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Neu von MSI

DDR400+: 4 Doppelpacks mit 2 Gigabyte - 1/16
04.05.2006 by doelf
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Nachdem wir zuletzt DDR2-800 Arbeitsspeicher getestet hatten, welcher derzeit ja nur von Intels Prozessoren genutzt wird, möchten wir uns heute DDR1 Arbeitsspeicher für AMDs Sockel 939, 754, A sowie ältere Intel Plattformen ansehen. Aufgrund der niedrigen Preise bietet es sich derzeit an, statt den traditionellen 2x 512 Megabyte gleich 2x 1024 Megabyte für eine Dual-Channel Konfiguration zu erwerben. Daher werden wir uns heute vier 2x 1 Gigabyte Sets von Corsair, G.Skill, OCZ sowie Super Talent ansehen.

Mehr als 2 Gigabyte Arbeitsspeicher machen bei Windows Systemen nur wenig Sinn, da soviel Arbeitsspeicher nur noch von wenigen Anwendungen effektiv genutzt werden kann. 32-Bit Windows Systeme nutzen maximal 4 Gigabyte Arbeitsspeicher, da eine 32-Bit CPU bzw. eine 64-Bit CPU im 32-Bit Betrieb lediglich 4 Gigabyte adressieren kann (zumindest direkt). 2 dieser 4 Gigabyte stehen für Anwendungen zur Verfügung, die anderen 2 Gigabyte belegt der Windows Kernel. Hier teilen sich die Anwendungen den Kernel-Space. Bei einem normalen PC ist dies nur bedingt eine Engstelle, doch man stelle sich einen Server mit 4 oder 8 Prozessoren und 16 oder 32 Gigaybte Arbeitsspeicher vor, auf dem etliche Prozesse laufen, die sich alle die 2 Gigabyte Kernel-Space teilen müssen - hier bringen 64-Bit Betriebssysteme einen großen Vorteil.

Dennoch: Oberhalb von einem Gigabyte wird der Benutzer nur noch selten Leistungsgewinne sehen. Speicherfressende Spiele, Foto-, Audio- und Video-Bearbeitung sowie Rendering und andere professionellen 3D-Anwendungen werden jedoch dankbar sein und deutlich vom Speicherausbau profitieren. Zudem ist der Kauf von zwei 1 Gigabyte Modulen bei Verwendung von Mainboards mit AMDs Sockel 939 die bessere Wahl, da man mit nur zwei belegten DIMM-Sockeln die 1T-Command-Rate nutzen kann, beim Einsatz von vier 512 Megabyte Speicherriegeln jedoch auf 2T zurückschalten muß. Weitere Informationen hierzu bietet unser Speicher-Guide für den Athlon 64 und Opteron im Sockel 754 und 939.

Bleibt noch die Frage des optimalen Taktes und der Latenzen: Während niedrige Latenzen lange Zeit als Geheimwaffe für eine höhere Leistung bei gleicher Taktrate galten, sieht man bei AMDs K8 Plattform nur noch geringe Vorteile. Grund hierfür ist der extrem schnelle Speichercontroller, welcher von AMD aus dem Chipsatz in die CPU verlagert wurde.
Und was ist mit Taktraten oberhalb von 200 MHz (DDR400)? Diese sind nicht spezifiziert und werden offiziell weder von AMD noch von den Mainboard-Herstellern unterstützt. Die neuen AMD-Prozessoren der Revision E bieten inoffiziell auch höhere Taktraten:

  • 216,67 MHz (DDR433)
  • 233,33 MHz (DDR467)
  • 250 MHz (DDR500)
  • 266,67 MHz (DDR533)

Da sich der Speichertakt jedoch aus dem CPU-Takt sowie einem ganzzahligen Teiler berechnet, kommt hier nicht immer auch ein tatsächlicher Mehrtakt an. Die genaue Ermittlung des Speichertaktes beschreiben wir ebenfalls in unserem Speicher-Guide für den Athlon 64 und Opteron im Sockel 754 und 939. Wir werden im Rahmen dieses Testberichtes immer den Bezugstakt der CPU anheben und den Speichertakt mitziehen. Dies ist auch für Übertakter die beste Wahl, da hierbei sowohl der CPU- als auch der Speichertakt gesteigert werden und somit die bestmögliche Leistungssteigerung erzielt wird.

DDR-RAM, eine Geschichte voller Missverständnisse
Wo wir gerade schon mal mit Zahlen jonglieren: Selbst die Hersteller behaupten oft, daß DDR400 mit 400 MHz arbeiten würde, doch das ist schlichtweg falsch. Dieser Speicher arbeitet mit 200 MHz und doppelter Datenrate, so daß effektiv ein maximaler Durchsatz von 2x 200 MHz erreicht werden kann. Das ältere Single Data Rate SDRAM arbeitet hingegen mit einer einfachen Datenrate, weshalb die Vergleichskücke 400 MHz auch als "Effektiver Takt" bezeichnet wird. Doch wie gesagt: 400 MHz liegen hier niegendwo an.
Ebenfalls falsch ist die Behauptung, nur Single Date Rate Speicher sei SDRAM, denn das "SD" steht für "Synchronous Dynamic". Die richtige Bezeichnung für DDR-Speicher ist daher "Double Data Rate Synchronous Dynamic Random Access Memory" oder kurz: DDR SDRAM.
Einher mit der falschen Taktangabe für DDR-Speicher geht oft auch ein weiterer Auszeichnungsfehler: PC400 oder PC433 kann man oft lesen, womit der Hersteller oder Händler die DDR-Kennung mit der offiziellen Kennzeichnung des Speicherstandards der JEDEC vermischt. DDR400 Speicher hat nämlich eigentlich die Bezeichnung PC3200, DDR433 hätte analog hierzu die Bezeichnung PC3500, doch diese gibt es nicht, da diese Taktrate nicht spezifiziert wurde. Wie kommt die JEDEC nun auf diese seltsamen Werte? Es handelt sich hierbei um den maximalen Speicherdurchsatz. SDRAM arbeitet mit einem 64 Bit breiten Speicherinterface, der Takt von DDR400 liegt bei 200 MHz, wir können dank doppelter Datenrate zwei Zugriffe zeitgleich ausführen - das macht: 64 Bit x 200000 Hz x 2 = 25600000 Bit/s = 3200 MegaByte/s (bzw. 3125 MebiByte). Da diese Angaben den Kunden jedoch eher verwirren als informieren, wird zumeist DDR400 angegeben. PC400 gibt es jedoch nicht.

Das Testsystem

Damit CPU und Mainboard nicht zum limitierenden Faktor werden, haben wir vor dem Test der neuen Speichersets anhand unserer Referenz, ein 2x 512 MByte Set Corsair TWIMX XMS512-4000, welches für den DDR500 Betrieb freigegeben ist, verifiziert, daß mit der gewählten Konfiguration 250 MHz (DDR500) bei 2,90 Volt Speicherspannung, 1,55 Volt CPU-Spannung, HyperTransport 4x und einem Multiplikator von 10 möglich sind:

Diese Einstellung läuft leidlich stabil, sollte sich eines der Speichersets in solche Höhen schwingen, werden wir auf die 2T Command-Rate zurückgreifen müssen. Allerdings kostet gerade dieser Schritt viel Speicherdurchsatz, der sich auch durch eine Taktsteigerung kaum kompensieren läßt.

Zudem testeten wir die von den Herstellern versprochenen Taktraten und Latenzen auf einer Intel Plattform, welche aus dem Mainboard Albatron PX915P Pro und dem Intel Pentium 4 3,4 GHz Extreme Edition (Gallatin-Core) besteht. Alle anderen Komponeten entsprechen denen des AMD Testsystems.

An dieser Stelle möchten wir noch erwähnen, daß Speichertests sehr aufwendig und zeitintensiv sind, da es nicht nur etliche Faktoren und Einstellmöglichkeiten gibt, welchen den stabilen Betrieb beeinflussen können, sondern auch die Verifizierung einer stabilen Konfiguration etliche Stunden beansprucht. Die reinen Testläufe für diesen Artikel belaufen sich auf mehr als 175 Stunden! Wir danken den Speicherherstellern daher für ihre Geduld.

Weiter: 2. Corsair TWINX2048-3500LLPRO (2x 1 Gigabyte)

1. Einleitung und Setup
2. Corsair TWINX2048-3500LLPRO (2x 1 Gigabyte)
3. Corsair TWINX2048-3500LLPRO (2x 1 Gigabyte): Overclocking
4. G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS (2x 1 Gigabyte)
5. G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS (2x 1 Gigabyte): Overclocking
6. OCZ 4002048ELDCPE-K Rev. 2 (2x 1 Gigabyte)
7. OCZ 4002048ELDCPE-K Rev. 2 (2x 1 Gigabyte): Overclocking
8. Super Talent X35PB2GC2 (2x 1 Gigabyte)
9. Super Talent X35PB2GC2 (2x 1 Gigabyte): Overclocking
10. Benchmarks: Memtest+
11. Benchmarks: SiSoft Sandra 2005
12. Benchmarks: TMPEG
13. Benchmarks: Compressit
14. Benchmarks: F.E.A.R.
15. Benchmarks: Cinebench 2003
16. Fazit

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