UPDATE: Das Windows 10 Oktober 2020 Update (Version 20H2) ist da

Meldung von doelf, Mittwoch der 21.10.2020, 13:19:38 Uhr

Microsoft hat das Windows 10 Oktober 2020 Update (Version 20H2) zum allgemeinen Download freigegeben. Wie üblich wird die neue Version zunächst nicht automatisch an kompatible Systeme verteilt, sondern als optionaler Download angeboten. Diese wird in der Regel angezeigt, wenn man über die Einstellungen-App manuell noch verfügbaren Aktualisierungen sucht. Alternativ kann man die neue Version über das Windows-10-Update-Tool einspielen.

Und wieder nervt das Windows-Konto
Bevor wir zu den Neuerungen kommen, müssen wir zunächst meckern: Abermals zwingt Microsoft seine Kunden zum Verknüpfen von Windows 10 mit einem Microsoft-Konto, sobald der PC eine Internetverbindung hat. Erst nachdem ein Online-Konto verknüpft wurde, kann man dieses wieder löschen und durch ein lokales Konto ersetzen. Eine solche Gängelei sind wir zwar von Apple und Google gewohnt, dennoch finden wir sie ärgerlich und inkonsequent.

UPDATE: Beim Update von Installationen mit lokalen Benutzerkonten bleiben diese erhalten. Sofern man Microsofts Eigenwerbung deaktiviert hat, erfolgt keine weitere Aufforderung zum Erstellen eines Online-Kontos.

Hinweise zur Installation
Bei Windows 10 20H2 handelt es sich nicht um ein vollständiges Funktions-Update, stattdessen geht Microsoft wie im vergangenen Herbst vor: Ein Großteil der Neuerungen wurde bereits an Nutzer der Version 2004 verteilt und wird jetzt nur noch freigeschaltet, so dass PCs binnen weniger Minuten aktualisiert sind. Wer Windows 10 Version 1903 oder Version 1909 verwendet, muss indes ein vollständiges Update vornehmen. Sollte auf dem Computer eine noch ältere Version von Windows 10 laufen, muss diese zunächst auf die Version 1903 aktualisiert werden. Alternativ ist eine vollständige Neuinstallation per ISO-Datei möglich. Diese lässt sich mit dem Windows-10-Update-Tool wahlweise auf einen USB-Stick mit mindestens 8 GB Speicherkapazität oder mehrere DVD-Rohlinge speichern.

Bekannte Probleme
Die Übersicht der bekannten Fehler liegt bisher nur in englischer Sprache vor. Wie schon bei der Version 2004 bereiten die Audio-Lösungen von Conexant Probleme, die sich nach der Installation des Updates in Form eines Bluescreens manifestieren können. Einige Hersteller wie HP haben inzwischen aktualisierte Treiber bereitgestellt, die nun von Synaptics stammen. Synaptics hatte Conexant im Juli 2017 übernommen.

Fehlercode 0x8007000d

UPDATE: Trotz aktueller Audio-Treiber von Synaptics brach bei uns die Installation der Version 20H2 auf einem betroffenen System mit der lapidaren Meldung Da hat etwas nicht geklappt ab. Die Installationsdatei sei beschädigt, als Fehlercode wurde 0x8007000d ausgegeben. Nachdem ein zweiter Update-Versuch gescheitert war, entfernten wir den Audio-Treiber von Synaptics (Conexant) und legten das automatische Treiber-Update lahm. Danach lief die Installation sauber durch und am Ende waren auch die Audiotreiber von Synaptics eingerichtet und funktionsfähig.

Auch mit anderen Treibern hat die Version 20H2 zuweilen Schwierigkeiten und meldet, den Herausgeber nicht identifizieren zu können. Ursache soll ein Formfehler der betroffenen Treiber sein. Mit der chinesischen und japanischen Eingabemethode (IME) kann es ebenfalls zum Problemen kommen.

Die Neuerungen in Windows 10 20H2
Ganz allgemein verspricht Microsoft allerdings mehr Leistung und weniger Probleme. Dazu gibt es ein neues Namensschema: Statt Windows 10 Version 2010 für (Oktober 2020) bezeichnet Microsoft das Update als Windows 10 20H2 (zweites Halbjahr 2020) und ergänzt dies teilweise mit October Update. Microsoft hat mal wieder das Startmenü umgestaltet und sich von den bunten Kacheln getrennt. Während die kleinen Icons in der Auflistung nun ganz ohne Quadrate auskommen, bleiben die rechts davon angeordneten Themenbereiche dem quadratischen Grundraster treu, verzichten aber auf die bunten Hintergrundfarben. Es wurden weitere Funktionen aus der alten Systemsteuerung in die Einstellungen-App übertragen und Edge auf Chromium-Basis gehört jetzt zum Lieferumfang. Dessen Browser-Tabs lassen sich neuerdings über die Tastenkombination Alt + Tab durchblättern.

UPDATE: Wer den Internetbrowser Edge deinstalliert hat, bekommt ihn mit der Installation des Updates leider zurück. Dies geschieht selbst dann, wenn die erneute Installation per Registry-Schlüssel untersagt wurde. Zumindest kann man Edge erneut deinstallieren und in der Folge wird der Schlüssel wieder beachtet.

Download: Update-Tool für Windows 10 Oktober 2020 Update (Version 20H2)

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