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Neu von MSI

Intels 45 nm Mobilplattform: Santa Rosa Refresh

Autor: doelf - veröffentlicht am 07.01.2008
s.3/4

Deep Power Down Technology
Zu den bekannten C-States gesellt sich beim Penryn ein neuer Zustand namens "Deep Power Down". Wird Deep Power Down aktiviert, schalten der Taktgeber des Prozessors und der PLL wie beim C3 und C4 ab, zusätzlich wird jedoch auch der komplette Cache - sowohl Level 1 als auch Level 2 - nicht nur geleert, sondern vollständig deaktiviert. Dies emöglicht es der CPU, die Spannung noch weiter abzusenken. Allerdings wacht der Prozessor aus diesem Zustand auch etwas langsamer wieder auf, es sollen laut Intel maximal 150 Mikrosekunden vergehen.

Obwohl Intel für seine Mobil- und Desktopprozessoren die selben Wafer verwendet, verfügen nur die Mobil-CPUs über die Deep Power Down Technologie. Die Kontrolle über die Aktivierung von Deep Power Down hat zwar das Betriebssystem, doch der Chipsatz ist letztendlich dafür verantwortlich, dass sich die CPU in diesen Zustand begibt. Intels Desktop-Chipsätze beherrschen dies nicht und in absehbarer Zeit wird Intel daran auch nichts ändern. Jeder der Prozessorkerne besitzt 8 KByte SRAM (VccP), in denen er seinen Status beim Eintreten eines MWAIT-Ereignisses abspeichert. Sobald ein I/O-Ereignis dem Chipsatz signalisiert den Kern wieder aufzuwecken, führt dieser einen internen Reset durch und liest seinen vorherigen Status wieder aus.

Der Wechsel in den Deep Power Down Status und wieder zurück ist vergleichsweise energieintensiv. Daher muss sichergestellt werden, dass solche Wechsel nicht zu häufig stattfinden, da die Energiebilanz ansonsten ins Negative abrutscht. Nur wenn der Kern für 3 bis 4 ms im Deep Power Down verbleibt, lässt sich tatsächlich Strom sparen. Daher hat Intel eine Logik integriert, welche die Länge der vorherigen Deep Power Down Phasen prüft und - falls diese zu kurz waren - stattdessen einen niedrigeren Ruhezustand wie beispielsweise C4 ausführt.

Durch Deep Power Down lassen sich laut Intel im normalen Büroalltag zwischen 27 und 44 Prozent Strom sparen. Es sollte somit möglich sein, die Akkulaufzeit von mobilen Computern mit Hilfe von Deep Power Down signifikant zu verlängern. Hierzu müssen die Hersteller der Notebook den neuen C-State allerdings in ihr BIOS integrieren.

Enhanced Dynamic Acceleration Technology (EDAT)
Nicht auf eine längere Akkulaufzeit, sondern auf mehr Leistung zielt die "Enhanced Dynamic Acceleration Technology". Auch diese Neuerung bietet Intel vorerst nur für Mobilprozessoren an. Es geht hierbei darum, die beste Rechenleistung aus den vorhandenen Temperatur- und Verbrauchsgrenzen herauszukitzeln. Wenn beispielsweise nur ein Kern aktiv ist und sich der zweite in einem Ruhezustand befindet, hat der Prozessor noch reichlich Spielraum bis zu seiner maximal erlaubten Temperatur- und Verbrauchsschwelle. Diesen Spielraum nutzt EDAT dazu, den aktiven Kern mit einer höheren Spannung und Taktrate zu betreiben, so dass Anwendungen, welche nur einen Kern verwenden, mehr Rechenleistung zur Verfügung steht.

Natürlich macht es keinen Sinn, die Taktrate sofort zurückzuschrauben, wenn der zweite Kern aktiv wird. Schließlich besteht die Möglichkeit, dass dieser nur für einen kurzen Zeitraum genutzt wird. Intel hat hierzu einen Hysteresis Mechanismus integriert, welcher eine Überlappung ermöglicht, in der beide Kerne und EDAT zeitgleich aktiv sind. Die Spannungswandler der Hauptplatine müssen für diese kurzfristige Spitzenbelastung ausgelegt sein.

In der Praxis soll EDAT - abhängig von den verwendeten Anwendungen und der Auslastung des Prozessors - zwischen 5 und 7 Prozent Mehrleistung ermöglichen.

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