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Big Navi: AMD fordert NVIDIA auf Augenhöhe heraus

Meldung von doelf, Donnerstag der 29.10.2020, 13:15:34 Uhr

NVIDIAs Ampere ist schnell, stromhungrig und nicht lieferbar. AMDs Big Navi ist genauso schnell, auf dem Papier etwas sparsamer und preislich attraktiver. Sollten AMD und seine Partner, darunter ASRock, ASUS, Gigabyte, MSI, PowerColor, Sapphire und XFX, jetzt auch noch liefern können, wird dies NVIDIA auch langfristig weh tun.

Seien wird doch einmal ehrlich: Einen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 wird es erst 2021 geben und die Imunisierung der Bevölkerung wird etliche Monate dauern. Davor warten ein ungemütlicher Herbst und ein kalter Winter auf uns, in denen das Wetter die Ausbreitung des Virus auf der Nordhalbkugel weiter begünstigen wird. Wir müssen uns also auf weitere Maßnahmen und viel Langeweile einstellen, die sich mit ein paar Spielen zumindest teilweise überbrücken lässt. Voraussetzung für aktuelle Spiele ist allerdings eine aktuelle Grafikkarte und wenn man diese erst noch bestellen muss, will man nicht Wochen oder gar Monate darauf warten. Idealerweise sollten sowohl AMD als auch NVIDIA ausreichende Stückzahlen liefern können, damit Wettbewerb entsteht und die Preise fallen. Kann nur einer der beiden liefern, drohen hohe Preise. Gibt es bei beiden Engpässe, sollte man lieber zu einer der kommenden Spielekonsolen greifen, denn dann werden die Preise explodieren.

AMD Radeon 6800

Eckdaten: Radeon RX 6900 XT
AMD startet Big Navi auf Basis der neuen RDNA-2-Architektur mit drei Modellen. Das Flaggschiff Radeon RX 6900 XT soll am 8. Dezember 2020 in den Handel kommen und 999 US-Dollar kosten. Dafür bekommt man 5.120 Stream-Prozessoren, je 80 Recheneinheiten und Ray-Beschleuniger, 128 ROPs und 320 Textureinheiten. Der Chip taktet mit bis zu 2.250 MHz und soll in Spielen mit 2.015 MHz laufen. Damit erreicht AMD eine maximale Pixel-Füllrate von 288 GP/s sowie eine Textur-Füllrate von bis zu 720 GT/s. Die Rechenleistung beziffern die Texaner auf 46,08 TFLOPs bei halber sowie 23,04 TFLOPs bei einfacher Genauigkeit. Ein neuer Zwischenspeicher, der Infinity Cache, soll die Speicherschnittstelle entlasten und fasst 128 MiB. Die Radeon RX 6900 XT verfügt über 16 GiB GDDR6-Speicher, über dessen 256 Bit breite Schnittstelle bei 16 Gbps maximal 512 GB/s fließen. Diese Speicherkonfiguration kommt auch bei den beiden preiswerteren Modellen Radeon RX 6800 XT und Radeon RX 6800 zum Einsatz. Gleiches gilt für die beiden 8-Pin-Stromanschlüsse, welche Radeon RX 6900 XT und Radeon RX 6800 XT mit 300 Watt und die Radeon RX 6900 mit 250 Watt versorgen.

Eckdaten: Radeon RX 6800 mit und ohne XT
Bereits ab dem 18. November 2020 soll man die beiden Modelle Radeon RX 6800 XT und Radeon RX 6800 zu Preisen von 649 bzw. 579 US-Dollar kaufen können. Mit dem Zusatz XT erhält man 4.608 Stream-Prozessoren, je 72 Recheneinheiten und Ray-Beschleuniger, 128 ROPs und 288 Textureinheiten, die Basisversion ist derweil auf 3.840 Stream-Prozessoren, je 60 Recheneinheiten und Ray-Beschleuniger, 96 ROPs und 240 Textureinheiten beschnitten. Mit den Taktraten der Radeon RX 6900 XT erreicht die Radeon RX 6800 XT auch deren maximale Pixel-Füllrate von 288 GP/s, die Textur-Füllrate fällt mit bis zu 648 GT/s aber etwas niedriger aus. 41,47 TFLOPs mit halber sowie 20,74 TFLOPs mit einfacher Genauigkeit können sich sehen lassen. Die Radeon RX 6800 lässt die Sache mit einer Pixel-Füllrate von bis zu 202,1 GP/s und einer maximalen Textur-Füllrate von 505,2 GT/s etwas gemütlicher angehen. Ihre Rechenleistung beziffert AMD auf 32,33 bzw. 16,17 TFLOPs (halbe/einfache Genauigkeit). Wer sich auf die geringere Leistung einlässt, spart unter Last 50 Watt.

AMD vs NVIDIA: Die Positionierung der neuen Modelle
Leistungstechnisch liegt die Radeon RX 6900 XT auf dem Niveau der GeForce RTX 3090, kostet aber 500 US-Dollar bzw. ein Drittel weniger. Dies gelingt, weil AMD statt auf GDDR6X auf normalen GDDR6-Speicher setzt und nur 16 statt 24 GiB verbaut. NVIDIAs Ampere ist auf dem Papier überlegen, kann dies in der Praxis mit aktuellen Spielen und Auflösungen jedoch nicht umsetzen. Beim Stromverbrauch beläuft sich AMDs Vorteil auf 50 Watt. Hier scheint die 7-nm-Fertigung von TSMC gegen Samsungs 8-nm-Prozess zu punkten, denn die Transistorenzahl ist vergleichbar (AMD: 26,8 Milliarden; NVIDIA: 28,3 Milliarden).

AMD positioniert seine Radeon RX 6800 XT um 50 US-Dollar günstiger als NVIDIAs GeForce RTX 3080, stattet seine Karte allerdings mit 16 GiB Grafikspeicher aus. NVIDIAs Ampere nutzt in dieser Leistungsklasse zwar den teureren GDDR6X-Speicher, ist aber auf 10 GiB limitiert und verbraucht auch 20 Watt mehr. Ein echter Kassenschlager sollte die Radeon RX 6800 werden: Mit der selben großzügigen Speicherausstattung wie ihre Geschwister tritt diese Grafikkarte gegen die kommende GeForce RTX 3070 an, der NVIDIA nur 8 GiB GDDR6-Speicher gönnen wird. Allerdings dürfte NVIDIA auch einen niedrigeren Preis ansetzen.

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