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Neu von MSI

3D-Performance-Guide Q1/2005 - 57/57
01.12.2004 by doelf; UPDATE: 11.06.2005

Zusammenfassung
Diesmal stellte sich unser Leistungsvergleich als ausgesprochen problematisch da: Wenige Testmuster, kurze Teststellungen, Treiber- und BIOS-Probleme und eine erstaunliche Nicht-Verfügbarkeit am Markt haben dieses Vorhaben zu einem Spießroutenlauf gemacht.
Erstaunlich waren auch die Probleme, die einige Mainboards mit der GeForce 6800er Serie bzw. der 6600GT hatten. Besonders Mainboards mit Intels Canterwood Chipsatz machten uns im Zusammenspielt mit 6800 Ultra und GT das Leben schwer, nach einem BIOS Update unserer GeForce 6800 Ultra von MSI arbeitete zumindest diese Karte problemlos. 3D-Benchmarks bedeuteten auf dem Asus A8V-E Deluxe mit VIAs K8T890 Chipsatz zunächst "Reboot". Ein aktuelles Beta-BIOS setzt die Karten zwangsweise auf PCIe x8, bietet aber wenigstens einen stabilen 3D-Betrieb.
Bleiben noch die Inkompatibilitäten mit unseren Benchmarks: Anfangs scheiterten die GeForce 6800er Karten an Quake III Arena, Doom 3, Shadermark 2 und Gunmetal 2, auch hier hat sich die Situation gebessert: nur Gunmetal 2 ist noch immer eine Nullnummer für die 6800er - lediglich unsere MSI NX6800-TD256E (PCIe) widersetzte sich bisher diesem Trend.




ATi Radeon X800XT-PE - AGP
Da es uns leider nicht möglich war, eine echte Radeon X800XT-PE zu besorgen, mußte eine übertaktete Radeon X800XT die Vergleichswerte liefern. Da uns diese Übertaktung mit Leichtigkeit gelang, erscheint es verwunderlich, warum ATi nicht mehr X800XT-PE GPUs ausliefern kann. Mit 520 MHz Chip- und 560 MHz Speichertakt kommt der Grafikprozessor auf satte 35.8 GB/s Speicherbandbreite, die "normale" X800XT erreicht lediglich 32.0 GB/s mit 500 MHz Chip- sowie Speichertakt.
Da wir keine echte Radeon X800XT-PE zur Verfügung hatten, sind die hier gemessenen Werte natürlich mit Vorsicht zu genießen. Da es allerdings auch keine X800XT-PE zu kaufen gibt, ist diese Bewertung eh nur eine theoretische Betrachtung. In den für Spiele relevanten Benchmarks gewinnt ATis Radeon X800XT-PE gegen NVIDIAs GeForce 6800 Ultra ohne zusätzliche Filterung mit 13 zu 7, schalten wir vierfaches Anti-Aliasing und achtfache anisotrophe Filterung ein, so wird das Ergebnis noch deutlicher: 15 zu 5! Am Ende sehen wir ein klares 28 zu 12 für ATis Radeon X800XT-PE, das ist beeindruckend. Wenn es denn Karten zu kaufen gäbe, würden wir sie wärmstens empfehlen. Da dem nicht so ist, können wir aber nicht einmal einen Strassenpreis nennen.




ATi Radeon X800XT - AGP
Ab 489,- Euro kann man ab und zu eine Grafikkarte mit ATis Radeon X800XT kaufen, wenn man Glück hat sogar in der ViVo-Variante. Je nach Anbieter kann man im Vergleich zu einem Modell mit NVIDIAs GeForce 6800 Ultra bis zu 50 Euro sparen oder aber auch 50 Euro drauflegen - wenn die Lieferbarkeit gering ist, werden die Preise fantasievoll.
Werfen wir einen Blick auf die für Spiele relevanten Benchmarks: Ohne Filter steht es im Duell Radeon X800XT vs GeForce 6800 Ultra 11 zu 9, schalten wir die Filter zu (4xAA, 8xAF), dann wächst der Vorsprung des ATi-Chips leicht auf 12 zu 8 an. Zusammenfassend kommen wir auf 23 zu 17 für ATis Radeon X800XT, was zum Teil natürlich auch am Scheitern aller GeForce 6800er bei Gunmetal 2 liegt. Schwächeln tut die X800-Familie ausgerechnet bei den DirectX 9 Benchmarks, dennoch geht es zumeist recht knapp zu.
Negativ fiel der Lüter auf, der im Gegensatz zur X800Pro sehr schnell hochdreht und dann unüberhörbar rotiert - immerhin arbeitet er leiser als NVIDIAs Referenzkühler. Fassen wir zusammen: Im Schnitt etwas schneller als eine GeForce 6800 Ultra, ein wenig preiswerter, etwas leiser und ViVo als Dreingabe, das kann scih sehen lassen! Wenn das Kleingeld reicht und man eine ergattern kann, ist eine Grafikkarte mit ATis Radeon X800XT eine sehr gute Wahl.




ATi Radeon X800XL - PCIe
Neben X800XT und X800Pro gibt es von ATi nun auch die X800XL GPU. Vergleichen wir die technischen Daten, so liegt der GPU-Takt der X800XL unter der X800Pro, kann aber auf einen höheren Speichertakt zurückgreifen und bietet - wie die X800XT - 16 Pixel-Pipelines:

  • Radeon X800XT: 500 MHz GPU, 500 MHz Memory, 32.0 GB/s, 16 Pipelines
  • Radeon X800XL: 400 MHz GPU, 490 MHz Memory, 31.3 GB/s, 16 Pipelines
  • Radeon X800Pro: 475 MHz GPU, 450 MHz Memory, 28.8 GB/s, 12 Pipelines

Für PCI-Express Grafikkarten mit Radeon X800XL werden knapp 350 Euro fällig, Modelle mit X800Pro kosten 400 bis 500 Euro, Karten mit X800XT sogar 550 bis 650 Euro. Damit ist ATis X800XL ein sehr vielversprechender Grafikchip, der in den Benchmarks zumeist zwischen X800Pro und X800XT zu finden ist. Ohne Nutzung bildverbessernder Filter liegt der X800XL (PCIe) bei 3DMark2001SE und 2005, Shadermark 2, UT2003 Flyby, UT2004, Quake 3, Doom 3 und Cinebench 2003 vor dem X800Pro (AGP). Bei 3DMark2003, Aquamark03, UT2003 Botmatch, Gunmetal und Specviewperf 7.1 fällt der X800XL hingegen zurück. Aktivieren wir die Filter, so sehen wir nur noch bei UT2003, UT2004 sowie einigen Specviewperf 7.1 Durchläufen die X800Pro GPU vorne.
Bei NVIDIA muß man für eine PCI-Express Grafikkarte mit GeForce 6800 GT zwischen 400 und 500 Euro investieren. Im Vergleich mit ATis Radeon X800XL sehen wir ohne Filter Vorteile für die ATi GPU, schalten wir 4xAA und 8xAF zu, so hat der NVIDIA-Chip die Nase vorne. Unterm Strich ist die Leistung auf jeden Fall vergleichbar und besonders bei Doom 3 kann uns die Performance der Radeon X800XL überzeugen.
Das bedeutet: Der Preis ist heiß! Mit der Radeon X800XL hat ATi ein ganz heißes Eisen im Feuer!




ATi Radeon X800Pro - AGP
Wie man es dreht und wendet, Grafikkarten mit ATis Radeon X800Pro scheinen die ewigen zweiten zu sein. Im Preissegment der GeForce 6800 GT von NVIDIA geht es hart her, und gerade im Vorzeigebenchmark Doom III steckt die X800Pro Prügel ein. Wenn die 6800 Ultra vorbeizieht, dann ist dies nicht so schlimm, doch wenn auch die kleineren 6800er GPUs vorne liegen, wird es bitter. Bei "high quality", 1024 x 768 Bildpunkten, vierfachem Antialiasing und achtfacher anisotropher Filterung liegt die GeForce 6800LE vor der Radeon X800Pro. Erst bei "ultra quality", 1600 x 1200 Bildpunkten, vierfachem Antialiasing und achtfacher anisotropher Filterung stellt sich die zu erwartende Reihenfolge ein. Doch wir wollen nicht unken, die Performance der X800Pro ist hoch und völlig ausreichend für die anspruchsvollsten Spiele des Jahres 2004. Ob sich damit allerdings ein Preis von um die 450,- Euro rechtfertigen läßt, wagen wir zu bezweifeln. Das gilt natürlich ebenso für die GeForce 6800 GT!
Betrachtet man die Benchmarks genauer, so geht das Duell Radeon X800Pro vs GeForce 6800 GT sehr knapp aus. Bei den für Spiele relevanten Tests herrscht ohne zusätzliche Filterung Gleichstand: 10 zu 10. Mit vierfachem Anti-Aliasing und achtfacher anisotropher Filterung kann sich die GeForce 6800 GT einen minimalen Vorteil sichern, ATis Radeon X800Pro muß sich mit 10 zu 11 geschlagen geben.
Während Grafikkarten mit Radeon X800XT und X800XT-PE so gut wie nicht zu bekommen sind, sind die X800Pros nur chronisch schlecht lieferbar. NVIDIA und ATi können sich in dieser Beziehung die Hand geben, denn die Nachfrage übersteigt bei beiden das Angebot deutlich.
Besonders gut hat uns die Kühlung der Radeon X800Pro Grafikkarten gefallen. Diese arbeitet im 2D- wie im 3D-Betrieb ausgesprochen leise und fällt selbst im offenen Aufbau kaum auf. Ähnlich leise arbeitete auf der GeForce-Seite nur MSIs NX6800-TD128.
Beim Test der Modelle mit Radeon X800Pro gab es weder Inkompatibilitäten mit der Hardware noch mit den eingesetzten Benchmarks, die Karten arbeiteten leise, schnell und problemlos. So bleibt am Ende nur das mäßige Preis-/Leistungsverhältnis zu beklagen.




ATi Radeon X800SE - AGP
Um NVIDIAs GeForce 6800 in der Preisklasse um die 340 Euro ein eigenes Produkt entgegenstellen zu können, schickt ATi seit kurzer Zeit die Radeon X800SE GPU ins Rennen. Während der X800XT Chip über 16 und der X800Pro über 12 Pixel-Pipelines verfügt, muß die X800SE mit nur 8 Pipelines auskommen. Dies macht sich vor allem bei hohen Auflösungen und aktivierter Filterung bemerkbar. Dieses Problem betrifft allerdings auch NVIDIAs GeForce 6800, die zwar immerhin noch 12 Pixel-Pipelines hat, mit 350 MHz (DDR700) jedoch einen vergleichsweise niedrigen Speichertakt aufweist. ATis X800SE kommt hier auf 400 MHz und bietet in dieser Preisklasse zudem 128 MB mehr Grafikspeicher.
Das Duell mehr schneller Speicher (Radeon X800SE) vs mehr Pipelines (GeForce 6800) geht in der ohne-Filter-Runde der für Spiele relevanten Benchmarks mit 11 zu 9 an ATi, schalten wir 4xAA und 8xAF hinzu, so steht es gar 12 zu 8. Mit einem Endstand von 23 zu 17 gewonnenen Benchmarkläufen empfehlen sich Grafikkarten mit Radeon X800SE in dieser Preisklasse eher als die mit GeForce 6800 GPU. Zudem arbeitet der Lüfter im 2D-Modus sehr leise, bei 3D Anwendungen muß er jedoch schnell hochdrehen und wird dann deutlich wahrnehmbar.




ATi Radeon X700Pro - PCIe
Preislich treten Karte mit Radeon X700Pro gegen NVIDIAs GeForce 6600GT an, damit hat diese GPU aus der 200 bis 250 Euro Klasse einen sehr starken Gegner! Mit 420 MHz Chip- und 432 MHz Speichertakt versucht ATi mitzuhalten, dies gelingt jedoch nur bedingt. Gut, Radeon X600XT und GeForce FX5750 liegen deutlich hinter der Radeon X700Pro, doch die meisten Benchmarks (u.a. 3DMark03 und 05, Shadermark 2, Aquamark03, Gunmetal 2 und Doom 3) gehen klar an die GeForce 6600 GT. Die Radeon X700Pro schlägt sich zumeist mit der Radeon 9800Pro herum und kann diese oft bezwingen, somit ist sie für Spieler geeignet, erfüllt aber nicht die Kriterien für ein überzeugendes Preis-/Leistungsverhältnis. Noch etwas Positives: Die Platine der X700Pros ist sehr kompakt, zudem benötigen die Karten keine besondere Stromversorgung und kommen ohne Molex-Anschluß daher.




ATi Radeon X600XT - PCIe
PCI-Express Grafikkarten mit ATis Radeon X600XT haben - wie ihre AGP-Geschwister - einen Chiptakt von 500 MHz. Da ATi der PCIe Variante jedoch deutlich schnelleren Speicher gönnt - 380 statt 300 MHz -, kann sich der Neuling ein wenig absetzen. Diese GPU bietet auch mehr Leistungsreserven als NVIDIAs GeForce FX5750, was sich vor allem bei höheren Auflösungen und anspruchsvollen DirectX 9 Benchmarks zeigt. Damit sind Karten mit diesem Grafikchip bedingt für Spieler geeignet, die nicht mehr als 150 bis 180 Euro investieren möchten. Wir finden diesen Preis für die gebotene 3D-Leistung jedoch etwas happig und würden jedem, der Spiele für wichtig erachtet, eher eine Radeon X700/700Pro oder GeForce 6600/6600GT ans Herz legen.




NVIDIA GeForce 6800 Ultra - AGP
NVIDIAs GeForce 6800 Ultra GPU ist ein sehr leistungsstarker Grafikchip, aber auch ein leistungshungriger. Gleich zwei Molex-Stromanschlüsse auf der Karte zeigen deutlich, daß bei Grafikkarten mit dieser GPU das Netzteil schnell zum Engpaß werden kann. Hatten wir anfangs noch erhebliche Probleme mit unserer MSI NX6800Ultra, so verhalf uns ein BIOS-Update der Grafikkarte von der Version 1014 auf 1015 zu einem stabilen System. Zuvor reagierte die Karte sehr empfindlich auf das Netzteil und wollte am liebsten ein eigenes haben, bei den Benchmarks kam es immer wieder zu Standbildern, die nach wenigen Sekunden fortgesetzt wurden oder aber zum Absturz führten. Nach dem BIOS-Update konnten wir die Karte problemlos mit einem 350 Watt Netzteil von Fortron betreiben, womit aus unserer Sicht nur noch drei Dinge gegen die GeForce 6800 Ultra sprechen: Der Preis, die Verfügbarkeit und der Lüfter.

  1. Der Preis: Ab ca. 540,- Euro werden die 6800 Ultras angeboten, das ist ein Haufen Geld für eine Grafikkarte! Auch wenn man den Performancevorsprung zur 6800 GT betrachtet, macht diese Mehrausgabe nur wenig Sinn.
  2. Die Verfügbarkeit: Wer nun unbedingt soviel Geld ausgeben will, steht vor einem weiteren Problem: Wo? Die Karten sind so gut wie nicht verfügbar. Fast hat man den Eindruck, es würde sich hierbei um Einzelstücke handeln, die auf Anfrage in einer Manufaktur hergestellt werden.
  3. Der Lüfter des Referenzdesigns der GeForce 6800 Ultra ist zwar bei weitem nicht so laut wie das Monster auf der FX5800 Ultra, doch im 3D-Betrieb kann unsere Referenzkarte keinesfalls als leise angesehen werden. Während der Lüfter im 2D-Betrieb als deutlich wahrnehmbar einzustufen ist, bleibt für den 3D-Modus daher nur die Wertung "laut".
Auch wenn die Benchmarks recht knapp ausgehen, sehen wir einen Vorteil für ATis Radeon X800XT. Die "unverkäuflichen" Radeon X800XT-PE Modelle sind der GeForce 6800 Ultra sogar klar überlegen. Ein weiterer Vorteil der ATi-Karten ist das 1-Slot Design sowie die leisere Kühlung. Dennoch: Für Spielefans mit dickem Geldbeutel ist die GeForce 6800 Ultra GPU ein beeindruckendes Stück Technik und eine gute Wahl.




NVIDIA GeForce 6800 GT - AGP
Weniger Takt, aber die selbe Anzahl an Pipelines: Grafikkarten mit GeForce 6800 GT sind gut 100 Euro preiswerter als die Ultras, bieten aber dennoch eine beeindruckende Leistung. Aktuelle Treiber und BIOS-Updates vorrausgesetzt steht dem Spielevergnügen wenig entgegen, doch für die GTs gilt in abgeschwächter Form ähnliches wie für die 6800 Ultras:

  1. Der Preis: Ab ca. 430,- Euro ist nicht gerade niedrig. Zugegeben, das Design ist aufwendig und die Ausbeute bei den Chips augenscheinlich nicht allzu hoch, die Leistung der GPU ist zudem sehr gut. Aber will man mehr als 400 Euro in eine Grafikkarte investieren? Diese Frage muß jeder für sich selber entscheiden.
  2. Die Verfügbarkeit: GTs findet man im Handel, allerdings bei weitem nicht so flächendeckend, wie man es erwarten könnte. Bei der Lieferzeit nennen die meisten Händler zumindest ein Datum, bei den Ultras wird das kaum jemand wagen.
  3. Der Lüfter des Referenzdesigns der GeForce 6800 GT ist zwar ein wenig leiser als das Modell auf der 6800 Ultra, im Vergleich zu ATis Radeon X800Pro ist er jedoch um ein Vielfaches lauter. Empfindliche Gemüter werden auf die Dauer mit diesen Lüftern nicht zufrieden sein.
Grafikkarten mit GeForce 6800 GT sind bezahlbarer als die 6800 Ultras und bieten dennoch eine enorme Performance, die auch Modelle mit ATis Radeon X800Pro knapp bewzwingen können. Für den Massenmarkt ist der Preis jedoch zu hoch.




Asus V9999 GE, GT 128 MB und GT 256 MB - AGP
Asus serviert uns eine eigenartige Auswahl an Grafikkarten der 6800er Generation, die den Markt um zwei neue Auswahlmöglichkeiten bereichert.

Asus V9999 GT mit 256 MB (429 Euro): Hierbei handelt es sich um eine reguläre GeForce 6800 GT mit 16 Pixel- und 6 Vertex-Pipelines, 450 MHz Chip- sowie 500 MHz Speichertakt. Asus setzt die Platine einer GeForce 6800 Ultra mit zwei Molex-Anschlüssen ein, die zusätzliche Stromversorgung macht die V9999 GT 256 MB aber auch nicht besser übertaktbar, als die anderen 6800 GTs. Für diese Karte gilt das Gleiche, was wir schon zu den anderen Karten mit GeForce 6800 GT gesagt haben.

Asus V9999 GE mit 256 MB (389 Euro): Was Asus "Gamer Edition" tauft, ist eine GeForce 6800 GPU auf einer GeForce 6800 Ultra Platine (zwei Molex-Anschlüsse) mit der Taktung einer GeForce 6800 GT - also 350 MHz Chip- und 500 MHz Speicher-Takt. Allerdings verfügt die normale "6800" über lediglich 12 Pixel und 5 Vertex Pipelines! Solange die Anforderungen der Anwendung nicht gerade extrem sind, fällt diese Einschränkung kaum auf und die 6800 "GE" kann recht gut mit den 6800 GTs mithalten. Leistungstechnisch und preislich liegt die 6800 "GE" somit zwischen 6800 GT und der normalen 6800, in Anbetracht des Lieferumfangs ein durchaus faires Angebot.

Asus V9999 GT mit 128 MB: Diese Variante ist mit derzeit 312 Euro die wahrscheinlich preiswerteste 6800 GT auf dem Markt, doch der Preis hat zwei Haken: Zum einen besitzt diese Grafikkarte nur halb soviel Grafikspeicher wie andere 6800 GTs, zum anderen arbeitet der Speicher nur mit 350 MHz! Asus verzichtet bei dieser Karte auf teuren DDR3-Speicher und setzt auf die gleiche Speicherkonfiguration, die normale 6800er (ohne GT) verwenden. Die GPU ist jedoch wirklich eine vollwertige GT mit 16 Pixel- und 6 Vertex-Pipelines.

Wie ist nun die Performance dieser Karten? Während die V9999 GT 256 MB die Nase klar vorne hat, sieht es bei dem Duell V9999 GE vs V9999 GT 128 MB etwas anders aus. Betrachtet man die für Spiele relevanten Benchmarks im ersten Durchlauf (ohne Filterung), so liegt die V9999 GT 128 MB mit 10 zu 8 vor der "Gamer Edition". Schalten wir die Filter zu, dreht sich das Ergebnis um 180 Grad: Mit 15 zu 3 liegt nun die "Gamer Edition" vorne, der zusätzliche Speicher wird nun wichtiger als die zusätzlichen Pipelines. Allerdings können die Käufer der "Gamer Edition" auf zuschaltbare Pipelines hoffen, während Speichererweiterung und Austausch auf der V9999 GT 128 MB natürlich nicht möglich ist.

Alle Asus-Karten erlauben die Lüftersteuerung mit dem mitgelieferten Tool SmartDoctor. Dieses las leider viel zu hohe Temperaturen aus und drosselte aus diesem Grund die Lüfter nur für wenige Sekunden.




NVIDIA GeForce 6800 - AGP
Auch die "normale" GeForce 6800 entpuppt sich als GPU der neuesten Generation. Mit 325 MHz Chiptakt fehlen nur 25 MHz auf die GT-Modelle, allerdings haben diese Chips auch 4 Pixel- und eine Vertex-Pipeline weniger und der Speicher taktet 150 MHz niedriger. Auf den meisten Grafikkarten findet man somit statt 256 MB DDR1000 lediglich 128 MB DDR700, dabei spart man dann allerdings auch weitere 100 Euro. Der Preis dieser Karten bewergt sich derzeit um 300 Euro.
Die Benchmarks der GeForce 6800 sehen ganz gut aus, nur bei hohen Auflösungen und Filterung fallen die Karten deutlich hinter die "GE" und GT Modelle zurück. Dies fällt besonders bei anspruchsvollen Herausforderungen wie Doom 3, 3DMark05 und 05, Aquamark03 sowie Shadermark 2 auf.
In Sachen Preis-/Leistung sprengt auch die normale GeForce 6800 noch einige Budgets, dennoch ist diese Karte das vernünftigste Modell der Serie. Allerdings sehen wir bei der Mehrzahl der Benchmarks Vorteile für ATis neue Radeon X800SE GPU, die zudem in der selben Preisklasse den doppelten Grafikspeicher bietet.

NVIDIA GeForce 6800 - PCIe
Bei der PCI-Express-Variante mit 256 MB Grafikspeicher bleibt der Chiptakt auf 325 MHz, der Speichertakt wird allerdings um 50 MHz auf 300 MHz reduziert. Damit geht der PEG 6800er im ersten Durchgang ohne Filter die Luft aus und der Abstand im Vergleich zur 6600GT ist äußerst gering. Erst 4-faches Antialiasing und 8-fache anisotrophe Filterung bringen in den Benchmarks, die den zusätzlichen Grafikspeicher auch ausnutzen können, einen klaren Zugewinn. Einen Preisunterschied von 150,- Euro kann das jedoch nicht rechtfertigen!
Unserer Meinung nach hätte DDR700 diese Karte gut gestanden, denn wenn wir den Speichertakt auf dieses Niveau anheben, setzt sich die PEG 6800 deutlich von der 6600 GT ab. Doch wie sieht es bei den Pipelines aus, schlummert hier zusätzliches Tuning-Potential? Bisher leider nicht, denn die aktuelle Version des RivaTuners vermag bei diesem Chip keine Pipelines freizuschalten. Und solange sich daran nichts ändert, würden wir eher zu einer 6600 GT greifen.




NVIDIA GeForce 6800 LE - AGP
Was bringt die GeForce 6800 GPU noch, wenn man ihr nur 300 MHz Takt läßt, die Zahl der Pixel-Pipelines auf 8 halbiert und auch die Vertex-Pipelines von 6 auf 4 reduziert. Immerhin: Der Grafikspeicher liegt mit 350 MHz auf dem Niveau der normalen 6800. Bei den Benchmarks kämpfen die GeForce 6800 LE Modelle oft mit den Spitzenmodellen der Vorgängergeneration (GeForce FX5900/5950 Ultra und Radeon 9800Pro/XT) um die Ränge, den Preis von um die 250,- Euro können die GeForce 6800 LE Karten somit gerade noch rechtfertigen. Doch wer zur preiswertesten 6800er greift, hat meist anderes im Sinn: Pipelines freischalten und Übertakten!
Während unser Testmuster von Gainward tatsächlich nur 8 intakte Pixel-Pipelines hatte, konnten wir die Karte von MSI mit dem Rivatuner auf 12 Pixel- und 6 Vertex-Pipelines bringen. Der Leistung tat dies sehr gut, beim Übertakten auf 325 MHz erzielten wir tatsächlich die Leistung einer normalen GeForce 6800. Allerdings arbeiteten beide Karten bei dieser Übertaktung von lediglich 25 MHz schon instabil!
In unseren Augen ist die GeForce 6800 LE durchaus einen Blick wert, auch wenn es zwischen der keinen 6800er und der GeForce 6600 GT recht eng zugeht. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich die CP4U-Variante der GeForce 6800LE von Asus ansehen: Die Pipelines dieser Karten wurden geprüft und können problemlos freigeschaltet werden. Damit ist die CP4U/Asus GeForce 6800LE zumeist der 25 MHz höher getakteten GeForce 6800 überlegen und kann einige Male sogar mit der 128 MB Variante der GeForce 6800GT, ebenfalls von Asus, mithalten. Allerdings hat das auch seinen (Auf-)Preis.




NVIDIA GeForce 6600 GT - AGP
Im Preisbereich um die 250 Euro fehlt es an AGP-Grafikkarten mit aktuellen GPUs aus dem Hause ATi. Grund hierfür ist der fehlende Bridge-Chip, der einigen Herstellern zu Folge erst Anfang 2005, der Aussage anderer möglicherweise auch gar nicht kommen wird. Bis sich diese Frage geklärt hat, stehen NVIDIAs GeForce 6800LE und 6600 GT lediglich die Grafikkarten mit ATi-Chips der letzten Generation gegenüber: die Radeon 9800 Pro und XT. In Punkto Leistung können diese Chips bei älteren Benchmarks mithalten und liegen oft auch vor NVIDIAs Neulingen. Bei aktuellen Benchmarks und Spielen sieht es jedoch anders aus, denn hier ziehen die beiden NVIDIA GPUs davon.
Im Duell 6800 LE vs 6600 GT steht es nach Runde 1 (ohne Filterung) 11 zu 10, also ein knapper Sieg für die GeForce 6800 LE. Diese Leistung ist jedoch beachtlich, denn die ForceWare 66.93 bremst die 6800 LE bei Gunmetal 2 böse aus: Der Test läuft nicht, zwei Punkte verschenkt! Die GeForce 6600 GT hat hingegen keine Probleme mit Gunmetal 2. Gerade die anspruchsvollen DirectX 9 Testläufe wie 3DMark03 und 05, Aquamark 03 und Shadermark 2 kann die 6600 GT für sich entscheiden.
Die Rückrunde mit vierfachem Anti-Aliasing und achtfacher anisotropher Filterung entscheidet die GeForce 6600 GT mit 11 zu 9 für sich. Auch mit aktivierter Filterung ist die GeForce 6800 LE bei Aquamark 03, 3DMark05 und Shadermark 2 unterlegen. Gunmetal 2 ist für die 6800 LE wieder einmal eine Nullnummer.
Die Leistung ist ausgeglichen, der Preis ebenfalls - für welche GeForce soll man sich nun entscheiden? Für die 6600 GT spricht ihre kompakte Bauweise und ihre Stärke bei DirectX 9-Benchmarks, für die 6800 LE die Hoffnung, ein paar Pipelines freischalten zu können. Letztenendes wird wohl vor allem die Verfügbarkeit der entscheidende Faktor sein.

NVIDIA GeForce 6600 GT - PCIe
Im Vergleich zur AGP-Variante besitzt die PCI-Express-Version einen 50 MHz höheren Speichertakt, dadurch erzielt die PCIe 6600 GT zumeist höhere Ergebnisse. Zudem bietet sich der SLI-Betrieb als Option an, auch wenn die SLI-Leistung mit zwei 6600 GTs oft hinter einer einzelnen GeForce 6800 GT zurückliegt. Allerdings gelten auch für die GeForce 6800 LE auf dem PCI-Express-Bus neue Spielregeln: Der GPU-Takt steigt um 25 MHz auf 325 MHz, der Speichertakt fällt von 350 auf 300 MHz, dafür gibt es 256 statt 128 MB. Nur die Pipeline-Konfiguration bleibt unverändert bei 8 Pixel- und 4 Vertex-Pipelines - allerdings gibt es hier noch keine Möglichkeit diese freizuschalten. Wer das Rennen auf Mainboards mit PCI-Express macht, werden wir bei so vielen Unterschieden erst beurteilen können, wenn wir auch eine PCIe 6800 LE im Testcenter hatten.




NVIDIA GeForce FX5750 - PCIe
Ist die GeForce FX5750 GPU schneller als eine GeForce 5700? Nein, denn NVIDIA hat einfach nur die gleichschnell getaktete PCI-Express Variante mit einer anderen Produktnummer versehen. Die Benchmarks zeigen es deutlich: Die GeForce FX5750 tut sich mit hohen Auflösungen, aufwendigen DirectX 9 Benchmarks und aktivierter Filterung sehr schwer. Wer eine PCI-Express Grafikkarte um die 100 Euro sucht und nur gelegentlich spielt, kann sich eine Grafikkarte mit dieser GPU zulegen. Ambitionierte Spieler müssen tiefer in die Tasche greifen, denn angesichts aktueller Spiele sind mit diesem Grafikchip nur niedrige Auflösungen ohne Anti Aliasing und anisotrophe Filterung spielbar.




Intel i915G und ATi Radeon 9100 IGP
Die im Intel i915G Chipsatz integrierte Grafik hat in diesem Vergleich nicht den Hauch einer Chance gegen die getesteten Grafikkarten. Diese onboard Lösung eignet sich für Büro- oder Wohnzimmerrechner, sie ist für aktuelle Spiele jedoch nicht ausreichend. Ältere Titel wie Quake III Arena oder Freelancer sind jedoch ohne weiteres spielbar.
Gleiches gilt für ATi Radeon 9100 IGP. Im Vergleich zu Intels i915G zeigen beide Lösungen einige Stärken, aber auch ebensoviele Schwächen, so daß sie unter dem Strich als gleichwertig eingestuft werden müssen. Allerdings liefert ATis Southbridge eine sehr dürftige Performance ab, so daß ATA133-, SATA-, USB 2.0- und PCI-Geräte deutlich ausgebremst werden.




Unser Dank gilt:

1. Einleitung
2. Setup und Übersicht der Grafikchips
Runde 1: ohne Filter
3. Benchmarks: 3DMark2001SE 1024x768
4. Benchmarks: 3DMark2001SE 1600x1200
5. Benchmarks: 3DMark2003
6. Benchmarks: 3DMark2005
7. Benchmarks: Shadermark 2: Per Pixel Diffuse Lighting, 1024x768
8. Benchmarks: Shadermark 2: Per Pixel Diffuse Lighting, 1600x1200
9. Benchmarks: Aquamark03
10. Benchmarks: UT2003 Flyby 1024x768
11. Benchmarks: UT2003 Botmatch 1024x768
12. Benchmarks: UT2003 Flyby 1600x1200
13. Benchmarks: UT2003 Botmatch 1600x1200
14. Benchmarks: UT2004 Botmatch 1024x768
15. Benchmarks: UT2004 Botmatch 1600x1200
16. Benchmarks: Quake III Arena 1024x768
17. Benchmarks: Quake III Arena 1600x1200
18. Benchmarks: Gunmetal 2 1024x768
19. Benchmarks: Gunmetal 2 1600x1200
20. Benchmarks: Doom 3 800x600
21. Benchmarks: Doom 3 1024x768
22. Benchmarks: Doom 3 1600x1200
23. Benchmarks: Cinebench 2003
24. Benchmarks: Specviewperf 7.1: 3ds max
25. Benchmarks: Specviewperf 7.1: DesignReview
26. Benchmarks: Specviewperf 7.1: Data Explorer
27. Benchmarks: Specviewperf 7.1: Lightscape
28. Benchmarks: Specviewperf 7.1: Pro/ENGINEER
29. Benchmarks: Specviewperf 7.1: Unigraphics
Runde 2: 4xAA und 8xAF
30. Benchmarks: 3DMark2001SE 1024x768, 4xAA 8xAF
31. Benchmarks: 3DMark2001SE 1600x1200, 4xAA 8xAF
32. Benchmarks: 3DMark2003, 4xAA 8xAF
33. Benchmarks: 3DMark2005, 4xAA 8xAF
34. Benchmarks: Shadermark 2: Per Pixel Diffuse Lighting, 1024x768, 4xAA 8xAF
35. Benchmarks: Shadermark 2: Per Pixel Diffuse Lighting, 1600x1200, 4xAA 8xAF
36. Benchmarks: Aquamark03, 4xAA 8xAF
37. Benchmarks: UT2003 Flyby 1024x768, 4xAA 8xAF
38. Benchmarks: UT2003 Botmatch 1024x768, 4xAA 8xAF
39. Benchmarks: UT2003 Flyby 1600x1200, 4xAA 8xAF
40. Benchmarks: UT2003 Botmatch 1600x1200, 4xAA 8xAF
41. Benchmarks: UT2004 Botmatch 1024x768, 4xAA 8xAF
42. Benchmarks: UT2004 Botmatch 1600x1200, 4xAA 8xAF
43. Benchmarks: Quake III Arena 1024x768, 4xAA 8xAF
44. Benchmarks: Quake III Arena 1600x1200, 4xAA 8xAF
45. Benchmarks: Gunmetal 2 1024x768, 4xAA 8xAF
46. Benchmarks: Gunmetal 2 1600x1200, 4xAA 8xAF
47. Benchmarks: Doom 3 800x600, 4xAA 8xAF
48. Benchmarks: Doom 3 1024x768, 4xAA 8xAF
49. Benchmarks: Doom 3 1600x1200, 4xAA 8xAF
50. Benchmarks: Cinebench 2003, 4xAA 8xAF
51. Benchmarks: Specviewperf 7.1: 3ds max, 4xAA 8xAF
52. Benchmarks: Specviewperf 7.1: DesignReview, 4xAA 8xAF
53. Benchmarks: Specviewperf 7.1: Data Explorer, 4xAA 8xAF
54. Benchmarks: Specviewperf 7.1: Lightscape, 4xAA 8xAF
55. Benchmarks: Specviewperf 7.1: Pro/ENGINEER, 4xAA 8xAF
56. Benchmarks: Specviewperf 7.1: Unigraphics, 4xAA 8xAF
57. Zusammenfassung

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