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DDR400+: 4 Doppelpacks mit 2 Gigabyte - 1/16
04.05.2006 by doelf
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Nachdem wir zuletzt DDR2-800 Arbeitsspeicher getestet hatten, welcher derzeit ja nur von Intels Prozessoren genutzt wird, möchten wir uns heute DDR1 Arbeitsspeicher für AMDs Sockel 939, 754, A sowie ältere Intel Plattformen ansehen. Aufgrund der niedrigen Preise bietet es sich derzeit an, statt den traditionellen 2x 512 Megabyte gleich 2x 1024 Megabyte für eine Dual-Channel Konfiguration zu erwerben. Daher werden wir uns heute vier 2x 1 Gigabyte Sets von Corsair, G.Skill, OCZ sowie Super Talent ansehen.

Mehr als 2 Gigabyte Arbeitsspeicher machen bei Windows Systemen nur wenig Sinn, da soviel Arbeitsspeicher nur noch von wenigen Anwendungen effektiv genutzt werden kann. 32-Bit Windows Systeme nutzen maximal 4 Gigabyte Arbeitsspeicher, da eine 32-Bit CPU bzw. eine 64-Bit CPU im 32-Bit Betrieb lediglich 4 Gigabyte adressieren kann (zumindest direkt). 2 dieser 4 Gigabyte stehen für Anwendungen zur Verfügung, die anderen 2 Gigabyte belegt der Windows Kernel. Hier teilen sich die Anwendungen den Kernel-Space. Bei einem normalen PC ist dies nur bedingt eine Engstelle, doch man stelle sich einen Server mit 4 oder 8 Prozessoren und 16 oder 32 Gigaybte Arbeitsspeicher vor, auf dem etliche Prozesse laufen, die sich alle die 2 Gigabyte Kernel-Space teilen müssen - hier bringen 64-Bit Betriebssysteme einen großen Vorteil.

Dennoch: Oberhalb von einem Gigabyte wird der Benutzer nur noch selten Leistungsgewinne sehen. Speicherfressende Spiele, Foto-, Audio- und Video-Bearbeitung sowie Rendering und andere professionellen 3D-Anwendungen werden jedoch dankbar sein und deutlich vom Speicherausbau profitieren. Zudem ist der Kauf von zwei 1 Gigabyte Modulen bei Verwendung von Mainboards mit AMDs Sockel 939 die bessere Wahl, da man mit nur zwei belegten DIMM-Sockeln die 1T-Command-Rate nutzen kann, beim Einsatz von vier 512 Megabyte Speicherriegeln jedoch auf 2T zurückschalten muß. Weitere Informationen hierzu bietet unser Speicher-Guide für den Athlon 64 und Opteron im Sockel 754 und 939.

Bleibt noch die Frage des optimalen Taktes und der Latenzen: Während niedrige Latenzen lange Zeit als Geheimwaffe für eine höhere Leistung bei gleicher Taktrate galten, sieht man bei AMDs K8 Plattform nur noch geringe Vorteile. Grund hierfür ist der extrem schnelle Speichercontroller, welcher von AMD aus dem Chipsatz in die CPU verlagert wurde.
Und was ist mit Taktraten oberhalb von 200 MHz (DDR400)? Diese sind nicht spezifiziert und werden offiziell weder von AMD noch von den Mainboard-Herstellern unterstützt. Die neuen AMD-Prozessoren der Revision E bieten inoffiziell auch höhere Taktraten:

Da sich der Speichertakt jedoch aus dem CPU-Takt sowie einem ganzzahligen Teiler berechnet, kommt hier nicht immer auch ein tatsächlicher Mehrtakt an. Die genaue Ermittlung des Speichertaktes beschreiben wir ebenfalls in unserem Speicher-Guide für den Athlon 64 und Opteron im Sockel 754 und 939. Wir werden im Rahmen dieses Testberichtes immer den Bezugstakt der CPU anheben und den Speichertakt mitziehen. Dies ist auch für Übertakter die beste Wahl, da hierbei sowohl der CPU- als auch der Speichertakt gesteigert werden und somit die bestmögliche Leistungssteigerung erzielt wird.

DDR-RAM, eine Geschichte voller Missverständnisse
Wo wir gerade schon mal mit Zahlen jonglieren: Selbst die Hersteller behaupten oft, daß DDR400 mit 400 MHz arbeiten würde, doch das ist schlichtweg falsch. Dieser Speicher arbeitet mit 200 MHz und doppelter Datenrate, so daß effektiv ein maximaler Durchsatz von 2x 200 MHz erreicht werden kann. Das ältere Single Data Rate SDRAM arbeitet hingegen mit einer einfachen Datenrate, weshalb die Vergleichskücke 400 MHz auch als "Effektiver Takt" bezeichnet wird. Doch wie gesagt: 400 MHz liegen hier niegendwo an.
Ebenfalls falsch ist die Behauptung, nur Single Date Rate Speicher sei SDRAM, denn das "SD" steht für "Synchronous Dynamic". Die richtige Bezeichnung für DDR-Speicher ist daher "Double Data Rate Synchronous Dynamic Random Access Memory" oder kurz: DDR SDRAM.
Einher mit der falschen Taktangabe für DDR-Speicher geht oft auch ein weiterer Auszeichnungsfehler: PC400 oder PC433 kann man oft lesen, womit der Hersteller oder Händler die DDR-Kennung mit der offiziellen Kennzeichnung des Speicherstandards der JEDEC vermischt. DDR400 Speicher hat nämlich eigentlich die Bezeichnung PC3200, DDR433 hätte analog hierzu die Bezeichnung PC3500, doch diese gibt es nicht, da diese Taktrate nicht spezifiziert wurde. Wie kommt die JEDEC nun auf diese seltsamen Werte? Es handelt sich hierbei um den maximalen Speicherdurchsatz. SDRAM arbeitet mit einem 64 Bit breiten Speicherinterface, der Takt von DDR400 liegt bei 200 MHz, wir können dank doppelter Datenrate zwei Zugriffe zeitgleich ausführen - das macht: 64 Bit x 200000 Hz x 2 = 25600000 Bit/s = 3200 MegaByte/s (bzw. 3125 MebiByte). Da diese Angaben den Kunden jedoch eher verwirren als informieren, wird zumeist DDR400 angegeben. PC400 gibt es jedoch nicht.

Das Testsystem

Damit CPU und Mainboard nicht zum limitierenden Faktor werden, haben wir vor dem Test der neuen Speichersets anhand unserer Referenz, ein 2x 512 MByte Set Corsair TWIMX XMS512-4000, welches für den DDR500 Betrieb freigegeben ist, verifiziert, daß mit der gewählten Konfiguration 250 MHz (DDR500) bei 2,90 Volt Speicherspannung, 1,55 Volt CPU-Spannung, HyperTransport 4x und einem Multiplikator von 10 möglich sind:

Diese Einstellung läuft leidlich stabil, sollte sich eines der Speichersets in solche Höhen schwingen, werden wir auf die 2T Command-Rate zurückgreifen müssen. Allerdings kostet gerade dieser Schritt viel Speicherdurchsatz, der sich auch durch eine Taktsteigerung kaum kompensieren läßt.

Zudem testeten wir die von den Herstellern versprochenen Taktraten und Latenzen auf einer Intel Plattform, welche aus dem Mainboard Albatron PX915P Pro und dem Intel Pentium 4 3,4 GHz Extreme Edition (Gallatin-Core) besteht. Alle anderen Komponeten entsprechen denen des AMD Testsystems.

An dieser Stelle möchten wir noch erwähnen, daß Speichertests sehr aufwendig und zeitintensiv sind, da es nicht nur etliche Faktoren und Einstellmöglichkeiten gibt, welchen den stabilen Betrieb beeinflussen können, sondern auch die Verifizierung einer stabilen Konfiguration etliche Stunden beansprucht. Die reinen Testläufe für diesen Artikel belaufen sich auf mehr als 175 Stunden! Wir danken den Speicherherstellern daher für ihre Geduld.

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DDR400+: 4 Doppelpacks mit 2 Gigabyte - 2/16
04.05.2006 by doelf
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Corsair TWINX2048-3500LLPRO
In letzter Zeit sind viele neue Firmen auf den Speichermarkt getreten, welche sich an Tuner und Übertakter wenden. Corsair gehört nicht dazu, sondern ist seit vielen Jahren eine feste Größe für hochwertigen Speicher. Das DDR433 Set TWINX2048-3500LLPRO umfaßt zwei CMX1024-3500LLPRO Module mit je einem Gigabyte Speicher. Dank DDR433 (PC3500) bietet Corsair dem Käufer ein verifiziertes Übertaktungspotential, so daß der Arbeitsspeicher nicht zur Limitierung bei Overclocking-Versuchen wird. Zudem setzt Corsair auf scharfe Latenzen von 2-3-2-6, um auch bei Standardtakt einen optimalen Speicherdurchsatz bieten zu können. Lediglich OCZ bietet noch schärfere Latenzen.

Die Besonderheit der PRO-Serie von Corsair sind aber nicht nur Latenzen und Taktraten, sondern vor allem besonders große Heatspreader und Status-LEDs. Die Heatspreader bestehen aus Aluminium und bieten eine fast doppelt so große Oberfläche (+95%) wie andere Speicherriegel. Allerdings ist es umstritten, ob Heatspreader überhaupt eine positive Wirkung erzielen, denn obwohl sie die Chips kühlen, verwehren sie dem Luftstrom, welchen Gehäuse- und CPU-Lüfter durch das Computergehäuse bewegen, den Zugang zur Platine des Arbeitsspeichers. Auf welche Weise die bessere Kühlung erreicht wird, läßt sich letztenendes nur schwer klären, einen klaren Vorteil bieten die Heatspreader jedoch: Sie schützen die Speicherchips und erleichtern den Einbau der Module.

Die 18 LEDs, welche auf der oberen Kante der Corsair Module zu finden sind, sind grün, gelb und rot, sie zeigen die Speicherzugriffe an. Leuchten nur die grünen LEDs, so ist das System in Betrieb, verursacht aber kaum Speicherlast. Leuchten zudem orangefarbene LEDs, wird stärker auf den Speicher zugegriffen, leuchten auch die roten, so zeigt dies massive Speicherzugriffe an. Die LEDs sind nett anzusehen, allerdings ist die Bauhöhe der PRO-Module dadurch auch etwas höher, so daß es bei ausladenden CPU-Kühlern zu Problemen kommen kann. Einen wirklichen Nutzen bieten die LEDs nicht.

Wie bei allen hier getesteten 1 Gigabyte Modulen verwendet auch Corsair zwei Ranks, es handelt sich also um doppelseitig bestückte Speicherriegel. Weitere Informationen zur Speicherorganisation und Speicherbestückung aktueller K8-Mainboards finden sich in unserem Speicher-Guide für den Athlon 64 und Opteron im Sockel 754 und 939.

Die Verpackung ist bei Corsair nicht besonders aufschlußreich, dafür stehen die zu verwendenden Latenzen und die Taktrate auf den Speicherriegeln.

Da es DDR433/PC3500 eigentlich nicht gibt, wurden lediglich die SPD-Timings für den DDR400 Betrieb hinterlegt. Viele Mainboard entwickeln bei höheren Taktraten viel Phantasie, so daß der Benutzer die Latenzen lieber selber einstellen sollte.

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DDR400+: 4 Doppelpacks mit 2 Gigabyte - 3/16
04.05.2006 by doelf
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Maximaler Takt und minimale Latenzen
Wir werden nun die minimalen Latenzen sowie die maximalen Taktraten ermitteln. Als stabil gilt eine Einstellung erst nach 5 Durchläufen von Memtest86+, d.h. nach ca. 5 Stunden, sowie einem absolvierten Benchmark-Durchlauf:

Asus A8N-SLI Deluxe + AMD Athlon 3500+ Winchester:
MHz Latenzen MEM Volt CPU Volt HT stabil
200 2-3-2-5 2,50 1,40 5x Nein
200 2-3-2-6 2,50 1,40 5x Ja
216 2-3-2-6 2,50 1,40 5x Ja
230 2-3-2-6 2,50 1,40 5x Ja
233 2,5-3-3-6 2,50 1,50 4x Nein
233 2,5-3-3-6 2,70 1,50 4x Ja
236 2,5-3-3-6 2,70 1,55 4x Ja
240 2,5-3-3-6 2,70 1,55 4x Nein
240 3-3-3-8 2,70 1,55 4x Nein
240 3-3-3-8 2,90 1,55 4x Nein

Als DDR433 deklariert muß Corsairs TWINX2048-3500LLPRO Set auch bei 216 MHz noch die scharfen Timings von 2-3-2-6 erfüllen - kein Problem, selbst bei 230 MHz (DDR460) ist eine CAS Latency von 2,0 immer noch stabil. Erst ab 233 MHz (DDR466) müssen wir mit entschärften Werten von 2,5-3-3-6 und einer leicht angehobenen Speicherspannung von 2,7 Volt arbeiten, bei 236 MHz funktionieren diese Einstellungen auch noch, dann ist aber Schluß. 240 MHz (DDR480) können wir weder durch ein weiteres Anheben der Latenzen noch durch höhere Speicherspannung erzwingen.

Albatron PX915P Pro + Intel Pentium 4 3,4 GHz Extreme Edition (Gallatin):
MHz Latenzen MEM Volt CPU Volt HT stabil
216 2-3-2-6 2,50 1,40 5x Ja

Auch der Test auf der Intel Plattform verläuft ohne Zwischenfälle. Corsairs TWINX2048-3500LLPRO zeigt somit eine gute Kompatibilität und niedrige Latenzen gepaart mit hohen Taktraten. Wir können den Speichertakt um 14 MHz auf DDR460 anheben, ohne die Timings entschärfen zu müssen. Mit 20 MHz über der Herstellerfreigabe erzielt der Speicher zudem die zweitbeste Übertaktbarkeit und mit 236 MHz (DDR472) den höchsten stabilen Speichertakt im Testfeld.

Herstellerinformationen: Corsair TWINX2048-3500LLPRO

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DDR400+: 4 Doppelpacks mit 2 Gigabyte - 4/16
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G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
Recht neu auf dem Markt ist die Firma G.Skill, dennoch ist der Speicher schon recht weit verbreitet und zeichnet sich durch attraktive Preise aus. Das 2x 1 Gigabyte Kit F1-3200PHU2-2GBNS taktet mit 200 MHz (DDR400/PC3200) und verwendet Latenzen von 2.5-3-3-6. Damit bewegt sich G.Skill trotz der auffälligen roten Heatspreader in dem Bereich, welchen auch herkömmlicher DDR400-Speicher bietet. Fairerweise sei gesagt, daß dies auch für den Preis gilt.

Wie bei allen hier getesteten 1 Gigabyte Modulen verwendet auch G.Skill zwei Ranks, es handelt sich also um doppelseitig bestückte Speicherriegel. Weitere Informationen zur Speicherorganisation und Speicherbestückung aktueller K8-Mainboards finden sich in unserem Speicher-Guide für den Athlon 64 und Opteron im Sockel 754 und 939.

Auf der Packung finden wir zwar keine brauchbaren Informationen über die Spezifikationen der Speicherriegel, dafür dokumentiert G.Skill auf den Heatspreadern sowohl den Takt als auch die Latenzen der F1-3200PHU2 Module.

Auch G.Skill hinterlegt im SPD nur die Timnigs für den DDR400-Betrieb.

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Maximaler Takt und minimale Latenzen
Obwohl das Set von G.Skill nicht so sehr auf Übertakter zielt, lassen wir es uns natürlich dennoch nicht nehmen, die minimalen Latenzen sowie die maximalen Taktraten ermitteln. Als stabil gilt eine Einstellung erst nach 5 Durchläufen von Memtest86+, d.h. nach ca. 5 Stunden, sowie einem absolvierten Benchmark-Durchlauf:

Asus A8N-SLI Deluxe + AMD Athlon 3500+ Winchester:
MHz Latenzen MEM Volt CPU Volt HT stabil
200 2-3-2-5 2,50 1,40 5x Nein
200 2-3-2-6 2,50 1,40 5x Nein
200 2,5-3-3-6 2,50 1,40 5x Ja
208 2,5-3-3-6 2,50 1,40 5x Ja
212 2,5-3-3-6 2,50 1,40 5x Nein
212 2,5-3-3-6 2,70 1,40 5x Nein
212 2,5-3-3-6 2,90 1,40 5x Nein
212 3-3-3-8 2,50 1,40 5x Ja
216 3-3-3-8 2,50 1,40 5x Nein
216 3-3-3-8 2,70 1,40 5x Nein
216 3-3-3-8 2,90 1,40 5x Nein

Mit einer CAS Latency von 2,0 können wir mit dem Set von G.Skill nicht booten, aber der Hersteller schreibt ja auch 2,5 vor. Mit den programmierten Timings von 2,5-3-3-6 erreichen wir nicht nur stabile 200 MHz, sondern können auch auf bis zu 208 MHz (DDR416) übertakten. Um auf 212 MHz (DDR424) zu kommen, müssen wir die Latenzen auf 3-3-3-8 anheben. 216 MHz (DDR433) sind leider nicht mehr möglich.

Albatron PX915P Pro + Intel Pentium 4 3,4 GHz Extreme Edition (Gallatin):
MHz Latenzen MEM Volt CPU Volt HT stabil
200 2,5-3-3-6 2,50 1,40 5x Ja

G.Skills F1-3200PHU2-2GBNS Kit arbeitet mit den angegebenen Timings im DDR400 Betrieb sauber auf der AMD sowie der Intel Plattform. Mit den SPD-Timings von 2,5-3-3-6 können wir den Speicher um 8 MHz übertakten, mit 3-3-3-8 erreichen wir eine Übertaktung von 12 MHz. Damit ist G.Skill in Bezug auf die Übertaktbarkeit und die Latenzen das Schlußlicht in diesem Vergleich.

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DDR400+: 4 Doppelpacks mit 2 Gigabyte - 6/16
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OCZ 4002048ELDCPE-K Rev. 2
Das dritte Set im Bunde stammt von OCZ und wird für 200 MHz (DDR400/PC3200) freigegeben. Dafür garantiert OCZ die schnellsten Latenzen: 2-3-2-5 finden wir schon ziemlich erstaunlich. Wer nicht übertakten will, erhält hiermit die beste Ausgangsposition für einen optimalen Speicherdurchsatz bei 200 MHz.

Der Heatspreader der OCZ Module ist recht schwer und besteht aus Kupfer, dank Hochglanz-Platin-Look wirken die Speicherriegel sehr edel, allerdings wird man davon nicht allzuviel haben, wenn der Speicher erst einmal im PC verbaut wurde.

Wie bei allen hier getesteten 1 Gigabyte Modulen verwendet auch OCZ zwei Ranks, es handelt sich also um doppelseitig bestückte Speicherriegel. Weitere Informationen zur Speicherorganisation und Speicherbestückung aktueller K8-Mainboards finden sich in unserem Speicher-Guide für den Athlon 64 und Opteron im Sockel 754 und 939.

OCZ gibt auf der Verpackung zumindest den Produktcode des gelieferten Speichers an, auf dem Heatspreader finden sich die Taktfreigaben (PC3200) sowie die Latenzen.

Scharfe Sache: Die von OCZ im SPD hinterlegten Latenzen sind rekordverdächtig!

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Maximaler Takt und minimale Latenzen
Wir sind gespannt auf die maximalen Taktraten, welche wir mit dem OCZ 4002048ELDCPE-K Rev. 2 Kit erreichen können. Die Latenzen werden sich kaum noch weiter absenken lassen, hier wären eh nur 2-2-2-5 denkbar. Als stabil gilt eine Einstellung erst nach 5 Durchläufen von Memtest86+, d.h. nach ca. 5 Stunden, sowie einem absolvierten Benchmark-Durchlauf:

Asus A8N-SLI Deluxe + AMD Athlon 3500+ Winchester:
MHz Latenzen MEM Volt CPU Volt HT stabil
200 2-2-2-5 2,50 1,40 5x Nein
200 2-3-2-5 2,50 1,40 5x Ja
212 2-3-2-5 2,50 1,40 5x Nein
212 2-3-2-5 2,70 1,40 5x Nein
212 2-3-2-5 2,90 1,40 5x Nein
212 2-3-2-6 2,50 1,40 5x Nein
212 2-3-2-6 2,70 1,40 5x Nein
212 2-3-2-6 2,90 1,40 5x Nein
212 2,5-3-3-6 2,50 1,40 5x Ja
216 2,5-3-3-6 2,50 1,40 5x Ja
230 2,5-3-3-6 2,50 1,50 4x Ja
233 2,5-3-3-6 2,50 1,50 4x Nein
233 2,5-3-3-6 2,70 1,50 4x Nein
233 2,5-3-3-6 2,90 1,50 4x Nein
233 3-3-3-8 2,90 1,55 4x Nein

Die Timings sind scharf gewählt, doch bei DDR400 arbeitet der Speicher mit 2-3-2-5 stabil. Beim Übertakten kommen wir mit solch scharfen Werten nicht weit und scheitern bereits bei 216 MHz (DDR433). Wir müssen die CAS Latency auf 2,5 anheben und mit 2,5-3-3-6 arbeiten, um einen stabilen DDR433-Betrieb zu erreichen. Mit diesen Einstellungen erreichen wir sogar noch 230 MHz (DDR460), darüber geht dann aber nichts mehr. Da helfen weder mehr Spannung, höhere Latenzen noch gute Worte.

Albatron PX915P Pro + Intel Pentium 4 3,4 GHz Extreme Edition (Gallatin):
MHz Latenzen MEM Volt CPU Volt HT stabil
200 2-3-2-5 2,50 1,40 5x Ja

Auf der Intel Plattform arbeitet der Speicher mit den vorgegebenen Latenzen und 200 MHz Speichertakt ebenfalls ohne Probleme. Mit 30 MHz Zugewinn über dem vom Hersteller angegebenen Takt ist das OCZ 4002048ELDCPE-K Rev. 2 Kit der beste Übertakter im diesem Vergleich. Obwohl es sich hierbei um DDR400 Speicher handelt, erreichen wir mit DDR460 beinahe die Werte der DDR433 Sets von Corsair (DDR472) und Super Talent (DDR466).

Herstellerinformationen: OCZ 4002048ELDCPE-K Rev. 2

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DDR400+: 4 Doppelpacks mit 2 Gigabyte - 8/16
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Super Talent X35PB2GC2
Von Super Talent kam das Set X35PB2GC2, welches aus zwei DDR433 (PC3500) Modulen mit je einem Gigabyte Speicherkapazität besteht. Super Talent bietet bei diesen Speicher dank 216 MHz (DDR433) sowohl mehr Spielraum für Übertakter, als auch niedrige Latenzen. Mit 2-3-3-6 wählt Super Talent etwas konservativere Einstellungen als Corsair und OCZ, doch da die CAS Latency die deutlichsten Auswirkungen erzielt und diese bei 2,0 liegt, sollte auch dieser Speicher sehr performant sein.

Wie bei allen hier getesteten 1 Gigabyte Modulen verwendet auch Super Talent zwei Ranks, es handelt sich also um doppelseitig bestückte Speicherriegel. Weitere Informationen zur Speicherorganisation und Speicherbestückung aktueller K8-Mainboards finden sich in unserem Speicher-Guide für den Athlon 64 und Opteron im Sockel 754 und 939.

Super Talent dokumentiert weder auf der Verpackung noch auf den Speicherriegeln die zulässigen Timings oder die erlaubte Taktrate, lediglich "CL2" wird dem Benutzer als Information zur Hand gegeben. Wer etwas Phantasie hat, kann zudem aus "X35PB2GC2" das "35" als PC3500 (also DDR433) herausdeuten. Hier sollte der amerikanische Hersteller unbedingt nachbessern. Die Heatspreader bestehen aus Aluminium und sind erfreulich leicht.

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DDR400+: 4 Doppelpacks mit 2 Gigabyte 9/16
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Maximaler Takt und minimale Latenzen
Wie bei den anderen Speicherriegeln werden wir auch bei den Modulen von Super Talent die minimalen Latenzen sowie die maximalen Taktraten ermitteln. Als stabil gilt eine Einstellung erst nach 5 Durchläufen von Memtest86+, d.h. nach ca. 5 Stunden, sowie einem absolvierten Benchmark-Durchlauf:

Asus A8N-SLI Deluxe + AMD Athlon 3500+ Winchester:
MHz Latenzen MEM Volt CPU Volt HT stabil
200 2-3-2-5 2,50 1,40 5x Ja
216 2-3-2-5 2,50 1,40 5x Nein
216 2-3-2-5 2,70 1,40 5x Nein
216 2-3-2-5 2,90 1,40 5x Nein
216 2-3-3-6 2,50 1,40 5x Nein
216 2-3-3-6 2,70 1,40 5x Nein
216 2-3-3-6 2,90 1,40 5x Nein
216 2,5-3-3-6 2,50 1,40 5x Ja
230 2,5-3-3-6 2,50 1,40 5x Ja
233 2,5-3-3-6 2,50 1,50 4x Ja
236 2,5-3-3-6 2,70 1,55 4x Nein
236 2,5-3-3-6 2,90 1,55 4x Nein
236 3-3-3-8 2,90 1,55 4x Nein

Bei 200 MHz (DDR400) können wir die von Super Talent empfohlenen Timings von 2-3-3-6 sogar noch unterbieten, der Speicher läuft ebenso wie das Set von OCZ stabil mit 2-3-2-5. Leider gilt das aber nicht für 216 MHz (DDR433). Obwohl auch bei diesem Takt 2-3-3-6 möglich sein sollten, müssen wir die CAS Latency auf 2,5 anheben, um einen stabilen Betrieb auf dem Asus A8N-SLI Deluxe zu erreichen. Stellen wir den Speicher auf 2,5-3-3-6, so sind nicht nur 216 MHz stabil, sondern auch noch 233 MHz. Der Versuch, 236 MHz einzustellen, scheitert jedoch, da Memtest86+ nicht mehr stabil arbeitet.

Albatron PX915P Pro + Intel Pentium 4 3,4 GHz Extreme Edition (Gallatin):
MHz Latenzen MEM Volt CPU Volt HT stabil
216 2-3-3-6 2,50 1,40 5x Ja

Auf dem Albatron PX915P Pro kann Super Talent die versprochenen Timings von 2-3-3-6 bei 216 MHz (DDR433) einhalten. Super Talent erreicht mit dem X35PB2GC2 Kit den zweithöchsten Speichertakt - 233 MHz (DDR466) -, dies entspricht einer Übertaktung um 17 MHz über dem vom Hersteller vorgegeben Takt.

Herstellerinformationen: Super Talent X35PB2GC2

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DDR400+: 4 Doppelpacks mit 2 Gigabyte - 10/16
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Benchmarks: Memtest86+
Wir beginnen unseren Benchmarkparcours mit zwei Speichertests. Zunächst verifizieren wir mit fünf Durchläufen von Memtest86+, ob die gewählte Konfiguration stabil ist. Dabei ermittelt Memtest86+ auch den Speicherdurchsatz:

Memtest86+ 1.65 in MB/s bei 200 MHz
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-6
2700
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-5
2700
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-5
2700
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
2620

Bei 200 MHz macht die CAS Latency den einzigen Unterschied.

Memtest86+ 1.65 in MB/s bei 216 MHz
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2-3-2-6
2901
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
2815
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
2815
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 212 MHz
2,5V;3-3-3-8
2763
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 208 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
2698

216 MHz erreicht das Speicher-Kit von G.Skill nicht, hier ist mit SPD-Timings bei 208 MHz Schluß. Mit konservativeren Werten kommen wir noch bis 212 MHz, mehr Takt können wir allerdings nicht mehr herauskitzeln.
Bei OCZ und Super Talent müssen wir die CAS Lantency auf 2,5 heraussetzen, um einen stabilen DDR433 Betrieb zu ermöglichen. Da OCZ sein Kit nur für DDR400 freigibt, ist das nachvollziehbar, bei dem Set von Super Talent soll es sich jedoch um DDR433 Speicher mit CL2 handeln, dies konnten wir zumindest im Zusammenspiel mit dem Asus A8N-SLI Deluxe nicht bestätigen - auch nicht mit 2,7 oder 2,9 Volt Speicherspannung.
Nur das Speicher-Kit von Corsair schafft auch bei 216 MHz noch eine CAS Latency von 2,0.

Memtest86+ 1.65 in MB/s bei 230 MHz
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2-3-2-6
3090
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
2998
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
2998

Auch bei 230 MHz (DDR460) gelingt Corsair das Kunststück, stabilen Betrieb bei einer CAS Latency von 2,0 zu bieten. Die Kits von OCZ und Super Talent erreichen diese Taktrate ebenfalls - mit ordentlichen Timings von 2,5-3-3-6.

Memtest86+ 1.65 in MB/s bei 233 MHz
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 236 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
3076
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 233 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
3047
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 233 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
3047

Bei 233 MHz (DDR466) steigt der Speicher von OCZ aus, was man ihm nicht verübeln kann, da er ja nur für 200 MHz spezifiziert ist. Corsair und Super Talent versprechen mit ihren Speicher-Kits 216 MHz und erreichen bei 2,7 Volt Speicherspannung sowie Timings von 2,5-3-3-6 immerhin noch 233 MHz bzw. 236 MHz.

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Benchmarks: SiSoft Sandra 2005
Betrachten wir nun SiSoft Sandra 2005:

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50) bei 200 MHz: Mem/INT; Mem/FPU
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-5
5986
5907

Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-6
5966
5915

Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-5
5955
5938

G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
5955
5884

SiSoft Sandra 2005.SR1 reagiert nur geringfügig auf die unterschiedlichen Latenzen, dies ist typisch für AMDs K8 Prozessoren.

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50) bei 216 MHz: Mem/INT; Mem/FPU
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2-3-2-6
6440
6395

OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
6399
6386

Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
6361
6339

G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 212 MHz
2,5V;3-3-3-8
6298
6164

G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 208 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
6132
6086

Deutlicher reagiert Sandra auf unterschiedliche Taktraten, das Kit von G.Skill fällt daher zurück.

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50) bei 230 MHz: Mem/INT; Mem/FPU
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
6867
6688

Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2-3-2-6
6818
6717

Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
6810
6748

Bei gleicher Taktrate liegt das Feld wieder eng zusammen.

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50) bei 233 MHz: Mem/INT; Mem/FPU
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 236 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
6976
6920

Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 233 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
6929
6849

Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 233 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
6917
6870

Corsair kann sich dank 3 MHz Mehrtakt abermals die Führung sichern.

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Benchmarks: TMPEG
Unsere zweite Benchmarkrunde beschäftigt sich mit der Kompression großer Dateien. Zunächst werden wir eine unkomprimierte AVI-Datei mit TMPEG ins DVD-Format wandeln:

TMPEG 2.512.52.161 bei 200 MHz: DVD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-5
474
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-5
475
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
476
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-6
477

Mit scharfen Timings liegen OCZ und Super Talent in diesem Test ganz vorne, es folgen G.Skill und Corsair.

TMPEG 2.512.52.161 bei 216 MHz: DVD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2-3-2-6
443
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
443
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
443
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 212 MHz
2,5V;3-3-3-8
452
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 208 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
464

Bei 216 MHz fällt das Set von G.Skill zurück, da es diese Taktrate nicht stabil erreichen kann. TMPEG ignoriert Latenzen und erzielt mit den anderen Modulen exakt die selbe Laufzeit.

TMPEG 2.512.52.161 bei 230 MHz: DVD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2-3-2-6
416
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
417
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
417

230 MHz (DDR460) bringen Corsair eine Sekunde Vorsprung vor OCZ und Super Talent, auch diesmal wirkt sich die CAS Latency von 2,0 kaum aus.

TMPEG 2.512.52.161 bei 233 MHz: DVD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 236 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
407
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 233 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
410
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 233 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
411

Dank 236 MHz kann sich auch diesmal das Speicherpärchen von Corsair knapp gegen Super Talent durchsetzen.

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Benchmarks: Compressit
Als Nächstes packen wir 646 Megabyte mit CompressIt ins ZIP-Format:

CompressIt bei 200 MHz (fear_spdemo_en.exe = 646 MByte; niedrigere Werte sind besser)
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-5
89
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-5
89
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
90
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-6
91

Überraschung: CompressIt spiegelt die Reihenfolge von TMPEG wieder.

CompressIt bei 216 MHz (fear_spdemo_en.exe = 646 MByte; niedrigere Werte sind besser)
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2-3-2-6
80
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
81
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
81
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 212 MHz
2,5V;3-3-3-8
83
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 208 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
85

Auch bei 216 MHz entspricht die Reihenfolge derjenigen, welche wir bereits bei TMPEG gesehen haben.

CompressIt bei 230 MHz (fear_spdemo_en.exe = 646 MByte; niedrigere Werte sind besser)
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2-3-2-6
77
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
77
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
78

Endlich mal etwas Abwechslung: Super Talent gelingt es bei 230 MHz, an dem OCZ Kit vorbeizuziehen.

CompressIt bei 233 MHz (fear_spdemo_en.exe = 646 MByte; niedrigere Werte sind besser)
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 236 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
75
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 233 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
76
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 233 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
77

Bei 233 MHz kann Super Talent zwar an Corsair vorbeiziehen, mit 236 MHz taktet aber niemand so schnell wie das Set von Corsair.

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Benchmarks: F.E.A.R.
Der Ego-Shooter F.E.A.R. ist unser nächster Test. Wir nahmen unsere Messungen bei 1024x768 Bildpunkten ohne Kantenglättung oder anisotrophe Filterung vor. Von diesen Einstellungen erhofften wir uns deutlichere Unterschiede, da bei hohen Anforderungen die Grafikkarte zum limitierenden Faktor wird. In der Praxis ist der Nährwert der Testläufe recht gering:

F.E.A.R. bei 200 MHz: 1024x768; ohne AA + 4x AF
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
69
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-6
68
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-5
68
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-5
68

Erstaunlich: Die höhere Latenz setzt sich durch. Auch eine Wiederholung der Testläufe ändert daran nichts.

F.E.A.R. bei 216 MHz: 1024x768; ohne AA + 4x AF
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2-3-2-6
70
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 212 MHz
2,5V;3-3-3-8
70
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
69
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
69
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 208 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
68

Selbst mit geringerer Taktung kann das Speicherset von G.Skill in diesem Testlauf überzeugen. Bei Spielen entscheidet vor allem eines: Die Grafikkarte. Deutlichere Unterschiede könnten wir wahrscheinlich mit 640x480 Bildpunkten provozieren, aber wer möchte heutzutage mit solch geringen Auflösungen spielen?

F.E.A.R. bei 230 MHz: 1024x768; ohne AA + 4x AF
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2-3-2-6
72
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
70
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
69

Bei 230 MHz kann sich das Set von Corsair dank der CAS Latency von 2,0 etwas absetzen.

F.E.A.R. bei 233 MHz: 1024x768; ohne AA + 4x AF
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 236 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
71
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 233 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
71
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 233 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
70

Bei gleichen Timings rückt das Feld wieder zusammen, die 3 MHz Mehrtakt der Corsair Module wirken sich kaum aus.

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Benchmarks: Cinebench 2003
Zuletzt lassen wir den Rendering-Test von Cinebench 2003 laufen. Dieser Test nutzt die Rendering-Engine von Cinema 4D:

Cinebench 2003 bei 200 MHz: CPU-Test (Rendering 1 CPU)
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
313
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-5
313
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-6
312
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 200 MHz
2,5V;2-3-2-5
312

Die Ergebnisse liegen eng beisammen und spiegeln lediglich Messtoleranzen wieder.

Cinebench 2003 bei 216 MHz: CPU-Test (Rendering 1 CPU)
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2-3-2-6
336
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
336
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 216 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
336
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 212 MHz
2,5V;3-3-3-8
329
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
2x 1 GB; 208 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
322

Der Takt entscheidet, die Timings haben keine Auswirkung auf diesen CPU-lastigen Test.

Cinebench 2003 bei 230 MHz: CPU-Test (Rendering 1 CPU)
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2-3-2-6
358
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
357
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev.2
2x 1 GB; 230 MHz
2,5V;2,5-3-3-6
357

Vorteil durch eine CAS Latency von 2,0 oder eine Messtoleranz?

Cinebench 2003 bei 233 MHz: CPU-Test (Rendering 1 CPU)
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 236 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
366
Corsair TWINX2048-3500LLPRO
2x 1 GB; 233 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
364
Super Talent X35PB2GC2
2x 1 GB; 233 MHz
2,7V;2,5-3-3-6
363

Diesmal zahlen sich die zusätzlichen 3 MHz wieder für Corsair aus.

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DDR400+: 4 Doppelpacks mit 2 Gigabyte - 16/16
04.05.2006 by doelf
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Fazit
Wir haben das Ende dieses Tests erreicht und können festhalten, daß MHz und nicht Latenzen über Leistungsgewinne entscheiden. AMDs K8-Architektur mit dem in die CPU integrierten Speichercontroller reagiert deutlich weniger auf niedrige Latenzen, als dies beim Athlon XP noch der Fall war. Wer das Optimum aus seinem System herauskitzeln möchte, sollte daher eher zu DDR433 oder schneller getakteten Speicher greifen. Und, das sollte man ebenfalls nicht vergessen, wer diesen Speicher dann auch ausreizen will, muß zugleich auch den CPU-Takt anheben.




Corsair TWINX2048-3500LLPRO
Mit Preisen zwischen 285 und 325 € ist das Set von Corsair mit Abstand das teuerste in diesem Vergleich. Dafür bekommt man Status-LEDs und übergroße Heatspreader, aber auch niedrige Latenzen bei sehr hohen Taktraten. 230 MHz mit einer CAS Latency von 2,0 schafft keiner der anderen Kandidaten. Der Speicher läßt sich um 20 MHz übertakten, statt DDR433 erreichen wir stabile DDR472 - das ist das zweitbeste Ergebnis im Testfeld. Qualität und Leistung stimmen, zudem ist der Speicher innovativ - doch beim Preis schießt Corsair ein wenig über das Ziel hinaus - auch wenn Corsair 10 Jahre Herstellergarantie gewährt. Der Preis pro MHz sowie pro MByte liegt deutlich über den Mitbewerbern, daher gibt es "nur" die Wertung "Sehr Gut".




G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS
Zwei DDR400 Speicherriegel mit je einem Gigabyte gibt es ab ca. 170 €, diese haben dann Timings von 2,5-3-3-7 oder 3-3-3-8. Das Set von G.Skill bietet etwas schärfere Timings (2,5-3-3-6) sowie Heatspreader, kostet mit 184,90 € allerdings auch etwas mehr. Dafür bekommt man zwar keine bessere Übertaktbarkeit, aber 10 Jahre Herstellergarantie - und die ist immer viel wert. Der Fairness halber müssen wir an dieser Stelle nochmals betonen, daß sich G.Skill mit dem F1-3200PHU2-2GBNS Kit nicht an Übertakter wendet. Insofern verwundert es nicht, daß die anderen Sets bei den Übertaktungstests besser abschneiden. Der Preis pro MByte sowie pro MHz ist sehr günstig - daher unser Preistip!




OCZ 4002048ELDCPE-K Rev. 2
Die schärfsten Timings (2-3-2-5) bei DDR400 im Testfeld, die beste Übertaktbarkeit (bezogen auf den vom Hersteller spezifizierten Takt) und elegant sieht das 4002048ELDCPE-K Rev. 2 Kit von OCZ auch aus - was will man mehr? Die Antwort ist einfach: Lange Garantiezeiten und einen günstigen Preis. Mit 10 Jahren Herstellergarantie und 199,- € auf dem Preisschild beantwortet uns OCZ auch diese Fragen zu unserer vollsten Zufriedenheit. Daher vergeben wir den "Editor's Choice".




Super Talent X35PB2GC2
Super Talent ist neu auf dem deutschen Markt und die von uns getesteten PC3500 Module sind sogar noch neuer, daher konnten wir das X35PB2GC2 Kit bisher auch nur bei amerikanischen Anbietern finden. Laut Super Talent wird der Speicher in Deutschland 239 € kosten. Super Talent liegt damit deutlich unter dem Preis des Sets von Corsair, aber auch deutlich über den DDR400 Kits von G.Skill und OCZ. Was bietet der DDR433-Speicher nun an Mehrwert? Wir erreichen 3 MHz mehr Speichertakt als mit dem DDR400-Set von OCZ sowie niedrigere Timings (2-3-2-5) im DDR400 Betrieb als mit dem Set von Corsair (2-3-2-6). Bei 216 MHz (DDR433) sowie 230 MHz (DDR460) liegen die Module von Super Talent und OCZ in Bezug auf die Timings gleich auf, Corsair hat mit einer CAS Latency von 2,0 allerdings die Nase vorn und bietet auch einen 3 MHz höheren Maximaltakt. Zudem ist es uns auf dem Asus A8N-SLI Deluxe nicht möglich, bei 216 MHz die versprochenen Tinings von 2-3-3-6 zu erreichen, im Zusammenspiel mit dem Albatron PX915P Pro gelingt dies jedoch problemlos.
Positv finden wir die 15 Jahre Herstellergarantie, welche auch Super Talent gewährt. Wir werten das Super Talent X35PB2GC2 Kit mit "Gut".




Preis-/Leistungsvergleich:
Modell Preis pro MHz Preis pro MByte
Corsair TWINX2048-3500LLPRO 1,21 € 0,28 €
G.Skill F1-3200PHU2-2GBNS 0,87 € 0,18 €
OCZ 4002048ELDCPE-K Rev. 2 0,87 € 0,20 €
Super Talent X35PB2GC2 1,01 € 0,23 €



Unser Dank gilt:

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