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ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 1/17
17.01.2007 by doelf
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Nachdem wir uns im zweiten Halbjahr 2006 auf Mainboards für AMDs Sockel AM2 konzentriert hatten, folgt nun eine Testreihe aktueller Hauptplatinen für Intels Sockel LGA775 und die Core 2 Duo und Core 2 Quad Prozessoren. Wir werden in dieser Testreihe Mainboards aller Preisklassen vorstellen, wobei wir heute mit dem ASUS P5B-E Plus starten. Das ASUS P5B-E Plus basiert auf Intels P965 Chipsatz und vereint den aktuellen Stand der Technik, umfangreiche Übertaktungsfunktionen und einen attraktiven Preis von ca. 140 Euro.


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Intels P965 Express-Chipsatz
Zunächst möchten wir den Intel P965 Express-Chipsatz näher betrachten, welcher von dreien unserer Testkandidaten verwendet wird. Der P965 gehört zur Broadwater-Familie, welche im Sommer 2006 zusammen mit dem Core 2 Duo und Core 2 Extreme vorgestellt wurden. Neben dem Premium-Chipsatz 975X soll nach Intels Willen vor allem die Broadwater-Baureihe die Grundlage moderner Computer auf Basis eines Core-Mikroprozessors bilden, wobei die Broadwater Chipsätze natürlich auch weiterhin die Prozessoren der Pentium D, Pentium 4 und Celeron Baureihen für den Sockel LGA775 unterstützen.

Wie immer stellt sich die Frage nach den wesentlichen Neuerungen im Vergleich zum Vorgängerprodukt Intel 945P, welchen wir im Rahmen des Testberichtes zum Mainboard Asus P5LD2 Deluxe vorgestellt hatten. Als wesentliche Features des P965 hat Intels Marketingabteilung folgende Punkte herausgestellt:

Speicherbandbreite: Single-Channel / Dual-Channel in GByte/s
DDR2-12009,38
18,75

DDR2-10668,33
16,66

DDR2-8006,25
12,50

DDR2-6675,21
10,42

DDR2-5334,16
8,33

FSB133310,42
FSB10668,33
FSB8006,25

Zudem hat Intel in der ICH8 einen Gigabit-LAN Controller integriert, dessen Funktionalität mit einem PHY, z.B. Intels 82566, ausgeführt werden kann. Da sich der Controller die Resourcen mit dem sechsten PCI-Express Root-Port teilt, kann entweder der PHY oder Port genutzt werden, jedoch nicht beide zugleich. Noch ein letztes Kriterium für den Boardkauf: Quad-Core Prozessoren werden lediglich vom 975X und P965 Chipsatz unterstützt.

Vergleichstabelle: Chipsätze
Zur besseren Übersicht haben wir die Unterschiede zwischen P965, 975X und 945P tabellerisch zusammengestellt:

  Intel
945P
Intel
P965
Intel
975X
Intel Viiv ja ja ja
Front Side Bus 533/800/1066 533/800/1066 800/1066
Dual Core ja ja ja
Quad Core nein ja ja
Hyper-Threading ja ja ja
PCI Express x16 1x (MCH) 1x (MCH) 1x x16
2x x8
PCI Express x1 6x (ICH) 6x (ICH) 6x (ICH)
AGP 8x nein nein nein
PCI 6x 6x 6x
DDR/DDR-2 nein/ja nein/ja nein/ja
max. DDR-2 667 800 667
Dual Channel ja ja ja
Memory Pipeline Technology nein nein ja
Flex-Memory ja ja ja
Direct Media Interface (DMI) 2 GB/s 2 GB/s 2 GB/s
ATA100 (Geräte) 1x (2) - 1x (2)
SATA150/300 -/4 -/6 -/4
RAID 0/1/5/10 nur ICH7R nur ICH8R nur ICH7R
USB 2.0 8 10 8
HD Audio ja ja ja
Gigabit LAN nein ja nein

Soviel zum Chipsatz, kommen wir nun zum ASUS P5B-E Plus.

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ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 2/17
17.01.2007 by doelf
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ASUS P5B-E Plus: Lieferumfang
Werfen wir zunächst einen Blick auf den Lieferumfang des ASUS P5B-E Plus. Im Karton finden wir zahlreiche Kabel und zwei Brackets, welche drei zusätzliche Anschlüsse tragen:


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Praktisch sind die von ASUS auf den Namen Q-Connector getauften Adapter für die Mainboard-, USB- und Firewire-Anschlüsse, welche als Installationshilfe dienen. Diese Adapter werden auf die Header des Mainboards gesteckt und sind umfassend beschriftet und klar ablesbar. Es ist nun ein Kinderspiel, die richtige Belegung zu erkennen und beispielsweise den Header für die HDD-LED oder den Resetschalter zu finden.

Auf besonders luxuriöse Beigaben wie TV- oder Soundkarten muss man bei einem Preis von 150 Euro jedoch verzichten.

ASUS P5B-E Plus: Anschlüsse
Im ATX-Anschlusspanel finden sich mannigfaltige Buchsen, lediglich auf einen parallelen Anschluss und den Game-Port müssen wir verzichten:


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Auf den mitgelieferten Brackets hat ASUS zwei weitere USB 2.0- sowie einen weiteren Firewire-Port untergebracht.

ASUS P5B-E Plus: Layout #1
Bereits beim ersten Blick auf das Mainboard springen die kleinen, silbernen Kondensatoren ins Auge. Es handelt sich um Conductive Polymer Kondensatoren, die im Vergleich zu herkömmlichen Elektrolytkondensatoren sowohl kompakter als auch haltbarer sind.


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Conductive Polymer Kondensatoren wurden bisher vor allem dort eingesetzt, wo es auf eine niedrige Bauweise ankam, z.B. in unmittelbarer Nähe zum CPU-Sockel oder entlang der Steckplätze für Grafikkarten. Das Innenleben dieser Kondensatoren ist solide und nicht flüssig wie bei Elektrolytkondensatoren, welche vor allem im Bereich der Spannungswandler nach ein paar Jahren gerne aufquellen oder gar platzen. In den letzten Jahren wurden zudem immer wieder Fälle bekannt, in denen minderwertige ELKOs bereits nach wenigen Monaten kaputt gingen. Der Wechsel zu den hochwertigeren Conductive Polymer Kondensatoren ist somit erfreulich, es lässt sich jedoch darüber streiten, ob wirklich alle Kondensatoren in dieser Bauart ausgeführt werden müssen. Im Bereich der Spannungswandler ist der Einsatz von Conductive Polymer Kondensatoren auf jeden Fall sinnvoll.


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Die Kühlung des Chipsatzes erfolgt durch zwei passive Kühlkörper. Während der Kühler auf der Northbridge an vier Drahtösen befestigt ist, wird das Profil auf der Southbridge von zwei Pushpins gehalten. Die MOSFETs der Spannungswandler werden beim ASUS P5B-E Plus nicht gekühlt.

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ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 3/17
17.01.2007 by doelf
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ASUS P5B-E Plus: Layout #2
Die Spannungswandler wurden L-förmig links neben sowie oberhalb des CPU-Sockels angeordnet, hierdurch rücken die CPU und die Northbridge etwas nach unten, so dass nur Platz für sechs Erweiterungskarten bleibt:

  1. -
  2. PCI-Express x16
  3. 32-Bit PCI
  4. 32-Bit PCI
  5. PCI-Express x4
  6. PCI-Express x1
  7. 32-Bit PCI


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Ansonsten setzt ASUS auf ein traditionelles Layout und ordnet die vier DIMM-Slots rechts neben der CPU an, am Rand der Platine befindet sich der 24-Pin ATX-Stromanschluss und die Buchse zum Anschluss des Diskettenlaufwerkes. In der oberen, linken Ecke des Mainboards hat ASUS den 4-Pin ATX12V-Anschluss platziert, welcher ebenfalls eine 8-Pin EPS12V-Buchse ist.


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Oberhalb der DIMM-Slots ist der 4-Pin Lüfteranschluss für den CPU-Kühler zu verorten. Zwischen den Speicherriegeln und der Grafikkarte gibt es nicht viel Platz, so dass man die DIMMs nur mit Mühe auswechseln kann, solange sich eine lange Grafikkarte im PCI-Express x16-Steckplatz befindet.


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Links oberhalb des PCI-Express x16-Steckplatzes befindet sich ein 3-Pin Lüfterabgriff, ein Serial-ATA Anschluss und, etwas weiter rechts, ein USB 2.0 Header. Die etwas seltsame Lage des USB 2.0 Headers erklärt sich mit einer optionalen Zusatzkarte, welche Wireless-LAN (IEEE802.11b/g) mit Hilfe eines über USB angebundenen Realtek RTL8187L verwirklicht:

Dieser Controller gehört leider nicht zum Lieferumfang des ASUS P5B-E Plus.


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Gleich über dem USB 2.0-Header befindet sich ein Marvell 88E8056-NNC1 Single-Channel Gigabit-LAN Controller, welcher über PCI-Express angebunden ist und eine Lane belegt.

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ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 4/17
17.01.2007 by doelf
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ASUS P5B-E Plus: Layout #3
Für den Serial-ATA Anschluss (3,0 Gb/s) zeichnet sich der JMicron JMB363 PATA-/SATA-Controller verantwortlich, welcher links vor dem PCI-Express x16-Slot zu finden ist. Der JMicron JMB363 wird über eine PCI-Express Lane angebunden und verwirklicht zudem den externen Serial-ATA Anschluss sowie den einzigen ATA133-Kanal auf diesem Mainboard. Für die SATA-Ports bietet der Controller Native Command Queue (NCQ) und Port Multiplier sowie RAID 0, 1 und JBOD. Da sich die SATA-Ports auf einen internen und einen externen Anschluss verteilen, machen die RAID-Funktionen allerdings nicht wirklich viel Sinn.


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Den ATA133-Anschluss, welcher - wie gesagt - ebenfalls über den JMicron JMB363 Controller verwirklicht wird, entdecken wir rechts neben der ICH8R. Er wurde um 90° gekippt, damit das Kabel überlangen Steckkarten nicht im Wege ist. Der BIOS-Chip wurde von ASUS gleich komplett eingespart, sein Platz unterhalb des ATA133-Anschlusses bleibt leer. Dennoch wird das BIOS genauso geflashed wie bei anderen Mainboards und auch der CLRTC-Jumper zum Zurücksetzen des CMOS befindet sich rechts oberhalb der ICH8R. Es stellt sich allerdings die Frage, was zu tun ist, wenn das BIOS durch ein fehlgeschlagenes Update zerstört wird - der Chip kann schließlich nicht einfach ausgetauscht werden.


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Unterhalb der Southbridge befinden sich sechs Serial-ATA 3,0 Gb/s Header, welche Intels Matrix Storage Technologie unterstützen und somit RAID 0, 1, 5 und 10 bieten. Zudem ordnet ASUS hier unten zwei 3-Pin Abgriffe für Gehäuselüfter sowie einen roten Firewire- und zwei blaue USB 2.0-Header an.


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Für die beiden Firewire-Anschlüsse setzt ASUS auf den Texas Instruments TSB43AB22A 2-Port IEEE1394-Controller, welcher zwischen den 32-Bit PCI-Steckplätzen platziert wurde.


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Links vor dem zweiten 32-Bit PCI-Steckplatz sitzt der ADI AD1988A 8-Kanal High-Definition Audio-Codec, die zugehörigen Abgriffe ordnet ASUS in der linken, unteren Ecke der Platine an. Als Taktgeber kommt der CY28551LFXC von Foresight Technologies zum Einsatz.


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Unterhalb des ASUS Schriftzuges auf der Oberseite wurden vier LEDs angeordnet, welche das Wort "ASUS" erleuchten lassen.


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Dem Layout und den verwendeten Bauteilen haben wir uns nun ausführlich gewidment, nun ist es an der Zeit, einen Blick in das BIOS zu werfen.

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ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 5/17
17.01.2007 by doelf
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Das BIOS
Wir haben das P5B-E Plus mit dem BIOS 304 getestet. Wie zu erwarten, hat ASUS dem Mainboard etliche Übertaktungs- und Tuning-Optionen mit auf den Weg gegeben, welche wir im nächsten Abschnitt testen werden. Hier zunächst eine Übersicht.

CPU, Chipsatz und Spannung:

Das BIOS erlaubt es, bei Verwendung einer Core 2 CPU niedrigere Multiplikatoren zu nutzen. Damit ist es beispielsweise möglich, das Mainboard mit FSB1333 zu betrieben, ohne den CPU-Takt stark erhöhen zu müssen. Ein solches Vorgehen macht vor allen Dingen dann Sinn, wenn gleichzeitig schneller Speicher jenseits der DDR2-800 Klasse Verwendung findet.

Speicher:

Als einziges P965 Mainboard in unserem bisherigen Testfeld lassen sich beim P5B-E Plus auch Speichertakte jenseits von 400 MHz (DDR2-800) einstellen. Geboten werden DDR2-889 sowie DDR2-1067. Bei den Benchmarks werden wir das P5B-E Plus daher mit DDR2-800 CL4 sowie DDR2-1067 CL5 vermessen.

Overclocking-Praxis
Es geht uns bei diesem Test nicht darum, die maximale Taktrate des Prozessors zu ermitteln. Wir wollen vielmehr herausfinden, wie hoch wir den Frontsidebus drücken können, denn dies ist der entscheidende Faktor, wie gut sich ein Mainboard für Übertaktungsversuche eignet. Da wir den Frontsidebus ohne jegliche Probleme von 1066 auf 1333 und 1666 MHz anheben konnten, wagten wir uns an 2000 MHz heran. Hier bleibt das BIOS während der Laufwerkserkennung hängen. Wir senken den Takt ein wenig ab und erzielen bei FSB 1900 und DDR2-950 einen stabilen Betrieb:

Angesichts dieser Ergebnisse fragt man sich, warum Intel den Takt des Frontsidebusses nicht schon längst auf 1333 MHz oder höher angehoben hat. Schließlich hat der aktuelle FSB 1066 mit maximal 8,33 GByte/s einen klaren Bandbreitennachteil zu Dual-Channel DDR2-800 mit maximal 12,5 GByte/s.

Overclocking-Praxis: Die Benchmarks
Nun stellt sich noch die Frage, wie sich die Taktsteigerung auf die Benchmarks auswirkt. Zunächst betrachten wir die Speicherbandbreite mit SiSoft Sandra 2007:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
ASUS P5B-E Plus
2,851 GHz
DDR2-950
FSB1900
7343
7378

ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-1067
FSB1066
5795
5795

Intel D975XBX
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
5664
5664

Biostar TForce965PT
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
5609
5618

ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
5593
5595

MSI P965 Neo-F
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
5357
5366

Ein Zugewinn von mehr als 1500 MB/s ist vielversprechend. Wir erzielen mit dem Core 2 Exteme X6800 jetzt einen Speicherdurchsatz, wie wir ihn bisher nur von AMDs AM2 Prozessoren kannten.

Nun sehen wir uns die Auswirkungen in der Praxis an. Der Videoencoder TMPEGEnc reagiert kaum auf höhere Speicherbandbreiten:

TMPEGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s (niedriger ist besser)
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
149
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-1067
FSB1066
150
Biostar TForce965PT
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
150
MSI P965 Neo-F
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
152
Intel D975XBX
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
153
ASUS P5B-E Plus
2,851 GHz
DDR2-950
FSB1900
154

Und auch diesmal entscheidet der reine CPU-Takt, TMPEGEnc kann die höheren Bandbreiten nicht in Mehrleistung umsetzen. Und wie sieht es bei Futuremarks 3DMark06 v102 aus?

Futuremark 3DMark06 v102
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-1067
FSB1066
4741
Biostar TForce965PT
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
4732
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
4726
MSI P965 Neo-F
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
4722
ASUS P5B-E Plus
2,851 GHz
DDR2-950
FSB1900
4715
Intel D975XBX
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
4713

Futuremarks 3DMark06 v102 schlägt ebenfalls keinen Profit aus der schnelleren Anbindung von CPU, Chipsatz und Speicher sowie dem höheren Speichertakt. Zuletzt betrachten wir 7-Zip, eine Anwendung, die sehr deutlich auf Speicherbandbreiten reagiert:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Single Thread in s; Multi Thread in s
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-1067
FSB1066
121
ASUS P5B-E Plus
2,851 GHz
DDR2-950
FSB1900
124
Intel D975XBX
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
125
Biostar TForce965PT
2,933 GHz
FSB1066
BIOS 914
127
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
130
MSI P965 Neo-F
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
145

Bei 7-Zip können wir eine Leistungssteigerung erkennen und diese würde noch deutlicher ausfallen, wenn der CPU-Takt nicht um gut 80 MHz niedriger liegen würde. Angesichts der Ergebnisse mit dem DDR2-1067 Speicher hatten wir uns allerdings etwas mehr von diesem Durchlauf erhofft.

Es bleibt festzuhalten, dass ASUS sein P5B-E Plus mit wirkungsvollen Übertaktungsoptionen ausstattet hat und auch der P965 Chipsatz noch reichlich Potential bietet. Wir hatten vor diesem Test nicht erwartet, den Takt des Frontsidebusses um stolze 833,33 MHz steigern zu können. Mit etwas Glück lassen sich unsere Ergebnisse sicher noch überbieten, denn wir haben die Spannungen für CPU und Chipsatz unverändert gelassen. Lediglich der verwendete DDR2-1067 Arbeitsspeicher von Kingston verlangte eine Spannung von 2,2 Volt.

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ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 6/17
17.01.2007 by doelf
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Speicherkompatibilität
Wir beginnen unseren Stabilitätstest mit der Überprüfung der Speicherkompatibilität. Sechs verschiedene DDR2-800 und DDR2-1067 Speicherpaare werden durch je fünf Durchläufe von Memtest86+ geschickt.

Speicher MHz Timings Memtest86+
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400 5-5-5-16 Fehler
Corsair TWIN2X1024A-6400
2x 512 MByte
400 5-5-5-12 stabil
Kingston KHX8500D2K2/1G
2x 512 MByte
533@2,25V 5-5-5-16 stabil
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 stabil
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@1,9V 4-4-3-10 Fehler
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@2,1V 4-4-3-10 stabil
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
400 4-4-3-8 stabil

Das ASUS P5B-E Plus läuft mit scharfen Timings stabil und - eigentlich eine Selbstverständlichkeit - stellt die manuell gewählten Latenzen auch richtig ein. Diesen Punkt müssen wir hier betonen, da sowohl das Biostar TForce 965PT, als auch das MSI P965 Neo-F hierbei Probleme hatten. Mushkin scheibt für seine XP2-6400 Module eine Speicherspannung von 1,9 bis 2,1 Volt vor, falls die Latenzen von 4-4-3-10 genutzt werden sollen. Auf dem ASUS P5B-E Plus reichen 1,9 Volt allerdings nicht aus, mit 2,1 Volt arbeitet dann allerdings auch dieser Speicher einwandfrei. Nur unser Adata M20EL6F3H4170A1E0Z Kit verweigert einen stabilen Betrieb und sorgt immer wieder für Fehler.

In einem zweiten Schritt kombinieren wir die erfolgreich getesteten DDR2-800 Riegel und bestücken alle vier DIMM-Slots des ASUS P5B-E Plus für fünf weitere Durchläufe von Memtest86+:

Speicher MHz Timings Memtest86+
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@2,1V 4-4-3-10 stabil
Corsair TWIN2X1024A-6400
2x 512 MByte
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
400 5-5-5-18 stabil

Auch die Vollbestückung stellt kein Problem dar, das ASUS P5B-E Plus verkraftet das Doppel von Mushkin und Super Talent sogar bei scharfen Timings von 4-4-3-10. Die Kombination von Corsair und Kingston läuft ebenfalls problemlos.

Stabilität: Dauerlast (CPU+3D)
Zum Abschluss lassen wir das ASUS P5B-E Plus mit jeder Speicherkombination 24 Stunden lang unter Last laufen. Für die Last verwenden wir Prime95 und Futuremark 3DMark2001SE, welche in der Dauerschleife laufen. Am Ende des Tests darf sich 3DMark2001SE nicht beendet haben und Prime95 keine Rechenfehler melden.

Speicher MHz Timings 24h Lasttest
Corsair TWIN2X1024A-6400
2x 512 MByte
400 5-5-5-12 stabil
Kingston KHX8500D2K2/1G
2x 512 MByte
533@2,25V 5-5-5-16 stabil
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 stabil
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@2,1V 4-4-3-10 stabil
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
400 4-4-3-8 stabil
Corsair TWIN2X1024A-6400
2x 512 MByte
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
400@1,95V 5-5-5-18 stabil
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@2,1V 4-4-3-10 stabil

Nach einer Woche Dauerlast mußten wir unseren Test um einen weiteren Tag verlängern, da die Kombination aus Corsair TWIN2X1024A-6400 und Kingston KVR800D2N5K2/2G zu einem Absturz von 3DMark mit komplettem Freeze führte. Nachdem wir die Speicherspannung auf 1,95 Volt angehoben hatten, lief das System über 24 Stunden stabil. Als nach 36 Stunden noch immer kein Problem aufgetreten war, konnten wir auch für diese Bestückungsvariante grünes Licht geben.

Das ASUS P5B-E Plus bietet eine sehr gute Speicherkompatibilität und erlaubt sich nur mit den Modulen von Adata einen Ausrutscher. Das Mainboard arbeitet auch mit niedrigen Latenzen stabil, wobei ein Anheben der Speicherspannung erforderlich ist. Zu diesem Mittel sollte man ebenfalls greifen, falls bei Vollbestückung Probleme auftreten. Erwähnenswert ist zudem die DDR2-1066 Unterstützung, die auch in der Praxis problemlos funktionierte.

Der Praxisbetrieb
Von der Installation über die Stabilitätstests und Benchmarks bis zum Übertakten hinterließ das ASUS P5B-E Plus einen tadellosen Eindruck. Einige Benutzer scheinen Probleme mit den Audio-Treibern zu haben. Im Test verwendeten wir die Version 5.10.01.4530 von der ASUS Supportseite und hatten mit diesen keinerlei Schwierigkeiten. Auch diverse PCI Erweiterungskarten und PCI-Express Grafikkarten arbeiteten auf der Hauptplatine ohne zu murren und alle Laufwerke und Festplatten wurden richtig erkannt.

Das Mainboard taktet kompatible Prozessoren mit Hilfe von EIST herunter, um Strom zu sparen. Diese Funktion sollte man nutzen, da sie sich nicht negativ auf die Systemleistung auswirkt und den Takt nur dann verringert, wenn keine nennenswerte Last anliegt. Weiteres Einsparpotential soll das mitgelieferte Tool "AI Nap" bieten: Der Benutzer schickt das System mit AI Nap in einen Ruhezustand, bei dem alle Anwendungen offen bleiben und beispielsweise auch Downloads fortgesetzt werden. Die Lüfter laufen während des Nickerchens (Nap) allerdings weiter und das Einsparpotential liegt bei mageren neun Watt.

Das Mainboard verfügt zudem über ASUS Q-Fan 2, dabei werden CPU- und Gehäuselüfter anhand der CPU-Last gesteuert. Im Leerlauf regelte das Mainboard unseren Intel Kühler auf 594 U/min herunter, der Core 2 Xtreme X6800 läuft dabei mit 42°. Unter Vollast steigt die Drehzahl auf 1360 U/min an, der Kühler hält den Prozessor dabei um die 55°C. Die onboard Komponenten - HD-Audio, Gigabit-LAN, Firewire und der zusätzliche ATA133/SATA2-Controller - funktionierten auf Anhieb und selbst von angeschlossenen USB- und Firewire-Speichermedien ließ sich das BIOS nicht verwirren und bootete in der gewünschten Reihenfolge.

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Testumgebung
Für unseren Test verwendeten wir die folgende Hardware:

Im Rahmen der Benchmarks wurden die fett hervorgehobenen Komponenten verwendet.

Soundcheck
Das ASUS P5B-E Plus führt sein 8-Kanal High-Definition Audio über einen AD1988A von Analog Devices aus. Mal sehen, wie gut dieser Codec klingt:

RMAA 5.0: 24-Bit Asus
P5B-E Plus
Biostar
TForce 965PT
MSI
P965 Neo-F
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+0,02;-0,07 +0,20;-0,26 +0,20;-0,26
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-89,5 -86,5 -89,1
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
89,2 86,0 89,0
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0,012 0,013 0,012
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0,022 0,031 0,031
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-87,6 -77,0 -88,3

Mit dem ADI AD1988A hat ASUS einen guten Griff getan, die Messwerte sind allesamt gut bis sehr gut. Weiterhin sind die beiden digitalen Ausgänge erwähnenswert, welche ASUS im Anschlusspanel untergebracht hat.

USB 2.0-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen USB 2.0-Case (Revoltec File Protector 3,5") befindet sich eine 3,5" Festplatte mit 40 GB und 7200 U/Min von IBM (IC35-L040), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

USB 2.0 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Biostar TForce965PT
ICH8
BIOS 914
35,1
Intel D975XBX
ICH7R
BIOS 1304.EB
35,1
MSI P965 Neo-F
ICH8
BIOS 1.6
35,1
ASUS P5B-E Plus
ICH8R
BIOS 304
35,0

Die Leistungsunterschiede sind minimal, das ASUS P5B-E Plus bleibt nur minimal hinter den anderen Hauptplatinen zurück.

IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate getestet. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:

ATA133 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Biostar TForce965PT
VIA
BIOS 914
116,1
ASUS P5B-E Plus
JMicron
BIOS 304
113,7
MSI P965 Neo-F
JMicron
BIOS 1.6
113,6
Intel D975XBX
ICH7R
BIOS 1304.EB
90,7

Während das Intel D975XBX über den 975X Chipsatz lediglich ATA100 bieten kann, ermöglichen die Zusatzcontroller von JMicron und VIA auf den Broadwater Mainboards den ATA133-Betrieb und damit eine deutlich höhere Burstrate. Die Bestmarke setzt das Biostar TForce 965PT mit seinem Controller von VIA.

S-ATA 3.0 Gb/s - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS P5B-E Plus
JMicron
BIOS 304
150,1
MSI P965 Neo-F
JMicron
BIOS 1.6
149,0
Intel D975XBX
ICH7R
BIOS 1304.EB
134,4
ASUS P5B-E Plus
ICH8R
BIOS 304
134,3
MSI P965 Neo-F
ICH8
BIOS 1.6
133,9
Biostar TForce965PT
ICH8
BIOS 914
133,6

Auch beim Serial-ATA Durchsatz sehen wir eine Zweiklassengesellschaft: Intels Chipsätze erzielen um die 134 MByte/s, der Controller von JMicron bringt es auf ca. 150 MByte/s.

CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart übertaktete Mainboards bei Leistungsmessungen einen Vorteil haben. Wie sieht es mit unserem Testkandidaten aus?

Mainboard CPU-Takt
Soll=2933,33 MHz
OC
ASUS P5B-E Plus 2933,3 0,000%
Biostar TForce 965PT 2933,7 +0,013%
Intel D975XBX 2933,3 0,000%
MSI P965 Neo-F 2928,2 -0,175%

Die vier Mainboards treffen das Soll ziemlich genau, so dass wir keine Korrekturrechnung durchführen müssen. Dem ASUS P5B-E Plus gelingt sogar eine Punktlandung.

- Seite 7 -

ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 8/17
17.01.2007 by doelf
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CPU-Leistung (synthetisch)
Traditionell prüfen wir zunächst die mathematische Leistung des Prozessors mit synthetischen Benchmarks. Hierzu verwenden wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098):

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
27117
18743

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
27073
18727

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
27046
18748

ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
27045
18620

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
26829
18487

Die P965 basierenden Mainboards liegen in diesem ersten Testlauf eng beisammen und arbeiten sich einen kleinen Vorsprung auf das Intel D975XBX heraus. Der höhere Verwaltungsaufwand bei der Nutzung des schnellen DDR2-1067 Speichers bremst die reine Rechenleistung des Core 2 Extreme X6800 auf dem ASUS P5B-E Plus etwas aus.

Ein zweiter Testlauf mit SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) soll die Multimedia-Performance offenbaren:

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
162229
87376

ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
162132
87326

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
162128
87322

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
161978
87231

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
159821
85725

Die Reihenfolge der drei Mainboards mit Intels P965 Chipsatz hat sich geändert, die Unterschiede bleiben hingegen gering. Das Intel D975XBX mit dem 975X Chipsatz liegt abermals etwas zurück. Diesmal erzielt das ASUS P5B-E Plus mit DDR2-800 und DDR2-1067 das gleiche Leistungsniveau.

Ein zweites Gutachten über die CPU-Leistung holen wir von PC Wizard 2006.1.69 ein:

PC Wizard 2006.1.69: Dhrystone (ALU) in MIPS; Whetstone (FPU) in MFLOPS; Whetstone (SSE2) in MFLOPS
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
32687
10242
13149


MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
32469
10107
13034


ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
32466
10062
13093


ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
32042
10104
13095


Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
32037
10107
13093


Der CPU-Test von PC Wizard 2006.1.69 widerspricht dem Resultat von SiSoft Sandra 2007 auf ganzer Linie, denn hier liegt das Intel D975XBX in allen drei Teildisziplinen vor den P965 basierenden Hauptplatinen. Ja, das ist das Kreuz mit synthetischen Benchmarks: Wer viel misst, misst Mist.

Betrachten wir auf der folgenden Seite die CPU-Leistung bei gleichzeitiger Verwendung beider Prozessorkerne.

- Seite 8 -

ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 9/17
17.01.2007 by doelf
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Multithreaded (synthetisch)
PC Wizard 2006.1.69 kann die Performance im Multi-Threaded-Betrieb analysieren. Dabei wird zunächst nur ein Thread ausgeführt, danach zwei Threads parallel und schließlich vier Threads. Ausgegeben wird die Bearbeitungszeit pro Thread, niedrige Ergebnisse sind also besser:

PC Wizard 2006.1.69: 4 Threads in s; 2 Threads in s; 1 Thread in s
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
3,516
3,516
7,062


ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
3,516
3,531
7,062


MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
3,532
3,531
7,094


ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
3,535
3,540
7,099


Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
3,595
3,664
7,286


Abermals liegen die drei Platinen mit Broadwater Chipsatz eng beisammen und vor dem Intel 975X basierenden D975XBX. Der höhere Speichertakt bremst das ASUS P5B-E Plus in diesem rechenintensiven Test eher etwas aus.

Auch CPU RightMark Lite 2005 v1.3 bietet die Möglichkeit, eine Anwendung auf mehrere Threads zu verteilen und somit mehrere CPU-Kerne auszulasten. Dafür berechnet das Programm ein komplexes 3D-Gefüge mit 400 Objekten und 4 Lichtern, wir wählten das Modell 1. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, größere Werte sind also besser. Wir sortieren nach der maximal erreichten Framerate:

CPU RightMark Lite 2005 v1.3: 4 Threads in fps; 2 Thread in fps; 1 Thread in fps
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
16,7
16,9
10,4


ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
16,7
16,9
10,4


Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
16,7
16,9
10,4


Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
16,5
16,5
10,2


MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
16,5
16,5
10,2


CPU RightMark offeriert uns ein sehr skurriles Ergebnis: Das ASUS P5B-E Plus und das Biostar TForce965PT erreichen exakt das selbe Ergebnis und auch Intels D975XBX und das MSI P965 Neo-F kommen als Doppel ins Ziel.

Bevor wir uns dem Speicherdurchsatz zuwenden, betrachten wir noch einen letzten CPU-Test, welcher alle CPU-Kerne auslastet. Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet ist, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niederigere Werte sind folglich besser:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
52,97069
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
52,98117
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
53,09002
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
53,56375
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
53,99968

Zwischen den Broadwater Platinen von ASUS und Biostar und dem Intel D975XBX liegt eine Sekunde, das MSI P965 Neo-F ordnet sich dazwischen ein. Wieder einmal bringt der schnelle DDR2-1067 Speicher keine Vorteile.

Die Unterschiede waren bei den meisten Testläufen sehr gering, doch wenn wir Abweichungen außerhalb der Messtoleranz sahen, konnten sich das ASUS P5B-E Plus und das Biostar TForce965PT leicht absetzen. Es folgen nun die Messungen des Speicherdurchsatzes.

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ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 10/17
17.01.2007 by doelf
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Datendurchsatz von Speicher und Cache
Zum Ausloten der Speicherbandbreite ziehen wir zunächst wieder SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
5795
5795

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
5664
5664

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
5609
5618

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
5593
5595

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
5357
5366

Der Speicherdurchsatz ist aufgrund der vergleichsweise geringen Taktrate des Core 2 Extreme X6800 nicht gerade rekordverdächtig. An der Spitze des Testfeldes sehen wir das ASUS P5B-E Plus in Kombination mit dem DDR2-1067 Speicher von Kingston. Es folgt das Intel D975XBX, anscheinend ist die Memory Pipeline Technology des 975X Chipsatzes keineswegs nur Marketing. Den dritten Platz belegt das Biostar TForce965PT, da es bei manueller Einstellung der Latenzen für unseren DDR2-800 Speicher von Mushkin 3-4-3-10 statt der gewünschten 4-4-3-10 anlegt - doch selbst mit einer CAS Latency von 3 arbeitete das Mainboard stabil. Das MSI P965 Neo-F setzt sich ebenfalls über unsere manuellen Einstellungen hinweg und legt statt 4-4-3-10 lieber 3-4-3-18 an - das Resultat ist der letzte Platz. Mustergültig verhält sich hingegen das ASUS P5B-E Plus, das bei DDR2-800 die Latenzen sauber auf 4-4-3-10 einstellt und damit eine ordentliche Performance erzielt.

Mit ScienceMark 2.0 versuchen wir festzustellen, wie schnell die Zugriffe auf den L1- und L2-Cache erfolgen, zudem messen wir auch den Speicherdurchsatz ein zweites Mal:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Memory in MB/s; L2 Cache in MB/s; L1 Cache in MB/s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
5306,83
24601,53
80730,38


ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
5227,59
24604,55
81164,52


Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
5225,17
24525,62
80869,76


Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
5219,77
24610,56
81615,40


MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
4985,50
24575,13
74969,26


Bei ScienceMark 2.0 rücken die Mainboards von ASUS, Biostar und Intel zusammen, während das MSI P965 Neo-F abermals unter seinem Unwillen, die gewünschten Latenzen einzustellen, zu leiden hat. Durch den Einsatz von DDR2-1067 Arbeitsspeicher erzielen wir beim ASUS P5B-E Plus eine Steigerung von nicht einmal 80 MB/s beim Speicherdurchsatz. Angesichts des hohen Aufpreises ist das ganz schön mager.


- Seite 10 -

ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 11/17
17.01.2007 by doelf
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Primzahlen und Pi
Die schnelle Fourier-Transformation (FFT) ist ein Algorithmus, welcher zur Berechnung von Primzahlen genutzt wird. Wir verwenden Prime95 v24.14 im Benchmark-Modus, um die Rechenleistung der CPU zu untersuchen. Die Resultate werden in Millisekunden angegeben, kleinere Werte sind also besser:

Prime95 v24.14 - 10 Iterationen mit 4096K FFT Länge: in ms
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
85,122
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
85,377
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
85,378
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
87,632
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
87,679

Die zuvor bei ScienceMark und CPU RightMark diagnostizierte Zweiklassengesellschaft tritt auch bei Prime95 wieder auf: Biostar und ASUS können sich abermals von Intel und MSI absetzen. Beim ASUS P5B-E Plus lässt sich zwischen dem Betrieb mit DDR2-800 und DDR2-1067 Arbeitsspeicher kein Unterschied erkennen.

Und was passiert, wenn wir die Nachkommstellen von Pi berechnen?

Super PI 1.1e, 1M Stellen: Dauer in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
17
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
17
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
17
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
17
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
17

Bei der Berechnung der Zahl PI muss das Alphabet die Reihenfolge bestimmen, denn bei der Berechnung herrscht Gleichstand.

Zeit für einen weiteren Zwischenstand: Auch weiterhin zeigen die P965 basierenden Mainboards von ASUS und Biostar einen kleinen Leistungsvorspung, während das MSI P965 Neo-F durch fehlerhafte Speicherlatenzen unnötigerweise ausgebremst wird.

- Seite 11 -

ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 12/17
17.01.2007 by doelf
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Raytracing und Rendering
Die frei erhältliche Raytracing-Software POV-Ray unterstützt in der aktuellen Beta-Version 3.7 13a mehrere CPU-Kerne. Wir lassen das offizielle Benchmarkscript zweimal laufen: Zunächst als ein Thread, danach multi-threaded.

Wir sortieren anhand der höchsten Punktzahl, denn höhere Werte sind hier besser:

Povwin 3.7 beta 13a Benchmark: Multi Thread in PPS; Single Thread in PPS
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
1070,38
544,78

ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
1067,94
545,37

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
1065,22
543,74

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
1059,30
543,97

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
1052,33
531,82

Werden zwei CPU-Kerne von Povwin 3.7 beta 13a genutzt, können sich die Broadwater Platinen von Biostar und ASUS ein weiteres Mal absetzen. Im Betreib mit einem einzelnen Kern erzielt das ASUS P5B-E Plus lediglich mit DDR2-1067 einen kleinen Vorsprung, das Biostar TForce965PT erreicht eine vergleichbare Leistung im DDR2-800 Betrieb. Der 975X Chipsatz auf dem Intel D975XBX kann nicht mit dem P965 mithalten, unser bisheriges Referenzboard fällt diesmal sogar recht deutlich zurück.

Mit Cinebench in der aktuellen Version 9.5 kann die Leistung des Computers im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Anwendung Cinema 4D von MAXON bewertet werden.

Wir wählen den Rendering-Test, welcher auf einem oder mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden kann. Höhere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

Cinebench Version 9.5 Rendering: X CPUs in CB-CPU; 1 CPU in CB-CPU
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
911
492

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
909
490

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
907
488

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
905
486

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
901
489

Auch den Rendering-Test von Cinebench 9.5 können das Biostar TForce 965PT und das ASUS P5B-E Plus für sich entscheiden, da sie im Multi-Threaded Durchlauf die Nase vorne haben. Die Bestleistung erreicht das ASUS Mainboard beim Einsatz von DDR2-1067 Speicher.

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ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 13/17
17.01.2007 by doelf
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Kompression und mp3-Encoding
7-Zip ist eine kostenlose Kompressionssoftware, die gegenüber vielen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil hat: Sie ist multi-threaded programmiert und kann mehrere CPU-Kerne nutzen. Ein eingebautes Benchmark-Tool schätzt die Leistung des Prozessors ab:

7-Zip 4.42 Benchmark: Single Thread in MIPS; Multi Thread in MIPS
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
3012
4357

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
2977
4362

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
2972
4313

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
2884
4321

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
2818
3933

Der Packer 7-Zip reagiert sehr deutlich auf den Speicherdurchsatz und dies zeichnet sich bereits im integrierten Benchmark-Tool ab. Abermals liegen die beiden Broadwater Motherboards von Biostar und ASUS an der Spitze des Feldes. Aus DDR2-1067 zieht das ASUS P5B-E Plus wieder einen kleinen Vorteil.

Doch wie sieht es in der Praxis aus? Wir packen das 451 MByte große Multiplayer-Demo von F.E.A.R. als .7z-Datei mit normaler Kompressionsrate. Gemessen wird in Sekunden, geringere Werte sind also besser:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Single Thread in s; Multi Thread in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
187
121

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
192
125

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
196
127

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
198
130

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
215
145

Erstmals sehen wir klare Vorteile für DDR2-1067 und, soviel können wir jetzt schon verraten, so deutlich wird sich der schnelle Speicher im weiteren Testverlauf auch nicht mehr absetzen können. Das Intel D975XBX kann die Memory-Pipeline-Technologie des 975X Chipsatzes in einen guten zweiten Platz umsetzen, nur das MSI P965 Neo-F fällt deutlich zurück.

Als nächstes testen wir die Leistung beim mp3-Encoding. Wir verwenden hierfür Lame 3.98a6 in Verbindung mit PC Wizard 2006.1.69 und komprimieren eine 60 MByte große WAV-Datei. Gemessen wird in Sekunden, niedrige Werte sind somit besser:

PC Wizard 2006.1.69: Höchste Qualität in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
15,840
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
15,840
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
15,859
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
15,875
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
15,907

Beim Audio-Encoding mit Lame erzielt das ASUS P5B-E Plus im Zusammenspiel mit DDR2-1067 Arbeitsspeicher das beste Ergebnis, das D975XBX von Intel ist mit DDR2-800 allerdings exakt genauso schnell. Beim MSI P965 Neo-F sehen wir das gewohnte Bild, das Mainboard liegt leicht zurück.

- Seite 13 -

ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 14/17
17.01.2007 by doelf
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Video-Encoding
Betrachten wir nun zwei Video-Encoding-Benchmarks. Zunächst werden wir eine 455 MByte große AVI-Datei (huffyuv lossless Codec) mit TMPGEnc 2.512.52.161 ins DVD-Format (PAL) umwandeln. Wir verwenden hierbei die höchste Qualitätsstufe.

Das Ergebnis wird in Sekunden gemessen, kleinere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

TMPGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
149
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
150
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
150
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
152
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
153

TMPGEnc reagiert nicht so stark auf den Speicherdurchsatz, so dass MSIs Broadwater Mainboard diesmal nur knapp zurück liegt. Das ASUS P5B-E Plus finden wir an der Spitze, dennoch kann die Platine keinen Vorteil aus DDR2-1067 ziehen. Nun wandeln wir das selbe Quellvideo ein zweites Mal um, diesmal mit dem Windows Media Encoder 9.

Die Zieldatei im WMV-Format soll hochwertige 5384 kbit/s haben. Abermals messen wir die Sekunden, so dass kürzere Zeiten die bessere Leistung angeben:

Windows Media Encoder 9 - WMV 5384 kbit/s: in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
481
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
484
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
485
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
489
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
493

Der Windows Media Encoder profitiert wiederum von schnellen Speichermodulen, weshalb DDR2-1067 dem ASUS P5B-E Plus eine Verbesserung um vier Sekunden und eine Platzierung vor dem Biostar TForce 965PT bringt. MSIs P965 Neo-F fällt in diesem Durchlauf wieder ans Ende des Feldes zurück.

Ziehen wir eine weitere Zwischenbilanz: Aufgrund der fehlerhaft umgesetzten Latenzen hängt das MSI P965 Neo-F in den Kompressions- und Encoding-Tests hinterher. Intels D975XBX kann sich vor allem bei 7-Zip und Lame profilieren, das ASUS P5B-E Plus und das Biostar TForce 965PT liegen zumeist eng beisammen, doch mit seiner DDR2-1067 Unterstützung hält ASUS einen Trumpf in der Hinterhand.

- Seite 14 -

ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 15/17
17.01.2007 by doelf
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3DMark06 und F.E.A.R.
Für die 3D-Tests verwenden wir eine MSI NX7900GT-VT2D256E mit der ForceWare 93.71 WHQL, DirectX 9 befindet sich auf dem Stand von Juni 2006. Soweit nicht anders angegeben, wurden die Standardeinstellungen des Treibers verwendet.

Die Aussagekraft von Futuremarks 3DMark06 v102 konzentriert sich auf die Grafikkarte, die CPU spielt eine untergeordnete Rolle. Dennoch wollen wir das Ergebnis der Vollständigkeit halber aufführen:

Futuremark 3DMark06 v102
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
4741
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
4732
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
4726
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
4722
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
4713

Zusammen mit DDR2-1067 setzt sich das ASUS P5B-E Plus an die Spitze des Testfeldes, mit DDR2-800 ist hingegen das Biostar TForce 965PT ein wenig schneller. Intels D975XBX kann nicht ganz mit den Broadwater Mainboards mithalten.

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, höhere Werte sind besser:

F.E.A.R. 1280x960; 4xAA + 8xAF: in fps
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
53
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
52
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
52
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
52
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
52

Das Spiel F.E.A.R. sorgt für Verwunderung: Ausgerechnet MSIs P965 Neo-F erzielt einen Frame pro Sekunde mehr als seine Mitbewerber - auch im zweiten und dritten Durchlauf. Der schnellere Arbeitsspeicher bringt dem ASUS P5B-E Plus hingegen keinen Vorteil.

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ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 16/17
17.01.2007 by doelf
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UT2004 und Riddick
Unreal Tournament 2004 ist zwar schon ein wenig älter, aber immer noch ein guter Leistungsindex.

Abermals geben wir die Frames pro Sekunde an:

UT2004 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / High Image Quality / 16 Bots / AS Convoy UT2): in fps
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
96,24
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
94,63
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
94,58
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
94,27
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
90,98

Unreal Tournament 2004 reagiert deutlich auf den Speicherdurchsatz: Während das MSI P965 Neo-F um knapp 4 fps zurückfällt, setzt sich das ASUS P5B-E Plus dank DDR2-1067 Arbeitsspeicher an die Spitze des Feldes.

Zuletzt lassen wir "The Chronicles of Riddick" laufen, einen weiteren 3D-Shooter.

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben:

The Chronicles of Riddick (1280x960 / AA: 4 / AF: 8 / PS2.0 / No Sound / Sodini01): in fps
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
75,19
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
74,55
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
74,52
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
74,33
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
74,32

Das Resultat von "The Chronicles of Riddick" sieht alle Mainboards eng beisammen, der Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Ergebnis beträgt weniger als einen Frame in der Sekunde. Dennoch kann das ASUS P5B-E Plus im Zusammenspiel mit DDR2-1067 Speicher einen kleinen Vorteil erringen.

Die Spielewertungen sind alles andere als eindeutig, lediglich Unreal Tournament 2004 skaliert anhand des Speicherdurchsatzes deutlich. Abermals liegen das ASUS P5B-E Plus und das Biostar TForce965PT eng beisammen, durch die Verwendung von DDR2-1067 Arbeitsspeicher läßt sich die 3D-Leistung des ASUS Mainboards jedoch noch etwas steigern. Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Preise von DDR2-1067 in keiner Relation zur gemessenen Leistungssteigerung stehen.

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ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 17/17
17.01.2007 by doelf
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Fazit
Das ASUS P5B-E Plus überzeugt mit einem durchdachten Layout, einer hohen Stabilität und einer sehr guten Performance. Die Ausstattung stellt auch hohe Ansprüche zufrieden, abgesehen von einem zweiten LAN-Controller und CrossFire bietet das P5B-E Plus alles, was man von einem hochwertigen Mainboard erwarten darf. Durch den ausschließlichen Einsatz von Conductive Polymer Kondensatoren verspricht das Mainboard eine lange Lebensdauer. Im Alltagsbetrieb erwies sich das Gerät als unproblematisch, die verwendete Audio-Lösung bietet nicht nur zwei digitale Ausgänge (optisch sowie koaxial), sondern auch einen überzeugenden Klang.

Beim Übertakten macht ASUS keine Kompromisse: Trotz der passiven Chipsatzkühlung erreichen wir FSB1900 und der Speicherteiler von 1:2 ermöglicht den Einsatz von DDR2-1067 Arbeitsspeicher. Diese Option fanden wir bisher nur im BIOS des ASUS P5B-E Plus, welches es zudem ermöglicht, den Multiplikator einer Core 2 Duo CPU herabzusetzen, um den Frontsidebus höher takten zu können. Auch Speicherriegel, welche mit niedrigen Latenzen arbeiten, bereiten dem Mainboard keine Probleme und die von uns manuell gewählten Timings wurden richtig eingestellt.

Mit seinem Preis von ca. 140 Euro ordnet sich das ASUS P5B-E Plus zwischen dem ASUS P5B (119,90 Euro) und dem ASUS P5B Deluxe (168,90 Euro) ein. Beim Kauf des ASUS P5B muss man auf Firewire, die RAID-Funktionen der Intel Southbridge und die hochwertigen Conductive Polymer Kondensatoren verzichten und bekommt statt des Marvell Controllers eine Gigabit-LAN Lösung von Realtek. Wir halten das ASUS P5B-E Plus für das eindeutig attraktivere Mainboard, sollte das Budget jedoch knapp bemessen sein, ist das P5B eine sinnvolle Alternative. Das ASUS P5B Deluxe bietet hingegen als Mehrausstattung zur Plus-Variante einen zweiten PCI-Express x16-Steckplatz, angebunden mit vier PCI-Express Lanes, und die damit verbunden Möglichkeit, eine CrossFire-Konfiguration aufzubauen. Zudem wurde ein zweiter Gigabit-LAN Controller verbaut und die MOSFETs sowie die Northbridge werden mit Hilfe einer Heatpipe gekühlt. Die meisten Käufer werden diese Mehrwerte nicht vermissen, weshalb auch hier das ASUS P5B-E Plus die sinnvollere Wahl wäre.

Was gibt es da noch zu sagen? Genau: Editor's Choice!


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