Speicher frisst Samsungs Gewinne
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Speicher frisst Samsungs Gewinne

Meldung von doelf, Freitag der 02.08.2019, 18:49:09 Uhr

Die stark gefallenen Speicherpreise setzten den südkoreanischen Elektronikriesen Samsung auch im zweiten Quartal 2019 massiv unter Druck und sorgten für einen massiven Gewinneinbruch. Zumindest bewegten sich Umsatz und operativer Gewinn etwas oberhalb der Schätzung, welche das Unternehmen Anfang Juli im Rahmen einer Gewinnwarnung in Aussicht gestellt hatte.

Die Zahlen
Zwischen April und Juni 2019 konnte der südkoreanische Samsung-Konzern einen Umsatz in Höhe von 56,13 Billionen Won (ca. 42,7 Milliarden Euro) generieren und blieb damit um 4,02 Prozent unter der Vorgabe des zweiten Quartals 2018. Nach einem Minus von 13,49 Prozent im ersten Quartal kann sich dieser leichte Einbruch aber durchaus sehen lassen. Der operative Gewinn zeigte sich mit 6,60 Billionen Won (ca. 5,00 Milliarden Euro) allerdings mehr als halbiert (-55,62%) und auch beim Nettogewinn von 5,18 Billionen Won (ca. 3,90 Milliarden Euro) sah es nicht viel besser aus. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 746 Won (ca. 0,57 Euro), vor einem Jahr waren es noch 1.617 Won gewesen.

Leichte Erholung im Mobilbereich
Die Sparte Heimelektronik (Consumer Electronics) konnte ihren Umsatz um 6,44 Prozent auf 11,07 Billionen Won ausbauen, doch das dazugehörige TV-Geschäft trat mit 6,00 Billionen Won (+1,01%) weiterhin auf der Stelle. Der operative Gewinn von "Consumer Electronics" ist um 39,22 Prozent auf 0,71 Billionen Won angewachsen, spielte für das Gesamtergebnis aber nur eine untergeordnete Rolle. Im wichtigsten Segment "IT & Mobile Communications" ist der Umsatz nach einem Rückgang zum Jahresbeginn um 7,75 Prozent auf 25,86 Billionen Won gestiegen, davon entfielen 24,27 Billionen Won (+7,06%) auf Mobilgeräte. Doch während der Umsatz wieder wächst, blieb der operative Gewinn mit 1,56 Billionen Won um 41,57 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals.

Speicherchips bleiben ein großes Problem
In der Sparte "Device Solutions" ist der Umsatz um 15,05 Prozent auf 23,53 Billionen Won abgesackt. Schuld hieran waren die weiterhin niedrigen Speicherpreise, denn Speicherchips haben nur noch 12,30 Billionen Won (-33,51%) zu diesem Ergebnis beigesteuert. Die Nachfrage für Displays ist derweil wieder kräftig angezogen, hier lag der Umsatz mit einem Plus von 34,39 Prozent bei 7,62 Billionen Won. Vom operativen Gewinn des Vorjahreszeitraums, der sich bei "Device Solutions" auf 11,69 Billionen Won belaufen hatte, ist mit 4,15 Billionen Won nur gut ein Drittel (-64,50%) übrig geblieben. Bleibt noch Harman mit einem um 18,31 Prozent auf 2,52 Billionen Won gestiegenen Umsatz und einem auf 0,09 Billionen Won mehr als verdoppelten (+125%) Gewinn.

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