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AMD ATi Radeon HD 5870: DirectX 11 ist da - Druckansicht - Seite 1 von 3

UPDATES:

Windows 7 bringt uns DirectX 11 und AMD bringt uns die passende Grafikkarte. Am heutigen Morgen hat AMD nämlich seinen neuen Grafikprozessor Cypress als Radeon HD 5870 und Radeon HD 5850 vorgestellt. Doch nicht nur neue Funktionen soll diese GPU beherrschen, auch die Rechenleistung will AMD verdoppelt haben, während der durchschnittliche Stromverbrauch zugleich gesenkt werden konnte.


Quelle: AMD

ATI Eyefinity
Obiges Foto zeigt AMDs Referenzdesign für die Radeon HD 5870. In dieser Konfiguration besitzt die Karte zwei Dual-Link-DVI-Ausgänge sowie je einen HDMI- und Displayport-Anschluss. Eine einzelne Grafikkarte kann drei hochauflösende Bildschirme mit jeweils bis zu 2560 x 1600 Bildpunkten ansteuern, eine Technik, die AMD auf den Namen ATI Eyefinity getauft hat.


Quelle: AMD

Mit einer weiteren Grafikkarte kommen nochmals drei Bildschirme hinzu, so dass es eine Vielzahl von Konfigurationsmöglichkeiten gibt. Spezielle Monitore mit besonders schmalen Rahmen ermöglichen den Aufbau einer Anzeige mit einer Auflösung von bis zu 8192 x 8192 Bildpunkten.


Quelle: AMD

Doch leider gibt es Einschränkungen, was die möglichen Konfigurationen betrifft: Einer der drei Bildschirme muss über den DisplayPort angeschlossen sein, die Kombination DVI + DVI + HDMI ist somit nicht möglich. DVI- und HDMI-Anschlüsse benötigen jeweils einen eigenen Taktgenerator, doch die Radeon HD 5870 hat davon nur zwei sowie einen weiteren für alle vorhandenen DisplayPorts (im Falle der Radeon HD 5870 ist das einer). Leider besitzen nur wenige Bildschirme einen DisplayPort, gerade ältere Modelle und fast alle Fernsehgeräte lassen diesen Anschluss vermissen. Dies schränkt die Nutzbarkeit von Eyefinity deutlich ein und für die meisten Benutzer bleibt es bei einer Konfiguration mit maximal zwei Bildschirmen.


Quelle: AMD

In Kürze will AMD zudem noch die Modellvariante Eyefinity6Edition auf den Markt bringen. Hierbei können sechs Bildschirme mit einer einzigen Grafikkarte angesteuert werden, sofern die Monitore über den DisplayPort verfügen.




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DirectX 11
Eine der wichtigsten Neuerungen der Radeon HD 5870 ist zweifelsohne DirectX 11. Wie bei DirectX 10.1 spielt AMD auch diesmal den Vorreiter und ist als erster Hersteller mit einem solchen Produkt am Markt vertreten. Hier die wesentlichen Neuerungen:

Bei DirectCompute11 handelt es sich um eine GPGPU-API (General-Purpose Computation on Graphics Hardware), die gegen OpenCl und die proprietären Lösungen Stream (ATi) und CUDA (NVIDIA) antritt. Mit DirectCompute11 kann man beispielsweise die Physik berechnen, die künstliche Intelligenz der Computergegener steuern oder auch Anwendungen beschleunigen.


Quelle: AMD

Technische Daten
Auf dem Papier ist AMDs ATi Radeon HD 5870 extrem beeindruckend. Im Vergleich zur Radeon HD 4870 hat sich die reine Rechenleistung von 1,2 auf 2,72 TFLOPs mehr als verdoppelt. Hierzu hat AMD die Zahl der Stream-Prozessoren von 800 auf 1.600 verdoppelt und zugleich die Taktrate von 750 auf 850 MHz angehoben. Auch die Zahl der Textur-Einheiten wurde von 40 auf 80 verdoppelt, so dass die Texturfüllrate von 30,0 auf 68,0 GTexel/s steigt. Weiterhin wurden die ROPs von 16 auf 32 verdoppelt und so erreicht die Radeon HD 5870 eine Pixelfüllrate von 27,2 GPixel/s (Radeon HD 4870: 12,0 GPixel/s).


Quelle: AMD

Den Speichertakt hat AMD von 900 auf 1.200 MHz angehoben, dabei setzt der Hersteller auch weiterhin auf GDDR5 und eine 256 Bit breite Anbindung. Die Speicherbandbreite kletterte von 115,2 auf 153,6 GB/s - immerhin eine Steigerung um ein Drittel. Da AMD die Radeon HD 5870 bereits im 40nm-Prozess fertigt, steigt der maximale Stromverbrauch im Vergleich zur Radeon HD 4870 um moderate 28 Watt auf 188 Watt. Liegt keine Last an, begnügt sich die Radeon HD 5870 mit 27 Watt, während die Radeon HD 4870 unerfreulich hohe 90 Watt konsumiert.


Radeon HD 5850; Quelle: AMD

Ebenfalls vorgestellt wurde die Radeon HD 5850, welche knapp 100 Euro güstiger ist und deren Architektur an einigen Punkten beschnitten wurde. Statt 1.600 besitzt sie nur 1.440 Stream-Prozesoren und die Zahl der Textureinheiten wurde von 80 auf 72 reduziert. Zudem fallen die Taktraten von Chip- und Speicher etwas niedriger aus. Leider hat AMD keine Testmuster der Radeon HD 5850 verteilt, so dass sich die bisher veröffentlichten Tests ausschließlich mit der Radeon HD 5870 beschäftigen. Diese deklassiert NVIDIAs GeForce GTX 285 und spielt in der Liga der Dual-GPU-Modelle Radeon HD 4870 X2 und GeForce GTX 295. Dabei profitiert AMDs Newcomer von seinem moderaten Stromverbrauch und einer hohen Laufruhe im lastfreien Betrieb. Wir haben bereits einige Testberichte in unserer Rubrik Webweites verlinkt, die weiterführende Informationen bieten.




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Radeon HD 5870 X2 und mehr
Nach der Vorstellung von Cypress folgt noch in diesem Jahr der entsprechende Doppelpack namens Hemlock, welcher wahrscheinlich als Radeon HD 5870 X2 zu Preisen jenseits von 500 US-Dollar in den Handel kommen wird. In der Preisklasse unter 200 US-Dollar soll vor Jahresende der Juniper wildern, hier sind die Produktnamen Radeon HD 5770 und Radeon HD 5750 im Gespräch.


Quelle: AMD

Im ersten Quartal 2010 komplettieren Redwood und Cedar das Angebot. Diese Einstiegsmodelle dürften die Namen Radeon HD 56x0 und Radeon HD 54x0 tragen. Während wir bei Radeon HD 57x0 und 56x0 ein 128 Bit breites Speicher-Interface erwarten, dürfte die Radeon HD 54x0 auf 64 Bit beschnitten sein. Technische Details zu diesen Karten hat AMD jedoch noch nicht veröffentlicht.

Die Preise
Soviel vorweg: Der Preis ist heiß! Die Radeon HD 5870 soll weniger als 400 US-Dollar kosten, die Radeon HD 5850 sogar weniger als 300 US-Dollar. Leider findet sich für diese Karten noch kein Angebot in den europäischen Preisvergleichen - nicht eines. Dies weckt Befürchtungen, dass es um die Verfügbarkeit der Radeon HD 5870 und 5850 ähnlich schlecht stehen könnte wie Ende April bei der AMD ATi Radeon HD 4770.




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