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LibreOffice 6.4: Erster Release Candidate verfügbar

Meldung von doelf, Dienstag der 24.12.2019, 00:54:26 Uhr

Wer einen Blick auf die Zukunft von LibreOffice werfen möchte, findet die für Ende Januar 2020 geplante Version 6.4 ab sofort in Form des ersten Veröffentlichungskandidaten auf dem Entwicklungs-Server. Die offizielle Ankündigung steht allerdings noch aus. LibreOffice 6.4 RC 1 umfasst alle geplanten Neuerungen und sollte halbwegs zuverlässig funktionieren, ist aber keinesfalls für den Produktiveinsatz geeignet.

Haufenweise Korrekturen in der Alpha-Phase
Die Alpha-Ausgabe von LibreOffice 6.4 hatte 746 Korrekturen gebracht, darunter viele typische Programmierfehler. So fanden sich unter den gelösten Problemen 49 ungeprüfte Rückgabewerte, 41 Nullzeiger-Dereferenzierungen, 21 nicht abgefangene Ausnahmefehler, 17 fehlende Initialisierungen, elf Zugriffe auf bereits gelöschte Objekte, neun Divisionen durch Null, neun Timeouts, sieben ungültige Iteratoren und ebenso viele Ressourcen-Lecks, fünf nicht vertrauenswürdige Werte sowie fünf unkontrollierte Speicherzugriffe, vier Zuweisungen von überlappendem Speicher und zwei Ganzzahlenüberläufe. In vier Fällen wurde Code gefunden, der ganz nicht mehr verwendet wird. Ein weiterer Schwerpunkt war die Kompatibilität zu den Dateiformaten des Marktführers Microsoft: 69 Änderungen verbesserten das Zusammenspiel mit dem Dokumentenformat .docx, sechs weitere wurden für das ältere .doc aufgeführt. 15 Überarbeitungen optimierten den Im- und Export von Präsentationen im .pptx-Format, fünf Korrekturen behoben Probleme rund um .ppt. Weitere acht Fehlerbereinigungen halfen bei der Arbeit mit .xlsx-Tabellen und drei bei Texten im .rtf-Format.

Beta-Test mit 219 Fehlerbereinigungen
Für die Beta-Version führten die Entwickler weitere 219 Fehlerbereinigungen auf und auch diesmal waren darin etliche Programmierfehler enthalten. Dazu gehörten neun Bugs rund um Nullzeiger-Dereferenzierungen, vier Aufrufe bereits gelöschter Objekte, drei Timeouts, drei fehlende Initialisierungen, zwei ungeprüfte Übergabewerte, zwei nicht abgefangene Ausnahmefehler und ein Fall nicht mehr genutzten Codes. Berichtigt hatte man zudem 23 Probleme mit dem Dokumentenformat .DOCX sowie je eines mit .DOC und .RTF. Drei Bugs im Zusammenspiel mit .PPTX-Präsentationen und ein Fehler beim Umgang mit dem Vorgänger .PPT waren ebenfalls beseitigt worden. Rund um .XLSX-Tabellen hatten die Entwickler nochmals fünf Probleme entschärft und auch drei Fallstricke hinsichtlich der Arbeit mit .PDF-Dateien entfernt.

Erster Release Candidate behebt über 200 Fehler
Für den ersten Veröffentlichungskandidat von LibreOffice 6.4 werden 429 Korrekturen aufgeführt, allerdings finden sich darunter auch jene aus der Beta-Phase. Ein Abgleich zeigt 225 neue bzw. signifikant veränderte Einträge, darunter 16 potentielle Abstürze. Beispielweise kann Writer abfliegen, wenn "Feldbefehle einfügen" aufgerufen wird, und es gibt weiterhin Instabilitäten beim Schließen des Programms, während Dialogfenster geöffnet sind. In drei Fällen bleibt die Software hängen, etwa wenn man eine "Tabelle aus Datei einfügen" will. 26 neue Fehlerbereinigungen kümmern sich um .DOCX-Probleme und sieben verbessern das Zusammenspiel mit dem älteren Dokumentenformat .DOC. Hinsichtlich .XLSX-Tabellen wurden neun Bugs entfernt, dazu kommt eine Korrektur für das .XLS-Format. In sechs Fällen konnten Kompatibilitätsprobleme zu .PPTX-Präsentationen beseitigt werden. Auch vier Fehler beim Umgang mit .PDF-Dokumenten wurden entschärft und der PDF-Dialog überarbeitet. Im Januar sollen zwei weitere Release Candidates folgen, die Freigabe des finalen LibreOffice 6.4 ist dann für die Woche vom 27. Januar bis zum 2. Februar 2020 geplant.

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