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Arbeitsspeicher: Der Preissturz am Spot-Markt verschärft sich wieder

Meldung von doelf, Dienstag der 11.04.2023, 13:36:07 Uhr

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Trotz Chipkrise hat es an DRAM-Chips nie gemangelt und da Russlands Überfall auf die Ukraine die Konsumlaune getrübt hat, ist die Nachfrage für neue Elektronik weltweit eingebrochen. Am Spot-Markt in Taiwan fallen die Kurse der DRAM-Chips seit April 2022 und haben sich binnen zwölf Monaten mehr als halbiert. Und obwohl die DRAM-Hersteller ihre Produktion bereits gedrosselt haben, hat sich der Wertverlust nochmals verschärft.

DRAM-Kurse

Der Speichertyp DDR4-2666 16Gb 2Gx8 wurde heute für durchschnittlich 3,235 US-Dollar gehandelt und ist im Monatsverlauf um 8,49 Prozent billiger geworden. Bereits von April 2022 bis März 2023 hatten wir Abschläge von 8,81, 5,74, 1,60, 0,89, 5,89, 13,19, 12,13, 6,48, 3,64, 2,39, 9,18 und 5,73 Prozent gesehen, nachdem wir für Dezember 2021 bis März 2022 Aufschläge von 0,38, 2,26, 1,99 und 2,38 Prozent notieren mussten. Tatsächlich markiert der aktuelle Preis wieder einen neuen Tiefstand und liegt um 54,52 Prozent unter dem Vorjahreskurs. Zwei gleich schnelle 8Gb-Chips sind mit 3,274 US-Dollar minimal teurer. Als eTT-Variante (funktionsgetestet, aber ohne konkrete Taktangabe) sind 16Gb-Chips (2Gx8) schon für 2,579 US-Dollar (-7,73%) zu haben.

Die Variante DDR4-2666 8Gb 1Gx8 notierte zuletzt mit 1,637 US-Dollar und damit um 5,59 Prozent niedriger als im März. Ab Dezember 2021 war dieser Kurs monatlich angestiegen (+1,68%; +11,64%; +1,32%; +3,48%), bevor im April 2022 die momentane Abwärtsbewegung einsetzte (-5,45%; -6,90%; -0,15%; -5,00%; -10,49%; -14,33%; -4,97%; -8,53%; -5,86%; -4,26%; -6,61%; -4,93%). Die aktuellen Preise liegen um 55,53 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Als Auslaufmodell beobachten wir die 4Gb-Chips nur noch in der Variante DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, hier ist der Kurs im Monatsvergleich um 7,84 Prozent auf 1,058 US-Dollar gefallen. Wie bei den DDR4-Chips hatte auch hier im April 2022 ein Preisverfall eingesetzt (-4,83%; -9,66%; -2,93%; -2,85%; -7,14%; -18,62%; -11,01%; -4,69%; -9,49%; -3,47%; -6,41%; -4,09%), der bis heute anhält. In den Monaten davor hatte es einen schwachen Aufwärtstrend (-0,58%; +5,92%; +2,05%; +0,9%) gegeben. Ziehen wir den Vorjahreskurs zum Vergleich heran, sehen wir einen Abschlag um 60,54 Prozent.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,0862 US-Dollar wert und notierte damit um 2,96 Prozent stärker als im März. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro allerdings 0,40 Prozent eingebüßt. Nach wie vor setzten der Krieg in der Ukraine und die hohe Inflation die europäische Gemeinschaftswährung unter Druck. Die unsichere Lage, das schlechte Konsumklima und die vollen Lager dürften die DRAM-Kurse zumindest bis in den Sommer 2023 niedrig halten.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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