Verdachtsmomente zu konstruieren, kommen Online-Durchsuchung und Bundestrojaner erst dann zum Einsatz, wenn es bereits einen konkreten Verdacht gibt und ein Richter diesen als ausreichend erachtet. Allerdings bleibt die Gefahr, dass diese Instrumente in Zukunft viel zu oft genutzt werden, denn der Gesetzgeber hat die Grenzen sehr weit gezogen - dazu später mehr. Auch erscheinen die neuen Werkzeuge weniger personalintensiv zu sein als traditionelle Abhör- und Überwachungsmaßnahmen.

Technische Probleme
Da die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht angetastet wird und die Software-Hersteller auch keine Hintertüren bereitstellen müssen, bleibt den Ermittlern nur ein Weg auf die Rechner, Smartphones, Tablets und Router der Verdächtigen: Sie müssen Sicherheitslücken ausnutzen, um diese zu hacken. Und damit das möglichst immer funktioniert, wird man diese Schwachstellen unter Verschluss halten, statt sie den Herstellern zu melden. Genau dieses Vorgehen konnte man in den vergangenen Jahren immer wieder bei Geheimdiensten und Sicherheitsdienstleistern aus der Privatwirtschaft beobachten. Erst im Mai 2017 hatte eine Sicherheitslücke, die vom US-Auslandsgeheimdienst CIA über Jahre genutzt wurde, die flächendeckenden Angriffe des Verschlüsselungstrojaners WannaCry ermöglicht. Andererseits wird es immer Sicherheitslücken und Organisationen, die diese unter Verschluss halten, geben.

Rechtliche Probleme
Auch aus rechtlicher Sicht bleiben viele Fragen offen: Wer haftet beispielsweise, wenn im Schlepptau des Staatstrojaners auch Schadsoftware einen Rechner befällt? Wie sollen Trojaner und Durchsuchungswerkzeuge erkennen, ob das infiltrierte Gerät tatsächlich nur vom Verdächtigen genutzt wird? Schließlich existieren auf vielen Computern mehrere Benutzerkonten und Netzwerke werden zumeist auch von Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten und Kollegen genutzt. Und dann ist da noch das Problem einer möglichen Beweismanipulation: Wenn sich eine staatliche Spionagesoftware umfassenden Zugriff auf die Geräte eines Verdächtigen verschafft, kann sie nicht nur mitlesen, sondern auch Daten verändern oder löschen. Inwiefern können die auf diese Weise gewonnenen Daten in einem rechtsstaatlichen Gerichtsprozess überhaupt Bestand haben?

Schlampige Umsetzung
Aufgrund der weitreichenden Grundrechtseingriffe müsste der Einsatz von Online-Durchsuchung und Staatstrojaner auf besonders schwere Straftaten beschränkt sein. Das Bundesverfassungsgericht hatte hierzu in der Vergangenheit immer wieder "die Gefährdungen von Menschenleben, ihrer Gesundheit und elementarsten Lebensgrundlagen" angeführt, doch diese engen Vorgaben wurden von den Politikern wieder einmal ignoriert. Stattdessen wurde der Paragraph 100c der Strafprozessordnung herangezogen, der beispielsweise auch Geldfälschung, den Besitz von Kinderpornografie, bandenmäßigen Diebstahl, Hehlerei, Geldwäsche, Bestechung, Asylbetrug, Schleusertätigkeit sowie besonders schwere Verstöße gegen das Betäubungsmittel- oder Waffengesetz umfasst:

  1. aus dem Strafgesetzbuch:
    • Straftaten des Hochverrats und der Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates sowie des Landesverrats und der Gefährdung der äußeren Sicherheit nach den §§ 81, 82, 89a, 89c Absatz 1 bis 4, nach den §§ 94, 95 Abs. 3 und § 96 Abs. 1, jeweils auch in Verbindung mit § 97b, sowie nach den §§ 97a, 98 Abs. 1 Satz 2, § 99 Abs. 2 und den §§ 100, 100a Abs. 4,
    • Bildung krimineller Vereinigungen nach § 129 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 4 Halbsatz 2 und Bildung terroristischer Vereinigungen nach § 129a Abs. 1, 2, 4, 5 Satz 1 Alternative 1, jeweils auch in Verbindung mit § 129b Abs. 1,
    • Geld- und Wertzeichenfälschung nach den §§ 146 und 151, jeweils auch in Verbindung mit § 152, sowie nach § 152a Abs. 3 und § 152b Abs. 1 bis 4,
    • Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung in den Fällen des § 176a Abs. 2 Nr. 2 oder Abs. 3 und, unter den in § 177 Absatz 6 Satz 2 Nummer 2 genannten Voraussetzungen, des § 177,
    • Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischer Schriften in den Fällen des § 184b Absatz 2,
    • Mord und Totschlag nach den §§ 211, 212,
    • Straftaten gegen die persönliche Freiheit in den Fällen der §§ 234, 234a Abs. 1, 2, §§ 239a, 239b und Menschenhandel nach § 232 Absatz 3, Zwangsprostitution und Zwangsarbeit nach § 232a Absatz 3, 4 oder 5 zweiter Halbsatz, § 232b Absatz 3 oder 4 in Verbindung mit § 232a Absatz 4 oder 5 zweiter Halbsatz und Ausbeutung unter Ausnutzung einer Freiheitsberaubung nach § 233a Absatz 3 oder 4 zweiter Halbsatz,
    • Bandendiebstahl nach § 244 Abs. 1 Nr. 2 und schwerer Bandendiebstahl nach § 244a,
    • schwerer Raub und Raub mit Todesfolge nach § 250 Abs. 1 oder Abs. 2, § 251,
    • räuberische Erpressung nach § 255 und besonders schwerer Fall einer Erpressung nach § 253 unter den in § 253 Abs. 4 Satz 2 genannten Voraussetzungen,
    • gewerbsmäßige Hehlerei, Bandenhehlerei und gewerbsmäßige Bandenhehlerei nach den §§ 260, 260a,
    • besonders schwerer Fall der Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte nach § 261 unter den in § 261 Abs. 4 Satz 2 genannten Voraussetzungen, beruht die Strafbarkeit darauf, dass die Straflosigkeit nach § 261 Absatz 9 Satz 2 gemäß § 261 Absatz 9 Satz 3 ausgeschlossen ist, jedoch nur dann, wenn der Gegenstand aus einer der in den Nummern 1 bis 7 genannten besonders schweren Straftaten herrührt,
    • besonders schwerer Fall der Bestechlichkeit und Bestechung nach § 335 Abs. 1 unter den in § 335 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 genannten Voraussetzungen,
  2. aus dem Asylgesetz:
    • Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung nach § 84 Abs. 3,
    • gewerbs- und bandenmäßige Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung nach § 84a Abs. 1,
  3. aus dem Aufenthaltsgesetz:
    • Einschleusen von Ausländern nach § 96 Abs. 2,
    • Einschleusen mit Todesfolge oder gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen nach § 97,
  4. aus dem Betäubungsmittelgesetz:
    • besonders schwerer Fall einer Straftat nach § 29 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 5, 6, 10, 11 oder 13, Abs. 3 unter der in § 29 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 genannten Voraussetzung,
    • eine Straftat nach den §§ 29a, 30 Abs. 1 Nr. 1, 2, 4, § 30a,
  5. aus dem Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen:
    • eine Straftat nach § 19 Abs. 2 oder § 20 Abs. 1, jeweils auch in Verbindung mit § 21,
    • besonders schwerer Fall einer Straftat nach § 22a Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2,
  6. aus dem Völkerstrafgesetzbuch:
    • Völkermord nach § 6,
    • Verbrechen gegen die Menschlichkeit nach § 7,
    • Kriegsverbrechen nach den §§ 8 bis 12,
    • Verbrechen der Aggression nach § 13,
  7. aus dem Waffengesetz:
    • besonders schwerer Fall einer Straftat nach § 51 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2,
    • besonders schwerer Fall einer Straftat nach § 52 Abs. 1 Nr. 1 in Verbindung mit Abs. 5.

Es ist also abzusehen, dass sich das Bundesverfassungsgericht schon bald mit der Neuregelung der Strafprozessordnung beschäftigen muss. Es ist auch abzusehen, dass die Richter dem Einsatz von Online-Durchsuchung und Quellen-Telekommunikationsüberwachung abermals sehr enge Grenzen setzen werden. Und es ist auch abzusehen, dass die üblichen Verdächtigen aus der Politik wieder einmal darüber klagen werden, dass die Verfassungsrichter ihre Gesetze umschreiben und dabei das Parlament übergehen. All das wäre natürlich nicht erforderlich, wenn diese Politiker vorab ein verfassungskonformes Gesetz formuliert hätten. Und es wäre auch sinnvoll gewesen, den Bundesrat bei diesem Vorstoß nicht komplett zu übergehen.

 
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Börse: Toshiba steigt in die zweite Liga ab

reported by doelf, Freitag der 23.06.2017, 16:36:50

Die beiden großen japanischen Börsen Tokyo Stock Exchange (TSE) und Nagoya Stock Exchange (NSE) haben das Wertpapier des Technologiekonzerns Toshiba Corporation in die Zweitklassigkeit verbannt, die Herabstufung wird am 1. August 2017 vollzogen. Darüber hinaus droht dem Unternehmen ein Delisting, also der komplette Rauswurf. Eine eingeräumte Gnadenfrist endet am 31. März 2018.

Viel Ärger mit Börsen und Anlegern

In den vergangenen Monaten war Toshiba mit anhaltenden Bilanzproblemen und überfälligen Quartalsberichten mehrfach unangenehm aufgefallen, doch der konkrete Grund für die Abwertung der Aktie ist die finanzielle Schieflage der Japaner: Am 31. März 2017 rutschte Toshibas Eigenkapital ins Negative, die Verbindlichkeiten waren also höher als die verbliebenen Vermögenswerte. Toshiba beziffert das Eigenkapital der Anteilseigner auf voraussichtlich -581,6 Milliarden Yen (ca. -4,685 Milliarden Euro) mit einem Nettovermögen von -303,9 Milliarden Yen (ca. -2,448 Milliarden Euro). "Voraussichtlich", weil die endgültigen Geschäftszahlen für das Jahr 2016 immer noch nicht vorliegen. Toshiba hatte die Veröffentlichung seiner Geschäftsergebnisse bereits mehrfach verschoben und plant diese nun für den 10. August 2017. Die Herabstufung ließ Toshibas Aktie um 4,44 Prozent auf 308 Yen abstürzen. Dies dürfte den Konflikt mit den Investoren, die bereits Sammelklagen über Schadensersatzforderungen mit einem Gesamtvolumen von 108,4 Milliarden Yen (ca. 873,162 Millionen Euro) eingereicht haben, weiter anfachen.

Käufer für Speichersparte ausgewählt

Um seine Finanznot zu lindern, will Toshiba seine lukrative Speichersparte zu Geld machen. Diese wurde zum 1. April 2017 aus dem Konzern herausgelöst und umfasst neben dem DRAM-Geschäft auch Toshibas Flash- und SSD-Aktivitäten, nicht aber die Bildsensoren. Im Geschäftsjahr 2015 hatte die Speichersparte bei einen Umsatz in Höhe von 845,6 Milliarden Yen (ca. 6,81 Milliarden Euro) einen operativen Gewinn von 110,0 Milliarden Yen (ca. 886,05 Millionen Euro) erzielt. Toshiba selbst präferiert das Gebot eines Zusammenschlusses aus "Innovation Network Corporation of Japan", "Bain Capital Private Equity LP" und der "Development Bank of Japan": Der Verkauf soll am 28. Juni 2017 von den Aktionären abgesegnet werden. Doch zu Toshibas Speichersparte gehören auch drei Joint-Ventures mit Western Digital und die Amerikaner wollen keine fremden Gebote akzeptieren. Daher klagt Western Digital hinsichtlich des Verkaufs auf Unterlassung. Es ist somit fraglich, ob und wann Toshiba seine Speichersparte tatsächlich verkaufen kann.

Toshibas Atom-Probleme
Die Schuld an der ganzen Misere trägt Tohisbas US-Atom-Tochter "Westinghouse Electric Company". Toshiba hatte Westinghouse im Februar 2006 für 5,4 Milliarden US-Dollar von "British Nuclear Fuels" (BNFL) gekauft und dabei auf gute Geschäfte mit neu entwickelten Reaktoren gesetzt. Doch Westinghouse ist es nicht gelungen, die Probleme der 2008 begonnenen Bauprojekte Vogtle 3 und 4 im US-Bundesstaat Georgia und V.C. Summer 2 und 3 im US-Bundesstaat South Carolina in den Griff zu bekommen. In beiden Fällen sollen zwei Druckwasserreaktoren des Typs Westinghouse AP1000 mit einer Leistung von je 1,117 MWe in Betrieb genommen werden. Ende 2016 schluckte Westinghouse dann die zuständigen Bauunternehmen, deren finanzielle Substanz so gering war, dass Westignhouse im Anschluss selbst Gläubigerschutz beantragen musste. Toshiba machte daraufhin Abschreibungen in Höhe von 716,6 Milliarden Yen auf Westinghouse geltend. Auch der Bau von drei AP1000-Reaktoren im britischen Moorside (West Cumbria) scheint geplatzt zu sein, denn aufgrund der Geldprobleme bei Westinghouse ist der dortige Projektpartner ENGIE S.A. ausgestiegen.

 
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Kritische Lücke steckte über Jahre im RAR-Entpacker

reported by doelf, Freitag der 23.06.2017, 14:37:27

Zumindest seit dem Jahr 2012 steckt in UnRAR, dem Entpacker der beliebten Archiv-Software RAR, eine kritische Schwachstelle. Und diese gefährdet nicht nur die RAR-Nutzer, sondern auch viele Anti-Viren-Programme, welche UnRAR für die Archiv-Inspektion verwenden. Im schlimmsten Fall wird beim Zugriff auf ein manipuliertes RAR-Archiv Schadcode ausgeführt.

Erstmals wurde das Problem vor knapp fünf Jahren vom Sicherheitsforscher Tavis Ormandy in der Anti-Viren-Software von Sophos entdeckt. Ormandy meldete die Schwachstelle am 10. September 2012 und am 5. November 2012 lieferte Sophos einen Fix für seine Produkte aus. Dabei wurde allerdings übersehen, dass nicht der Code von Sophos, sondern vielmehr der verwendete Entpacker die Ursache des Fehlers war. Auch die RAR-Entwickler hatten diesen Zusammenhang nicht erkannt und so blieb uns die kritische Sicherheitslücke über Jahre erhalten. Erst am 9. Juni 2017 wurde die Schwachstelle vom Sicherheitsforscher Thomas Dullien wiederentdeckt und an RarLabs gemeldet.

Inzwischen gibt es mit RAR 5.50 Beta 4 eine fehlerbereinigte Version des Packers. Für Entwickler, die UnRAR in ihren eigenen Projekten nutzen, ist die Version 5.5.5 des Entpackers als Quellcode erhältlich:

 
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LibreOffice 5.3.4 ist fertig

reported by doelf, Freitag der 23.06.2017, 12:52:32

Die kostenlose und quelloffene Büro-Software LibreOffice liegt in der finalen Version 5.3.4 für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Diese entspricht Bit für Bit dem zweiten Veröffentlichungskandidaten und wer diesen bereits verwendet, muss die Installationspakete nicht nochmals herunterladen. LibreOffice 5.3.4 bringt keine neuen Funktionen, es wurden lediglich diverse Fehler korrigiert.

Insgesamt wurden 106 Probleme beseitigt, darunter auch 16 potentielle Absturzursachen, hervorzuheben ist dabei ein kritischer Ausnahmefehler bei der Prüfung von Office-Open-XML-Dokumenten. Beseitigt wurden auch mehrere Null-Zeiger-Dereferenzen sowie Abstürze beim Schließen von Calc-Dokumenten, beim Einfügen von Formeln und beim Löschen aller Bitmaps. Beim PDF-Export werden verborgene Blätter nicht mehr mit ausgegeben und die Entwickler haben PDF-Dokumente in Hinblick auf leere X509-Zertifikate abgesichert. Die zu hohe Scroll-Geschwindigkeit im Writer wurde gedrosselt und das unbeabsichtigte Entfernen gleichnamiger Rahmen unterbunden.

Beim Zugriff auf komprimierte und zugleich geschützte Dateien bleibt die Office-Software nicht mehr hängen und bei XLSX-Dateien sieht man nun wieder Bilder statt schwarzer Flächen. Korrigiert wurden Import-Probleme bei .DOCX- (fehlender Teiler in Fußnoten; unsichtbare Pfeilform) und .RTF-Dokumenten (obere und untere Grenzen um Text fehlen; linker Abstand für Absätze fehlt) sowie bei .XLSB-Binärarbeitsmappen (Schutzeinstellungen wurden irrtümlich umgekehrt). Tabellen, die im XLSX-Format gespeichert werden, sind nun auch kompatibel mit SPSS-Software, welche den Import bisher nach 64.000 Zeilen abgebrochen hatte. Die Folge konnte ein umfangreicher Datenverlust sein.

Download: LibreOffice 5.3.4

 
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Opera 46 verbessert die Stabilität

reported by doelf, Donnerstag der 22.06.2017, 15:43:53

Nach seiner "Wiedergeburt" in Form der Version 45 hat der Internetbrowser Opera mit der finalen Version 46 heute weiteren Feinschliff erfahren. Opera 46 - oder genauer gesagt: 46.0.2597.26 - verbessert die Stabilität des Programms und die Zuverlässigkeit des eingebauten VPN-Clients. Dazu gibt es Unterstützung für animierte PNG-Grafiken (APNG).

Opera 46

APNG bietet mehr Farbtiefe (24 Bit) als animierte GIFs und benötigt zugleich weniger Speicherplatz. Apple hatte APNG kürzlich in seine iMessage-App integriert und Opera hatte APNG schon vor Jahren unterstützt, als der Browser noch auf der hauseigenen Presto-Engine lief. Doch Opera ist längst auf Chromium umgestiegen, welches hier in der Version 59 vorliegt. Diese soll die Batterielaufzeit verlängern, indem im Hintergrund geöffnete Tabs weitgehend eingefroren werden.

Opera 46 bringt aber auch neue Hintergrundbilder und eine dunkle Schnellwahl, welche in Verbindung mit dem dunklen Farbthema genutzt wird, sofern kein Hintergrund gewählt wurde. Die Touchbar des Macbook dient neuerdings als Emoji-Leiste. Das Hauptaugenmerk der Entwickler war diesmal allerdings auf die Stabilität gerichtet und so konnte die Zahl der Abstürze zwischen April und Juni 2017 um beachtliche 35 Prozent reduziert werden.

Download:

 
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Windows 10 Insider Preview Build 16226 für PC und Build 15226 für Mobile

reported by doelf, Donnerstag der 22.06.2017, 11:55:45

Eine gute Woche nach den letzten Insider-Builds hat Microsoft frische Versionen von Windows 10 für Insider im Fast-Ring veröffentlicht. Für PCs gibt es den Build 16226 und für Smartphones den Build 15226, wobei die unterschiedlichen Nummern unterstreichen, dass sich die beiden Entwicklungsstände hinsichtlich OneCore immer noch unterscheiden. Neu sind beispielsweise die Überwachung der GPU-Auslastung im Task-Manager, der Währungsrechner sowie Shape Writing für Deutsch und 29 weitere Sprachen.

Der Mobile-Build 15226
Der kleine Sprung von 15222 auf 15226 bringt der Mobile-Variante nur wenige Änderungen: Microsoft hat die Juni-Patches (KB4022725) eingepflegt und drei Fehler behoben. So sollen jetzt wieder alle Apps SMS-Benachrichtigungen erhalten können und Bluetooth-Kopfhörer sollen nach dem Vorlesen von SMS-Mitteilungen durch Cortana normal funktionieren, was zuletzt nicht immer der Fall war. Beim Wechsel von Insider-Versionen zu den regulären Builds konnte es zu Funktionsproblemen kommen, welche Microsoft nun im Griff haben will. Noch nicht behoben wurde ein Startabsturz der WeChat-App.

PC-Build 16226: Edge
Microsofts Webbrowser Edge bleibt eine Dauerbaustelle: Das X zum Schließen von Tabs soll nun auch dann funktionieren, wenn JavaScript ein Dialogfenster geöffnet hat. Diese Methode wird häufig von zwielichtigen Webseiten genutzt, um Benutzer am Schließen eines Tabs zu hindern. Als Nebeneffekt bleiben auch andere Browser-Funktionen wie die Lesezeichen oder die Einstellungen zugänglich, während Dialogfenster auf eine Eingabe warten. Edge hat auch gelernt, Cookies und Einstellungen von Googles Chrome zu importieren.

Wer Textstellen in EPUB-Büchern markiert, kann sich diese von Cortana erklären lassen. Man kann auch handschriftliche Notizen (Ink Notes) hinterlegen, welche als Vorschau angezeigt werden, wenn der Mauszeiger über dem Note-Symbol schwebt. Elektronische Bücher, der Lesefortschritt, Lesezeichen und Notizen werden geräteübergreifend abgeglichen, sofern die Titel aus dem Windows Store stammen.

Um die Lesezeichen übersichtlicher zu gestalten, legt Edge diese nun als Verzeichnisbaum an, und endlich kann man die URLs der Favoriten nun auch nachträglich ändern. In Firmennetzen können die Administratoren Lesezeichen über Gruppen-Richtlinien konfigurieren und diese auch für Mobilgeräte verwalten. Hierbei ist es möglich, vorkonfigurierte Favoriten festzulegen und deren Bearbeitung zu sperren.

PC-Build 16226: Emojis
Die Emoji-Plage hat die Version 5.0 erreicht, welche uns neue Piktogramme von Snacks, Aktionen, Dinosauriern, Dschinns, Feen und Zombies bringt. Bei Aktions-Emojis kann man jetzt das Geschlecht wählen, das Aussehen einiger Emojis wurde optimiert und auch das Emoji-Panel wurde überarbeitet. Wer das "Dark Theme" verwendet, wird nun auch das Emoji-Panel in Finsteroptik erblicken. Zudem gibt es jetzt eine Suchfunktion, mit der man nach passenden Emojis suche kann. Ein Praxistest mit der Eingabe "Herr, schmeiß Hirn vom Himmel" liefert leider keine sinnvollen Ergebnisse.

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PC-Build 16226: OneDrive Files On-Demand
Mit OneDrive Files On-Demand, welches seit letzter Woche an Insider mit dem Build 16215 oder neuer ausgeliefert wird, verbessert Microsoft die Zugriffskontrolle für Dateien, welche in der Cloud gespeichert sind. Beim einem Zugriff auf OneDrive Files On-Demand meldet Windows den Namen der Datei und die verwendete App. Der Eigentümer kann diesen Zugriff dann erlauben, abbrechen oder die App grundsätzlich blockieren.

PC-Build 16226: Touch Keyboard
Shape Writing wird nun auch abseits der englischen Sprache geboten und steht für 30 Sprachvarianten, darunter Deutsch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Dänisch, Polnisch, Russisch und Türkisch zur Verfügung. Auch die Textvorhersage wird für alle 30 Sprachvarianten unterstützt. Das Touch Keyboard lässt sich nun mit Chinesisch (vereinfacht oder traditionell), Japanisch und Koreanisch verwenden. Von Windows 10 Mobile wurden die Einhand-Eingabe für die japanische Silbenschrift Kana, das Symbol für die Zwischenablage sowie der Wechsel zwischen Groß- und Kleinschreibung per Umschalttaste übernommen. Das Icon zum Greifen der Tastatur wurde entfernt, sie lässt sich nun an beliebiger Stelle greifen und verschieben.

PC-Build 16226: Allerlei Neuerungen (sogar sinnvolle)
Die hintere Ende des Eingabestifts funktioniert neuerdings als Radierer und das Scrolling per Stift ist nun auch in Win32-Anwendungen möglich. Raumklang (Spatial Sound) lässt sich direkt über das Icon im Benachrichtigungsbereich der Task-Leiste konfigurieren und die neue Sektion "Xbox Networking" in den Gaming-Einstellungen hilft bei Problemen mit Xbox Live. Der Task-Manager überwacht nun auch die GPU-Nutzung und beim Bereinigen des Datenträger kann man sich alter Windows-Versionen entledigen. Über die System-Einstellungen kann man Remote-Desktop-Zugriffe konfigurieren und für gescheiterte Updates soll es verständlichere Erklärungen geben.

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Ins Kontextmenü ist eine Teilen-Funktion eingezogen. Im Englischen heißt diese "Share", weshalb man "Share with", im Deutschen "Freigeben für", in "Give access to" geändert hat. Der Taschenrechner wurde um einen Währungsrechner erweitert und die Sprachausgabe kann Bilder analysieren, um die dargestellten Inhalte zu beschreiben. Bei Neuinstallationen fehlt das unsichere SMB1-Protokoll, bei Upgrades bleibt es indes erhalten. Neu ist auch das VM Sharing, dessen Name etwas irreführend ist. Statt eine virtuelle Maschine zu teilen, wird sie lediglich in ein Archiv gepackt, das sich auf anderen Rechnern per Doppelklick importieren lässt. Weitere Optimierungen gab es hinsichtlich der Eingabe japanischer Sprache.

 
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Server: AMD verspricht epische Leistung

reported by doelf, Mittwoch der 21.06.2017, 18:23:47

AMDs neue Server-CPUs aus der EPYC-7000-Serie umfassen bis zu 32 Zen-Kerne und sollen endlich wieder eine ernstzunehmende Alternative zu Intels Xeon-Baureihen darstellen. Seit gestern kann man entsprechende Systeme bei namhaften Server-Herstellern wie HPE, Dell, Asus, Gigabyte, Inventec, Lenovo, Sugon, Supermicro, Tyan und Wistron bestellen.

Erste Leistungsmessungen seitens AMD sind vielversprechend: Mit 2.360 Punkten in SPECint_rate2006 hat der EPYC 7601 einen neuen Bestwert für Systeme mit zwei CPU-Sockeln aufgestellt. Kommt nur ein CPU-Sockel zum Einsatz, reichen 1.200 Punkte für die höchste Leistung im Bereich der Mainstream-x86-Lösungen. Einen absoluten Bestwert für Computer mit einem CPU-Sockel liefert der EPYC 7601 indes mit 943 Punkten in der Gleitkomma-Wertung SPECfp_rate2006. Alle Messungen wurden unter Ubuntu 16.04 vorgenommen. Der EPYC 7601 ist momentan AMDs Flaggschiff mit 32 Kernen, 64 Threads und Taktraten zwischen 2,2 und 3,2 GHz.

Die EPYC-Baureihe umfasst derzeit zwölf Prozessoren mit 8, 16, 24 und 32 Kernen. Jeder Kern kann dabei zwei Threads parallel abarbeiten. Der Stromverbrauch bewegt sich zwischen 120 und 180 Watt, was in Anbetracht der zahlreichen Kerne nicht viel ist. Jeder Prozessor verfügt über 128 PCIe-Lanes der dritten Generation und acht DDR4-Speicherkanäle. In Zwei-Sockel-Servern warten somit 32 DIMM-Sockel und 16 Speicherkanäle auf bis zu 4 Terabyte Arbeitsspeicher. AMD hat also nicht nur bei den CPUs geklotzt, sondern bei der ganzen Plattform.

Zum Abschluss noch eine Übersicht der zwölf EPYC-Prozessoren (die P-Versionen unterstützen nur einen CPU-Sockel):

  • EPYC 7601: 32 Kerne; 64 Threads; 2,2 - 3,2 GHz; 64 MiB L3-Cache; 8 x DDR4-2666; TDP: 180 W
  • EPYC 7551/7551P: 32 Kerne; 64 Threads; 2,0 - 3,0 GHz; 64 MiB L3-Cache; 8 x DDR4-2666; TDP: 180 W
  • EPYC 7501: 32 Kerne; 64 Threads; 2,0 - 3,0 GHz; 64 MiB L3-Cache; 8 x DDR4-2400/2666; TDP: 155/170 W
  • EPYC 7451: 24 Kerne; 48 Threads; 2,3 - 3,2 GHz; 64 MiB L3-Cache; 8 x DDR4-2666; TDP: 180 W
  • EPYC 7401/7401P: 24 Kerne; 48 Threads; 2,0 - 3,0 GHz; 64 MiB L3-Cache; 8 x DDR4-2400/2666; TDP: 155/170 W
  • EPYC 7351/7351P: 16 Kerne; 32 Threads; 2,4 - 2,9 GHz; 64 MiB L3-Cache; 8 x DDR4-2400/2666; TDP: 155/170 W
  • EPYC 7301: 16 Kerne; 32 Threads; 2,2 - 2,7 GHz; 64 MiB L3-Cache; 8 x DDR4-2400/2666; TDP: 155/170 W
  • EPYC 7281: 16 Kerne; 32 Threads; 2,1 - 2,7 GHz; 32 MiB L3-Cache; 8 x DDR4-2400/2666; TDP: 155/170 W
  • EPYC 7251: 8 Kerne; 16 Threads; 2,1 - 2,9 GHz; 32 MiB L3-Cache; 8 x DDR4-2400; TDP: 120 W

Quelle: www.amd.com
 
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OpenMandriva Lx 3.0.2 ist fertig

reported by doelf, Mittwoch der 21.06.2017, 17:36:33

OpenMandriva ist der von der Community entwickelte Nachfolger der kommerziellen Linux-Distribution Mandriva. Das Betriebssystem, welches sich primär an Desktop-Nutzer richtet, wird seit Dezember 2012 unter der Leitung der OpenMandriva Association entwickelt. Seit heute ist die neueste Version OpenMandriva Lx 3.0.2 verfügbar, welche auf dem Kernel 4.11.3 basiert.

Der "Budget Fair Queueing Storage-I/O Scheduler" (BFQ) soll die Schnittstellen beschleunigen und dank "Ultra Kernel Samepage Merging" (UKSM) soll der Arbeitsspeicher effizienter genutzt werden. Neben Xorg 1.19.3 ist auch Wayland 1.12.0 mit an Bord, wobei neben Weston, der Referenzimplementierung des Wayland-Compositors, auch KDE Plasma 5.9.5 "out of box" unterstützt wird. Die Kombination aus Wayland und Plasma sei aber noch experimentell und nicht für den tagtäglichen Einsatz geeignet, merken die Entwickler hierzu an. KDE Plasma 5.9.5 umfasst hier das KDE-Framework 5.33.0, die KDE-Applications 17.04.0 sowie Qt 5.8.0. Falls Plasma für die heimische Hardware zu fordernd sein sollte, bieten sich Xfce4 und LXQt 0.11.0 als leichtgewichtige Alternativen an. LXQt ist der Nachfolger von LXDE, mit dem der Wechsel vom inzwischen veralteten GUI-Toolkit GTK+2 zu Qt5 vollzogen wird. Ein Wechsel auf GTK+3 war für die LXDE-Entwickler nicht in Frage gekommen, da dieses zu hohe Anforderungen an die Hardware stellt.

OpenMandriva hat den Standard-Compiler gewechselt und verwendet nun LLVM/clang 4.0.1 statt GCC. Nach Angaben der Entwickler ist LLVM/clang schneller, benötigt weniger Arbeitsspeicher und erzeugt besseren Objekt-Code. In Hinblick auf die Anwendungen werden LibreOffice 5.3.3, der Media-Player SMPlayer inklusive LAME für die MP3-Unterstützung (die Patente auf MP3 sind kürzlich ausgelaufen) sowie die Webbrowser Qupzilla 2.1.2 (auf Qt5-Basis), Firefox 53.0.2 und Chromium 58.0.3029.110 geboten. Für Spieler gibt es PlayOnLinux und das Steam-Paket kann nachträglich installiert werden. Die Druckerunterstützung wird über Cups 2.1.3 und Ghostscript 9.19 realisiert, die Audio-Ausgabe über ALSA 1.1.4 und Pulseaudio 10.0. Zur Virtualisierung stehen Qemu, Docker und VirtualBox bereit. Mit einigen Grafikkarten von AMD, namentlich genannt wird die Radeon HD 7770, kann es Probleme geben: Wenn man beispielsweise nur einen schwarzen Bildschirm sieht, hilft der Eintrag "xorg.blacklist=ati" in der Kommandozeile von Grub2. Bisher ist OpenMandriva Lx 3.0.2 nur für x86-Architekturen (32 und 64 Bit) erhältlich.

Download: OpenMandriva Lx 3.0.2

 
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AMD Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.6.2

reported by doelf, Mittwoch der 21.06.2017, 14:54:18

AMDs optionale Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.6.2 verbessert die Grafikleistung mit dem Spiel "DiRT4". Bei diesem war die Treiberversion 17.6.1 in Verbindung mit den neuesten Updates des Spiels und 8xMSAA niedriger gewesen, als AMD es erwartet hatte. Weitere Änderungen gibt es diesmal nicht.

Ungelöste Probleme
Das Zuschalten von MSAA verursacht Grafikfehler im Zusammenspiel mit "Tom Clancy's: Rainbow Six Siege" und bestimmte Varianten der Radeon RX 390 lassen Adobe Lightroom unter Windows 7 abstürzen. Vier weitere Fehler begleiten uns schon seit etlichen Wochen: "Counter-Strike: Global Offensive" und "World of Warcraft" flackern beim ersten Aufruf nach einem Systemstart, sofern FreeSync genutzt wird. Beendet man das Spiel und startet es erneut, ist das Flackern verschwunden. Auch ein Task-Wechsel soll helfen. Einige Anwendungen leiden weiterhin unter Leistungseinbrüchen, wenn AMD FreeSync für rahmenlose Vollbild-Applikationen genutzt wird. Die Installation von ReLive kann auf APUs zu Systemabstürzen führen und die ReLive-Software verträgt sich nicht mit der XBOX DVR App von Microsoft - man muss somit zwischen den Apps wählen.

Kompatibilität
Die Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.6.2 unterstützt diskrete GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Mobil) unter Windows 7, 8.1 und 10. Wie üblich werden nicht alle Grafiklösungen unter allen Betriebssystemen unterstützt, zudem existieren keine 32-Bit-Treiber für Windows 8.1. Wer eine APU verwendet, muss zur stabilen und WHQL-zertifizierten Crimson ReLive Edition 17.4.4 greifen. Diese unterstützt eine Vielzahl von APUs mit Ausnahme der Baureihen Beema und Mullins.

Download:

 
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Kritisch: Stack Clash gefährdet Linux und Unix

reported by doelf, Mittwoch der 21.06.2017, 13:32:32

Die Sicherheitsexperten von Qualys haben eine kritische Lücke im Speichermanagement der x86-Varianten von Linux und Unix gefunden. Der "Stack Clash" kann von Angreifern genutzt werden, um Speicherinhalte zu verändern und dabei eigenen Code einzuschleusen und auszuführen. Für viele Linux-Distributionen wie Debian, Red Hat, SUSE und Ubuntu und auch für OpenBSD und Oracle Solaris sind bereits Updates verfügbar.

Qualys hatte die Entwickler vorab über seine Entdeckung informiert und sieben Exploits, mit denen sich die Schwachstelle ausnutzen lässt, bereitgestellt. Diese Angriffe funktionieren alle nur lokal, doch auch Angriffe aus der Ferne wollen die Sicherheitsexperten keinesfalls ausschließen. Im Falle des Exim-Mail-Servers, welcher sich für einen Angriff aus der Ferne anbieten würde, scheiterte der Versuch nur aufgrund eines anderen Fehlers. Da das Problem sehr weit verbreitet ist und für Kriminelle ein überaus interessantes Ziel darstellt, sollte man die Updates unverzüglich einspielen.

Stack Clash im Detail
Jedes Programm bekommt von der Speicherverwaltung des Betriebssystems einen eigenen Speicherbereich, den Stack, zugewiesen. Da der verfügbare Arbeitsspeicher optimal ausgenutzt werden soll, wäre eine feste Stack-Größe nicht zielführend. Die Größe des Stacks muss daher flexibel auf den aktuellen Speicherbedarf der Software angepasst werden. Hierbei ist es notwendig, dass die Stacks der unterschiedlichen Programme streng voneinander getrennt bleiben, doch das ist nicht immer der Fall. Aufgrund eines Fehlers im Speichermanagement kann es vorkommen, dass der Stack in eine fremde Speicherregion überläuft. Angreifer können somit versuchen, einen solchen Überlauf zur Manipulation der Speicherinhalte zu missbrauchen. Wird der Schadcode dabei erfolgreich platziert, kann sich der Angreifer auf diese Weise Root-Rechte verschaffen.

Ähnliche Angriffe wurden bereits in den Jahren 2005 und 2010 publiziert, weshalb ein Schutzmechanismus, die Stack Guard-Page, in Linux, OpenBSD, NetBSD, FreeBSD und Solaris integriert wurde. Damals wurde ein sequentieller Überlauf herbeigeführt, indem Daten einfach über die Stack-Grenze hinaus geschrieben wurden. Die Guard-Page hält solche Angriffe zuverlässig ab und meldet einen ungültigen Zugriff. Doch die Guard-Page ist nur wenige Kilobyte groß und Qualys ist es gelungen, diese Sicherheitsbarriere zu überspringen (Kernel: CVE-2017-1000364; glibc: CVE-2017-1000366). Im Rahmen der Exploit-Entwicklung wurden zudem weitere Schwachstellen gefunden.

 
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Intel stampft seine Einplatinen-Computer ein

reported by doelf, Dienstag der 20.06.2017, 19:26:42

Mit Edison, Galileo und Joule wollte Intel im Bereich der Einplatinen-Computer und Entwickler-Boards Fuß fassen, doch gegen Raspberry und Arduino waren die x86-Alternativen anscheinend chancenlos. Nicht einmal ein Jahr nach ihrer Vorstellung werden die drei IoT-Hoffnungsträger von Intel schon wieder in die Rente geschickt.

In drei Support-Dokumenten für Edison, Galileo und Joule hatte Intel das bevorstehende Support-Ende am 16. Juni 2017 angekündigt. Die letzten Bestellungen werden demnach am 16. September 2017 entgegen genommen und die letzten Lieferungen sollen an 16. Dezember 2017 erfolgen.

Echte Nachfolgeprodukte hat Intel nicht in Aussicht gestellt. Zumindest in einigen Bereichen könnte die Compute Card als Ersatz zum Einsatz kommen. Die Compute Card misst 95 x 55 x 5 mm und beherbergt eine passiv gekühlte CPU sowie Wireless-LAN und Bluetooth. Die Compute Card kann in kompakten Computern, smart-TVs und Set-Top-Boxen, aber auch in Haushaltsgeräten, Kassen, Automaten oder Maschinen zum Einsatz kommen. Upgrades auf leistungsfähigere Prozessoren mit mehr Arbeitsspeicher lässt sich laut Intel ganz einfach durch einen Kartentausch bewerkstelligen.

 
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USA: Republikaner bringen den Identitätsklau voran

reported by doelf, Dienstag der 20.06.2017, 17:30:17

BIG DATA war gestern, mit Donald Trump gibt es jetzt GREAT DATA LEAKS. Denn während Kriminelle früher noch mühsam diverse Internetdienste und Firmen hacken mussten, um an die persönlichen Daten der US-Bürger zu kommen, bekommen sie diese jetzt für den multimillionenfachen Identitätsdiebstahl auf dem unverschlüsselten Silbertablett serviert. Denn die Republikaner und ihre IT-Experten wissen nicht, was sie tun.

In den USA gibt es eigentlich kein zentrales Wählerverzeichnis, daher hatte die Firma "Deep Root Analytics" ein solches für das "Republican National Committee" (RNC) angelegt, um den Wahlkampf von Donald Trump zu unterstützen. Die Datensammlung umfasst 1,1 Terabyte personenbezogene Daten von 198 registrierten Wählern und sie lag frei zugänglich ohne jeglichen Passwortschutz auf einem Cloud-Server von Amazon. Neben harten Fakten wie Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer und dem Eintrag aus dem Wählerverzeichnis wurde auch versucht, Ethnien, Religionszugehörigkeiten und das Wahlverhalten vorherzusagen. Entdeckt wurde das gewaltige Datenleck von der Firma UpGuard.

Neben Deep Root Analytics sollen auch andere republikanische Firmen wie TargetPoint und Data Trust-all Informationen für die Datenbank beschafft haben. Die Wähler wurden anhand von 48 unterschiedlichen Kategorien analysiert, um ihr Wahlverhalten vorherzusagen und mögliche Ansatzpunkte für die republikanische Überzeugungsarbeit zu finden. Die Kosten der Datenbeschaffung und Auswertung schätzt UpGuard auf rund 100 Millionen US-Dollar. Offenbar war allerdings kein Geld für echte Sicherheitsexperten, welche die Daten auf dem Cloud-Server hätten absichern können, übrig. Und so stolperte UpGuards Sicherheitsanalytiker Chris Vickery am 12. Juni 2017 auf der Amazon-Subdomain "dra-dw" über die komplett ungeschützte Datensammlung.

Die Abkürzung "dra-dw" steht für "Deep Root Analytics Data Warehouse" und weist mit einem anklagenden Finger direkt auf die Schuldigen. "Deep Root Analytics" hat bereits bestätigt, für die Datensammlung verantwortlich zu sein. Die Firma hat den Zugriff aus dem Internet am 14. Juni 2017 unterbunden, nachdem UpGuard die zuständigen Bundesbehörden über das Datenleck unterrichtet hatte. Weitere 24 Terabyte Daten, welche ebenfalls in diesem Datenlager gehortet werden, waren gegen Zugriffe von außen geschützt und konnten nicht von UpGuard ausgewertet werden. Weiterhin fanden sich Kopien unzähliger Reddit-Beiträge, offenbar wurden auch diese zur Analyse herangezogen.

Mit 198 Millionen betroffenen US-Bürgern ist dieses Datenleck eines der größten der näheren Geschichte und setzt in Hinblick auf Wählerverzeichnisse neue Maßstäbe. Es dokumentiert zudem, wie sorglos mit solchen personenbezogenen Daten umgegangen wird. Es wird auch ersichtlich, dass man mit ausreichend hohen Finanzmitteln Daten aus unterschiedlichsten Quellen erwerben und zusammenführen kann, um einen möglichst gläsernen Wähler zu bekommen. Und den kann man, sofern die Analyse korrekt war, mit gezielter Wahlwerbung beeinflussen und auf Kurs bringen. Was kann man dazu noch sagen? Genau: SAD, SO SAD!

 
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Firefox Klar: Der private Browser für Android

reported by doelf, Dienstag der 20.06.2017, 16:30:02

Mit "Firefox Klar" hat Mozilla einen neuen Spezial-Browser für Android (ab Version 5.0) entwickelt, der in Hinblick auf den Datenschutz und die Geschwindigkeit punkten soll. Dazu blockiert Firefox Klar automatisch typische Techniken, welche zur Verfolgung von Internetaktivitäten genutzt werden. Sitzungsdaten lassen sich zudem ganz leicht löschen.

EinstellungenWährend der "Private Modus" bei Mobilgeräten immer noch recht stiefmütterlich umgesetzt wird, ist "Firefox Klar" ein reduzierter Webbrowser, mit dem man grundsätzlich im "Privaten Modus" surft. Man muss sich also nicht erst durch Einstellungsmenüs hangeln, sondern kann gleich unbekümmert lossurfen. Ganz gleich ob soziale Medien, die uns über ihre "Gefällt mir"- und "Teilen"-Buttons verfolgen, Google Analytics oder typische Werbe-Tracker: Fast alles, was den Nutzer gläsern macht und das Internet ausbremst, wird von Hause aus blockiert.

Die Benutzerverfolgung über Mediendaten ist zwar weiterhin möglich, lässt sich aber manuell über den Menüpunkt "Andere Inhaltsverfolgung blockieren" nachrüsten. Diesen Kompromiss in den Voreinstellungen ist Mozilla eingegangen, um die Mediennutzung nicht übermäßig zu behindern. Dafür ist der Tarnmodus, welcher "Firefox Klar" gegenüber dem Betriebssystem abschirmt, bereits angeschaltet. Dies merkt man beispielsweise daran, dass es mit aktivierter Tarnkappe nicht möglich ist, ein Bildschirmfoto anzufertigen.

Eine weitere Option ermöglicht das Umgehen von Webfonts. Diese Schriftarten werden von Webseiten installiert, damit die im Browser hübscher aussehen. Diese Kosmetik geht jedoch zu Lasten des Datenvolumens, weshalb man beim Surfen ohne Webfonts mit weniger Daten auskommt und sich die Seiten schneller aufbauen. Stets präsent ist auch das Mülleimer-Icon, mit dem man sämtliche Sitzungsdaten - also die aktuell geöffnete Webseite, die Chronik sowie alle verwendeten Passwörter und die von den Webseiten angelegten Cookies - löscht.

Da Firefox Klar keine Daten sammelt, erinnert sich die App auch nicht an Daten aus vorherigen Sitzungen. Das ist nicht sonderlich bequem, doch wenn nur die Bequemlichkeit über den Datenschutz zu entscheiden hätte, gäbe es diesen schon gar nicht mehr. Ein echtes Defizit ist indes das Fehlen von Tabs und auch eine Suchfunktion für Seiteninhalte vermissen wir. Aber "Firefox Klar" will ja auch kein Allrounder sein, sondern ein Spezial-Browser für jene Webseiten, denen wir unsere Daten lieber nicht anvertrauen wollen.

Download: Firefox Klar für Android

 
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LibreOffice 5.3.4 RC 2 verfügbar

reported by doelf, Dienstag der 20.06.2017, 13:29:04

Die Veröffentlichung des finalen LibreOffice 5.3.4 ist für die laufende Woche geplant, doch vorab gibt es jetzt erst noch einen zweiten Veröffentlichungskandidaten. Nachdem der erste Release Candidate 102 Fehler, darunter auch 15 potentielle Absturzursachen, behoben hatte, kümmert sich LibreOffice 5.3.4 RC 2 um vier weitere Probleme.

Hervorzuheben ist dabei ein kritischer Ausnahmefehler bei der Prüfung, ob es sich bei einem Office-Open-XML-Dokument um das OpenDocument-Format handelt. Beim Einsatz von DrawViewShell::FuTemporary() ging die Auswahl verloren und bei der bedingten Formatierung wurden die Bedingungen nicht immer gespeichert. Diese Bugs wurden ebenso korrigiert wie ein Problem beim Speichern von Tabellen im XLSX-Format, welches SPSS-Software den Import nach 64.000 Zeilen abbrechen ließ. Die Folge konnte ein umfangreicher Datenverlust sein.

Download: LibreOffice 5.3.4 RC 2

 
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Debian 9 (Stretch) ist fertig

reported by doelf, Montag der 19.06.2017, 17:08:58

Die Linux-Distribution Debian liegt nach 26 Monaten Entwicklungszeit in der finalen Version 9 (Codename: Stretch) zum Download bereit. Der Lieferumfang umfasst mehr als 51.000 Software-Pakete. Debian 9, welches dem Ende 2015 verstorbenen Projektgründer Ian Murdock gewidmet ist, wird über einen Zeitraum von fünf Jahren mit Sicherheits-Updates versorgt werden.

Mit "Stretch" kehren Firefox und Thunderbird zurück, welche Debian aufgrund eines Namensstreits mit Mozilla vor über zehn Jahren durch seine modifizierten Versionen Iceweasel und Icedove ersetzt hatte. Dieser Disput wurde im März 2016 beigelegt. Als standardmäßige MySQL-Variante setzt Debian 9 auf MariaDB 10.1, vorhandene Pakete von MySQL 5.5 und 5.6 werden während des Upgrades ersetzt. Die UEFI-Unterstützung wurde ausgeweitet und erlaubt nun auch die Installation mit einem 64-Bit-Kernel auf 32-Bit-UEFI sowie den UEFI-Boot der Live-Abbilder. Secure Boot hat es leider nicht geschafft, könnte aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden. Debians hauseigener Bootloader Shim wurde jedenfalls schon von Microsoft signiert.

Debian 9 basiert auf Linux 4.9, während der Installation stehen die Desktop-Umgebungen GNOME 3.22, Cinnamon 3.2.7-4, KDE Plasma 5.8, MATE 1.16, Xfce 4.12 und LXDE zur Auswahl. Die Anwendungen umfassen beispielsweise Chromium 59.0.3071.86, Firefox 45.9 ESR, GIMP 2.8.18, LibreOffice 5.2 und Thunderbird 45.8. In Hinblick auf die Sicherheit wurde das X-Display-System derart angepasst, dass es für seinen Betrieb keine Root-Rechte mehr benötigt. Bei GnuPG setzt Debian 9 auf den "modern"-Zweig, welcher eine bessere Kryptografie mit elliptischen Kurven mit sinnvolleren Voreinstellungen, mehr Modularität und einer verbesserten Smartcard-Unterstützung kombiniert. Der "classic"-Zweig ist noch verfügbar, wird aber als veraltet (deprecated) geführt.

Für Stretch gibt es nur noch zwei CD-Abbilder: Ein Image für netinst und eine Minimalversion mit XFCE. Die anderen Abbilder sind für DVDs und Blu-rays (ein- und doppelseitig) gedacht. Debian 9 ist in 75 Sprachen für zehn Architekturen - 64-Bit PC/Intel EM64T/x86-64 (amd64), 32-Bit PC/Intel IA-32 (i386), 64-Bit Motorola/IBM PowerPC (ppc64el), 64-Bit IBM S/390 (s390x), 32-Bit ARM (armel/armhf), 64-Bit ARM (AArch64), 32-Bit MIPS (mips/mipsel) und 64-Bit MIPS (mips64el) - erhältlich. Gestrichen wurde die Unterstützung für 32-Bit Motorola/IBM PowerPC.

Download: Debian 9 (Stretch)

 
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Pinkel-Power beim Glastonbury Festival

reported by doelf, Montag der 19.06.2017, 15:02:36

Nein, Harnstoff macht nicht nur Diesel sauberer, sondern kann auch selbst als Kraftstoff dienen. Beispielsweise beim Glastonbury Festival, bei dem die "Pee Power"-Urinale seit dem Jahr 2015 erprobt werden. Und das ganze funktioniert so gut, dass die Universität von Bristol jetzt einen 5-Jahres-Vertrag für die Bereitstellung der Pinkel-Power bekommen hat.

Die "Pee Power"-Urinale wurden von Wissenschalftlern des Bristol BioEnergy Centre, welches zur Fachabteilung Robotik der dortigen Universität gehört, entwickelt. Sie leiten den Urin in Mikrobielle-Brennstoffzellen, welchen diesen in Strom umwandeln. Der dabei erzeugte Strom wird beispielsweise für die Beleuchtung der WC-Anlagen genutzt. Die aktuelle Generation der "Pee Power"-Urinale kann zeitgleich von 25 Personen genutzt werden, ihre Vorgänger waren noch deutlich kleiner.

Mit 135.000 potentiellen Urin-Lieferanten ist das Glastonbury Festival nicht nur ein guter Feldversuch für die "Pee Power"-Urinale, sondern auch eine Werbung für diese Technologie. Später soll die Pinkel-Power dann in Schwellen- und Entwicklungsländern zum Einsatz kommen. Natürlich könnte man die dortigen Toiletten auch mit Hilfe von Solarzellen beleuchten, doch die Erzeugung von Strom ist nur ein Teil des Projekts "Urine-tricity++". Weitere Endprodukte der Urinverarbeitung sollen sauberes Trinkwasser und Dünger sein.

 
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Sicherheitslücke: Microsoft rät von WINS ab

reported by doelf, Freitag der 16.06.2017, 16:41:08

Microsoft betrachtet den eigenen "Windows Internet Name Service" (WINS) als veraltet und scheut den Aufwand, welchen die Korrektur einer im Dezember 2016 entdeckten Sicherheitslücke mit sich bringen würde. Kunden, die WINS noch einsetzen, sollen daher zum "Domain Name System" (DNS) wechseln. Betroffen sind alle Windows-Server von 2008 bis 2016.

Wie FortiGuard Labs, der Entdecker der Schwachstelle, erklärt, handelt es sich um eine Speichermanipulation, welche Angreifer recht einfach ausnutzen können. Wenn man WINS aus der Ferne mit Replikationsanfragen bombardiert, reichen mehr als drei Replikationssitzungen (Befehl: WREPL_REPL_UPDATE2) aus, um den Dienst lahmzulegen. Es handelt sich also um ein DoS-Problem (Denial of Service). Als Ursache konnten die Forscher einen Puffer ausmachen, der mehrfach freigegeben wird, wodurch es zu einer Beschädigung der Zeiger kommt. Microsoft bewertet eine Reparatur als zu aufwändig, da WINS kaum noch genutzt wird. Vor ein paar Tagen teilte man FortiGuard Labs daher mit, dass keine Korrektur für die Sicherheitslücke geplant sei. Unternehmen, die WINS noch verwenden, sollten dies zeitnah ändern!

 
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Toshiba: Investoren und Partner klagen

reported by doelf, Freitag der 16.06.2017, 15:18:18

Dem japanischen Technologiekonzern Toshiba steht aufgrund der Zahlungsunfähigkeit seiner US-Atom-Tochter "Westinghouse Electric Company" das Wasser bis zur Hutkrempe. Um frisches Geld zu bekommen, wollte das Unternehmen seine lukrative Chipsparte verkaufen, doch dagegen klagt Western Digital (WD). Und auch die Investoren klagen und fordern bisher knapp 900 Millionen Euro Schadensersatz.

Die Investoren klagen
Wie der Krisenkonzern mitteilt, haben weitere 70 Investoren bei einem Gericht in Tokyo eine Sammelklage eingereicht. Sie werfen dem Unternehmen eine fehlerhafte Buchführung vor und fordern zusammen 43,890 Milliarden Yen Schadensersatz. Zu diesen Forderungen gesellen sich 25 ältere Schadensersatzklagen mit einem Volumen von 64,513 Milliarden Yen. Insgesamt stehen damit Forderungen in Höhe von 108,4 Milliarden Yen (ca. 878,040 Millionen Euro) im Raum. Wie die japanische Firma mitteilt, will sie Gelder für etwaige Schadensersatzzahlungen zurückstellen. Dies scheint auch notwendig zu sein, denn Toshiba hatte seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2016 verspätet und unvollständig veröffentlicht. Zuvor hatten die Buchprüfer von PricewaterhouseCoopers (PwC) aufgrund des von ihnen vorgefundenen Finanzchaos das Handtuch geworfen. Die Schuld an der ganzen Misere trägt Tohisbas US-Atom-Tochter "Westinghouse Electric Company".

Toshibas Atom-Probleme
Toshiba hatte Westinghouse im Februar 2006 für 5,4 Milliarden US-Dollar von "British Nuclear Fuels" (BNFL) gekauft und dabei auf den Neubau von Reaktoren in den USA und Großbritannien gesetzt. Doch Westinghouse ist es nicht gelungen, die Probleme der 2008 begonnenen Bauprojekte Vogtle 3 und 4 im US-Bundesstaat Georgia und V.C. Summer 2 und 3 im US-Bundesstaat South Carolina in den Griff zu bekommen. In beiden Fällen sollen zwei neue Druckwasserreaktoren des Typs Westinghouse AP1000 mit einer Leistung von je 1,117 MWe in Betrieb genommen werden. Ende 2016 schluckte Westinghouse dann die zuständigen Bauunternehmen, deren finanzielle Substanz so gering war, dass Westignhouse im Anschluss selbst Gläubigerschutz beantragen musste. Toshiba machte daraufhin Abschreibungen in Höhe von 716,6 Milliarden Yen auf Westinghouse geltend. Auch der Bau von drei AP1000-Reaktoren im britischen Moorside (West Cumbria) scheint geplatzt zu sein, denn aufgrund der Geldprobleme bei Westinghouse ist der Projektpartner ENGIE S.A. ausgestiegen.

Speicher zu Geld machen
Bereits im Februar 2017 hatten die Japaner angekündigt, dass sich Toshiba in zwei unabhängige Unternehmen aufspalten wird. Dabei wurde die Speichersparte aus der bisherigen Schwestergesellschaft "Toshiba Storage & Electronic Devices Solutions Company" heraus getrennt und zur eigenständigen "Toshiba Memory Corporation". Diese umfasst neben dem DRAM-Geschäft auch Toshibas Flash- und SSD-Aktivitäten, nicht aber die Bildsensoren. Im Geschäftsjahr 2015 hatte die Speichersparte bei einen Umsatz in Höhe von 845,6 Milliarden Yen (ca. 7,06 Milliarden Euro) einen operativen Gewinn von 110,0 Milliarden Yen (ca. 918,5 Millionen Euro) erzielt, sie ist somit sehr profitabel und soll schnellstmöglich verkauft werden. Als Bieter wurden neben Toshibas Partner Western Digital auch ein Zusammenschluss aus Apple, TSMC und Foxconn, eine Allianz aus Silver Lake und Broadcom sowie Amazon und Google genannt.

WD macht einen Strich durch die Rechnung
Derart viele namhafte Interessenten lassen auf sehr hohe Gebote hoffen, doch ausgerechnet Toshibas langjähriger Partner WD schießt jetzt quer. WD und seine Tochter SanDisk betreiben im Bereich NAND-Flash-Speicher drei Joint-Ventures mit Toshiba und würden die Speichersparte der Japaner gerne selber kaufen. Doch anscheinend wurde WD überboten und daher beharren die Amerikaner nun auf die bestehenden Verträge, welche den Verkauf von Anteilen durch einen Eigner ohne Zustimmung des anderen untersagen. Und weil der Versuch, über ein Schlichtungsverfahren eine Einigung mit Toshiba zu erreichen gescheitert ist, klagt WD nun vor einem kalifornischen Gericht auf Unterlassung. Dabei dürfte sich WD durchaus bewusst sein, dass sich die Japaner in ihrer aktuellen Situation kaum auf einen langen Rechtsstreit einlassen können.

 
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Twitter: Neue Optik, neue Datenschutzbestimmungen

reported by doelf, Freitag der 16.06.2017, 12:38:35

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat sein optisches Erscheinungsbild überarbeitet, wobei insbesondere die runden Profilbilder auffallen. Profile, Konten, Einstellungen und Datenschutzeinstellungen wurden in einem seitlichen Navigationsmenü zusammengefasst, doch gerade bei den Datenschutzeinstellungen sollte man genauer hinsehen: Die "Do not track"-Option, mit der Nutzer ihre Zustimmung zur Verfolgung ihrer Internetnutzung verweigern, wird nicht mehr unterstützt.

Datenschutz hinsichtlich der Twitter-Plattform
TwitterWer von Twitter nicht auf Schritt und Tritt verfolgt werden möchte, muss selbst Hand anlegen und über das Menü den Unterpunkt "Datenschutz und Sicherheit" aufrufen. Unter "Datenschutz" kann man die Verwendung der Standortdaten unterbinden, hier allerdings nur für Tweets. Die Erfassung von Standortdaten für die Werbung behandeln wir separat im nächsten Abschnitt. Ein sensibles Thema ist auch der Verknüpfung von Fotos mit Namen - wer dies nicht wünscht, wählt die Foto-Markierungen ab. Man sollte auch gründlich darüber nachdenken, ob man anhand seiner E-Mail-Adresse oder Telefonnummer gefunden werden möchte. Aber nicht alle für den Datenschutz relevanten Einstellungen finden sich unter "Datenschutz".

Datenschutz hinsichtlich der Werbung auf Twitter
Wer den recht unschuldig klingenden Menüpunkt "Individualisierung" öffnet, wird feststellen, dass sich dort alle wichtigen Optionen zum Thema Online-Werbung verstecken. Darf Twitter unsere Interessen - auf Twitter und auch auf fremden Webseiten - erfassen, um Werbung zu personalisieren? Das könnte schnell peinlich werden, wenn man gelegentlich Dating-Portale aufsucht. Auch anhand der auf unseren Geräten installierten Apps kann Twitter Werbung personalisieren - idealerweise gleich über alle unsere Geräte hinweg. Das muss nicht sein! Gleiches gilt für die Auswertung unserer Standortdaten, denn die Werbetreibenden bekommen auch historische Standortdaten übermittelt, aus denen sich ganz einfach häufig besuchte Orte rekonstruieren lassen.

Zurück zum neuen Design
Die Tweets werden in den Apps jetzt "live" aktualisiert, sobald neue Antworten, Retweets oder Likes eingehen. In seiner Android-App hatte Twitter vor einiger Zeit das untere Menü verschlankt. Diese Änderung wurde von den Nutzern positiv bewertet, weshalb sie nun auch in die iOS-App übernommen wurde. Eine weitere Neuerung bei iOS öffnet Webseiten nun im Safari-Viewer und somit innerhalb der Twitter-App. Twitter hat auch für eine konsistentere Verwendung von Schriftarten gesorgt und hebt die Überschriften nun fetter hervor. Die überarbeiteten Icons sollen einprägsamer und verständlicher sein. Beispielsweise wurde der Pfeil des Antwort-Icons durch eine Sprechblase ersetzt.

 
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Linux Mint 18.2 (Codename: Sonya) tritt zum Beta-Test an

reported by doelf, Mittwoch der 14.06.2017, 20:31:19

Das kommende Linux Mint 18.2 (Codename: Sonya) nähert sich seiner Fertigstellung und liegt in den Geschmacksrichtungen KDE und Xfce zum Beta-Test bereit. Sonya basiert, wie ihre Schwestern Serena (Mint 18.1) und Sarah (Mint 18.0), auf Ubuntu 16.04 (Xenial) und genießt Langzeitunterstützung bis April 2021. Ein Datum für die Veröffentlichung der finalen Ausgabe steht allerdings noch nicht fest.

KDE Plasma 5.8 bringt einen neuen Anmeldebildschirm, welcher den Start mit dem Herunterfahren des Systems vereinigt. Obwohl die Optik gestrafft wurde, bietet sie mehr Möglichkeiten zur Individualisierung - beispielsweise in Form animierter Hintergrundbilder. KDE unterstützt Sprachen wie Arabisch und Hebräisch, die von rechts nach links geschrieben werden, besser und spiegelt hierfür die Dialogfenster. Auch andere Bedienelemente wandern dann von links auf die rechte Seite. Die Applets zum Umschalten des virtuellen Desktops und für die Fensterliste wurden umgeschrieben und nutzen nun das mit Plasma 5.7 eingeführte Task-Manager-Backend - das spart Zeit und Arbeitsspeicher. Die Mediensteuerung wurde ins Kontextmenü des Task-Managers integriert und mit Global-Shortcuts lassen sich ab sofort auch spezielle Aufgaben innerhalb von Programmen anspringen. Auch die gleichzeitige Nutzung mehrerer Anzeigegeräte wurde verbessert, wobei Qt 5.6.1 insbesondere die Verwendung von Docking-Stationen und Projektoren erleichtern dürfte.

Linux Mint 18.2 KDE

Bei Xfce wurde das Applikationsmenü Whisker auf die Version 1.7.2 aktualisiert, bei der man die Launcher direkt aus dem Kontextmenü heraus bearbeiten kann. Die Applikationen laden schneller und die Kategorien lassen sich über die Einstellungen verbergen. Auch die Übersetzungen wurden überarbeitet. Der Fenstermanager xfwm liegt in der Version 4.13 vor, welche VSync unterstützt und die beim Zoomen auch den Cursor skaliert. Die Bluetooth-Unterstützung namens Blueberry und der Texteditor Xed wurden ebenso weiterentwickelt wie die Medienwiedergabe über den Xplayer, die Fotoverwaltung Pix, der PDF-Viewer Xreader und der Bildbetrachter Xviewer.

Linux Mint 18.2 Xfce

Beide Desktop-Umgebungen profitieren von allgemeinen Verbesserungen wie dem überarbeiteten Update-Manager, der verfügbare Updates in fünf Risikokategorien unterteilt. In der ersten Ebene finden sich reine Applikations-Updates ohne irgendwelche Auswirkungen auf das System. Die meisten Updates fallen allerdings in die ebenfalls recht harmlose Kategorie zwei. Werkzeuge, Desktops und allgemeine Bibliotheken bergen ein höheres Risiko und wurden daher der dritten Kategorie zugeteilt. Kernel- und System-Updates, darunter auch Ubuntus HWE-Kernel, werden aufgrund ihrer weitreichenden Auswirkungen in die vierte Ebene einsortiert und bei der seltenen Klasse 5 ist äußerste Vorsicht geboten. Darüber hinaus sind die einzelnen Pakete und ihre Bedeutung besser dokumentiert, hierzu gibt es auch eine neue Hilfe-Sektion. Und mit Hilfe des neuen "mintupdate-tool" lassen sich Updates über Scripte automatisieren. Fremde Paketquellen kann man jetzt auf einen Schlag entfernen und es gibt wieder neue Hintergrundbilder. Die Beta-Version von Linux Mint 18.2 basiert auf dem Kernel 4.8.0-53 und umfasst die Linux-Firmware 1.157.10.

Download:

 
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Core Temp 1.8.1 ist fertig

reported by doelf, Mittwoch der 14.06.2017, 17:25:15

Core Temp liest die Temperatur der Prozessorkerne aus und nutzt hierzu die digitalen Wärmesensoren (DTS), welche sich im Inneren der CPU befinden. Wie der Entwickler Arthur Liberman erklärt, bringt die neue Version 1.8.1 Unterstützung für AMDs Ryzen-Prozessoren. Im Benachrichtigungsbereich der Task-Leiste zeigt das Icon auf Wunsch den Stromverbrauch an und bei Prozessoren von Intel und VIA kann man den Kern, dessen Taktrate zu sehen sein soll, über ein Kontextmenü (rechte Maustaste) auswählen).

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Dazu kommen vier Fehlerkorrekturen, welche die Anzeige der Leistungsaufnahme in Systemen mit mehreren Prozessoren und die richtige Erkennung des AMD Athlon FX-60 betreffen. Der Überhitzungsschutz lässt Core Temp beim Aufwachen aus dem Ruhezustand nicht mehr einfrieren und ein Absturz (Bluescreen), der ausschließlich Systeme auf Intel-Basis betrifft, wurde ebenfalls behoben. Ein hartnäckiges Problem bleibt hingegen: Bestimmte Rechner, auf denen Windows 10 Anniversary läuft, melden auch weiterhin einen Fehler beim Laden des Treibers.

Download: Core Temp 1.8.1

 
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Ein letztes Update für Opera 45 (Reborn)

reported by doelf, Mittwoch der 14.06.2017, 16:52:46

Während der erste Veröffentlichungskandidat von Opera 46 zum Download bereit liegt, gibt es mit der Version 45.0.2552.898 auch ein weiteres Update in der stabilen Entwicklungsschiene. Dieses bringt Korrekturen für die Installation unter Windows und beseitigt die hohe Speicherauslastung beim Abspielen von H264-Videos mit MP3-Tonspur unter Windows 10. Das Adressfeld-Icon wird im dunklen Design nicht mehr abgeschnitten und der Menüpunkt "Über%tragen" wurde auch berichtigt.

Anfang Mai hatte Opera die Version 45 seines Webbrowsers mit dem Beinamen "Reborn" (Übersetzung: Neugeboren) veröffentlicht und an dieser Stelle möchten wir noch einmal auf die wichtigsten Neuerungen eingehen:

Die Messenger-Dienste
In Opera 45 wurden der Facebook Messenger, WhatsApp und Telegram integriert. Man klickt auf das jeweilige Icon, meldet sich beim Dienst an und öffnet den Messenger wahlweise als ausklappbares Overlay oder seitlich neben den Webseiten angeheftet (siehe erstes Bildschirmfoto). Welche Messenger in der Seitenleiste auftauchen sollen, wählt man in den Einstellungen unter dem Punkt "Seitenleiste" (siehe zweites Bildschirmfoto). Zwischen den unterschiedlichen Messengern wechselt man unter Windows und Linux mit der Tastenkombination STRG + Umschalten + m, unter macOS wird Befehl + Umschalten + m verwendet.

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Die neue Optik
Wie bei Edge und Firefox gibt es jetzt auch bei Opera ein helles und ein dunkles Farbthema. Die grafischen Elemente wirken schlichter und die Seitenleiste schlanker. Alle Icons wurden überarbeitet und für unterschiedliche Bildschirmauflösungen und DPI-Stufen angepasst. Zudem wurden die Icons mit Animationen versehen, sie reagieren beispielsweise auf den über ihnen schwebenden Mauszeiger. Auch an anderen Stellen werden Animationen eingesetzt, beispielsweise beim Öffnen eines privaten Fensters.

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Werbeblocker, Video und Sicherheit
Der erweiterte Werbeblocker verbessert die Verwaltung von Blockierlisten. Standardmäßig sind Easylist und EasyPrivacy aktiviert, weitere lassen sich in den Einstellungen unter "Werbung blockieren" über den Schalter "Listen verwalten..." auswählen und einrichten (siehe Bildschirmfoto unten). Wenn man den Werbeblocker aus- bzw. anschaltet, wird die Webseite nun automatisch neu geladen. Für die Wiedergabe von Videos wird verstärkt die GPU verwendet und auf unverschlüsselten Webseiten warnt Opera vor Eingabefeldern. Unter der Haube steckt Chromium 58.

Bild

Download:

 
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NVIDIA GeForce Game Ready 382.53 WHQL

reported by doelf, Mittwoch der 14.06.2017, 14:21:39

NVIDIAs neuester Grafiktreiber GeForce Game Ready 382.53 WHQL bringt frische Game-Ready-Profile für die Spiele "DiRT 4" und "Nex Machina". Neue SLI-Profile wurden für "Bulletstorm: Full Clip Edition", "Little Nightmares", "PlayerUnknown's Battlegrounds" und "Transformers Online" bereit gestellt, dazu gesellen sich 3D-Vision-Profile für "DiRT 4", "Nex Machina", "Tekken 7" und "Quake Champions", wobei einzig das Profil für "Quake Champions" empfohlen wird.

Behobene Fehler
Bei DirectX-11-Spielen funktionieren die V-Sync-Einstellungen auch dann, wenn im Treiber Fast Sync aktiviert ist. NVIDIA konnte auch fehlerhafte Schatten beim Modellflug-Simulator Aerofly RC 7 beseitigen sowie Darstellungsfehler bei Spielen auf Basis der Tombstone-Engine beheben. Im SLI-Betrieb bleibt das sekundäre Anzeigegerät nicht mehr schwarz, wenn man von den Modi Klonen oder Erweitern zur exklusiven Anzeige wechselt.

Ungelöste Probleme
Noch keine Lösungen gibt es für Probleme mit dem Webbrowser Firefox. Titel wie "Witcher 3" und "For Honor" ignorieren die über NVIDIAs Control Panel gesetzten Bildwiederholraten. Bei "Battlefield 1 XP1" führt der Wechsel zwischen Vollbild und Fensteranzeige zu Bildfehlern (nur GeForce GTX 1080 SLI), "Mass Effect: Andromeda" leidet an Speicherfehlern (nur GeForce GTX 1080 Ti) und bei "Sid Meirer's Civilization VI" bleibt das Menü schwarz (nur GeForce GTX 1080 Ti mit G-Sync, SLI und DirectX 12), sofern man zuvor eine Zwischensequenz übersprungen hat. Die GeForce GTX 970M führt im Zusammenspiel mit "Tom Clancy's The Division Survival DLC" (während des Wechsels zwischen Fenster und Vollbild), "For Honor" (mit ShadowPlay) und "Gears of War 4" (beim Laden der Level) weiterhin zu Abstürzen und Hängern. Wird ein HDR-Video im Vollbildmodus abgespielt, wechselt der Bildschirm zuweilen in den Ruhemodus.

Treiber-Komponenten und Installation
NVIDIAs GeForce Game Ready 382.53 WHQL ist für Windows 7, 8, 8.1 und 10 verfügbar. Für Windows 10 empfiehlt NVIDIA eine saubere Installation, da das Treiber-Update ansonsten fehlschlagen kann. Zudem meldet der Gerätemanager mitunter einen "Fehler 43", wenn während der Installation ein Bildschirm über HDMI angeschlossen ist. Die Treiber-Komponenten umfassen NView 148.47, die PhysX-System-Software 9.17.0329, den HD-Audio-Treiber 1.3.34.27 sowie GeForce Experience 3.6.0.74 - es wurden also nur die beiden Letztgenannten aktualisiert. Für Windows XP bietet NVIDIA den GeForce 368.81 vom 14. Juli 2016 an und unter Windows Vista sind - abhängig von der Grafikkarte - entweder der GeForce 365.10 vom 2. Mai 2016 oder die Version 365.19 vom 13. Mai 2016 aktuell.

Download: NVIDIA GeForce Game Ready Driver 382.53 WHQL

 
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AMD Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.6.1

reported by doelf, Mittwoch der 14.06.2017, 13:24:45

AMDs optionale Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.6.1 richtet sich primär an Spieler und verspricht Leistungssteigerungen für "DiRT 4" und "Prey". Wenn "DiRT 4" mit 8xMSAA gespielt wird, beschleunigt der neue Treiber das Spiel um bis zu 30 Prozent. Zusätzlich gibt es ein Multi-GPU-Profil. Bei "Prey" fällt das Leistungsplus mit bis zu vier Prozent deutlich bescheidener aus. Die Vergleichswerte liefern in beiden Fällen eine Radeon RX 580 8GB und die Treiberversion 17.5.2.

Behobene Fehler
Die virtuelle Super-Auflösung funktioniert wieder mit allen Produkten auf Basis der Baureihen Radeon RX 400 und RX 500 und auch die GPU-Skalierung kann jetzt wieder mit allen Spielen verwendet werden. HDR lässt sich auch für hohe Auflösungen aktivieren und das Ziehen des Bildschirmkabels löst keine Fehlermeldung hinsichtlich einer angehaltenen Host-Applikation aus. Die Kombination aus einer Radeon RX 500 mit HDMI, QHD-Auflösung und hohen Bildwiederholraten führt nicht mehr zum Flackern. AMD XConnect lässt Systeme nach dem Aufwachen nicht mehr hängen und schnelle Mausbewegungen lassen die Framerate von "Prey" auf Multi-GPU-Konfigurationen nicht mehr einbrechen. "Mass Effect: Andromeda" kommt beim Einsatz mehrerer Grafikchips nicht mehr ins Stottern und es wurden Probleme mit dem Speichertakt und dessen Anpassung behoben.

Ungelöste Probleme
Das Zuschalten von MSAA verursacht Grafikfehler im Zusammenspiel mit "Tom Clancy's: Rainbow Six Siege" und bestimmte Varianten der Radeon RX 390 lassen Adobe Lightroom unter Windows 7 abstürzen. Vier weitere Fehler begleiten uns schon seit etlichen Wochen: "Counter-Strike: Global Offensive" und "World of Warcraft" flackern beim ersten Aufruf nach einem Systemstart, sofern FreeSync genutzt wird. Beendet man das Spiel und startet es erneut, ist das Flackern verschwunden. Auch ein Task-Wechsel soll helfen. Einige Anwendungen leiden weiterhin unter Leistungseinbrüchen, wenn AMD FreeSync für rahmenlose Vollbild-Applikationen genutzt wird. Die Installation von ReLive kann auf APUs zu Systemabstürzen führen und die ReLive-Software verträgt sich nicht mit der XBOX DVR App von Microsoft - man muss somit zwischen den Apps wählen.

Kompatibilität
Die Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.6.1 unterstützt diskrete GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Mobil) unter Windows 7, 8.1 und 10. Wie üblich werden nicht alle Grafiklösungen unter allen Betriebssystemen unterstützt, zudem existieren keine 32-Bit-Treiber für Windows 8.1. Wer eine APU verwendet, muss zur stabilen und WHQL-zertifizierten Crimson ReLive Edition 17.4.4 greifen. Diese unterstützt eine Vielzahl von APUs mit Ausnahme der Baureihen Beema und Mullins.

Download:

 
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Firefox 54.0 stopft kritische Sicherheitslücken

reported by doelf, Mittwoch der 14.06.2017, 10:55:26

Mit dem Update auf die Version 54.0 haben Mozillas Entwickler 24 sicherheitsrelevante Korrekturen am Internetbrowser Firefox vorgenommen. Einige der Korrekturen, darunter auch die drei als kritisch gekennzeichneten Einträge, fassen mehrere Fehler zusammen. Weitere zwölf Einträge beschäftigen sich mit hochgefährlichen Schwachstellen und neun sind von mittlerer Schwere.

Neben diversen Speichermanipulationen, welche sich potentiell zum Einschleusen von Schadcode eignen, ist ein kritischer Zugriff auf einen bereits gelöschten Node während der Regeneration von CSS-Layouts hervorzuheben. Diese Sicherheitslücke der Kategorie "Use after free" bietet sich an, um dem Firefox eignen Code unterzuschieben und diesen gezielt anzuspringen. Bisher gibt es allerdings noch keinen Exploit-Code. Fünf weitere Fehler dieser Kategorie, welche den Browser zum Absturz bringen, wurden als hochgefährlich kategorisiert. Auch hier besteht die Gefahr, dass sich die Bugs zum Einschleusen von Schadcode eignen.

Unter Windows kann man der Installationsroutine des Firefox manipulierte Bibliotheken unterschieben, die dann mit erweiterten Rechten ausgeführt werden. Auch das Update unter Windows (Mozilla Maintenance Service) birgt Gefahren: Hier können Angreifer Dateien im Installationsverzeichnis des Browsers im Verlauf einer Aktualisierung manipulieren oder die update.ini verändern, um beliebige Programme zu starten. Drei weitere Probleme mit dem Mozilla Maintenance Service wurden als mittelschwer eingestuft. Bei Android gibt es Probleme mit der Herkunftsprüfung, so dass man von HTTP- und HTTPS-URLs zu lokalen Dateien navigieren kann. Gleich mehrere hochgefährliche Sicherheitslücken wurden in der Graphite-2-Bibliothek entdeckt, sie werden durch ein Update auf die Version 1.3.10 beseitigt.

Download: Firefox 54.0

 
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Der Firefox 54.0 ist fertig

reported by doelf, Dienstag der 13.06.2017, 19:29:24

Am heutigen Abend wurde der finale Firefox 54.0 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht. Die neue Version verteilt die Verarbeitung von Webseiten erstmals auf mehrere Prozesse (e10s-multi), dies soll den Firefox schneller und zugleich auch stabiler machen. Dazu gibt es eine aufgeräumte Download-Übersicht und eine burmesische Sprachvariante. Auf Mobilgeräten angelegte Lesezeichen werden nun im Unterverzeichnis "Mobile Bookmarks" eingeordnet.

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Auch für den Bereich Multimedia bringt die Version 54.0 einige Neuerungen. Beispielsweise ist die Wiedergabe von 5.1-Surround-Sound unter Windows, macOS und Linux nun standardmäßig aktiviert und der Video-Codec VP9 wird jetzt auch für verschlüsselte Streams, die Clear Key und Widevine verwenden, unterstützt. Bei der Wiedergabe von WebM/VP8-Videos über die "Media Source Extensions" (MSE) ist die Beschränkung auf "ausreichend schnelle Systeme" weggefallen.

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Im "Responsive Device Mode", welcher beliebige Anzeigegeräte von der Smartwatch bis zum UHD-Fernseher emulieren kann, lassen sich nun auch benutzerdefinierte Geräte anlegen. Neben einem Namen und der Auflösung kann man auch die Touch-Unterstützung und die Device Pixel Ratio (DPR) angeben. Web-Entwickler erreichen dieses extrem praktische Werkzeug über die Tastenkombination STRG + Umschalten + m. Weitere Änderungen für Web-Entwickler hat Mozilla auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Zur Stunde liegen zwar die Versionsinformationen zum Firefox 54.0 vor, doch die offizielle Ankündigung und die Liste mit den behobenen Sicherheitslücken steht noch aus. Wir werden diese Informationen zeitnah nachreichen.

Download: Firefox 54.0

 
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AMDs Threadripper im Juli, Intels schnellster Skylake-X im Oktober

reported by doelf, Dienstag der 13.06.2017, 19:11:36

Anlässlich der Computex in Taiwan hatte Intel Anfang des Monats seine kommenden Skylake-X-CPUs mit sechs bis achtzehn Kernen präsentiert. Während die Varianten mit 6, 8 und 10 Kernen am 26. Juni 2017 in den Handel kommen sollen, wird man auf die schnellsten Versionen mit 14, 16 und 18 Kernen noch bis Oktober warten müssen. Diese Spanne füllt AMDs Ryzen Threadripper, der am 27. Juli 2017 mit 12 und 16 Kernen an den Start gehen soll.

Intels Skylake X wird laut TweakTown am 26. Juni 2017 erst einmal recht unspektakulär in den folgenden Varianten starten:

  • Intel Core i9-7900X (10 Kerne/20 Threads @ 3,3-4,3/4,5 GHz; Turbo Boost Max 3.0; 13,75 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes): 999 US-Dollar
  • Intel Core i7-7820X (8 Kerne/16 Threads @ 3,6-4,3/4,5 GHz; Turbo Boost Max 3.0; 11,00 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2666; 28 PCIe-Lanes): 599 US-Dollar
  • Intel Core i7-7800X (6 Kerne/12 Threads @ 3,5-4,0 GHz; 8,25 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2400; 28 PCIe-Lanes): 389 US-Dollar

Das auffälligste sind die Preise, welche die aktuellen Broadwell-E-Modelle klar unterbieten: Musste man für zehn Kerne bisher 1.723 US-Dollar hinblättern, sind es bald "nur" noch 999 US-Dollar. Für acht Kerne zahlt man dann 599 statt 1.089 US-Dollar und für sechs Kerne 389 statt 617 US-Dollar. Allerdings beschneidet Intel die PCIe-Anbindung der günstigeren Prozessoren und bietet die vollen 44 PCIe-Lanes erst ab dem Core i9-7900X mit 10 Kernen.

Sollten sich die Informationen von TechPowerUp bestätigen, wird AMD am 27. Juli 2017 vier Threadripper - je zwei Prozessoren mit 12 und 16 Kernen - vom Stapel laufen lassen. Mit dabei wären somit auf jeden Fall die beiden Top-Modelle, deren Namen im Netz als Threadripper 1998X und 1998 kursieren. Hier alle geplanten Threadripper-CPUs sowie ihre vermutliche Konfiguration in der Übersicht:

  • AMD Ryzen Threadripper 1998X (16 Kerne/32 Threads @ 3,5-3,8/3,9 GHz; 155 W; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen Threadripper 1998 (16 Kerne/32 Threads @ 3,2-3,6 GHz; 155 W; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen Threadripper 1977X (14 Kerne/28 Threads @ 3,5-3,9/4,0 GHz; 155 W; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen Threadripper 1977 (14 Kerne/28 Threads @ 3,2-3,7 GHz; 140 W; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen Threadripper 1976X (12 Kerne/24 Threads @ 3,6-4,0/4,1 GHz; 140 W; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen Threadripper 1956X (12 Kerne/24 Threads @ 3,2-3,7/3,8 GHz; 125 W; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen Threadripper 1956 (12 Kerne/24 Threads @ 3,0-3,7 GHz; 125 W; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen Threadripper 1955X (10 Kerne/20 Threads @ 3,6-3,9/4,0 GHz; 125 W; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen Threadripper 1955 (10 Kerne/20 Threads @ 3,1-3,7 GHz; 125 W; Quad Channel DDR4-2666, 64 PCIe-Lanes)

Die Threadripper-CPUs sind deutlich größer als die aktuellen Ryzen-Modelle der Baureihen 5 und 7, zudem besitzen sie doppelt so viele DDR4-2666-Speicherkanäle und 44 PCIe-Lanes. Dies verlangt einen neuen Sockel mit 4094 Kontakten, der auf den kryptischen Namen SP3r2 hört. Es handelt sich dabei um eine Variante des Sockels SP3, welcher für Workstation- und Server-CPUs gedacht ist. Der dazugehörige Chipsatz trägt die Bezeichnung X390. Die Cache-Ausstattung der einzelnen Modelle ist derzeit noch unklar. Maximal wird es jedoch, 32 MiB L3-Cache geben. Threadripper startet also genau dort, wo Ryzen mit maximal 8 Kernen, 16 Threads und 16 MiB L3-Cache derzeit aufhört. Die Abwärme (TDP) bewegt sich zwischen 125 und 155 Watt.

Für August erwartet TweakTown dann einen weiteren Skylake-X: Den Intel Core i9-7920X mit 12 Kerne und 24 Threads. Dieser Prozessor wird 1.199 US-Dollar kosten und über 16,50 MiB L3-Cache verfügen. Darüber hinaus darf man vier DDR4-2666-Kanäle sowie 44 PCIe-Lanes erwarten, genaue Details hält Intel bisher noch unter Verschluss.

Die drei restlichen Skylake-X-CPUs mit 14, 16 und 18 Kernen sind erst für Oktober 2017 terminiert:

  • Intel Core i9-7980XE (18 Kerne/36 Threads; vermutlich: Turbo Boost Max 3.0; 24,75 MiB L3; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes): 1.999 US-Dollar
  • Intel Core i9-7960X (16 Kerne/32 Threads; vermutlich: Turbo Boost Max 3.0; 22,00 MiB L3; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes): 1.699 US-Dollar
  • Intel Core i9-7940X (14 Kerne/28 Threads; vermutlich: Turbo Boost Max 3.0; 19,25 MiB L3; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes): 1.399 US-Dollar

Es verstärkt sich der Anschein, als hätte Intel ursprünglich wieder nur mit zehn Kernen geplant und sei dann von AMDs Plänen zum Umdenken bewegt wurden. Anders lässt es sich kaum erklären, warum die neue Plattform mit den drei Hinterbänkern an den Start geht und die Top-Varianten mit 12, 14, 16 und 18 Kernen erst später nachgereicht werden. Zur Computex hatte Intel für die Skylake-X-CPUs mit 12 bis 18 Kernen nur die Preise, nicht aber die Taktraten, die Cache-Ausstattung, die Speicheranbindung, die Zahl der PCIe-Lanes oder den Stromverbrauch genannt. Möglicherweise will Intel erst abwarten, was AMDs Threadripper kann, um die finalen Taktraten entsprechend anzupassen.

 
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Sicherheits-Updates für Adobe Flash Player, Shockwave und weitere Produkte

reported by doelf, Dienstag der 13.06.2017, 18:24:53

Adobe hat heute neue Sicherheits-Updates für seine Produkte Flash Player, Shockwave Player, Captivate und Digital Editions veröffentlicht. Aufgrund kritischer Sicherheitslücken gilt für den Flash Player die höchste Prioritätsstufe, während eine kritische Schwachstelle im Shockwave Player "nur" für die zweithöchste Dringlichkeit reicht. Nutzer von Captivate und Digital Editions können sich mit dem Update ihrer Software mehr Zeit lassen.

Adobe Flash Player
Im Flash Player wurden neun kritische Fehler beseitigt. Vier davon entstehen durch den Zugriff auf zuvor bereits gelöschte Objekte, bei den übrigen fünf handelt es sich um nicht näher definierte Speichermanipulationen. Alle neun Schwachstellen können von Angreifern zum Einschleusen von Schadcode missbraucht werden. Für Windows, macOS und Googles Chrome gilt die höchste Dringlichkeitsstufe 1, denn Adobe erwartet zeitnah die ersten Angriffe. Lediglich Linux-Nutzer, die Chrome meiden, sind vergleichsweise sicher und können sich mit dem Update Zeit lassen. Der abgesicherte Flash Player trägt die Versionsnummer 26.0.0.126, lediglich beim Internet Explorer und Edge kommt die abweichende Versionsnummer 26.0.0.120 zum Einsatz.

Download: Adobe Flash Player 26.0.0.126

Adobe Shockwave Player
Im Shockwave Player, den es ausschließlich für Windows gibt, steckt diesmal nur eine kritische Lücke. Die Speichermanipulation eignet sich zum Einschleusen von Schadcode und trägt die Kennung CVE-2017-3086. Adobe rät, die fehlerbereinigte Version 12.2.9.199 binnen 30 Tagen einzuspielen.

Download: Adobe Shockwave Player 12.2.9.199

Adobe Captivate
In Captivate 9 und älter wurde ein hochgefährliches Datenleck gefunden, welches aus einer unzureichenden Eingabeprüfung (CVE-2017-3087) resultiert. Betroffen sind die Versionen für Windows und macOS, es gilt allerdings nur die moderate Prioritätsstufe 3. Adobe empfiehlt ein Update auf das nicht angreifbare Captivate 2017 (Version 10.0.0.192), bietet aber auch einen Hotfix für Captivate 9 und 8 an.

Download: Hotfix für Captivate 9 und 8

Adobe Digital Editions
In Digital Editions 4.5.4 und älter wurden neun Sicherheitslücken behoben. Besonders ernst sind vier kritische Speichermanipulationen, die sich zum Einschleusen von Schadcode eignen. Die fünf übrigen Fehler wurden als hochgefährlich klassifiziert, es handelt sich um drei Rechteausweitungen beim Laden von Bibliotheken und zwei Stack-Überläufe, welche Rückschlüsse auf Speicheradressen zulassen. Die Version 4.5.5 behebt alle aufgeführten Schwachstellen.

Download:

 
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Windows 10 Insider Preview Build 16215 für PC und Build 15222 für Mobile

reported by doelf, Dienstag der 13.06.2017, 17:06:47

Nach drei Wochen Sendepause hatte Microsoft Ende vergangener Woche frische Builds von Windows 10 für Insider im Fast-Ring veröffentlicht. Für PCs gibt es den Build 16215 und für Smartphones den Build 15222, wobei die unterschiedlichen Nummern unterstreichen, dass sich die beiden Entwicklungsstände hinsichtlich OneCore immer noch unterscheiden. Endlich kann man wieder zusätzliche Sprachpakete herunterladen und installieren.

Der Mobile-Build 15222
Kommen wir zunächst zum Mobile-Build 15222, denn dieser ist schnell abgehandelt: So hat Microsoft die Update-Pakete KB4016871 und KB4020102 eingepflegt, die Jahreszahl in den Urheberrechtshinweisen korrigiert und WhatsApp wieder lauffähig gemacht. Benachrichtigungen von Bluetooth-Geräten wie Fitbit sollen zuverlässiger ankommen und auch der Abgleich mit dem PC soll zuverlässiger funktionieren. Wenn unter "Zeit und Sprache" neue Pakete installiert werden, bittet Windows 10 Mobile nach Abschluss des Downloads um einen Neustart. Dazu kommen Korrekturen für die Japanische und die Bulgarische-Tastaturauslegung sowie für das Enterprise-Device-Management. Noch nicht behoben wurden Abstürze der WeChat-App kurz nach dem Start.

PC-Build 16215: Fluent Design System
Action-LeisteDas auf Microsofts Hausmesse Build 2017 angekündigte Fluent Design System feiert im PC-Build 16215 seine Premiere, aktuell beschränken sich die Änderungen auf das Start-Menü und das Action-Center. Bei der Startleiste wurde der Transparenzeffekt überarbeitet und nennt sich neuerdings "Acrylic Design". Die Griffe für die Größenänderung lassen sich leichter greifen und horizontal, vertikal sowie diagonal verschieben. Dabei verläuft die Größenänderung nun flüssig statt in Sprüngen. Auch der Übergang in den Tablet-Modus soll nun sanfter verlaufen. Beim Action Center (Bild rechts) gibt es ebenfalls das "Acrylic Design", wichtiger ist jedoch die klarere Gliederung der Informationen sowie die überarbeitete Hierarchie. Aufgrund eines Fehlers kann es momentan allerdings noch geschehen, dass Benachrichtigungen beim Wegfall der Transparenz keine Umrandung mehr aufweisen.

PC-Build 16215: Microsoft Edge
Der Webbrowser Edge ermöglicht ab sofort das Anheften von Webseiten an die Task-Leiste. Während der Internet Explorer diese Funktion schon unter Windows 7 beherrschte, musste Edge bisher passen. Als Bild wird das jeweilige Favicon der Webseite verwendet. Ebenfalls neu ist der Vollbildmodus (über die Taste F11) und man kann eBooks im ePub-Format Anmerkungen hinzufügen. Zum Kommentieren, Unterstreichen und Hervorheben stehen dabei vier Farben zur Verfügung. Natürlich lassen sich die Anmerkungen später auch bearbeiten und löschen. In PDF-Dateien kann man jetzt Cortana verwenden und zusätzliche Farben zum Hervorheben nutzen. Darüber hinaus gibt es viele kleinere Verbesserungen, beispielsweise um alle aktuell geöffneten Tabs über das Kontextmenü zu den Favoriten hinzuzufügen.

PC-Build 16215: Cortana
Sofern man Cortana die Auswertung von Fotos gestattet, erkennt Microsofts Assistentin Veranstaltungsplakate sowie Flyer und fragt nach, ob sie eine passende Erinnerung anlegen soll. Dies funktioniert derzeit allerdings nur für englischsprachige Nutzer. Steht der Termin auf einer Webseite, kann man die neue Lasso-Funktion in Verbindung mit dem Eingabestift verwenden, um Cortana auf diesen aufmerksam zu machen. Damit dies funktioniert, muss der Stift die Funktion "Press and Hold" (Drücken und Halten) beherrschen.

PC-Build 16215: Handschrifterkennung
Bei handschriftlichen Eingaben nimmt Microsoft die Umwandlung vor, sobald man den Eingabestift absetzt. Der Text rutscht dann nach links und schafft Platz für weitere Wörter. Wenn man Text auswählt, während das Eingabefeld noch geöffnet ist, kann man diesen darin bearbeiten. Man kann den bereits umgewandelten Text auch neu überschreiben, um Korrekturen vorzunehmen. Mit Hilfe einfacher Gesten lassen sich Wörter verbinden oder auftrennen. Der Zugriff auf Emojis und Symbole erfolgt über zwei neue Schaltflächen und die Auswertung von Fingerberührungen während der Stifteingabe wurde standardmäßig deaktiviert. Darüber hinaus wurde die Erkennung für die englische Sprache verbessert und das Mischen von vereinfachtem Chinesisch mit Englisch erleichtert. Ebenfalls neu ist die Stiftsuche, welche den Stylus aufgrund fehlender GPS-Ortung zwar nicht genau lokalisieren kann, doch zumindest wird der letzte Einsatzort des Stifts angezeigt. Man kann mit dem Stift in UWP-Apps scrollen und für Win32-Apps soll diese Möglichkeit in Kürze folgen. Weiterhin arbeitet Microsoft an einer verbesserten Textauswahl per Stift, dich diese funktioniert jedoch noch nicht richtig.

PC-Build 16215: Und noch viel mehr
Das neue Emoji-Panel verbirgt sich hinter der Tastenkombination Win + "." bzw. Win + ";" und es gibt ein Auswahlfeld für die Hauptfarbe. Neben einer Bildschirmtastatur, welche für die Einhandbedienung optimiert wurde, gibt es eine Diktat-Funktion, der bisher aber nur US-Englisch und vereinfachtes Chinesisch unterstützt. UWP-Apps wie Photos, Groove Music und Movies & TV finden lokale Medieninhalte zuverlässiger und es gibt noch unzählige weitere Verbesserungen und Berichtigungen - insbesondere in Hinblick auf die erleichterte Bedienung hat sich viel getan. Zusätzliche Funktionen, die über Windows Update nachinstalliert werden, stehen beim Build 16215 nicht zur Verfügung. Wer bestimmte Versionen von .NET oder den Entwicklermodus (Developer Mode) benötigt, sollte diese unbedingt vor dem Update einspielen.

 
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Rache: Hosting-Provider Verelox B.V ausgelöscht

reported by doelf, Dienstag der 13.06.2017, 13:18:12

Die Firma Verelox B.V mit Sitz im niederländischen Den Haag bietet Virtual Private Server (VPS), dedizierte Server und Colocation-Dienste an, dabei verspricht das Unternehmen eine Uptime von 99,95 Prozent. Aufgrund der Rache eines ehemaligen Mitarbeiters wurde dieses Versprechen nun gebrochen und der Anbieter nebst Kundendaten beinahe ausgelöscht.

Dies betrifft auch den Webauftritt der Firma, auf dem aktuell nur eine kurze Stellungnahme zu lesen ist. Demnach hatte ein entlassener Administrator alle Kundendaten und fast alle Server des Unternehmens gelöscht. Zunächst hieß es noch, dass man nicht alle Kundendaten wiederherstellen könne. Dieser Super-GAU scheint nun abgewendet, denn inzwischen meldet Verelox, es seinen doch "keine wichtigen Daten verloren" gegangen. Die Webseite des Unternehmens und die Benutzerschnittstelle für die Serververwaltung werden derzeit hochgefahren, doch noch sind nicht alle Kundenserver erreichbar. Auch hinsichtlich IPv6 gibt es aktuell noch massive Probleme. Verelox bietet jenen Kunden, die sich "noch für unsere Dienstleistungen interessieren", eine Entschädigung an.

 
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WhatsApp: Ende Juni werden weitere Plattformen aussortiert

reported by doelf, Dienstag der 13.06.2017, 11:55:06

Bereits im Februar 2016 hatte WhatsApp angekündigt, die Unterstützung für diverse Plattformen zum Jahreswechsel 2016/2017 auslaufen zu lassen. Während bei Android 2.1 und 2.2, Windows Phone 7 und iOS 6 tatsächlich der Stecker gezogen wurde, gab es eine Gnadenfrist für BlackBerry OS, BlackBerry 10, Nokia S40 und Nokia Symbian S60.

Diese vier Betriebssysteme werden entgegen der ursprünglichen Ankündigung noch bis zum 30. Juni 2017 unterstützt, doch dann zieht WhatsApp auch hier endgültig den Stecker. Wer noch eines dieser vier Betriebssysteme verwendet und nicht auf eine neuere Version wechseln kann, muss sich von WhatsApp verabschieden oder ein neues Mobilgerät kaufen. Auf dem neuen Smartphone bzw. Tablet sollte dann Android 3/4 oder höher, iOS 7 oder höher bzw. Windows Phone 8.1 oder Windows 10 Mobile laufen. Die Facebook-Tochter erklärt hierzu, man wolle sich zukünftig "auf die mobilen Plattformen, die von der überwiegenden Mehrheit verwendet werden, fokussieren".

 
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Tipp: Microsoft Office 365 Home für 57,99 Euro

reported by doelf, Montag der 12.06.2017, 20:36:26

Bei unserem Partner Amazon gibt es heute Microsoft Office 365 Home zur Installation auf fünf PCs oder MACs plus fünf Tablets für 57,99 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten. Dieses Office 365 Abonnement umfasst Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Publisher (nur PC) und Access (nur PC) in der aktuellen Version von 2016.

Das Home Abonnement gilt für ein Jahr und umfasst auch 5 TB Cloud-Speicher bei OneDrive. Der Cloud-Speicher teilt sich auf 1 TB je Nutzer auf, wobei jedem Nutzer ein Rechner (PC oder Mac) plus ein Tablet zugestanden werden. Ebenfalls enthalten sind monatlich 60 Gesprächsminuten für Anrufe ins Mobil- oder Festnetz über Skype. Wer bereits ein bestehendes Office 365 Abonnement hat, kann dieses Paket auch zur Verlängerung der Laufzeit um ein weiteres Jahr verwenden. Wichtig: Dieses Produkt enthält keinen Datenträger, sondern nur den Produktschlüssel. Die Software muss heruntergeladen werden. Und noch ein Tipp: Wer noch ein Laptop oder Notebook in den Einkaufswagen legt, kann nochmals 16 Euro sparen.

Zum Tagesangebot: Microsoft Office 365 Home für 57,99 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten

Hinweis: Durch den Einkauf über obige Links unterstützt ihr www.Au-Ja.de. Herzlichen Dank!

 
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Wine 2.10 (Development Release) verfügbar

reported by doelf, Montag der 12.06.2017, 16:36:49

Wine ist eine kostenlose Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme wie beispielsweise Linux, welche das Ausführen von Programmen und Spielen, die eigentlich für Windows geschrieben wurden, ermöglicht. Die am Freitag veröffentlichte Entwicklungsversion 2.10 bringt 21 Fehlerkorrekturen und einen grundlegenden Grafiktreiber für Android.

Ebenfalls neu hinzugekommen ist die Wörterbuch-Unterstützung in Web-Services. Weiterhin wurden die Benutzeroberfläche von RegEdit verbessert sowie Fehler in Hinblick auf Direct2D und das Caching der OLE-Zwischenablage korrigiert. Sound Recorder soll beim Kodieren von PCM-Samples nicht mehr abstürzen und WPS 2013 (Kingsoft) die Installation ohne Hänger durchlaufen. Spiele auf Basis der Unreal Engine 3 sollen unter macOS wieder etwas anzeigen und tmpfile() im Zusammenspiel mit Unix-Pfaden nicht mehr scheitern. Wurde Wine mit GCC 7.x kompiliert, neigten etliche 64-Bit-Programme zu Abstürzen aufgrund überlaufender Stacks. Dieser Fehler wurde ebenso behoben wie die Videoausgabe in "Dark souls 2: Scholar of the First Sin" und die Farbdarstellung in "Sniper Elite V2". In "Hitchcock: The Final Cut" (Demo) ist der Protagonist wieder zu sehen und "Path of Exile" übersteht auch andere Auflösungen als 1.024 x 768 Pixel. Auch die Abstürze von Electronic Arts Origin in Anschluss an die Installation von Spielen konnte behoben werden.

 
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Tipp: Microsoft Surface Pro 4 8GB für 899,00 Euro

reported by doelf, Montag der 12.06.2017, 11:36:20

Bei unserem Partner Amazon gibt es heute Microsofts Surface Pro 4 mit Intel Core i5, 8 GiB Arbeitsspeicher und 256 GB SSD im Tagesangebot für 899,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten. Windows 10 Pro ist auf diesem 12,3 Zoll (31,24 cm) großen Tablet, welches sich um eine optionale Tastatur erweitern lässt, bereits vorinstalliert. Ein Eingabestift (Stylus) gehört ebenfalls zum Lieferumfang.

Das Microsoft Surface Pro 4 misst 29,2 x 20,1 cm, ist 8,4 mm dünn und bringt lediglich 766 g auf die Waage. Dennoch ist es mit einem schnellen Intel Core i5-6300U (2,4 GHz) ausgestattet, der zwei Rechenkerne umfasst und Hyperthreading unterstützt. Im 14-nm-Prozessor ist auch die Grafikeinheit HD Graphics 520 integriert. Dazu gibt es 8 GiB DDR3L-Arbeitsspeicher sowie ein SSD mit 256 GB Speicherkapazität. Mit Hilfe einer microSDXC-Karte lässt sich der Speicherplatz um bis zu 200 GB erweitern.

Ein Highlight des Surface Pro 4 ist das hochauflösende Multi-Touch-Display (2.736 x 1.824 Pixel) mit einer Bilddiagonalen von 12,3 Zoll (31,24 cm). Die vordere Webcam leistet 5,0 Megapixel, während die hintere Kamera eine Auflösung von 8,0 Megapixel erreicht. Zur kabellosen Anbindung werden WLAN gemäß IEEE 802.11a/b/g/n/ac und Bluetooth 4.0 geboten, dazu gesellt sich ein USB-3.0-Anschluss. Die Akku-Laufzeit beläuft sich laut Microsoft auf 9 Stunden.

Zum Tagesangebot: Microsoft Surface Pro 4 8GB für 899,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten

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Bundesinnenminister für Gesichtserkennung und Verschlüsselung

reported by doelf, Montag der 12.06.2017, 11:19:29

In einem Interview mit dem Tagesspiegel hat sich der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) für eine Ausweitung der Gesichtserkennung, zugleich aber auch für den weiteren Einsatz von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Messenger-Diensten wie WhatsApp ausgesprochen. Im Gegensatz zur britische Noch-Premierministerin Theresa May will de Maizière gezielt abhören, statt flächendeckend zu überwachen.

Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung stellt sicher, dass nur Absender und Empfänger eine Mitteilung lesen können, nicht aber der Dienstanbieter und somit auch nicht die Geheimdienste oder Strafverfolgungsbehörden. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt somit unsere Privatsphäre und unsere Daten vor neugierigen Blicken und Kriminellen, doch sie kann auch Leben retten: Dank dieser sicheren Kommunikationsmethode können Journalisten und Dissidenten aus umkämpften Gebieten oder Ländern mit oppressiven Regierungen berichten. Die andere Seite der Medaille: Auch Terroristen können ihre Kommunikation über Ende-zu-Ende-Verschlüsselung absichern, allerdings könnten sie genauso gut mit Codewörtern arbeiten oder zuvor verschlüsselte Inhalte verschicken. Vielen Politikern ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung dennoch ein Dorn im Auge und sie verlangen daher Zugriff für ihren nationalen Überwachungsapparat.

Um Geheimdiensten und Strafverfolgungsbehörden Zugriff auf die Inhalte von Mitteilungen oder Chats zu geben, müsste die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abgeschafft oder mit Hintertüren versehen werden. Eine derart aufgeweichte Verschlüsselung wäre für staatliche Überwacher keine nennenswerte Hürde, was dann allerdings wieder die Frage aufwirft, welche nationalen Behörden im internationalen Netz wen überwachen dürfen. Während hierzulande viele Bürger immer noch der Meinung sind, sie hätten nichts zu verbergen, sollten sich diese die Frage stellen, ob sie auch Ländern wie der Türkei oder Russland umfassenden Zugriff auf ihre Kommunikation gewähren möchten. Es besteht aber auch die Gefahr, dass sich Kriminelle Zugang auf die Systeme des Dienstanbieters verschaffen und gleich millionenfach Daten abgreifen können. Diese können dann für den Identitätsdiebstahl oder Erpressungen missbraucht werden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat seine Hausaufgaben anscheinend gemacht und verlangt im Gegensatz zu vielen seiner Amtskollegen keine massenhafte Auswertung der Messenger-Kommunikation, sondern setzt auf gezielte Überwachungsmaßnahmen. Gegenüber dem Tagesspiegel erklärte der Minister, dass die Bundesregierung die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausdrücklich wolle. Um dennoch an die Kommunikation heranzukommen, müsse man daher beim Absender oder Empfänger ansetzen. Als geeignete Instrumente nennt er die Online-Durchsuchung und die Quellen-Telekommunikationsüberwachung (landläufig als "Bundestrojaner" bekannt), wobei deren Einsatz in der Strafprozessordnung erst noch verbindlich geregelt werden muss. Der Einsatz sei nur unter "strengen Voraussetzungen" möglich. Welche Voraussetzungen dies genau sind, erläutert de Maizière zwar nicht, verwies aber auf die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts.

Im Gegensatz zur Vorratsdatenspeicherung und dem Sammeln von Fluggastdaten, welche völlig ungezielt und anlasslos jeden Bürger erfassen, zielt die Überwachung von verschlüsselten Kommunikationsinhalten somit ausschließlich auf Verdächtige. Dies macht Sinn, sofern es eine richterliche Kontrolle der Maßnahmen gibt und diese Werkzeuge tatsächlich nur im Falle schwerer Verbrechen und Bedrohungen eingesetzt werden. Sollte der Bundestrojaner nicht nur gegen mutmaßliche Terroristen, kriminelle Vereinigungen oder bei Bedrohung von Leib und Leben zum Einsatz kommen, sondern auch zur Ermittlung von Urheberrechtsverletzungen verwendet werden, wäre dies indes höchst bedenklich. Bedenklich werden viele Bürger auch die Vorliebe de Maizières für Gesichtserkennung finden, denn diese würde der Minister am liebsten mit allen öffentlichen Videokameras koppeln. Dies verursache seiner Einschätzung nach nur eine geringe Einschränkung der Grundrechte.

Thomas de Maizière argumentiert, dass Unbeteiligte gar nicht erfasst werden. Diese Aussage ist allerdings irreführend, denn zunächst muss ein Gesicht erfasst und mit jenen Personen, nach denen eine Fahndung läuft, abgeglichen werden, um diese überhaupt als Unbeteiligte ausschließen zu können. Erst wenn dies geschehen ist, kann man die Daten von eindeutig Unbeteiligten verwerfen bzw. diese nicht speichern. Doch was passiert, wenn sich die Software unsicher ist? Wenn eine Person einem Gesuchten nur zu 58 Prozent entspricht? Werden deren Daten dann auch verworfen? Der Minister räumt ein, dass die Software noch ausführlich getestet werden muss. Ein Probebetrieb am Bahnhof Südkreuz in Berlin ist für diesen Sommer geplant - mit Freiwilligen. Offenbar will man dabei herausfinden, wie sich die Gesichtserkennung unter ungünstigen Bedingungen (Lichtverhältnisse, verhüllende Kleidung) schlägt.

 
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Hacker erpressen die Entwickler von "The Witcher"

reported by doelf, Freitag der 09.06.2017, 17:19:03

Das polnische Software-Studio CD PROJEKT RED, welches in erster Linie für die sehr erfolgreiche Rollenspielserie "The Witcher" bekannt ist, wird von unbekannten Hackern erpresst. Die Kriminellen haben interne Dateien und Dokumente der Firma entwendet, darunter auch Informationen zum geplanten Spiel "Cyberpunk 2077". Sie drohen mit deren Veröffentlichung.

Wie das Entwickler-Team über Twitter erklärt, will man die Forderungen der Hacker nicht erfüllen. Stattdessen werde man die Strafverfolgungsbehörden einschalten. Nun befürchtet CD PROJEKT RED, dass die Kriminellen ihre Drohung wahr machen und die gestohlenen Daten ins Internet stellen werden. Die Entwickler betonen, dass es sich um veraltete Dokumente handle, die für den aktuellen Stand größtenteils nicht mehr repräsentativ seinen. Zugleich warnen sie aber auch, dass all jene, die sich für das Spiel interessieren, lieber wegsehen sollten. Dies legt die Vermutung nahe, dass sich technisch zwar viel geändert hat, die Hacker aber vermutlich auch die zugrundeliegende Story erbeuten konnten. Und die hat sich möglicherweise nicht allzu sehr geändert.

Mit obrigem Trailer wurde das Spiel am 26. September 2012 angekündigt. Seither hielt sich CD PROJEKT RED hinsichtlich "Cyberpunk 2077" sehr bedeckt. Auch die Daten auf der zum Spiel gehörigen Webseite sind ausgesprochen mager.

Quelle: twitter.com
 
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Ab Donnerstag sind Roaming-Gebühren Geschichte

reported by doelf, Freitag der 09.06.2017, 13:25:28

Am kommenden Donnerstag, den 15. Juni 2017, schließt die EU das leidige Kapitel der Roaming-Gebühren. Ab diesem Datum dürfen Mobilfunkanbieter ihren Endkunden keine Roaming-Gebühren mehr in Rechnung stellen. Zugleich werden die Großhandelspreise, welche sich die Mobilfunkanbieter gegenseitig in Rechnung stellen, gedeckelt.

Werfen wir einen kurzen Blick auf die neuen Großhandelspreise: Die lokalen Netzbetreiber dürfen den Telekommunikationsanbietern von Roaming-Kunden ab dem 15. Juni 2017 für eine Gesprächsminute maximal 3,2 statt 5,0 Cent und je SMS nur noch ein statt zwei Cent berechnen. Der Preis pro GB-Datenvolumen wird um 84,6 Prozent auf 7,7 Euro reduziert und soll bis zum 1. Januar 2022 in fünf Schritten (2018: 6,00 Euro; 2019: 4,50 Euro; 2020: 3,50 Euro; 2021: 3,00 Euro) auf 2,50 Euro fallen. Diese Obergrenzen sollen alle zwei Jahre überprüft und im Bedarfsfall angepasst werden.

Für die Endkunden fällt mit dem Roaming-Gebühren ein großes Ärgernis weg, denn die großen Telekommunikationsanbieter sind europaweit tätig und stellten sich somit auch Zuschläge für die Nutzung ihrer eigenen Infrastruktur durch die eigenen Kunden in Rechnung. Auch in Hinblick auf den gemeinsamen Binnenmarkt war diese nationale Kostenmauer ein Absurdum, das sich die Unternehmen vor Beginn der Regulierung zudem fürstlich bezahlen ließen. Diese lukrative Einkommensquelle hat die EU-Kommission langsam aber konsequent ausgetrocknet und somit Kostensicherheit für die Verbraucher geschaffen.

Die neue Regelung gilt für 31 europäische Länder, nämlich Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vatikanstadt und Zypern. Hinsichtlich Großbritannien bleibt abzuwarten, ob der für 2019 geplante Brexit eine Rückkehr der Roaming-Gebühren bringen wird.

Quelle: europa.eu
 
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Grenzen für Streaming-Abos fallen Anfang 2018

reported by doelf, Freitag der 09.06.2017, 12:48:50

Die Europäische Union hat einen starken Binnenmarkt, doch für digitale Waren werden nach wie vor scharfe Grenzen gezogen. Etliche Dienste werden nur in bestimmten Ländern angeboten, während die Bürger anderer EU-Staaten durch Geoblocking ausgesperrt bleiben. Nun hat der Rat der Europäischen Union beschlossen, diese Grenzen Anfang 2018 zumindest teilweise einzureißen.

Während ein echter digitaler Binnenmarkt weiterhin auf sich warten lässt, soll es EU-Bürgern schon bald möglich sein, ihre Streaming-Abos auch auf Reisen in andere EU-Länder zu nutzen. Einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Kommission zur "Portabilität von Online-Inhalten innerhalb der EU" hatte das Europäische Parlament am 7. Februar 2017 zugestimmt. Gestern folgte dann auch der Rat der Europäischen Union dieser Initiative, welche neun Monat nach Veröffentlichung im EU-Journal in Kraft treten wird - das wäre im ersten Quartal 2018. Ein generelles Ende des Geoblocking ist indes nicht abzusehen.

 
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Bereit zum Ausprobieren: LibreOffice 5.4 Beta 2

reported by doelf, Freitag der 09.06.2017, 10:04:06

In der Woche vom 24. bis zum 30. Juli 2017 soll das finale LibreOffice 5.4 veröffentlicht werden, vorab gibt es jetzt eine zweite Beta-Version. Nach einer Umfrage unter den Benutzern wurde die Standard-Farbpalette überarbeitet, dazu gibt es etliche Änderungen in der Textverarbeitung "Writer" und der Tabellenkalkulation "Calc". Gestrichen wird die Unterstützung für Mac OS X 10.8, neue Mindestanforderung für Mac-Nutzer ist somit die Version 10.9. Bei den Sprachen sind Mandschurisch und das damit verwandte Xibenisch hinzugekommen.

Writer:
Die Unterstützung für AutoText, welche bisher auf .dot- und .doc-Dateien beschränkt war, wird mit LibreOffice 5.4 auf .dotx und .dotm ausgeweitet. Im Kontextmenü gibt es die neuen Einträge "Bereich bearbeiten" und "Fuß- und Endnote", welche natürlich nur zur Verfügung stehen, wenn man in einen entsprechenden Bereich klickt.

Listen

Listen, ob mit Aufzählungszeichen oder Nummerierung, bleiben beim Kopieren und Einfügen besser erhalten. Dies gilt für die Aufzählungszeichen sowie für das Einrücken der einzelnen Einträge. Der völlig veraltete Web-Wizard wurde entfernt, der normale HTML-Export ist hiervon nicht betroffen.

Calc:
ZellschutzIst in den "Optionen" für "Allgemeine Berechnungen" die Auswahl "Genauigkeit wie angezeigt" aktiv, muss man sich auf deren Umsetzung auch verlassen können. Dies war bisher leider nicht immer der Fall, weshalb hier nachgebessert wurde. Der Benutzer kann die Priorität für die Regeln zur "Bedingten Formatierung" ändern, Calc merkt sich die Einstellungen für den CSV-Export und in der Werkzeugleiste gibt es ein Vorhängeschloss-Symbol, mit dem sich Zellen sperren lassen. Bei geschützten Tabellen ist es neuerdings möglich, Spalten und Zeilen hinzuzufügen und diese auch wieder zu entfernen. Die geschützten Zellen bleiben dabei unangetastet. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, alle Kommentare anzuzeigen, zu verbergen oder zu löschen. Calc akzeptiert nun auch negative Jahreszahlen gemäß ISO 8601.

Dateifilter:
Beim .xlsx-Export wurden Probleme mit der Ab- und Aufrundungsfunktion behoben und beim XML-Import wurde die Rowset-Eigenschaft (ADO) ergänzt. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für das Web-Query-Format (.iqy) und es gibt zahlreiche Verbesserungen für Vektorgrafiken des Typs EMF+, welches von zahlreichen Microsoft-Formaten (.doc, .docx, .xls, .xlsx, .ppt) genutzt wird. Zur Anzeige eingefügter PDF-Bilder greift LibreOffice 5.4 auf pdfium zurück.

Download: LibreOffice 5.4 Beta 2

 
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Fast fertig: Firefox 54.0 RC 3

reported by doelf, Freitag der 09.06.2017, 09:59:52

Nachdem gestern Abend zunächst ein zweiter Veröffentlichungskandidat des Firefox 54.0 bereitgestellt wurde, liegt seit heute früh ein dritter Release Candidate für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Der Firefox 54.0 bringt eine aufgeräumte Download-Übersicht mit mehr Detailinformationen und eine burmesische Sprachvariante. Auf Mobilgeräten angelegte Lesezeichen werden nun im Unterverzeichnis "Mobile Bookmarks" eingeordnet.

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Auch für den Bereich Multimedia bringt die Version 54.0, deren Veröffentlichung für den 13. Juni 2017 geplant ist, einige Neuerungen. Beispielsweise ist die Wiedergabe von 5.1-Surround-Sound unter Windows, macOS und Linux nun standardmäßig aktiviert. Der Video-Codec VP9 wird jetzt auch für verschlüsselte Streams, die Clear Key und Widevine verwenden, unterstützt. Bei der Wiedergabe von WebM/VP8-Videos über die "Media Source Extensions" (MSE) ist die Beschränkung auf "ausreichend schnelle Systeme" weggefallen.

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Im "Responsive Device Mode", welcher beliebige Anzeigegeräte von der Smartwatch bis zum UHD-Fernseher emulieren kann, lassen sich nun auch benutzerdefinierte Geräte anlegen. Neben einem Namen und der Auflösung kann man auch die Touch-Unterstützung und die Device Pixel Ratio (DPR) angeben. Web-Entwickler erreichen dieses extrem praktische Werkzeug über die Tastenkombination STRG + Umschalten + m. Weitere Änderungen für Web-Entwickler hat Mozilla auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Download: Firefox 54.0 RC 3

 
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Tipp: Microsoft Surface Pro 4 für 764,99 Euro

reported by doelf, Freitag der 09.06.2017, 09:45:31

Bei unserem Partner Amazon gibt es heute Microsofts Surface Pro 4 mit Intel Core i5, 4 GiB Arbeitsspeicher und 128 GB SSD im Tagesangebot für 764,99 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten. Windows 10 Pro ist auf diesem 12,3 Zoll (31,24 cm) großen Tablet, welches sich um eine optionale Tastatur erweitern lässt, bereits vorinstalliert. Ein Eingabestift (Stylus) gehört ebenfalls zum Lieferumfang.

Das Microsoft Surface Pro 4 misst 29,2 x 20,1 cm, ist 0,8 cm dünn und bringt lediglich 767 g auf die Waage. Dennoch ist es mit einem schnellen Intel Core i5-6300U (2,4 GHz) ausgestattet, der zwei Rechenkerne umfasst und Hyperthreading unterstützt. Im 14-nm-Prozessor ist auch die Grafikeinheit HD Graphics 520 integriert. Dazu gibt es 4 GiB DDR3L-Arbeitsspeicher sowie ein SSD mit 128 GB Speicherkapazität. Mit Hilfe einer microSDXC-Karte lässt sich der Speicherplatz um bis zu 200 GB erweitern.

Ein Highlight des Surface Pro 4 ist das hochauflösende Multi-Touch-Display (2.736 x 1.824 Pixel) mit einer Bilddiagonalen von 12,3 Zoll (31,24 cm). Die vordere Webcam leistet 5,0 Megapixel, während die hintere Kamera eine Auflösung von 8,0 Megapixel erreicht. Zur kabellosen Anbindung werden WLAN gemäß IEEE 802.11a/b/g/n/ac und Bluetooth 4.0 geboten, dazu gesellt sich ein USB-3.0-Anschluss. Die Akku-Laufzeit beläuft sich laut Microsoft auf 9 Stunden.

Zum Tagesangebot: Microsoft Surface Pro 4 für 764,99 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten

Hinweis: Durch den Einkauf über obige Links unterstützt ihr www.Au-Ja.de. Herzlichen Dank!

 
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Unitymedia: Keine Hotspot-Nutzung ohne Zustimmung der Kunden

reported by doelf, Donnerstag der 08.06.2017, 19:14:04

Wie bekommt man als Telekommunikationsanbieter ein gewaltiges Netz aus WLAN-Hotspots ohne zusätzliche Investitionen stemmen zu müssen? Unitymedia dachte, eine clevere Lösung gefunden zu haben und nutzte einfach die Router seiner Kunden. Das Landgericht Köln hat dieser Praxis nun einen Riegel vorgeschoben.

Nach Ansicht der Richter, müssen die Kunden der Nutzung ihres Routers als WLAN-Hotspot für Dritte ausdrücklich zustimmen. Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia hatte dieses Einverständnis aber nicht eingeholt, sondern seine Kunden lediglich per Post darüber informiert, dass man auf ihren WLAN-Routern ein weites Netz aktivieren werde. Wer dies nicht wolle, müsse dagegen Widerspruch einlegen. Die Verbraucherzentrale NRW wertete dieses Opt-Out-Verfahren als unzulässig und fand am 9. Mai 2017 (Az.: 31 O 227/16) die Zustimmung des Gerichts. Das Urteil, welches erst heute bekannt wurde, ist noch nicht rechtskräftig. Unitymedia erklärte hierzu, man überprüfe derzeit noch das weitere Vorgehen.

 
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Apple beschleunigt das iPad Pro mit einer 6-Kern-CPU

reported by doelf, Mittwoch der 07.06.2017, 15:46:40

Ab der kommenden Woche wird das überarbeitete iPad Pro in den Display-Größen 10,5 und 12,9 Zoll erhältlich sein. Der neue 64-Bit-Prozessor A10X umfasst sechs Rechen- und zwölf Grafikkerne, er soll die Rechenleistung um 30 Prozent und die Grafikleistung um 40 Prozent steigern. Mit an Bord ist auch der eingebettete Co-Prozessor M10.

BildWichtigste Neuerung neben dem Prozessor-Upgrade ist das Display. Bei der kleineren der beiden Varianten ist die Bildschirmdiagonale um 20 Prozent von 9,7 Zoll (24,64 cm) auf 10,5 Zoll (26,67 cm) angewachsen. Zugleich wurde die Auflösung von 2.048 x 1.536 auf 2.224 x 1.668 Pixel (264 ppi) gesteigert. Beim größeren Modell bleibt es bei 12,9 Zoll (32,78 cm), 2.732 x 2.048 Pixel und ebenfalls 264 ppi. Abgesehen vom erweiterten Farbraum (P3) gibt es nun eine Bildwiederholrate von 120 Hz (statt 60 Hz). Apple bezeichnet diese Technologie, welche die Bildwiederholrate automatisch an den Inhalt anpasst als "ProMotion". Dank ProMotion und eines überarbeiteten Apple Pencil konnte die Latenz für Stifteingaben auf 20 Millisekunden reduziert werden.

Die Hauptkamera leistet 12 Megapixel. Sie verfügt über einen Autofokus, einen vierfachen LED-Blitz und eine Bildstabilisierung. Videos lassen sich in 4K-Auflösung mit 30 fps oder 1080p-Auflösung mit 60 fps aufzeichnen. Die Facetime-Kamera schafft 7 Megapixel und 1080p-Videos, auch hier gibt es eine Bildstabilisierung. Der Flash-Speicher wurde von 32, 128 und 256 GB auf 64, 256 und 512 GB verdoppelt und der Lightning-Anschluss (USB-C) auf USB 3.0 beschleunigt. Zu den beiden Mikrofonen gesellen sich vier Lautsprecher. Im Herbst soll iOS 11 dem iPad Pro neue Funktionen bringen. So wird beispielsweise das Drag&Drop zwischen Apps möglich. Weiterhin soll es eine tiefere Integration des Stifts geben, welche an Microsofts Surface und Windows 10 erinnert.

Die Preise für das 10,5 Zoll große iPad Pro beginnen bei 729 Euro, für die 12,9-Zoll-Variante muss man mindestens 899 Euro auf den Tisch legen. Dazu kommen 109 Euro für den neuen Apple Pencil sowie 179 bzw. 189 Euro für das passende Smart Keyboard.

Quelle: www.apple.com
 
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LibreOffice 5.3.4 RC 1 (Pre-Release) verfügbar

reported by doelf, Mittwoch der 07.06.2017, 14:07:40

Im Pre-Release-Bereich des offiziellen Entwicklungsservers findet sich der erste Veröffentlichungskandidat von LibreOffice 5.3.4. Seit der Freigabe der finalen Version 5.3.3 wurden 102 Fehler behoben, darunter auch 15 potentielle Absturzursachen. Das fertige LibreOffice 5.3.4 soll in der Woche des 19. Juni 2017 veröffentlicht werden.

Beim PDF-Export wurden verborgene Blätter mit ausgegeben. Dies haben die Entwickler ebenso behoben wie eine zu hohe Scroll-Geschwindigkeit im Writer und das unbeabsichtigte Entfernen gleichnamiger Rahmen. Beim Zugriff auf komprimierte und zugleich geschützte Dateien bleibt die Office-Software nicht mehr hängen und bei XLSX-Dateien sieht man nun wieder Bilder statt schwarzer Flächen. Korrigiert wurden Import-Probleme bei .DOCX- (fehlender Teiler in Fußnoten; unsichtbare Pfeilform) und .RTF-Dokumenten (obere und untere Grenzen um Text fehlen; linker Abstand für Absätze fehlt) sowie bei .XLSB-Binärarbeitsmappen (Schutzeinstellungen wurden irrtümlich umgekehrt). Beseitigt wurden auch mehrere Null-Zeiger-Dereferenzen sowie Abstürze beim Schließen von Calc-Dokumenten, beim Einfügen von Formeln und beim Löschen aller Bitmaps. PDF-Dokumente wurden in Hinblick auf leere X509-Zertifikate abgesichert und in der Werkzeugleiste wurden noch nicht verfügbare Einträge deaktiviert.

Download: LibreOffice 5.3.4 RC 1 (Pre-Release)

 
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Fast fertig: Firefox 54.0 RC 1

reported by doelf, Dienstag der 06.06.2017, 17:01:56

Der erste Veröffentlichungskandidat des Firefox 54.0 liegt seit heute für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Der Firefox 54.0 bringt eine aufgeräumte Download-Übersicht mit mehr Detailinformationen und eine burmesische Sprachvariante. Auf Mobilgeräten angelegte Lesezeichen werden nun im Unterverzeichnis "Mobile Bookmarks" eingeordnet.

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Auch für den Bereich Multimedia bringt die Version 54.0, deren Veröffentlichung für den 13. Juni 2017 geplant ist, einige Neuerungen. Beispielsweise ist die Wiedergabe von 5.1-Surround-Sound unter Windows, macOS und Linux nun standardmäßig aktiviert. Der Video-Codec VP9 wird jetzt auch für verschlüsselte Streams, die Clear Key und Widevine verwenden, unterstützt. Bei der Wiedergabe von WebM/VP8-Videos über die "Media Source Extensions" (MSE) ist die Beschränkung auf "ausreichend schnelle Systeme" weggefallen.

Bild

Im "Responsive Device Mode", welcher beliebige Anzeigegeräte von der Smartwatch bis zum UHD-Fernseher emulieren kann, lassen sich nun auch benutzerdefinierte Geräte anlegen. Neben einem Namen und der Auflösung kann man auch die Touch-Unterstützung und die Device Pixel Ratio (DPR) angeben. Web-Entwickler erreichen dieses extrem praktische Werkzeug über die Tastenkombination STRG + Umschalten + m. Weitere Änderungen für Web-Entwickler hat Mozilla auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Download: Firefox 54.0 RC 1

 
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Apple frischt MacBook und MacBook Pro auf

reported by doelf, Dienstag der 06.06.2017, 16:50:52

Apples Notebooks sollen den Desktop-Rechnern in nichts nachstehen und so gibt es auch für MacBook und MacBook Pro eine Frischzellenkur in Form von Kaby-Lake-Prozessoren. Beide Notebook-Serien kann man ab sofort vorbestellen, der Verkauf in den Geschäften startet bereits am morgigen Mittwoch.

MacBook mit Kaby Lake
Im schnellsten MacBook steckt nun ein Intel Core i7 (Kaby Lake) mit zwei Kernen, HyperThreading, 1,4 GHz Taktrate und bis zu 3,6 GHz Turbo-Boost. Optional gibt es 16 GiB Arbeitsspeicher und die SSDs sollen um bis zu 50 Prozent schneller laufen. Für die Grafikausgabe sorgt Intels iGPU HD Graphics 615 (GT2). Die Preise beginnen bei 1.499 Euro.

MacBook Pro mit Kaby Lake und Radeon Pro 500
BildAuch im überarbeiteten MacBook Pro mit 13-Zoll-Display stecken zweikernige Prozessoren der Kaby-Lake-Familie. Die schnellste Variante mit Intel Core i7 taktet mit 3,5 GHz und kann bis auf 4,0 GHz beschleunigen, als Grafik dient die iGPU Intel Iris Plus Graphics 650 mit 64 MB eDRAM. Ohne Touch Bar gibt es einen Core i5 mit Iris Plus Graphics 640. Nur wer zum 15 Zoll großen MacBook Pro greift, bekommt vier Rechenkerne. Die schnellste CPU arbeitet dann mit 3,1 GHz und hat einen Turbobereich bis 4,1 GHz. Neben Intels HD Graphics 630 ist eine diskrete Grafiklösung von AMD mit an Board - wahlweise eine Radeon Pro 555 2GB oder eine Radeon Pro 560 4GB. Der Grafikspeicher wird in beiden Fällen als GDDR5 umgesetzt. Abgesehen vom Einstiegsmodell, das nur zwei Thunderbolt-3-Buchsen besitzt, werden vier solcher Anschlüsse geboten. Die Preise beginnen ebenfalls bei 1.499 Euro.

MacBook Air
Mit einem Preis von 1.099 Euro bleibt das MacBook Air der günstigste Einstieg in die Welt der Apple-Computer. Einzige Neuerung ist der 1,8 GHz schnelle (Turbo: 2,9 GHz) Einstiegsprozessor, ein Intel Core i5 mit HD Graphics 6000. Optional gibt es einen zweikernigen Core i7 mit 2,2 bis 3,2 GHz Taktrate, welcher die gleiche iGPU nutzt.

Quelle: www.apple.com
 
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Apple überarbeitet iMac und iMac Pro

reported by doelf, Dienstag der 06.06.2017, 15:00:53

Schon morgen soll der neue iMac mit Thunderbolt 3, Intels Kaby-Lake-Prozessoren und Grafiklösungen aus AMDs Radeon-Pro-500-Baureihe im Laden stehen. Die Workstation-Variante iMac Pro kommt hingegen erst zum Jahreswechsel, soll dann aber mit einem 18-Kern-Xeon (Intel Skylake X) und AMDs Radeon Pro Vega durchstarten.

iMac: Kaby Lake, Radeon Pro 500, Thunderbolt 3
Der überarbeitete iMac hat ein um 43 Prozent helleres Retina-4K-Display sowie frische Prozessoren aus Intels aktueller Baureihe "Kaby Lake", die mit bis zu 4,5 GHz Turbo-Takt laufen, bekommen. Mit Ausnahme der 21,5-Zoll-Basisvariante, welche lediglich Intels iGPU Iris Plus Graphics 640 (GT3e) verwendet, gibt es diskrete Grafiklösungen aus AMDs Radeon-Pro-500-Baureihe (Radeon Pro 555 2GB, Radeon Pro 560 4GB, Radeon Pro 570 4GB, Radeon Pro 575 4GB oder Radeon Pro 580 8GB). Bei allen 27-Zoll-Varianten und der Top-Ausstattung mit 21,5 Zoll ist das Fusion-Drive nun serienmäßig und die optionalen SSDs sollen um bis zu 50 Prozent schneller arbeiten. Dazu wird Thunderbolt 3 geboten. Der neue iMac kann ab sofort zu Preisen ab 1.299,- Euro bestellt werden und kommt morgen in die Ladengeschäfte.

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iMac Pro: 18 Kerne und AMDs Vega
Beim nächsten iMac Pro wird Apple auf Intels Skylake X in der Xeon-Ausführung setzen und bis zu 18 Kerne mit 36 Threads auffahren. Für die Grafik soll AMDs kommende Radeon Pro Vega mit bis zu 16 GB HBM2-Speicher sorgen. Die maximale SSD-Kapazität wird auf 4 TB aufgestockt und den Arbeitsspeicher soll man bis 128 GiB (ECC) ausbauen können. Weitere Merkmale: Vier Thunderbolt-Ports der dritten Generation und 10-Gb-Ethernet. Der iMac Pro wird auch ein neues 5K-Display mit 27 Zoll Bilddiagonale sowie ein neues Gehäuse in der Farbe Grau erhalten. Letzteres bietet eine um 80 Prozent vergrößerte Kühlkapazität, durch die der Rechner besonders leise arbeiten soll. Die Markteinführung ist für Dezember 2017 geplant, die Preise sollen bei 4.999 US-Dollar beginnen.

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Apples HomePod: Siri im Lautsprecher

reported by doelf, Dienstag der 06.06.2017, 13:02:55

Nach Amazon und Google will nun auch Apple in das Geschäft mit vernetzten Lautsprechern einsteigen. Die Lösung aus Cupertino nennt sich "HomePod", ist 17,78 cm (7 Zoll) hoch und wird im Dezember 2017 in den USA für 349 US-Dollar an den Start gehen. Für Großbritannien und Australien, die beiden anderen Premierenländer, wurden noch keine Preise genannt.

Hatte man früher primär auf einen guten Klang geachtet und einige Hundert oder gar Tausende Euros in ein Paar ordentliche Stereo-Lautsprecher investiert, stehen heutzutage die Vernetzung, Streaming-Dienste und die Assistenzfunktion im Vordergrund. Apple verspricht die Verknüpfung von "Amazing Sound Quality and Intelligence", am Ende wird HomePod aber doch nur eine mäßige Quäke zur Dauerbeschallung mit Apple Music sein, welche uns rund um die Uhr belauscht. Gut, Apple behauptet, erst nach dem Zuruf "Hey Siri" Daten an die eigenen Server zu schicken, aber das ändert nichts daran, dass die sechs Mikrofone immer aktiv sind - 7 Tage die Woche, 24 Stunden jeden Tag.

HomePod

Zu den Mikrofonen gesellen sich ein nach oben gerichteter Bass- und sieben im Kreis angeordnete Hochtöner, die alle von eigenen Verstärkerchen angesteuert werden. Zusammen mit dem A8-Prozessor sollen die Hochtöner für Raumklang sorgen, wobei der HomePod seine Umgebung automatisch analysiert und seinen Klang entsprechend abstimmen soll. Findet der Lautsprecher dabei einen zweiten, stimmen sich beide HomePods auch aufeinander ab. Die Konfiguration mit dem iPhone (Mindestanforderung: iPhone 5s mit iOS 11) ist denkbar einfach: Telefon an den Lautsprecher halten, fertig. Neben Musik und Assistenzfunktionen soll der HomePod auch zur Steuerung der Heimautomatisierung dienen.

Der Preis von 349 US-Dollar (698 US-Dollar für ein Paar) scheint für einen Lautsprecher nicht allzu hoch gegriffen, doch der HomePod wird sich kaum mit richtigen Lautsprechern messen lassen und im Vergleich mit den Produkten von Amazon und Google ist der Kurs dann schon wieder sehr happig. Zudem ist die Farbauswahl bescheiden: Nur Weiß und Grau stehen zur Auswahl. Mein persönliches Fazit entleihe ich mir bei Sergeant Roger Murtaugh (Lethal Weapon): "Ich bin zu alt für diesen Scheiß!"

Quelle: www.apple.com
 
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Amazon: 7-Zoll-Tablet Fire werbefrei für 54,99 Euro

reported by doelf, Dienstag der 06.06.2017, 12:11:21

Amazon verkauft im heutigen Tagesangebot das 7-Zoll-Tablet (17,7 cm) Fire für 54,99 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten. Es handelt sich um die schwarze Version mit 8 GB Speicherplatz in der werbefreien Variante ("ohne Spezialangebote"). Die unverbindliche Preisempfehlung beläuft sich laut Amazon auf 74,99 Euro.

Das Fire bietet einen Touch-Bildschirm mit IPS-Panel, welcher in der Diagonalen 17,7 cm (7 Zoll) misst und eine Auflösung von 1.024 x 600 Pixel (171 PPI) besitzt. Es handelt sich somit um ein einfaches Modell, was auch der 1,3 GHz schnelle 4-Kern-Prozessor und 1 GiB Arbeitsspeicher unterstreichen. Von den 8 GB Flash-Speicher stehen dem Benutzer nur 4,5 GB zur Verfügung, der Speicherplatz lässt sich aber per Micro-SD-Karte um 200 GB erweitern. Dazu gibt es Singleband-WLAN gemäß IEEE 802.11b/g/n, Bluetooth und zwei Kameras (vorne: VGA; hinten: 2 Megapixel). Die Anschlüsse beschränken sich auf Micro-USB 2.0 (zum Anschluss an PC/Mac oder Netzteil) und eine analoge Audio-Buchse (3,5 mm Stereo-Klinke). Eine Akku-Ladung reicht laut Hersteller für sieben Stunden Nutzungsdauer (Lesen, Surfen, Videos oder Musik abspielen). Das Tablet misst 191 x 115 x 10,6 mm und bringt 313 Gramm auf die Waage.

Zum Angebot: 7-Zoll-Tablet Fire (schwarz, werbefrei) für 54,99 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten

Hinweis: Durch den Einkauf über obige Links unterstützt ihr www.Au-Ja.de. Herzlichen Dank!

 
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Wieder mal Ausfälle bei Ubisoft

reported by doelf, Montag der 05.06.2017, 18:04:44

Was passiert an Feiertagen? Richtig, die Plattformen der großen Spieleverleger brechen zusammen, werden gehackt oder sind aus irgendwelchen anderen Gründen nicht erreichbar. Heute trifft es Ubisoft und dessen Plattform Uplay. Seit den Mittagsstunden gibt es dort Probleme, inzwischen klemmt es gewaltig.

Um 11:52 Uhr meldete Ubisoft am heutigen Pfingstmontag "Wartungsarbeiten", welche "verschiedene Titel" betreffen und die zu einem Abbruch von Mehrspieler-Partien führen können. Auch Companion-Apps und Uplay PC sind von diesen "Wartungsarbeiten" betroffen. Um 14:00 Uhr hieß es dann, man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung für die anhaltenden Probleme. Damit war klar, dass die "Wartungsarbeiten" zumindest nicht wie geplant verlaufen. Ein weiteres Update folgte um 15:15 Uhr. Dieses bestätigte den "Ausfall einiger Ubisoft-Dienste". Das Team führe eine gründliche Suche durch, was uns wiederum sagt, dass man die Ursache der Probleme zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefunden hatte. Seither herrscht Funkstille...

 
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Marktanteile: Windows XP und Vista stürzen ab

reported by doelf, Sonntag der 04.06.2017, 17:30:28

Im Mai hatte der Verschlüsselungstrojaner WannaCry insbesondere ältere Windows-Versionen wie XP unter Beschuss genommen und diese Erfahrung scheint nun Wirkung zu zeigen: Binnen eines Monats ist der von NetMarketShare für Windows XP ermittelte Marktanteil um 1,38 Punkte von 7,04 auf 5,66 Prozent abgestürzt.

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Windows XP verliert damit eine Position und tauscht die Plätze mit Windows 8.1, welches selbst 0,22 Punkte verliert und nur noch auf einen Marktanteil von 6,74 Prozent kommt. Marktführer bleibt Windows 7 mit 49,46 Prozent (+0,96) vor Windows 10 mit 26,78 Prozent (+0,50). Auch diese Zahlen überraschen, denn Windows 7 konnte beinahe doppelt so stark zulegen wie die aktuelle Version. Möglicherweise wurden einige XP-Rechner auf Windows 7 aktualisiert, da sich diese nicht für ein Upgrade auf Windows 10 eigneten oder letzteres nicht gewünscht wurde.

Auf Rang 5 findet sich mit macOS 10.12 das erste Betriebssystem, welches nicht aus Redmond kommt. Während Apples aktuelle Kreation um 0,38 Punkte auf 3,59 Prozent zulegen konnte, verliert Linux 0,10 Punkte und fällt auf 1,99 Prozent. Auf Platz 7 folgt Windows 8 mit einem unveränderten Marktanteil von 1,59 Prozent vor Mac OS X 10.11 mit 1,32 Prozent (-0,08) und Mac OS X 10.10 mit 0,87 Prozent (-0,09). Windows Vista (0,58%; -0,12), das seit Mai keine neuen Sicherheits-Updates mehr erhält, ist hinter Windows NT (0,82%; +0,23) gerutscht. Alle anderen Betriebssysteme liegen deutlich unter einem halben Prozent und teilen sich die restlichen 0,57 Prozent des Marktes.

 
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DRAM: Preise bleiben stabil

reported by doelf, Sonntag der 04.06.2017, 14:53:56

Nachdem die Hersteller von DRAM-Chips ihre Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2016 gedrosselt hatten, kam es am Spot-Markt in Taiwan zu einem sprunghaften Anstieg der Kurse. Dieser dauerte bis Anfang Februar 2017 an. Im März blieben die Preise dann weitgehend stabil, im April sind sie etwas gefallen und seither hat sich recht wenig getan.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2133 8Gb 1Gx8 musste man am Freitag im Schnitt 6,391 US-Dollar auf den Tisch legen. Das sind lediglich 0,16 Prozent mehr als Anfang Mai, aber ein Aufschlag von 11,57 Prozent verglichen mit dem Kurs Anfang Januar. Seit Oktober 2016 haben sich diese Chips sogar um schmerzhafte 47,77 Prozent verteuert.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133 4Gb 512Mx8, kostet momentan 3,216 US-Dollar. Binnen Monatsfrist ist diese Variante um 0,86 Prozent günstiger geworden. Der Vergleich mit Januar offenbar eine Verteuerung um 13,56 Prozent und wenn wir Oktober 2016 als Ausgangspunkt nehmen, sind es sogar 48,41 Prozent.

Für die gleiche Größe aber in Form von DDR3-1600 4Gb 512Mx8 werden aktuell 2,883 US-Dollar gezahlt. Das sind zwar nur 0,24 Prozent weniger als im Mai, doch seit Januar sind die Kurse für diesen Speichertyp auch nur um 3,22 Prozent geklettert. Die Teuerungsrate seit Oktober 2016 beläuft sich auf 38,87 Prozent.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Dank Donald Trumps "großartiger" Wirtschaftspolitik war ein Euro am Freitag 1,1283 US-Dollar wert und notierte damit um 3,26 Prozent höher als Anfang Mai. Seit Jahresbeginn ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar um 7,24 Prozent gestiegen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

 
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Computex: Zukünftige Produkte von be quiet!

reported by doelf, Freitag der 02.06.2017, 20:15:26

be quiet, der deutsche Platzhirsch im Bereich der PC-Netzteile, zeigt auf der Computex in Taiwan fünf Produkte, welche im zweiten Halbjahr 2017 auf den Markt kommen sollen. Es handelt sich um zwei Netzteile, zwei CPU-Kühler und ein PC-Gehäuse, wobei das weiße Dark Base Pro 900 lediglich eine limitierte Auflage des 2016 eingeführten Midi-Towers ist.

Straight Power 11: 80 Plus Gold ohne Kabel
Die neuen Netzteile der Baureihe Straight Power 11 leisten zwischen 450 und 1.000 Watt, bieten abnehmbare Kabelstränge und haben die Zertifizierung "80 Plus Gold" erhalten - der Hersteller selbst verspricht einen Wirkungsgrad von bis zu 93 Prozent. be quiet! ist es gelungen, die Gleichstrom-Seite im Inneren des Netzteils ganz ohne Kabel umzusetzen, was Signalstörungen und Interferenzen verringert und den Luftfluss verbessert. Technisch wurde das Netzteil als LLC + Synchronous Rectifier + DC/DC umgesetzt, die 12V-Schienen sind unabhängig abgesichert und es werden alle technisch möglichen Schutzschaltungen geboten. Die Kondensatoren stammen aus japanischer Produktion und sind mit 105°C zertifiziert, was eine besonders lange Lebensdauer verspricht. Für die Kühlung sorgt ein hauseigener Lüfter des Typs SilentWings 3 mit 135 mm Durchmesser.

Straight Power 11

SFX L Power: Klein und stark
Unter dem Namen SFX L Power wird be quiet! kompakte Netzteile für Mini-PCs anbieten, welche 500 oder 600 Watt leisten. Damit sind sie stark genug für schnelle Grafikkarten, die über vier PEG-Stecker mit Strom versorgt werden. Im Gegensatz zu den üblichen Geräten im SFX-Format, deren 80-mm-Lüfter fast immer zu hören sind, werden die Modelle der Baureihe SFX L Power mit einem leisen 120-mm-Lüfter ausgestattet. Auch diese Netzteile wurden mit "80 Plus Gold" zertifiziert, bieten alle möglichen Schutzschaltungen und verfügen über abnehmbare Kabelstränge.

SFX L Power

Shadow Rock TF 2: Flacher Topflow-Kühler
be quiet! will mit dem Shadow Rock TF 2 nun auch jene Kunden mit CPU-Kühlern bedienen, die in ihrem Gehäuse nur wenig Platz für eine leise Kühlung haben. Dieses Modell ist inklusive Lüfter lediglich 112 mm hoch, dennoch soll seine Leistung für eine Abwärme bis 160 Watt ausreichen. Den Wärmetransport an die diagonal stehenden Finnen übernehmen fünf Heatpipes mit einem Durchmesser von jeweils 6 mm. Laut be quiet! unterstützt der Shadow Rock TF 2 alle aktuellen Plattformen von AMD und Intel inklusive des Sockels AM4.

Shadow Rock TF 2

Silent Loop 360mm: Neuer Flüssigkeitskühler
Seit 2016 hat be quiet! drei Kompaktwasserkühlungen der Baureihe "Silent Loop" im Sortiment, in diesem Jahr folgt eine vierte und leistungsstärkere Variante. Genau wie in den bekannten Modellen steckt auch im 360er eine leise Reverse-Flow-Pumpe, nur der Kupferradiator wurde nochmals verlängert und misst nun statt 120, 240 oder 280 mm stattliche 360 mm. Auf ihm sitzen drei PWM-geregelte Lüfter der Baureihe Pure Wings 2 mit einen Durchmesser von jeweils 120 mm. Auch der Kühlblock, welcher auf dem Prozessor platziert wird, besteht aus Kupfer. Eine Vernickelung sorgt dabei für eine glatte Oberfläche. Als passende Gehäuse führt be quiet! die Modelle Dark Base 900, Dark Base Pro 900 und Pure Base 600 auf.

Silent Loop 360mm

Dark Base Pro 900: Weiß und limitiert
In einer begrenzten Auflage von 2.000 Stück mit nummerierter Aluminium-Plakette geht das weiße Dark Base Pro 900 an den Start. Der Midi-Tower bietet ausreichend Platz für übergroße Motherboards im E-ATX- oder XL-ATX-Format, welche durch ein Seitenteil mit Fenster in Szene gesetzt werden. Dazu gibt es Dämmmatten, drei vorinstallierte "SilentWings 3"-Lüfter mit 140 mm Durchmesser, LED-Beleuchtung und eine integrierte Qi-Station für kabelloses Laden. Im Dark Base Pro 900 finden zwei externe 5,25-Zoll-Laufwerke Platz, intern lassen sich wahlweise sieben Festplatten im 3,5-Zoll-Format oder 14 2,5-Zoll-Datenträger verbauen. Davon unabhängig werden ein weiterer Schacht für 2,5-Zoll-Geräte sowie acht Plätze für Steckkarten geboten.

Dark Base Pro 900

 
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Preissenkung: AMD macht den Ryzen 7 billiger

reported by doelf, Freitag der 02.06.2017, 17:32:08

Wie TweakTown meldet, hat AMD die Preise seiner 8-Kern-CPUs der Ryzen-7-Serie deutlich reduziert. So soll das aktuelle Top-Modell Ryzen 7 1800X nun 459 statt 499 US-Dollar (-8,02%) kosten, der Ryzen 7 1700X rutscht von 399 auf 349 US-Dollar (-12,53%) und der Ryzen 7 1700 von 329 auf $299 US-Dollar (-9,12%).

Wie die Kollegen, die offenbar Probleme mit der Prozentrechnung haben, berichten, haben Amazon (USA) und Newegg ihre Endkundenpreise bereits angepasst. Hierzulande sind die Preise über die vergangenen Wochen kontinuierlich gefallen: Den Ryzen 7 1800X findet man ab 477 Euro, den Ryzen 7 1700X ab 362 Euro und den Ryzen 7 1700 ab 309 Euro. Da die Euro-Preise im Gegensatz zu den US-Preisen bereits die Mehrwertsteuer enthalten, dürfte nicht mehr allzu viel Spielraum nach unten blieben. Auf AMDs offizieller Übersicht sind weiterhin die alten Preise von Mitte März 2017 zu finden.

Hinsichtlich der mit vier oder sechs Kernen ausgestatteten Ryzen-5-Modelle macht TweakTown keine Angaben. Laut AMD soll der schnellste 5er, der Ryzen 5 1600X mit sechs Kernen und zwölf Threads, 249 US-Dollar kosten. In Deutschland bekommt man diesen Prozessor zu Straßenpreisen ab 247 Euro, hier würde es im Falle einer Preissenkung also noch etwas Luft nach unten geben.

 
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British Airways: Hatte ein Techniker den Strom abgeschaltet?

reported by doelf, Freitag der 02.06.2017, 15:08:23

Nach Angaben der Times hatte ein Mitarbeiter einer externen Wartungsfirma das mehrtägige Computerchaos bei der Fluggesellschaft British Airways (BA) verursacht. Der Techniker soll den Strom im laufenden Betrieb abgeschaltet und damit für bleibenden Schäden an der Computer-Hardware gesorgt haben. Eigentlich wollte BA durch den Einsatz externer Techniker Geld sparen.

Bis zu dem Moment, in dem der Techniker den Stecker zog, sollen die Computersysteme einwandfrei gearbeitet haben. Nach Unterbrechung der Stromzufuhr meldete das primäre System Fehler und das Backup-System ließ sich nicht starten, berichtet die Zeitung weiter. Als Folge dieses vermeintlichen Technikerfehlers mussten zwischen Samstag und Montag rund 700 Flüge, die von den Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick starten sollten, abgesagt werden. Ca. 75.000 Passagiere waren damit gestrandet oder mussten umgebucht werden, die Kosten für das Unternehmen sollen sich zwischen 82 Millionen Pfund (Schätzung von rte.ie) und 150 Millionen Pfund (Schätzung von Express) bewegen.

 
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Firefox 54.0 Beta 13 wartet auf Tester

reported by doelf, Freitag der 02.06.2017, 14:37:58

Die dreizehnte und vermutlich auch letzte Beta-Ausgabe des kommenden Firefox 54.0 liegt zum Download bereit. Der Firefox 54.0 bringt eine aufgeräumte Download-Übersicht mit mehr Detailinformationen und eine burmesische Sprachvariante. Auf Mobilgeräten angelegte Lesezeichen werden nun im Unterverzeichnis "Mobile Bookmarks" eingeordnet.

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Auch für den Bereich Multimedia bringt die Version 54.0, deren Veröffentlichung für den 13. Juni 2017 geplant ist, einige Neuerungen. Beispielsweise ist die Wiedergabe von 5.1-Surround-Sound unter Windows, macOS und Linux nun standardmäßig aktiviert. Der Video-Codec VP9 wird jetzt auch für verschlüsselte Streams, die Clear Key und Widevine verwenden, unterstützt. Bei der Wiedergabe von WebM/VP8-Videos über die "Media Source Extensions" (MSE) ist die Beschränkung auf "ausreichend schnelle Systeme" weggefallen.

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Im "Responsive Device Mode", welcher beliebige Anzeigegeräte von der Smartwatch bis zum UHD-Fernseher emulieren kann, lassen sich nun auch benutzerdefinierte Geräte anlegen. Neben einem Namen und der Auflösung kann man auch die Touch-Unterstützung und die Device Pixel Ratio (DPR) angeben. Web-Entwickler erreichen dieses extrem praktische Werkzeug über die Tastenkombination STRG + Umschalten + m. Weitere Änderungen für Web-Entwickler hat Mozilla auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Download: Firefox 54.0 Beta 13

 
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Weiteres Update für Opera 45 (Reborn)

reported by doelf, Donnerstag der 01.06.2017, 17:21:09

Anfang Mai hatte Opera die Version 45 seines Webbrowsers mit dem Beinamen "Reborn" (Übersetzung: Neugeboren) veröffentlicht, nun liegt das dritte Update mit der Versionsnummer 45.0.2552.888 zum Download bereit. Diese korrigiert die deutsche Übersetzung für die Seitenleiste, repariert das Fokussieren von Seitenleisten-Elementen unter mac OS und der Installer aktualisiert beim Update das Icon in der Task-Leiste von Windows 10. Unter Linux lässt sich das Browser-Fenster jetzt an der Seitenleiste greifen und bewegen.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal auf die generellen Neuerungen von Opera 45 (Reborn) eingehen:

Die Messenger-Dienste
In Opera 45 wurden der Facebook Messenger, WhatsApp und Telegram integriert. Man klickt auf das jeweilige Icon, meldet sich beim Dienst an und öffnet den Messenger wahlweise als ausklappbares Overlay oder seitlich neben den Webseiten angeheftet (siehe erstes Bildschirmfoto). Welche Messenger in der Seitenleiste auftauchen sollen, wählt man in den Einstellungen unter dem Punkt "Seitenleiste" (siehe zweites Bildschirmfoto). Zwischen den unterschiedlichen Messengern wechselt man unter Windows und Linux mit der Tastenkombination STRG + Umschalten + m, unter macOS wird Befehl + Umschalten + m verwendet.

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Die neue Optik
Wie bei Edge und Firefox gibt es jetzt auch bei Opera ein helles und ein dunkles Farbthema. Die grafischen Elemente wirken schlichter und die Seitenleiste schlanker. Alle Icons wurden überarbeitet und für unterschiedliche Bildschirmauflösungen und DPI-Stufen angepasst. Zudem wurden die Icons mit Animationen versehen, sie reagieren beispielsweise auf den über ihnen schwebenden Mauszeiger. Auch an anderen Stellen werden Animationen eingesetzt, beispielsweise beim Öffnen eines privaten Fensters.

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Werbeblocker, Video und Sicherheit
Der erweiterte Werbeblocker verbessert die Verwaltung von Blockierlisten. Standardmäßig sind Easylist und EasyPrivacy aktiviert, weitere lassen sich in den Einstellungen unter "Werbung blockieren" über den Schalter "Listen verwalten..." auswählen und einrichten (siehe Bildschirmfoto unten). Wenn man den Werbeblocker aus- bzw. anschaltet, wird die Webseite nun automatisch neu geladen. Für die Wiedergabe von Videos wird verstärkt die GPU verwendet und auf unverschlüsselten Webseiten warnt Opera vor Eingabefeldern. Unter der Haube steckt Chromium 58.

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Download:

 
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Unitymedia schaltet analoges Kabelfernsehen ab

reported by doelf, Donnerstag der 01.06.2017, 14:35:09

In diesem Monat schaltet Unitymedia das analoge Kabelfernsehen im Westen Deutschlands ab. Den Anfang macht bereits heute das südliche Baden-Württemberg (Freiburg, Ulm, Tübingen), am 6. Juni 2017 folgt dann der Norden Baden-Württembergs (Stuttgart, Karlsruhe, Heidelberg) und am 13. Juni ist ganz Hessen dran. Weiter geht es am 20. Juni mit dem südlichen Nordrhein-Westfalen (Aachen, Düsseldorf, Köln), der nördliche Landesteil (Bielefeld, Dortmund, Münster) folgt am 27. Juni.

Auf einer Informationsseite des Unternehmens kann man den Abschalttermin anhand der Postleitzahl suchen. Betroffene Kunden können jederzeit einen digitalen Kabelempfänger (DVB-C) an ihre Kabeldose anschließen, da das digitale Signal schon jetzt parallel zum analogen ausgeliefert wird. Da die meisten Flachbildfernseher bereits einen integrierten DVB-C-Tuner besitzen, sollte der Wechsel kein Problem darstellen. Im Normalfall wird man lediglich auf den Digital-Empfänger umschalten und eine Kanalsuche durchführen müssen. Lediglich für alte Röhrenfernseher und frühe LCD- und Plasma-Geräte wird man einen DVB-C-Receiver nachrüsten müssen.

Keine Änderungen ergeben sich in Hinblick auf die Kosten und das analoge Radioangebot, welches auch über den Juni 2017 hinaus erhalten bleibt. Parallel hierzu stellt Unitymedia Digitalradio mit zusätzlichen Programmen bereit. Hierzu gehören neben den bekannten Sendern auch thematisch sortierte Musikangebote ohne Moderation oder Werbeunterbrechungen.

 
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Diesel: Umweltbundesamt veröffentlicht Messwerte, Ministerium relativiert

reported by doelf, Donnerstag der 01.06.2017, 11:38:47

Das Umweltbundesamt hatte den realen Schadstoffausstoß von 49 weit verbreiteten Diesel-PKW untersucht und Ende April katastrophale Werte veröffentlicht. Präsentiert wurden seinerzeit allerdings nur Durchschnittswerte und keine Messergebnisse für die einzelnen Modelle. Auf Druck von Spiegel online wurden diese nun nachgereicht und umgehend vom Bundesumweltministerium für "nicht repräsentativ" erklärt.

Was wurde untersucht?
Die Untersuchung des Umweltbundesamts sollte den realen Ausstoß von Stickstoffdioxid (NOx) für Fahrzeugflotten unterschiedlicher Schadstoffklassen ermitteln. Dazu wurden vom Umweltbundesamt und seinen Partnerorganisationen (ADAC, EMPA, TUG) 24 Diesel-PKW der Schadstoffklasse Euro 5 sowie 25 Fahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 6 unter realen Verkehrsbedingungen vermessen. Weitere Vergleichswerte für die Dieselflotten mit Euro 3 und Euro 4 lieferten ältere Untersuchungen. Hier das ernüchternde Resultat:

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Auf dem Papier sind Euro-5-PKW mit einem Grenzwert von 180 mg Stickstoffdioxid pro Kilometer Fahrstrecke deutlich sauberer als Euro-3-Diesel mit 500 mg/km, doch in der Realität kommen durchschnittlich 906 mg/km aus dem Auspuff, während die "alten Möhren" nur 803 mg/km herauspusten. Auch Euro-6-Diesel enttäuschen: Mit 507 mg/km liefern sie zwar das beste Ergebnis, tatsächlich liegt ihr Grenzwert aber bei 80 mg/km. Aus den Messwerten lässt sich klar ablesen, dass die von der Automobilindustrie eingesetzten und von der EU abgesegneten Messverfahren zur Ermittlung des Schadstoffausstoßes immer weiter auseinanderklaffen. Zumindest in Hinblick auf den Stickstoffdioxidausstoß sind höhere Euro-Klassen nicht mehr als Augenwischerei, die für die Realität keine Bedeutung mehr haben.

Rückschlüsse auf einzelne Modelle
Diese katastrophalen Werte werfen natürlich die Frage auf, welche Diesel-Modelle im Test die saubersten und welche die größten Stinker waren. Zunächst hatte das Umweltbundesamt diese Informationen unter Verschluss gehalten, doch auf Drängen von Spiegel online wurden die Messtabellen nun doch veröffentlicht. Das Bundesumweltministerium kritisiert dies massiv und erklärt die Ergebnisse für "nicht repräsentativ". Die "UBA-Messdaten zu Dieselfahrzeugen lassen keine Rückschlüsse auf Stickoxid-Ausstoß von Kfz-Modellen zu", lässt das Ministerium wissen. Da stellt sich die Frage: Will oder kann man keine Rückschlüsse ziehen, wenn fast alle Fahrzeuge die Grenzwerte deutlich reißen?

Dass die vorliegenden Messungen in Hinblick auf einzelne Fahrzeugmodelle nicht repräsentativ sind, steht auf einem anderen Blatt. Dies zeigt das Beispiel des Opel Astra 1.7 CDTI, der zweimal in den Messungen auftaucht: Das Fahrzeug aus dem Jahr 2011 mit 29.561 km Laufleistung einem 1.503 kg Leermasse kam auf 642 mg/km, während der ein Jahr ältere aber nur 8.400 km gefahrene und 100 kg leichtere Astra mit 863 mg/km in der Tabelle steht. Die Angaben, wie auch die Werte in den folgenden Listen, beziehen sich auf die CADC-Messung, welche mit einem betriebswarmen Motor jeweils zu einem Drittel innerorts, außerorts und auf Autobahnen durchgeführt wurde. Diese Messung liefert unserer Ansicht nach besonders praxisnahe Werte, welche für die Mehrzahl der untersuchten Fahrzeuge vorliegen.

Euro 5: Soll = maximal 180 mg/km

  • BMW 320d ED: 340 mg/km
  • Toyota Yaris 1.4 D-4D: 417 mg/km
  • Toyota Avensis 2.2 D-4D Combi: 510 mg/km
  • Renault Megane 1.5 dCi: 624 mg/km
  • Fiat Punto Evo 1.3 JTD 16V: 626 mg/km
  • Opel Astra 1.7 CDTI: 642 mg/km
  • BMW 318d ED: 662 mg/km
  • Volkswagen Touran 2.0 TDI BMT: 671 mg/km
  • Peugeot 407 SW 2.0 HDi: 738 mg/km
  • Volkswagen Golf VI 2.0 TDI: 795 mg/km
  • Skoda Fabia 1.6 TDI Combi: 829 mg/km
  • Opel Astra 1.7 CDTI: 863 mg/km
  • Audi A3 1.6 TDI Sportback: 868 mg/km
  • BMW 118d: 908 mg/km
  • Skoda Octavia 1.6 TDI greenline Combi: 913 mg/km
  • Volkswagen Passat 2.0 TDI BMT: 965 mg/km
  • Mercedes-Benz C 220 CDI T: 990 mg/km
  • Kia Optima 1.7 CRDi ISG: 1.383 mg/km
  • Fiat Doblo 1.6 Multijet: 1.483 mg/km

Euro 6: Soll = maximal 80 mg/km

  • BMW 530d xDrive Touring: 20 mg/km
  • BMW 530d: 70 mg/km
  • Mini Cooper D: 73 mg/km
  • Volkswagen Sharan 2.0 TDI BMT: 83 mg/km
  • Mercedes-Benz GLK 220 BlueTec 4MATIC: 102 mg/km
  • BMW X5 xDrive 30D: 123 mg/km
  • Volkswagen Golf VII 1.6 TDI: 184 mg/km
  • Peugeot 308 SW BlueHDi 150 FAP STOP&START: 199 mg/km
  • Volkswagen Passat 2.0 BlueTDI: 260 mg/km
  • BMW 320d Gran Turismo Sport Line Steptronic: 293 mg/km
  • Audi A6 allroad quattro 3.0 TDI: 304 mg/km
  • Mercedes-Benz ML 350 Bluetec: 306 mg/km
  • Mazda CX-5: 379 mg/km
  • BMW X3 xDrive 20D: 383 mg/km
  • Mercedes-Benz A 220 CDI: 441 mg/km
  • Peugeot 508 SW BlueHDi 120 FAP STOP&START: 469 mg/km
  • Porsche Macan S Diesel: 482 mg/km
  • Mazda CX-5 D LP 4WD: 498 mg/km
  • Renault Grand Scenic 1.6 dCi130: 937 mg/km

Fazit
Während keines der getesteten Euro-5-Fahrzeuge die Stickstoffdioxid-Grenzwerte einhalten kann, gelingt dies zumindest drei Euro-6-Modellen. Diese kommen allesamt, wie auch der sauberste Euro-5-Diesel, von BMW. Aber nicht alle BMWs schneiden derart positiv ab und auch generell zeigt sich, dass der Hersteller kaum Rückschlüsse auf die Sauberkeit einzelner Modelle zulässt. Auch das Baujahr hat keinen Einfluss - insbesondere ein Zusammenhang wie "je neuer, desto sauberer" lässt sich nicht ablesen, denn die drei sauberen Euro-6-Diesel wurden 2011, 2013 und 2014 gebaut. Technisch ist die Einhaltung der Stickstoffdioxid-Grenzwerte jedenfalls auch im Realbetrieb möglich, doch einige Hersteller scheinen den Aufwand zu scheuen. Genau wie das Bundesumweltministerium repräsentative Untersuchungen scheut.

 
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Kickstarter-Kampagne für Mini-ITX-Gehäuse CRYORIG Taku

reported by doelf, Mittwoch der 31.05.2017, 16:50:24

Der taiwanische Kühler-Hersteller CRYORIG will sein erster PC-Gehäuse per Crowdfunding-Kampagne an den Start bringen. Das auf den Namen Taku getaufte Modell nimmt Hauptplatinen im Mini-ITX-Format auf und dient zeitgleich als Untersatz für den Bildschirm. Da das Taku auf Beinen steht, kann man Tastatur und Maus unter das Gehäuse schieben und so noch mehr Platz auf dem Schreibtisch schaffen. Sollte die Kampagne ihr Ziel von 100.000 US-Dollar erreichen, wird Lian Li die Fertigung der Gehäuse übernehmen. Erste Muster können auf der Computex begutachtet werden.

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Die Crowdfunding-Kampagne ist am 29. Mai 2017 auf Kickstarter gestartet und läuft noch bis zum 27. Juni 2017, von den anvisierten 100.000 US-Dollar wurden bisher 19.570 US-Dollar eingesammelt. Die Unterstützer zahlen zwischen 299 und 395 US-Dollar für das Aluminiumgehäuse - plus Versand und zuzüglich Einfuhrumsatzsteuer! Erhältlich sind drei Farbvarianten - Silber, Mattschwarz und Rot - sowie vier Ausführungen der Standfüße - helle Eiche, dunkle Eiche, Silber und Mattschwarz. Das Taku misst 142 x 570 x 310 mm (H x B x T) und ist 5,3 kg leicht. Es bietet Platz für ein Mini-ITX-Mainboard, ein SFX-Netzteil (SFX-L ist auch möglich), eine 3,5-Zoll-Festplatte sowie zwei 2,5-Zoll-Laufwerke. Grafikkarten dürfen 280 mm lang sein, sie werden in dem flachen Gehäuse per Riser-Karte verbaut. Auch Dual-Slot-Modelle werden unterstützt.

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Die Höhe des CPU-Kühlers ist auf 48 mm limitiert, was die Auswahl erschwert, und der Arbeitsspeicher darf maximal 52 mm hoch bauen. Die Frontanschlüsse liegen tatsächlich auf der rechten Seite, es gibt zwei USB-3.0-Buchsen sowie einen analogen Audio-Eingang und -Ausgang. USB Typ-C wird vorerst nicht geboten, diese Schnittstelle ist für spätere Versionen des Taku vorgesehen. Das gesamte Innenleben des Gehäuses besteht aus einem Träger, den man nach vorne herausziehen kann. Dies erleichtert den Einbau der Hardware sowie spätere Aufrüstungen. Ein Gehäuselüfter mit 92 mm Durchmesser soll für einen ausreichenden Luftfluss sorgen. Die Bildschirme, welche auf dem Taku platziert werden, dürfen maximal 15 kg auf die Waage bringen.

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Obwohl das CRYORIG Taku einen edlen und durchdachten Eindruck macht, erscheint uns der Preis sehr hoch gegriffen. Wenn man stattdessen ein hochwertiges Desktop-Gehäuse kauft, zahlt man inklusive Netzteil deutlich unter 100 Euro und kann sogar ein Micro-ATX-Motherboard verbauen. Wird keine Grafikkarte benötigt, reichen deutlich kompaktere Mini-ITX-Gehäuse oder Mini-Barebones, die sich zuweilen platzsparend hinter den Bildschirm schrauben lassen, aus.

 
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Toshiba: SSDs mit 64-lagigem 3D-Flashspeicher

reported by doelf, Mittwoch der 31.05.2017, 15:43:12

Toshiba Electronics Europe (TEE) hat neue SSDs für die NVMe-Schnittstelle (NVM Express) vorgestellt. Die Datenträger der XG5-Serie werden im Format M.2 Type 2280 mit Kapazitäten von 256, 512 und 1.024 GB angeboten. Sie nutzen NVMe in der Version 1.2.1 oder anders formuliert vier PCIe-Lanes der dritten Generation, dies ermöglicht eine maximale Bandbreite von 32 GT/s. Die SSDs erreichen eine sequentielle Leseleistung von 3.000 MB/s, geschrieben wird mit bis zu 2.100 MB/s.

SSD

Toshiba verbaut eigene Speicherchips der Baureihe BiCS FLASH mit 64 Lagen. Es handelt sich hierbei um TLC-Chips (Triple-Level-Cell), die drei Bit pro Zelle speichern. TLC kann die Daten sehr dicht packen und senkt dadurch die Produktionskosten, andererseits fällt die Schreibleistung geringer aus, da auch für die Änderung eines einzelnen Bits die gesamte 3-Bit-Zelle gelöscht und im Anschluss neu geschrieben werden muss. Ein spezieller SLC-Cache, bei dem nur ein Bit pro Zelle anfällt, soll diesen Effekt puffern und die Schreibzugriffe beschleunigen. Die Japaner haben den Stromverbrauch im Ruhezustand auf 3 mW reduziert, so dass sich diese SSDs auch für den Einsatz in Notebooks anbieten. Eine automatischer Datenverschlüsselung gemäß TCG-Opal 2.01 ist optional erhältlich.

Toshiba zeigt die neuen SSDs derzeit auf der Computex in Taiwan und verschickt ab sofort Muster an ausgewählte OEM-Kunden. Die allgemeine Verfügbarkeit der neuen SSDs ist für das zweite Halbjahr 2017 geplant.

 
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AMD: EPYC, Threadripper, Ryzen-APUs und Vega

reported by doelf, Mittwoch der 31.05.2017, 13:40:40

AMD hat die Computex in Taiwan genutzt, um die Spannung für seine kommenden Produkte hochzuhalten. Technische Daten und konkrete Termine für die Markteinführung waren indes Mangelwaren, lediglich für die Profi-Produkte wurden Daten genannt. So werden die Workstation- und Server-Prozessoren der Baureihe EPYC mit bis zu 32 Zen-Kernen und zwei CPUs pro System ab dem 20. Juni 2017 erhältlich sein. Die "Radeon Vega Frontier Edition" für maschinelles Lernen und fortgeschrittene Visualisierung soll sieben Tage später folgen.

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Epische 64 Kerne und 4 Terabyte RAM
Die ersten Workstation- und Server-CPUs der EPYC-Familie, vormals unter dem Codenamen "Naples" bekannt sollen am 20. Juni 2017 in den Handel kommen. EPYC umfasst bis zu 32 Zen-Kerne und kann 64 Threads parallel abarbeiten. Es können wahlweise ein oder zwei Prozessoren je System verbaut werden, maximal sind somit 64 Kerne und 128 Threads möglich. Der Arbeitsspeicher wird über acht Kanäle angebunden, wobei jeder Prozessor 16 DIMM-Module ansteuern kann. Dual-CPU-Konfigurationen kommen damit auf 16 Speicherkanäle und 32 Speichermodule mit einer maximalen Kapazität von insgesamt 4 Terabyte. Die im Prozessor integrierte I/O-Einheit stellt 128 PCIe-Lanes der dritten Generation zur Verfügung.

Ryzen Threadripper
Threadripper ist der kleine Bruder von EPYC. Diese CPU-Familie ist für leistungsstarke Desktop-Systeme gedacht und bietet maximal 16 Zen-Kerne und 32 Threads, im Gegensatz zu EPYC sind keine Dual-CPU-Konfigurationen möglich. Es gibt vier Speicherkanäle und einen maximalen RAM-Ausbau von 2 Terabyte. Den Sockel, welchen Threadripper nutzt, bezeichnet AMD als "TR4". Der dazugehörige Chipsatz trägt die Bezeichnung X399. Auf der Computex zeigt AMD Threadripper-Prozessoren im Zusammenspiel mit den kommenden Vega-GPUs, auf einem Testsystem mit zwei Vega-GPUs läuft beispielsweise die Neuauflage von "Prey" flüssig in der höchsten Grafikqualität und 4K-Auflösung. Die Markteinführung von Threadripper soll im "Sommer 2017" stattfinden, einen konkreten Termin nennt AMD allerdings nicht. Interessanterweise will AMD von der Bezeichnung Ryzen 9 absehen, diese hätte sich in Hinblick auf Intels Core-i9 (Skylake X) angeboten.

Mobil und OEM-Systeme
BildAuf der Computex sind diverse OEM-Systeme auf Basis des Sockel AM4 (Ryzen 7 und 5) zu sehen, darunter namhafte Marken wie Acer, Asus, Dell und Lenovo. Mit dem "Republic of Gamers Strix GL702ZC" (siehe Foto rechts) zeigt ASUS das weltweit erste 8-Kern-Gaming-Notebook. In diesem steckt allerdings kein Mobilprozessor, sondern die Desktop-CPU Ryzen 7 1700 mit einer TDP von 65 Watt. Für die Grafik sorgt die Mobilversion der Radeon RX580. AMD demonstriert allerdings auch neue Mobil-APUs, die vier Zen-Kerne, 8 Threads und eine integrierte Grafikeinheit auf Vega-Basis vereinen. Eckdaten oder einen Termin für die Markteinführung der Ryzen-APUs nannte das Unternehmen bisher leider nicht.

Radeon Vega
Als erster Vertreter der neuen Vega-Familie (Graphics Core Next Generation 5) wird die "Radeon Vega Frontier Edition" (siehe Foto oben) am 27. Juni 2017 in den Handel kommen. Zielgruppe dieser Grafikkarte sind allerdings keine Spieler, sondern Anwender, die maschinelles Lernen oder fortgeschrittene Visualisierung auf der GPU ausführen wollen. Vega nutzt schnellen Stapelspeicher des Typs "High-Bandwidth Memory Generation 2" (kurz: HBM2) und ist in der "Frontier Edition" mit 16 GiB ausgestattet. Beim Grafikchip wird der Vollausbau mit 64 Compute Units bzw. 4.096 Stream-Prozessoren geboten. Die Leistung der "Frontier Edition" beziffert AMD auf 25 TFLOPS (FP16 Compute) bzw. 13 TFLOPS (FP32 Compute). Die Radeon RX Vega für Spieler wurde nur im Zusammenspiel mit Threadripper gezeigt, einen Termin für die Markteinführung nannte AMD nicht.

Quelle: www.amd.com
 
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Facebook: Liken kann strafbar sein!

reported by doelf, Mittwoch der 31.05.2017, 11:31:27

Ein Züricher Bezirksgericht hat einen Facebook-Nutzer wegen Ehrverletzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 4.000 Franken (ca. 3.670 Euro) verurteilt. Wenn man sich die bei Facebook üblichen Schimpftiraden ansieht, mag dies kaum überraschen. Doch der Schweizer hatte gar nichts geschrieben, sondern lediglich den Kommentar eines Dritten geliket.

Auslöser war Erwin Kessler, seines Zeichens Präsident des "Vereins gegen Tierfabriken". Dieser hatte im Jahr 1998 einen Vergleich zwischen dem Schächten von Tieren und dem Vorgehen der Nationalsozialisten im zweiten Weltkrieg gezogen. Auf Facebook wurde Kessler daher als Antisemit und Faschist bezeichnet - eine Aussage, die etliche Nutzer mit einem Klick auf den Like-Knopf unterstützt hatten. Kessler erstattete daraufhin Anzeige gegen mehrere Nutzer und hat nun vor Gericht Recht bekommen. Nach Ansicht des Gerichts stimmt man mit dem Liken eines ehrverletzenden Beitrags dessen Inhalt zu und macht sich dessen Aussage zu eigen. Der verurteilte Nutzer, dessen Name nicht bekannt ist, kann noch in Berufung gehen.

 
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Kolumne: Covfefe, liebe Leser, Covfefe!

reported by doelf, Mittwoch der 31.05.2017, 09:32:32

US-Präsident Donald J. Trump ist ein Freund kurzer Worte. Was er macht ist "great", was andere tun is "bad" oder auch mal "very bad". Vor drei Stunden twitterte Trump nun ausnahmsweise ein dreisilbiges Wort und sorgt damit für große Verwirrung: Covfefe! Die Welt blickt gebannt nach Washington und fragt sich, was Covfefe für unser aller Zukunft zu bedeuten hat.

Bild

Okay, so aus dem Zusammenhang gerissen, ist "Covfefe" fast schon eine Fake-News. Also betrachten wir den ganzen Tweet:

"Despite the constant negative press covfefe"
Übersetzung: "Entgegen der andauernden, negativen Presse Covfefe"

Nun wird alles viel klarer, oder? Die Presse ist Schuld an dieser ganzen Covfefe! Die Online-Ausgabe des Oxford Dictionary tippt auf "coffee", der Duden zuckt mit den Schultern. Covfefe. Ich denke, Trump hat hier wirklich einen Punkt. Da gibt es ein Wort, das niemand kennt und die Weltöffentlichkeit schaut einfach weg. Hunger, Krieg und andere Pseudo-Probleme der Gutmenschen-Kleingeister haben dafür gesorgt, dass wir uns den wahrhaft großen Fragen verschließen. Fragen wie, was Covfefe bedeuten könnte. Die Möglichkeiten sind unendlich! So könnte Trumps Politikstil total covfefe sein. Oder der Klimawandel könnte als ein großer Haufen Covfefe bezeichnet werden. Das ZDF arbeitet bereits an einem neuen Slogan: "Mit dem Zweiten covfefet man besser". Aber das ist fast schon zu intellel oder wie das heißt.

Andere behaupten, Donald J. Trump hätte sich vertippt und würde seit drei Stunden das Weiße Haus nach jemanden absuchen lassen, der diese Dinger kennt, in denen man Wörter nachschlagen kann. Wieder andere gehen von einem Defekt der Bildschirmtastatur aus, der Trumps Getwitter jäh ausgebremst habe. Meteorologen sind indes der Ansicht, dass die Getwitter-Front sowieso schon vorübergezogen sei. Wie dem auch sei: Präsident Trump hat uns am heutigen Mittwochmorgen zum Nachdenken gebracht - und wer hätte mit so etwas rechnen können?

Quelle: twitter.com
 
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Wieder kritische Schwachstellen in Microsofts Malware Protection Engine

reported by doelf, Dienstag der 30.05.2017, 20:03:00

Anfang Mai hatten Natalie Silvanovich und Tavis Ormandy von Googles Project Zero vor einer "irre gefährlichen" Sicherheitslücke (CVE-2017-0290) in Microsofts Malware Protection Engine (MsMpEng) gewarnt. Diese Schwachstelle wurde zwar schnell behoben, doch die grundsätzlichen Schwächen im Design von MsMpEng haben inzwischen weitere Angriffsvektoren offenbart.

Gefunden wurden diese neuen Sicherheitslücken ausnahmslos von Googles Project Zero, die Meldungen an Microsoft hatten zwischen dem 12. und 16. Mai 2017 stattgefunden:

  • CVE-2017-8535, CVE-2017-8536, CVE-2017-8537, CVE-2017-8538: Dieser Eintrag umfasst neun sicherheitsrelevante Fehler, von denen drei als kritisch zu bewerten sind. Die kritischen Lücken, darunter ein Heap-Überlauf, eine Heap-Manipulation und eine Speichermanipulation, lassen sich vermutlich zum Einschleusen von Schadcode missbrauchen. Harmloser sind vier Null-Zeiger-Dereferenzierungen, ein Teilen durch Null und eine Endlosschleife, denn hiermit wird der Dienst lediglich blockiert (DoS).
  • CVE-2017-8540: Ein kritischer UAF-Fehler (Use-After-Free) in der Garbage-Collection der integrierten JavaScript-Engine löscht Objekte, die sich danach noch von nativem Code aufrufen lassen. Diese Sicherheitslücke lässt sich von außen angreifen.
  • CVE-2017-8541: Noch ein kritischer UAF-Fehler (Use-After-Free), welchen die übereifrige Garbage-Collection der integrierten JavaScript-Engine verursacht.
  • CVE-2017-8542: Der integrierte x86-Emulator erlaubt dem emulierten Code, der ja eigentlich getestet werden soll, den Emulator über ntdll!NtControlChannel zu kontrollieren. Dabei läuft der Emulator mit Systemrechten ohne Sandbox. Auch dies stellt ein kritisches Problem dar.

Project Zero hält Details zu kritischen 0-Day-Lücken für 90 Tage unter Verschluss, doch abermals reagierte Microsoft schnell und außer der Reihe. Die Fehler wurden ohne besondere Ankündigung (und leider auch ohne Rückmeldung beim Project Zero) am 25. Mai 2017 in Form von MsMpEng 1.1.13804.0 behoben. Hier die zugehörigen Einträge in Microsofts Security Updates Guide:

Da der Security Updates Guide ein Haufen unausgegorener Mist ist, wird als Datum der Veröffentlichung der 9. Mai 2017, also der letzte offizielle Patch-Day, angezeigt. Lediglich ganz unten in den jeweiligen Einträgen findet sich der Hinweis, dass diese Sicherheits-Updates erst am 25. Mai 2017 außer der Reihe veröffentlicht wurden. Das ist, wie auch der restliche Security Updates Guide, völlig verwirrend.

Hintergrund zur Malware Protection Engine
Microsofts Malware Protection Engine (MsMpEng) ist seit Windows 8 und Server 2012 standardmäßig aktiviert und soll die Betriebssysteme vor Malware schützen. Auch viele Sicherheitsprodukte aus Redmond, beispielsweise Windows Defender, Microsoft Security Essentials, Forefront Security für SharePoint und Endpoint Protection, setzen auf MsMpEng. Der Dienst läuft mit den höchsten Systemrechten, er wird nicht von einer Sandbox abgeschirmt und lässt sich von außen ohne Authentifizierung über zahlreiche andere Dienste wie Exchange oder IIS ansteuern. Da MsMpEng einen Filtertreiber für das Dateisystem nutzt, kann die Malware-Erkennung auch auf ungelesene E-Mails und Mitteilungen, Downloads und Anhänge sowie temporäre Internetdateien zugreifen. Der Dienst kann selbst die exotischsten Dateiarten analysieren, darunter das Archivformat Zoo aus alten Amiga-Zeiten oder MagicISO UIF, ein proprietäres Format für CD- und DVD-Abbilder. Er kann auch Rechnerarchitekturen emulieren sowie diverse Programmiersprachen ausführen. Damit gibt es unzählige Möglichkeiten, um Angriffs-Code zu verstecken, der MsMpEng aus dem Tritt bringt. Solange Microsoft den Dienst nicht in eine abgesicherte Sandbox packt, werden wir wohl noch etliche Schwachstellen zu sehen bekommen.

 
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Intel präsentiert Core i9: Skylake X mit bis zu 18 Kernen

reported by doelf, Dienstag der 30.05.2017, 15:45:02

Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und das gilt auch für Prozessoren. Nachdem sich Intel über Jahre als Platzhirsch ausruhen konnte, will man nun die Leistungskrone keinesfalls an AMD abgeben und schickt die neuen Core-i9-Modelle mit bis zu 18 Kernen und 36 Threads gegen AMDs Ryzen 9 (Codename: Threadripper) ins Feld. Zunächst sind allerdings maximal zehn Kerne verfügbar.

Eckdaten der Top-Versionen noch unter Verschluss
Skylake X DieEs hat den Anschein, als hätte Intel ursprünglich wieder nur mit zehn Kernen geplant und sei dann von AMDs Plänen zum Umdenken bewegt wurden. Anders lässt es sich kaum erklären, warum die neue Plattform mit den fünf Hinterbänkern an den Start geht und die Top-Varianten mit 12, 14, 16 und 18 Kernen erst später nachgereicht werden. Laut Intel soll das schon bald geschehen, dennoch nennt das Unternehmen zunächst nur die Anzahl von Kernen und Threads sowie die Preise, nicht aber die Taktraten, die Cache-Ausstattung, die Speicheranbindung, die Zahl der PCIe-Lanes oder den Stromverbrauch. Möglicherweise will Intel erst abwarten, was AMDs Ryzen 9 kann, um die finalen Taktraten entsprechend anzupassen.

Neuer Höchstpreis, doch die Kosten pro Kern fallen
Für den Core i9-7980XE mit 18 Kernen berechnet Intel 1.999 US-Dollar, den Core i9-7940X mit 14 Kernen gibt es für 1.399 US-Dollar und den Core i9-7920X mit 12 Kernen für 1.199 US-Dollar. Das sind allesamt happige Preise, doch bisher musste man für die "schlappen" 10 Kerne des Core i7-6950X bereits 1.723 US-Dollar hinblättern. Im Vergleich hierzu ist der neue 10-Kerner Core i9-7900X für 999 US-Dollar ein echtes Schnäppchen und auch der 8-Kerner Core i7-7820X ist mit 599 US-Dollar beachtliche 490 US-Dollar günstiger als sein Vorgänger. Der kleinste Skylake-X ist der Core i7-7800X mit sechs Kernen für 389 US-Dollar. Für dessen Vorgänger Core i7-6850K berechnet Intel derzeit noch saftige 617 US-Dollar.

Doch auch wenn Intel mit Details zu den Top-Varianten geizt, lassen sich die meisten Eckdaten vorhersagen. Die Größe des L3-Cache lässt sich beispielsweise aus der Zahl der Kerne berechnen, sie ist von 2 auf 1,375 MiB geschrumpft. Dafür besitzt nun jeder Kern 1 MiB exklusiven L2-Cache, zuvor waren es nur 256 KiB gewesen. In Anbetracht der Preise darf man beim Arbeitsspeicher und den PCIe-Lanes die Vollausstattung erwarten. Man darf auch getrost davon ausgehen, dass diese Prozessoren über Turbo Boost Max 3.0 verfügen werden - dabei kitzelt Intel die maximale Taktrate nun aus zwei statt nur einem Kern heraus. Damit bleiben lediglich die Taktstufen und der Stromverbrauch offen.

Retail-Verpackung

Übersicht der Skylake-X-CPUs:

  • Intel Core i9-7980XE: 1.999 US-Dollar
    18 Kerne/36 Threads; vermutlich: Turbo Boost Max 3.0; 24,75 MiB L3; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes
  • Intel Core i9-7960X: 1.699 US-Dollar
    16 Kerne/32 Threads; vermutlich: Turbo Boost Max 3.0; 22,00 MiB L3; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes
  • Intel Core i9-7940X: 1.399 US-Dollar
    14 Kerne/28 Threads; vermutlich: Turbo Boost Max 3.0; 19,25 MiB L3; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes
  • Intel Core i9-7920X: 1.199 US-Dollar
    12 Kerne/24 Threads; vermutlich: Turbo Boost Max 3.0; 16,50 MiB L3; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes
  • Intel Core i9-7900X: 999 US-Dollar
    10 Kerne/20 Threads @ 3,3-4,3/4,5 GHz; Turbo Boost Max 3.0; 13,75 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2666; 44 PCIe-Lanes
  • Intel Core i7-7820X: 599 US-Dollar
    8 Kerne/16 Threads @ 3,6-4,3/4,5 GHz; Turbo Boost Max 3.0; 11,00 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2666; 28 PCIe-Lanes
  • Intel Core i7-7800X: 389 US-Dollar
    6 Kerne/12 Threads @ 3,5-4,0 GHz; 8,25 MiB L3; 140 W; Quad Channel DDR4-2400; 28 PCIe-Lanes

Übersicht der Kaby-Lake-X-CPUs:

  • Intel Core i7-7740K: 339 US-Dollar
    4 Kerne/8 Threads @ 4,3-4,5 GHz, 8 MiB L3; 112 W; Dual Channel DDR4-2666; 16 PCIe-Lanes
  • Intel Core i7-7640K: 242 US-Dollar
    4 Kerne/4 Threads @ 4,0-4,2 GHz; 6 MiB L3; 112 W; Dual Channel DDR4-2666; 16 PCIe-Lanes

Die Einschränkungen des Kaby Lake X
Während Skylake X einen Speicherausbau bis 128 GiB ermöglicht, ist beim Kaby Lake X bei 64 GiB Schluss. Statt vier Speicherkanäle gibt es zudem nur zwei und auch die Zahl der PCIe-Lanes fällt mit 16 deutlich magerer aus als beim Skylake X. Dessen Top-Versionen spendiert Intel 44 Lanes, während die Varianten mit sechs und acht Kernen nur 28 erhalten. Insbesondere beim Kaby Lake X stellt sich die Sinnfrage, denn diese Quad-Core-CPUs können die Vorteile der neuen Plattform gar nicht ausnutzen. Zudem bieten sie im Gegensatz zum Skylake X, welcher AVX-512 beherrscht, nur AVX 2.0 mit der halben Breite (256 Bit). Die integrierte Grafikeinheit der normalen Kaby Lakes wurde bei den X-Versionen deaktiviert.

Der neue Chipsatz X299
Intel X299Abgesehen von neuen LGA-Sockel 2066 benötigen Skylake X und Kaby Lake X auch einen neuen Chipsatz, welcher die Bezeichnung X299 trägt. Der X299 verteilt seine Ressourcen (insgesamt 30 I/O-Lanes) flexibel auf bis zu 24 PCIe-Lanes der dritten Generation, bis zu acht SATA-3.0-Ports sowie bis zu zehn USB-3.0-Ports. Die maximale Anzahl von USB-Anschlüssen der zweiten und dritten Generation beläuft sich auf 14. Der X299 unterstützt drei M.2-Laufwerke, die mit bis zu vier PCIe-3.0-Lanes angebunden sind.

Unsere Einschätzung
Abwarten! Zum einen sollte man sich ansehen, was AMDs Ryzen 9 zu bieten hat, zum anderen werden nur die Skylake-X-Modelle mit 12 und mehr Kernen eine deutliche Leistungssteigerung bieten können. Ja, AVX-512 ist auf dem Papier doppelt so schnell wie AVX 2.0, doch Software, die von dieser Befehlssatzerweiterung massiv gebraucht macht, ist bisher kaum zu finden. Den Preisrutsch bei Intels 6-, 8- und 10-Kern-CPUs nehmen wir schon mal wohlwollend zu Kenntnis. In der Sparvariante Kaby Lake X können wir indes keinen Sinn erkennen: Hände weg!

 
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Firefox 54.0 Beta 12 wartet auf Tester

reported by doelf, Dienstag der 30.05.2017, 08:16:25

Die zwölfte und vermutlich auch letzte Beta-Ausgabe des kommenden Firefox 54.0 liegt zum Download bereit. Der Firefox 54.0 bringt eine aufgeräumte Download-Übersicht mit mehr Detailinformationen und eine burmesische Sprachvariante. Auf Mobilgeräten angelegte Lesezeichen werden nun im Unterverzeichnis "Mobile Bookmarks" eingeordnet.

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Auch für den Bereich Multimedia bringt die Version 54.0, deren Veröffentlichung für den 13. Juni 2017 geplant ist, einige Neuerungen. Beispielsweise ist die Wiedergabe von 5.1-Surround-Sound unter Windows, macOS und Linux nun standardmäßig aktiviert. Der Video-Codec VP9 wird jetzt auch für verschlüsselte Streams, die Clear Key und Widevine verwenden, unterstützt. Bei der Wiedergabe von WebM/VP8-Videos über die "Media Source Extensions" (MSE) ist die Beschränkung auf "ausreichend schnelle Systeme" weggefallen.

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Im "Responsive Device Mode", welcher beliebige Anzeigegeräte von der Smartwatch bis zum UHD-Fernseher emulieren kann, lassen sich nun auch benutzerdefinierte Geräte anlegen. Neben einem Namen und der Auflösung kann man auch die Touch-Unterstützung und die Device Pixel Ratio (DPR) angeben. Web-Entwickler erreichen dieses extrem praktische Werkzeug über die Tastenkombination STRG + Umschalten + m. Weitere Änderungen für Web-Entwickler hat Mozilla auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Download: Firefox 54.0 Beta 12

 
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British Airways: Ab heute wieder im Plan

reported by doelf, Dienstag der 30.05.2017, 08:11:28

Am Samstagmorgen hatte British Airways (BA) mit einer massiven Computerpanne zu kämpfen und musste alle Abflüge von den Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick absagen. Auch am Sonntag setzte sich das Drama fort und selbst am gestrigen Montag, übrigens ein gesetzlicher Feiertag in ganz Großbritannien, lief noch längst nicht alles rund. Erst ab heute fliegt BA wieder im Plan.

Für BA war es eine IT-Panne zur Unzeit, denn viele Reisende wollten das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub oder einen Besuch bei der Familie nutzen. Stattdessen saßen die Passagiere am Flughafen oder in nahe gelegenen Hotels fest, während die Fluggesellschaft mit der Stromversorgung ihrer Server kämpfte. Dass hier keine Redundanz vorhanden war bzw. diese nicht wie geplant funktionierte, ist jedenfalls sehr verwunderlich. Erst Gestern um 22:47 Uhr Ortszeit, also nach zweieinhalb Tagen, konnte BA die vollständige Beseitigung der IT-Probleme verkünden.

Bleibt noch das Gepäck, welches sich über das Wochenende aufgetürmt hat und das nun auf die Zusammenführung mit seinen Besitzern wartet. Einige Reisende hatten ihre Koffer und Taschen bereits aufgegeben, als es am Samstag zum Computerausfall gekommen war, andere befanden sich auf Langstreckenflügen in Richtung London und konnten nach ihrer Ankunft kein Gepäck entgegennehmen. Dazu kommen Passagiere, die mit anderen Fluggesellschaften weitergereist sind, während ihr Gepäck in London hängengeblieben ist. BA stellt diese Koffer und Taschen schnellstmöglich zu, eine Abholung am Flughafen ist nicht möglich.

 
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SambaCry: Kritische Sicherheitslücke bedroht Linux

reported by doelf, Dienstag der 30.05.2017, 00:17:49

Nachdem sich erst kürzlich die Ransomware WannaCry über eine Lücke im Netzwerkprotokoll SMB (Server Message Block) auf Windows-Systemen verbreitet hatte, steht Linux - und damit auch viele Router und NAS-Festplatten - vor einem vergleichbaren Problem: Dort kümmert sich Samba um Datei- und Druckerzugriffe in heterogenen Netzwerken und auch Samba kann man Schadcode unterschieben.

Im Gegensatz zu Windows und SMB ist Samba allerdings nicht auf allen Linux-Systemen aktiviert, Freigaben mit Schreibrechten stehen zumeist nur angemeldeten Benutzern zur Verfügung und das Ausführen von auf Freigaben gespeicherten Programmen ist oft untersagt. Dennoch darf man das Problem nicht kleinreden, da es Samba zu einem recht simplen Einfallstor für Angreifer macht. Betroffen sind alle Versionen ab 3.5.0, behoben wurde der Fehler (CVE-2017-7494) in Samba 4.6.4, 4.5.10 und 4.4.14. Wer eine dieser drei Versionen installiert, ist auf der sicheren Seite.

Wer die Kernel-Erweiterung SELinux (Security-Enhanced Linux) verwendet, ist ebenfalls gegen diesen Angriff geschützt. Generell sollte der Zugriff auf Samba-Freigaben auf angemeldete Benutzer beschränkt und die Freigaben mit der Option noexec gemountet werden. Sollte kein Update möglich sein, lässt sich Samba über die Konfigurationsdatei smb.conf absichern. In dieser sucht man die Sektion [global] und fügt den Eintrag "nt pipe support = no" hinzu. Damit wird der Client-Zugriff auf alle benannten Pipe-Endpunkte unterbunden, was allerdings die Funktionalität für Windows-Clients einschränkt.

Dass der Angriff funktioniert und keinen allzu hohen Aufwand erfordert, belegt auf GitHub veröffentlichter Exploit-Code. Kopiert man die .so-Bibliothek auf eine Samba-Freigabe, wird der darin enthaltene Code ausgeführt und gibt den Text "hello from cve-2017-7494 poc ;)" aus.

Quelle: www.samba.org
 
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NTFS-Fehler lässt Windows Vista, 7, 8 und 8.1 abstürzen

reported by doelf, Montag der 29.05.2017, 23:08:36

Aus Russland wird ein kurioser Fehler im NTFS-Dateisystem gemeldet, der zahlreiche Windows-Versionen innerhalb kurzer Zeit zum Absturz bringt. Neben Windows 7 und 8.1 sind auch die Windows Vista und 8 betroffen, die keine weiteren Sicherheits-Updates mehr erhalten. Windows 10 scheint hingegen immun zu sein.

Der Trick ist simpel aber effektiv: NTFS verwendet spezielle Dateien, welche verschiedene Aufgaben übernehmen und die sich nur im Root-Verzeichnis eines Laufwerks befinden können. Dies wären $AttrDef, $BadClus, $Bitmap, $Boot, $Extend, $LogFile, $MFT, $MFTMirr, $Secure, $Upcase und $Volume. Herzstück des Dateisystems ist dabei die Datei $MFT, hinter der sich die Master-Dateitabelle (Master File Table) verbirgt. Für jede Datei, welche sich auf dem Datenträger befindet, wird hier mindestens ein Eintrag angelegt. Aufgrund ihrer zentralen Bedeutung ist die Datei $MFT versteckt und der Zugriff beschränkt.

Dummerweise fängt der NTFS-Treiber einen Fall nicht ab: Wenn man $MFT als Verzeichnis anspricht, wird die Datei gesperrt und diese Sperre wird nicht wieder aufgehoben. Damit ist die Verwaltung des NTFS-Datenträgers lahmgelegt und jeder weitere Zugriff landet in einer Warteschlange, die das System ausbremst und den Arbeitsspeicher füllt, bis Windows letztendlich abstürzt. Der Dateizugriff des Todes kann sowohl lokal stattfinden ("C:$MFTIrgendeinDateiname") als auch aus dem Internet ("file:///c:/$MFT/IrgendeinDateiname"). Erst ein Neustart löst die Sperre.

Microsoft wurde bereits über den Fehler informiert, hat sich bisher aber noch nicht geäußert. Somit gibt es auch noch keine Lösung für das Problem.

Quelle: habrahabr.ru
 
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Sicherheits-Updates für VLC, Kodi, LibreElec, PopcornTime und Stremio

reported by doelf, Montag der 29.05.2017, 17:24:05

In den vergangenen Tagen wurden Sicherheits-Updates für einige beliebte Multimedia-Programme veröffentlicht, darunter VLC, Kodi, PopcornTime, Stremio und das auf Kodi basierende Entertainment-Center-Linux LibreElec. Als Angriffsvektor dienen Untertitel in manipulierten ZIP-Archiven, über die dem Mediaplayer Schadcode untergeschoben wird. Laut Check Point können die Angreifer dabei die vollständige Kontrolle über das System erlangen.

Bei VLC wurde die Sicherheitslücke zunächst in der Version 2.2.5.1 beseitigt, inzwischen ist allerdings schon VLC 2.2.6 verfügbar. Leider liegen bisher keine Versionshinweise für VLC 2.2.6 vor und auch die offizielle Ankündigung steht noch aus. Abgesehen von eingangs beschriebener Sicherheitslücke brachte die Version 2.2.5.1 überarbeitete Übersetzungen sowie Updates für die Soundcloud-, liveleak- und Youtube-Scripte. Korrigiert wurden auch eine potenzielle Out-of-Band-Dereferenz im Flac-Decoder, ein potenzieller Out-of-Band-Lesezugriff im mpeg-Paketierer, eine Endlosschleife in Untertitel-Demuxer und eine falsche Speicherfreigabe im ogg-Demuxer.

Download: VLC 2.2.6

Auch bei Kodi gab es zwei Updates in kurzer Folge: Zunächst hatte die Version 17.2 die Untertitel abgesichert, die Mindestversion für Mac OS X auf 10.8 angehoben und die Art, wie Plattform-Updates unter Windows geortet werden, angepasst. Zudem wurde die für Untertitel zu verwendende Schriftart unter Windows korrigiert und eine Erkennungsroutine für 0-Byte-Einträge in der Datenbank eingebaut. Solche Einträge können ältere Kodi-Versionen zum Absturz bringen. Das Aufwach-Kommando wird jetzt wieder vom PVR-Energiemanagement aufgerufen und mit einem langen Druck kann man bei Geräten mit Touch-Bedienung aus Vollbild-Darstellungen zurückkehren. Im PVR-Guide wurde die Auswahl nach Umschalten der Sendergruppe repariert und Programmlücken verursachen im EPG-Raster keine Darstellungsfehler mehr. Mit Kodi 17.3 wurden dann fehlende Binär-Add-ons nachgereicht und Abstürze auf älteren Linux-Distributionen, die den GCC-Compiler in der Version 4.8 verwenden, behoben.

Download: Kodi 17.3

Das Entertainment-Center-Linux LibreELEC liegt in der Version 8.0.2 zum Download bereit, welche Kodi 17.3 umfasst und somit auch dessen Änderungen bietet. LibreELEC 8.0.2 verwendet Samba 3.6.25, in dem die kritische Sicherheitslücke CVE-2017-7494 steckt. Da bei LibreELEC die Drucker-Unterstützung von Samba entfernt wurde, funktioniert der Angriff allerdings nicht. Der Versuch, die Schwachstelle bei LibreElec auszunutzen, blieb ebenfalls erfolglos. LibreELEC 8.0.2 verbessert die Unterstützung für WiFi- und Bluetooth-Controller von Intel und Realtek (RTL8812AU) und beschleunigt die HEVC-Wiedergabe auf dem Raspberry Pi. Für PCs und den Raspberry Pi (Generation 1 bis 3) kommt jetzt der Linux-Kernel 4.9.29 zum Einsatz, für Projekte auf Basis des Amlogic aarch64 wird der Kernel 3.14 verwendet. Weitere Änderungen reparieren die Einstellung der Mindest-Sample-Rate für die Audio-Engine in Kodi, beheben Probleme des Ruhemodus mit DVB-Geräten auf Basis des Conexant CX231xx und reparieren den Auflösungswechsel von 720p auf 1080p bei Geräten auf Basis des Amlogic aarch64. Lirc erweitert die Unterstützung für Infrarotempfänger und die Zeitzonen wurden ebenfalls aktualisiert.

Download: LibreELEC 8.0.2

In PopcornTime 0.3.10 Build #249 wurde der Untertitelfehler schon vor einem Monat geschlossen, weitere Änderungen gab es im Falle dieses Updates nicht.

Download: PopcornTime 0.3.10 Build #249

Auch Stremio war betroffen und hat die Sicherheitslücke kürzlich gestopft.

Download: Stremio

 
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Debian 9 (Stretch) RC 4 und Veröffentlichungsdatum

reported by doelf, Montag der 29.05.2017, 15:01:54

Die Linux-Distribution Debian wird am 17. Juni 2017 in der finalen Version 9 (Codename: Stretch) veröffentlicht. Vorab gibt es aber erst einmal einen vierten Veröffentlichungskandidaten, welcher auf dem Kernel 4.9.0-3 basiert. Weitere Änderungen beheben Probleme mit der Sprachunterstützung bei den erweiterten Optionen des Boot-Menüs und korrigieren einen Fehler bei der IP6-Autokonfiguration - hier wurde der Name des NTP-Servers als per DHCP gestellter Hostname gespeichert.

Bei apt-setup wurden die verbliebenen Vorkommen des standardmäßigen Hostnames ftp.debian.org in deb.debian.org abgeändert, denn die FTP-Server sollen am 1. November 2017 abgeschaltet werden. Weiterhin wurde überflüssiger Code aus os-prober entfernt. mfd-core wurde ins Kernel-image verschoben, da es von input-modules und mmc-modules benötigt wird. tifm_7xx1 wurde zu mmc-modules hinzugefügt und sata-modules beinhaltet nun alle AHCI-Treiber. Für OpenRD wurden u-boot-Abbilder reaktiviert und flash-kernel unterstützt nun auch die Einplatinencomputer Xunlong Orange Pi Plus und Plus 2. Debian 9 RC 4 umfasst 21 vollständige Übersetzungen und unterstützt 75 Sprachen.

Zum Thema Secure Boot gibt es keine Neuigkeiten, damit dürfte Stretch ohne diese Funktion an den Start gehen. Das ist schade, denn der hauseigene Bootloader Shim wurde erst kürzlich von Microsoft signiert. Vermutlich wird Secure Boot zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht. Für Stretch wird es keine CD-Abbilder mehr geben, wohl aber Images für DVDs und Blu-rays (ein- und doppelseitig). Dies gilt auch für die unterschiedlichen Desktop-Umgebungen wie KDE, XFCE oder LXDE, welche man während der Installation auswählen kann. Es gibt nur zwei Ausnahmen, die kompakt genug für CDs sind: Ein Image für netinst und eine Minimalversion mit XFCE.

Download: Debian Installer 9.0 (Stretch) RC 4

 
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Kolumne: Nieder mit der Kack-Zensur, Freiheit für den Hass!?

reported by doelf, Montag der 29.05.2017, 13:30:43

Bundesjustizminister Heiko Maas, unser Ritter des guten Umgangstons, will wirksame Werkzeuge zur Bekämpfung von Hassbotschaften und Verunglimpfungen im Internet schaffen und wird hierfür von großen Teilen der Netzgemeinschaft an den Zensurpranger gestellt. Unterstützt werden die Netzrebellen dabei von den vermeintlichen Freiheitskämpfern der Digitallobby. Facebook und Co. behaupten nämlich, schon längst effektive Maßnahmen ergriffen zu haben. Nur merkt man davon herzlich wenig.

BildIch habe heute keine Lust auf das langweilige Gelaber von Politikern, Lobbyisten und Aktivisten, daher greife ich einfach mal in den sozialen Sumpf und ziehe zwei aktuellen Beispiele heraus und meine Nummer eins ist die frisch ausgepfiffene Helene Fischer. Ihre Musik ist nicht jedermanns Geschmack und ihr Auftritt beim DFB-Pokalfinale war vielen Fußballfans ein Dorn im Auge, insbesondere weil sich Frau Fischer zu einem der beiden Teams bekannt hatte. Auf Twitter finden sich hierzu folgende Kommentare:

  • Die SchEHRE: "Damit sie auch mal sehen, dass nicht ganz Deutschland ihren Idioten-Ehemann und ihre Kack-Promo-Ehe mögen im Gegenteil, ihre Ehe ist asozial"
  • Herr Bestimmer: "Dreh doch einfach Ostpornos oder so. Da reicht ein Club und Oooohooo. #Wichsvorlage"
  • Hahdeei Maul: "Sing doch demnächst lieber im Keller. Da siehst du wie ätzend der Großteil deine 'musik" finden. Zurecht ausgepfiffen, du machst keine Musik"

Mit dem "Idioten-Ehemann" und der Verunglimpfung von Frau Fischers Ehe überschreitet der Nutzer "Die SchEHRE" die Grenze zur Beleidigung, die beiden anderen Beispiele sind geschmacklich grenzwertig, insbesondere die Hashtag #Wichsvorlage könnte ebenfalls als Beleidigung ausgelegt werden. Twitter scheint seine freiwillige Selbstzensur nicht allzu gut im Griff zu haben, das kann Facebook vermutlich besser - oder? Folgende Kommentare fanden wir auf Facebook:

  • Tahir Tomac: "Ätzend, sie, ihre inszenierte Ehe, ihr verfickter Drang soviel Kohle mit Scheisse zu scheffeln wie nur irgendwie möglich. Menschen wie sie sollten in der Hölle schmoren. Wer will denn mit so einem Idioten zusammen sein, nur verpeilte Vollpfosten. Asoziales Geldmacherpack."
  • Patrick Gudd: "Piss dich Alde"
  • Marko Jo: "Hure"
  • Michi Luhm: "Arschficken"

Okay, auch bei Facebook werden Beleidigungen und Verunglimpfungen einfach durchgewunken. Nun ist Helene Fischer eine Frau, blond und nicht gerade hässlich, weshalb sich die Hater ein wenig zurückhalten. Bei Politikern sieht die Sache anders aus, insbesondere wenn diese nicht unumstritten sind. Schauen wir doch mal, wie Cem Özdemirs gute Wünsche zum Ramadan bei Facebook kommentiert werden:

  • Fatih Isiksoy: "Du schwachmaaaaaat,was verstehst du schon von Ramazan und über den Islam!!!"
  • Hamed Iz Back: "Halt deine verhurte fresse du abgefuckter haessliger heuchler"
  • Sedat Güldal: "Verpiss dich du Miststück"
  • Ge Ömür: "halt die Fresse cem özhurensohn"
  • Cavid Divac: "Was für ein Heuchler der Pisser"
  • Pnr Ngin: "Du hsohn du bist kein muslim du Heuchler du 88 gesichter"
  • Mehmet: "Er Verpiss dich mistgeburt"

Hier ist die Sache eindeutig: Alle aufgeführten Kommentare stellen eine Beleidigung und somit eine Straftat dar. Dennoch klingeln die Alarmglocken bei Facebook so leise, dass keiner reagiert. Dafür klingeln die Kassen bei jedem Shitstorm umso mehr. Wer Milliarden mit den Beiträgen Dritter verdient, zugleich aber jegliche Verantwortung für die dabei genutzten Inhalte ablehnt, ist meiner persönlichen Überzeugung nach nicht glaubwürdig. Wenn der Einsatz von Filtern oder Strafzahlungen das Geschäftsmodell von Facebook, Twitter und Co. gefährden, dann stimmt möglicherweise etwas mit deren Geschäftsmodell nicht. Sicher, das Netzwerkdurchsetzungsgesetz kann als nationaler Alleingang nicht der richtige Weg sein. Aber es ist höchste Zeit, die international agierenden Datenschmarotzer zur Verantwortung zu ziehen, ansonsten wird sich der Tonfall im Netz nur noch weiter verschärfen und darauf kann ich gerne verzichten.

Wer sich dazu genötigt fühlt, kann seine Kack-Arsch-Piss-Fresse-Kommentare gerne im Forum hinterlassen, wo ich diese höchstpersönlich zensieren werde. Versprochen!

 
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AMD Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.5.2

reported by doelf, Sonntag der 28.05.2017, 12:18:01

Seit ein paar Tagen gibt es einen neuen optionalen Grafiktreiber von AMD. Die Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.5.2 richtet sich an Spieler und verspricht Leistungsgewinne von bis zu 4,5 Prozent für "Prey", die Vergleichswerte hierzu liefern eine Radeon RX 580 8GB und die Treiberversion 17.5.1. Darüber hinaus wurden einige Fehler behoben.

Behobene Fehler
Das Action-Rollenspiel "NieR: Automata" soll nicht mehr nach kurzer Spielzeit abstürzen und beim Rennspiel "Forza Horizon 3" wurden die extrem langen Ladezeiten verkürzt. In Multi-GPU-Konfigurationen erscheint der primäre Grafikadapter in den Radeon Einstellungen nicht mehr als deaktiviert und die Radeon RX 550 verursacht keine Systemhänger mehr, wenn der Computer in den Schlaf- oder Ruhemodus wechselt.

Ungelöste Probleme
Bei einigen Produkten auf Basis der Baureihen Radeon RX 400 und RX 500 lässt sich die virtuelle Super-Auflösung nicht aktivieren und die GPU-Skalierung funktioniert nicht mit allen Spielen. Drei weitere Fehler begleiten uns schon seit etlichen Wochen: "Counter-Strike: Global Offensive" und "World of Warcraft" flackern beim ersten Aufruf nach einem Systemstart, sofern FreeSync genutzt wird. Beendet man das Spiel und startet es erneut, ist das Flackern verschwunden. Auch ein Task-Wechsel soll helfen. Einige Anwendungen leiden weiterhin unter Leistungseinbrüchen, wenn AMD FreeSync für rahmenlose Vollbild-Applikationen genutzt wird. Und Radeon ReLive verträgt sich weiterhin nicht mit der XBOX DVR App, man muss daher eine von beiden deaktivieren.

Kompatibilität
Die Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.5.2 unterstützt diskrete GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Mobil) unter Windows 7, 8.1 und 10. Wie üblich werden nicht alle Grafiklösungen unter allen Betriebssystemen unterstützt, zudem existieren keine 32-Bit-Treiber für Windows 8.1. Wer eine APU verwendet, muss zur stabilen Crimson ReLive Edition 17.4.4 greifen. Kurioserweise hat AMD die Hinweise auf APU-Unterstützung aus den Versionshinweisen zur Crimson ReLive Edition 17.4.4 entfernt, doch wenn man nach passenden Downloads für seine APU sucht, wird diese weiterhin angeboten. Ein kurzer Test belegt, dass die Version 17.4.4 mit APUs funktioniert - mit Ausnahme der Baureihen Beema und Mullins.

Download:

 
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Computerpanne legt British Airways lahm

reported by doelf, Samstag der 27.05.2017, 21:39:20

British Airways (BA) musste am heutigen Samstag alle Abflüge von den Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick absagen. Als Grund führt die Fluggesellschaft eine Computerpanne an. Flugreisende sollen sich im Vorfeld informieren, ob und wann ihr Flug stattfinden wird. Da allerdings auch die BA-Webseite und die Call-Center des Unternehmens betroffen sind, ist das nicht ganz einfach.

Zum jetzigen Zeitpunkt geht BA davon aus, den Flugbetrieb am morgigen Sonntag wieder aufnehmen zu können. Es ist allerdings fraglich, ob alle gestrandeten Passagiere noch an diesem Wochenende weiterreisen werden. BA selbst erwartet, dass sich Störungen und Verspätungen noch weit in den Sonntag hineinziehen werden. Alle nicht beförderten Passagiere sollen den vollen Ticketpreis erstattet bekommen. Langstreckenflüge mit den Zielen Heathrow oder Gatwick sollen annähernd planmäßig landen.

Im Dezember 2014 hatte es sogar eine noch massivere Computerpanne im Londoner Luftverkehr gegeben. Damals sorgte ein Serverausfall im Luftraumkontrollzentrum London für eine Sperrung des Luftraums, von der gleich drei Londoner Flughäfen betroffen waren.

 
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SPAM-Schutz im Au-Ja Forum auf PNs ausgeweitet

reported by doelf, Samstag der 27.05.2017, 12:58:31

In den vergangenen Tagen haben Spammer die PN-Funktion (PN = Private Nachricht) unseres Forums für den Versand von Werbung missbraucht. Wir haben inzwischen Maßnahmen ergriffen, welche den Versand von PNs einschränken und für neu angemeldete Benutzer vollständig unterbinden.

PNs sind für die Kommunikation der Foren-Mitglieder untereinander gedacht. Jeder registrierte Benutzer kann PNs unter "Persönlicher Bereich", "Private Nachrichten", "Regeln, Ordner & Einstellungen" anhand unterschiedlicher Kriterien filtern, sortieren sowie löschen. Nur registrierte Benutzer können PNs schreiben.

Da unsere Vorkehrungen zur Unterbindung von SPAM-Beiträgen anscheinend zu gut funktionieren, haben sich die Spammer nun einen anderen Weg gesucht: Die PNs. Wir haben daher die Regeln für den PN-Versand verschärft: Die Zahl der Empfänger wurde weiter beschränkt und Gruppen lassen sich gar nicht mehr adressieren.

Jenseits der integrierten Möglichkeiten von phpBB haben wir unseren eigenen SPAM-Schutz, der seit Jahren gute Dienste in Hinblick auf die Foren-Beträge leistet, nun auch auf PNs ausgeweitet. Hiermit unterbinden wir, dass frisch registrierte Benutzer PNs verfassen können. Neue Benutzer sind somit auf Forenbeiträge beschränkt.

Wir sind zuversichtlich, dass diese Maßnahmen das Problem der SPAM-PNs unterbinden werden. Zudem möchten wir uns bei unseren Benutzern für etwaige Unannehmlichkeiten entschuldigen.

Wichtig: Die Spammer hatten NIE Zugriff auf die E-Mail-Adressen der registrieren Benutzer! Diese E-Mail-Adressen sind lediglich der Foren-Software bekannt.

 
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Firefox 54.0 Beta 11 wartet auf Tester

reported by doelf, Freitag der 26.05.2017, 16:51:52

Die elfte Beta-Ausgabe des kommenden Firefox 54.0 liegt zum Download bereit. Der Firefox 54.0 bringt eine aufgeräumte Download-Übersicht mit mehr Detailinformationen und eine burmesische Sprachvariante. Auf Mobilgeräten angelegte Lesezeichen werden nun im Unterverzeichnis "Mobile Bookmarks" eingeordnet.

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Auch für den Bereich Multimedia bringt die Version 54.0, deren Veröffentlichung für den 13. Juni 2017 geplant ist, einige Neuerungen. Beispielsweise ist die Wiedergabe von 5.1-Surround-Sound unter Windows, macOS und Linux nun standardmäßig aktiviert. Der Video-Codec VP9 wird jetzt auch für verschlüsselte Streams, die Clear Key und Widevine verwenden, unterstützt. Bei der Wiedergabe von WebM/VP8-Videos über die "Media Source Extensions" (MSE) ist die Beschränkung auf "ausreichend schnelle Systeme" weggefallen.

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Im "Responsive Device Mode", welcher beliebige Anzeigegeräte von der Smartwatch bis zum UHD-Fernseher emulieren kann, lassen sich nun auch benutzerdefinierte Geräte anlegen. Neben einem Namen und der Auflösung kann man auch die Touch-Unterstützung und die Device Pixel Ratio (DPR) angeben. Web-Entwickler erreichen dieses extrem praktische Werkzeug über die Tastenkombination STRG + Umschalten + m. Weitere Änderungen für Web-Entwickler hat Mozilla auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Download: Firefox 54.0 Beta 11

 
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Samsung Galaxy S8: Iriserkennung nicht sicher

reported by doelf, Mittwoch der 24.05.2017, 10:23:21

Fingerabdrücke, das Gesicht und die Augen scheinen auf den ersten Blick ein gutes Identifikationsmerkmal zu sein, doch biometrische Erkennungssysteme ließen sich in den vergangenen Jahren immer wieder mit einfachen Mitteln überlisten. Der Chaos Computer Club (CCC) konnte nun auch die Iriserkennung von Samsungs neuem Flaggschiff Galaxy S8 ganz ohne High-Tech aushebeln.

Laut Samsung, stellt die Iriserkennung einen Schritt nach vorne dar, da sie im Vergleich zu Verfahren, die Fingerabdrücke oder Gesichter verwenden, noch sicherer sei. Die Regenbogenhaut der menschlichen Iris ist, wie ein Fingerabdruck, einzigartig und lässt somit eine eindeutige Identifizierung zu. Doch im Gegensatz zu Fingerabdrücken, die wir tagtäglich überall hinterlassen, sollte es weit schwieriger sein, unbemerkt an unsere Iris zu gelangen. Das Galaxy S8 ist das erste Smartphone mit einer solchen Iriserkennung, sie stammt vom Zulieferer Princeton Identity.

Soviel zur Theorie, denn in der Praxis muss man niemandem das Auge entfernen, um Zugang zu seinem Smartphone zu bekommen. Stattdessen reicht schon ein hochauflösendes Foto aus dem Internet aus, um die Iriserkennung zu überlisten. Wie CCC-Mitglied Starbug während seiner Untersuchungen herausfand, genügen Fotos, die mit einer handelsüblichen Spiegelreflexkamera nebst 200-mm-Linse aus einer Entfernung von bis zu fünf Metern gemacht wurden. Man könnte somit sagen, dass sich die Iriserkennung noch leichter austricksen lässt als ein Fingerabdruckscanner.

Hat man erst einmal ein Foto in brauchbarer Auflösung, müssen gegebenenfalls noch Helligkeit und Kontrast angepasst werden. Dann druckt man das Irisbild mit einem handelsüblichen Drucker aus - die besten Ergebnisse erzielte Starbug lustigerweise mit einem Laserdrucker von Samsung - und platziert eine Kontaktlinse darüber, um die Wölbung des Auges nachzuahmen. Fertig ist die Low-Tech-Iris-Attrappe, mit der sich die angebliche High-Tech-Sicherheitstechnologie hinters Licht führen lässt. Dieser Angriff ist somit nicht nur simpel, sondern auch sehr billig.

Mit diesem Wissen sollten Samsungs Pläne, die Iriserkennung in sein Bezahlsystem "Samsung Pay" zu integrieren, äußerst kritisch hinterfragt werden. Den Nutzern von Geräte mit biometrischer Zugangserkennung kann man indes nur raten, zum traditionellen PIN-Code zurückzukehren. Im Idealfall findet sich dieser nur im Gehirn des Benutzers und dieses auszulesen ist - zumindest bisher - noch so gut wie unmöglich.

Quelle: www.ccc.de
 
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Firefox 54.0 Beta 10 wartet auf Tester

reported by doelf, Dienstag der 23.05.2017, 22:15:20

Die zehnte Beta-Ausgabe des kommenden Firefox 54.0 liegt zum Download bereit. Der Firefox 54.0 bringt eine aufgeräumte Download-Übersicht mit mehr Detailinformationen und eine burmesische Sprachvariante. Auf Mobilgeräten angelegte Lesezeichen werden nun im Unterverzeichnis "Mobile Bookmarks" eingeordnet.

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Auch für den Bereich Multimedia bringt die Version 54.0, deren Veröffentlichung für den 13. Juni 2017 geplant ist, einige Neuerungen. Beispielsweise ist die Wiedergabe von 5.1-Surround-Sound unter Windows, macOS und Linux nun standardmäßig aktiviert. Der Video-Codec VP9 wird jetzt auch für verschlüsselte Streams, die Clear Key und Widevine verwenden, unterstützt. Bei der Wiedergabe von WebM/VP8-Videos über die "Media Source Extensions" (MSE) ist die Beschränkung auf "ausreichend schnelle Systeme" weggefallen.

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Im "Responsive Device Mode", welcher beliebige Anzeigegeräte von der Smartwatch bis zum UHD-Fernseher emulieren kann, lassen sich nun auch benutzerdefinierte Geräte anlegen. Neben einem Namen und der Auflösung kann man auch die Touch-Unterstützung und die Device Pixel Ratio (DPR) angeben. Web-Entwickler erreichen dieses extrem praktische Werkzeug über die Tastenkombination STRG + Umschalten + m. Weitere Änderungen für Web-Entwickler hat Mozilla auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Download: Firefox 54.0 Beta 10

 
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Firefox 53.0.3 behebt drei Fehler

reported by doelf, Montag der 22.05.2017, 22:23:56

Mit dem Firefox 53.0.3 haben Mozillas Entwickler drei nicht sicherheitsrelevante Fehler behoben. Eines der Probleme legte Proxy-Verbindungen mit NTLM-Authentifizierung nach einer gewissen Zeit lahm, so dass der Firefox neu gestartet werden musste. Dies ist nun nicht mehr der Fall.

Auch die Erkennung von Captive Portals wurde überarbeitet, so dass sie nur noch dann stattfindet, wenn zu Anfang der Verbindung tatsächlich ein Captive Portal erkannt wurde. Für alle anderen Netzwerke wurde die regelmäßige Abfrage deaktiviert, so dass die CPU in tiefere Ruhezustände wechseln kann, was wiederum die Akku-Laufzeit verlängert. Problem Nummer drei liegt an der von sechs auf acht Wochen verlängerten Entwicklungszeit, denn am 10. Juni 2017 wird die aktuelle HPKP, die Public Key Pinning Erweiterung für HTTP, auslaufen, doch der Firefox 54 erscheint erst am 13. Juni 2017. Mit HPKP wird geprüft, ob Schlüssel und Webserver zusammenpassen. Hierdurch lassen sich Mittelsmannangriffe mit gefälschten Zertifikaten erkennen.

Download: Firefox 53.0.3

 
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Bereit zum Ausprobieren: LibreOffice 5.4 Beta 1

reported by doelf, Sonntag der 21.05.2017, 00:05:37

In der Woche vom 24. bis zum 30. Juli 2017 soll das finale LibreOffice 5.4 veröffentlicht werden, vorab gibt es jetzt die erste Beta-Version. Nach einer Umfrage unter den Benutzern wurde die Standard-Farbpalette überarbeitet, dazu gibt es etliche Änderungen in der Textverarbeitung "Writer" und der Tabellenkalkulation "Calc". Gestrichen wird die Unterstützung für Mac OS X 10.8, neue Mindestanforderung für Mac-Nutzer ist somit die Version 10.9. Bei den Sprachen sind Mandschurisch und das damit verwandte Xibenisch hinzugekommen.

Writer:
Die Unterstützung für AutoText, welche bisher auf .dot- und .doc-Dateien beschränkt war, wird mit LibreOffice 5.4 auf .dotx und .dotm ausgeweitet. Im Kontextmenü gibt es die neuen Einträge "Bereich bearbeiten" und "Fuß- und Endnote", welche natürlich nur zur Verfügung stehen, wenn man in einen entsprechenden Bereich klickt.

Listen

Listen, ob mit Aufzählungszeichen oder Nummerierung, bleiben beim Kopieren und Einfügen besser erhalten. Dies gilt für die Aufzählungszeichen sowie für das Einrücken der einzelnen Einträge. Der völlig veraltete Web-Wizard wurde entfernt, der normale HTML-Export ist hiervon nicht betroffen.

Calc:
ZellschutzIst in den "Optionen" für "Allgemeine Berechnungen" die Auswahl "Genauigkeit wie angezeigt" aktiv, muss man sich auf deren Umsetzung auch verlassen können. Dies war bisher leider nicht immer der Fall, weshalb hier nachgebessert wurde. Der Benutzer kann die Priorität für die Regeln zur "Bedingten Formatierung" ändern, Calc merkt sich die Einstellungen für den CSV-Export und in der Werkzeugleiste gibt es ein Vorhängeschloss-Symbol, mit dem sich Zellen sperren lassen. Bei geschützten Tabellen ist es neuerdings möglich, Spalten und Zeilen hinzuzufügen und diese auch wieder zu entfernen. Die geschützten Zellen bleiben dabei unangetastet. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, alle Kommentare anzuzeigen, zu verbergen oder zu löschen. Calc akzeptiert nun auch negative Jahreszahlen gemäß ISO 8601.

Dateifilter:
Beim .xlsx-Export wurden Probleme mit der Ab- und Aufrundungsfunktion behoben und beim XML-Import wurde die Rowset-Eigenschaft (ADO) ergänzt. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für das Web-Query-Format (.iqy) und es gibt zahlreiche Verbesserungen für Vektorgrafiken des Typs EMF+, welches von zahlreichen Microsoft-Formaten (.doc, .docx, .xls, .xlsx, .ppt) genutzt wird. Zur Anzeige eingefügter PDF-Bilder greift LibreOffice 5.4 auf pdfium zurück.

Download: LibreOffice 5.4 Beta 1

 
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Firefox 54.0 Beta 9 wartet auf Tester

reported by doelf, Samstag der 20.05.2017, 11:52:42

Die neunte Beta-Ausgabe des kommenden Firefox 54.0 liegt zum Download bereit. Der Firefox 54.0 bringt eine aufgeräumte Download-Übersicht mit mehr Detailinformationen und eine burmesische Sprachvariante. Auf Mobilgeräten angelegte Lesezeichen werden nun im Unterverzeichnis "Mobile Bookmarks" eingeordnet.

Bild

Auch für den Bereich Multimedia bringt die Version 54.0, deren Veröffentlichung für den 13. Juni 2017 geplant ist, einige Neuerungen. Beispielsweise ist die Wiedergabe von 5.1-Surround-Sound unter Windows, macOS und Linux nun standardmäßig aktiviert. Der Video-Codec VP9 wird jetzt auch für verschlüsselte Streams, die Clear Key und Widevine verwenden, unterstützt. Bei der Wiedergabe von WebM/VP8-Videos über die "Media Source Extensions" (MSE) ist die Beschränkung auf "ausreichend schnelle Systeme" weggefallen.

Bild

Im "Responsive Device Mode", welcher beliebige Anzeigegeräte von der Smartwatch bis zum UHD-Fernseher emulieren kann, lassen sich nun auch benutzerdefinierte Geräte anlegen. Neben einem Namen und der Auflösung kann man auch die Touch-Unterstützung und die Device Pixel Ratio (DPR) angeben. Web-Entwickler erreichen dieses extrem praktische Werkzeug über die Tastenkombination STRG + Umschalten + m. Weitere Änderungen für Web-Entwickler hat Mozilla auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Download: Firefox 54.0 Beta 9

 
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Ermittlungen gegen Julian Assange eingestellt

reported by doelf, Freitag der 19.05.2017, 12:35:21

Nach sieben Jahren des rechtlichen Tauziehens hat die schwedische Generalstaatsanwältin Marianne Ny die Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange eingestellt. Der Australier sollte zu Vorwürfen der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung in einem minderschweren Fall befragt werden und wurde daher mit einem europäischen Haftbefehl gesucht.

Suche ist dabei der falsche Begriff, denn Assanges Aufenthaltsort war bekannt: Er hatte in der Londoner Botschaft Ecuadors Zuflucht gesucht und sich dort fünf Jahre lang verschanzt. Als Chef der Enthüllungsplattform Wikileaks war der Australier den Mächtigen aus Politik und Wirtschaft kräftig auf die Füße getreten. In vielen Medien trat Assange wie ein Star auf, doch dann kam im Jahr 2010 der tiefe Fall. Bei einer Vortragsreise durch Schweden soll der gebürtige Australier mit zwei Frauen einvernehmlichen Sex gehabt haben, sich bei der Ausführung des Geschlechtsaktes aber über die Wünsche seiner Partnerinnen hinweggesetzt haben. Im August 2010 wurde daher zunächst ein Haftbefehl aufgrund Vergewaltigung und sexueller Belästigung ausgestellt, der kurze Zeit später wieder zurückgezogen wurde. Mehrfach wechselten die Vorwürfe und die Zuständigkeiten, bis die neue Chefanklägerin Marianne Ny dann am 18. November 2010 einen europäischen Haftbefehl präsentierte. Dieser umfasst den Verdacht der Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Nötigung.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich Julian Assange bereits in Großbritannien. Dort stellte er sich am 7. Dezember 2010 der Polizei und wurde später auf Kaution freigelassen. In den Jahren 2011 und 2012 kämpfte Assange vor den britischen Gerichten gegen das schwedische Auslieferungsersuchen, doch am 14. Juni 2012 scheiterte er in letzter Instanz vor dem Supreme Courts. Am 19. Juni 2012 flüchtete sich der Australier in die Botschaft Ecuadors und stellte dort einen Antrag auf Asyl. Nach zwei Jahren in der Botschaft zogen Assanges Anwälte in Schweden vor Gericht, um den Haftbefehl anzufechten. Im Mai 2015 unterlag Assange dann vor dem Obersten Gerichtshof Schwedens. Einen Monat später wurden Gespräche aufgenommen, um ein Verhör des Australiers in der Londoner Botschaft zu ermöglichen, doch erst im Dezember 2015 konnten sich Ecuadors stellvertretender Außenminister Xavier Lasso und Anna-Carin Svensson, die Leiterin für internationale Angelegenheiten im schwedischen Justizministerium, auf ein Vorgehen verständigen.

Im Februar 2016 forderte die "Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen für willkürliche Inhaftierungen" (UNWGAD) Großbritannien und Schweden auf, Assange freizulassen und ihm eine Wiedergutmachung zu zahlen. Diese Aufforderung wurde von beiden Ländern abgelehnt. Nach eigenen Aussagen befürchtete Assange, von Schweden an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm wegen seiner Arbeit bei Wikileaks ein Prozess wegen Spionage droht. Da Schweden nun nicht mehr gegen Assange ermittelt, müsste sich die USA nun an Großbritannien wenden.

 
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Für Streaming-Abos fallen die Grenzen

reported by doelf, Freitag der 19.05.2017, 00:08:32

Die Europäische Union hat einen starken Binnenmarkt, doch für digitale Waren werden weiterhin scharfe Grenzen gezogen. Etliche Dienste werden nur in bestimmten Ländern angeboten, während die Bürger anderer EU-Staaten durch Geoblocking ausgesperrt bleiben. Nun fallen diese Grenzen ein ganz kleines bisschen.

Während ein echter digitaler Binnenmarkt weiterhin auf sich warten lässt, soll es EU-Bürgern ab Anfang des kommenden Jahres zumindest möglich sein, ihre Streaming-Abos auch auf Reisen in andere EU-Länder zu nutzen. Einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Kommission zur "Portabilität von Online-Inhalten innerhalb der EU" hat das Europäische Parlament am gestrigen Donnerstag zugestimmt. Nun hofft Andrus Ansip, der Vizepräsident der Kommission und zugleich zuständig für den digitalen Binnenmarkt, auf weitere Vorschläge aus den Mitgliedstaaten - insbesondere in Hinblick auf die neuen EU-Urheberrechtsregeln.

Quelle: ec.europa.eu
 
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Facebook: EU verhängt 110 Millionen Euro Strafe wegen WhatsApp

reported by doelf, Donnerstag der 18.05.2017, 23:25:04

Die Europäische Kommission hat eine Geldbuße in Höhe von 110 Millionen Euro gegen Facebook verhängt. Grund ist die Übernahme des Instant-Messaging-Diensts WhatsApp im Jahr 2014, in deren Verlauf Facebook zugesichert hatte, keinen Datenabgleich zwischen seinen Benutzern und denen von WhatsApp durchführen zu können.

Auch aufgrund dieser Zusicherung in Hinblick auf den Datenschutz hatte die Europäische Kommission die Übernahme bewilligt, denn während Facebook seit jeher lausige Datenschutzbestimmungen hat, waren die von WhatsApp durchaus akzeptabel. Trotz dieser auch auf Nachfrage bestätigten Zusicherung kündigte Facebook im August 2016 an, die Kundenkonten von WhatsApp und Facebook von nun an miteinander zu verknüpfen. Dies belegt, dass nicht nur der Wille da ist, sondern auch die technischen Möglichkeiten. Und diese gab es schon im Jahr 2014, was Facebook auch gewusst haben muss. Und das wiederum bedeutet, dass das Unternehmen zur Übernahme von WhatsApp falsche Angaben gemacht hatte.

Die nun verhängte Geldbuße bezieht sich einzig und alleine auf diese falschen Angaben. Die Genehmigung zur Übernahme hat indes Bestand, denn der Datenabgleich war laut Aussage der Europäischen Kommission nur einer von vielen Aspekten. Völlig unabhängig von dieser Strafe sind laufende nationale Kartellrechtsverfahren sowie bisher ungeklärte Fragen hinsichtlich des Daten- und Verbraucherschutzes. Hier droht Facebook weiteres Ungemach.

Quelle: ec.europa.eu
 
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Union Station: Pornos auf Anzeigetafel

reported by doelf, Donnerstag der 18.05.2017, 19:39:36

Früher liefen die Pornos noch im Bahnhofskino, heute schaffen sie es gleich auf die Anzeigetafel. Betroffen war die Union Station, der altehrwürdige Hauptbahnhof der US-Hauptstadt Washington. Hier wurden erst kürzlich im Rahmen von Renovierungsarbeiten neue Großbildschirme installiert und jetzt wissen wir auch wozu.

Der Vorfall ereignete sich am Montag um 17:30 Uhr Ortszeit, also zur besten Pendlerzeit. Über einen Zeitraum von drei Minuten zeigte einer der Großbildschirme in der Haupthalle des Bahnhofs eindeutig pornografische Filme, die offenbar von Pornhub stammten. Nach drei Minuten fand ein Mitarbeiter des Bahnhofs eine Möglichkeit, die Anzeige abzuschalten. Die übertragenen Inhalte stammen von einem externen Anbieter, die Mitarbeiter im Bahnhof können diese nicht beeinflussen. Noch ist unklar, ob dieser Anbieter oder der Zugang zum Großbildschirm gehackt wurden. Ausnahmsweise scheint US-Präsident Trump diesmal keine Schuld zu tragen.

 
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Cisco Systems: Quartalszahlen enttäuschen Anleger

reported by doelf, Donnerstag der 18.05.2017, 19:21:32

Der Netzwerkspezialist Cisco Systems hat seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal des fiskalischen Jahres 2017 auf den Tisch gelegt und die Anleger reagierten verstimmt. Gestern ist Ciscos Aktie im nachbörslichen Handel um 7,69 Prozent auf 31,22 US-Dollar abgestürzt und auch am heutigen Handelstag setzt sich die Talfahrt weiter fort. Aktuell liegt der Kurs bei 31,205 US-Dollar (-7,73%).

Insbesondere in Hinblick auf den Umsatz, der im Jahresvergleich um 0,5 Prozent auf 11,940 Milliarden US-Dollar gefallen ist, hatten Analysten deutlich mehr erwartet. Der operative Gewinn (GAAP) ist um 6,2 Prozent auf 3,169 Milliarden US-Dollar gestiegen und der Nettogewinn (GAAP) um 7,07 Prozent auf 2,515 Milliarden US-Dollar geklettert. Damit steigt der Gewinn je Aktie (GAAP) um 8,7 Prozent auf 0,50 US-Dollar und die Dividende fällt mit 0,29 US-Dollar sogar um 11,54 Prozent höher aus als im dritten Quartal 2016.

Der Ausblick auf das vierte Quartal vermiest dann aber wieder die Stimmung: Aktuell erwartet Cisco einen weiteren Umsatzrückgang um vier bis sechs Prozent im Vergleich zum Abschlussquartal 2016. Der Gewinn je Aktie (GAAP) soll sich zwischen 0,46 und 0,51 US-Dollar bewegen, im vierten Quartal 2016 waren es 0,56 US-Dollar gewesen und ein Jahr zuvor 0,45 US-Dollar.

 
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Frische Windows 10 Insider Preview Builds für PCs und Smartphones

reported by doelf, Donnerstag der 18.05.2017, 17:48:49

Microsoft hat neue Preview Builds von Windows 10 für Insider im Fast Ring veröffentlicht: Für PCs gibt es die Nummer 16199 und für Mobiltelefone die Nummer 15215. Die abweichende Nummerierung für die beiden Plattformen resultiert aus OneCore-Anpassungen, welche bisher nur in die PC-Variante eingeflossen sind. Bis Sonntag läuft zudem die erste Fehlerjagd (Bug Bash) auf dem Weg zum Windows 10 Fall Creators Update.

Der Mobile-Build 15215
Da dort nur wenig passiert ist, handeln wir zunächst den Mobile-Build 15215 ab: Beim Entfernen des Headsets soll das Telefongespräch auf den Lautsprecher des Smartphones übertragen werden, was zuletzt nicht immer funktioniert hatte, und der Datenabgleich zwischen PCs und Mobilgeräten soll zuverlässiger funktionieren, insbesondere in Hinblick auf Benachrichtigungen. Für Apps wie Fitbit wurden Stromverbrauch und Leistung verbessert, dabei geht es um die Paarung, Verbindung, Synchronisation und Benachrichtigungen. Andere Probleme sind noch offen: Die WeChat-App neigt beim Start zum Absturz und als Copyright-Datum wird noch das Jahr 2016 angegeben.

Neue Funktionen für PCs
TeilenDiesmal hat Microsoft wieder an der sozialen Komponente von Windows 10, namentlich an "My People", geschraubt. Bisher konnte man Personen an die Taskleiste heften und Mitteilungen anhand dieser Menschen filtern. Mit dem Build 16199 kommen Animationen für Emojis, welche die angehefteten Kontakte geschickt haben, hinzu. Zudem wird im Icon der jeweiligen Person vermerkt, ob man ungelesene Mitteilungen hat und um wie viele es sich handelt. Aktuell wird dies von Skype 11.16.556.0 und neuer unterstützt. Wenn man Dateien teilen möchte, kann man diese entweder direkt auf die Kontakte in der Taskbar ziehen oder die gewünschten Personen im Teilen-Dialog auswählen. In beiden Fällen öffnet sich eine E-Mail mit dem passenden Adressaten und der zu teilenden Datei im Anhang.

Unter "Einstellungen", "Spielen" kann man bei "Übertragung" eine Beschränkung auf das Audiosignal des Spiels festlegen, statt den Ton des kompletten Rechners weiterzuleiten. Zugleich wurden alle für "Game DVR" relevanten Einstellungen unter den gleichnamigen Eintrag verschoben. Unter "Einstellungen", "System" wurde bei "Info" eine neue Sektion über den Zustand des Systems hinzugefügt. Hier sieht man auf einen Blick, wie es um die Sicherheitseinstellungen und den Schutz des Rechners bestellt ist. Unter "Einstellungen", "System", "Speicher" wurde die "Speicheroptimierung" erweitert. Hier kann man jetzt Downloads, die seit 30 Tagen nicht mehr angerührt wurden, automatisch löschen lassen. Generell wurden die Einstellungen überarbeitet und einige Punkte mit Tipps und Beispielvideos versehen.

Wer die Cortana-App für Android installiert hat, wird ab sofort auch am Windows-PC über eingehende Anrufe informiert. Dabei sieht man den Anrufer, kann den Anruf ablehnen oder mit einer Textnachricht beantworten. Dies unterstreicht einmal mehr, dass Microsoft nicht mehr auf eine eigene Smartphone-Lösung setzt, sondern sich mit Cortana an die dominierenden Mobilplattformen hängt.

Systemstatus

Behobene Fehler für PCs
Der "Windows Defender Application Guard" (WDAG) soll jetzt auch auf Geräten mit Touch-Bedienung funktionieren und das "Windows Defender Security Center" meldet deaktivierte Treiber nicht mehr als Problem. Auch bei Verwendung der maximalen Bildschirmhelligkeit im Netzbetrieb wird keine Warnung angezeigt und Antiviruslösungen von Drittanbietern sollen Win32-Programme nicht mehr blockieren. Im Action-Center wurde der Schnellzugriff auf "Notiz" entfernt, dafür merkt sich Windows jetzt beim Upgrade auf einen neuen Build den Status der Rotationssperre. Die Farbprofile werden nach dem Start bestimmter Spiele im Vollbildmodus nicht mehr ignoriert. Entwickler sollten Visual Studio 2017 Preview auf die Version 15.3 - 26510.00 oder neuer aktualisieren, da es ansonsten Probleme mit dem XAML-Designer gibt.

Offene Fehler für PCsWindows Mixed Reality funktioniert in diesem Build nicht und der Texteditor VIM läuft nicht im Windows Subsystem for Linux (WSL). Bei UWP-Apps wie Netflix, Twitter, Facebook, Instagram oder Messenger scheitert die Anmeldung, da man kein Passwort eingeben kann. Edge scheitert zuweilen am Öffnen von PDF-Dateien, Spiele wie Civilization VI lassen sich nicht starten und in der Kommandozeile kann man den Choice-Befehl nicht nutzen. Gelegentlich beklagt sich Windows über abgebrochene Updates, die Ursache hierfür ist weiterhin unbekannt. Falls Outlook 2016 beim Start hängen bleibt, liegt das vermutlich am Spam-Filter. Beim Surface 3 scheitert das Update auf neue Builds, solange eine SD-Karte eingelegt ist. Neue Treiber sollen dies in Kürze beheben.

 
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Tipp: HP-Notebooks im Angebot

reported by doelf, Donnerstag der 18.05.2017, 11:43:53

Unser Partner Amazon hat heute zwei interessante Notebooks des Herstellers HP im Tagesangebot. Beide werden ohne Betriebssystem geliefert, so dass man nicht zur Verwendung von Windows 10 gezwungen ist und stattdessen beispielsweise eine Linux-Distribution aufspielen kann. Positiver Nebeneffekt: Es gibt auf den Geräten auch keine vorinstallierte Bloatware wie z.B. Testversionen von Virenschutzprogrammen.

Das HP 15-ba519ng ist unserer Meinung nach die bessere Wahl. Es besitzt ein entspiegeltes 15,6 Zoll (39,6 cm) großes SVA-Display mit voller HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) und AMDs Quad-Core-APU A10-9600P aus der Mitte 2016 vorgestellten Baureihe Bristol Ridge. Neben zwei Excavator-Modulen, deren Rechenkerne mit 2,4 bis 3,3 GHz takten, umfasst die APU eine Grafikeinheit des Typs Radeon R5 mit 6 Compute-Cores (= 384 Shader-Einheiten). HP gönnt dem Notebook zwar nur 4 GiB Arbeitsspeicher, doch zumindest handelt es sich um ein schnelles DDR4-2133-Modul. Die Festplatte dreht mit 5.400 U/min und fasst 1 TB, es gibt WLAN (IEEE 802.11ac inklusive Miracast) sowie Bluetooth 4.2 und der 4-Zellen-Akku kommt auf 41 Wh. Als Platzhalter für ein Betriebssystem ist FreeDOS 2.0 vorinstalliert. Bleibt noch der Preis: Im aktuellen Tagesangebot kostet das HP 15-ba519ng 249 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten. Hinweis: HP selbst bietet nur Treiber für Windows 10 64-Bit zum Download an.

Das HP 17-y067ng bietet ein 17,3 Zoll (43,9 cm) großes SVA-Display, doch dieses glänzt und ist auf 1.600 x 900 Pixel limitiert. Ein weiterer Nachteil ist die APU A9-9410 aus der Modellreihe Stoney-Ridge, denn diese besitzt nur zwei Kerne bzw. ein Excavator-Modul. Mit 2,9 bis 3,5 GHz takten diese zwar etwas schneller als beim A10-9600P, dennoch darf man nur etwas mehr als die halbe Rechenleistung erwarten. Gleiches gilt für die integrierte Radeon-R3-Grafik, die ebenfalls auf 3 Compute-Cores (= 192 Shader-Einheiten) halbiert wurde. Und es gibt auch nur einen Speicherkanal, so dass die beiden 4 GiB großen DDR4-2133-Module hinsichtlich des Speicherdurchsatzes keine Vorteile bringen. Bezüglich der Festplatte, des Akkus und des Betriebssystems gibt es keine Unterschiede, dafür müssen Abstriche bei der drahtlosen Anbindung gemacht werden: Das WLAN-Modul beherrscht nur IEEE 802.11b/g/n (inklusive Miracast) und bei Bluetooth wird lediglich die Version 4.0 unterstützt. Im aktuellen Tagesangebot kostet das HP 17-y067ng 299 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten. Hinweis: HP selbst bietet nur Treiber für Windows 10 64-Bit zum Download an.

Hinweis: Durch den Einkauf über obige Links unterstützt ihr www.Au-Ja.de. Herzlichen Dank!

 
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iOS 10.3.2 stopft 47 Sicherheitslücken

reported by doelf, Donnerstag der 18.05.2017, 10:14:34

Laut Apple wird iOS durch das Update auf die Version 10.3.2 zuverlässiger und sicherer. Details gibt es allerdings nur zu den behobenen Sicherheitslücken, von denen es diesmal 47 gibt. Abgesehen vom WebKit, auf das 22 sicherheitsrelevante Probleme fallen, sind diesmal schwerwiegende Schwachstellen im AVEVideoEncoder, SQLite und iBooks hervorzuheben.

Gleich sieben Schwachstellen hat Adam Donenfeld vom Zimperium zLabs Team für den AVEVideoEncoder gemeldet. Es handelt sich um Speicherfehler, über die sich eine App Kernel-Rechte verschaffen kann. Gleiches gelingt auch über einen Fehler in IOSurface. Sechs Fehler in SQLite ermöglichen das Ausführen von Schadcode über speziell präparierte SQL-Abfragen. Auch Texteingaben (TextInput) und Webseiten (17 Speicherfehler im WebKit) eignen sich als Einfallstür für Schadsoftware. Fünf weitere Lücken im WebKit lassen sich für universelles Cross-Site-Scripting ausnutzen.

Zwei gefährliche Lücken betreffen iBooks: So können manipulierter Bücher beliebige Webseiten ohne Zustimmung des Benutzers öffnen und Applikationen beliebigen Code mit Root-Rechten ausführen. Mehrere Fehler im Kernel und CoreAudio geben Apps Zugriff auf geschützte Speicherbereiche, zudem lässt sich über einen weiteren Kernel-Fehler beliebiger Code mit Kernel-Rechten ausführen. Der WebKit Web Inspector lässt zuweilen nicht signierten Code durchschlüpfen und es gibt auch ein generelles Problem beim Umgang mit nicht vertrauenswürdigen Zertifikaten.

 
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macOS Sierra 10.12.5 und Security Update 2017-002

reported by doelf, Mittwoch der 17.05.2017, 18:33:18

Apple hat sein aktuelles Betriebssystem macOS Sierra auf die Version 10.12.5 aktualisiert. Neben Fehlerkorrekturen wurden auch 37 Sicherheitslücken gestopft, von denen elf auch ältere Versionen von Mac OS X betreffen. Dementsprechend wurde für "El Capitan" und "Yosemite" das Security Update 2017-002 bereitgestellt.

Korrekturen für macOS Sierra
macOS Sierra 10.12.5 behebt die stotternde Audio-Wiedergabe über USB-Headsets und ermöglicht die Installation des Windows 10 Creators Updates über Boot Camp auch ohne Installationsmedium. Der Mac App Store wurde für zukünftige Software-Updates vorbereitet und die RAW-Unterstützung auf weitere Kameramodelle ausgeweitet. Kunden aus Bildungseinrichtungen und dem Unternehmensumfeld werden in die Gegenwart zurückgeholt, denn aufgrund eines Fehlers hatte Sierra das Systemdatum zuweilen auf das Jahr 2040 gesetzt. Weiterhin wurde eine potentielle Kernel-Panik beseitigt, die beim Start eines NetInstall-Abbilds auftreten konnte. Um dem Problem zu entgehen, muss das NetInstall-Abbild mit macOS Sierra 10.12.5 erstellt werden.

Die Sicherheitslücken
Eine ganze Reihe Schachstellen bergen die iBooks unter macOS Sierra 10.12.4: So können manipulierter Bücher beliebige Webseiten ohne Zustimmung des Benutzers öffnen, während Applikationen beliebigen Code mit Root-Rechten ausführen sowie aus der Sandbox ausbrechen können. Auch zwei Speicherfehler (macOS Sierra 10.12.4, OS X El Capitan 10.11.6 und OS X Yosemite 10.10.5), eine löchrige Zugangsprüfung im Speech Framework (macOS Sierra 10.12.4) und eine Ressourcen-Überlastung (macOS Sierra 10.12.4, OS X El Capitan 10.11.6 und OS X Yosemite 10.10.5) können zur Flucht aus der Sandbox genutzt werden. macOS Sierra 10.12.4 scheitert zudem an der Prüfung von EAP-TLS-Zertifikaten, wenn diese kürzlich gewechselt wurden.

Über den Kernel selbst können Programme Kernel-Rechte erhalten und beliebigen Code ausführen (macOS Sierra 10.12.4), zudem können die Applikationen geschützte Speicherbereiche lesen (macOS Sierra 10.12.4, OS X El Capitan 10.11.6 und OS X Yosemite 10.10.5). Weitere Wege, um sich Kernel-Rechte zu verschaffen, eröffnen die Grafiktreiber von Intel und NVIDIA (macOS Sierra 10.12.4), IOGraphics (macOS Sierra 10.12.4), IOSurface (macOS Sierra 10.12.4, OS X El Capitan 10.11.6 und OS X Yosemite 10.10.5) und Multi-Touch (macOS Sierra 10.12.4). CoreAudio (macOS Sierra 10.12.4), HFS (macOS Sierra 10.12.4, OS X El Capitan 10.11.6 und OS X Yosemite 10.10.5) und WindowServer (macOS Sierra 10.12.4, OS X El Capitan 10.11.6 und OS X Yosemite 10.10.5) ermöglichen Programmen Zugriff auf geschützte Speicherbereiche.

Aufgrund von Speicherfehlern im Accessibility Framework (macOS Sierra 10.12.4) und WindowServer (macOS Sierra 10.12.4, OS X El Capitan 10.11.6 und OS X Yosemite 10.10.5) sowie einer Race-Condition in DiskArbitration (macOS Sierra 10.12.4 und OS X El Capitan 10.11.6) können Applikationen Systemrechte erlangen. Möglichkeiten zum Einschleusen von Schadcode eröffnen diesmal CoreAnimation (macOS Sierra 10.12.4, OS X El Capitan 10.11.6 und OS X Yosemite 10.10.5), TextInput (macOS Sierra 10.12.4, OS X El Capitan 10.11.6 und OS X Yosemite 10.10.5) sowie - in mehrfacher Ausführung - SQLite (macOS Sierra 10.12.4). Bleibt noch zu erwähnen, dass 15 der aufgeführten Sicherheitslücken von Trend Micros Zero Day Initiative und acht weitere von Googles Project Zero gemeldet wurden.

Download:

 
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Erstes Update für Opera 45 (Reborn)

reported by doelf, Dienstag der 16.05.2017, 23:05:43

Eine knappe Woche nach der Freigabe von Opera 45 (Reborn) liegt das erste Update für den norwegischen Webbrowser zum Download bereit. Dieses trägt die Versionsnummer 45.0.2552.812 und behebt mehrere Fehler. Beispielsweise heftet sich Opera beim Programmstart nicht wieder automatisch an die Task-Leiste von Windows, wenn der Benutzer den Browser dort zuvor entfernt hatte.

Die roten Elemente der Benutzeroberfläche werden auf hochauflösenden Anzeigegeräten jetzt korrekt dargestellt (Windows und Linux) und unter Ubuntu 17.04 mit Unity-Desktop wurde das globale Menü wiederhergestellt. Beim Anpassen der Startseite wird das ausgewählte Design sofort angewendet und die URLs der Messenger-Seiten wurden korrigiert. Die Fehlermeldung hinsichtlich der fehlenden Datei opera_200_percent.pak wurde ebenso behoben wie ein Absturz unter macOS und der hängende MFDemuxer beim Suchen in Multimedia-Inhalten. Alle Fehler haben die Entwickler allerdings noch nicht gefunden, denn im Kontextmenü der deutschen Übersetzung steht weiterhin "Über%tragen" als unterster Eintrag.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal auf die Neuerungen von Opera 45 (Reborn) eingehen:

Die Messenger-Dienste
In Opera 45 wurden der Facebook Messenger, WhatsApp und Telegram integriert. Man klickt auf das jeweilige Icon, meldet sich beim Dienst an und öffnet den Messenger wahlweise als ausklappbares Overlay oder seitlich neben den Webseiten angeheftet (siehe erstes Bildschirmfoto). Welche Messenger in der Seitenleiste auftauchen sollen, wählt man in den Einstellungen unter dem Punkt "Seitenleiste" (siehe zweites Bildschirmfoto). Zwischen den unterschiedlichen Messengern wechselt man unter Windows und Linux mit der Tastenkombination STRG + Umschalten + m, unter macOS wird Befehl + Umschalten + m verwendet.

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Die neue Optik
Wie bei Edge und Firefox gibt es jetzt auch bei Opera ein helles und ein dunkles Farbthema. Die grafischen Elemente wirken schlichter und die Seitenleiste schlanker. Alle Icons wurden überarbeitet und für unterschiedliche Bildschirmauflösungen und DPI-Stufen angepasst. Zudem wurden die Icons mit Animationen versehen, sie reagieren beispielsweise auf den über ihnen schwebenden Mauszeiger. Auch an anderen Stellen werden Animationen eingesetzt, beispielsweise beim Öffnen eines privaten Fensters.

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Werbeblocker, Video und Sicherheit
Der erweiterte Werbeblocker verbessert die Verwaltung von Blockierlisten. Standardmäßig sind Easylist und EasyPrivacy aktiviert, weitere lassen sich in den Einstellungen unter "Werbung blockieren" über den Schalter "Listen verwalten..." auswählen und einrichten (siehe Bildschirmfoto unten). Wenn man den Werbeblocker aus- bzw. anschaltet, wird die Webseite nun automatisch neu geladen. Für die Wiedergabe von Videos wird verstärkt die GPU verwendet und auf unverschlüsselten Webseiten warnt Opera vor Eingabefeldern. Unter der Haube steckt Chromium 58.

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Download:

 
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Thunderbird 52.1.1 verfügbar

reported by doelf, Dienstag der 16.05.2017, 22:20:43

Mozillas E-Mail-Client Thunderbird liegt seit gestern für Windows, macOS und Linux in der stabilen Version 52.1.1 zum Download bereit. Es handelt sich um ein kleineres Update, welches vier Fehler behebt, darunter ein Absturz beim Komprimieren von IMAP-Ordnern. Sicherheitslücken wurden diesmal nicht geschlossen.

Abgesehen vom IMAP-Absturz korrigiert der Thunderbird 52.1.1 das Download-Verhalten über POP. Wurde hier eine Nachricht zuvor nur teilweise heruntergeladen, scheiterte im Anschluss das Ziehen der kompletten E-Mail. Bei Mails ohne Inhalt ließen sich einige Anhänge nicht öffnen bzw. speichern. Dies wurde ebenso berichtigt wie das Herunterladen langer Anhänge, wenn die E-Mail in einem IMAP-Ordner ohne Offline-Synchronisierung liegt.

Nach wie vor gibt es Probleme mit McAfees Anti-SPAM Add-on, welches den Thunderbird abstürzen lässt. Derzeit muss man den Thunderbird im sicheren Modus starten und diese Erweiterung deaktivieren. Zudem kann es zuweilen vorkommen, dass beim Drucken viele leere Seiten ausgegeben werden.

Download: Thunderbird 52.1.1

 
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AMD: Vega @ 1,6 GHz mit mit 16 GiB gesichtet

reported by doelf, Dienstag der 16.05.2017, 15:07:51

In der Datenbank von CompuBench wurde ein neuer Grafikprozessor von AMD gesichtet. Er stammt aus der kommenden Graphics Core Next Generation 5, besser bekannt als Vega. Was an diesem Eintrag so interessant ist, sind die hohe Taktrate sowie die Speicherausstattung, welche doppelt so hoch ausfällt wie bei den bisher gezeigten Mustern.

AMD hatte zu Jahresbeginn Vorserienmuster der Vega RX, welche für Spieler gedacht ist gezeigt. Auf diesen kommt der schnelle Stapelspeicher High-Bandwidth Memory Generation 2 (kur: HBM2) zum Einsatz, wobei die gezeigten Muster zwei Speicherstapel von je 4 GiB besaßen. HBM2-Speicher war damals kaum zu bekommen und wenn dann maximal in der 4-GiB-Variante. Ob sich die Verfügbarkeit inzwischen verbessert hat, ist unklar. Fest steht allerdings, dass AMD die Profivarianten der Vega-Generation auch mit zwei 8-GiB-Stapeln und somit 16 GiB Grafikspeicher anbieten wird. Dabei geht es um die Radeon RX Pro für Workstations und die bereits im Dezember 2016 vorgestellte Radeon Instinct MI25 (Chipvariante: Vega 10) für den Server-Einsatz.

Hinsichtlich des Eintrags in CompuBench ist es völlig unklar, um welche Vega-Variante es sich handelt. Für eine Radeon RX Vega wären 16 GiB eine Sensation, für eine Radeon RX Pro das Erwartete und für die Radeon Instinct MI25 das bereits Angekündigte. Andererseits wartet auch die Radeon Instinct MI25 noch auf ihren Verkaufsstart, was vermutlich den Probleme bei der HBM2-Produktion geschuldet ist. Laut Eintrag besitzt die mysteriöse Karte eine GPU mit 64 Compute Units (4.096 Stream-Prozessoren) sowie eine 2.048 Bit breite Speicheranbindung. Beides spricht für eine Instinct MI25. Bisher geht man bei HBM2 von 350 MHz Takrrate sowie einem effektiven Takt von 1,4 GHz aus, damit beliefe sich die maximale Speicherbandbreite auf 358,4 GB/s. Der Chiptakt liegt mit 1,6 GHz etwas höher als bisher angenommen, eventuell wurde eine Turbo-Stufe vermerkt.

Lediglich zwei Resultate sind in der Datenbank vermerkt: Bei "Level Set Segmentation - 128" erreicht die Vega 10.301,799 mVoxels/s, während eine Radeon RX 580 auf 8.025,589 mVoxels/s kommt. Das Ergebnis für "Level Set Segmentation - 256" lautet 13.421,773 mVoxels/s, die Radeon RX 580 schafft hier nur 8.708,256 mVoxels/s. Bei CompuBench findet sich seit einiger Zeit schon ein weiterer Eintrag, der Vega zugeschrieben wird. Dieser führt allerdings nur 4 bis 8 GiB Grafikspeicher sowie GPU-Taktraten von 1,0 bis 1,2 GHz auf. Die Zahl der Compute Units ist mit 64 allerdings identisch. Dieser langsamere Vega liegt bei "Level Set Segmentation - 128" mit 10.281,757 mVoxels/s knapp hinter der 16-GiB-Variante, doch bei "Level Set Segmentation - 256" kommt er nur auf 10.844,834 mVoxels/s.

 
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Firefox 54.0 Beta 8 wartet auf Tester

reported by doelf, Dienstag der 16.05.2017, 13:14:55

Die achte Beta-Ausgabe des kommenden Firefox 54.0 liegt zum Download bereit. Der Firefox 54.0 bringt eine aufgeräumte Download-Übersicht mit mehr Detailinformationen und eine burmesische Sprachvariante. Auf Mobilgeräten angelegte Lesezeichen werden nun im Unterverzeichnis "Mobile Bookmarks" eingeordnet.

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Auch für den Bereich Multimedia bringt die Version 54.0, deren Veröffentlichung für den 13. Juni 2017 geplant ist, einige Neuerungen. Beispielsweise ist die Wiedergabe von 5.1-Surround-Sound unter Windows, macOS und Linux nun standardmäßig aktiviert. Der Video-Codec VP9 wird jetzt auch für verschlüsselte Streams, die Clear Key und Widevine verwenden, unterstützt. Bei der Wiedergabe von WebM/VP8-Videos über die "Media Source Extensions" (MSE) ist die Beschränkung auf "ausreichend schnelle Systeme" weggefallen.

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Im "Responsive Device Mode", welcher beliebige Anzeigegeräte von der Smartwatch bis zum UHD-Fernseher emulieren kann, lassen sich nun auch benutzerdefinierte Geräte anlegen. Neben einem Namen und der Auflösung kann man auch die Touch-Unterstützung und die Device Pixel Ratio (DPR) angeben. Web-Entwickler erreichen dieses extrem praktische Werkzeug über die Tastenkombination STRG + Umschalten + m. Weitere Änderungen für Web-Entwickler hat Mozilla auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Download: Firefox 54.0 Beta 8

 
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Intel Core i9: Skylake X startet in vier Varianten

reported by doelf, Dienstag der 16.05.2017, 10:14:59

Abgesehen von AMDs Ryzen 9 (Threadripper) steht auch Intels Core i9 (Skylake X) in den Startlöchern. Der jahrelange Dominator der Enthusiasten-Plattformen wird es diesmal aber schwer haben, denn während AMD 10, 12, 14 und 16 Kerne ins Feld führt, hat Intel nur 6, 8, 10 und 12 Kerne zu bieten. Sofern sich die Preise auf einem vergleichbaren Niveau bewegen, bekäme man bei AMD jeweils vier Rechenkerne und acht Threads mehr geboten.

Die höheren Taktraten gibt es indes bei Intel, sie enden mit 4,5 GHz in der erweiterten Turbostufe (Turbo 3.0) um 400 MHz über dem Maximum, welches AMDs Prozessoren im Boost-Modus erreichen. Die Takten von Intels Flaggschiff Core i9-7920X, welches für August erwartet wird, sind noch unbekannt. Effizienter scheint allerdings der Ryzen 9 zu sein, denn während Intel für seinen 12-Kerner Core i9-7920X angeblich eine TDP von 160 Watt veranschlagt, sollen sich AMDs 12-Kerner mit 125 bis 140 Watt zufrieden geben. Selbst die Prozessoren mit 14 und 16 Kernen spezifiziert AMD mit TDPs von lediglich 140 bzw. 155 Watt. Die Größe des L3-Caches richtet sich bei Intel nach den CPU-Kernen: Der Core i9-7920X mit seinen 12 Kernen kommt auf 16,5 MiB, der Core i9-7900X mit 10 Kernen auf 13,75 MiB, der Core i9-7820X mit 8 Kernen auf 11 MiB und der Core i9-7800X mit 6 Kernen auf 8,25 MiB.

Übersicht der Skylake-X-CPUs:

  • Intel Core i9-7920X (12 Kerne/24 Threads, 160 W, Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • Intel Core i9-7900X (10 Kerne/20 Threads @ 3,3-4,3/4,5 GHz; 140 W, Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • Intel Core i9-7820X (8 Kerne/16 Threads @ 3,6-4,3/4,5 GHz; 140 W, Quad Channel DDR4-2666, 28 PCIe-Lanes)
  • Intel Core i9-7800X (6 Kerne/12 Threads @ 3,5-4,0 GHz; 140 W, Quad Channel DDR4-2666, 28 PCIe-Lanes)

Beim Ryzen 9 ist die genaue Cache-Ausstattung der einzelnen Modelle noch unklar, maximal wird es jedoch, 32 MiB L3-Cache geben. Alle Core-i9-Modellen sollen vier Speicherkanäle für DDR4-2666 besitzen, gleiches gilt für den Ryzen 9. Hinsichtlich der PCIe-Anbindung scheint Intel geiziger zu sein und gönnt nur den teuersten Varianten mit 10 bzw. 12 Kernen die maximale Zahl von 44 Lanes. Wer sich für einen Core i9 mit 6 oder acht Kernen entscheidet, bekommt lediglich 28 Lanes - Konfigurationen mit mehreren Grafikkarten werden hierdurch ausgebremst. AMD scheint einen anderen Weg zu wählen und wird wohl alle Ryzen-R9-Prozessoren mit 44 Lanes ausstatten. Einen Vorteil hat der Core i9 indes bezüglich der Advanced Vector Extensions (AVX): Mit AVX2 kommt der Ryzen 9 auf eine Registerbreite von 256 Bit, während der Core i9 dank AVX-512 mit 512 Bit aufwarten kann. Und dann wäre da noch der Kaby Lake X:

Übersicht der Kaby-Lake-X-CPUs:

  • Intel Core i7-7740K (4 Kerne/8 Threads @ 4,3-4,5 GHz, 112 W, Dual Channel DDR4-2666, 16 PCIe-Lanes)
  • Intel Core i7-7640K (4 Kerne/4 Threads @ 4,0-4,2 GHz; 112 W, Dual Channel DDR4-2666, 16 PCIe-Lanes)

Die beiden Core-7-Modelle der Baureihe Kaby Lake X teilen sich die Plattform um den Chipsatz X299 (Sockel 2066) mit dem Skylake X, ohne deren Vorteile ausschöpfen zu können. Wie beim Sockel 1151 gibt es nur 16 PCIe-Lanes und auch nur zwei Speicherkanäle, die Prozessoren besitzen lediglich vier Kerne und bieten vier bzw. acht Threads. Der Grafikkern, der bei den normalen Kaby Lakes integriert ist, wurde anscheinend deaktiviert. Damit stellt sich die Frage nach dem Sinn und Zweck dieser CPUs und diese kann man wohl nur mit einem preislich moderaten Einstieg erklären. Eigentlich hätte Intel gleich noch einen Pentium oder Celeron für den Sockel 2066 adaptieren können, um AMD preislich unter Druck zu setzen. Uns erschließt sich Intels Strategie jedenfalls nicht, stattdessen hätten wir uns mehr Modellvarianten und Preisstufen beim Core i9 gewünscht.

Übersicht der Threadripper-CPUs:
Der Vollständigkeit halber führen wir an dieser Stelle noch AMDs Herausforderer auf:

  • AMD Ryzen 9 1998X (16 Kerne/32 Threads @ 3,5-3,8/3,9 GHz; 155 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1998 (16 Kerne/32 Threads @ 3,2-3,6 GHz; 155 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1977X (14 Kerne/28 Threads @ 3,5-3,9/4,0 GHz; 155 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1977 (14 Kerne/28 Threads @ 3,2-3,7 GHz; 140 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1976X (12 Kerne/24 Threads @ 3,6-4,0/4,1 GHz; 140 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1956X (12 Kerne/24 Threads @ 3,2-3,7/3,8 GHz; 125 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1956 (12 Kerne/24 Threads @ 3,0-3,7 GHz; 125 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1955X (10 Kerne/20 Threads @ 3,6-3,9/4,0 GHz; 125 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1955 (10 Kerne/20 Threads @ 3,1-3,7 GHz; 125 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)

 
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AMD Ryzen 9 (Threadripper): Alle 9 Modelle in der Übersicht

reported by doelf, Montag der 15.05.2017, 16:57:34

AMDs neue Enthusiasten-CPU Ryzen 9 (Codename: Threadripper) protzt mit 10, 12, 14 und 16 Zen-Kernen, welche mit bis zu 4,1 GHz takten. Jeder Kern kann zwei Threads parallel abarbeiten, wir bekommen somit 20, 24, 28 bzw. 32 Threads. Dazu gibt es vier DDR4-2666-Speicherkanäle und 44 PCIe-Lanes. Die Abwärme (TDP) bewegt sich zwischen 125 und 155 Watt.

Offiziell werden diese Prozessoren erst im Juni vorgestellt, doch die nun durchgesickerten Angaben gelten als gesichert. Die 9er CPUs sind deutlich größer als die aktuellen Ryzen-Modelle der Baureihen 5 und 7, zudem besitzen sie doppelt so viele Speicherkanäle und 44 PCIe-Lanes. Dies verlangt einen neuen Sockel mit 4094 Kontakten, der auf den kryptischen Namen SP3r2 hört. Es handelt sich dabei um eine Variante des Sockels SP3, welcher für Workstation- und Server-CPUs gedacht ist. Der dazugehörige Chipsatz trägt die Bezeichnung X390.

Übersicht der Threadripper-CPUs:

  • AMD Ryzen 9 1998X (16 Kerne/32 Threads @ 3,5-3,8/3,9 GHz; 155 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1998 (16 Kerne/32 Threads @ 3,2-3,6 GHz; 155 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1977X (14 Kerne/28 Threads @ 3,5-3,9/4,0 GHz; 155 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1977 (14 Kerne/28 Threads @ 3,2-3,7 GHz; 140 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1976X (12 Kerne/24 Threads @ 3,6-4,0/4,1 GHz; 140 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1956X (12 Kerne/24 Threads @ 3,2-3,7/3,8 GHz; 125 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1956 (12 Kerne/24 Threads @ 3,0-3,7 GHz; 125 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1955X (10 Kerne/20 Threads @ 3,6-3,9/4,0 GHz; 125 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • AMD Ryzen 9 1955 (10 Kerne/20 Threads @ 3,1-3,7 GHz; 125 W; Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)

Die Cache-Ausstattung der einzelnen Modelle ist derzeit noch unklar. Maximal wird es jedoch, 32 MiB L3-Cache geben. Threadripper startet also genau dort, wo Ryzen mit maximal 8 Kernen, 16 Threads und 16 MiB L3-Cache derzeit aufhört. Gegner der neuen AMD-CPUs ist Intels kommende Core-i9-Baureihe auf Basis des Skylake X:

  • Intel Core i9-7920X (12 Kerne/24 Threads, 160 W, Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • Intel Core i9-7900X (10 Kerne/20 Threads @ 3,3-4,3/4,5 GHz; 140 W, Quad Channel DDR4-2666, 44 PCIe-Lanes)
  • Intel Core i9-7820X (8 Kerne/16 Threads @ 3,6-4,3/4,5 GHz; 140 W, Quad Channel DDR4-2666, 28 PCIe-Lanes)
  • Intel Core i9-7800X (6 Kerne/12 Threads @ 3,5-4,0 GHz; 140 W, Quad Channel DDR4-2666, 28 PCIe-Lanes)

Die Takten von Intels Flaggschiff Core i9-7920X, welches für August erwartet wird, sind noch unbekannt. Der L3-Cache bewegt, abhängig von der Zahl der Kerne, sich zwischen 8,25 MiB beim Core i9-7800X und 16,5 MiB beim Core i9-7920X. Wie bei AMD gibt es nun auch bei Intel eine zweite Turbo-Stufe, welche Geschwindigkeiten von bis zu 4,5 GHz ermöglicht.

Quelle: wccftech.com
 
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Kolumne: Lernen wir etwas aus WannaCry?

reported by doelf, Montag der 15.05.2017, 14:51:46

Man könnte sagen, dass der Verschlüsselungstrojaner WannaCry die vernetzte Welt kalt erwischt hat. Man könnte die Schuld Microsoft zuweisen, da die Redmonder völlig veraltete Betriebssysteme nicht mehr mit Sicherheits-Updates versorgen. Oder man könnte ein verschärftes IT-Sicherheitsgesetz fordern, das Schadsoftware mit Paragrafen vertreibt. Helfen wird das alles nichts.

Software hat Sicherheitslücken und wird immer Sicherheitslücken haben. Das hat mannigfaltige Gründe, beispielsweise die hohe Komplexität vieler Programme, den zeitlichen Druck, unter dem Programmierer arbeiten, oder die Wiederverwendung alter Code-Bestandteile. Läuft ein System isoliert, verursachen solche Schwachstellen zuweilen Abstürze. Das ist ärgerlich, mehr aber auch nicht. Werden angreifbare Geräte mit dem Internet verbunden, sieht die Sache ganz anders aus. Nun lassen sich die fehlerhaften Systeme von außen attackieren und die Angreifer können sich im Erfolgsfall auf weitere Geräte im lokalen Netzwerk vorarbeiten, selbst wenn diese den Ursprungsfehler gar nicht aufweisen. Gegen solche Angriffe hilft nur ein regelmäßiges Stopfen der Sicherheitslücken. Sollte das nicht möglich sein, muss wohl oder übel der Stecker gezogen werden.

Der tägliche Tanz auf dem Vulkan
Das scheint aber insbesondere Unternehmen und Behörden schwer zu fallen, denn statt Rechner, auf denen Windows XP oder Server 2003 laufen, auszumustern, werden diese Oldtimer gehegt und gepflegt. Neue Hardware kostet nicht viel und kann kaum ein Grund für das Festhalten an veralteten Betriebssystemen sein, schwerer wiegen Folgekosten und Ausfallzeiten aufgrund spezifischer Anpassungen für die neuen Systeme. Schlimmstenfalls existiert eine unternehmenseigene Softwarelösung, deren Programmierer längst das Zeitliche gesegnet haben und deren Entwicklungssoftware nur noch auf virtuellen Systemen wiedererweckt werden kann. Und dann sind da noch die bockigen Mitarbeiter, die sich nicht an neue Arbeitsabläufe gewöhnen wollen und lieber drei Tassen Kaffee leeren, bis die alte Gurke endlich Office 97 geladen hat, um dann Solitär zu starten.

Es gibt also tausend schlechte Gründe, an einem seit drei Jahren nicht mehr gewarteten Betriebssystem festzuhalten. Doch wer sich neuen Betriebssystemen, regelmäßigen Updates oder dem Wechsel zu kostenlosen Alternativen wie Linux verweigert, darf sich auch nicht beschweren, wenn sich Schädlinge wie WannaCry einnisten und einem die ganze Sache um die Ohren fliegt. Klar, das kann auch mit aktuellen Systemen und 0-Day-Lücken passieren, doch bei veralteter Software ist die Gefahr exponentiell höher. Die Situation lässt sich recht gut mir klassischen Fahrzeugen vergleichen: Wer mit XP auf der modernen Datenautobahn unterwegs ist, sollte keine Hilfe von modernen Assistenzsysteme erwarten. Wenn man Glück hat, ist der ABS-Sensor noch nicht ausgefallen, ein kleiner Rest Bremsbelag vorhanden und die Reifen sind nicht völlig blank. Das ist nicht alltagstauglich!

Meldepflicht für Schadsoftware: Hier wohnt WannaCry
Wir Deutschen haben diese Analogie zwischen Verkehr und digitaler Infrastruktur erkannt und für diesen Zusammenhang sogar einen Ministerposten kreiert. Diesen füllt Alexander Dobrindt aus und der reagiert CSU-typisch mit einer Forderung nach mehr Sicherheit. Das Problem: Mehr Sicherheit würde bedeuten, veraltete und angreifbare Geräte aus dem Internet zu verbannen. Mit einer solchen Forderung würde sich der Minister bei der deutschen Industrie keine Freunde machen und so geht es ihm erst einmal um die Energie- und Wasserversorgung, die Verkehrsinfrastruktur sowie das Gesundheits- und Finanzwesen. Zudem will der Minister keinesfalls vorbeugen, sondern lediglich die Grundlagen für eine zeitnahe Reaktionen verbessern. Konkret will er die Betreiber von kritischen Infrastrukturen verpflichten, IT-Störungen an das "Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik" (BSI) zu melden.

Genfer Gedankenspiele aus Redmond
Auch Microsoft denkt an eine Meldepflicht, allerdings für Geheimdienste und Regierungen. Diese sollen unbekannte Sicherheitslücken melden müssen, statt sie als Waffen im eigenen Cyber-Arsenal zu horten. WannaCry ist hierfür ein gutes Beispiel, denn die vom Krypto-Trojaner für seine schnelle Verbreitung genutzt SMB-Schwachstelle (MS17-010) war den US-Geheimdiensten schon seit Jahren bekannt, wie Anfang 2017 veröffentlichte Dokumente belegen. Brad Smith, Microsofts Chefjustiziar, fordert daher erneut "Digitale Genfer Konventionen", welche den Einsatz von Cyberwaffen verbieten und die weltweite 0-Day-Aufrüstung stoppen sollen. Das löst allerdings nur einen Teil des Problems, denn nicht nur die Geheimdienste entdecken immer wieder neue Schwachstellen. Kriminellen dürften diese Konventionen jedenfalls völlig egal sein.

Schütze Dich selbst, sonst tut es keiner!
Weder die Bundesregierung noch Microsoft können den nächsten WannaCry-Ausbruch verhindern. Letztendlich muss jeder für seinen eigenen Schutz sorgen und seine Software aktuell halten. Auch ein Virenschutz bringt herzlich wenig, wenn hinter der Tastatur das Hirn deaktiviert wurde. Und "Für mein Gerät gibt es keine Updates" ist keine gültige Ausrede, sondern vielmehr eine Feststellung, die man beim Neukauf berücksichtigen sollte. An dieser Stelle könnte der Gesetzgeber tatsächlich für mehr Sicherheit sorgen und die Versorgung mit Sicherheits-Updates zumindest für die Dauer der Gewährleistung verordnen. Keine Updates, kein CE-Label, kein Verkauf in der EU!

 
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Wine 2.8 (Development Release) verfügbar

reported by doelf, Sonntag der 14.05.2017, 21:10:01

Wine ist eine kostenlose Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme wie beispielsweise Linux, welche das Ausführen von Programmen und Spielen, die eigentlich für Windows geschrieben wurden, ermöglicht. Die am Freitag veröffentlichte Entwicklungsversion 2.8 bringt 35 Fehlerkorrekturen und eine bessere automatische Erkennung von seriellen und parallelen Schnittstellen.

Beispielsweise sollen Programme wie Coastal Explorer, GPS Apps und HyperTerminal nun auf die seriellen Schnittstellen zugreifen können. Der Direct3D-Befehlsstrom arbeitet jetzt asynchron, die Unterstützung für hochauflösende Anzeigegeräte wurde weiter verbessert und unter macOS gibt es neuerdings Benachrichtigungen im System-Tray. Wine kann jetz auch mit gcc 2.95.4 kompiliert werden. Die Demoversion von "Necrovision" soll nicht mehr abstürzen, gleiches gilt für "Dawn of War III", "Dynamarisa", "Fill Up!", "Left 4 Dead 2" (v2.1.4.6 von Steam), "Neverwinter Online", "Rift", "ShipSimulator 2008" (Demo) und "Witcher" (Enhanced Edition Director's Cut). Die Programme Basic 4 Java, Prism Video Converter v2.48, Steuer-Spar-Erklärung 2017 und die Installationsroutine des MPEG-4-Video-Codecs Xvid 1.3.x laufen nun ebenfalls durch.

 
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Nachtrag zu Microsofts Mai-Patch-Day

reported by doelf, Samstag der 13.05.2017, 14:28:17

Seit Dienstagabend verteilt Microsoft die Sicherheits-Updates seines Mai-Patch-Day. Wie man dem "Security Updates Guide", welcher die übersichtliche Zusammenfassung (Security Bulletin Summary) abgelöst hat, entlocken kann, wurden Schwachstellen im Internet Explorer, Edge, Windows, Office und im .NET-Framework behoben. Auch Adobes Flash Player wurde aktualisiert und es gibt Flicken für Fehler in ASP.NET Core und .NET Core.

Im "Security Updates Guide" kann man die Sicherheits-Updates nach Produkten, Schwere und Art filtern sowie sortieren. Für Mai 2017 finden sich 243 Einträge, wobei jeder Eintrag mindestens eine sicherheitsrelevante Änderung für ein Produkt umfasst. Schaltet man in die Detail-Anzeige, sind es sogar 997 Einträge. 81 Einträge (Detailansicht: 213) befassen sich mit kritischen Problemen und 156 (Detailansicht: 759) kümmern sich um hochgefährliche Fehler. Dazu kommen vier (Detailansicht: zehn) mittelschwere und zwei (Detailansicht: 15) harmlose Schwachstellen.

Was dem "Security Updates Guide" nach wie vor fehlt, ist eine Volltextsuche, denn mit dieser könnte man zumindest die Ausnutzbarkeitsindexbewertung (Exploitability Index Assessment) der geschlossenen Sicherheitslücken abfragen. Microsoft unterteilt seine Updates nämlich in vier Klassen von 0: Exploitation Detected über 1: Exploitation More Likely und 2: Exploitation Less Likely bis 3: Exploitation Unlikely, so dass man gezielt nach 0-Day-Lücken suchen könnte. Doch auch andere Stichwörter könnten beim Durchforsten mehrerer hundert Einträge helfen.

Insbesondere für Journalisten wie uns ist der "Security Updates Guide" ein echter Krampf. Wir wollen unsere Leser zeitnah mit allen für sie wichtigen Informationen versorgen und dabei waren die "Security Bulletin Summaries" immer eine sehr hilfreiche Informationsquelle. Doch statt die Zusammenfassungen von Microsofts Sicherheitsexperten durchzusehen, müssen wir uns nun durch eine Datenbank mit hunderten Einträgen quälen und versuchen, die darin enthaltenen Informationen sinnvoll zu ordnen. Das verschlingt unzählige Arbeitsstunden, die uns an anderer Stelle fehlen.

Microsofts neue "Release Notes" zum monatlichen Patch-Day sind indes ein totaler Witz ohne jeglichen Informationsgehalt:

"May 2017 Security Updates

Release Date: May 09, 2017

The May security release consists of security updates for the following software:

Internet Explorer
Microsoft Edge
Microsoft Windows
Microsoft Office and Microsoft Office Services and Web Apps
NET Framework
Adobe Flash Player

In addition, Microsoft is releasing security updates for ASP.NET Core to address CVE-2017-0247, CVE-2017-0249, and CVE-2017-0256, and for .NET Core to address CVE-2017-0248. For more information see https://github.com/aspnet/Announcements/issues/239."

Bereits im April hatte sich gezeigt, dass die meisten Medien nur noch lapidar auf die Verfügbarkeit neuer Updates verweisen und sich sämtliche Details sparen. Wir finden das nicht sinnvoll, mussten in dieser Woche aber lernen, dass Zeitaufwand und Nutzen beim Durchforsten des "Security Updates Guide" in keinem Verhältnis stehen. Solange Microsoft die Dokumentation seiner Sicherheits-Updates nicht wesentlich verbessert, werden auch wir auf detaillierte Informationen verzichten (müssen).

 
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WannaCry: Ransomware-Großangriff gestoppt, Patch für Windows XP und 8

reported by doelf, Samstag der 13.05.2017, 12:19:00

Am gestrigen Freitag startete ein Großangriff mit einer neuen Ransomware namens WannaCry. Weltweit fanden sich viele prominente Opfer, darunter die Deutsche Bahn, der spanische Telekommunikationsanbieter Telefonica, britische Krankenhäuser und der US-Lieferdienst FedEx. Inzwischen wurde der Angriff gestoppt und Microsoft hat sogar ein Sicherheits-Update für Windows XP bereitgestellt.

Was macht WannaCry?
Der Schädling WannaCry, auch als WanaCrypt0r 2.0 oder WCry bezeichnet, hatte sich gestern rasant ausgebreitet und weltweit tausende von Windows-Rechnern infiziert. Avast, ein bekannter Hersteller von Anti-Viren-Lösungen, berichtete über 75.000 Infektionen in 99 Ländern. In Russland, der Ukraine und Taiwan war die Schadsoftware besonders aktiv. Die Ransomware verschlüsselt Dateien und versieht diese mit der Endung ".WNCRY". Im Anschluss zeigt Windows einen Erpresserbrief an, in dem die Kriminellen ein Lösegeld in Höhe von 300 US-Dollar verlangen. Die Bezahlung soll - nicht nachverfolgbar - in Bitcoins vorgenommen werden.

Wie kommt WannaCry auf den PC?
Die Ransomware verwendet eine kritische Sicherheitslücke (MS17-010) in SMB (Server Message Block), einem Netzwerkprotokoll, über das diverse Dienste wie Datei- und Druckerzugriffe realisiert werden. Laut Microsoft patzt SMB bei der Verarbeitung speziell gestalteter Mitteilungen, über die Angreifer Schadcode einschleusen und ausführen können. Die Schwachstelle war US-amerikanischen Geheimdiensten über Jahre bekannt, doch Microsoft stolperte erst Anfang 2017 über den Fehler. Damals hatte die Hackergruppe ShadowBrokers diverse Angriffswerzeuge der Geheimdienste im Internet veröffentlicht.

Wie kann man sich schützen?
Microsoft hatte am 14. März 2017 einen Patch für Windows Vista bis 10 sowie Windows Server 2008 bis 2016 veröffentlicht. Wer dieses Sicherheits-Update installiert hat, ist geschützt. Dummerweise sind aber auch Windows XP, Windows 8 und Windows Server 2003 betroffen, die nicht mehr kostenlos mit Sicherheits-Updates versorgt werden. Nur Firmen, die einen teuren Service-Vertrag mit Microsoft schließen, bekommen für diese veralteten Betriebssysteme kritische Flicken. Aufgrund der Tragweite von WannaCry hat Microsoft diesmal eine Ausnahme gemacht und die SMB-Updates für alle Nutzer freigegeben:

Der Notausschalter
Ein unter dem Namen MalwareTech agierender Sicherforscher entdeckte im Code von WannaCry den Domainnamen "drugs-are.reallyreally.fun". Da diese Domain noch nicht existierte, registrierte er sie und stoppte dabei versehendlich die weitere Verbreitung des Schädlings. Dieser hält nämlich Ausschau nach "drugs-are.reallyreally.fun" und deaktiviert sich, wenn die Domain erreichbar ist. Wie MalwareTech twittert, hatte er noch nie 3 US-Dollar so gut investiert.

 
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Keylogger: HP behebt "Audio-Problem"

reported by doelf, Samstag der 13.05.2017, 10:22:13

Ohne dies anzukündigen hat HP den sicherheitstechnisch höchst bedenklichen HD-Audio-Treiber von Conexant, der auf diversen Notebookmodellen des Computerbauers vorinstalliert ist, aktualisiert. Der alte Treiber hatte einen aktiven Keylogger im Schlepptau und sollte schnellstmöglich durch die neue Version ersetzt werden!

Wer spioniert hier?
Wer jetzt einen großangelegten Spionageangriff der US-amerikanischen Geheimdienste erwartet, wird enttäuscht, denn allem Anschein nach handelt es sich "nur" um gefährliche Schlamperei durch die Software-Entwickler von Conexant. Das Programm MicTray64.exe, welches zusammen mit Conexants HD-Audio-Treiber installiert wird, überwacht die Multimediatasten, um die Lautstärke anzupassen oder die Medienwiedergabe zu steuern. Dabei schreibt es sämtliche Tastatureingaben in eine ungeschützte Textdatei, also auch Passwörter und andere hochgradig sensible Daten. Es scheint sich um eine Debug-Funktion zu handeln, die ein schusseliger Programmierer im Code vergessen hat.

Wie geht der Keylogger vor?
MicTray64.exe findet sich im System32-Ordner von Windows, betroffen sind zumindest die Programmversionen 1.0.0.31 vom 24. Dezember 2015 und 1.0.0.46 vom 11. Oktober 2016. Die Textdatei MicTray.log mit den Tastatureingaben wird im Ordner "Benutzer\Öffentlich" erstellt. Sollte dies nicht möglich sein, werden die Tastatureingaben an die OutputDebugString-API weitergeleitet. Dort kann sie jeder Prozess, der im Kontext des aktuellen Benutzers läuft, einsammeln, ohne Verdacht zu erregen.

Update installieren
Obwohl der neue Treiber keine Log-Datei mehr anlegt, verweist HP leider nicht auf den Sicherheitsaspekt dieses Updates und schreibt in den Versionshinweisen lediglich "Provides update for Audio issue", was ziemlich nichtssagend und auch irreführend ist. Zumindest wird das Update als kritisch eingestuft.

Der neue HD-Audio-Treiber unterstützt die folgenden Notebook-Modelle:

  • HP EliteBook 725 G3, 745 G3 und 755 G3
  • HP EliteBook 820 G3, 828 G3, 840 G3, 848 G3 und 850 G3
  • HP EliteBook 1030 G1
  • HP EliteBook Folio G1
  • HP EliteBook Folio 1040 G3
  • HP Elite x2 1012 G1 Tablet - auch mit Travel oder Advanced Keyboard
  • HP ProBook 640 G2, 650 G2, 645 G2 und 655 G2
  • HP ProBook 450 G3, 430 G3, 440 G3, 446 G3, 470 G3 und 455 G3
  • HP ZBook 15u G3 Mobile Workstation
  • HP ZBook 17 G3, ZBook 15 G3 und ZBook Studio G3

 
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LibreOffice 5.3.3 ist fertig

reported by doelf, Freitag der 12.05.2017, 14:45:18

Die finale Fassung von LibreOffice 5.3.3 liegt für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Sie entspricht Bit für Bit dem zweiten Veröffentlichungskandidaten und wer diesen bereits installiert hat, muss die Installationsdateien nicht erneut herunterladen. Mit der Version 5.3.3 beheben die Entwickler 75 Fehler, darunter zehn potentielle Absturzursachen.

Einige der Abstürze stehen in Zusammenhang mit Kopfbereichen und Fußnoten, aber auch bestimmte Dateien, z.B. .xlsm-Tabellen mit Makros oder .docx-Dokumente mit Zitaten im Kommentarbereich, können die Office-Software während des Ladens abstürzen lassen. Bei der Überwachung von Änderungen wird nun auch das zeitgleiche Einfügen und Löschen erkannt, Zugriffsprobleme bei Google Drive wurden korrigiert und Calc stellt beim Rückgängigmachen nun auch zuvor gelöschte Bereichsreferenzen wieder her. Gearbeitet wurde auch an den Dateifiltern für die Formate .docx (Im- und Export), .rtf (Import) und .xls/.xlsx (Export).

Download: LibreOffice 5.3.3

 
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Firefox 54.0 Beta 7 wartet auf Tester

reported by doelf, Freitag der 12.05.2017, 14:30:05

Die siebte Beta-Ausgabe des kommenden Firefox 54.0 liegt zum Download bereit. Der Firefox 54.0 bringt eine aufgeräumte Download-Übersicht mit mehr Detailinformationen und eine burmesische Sprachvariante. Auf Mobilgeräten angelegte Lesezeichen werden nun im Unterverzeichnis "Mobile Bookmarks" eingeordnet.

Bild

Auch für den Bereich Multimedia bringt die Version 54.0, deren Veröffentlichung für den 13. Juni 2017 geplant ist, einige Neuerungen. Beispielsweise ist die Wiedergabe von 5.1-Surround-Sound unter Windows, macOS und Linux nun standardmäßig aktiviert. Der Video-Codec VP9 wird jetzt auch für verschlüsselte Streams, die Clear Key und Widevine verwenden, unterstützt. Bei der Wiedergabe von WebM/VP8-Videos über die "Media Source Extensions" (MSE) ist die Beschränkung auf "ausreichend schnelle Systeme" weggefallen.

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Im "Responsive Device Mode", welcher beliebige Anzeigegeräte von der Smartwatch bis zum UHD-Fernseher emulieren kann, lassen sich nun auch benutzerdefinierte Geräte anlegen. Neben einem Namen und der Auflösung kann man auch die Touch-Unterstützung und die Device Pixel Ratio (DPR) angeben. Web-Entwickler erreichen dieses extrem praktische Werkzeug über die Tastenkombination STRG + Umschalten + m. Weitere Änderungen für Web-Entwickler hat Mozilla auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Download: Firefox 54.0 Beta 7

 
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GIMP 2.8.22 ist fertig

reported by doelf, Freitag der 12.05.2017, 11:47:59

Die quelloffene und kostenlose Bildbearbeitung GIMP (GNU Image Manipulation Program) liegt für Windows, macOS und Linux in der stabilen Version 2.8.22 zum Download bereit. Das Update behebt einige Fehler, darunter eine historische Sicherheitslücke aus dem Jahr 2007 (CVE-2007-3126), welche im Import für ICO-Dateien steckt.

Mit Hilfe manipulierter ICO-Dateien konnte das Plug-in zum Absturz gebracht werden, doch bei GIMP 2.8 ließ sich das Problem nie nachstellen. Nach Ansicht der Entwickler wird diese Schwachstelle vermutlich kaum oder auch gar keine Auswirkungen gehabt haben. Auch ein Absturz des PDF-Plug-ins, der bei großen Bildern oder Auflösungen auftreten kann, wurde beseitigt. Das Laden ungültiger PCX-Dateien wird frühzeitig abgebrochen, um mögliche Segmentierungsfehler zu unterbinden.

Auf allen Plattformen wurde die Fenster-Hierarchie im Einfenstermodus überarbeitet, wodurch das Zeichnen flüssiger funktionieren soll. Hier gab es bisher Defizite in Verbindung mit bestimmten GTK+-Themen. Unter Windows funktioniert die Farbpipette nun auf dem gesamten Bildschirm und Abstürze in Verbindung mit der Farbpipette und Multi-Monitor-Konfigurationen wurden beseitigt. Für macOS wurden Korrekturen vorgenommen, die Abstürze während Drag&Drop- oder Copy&Paste-Operationen beheben.

Download: GIMP 2.8.22

 
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Snap macht die Blase: Aktienkurs stürzt ab

reported by doelf, Freitag der 12.05.2017, 11:09:46

Anfang März 2017 ging Snap Inc., das Unternehmen hinter Snapchat, an die Börse. Der Ausgabepreis der Aktie lag damals bei 17 US-Dollar, doch der Kurs schoss in den ersten Stunden bis auf 29,44 US-Dollar hoch und beendete den ersten Handelstag dann auf 23,77 US-Dollar. Nun liegen die ersten Quartalszahlen vor und schicken das Wertpapier wieder in Richtung Ausgabepreis.

Am 10. Mai 2017 ging Snap mit 22,87 US-Dollar aus dem Handelstag, dann kamen die Quartalszahlen und zur gestrigen Eröffnung war die Aktie nur noch 17,96 US-Dollar wert. Der Schlusskurs von 18,05 US-Dollar bedeutet einen Absturz um 21,45 Prozent innerhalb eines Tages. Für viele Anleger schien verkaufen und Verluste minimieren die einzige Option zu sein.

Snaps erste Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen waren bescheiden: Der Umsatz ist im Jahresvergleich zwar um 285,71 Prozent auf 149,648 Millionen US-Dollar gestiegen, also um den Faktor 3,9, doch auch der operative Verlust ist explodiert und zwar um den Faktor 21,3! Der Fehlbetrag im operativen Geschäft beläuft sich auf 2,214 Milliarden US-Dollar und auch der Nettoverlust liegt mit einem Minus von 2,209 Milliarden US-Dollar bzw. 2,31 US-Dollar je Aktie nur knapp darunter. Und damit stehen die Verluste schlicht und einfach in keinem Verhältnis zum generierten Umsatz.

Überraschen dürfte der gewaltige Fehlbetrag indes niemanden, denn alleine 2,0 Milliarden US-Dollar wurden für aktienbasierte Vergütungsaufwendungen im Zuge des Börsengangs ausgegeben. Die Investoren dürften sich allerdings einen weit höheren Umsatz sowie stärkere Zuwächse bei den Nutzerzahlen erhofft haben. 166 Millionen Nutzer waren im ersten Quartal 2017 bei Snapchat täglich aktiv. Das sind zwar 36 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, doch im Vergleich zum vierten Quartal 2016 fällt der Zuwachs mit fünf Prozent eher bescheiden aus. Es sieht aus, als würde Snap bereits die Puste ausgehen.

 
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HP Notebooks mit Keylogger ausgeliefert

reported by doelf, Donnerstag der 11.05.2017, 18:18:51

Die Sicherheitsexperten der modzero AG warnen vor einem Keylogger, der vorinstalliert mit zahlreichen Notebooks des Herstellers HP ausgeliefert wird. Das Programm schreibt alle Tastatureingaben - also auch Passwörter - in eine ungesicherte Textdatei. HP scheint das Problem nicht beheben zu wollen.

Wer spioniert hier?
Wer nun einen großangelegten Spionageangriff der US-amerikanischen Geheimdienste erwartet, wird enttäuscht, denn allem Anschein nach ist es der Unfähigkeit des Audio-Spezialisten Conexant zu verdanken, dass seit 2015 sämtliche Tastatureingaben in einer Log-Datei landen. Verantwortlich ist das Programm MicTray64.exe, welches zusammen mit Conexants HD-Audio-Treiber installiert wird. Es überwacht die Multimediatasten, um die Lautstärke anzupassen oder die Medienwiedergabe zu steuern. Dass dabei sämtliche Tastatureingaben abgefangen und gespeichert werden, liegt vermutlich an einer Debug-Funktion, die ein schusseliger Programmierer im Code vergessen hat.

Wie geht der Keylogger vor?
MicTray64.exe findet sich im System32-Ordner von Windows, betroffen sind zumindest die Programmversionen 1.0.0.31 vom 24. Dezember 2015 und 1.0.0.46 vom 11. Oktober 2016. Die Textdatei MicTray.log mit den Tastatureingaben wird im Ordner "Benutzer\Öffentlich" erstellt. Sollte dies nicht möglich sein, werden die Tastatureingaben an die OutputDebugString-API weitergeleitet. Dort kann sie jeder Prozess, der im Kontext des aktuellen Benutzers läuft, einsammeln, ohne Verdacht zu erregen.

Welche Notebooks sind betroffen?
Laut modzero AG wird der Keylogger mit 28 HP-Notebooks ausgeliefert, es können allerdings auch weitere Hersteller betroffen sein:

  • HP EliteBook 725 G3, 745 G3 und 755 G3
  • HP EliteBook 820 G3, 828 G3, 840 G3, 848 G3 und 850 G3
  • HP EliteBook 1030 G1
  • HP EliteBook Folio G1
  • HP EliteBook Folio 1040 G3
  • HP Elite x2 1012 G1 Tablet - auch mit Travel oder Advanced Keyboard
  • HP ProBook 640 G2, 650 G2, 645 G2 und 655 G2
  • HP ProBook 450 G3, 430 G3, 440 G3, 446 G3, 470 G3 und 455 G3
  • HP ZBook 15u G3 Mobile Workstation
  • HP ZBook 17 G3, ZBook 15 G3 und ZBook Studio G3

Gegenmaßnahmen
Conexant wurden am 28. April 2017 von den Sicherheitsspezialisten kontaktiert und schweigt sich bisher zu dieser eklatanten Schlamperei aus. HP wurde am 1. Mai 2017 informiert und sucht seither nach jemanden, der sich mit dem Thema Sicherheit auskennt. Offenbar konnte noch niemand gefunden werden, denn es gibt weder eine Bestätigung des Problems noch einen Lösungsvorschlag. Nun, da die Sicherheitslücke öffentlich dokumentiert wurde, hat sich der Druck erhöht. Wer nicht auf HP und Conexant warten will, löscht MicTray64.exe und MicTray.log. Dabei geht allerdings die Funktion der Multimedia-Tasten verloren.

 
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Au-Ja: Jetzt noch schneller

reported by doelf, Donnerstag der 11.05.2017, 17:11:00

Seit April wird unter der Haube von Au-Ja wieder mächtig geschraubt. In einem ersten Schritt hatten wir am 23. April ein optimiertes Layout für typische Notebook-Displays und Desktop-Bildschirme freigeschaltet und dieses seither immer weiter verbessert. Heute folgten nun umfangreiche Geschwindigkeitsoptimierungen auf Code- und Serverebene.

Auf Seiten des Webservers wurde PHP 7 freigeschaltet, welches unsere Scripte schneller abarbeitet und die Webseite somit auch schneller ausliefert. Eine komplette Überarbeitung des Cachings, die Umstellung der Datenkompression und etliche Code-Optimierungen haben zudem die Menge der auszuliefernden Daten minimiert. Diese Arbeit hat sich gelohnt, was die Ergebnisse mit typischen Messwerkzeugen belegen:

  • Google PageSpeed: 98/100
  • Yahoo YSlow: 93/100
  • Pingdom: 98/100

Auch unser Forum profitiert von PHP 7, dem verbesserten Caching und der neuen Datenkompression:

  • Google PageSpeed: 83/100
  • Yahoo YSlow: 68/100
  • Pingdom: 92/100

Wir wünschen Euch viel Spaß mit der aktuellen Ausbaustufe von Au-Ja und beginnen mit der Arbeit an der nächsten ;-)

Euer Au-Ja-Team

 
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AMD: 12- und 16-Kerner Whitehaven gesichtet

reported by doelf, Donnerstag der 11.05.2017, 16:25:39

Abermals wurden neue Entwicklungsmuster von AMD gesichtet, diesmal sind es Ryzen-Prozessoren mit 12 bzw. 16 Kernen sowie 24 bzw. 32 Threads. Es handelt sich um Desktop-Modelle aus der Whitehaven-Baureihe, welche sozusagen der kleine Bruder der Server-CPU Naples sein wird.

Unter dem Codenamen "Naples" entwickelt AMD neue Server-Prozessoren mit 32 Zen-Kernen, die sich aus vier Multi-Chip-Modulen (4 x 8 Kerne, 4 x 16 MiB L3-Cache) zusammensetzen. Die kleinere Variante aus zwei Multi-Chip-Modulen (16 Kerne, 32 MiB L3-Cache) trägt die Bezeichnung "Snowy Owl" und deren Desktop-Ausgabe nennt sich "Whitehaven". Die beiden nun aufgetauchten Whitehaven-CPUs takten ihre 16 Zen-Kerne mit 3,10 GHz Basistakt, per Turbo können sie auf 3,60 GHz beschleunigen. Sie dürften über 32 MiB L3-Cache und vier Speicherkanäle verfügen. Bezüglich der TDP gehen wir von 150 Watt (9,375 Watt pro Kern) aus, denn diese Zahl hatte AMD bereits für "Snowy Owl" genannt. Ein "Naples" im Vollausbau genehmigt sich bei deutlich geringeren Taktraten 180 Watt (5,625 Watt pro Kern).

Eine dritte CPU wird als "Alienware R3" geführt, statt des Codenamens wurde hier anscheinend der Prototyp eines Gaming-PCs angegeben. Dieser Prozessor hat 12 Kerne und bietet 24 Threads, zudem scheint er eine andere L3-Cache-Konfiguration aufzuweisen. Mit 2,70 bis 3,20 GHz ist diese CPU zudem deutlich niedriger getaktet, wodurch sie auch in eine andere TDP-Klasse rutscht. Vermutlich dürfte sie mit 120 Watt spezifiziert sein.

Die Whitehaven-CPUs sind nicht für den Sockel AM4 gedacht, da sie über zusätzliche Speicherkanäle verfügen und mehr Strom benötigen. Für die Server-Varianten "Naples" und "Snowy Owl" hat AMD einen neuen Sockel namens SP3 angekündigt, doch noch ist unklar, wie dessen Desktop-Variante heißen wird. AMD will seine neuen Server-CPUs noch in diesem Quartal auf den Markt bringen. Ob diese dann auch Whitehaven im Schlepptau mitziehen werden, bleibt allerdings abzuwarten.

 
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Firefox 54.0 Beta 6 wartet auf Tester

reported by doelf, Donnerstag der 11.05.2017, 10:11:42

Die sechste Beta-Ausgabe des kommenden Firefox 54.0 liegt zum Download bereit. Der Firefox 54.0 bringt eine aufgeräumte Download-Übersicht mit mehr Detailinformationen und eine burmesische Sprachvariante. Auf Mobilgeräten angelegte Lesezeichen werden nun im Unterverzeichnis "Mobile Bookmarks" eingeordnet.

Bild

Auch für den Bereich Multimedia bringt die Version 54.0, deren Veröffentlichung für den 13. Juni 2017 geplant ist, einige Neuerungen. Beispielsweise ist die Wiedergabe von 5.1-Surround-Sound unter Windows, macOS und Linux nun standardmäßig aktiviert. Der Video-Codec VP9 wird jetzt auch für verschlüsselte Streams, die Clear Key und Widevine verwenden, unterstützt. Bei der Wiedergabe von WebM/VP8-Videos über die "Media Source Extensions" (MSE) ist die Beschränkung auf "ausreichend schnelle Systeme" weggefallen.

Bild

Im "Responsive Device Mode", welcher beliebige Anzeigegeräte von der Smartwatch bis zum UHD-Fernseher emulieren kann, lassen sich nun auch benutzerdefinierte Geräte anlegen. Neben einem Namen und der Auflösung kann man auch die Touch-Unterstützung und die Device Pixel Ratio (DPR) angeben. Web-Entwickler erreichen dieses extrem praktische Werkzeug über die Tastenkombination STRG + Umschalten + m. Weitere Änderungen für Web-Entwickler hat Mozilla auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Download: Firefox 54.0 Beta 6

 
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AMD Raven Ridge: Erste APU auf Ryzen-Basis gesichtet

reported by doelf, Donnerstag der 11.05.2017, 09:19:24

Eine APU aus AMDs kommender Baureihe "Raven Ridge" wurde in der Datenbank von SiSoftware, dem Hersteller der bekannten Benchmark-Software Sandra, gesichtet. Es handelt sich offenbar um ein Entwicklungsmuster mit vier Zen-Kernen, die acht Threads parallel abarbeiten können, und Vega-Grafik.

Als Basistakt für die CPU-Kerne sind 3,0 GHz angegeben, die Turbo-Stufe liegt bei 3,3 GHz. Die integrierte Grafikeinheit stammt aus der kommenden Vega-Generation, sie liegt hier im Maximalausbau mit 11 Compute-Einheiten, die mit 800 MHz takten, vor. Jede Compute-Einheit soll sich aus 64 Stream-Prozessoren zusammensetzen, was in der Summe 704 Stream-Prozessoren ergibt. Den Rechen- und Grafikkernen stehen 2 MiB L2- und 4 MiB L3-Cache zur Verfügung.

Die Benchmark-Ergebnisse:

  • Prozessor, Mathematik: 83,69 GOPS (8 Threads @ 3,00 GHz)
  • Prozessor, Multimedia: 149,30 MPix/s (8 Threads @ 3,00 GHz)
  • Prozessor, Kryptografie: 6,43 GB/s (8 Threads @ 3,00 GHz)
  • GP-Leistung: 572,68 Mpix/s (11 CUs @ 800 MHz)

 
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LibreOffice 5.3.3 RC 2 (Pre-Release) verfügbar

reported by doelf, Mittwoch der 10.05.2017, 16:52:03

Im Pre-Release-Bereich des offiziellen Entwicklungsservers findet sich der zweite Veröffentlichungskandidat von LibreOffice 5.3.3. Während der erste Release Candidate 63 Fehler behoben hatte, sind es diesmal nur zwölf, darunter allerdings drei potentielle Absturzursachen. Die Veröffentlichung des finalen LibreOffice 5.3.3 ist für diese Woche geplant.

Ob dieser Zeitplan einzuhalten ist, wird sich erst noch zeigen müssen - schließlich sollte das fertige LibreOffice 5.2.7 auch schon letzte Woche freigegeben werden, ist aber erst seit gestern erhältlich. LibreOffice 5.3.3 behebt Abstürze im Zusammenhang mit Kopfbereichen und Fußnoten sowie beim Laden von Dateien (z.B. .xlsm-Tabellen mit Makros oder .docx-Dokumente mit Zitaten im Kommentarbereich). Bei der Überwachung von Änderungen wird nun auch das zeitgleiche Einfügen und Löschen erkannt, Zugriffsprobleme bei Google Drive wurden korrigiert und Calc stellt beim Rückgängigmachen nun auch zuvor gelöschte Bereichsreferenzen wieder her. Gearbeitet wurde auch an den Dateifiltern für die Formate .docx (Im- und Export), .rtf (Import) und .xls/.xlsx (Export).

Download: LibreOffice 5.3.3 RC 2 (Pre-Release)

 
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Tipp: Kaffeepadmaschine Senseo Twist für 66,- Euro

reported by doelf, Mittwoch der 10.05.2017, 16:14:23

Bei unserem Partner Amazon gibt es heute die Kaffeepadmaschine Senseo Twist HD7870/60 in der Farbe "Misty Dawn" (schwarz/graublau) im Tagesangebot für 66,- Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten. Das Gerät kann zwei Tassen zeitgleich füllen und verfügt über ein Touchpanel mit intelligenter Benutzerführung.

Es gibt auch eine Einstellung für die Kaffeestärke (klein und stark oder normal und mild) und einen höhenverstellbaren Kaffeeauslauf. Die Kaffeepadmaschine bietet zudem eine Abschaltautomatik (nach 15 Minuten) und weist darauf hin, wann sie entkalkt werden muss. Der Wassertank fasst einen Liter, was ca. sieben Tassen entspricht.

Zum Tagesangebot: Kaffeepadmaschine Senseo Twist HD7870/60 für 66,- Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten

Hinweis: Durch den Einkauf über obige Links unterstützt ihr www.Au-Ja.de. Herzlichen Dank!

 
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Opera 45 (Reborn) bringt Messenger-Dienste und neue Optik

reported by doelf, Mittwoch der 10.05.2017, 14:59:49

Anfang 2017 hatten die Entwickler des Webbrowsers Opera ein neues Konzept namens Opera Neon präsentiert, heute sind Teile von Neon in Opera 45 eingeflossen. Diese Version trägt den Codenamen "Reborn" (Wiedergeburt) und bringt neben einer aufgewerteten Optik auch integrierte Messenger-Dienste. Unter der Haube steckt Chromium 58.

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Die Messenger-Dienste
In Opera wurden der Facebook Messenger, WhatsApp und Telegram integriert. Man klickt auf das jeweilige Icon, meldet sich beim Dienst an und öffnet den Messenger wahlweise als ausklappbares Overlay oder seitlich neben den Webseiten angeheftet (siehe Bildschirmfoto oben). Welche Messenger in der Seitenleiste auftauchen sollen, wählt man in den Einstellungen unter dem Punkt "Seitenleiste" (siehe Bildschirmfoto unten). Zwischen den unterschiedlichen Messengern wechselt man unter Windows und Linux mit der Tastenkombination STRG + Umschalten + m, unter macOS wird Befehl + Umschalten + m verwendet.

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Die neue Optik
Wie bei Edge und Firefox gibt es jetzt auch bei Opera ein helles und ein dunkles Farbthema. Die grafischen Elemente wirken schlichter und die Seitenleiste schlanker. Alle Icons wurden überarbeitet und für unterschiedliche Bildschirmauflösungen und DPI-Stufen angepasst. Zudem wurden die Icons mit Animationen versehen, sie reagieren beispielsweise auf den über ihnen schwebenden Mauszeiger. Auch an anderen Stellen werden Animationen eingesetzt, beispielsweise beim Öffnen eines privaten Fensters.

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Werbeblocker, Video und Sicherheit
Der erweiterte Werbeblocker verbessert die Verwaltung von Blockierlisten. Standardmäßig sind Easylist und EasyPrivacy aktiviert, weitere lassen sich in den Einstellungen unter "Werbung blockieren" über den Schalter "Listen verwalten..." auswählen und einrichten (siehe Bildschirmfoto oben). Wenn man den Werbeblocker aus- bzw. anschaltet, wird die Webseite nun automatisch neu geladen. Für die Wiedergabe von Videos wird verstärkt die GPU verwendet und auf unverschlüsselten Webseiten warnt Opera vor Eingabefeldern.

Download:

 
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Kolumne: Frühjahrsputz im Hause Trump

reported by doelf, Mittwoch der 10.05.2017, 12:44:08

Quasi über Nacht hat US-Präsident Donald Trump den Chef der Bundespolizei FBI aus seinem Amt entfernt, da dieser im Rahmen der Ermittlungen gegen seine einstige Rivalin Hillary Clinton zu viel Staub aufgewirbelt hatte. Als großer Präsident kann man einen solchen Dreck nicht dulden, weshalb vermutlich in einem Aufwisch auch gleich alle Pressemitteilungen der Trump-Kampagne entsorgt wurden.

Es scheint, als hätte Donald John Trump einen Schnellkurs in Sachen "Herrschen für Dummies" bei Vorzeigedemokraten wie dem russischen Präsidenten Wladimir Wladimirowitsch Putin oder dem großen Boss vom Bosporus Recep Tayyip Erdogan absolviert. Und wenn das nicht mit Dekreten funktioniert, dann probiert es das Trumpeltier halt mit seiner bewährten Hire&Fire-Methode. Doch während viele Posten in der US-Verwaltung im Zuge eines Regierungswechsels neu besetzt werden, gehört die Position des FBI-Direktors nicht dazu. Dieser bleibt nach seiner Ernennung durch den Präsidenten für fünf Jahre im Amt und darf dieses maximal zwei Amtszeiten, also zehn Jahre, bekleiden.

Der bisherige FBI-Chef James B. Comey war über viele Jahre als Republikaner registriert, in den letzten Jahren gehörte er nach eigenen Aussagen keiner Partei mehr an. Er wurde im Jahr 2013 vom damaligen Präsidenten Barack Obama ernannt und war jetzt im vierten Jahr seiner ersten Amtszeit. Als Grund für Comeys Entlassung führt Trump an, dass dieser die Ermittlungen in der E-Mail-Affäre um Hillary Clinton in die Öffentlichkeit getragen habe. Das ist erstaunlich, denn Trump hatte die E-Mail-Affäre in seinem Wahlkampf massiv ausgeschlachtet und dabei von Comeys Vorgehen profitiert. Zuletzt hatte Comey die Verbindungen des Trump-Teams zu Russland untersucht, doch das hat mit seiner Entlassung natürlich absolut rein gar nichts zu tun.

Dass ein FBI-Direktor gefeuert wird, ist indes nicht so ungewöhnlich. Zuletzt musste William Steele Sessions im Jahr 1993 seinen Hut nehmen, nachdem er seine Tochter mehrfach mit einem Dienstflugzeug besucht hatte. Dem damaligen Präsidenten Bill Clinton missfiel zudem, dass Sessions sein Haus auf Staatskosten mit einem Sicherheitssystem ausgerüstet hatte. Einen sehr hohen Verschleiß hatte auch Präsident Richard Nixon, da das FBI einerseits in den Watergate-Skandal verwickelt war, diesen andererseits aber auch aufklären sollte. Bis heute ist Nixon der einzige US-Präsident, der von seinem Amt zurücktreten musste, aber das kann sich ja noch ändern.

Wer jetzt wissen will, was Trump während seines Wahlkampfs über die E-Mail-Affäre von Hillary Clinton zu sagen hatte, muss in Internetarchiven suchen, denn beim Frühjahrsputz der Trump-Kampagne wurden alle Pressemitteilungen gelöscht. Damals hatte Trump beispielsweise behauptet, Clinton hätte vertrauliche E-Mails von ihrer Haushaltshilfe - ausgerechnet einer Immigrantin von den Philippinen - ausdrucken lassen und das FBI würde diese Spur nicht verfolgen. Andere E-Mails, welche Wikileaks zugespielt wurden, hatte Trump ebenfalls ausgeschlachtet, um seine Kontrahentin vor der Wählerschaft zu diskreditieren. Aber was interessiert einen Trump schon sein Bla Bla von gestern?

Quelle: twitter.com
 
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Gehackt: HandBrake hat Malware installiert!

reported by doelf, Dienstag der 09.05.2017, 21:49:48

HandBrake ist ein beliebtes Tool zur Transkodierung von Videodateien. Die kostenlose und quelloffene Software wird insbesondere genutzt, um die Inhalte von DVDs und Blu-rays in andere Formate umzuwandeln. Zwischen dem 2. und 6. Mai 2017 kam HandBrake allerdings in schlechter Gesellschaft: Hacker hatten die Malware Proton in das Installationspaket für macOS eingeschleust.

Betroffen war ausschließlich der Download von HandBrake 1.0.7 für macOS über den Spiegel-Server download.handbrake.fr, auf den auch die Paketverwaltung Homebrew zugreift. Da der primäre Download-Server nicht gehackt wurde, besteht für Besucher, welche HandBrake in der fraglichen Zeit heruntergeladen haben, eine 50/50-Chance, dass sie sich den Trojaner eingefangen haben. Das manipulierte Archiv HandBrake.dmg passt nicht zu den offiziellen Prüfsummen! Dies zeigt einmal mehr, dass man sich nach einem erfolgreichen Download auch die Prüfsummen ansehen sollte.

Wie erkennt man eine Infektion?
Falls HandBrake.dmg eine der folgenden Prüfsummen hat, liegt eine Infektion vor:

  • SHA1: 0935a43ca90c6c419a49e4f8f1d75e68cd70b274
  • SHA256: 013623e5e50449bbdf6943549d8224a122aa6c42bd3300a1bd2b743b01ae6793
Falls die Aktivitätsanzeige von macOS einen Prozess namens "activity_agent" anzeigt, ist man ebenfalls infiziert.

Wie wird man den Schädling wieder los?
Betroffene sollen ein Terminal öffnen und die folgenden Befehlszeilen eingeben:

launchctl unload ~/Library/LaunchAgents/fr.handbrake.activity_agent.plist
rm -rf ~/Library/RenderFiles/activity_agent.app

Sollte der Ordner "~/Library/VideoFrameworks/" ein Archiv namnes "proton.zip" enthalten, empfiehlt es sich, gleich den ganzen Ordner zu entfernen. Zum Abschluss entfernt man alle Installationen der "HandBrake.app".

Unbedingt die Passwörter ändern!
Da Proton die Passwörter stiehlt, muss man alle Passwörter aus der Key-Chain von macOS sowie alle im Webbrowser gespeicherten Passwörter ändern.

 
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Microsoft Edge ist zu dumm zum Drucken

reported by doelf, Dienstag der 09.05.2017, 17:33:06

Microsofts Webbrowser Edge lernt ständig etwas hinzu und entwickelt sich langsam zum Schweizer Taschenmesser für das Internet. Bei simplen Aufgaben wie dem Ausdruck einer PDF-Seite sollte man sich aber nicht darauf verlassen, dass das Ergebnis allzu viel mit dem Original zu tun hat.

Wie Matthias I. den Entwicklern von Edge berichtet, sortiert der Browser seine PDF-Datei beim Ausdruck um. Wie folgendes Bild zeigt, geht der Browser dabei halbwegs subtil vor, so dass man die Verfälschung erst auf den zweiten Blick erkennt.

Bild

Farblich ist alles im Lot, doch die Nummerierung im weißen Bereich der Felder wurde geändert und auch die Beschriftungen in den Feldern sind häufig verändert bzw. vertauscht. Das Ergebnis der Ausgabe scheint allerdings vom jeweiligen System und den verwendeten Druckern abzuhängen. Obige Kopie wurde mit der PDF-Druckausgabe von Edge generiert.

Als nicht ernst gemeinten Workaround empfiehlt Matthias I., einen Drucker von Xerox zu verwenden. Diese Geräte hatten vor vier Jahren für Verwunderung gesorgt, da sie Zahlen beim Einscannen verdrehen. Um Speicherplatz zu sparen, wurden dabei unterschiedliche Zahlen mit dem selben Bildschnipsel dargestellt.

 
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LibreOffice 5.2.7 ist fertig

reported by doelf, Dienstag der 09.05.2017, 17:00:20

Mit dem fertigen LibreOffice 5.2.7 liegt seit heute das letzte Update für die Entwicklungsschiene 5.2 zum Download bereit, der Support endet am 4. Juni 2017. Die finale Version entspricht Bit für Bit dem zweiten Veröffentlichungskandidaten. Wer diesen bereits installiert hat, muss die Software nicht erneut herunterladen.

Insgesamt wurden 43 Fehler behoben, darunter acht potentielle Absturzursachen. Bei der Überwachung von Änderungen wird nun auch das zeitgleiche Einfügen und Löschen erkannt, während an der Druckfront der Kampf um die Seitennummerierung fortschreitet - der Zähler soll bei 1 beginnen und nicht bei 0. Zugriffsprobleme bei Google Drive wurden ebenso korrigiert wie Fehler beim Dateiexport. Beispielsweise wurde das automatische Einpassen von Texten beim Export in Powerpoint-Dokumente nicht übernommen.

Download: LibreOffice 5.2.7

 
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Debian 8.8 ohne ownCloud

reported by doelf, Dienstag der 09.05.2017, 16:37:07

Die Linux-Distribution Debian liegt seit Samstag in der Version 8.8 zum Download bereit. Für Debian 8.8 (Codename: Jessie) wurden 68 Pakete aktualisiert und 90 Sicherheitslücken gestopft. Viele dieser Updates waren bereits im Laufe der vergangenen Wochen an die Nutzer der Distribution verteilt worden. Sieben Pakete wurden entfernt, darunter ownCloud.

Hierzu wurde vermerkt, dass es unmöglich sei, die Pakete owncloud und owncloud-apps zu warten. Ebenfalls entfernt wurden grive (funktioniert nicht aufgrund von Änderungen in der Google API), libapache2-authenntlm-perl (läuft nicht mit Apache 2.4), libwww-dict-leo-org-perl (kaputt aufgrund von Upstream-Änderungen), live-f1 (defekt aufgrund von Änderungen durch Dritte) sowie cgiemail (ist fehlerhaft und wird derzeit nicht gepflegt).

Der Nachfolger von Jessie steht in den Startlöchern, doch bisher liegt Debian 9 (Stretch) nur in Form eines dritten Veröffentlichungskandidaten auf Basis des Kernels 4.9.0-2 vor. Für Stretch wird es keine CD-Abbilder mehr geben, wohl aber Images für DVDs und Blu-rays (ein- und doppelseitig). Dies gilt auch für die unterschiedlichen Desktop-Umgebungen wie KDE, XFCE oder LXDE, welche man während der Installation auswählen kann. Es gibt nur zwei Ausnahmen, die kompakt genug für CDs sind: Ein Image für netinst und eine Minimalversion mit XFCE. Die Bootmedien unterstützen UEFI, aber voraussichtlich wird Secure Boot fehlen. Das ist schade, denn der hauseigene Bootloader Shim wurde erst kürzlich von Microsoft signiert.

Download:

 
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Tipp: Viewsonic 23,6-Zoll-Bildschirm mit MVA-Panel für 99,- Euro

reported by doelf, Dienstag der 09.05.2017, 14:11:30

Bei unserem Partner Amazon gibt es heute den Viewsonic VA2465SH mit 23,6 Zoll (59,9 cm) Bilddiagonale im Tagesangebot für 99,- Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten. Das SuperClear MVA-Panel bietet eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten, klare Farben (sRGB: 94,4%; Adobe RGB: 73%) sowie eine LED-Hintergrundbeleuchtung mit integriertem Blaulichtfilter.

Mit 250 cd/qm fällt die Helligkeit mäßig aus, dafür überzeugt der statische Kontrast mit 3.000:1. Der dynamische Kontrast beläuft sich sogar auf 50.000.000:1. Viewsonic verspricht eine Reaktionszeit von 5,5 ms sowie Blickwinkel von 178° (sowohl horizontal als auch vertikal). Die Bildwiederholfrequenz beläuft sich auf 60 Hz. Zum Anschluss an den PC gibt es eine HDMI-Buchse und einen VGA-Anschluss. Lautsprecher hat Viewsonic nicht integriert, dafür aber einen Audioausgang, an dem man den Ton aus dem HDMI-Signal abgreifen kann. Der Bildschirm lässt sich zwischen -5 und 20 Grad neigen, zudem kann er an einer VESA-Halterung (100 x 100 mm) montiert werden. Die typische Leistungsaufnahme wird vom Hersteller auf 22 Watt beziffert, im Standby sind es 0,5 Watt. Die Herstellergarantie beläuft sich auf zwei Jahre.

Zum Tagesangebot: Viewsonic VA2465SH für 99,- Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten

Hinweis: Durch den Einkauf über obige Links unterstützt ihr www.Au-Ja.de. Herzlichen Dank!

 
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Microsoft stopft irre gefährliche Sicherheitslücke

reported by doelf, Dienstag der 09.05.2017, 13:08:06

Das ging schnell: Kaum hatten Natalie Silvanovich und Tavis Ormandy von Googles Project Zero eine kritische Sicherheitslücke in Windows entdeckt, da präsentiert Microsoft auch schon die Lösung. Das Problem steckt übrigens in Microsofts Malware Protection Engine (MsMpEng) - also jenem Dienst, der Windows-Nutzer eigentlich vor Schadsoftware schützen soll.

MsMpEng ist seit Windows 8 und Server 2012 standardmäßig aktiviert und soll die Betriebssysteme vor Malware schützen. Auch viele Sicherheitsprodukte aus Redmond, beispielsweise Windows Defender, Microsoft Security Essentials, Forefront Security für SharePoint und Endpoint Protection, setzen auf MsMpEng. Der Dienst läuft als "NT AUTHORITYSYSTEM", also mit den höchsten Systemrechten. Er wird nicht von einer Sandbox abgeschirmt und lässt sich von außen ohne Authentifizierung über zahlreiche andere Dienste wie Exchange oder IIS ansteuern. Da MsMpEng einen Filtertreiber für das Dateisystem nutzt, kann die Malware-Erkennung auch auf ungelesene E-Mails und Mitteilungen, Downloads und Anhänge sowie temporäre Internetdateien zugreifen. Der Dienst kann unterschiedlichste Dateiarten erkennen und analysieren, darüber hinaus kann er unterschiedliche Rechnerarchitekturen emulieren und Programmiersprachen ausführen.

Wie man sieht, ist MsMpEng ein mächtiges Werkzeug. Was Microsoft allerdings vergessen hat, ist dieses Werkzeug ausreichend vor Missbrauch zu schützen. Einerseits wäre eine Beschränkung des Zugriffs sinnvoll, andererseits würde eine Sandbox potentiell gefährlichen Code während seiner Überprüfung isolieren und das Betriebssystem vor unerwarteten Nebenwirkungen schützen. Da Microsoft dies nicht gemacht hat, mussten Googles Sicherheitsexperten nur noch einen Weg finden, um der Malware-Prüfung Schadcode unterzuschieben. Und das gelangt, wie schon so oft, mit Hilfe von JavaScript, denn MsMpEng besitzt natürlich auch einen eigenen JavaScript-Interpreter namens NScript.

Wie sich herausstellte, liest die Funktion JsDelegateObject_Error::toString() die Message-Eigenschaft von Objekten und reicht diese an JsRuntimeState::triggerShortStrEvent() als Zeichenkette weiter, ohne zuvor den tatsächlich verwendeten Typ validiert zu haben. Bei vermeintlich langen Zeichenketten wird deren Länge über einen vtable-Aufruf ermittelt. Dabei lässt sich ein Ganzzahlenwert erzeugen, der dem Angreifer als Zeiger auf das Objekt dient. Es sind zwar nur bestimmte Werte möglich, doch den beiden Entdeckern gelang es, ihren eigenen Code im Speicher zu platzieren und dessen Adresse gezielt anzuspringen.

Da MsMpEng unzählige Dateitypen und Programmiersprachen erkennt, darunter das Archivformat Zoo aus alten Amiga-Zeiten oder MagicISO UIF, ein proprietäres Format für CD- und DVD-Abbilder, helfen Netzwerkfilter wenig. Der Angriffscode kann sich praktisch überall verstecken, so dass man MsMpEng die Echtzeitsuche nach Malware untersagen muss. Schlimmer noch: Auch bei manuellen Prüfungen sollte man sich auf Dateien beschränken, die sicher sind, was eine Sicherheitsprüfung ein klein wenig unsinnig erscheinen lässt.

Microsoft hat inzwischen ein Sicherheits-Update für seine Malware Protection Engine veröffentlicht, das den von Natalie Silvanovich und Tavis Ormandy beschriebenen Angriffsvektor eliminiert, indem die Typenverwechslung korrigiert wurde. Das Grundproblem bleibt indes ungelöst und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis MsMpEng über den nächsten Bug stolpern wird.

 
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Neue Windows-Lücke ist irre gefährlich

reported by doelf, Montag der 08.05.2017, 23:47:19

Die beiden Sicherheitsexperten Natalie Silvanovich und Tavis Ormandy von Googles Project Zero haben eine "irre gefährliche" (O-Ton: crazy bad) Sicherheitslücke in Windows gefunden. Es sei die vermutlich schlimmste Schwachstelle zum Einschleusen von Schadcode aus der Ferne, die in letzter Zeit entdeckt wurde.

Die Sicherheitslücke lässt sich aus der Ferne angreifen und der Angreifer muss sich nicht im selben Netzwerk befinden. Dies deutet, insbesondere in Kombination mit der Einstufung "crazy bad", auf einen Angriff aus dem Internet hin. Die Methode soll laut Ormandy bei Standard-Installationen funktionieren und würde sich in einen Wurm integrieren lassen. Ein Bericht ist in Vorbereitung, das Datum der Veröffentlichung steht aber noch aus. Normalerweise räumt Project Zero den Software-Herstellern 90 Tage ein, um das Problem zu beheben. Dabei sind Google und Microsoft allerdings schon mal aneinander geraten, da der Patch-Day-Rhythmus nicht ins 90-Tage-Raster passte.

Aktuell herrscht in der Szene großes Rätselraten, welche Komponente den Fehler enthält und welche Windows-Versionen wohl betroffen sind. Zum jetzigen Zeitpunkt steht einzig und alleine fest, dass das Problem nichts mit .Net zu tun hat. Man darf also gespannt sein...

Quelle: twitter.com
 
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CDBurnerXP 4.5.7.6623 liegt zum Download bereit

reported by doelf, Montag der 08.05.2017, 20:38:01

CDBurnerXP ist eine kostenlose Alternative zu Brennprogrammen wie Nero oder WinOnCD. Anders als ihr Name vermuten lässt, unterstützt diese Software nicht nur CDs und Windows XP sondern auch Vista, 7, 8.x und 10 sowie DVDs, Blu-Rays und HD-DVDs. Weiterhin kann man mit CDBurnerXP ISO-Images erstellen und brennen. Die frisch veröffentlichte Version 4.5.7.6623 behebt einen potentiellen Absturz beim Neueinlesen von Speichermedien.

Darüber hinaus wurde die Darstellung der Benutzeroberfläche optimiert, damit man diese auf hochauflösenden Bildschirmen besser bedienen kann. Die Änderungen betreffen die Dialoge zum Kopieren einer Disc, zum Generieren eines ISO-Abbilds und zum Erstellen einer Video-DVD.

Download: CDBurnerXP 4.5.7.6623

 
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Kolumne: Das Klima unter Donald Trump

reported by doelf, Montag der 08.05.2017, 20:10:33

US-Präsident Donald Trump und der von diesem eingesetzte Leiter der US-Umweltbehörde EPA Scott Pruitt setzen auf die reinigende Selbstregulierung der Wirtschaft. Sämtliche Informationen zum Klimawandel wurden von den Webseiten der EPA entfernt, der neue Leitspruch lautet "Sensible regulations for economic growth" ("Sinnvolle Regelungen für das Wirtschaftswachstum") und nun sollen Wirtschaftsvertreter den Wissenschaftsrat ersetzen.

Schon mit Scott Pruitt, dem jahrelangen Erzfeind der EPA, hatte Trump den Bock zum Gärtner ernannt, doch nun soll das Sahnehäubchen auf dem Grabstein der US-Umweltbehörde platziert werden: Pruitt hat mindestens fünf Wissenschaftler aus dem Wissenschaftsrat der EPA entlassen und will diese nun durch Wirtschaftsvertreter ersetzen. Laut J. P. Freire, dem Sprecher der EPA, vertritt Pruitt die Ansicht, dass nur die Unternehmensvertreter die Auswirkungen von Regelungen auf die Allgemeinheit einschätzen können:

"The administrator believes we should have people on this board who understand the impact of regulations on the regulated community."
Die neue EPA setzt konsequent auf eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und die Wirtschaft will keine zusätzlichen Kosten. Von nun an geht es nicht mehr um Umweltschutz, sondern nur noch um die Rückabwicklung bereits bestehender Regelungen. Möglicherweise wird man am Aktionsprogramm zum Kampf gegen die Bettwanzen festhalten, doch falls sich die possierlichen Krabbeltierchen in der Hotelkette des Präsidenten einnisten sollten, wird man sie vermutlich zum Standard erklären. Und zur Bewältigung des Klimawandels, sofern es diesen überhaupt gibt, hat man schließlich Klimaanlagen.

Gut, der neue Wissenschafts- pardon: Wirtschaftsrat der EPA ist auch nicht viel unsinniger als die deutsche Praxis, die Abgaswerte neuer Fahrzeugmodelle durch deren Hersteller ermitteln zu lassen. Doch während man in Deutschland die Automobilindustrie recht schamlos hofiert, legt man den Umweltbehörden und der Forschung zumindest keine Steine in den Weg. Das sieht unter Trump und seinem nationalen Verdummungs-Team schon ganz anders aus. Bei EPA und NASA werden derzeit über Jahre laufende Forschungsprojekte nur aufgrund ihrer Kosten eingestellt, ohne die Ergebnisse zu würdigen oder die Ziele zu berücksichtigen. Unter einem Präsidenten, für den es nur kurze Adjektive wie "great", "bad" oder "sad" gibt, spielen langweilige Begriffe wie Nachhaltigkeit, Verantwortungsbewusstsein oder ökologischer Fußabdruck keine Rolle mehr. Fußabdrücke wird man in den kommenden Jahren nur noch auf den verlängerten Rücken gefeuerter Wissenschaftler vorfinden und nachhaltig werden sich nur die Taschen der Industrie füllen. Andererseits ist es eine gute Gelegenheit für Europa und China, Wissenschaftler aus den USA abzuwerben. Schließlich muss nicht gleich der ganze Planet verdummen, nur weil die USA es uns vormacht...

 
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NVIDIA: Neuer Treiber für Prey, Battlezone und Gears of War 4

reported by doelf, Montag der 08.05.2017, 14:50:23

NVIDIAs neuester Grafiktreiber GeForce Game Ready 382.05 WHQL bringt Optimierungen für die Spiele "Prey", "Battlezone" und "Gears of War 4". Für "Sniper: Ghost Warrior 3" und "Warhammer 40,000: Dawn of War III" sind neue SLI-Profile enthalten und für das letztgenannte Spiel gibt es auch ein 3D-Vision-Profil, das seitens NVIDIA aber nicht empfohlen wird. Der Grafiktreiber unterstützt Windows 10, 8.1, 8.0 und 7 sowie Grafikkarten ab der Baureihe GeForce 400.

Behobene Fehler
"No Man's Sky" mit "The Foundation Update 1.10" zeigt im SLI-Betrieb keine Texturfehler mehr, "World of Tanks" stürzt beim Task-Wechsel nicht mehr ab (nur GeForce GTX 670 SLI) und bei "Gears of War" wurde ein Bluescreen (nvlddmkm.sys) in Verbindung mit der GeForce GTX 1080 Ti behoben. Bei dem vorherigen Treiber fehlten die Einträge zum NVIDIA Control Panel zuweilen im Kontextmenü des Desktops sowie im Infobereich (TNA). Dies wurde ebenso korrigiert wie ein Systemhänger beim Kaltstart. Und wenn man die Anzeige auf mehrere Bildschirme erweitert, können diese nun wieder in den Ruhemodus wechseln.

Ungelöste Probleme
Bei einigen Spielen bleiben die V-Sync-Einstellungen ohne Wirkung, wenn im Treiber Fast Sync aktiviert ist. Titel wie "Witcher 3" und "For Honor" ignorieren die über NVIDIAs Control Panel gesetzten Bildwiederholraten. Bei "Battlefield 1 XP1" führt der Wechsel zwischen Vollbild und Fensteranzeige zu Bildfehlern (nur GeForce GTX 1080 SLI), "Mass Effect: Andromeda" leidet an Speicherfehlern (nur GeForce GTX 1080 Ti) und bei "Sid Meirer's Civilization VI" bleibt das Menü schwarz (nur GeForce GTX 1080 Ti mit G-Sync, SLI und DirectX 12). Sollte SteamVR beim Start abstürzen, muss man GeForce Experience entfernen.

Auch Abstürze bei "Ghost Recon Wildlands" (GeForce GTX Titan X mit FXAA und Ansel UI), "Tom Clancy's The Division Survival DLC" (GeForce GTX 970M während des Wechsels zwischen Fenster und Vollbild), "For Honor" (GeForce GTX 970M mit ShadowPlay) und "Gears of War 4" (GeForce GTX 970M SLI beim Laden der Level) warten noch auf eine Lösung. Bei der Wiedergabe von HDR-Videos im Vollbildmodus mit Power DVD 17 kann sich der Monitor abschalten, andere Bildschirme können gar nicht in den Ruhemodus wechseln. Es gibt auch Probleme mit den Farbprofilen, beispielsweise bei Verwendung der Microsoft Game Bar.

Treiber-Komponenten und Installation
Die Treiber-Komponenten umfassen NView 148.47, die PhysX-System-Software 9.17.0329, den HD-Audio-Treiber 1.3.34.26 sowie GeForce Experience 3.5.0.70 - hier gibt es also keine Änderungen zur Version 381.89 WHQL. Für Windows 10 empfiehlt NVIDIA eine saubere Installation, da das Treiber-Update ansonsten fehlschlagen kann. Zudem meldet der Gerätemanager mitunter einen "Fehler 43", wenn während der Installation ein Bildschirm über HDMI angeschlossen ist. Für Windows XP bietet NVIDIA den GeForce 368.81 vom 14. Juli 2016 an und unter Windows Vista sind - abhängig von der Grafikkarte - entweder der GeForce 365.10 vom 2. Mai 2016 oder die Version 365.19 vom 13. Mai 2016 aktuell.

Download: NVIDIA GeForce Game Ready Driver 382.05 WHQL

 
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AMD: Neue Grafiktreiber für Spieler und Profis

reported by doelf, Sonntag der 07.05.2017, 12:30:05

Für Spieler hat AMD den stabilen Grafiktreiber Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.4.4 veröffentlicht, zudem gibt es einen optionalen Treiber (= Beta) mit der Versionsnummer 17.5.1. Profis finden mit der AMD Radeon Pro Software Enterprise 17.Q2 auch einen frischen Treiber für ihre Workstation-Karten.

Kommen wir zunächst zu den Grafiktreibern für die Konsumentenmodelle: AMD führt seine Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.4.4 nicht nur als stabilen Treiber, sondern unterstützt mit diesem auch zahlreiche APUs. Ausgenommen sind die Baureihen Beema und Mullins sowie das Betriebssystem Windows 8.1. Diskrete GPUs werden ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Mobil) unter Windows 7, 8.1 und 10 unterstützt. Der optionale Treiber mit der Versionsnummer 17.5.1 ist auf die zuvor genannten GPUs beschränkt, er kann nicht in Verbindung mit APUs genutzt werden.

Crimson ReLive Edition 17.4.4 (stabil): Die Neuerungen
Mit der Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.4.4 soll das Spiel "Warhammer 40,000: Dawn of War III" um bis zu sieben Prozent schneller laufen, die Vergleichswerte hierzu liefern eine Radeon RX 580 8GB und die Treiberversion 17.4.3. AMD hat Darstellungsfehler bei der HDMI-Skalierung behoben und fehlerhafte Beschreibungen sowie nicht verfügbare Funktionen aus den Radeon Einstellungen entfernt. Nach der Treiber-Installation wird nun auch auf Systemen mit XConnect-Technologie ein Neustart verlangt. "Battlefield 1" (DirectX 11) soll im Multi-GPU-Betrieb an 4k-Bildschirmen nicht mehr stottern und bei "Mass Effect: Andromeda" sollen die HDR-Farben wieder stimmen. Dies war nach dem letzten Update für das Windows 10 Creators Edition Update nicht mehr der Fall gewesen. Weiterhin wurde ein Systemhänger gelöst, der nach langen Laufzeiten im Zusammenspiel mit der Radeon RX 550 auftreten konnte.

Crimson ReLive Edition 17.5.1 (optional): Die Neuerungen
Die Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.5.1 bietet beim Spiel "Prey" Leistungsvorteile von bis zu 4,7 Prozent im Vergleich zur Treiberversion 17.4.4 bei Verwendung einer Radeon RX 580 8GB, dazu gibt es Multi-GPU-Unterstützung. AMD konnte zudem Grafikfehler bei "Forza Horizon 3" beseitigen und "Sid Meier's Civilization VI" stürzt nicht mehr auf Systemen mit Hybrid-Grafik ab. Der Leistungstest "Superposition", welcher von den Entwicklern der 3D-Engine Unigine stammt, funktioniert nun auch mit Hybrid-Grafik und XConnect (externe Grafiklösungen mit PCIe-Anbindung). Die integrierter Update-Funktion soll zuverlässiger funktionieren, bei der Deinstallation der Treiber soll die Fehlermeldung 1603 ausbleiben und der Radeon WattMan übernimmt die Einstellungen nun auch für problematische Grafikkarten der Baureihe Radeon R9 390.

Crimson ReLive Edition 17.4.4 und 17.5.1: Ungelöste Probleme
"Counter-Strike: Global Offensive" und "World of Warcraft" flackern beim ersten Aufruf nach einem Systemstart sofern FreeSync genutzt wird. Beendet man das Spiel und startet es erneut, ist das Flackern verschwunden. Auch ein Task-Wechsel soll helfen. Einige Anwendungen leiden weiterhin unter Leistungseinbrüchen, wenn AMD FreeSync für rahmenlose Vollbild-Applikationen genutzt wird. Die Radeon Einstellungen können abstürzen, wenn das Benutzerkonto nach dem Aktivieren bzw. Deaktivieren von AMD CrossFire gewechselt wird. Bei der Version 17.4.4 übernimmt der Radeon WattMan die Einstellungen für einige Grafikkarten der Baureihe Radeon R9 390 nicht, über HDMI verbundene TV-Geräte können das Signal der Radeon RX 480 verlieren und "Call of Duty: Advanced Warfare" hängt sich zuweilen beim Task-Wechsel auf. Die Version 17.5.1 hat indes Probleme mit der GPU-Skalierung, welche man in den Radeon Einstellungen für Anzeigegeräte aktivieren kann.

Profi-Treiber
Für Workstation-Karten gibt es die neue Radeon Pro Software Enterprise 17.Q2. Diese ist für den Einsatz mit dem Windows 10 Anniversary Update optimiert und unterstützt erstmals die Sicherheitsfunktion Windows 10 Device Guard, welche die Ausführung auf zuvor freigegebene Programme beschränkt. Für Server-Karten der Baureihe FirePro S gibt es die weltweit erste, hardware-basierte, virtualisierte GPU-Lösung namens "AMD Multiuser GPU" (kurz: "MxGPU"). GEMM-Benchmark soll zuverlässiger durchlaufen und es wurden Probleme mit der Eyefinity-Konfiguration sowie der Problem-Meldung repariert. AMD empfiehlt, die Radeon Pro Software Enterprise 17.Q1.1 vor der Installation des neuen Treibers zu entfernen. Zuweilen kommt es vor, dass Bildschirme einer Eyefinity-Gruppe flackern, wenn die Rahmenkompensation aktiviert ist.

Download:

 
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Firefox 53.0.2: Eine Korrektur und ein Sicherheits-Update

reported by doelf, Sonntag der 07.05.2017, 11:05:38

Mit dem Update auf die Version 53.0.2 behebt Mozilla eine Use-After-Free-Schwachstelle im Firefox für Windows. Es wurde auch ein Fehler bei der Behandlung von Formularen mit Eingabefeldern der Typen E-Mail und Datum korrigiert sowie das nicht konforme showDialog-Argument für window.find deaktiviert.

Die von Looben Yang gemeldete Sicherheitslücke steckt in der Grafikbibliothek ANGLE bzw. genauer gesagt in libGLES. Dort kann es bei Buffer11-Aufrufen zu Zugriffen auf bereits gelöschte Objekte kommen, was zu einem Absturz führt. Dieser Crash lässt sich möglicherweise für Angriffe ausbeuten, weshalb die Schwachstelle als hochgradig gefährlich klassifiziert wurde. ANGLE wird vom Firefox zur Darstellung von WebGL-Inhalten verwendet.

Bezüglich der Formulareingaben wurde der Hinweis auf eine fehlerhafte E-Mail-Adresse nicht korrekt angezeigt und auch das Pop-Up zur Auswahl des Datums schloss sich sofort nach dem Öffnen wieder. Offenbar handelt es sich hierbei um eine Regression, die beim Firefox 53.0 eingeführt wurde. Zum Abschluss noch ein kleiner Hinweis: Einen Firefox 53.0.1 hatte es nicht gegeben, der Firefox 53.0.2 folgt direkt auf die Version 53.0.

Download: Firefox 53.0.2

 
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Wine 2.7 (Development Release) verfügbar

reported by doelf, Freitag der 05.05.2017, 17:23:12

Wine ist eine kostenlose Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme wie beispielsweise Linux, welche das Ausführen von Programmen und Spielen, die eigentlich für Windows geschrieben wurden, ermöglicht. Die kürzlich veröffentlichte Entwicklungsversion 2.7 bringt 31 Fehlerkorrekturen und Unterstützung für die Verwendung von TCP- und UDP-Verbindungen in WebServices.

Dazu kommen Optimierungen rund um die Direct3D-11-Shader, eine bessere Unterstützung für hochauflösende Anzeigegeräte und ein überarbeitetes Fenstermanagement für macOS. OSMesa kann nun in der aktuellen Version verwendet werden und die GLU-Library wurde teilweise reimplementiert.

Die Fehlerkorrekturen beheben Abstürze bei DeSmuME 0.9.8 (beim Zugriff auf die Konfiguration), "Star Wars: Knights of the Old Republic" (beide Teile, gleich nach dem Intro-Video) und Steuer-Spar-Erklärung 2017. Es wurden auch Grafikfehler bei Spielen wie "The Witcher 3", "Stronghold 2", "Need for Speed: Carbon" (Demo) und Purge sowie die Direct3D-Ausgabe in SNES9x korrigiert. "Dirt 3" soll auch wieder laufen und die schwarz hinterlegten Dialogfenster beim Photoshop CS6 wurden ebenfalls repariert. Zu erwähnen sind zudem meherere gestopfte Speicherlecks in "Final Fantasy XIV".

 
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Frische Windows 10 Insider Preview Builds für PCs und Smartphones

reported by doelf, Freitag der 05.05.2017, 16:37:50

Microsoft hat für Insider im Fast Ring neue Preview Builds von Windows 10 veröffentlicht: Für PCs gibt es die Nummer 16188 und für Mobiltelefone die Nummer 15210. Somit eilt die PC-Version auch weiterhin mit neueren OneCore-Anpassungen in Richtung des nächsten Feature-Updates, während bei den Telefonen noch die Aufräumarbeiten in Folge des Creators Updates laufen.

Der Mobile-Build 15210
Da dort kaum etwas passiert ist, handeln wir zunächst den Mobile-Build ab: Microsoft hat den Verlust von Textnachrichten beim Datenabgleich behoben und die Zeitanzeige auf dem Glance-Screen repariert. Andere Probleme sind noch offen: Die WeChat-App neigt beim Start zum Abstürzen und als Copyright-Datum wird noch das Jahr 2016 angegeben.

Neue Funktionen für PCs
Microsoft hat an der PDF-Funktionalität seines Webbrowsers Edge gearbeitet und dem PDF-Betrachter ein Inhaltsverzeichnis sowie eine Doppelseitenansicht spendiert. Falls die Orientierung eingescannter Dokumente nicht stimmt, lassen sich diese nun einfach rotieren. Man kann auch PDF-Formulare ausfüllen, drucken und abspeichern. Zudem kann man PDF-Dateien mit Anmerkungen und Zeichnungen versehen, Textpassagen hervorheben und auch dieses Ergebnis zur späteren Verwendung abspeichern.

Für Enterprise-Nutzer wurde der Windows Defender Application Guard freigeschaltet. Dieser wird in den Windows-Funktionen aktiviert und steht nach einem Neustart zur Verfügung. Mit aktiviertem Defender Application Guard bietet auch Edge eine neue Funktion namens "New Application Guard Window". Diese öffnet ein Browser-Fenster, das abgesichert in einem isolierten Prozess läuft. Da Microsoft hierbei auf Virtualisierungstechniken setzt, wird neben der Windows 10 Enterprise Edition auch Hyper-V benötigt.

Als neues Icon für das Windows Insider Program dient die Ninja-Katze (Ninjacat) - habe ich das jetzt wirklich geschrieben? Nun gut, es ist halt so. Beschwert euch bei Microsoft! Die digitale Assistentin Cortana hat eine eigene Rubrik in den Einstellungen bekommen und die Einstellungen für die Bildschirmlupe wurden überarbeitet und erweitert. Beispielsweise kann die Lupe jetzt dem Cursor der Sprachausgabe folgen und man kann mit dem Mausrad zoomen, wenn zugleich die Tasten Strg und Windows gehalten werden.

Behobene Fehler für PCs
Die kürzlich verwendeten Apps im Windows Ink Workspace lassen den Explorer nicht mehr abstürzen und beim Doppelklick auf das TNA-Icon des Windows Defender Security Centers wird dieser nun wieder geöffnet. Win32-Applikationen haben Probleme mit dem Speichern und lokalisierte Apps funktionieren nicht auf lokalisierten 64-Bit-Preview-Builds. Der Action-Center soll zuverlässiger funktionieren und man konnte Probleme mit der chinesischen Texteingabe beheben. Verwirft man eine Cortana-Erinnerung, wird dies nun mit anderen Windows-Geräten abgeglichen.

Offene Fehler für PCsDie "Wiederherstellung" unter "Update und Sicherheit" in den Einstellungen funktioniert nur mit englischsprachigen Builds und der Zugriff auf "Windows Update" kann die Einstellungen zum Absturz bringen. Gleiches gilt für die Personalisierung des Sperrbildschirms. Das Startmenü öffnet sich zuweilen erst beim zweiten Versuch, beim Herunterfahren kann der PC abstürzen und gelegentlich beklagt sich Windows über abgebrochene Updates. Falls Outlook 2016 beim Start hängen bleibt, liegt das vermutlich am Spam-Filter. Beim Surface 3 scheitert das Update auf neue Builds, solange eine SD-Karte eingelegt ist. Neue Treiber sollen dies in Kürze beheben.

 
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Windows 10 Mobile Creators Update wird an Smartphones verteilt

reported by doelf, Freitag der 05.05.2017, 14:42:03

Microsoft hat endlich damit begonnen, die finale Version des Windows 10 Mobile Creators Updates (Build 15063) an Smartphones zu verteilen. Hinsichtlich des Auslieferungstermins hatten die Redmonder lediglich von "ab dem 25. April 2017" gesprochen. Das Lumia 640 (Dual-SIM) der Redaktion wurde jedenfalls vergangene Nacht mit dem Build 10.0.15063.251 beglückt.

Bild

Als erste Neuerung fallen die Datenschutzeinstellungen auf, welche Microsoft nun während der Erstkonfiguration abfragt. Zudem werden die Auswirkungen der einzelnen Optionen erläutert. Bei den Apps ist der 3D-Viewer hinzugekommen und die Emojis wurden überarbeitet. Microsoft Edge kann eBooks vorlesen, auch in deutscher Sprache. Die "Apps Corner" wurde eingestellt und ansonsten hat Microsoft in erster Linie Produktpflege betrieben. Aber leider nicht für alle Smartphones, denn es werden nur noch elf Modellreihen unterstützt:

  • HP Elite x3
  • Microsoft Lumia 550
  • Microsoft Lumia 640/640XL
  • Microsoft Lumia 650
  • Microsoft Lumia 950/950 XL
  • Alcatel IDOL 4S
  • Alcatel OneTouch Fierce XL
  • SoftBank 503LV
  • VAIO Phone Biz
  • MouseComputer MADOSMA Q601
  • Trinity NuAns NEO

 
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Apple Watch: Dicke Batterie = längere Garantie?

reported by doelf, Mittwoch der 03.05.2017, 17:27:54

Apples nicht gerade billige Smart-Watch hat lediglich ein Jahr Garantie, nur die Varianten Edition und Hermes sind mit einer zweijährigen Garantie ausgestattet. In der Europäischen Union greift im zweiten Jahr die gesetzliche Gewährleistung, vor der Batterien und Akkus gemeinhin ausgeschlossen sind. Doch gerade mit den Akkus hat die erste Generation der Apple Watch so ihre Probleme.

In Apples Support-Foren finden sich einige Fotos von Uhren, in denen die Akkus angeschwollen sind und das Display nach außen drücken. Den dazugehörigen Beiträgen lässt sich entnehmen, dass der telefonische Kundendienst lediglich eine kostenpflichtige Reparatur anbietet, während einige Apple-Stores von einem bekannten Problem sprechen und die betroffenen Uhren austauschen. Laut 9To5Mac gibt es eine interne Anweisung von Apple, dass für Watches mit geschwollenen Batterien eine Garantieverlängerung auf drei Jahre gilt. Auf der Support-Seite zur Apple Watch fehlen die entsprechenden Hinweise noch. Falls die eigene Uhr dicke Backen macht, sollte man also zunächst einen Apple-Store aufsuchen und nicht gleich zur Sondermülldeponie eilen.

 
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Bankkonten per mTAN-Verfahren leergeräumt

reported by doelf, Mittwoch der 03.05.2017, 15:42:31

Seit Jahren beweisen Experten auf Sicherheitskonferenzen, dass die Mobilfunknetze angreifbar sind und SMS daher keine vertrauenswürdige Versandmethode für Passwörter oder TAN-Nummern ist. Dennoch setzen die Banken immer stärker auf die mTAN und zugleich schlampen die Mobilfunkbetreiber bei der Absicherung ihrer Netze. Wenn der Kunde dann Pech hat, ist mal eben sein Bankkonto leer.

Zugegeben, im aktuellen Fall, über den die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, tragen die Betroffenen durchaus eine Mitschuld: Die Kriminellen hatten ihnen zunächst eine Phishing-Mail mit Links zu einer gefälschten Bankseite geschickt. Wenn die Kunden dann versuchten, sich bei "ihrer Bank" anzumelden, wurden der Benutzername und das Passwort gestohlen. Damit kamen die Diebe auch an den Kontostand und die Mobiltelefonnummer der Bankkunden. Im nächsten Schritt nutzten sie eine Schwachstelle der Mobilfunknetze aus und setzten eine Rufumleitung. Die von der Bank verschickte eTAN landete daher nicht beim Kunden, sondern bei den Kriminellen, die jetzt nur noch das Konto plündern mussten.

Laut Süddeutscher Zeitung war eine solche Umleitung bis Anfang 2017 auch im deutschen Mobilfunknetz von O2-Telefonica möglich. Das Unternehmen spricht von einem kriminellen Angriff aus dem Netz eines Anbieters im Ausland und hat eingeräumt, dass einige seiner Kunden von den kriminellen Umleitungen betroffen waren. Interessanterweise wurde diese Methode bereits auf dem Chaos Communication Congress 2014 dokumentiert, genauer gesagt wurden damals in drei Vorträgen umfassende Sicherheitsprobleme im SS7-Netzwerk der Mobilfunkbetreiber offengelegt:

Leider wurden die Warnungen nicht von allen Anbietern ernst genommen, so dass auch im Jahr 2017 noch erfolgreiche Angriffe möglich waren und - zumindest bei ausländischen Mobilfunkfirmen - vermutlich auch noch möglich sind.

 
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Apple: Weniger iPhones und iPads, aber mehr Umsatz

reported by doelf, Mittwoch der 03.05.2017, 11:07:50

Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte Apple seinen Umsatz steigern, doch am Horizont ziehen sich die dunklen Wolken immer dichter zusammen, denn die Verkaufszahlen der iPhones und iPads sind abermals gefallen. Damit schwindet Apples Marktanteil, während der App-Store und die digitalen Dienste extrem von der eigenen Nutzerschaft abhängig sind. In einem solchen Fall hilft nur eines: Ein geniales Produkt. Da dieses aber nicht in Sicht ist, wird einfach noch mehr Geld an die Anleger ausgeschüttet.

Und so werden die Geschäftszahlen für das zweite Quartal des fiskalischen Jahres 2017 zur Nebensache, denn schon bei der Überschrift konzentriert sich Apple auf das Wesentliche: "Capital Return Program Expanding to $300 Billion". Die Ausschüttung des Firmenvermögens in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen wurde also nochmals ausgeweitet und hat nun ein Volumen von schwindelerregenden 300 Milliarden US-Dollar. Das sind 50 Milliarden mehr als bisher vorgesehen und alleine das Budget für den Rückkauf eigener Wertpapiere wurde um 35 Milliarden auf 210 Milliarden US-Dollar aufgestockt. Die Dividende wurde um 10,5 Prozent auf 0,63 US-Dollar je Anteil angehoben, sie wird am 18. Mai 2017 ausgezahlt. Stichtag für Aktieninhaber ist dabei der 15. Mai 2017. Alleine im frisch abgeschlossenen Quartal hatte Apple 10 Milliarden US-Dollar auf seine Investoren verteilt.

Kommen wir nun zu den Geschäftszahlen: Apple konnte seinen Umsatz im Jahresvergleich um 4,63 Prozent auf 52,896 Milliarden US-Dollar steigern. Mit 21,157 Milliarden US-Dollar (+10,79%) bleibt Amerika der wichtigste Markt gefolgt von Europa mit 12,733 Milliarden US-Dollar (+10,39%). Auch in Japan (4,485 Milliarden US-Dollar; +4,77%) und dem restlichen Pazifikraum (3,795 Milliarden US-Dollar; +20,13%) konnte Apple zulegen, doch ein großes Problem bleibt: China. Im Reich der Mitte ist Apples Umsatz um 14,1 Prozent auf 10,726 Milliarden US-Dollar abgesackt. Auch die Dominanz des iPhone bleibt unverändert: 33,249 Milliarden US-Dollar bzw. 62,86 Prozent seines Umsatzes generierte Apple mit den Telefonen, was iPad (3,889 Milliarden US-Dollar), Mac (5,844 Milliarden US-Dollar) und die Dienste (7,041 Milliarden US-Dollar) als kleine Fische erscheinen lässt.

Die Probleme in China und die nach wie vor große Abhängigkeit vom Erfolg des iPhone stimmen nachdenklich, denn obwohl der mit Telefonen generierte Umsatz um 1,19 Prozent angewachsen ist, sind die Stückzahlen um 0,84 Prozent auf 50,763 Millionen Einheiten gefallen. Beim iPad hält der negative Trend ebenfalls an, hier sind die Stückzahlen um 12,96 Prozent auf 8,922 Millionen Geräte eingebrochen und auch der Umsatz ist um 11,87 Prozent gesunken. Der über lange Zeit vernachlässigte Mac zeigt sich indes erholt: Apple konnte im vergangenen Quartal 4,199 Millionen Rechner absetzen (+4,09%) und den Umsatz dank höherer Stückpreise um 14,43 Prozent hochschrauben. Der Bereich Dienste verzeichnet ein Umsatzplus von 17,53 Prozent und die übrigen Produkte von Apple Watch über Apple TV bis hin zu Beats kommen auf 2,873 Milliarden US-Dollar (+31,25%).

Der operative Gewinn ist allerdings nur um 0,79 Prozent auf 14,097 Milliarden US-Dollar angestiegen. Beim Nettogewinn, der sich auf 11,029 Milliarden US-Dollar beläuft, fällt das Plus mit 4,88 Prozent etwas höher aus. Allerdings ist nur der Gewinn je Aktie knapp zweistellig gewachsen (+10,53%) und das liegt ausschließlich an den umfangreichen Aktienrückkäufen. Für das nächste Quartal erwartet Apple einen Umsatz zwischen 43,5 Milliarden und 45,5 Milliarden US-Dollar. Verglichen mit dem dritten Quartal 2016 wäre dies eine Verbesserung um 2,59 bis 7,31 Prozent. Trotz der kostspieligen Geschenke hielt sich die Begeisterung an der Börse in Grenzen: Nachbörslich ist Apples Wertpapier um 1,84 Prozent auf 144,80 US-Dollar gefallen.

Quelle: www.apple.com
 
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Windows 10S: Ein Windows für die Bildung

reported by doelf, Dienstag der 02.05.2017, 23:45:55

In New York hat Microsoft heute sein neuestes Betriebssystem "Windows 10S" präsentiert. Laut Windows-Chef Terry Myerson spiegelt es die "Seele von Windows" wieder, tatsächlich handelt es sich um ein schnelles und sicheres Produkt für den Bildungssektor, das geringe Anforderungen an die Hardware stellt. Hierfür setzt Microsoft auf ein geschlossenes Ökosystem und erlaubt nur Apps aus seinem eigenen Store.

Der Kampf um den Bildungssektor
Damit verschafft sich Microsoft eine ähnlich große Kontrolle über die verfügbaren Anwendungen, wie man es von den mobilen Betriebssystemen von Apple und Google bereits gewohnt ist. Der eigentliche Gegner ist indes Googles Chrome OS, dass sich aufgrund kostengünstiger Computer und geringer Wartungskosten insbesondere in den Bildungseinrichtungen der USA wie ein Lauffeuer verbreiten konnte - auf Kosten von Microsoft und Apple. Chrome OS konnte seinen Marktanteil in diesem Segment laut Futuresource binnen zwei Jahren um zwanzig Punkte auf 58 Prozent steigern, während Windows auf 22 und iOS auf 14 Prozent abgerutscht sind.

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Das kann Windows 10S
15 Sekunden nach dem Einschalten soll Windows 10S einsatzbereit sein und mit Hilfe individueller Setup-Sticks lässt sich das System in 30 Sekunden vorkonfigurieren. Store-Apps laufen in abgesicherten Containern, während das Ausführen normaler Windows-Programme unterbunden wird. Wer diese benötigt, kann Windows 10S über den Store zu Windows 10 Pro aufwerten - bis Dezember 2017 wird dies kostenlos möglich sein. Schulen, die bereits mit einer Pro-Version von Windows arbeiten, können ihre PCs kostenlos auf Windows 10S umstellen. Im Lieferumfang von Windows 10S befinden sich "Office 365 Education" inklusive "Microsoft Teams" sowie Minecraft als Education Edition nebst einer passenden Jahreslizenz. "Intune for Education", eine Software für die Systemverwaltung, liegt als Testversion bei.

Surface Laptop mit Windows 10S
Komplette Rechner mit vorinstalliertem Windows 10S werden zu Preisen ab 189 US-Dollar in den Handel kommen, das hauseigene "Surface Laptop" kostet mit 999 US-Dollar allerdings deutlich mehr. Das "Surface Laptop" nutzt einen Intel Core i7 (mit Intel Iris Plus Graphics 640) oder i5 (mit Intel HD 620) der siebten Generation in Kombination mit 4, 8 oder 16 GiB RAM und 128, 256 oder 512 GB SSD-Speicher. Das 13,5 Zoll große Touch-Display bietet eine Auflösung von 2.256 x 1.504 Bildpunkten bei 201 PPI, einen Mini-DisplayPort, WLAN gemäß IEEE 802.11ac sowie Bluetooth 4.0. Eine Akku-Ladung soll dem 1,25 kg leichten Rechner für 14,5 Stunden Videowiedergabe reichen. Die Vorbestellung der Geräte ist heute angelaufen, verschickt werden sie aber erst ab dem 15. Juni 2017.

Die Rechner der anderen
Es ist erstaunlich, dass Microsoft Googles Chrome OS herausfordert, ohne ein eigenes Gerät in der passenden Preisklasse zu platzieren. Stattdessen konzentriert sich Microsoft auf die gehobene Klasse und überlässt die Entwicklung günstiger Schul-PCs lieber seinen Partnern. Computer mit Windows 10S sind ab sofort von Acer, ASUS, Dell, Fujitsu, HP, Samsung und Toshiba zu haben, wobei einige dieser Hersteller auch Chrome-PCs in ihrem Sortiment führen. Man darf gespannt sein, ob sich Windows 10S im Bildungssektor durchsetzen wird und verlorene Marktanteile zurückgewinnen kann. Vieles wird davon abhängen, wie gut und ausgereift die Partner-PCs bereits sind.

 
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DRAM: DDR4 wird wieder billiger

reported by doelf, Dienstag der 02.05.2017, 22:23:07

Nachdem die Hersteller von DRAM-Chips ihre Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2016 gedrosselt hatten, kam es am Spot-Markt in Taiwan zu einem sprunghaften Anstieg der Kurse. Dieser dauerte bis Anfang Februar 2017 an. Im März blieben die Preise dann weitgehend stabil und im Laufe des Aprils sind sie um bis zu sechs Prozent gefallen.

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Für den Speichertyp DDR4-2133 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 6,381 US-Dollar auf den Tisch legen. Das sind immerhin 6,02 Prozent weniger als Anfang April, zugleich aber noch 11,40 Prozent mehr als Anfang Januar. Seit Oktober 2016 haben sich diese Chips sogar um schmerzhafte 47,54 Prozent verteuert.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133 4Gb 512Mx8, kostet momentan 3,244 US-Dollar und ist binnen Monatsfrist um 3,91 Prozent billiger geworden. Der Vergleich mit Januar offenbar eine Verteuerung um 14,55 Prozent und wenn wir Oktober 2016 als Ausgangspunkt nehmen, sind es sogar 49,70 Prozent.

Für die gleiche Größe aber in Form von DDR3-1600 4Gb 512Mx8 werden aktuell 2,890 US-Dollar gezahlt. Das sind zwar nur 1,57 Prozent weniger als im April, doch seit Januar sind die Kurse für diesen Speichertyp auch nur um 3,47 Prozent geklettert. Die Teuerungsrate seit Oktober 2016 beläuft sich auf 39,21 Prozent.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Zur Stunde ist ein Euro 1,0927 wert und notiert damit um 2,48 Prozent höher als Anfang April. Seit dem 2. Oktober 2016 ist der Euro allerdings um 2,78 Prozent gefallen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

 
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Kritische Sicherheitslücke betrifft Intels Core-Prozessoren

reported by doelf, Dienstag der 02.05.2017, 14:30:53

In Intels Chipsätzen für die Core-Prozessoren steckt ein eigenständiger, proprietärer und programmierbarer Mikrocontroller, der unabhängig vom Prozessor arbeitet. Diese "Management Engine" (ME), welche es in verschiedenen Ausprägungen gibt, dient zur Systemverwaltung und Wartung. Sie ist aber auch ein ziemlich undurchsichtiger Zeitgenosse, dessen Details Intel unter Verschluss hält. Doch nun hat Intel eine kritische Rechtsausweitung in der ME-Firmware entdeckt.

Das Problem
Angreifer können diese Rechteausweitung bei aktivierter Fernwartung ausnutzen, um die Kontrolle über die Management-Funktionen zu erlangen. Betroffen sind die Firmware-Generationen 6.x, 7.x, 8.x 9.x, 10.x, 11.0, 11.5 und 11.6, welche den Core-Generationen von 1 bis 7 entsprechen. Bei den ME-Varianten "Intel Active Management Technology" (AMT) und Intel Standard Manageability (ISM) kann der Angriff aus der Ferne erfolgen, während sich die "Intel Small Business Technology" (SBT) nur von lokalen Benutzern übernehmen lässt. Ist die Fernwartung deaktiviert, passiert laut Intel gar nichts. Auch bei Endkunden-Geräten tritt das Problem nicht auf, da die Verwaltungsmöglichkeiten hier weit weniger ausgeprägt sind.

Ist mein Rechner betroffen?
Für die Diagnose des eigenen Systems muss man die Software Intel SCS System Discovery Utility herunterladen und in einer Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten über den Aufruf "SCSDiscovery.exe SystemDiscovery" ausführen. Das Programm legt in seinem Ausführungsverzeichnis eine XML-Datei an. Enthält diese im Abschnitt <ManageabilityInfo> einen Unterpunkt namens <AMTSSKU>, ist der Rechner verwundbar. Fehlt der Eintrag, darf man sich beruhigt zurücklehnen - zumindest, bis die nächste Sicherheitslücke gefunden wird.

Lösungsmöglichkeiten
Abhilfe schafft ein Update auf die Firmware-Versionen 6.2.61.3535 oder neuer, 7.1.91.3272 oder neuer, 8.1.71.3608 oder neuer, 9.1.41.3024 oder neuer, 9.5.61.3012 oder neuer, 10.0.55.3000 oder neuer, 11.0.25.3001 oder neuer bzw. 11.6.27.3264 oder neuer. Ist keine neue Firmware erhältlich, sollte man unter Windows den Dienst "Intel Management and Security Application Local Management Service (LMS)" deaktivieren. In einer Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten kann man LMS über den Befehl "sc config LMS start=disabled" deaktivieren oder über "sc delete LMS" entfernen. Das verantwortliche Programm "LMS.exe" bleibt indes erhalten, es sei denn man löscht es per Hand. Da ein Administrator LMS jederzeit wiederherstellen kann, ist ein Firmware-Update eindeutig die bessere Alternative.

 
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AMD bleibt in der Verlustzone - Aktie stürzt ab

reported by doelf, Dienstag der 02.05.2017, 08:30:23

Auch im ersten Quartal 2017 bleibt AMD in den roten Zahlen. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum konnte der CPU- und GPU-Spezialist seine Verluste allerdings weiter reduzieren und auch der Umsatz ist deutlich gestiegen. Insbesondere die steigende Nachfrage weckt Hoffnungen auf Gewinne im zweiten Quartal.

Mit 984 Millionen US-Dollar liegt AMDs Quartalsumsatz um 18,27 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums. 593 Millionen US-Dollar stammen dabei aus dem Verkauf von CPUs und Grafikprozessoren (Computing and Graphics) - im Jahresvergleich ein Plus von beachtlichen 29 Prozent. Insbesondere die leistungsstarken Ryzen-Prozessoren und AMDs Desktop-GPUs waren sehr gefragt. Mit Spezial-Chips wie den SoCs für Spielkonsolen (Enterprise, Embedded and Semi-Custom) generierte das Unternehmen weitere 391 Millionen US-Dollar (+5%).

Im operativen Geschäft liefert das Segment "Computing and Graphics" einen Verlust von 15 Millionen US-Dollar nach einem Minus von 70 Millionen US-Dollar im Vorjahr, während "Enterprise, Embedded and Semi-Custom" 9 Millionen US-Dollar Gewinn einfährt. Im ersten Quartal 2016 hatte AMD hier noch 16 Millionen US-Dollar verdient, doch die Firma musste diesmal Geld in die Entwicklung neuer Server-CPUs stecken. In der Summe ergibt sich ein operativer Verlust (GAAP) von 29 Millionen US-Dollar (Q1/2016: -68 Millionen US-Dollar).

Auch den Nettoverlust, der sich vor einem Jahr noch auf 109 Millionen US-Dollar belaufen hatte, konnte AMD weiter verringern. Zum Jahresauftakt 2017 lag dieser bei 73 Millionen US-Dollar bzw. 0,08 US-Dollar je Aktie (Q1/2016: 0,14 US-Dollar). Für die Monate April bis Juni erwartet AMD einen sequentiellen Umsatzanstieg um 14 bis 20 Prozent und damit würde man die Vorgabe des zweiten Quartals 2016 um 9 bis 15 Prozent übertreffen. Die Anleger hatten allerdings schon jetzt viel mehr erwartet und daher ist AMDs Aktie im nachbörslichen Handel um 11,01 Prozent auf 12,12 US-Dollar abgestürzt.

Quelle: ir.amd.com
 
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Marktanteile: Windows 10 legt wieder zu

reported by doelf, Montag der 01.05.2017, 23:20:18

Nachdem die Marktanteile von Windows 10 zwischen Januar und März 2017 stagnierten, verzeichnete Microsofts aktuelles Betriebssystem im April wieder einen leichten Zugewinn um 0,92 Punkte auf 26,28 Prozent. Windows 7 hat laut NetMarketShare ebenso viele Punkte verloren, bleibt mit einem Marktanteil von 48,50 Prozent aber weiterhin die unangefochtene Nummer 1.

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Den dritten Rang behauptet Windows XP mit 7,04 Prozent (-0,51), doch der angestaubte Klassiker befindet sich seit Anfang 2017 auf einem steil absteigenden Ast. Ein Positionswechsel mit Windows 8.1, das überraschend um 0,30 Punkte auf 6,96 Prozent zulegen konnte, zeichnet sich ab. Der Abstand zu Platz 5, auf dem sich mit macOS 10.12 das erste Betriebssystem findet, welches nicht aus Redmond kommt, ist indes groß. Mit 3,21 Prozent (-0,01) hat macOS 10.12 zudem seinen ersten Dämpfer erlitten und weitere Zugewinne scheinen zumindest fraglich.

Linux verteidigt die Position 6 mit 2,09 Prozent (-0,05) vor Windows 8 (1,59%; +0,02) und Mac OS X 10.11 (1,40%; -0,06). Mit Mac OS X 10.10 (0,96%; +0,03) und Windows Vista (0,70%; -0,02) finden sich auf den Plätzen 9 und 10 zwei akut vom Aussterben bedrohte Vertreter ihrer Art. Alle anderen Betriebssysteme liegen deutlich unter einem Prozent und teilen sich die restlichen 1,27 Prozent des Marktes.

 
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Frische Windows 10 Insider Preview Builds für PCs und Smartphones

reported by doelf, Montag der 01.05.2017, 22:24:17

Microsoft hat für Insider im Fast Ring neue Preview Builds von Windows 10 veröffentlicht: Für PCs gibt es die Nummer 16184 in Vorbereitung des nächsten, für Herbst 2017 geplanten Feature-Updates, während der Build 15208 für Smartphones weiterhin auf das finale Creators Update hinarbeitet. Für die Mobile-Version gibt es daher lediglich Fehlerkorrekturen.

Der Mobile-Build 15208
Microsoft hat den Zugriff auf die Bluetooth-Konfiguration repariert und das Herunterfahren unmittelbar nach einem Netzwerk-Wechsel funktioniert schneller. Andere Probleme sind noch offen: Einige Geräten schalten sich unerwartet ab und die WeChat-App neigt beim Start zum Abstürzen. Ein Problem mit der Sicherung und Wiederherstellung von Mitteilungen kann zu Datenverlusten führen und als Copyright-Datum wird noch das Jahr 2016 angegeben.

Neue Funktionen für PCs
Mit "My People" soll Windows 10 soziale Kontakte in den Fokus rücken. Aktuell lassen sich bis zu drei Kontakte an die Taskleiste heften, man kann eine bevorzugte Chat-App für die jeweiligen Kontakte festlegen und man kann diverse Kommunikations-Apps anhand seiner Taskbar-Kontakte filtern. Damit das Ganze funktioniert, muss man die neuesten Versionen der Apps Skype, Mail und People installiert haben, die Erstkonfiguration nimmt man über die People-App vor. Gmail-Konten genießen in den Mail- und Kalender-Apps von Windows 10 nun die selben Vorteile, die bisher Outlook.com und Office 365 vorbehalten waren. So lassen sich besonders wichtige E-Mails der "Focused Inbox" zuweisen, während Reisereservierungen und Versandbenachrichtigungen automatisch erkannt und übersichtlich zusammengefasst werden.

Behobene Fehler für PCs
Der Nachtmodus bleibt nicht mehr im Status deaktiviert hängen, die Einstellungen für "Benachrichtigungen und Aktionen" laden schneller und die Photos-App stürzt nicht mehr ab, wenn man eine Sammlung öffnet und dann auf zurück geht. Das Startmenü hat eine verbesserte Scroll-Leiste bekommen, stürzt beim DragäDrop von Apps nicht mehr ab und ordnet die Apps auch für die japanische Sprachversion wieder in der richtigen Reihenfolge an. Die digitale Audioausgabe als "Dolby Digital Live" oder "DTS Connect" wurde repariert und "Counter Strike Global Offensive" friert nicht mehr ein.

Offene Fehler für PCs
Die "Wiederherstellung" unter "Update und Sicherheit" in den Einstellungen funktioniert im Build 16184 nicht und der Zugriff auf "Windows Update" kann die Einstellungen zum Absturz bringen. Beim Surface 3 scheitert weiterhin das Update auf neue Builds, solange eine SD-Karte eingelegt ist, und der Doppelklick auf das Icon des Windows Defenders in der TNA verpufft ohne Wirkung. Im Windows Ink Workspace stürzen die kürzlich genutzten Apps ab und gelegentlich beklagt sich Windows über abgebrochene Updates. Win32-Applikationen haben Probleme mit dem Speichern, lokalisierte Apps funktionieren nicht auf lokalisierten Preview-Builds und manchmal öffnet sich der Action-Center nicht. Darüber hinaus gibt es Probleme mit der chinesischen Texteingabe.

 
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Debian 9 "Stretch" ohne Secure Boot?

reported by doelf, Montag der 01.05.2017, 18:07:17

Die gute Nachricht: Debian 9 "Stretch" befindet sich auf der Zielgeraden und dürfte in Kürze freigegeben werden. Aktuell gibt es noch 143 Fehler, doch nur einer davon würde die Freigabe blockieren. Die schlechte Nachricht: Secure Boot läuft noch nicht rund und wird aller Voraussicht nach erst zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht.

Bis zum 27. April 2017 war Secure Boot ein weiterer Blocker für die Freigabe von Debian 9 gewesen, doch dann entschieden die Entwickler, notfalls auf diese wichtige Funktion zu verzichten. Dies sei immerhin besser, als im Endspurt schwerwiegende Fehler zu übersehen, heißt es in ihrer Ankündigung. Derzeit sieht es zwar nicht danach aus, dass Secure Boot noch rechtzeitig fertig wird, doch ausgeschlossen sei dies nicht. Sollte Stretch ohne Secure Boot an den Start gehen, könne diese Funktion zu einem späteren Zeitpunkt nachgeschoben werden. So richtig festlegen wollen sich die Entwickler jedoch nicht. Dies gilt auch für das Veröffentlichungsdatum von Debian 9.

 
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Linux: Kernel 4.11 bringt neue Treiber und spart Strom

reported by doelf, Montag der 01.05.2017, 17:03:00

Nach zehn Wochen Entwicklungszeit liegt der finale Linux-Kernel 4.11 zum Download bereit. Zu den Highlights gehören eine Vielzahl neuer Treiber sowie der weitere Ausbau der Stromsparfunktionen. Abhängig von der Hardware des jeweiligen Notebooks, kann dies die Laufzeit um mehr als eine Stunde verlängern.

Über NVM Express (NVMe) angebundene SSDs können jetzt APST (Autonomous Power State Transitions) nutzen, sofern die Datenträger nicht aufgrund bekannter Firmware-Probleme auf einer schwarzen Liste gelandet sind. Die Grafiklösungen von Intel dürfen FBC (Framebuffer Compression) verwenden, was den Stromverbrauch ebenfalls senken soll. Zuvor hatte FBC häufig eine flackernde Anzeige verursacht und wurde daher nicht freigegeben. Das Video-Encoding, welches Intel auf vielen seiner GPUs ermöglicht, kann nun ebenfalls genutzt werden. Die Turbo-Boost-Unterstützung wurde für Intels Broadwell-Generation angepasst und für PCIe 3.1 wurde das erweiterte Energiemanagement über die ASPM L1 Substates freigeschaltet.

Die in etlichen SSD-Controllern integrierte Verschlüsselung wird unterstützt, sofern sie der Opal Storage Specification der Trusted Computing Group (TCG) entspricht. Das Passwort, welches zum Zugriff auf die Datenträger benötigt wird, wird vor einem Ruhezustand gespeichert und danach wieder geladen. Die neuen Amdgpu-Treiber erkennen jetzt auch AMDs Radeon Rx 550 (Polaris 12) und bringen Grundlagen für eine zukünftige GPU-Virtualisierung. Dem Nouveau-Treiber hat NVIDIA über neue Firmware-Dateien Zugriff auf die 3D-Beschleunigung der Pascal-Familie eröffnet, diese kann aber noch nicht genutzt werden. Dazu gibt es neue Treiber für Netzwerk-Controller, Audio-Codecs, Touch-Screens und den Raspberry Pi.

Mit SipHash gibt es eine neue Hash-Funktion, welche im Kernel-Umfeld zum Standard werden und dort Verfahren wie MD5, SHA-1 und Jenkins ablösen soll. Mit refcount_t wird zudem eine gehärtete Alternative zu atomic_t geboten. Mit dmesg lässt sich der Status von UEFI Secure Boot abrufen und mit lsm kann man in Erfahrung bringen, ob LSM-Techniken (Linux Security Modules) wie SELinux oder AppArmor zum Einsatz kommen. Auch AppArmor selbst wurde überarbeitet und bringt Policy Namespaces. Hinsichtlich TPM 2.0 gibt es neben der SSD-Verschlüsselung gemäß Opal nun auch Zugriff auf alle PCR-Bänke (Platform Configuration Register), was einen möglichen Missbrauch bisher ungenutzter Bänke unterbinden soll.

Quelle: lkml.org
 
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Unstimmigkeiten beim Deutschen Computerspielpreis

reported by doelf, Freitag der 28.04.2017, 17:26:22

GAME, der Bundesverband der deutschen Games-Branche e.V., beklagt Unstimmigkeiten beim am Mittwoch verliehenen Deutschen Computerspielpreis. Wie der Branchenverband in einer Stellungnahme erklärt, fehlten bei der Auszählung Stimmen, obwohl keine Enthaltungen oder Abwesenheiten gezählt wurden. Die Mehrzahl der insgesamt 14 Kategorien war hiervon betroffen.

Nach Angaben von GAME fiel die Entscheidung in drei Kategorien so knapp aus, dass die fehlenden Stimmen für den Ausgang entscheidend sein könnten. Die Vertreter von GAME hatten während der Jury-Sitzung auf die Unstimmigkeiten hingewiesen, doch es konnte keine Einigung mit den beiden anderen Ausrichtern, dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), erzielt werden. Da man den Verbleib der fehlenden Stimmen nicht klären konnte, wurden am Ende nur die auffindbaren gewertet. Diesen Differenzen zum Trotz will GAME den Deutschen Computerspielpreis auch in Zukunft unterstützen.

Inzwischen hat sich auch das Studio Mimimi Productions zu Wort gemeldet. Dessen Spiel "Shadow Tactics: Blades of the Shogun" sollte die Auszeichnung für das beste Gamedesign bekommen, hatte die Auszeichnung aber kommentarlos abgelehnt. Bereits in den Tagen vor der Preisverleihung hatte Mimimi Productions "aus zuverlässigen Quellen" erfahren, dass es zu den oben beschriebenen Unstimmigkeiten beim Hauptjury-Wahlverfahren gekommen war. Noch schwerer wiegt allerdings der Vorwurf, dass es zu keiner vernünftigen Auseinandersetzung mit den eingereichten Spielen gekommen sei. Dies lege die Vermutung nahe, dass der Preis "eventuell nicht korrekt und fair vergeben wurde".

Der Deutsche Computerspielpreis wird seit dem Jahr 2009 vergeben, als Veranstaltungsort wechseln sich Berlin und München ab. Um Deutschlands höchstdotierte Auszeichnung für digitale Spiele erhalten zu können, muss ein Spiel zu mindestens 80 Prozent in Deutschland entwickelt wurden sein. In diesem Jahr wurden insgesamt 550.000 Euro ausgeschüttet.

 
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Die Cloud treibt Microsoft an

reported by doelf, Freitag der 28.04.2017, 15:39:43

Das Cloud-Geschäft wächst bei vielen Unternehmen rasant, doch Microsoft gehört zu den wenigen Firmen, bei denen die Cloud bereits signifikante Auswirkungen auf die Unternehmenszahlen hat. Dies liegt an den Synergien, welche das Software-Unternehmen aus der Verknüpfung seiner Produkte und Dienste mit der Cloud ziehen kann. Die gestern veröffentlichten Quartalszahlen unterstreichen dies.

Die ersten drei Monate des Jahres 2017 markierten für Microsoft bereits das dritte Quartal im laufenden Geschäftsjahr. Sie brachten den Redmondern einen um 7,59 Prozent auf 22,090 Milliarden US-Dollar gestiegenen Umsatz sowie einen um 5,89 Prozent auf 5,594 Milliarden US-Dollar gewachsenen operativen Gewinn (GAAP). Interessant wird es unter dem Strich, denn der Nettogewinn (GAAP) ist um beachtliche 27,82 Prozent auf 4,801 Milliarden US-Dollar geschossen. Und weil Microsoft im vergangenen Vierteljahr 4,6 Milliarden US-Dollar in Dividenden und den Rückkauf eigener Wertpapiere gesteckt hatte, ist der Gewinn je Aktie (GAAP) sogar um 29,79 Prozent auf 0,61 US-Dollar gesprungen.

Der Umsatz verteilt sich auf die drei Geschäftsbereiche "Productivity and Business Processes" (7,958 Milliarden US-Dollar; +22,04%), "Intelligent Cloud" (6,763 Milliarden US-Dollar; +10,94%) und "More Personal Computing" (8,836 Milliarden US-Dollar; -7,37%). Zum Segment "Intelligent Cloud" gehören Server-Produkte und Cloud-Dienste (+15%) wie Azure (+93%), aber auch Support-Verträge (-1%). Andere Cloud-Dienste wie Office 365 Commercial (+45%) und Dynamics 365 (+81%) fallen hingegen in die Sparte "Productivity and Business Processes", während die Cloud-Dienste rund um Windows unter "More Personal Computing" geführt werden. In der Addition verspricht die Cloud momentan einen Jahresumsatz von über 15,2 Milliarden US-Dollar, hierzu hat Microsoft die Werte vom März 2017 einfach mit zwölf multipliziert.

Der deutliche Umsatzrückgang bei "More Personal Computing" ist einmal mehr den Smartphones geschuldet, deren Beitrag Microsoft nicht einmal mehr aufführt. Aber auch bei seinen Surface-Geräten muss Microsoft diesmal einen Umsatzeinbruch von 26 Prozent verkünden. Im Bereich Gaming ist der Umsatz hingegen um vier Prozent gestiegen und auch die Suchmaschine Bing konnte mit Werbung rund acht Prozent mehr umsetzen. Ein Plus von fünf Prozent gibt es im OEM-Geschäft mit Windows-Lizenzen, während kommerzielle Windows-Produkte und die damit verbundenen Cloud-Dienste ein Umsatzwachstum von sechs Prozent erzielten. Bleibt noch das seit Dezember 2016 zu Microsoft gehörende Business-Netzwerk LinkedIn, das 975 Millionen US-Dollar zum Umsatz beigesteuert hat.

Die Anleger reagierten zunächst verhalten: Microsofts Aktie hat im nachbörslichen Handel 0,47 Prozent verloren und lag bei 67,95 US-Dollar. Inzwischen notiert das Wertpapier allerdings wieder leicht im Plus.

 
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Dienstleistungen lassen Amazon wachsen

reported by doelf, Freitag der 28.04.2017, 13:46:11

Der Online-Händler Amazon hat ebenfalls Geschäftszahlen für das erste Quartal 2017 veröffentlicht und kann neben der obligatorischen Umsatzsteigerung - diesmal um 22,61 Prozent - auch einen Nettogewinn ausweisen. Beim operativen Gewinn tritt das Unternehmen aber auf der Stelle und außerhalb Nordamerikas verbrennt Amazon weiterhin Geld.

Im ersten Quartal 2017 erzielte Amazon weltweit einen Umsatz in Höhe von 35,714 Milliarden US-Dollar - ein Plus von 22,61 Prozent. 23,734 Milliarden US-Dollar (+15,32%) stammen dabei aus dem Handel mit Waren und die übrigen 11,980 Milliarden US-Dollar (+40,17%) aus dem Geschäft mit Dienstleistungen. Betrachtet man die geografische Verteilung, kommen 20,992 Milliarden US-Dollar (+23,51%) aus Nordamerika, 11,061 Milliarden US-Dollar (+15,63%) aus dem internationalen Geschäft sowie 3,661 Milliarden US-Dollar (+42,67%) von Amazons Webdiensten (AWS). Die Dienstleistungen und insbesondere die Webdienste sind derzeit die stärksten Wachstumsmotoren der Firma.

Während Amazons Ausgaben um 23,71 Prozent auf 34,709 Milliarden US-Dollar gestiegen sind, ist der operative Gewinn um 6,16 Prozent auf 1,005 Milliarden US-Dollar gefallen. Mit seinen Webdiensten hat Amazon 890 Millionen US-Dollar (+47,35%) erwirtschaftet, weitere 596 Millionen US-Dollar (+1,36%) kommen aus dem Nordamerika-Handel. Im Rest der Welt hat das Unternehmen 481 Millionen US-Dollar verbrannt, hier ist der operative Fehlbetrag auf das Vierfache des Vorjahresverlusts angewachsen. Dass Firmenchef Jeff Bezos 724 Millionen US-Dollar (+41,13%) für den Nettogewinn übrig lässt, darf als Geste an die Investoren gewertet werden. Der Gewinn je Aktie ist um 38,32 Prozent auf 1,48 US-Dollar geklettert.

Für das zweite Quartal 2017 erwartet Amazon Umsätze zwischen 35,25 Milliarden und 37,75 Milliarden US-Dollar sowie einen operativen Gewinn zwischen 425 Millionen und 1,075 Milliarden US-Dollar. Während der Umsatz zwischen 16 und 24 Prozent wachsen würde, bliebe der operative Gewinn klar unter den 1,3 Milliarden US-Dollar aus dem zweiten Quartal 2016. Den Anlegern haben die Zahlen gefallen: Nachbörslich ist Amazons Aktie um 3,88 Prozent auf 954 US-Dollar gestiegen.

 
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Starker Jahresauftakt für Intel

reported by doelf, Freitag der 28.04.2017, 13:00:41

Zwischen Januar und März 2017 erzielte Intel den höchsten Q1-Umsatz seiner Firmengeschichte und konnte auch den Gewinn deutlich steigern. Insbesondere das PC-Geschäft hat viel Geld in die Kassen gespült, während das Internet der Dinge weiterhin vergleichsweise kleine Brötchen bäckt und die Flash-Sparte trotz eines neuen Rekordumsatz rote Zahlen schreibt. Dafür hat es die "Programmable Solutions Group", also der 2015 zugekaufte FPGA-Spezialist Altera, in der Gewinnzone geschafft.

Intel konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,98 Prozent auf 14,796 Milliarden US-Dollar (Q1/2016: 13,702 Milliarden US-Dollar) ausbauen. Das PC-Geschäft (Client Computing Group) steuerte hierzu 7,976 Milliarden US-Dollar (+5,66%) bei und die Server-Sparte (Data Center Group) weitere 4,232 Milliarden US-Dollar (+5,83%). Mit deutlichem Abstand folgen das Geschäft mit nicht-flüchtigem Speicher (866 Millionen US-Dollar; +55,48%), das Internet der Dinge (721 Millionen US-Dollar; +10,75%), die Intel Security Group (534 Millionen US-Dollar; -0,56%) und die Programmable Solutions Group (425 Millionen US-Dollar; +18,38%). Es fällt auf, dass der Umsatz außerhalb der traditionellen Kernbereiche besonders stark gestiegen ist. Allerdings liefert der Umsatz immer nur die halbe Wahrheit.

Beim operativen Gewinn (GAAP) sehen wir einen Sprung von 2,568 Milliarden auf 3,599 Milliarden US-Dollar, das ist eine Steigerung um 40,15 Prozent. Sie wird hauptsächlich vom PC-Geschäft (Client Computing Group) getragen, das um 60,80 Prozent auf 3,031 Milliarden US-Dollar zulegen konnte. Der Gewinn der Server-Sparte ist indes um 15,7 Prozent auf 1,487 Milliarden US-Dollar eingebrochen. Die Zahl der ausgelieferten PC-Plattformen ist diesmal um vier Prozent (Notebooks: +1%; Desktops: -7%) zurückgegangen, der durchschnittliche Preis aber um sieben Prozent (Notebooks: +7%; Desktops: +2%) gestiegen. Ähnlich sieht es bei den Server-Plattformen aus: Hier gab es einen Rückgang der Stückzahlen um ein Prozent, während die Preise um sechs Prozent angezogen sind.

Auch der Wachstumsbereich des Internet der Dinge musste einen Gewinnrückgang um 14,63 Prozent auf 105 Millionen US-Dollar verkraften. Die Programmable Solutions Group (Altera) hatte im Vorjahreszeitraum 200 Millionen US-Dollar verloren, diesmal gibt es 92 Millionen US-Dollar in schwarzen Zahlen. Beim Speichergeschäft ist neben dem Umsatz auch der Verlust weiter angestiegen und zwar um 35,79 Prozent auf tief rote 129 Millionen US-Dollar. Bleibt noch die Intel Security Group mit 95 Millionen US-Dollar (+11,76%). Unter dem Strich steht ein Nettogewinn (GAAP) in Höhe von 2,964 Milliarden US-Dollar (+44,87%) bzw. 0,61 US-Dollar je Aktie (+45,24%).

Für das zweite Quartal 2017 erwartet Intel einen Umsatz zwischen 13,9 Milliarden und 14,9 Milliarden US-Dollar, einen operativen Gewinn um die 3,6 Milliarden US-Dollar sowie ca. 0,53 US-Dollar Gewinn je Aktie. Damit würde Intel das zweite Quartal 2016 - Umsatz: 13,5 Milliarden US-Dollar; Operativer Gewinn: 1,3 Milliarden US-Dollar; Gewinn je Aktie: 0,27 US-Dollar - deutlich übertreffen. Doch trotz guter Zahlen und Aussichten ist Intels Aktie an der US-Technologiebörse NASDAQ nachbörslich um 3,61 Prozent auf 36,08 US-Dollar abgerutscht.

Quelle: www.intc.com
 
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AMD: Neuer Treiber beschleunigt "Warhammer 40,000"

reported by doelf, Donnerstag der 27.04.2017, 22:05:47

Mit der neuen Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.4.4 will AMD das Spiel "Warhammer 40,000: Dawn of War III" um bis zu sieben Prozent beschleunigen, die Vergleichswerte hierzu liefern eine Radeon RX 580 8GB und die Treiberversion 17.4.3. Der neue Treiber läuft auf allen Desktop-GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 und auf allen Mobil-GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700M. APUs werden nicht unterstützt.

Behobene Fehler
AMD hat Darstellungsfehler bei der HDMI-Skalierung behoben und fehlerhafte Beschreibungen sowie nicht verfügbare Funktionen aus den Radeon Einstellungen entfernt. Nach der Treiber-Installation wird nun auch auf Systemen mit XConnect-Technologie ein Neustart verlangt. "Battlefield 1" (DirectX 11) soll im Multi-GPU-Betrieb an 4k-Bildschirmen nicht mehr stottern und bei "Mass Effect: Andromeda" sollen die HDR-Farben wieder stimmen. Dies war nach dem letzten Update für das Windows 10 Creators Edition Update nicht mehr der Fall gewesen. Weiterhin wurde ein Systemhänger gelöst, der nach langen Laufzeiten im Zusammenspiel mit der Radeon RX 550 auftreten konnte.

Ungelöste Probleme
"Counter-Strike: Global Offensive" und "World of Warcraft" flackern beim ersten Aufruf nach einem Systemstart sofern FreeSync genutzt wird. Beendet man das Spiel und startet es erneut, ist das Flackern verschwunden. Auch ein Task-Wechsel soll helfen. Einige Anwendungen leiden weiterhin unter Leistungseinbrüchen, wenn AMD FreeSync für rahmenlose Vollbild-Applikationen genutzt wird. Die Radeon Einstellungen können abstürzen, wenn das Benutzerkonto nach dem Aktivieren bzw. Deaktivieren von AMD CrossFire gewechselt wird, und der Radeon WattMan übernimmt die Einstellungen für einige Grafikkarten der Baureihe Radeon R9 390 nicht. Über HDMI verbundene TV-Geräte können das Signal der Radeon RX 480 verlieren und "Call of Duty: Advanced Warfare" hängt sich zuweilen beim Task-Wechsel auf. Dazu kommen einige Probleme rund um AMDs Radeon ReLive, beispielsweise Konflikte mit XBOX DVR sowie Inkompatibilitäten mit APUs.

Profi-Treiber
Für Workstation-Karten gibt es seit Anfang April die Radeon Pro Software Beta 17.4.2 sowie den stabilen Treiber Radeon Pro Software Enterprise 17.Q1.1. Die Beta-Version bringt grundlegende Unterstützung für das Windows 10 Creators Update und schaltet HBR3 für DisplayPorts der Generation 1.4 frei (Radeon Pro WX-Serie). HBR3 bezeichnet eine Datenrate von 25,92 GBit/s bei Verwendung von vier Leitungen. Bei verlustfreier Übertragung reicht das für 5.120 x 2.880 Bildpunkte (5K), während mit verlustbehafteten Kompressionsverfahren auch 7.680 x 4.320 Pixel (8K) möglich sind. Für die 8K-Ausgabe mit 30 Hz reicht jetzt ein einzelnes Kabel aus. Werden zwei Kabel verwendet, sind 60 Hz möglich. Die stabile Radeon Pro Software Enterprise 17.Q1.1 bringt die weltweit erste hardware-basierte virtualisierte GPU-Lösung namens "AMD Multiuser GPU" (kurz: "MxGPU") für die Server-Karten der Baureihe FirePro S.

Download:

 
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Windows 10 Creators Update bekommt schneller Updates

reported by doelf, Donnerstag der 27.04.2017, 21:48:39

Nachdem Microsoft kürzlich angekündigt hatte, zweimal jährlich neue Versionen von Windows 10 veröffentlichen zu wollen, wurden jetzt zusätzliche Patch-Days bekannt gegeben. Zum üblichen Termin am zweiten Dienstag jeden Monats soll sich zumindest ein zweiter Patch-Day gesellen. Allerdings geht es den Redmondern dabei nicht um die Sicherheit.

Wie Michael Niehaus im Windows-IT-Blog erklärt, werden an den zusätzlichen Patch-Days nur funktionale Updates verteilt, während die sicherheitsrelevante Flicken weiterhin am zweiten Dienstag jedes Monats bereitgestellt werden. Im Normalfall werden diese neuen Pakete als "Updates" gekennzeichnet sein, allerdings könne es in Ausnahmefällen auch "Kritische Updates" geben. Diese beheben dann besonders schwerwiegende Fehler - aber ebenfalls ohne Sicherheitsaspekt. An Firmen, die "Windows Update for Business" einsetzen, werden die zusätzlichen Aktualisierungen nicht automatisch ausgeliefert. Die Administratoren können somit selber entscheiden, ob sie die funktionalen Updates wie die normalen Sicherheitsflicken verteilen, nur bestimmte Systeme beglücken oder lieber bis zum nächsten Sicherheits-Patch-Day warten wollen. An diesem werden die Zwischendurch-Updates dann nochmals ausgeliefert.

 
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MSI: "Tom Clancy's Ghost Recon Wildlands" gratis zum Mainboard

reported by doelf, Mittwoch der 26.04.2017, 21:47:15

Wer ein MSI-Mainboard mit einem der Intel-Chipsätze X99, Z270 oder H270 kauft, kann sich ab heute einen kostenlosen Uplay-Key für die Deluxe Edition von "Tom Clancy's Ghost Recon Wildlands" abholen. Diese Aktion läuft bis zum 26. Juni 2017 bzw. solange der Vorrat reicht.

Um einen Uplay-Key zu bekommen, muss man eines der Aktions-Motherboards kaufen und bei MSI registrieren. Hierzu ist es notwendig, ein Benutzerkonto bei MSI anzulegen und den Kaufbeleg hochzuladen. Zudem benötigt man ein Uplay-Konto, um den Code einlösen zu können. Dies geschieht über die Software Uplay PC. Weitere Details finden sich auf der Aktionsseite bei MSI.

Bleibt noch eine Frage: Welche Hauptplatinen stehen zur Auswahl? Die folgenden 24:

  • X99 SERIES
  • X99A GODLIKE GAMING CARBON
  • X99A GODLIKE GAMING
  • X99A XPOWER GAMING TITANIUM
  • X99A MPOWER
  • X99A GAMING 9 ACK
  • X99A GAMING 7
  • X99A GAMING PRO CARBON
  • X99A SLI KRAIT EDITION
  • X99A TOMAHAWK
  • X99A SLI PLUS
  • Z270 / H270 SERIES
  • Z270 XPOWER GAMING TITANIUM
  • Z270 MPOWER GAMING TITANIUM
  • Z270 GAMING M7
  • Z270 GAMING M6 AC
  • Z270 GAMING M5
  • Z270 GAMING M3
  • Z270 GAMING PRO CARBON
  • Z270 GAMING PRO
  • Z270 KRAIT GAMING
  • Z270I GAMING PRO CARBON AC
  • Z270 SLI PLUS
  • H270 GAMING PRO CARBON

 
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NVIDIA: GeForce Game Ready Driver 381.89 WHQL verfügbar

reported by doelf, Mittwoch der 26.04.2017, 21:09:58

NVIDIAs neuester Grafiktreiber bringt Game-Ready-Profile für "Warhammer 40,000: Dawn of War III", "Heroes of the Storm 2.0", "Batman: Arkham VR", "Rick and Morty: Virtual Rick-ality" und "Wilson's Heart". Darüber hinaus wurden drei Abstürze behoben und die Leerlaufspannung angepasst. Der GeForce Game Ready Driver 381.89 WHQL unterstützt Windows 10, 8.1, 8.0 und 7 sowie Grafikkarten ab der Baureihe GeForce 400.

Einer der Abstürze ist auf das Spiel "Sniper Elite 3" limitiert, die beiden anderen bringen Windows zu Fall. Ein BSOD betrifft Notebooks mit Embedded DisplayPort (eDP), er tritt während der Treiber-Installation auf. Der andere lässt Systeme mit einer GeForce GTX 1060 beim Aufwachen aus dem Ruhezustand abstürzen. Noch nicht behoben wurden diverse Speicherfehler bei "Mass Effect: Andromeda" (nur GeForce GTX 1080 Ti) und ein Hänger beim Laden der Level von "Gears of War 4" (GeForce GTX 970M SLI). Auch Abstürze bei "Ghost Recon Wildlands" (GeForce GTX Titan X mit FXAA und Ansel UI), "Tom Clancy's The Division Survival DLC" (GM204 während des Wechsels zwischen Fenster und Vollbild) sowie "For Honor" (GM204 mit ShadowPlay) warten noch auf eine Lösung.

Die Treiber-Komponenten umfassen NView 148.47, die PhysX-System-Software 9.17.0329, den HD-Audio-Treiber 1.3.34.26 sowie GeForce Experience 3.5.0.70. Abgesehen von GeForce Experience wurde somit keine Komponente aktualisiert. Für Windows 10 empfiehlt NVIDIA eine saubere Installation, da das Treiber-Update ansonsten fehlschlagen kann. Zudem meldet der Gerätemanager mitunter einen "Fehler 43", wenn während der Installation ein Bildschirm über HDMI angeschlossen ist. Für Windows XP bietet NVIDIA den GeForce 368.81 vom 14. Juli 2016 an und unter Windows Vista sind - abhängig von der Grafikkarte - entweder der GeForce 365.10 vom 2. Mai 2016 oder die Version 365.19 vom 13. Mai 2016 aktuell.

Download: NVIDIA GeForce Game Ready Driver 381.89 WHQL

 
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Ubuntu Phone: Ab Juni keine Sicherheits-Updates mehr!

reported by doelf, Dienstag der 25.04.2017, 17:50:51

Auch beim Ende von Ubuntu Phone gibt Canonical mächtig Gas: Die weiteren OTA-Updates sind auf kritische Korrekturen und Sicherheitsflicken beschränkt und ab Juni 2017 wird es nicht einmal mehr Sicherheits-Updates geben. Zeitgleich soll auch der Verkauf von Apps über den "Ubuntu Phone App Store" eingestellt werden.

Entwickler stehen im Juni dann vor der Wahl, ob sie ihre Apps für Bestandskunden im Store belassen oder komplett zurückziehen. Apps, die im Store verbleiben, können weiterhin heruntergeladen und von ihren Entwicklern gepflegt werden. Allerdings gilt auch das nur bis Ende 2017, denn zu diesem Zeitpunkt wird der komplette Store eingestellt werden. Die Ubuntu Phones und Tablets werden auch danach noch funktionieren, doch ohne Apps und Store ist ihr Nutzwert stark eingeschränkt. Aber ohne Sicherheits-Updates hat man bei Verwendung dieser Geräte eh kein gutes Gefühl mehr...

 
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Ubuntu 17.10 bereits mit GNOME und Wayland

reported by doelf, Dienstag der 25.04.2017, 16:55:46

Anfang April hatte Canonical, das Unternehmen hinter der Linux-Distribution Ubuntu, das mobile Betriebssystem Ubuntu Phone beerdigt und das hauseigene Unity-Desktop gleich mit entsorgt. Zunächst hieß es, der Wechsel von Unity zu GNOME solle im kommenden Frühjahr mit der Version 18.04 vollzogen werden, doch nun stehen alle Zeichen auf 17.10 und Herbst 2017.

Wie der Mailing-Liste des Release-Teams zu entnehmen ist, soll GNOME ab Ubuntu 17.10 zum Standard-Desktop werden und Wayland als Anzeige-Server dienen. Die Tage von Unity und dessen Anzeige-Server Mir wären damit wohl gezählt. Bezüglich des X-Display-Managers scheint noch keine Entscheidung gefallen zu sein, neben GDM steht der wesentlich kompaktere LightDM zur Auswahl. Auch der E-Mail-Client Evolution, welcher ebenfalls von GNOME-Projekt entwickelt wird, steht nun wieder zur Diskussion. Bis Ubuntu 11.04 zählte Evolution zu den Standardprogrammen und war vorinstalliert, doch seit Ubuntu 11.10 hat ihn der Thunderbird abgelöst. Mit GNOME könnte nun auch Evolution seine Rückkehr feiern, doch es gibt Bedenken bezüglich der Zahl der aktiven Entwickler. Weitere Baustellen sind GTK 3.x und 4.x, eine Anleitung für den Umstieg von Unity zu GNOME sowie Kompatibilitätsprobleme mit den aktuellen Themes, welche man für GNOME anpassen muss.

 
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Windows 10 Insider Preview Build 15207 für Smartphones

reported by doelf, Dienstag der 25.04.2017, 16:21:29

Microsoft hat einen neuen Windows 10 Insider Preview Build mit der Nummer 15207 für Smartphones freigegeben. Dieser Build, der bisher nur für Insider im Fast Ring erhältlich ist, behebt einen Absturz, welcher im Anschluss auf das erste Entsperren nach dem Update geschieht. Der Fehler hängt mit den neuen Datenschutz-Einstellungen zusammen und tritt nur auf Geräten auf, für die kein Passwort festgelegt wurde.

Seit dem vor einer Woche veröffentlichten Build 15205 fragt Windows 10 Mobile während der Erstkonfiguration die gewünschten Datenschutz-Einstellungen ab. Diese Änderung hatte Microsoft zuvor schon im Windows 10 Creators Update für PCs integriert, sie soll den Benutzern vor Augen führen, welche Daten das Betriebssystem für welche Zwecke sammelt. Wer den Build 15205 verwendet und nun den Build 15207 installiert, muss die Datenschutz-Einstellungen nochmals durchlaufen.

Ebenfalls vor einer Woche hatte Microsoft verkündet, dass lediglich elf Smartphones das Windows 10 Creators Update erhalten werden. Es handelt sich um die folgenden Modelle:

  • HP Elite x3
  • Microsoft Lumia 550
  • Microsoft Lumia 640/640XL
  • Microsoft Lumia 650
  • Microsoft Lumia 950/950 XL
  • Alcatel IDOL 4S
  • Alcatel OneTouch Fierce XL
  • SoftBank 503LV
  • VAIO Phone Biz
  • MouseComputer MADOSMA Q601
  • Trinity NuAns NEO
Leider hat sich an dieser Beschränkung nichts geändert und auch der Windows 10 Insider Preview Build 15207 ist nur für diese elf Geräte verfügbar!

 
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Windows 10: Zwei Feature-Updates pro Jahr - Cloud-Version startbereit?

reported by doelf, Dienstag der 25.04.2017, 15:13:00

Wie Bernardo Caldas vom Windows-Marketing mitteilt, sind inzwischen 400 Millionen Geräte mit Windows 10 monatlich aktiv. Und damit das auch so bleibt bzw. die Quote weiter steigt, wird Microsoft zukünftig zwei Feature-Updates pro Jahr veröffentlichen. Parallel dazu sollen Office 365 ProPlus und der System Center Configuration Manager aktualisiert werden.

Die Feature-Updates erscheinen im September und im März, das nächste Update ist für September 2017 geplant. Dazu gibt es, wie gewohnt, jeden Monat frische Sicherheitsflicken. Microsoft wird jedes der Feature-Updates, bei denen es sich eigentlich um neue Unterversionen von Windows 10 handelt, für einen Zeitraum von 18 Monaten pflegen. Zugleich muss man binnen 18 Monaten auf ein neueres Feature-Update wechseln, da man ansonsten keine weitere Updates mehr erhalten wird. Für Office 365 ProPlus gelten diese Support-Zeiträume bereits, neu ist aber die terminliche Abstimmung der beiden Produkte. Auch der System Center Configuration Manager wird auf dieses neue Update-Modell angepasst.

Von einer weiteren Neuerung berichtet Windows Central. Die Kollegen erwarten für den 2. Mai 2017 die Ankündigung einer Education-Version, welche Microsoft gegen Googles Chromebooks positionieren wird. Insbesondere in den USA greifen immer mehr Bildungseinrichtungen zu den preiswerten Computern von Google, statt teure Windows-Rechner anzuschaffen. In diesem Segment soll ChromeOS bereits einen Marktanteil von 49 Prozent (laut IDC) bzw. 58 Prozent (laut Futuresource) halten. Während sich ChromeOS seit 2014 um zwanzig Punkte verbessern konnte, ist Apples iOS um zwölf Punkte auf 14 Prozent abgerutscht und für Windows ging es von 25 auf 22 Prozent.

Die spezielle Education-Version soll die Trendwende bringen. Diese Ausgabe von Windows 10 wird von einer Cloud-Anbindung abhängig sein und soll sich leicht warten und verwalten lassen. Insbesondere durch Schadprogramme verursachte Wartungskosten und Ausfallzeiten sollen damit der Vergangenheit angehören. Als mögliche Produktnamen bringen die Kollegen "Windows 10 Cloud OS" und "Windows 10 S" ins Spiel, was bereits andeutet, dass auch ein Einsatz jenseits des Bildungssektors geplant sein dürfte. Das alles klingt nach einem weiteren Schritt in Richtung "Windows as a Service" mit monatlichen Festkosten, wobei Microsoft die Preise anhand der unterschiedlichen Einsatzgebiete staffeln könnte.

Parallel zum Cloud-Windows soll auch ein neues Surface-Modell auf den Markt kommen. Da es auch hier um den Bildungsbereich geht, dürfte es sich um ein preiswertes Laptop oder Tablet mit vorinstalliertem "Windows 10 S" handeln. Für andere Hardware-Hersteller gelten offenbar die folgenden Vorgaben für "CloudBooks":

  • CPU: 4 Kerne (Intel Celeron oder besser)
  • Arbeitsspeicher: 4 GiB
  • Festspeicher (eMMC oder SSD): 32 GB für 32 Bit bzw. 64 GB für 64 Bit
  • Akku: 40 WHr oder besser
  • Optional: Stifteingabe oder Touch-Bedienung

Diese Vorgaben deuten auf eine x86-Architektur hin. Ob auch ARM bei "Windows 10 S" eine Rolle spielen wird, ist derzeit noch unklar.

 
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Bose oder Böse - Kunden werden angeblich per App ausspioniert

reported by doelf, Sonntag der 23.04.2017, 19:15:49

Auch bei Apps von namhaften Firmen sollte man nicht zu gutgläubig sein: Der US-Amerikaner Kyle Zak hat in Chicago Klage gegen den bekannten Lautsprecher- und Kopfhörer-Hersteller Bose eingereicht. Er wirft dem US-Unternehmen vor, seine Kunden mit Hilfe der kostenlosen App "Bose Connect", welche für Android und iOS angeboten wird, auszuspionieren.

Zak, der für 350 US-Dollar Kopfhörer des Typs "QuietComfort 35" gekauft hatte, spricht von einer "umfassenden Missachtung" der Privatsphäre. Bei der Installation der App empfiehlt Bose seinen Kunden, die Seriennummer des Produkts, ihren Namen und ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Nur nach Angabe dieser Daten sei das beste Nutzererlebnis garantiert. Doch Bose behält diese Daten nicht für sich, stattdessen sammelt das Unternehmen Details über alle Mediendateien auf dem Smartphone und teilt diese mit Dritten wie dem Marktanalysten Segment.

Tatsächlich dokumentiert Bose dieses Vorgehen in der "Bose Connect App Privacy Policy". Dort heißt es:

"We share the information that we collect with a variety of third parties. Additionally, other third parties collect information directly through the app."
Bose teilt die gesammelten Daten also mit zahlreichen Partnern und hält es nicht einmal für notwendig, diese im Einzelnen aufzuzählen. Schlimmer noch: Bose gibt die Kontrolle über die Datenzugriffe weitgehend ab, denn die Drittanbieter können die Daten selbst direkt über die App einsammeln. Bei einem Dienstleister wie Crashlytics, welchen Bose als Beispiel aufführt, mag das noch Sinn machen, denn diese Firma untersucht die Software ihrer Kunden auf Fehler. Doch bei Segment, dem zweiten aufgeführten Beispiel, geht es nur noch um Marktanalysen. Dass die Daten angeblich anonymisiert werden, soll offenbar die Bedenken der Kunden zerstreuen. Andererseits sollen Kinder unter 18 Jahren ihre Eltern um Erlaubnis fragen, bevor sie die App verwenden und damit ihre Daten preisgeben.

Zak und sein Anwalt Christopher Dore wollen weitere Käufer dazu bewegen, sich der Klage anzuschließen. Sie fordern für betroffene Kunden einen Schadensersatz in Millionenhöhe und verlangen einen Stopp der Datensammlung. "Bose Connect" unterstützt diverse Produkte des Herstellers, darunter die Kopfhörer QuietComfort 35, QuietControl 30, SoundLink Around-Ear Wireless Headphones II, SoundSport Wireless und SoundSport Pulse Wireless sowie die Lautsprecher SoundLink Color II, SoundLink Revolve und SoundLink Revolve+.

 
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Android: Spyware über Jahre als "System Update" im Play Store

reported by doelf, Sonntag der 23.04.2017, 14:38:12

Die Sicherheitsexperten von Zscaler ThreatLabz haben in Googles Play Store eine Android-App gefunden, die sich als "System Update" bezeichnet, in Wahrheit aber eine Spionage-Software ist. Zuletzt wurde das Programm, welches mehr als eine Million mal heruntergeladen wurde, im Dezember 2014 aktualisiert. Damit blieb die Schadsoftware mindestens 28 Monate lang unentdeckt.

Die App versprach Zugriff auf die neuesten Software-Updates für Android, doch ihre Beschreibung war lückenhaft und - zumindest zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung - gab es nur noch leere Bildschirmfotos. Dies sowie Probleme nach der Installation führten zu zahlreichen schlechten Bewertungen, welche die Sicherheitsforscher auf die Spur des Schädlings brachten. Es ist gut möglich, dass sich die App in der Vergangenheit wesentlich attraktiver präsentiert hatte, schließlich wurde sie millionenfach installiert.

Beim Start des angeblichen "System Update" meldet die App "Unfortunately, Update Service has stopped" (Übersetzung: "Unglücklicherweise wurde der Update-Dienst angehalten"), doch beim vermeintlichen Schließen versteckt sich die App nur. Im Hintergrund richtet sie zwei Dienste ein, welche die Geo-Daten des Benutzers abgreifen und eingehende SMS-Mitteilungen überwachen. Ist eine SMS mehr als 23 Zeichen lang und enthält die Zeichenkette "vova-", wird sie verarbeitet. Eine SMS mit dem Inhalt "get faq" beantwortet die Spyware mit einer Anleitung für ihre Bedienung. Der Angreifer kann per SMS eine Telefonnummer und ein Passwort festlegen, an die im Anschluss die Geo-Daten geschickt werden. Laut Zscaler ThreatLabz findet sich der selbe Code zum Abgriff der Standorte auch in einem Remote-Access-Trojaner namens "DroidJack".

Die Sicherheitsexperten haben ihren Fund bei Google gemeldet und inzwischen wurde die App aus dem Play Store entfernt. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass es auch in weitgehend abgeschotteten Ökosystemen keine absolute Sicherheit gibt und man vor der Installation einer App unbedingt sein Gehirn einschalten sollte!

 
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Layout-Optimierungen für Desktop-PCs und Notebooks

reported by doelf, Sonntag der 23.04.2017, 12:40:21

Einige unserer Leser werden heute sicherlich gedacht haben: Au-Ja sieht doch irgendwie anders aus, oder? Und sie haben recht! Seit Juli 2015 nutzen wir für unser Portal (mit Ausnahme der Testberichte) ein dynamisches Layout, welches alle möglichen Geräte vom Einsteiger-Smartphone bis zum 4k-Fernseher unterstützt. Ein Nebeneffekt dieses Design-Updates waren vergleichsweise große Schriften für einige Bildschirmformate.

Die Betonung liegt dabei auf "waren", denn wir haben in der letzten Nacht einige Optimierungen für typische Desktop-PCs und Notebooks freigeschaltet. Primär geht es um Bildschirmbreiten zwischen 1.280 und 1.680 Pixeln sowie Pixeldichten von maximal 150 PPI. Dieser Bereich umfasst zahlreiche Auflösungen, die bei Bildschirmen und Laptops üblich sind - hier einige Beispiele:

  • 1.280 x 768 (z.B. 12,1 Zoll)
  • 1.280 x 800 (z.B. 10,1 bis 13,3 Zoll)
  • 1.280 x 1.024 (z.B. 17,0 bis 19,0 Zoll)
  • 1.366 x 768 (z.B. 11,6 bis 19,0 Zoll)
  • 1.440 x 900 (z.B. 13,3 bis 19,0 Zoll)
  • 1.600 x 900 (z.B. 17,3 bis 19,5 Zoll)
  • 1.680 x 1.050 (z.B. 22,0 Zoll)

Für diese Display-Typen haben wir die Schriftdarstellung verkleinert und die Portal-Seite von der 2- auf die 4-Spalten-Ansicht umgestellt. Hierdurch wird Au-Ja übersichtlicher, die Lesbarkeit ist besser und unsere Besucher mit klassischen Computern müssen weniger Scrollen. Besucher, denen die Schrift auf ihrem Display zu klein sein sollte, können die Zoom-Funktion ihres Browsers nutzen (beim Firefox geht dies über die Tastenkombinationen Strg + sowie Strg -).

Oberhalb von 1.680 Pixel Bildschirmbreite bleibt es bei vier Spalten. Wir haben allerdings auch hier die Schriftgröße für Bildschirme mit bis 150 PPI reduziert und somit die Lesbarkeit verbessert. Wird der Webbrowser mit reduzierter Fenstergröße genutzt, wertet unsere Webseite die Breite des Browser-Fensters aus. Damit steht die 4-Spalten-Darstellung jetzt auch in der Fensteransicht für einen größeren Bereich zur Verfügung. Für Mobilgeräte hat sich indes nichts geändert.

Wir hoffen, dass Euch die Änderungen gefallen. Falls nicht, beschwert Euch im Forum!

Eure Au-Ja-Redaktion

 
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Chrome 58 schließt 29 Sicherheitslücken

reported by doelf, Freitag der 21.04.2017, 23:57:36

Google hat seinen Internetbrowser Chrome für Windows, macOS X und Linux auf die Version 58 bzw. genauer gesagt auf die Version 58.0.3029.81 aktualisiert. Diese verspricht eine höhere Geschwindigkeit und schließt 29 Sicherheitslücken. Zumindest von drei Schwachstellen geht eine hohe Gefahr aus.

Googles Entwickler haben in den vergangenen Monaten kräftig an der JavaScript-Engine V8 geschraubt und konnten die Ladezeiten von typischen Webseiten um zehn bis zwanzig Prozent reduzieren. Zieht man statt Octane das Benchmark-Tool Speedometer, welches Google inzwischen bevorzugt verwendet, zum Vergleich heran, ergeben sich sogar Verbesserungen zwischen 25 und 35 Prozent. Diese Werte beziehen sich auf den Sprung von der Version 49 auf 56, für Chrome 58 hat Google noch keine Zahlen genannt. Betrachtet man die Leistungskurven, so haben sich die Steigerungen inzwischen etwas abgeschwächt, insbesondere Windows profitiert kaum noch. Schwerpunkt der Entwicklung ist, was kaum überraschen dürfte, Android.

Zwölf der 29 Sicherheitslücken wurden von externen Experten entdeckt, besonders gefährlich sind dabei zwei Typen-Verwechslungen in PDFium und Blink sowie ein Zugriff auf zuvor gelöschten Heap-Speicher. Unterbunden wurde auch drei URL-Manipulationen in der Adresszeile (Omnibox), bei denen ähnliche Buchstaben aus anderen Alphabeten genutzt wurden, um lateinische Schreibweisen nachzuahmen. Diese Spoofing-Angriffe bewertet Google nur als mittelschwer, was auch für fünf weitere extern gemeldete Fehler gilt. Eine Möglichkeit zum Umgehen der Same-Origin-Policy (SOP), welche in der HTML-Rendering-Engine Blink entdeckt wurde, soll vergleichsweise harmlos sein.

Download:

 
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CPU-Z 1.79 für AMDs Ryzen 5 und 3

reported by doelf, Freitag der 21.04.2017, 22:50:19

CPU-Z zeigt zahlreiche Informationen über den Prozessor, das Mainboard, den Chipsatz, die Grafikeinheit und den Arbeitsspeicher an, darunter Taktraten, Spannungen, Latenzen und die SPD-Programmierung der RAM-Module. Die gestern veröffentlichte Version 1.79 unterstützt AMDs neue Prozessoren der Baureihen Ryzen 5 und Ryzen 3, zudem wurde die Leistungsmessung überarbeitet.

Welche Änderungen der Benchmark-Test erfahren hat, ist unklar. Er trägt jetzt aber die Versionsnummer 17.01. CPU-Z 1.79 umfasst auch eine Fehlerkorrektur für Ryzen-Konfigurationen, welche RAID-Arrays verwenden. Diese hatten CPU-Z bisher einfrieren lassen. Zum Abschluss noch ein Tipp: Beim Download empfehlen wir den Griff zum ZIP-Archiv, denn eine Installation von CPU-Z ist nicht notwendig. Das Archiv enthält sowohl die 32- als auch die 64-Bit-Fassung des Programms.

Download: CPU-Z 1.79

 
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Wine 2.0.1 ist verfügbar

reported by doelf, Freitag der 21.04.2017, 22:37:34

Wine ist eine kostenlose Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme wie beispielsweise Linux, welche das Ausführen von Programmen und Spielen, die eigentlich für Windows geschrieben wurden, ermöglicht. Die gestern veröffentlichte Version 2.0.1 entspringt der stabilen Entwicklungsschiene, sie umfasst 47 Fehlerkorrekturen.

Die MessageBox verschluckt nicht mehr das letzte Wort, wenn die angezeigte Zeichenkette ein Und-Zeichen umfasst, und der Öffnen-Dialog stürzt nicht mehr ab, wenn der Pfad zum Desktop-Verzeichnis Unicode-Zeichen enthält, die nicht von der aktuellen Lokalisierung unterstützt werden. Bei ComicRack 0.9.x, iMesh 10, "New Marvel Heroes 2015", Sega Bug und "The Magic School Bus Explores The Solar System" wurden Startabstürze behoben und One Note Free Retail sowie Acid Pro Trial 7.0e sollen sich wieder installieren lassen. "Need For Speed Most Wanted" bleibt nicht mehr bei einer Änderung der Grafikeinstellungen hängen und "Rush for Berlin Gold" verabschiedet sich nicht mehr nach den Intro-Videos. Weitere Abstürze wurden für "Odallus The Dark Call" (bei Verwendung eines Force-Feedback-Controllers), Zafehouse (Demo) und Spiele auf Basis der Unreal Engine 4 korrigiert. MIDI-Takt-Mitteilungen zwischen Wine und ALSA werden nicht mehr beschädigt und NVIDIAs GeForce GT 525M nicht mehr als GeForce GTX 470 gemeldet. In der offiziellen Ankündigung finden sich weitere Fehlerberichtigungen.

 
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AMD Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.4.3 unterstützt neue GPUs

reported by doelf, Freitag der 21.04.2017, 11:47:03

AMD hat einen neuen "optionalen" Grafiktreiber aus der Radeon Software Crimson ReLive Edition veröffentlicht. Die Version 17.4.3 richtet sich in erster Linie an die neuen Grafikkarten der Baureihen Radeon RX 580 und RX 570, bringt aber auch volle Unterstützung für Windows 10 Creators Update. Bei der Version 17.4.2 hatte AMD noch von einer eingeschränkten Unterstützung gesprochen.

Die Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.4.3 ist nicht auf den Einsatz mit Radeon RX 580 und RX 570 beschränkt, sondern läuft auf allen Desktop-GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700, auf allen Mobil-GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700M und kann auch mit zahlreichen APUs (Desktop: R3, R4, R5, R6, R7; Mobil: R2, R3, R4, R5, R6, R7, R8, HD 8180 bis HD 8400) verwendet werden. AMD bietet Treiber-Versionen für Windows 10 (32/64 Bit), Windows 8.1 (nur 64 Bit) und Windows 7 (32/64 Bit) an, es werden jedoch nicht alle Karten unter allen Betriebssystemen unterstützt.

Ungelöste Probleme
"Counter-Strike: Global Offensive" und "World of Warcraft" flackern beim ersten Aufruf nach einem Systemstart sofern FreeSync genutzt wird. Beendet man das Spiel und startet es erneut, ist das Flackern verschwunden. Auch ein Task-Wechsel soll helfen. Einige Anwendungen leiden weiterhin unter Leistungseinbrüchen, wenn AMD FreeSync für rahmenlose Vollbild-Applikationen genutzt wird. Die Radeon Einstellungen können abstürzen, wenn das Benutzerkonto nach dem Aktivieren bzw. Deaktivieren von AMD CrossFire gewechselt wird, und der Radeon WattMan übernimmt die Einstellungen für einige Grafikkarten der Baureihe Radeon R9 390 nicht. Dazu kommen einige Probleme rund um AMDs Radeon ReLive, beispielsweise Konflikte mit XBOX DVR sowie Inkompatibilitäten mit APUs.

Profi-Treiber
Für Workstation-Karten gibt es seit Anfang April die Radeon Pro Software Beta 17.4.2 sowie den stabilen Treiber Radeon Pro Software Enterprise 17.Q1.1. Die Beta-Version bringt grundlegende Unterstützung für das Windows 10 Creators Update und schaltet HBR3 für DisplayPorts der Generation 1.4 frei (Radeon Pro WX-Serie). HBR3 bezeichnet eine Datenrate von 25,92 GBit/s bei Verwendung von vier Leitungen. Bei verlustfreier Übertragung reicht das für 5.120 x 2.880 Bildpunkte (5K), während mit verlustbehafteten Kompressionsverfahren auch 7.680 x 4.320 Pixel (8K) möglich sind. Für die 8K-Ausgabe mit 30 Hz reicht jetzt ein einzelnes Kabel aus. Werden zwei Kabel verwendet, sind 60 Hz möglich. Die stabile Radeon Pro Software Enterprise 17.Q1.1 bringt die weltweit erste hardware-basierte virtualisierte GPU-Lösung namens "AMD Multiuser GPU" (kurz: "MxGPU") für die Server-Karten der Baureihe FirePro S.

Download:

 
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IBM: Die Cloud wächst, der Umsatz schrumpft

reported by doelf, Mittwoch der 19.04.2017, 17:21:00

Im dritten Quartal 2016 sah es so aus, als hätte Big Blue endlich die Trendwende geschafft. Der Umsatz war damals nur um 0,28 Prozent gesunken, doch schon im vierten Quartal stieg der Rückgang wieder auf 1,31 Prozent an und zum Jahresauftakt 2017 meldet IBM nun einen Einbruch um 2,83 Prozent. Seit nunmehr zwanzig Quartalen schrumpft der einstige Hardware-Riese zu einem deutlich kleineren IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen.

Die von Firmenchefin Ginni Rometty geleitete Dauerbaustelle hat in den vergangenen Jahren die weniger ertragreichen Hardware-Sparten verkauft und stattdessen Cloud- und Sicherheitsdienste ausgebaut sowie die Entwicklung künstlicher Intelligenz zur Verarbeitung von Big Data vorangetrieben. Das sollte die Wertschöpfung optimieren, also prozentual mehr Gewinn aus dem Umsatz herauskitzeln. Bisher ist dieser Plan allerdings noch nicht aufgegangen: Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist IBMs Umsatz im ersten Quartal 2017 um 2,83 Prozent auf 18,155 Milliarden US-Dollar (Q1/2016: 18,684 Milliarden US-Dollar) gesunken, der Nettogewinn allerdings um 13,11 Prozent auf 1,750 Milliarden US-Dollar (Q1/2016: 2,014 Milliarden US-Dollar) eingebrochen. Der Gewinn je Aktie ist um 11,48 Prozent auf 1,85 US-Dollar (Q1/2016: 2,09 US-Dollar) abgerutscht.

Wenn man sich den Spaß erlaubt und das erste Quartal 2012 zum Vergleich heranzieht, sieht die Entwicklung noch viel dramatischer aus: IBMs Umsatz ist innerhalb von fünf Jahren um 26,42 Prozent und der Nettogewinn sogar um 42,92 Prozent gefallen. Rechnet man jetzt noch die Inflationsrate von 6,2 Prozent mit ein, zeigt sich das wahre Ausmaß der blauen Gletscherschmelze.

Und weil diese Entwicklung keinem Anleger gefallen kann, beschwört IBM seit Jahren die gute Entwicklung seiner strategischen Schwerpunkte: Der Umsatz ist dort um zwölf Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar gestiegen, wobei insbesondere das Cloud-Geschäft mit einem Plus von 33 Prozent hervorsticht. Es folgt der Mobilbereich mit einer Steigerung um zwanzig Prozent, Sicherheit mit einem Zuwachs von neun Prozent und die Analysedienste konnten um sechs Prozent zulegen.

Offen bleibt jedoch die Frage, wann die strategischen Schwerpunkte stark genug sein werden, um IBM wieder wachsen zu lassen. Die Anleger reagierten auf die Quartalszahlen jedenfalls negativ und ließen IBMs Aktie um 5,44 Prozent auf 160,80 US-Dollar abstürzen.

Quelle: www.ibm.com
 
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Der Firefox 53.0 ist fertig

reported by doelf, Mittwoch der 19.04.2017, 16:30:27

Auf Mozillas offiziellem Archive-Server (vormals FTP-Server) liegt der finale Firefox 53.0 zum Download bereit. Windows XP, Vista und die 32-Bit-Varianten von Mac OS X werden nicht mehr unterstützt. Dafür kann man unter Windows während der Installation zwischen der 32- und der 64-Bit-Variante wählen und die Entwickler haben weitere Maßnahmen gegen problematische Grafiktreiber ergriffen.

Insbesondere veraltete Grafiktreiber stellen für den Firefox ein Stabilitätsproblem dar, das nur die Entwickler der Treiber lösen könnten. Da dies aber nicht geschieht, wurden solche Treiber bisher auf eine schwarze Liste gesetzt. Statt die Leistung der GPU heranzuziehen, berechnet der Firefox dann alles in Software und das ist zuweilen recht zäh. Mit dem Firefox 53.0 schlägt man nun einen neuen Weg ein, der auf einem abgekapselten GPU-Prozess basiert. Wenn dieser abstürzt, reißt er den Firefox nicht mit und nach einer kurzen Verzögerung geht es weiter. Voraussetzung zur Nutzung des GPU-Prozesses sind ein Firefox mit aktivierter Multi-Prozess-Unterstützung (e10s), Windows 7 SP1 oder neuer sowie eine D3D9-fähige Grafiklösung.

Bild

Weitere Neuerungen: Die Lightweight-Themes werden nun auch im privaten Modus genutzt und es gibt zwei neue Themes namens "Compact Light" und "Compakt Dark" (siehe Bildschirmfoto). Der Lesemodus gibt eine Schätzung ab, wie viel Zeit man für die aktuelle Seite benötigt (siehe Bildschirmfoto). Öffnet man einen neuen Tab mit Medieninhalten, bleiben diese blockiert bis der Tab tatsächlich angezeigt wird. Das Design der Medienkontrollen wurden überarbeitet und auch die Anfragen zur Zustimmung des Benutzers wurden klarer und auffälliger gestaltet. Die Titel der Tabs werden neuerdings ausgeblendet und Entwickler können einen Alpha-Kanal auf WebM-Videos anwenden, um diese mit Transparenz zu versehen.

Wie eingangs schon erwähnt, werden Windows XP und Vista sowie die 32-Bit-Varianten von Mac OS X nicht mehr unterstützt. Wer sich noch nicht von Windows XP oder Vista trennen will, bekommt beim Firefox 52.0 ESR noch für ein Jahr Sicherheits-Updates. Unter Linux wurde die Unterstützung für ältere Prozessoren gestrichen, Mindestanforderung sind jetzt ein Intel Pentium 4 oder ein AMD Opteron. Da die offizielle Ankündigung noch aussteht, werden wir Informationen über etwaig behobene Sicherheitslücken später nachreichen.

Download: Firefox 53.0

 
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Windows 10 Insider Preview Build 16176 für PCs

reported by doelf, Mittwoch der 19.04.2017, 16:18:28

Kaum ist das Windows 10 Creators Update (Build 15063) verteilt, nimmt Microsoft die nächste Version seines Betriebssystems in Angriff. Der Build 16176 ist bereits die zweite Ausgabe in der 16er-Serie und wird seit dem Osterwochenende an Insider im Fast-Ring verteilt.

Neuerungen und Korrekturen
Wie schon beim vorausgegangenen Build 16170 räumt Microsoft den Code auf, arbeitet an seiner OneCore-Architektur und berichtigt Fehler. Im Windows Explorer gibt es ein neues Share-Icon, erstmalig eingerichtete Miracast-Verbindungen brechen nicht mehr eine Minute nach Schließen der Verbindungskonfiguration ab und beim Deaktivieren des Nachtmodus werden die Bildschirmfarben unverzüglich zurückgesetzt (alles seit dem Build 16170). Mit dem Build 16176 hat das Windows Subsystem für Linux Zugriff auf die seriellen Schnittstellen erhalten und wenn man den Einschaltknopf für sieben Sekunden gedrückt hält, startet das System eine Fehlersuche. Dies funktioniert aber nur auf neueren Geräten, bei denen der Einschaltknopf nicht mehr über ACPI verwaltet wird.

Ein Leistungsdefizit beim Zeichnen von Startmenü und Action-Center wurde ebenso behoben wie ein Fehler, durch den das Action-Center gleich mehrere Benachrichtigungen auf einmal verwirft. Die Vorlesefunktion lässt sich wieder verwenden, im Flyout von Uhr und Kalender fehlt die Agenda nicht mehr und bestimmte Apps und Spiele stürzen nicht mehr aufgrund einer fehlerhaften Werbe-ID ab. Microsoft Edge friert nach einem Connected Standby nicht mehr ein, da die Erweiterungen des Browsers nun korrekt angehalten werden. Im Gegensatz zum Build 16170 wird Text in Win32-Anwendungen wieder richtig angezeigt und Surface Books starten nach dem Aufwachen keine überflüssige Laufwerksüberprüfung.

Bekannte Fehler
Es gibt aber auch ein paar ungelöste Probleme: Apps wie Slack und Evernote, welche die Desktop Bridge (Centennial) verwenden, verursachen einen Absturz (GSOD). Beim Surface 3 scheitert das Update auf neue Builds, wenn eine SD-Karte eingelegt ist, und der Doppelklick auf das Icon des Windows Defenders in der TNA verpufft ohne Wirkung. Im Windows Ink Workspace stürzen die kürzlich genutzten Apps ab und gelegentlich beklagt sich Windows über abgebrochene Updates.

 
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Windows Mobile: Da waren es nur noch elf

reported by doelf, Mittwoch der 19.04.2017, 13:09:15

Als besonders zweifelhaftes Ostergeschenk hat Microsoft zur Streichliste gegriffen und wird zukünftig nur noch elf Smartphones, darunter vier hauseigene Modelle, mit neuen Windows-Versionen versorgen. Besonders bitter: Dies gilt nicht nur für den neuen Insider Preview Build 15204, sondern auch für das Windows 10 Creators Update, welches für Mobiltelefone noch nicht freigegeben wurde!

Nur die folgenden Smartphones bekommen das Windows 10 Creators Update:

  • HP Elite x3
  • Microsoft Lumia 550
  • Microsoft Lumia 640/640XL
  • Microsoft Lumia 650
  • Microsoft Lumia 950/950 XL
  • Alcatel IDOL 4S
  • Alcatel OneTouch Fierce XL
  • SoftBank 503LV
  • VAIO Phone Biz
  • MouseComputer MADOSMA Q601
  • Trinity NuAns NEO

Diese harte Entscheidung aus Redmond ist verwunderlich, schließlich unterstützten die Vorabversionen (Insider Preview Builds) des Windows 10 Creators Updates noch bis Ende März eine breite Palette von Lumia-Modellen. Der letzte Build, den die aussortierten Smartphones nutzen können, trägt die Nummer 15063. Um diesen installieren zu können, muss man sich für das Insider-Programm anmelden und einer umfassenden Datenübermittlung an Microsoft zustimmen. Falls das keine Option sein sollte, bleibt nur das Windows 10 Anniversary Update (Build 14393) vom letzten Sommer.

Zudem handelt es sich beim Build 15063 um eine unfertige Version mit etlichen Macken: Das Upgrade vom Windows 10 Anniversary Update (Build 14393) funktioniert nicht direkt, zunächst muss man den Build 15055 aufspielen. Hat man das geschafft, ist Edge auf vielen Geräten unbrauchbar, da die Webseiten beim Scrollen immer wieder neu geladen werden. Klickt man auf Texteingabefelder, öffnet Edge die Tastatur nur sporadisch. Zudem kommt es vor, dass man den Unterpunkt zum Hinzufügen neuer Geräte unter Einstellungen nicht mehr auswählen kann.

Der neue Insider Preview Build 15204 ist übrigens auch nicht viel besser, einzig die Texteingabe unter Edge öffnet jetzt wieder zuverlässig die Tastatur. Dafür gibt es drei neue Probleme mit Continuum: Beim HP Elite X3 stellt Continuum seinen Dienst beim Schließen des Deckels ein, beim Lumia 950 gibt es Hänger oder Anzeigefehler nach dem Beenden der Verbindung und zuweilen wacht der Bildschirm nach dem Entfernen aus dem Continuum-Dock gar nicht mehr auf. Als Neuerung wurden die Konfiguration der Datenschutzeinstellungen nun auch bei Windows Mobile integriert.

 
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Kolumne: Soziale Medien machen Stars - und Verbrecher?

reported by doelf, Dienstag der 18.04.2017, 09:36:08

Dass soziale Medien wie Facebook, Twitter, Instagram oder YouTube Selbstdarstellern eine Plattform bieten, auf der sie ohne technisches Wissen oder redaktionelle Prüfungen ihre Meinung, Werbung oder Propaganda verbreiten können, ist hinlänglich bekannt. Terroristen nutzen diese Medien schon seit Jahren für ihre Botschaften, doch 2017 scheint das Jahr zu werden, in dem Kriminelle ihre Verbrechen einem internationalen Milliardenpublikum präsentieren. Nach Misshandlungen und Vergewaltigungen kam es an Ostern zum ersten Facebook-Mord.

Am Ostersonntag hatte der US-Amerikaner Steve W. Stephens aus Cleveland im Bundesstaat Ohio eine Video auf Facebook veröffentlicht, in dem er einen Mord ankündigt. Im weiteren Verlauf der knapp eine Minute langen Aufnahme wählt Stephens auf offener Straße einen zufällig vorbeikommenden älteren Mann aus, spricht diesen an und erschießt ihn. Im Anschluss hatte der Täter das Video auf Facebook hochgeladen. Das FBI fahndet seither nach Stephens, konnte den vermutlich ersten Facebook-Mörder aber trotz einer ausgesetzten Belohnung in Höhe von 30.000 US-Dollar noch nicht fassen.

Der Fall von Stephens ist der bisherige Höhepunkt einer neuen Gewaltwelle, die seit Jahresbeginn über Facebook schwappt. Während die Politik die sozialen Medien aufgrund ihrer trägen Reaktion auf terroristische Propaganda und Hassreden kritisiert, zeigen Videos von Verbrechen noch viel deutlicher, wie sehr die Selbstkontrolle der Anbieter versagt. Drei Beispiele: Anfang Januar wurde in Chicago (US-Bundesstaat Illinois) ein geistig behinderter 18-Jähriger von zwei Männern und zwei Frauen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren entführt und misshandelt. Teile der Tat wurden als Live-Video auf Facebook gestreamt. Ende Januar zeigte ein weiterer Live-Stream eine Vergewaltigung im schwedischen Uppsala. Eine offenbar wehrlose Frau wurde dabei von drei Männern im Alter zwischen 18 und 24 Jahren missbraucht. Anfang April wurde dann wieder Chicago zum Schauplatz eines Verbrechens, das live auf Facebook übertragen wurde. Jugendliche hatten eine 15-jährige vergewaltigt und sich dabei gefilmt.

Diese drei Beispiele zeigen überdeutlich, dass insbesondere die Generation der sogenannten "Digital Natives" die sozialen Medien völlig ungefiltert und rein instinktiv nutzt. Man teilt mit seinen "Freunden" was man so tut - ganz gleich, ob man einfach nur so rum hängt, ein riesiges Steak isst, besoffen in die Ecke kotzt oder jemanden vergewaltigt. Natürlich spielen dabei soziale Hintergründe eine entscheidende Rolle, doch wir müssen uns immer wieder vor Augen halten, dass nicht überall auf der Welt eitel Sonnenschein herrscht. Es gibt Gegenden, in denen Gewalt, Drogen und Missbrauch zum Alltag gehören. Und wenn soziale Medien ihre Nutzer dazu auffordern, ihr Leben mit der Welt zu teilen, dann werden sich darunter auch zwangsläufig solche Gewaltexzesse finden. Insbesondere wenn während der Tat eine Gruppendynamik entsteht, welche Facebook und Co. als simple Erweiterung dieser Gruppe betrachtet.

Beim Mord von Cleveland liegt die Sache etwas anders. Stephens scheint ein Einzelgänger zu sein, der die Tat speziell für seine potentiellen Zuschauer inszeniert hat. Während die drei Gruppenverbrechen aller Wahrscheinlichkeit nach auch ohne Facebook stattgefunden hätten, muss man sich hier tatsächlich die Frage stellen, ob der Mord ohne Aussicht auf ein großes Publikum geschehen wäre. Bei der Ausfilterung solcher Inhalte hat Facebook allerdings in allen vier Fällen versagt und so werden die Rufe nach einer verpflichtenden Selbstzensur mit jeder Tat lauter. Und das zurecht, denn Facebook ist keine offene Kommunikationsplattform, sondern ein kommerzielles Medienunternehmen, das die von seinen Nutzern veröffentlichten Inhalte schon immer gefiltert hat. Doch während gegen zur Schau gestellte Brustwarzen hart durchgegriffen wird, scheinen Hass und Gewalt nur zu oft durch die Meinungsfreiheit gedeckt zu sein.

Aus jahrelanger Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass es ohne Filter nicht geht. Im Internet gibt es, wie im realen Leben, einen Haufen Kriminelle und Idioten, die ihre Freiheiten auf Kosten ihrer Mitmenschen missbrauchen. Um solchen Menschen keine Plattform zu geben, muss man die Inhalte filtern und bei allen Fortschritten hinsichtlich der künstlichen Intelligenz kommt man derzeit nicht um menschliche Kontrolleure herum. In unserem eigenen Forum praktizieren wir dies seit Jahren. Sicher, Facebook und Co. haben viel mehr Benutzer und müssten wesentlich mehr Inhalte überprüfen als wir, doch Facebook und Co. verdienen auch Milliarden, eben weil sie aus Kostengründen auf solche Kontrollen verzichten. Das ist ein lukratives Geschäftsmodell, doch die Inhalte von Dritten kommerziell auszuschlachten, ohne irgendeine Verantwortung übernehmen zu wollen, passt meiner Ansicht nach nicht zusammen.

 
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Wine 2.6 (Development Release) verfügbar

reported by doelf, Montag der 17.04.2017, 11:23:25

Wine ist eine kostenlose Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme wie beispielsweise Linux, welche das Ausführen von Programmen und Spielen, die eigentlich für Windows geschrieben wurden, ermöglicht. Die kürzlich veröffentlichte Entwicklungsversion 2.6 bringt 25 Fehlerkorrekturen und bringt einige Fortschritte in Bezug auf Direct3D und DirectWrite.

Es gibt wieder neue Befehle für das Shader Model 5 und es wurde auch weiter am Direct3D-Befehlsstrom gearbeitet - hier wird derzeit Multi-Thread implementiert. Die Unterstützung für 3D-Texturen wurde ausgeweitet und die Umformung von Schriften über DirectWrite wurde verbessert. Die Fehlerkorrekturen beheben einen Absturz während der Installation von "StudioTax 2011", kaputte Grafiken und Instabilitäten bei der DX11-Version von "Neverwinter Online" sowie einen Crash beim Aufruf von "Legacy of Kain: Defiance" über Scripte. Wine iexplore stürzt nicht mehr beim Zugriff auf news.theraoffice.com ab und beim Steam-Client habe sich die Entwickler um das Flackern und verschwundenen Text gekümmert. Weitere Korrekturen betreffen die folgenden Spiele: "0 A.D.", "Aliens vs. Predator" (2010), "BeamNG.drive", "Gal*Gun Double Peace", "No Man's Sky" (GOG), "Rogue Operatives", "The Solus Project", "The Witness", "Train Fever", "Witcher 3", "World of Tanks" (v0.9.15) und "World of Warships". Zudem soll der Bethesda.net-Launcher wieder starten.

 
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Wir wünschen ein frohes Osterfest!

reported by doelf, Sonntag der 16.04.2017, 11:32:10

Da ist es wieder: Ostern. In den vergangenen Jahren hatten wir diese Feiertage zum Anlass genommen, an die Hintergründe dieses Fests und den Weltfrieden zu erinnern. Doch in Anbetracht eines Präsidenten Trump, der österlichen Raketentests eines Kim Jong-un und der Beerdigung der Demokratie in der Türkei sparen wir uns heute dieses Gewäsch und gehen lieber mit der Zeit. Also, liebe Leser, knallen wir ein paar Hasen ab!

Und keine Sorge wegen der Kinder: Es sind ganz, ganz böse Hasen, deren Pixelblut in "Mayhem Triple" von Dustin Gunn über den Bildschirm spritzt. Sozusagen die Kim Jong-uns, Baschar al-Assads und Judas Iskariots (der Jünger, nicht die miese Metal-Band) unter den Langohren. Damit sind wir und der Held des Spiels - Miguel "Mig" Carter - aus dem Schneider und müssen beim Abschlachten keinerlei Gewissensbisse haben. Also dann: Den Sitz der Föhnwelle prüfen, laden, entsichern und die Schoko-Eier im Regen vergessen ;-)

Download: Mayhem Triple (für Windows XP und höher, 23 MiB)

 
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kwmobile 4k HDMI Audio Extractor im Test

reported by doelf, Sonntag der 16.04.2017, 00:29:41

Der HDMI-Anschluss ist heute allgegenwärtig. Seine Stecker und Buchsen sind kompakt, Bild und Ton werden verlustfrei in digitaler Form transportiert, Urheber können ihre Werke dank HDCP schützen und selbst Netzwerk-Anbindungen und Fernbedienungssignale reicht das HDMI-Kabel weiter. Doch was tun, wenn man ein analoges oder digitales Audio-Signal benötigt und das Ausgabegerät nur eine HDMI-Buchse besitzt? Dann greift man zu einem kleinen Helfer wie dem 4k HDMI Audio Extractor von kwmobile.

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Insbesondere bei preisgünstigen DVD- und Blu-ray-Playern geizen die Hersteller mit Anschlüssen und bieten oftmals nur noch HDMI, so dass sich keine Verbindung mit einem Hifi-Verstärker oder einem älteren AV-Receiver ohne HDMI-Anschlüsse herstellen lässt. Auch den meisten Notebooks und Einplatinen-Computern wie dem Raspberry Pi fehlt ein digitaler Audio-Ausgang, gleichzeitig lässt die analoge Ausgabe oft zu wünschen übrig. Die perfekte Lösung für solche Konfigurationen ist ein HDMI-Audio-Extractor oder Audio-Splitter, der den Ton des HDMI-Signals herausfiltert und auf mehrere unterschiedliche Anschlüsse verteilt.

 
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Ubuntu 17.04 (Zesty Zapus) ist fertig

reported by doelf, Sonntag der 16.04.2017, 00:24:18

Mit Ubuntu 17.04 (Zesty Zapus) läutet Canonical den Abschied von seiner Benutzeroberfläche Unity ein, denn mit der für 2018 geplanten Version 18.04 LTS wird Ubuntu wieder auf Gnome setzen. Ubuntu 17.04 kann indes keinen verlängerten Support-Zeitraum (LTS) vorweisen, es wird nur bis Januar 2018 mit Updates versorgt werden. All jene, denen das zu kurz ist, sollten bei Ubuntu 16.04 LTS bleiben. Dies gilt auch für 32-Bit PowerPCs, denn diese Plattform wird nicht mehr unterstützt.

Ubuntu 17.04 verwendet einen Kernel der Baureihe 4.10 und verwendet systemd für die Auflösung von DNS-Adressen. Bei neuen Installationen kommt eine Auslagerungsdatei anstatt einer Swap-Partition zum Einsatz. Für Drucker, die IPP Everywhere oder Apple AirPrint unterstützen, werden keine spezifischen Treiber mehr benötigt. Auch einige Modelle, die PDF, Postscript oder PCL beherrschen, können ab jetzt ohne Treiber genutzt werden. Ob die Drucker über USB oder das Netzwerk verbunden sind, spielt dabei keine Rolle. Die Kalender-App von Ubuntu Desktop hat jetzt eine Wochenübersicht, LibreOffice wurde auf die Version 5.3 aktualisiert und die Gnome-Apps sind größtenteils in der Version 3.24 enthalten (Ausnahmen: Nautilus 3.20, Terminal 3.20, Evolution 3.22 und Software 3.22). Beim Ubuntu Server sind Qemu 2.8, Libvirt 2.5, LXD 2.12 (GPU-Passthrough inklusive NVIDIAs CUDA, neue Storage-API), DPDK 16.11.1 und OpenStack Ocata mit an Bord.

Dank des Kernel 4.10 bringt Ubuntu 17.04 auch weitere Optimierungen für AMDs Ryzen und verbessert die Leistung von Intels aktueller Turbo-Boost-Generation. Für Grafiklösungen von NVIDIA gibt es neue Nouveau-DRM-Treiber, die den Grafikchip GP106 (GeForce 1060), Boost-Taktraten, Multi-Stream-Transport über den DisplayPort sowie Atomic-Mode-Setting für Bildschirmausgaben unterstützen. Zudem kann der Treiber die Beleuchtung bestimmter Grafikkarten steuern. Beim AMDGPU-DRM-Treiber wurde die Energieverwaltung verbessert und die Lüfterdrehzahl lässt sich nun über hwmon auslesen. Erstmals werden auch die kommenden Polaris-12-GPUs unterstützt. Intels Grafiktreiber behebt HDMI-Probleme beim Skylake sowie Fehler rund um DisplayPort-Audio. Der VC4-DRM-Treiber des Raspberry Pi hat die Textur-Komprimierung ETC1 und Fragment Shader Threading gelernt und in Freedrenos MSM-DRM-Treiber steckt grundlegende Unterstützung für Qualcomms Grafikkerne der Adreno A500-Serie.

Download:

 
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Fast fertig: Firefox 53.0 Finalkandidat Build 6

reported by doelf, Samstag der 15.04.2017, 19:17:08

Mozilla will den finalen Firefox 53.0 am kommenden Mittwoch freigeben, vorab ist nun der sechste Build des Finalkandidaten erhältlich. Unter Windows kann man nun während der Installation zwischen der 32- und der 64-Bit-Variante wählen, zudem haben die Entwickler weitere Maßnahmen gegen problematische Grafiktreiber ergriffen.

Insbesondere veraltete Grafiktreiber stellen für den Firefox ein Stabilitätsproblem dar, das nur die Entwickler der Treiber lösen könnten. Da dies aber nicht geschieht, wurden solche Treiber bisher auf eine schwarze Liste gesetzt. Statt die Leistung der GPU heranzuziehen, berechnet der Firefox dann alles in Software und das ist zuweilen recht zäh. Mit dem Firefox 53.0 schlägt man nun einen neuen Weg ein, der auf einem abgekapselten GPU-Prozess basiert. Wenn dieser abstürzt, reißt er den Firefox nicht mit und nach einer kurzen Verzögerung geht es weiter. Voraussetzung zur Nutzung des GPU-Prozesses sind ein Firefox mit aktivierter Multi-Prozess-Unterstützung (e10s), Windows 7 SP1 oder neuer sowie eine D3D9-fähige Grafiklösung.

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Weitere Neuerungen: Die Lightweight-Themes werden nun auch im privaten Modus genutzt und es gibt zwei neue Themes namens "Compact Light" und "Compakt Dark" (siehe Bildschirmfoto). Der Lesemodus gibt eine Schätzung ab, wie viel Zeit man für die aktuelle Seite benötigt (siehe Bildschirmfoto). Öffnet man einen neuen Tab mit Medieninhalten, bleiben diese blockiert bis der Tab tatsächlich angezeigt wird. Das Design der Medienkontrollen wurden überarbeitet und auch die Anfragen zur Zustimmung des Benutzers wurden klarer und auffälliger gestaltet. Die Titel der Tabs werden neuerdings ausgeblendet und Entwickler können einen Alpha-Kanal auf WebM-Videos anwenden, um diese mit Transparenz zu versehen.

Nicht mehr unterstützt werden Windows XP und Vista sowie die 32-Bit-Varianten von Mac OS X. Wer sich noch nicht von Windows XP oder Vista trennen will, bekommt beim Firefox 52.0 ESR noch für ein Jahr Sicherheits-Updates. Unter Linux wurde die Unterstützung für ältere Prozessoren gestrichen, Mindestanforderung sind jetzt ein Intel Pentium 4 oder ein AMD Opteron.

Download: Firefox 53.0 Finalkandidat Build 6

 
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Windows 10 Creators Update auf 16-GB-Tablets installieren

reported by doelf, Freitag der 14.04.2017, 12:23:59

Seit unserem Test des minimalistisch ausgestatteten TrekStor SurfTab wintron 7.0 v2 hören wir immer wieder, dass sich Windows 10 auf Tablets mit nur 1 GiB Arbeitsspeicher und 16 GB Festspeicher nicht aktualisieren lässt. Diese Behauptung ist, wie wir im Forum schon mehrfach thematisiert haben, falsch. Aber sie ist auch hartnäckig und daher kommt hier nun eine Anleitung zur Installation des Windows 10 Creators Update (Build 15063) auf solchen Tablets.

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Der Arbeitsspeicher stellt für das Update kein Problem dar, wohl aber der Speicherplatz auf dem Tablet. Windows 10 wünscht sich 8 GiB, doch so viel lässt sich beim besten Willen nicht freischaufeln. Der Weg zum Ziel führt daher über eine Neuinstallation des Betriebssystems und dafür müssen wir zunächst unsere Daten sichern.

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