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Lucid Hydra 200: Die Karten neu gemischt

Autor: doelf - veröffentlicht am 24.09.2009
s.1/1
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Soll man nun eine Grafikkarte von AMD oder NVIDIA kaufen? Oder vielleicht auch zwei, um diese als CrossFire- oder SLI-Verbund zu betreiben? Keine leichte Frage, denn während das eine Spiel AMD bevorzugt, läuft das andere mit NVIDIA basierenden Lösungen schneller. Die Chip-Designer von LucidLogix bringen mit dem HYDRA 200 nun eine neue Spielart auf den Markt und haben zusammen mit MSI demonstriert, dass man GeForce und Radeon auch zugleich nutzen kann.


Quelle: LucidLogix

Multi-GPU: Ein Rückblick
Die Idee, mehrere Grafikchips zur Leistungssteigerung zu koppeln, stammte eigentlich von 3dfx. Im Jahr 1998 wurde diese Technik als SLI (Scan Line Interleave) vorgestellt und nach der Übernahme von 3dfx durch NVIDIA im Jahr 2004 wiederbelebt. Während bei 3dfx alle Chips auf einer Karte saßen, was in Hinblick auf die Stromversorgung und die Hitzentwicklung zu großen Problemen führte, konnte NVIDIA seine GeForce GPUs dank PCI-Express auf mehrere Grafikkarten verteilen. Auch ATi hatte sich bereits lange vor der Einführung von CrossFire mit Multi-GPU-Lösungen beschäftigt. Anfang 2000 stellten die Kanadier die Rage Fury MAXX vor, auf der zwei Rage 128 Pro GPUs mit Hilfe des Alternate Frame Rendering (AFR) gekoppelt waren. Aufgrund des AGP-Designs funktionierte unter Windows 2000 allerdings nur eine GPU.

Von diesen steinigen Anfängen sind SLI und CrossFire mittlerweile zwar weit entfernt, dennoch handelt es sich um proprietäre Lösungen, die nur im Zusammenspiel mit bestimmten Chipsätzen funktionieren. Dabei stellt nicht die technische Umsetzung, sondern die Lizenzpolitik von AMD und NVIDIA die Barriere für unerwünschte Konkurrenzprodukte dar. So konnten wir bereits im Jahr 2005 einen SLI-Verbund aus zwei GeForce 6600 GT basierenden Grafikkarten erfolgreich auf dem Asus P5LD2 Deluxe betreiben - und dieses Mainboard verwendet Intels 945P Chipsatz. Eine weitere Einschränkung von SLI und CrossFire besteht darin, dass sich unterschiedliche Modelle eines Herstellers entweder gar nicht kombinieren lassen oder nur eine sehr geringe Leistungssteigerung bieten.

Hydra: Ein neuer Weg?
Einen neuen Ansatz präsentieren nun LucidLogix und MSI auf dem Intel Developer Forum (IDF) 2009 in San Francisco. Am Stand 213 zeigen die beiden Firmen das Mainboard "Big Bang" (Chipsatz: Intel P55; Sockel: LGA1156) auf dem MSI den HYDRA 200 von LucidLogix verbaut. Hierdurch wird ein Tandembetrieb von GeForce und Radeon möglich, der auf die bestmögliche 3D-Leistung optimiert ist. Der HYDRA 200 ist bei genauerem Hinsehen ein System-on-Chip (SoC) auf Basis eines mit 300 MHz getakteten 32-Bit RISC-Prozessors. Die RISC-CPU besitzt 64 KByte Speicher für Befehle und weitere 32 KByte für Daten, hinzu kommt eine DMA-Engine zum Erzeugen und Empfangen von PCIe-Paketen. Denn der HYDRA 200 fungiert als PCIe-2.0-Switch und verteilt die 3D-Last intelligent auf alle verfügbaren Grafikchips.


Quelle: LucidLogix

Die Anbindung des HYDRA 200 an den Chipsatz wird über PCI-Express realisiert. Von welchem Hersteller die GPUs stammen und ob alle installierten GPUs eine ähnliche Rechenleistung bieten, ist dabei völlig egal. Laut Hersteller unterstützt der HYDRA 200 sowohl Windows Vista als auch Windows 7, er funktioniert mit DirectX 9c und 10.1 und ist für DirectX 11 vorbereitet.


Quelle: LucidLogix

Drei Varianten
LucidLogix fertigt den HYDRA 200 im 65nm-Prozess, seine Leistungsaufnahme liegt je nach Modell zwischen 4,5 und 6 Watt. Es soll insgesamt drei Varianten des Chips geben, die sich in Bezug auf die Zahl der PCI-Express 2.0 Lanes und die maximale Anzahl kombinierbarer Grafikprozessoren unterscheiden:

LucidLogix HYDRA 200 SoC, 65 nm
Modell PCIe
upstream
PCIe
downstream
GPUs
Hydra LT22012 1x 16 2x 16 2
Hydra LT22114 1x 8 2x 8 2
Hydra LT24102 1x 16 2x 16; 4x 8; 1x 16 + 2x 8 2, 3, 4

Ausblick: Hoffnungsvoll
Bereits vor einem Jahr hatte Lucid auf dem IDF 2008 seinen Hydra 100 präsentiert, ebenfalls ein SoC auf Basis eines 32-Bit RISC-Prozessors. Die CPU des Hydra 100 läuft 75 MHz langsamer und besitzt nur jeweils 16 KByte Speicher für Instruktionen und Daten. Dass sich die erste Generation am Markt nicht durchsetzen konnte, wird aber primär an ihrer Beschränkung auf PCIe-Anbindungen der ersten Generation liegen. Mit MSIs Big Bang steht nun zumindest ein Produkt in den Startlöchern, welches mit einem festen Termin angekündigt ist: Dem 29. Oktober 2009.



Inhaltsverzeichnis:
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