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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 1/17
23.01.2007 by doelf
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Vor einer Woche startete unsere Testreihe aktueller Hauptplatinen für Intels Sockel LGA775 und die Core 2 Duo und Core 2 Quad Prozessoren mit dem ASUS P5B-E Plus. Heute stellen wir mit dem Biostar TForce 965PT eine zweite Hauptplatine auf Basis des Intel P965 Chipsatzes vor, die preislich deutlich günstiger ist: Bereits für rund 100 Euro findet man das Biostar TForce 965PT bei deutschen Händlern.


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Intels P965 Express-Chipsatz
Wir haben diesen Chipsatz bereits in unserem Artikel zum ASUS P5B-E Plus ausführlich vorgestellt, daher werden wir uns an dieser Stelle etwas kürzer fassen und nur einen knappen Überblick geben. Intels P965 Chipsatz bildet zusammen mit dem Premium-Chipsatz 975X die bevorzugte Grundlage für Computersysteme mit Intels Core 2 Duo oder Core 2 Extreme Prozessoren.

Der Intel P965 Express-Chipsatz wurde für Intels Viiv Technologie freigegeben (Anmerkung: Intel hat Viiv nun auch für die Chipsätze der 945er Baureihe freigegeben, bei den Chipsätzen 946PL und 946GZ fehlt ein solcher Hinweis hingegen.), er unterstützt Prozessoren mit Bustakten von 533, 800 sowie 1066 MHz. Zudem können Intels Quad-Core Prozessoren lediglich auf Mainboards mit einem 975X oder P965 Chipsatz verwendet werden. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger 945P beherrscht der P965 offiziell Dual-Channel DDR2-800 Arbeitsspeicher, obwohl bereits die Bandbreite von Dual-Channel DDR2-667 jene des FSB1066 deutlich übersteigt:

Speicherbandbreite: Single-Channel / Dual-Channel in GByte/s
DDR2-12009,38
18,75

DDR2-10668,33
16,66

DDR2-8006,25
12,50

DDR2-6675,21
10,42

DDR2-5334,16
8,33

FSB133310,42
FSB10668,33
FSB8006,25

Bei den PCI-Express Anbindungen wurde im Vergleich zum 945P nichts geändert: Die Northbridge bietet 16 PCI-Express Lanes zur Anbindung einer Grafikkarte, die Southbridge beinhaltet sechs PCI-Express Lanes, die auf bis zu vier Geräte verteilt werden können, so dass sich vier x1- oder eine x4- plus zwei x1-Anbindungen verwirklichen lassen. Intels neue Southbridge ICH 8 beinhaltet einen Gigabit-LAN Controller, dessen Funktionalität mit einem PHY, z.B. Intels 82566, ausgeführt werden kann. Da sich der Controller die Resourcen mit dem sechsten PCI-Express Root-Port teilt, kann entweder der PHY oder der Port genutzt werden, jedoch nicht beide zugleich. Eine weitere Änderung betrifft die maximale Anzahl der Laufwerke: Während die ICH7 noch einen Parallel-ATA Kanal für zwei ATA100-Geräte beinhaltete, hat Intel diesen bei der ICH8 gestrichen. Die Varianten ICH8R, ICH8DH (Digital Home) und ICH8DO (Digital Office) unterstützen die RAID-Modi 0, 1, 5 und 10 und bieten sechs Serial-ATA 3,0 Gb/s Ports, die preiswertere ICH8 muss dagegen ohne RAID und mit lediglich vier Ports auskommen. Wie meisten Hersteller verbaut auch Biostar auf seinem TForce 965PT einen zusätzlichen ATA133-Controller.

Vergleichstabelle: Chipsätze
Zur besseren Übersicht haben wir die Unterschiede zwischen P965, 975X und 945P tabellerisch zusammengestellt:

  Intel
945P
Intel
P965
Intel
975X
Intel Viiv ja ja ja
Front Side Bus 533/800/1066 533/800/1066 800/1066
Dual Core ja ja ja
Quad Core nein ja ja
Hyper-Threading ja ja ja
PCI Express x16 1x (MCH) 1x (MCH) 1x x16
2x x8
PCI Express x1 6x (ICH) 6x (ICH) 6x (ICH)
AGP 8x nein nein nein
PCI 6x 6x 6x
DDR/DDR-2 nein/ja nein/ja nein/ja
max. DDR-2 667 800 667
Dual Channel ja ja ja
Memory Pipeline Technology nein nein ja
Flex-Memory ja ja ja
Direct Media Interface (DMI) 2 GB/s 2 GB/s 2 GB/s
ATA100 (Geräte) 1x (2) - 1x (2)
SATA150/300 -/4 -/6 -/4
RAID 0/1/5/10 nur ICH7R nur ICH8R nur ICH7R
USB 2.0 8 10 8
HD Audio ja ja ja
Gigabit LAN nein ja nein

Soviel zum Chipsatz, kommen wir nun zum Biostar TForce 965PT.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 2/17
23.01.2007 by doelf
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Biostar TForce 965PT: Lieferumfang
Werfen wir zunächst einen Blick auf den Lieferumfang des Biostar TForce 965PT. Angesichts des günstigen Preises überrascht es kaum, dass sich der Inhalt des Kartons als nicht besonders üppig entpuppt:


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Biostar verpackt das Zubehör in einer praktischen Tasche, ein Bracket mit weiteren USB-Anschlüssen wäre uns allerdings lieber gewesen. Zudem ist die Beigabe eines einzelnen Serial-ATA Kabels nun doch etwas mager.

Biostar TForce 965PT: Anschlüsse
Im ATX Anschlusspanel klafft eine ungewohnt große Lücke. Andere Varianten dieses Mainboards führen oberhalb der seriellen Schnittstelle die onboard Grafikeinheit aus und ordnen über den USB-Buchsen einen weiteren LAN-Anschluss sowie Firewire an.


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Bei den Anschlüssen finden wir gleich sechs USB 2.0 Ports, während die meisten anderen Hersteller sich auf vier solcher Anschlüsse beschränken. External Serial-ATA (eSATA), Firewire oder digitale Audioausgänge gibt es leider nicht, auch auf eine parallele Schnittstelle und einen Gameport hat Biostar verzichtet - letztere werden heutzutage aber auch nur noch selten gebraucht.

Biostar TForce 965PT: Layout #1
Unser Testmuster trägt die Revisionsnummer 1.0. Während beim ASUS P5B-E Plus ausschließlich Conductive Polymer Kondensatoren zum Einsatz kommen, verwendet Biostar überwiegend herkömmliche Elektrolytkondensatoren, welche von OST stammen. Lediglich im Bereich der Spannungswandler greift auch Biostar zu den kompakteren und hochwertigeren Conductive Polymer Kondensatoren.


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Das Layout wurde auf kurze Leiterbahnen und eine stabile Stromversorgung optimiert, daher befinden sich beide Stromanschlüsse (24- und 4-Pin) unmittelbar neben der CPU und den Spannungswandlern. In einigen Gehäusen erschwert diese Lage die Verkabelung, aus physikalischen Gesichtspunkten ist die Anordnung jedoch sinnvoll.


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Der CPU-Sockel befindet sich am oberen Rand der Platine, gleich darunter ist die passiv gekühlte Northbridge zu verorten. Biostar befestigt diese etwas überraschend mit normalen Pushpins, denn seit dem 845P Chipsatz wurden die Kühler für Intel Chipsätze eigentlich immer in Drahtösen eingehakt. Auf eine Kühlung der MOSFETs verzichtet Biostar komplett und wir vermissen sie nicht wirklich.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 3/17
23.01.2007 by doelf
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Biostar TForce 965PT: Layout #2
Rechts neben dem CPU-Sockel folgen vier Speichersteckplätze für maximal acht GByte DDR2-800 Speicher im Dual-Channel Betrieb. Biostar ordnet die ATA133-Buchse leider nicht hinter den DIMM-Slots an, wo sie kurze Kabellängen zu den optischen Laufwerken ermöglichen würde, sondern in der rechten, unteren Ecke der Platine.


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Wie das obige Foto zeigt, nutzt Biostar den obersten Steckplatz für die PEG-Grafikkarte. Dadurch sitzt die Grafikkarte dicht an den DIMM-Slots und muss entfernt werden, wenn Arbeitsspeicher ausgebaut oder hinzugefügt werden soll. Der Steckplatz unterhalb der Grafikkarte wird nicht genutzt, so dass die Anordnung der Steckkarten wie folgt aussieht:

  1. PCI-Express x16
  2. -
  3. PCI-Express x4
  4. PCI-Express x1
  5. 32-Bit PCI
  6. 32-Bit PCI
  7. 32-Bit PCI


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Die ICH8, welche Biostar auf dem TForce 965PT verwendet, wird ebenfalls passiv gekühlt. Unterhalb der Southbridge erkennt man den gesockelten BIOS-Chip, links von der ICH8 hat Biostar die CMOS-Batterie zwischen den Steckplätzen für die Erweiterungskarten untergebracht, der Jumper zum Zurücksetzen des CMOS befindet sich hingegen rechts von der Southbridge.


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In der rechten, unteren Ecke des Mainboards sehen wir zwei Taster, welche die Funktionen "Reset" und "Aus-/Einschalter" zusätzlich zu den Knöpfen am Gehäuse umsetzen. Dies ist vor allem für uns Hardwaretester äußerst praktisch. Links daneben befinden sich die farblich gekennzeichneten Anschlüsse für das Gehäuse, ein 3-Pin Lüfterabgriff sowie zwei USB 2.0-Header für die Ports sieben bis zehn. Darüber befindet sich der ATA133-Anschluss sowie die vier Serial-ATA Ports und ein weiterer 3-Pin Lüfterabgriff.


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Insbesondere die Lage der ATA133-Buchse ist sehr unglücklich gewählt, da sich die optischen Laufwerke meist ganz oben im Gehäuse befinden und sich aufgrund der Kabelabmessungen am TForce 965PT kaum zwei Geräte anschließen lassen. Da die Southbridge keinen Parallel-ATA Kanal enthält, verwendet Biostar einen VIA VT6410 ATA133/RAID-Controller, welcher über PCI angebunden wird. Dieser Chip bietet bis zu zwei Kanäle und unterstützt somit vier PATA-Geräte, leider hat Biostar nur einen dieser Kanäle ausgeführt.


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Am unteren Rand des Mainboards reihen sich an der linken Seite die Audio-Abgriffe aneinander, hierbei sind der digitale Eingang- sowie der digitale Ausgang erwähnenswert. Zudem erkennt man die Buchse für das Diskettenlaufwerk, welche mittig am unteren Rand der Platine sitzt. Die einzige sinnvolle Möglichkeit zur Verkabelung besteht darin, das Kabel zum Diskettenlaufwerk unter dem Mainboard hindurch zu führen.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 4/17
23.01.2007 by doelf
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Biostar TForce 965PT: Layout #3
Am linken Rand des Mainboards entdecken wir vor den Steckplätzen für die Erweiterungskarten drei Chips. Links im Bild sehen wir den ITE IT8718F-S Super I/O, der zwei serielle und eine parallel Schnittstelle unterstützt, zudem realisiert er den Floppy- und den Tastaturcontroller. Auch das Hardwaremonitoring übernimmt dieser Chip, er kann bis zu drei Temperatursensoren überwachen und die Drehzahl von drei Lüftern durch Pulsweitenmodulation in 128 Schritten steuern.


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Es folgt der RTL 8110SC, ein Gigabit-LAN Controller von Realtek. Es handelt sich leider nur um ein PCI v2.3 Gerät und nicht um einen PCI-Express Chip. Da Gigabit-LAN die Bandbreite des 32-Bit PCI-Busses beinahe vollständig beansprucht, wäre uns eine PCI-Express Lösung wesentlich lieber gewesen.


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Der High-Definition Audio-Codec ALC883 stammt ebenfalls von Realtek und wird von seinem Hersteller als "Value 7.1+2 HD Audio Codec" eingestuft. Der Codec führt die Audiofunktionen der ICH8 aus und bietet die Möglichkeit, zeitgleich ein 8-Kanal- sowie eine Stereo-Signal wiederzugeben. Der wesentliche Unterschied im Vergleich zum teureren ALC888 besteht in den qualitativ etwas schlechteren Wandlern des ALC883:

Signal-Rausch-Verhältnis in dB(A)
  ALC883 ALC888
Digital-Analog-Wandler 95 97
Analog-Digital-Wandler 85 90


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Zusammenfassend müssen wir sagen, dass Biostar für sein TForce 965PT kein ideales Layout gewählt hat. Die Anschlüsse für die Laufwerke sitzen zu tief, dadurch eignet sich das Mainboard zwar hervorragend für Gehäuse, bei denen das Mainboard um 180° gedreht verbaut wird, doch in normalen ATX-Gehäusen bekommt man Probleme mit der Länge des ATA133-Kabels. Die Lage der Stromanschlüsse und insbesondere die der 24-Pin ATX-Buchse ist aus physikalischer Sicht richtig, doch leider wird dadurch die Verkabelung in zahlreichen Gehäusen erschwert. Dass lange Grafikkarten die Verriegelung der DIMM-Slots blockieren, wollen wir nicht überbewerten, denn dafür fällt Modellen im 2-Slot Design kein wertvoller Steckplatz zum Opfer. Die Verriegelung der Grafikkarte ist jedoch extrem fummelig und klein, so dass sie nur schwer geöffnet werden kann:


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Auch bei der Ausstattung und den Bauteilen hat Biostar nicht immer die optimale Wahl getroffen. Wir können durchaus nachvollziehen, dass in dieser Preisklasse die ICH8 statt der ICH8R zum Einsatz kommt, doch ein hochwertigerer HD-Audio-Codec wie der ALC888 oder ein per PCI-Express angebundener Gigabit-LAN Controller hätten dieses Mainboard klar aufgewertet. Positiv fällt die passive Chipsatzkühlung auf, welche sich aufgrund der Pushpin-Befestigung problemlos gegen alternative Chipsatzkühler tauschen läßt. Ebenfalls lobenswert ist Biostars Bestreben, die Signalwege möglichst kurz zu halten. Bleibt noch der Lüfterabgriff für den CPU-Kühler zu erwähnen:


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Dieser 4-Pin Anschluss befindet sich zwischen den Speicherriegeln und ist daher etwas schwer zugäglich. Der hier angeschlossene Lüfter wird auf Wunsch über Pulsweitenmodulation geregelt. Im BIOS finden sich hierzu folgende Einstellungen:

Da wir bereits mit dem BIOS begonnen haben, werden wir diese Thematik nun weiter vertiefen.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 5/17
23.01.2007 by doelf
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Das BIOS
Wir haben das Biostar TForce 965PT mit dem BIOS 914 getestet. Da Biostar die TForce Modellreihe für Tuner und Übertakter ausgelegt hat, finden wir im BIOS zahlreiche Einstellungen zur Leistungssteigerung:

CPU, Chipsatz und Spannung:

Die Spannung der CPU läßt sich beim Biostar TForce 965PT weiter anheben als beim ASUS P5B-E Plus, zudem hat Biostar feinere Schritte gewählt. Dafür stehen bei Biostar nur vier Speicherspannungen zur Auswahl, das Maximum liegt bei 2,2 Volt, während ASUS bis zu 2,45 Volt ermöglicht. Die Spannung der Southbridge (ICH) kann nicht verändert werden. Während ASUS den maximalen Bezugstakt bei 650 MHz festlegt, erlaubt Biostar nur 600 MHz, allerdings sind Werte oberhalb von 500 MHz kaum zu erreichen. Während das ASUS P5B-E Plus bei beliebigen Core 2 Duo Prozessoren niedrigere Multiplikatoren erzwingen kann, lassen sich die Multiplikatoren beim Biostar TForce 965PT lediglich für die ungesperrten Extreme Edition Modelle einstellen.

Speicher:

Die Speicheroptionen sind reichhaltig, doch auch hier bietet das ASUS P5B-E Plus mehr Spielraum - Biostar hat beispielsweise keine Teiler für DDR2-889 sowie DDR2-1067 freigeschaltet.

Biostar bietet zudem drei Übertaktungsprofile an, welche recht kryptisch mit "V6", "V8" und "V12" bezeichnet werden. In der Praxis sahen wir eine Taktsteigerung um 1,42 (V6), 5,15 (V8) sowie 7,62 Prozent (V12). Für unseren Core 2 Extreme Edition X6800 bedeutet dies:

Overclocking-Praxis
Es geht uns bei diesem Test nicht darum, die maximale Taktrate des Prozessors zu ermitteln. Wir wollen vielmehr herausfinden, wie hoch wir den Frontsidebus drücken können, denn dies ist der entscheidende Faktor, wie gut sich ein Mainboard für Übertaktungsversuche eignet. Da wir den Frontsidebus ohne jegliche Probleme von 1066 auf 1333 und 1666 MHz anheben konnten, wagten wir uns an 2000 MHz heran. Hierbei blieb der Bildschirm schwarz, ab FSB1940 (4 x 485 MHz) startete der PC, doch Windows gelangte nicht einmal bis zum Anmeldebildschirm. Bei FSB1920 (4 x 480 MHz) startete Windows, doch der Videoencoder TMPGEnc brachte das System zum Absturz. Bei FSB1884 (4 x 471 MHz) erzielten wir dann einen stabilen Betrieb, ohne die Spannungen für CPU oder Chipsatz anheben zu müssen. Lediglich der verwendete DDR2-1067 Arbeitsspeicher von Kingston verlangte eine Spannung von 2,2 Volt.

Das Biostar TForce 965PT kommt somit dicht an das ASUS P5B-E Plus heran, welches einen Prozessortakt von 2851 MHz bei FSB1900 und DDR2-950 erzielte: Ein sehr gutes Ergebnis. Der Speicherteiler 1:1 (DDR2-533) eignet sich für Übertaktungsversuche besonders gut.

Overclocking-Praxis: Die Benchmarks
Nun stellt sich noch die Frage, wie sich die Taktsteigerung auf die Benchmarks auswirkt. Zunächst betrachten wir die Speicherbandbreite mit SiSoft Sandra 2007:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
Biostar TForce965PT
2,826 GHz
DDR2-942
FSB1884
7576
7589

ASUS P5B-E Plus
2,851 GHz
DDR2-950
FSB1900
7343
7378

ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-1067
FSB1066
5795
5795

Intel D975XBX
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
5664
5664

Biostar TForce965PT
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
5609
5618

ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
5593
5595

MSI P965 Neo-F
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
5357
5366

Erstaunlich: Obwohl wir auf dem Biostar TForce 965PT mit einem um 8 MHz geringeren Speichertakt arbeiten, ist das Mainboard deutlich schneller als das ASUS P5B-E Plus. Die Vermutung liegt nahe, dass ASUS den Speicher etwas herunterbremst, um höhere Taktraten erzielen zu können.

Nun sehen wir uns die Auswirkungen in der Praxis an. Der Videoencoder TMPEGEnc reagiert üblicherweise kaum auf höhere Speicherbandbreiten:

TMPEGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s (niedriger ist besser)
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
149
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-1067
FSB1066
150
Biostar TForce965PT
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
150
MSI P965 Neo-F
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
152
Intel D975XBX
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
153
ASUS P5B-E Plus
2,851 GHz
DDR2-950
FSB1900
154
Biostar TForce965PT
2,826 GHz
DDR2-942
FSB1884
155

Und auch diesmal entscheidet der reine CPU-Takt, TMPEGEnc kann die höheren Bandbreiten nicht in Mehrleistung umsetzen. Und wie sieht es bei Futuremarks 3DMark06 v102 aus?

Futuremark 3DMark06 v102
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-1067
FSB1066
4741
Biostar TForce965PT
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
4732
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
4726
MSI P965 Neo-F
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
4722
ASUS P5B-E Plus
2,851 GHz
DDR2-950
FSB1900
4715
Intel D975XBX
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
4713
Biostar TForce965PT
2,826 GHz
DDR2-942
FSB1884
4710

Futuremarks 3DMark06 v102 schlägt ebenfalls keinen Profit aus der schnelleren Anbindung von CPU, Chipsatz und Speicher sowie dem höheren Speichertakt. Zuletzt betrachten wir 7-Zip, eine Anwendung, die sehr deutlich auf Speicherbandbreiten reagiert:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Single Thread in s; Multi Thread in s
Biostar TForce965PT
2,826 GHz
DDR2-942
FSB1884
117
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-1067
FSB1066
121
ASUS P5B-E Plus
2,851 GHz
DDR2-950
FSB1900
124
Intel D975XBX
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
125
Biostar TForce965PT
2,933 GHz
FSB1066
BIOS 914
127
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
130
MSI P965 Neo-F
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
145

Auf 7-Zip ist wieder einmal Verlass: Dank des hohen Speicherdurchsatzes kann das Biostar TForce 965PT diesen Testlauf klar für sich entscheiden - obwohl es hier mit dem niedrigsten CPU-Takt antritt.

Biostar gibt dem TForce 965PT eine breite Palette an Übertaktungsoptionen mit auf den Weg und das Mainboard kann diese sehr gut umsetzen. Leider bietet der Hersteller keine Teiler für Speichertakte jenseits von 400 MHz (DDR2-800) an, so dass das Potential von schnellerem Speicher nur durch die Übertaktung der CPU genutzt werden kann. Im Gegensatz zum ASUS P5B-E Plus gibt es auch keine Möglichkeit, den Multiplikator einer beliebigen Core 2 Duo CPU herabzusetzen. Dennoch: Das Biostar TForce 965PT ist eine solide Plattform für anspruchsvolle Übertakter.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 6/17
23.01.2007 by doelf
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Speicherkompatibilität
Wir beginnen unseren Stabilitätstest mit der Überprüfung der Speicherkompatibilität. Sechs verschiedene DDR2-800 und DDR2-1067 Speicherpaare werden durch je fünf Durchläufe von Memtest86+ geschickt.

Speicher MHz Timings Memtest86+
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400 5-5-5-16 stabil
Corsair TWIN2X1024A-6400
2x 512 MByte
400 5-5-5-12 stabil
Kingston KHX8500D2K2/1G
2x 512 MByte
400 5-5-5-16 stabil
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 stabil
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@1,8V 3-4-3-10 Fehler
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@2,1V 3-4-3-10 stabil
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
266 3-4-3-8 stabil

Eigentlich verhält sich das Biostar TForce 965PT vorbildlich und kommt mit allen Speicherriegeln zurecht, dennoch gibt es zwei Kritikpunkte. Wenn wir die Latenzen manuell einstellen, wird die CAS Latency nicht wie gewünscht auf vier, sondern auf drei gesetzt. Es ist zwar schön, dass unser Testmuster auch mit diesen Einstellungen funktioniert, dennoch wäre uns eine korrekte Umsetzung unserer Auswahl lieber. Ein zweites Problem stellen unsere Super Talent T800UB1GC4 Module dar, denn sie verfügen lediglich über eine SPD-Programmierung für DDR2-533. Dies hält zwar das ASUS P5B-E Plus nicht vom DDR2-800 Betrieb ab, das Biostar TForce 965PT hingegen schon.

In einem zweiten Schritt kombinieren wir die erfolgreich getesteten DDR2-800 Riegel und bestücken alle vier DIMM-Slots des Biostar TForce 965PT für fünf weitere Durchläufe von Memtest86+:

Speicher MHz Timings Memtest86+
Corsair TWIN2X1024A-6400
2x 512 MByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 5-5-5-12 stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
400 5-5-5-18 stabil

Die beiden von uns gewälten Kombinationen für den Dual-Channel DDR2-800 Betrieb mit vier Speichermodulen funktionieren problemlos. Doch dies war lediglich der Memtest+ Testlauf, nun werden wir die Stabilität des Mainboards unter Volllast begutachten.

Stabilität: Dauerlast (CPU+3D)
Zum Abschluss lassen wir das Biostar TForce 965PT mit jeder Speicherkombination 24 Stunden lang unter Last laufen. Für die Last verwenden wir Prime95 und Futuremark 3DMark2001SE, welche in der Dauerschleife laufen. Am Ende des Tests darf sich 3DMark2001SE nicht beendet haben und Prime95 keine Rechenfehler melden.

Speicher MHz Timings 24h Lasttest
Corsair TWIN2X1024A-6400
2x 512 MByte
400 5-5-5-12 stabil
Kingston KHX8500D2K2/1G
2x 512 MByte
400 5-5-5-16 stabil
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400 5-5-5-18 stabil
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@2,1V 3-4-3-10 stabil
Corsair TWIN2X1024A-6400
2x 512 MByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@2,0V 5-5-5-12 stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
400 5-5-5-18 stabil

Nach einer Woche Dauerlast mußten wir unseren Test um einen weiteren Tag verlängern, da das Biostar TForce 965PT für die Kombination Corsair TWIN2X1024A-6400 und Mushkin XP2-6400 eine etwas höhere Speicherspannung benötigt. Diese wird zwar von beiden Speicherherstellern vorgeschrieben, dennoch haben wir das Board versuchsweise mit 1,8 Volt betrieben - dies endete mit dem Einfrieren von 3DMark2001SE. Mit einer Speicherspannung von 2,0 Volt lief die Platine hingegen auch nach 36 Stunden Lasttest noch immer stabil.

Das TForce 965PT bietet eine tadellose Speicherkompatibilität, lediglich bei der Umsetzung der manuell gewählten Timings sollte Biostar nachbessern. Wer DDR2-800 Speichermodule besitzt, deren SPD-Programmierung lediglich die Einstellungen für DDR2-533 enthält, sollte dieses Mainboard hingegen meiden. Streng genommen handelt das TForce 965PT völlig korrekt, wenn es diesen Speicher nur als DDR2-533 betreibt, doch gerade ein Mainboard für Tuner und Übertakter sollte hier ein wenig flexibler sein.

Der Praxisbetrieb
Im Praxisbetrieb erwies sich das Biostar TForce 965PT als schnell und unkompliziert, alle onboard Komponenten arbeiten einwandfrei und mit unseren PCI-Steckkarten gibt es keinerlei Kompatibilitätsprobleme. Auch die Festplatten und diverse PCI-Express Grafikkarten werden sauber erkannt und funktionieren ohne Probleme.

Das Mainboard taktet kompatible Prozessoren mit Hilfe von EIST herunter, um Strom zu sparen. Diese Funktion sollte man nutzen, da sie sich nicht negativ auf die Systemleistung auswirkt und den Takt nur dann verringert, wenn keine nennenswerte Last anliegt. Wer die Lüfterdrehzahl des CPU-Kühlers vom Mainboard regeln läßt, kann zudem die Lautstärke seines Computers deutlich senken.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 7/17
23.01.2007 by doelf
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Testumgebung
Für unseren Test verwendeten wir die folgende Hardware:

Im Rahmen der Benchmarks wurden die fett hervorgehobenen Komponenten verwendet.

Soundcheck
Wie wir bereits festgestellt haben, verwendet das Biostar TForce 965PT den preiswerten ALC883 High-Definition Audio-Codec des Herstellers Realtek. Dieser kommt auch auf dem MSI P965 Neo-F zum Einsatz, welches wir zum Vergleich anführen:

RMAA 5.0: 24-Bit Asus
P5B-E Plus
Biostar
TForce 965PT
MSI
P965 Neo-F
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+0,02;-0,07 +0,20;-0,26 +0,20;-0,26
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-89,5 -86,5 -89,1
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
89,2 86,0 89,0
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0,012 0,013 0,012
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0,022 0,031 0,031
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-87,6 -77,0 -88,3

Eigen-Rauschpegel, Dynamik-Bereich und das Übersprechen fallen auf dem Biostar TForce 965PT schlechter aus als auf dem MSI P965 Neo-F, obwohl beide Mainboards die gleiche Audio-Lösung verwenden. Insbesondere die -77,0 dB(A) beim Übersprechen sind leider nur ein befriedigendes Ergebnis, alle anderen Werte sind durch die Bank gut.

USB 2.0-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen USB 2.0-Case (Revoltec File Protector 3,5") befindet sich eine 3,5" Festplatte mit 40 GB und 7200 U/Min von IBM (IC35-L040), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

USB 2.0 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Biostar TForce965PT
ICH8
BIOS 914
35,1
Intel D975XBX
ICH7R
BIOS 1304.EB
35,1
MSI P965 Neo-F
ICH8
BIOS 1.6
35,1
ASUS P5B-E Plus
ICH8R
BIOS 304
35,0

Die Leistungsunterschiede sind minimal, das Biostar TForce965PT erzielt das Maximum in diesem Testlauf.

IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate getestet. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:

ATA133 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Biostar TForce965PT
VIA
BIOS 914
116,1
ASUS P5B-E Plus
JMicron
BIOS 304
113,7
MSI P965 Neo-F
JMicron
BIOS 1.6
113,6
Intel D975XBX
ICH7R
BIOS 1304.EB
90,7

Während das Intel D975XBX über den 975X Chipsatz lediglich ATA100 bieten kann, ermöglichen die Zusatzcontroller von JMicron und VIA auf den Broadwater Mainboards den ATA133-Betrieb und damit eine deutlich höhere Burstrate. Die Bestmarke setzt das Biostar TForce 965PT mit seinem Controller von VIA.

S-ATA 3.0 Gb/s - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS P5B-E Plus
JMicron
BIOS 304
150,1
MSI P965 Neo-F
JMicron
BIOS 1.6
149,0
Intel D975XBX
ICH7R
BIOS 1304.EB
134,4
ASUS P5B-E Plus
ICH8R
BIOS 304
134,3
MSI P965 Neo-F
ICH8
BIOS 1.6
133,9
Biostar TForce965PT
ICH8
BIOS 914
133,6

Auch beim Serial-ATA Durchsatz sehen wir eine Zweiklassengesellschaft: Intels Chipsätze erzielen um die 134 MByte/s, der Controller von JMicron bringt es auf ca. 150 MByte/s. Das Biostar TForce965PT fällt hier minimal zurück.

CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart übertaktete Mainboards bei Leistungsmessungen einen Vorteil haben. Wie sieht es mit unserem Testkandidaten aus?

Mainboard CPU-Takt
Soll=2933,33 MHz
OC
ASUS P5B-E Plus 2933,3 0,000%
Biostar TForce 965PT 2933,7 +0,013%
Intel D975XBX 2933,3 0,000%
MSI P965 Neo-F 2928,2 -0,175%

Die vier Mainboards treffen das Soll ziemlich genau, so dass wir keine Korrekturrechnung durchführen müssen.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 8/17
23.01.2007 by doelf
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CPU-Leistung (synthetisch)
Traditionell prüfen wir zunächst die mathematische Leistung des Prozessors mit synthetischen Benchmarks. Hierzu verwenden wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098):

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
27117
18743

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
27073
18727

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
27046
18748

ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
27045
18620

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
26829
18487

Die P965 basierenden Mainboards liegen in diesem ersten Testlauf eng beisammen und arbeiten sich einen kleinen Vorsprung auf das Intel D975XBX heraus. Der höhere Verwaltungsaufwand bei der Nutzung des schnellen DDR2-1067 Speichers bremst die reine Rechenleistung des Core 2 Extreme X6800 auf dem ASUS P5B-E Plus etwas aus.

Ein zweiter Testlauf mit SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) soll die Multimedia-Performance offenbaren:

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
162229
87376

ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
162132
87326

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
162128
87322

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
161978
87231

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
159821
85725

Die Reihenfolge der drei Mainboards mit Intels P965 Chipsatz hat sich geändert, die Unterschiede bleiben hingegen gering. Das Intel D975XBX mit dem 975X Chipsatz liegt abermals etwas zurück. Diesmal erzielt das ASUS P5B-E Plus mit DDR2-800 und DDR2-1067 das gleiche Leistungsniveau.

Ein zweites Gutachten über die CPU-Leistung holen wir von PC Wizard 2006.1.69 ein:

PC Wizard 2006.1.69: Dhrystone (ALU) in MIPS; Whetstone (FPU) in MFLOPS; Whetstone (SSE2) in MFLOPS
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
32687
10242
13149


MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
32469
10107
13034


ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
32466
10062
13093


ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
32042
10104
13095


Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
32037
10107
13093


Der CPU-Test von PC Wizard 2006.1.69 widerspricht dem Resultat von SiSoft Sandra 2007 auf ganzer Linie, denn hier liegt das Intel D975XBX in allen drei Teildisziplinen vor den P965 basierenden Hauptplatinen. Ja, das ist das Kreuz mit synthetischen Benchmarks: Wer viel misst, misst Mist.

Betrachten wir auf der folgenden Seite die CPU-Leistung bei gleichzeitiger Verwendung beider Prozessorkerne.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 9/17
23.01.2007 by doelf
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Multithreaded (synthetisch)
PC Wizard 2006.1.69 kann die Performance im Multi-Threaded-Betrieb analysieren. Dabei wird zunächst nur ein Thread ausgeführt, danach zwei Threads parallel und schließlich vier Threads. Ausgegeben wird die Bearbeitungszeit pro Thread, niedrige Ergebnisse sind also besser:

PC Wizard 2006.1.69: 4 Threads in s; 2 Threads in s; 1 Thread in s
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
3,516
3,516
7,062


ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
3,516
3,531
7,062


MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
3,532
3,531
7,094


ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
3,535
3,540
7,099


Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
3,595
3,664
7,286


Abermals liegen die drei Platinen mit Broadwater Chipsatz eng beisammen und vor dem Intel 975X basierenden D975XBX. Der höhere Speichertakt bremst das ASUS P5B-E Plus in diesem rechenintensiven Test eher etwas aus.

Auch CPU RightMark Lite 2005 v1.3 bietet die Möglichkeit, eine Anwendung auf mehrere Threads zu verteilen und somit mehrere CPU-Kerne auszulasten. Dafür berechnet das Programm ein komplexes 3D-Gefüge mit 400 Objekten und 4 Lichtern, wir wählten das Modell 1. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, größere Werte sind also besser. Wir sortieren nach der maximal erreichten Framerate:

CPU RightMark Lite 2005 v1.3: 4 Threads in fps; 2 Thread in fps; 1 Thread in fps
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
16,7
16,9
10,4


ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
16,7
16,9
10,4


Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
16,7
16,9
10,4


Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
16,5
16,5
10,2


MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
16,5
16,5
10,2


CPU RightMark offeriert uns ein sehr skurriles Ergebnis: Das ASUS P5B-E Plus und das Biostar TForce965PT erreichen exakt das selbe Ergebnis und auch Intels D975XBX und das MSI P965 Neo-F kommen als Doppel ins Ziel.

Bevor wir uns dem Speicherdurchsatz zuwenden, betrachten wir noch einen letzten CPU-Test, welcher alle CPU-Kerne auslastet. Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet ist, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niederigere Werte sind folglich besser:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
52,97069
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
52,98117
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
53,09002
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
53,56375
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
53,99968

Zwischen den Broadwater Platinen von ASUS und Biostar und dem Intel D975XBX liegt eine Sekunde, das MSI P965 Neo-F ordnet sich dazwischen ein. Wieder einmal bringt der schnelle DDR2-1067 Speicher keine Vorteile.

Die Unterschiede waren bei den meisten Testläufen sehr gering, doch wenn wir Abweichungen außerhalb der Messtoleranz sahen, konnten sich das ASUS P5B-E Plus und das Biostar TForce965PT leicht absetzen. Es folgen nun die Messungen des Speicherdurchsatzes.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 10/17
23.01.2007 by doelf
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Datendurchsatz von Speicher und Cache
Zum Ausloten der Speicherbandbreite ziehen wir zunächst wieder SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
5795
5795

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
5664
5664

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
5609
5618

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
5593
5595

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
5357
5366

Der Speicherdurchsatz ist aufgrund der vergleichsweise geringen Taktrate des Core 2 Extreme X6800 nicht gerade rekordverdächtig. An der Spitze des Testfeldes sehen wir das ASUS P5B-E Plus in Kombination mit dem DDR2-1067 Speicher von Kingston. Es folgt das Intel D975XBX, anscheinend ist die Memory Pipeline Technology des 975X Chipsatzes keineswegs nur Marketing. Den dritten Platz belegt das Biostar TForce965PT, da es bei manueller Einstellung der Latenzen für unseren DDR2-800 Speicher von Mushkin 3-4-3-10 statt der gewünschten 4-4-3-10 anlegt - doch selbst mit einer CAS Latency von 3 arbeitete das Mainboard stabil. Das MSI P965 Neo-F setzt sich ebenfalls über unsere manuellen Einstellungen hinweg und legt statt 4-4-3-10 lieber 3-4-3-18 an - das Resultat ist der letzte Platz. Mustergültig verhält sich hingegen das ASUS P5B-E Plus, das bei DDR2-800 die Latenzen sauber auf 4-4-3-10 einstellt und damit eine ordentliche Performance erzielt.

Mit ScienceMark 2.0 versuchen wir festzustellen, wie schnell die Zugriffe auf den L1- und L2-Cache erfolgen, zudem messen wir auch den Speicherdurchsatz ein zweites Mal:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Memory in MB/s; L2 Cache in MB/s; L1 Cache in MB/s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
5306,83
24601,53
80730,38


ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
5227,59
24604,55
81164,52


Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
5225,17
24525,62
80869,76


Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
5219,77
24610,56
81615,40


MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
4985,50
24575,13
74969,26


Bei ScienceMark 2.0 rücken die Mainboards von ASUS, Biostar und Intel zusammen, während das MSI P965 Neo-F abermals unter seinem Unwillen, die gewünschten Latenzen einzustellen, zu leiden hat. Durch den Einsatz von DDR2-1067 Arbeitsspeicher erzielen wir beim ASUS P5B-E Plus eine Steigerung von nicht einmal 80 MB/s beim Speicherdurchsatz. Angesichts des hohen Aufpreises ist das ganz schön mager.


- Seite 10 -

Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 11/17
23.01.2007 by doelf
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Primzahlen und Pi
Die schnelle Fourier-Transformation (FFT) ist ein Algorithmus, welcher zur Berechnung von Primzahlen genutzt wird. Wir verwenden Prime95 v24.14 im Benchmark-Modus, um die Rechenleistung der CPU zu untersuchen. Die Resultate werden in Millisekunden angegeben, kleinere Werte sind also besser:

Prime95 v24.14 - 10 Iterationen mit 4096K FFT Länge: in ms
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
85,122
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
85,377
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
85,378
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
87,632
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
87,679

Die zuvor bei ScienceMark und CPU RightMark diagnostizierte Zweiklassengesellschaft tritt auch bei Prime95 wieder auf: Biostar und ASUS können sich abermals von Intel und MSI absetzen. Beim ASUS P5B-E Plus lässt sich zwischen dem Betrieb mit DDR2-800 und DDR2-1067 Arbeitsspeicher kein Unterschied erkennen.

Und was passiert, wenn wir die Nachkommstellen von Pi berechnen?

Super PI 1.1e, 1M Stellen: Dauer in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
17
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
17
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
17
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
17
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
17

Bei der Berechnung der Zahl PI muss das Alphabet die Reihenfolge bestimmen, denn bei der Berechnung herrscht Gleichstand.

Zeit für einen weiteren Zwischenstand: Auch weiterhin zeigen die P965 basierenden Mainboards von ASUS und Biostar einen kleinen Leistungsvorspung, während das MSI P965 Neo-F durch fehlerhafte Speicherlatenzen unnötigerweise ausgebremst wird.

- Seite 11 -

Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 12/17
23.01.2007 by doelf
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Raytracing und Rendering
Die frei erhältliche Raytracing-Software POV-Ray unterstützt in der aktuellen Beta-Version 3.7 13a mehrere CPU-Kerne. Wir lassen das offizielle Benchmarkscript zweimal laufen: Zunächst als ein Thread, danach multi-threaded.

Wir sortieren anhand der höchsten Punktzahl, denn höhere Werte sind hier besser:

Povwin 3.7 beta 13a Benchmark: Multi Thread in PPS; Single Thread in PPS
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
1070,38
544,78

ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
1067,94
545,37

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
1065,22
543,74

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
1059,30
543,97

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
1052,33
531,82

Werden zwei CPU-Kerne von Povwin 3.7 beta 13a genutzt, können sich die Broadwater Platinen von Biostar und ASUS ein weiteres Mal absetzen. Im Betreib mit einem einzelnen Kern erzielt das ASUS P5B-E Plus lediglich mit DDR2-1067 einen kleinen Vorsprung, das Biostar TForce965PT erreicht eine vergleichbare Leistung im DDR2-800 Betrieb. Der 975X Chipsatz auf dem Intel D975XBX kann nicht mit dem P965 mithalten, unser bisheriges Referenzboard fällt diesmal sogar recht deutlich zurück.

Mit Cinebench in der aktuellen Version 9.5 kann die Leistung des Computers im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Anwendung Cinema 4D von MAXON bewertet werden.

Wir wählen den Rendering-Test, welcher auf einem oder mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden kann. Höhere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

Cinebench Version 9.5 Rendering: X CPUs in CB-CPU; 1 CPU in CB-CPU
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
911
492

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
909
490

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
907
488

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
905
486

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
901
489

Auch den Rendering-Test von Cinebench 9.5 können das Biostar TForce 965PT und das ASUS P5B-E Plus für sich entscheiden, da sie im Multi-Threaded Durchlauf die Nase vorne haben. Die Bestleistung erreicht das ASUS Mainboard beim Einsatz von DDR2-1067 Speicher.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 13/17
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Kompression und mp3-Encoding
7-Zip ist eine kostenlose Kompressionssoftware, die gegenüber vielen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil hat: Sie ist multi-threaded programmiert und kann mehrere CPU-Kerne nutzen. Ein eingebautes Benchmark-Tool schätzt die Leistung des Prozessors ab:

7-Zip 4.42 Benchmark: Single Thread in MIPS; Multi Thread in MIPS
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
3012
4357

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
2977
4362

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
2972
4313

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
2884
4321

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
2818
3933

Der Packer 7-Zip reagiert sehr deutlich auf den Speicherdurchsatz und dies zeichnet sich bereits im integrierten Benchmark-Tool ab. Abermals liegen die beiden Broadwater Motherboards von Biostar und ASUS an der Spitze des Feldes. Aus DDR2-1067 zieht das ASUS P5B-E Plus wieder einen kleinen Vorteil.

Doch wie sieht es in der Praxis aus? Wir packen das 451 MByte große Multiplayer-Demo von F.E.A.R. als .7z-Datei mit normaler Kompressionsrate. Gemessen wird in Sekunden, geringere Werte sind also besser:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Single Thread in s; Multi Thread in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
187
121

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
192
125

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
196
127

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
198
130

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
215
145

Erstmals sehen wir klare Vorteile für DDR2-1067 und, soviel können wir jetzt schon verraten, so deutlich wird sich der schnelle Speicher im weiteren Testverlauf auch nicht mehr absetzen können. Das Intel D975XBX kann die Memory-Pipeline-Technologie des 975X Chipsatzes in einen guten zweiten Platz umsetzen, nur das MSI P965 Neo-F fällt deutlich zurück.

Als nächstes testen wir die Leistung beim mp3-Encoding. Wir verwenden hierfür Lame 3.98a6 in Verbindung mit PC Wizard 2006.1.69 und komprimieren eine 60 MByte große WAV-Datei. Gemessen wird in Sekunden, niedrige Werte sind somit besser:

PC Wizard 2006.1.69: Höchste Qualität in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
15,840
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
15,840
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
15,859
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
15,875
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
15,907

Beim Audio-Encoding mit Lame erzielt das ASUS P5B-E Plus im Zusammenspiel mit DDR2-1067 Arbeitsspeicher das beste Ergebnis, das D975XBX von Intel ist mit DDR2-800 allerdings exakt genauso schnell. Beim MSI P965 Neo-F sehen wir das gewohnte Bild, das Mainboard liegt leicht zurück.

- Seite 13 -

Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 14/17
23.01.2007 by doelf
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Video-Encoding
Betrachten wir nun zwei Video-Encoding-Benchmarks. Zunächst werden wir eine 455 MByte große AVI-Datei (huffyuv lossless Codec) mit TMPGEnc 2.512.52.161 ins DVD-Format (PAL) umwandeln. Wir verwenden hierbei die höchste Qualitätsstufe.

Das Ergebnis wird in Sekunden gemessen, kleinere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

TMPGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
149
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
150
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
150
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
152
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
153

TMPGEnc reagiert nicht so stark auf den Speicherdurchsatz, so dass MSIs Broadwater Mainboard diesmal nur knapp zurück liegt. Das ASUS P5B-E Plus finden wir an der Spitze, dennoch kann die Platine keinen Vorteil aus DDR2-1067 ziehen. Nun wandeln wir das selbe Quellvideo ein zweites Mal um, diesmal mit dem Windows Media Encoder 9.

Die Zieldatei im WMV-Format soll hochwertige 5384 kbit/s haben. Abermals messen wir die Sekunden, so dass kürzere Zeiten die bessere Leistung angeben:

Windows Media Encoder 9 - WMV 5384 kbit/s: in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
481
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
484
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
485
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
489
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
493

Der Windows Media Encoder profitiert wiederum von schnellen Speichermodulen, weshalb DDR2-1067 dem ASUS P5B-E Plus eine Verbesserung um vier Sekunden und eine Platzierung vor dem Biostar TForce 965PT bringt. MSIs P965 Neo-F fällt in diesem Durchlauf wieder ans Ende des Feldes zurück.

Ziehen wir eine weitere Zwischenbilanz: Aufgrund der fehlerhaft umgesetzten Latenzen hängt das MSI P965 Neo-F in den Kompressions- und Encoding-Tests hinterher. Intels D975XBX kann sich vor allem bei 7-Zip und Lame profilieren, das ASUS P5B-E Plus und das Biostar TForce 965PT liegen zumeist eng beisammen, doch mit seiner DDR2-1067 Unterstützung hält ASUS einen Trumpf in der Hinterhand.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 15/17
23.01.2007 by doelf
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3DMark06 und F.E.A.R.
Für die 3D-Tests verwenden wir eine MSI NX7900GT-VT2D256E mit der ForceWare 93.71 WHQL, DirectX 9 befindet sich auf dem Stand von Juni 2006. Soweit nicht anders angegeben, wurden die Standardeinstellungen des Treibers verwendet.

Die Aussagekraft von Futuremarks 3DMark06 v102 konzentriert sich auf die Grafikkarte, die CPU spielt eine untergeordnete Rolle. Dennoch wollen wir das Ergebnis der Vollständigkeit halber aufführen:

Futuremark 3DMark06 v102
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
4741
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
4732
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
4726
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
4722
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
4713

Zusammen mit DDR2-1067 setzt sich das ASUS P5B-E Plus an die Spitze des Testfeldes, mit DDR2-800 ist hingegen das Biostar TForce 965PT ein wenig schneller. Intels D975XBX kann nicht ganz mit den Broadwater Mainboards mithalten.

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, höhere Werte sind besser:

F.E.A.R. 1280x960; 4xAA + 8xAF: in fps
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
53
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
52
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
52
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
52
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
52

Das Spiel F.E.A.R. sorgt für Verwunderung: Ausgerechnet MSIs P965 Neo-F erzielt einen Frame pro Sekunde mehr als seine Mitbewerber - auch im zweiten und dritten Durchlauf. Der schnellere Arbeitsspeicher bringt dem ASUS P5B-E Plus hingegen keinen Vorteil.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 16/17
23.01.2007 by doelf
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UT2004 und Riddick
Unreal Tournament 2004 ist zwar schon ein wenig älter, aber immer noch ein guter Leistungsindex.

Abermals geben wir die Frames pro Sekunde an:

UT2004 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / High Image Quality / 16 Bots / AS Convoy UT2): in fps
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
96,24
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
94,63
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
94,58
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
94,27
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
90,98

Unreal Tournament 2004 reagiert deutlich auf den Speicherdurchsatz: Während das MSI P965 Neo-F um knapp 4 fps zurückfällt, setzt sich das ASUS P5B-E Plus dank DDR2-1067 Arbeitsspeicher an die Spitze des Feldes.

Zuletzt lassen wir "The Chronicles of Riddick" laufen, einen weiteren 3D-Shooter.

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben:

The Chronicles of Riddick (1280x960 / AA: 4 / AF: 8 / PS2.0 / No Sound / Sodini01): in fps
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
75,19
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
74,55
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
74,52
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
74,33
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
74,32

Das Resultat von "The Chronicles of Riddick" sieht alle Mainboards eng beisammen, der Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Ergebnis beträgt weniger als einen Frame in der Sekunde. Dennoch kann das ASUS P5B-E Plus im Zusammenspiel mit DDR2-1067 Speicher einen kleinen Vorteil erringen.

Die Spielewertungen sind alles andere als eindeutig, lediglich Unreal Tournament 2004 skaliert anhand des Speicherdurchsatzes deutlich. Abermals liegen das ASUS P5B-E Plus und das Biostar TForce965PT eng beisammen, durch die Verwendung von DDR2-1067 Arbeitsspeicher läßt sich die 3D-Leistung des ASUS Mainboards jedoch noch etwas steigern. Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Preise von DDR2-1067 in keiner Relation zur gemessenen Leistungssteigerung stehen.

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Biostar TForce 965PT (Intel P965) im Test - 17/17
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Fazit
Für rund 100 Euro bekommt man mit dem Biostar TForce 965PT ein äußerst stabiles und schnelles Mainboard als Fundament für ein Core 2 Duo System. Das Layout ist aus physikalischer Hinsicht gut gelungen, Biostar ist bemüht, die Leiterbahnen möglichst kurz zu halten. Beim Aufbau des Computers stört allerdings die Lage der Stromanschlüsse und vor allem die der Laufwerksbuchsen. Der Gigabit-LAN Controller wird leider nur über PCI angebunden und der Klang des High-Definition Audio-Codecs bleibt etwas hinter unseren Erwartungen zurück. Dass Biostar in dieser Preisklasse zur ICH8 Southbridge und nicht zur ICH8R greift, ist nachvollziehbar. Der ATA133-Controller von VIA arbeitet flott und unproblematisch.

Unsere Übertaktungsversuche enden erst bei FSB1884, womit das Biostar TForce 965PT nur ganz knapp hinter dem ASUS P5B-E Plus zurückbleibt. Biostar bietet zahlreiche Optionen für Übertakter und alle relevanten Speichertimings können manuell eingestellt werden. Leider setzte das Mainboard nicht immer die CAS Latency, welche wir im BIOS ausgewählt hatten. Dennoch ist die Speicherkompatibilität des Biostar TForce 965PT ohne Tadel. Auch mit unseren Laufwerken, Grafikkarten und Erweiterungskarten hatte das Mainboard keinerlei Probleme.

Das Biostar TForce 965PT vereint den Intel P965 Chipsatz mit einem Budget von ca. 100 Euro. Es ist verständlich, dass man angesichts des Preises keine Top-Ausstattung erwarten darf, und so findet sich hier auch nur solide Hausmannskost. Dazu gibt es eine vorbildliche Stabilität und eine sehr gute Performance sowie Übertaktbarkeit. Trotz kleinerer Mängel ist das Mainboard in seiner Preisklasse eine gute Wahl.


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Unser Dank gilt:

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