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Festplatten und Flashdrives im 2,5-Zoll Format - 1/11
07.06.2006 by doelf
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UPDATE 07.06.2006:
Ein Leser hat uns auf eine alternative und etwas preiswertere Möglichkeit aufmerksam gemacht, um Flashspeicher an der IDE-Schnittstelle nutzen zu können. Es gibt Adapter für die PATA-Anschlüsse von Mainboards und Notebooks auf die normale Compact-Flash Karten aufgesteckt werden. Diese Adapter kosten zwischen 10 und 20 €, hinzu kommt der Preis für eine 8 Gigabyte Compact-Flash Karte, der derzeit bei ca. 200 € liegt.




2,5-Zoll Festplatten für Notebooks oder externe Gehäuse sind in den letzten Jahren deutlich schneller geworden, bieten mehr Speicherplatz und arbeiten zudem auch leiser. Während eine neue Festplatte mit höherer Drehzahl nicht nur mehr Speicher, sondern auch eine spürbar bessere Performance für ältere Notebooks verspricht, stellen die kompakten Festplatten auch eine sinnvolle Alternative zu externen Desktop-Festplatten im 3,5-Zoll Format dar. Die 2,5-Zoll Modelle lassen sich zumeist problemlos via USB- oder Firewire-Anschluß mit Strom versorgen, so daß kein zusätzliches Netzteil benötigt wird. Zudem sind sie robuster als ihre Desktop-Geschwister und bieten mit 40 bis 160 Gigabyte auch ausreichend viel Platz für die Daten.

Im Rahmen des heutigen Tests werden wir nicht nur "normale" Festplatten testen, sondern auch eine Flash-Festplatte im 2,5-Zoll Format. Die Vorteile einer solchen Flash-Festplatte liegen auf der Hand: Schnelle Zugriffszeiten, keine beweglichen Bauteile, minimale Wärmeentwicklung, minimaler Stromverbrauch, absolut lautlos. Doch kann eine solche Solid-State-Disk auch von der Leistung her mithalten? Wir werden dies im Praxiseinsatz testen.

Testkandidaten und -system
Folgende 2,5-Zoll Festplatten werden wir uns heute ansehen:

Für diesen Test werden wir ein Asus M 2400N Notebook verwenden. Dieses Centrino Notebook basiert auf dem Intel Pentium M 1.6 GHz Prozessor und dem Intel 855 GM Chipsatz, der eine Grafikeinheit enthält und zwei ATA100-Anschlüsse bietet. Das Notebook besitzt 512 MByte RAM. Für diesen Test werden wir die jeweilige Festplatte in das Notebook einbauen, frisch formatieren und Windows XP SP2 aufspielen. Danach starten wir unseren Leistungstest.

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Das Testfeld im Überblick
Verschaffen wir uns erst einmal einen Überblick. Unsere Referenzfestplatte, die Hitachi IC25N060ATMR04, bietet 60 Gigabyte und rotiert mit 4200 U/min. Die neuen Testkandidaten von Samsung und Western Digital erreichen 5400 U/min und bieten 80 Gigabyte Speichervolumen. Aus der Reihe fällt die Flash-Festplatte von Super Talent, die nur 8 Gigabyte fasst, dafür aber ohne bewegliche Bauteile auskommt:

  Hitachi
IC25N060ATMR04
Super Talent
FLHIDE-8G
Volumen laut
Hersteller
60 GByte 8 GByte
Volumen
gemessen
55,88 Gibibyte 7923 Mebibyte
Umdrehungen
pro Minute
4.200 -
Buffer 8 MB -
mittlere
Zugriffszeit in ms
12,0 k.A.
Interface ATA-6 (ATA100) ATA-5 (ATA66)
Leistungsaufnahme
Lesen/Schreiben in W
2,1/2,2 k.A.
Leistungsaufnahme
IDLE in W
0,65 k.A.
Leistungsaufnahme
Standby in W
0,25 k.A.
Leistungsaufnahme
Sleep in W
0,10 k.A.
Gewicht in g 99 45
Start/Stop Cycles
(Lebensdauer)
k.A. 600.000
Belastung im
Betrieb
200 G k.A.
Lärmpegel in dB(A) 23-29 0
Preis in Euro 90,00 329,00
Garantiezeit k.A. 2 Jahre

  Samsung
Spinpoint M MP0804H
Western Digital
Scorpio WD800VE
Volumen laut
Hersteller
80 GByte 80 GByte
Volumen
gemessen
74,56 Gibibyte 74,53 Gibibyte
Umdrehungen
pro Minute
5.400 5.400
Buffer 8 MB 8 MB
mittlere
Zugriffszeit in ms
12,0 12,0
Interface ATA-6 (ATA100) ATA-6 (ATA100)
Leistungsaufnahme
Lesen/Schreiben in W
2,4 2,5
Leistungsaufnahme
IDLE in W
0,85 2,00
Leistungsaufnahme
Standby in W
0,25 0,23
Leistungsaufnahme
Sleep in W
0,10 0,19
Gewicht in g 99 117
Start/Stop Cycles
(Lebensdauer)
300.000 600.000
Belastung im
Betrieb
250 G 250 G
Lärmpegel in dB(A) 24-26 20-21
Preis in Euro 89,90 104,90
Garantiezeit 5 Jahre 3 Jahre

Auf eine detaillierte Vorstellung der beiden Festplatten werden wir verzichten. Wir halten jedoch fest, daß Western Digitals Scorpio WD800VE mit 600.000 Start/Stop Zyklen eine deutlich längere Lebensdauer verspricht als Samsung, deren Spinpoint M MP0804H auf 300.000 Zyklen und eine Lebensdauer von 5 Jahren ausgelegt ist. Super Talent verspricht "10 Years Data Retention", dabei handelt es sich aber nur um die Zeit, die der Flashspeicher die gespeicherten Daten halten kann. Die Haltbarkeit von Flashspeicher wird jedoch von den Schreib- und Löschzugriffen limitiert - Details hierzu später.

Bemerkenswert sind die Unterschiede beim Gewicht - bei einem Notebook zählt schließlich jedes Gramm, das man mit sich herumschleppen muß. Die Festplatten von Samsung und Hitachi wiegen knapp 100 Gramm, das Modell von Western Digital ist 18 Gramm schwerer, mit 45 Gramm ist die Flashfestplatte von Super Talent nicht einmal halb so schwer wie ihre Mitbewerber.

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Festplatten und Flashdrives im 2,5-Zoll Format - 3/11
07.06.2006 by doelf
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Super Talent FLHIDE-8G
Im Gegensatz zu den normalen Festplatten lohnt es sich bei unserer Solid-State-Disk näher hinzusehen - 329 € Anschaffungskosten für lediglich 8 Gigabyte wollen ja erst einmal gerechtfertigt werden!


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die Abmessungen entsprechen denen einer handelsüblichen 2,5-Zoll Festplatte, obiges Bild zeigt die Super Talent FLHIDE-8G im Vergleich zu unserer Hitachi IC25N060ATMR04. Die seitlichen Schraublöcher, die in das robuste Kunststoffgehäuse eingelassen sind, sitzen allerdings einen Hauch höher als bei den drei hier getesteten Festplatten. Dies erschwerte den Einbau in den Festplattenrahmen des Asus M 2400N Notebooks. Wird die Festplatten von unten verschraubt, gibt es keinerlei Probleme.


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Mit ein wenig Fingerspitzengefühl läßt sich die Oberseite des Gehäuses von der Unterseite trennen, so daß wir an die Platine gelangen:


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Auf der Platine finden wir vier Flashspeicherchips von Samsung, welche jeweils 2 Gigabyte Daten halten können. Wenn die Platine mit 8 Speicherchips bestückt wird, sind 16 Gigabyte Speicherplatz erreichbar, bei doppelseitiger Bestückung sogar 32 Gigabyte. Super Talent bietet derzeit ein Modell mit 16 Gigabyte an, die Variante mit 32 Gigabyte soll in der zweiten Jahreshälfte 2006 vorgestellt werden.


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Bei den eingesetzten Flashspeicherchips handelt es sich um das Modell Samsung K9WAG08U1M. Dieser NAND Speicher hält gespeicherte Daten für 10 Jahre, seine Lebensdauer ist allerdings auf 100.000 Schreib/Lösch-Zyklen beschränkt. Das ist zwar schon recht ordentlich für Flashspeicher, doch es gibt auch Chips, die bis zu eine Millionen Zyklen garantieren. Den Einsatz als primäre Festplatte in einem Notebook sehen wir durch diese Limitierung in Frage gestellt, alleine die Auslagerungsdatei von Windows dürfte auf Dauer zu einem Problemfall werden.


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Für die Korrektur von Einzelbitfehlern bieten diese Flashspeicherchips eine ECC-Korrektur nach der üblichen Hamming-1-Bit-ECC-Methode, bei der die Integrität der 512 Daten-Bytes einer Seite überwacht wird. Allerdings übersteigt die Seitengröße von NAND-Chips üblicherweise diese 512 Byte, es kommen nämlich noch 16 Byte Overhead hinzu. Auch Samsungs K9WAG08U1M Chips haben eine Seitengröße von 528 Byte, das bedeutet, daß nur 1-Bit Fehler im Datenbereich korrigiert werden können und der Overhead ohne ECC-Korrektur auskommen muß. Tritt ein 2-Bit Fehler auf, so wird dieser zwar erkannt, kann aber nicht korrigiert werden. Mehr-Bit-Fehler können mit dieser Methode nicht einmal sicher erkannt werden. Je mehr Schreib-/Lösch-Vorgänge die Flashspeicher auf dem "Buckel" haben, desto wahrscheinlicher werden Mehr-Bit-Fehler.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Weiterhin findet sich auf der Platine der Single Chip ATA Flash Controller KTC FC1203N-GP. Dieser Controller bietet ein vollwertiges ATA/IDE-Interface und kann bis zu 16 NAND-Chips von Toshiba oder Samsung ansteuern. Das erklärt, warum Super Talent die Platine der FLHIDE-8G für 16 Chips ausgelegt hat. Der KTC FC1203N-GP beherrscht PIO-Transferraten bis Mode 4 (16,6 MB/s) sowie UDMA-Transferraten bis zu Mode 4 (66 MB/s).

Eine Flashfestplatte ist extrem robust, wie wir bereits auf der CeBIT feststellen konnten:

Soviel zur Theorie, kommen wir nun zum Praxiseinsatz...

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07.06.2006 by doelf
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Praxisbetrieb
Kaum hatten wir die Super Talent FLHIDE-8G Flashplatte in unser Notebook eingebaut, gab es das erste Aha-Erlebnis: Das Gerät arbeitete auf einmal völlig lautlos! Nicht nur die Festplattengeräusche waren verschwunden, auch der CPU-Lüfter verzichtete darauf anzuspringen. Wir gingen ins BIOS und fanden die FLHIDE-8G als primären Master mit 8 Gigabyte vor. Wunderbar. Noch immer arbeitete das Notebook völlig lautlos. Nun starteten wir die Windows Installation von CD und nachdem Windows die Daten auf die Flashfestplatte kopiert hatte, startete es den PC neu. Und abermals sahen wir die Installation. Wir entfernten die Installations-CD und starteten das System erneut, es wurde aber kein Datenträger gefunden, von dem gestartet werden konnte. Wir warfen einen Blick ins BIOS, hier wurde die FLHIDE-8G weiterhin richtig erkannt. Abermals starteten wir die Installtion von CD, doch diesmal formatierten wir die Festplatte neu und nun gelang der Neustart.

Während der Windows-Installation lief das Notebook deutlich kühler als üblich, die Installation zog sich allerdings arg in die Länge und dauerte am Ende mehr als dreimal so lange wie auf den 80 GByte Festplatten von Samsung und Western Digital. Grund hierfür sind die zahlreichen Schreibzugriffe, die beim Kopieren der kleinen Dateien auftreten - bei Flash-Speicher wird nämlich immer Blockweise gelöscht. Doch warum reden wir immer vom Löschen, wo wir doch schreiben wollen? Hierzu müssen wir zunächst die Funktionsweise von Flashspeicher genauer betrachten.

Zugriffe auf Flashspeicher
Die Daten können zwar byte- oder wordweise in den Flashspeicher geschrieben werden, allerdings nur in zuvor gelöschte Blöcke. Wurde die Schreiboperation beendet, können die einzelnen Bytes des Blockes nicht mehr verändert werden, hierzu muß zunächst der komplette Block gelöscht und wieder neu geschrieben werden. Dies bremst nicht nur unsere Windows-Installation deutlich aus, auch die Lebensdauer der Chips leidet darunter, wenn der selbe Block mehrmals gelöscht und neu programmiert wird. Auslagerungsdateien, Virenscanner aber auch die Art des verwendeten Dateisystems entscheiden über die Lebensdauer eine Flashfestplatte. Man sollte hier grundsätzlich zu FAT/FAT32 greifen und auf NTFS verzichten, da die erweiterten Sicherheitsfunktionen von NTFS zu mehr Schreibvorgängen führen.

Temperaturen
Da die Super Talent FLHIDE-8G so gut wie keine Wärme abgibt, verfügt die Flashfestplatte auch über keinen Wärmesensor. Bei unserer Messung mußten wir daher mit einem Wärmefühler arbeiten, der uns das zu erwartende Ergebnis zeigte: Die Umgebungstemperatur im Inneren des Gehäuses heizt die Flashfestplatte minimal auf, dennoch fehlt eine entscheidende Wärmequelle im Notebook und das Gerät arbeitet deutlich kühler. Auf den Temperatursensor der CPU wirkt sich das nicht aus, da höhere CPU-Temperaturen durch höhere Drehzahlen des CPU-Lüfters kompensiert werden.

Temperaturen Idle, Last, Umgebung (niedriger ist besser)
Super Talent
FLHIDE-8G
25°C
25°C
23°C


Hitachi
IC25N060ATMR04
32°C
42°C
23°C


Samsung
MP0804H
33°C
45°C
23°C


Western Digital
WD800VE
35°C
45°C
23°C


Die Festplatten mit 5400 U/min brauchen etwas mehr Strom als das Modell von Hitachi mit 4200 U/min, hierdurch sinkt die Akkulaufzeit und der CPU-Lüfter dreht öfter hoch.

Stromverbrauch
Angesichts des geringen Stromverbrauches der Notebookfestplatten, sind hier nur minimale Unterschiede festzustellen. Bei dauerhaften Lesezugriffen (Video-Wiedergabe) ergaben sich im Durchschnitt 3 bis 4 Watt Vorteil für die Flashfestplatte, im IDLE-Betrieb waren keine Unterschiede zu erkennen. Die Festplatten erreichten - abgesehen von Messtoleranzen im Bereich von weniger als einem Watt - identische Verbrauchswerte.
Wenn die Festplatten nur lediglich 2,1 bis 2,5 Watt im Lesebertieb verbrauchen, wie kommt es dann zu Abweichungen von 3 bis 4 Watt? Die Festplatten sind schneller und arbeiten im ATA100 Betrieb, daraus resultiert eine höhere CPU-Last. Zudem dreht der Lüfter des Notebooks mit höheren Drehzahlen, da die Festplatten das Gehäuse deutlich aufheizen. In der Summe macht dies 3 bis 4 Watt aus, was gut 10 Prozent der Leistungsaufnahme unseres Notebooks bei dauerhaften Lesezugriffen auf den Datenträger darstellt.
Die logische Folgefrage wäre nun, wie sich dieser Minderverbrauch auf die Akkulaufzeit auswirkt. Von einem solchen Test haben wir abgesehen, da unser Akku täglich beansprucht wird und bereits drei Jahre auf dem Buckel hat. Die Ergebnisse, welche wir aus einem solchen Test gewonnen hätten, wären alles andere als repräsentativ.

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SiSoft Sandra 2005 SR1 - Leserate: Sequential, Random (in MB/S)
Samsung
MP0804H
33
23

Western Digital
WD800VE
32
24

Hitachi
IC25N060ATMR04
22
17

Super Talent
FLHIDE-8G
13
13

Beim sequentiellen Lesen werden aufeinanderfolgende Datenblöcke gelesen. Da die Daten auf einer Festplatte jedoch zumeist mehr oder weniger stark fragmentiert sind, müssen wir im Alltagsbetrieb von niedrigeren Durchsätzen ausgehen.
Das zufällige Lesen (Radom Read) greift auf nicht zusammenhängende Sektoren zu, dies würde einer sehr stark fragmentierten Festplatte entsprechen. In der Praxis sind höhere Raten zu erwarten.
Die Alltagsperformance sollte folglich zwischen "Sequential" und "Random" liegen.

Beim sequentiellen Lesen erzielen die Festplatten mit 5400 U/min einen um 10 MByte/s höheren Datendurchsatz, beim Zufallslesen sind es immer noch 6 bis 7 MByte/s. Dieser Unterschied ist spürbar, denn gerade bei Festplattenzugriffen merkt man meist recht deutlich, ob man an einem Desktop-PC sitzt oder an einem Notebook. Der Wechsel zu schnelleren Festplatten bringt deutlich mehr Desktop-Feeling.

Auch die maximal 13 MByte/s Durchsatz der Flashfestplatte von Super Talent spürt man deutlich, ob Windowsstart, das Starten von Programmen oder das Öffnen von Dokumenten - es dauert alles deutlich läger, das Notebook reagiert spürbar träger.

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SiSoft Sandra 2005 SR1 - Schreibrate: Buffered, Sequential, Random (in MB/S)
Samsung
MP0804H
78
31
24


Western Digital
WD800VE
63
32
24


Hitachi
IC25N060ATMR04
57
22
17


Super Talent
FLHIDE-8G
5
6
5


Beim Schreiben ist neben den Durchläufen für die sequentielle und die Zufalls-Schreibrate auch die gebufferte Schreibrate von Bedeutung. Hierbei zeigt sich die Wirksamkeit des Buffers, des Zwischenspeichers der Festplatte.

Die Festplatten mit 5400 U/min erzielen auch beim sequentiellen Schreiben einen um ca. 10 MByte/s höheren Datendurchsatz als das Modell mit 4200 U/min, beim Zufallsschreiben liegt der Unterschied immerhin noch bei 7 MByte/s. Gerade beim Kopieren größerer Dateien oder beim Defragmentieren arbeiten die 5400er Festplatten deutlich flotter.

Mit nur 5 bis 6 MByte/s liegt die Flashfestplatte von Super Talent abgeschlagen am Ende des Testfeldes. Das blockweise Löschen der Daten verlangt gerade bei Benchmarks seinen Tribut, doch auch im Betrieb sind Schreibzugriffe sehr langsam. Sandra bestätigt somit den Eindruck, welchen wir bei der Windows-Installation gewonnen hatten.

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Festplatten und Flashdrives im 2,5-Zoll Format - 7/11
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HD Tune - Transferrate: Durchschnitt, Maximum, Minimum (in MB/S)
Western Digital
WD800VE
26,8
32,8
16,2


Samsung
MP0804H
26,2
33,6
15,8


Hitachi
IC25N060ATMR04
21,4
28,9
0,6


Super Talent
FLHIDE-8G
11,5
12,1
10,3


Mit HDTune ermitteln wir nochmals die Transferraten der Festplatten, hierbei wird der minimale, durchschnittliche und maximale Datendurchsatz notiert.
Die beiden 80 GByte Festplatten mit 5400 U/min von Samsung und Western Digital erzielen sehr ähnliche Werte, wir notieren leichte Vorteile für Western Digital. Auch das Modell von Hitachi schlägt sich wacker, allerdings zeigt diese Festplatte die charakteristischen Einbrüche, welche wir bereits von den Modellen IBMs her kennen. Kein Wunder, Hitachi hat schließlich IBMs Festplattensparte übernommen. Die Transferrate der Flashfestplatte von Super Talent liegt bei einem Drittel bzw. der Hälfte der herkömmlichen Modelle.

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HD Tune - Burstrate in MB/s
Hitachi
IC25N060ATMR04
79,8
Samsung
MP0804H
66,9
Western Digital
WD800VE
65,8
Super Talent
FLHIDE-8G
12,0

Die Burstrate, also der maximal von der Festplatte am jeweiligen IDE-Controller erzielte Datendurchsatz, wollen wir hier näher beleuchten.
Diese Disziplin war schon immer eine Spezialität von IBM bzw. Hitachi, hier haben Samsung und Western Digital immer noch das Nachsehen. Bei der Flashfestplatte von Super Talent sehen wir als Burstrate die maximale Übertragungsrate der Flash-Chips - kein Wunder, denn dieses Gerät verfügt ja über keinerlei Buffer.

- Seite 8 -

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HD Tune - Zugriffzeit in ms (niedriger ist besser!)
Super Talent
FLHIDE-8G
0,7
Samsung
MP0804H
17,4
Western Digital
WD800VE
18,2
Hitachi
IC25N060ATMR04
18,6

Auf dem Papier liegt die mittlere Zugriffzeit aller Festplatten bei 12,0 ms, in der Praxis erreichen die Geräte diesen Wert jedoch nicht. Wir vermerken einen Vorteil für die Samsung MP0804H.
In Sachen Zugriffszeit kann einer Flashfestplatte niemand etwas vormachen. Da es hier keine beweglichen Teile gibt, die in Position gebracht werden müssen, erfolgt der Zugriff bereits nach 0,7 ms. Die niedrige Zugriffszeit macht die langsamen Lese- und Schreibraten allerdings nicht wett.

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Festplatten und Flashdrives im 2,5-Zoll Format - 10/11
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HD Tune - CPU-Last in Prozent (niedriger ist besser!)
Super Talent
FLHIDE-8G
2,2
Hitachi
IC25N060ATMR04
3,2
Samsung
MP0804H
4,3
Western Digital
WD800VE
4,5

Je langsamer das Medium ist, desto weniger Daten werden pro Sekunde übertragen und desto weniger CPU-Last entsteht.

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Fazit
Aus diesem Test können wir zwei Erkenntnisse mitnehmen:

  1. Der Austausch einer Notebookfestplatte mit 4200 U/min gegen ein Modell mit 5400 U/min bringt einen deutlichen Performanceschub, der sich auf alle Bereiche des Arbeitens und Spielens auswirkt. Allerdings benötigen diese Festplatten ein wenig mehr Strom, wodurch sich die Akku-Laufzeit verkürzt und sie etwas mehr Wärme abgeben.

  2. Eine auf Flashspeicher basierende Festplatte hat eindeutige Vorteile: Sie gibt so gut wie keine Wärme ab, braucht kaum Strom und arbeitet völlig lautlos. Zudem gibt es keine beweglichen Teile, so daß es kaum möglich ist, die Speicherchips im Gehäuse unter normalen Bedingungen zu zerstören. Allerdings haben Flashspeicher eine durch die Löschvorgänge begrenzte Lebensdauer, damit eignet sich ein solches Gerät nur bedingt für den Einsatz als primäre Festplatte. Zudem ist die Performance vergleichsweise gering und die Kosten sehr hoch.




Samsung Spinpoint M MP0804H 80 GB 5400 RPM
Die Performance der Samsung Spinpoint M MP0804H 80 GB 5400 RPM kann sich sehen lassen, auch in Sachen Stromverbrauch und Temperatur liegt diese Festplatte nur ein wenig über Modellen mit 4200 U/min. Zudem zeigt sie die besten Zugriffszeiten in diesem Vergleich. Mit 89,90 gehört diese Festplatte zu den preiswerteren Modellen, zur Garantiezeit fanden sich bei den Händlern leider widersprüchliche Angaben. Auf Nachfrage teilte uns Samsung mit, daß man auf alle Desktop- und Notebook-Festplatten, die ab August 2004 gefertigt wurden, eine Garantie von 5 Jahren gewähre. Das ist vorbildlich!
Wir werten die Samsung Spinpoint M MP0804H 80 GB 5400 RPM mit "Sehr Gut".




Western Digital WD Scorpio WD800VE 80 GB 5400 RPM
Western Digital ist noch nicht lange im Geschäft mit Notebook-Festplatten, doch die Scorpio WD800VE kann sich sehen lassen. Zur guten Performance gesellen sich 3 Jahre Herstellergarantie und eine Auslegung auf doppelt so viele Start/Stop Zyklen wie bei den Mitberwerbern - das verspricht eine überdurchschnittliche Lebensdauer. Die Festplatte wurde allerings etwas wärmer als das Modell von Samsung und zeigte auch etwas langsamere Zugriffszeiten. Zudem ist der Preis mit 104,90 € deutlich höher. Wir werten die Western Digital WD Scorpio WD800VE 80 GB 5400 RPM mit "Gut".




Super Talent 2.5" 8GB IDE Flash Drive FLHIDE-8G
Kommen wir nun zum Exoten in diesem Testfeld. Die Flashfestplatte von Super Talent hat ihre Vorzüge, doch den meisten Benutzern kommt es auf einen niedrigen Preis und eine hohe Performance an, beides bietet das 329 € teure Gerät nicht. Mit nur 8 Gigabyte ist der Speicherplatz sehr limitiert, hinzu kommt die durch Schreib/Löschzugriffe beschränkte Lebensdauer - insbesondere, wenn ein solches Medium für ein Betriebssystem genutzt wird. Wir würden dieses Speichermedium daher nicht als Ersatz für Notebookfestplatten empfehlen - auch wenn ein lautloses Notebook zugegebenermaßen ein beeindruckendes Erlebnis ist.
Wenn ein Notebook dauerhaft extremen Belastungen wie Hitze, Stössen und Staub ausgesetzt ist, erscheint der Wechsel zur Flashfestplatte sinnvoll. Solche Bedingungen treten z.B. beim Militär, auf Expeditionen oder auch bei manchen Bauprojekten auf. Zudem eignet sich die Flashfestplatte hervorragend als externer Datenspeicher. In einem kompakten 2,5-Zoll Gehäuse verbaut, paßt sie in die Hemdtasche, arbeitet ohne thermische Probleme und ist völlig unempfindlich gegen Stöße. Doch auch hier gibt es bessere Alternativen: Die takeMS MEM-HDD Box 8 Gigabyte USB 2.0 kostet nur 145 € und ist deutlich kompakter. Noch preiswerter und noch kompakter ist aber auch der USB-Stick Trekstor CS-D 8GB USB 2.0, den man bereits für 139,- € erwerben kann.
Super Talents 2.5" 8GB IDE Flash Drive FLHIDE-8G ist und bleibt ein Nischenprodukt, das klare Vorzüge und eine Existenzberechtigung hat. Für normale Anwender können wir diesen Datenspeicher aber nicht empfehlen.




Unser Dank gilt:

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