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DDR4-8Gb-Chips und DDR3-4Gb-Chips sind so billig wie nie zuvor

Meldung von doelf, Donnerstag der 06.08.2020, 16:41:18 Uhr

Nachdem uns 2019, abgesehen von einem kurzen Anstieg im Juli, stetig fallende DRAM-Preise gebracht hatte, startete das Jahr 2020 mit saftigen Aufschlägen von rund 30 Prozent im ersten Quartal. Doch der COVID-19-Ausbruch hat eine neue Talfahrt eingeleitet und dem Kurs der DDR4-8Gb-Chips ein weiteres Allzeittief beschert. Auch die DDR3-4Gb-Chips sind so billig wie noch nie zuvor.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2400 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 2,609 US-Dollar auf den Tisch legen. Damit ist der Kurs binnen Monatsfrist nochmals um 2,79 Prozent gefallen und hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Von Januar bis April 2020 hatte es bei diesen Chips einen sich abschwächenden Preisanstieg gegeben (+12,56%, +11,03%, +3,79%, +2,08%), im Mai (-8,72%), Juni (-8,04%) sowie Juli (-12,09%) folgten dann massive Abschläge. Blicken wir ein Jahr zurück, so ist der Preis um 28,19 Prozent gefallen.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,761 US-Dollar und liegt damit um 1,68 Prozent unter dem Kurs von Anfang Juli 2020. Bei diesen Chips hatte der Preisverfall schon im April (-4,51%) eingesetzt und sich im Mai (-6,47%), Juni (-4,44%) und Juli (-5,34%) fortgesetzt. Diese Abschläge reichen allerdings noch nicht aus, um den bisherigen Tiefstand von Dezember 2019 zu unterbieten - aktuell liegt der Kurs um 7,05 Prozent darüber. Doch zumindest der Blick auf den Vorjahreswert offenbart einen Rückgang um 15,46 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,431 US-Dollar gezahlt, was einem Preisrückgang um 3,96 Prozent entspricht. Nachdem dieser Kurs zwischen Januar und März 2020 immer stärker zugelegt hatte (+6,39%, +9,39%, +11,61%), war es Anfang April zu einem Einbruch um 9,28 Prozent gekommen. Im Mai (-5,93%), Juni (-5,71%) und Juli (-5,10%) hatte sich diese Trend leicht abgeschwächt fortgesetzt. Der Kurs liegt nun um 0,21 Prozent unter dem Tiefstand von Juli 2019 sowie um 14,31 Prozent unter der Vorgabe von August 2019.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1868 US-Dollar wert und notierte damit um 5,02 Prozent stärker als Anfang Juli 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar um 5,90 Prozent zugelegt. Aufgrund der in vielen Teilen der Welt ungebremsten Corana-Pandemie schwächelt der Absatz und die DRAM-Lager sind voll. Ob der Beginn des neuen Schuljahres eine Trendwende herbeiführen wird, wagen wir zu bezweifeln und rechnen auch weiter mit leicht fallenden Preisen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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