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Gasbeschaffungsumlage beläuft sich auf 2,419 Cent je Kilowattstunde

Meldung von doelf, Montag der 15.08.2022, 14:02:46 Uhr

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Wie die zuständige Trading Hub Europe GmbH (THE) heute mitteilte, wird die Gasbeschaffungsumlage 2,419 Cent pro Kilowattstunde betragen. Damit liegt die Umlage im unteren Bereich der vom Bundeswirtschaftsministerium prognostizierten Spanne, welche von 1,5 bis 5,0 Cent je Kilowattstunde reichte. Der Aufschlag tritt am 1. Oktober 2022 in Kraft und soll bis zum 1. April 2024 erhoben werden.

Mehrbelastungen
Eine vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus muss aufgrund der Gasbeschaffungsumlage mit einer Mehrbelastung von knapp 500 Euro pro Jahr rechnen. Dazu kommen dann noch die Preiserhöhungen der Gasanbieter sowie die Mehrwertsteuer. Letztere versucht Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) derzeit zu verhindern, benötigt hierzu aber grünes Licht seitens der EU. Natürlich könnte man auch eine neue Mehrwertsteuerstufe für temporäre Umlagen in der Energiebranche schaffen und diese auf 0,01 Prozent festlegen, denn die Höhe der Mehrwertsteuer liegt nach wie vor im Ermessen der Mitgliedsstaaten, doch möglicherweise denke ich einfach zu kompliziert. Oder aber Herrn Lindner fehlt es jenseits der kalten Progression an Kreativität.

Sinn der Umlage
Mit der Gasbeschaffungsumlage sollen Energieversorger und Stadtwerke vor Zahlungsschwierigkeiten geschützt werden, denn diese sind durch langfristige Verträge an Preise gebunden, welche die Unternehmen auf Basis der Versorgung mit russischem Erdgas kalkuliert hatten. Aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine muss russisches Gas nun europaweit ersetzt werden, was Gas zu einem knappen und entsprechend teuren Gut macht. Betroffen sind insbesondere jene Unternehmen, die überwiegend oder gar ausschließlich auf russisches Gas gesetzt hatten. Diese konnten ihre Finanzlücke bei der THE melden, welche aus diesen Meldungen die Höhe der Umlage kalkuliert hat. Sollte der tatsächliche Finanzbedarf geringer ausfallen, soll der Überschuss an die Gaskunden zurückgezahlt werden.

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