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Drei luxuriöse Midi-Tower Gehäuse im Vergleich - 1/15
09.08.2006 by Jan Philip & doelf
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Wir werden uns heute drei Gehäuse ansehen, die Design und Innovation verbinden wollen. Es handelt sich dabei um Antecs P180B, das Newance Triplecone sowie Spires SP-ATX-PALU/U, welches von der Designschmiede Pininfarina gestaltet wurde.

Die Optik sowie der innere Aufbau werden von den Gehäuseherstellern immer wieder verändert, um neue Impulse zu setzen und sich von den Mitbewerbern abzuheben. Zumindest der Trend zur extremen Optik mit Leuchtelementen, grellen Farben und bizarren Formen scheint vorerst gebremst. Die Mehrzahl der Computergehäuse setzt auf dezente Farben wie silber oder schwarz und selbst die Seitenfenster sind wieder zur einer Randerscheinung geworden. Elegant und leise soll der PC sein, viele Hersteller setzen für letzteres auf 120 mm Lüfter und Lüftersteuerungen, welche oft mit einem Display kombiniert werden. Auch die Entkopplung von Laufwerken und Netzteilen wird mittlerweile von einigen Herstellern praktiziert.

Sicherlich sind die meisten dieser Detailverbesserungen sinnvoll, doch die letzte Revolution auf dem Gehäusemarkt ist lange her und hörte auf den Namen CS601. Wir sind gespannt, ob sich einer der drei Probanten als neuer Trendsetter entpuppt.

Das Testfeld
Um eine bessere Übersicht zu ermöglichen, haben wir die Eckdaten der drei Gehäuse in einer Tabelle zusammengefasst:

  Antec
P180B
Newance
Triplecone
Spire
Pininfarina
Gehäuse
Material Stahl, Aluminium, Kunststoff Stahl, Kunststoff Stahl, Aluminium
Farbe schwarz silber schwarz
Formfaktor ATX und Micro-ATX E-ATX, ATX und Micro-ATX ATX und Micro-ATX
Tiefe in mm 507 500 495
Breite in mm 205 205 200
Höhe in mm 540 557 450
Gewicht in kg 14,0 11,4 13,5
Laufwerke
5,25" extern 4 5 3
3,5" extern 1 2 2
3,5" intern 6 6 4
Lüfter(L = im Lieferumfang enthalten)
Front in mm 1x 120 (L) 1x 120 (L)
1x 80
1x 120 (L)
Hinten in mm 1x 120 (L) 1x 120 1x 80 (L)
Rechts in mm - - 1x 80 (L)
Links in mm - - 1x 80
Oben in mm 1x 120 (L) - -
Innen in mm 2x 120 - -
Anschlüsse
USB 2.0 2 2 2
Firewire 1 1 1
Audio 2 2 2
Hersteller
Webseite Antec Newance Spire

Betrachten wir die einzelnen Gehäuse nun im Detail...

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Drei luxuriöse Midi-Tower Gehäuse im Vergleich - 2/15
09.08.2006 by Jan Philip & doelf
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Antec P180B: Eckdaten und Lieferumfang
Der "Advanced Super Mid Tower" (Zitat Antec) namens P180 ist schon etwas länger auf dem Markt, war lange Zeit aber nur in silberner Farbe erhältlich. Nun gibt es mit dem Antec P180B eine elegante, schwarze Alternative, die wir uns heute näher ansehen werden.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Bei den technischen Daten fällt sofort das für einen Miditower verhältnismäßig hohe Gewicht von 14 kg ins Auge. Ein Grund hierfür sind die in Sandwich-Bauweise (Aluminium/Dämmung/Aluminium) aufgebauten Seitenteile und die ebenso konstruierte Front. Dieses Vorgehen soll das Gehäuse einerseits dämmen, zugleich aber auch störende Vibrationen unterdrücken. Die Abmessungen entsprechen in etwa denen des Midi-Tower Klassikers CS601, viele Hersteller setzen derzeit auf eine niedrigere Bauhöhe, geben ihren Gehäusen dafür aber mehr Tiefe, was die Aufstellung unter einem Schreibtisch mit hinterer Verstrebung problematisch macht.

Lieferumfang und Dokumentation
Der Lieferumfang umfaßt folgende Teile:


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Im Lieferumfang finden wir alles, was zum Betrieb des Gehäuses benötigt wird. Antec setzt wie beim Aluminium-Gehäuse P160 auch beim P180B auf ein Schienensystem zur Montage der Laufwerke - das erleichtert den Ein- und Ausbau. Ein Heckspoiler dient - wie beim Auto - zur Aufwertung der Optik. Zudem hält das Gitter des Spoilers Schmutz davon ab, durch den oberen Lüfter ins Gehäuse zu gelangen.


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Mit Hilfe der mitgelieferten Klammern ist es möglich, den oberen Festplattenkäfig zu einem Fan-Duct für die Grafikkarten umzufunktionieren. Dabei muß allerdings auf zwei Festplatteneinschübe verzichtet werden:


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Wir finden es lobenswert, daß Antec gleich drei 120 mm Lüfter mitliefert und diese sogar regelbar sind. Als vorbildlich betrachten wir die beigepackte Bedienungsanleitung: Auf acht DIN A5 Seiten wird detailliert der Einbau der Hardware beschrieben und Tipps zur Verwendung des Gehäuses gegeben.

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Drei luxuriöse Midi-Tower Gehäuse im Vergleich - 3/15
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Antec P180B: Das Äußere
Auf den ersten Blick wirkt das Design des P180B eher konservativ und keineswegs ausgefallen. Mit geschlossener Fronttür hat man einen rechteckigen, schwarzen Kasten vor sich, von dem sich lediglich der Heckspoiler etwas hervorhebt.


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Front und Seitenteile haben einen Kunststoffrahmen, der den Sandwichaufbau aus Aluminmium, Dämmung und Aluminium einfasst. Dieser Aufbau soll der Lärmreduzierung dienen und Vibrationen schlucken. Die Oberfläche des Deckels besteht hingegen komplett aus Plastik. Dies wirkt aber keinesfalls billig und ist recht kratzbeständig, leitet aber kaum Wärme ab.


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Bei geschlossener Vordertür sind die Frontanschlüsse und ein Schlüsselloch sichbar, mit dem sich die Front verriegeln lässt. Dass Antec Schloß und Anschlüsse im unteren Drittel des Gehäuses anordnet, geht leider zu Last des Rückens. Beim P160 hatte der amerikanische Hersteller dies besser gelöst und die Anschlüsse ganz oben platziert.


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Die Tür läßt sich um einen Winkel von 270° öffnen, dahinter sehen wir die externen Laufwerksschächte sowie Power- und Resetknopf - beide verfügen über einen sauberen Druckpunkt. Des Weiteren finden wir zwei Luftgitter, auf die wir aber später noch näher eingehen werden.


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Auf der Rückseite sehen wir, dass nur das linke Seitenteil von Thumbscrews gehalten wird, beim rechten aber normale Schrauben verwendet wurden. Zudem zeichnet sich hier die Aufteilung des Innenraumes ab: Unten sehen wir die Aussparung für das Netzteil, oben befindet sich die Öffnung für das Mainboard und die Steckkarten. Betrachten wir uns die Seitenteile von innen, so lässt sich hier der Sandwichaufbau erahnen.


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Die Verarbeitung des P180B lässt nichts zu wünschen übrig - man findet keine scharfen Kanten oder klapprigen Teile.

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Antec P180B: Einbau der Laufwerke
Das Antec P180B bietet Platz für vier 5,25"-Laufwerke, ein externes 3,5"-Laufwerk sowie sechs interne 3,5"-Laufwerke. Die vier 5,25"-Laufwerksschächte entsprechen dem Durchschnitt in dieser Gehäuseklasse, sechs interne 3,5"-Schächte können bereits als überdurchschnittlich betrachtet werden, ein externes 3,5"-Laufwerk ist hingegen etwas wenig, üblich sind zwei solcher Einschübe. Dennoch bietet das Antec P180B ausreichend viel Platz und sorgt auch für eine ausreichende Lüftung der Festplatten.


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Wir beginnen mit dem Einbau der Festplatten: Hierbei können wir zwischen dem oberen und dem unteren Festplattenkäfig wählen. Entscheidet man sich für einen der beiden Plätze im oberen Käfig, so kann man diesem nach dem Lösen einer Schraube einfach herausziehen und einen der beiden Festplattenhalter entnehmen.


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Diese sind mit Silikonpuffern ausgestattet, um die Vibrationen der Platte vom Gehäuse zu entkoppeln. Verschraubt werden die Platten an den unteren Gewinden mit vier langen Spezialschrauben, die wegen der Puffer notwendig sind.


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Jetzt kann man den Halter wieder in den Käfig schieben, den Käfig einsetzen und mit der Schraube arretieren.


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Im unteren Käfig, der sich genau so wie der obere entfernen lässt, werden die Datenspeicher an den seitlichen Gewinden in vertikaler Position montiert.


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Hierbei nutzt Antec ebenfalls Spezialschrauben und Gummipuffer, lediglich auf die herausnehmbaren Träger muss man im unteren Käfig verzichten.


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Zum Einbau der optischen Laufwerke entfernt man zunächst die Plastikblende. Im Gegensatz zu vielen anderen Gehäusen muss die Gehäusefront hierfür nicht demontiert werden.


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Danach werden die beiden Schienen an das Laufwerk gesteckt, das Laufwerk in den gewünschten Schacht geschoben und schon ist man fertig - einfacher geht es eigentlich nicht.


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Antec P180B: Einbau von Netzteil und Mainboard
Das Netzteil wird nicht wie üblich ganz oben im Gehäuse verschraubt, sondern muss im unteren Teil verbaut werden. Dafür hat Antec das Mainboard hochgerückt. Als erstes muss man einen Netzteilkäfig, der mit jeweils zwei Schrauben auf jeder Seite befestigt ist, demontieren.


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Dann wird dieser über das NT gesteckt und wieder verschraubt. Zur Entkopplung ist der Käfig im Inneren mit Silikonpads ausgekleidet, weshalb wir nicht verstehen, warum die Anleitung rät, unseren Stromlieferanten anschließend fest an das Gehäuse zu verschrauben. Dadurch würde der Entkopplungseffekt zunichte gemacht. Deshalb haben wir uns erlaubt, auch hier unsere Spezialschrauben mit den Silikonpuffern anzuwenden.


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Die Kabel werden durch eine Öffnung im Zwischenboden in die Mainboard-Kammer geführt. Da sich zwischen dem Netzteil und dem unteren Festplattenkäfig ein 120 mm Lüfter befindet, werden die Stromkabel zur Versorgung der dort verbauten Laufwerke durch eine zweite Öffnung wieder hinuntergeführt. Nicht verwendete Kabelstränge des Netzteiles können im unteren Teil bleiben, wo sie niemanden stören.


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Das Mainboard wird ganz normal verschraubt, ein herausnehmbares Tray wie beim P160 gibt es leider nicht. In der Hitzezone um die CPU herum befinden sich gleich zwei 120 mm Lüfter, die die Abluft nach hinten und oben aus dem Gehäuse blasen.


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Antec P180B: Belüftungskonzept
Betrachten wir zunächst einmal die mitgelieferten Lüfter. Es handelt sich um Antecs TriCool-Lüfter, die sich in drei Stufen betreiben lassen: langsam, mittel und schnell. In den Modi "mittel" und "schnell" sind die Lüfter auch bei geschlossenem Gehäuse deutlich wahrnehmbar, nutzt man die Einstellung "langsam", arbeiten sie leise und sind - abgesehen von gelegentlichen Quietschgeräuschen der Lager - kaum wahrnehmbar. Antec macht zu den drei Geschwindigkeiten folgende Angaben:


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Zwei der TriCool-Lüfter ordnet Antec auf der Rückseite und im Deckel an, ein weiterer soll zwischen dem Netzteil und dem unteren Mainboardkäfig verbaut werden. Das macht allerdings nur dann Sinn, wenn sich hier auch die Festplatten befinden. Werden diese im oberen Käfig eingesetzt, so sollte der dritte Lüfter dort verbaut werden, da die Festplatten ihre Abwärme durch die Entkopplung nun nicht mehr über das Gehäuse abführen können. Für die ansaugenden Lüfter hinter der Gehäusefront hat Antec zwei Staubfiler verbaut. Nach dem Öffnen der Frontür kann man durch kurzes Antippen die beiden Klappen der Staubfilter öffnen. Die Filter können herausgenommen und ausgewaschen werden.


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Positiv hat uns die Wirkung der Festplattenentkopplung gefallen: Im geschlossenen Zustand ist unsere Festplatte selbst bei Zugriffen nicht mehr hörbar und dank der vorgeschalteten Lüfter gibt es auch keine Probleme mit dem Temperaturen. Zur Schalldämmung muß gesagt werden, dass diese kein Allheilmittel für laute Rechner ist. Es ist viel wichtiger, bereits bei der Zusammenstellung der verwendeten Komponenten auf leise Bauteile achten. Antecs Sandwich-Bauweise vermindert Schall und Resonanzen, solange die Lüfter mit niedrigen Drehzahlen betrieben werden, ist es möglich, ein sehr leises System auf Basis des P180B auszubauen.

Kommen wir noch einmal auf Antecs "einzigartige Doppelkammerstruktur" zu sprechen:
Macht es Sinn, das Netzteil nach unten auszulagern?
Betrachtet man das Netzteil als zusätzliche Wärmequelle, macht es durchaus Sinn, das Netzteil vom Rest des Systems zu trennen. Doch dem Netzteil ist auch eine Aufgabe bei der Entlüftung des Systems zugedacht, welche Antec durch die Verwendung von zwei 120 mm Lüftern kompensiert. Damit wird die Umgebung der CPU sicherlich besser gekühlt, zudem entsteht im Bereich der 5,25"-Einschübe kein Hitzestau.

Allerdings hat das "Doppelkammer"-Konzept auch einen klaren Nachteil: Das Netzteil sitzt zwar dicht genug an den Laufwerken und der Grafikkarte, doch die Stromkabel für das Mainboard, also die 20/24- sowie 4/8-Pin ATX/EPS-Kabel, müssen von ganz unten nach ganz oben geführt werden, wo sich auf den meisten Mainboards die entsprechenden Anschlüsse befinden. Die Kabelstränge vieler Netzteile werden für eine solch große Distanz nicht ausreichen, so daß man eine Verlängerung erwerben muß.

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Newance Triplecone: Eckdaten und Lieferumfang
Auch das Newance Triplecone tritt außen wie innen mit einem ungewöhnlichen Design an. Das Gehäuse sieht auf den ersten Blick wie ein Lautsprecher aus, offenbart beim näheren Hinsehen jedoch auch weitere Besonderheiten, auf die wir im weiteren Verlauf des Artikels ausführlich eingehen werden.


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Das Triplecone ist 2 bis 2,5 kg leichter als die anderen Kandidaten, zudem bietet es mit füf 5,25"- und acht 3,5"-Schächten den meisten Platz für Laufwerke. Die Zahl der möglichen Lüfter erscheint uns mit nur dreien ein wenig stark beschränkt, doch das besondere Belüftungskonzept des Triplecone soll diesen Nachteil wieder wettmachen. Wir werden dies genau prüfen müssen.

Lieferumfang und Dokumentation
Der Lieferumfang fällt recht üppig aus:

Das Triplecone ist mit einer silberfarbenen Fußblende versehen, die den Schriftzug "Tiplecone" trägt:


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Alternativ packt Newance eine Fußblende im Holz-Design bei, die unserer Meinung nach aber nur bedingt zum Rest des Gehäuses paßt.


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Das Handbuch liegt auch in deutscher Sprache vor, ist ausreichend bebildert und wurde sinnvoll übersetzt. Leider wird die Position des Drehrades zum Einstellen der Lüftersteuerung nicht verraten, zudem ergeben die Umbauhinweise bezüglich des Windkanals in Hinblick auf E-ATX Mainboards keinerlei Sinn und auch die Belegung der Frontanschlüsse wurde nicht dokumentiert.

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Newance Triplecone: Das Äußere
Zunächst wollen wir uns die auffällige Front genauer ansehen. Die Front ist schräg gestellt, so dass das Gehäuse nach oben hin schmaler wird. Zudem wurde der Übergang zum Gehäusedeckel abgerundet. Dennoch kann Newance den Eindruck eines Kastens mit aufgesetzter Front nicht verhindern, da ein schwarzer Rahmen mit einer Breite von 28 mm Front und Gehäuse optisch voneinander trennt.


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Die komplette Front ist eine einzige Tür, die aus Kunststoff besteht. In ihr ist ein schwarzes Gitter eingelassen, durch das Luft strömen kann.


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Die drei namensgebenden, runden Trichter dienen nicht nur der Dekoration. Statt einer Membran, wie man sie bei einem Lautsprecher finden würde, gibt es hier beim Triplecone den Einschaltknopf sowie den wohl größten Resetknopf der Gehäusegeschichte...


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...und das Display, welches Lüfterdrehzahlen und Temperaturen anzeigt. Das Display ist mit drei Temperaturfühlern und drei 3-Pin Lüfteranschlüssen ausgestattet. Doch das Display wurde nicht nur sehr tief angeordnet, sondern sitzt auch sehr tief im Gehäuse. Um die Anzeige lesen zu können, muss man sich quasi auf den Boden legen. Und wer tut das schon?


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Den schwarzen Rahmen zwischen Tür und Gehäuse nutzt Newance für die Front-Anschlüsse: Links oben befinden sich zwei USB 2.0-Anschlüsse, rechts oben der Firewire-Port.


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Auf der linken Seite ordnet Newance ein Schloß an, etwas darunter verbergen sich ein Drehrad zum Einstellen des Displays und der Lüftersteuerung sowie die beiden Audio-Ausgänge:


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Das Drehrad ist leider nur sehr schwer zu erkennen, zudem verrät uns die Anleitung dessen Position nicht. Auch die Audio-Anschlüsse in Bodenhöhe finden wir ausgesprochen unpraktisch. Warum Newance die Bedienelemete und Anschlüsse derart über das Gehäuse verstreut, ist uns ein Rätsel. Die Verarbeitung des Gehäuses ist jedenfalls sehr gut.

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Newance Triplecone: Im Inneren
Damit man den Aufbau und das Belüftungskonzept des Newance Triplecone besser verstehen kann, werden wir nun das rechte Seitenteil entfernen. Dieses Seitenteil wurde großflächig mit einem luftdurchlässigen Gitter versehen.


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Die Seitenteile werden von Schiebern gehalten und lassen sich ohne Werkzeug demontieren.


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Wer nun ein paar Zeilen weiter oben gestutzt hat, weil wir das rechte Seitenteil demontieren, sieht nun den Grund dafür: Newance hat das Mainboard um 360° gedreht und von der Gehäusefront zur Rückseite einen Lufttunnel geführt. Ganz oben sitzt das Netzteil, dazwischen werden die Festplatten angeordnet.


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Der einzige mitgelieferte Lüfter hat 120 mm Durchmesser und befindet sich hinter der Front, also am Anfang des Tunnels.


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Die Lüfterregelung kann bis zu drei Lüfter manuell steuern, hierfür stehen fünf Stufen zur Verfügung. Im Falle des Frontlüfters messen wir folgende Drehzahlen:


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Auch an einen Staubfilter hat Newance gedacht. Er ist abwaschbar und läßt sich von unten aus dem Gehäuse ziehen, ohne dass man dieses öffnen muss:


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Der Tunnel beinhaltet ein rechteckiges Stück, welches herausgenommen werden kann. Ein alternatives Bauteil befindet sich im Lieferumfang, welches Inkompatibilitäten mit einigen Mainboards verhindern soll.


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Wir sind ein wenig skeptisch, ob das Konzept des Triplecone aufgeht. Es mutet schon etwas seltsam an, dass der einzige rückwärtige Lüfter ganz unten sitzt - schließlich erzeugen die Grafikkarten und Festplatten auch Wärme. Diese wird im Triplecone nur vom Netzteil abgeführt.

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Newance Triplecone: Einbau von Netzteil und Laufwerken
Da das Netzteil oberhalb des Festplattenkäfigs sitzt und die Belüftung der Festplatten übernimmt, beginnen mit seinem Einbau. Innen sieht man zwei Gummipuffer, auf denen das Netzteil aufliegen wird und die seine Schwingungen absorbieren.


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Zunächst löst man das Montageblech auf der Rückseite des Gehäuses und verschraubt das Netzteil daran, dann schiebt man das Netzteil ins Gehäuse und schraubt das Montageblech wieder fest.


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Da das Netzteil letztenendes doch wieder am Gehäuse verschraubt wird, nutzen die beiden Gummipuffer zur Entkopplung recht wenig.


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Es folgt der Einbau der Laufwerke, dieser gestaltet sich beim Triplecone aufgrund des Schienensystems recht einfach. Drei verschiedene Schienentypen liegen bei: für externe 5,25"-Laufwerke, für interne 3,5"-Laufwerke und für externe 3,5"-Laufwerke:


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Die Schienen werden auf die Festplatten geklipst, danach schiebt man diese hochkant in den Schacht unter dem Netzteil:


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Um die Festplatten verkabeln zu können, muss man das linke Seitenteil lösen, welches ebenfalls mit Schiebern befestigt ist.


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Vor der Montage des optischen Laufwerkes öffnen wir die Tür und nehmen eine der Kunststoffblenden heraus. Hierbei hilft ein Schraubenzieher, denn diese Blenden sitzen recht fest.


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Hinter den Kunststoffbenden finden wir eine EM-Abschirmung aus Metall, die herausgebrochen wird, sich später aber wieder anschrauben läßt. Auf das optische Laufwerk stecken wir die Schienen, danach schieben wir es in den Schacht.


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Bisher verlief der Einbau problemlos, kommen wir nun zum Mainboard...

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Newance Triplecone: Einbau des Mainboards
Der Einbau des Mainboards ist simple, die Hauptplatine wird schlicht und einfach verschraubt. Das erste wirkliche Problem tritt auf, wenn man das Netzteil anschließen möchte, denn ebenso wie beim Antec P180B verlangt die ungewöhnliche Lage von Mainboard und Netzteil nach langen Kabelsträngen. Newance verschärft dieses Problem sogar noch, da zwischen Mainboard und Netzteil der Festplattenkäfig angeordnet wird.


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Als zweites Hindernis entpuppt sich der Lufttunnel: Nachdem die Grafikkarte verbaut wurde, gibt es kaum noch Platz, um das ATX-Stromkabel nach oben zu führen.


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Newance Triplecone: Lufttunnel und Belütungskonzept
Der Lufttunnel erstreckt sich vom siebten Kartenslot bis zum oberen (bzw. unteren) Mainboardrand. Grafikkarten mit Aufbauten auf der Unterseite stoßen gegen den Lufttunnel und können nur verbaut werden, wenn man auf den Lufttunnel verzichtet. Gleiches gilt für Mainboards, die einen ausladenden Chipsatzkühler oder andere hohe Aufbauten im Bereich der siebten Steckkarte aufweisen - selbst Stromanschlüsse können schon zum Problem werden. Beim Albatron K8SLI sind die ATX12V- und ATA133-Kabel im Weg, beim Chaintech VNF4 Ultra Zenith VE stören ATX 24-Pin- und ATA133-Kabel sowie einige ELKOs, beim MSI P4N SLI-FI sitzt der Tunnel auf dem Chipsatzkühler auf und beim MSI K8T Master 2 ist gar die CPU im Weg. Auch ausladende CPU-Kühler und insbesondere Turmkühler vertragen sich selten mit dem Kühltunnel. Am Ende landeten wir auf der Suche nach einem passenden Mainboard bei unserem Oldie, dem Tyan Tiger MP mit zwei Athlon MP Prozessoren. Bei diesem Mainboard ließ sich der Lufttunnel nutzen, die Frage ist jedoch, ob sich das auch lohnt.

Wir haben Testläufe mit und ohne Tunnel durchgeführt, dabei erzielten wir folgende Ergebnisse:

Temperatur in °C: CPU1, CPU2 (niedriger ist besser)
1260U/min vorne
1600U/min hinten
Lufttunnel: nein
46
49

1260U/min vorne
1600U/min hinten
Lufttunnel: ja
48
48

1260U/min vorne
800U/min hinten
Lufttunnel: nein
49
53

1260U/min vorne
800U/min hinten
Lufttunnel: ja
50
52

1260U/min vorne
- hinten
Lufttunnel: ja
51
52

1260U/min vorne
- hinten
Lufttunnel: nein
53
54

Die niedrigeren Temperaturen der ersten CPU bei den Durchläufen, in denen der Tunnel entfernt war, liegen darin begründet, daß der Tunnel den Luftfluß des dazugehörigen CPU-Kühlers behinderte. Ansonsten zeigen sich Vorteile von 1 bis 2°C bei den Durchläufen mit Tunnel. Wesentlich effektiver ist die Verwendung eines weiteren 120 mm Lüfters auf der Rückseite, dessen Drehzahl allerdings über der des vorderen Lüfters liegen sollte, damit ein Unterdruck die Abluft auch nach draußen befördert.

Der zweite Knackpunkt des Belütungskonzeptes sind die Grafikkarten und die Festplatten. Obwohl unser Netzteil einen Lüfter im Boden hat, reicht dieser für eine effektive Kühlung der Festplatten nicht aus. Mit 46°C erzielten wir Werte, die wir nur von passiv gekühlten, externen Gehäusen her kennen. Leistungsstarke Grafikkarten heizen den Laufwerken zusätzlich ein. Nachdem wir einen zusätzlichen 80 mm Lüfter hinter der Front verbauten, sanken die Werte auf 42°C ab.


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Wir können nicht nachvollziehen, warum Newance im Bereich der Festplatten keinen weiteren Gehäuselüfter verbaut. Dieser würde nicht nur die Festplatten besser kühlen, sondern die Temperatur im ganzen Gehäuse senken. Zudem würde man mehr Spielraum bei der Wahl des Netzteiles bekommen.


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Das Belütungskonzept des Newance Triplecone hat Kompatibilitätsprobleme mit vielen Mainboards, Grafikkarten und CPU-Kühlern, die ATX-Kabel der meisten Netzteile sind zu kurz, die Kühlung der Grafikkarten und Festplatten wurde unterdurchschnittlich umgesetzt und der Kühltunnel bringt nur geringe Vorteile für die CPU-Kühlung.


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Das System haben wir fertig aufgebaut, doch das innovative Konzept des Triplecone erwies sich als Eigentor. Der Hersteller verspricht einen seitenverkehrten Innenaufbau, die Betonung liegt nun, da wir das Gehäuse getestet haben, eher auf "verkehrt".

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Spire Pininfarina SP-ATX-PALU/U: Eckdaten und Lieferumfang
Spire ist vor allen Dingen für seine preiswerten Kühler bekannt, doch seit einiger Zeit bietet der Hersteller auch Netzteile sowie Gehäuse an. Hierbei sollen Design und Qualität neue Käufer gewinnen. Aus diesem Grund ließ Spire von der Designschmiede Pininfarina, die sich normalerweise für das Design von Automobilen verantwortlich zeichnet, ein Gehäuse entwerfen.


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Auch bei diesem Kandidaten fällt uns das recht hohe Gewicht ins Auge. Diesmal geht das Gewicht aber nicht zu Gunsten einer Schalldämmung, sondern liegt im Design begründet: Front-, Ober und Rückseite wurden nämlich mit einer massiven Aluminiumplatte überzogen, welche natürlich einiges an Gewicht auf die Wage bringt. Gut gefallen uns auch hier die drei mitgelieferten Lüfter (vorne: 120 mm; hinten: 80 mm; rechts: 80 mm), die zur Kühlung ausreichen sollten. Mit zwei externen und vier internen 3,5"-Schächten bietet das Spire Pininfarina SP-ATX-PALU/U weniger Platz als die beiden Mitbewerber, dennoch sollten die meisten Benutzer mit insgesamt sechs Schächten auskommen. Nur drei 5,25"-Schächte anzubieten, finden wir allerdings etwas mager.

Lieferumfang und Dokumentation
Der Lieferumfang umfaßt folgende Teile:


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Auch das Spire Pininfarina SP-ATX-PALU/U bringt alles mit, was zur Inbetriebnahme gebraucht wird. Abermals erfreut uns die Verwendung eines Schienensystems als Montageerleichterung. Systemlautsprecher und Kabelklemme sind ebenfalls sinnvolle Beigaben.

Negativ fällt jedoch die Dokumentation auf: Spire bringt den "deutschen" Teil der Anleitung auf lediglich 9 x 3,5 cm unter. Die Anführungszeichen sind hier angebracht, da sich die Texte lesen, als wären sie frisch aus dem Babelfish gefallen. So wird das Netzteil liebevoll als "Stromnetz" bezeichnet. Hier noch ein paar weitere, besonders gelungene Zitate:

"Verriegeln Sie Schienen in die Presse fest, um zu stabilisieren und zu sichen."
"Erreichten Sie Schraube Bohrungen am Antrieb Haltewinkel und betätigen Sie Clips unten."
"Drücken Sie bitte den Ausrueckschloss auf den Zwangsriegel."
Jeder, der des Englischen mächtig ist, sollte lieber diesen Abschnitt konsultieren.


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Zudem finden sich noch einige englische Hinweise direkt im Gehäuse, die verständlich formuliert wurden und durchaus einen Sinn ergeben.

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Spire Pininfarina SP-ATX-PALU/U: Das Äußere
Spire bewirbt das Gehäuse mit folgender Formulierung:

"Exclusively designed by world famous designer Pininfarina"
Pininfarina wird gerne als italienischer Designer hingestellt, doch Battista "Pinin" Farina war ein italienischer Karosseriebauer und ist seit dem dritten April 1966 tot. Wenn heutzutage etwas als Pininfarina beworben wird, stammt es aus der italienischen Designschmiede Pininfarina, also der Firma, welche Battista "Pinin" Farina seinerzeit gegründet hatte. Zudem wird gerne Ferrari aufgeführt, wenn man Beispiele für Pininfarina Designs geben möchte, doch auch der Ford Focus CC, der Ford Streetka, der Renault Espace oder der Volvo C70 CC wurden bei Pininfarina entworfen. Soviel zur Erklärung und in Gedenken an den Meister der Karosserie: Battista "Pinin" Farina.


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Die Formgebung des Spire Pininfarina SP-ATX-PALU/U ist zwar schlicht, wirkt jedoch futuristisch und findet auch automobile Anklänge. Die geschwungene, silbern lackierte Aluminiumplatte verleiht dem Gehäuse einen sehr edlen Eindruck und viel Dynamik. So wird die Assoziation "Kasten" vermieden, obwohl das Design mit großen Flächen arbeitet. Nur Einschalt- und Restknopf sowie die Status-LEDs sind im Übergang zwischen Front und Deckel sichtbar. Leider hat Spire die Ecken der Aluplatte nicht abgerundet, wie wir beim Hochheben des Gehäuses schmerzhaft erkennen mussten. So etwas darf nicht vorkommen, hier muss Spire unbedingt nachbessern.


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Die Frontanschlüsse werden erst nach dem Hochklappen einer Abdeckung sichtbar. Erfreulich finden wir, dass Spire sie ganz oben platziert, so dass man sich zum Erreichen der Anschlüsse nicht bücken muss. Dummerweise lässt sich die Klappe nicht so schließen, dass sie sich perfekt in die geschwungene Form einfügt, stattdessen entsteht ein kleiner Knick beim Übergang zur Laufwerkstür. Diese ist für unseren Geschmack zu schwerfällig, da die Tür bei jedem Öffnen und Schließen am Rest der Front entlangschleift. Das Design mag also hochwertig sein, die Verarbeitung ist es hingegen nicht.


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Die Seitenteile wurden nicht wie gewöhnlich mit Schrauben fixiert, sondern lassen sich durch das Hochdrücken eines Hebels leicht aufklappen. Diese Umsetzung eines werkzeuglosen Öffnens der Seitenteile gefällt uns gut.


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Drei luxuriöse Midi-Tower Gehäuse im Vergleich - 13/15
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Spire Pininfarina SP-ATX-PALU/U: Einbau der Laufwerke
Auch bei unserem dritten Kandidaten beginnen wir mit dem Einbau der Festplatten. Spire setzt auf ein Schienensystem und kombiniert dieses mit einem beweglichen Laufwerkskäfig. Nachdem man eine Schraube gelöst hat, kann man den Käfig um 90° drehen, doch das ist leichter gesagt als getan! Hier sitzt Metall auf Metall und so muss man vergleichsweise viel Kraft beim Raus- und Reindrehen aufwenden.


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An die Festplatten wird dann links und rechts je eine Laufwerksschiene aus Metall gesteckt. Um die Festplatte in den Käfig zu schieben, müssen wir abermals Gewalt anwenden.


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Entkoppelt wird hier nichts, eher dürfte durch den festen Kontakt jede Vibration ausgezeichnet auf das Gehäuse übertragen werden.


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Auch beim Einbau der Festplatten krankt das gute Grundprinzip an den Details der Umsetzung. Alles ist so schwergängig, daß man sich fragt, ob die Techniker bei Spire ein solches Gehäuse jemals zu Testzwecken bestückt haben.

Zur Montage unseres CD-Laufwerkes müssen wir die Front entfernen - wie das gehen soll, verrät uns die "Bedienungsanleitung" leider nicht. Nach ein wenig Suchen entdeckten wir sechs Plastiknippel, welche die Front festhalten.


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Leider sind einige an solch ungünstigen Stellen platziert, dass man diese nicht mit Fingern, sondern nur mit einer Zange zusammendrücken kann.


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Nachdem wir die Front abgenommen haben, können wir die Blende entfernen. Der Rest gestaltet sich relativ einfach. Das optische Laufwerk wird eingeschoben und mit Hilfe einer Platikklemme arretiert.


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Leider liefert Spire nur zwei dieser Klemmen mit, obwohl drei 5,25" Schächte vorhanden sind.

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Drei luxuriöse Midi-Tower Gehäuse im Vergleich - 14/15
09.08.2006 by doelf
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Spire Pininfarina SP-ATX-PALU/U: Einbau von Netzteil und Mainboard
Fahren wir mit dem Einbau des Netzteiles fort: Unverständlicherweise muss hierzu die komplette Rückseite abgenommen werden, die mit Hilfe von Metallclips gehalten wird. Zum Zusammendrücken sind die Finger diesmal recht ungeeignet, da sich die Clips als sehr starr entpuppen.


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Wir greifen daher wieder zu unserer Zange. Nun endlich können wir das Netzteil festschrauben und die Rückseite wieder aufstecken - doch halt! Wie soll man an die beiden oberen Metallclips herankommen, wenn man die Rückseite in Zukunft nochmal entfernen will? Sie werden jetzt vom Netzteil blockiert. Man sollte die beiden Clips vor dem Befestigen der Rückseite lieber entfernen - eine suboptimale Lösung.


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Einzig die Montage des Mainboards kann uns überzeugen: Das rechte Seitenteil (von vorne betrachtet) lässt sich nach dem Lösen der Verrieglung zur Seite klappten, es beinhaltet die Mainboard-Auflage und die rückwärtigen Steckplätze für die Erweiterungskarten.


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So können Mainboard und Karten bequem außerhalb des Gehäuses verschraubt und in einem Schritt eingesetzt werden.


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Zuletzt werden noch die Kabel angeschlossen und man ist (endlich) fertig.


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Spire zeigt bei diesem Gehäuse einige gute Ansätze, doch die Umsetzung läßt zu wünschen übrig. Es ist einfach indiskutabel, dass man zur Montage des Netzteils die komplette Hinterseite ablösen und bei der Befestigung der Festplatten mit Gewalt vorgehen muss.

Spire Pininfarina SP-ATX-PALU/U: Belüftungskonzept
Hinter der Front befindet sich ein 120 mm Lüfter, der die Festplatten im dahinterliegenden Käfig kühlt.


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Nimmt man das rechte Seitenteil ab, so entdeckt man dort einen 80 mm Lüfter auf der Höhe der externen 3,5" Laufwerke. Auf der Rückseite wird die Abluft mit Hilfe eines 80 mm Lüfters aus dem Gehäuse geführt, dieser kann von einem Netzteil mit Lüfter im Boden unterstützt werden.


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Am linken Seitenteil kann ein dritter 80 mm Lüfter in Höhe der Grafikarte(n) befestigt werden, zudem befestigt Spire am linken Seitenteil ein 120 mm Fan-Duct, welches den CPU-Kühler auf direktem Wege mit Frischluft versorgen soll. Abhängig vom Layout des Mainboards oder vom gewünschten CPU-Kühler ist das Fan-Duct jedoch von Nachteil und sollte entfernt werden.

Die Lüfter lassen sich nicht regeln, auch an Staubfilter hat Spire nicht gedacht. Im Betrieb liegt die Lautstärke über der des Antec P180B bei mittlerer Lüfterdrehzahl, das ist nicht leise, aber noch akzeptabel. Spire hätte sich den 80 mm Lüfter im rechten Seitenteil sparen können, denn normalerweise werden hier Diskettenlaufwerke, Kartenleser oder Lüftersteuerungen verbaut. Dafür hätte der Lüfter auf der Rückseite 92 oder 120 mm Durchmesser haben dürfen.

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Drei luxuriöse Midi-Tower Gehäuse im Vergleich - 15/15
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Fazit
Viele Wege führen nach Rom, doch zumeist sind die bereits bekannten Wege auch die besten. Die Gehäusehersteller entwickeln immer neue Konzepte, um sich von ihren Mitbewerbern abzusetzen, doch ist ein neues Konzept nicht immer ein besseres. Obwohl das Doppelkammer-System des Antec P180B nicht nur Vorteile bringt, macht das Konzept unterm Strich Sinn. Spires Pininfarina scheitert hingegen an einer Vielzahl kleiner Details und beim Newance Triplecone stimmt schon das Grundkonzept nicht. Wir können daher nur eines der drei Gehäuse empfehlen.




Antec P180B
Das Antec P180B kann uns beinahe auf ganzer Linie überzeugen. Auch wenn das Design des Gehäuses keine Akzente setzen kann, so stimmen die inneren Werte. Das Silentkonzept des Gehäuses geht auf und wird konsequent umgesetzt: von der Entkopplung der Festplatten, über die mitgelieferten, leisen Lüfter bis hin zur Schalldämmmung. Die Montage der Komponenten gestaltet sich einfach, das Belüftungskonzept ist schlüssig und auch an Staubfilter wurde gedacht. Vorbildlich ist auch die ausführliche Bedienungsanleitung.
Zu bemängeln gibt es an diesem Gehäuse nur kleine Detailfragen, wie die etwas ungünstige Platzierung der Frontanschlüsse oder das Fehlen von Thumbscrews auf der rechten Gehäuseseite. Zudem erschwert die Anordnung des Netzteiles die Verkabelung mit den ATX 20/24-Pin- und ATX/EPS 12V-Kabeln.
Einzig der Preis von 135 € (ohne Netzteil) erscheint uns etwas hoch gegriffen und wird wohl einige potentielle Käufer abschrecken. Aus diesem Grund gibt es nur ein "Sehr Gut".

Pro:
  • Dämmung des Gehäuses
  • Entkopplung der Festplatten
  • drei regelbare 120 mm Lüfter
  • sehr gute Verarbeitung
  • ausführliche Bedienungsanleitung
  • Staubfilter
Contra:
  • ungünstige Platzierung der Frontanschlüsse
  • hohes Gewicht
  • Netzteil braucht lange Mainboardkabel


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Newance Triplecone
Das ungewöhnliche Design, welches an einen Lautsprecher erinnert, fällt sofort ins Auge. Die Verarbeitung ist gut bis sehr gut, im Innenraum lassen sich die mehr Laufwerke verbauen, als es bei den Mitbewerbern möglich ist, und der Einbau geht schnell und leicht von der Hand. Die Anleitung ist befriedigend und wurde gut übersetzt, zudem bietet das Gehäuse ein Display mit Lüftersteuerung.
Doch leider überwiegen die Nachteile: So wurden die Audio-Anschlüsse und vor allem das Display viel zu weit unten angeordnet, der Reset-Schalter ist absurd groß und nicht gegen versehentliche Betätigung geschützt. Das Belüftungskonzept des Newance Triplecone geht nicht auf, zudem läßt sich der Lufttunnel im Zusammenspiel mit etlichen Mainboards, Grafikkarten und CPU-Kühlern erst gar nicht montieren. Die ATX 20/24-Pin- und ATX/EPS 12V-Kabel zur Stromversorgung des Mainboards lassen sich nur schwer verlegen und müssen extrem lang sein. Kurzum: Der Innenraum wurde verkehrt konzipiert.
Im Netz konnten wir das Gehäuse für deutlich weniger als 50 € finden - ein klares Argument für das Triplecone. Wer mit den Nachteilen des Triplecone leben kann, bekommt hier viel Gehäuse für wenig Geld.

Pro:
  • schickes Design
  • gute Verarbeitung
  • zahlreiche Laufwerksschächte
  • Lüftersteuerung für 3 Lüfter
  • Display mit Temperaturanzeige
  • deutsche Bedienungsanleitung
  • Staubfilter
  • Kampfpreis
Contra:
  • ungünstige Platzierung der Audio-Anschlüsse
  • ungünstige Platzierung des Displays
  • zu großer Reset-Schalter
  • fragwürdiges Kühlkonzept
  • Kompatibilitätsprobleme
  • Netzteil braucht sehr lange Mainboardkabel


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Spire Pininfarina SP-ATX-PALU/U
Abgesehen vom wirklich gut gelungenen Design kann uns das Spire Pininfarnia überhaupt nicht überzeugen. Nicht nur die Verarbeitung ist an manchen Stellen recht schlampig, auch die Montage der Komponenten dürfte so manchen Anwender zur Verzweiflung bringen. Die deutsche Bedienungsanleitung ist für den einen oder anderen Lacher gut, wer Informationen sucht, muss die englische Sprache beherrschen. Es ist zwar nett, dass man das Mainboard sehr einfach montieren kann und sich die Seitenteile leicht entfernen lassen, doch wir können nicht nachvollziehen, warum für den Einbau des Netzteiles die komplette Rückseite abgenommen werden muss.
Zumindest das Belüftungskonzept funktioniert, so dass man sich über die Temperaturen keine Sorgen machen muss. Unerfreulich hoch ist Preis: Die geforderten 140 € sind für die gebotene Leistung viel zu viel.

Pro:
  • edles Design
  • Frontanschlüsse oben
  • Mainboard-Tray
Contra:
  • Verarbeitungsmängel
  • sehr komplizierte Montage
  • zu wenig Montagematerial für 5,25"-Laufwerke
  • wenig Laufwerksschächte
  • deutsche Bedienungsanleitung völlig unverständlich
  • sehr hoher Preis


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Unser Dank gilt:

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