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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H (Intel 945G) im Test - 1/17
25.02.2007 by doelf
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In unserer Testreihe aktueller Hauptplatinen für Intels Sockel LGA775 und die Core 2 Duo und Core 2 Quad Prozessoren haben wir bisher drei Mainboards vorgestellt, die Intels P965 Chipsatz verwenden. Es handelt sich hierbei um die Modelle ASUS P5B-E Plus, Biostar TForce 965PT und MSI P965 Neo-F. Doch nicht nur Intels Broadwater Chipsätze, welche im Sommer 2006 zusammen mit dem Conroe vorgestellt wurden, eignen sich für den Einsatz mit Prozessoren auf Basis der Core-Mikroarchitektur. Auch Intels vorherige Chipsatzgeneration funktioniert im Zusammenspiel mit den aktuellen Dual-Core Prozessoren problemlos und wird von einigen Herstellern als Basis für preiswerte Mainboards genutzt. Einer dieser Hersteller ist Foxconn und eines dieser Mainboards ist das 945G7AD-8EKRS2H, welches wir uns heute ansehen werden.


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Der Griff zu einem Chipsatz der 945er Baureihe hat keineswegs nur Nachteile. Insbesondere Aufrüster werden es zu schätzen wissen, dass die "alte" ICH7R Southbridge einen ATA100-Kanal für zwei Parallel-ATA Laufwerke oder Festplatten beinhaltet, während die ICH8 der Broadwater Chipsätze voll und ganz auf Serial-ATA setzt. Dafür bietet die ICH7R nur acht USB 2.0-Ports, die ICH8 kann mit zehn solcher Anschlüsse aufwarten. Wer zu einer Quad-Core CPU greifen möchte, hat keine andere Wahl, als ein Mainboard mit einem 965er oder 975X Chipsatz zu verwenden - die Platinen mit Intels 945er Chipsätzen können mit den vierkernigen Prozessoren leider nichts anfangen. Intel hat Viiv nun auch für die Chipsätze der 945er Baureihe freigegeben, bei den Chipsätzen 946PL und 946GZ fehlt ein solcher Hinweis hingegen.

Ein letztes Unterscheidungsmerkmal ist die Speicherunterstützung: Seit der Einführung von Intels Core 2 Duo Prozessoren und der AM2 CPUs von AMD ist DDR2-800 Arbeitsspeicher auf dem Vormarsch, doch die Chipsätze 945P und 945G beherrschen maximal DDR2-667 im Dual-Channel Betrieb. Wenn wir uns die maximale Bandbreite des Frontsidebus ansehen wird allerdings deutlich, dass die Bandbreite von Dual-Channel DDR2-667 für die aktuellen FSB800 und FSB1066 Prozessoren locker ausreicht:

Speicherbandbreite: Single-Channel / Dual-Channel in GByte/s
DDR2-12009,38
18,75

DDR2-10668,33
16,66

DDR2-8006,25
12,50

DDR2-6675,21
10,42

DDR2-5334,16
8,33

FSB133310,42
FSB10668,33
FSB8006,25

Unser Foxconn 945G7AD-8EKRS2H verwendet die G-Variante des 945er Chipsatzes, welche einen Intel GMA 950 Grafikkern beinhaltet. Diese Grafikeinheit taktet mit 400 MHz und erzielt im Zusammen spiel mit DDR2-677 Arbeitsspeicher im Dual-Channel Betrieb eine theoretische Speicherbandbreite von 10,42 GByte/s. Maximal werden 224 MByte des Arbeitsspeichers von der Grafikeinheit verwendet. Die maximale Auflösung beträgt 2048 x 1536 Bildpunkte bei 75 Hertz. Der GMA 950 Grafikkern rendert bis zu vier Pixel pro Taktzyklus, er beherrscht DirectX 9 mit dem Pixel Shader 2.0 und Vertex Shader 3.0 sowie OpenGL 1.4. Zudem wird die Wiedergabe von MPEG2-Videos beschleunigt. Die Ausgabe kann über unterschiedliche Anschlüsse erfolgen, da es auf dem Foxconn 945G7AD-8EKRS2H jedoch nur einen VGA-Ausgang gibt, werden wir uns im Test des Mainboards auf diesen beschränken. Alternativ zur Chipsatzgrafik kann auch eine 32-Bit PCI oder eine PCI-Express Grafikkarte (x16 oder x1) verwendet werden.

Vergleichstabelle: Chipsätze
Zur besseren Übersicht haben wir die Unterschiede zwischen P965, 975X und 945G tabellerisch zusammengestellt:

  Intel
945G
Intel
P965
Intel
975X
Intel Viiv ja ja ja
Front Side Bus 533/800/1066 533/800/1066 800/1066
Dual Core ja ja ja
Quad Core nein ja ja
Hyper-Threading ja ja ja
PCI Express x16 1x (MCH) 1x (MCH) 1x x16
2x x8
PCI Express x1 6x (ICH) 6x (ICH) 6x (ICH)
AGP 8x nein nein nein
PCI 6x 6x 6x
DDR/DDR-2 nein/ja nein/ja nein/ja
max. DDR-2 667 800 667/800
Dual Channel ja ja ja
Memory Pipeline Technology nein nein ja
Flex-Memory ja ja ja
Direct Media Interface (DMI) 2 GB/s 2 GB/s 2 GB/s
ATA100 (Geräte) 1x (2) - 1x (2)
SATA150/300 -/4 -/6 -/4
RAID 0/1/5/10 nur ICH7R nur ICH8R nur ICH7R
USB 2.0 8 10 8
HD Audio ja ja ja
Gigabit LAN nein ja nein

Soviel zum Chipsatz, kommen wir nun zum Foxconn 945G7AD-8EKRS2H.

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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H: Lieferumfang
Der Preis des Foxconn 945G7AD-8EKRS2H liegt um die 80 Euro, allerdings konnten wir keinen deutschen Anbieter für dieses Mainboard finden. Das Zubehör beschränkt sich auf das Notwendigste, statt eines richtigen Handbuches packt Foxconn leider nur ein riesiges Faltblatt bei:


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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H: Anschlüsse
Im Gegensatz zum bescheidenen Lieferumfang enthält das ATX-Anschlusspanel einige Überraschungen: Hier findet sich ein digitaler Audio-Ausgang (koaxial), ein externer Serial-ATA Anschluss sowie ein Firewire-Port - in dieser Preisklasse ist diese Vielfalt ungewöhnlich.


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Auf der Platine finden sich zudem zwei Abgriffe für die USB 2.0 Anschlüsse Nummer fünf bis acht sowie Header für einen weiteren Firewire und einen zweiten seriellen Port. Die Brackets, welche diese zusätzlichen Anschlüsse ausführen, finden sich nicht im Lieferumfang, sind aber optional erhältlich.

Foxconn 945G7AD-8EKRS2H: Layout #1
Unser Testmuster trägt die Revisionsnummer 1.0. Während beim ASUS P5B-E Plus ausschließlich Conductive Polymer Kondensatoren zum Einsatz kommen, verwendet Foxconn herkömmliche Elektrolytkondensatoren.


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Foxconn setzt in der oberen Hälfte der Platine auf ein Layout, welches uns an das ASUS P5B-E Plus erinnert. Beide Mainboards verfügen über eine achtpolige EPS+12V-Buchse, welche auch mit einem vierpoligen ATX+12V-Stecker bestückt werden kann. Sie findet sich in der oberen, linken Ecke unmittelbar hinter dem ATX-Anschlusspanel. Der 24-Pin ATX-Stromanschluss ist am rechten Rand der Platine hinter den DIMM-Slots zu verorten, darüber platzieren beide Hersteller die Buchse für das Diskettenlaufwerk.


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Etwas ungewöhlich ist die Lage des gesockelten BIOS-Chips in der oberen, rechten Ecke des Foxconn 945G7AD-8EKRS2H. Die DIMM-Sockel reichen recht dicht an die Grafikkarte heran, halten aber einen ausreichenden Abstand, um Speicherriegel nachrüsten oder austauschen zu können, ohne zuvor die Grafikkarte entfernen zu müssen.


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Die Spannungswandler ordnen sich L-förmig um den CPU-Sockel an, die passiv gekühlte Northbridge befindet sich zwischen dem CPU-Sockel und dem PCI-Express x16-Steckplatz für die Grafikkarte.

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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H: Layout #2
Im Gegensatz zu Biostars TForce 965PT und zu MSIs P965 Neo-F befestigt Foxconn die passiven Chipsatzkühler recht aufwändig mit Drahtbügeln. Das Profil auf der ICH7R ist fein gegliedert, aber auch sehr flach. Wer ein Mainboard mit Intels P965 Chipsatz sucht, welches die RAID-fähige ICH8R verwendet, muss ca. 50 Euro mehr investieren als für das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H. Die ICH7R bietet vier Serial-ATA 3 Gb/s Ports sowie einen ATA100-Kanal für zwei Parallel-ATA Geräte, die ICH8R verfügt hingegen über sechs Serial-ATA 3 Gb/s Anschlüsse. Beide Southbridges unterstützen die RAID-Modi 0, 1, 5 sowie 10.


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Foxconn kennzeichnet die unterschiedlichen Abgriffe farblich (gelb = Firewire, grün = USB, blau = seriell) und auch die einzelnen Kontakte für die Gehäuseanschlüsse wurden farblich markiert, so dass man die Schalter und LEDs ohne Verwechslungsgefahr mit dem Mainboard verbinden kann. Die Laufwerksbuchsen, welche über die ICH7R realisiert werden, färbt Foxconn blau ein. Während die Lage der Serial-ATA Header unkritisch ist, erschwert die Platzierung der ATA100-Buchse die Verkabelung zweier Laufwerke doch sehr. Selbst in einem Miditower wird es kaum möglich sein, ein in den oberen Schächten eingebautes Laufwerk mit einem standardkonformen ATA100-Kabel am Mainboard anzuschließen.


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Gleiches gilt für den zweiten Parallel-ATA Anschluss (weiß), welchen Foxconn über einen JMicron JMB361 Controller verwirklicht. Dieser Chip wird über eine PCI-Express Lane angebunden und bietet einen Serial-ATA 3 Gb/s Port sowie einen ATA133-Kanal. Die ATA133-Buchse sehen wir mittig am unteren Rand der Platine, dem wohl ungünstigsten Platz, welchen Foxconn finden konnte. Nur Benutzer, in deren Gehäuse das Mainboard um 180°C gedreht verbaut wird, werden dieser Lage etwas abgewinnen können. Der Serial-ATA Port des JM361 wird von Foxconn für die eSATA-Buchse genutzt.


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Die Anordnung der Steckkarten entspricht derjenigen, welche wir auf dem MSI P965 Neo-F vorgefunden haben:

  1. -
  2. PCI-Express x16
  3. PCI-Express x1
  4. PCI-Express x1
  5. 32-Bit PCI
  6. 32-Bit PCI
  7. 32-Bit PCI


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Foxconn verzichtet zwar auf einen PCI-Express x4 Steckplatz, integriert stattdessen aber zwei PCI-Express Controller auf seinem Mainboard. Den JMicron JMB361 haben wir ja bereits kennen gelernt, bei dem zweiten PCI-Express Chip handelt es sich um Realteks RTL8111B Gigabit-LAN Controller, welcher links neben den PCI-Express Steckplätzen zu finden ist.


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Trotz des niedrigen Preises setzt Foxconn bei seinem 945G7AD-8EKRS2H auf leistungsstarke Komponenten und vermeidet erfreulicherweise bandbreitenlimitierte PCI-Lösungen.

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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H (Intel 945G) im Test - 4/17
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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H: Layout #3
Ein dritter Controller wird über PCI angebunden und verwirklicht die Firewire-Schnittstellen. Es handelt sich um den VIA VT6308P Zweikanal-Controller, welcher der PCI-Spezifikation 2.3 entspricht und Übertragungsraten von bis zu 400 Mbit/s ermöglicht.


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Für den Klang findet sich ein Realtek ALC861 High-Definition Audio-Codec mit acht Kanälen auf der Platine. Dieser ist dem ALC883 von seinen technischen Daten her klar unterlegen.


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In Bezug auf die Lüfteranschlüsse war Foxconn ein wenig knauserig: Der Käufer muss sich mit nur zwei 4-Pin Anschlüssen begnügen. Links oben neben den DIMM-Slots befindet sich der Abgriff für den CPU-Lüfter, dessen Drehzahl vom Mainboard reguliert werden kann. Hierfür stehen im BIOS folgende Optionen zur Verfügung:

Die Starttemperatur darf sicherlich als Flüchtigkeitsfehler der BIOS-Programmierer angesehen werden, da die meisten Intel Prozessoren bereits beim Überschreiten von 80°C abschalten. Geregelt werden leider nur Lüfter mit einem 4-Pin Anschluss.


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Rechts oberhalb der Serial-ATA Ports kann ein Gehäuselüfter angeschlossen werden. Bleibt noch der CLEAR-CMOS Jumper zu erwählnen, welchen Foxconn in der unteren, rechten Ecke der Platine unterbringt. Dort ist die Steckbrücke recht gut zu erreichen.


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Während Foxconn das Layout in der oberen Hälfte des 945G7AD-8EKRS2H beinahe perfekt gestaltet, offenbaren sich in der unteren Hälfte einige Schwachstellen. Geradezu stiefmütterlich behandelt der Hersteller den ATA100- und den ATA133-Kanal, deren Buchsen nicht nur eine ungünstige Ausrichtung parallel zu den PCI-Steckplätzen aufweisen, sondern sich leider auch viel zu weit unten auf dem Mainboard befinden. Die Verkabelung zweier Parallel-ATA Geräte pro Kanal ist daher so gut wie unmöglich und standardkonforme ATA133-Kabel reichen kaum bis zu den im oberen Bereich des Gehäuses verbauten Laufwerken. Falls PCI-Karten verwendet werden, gestaltet sich die Verkabelung sogar noch komplizierter. Wer darüber hinaus auch noch die beiden USB-Header bestückt, nähert sich dem Ideal des perfekten Chaos schon bedenklich an. Falls die optionale zweite Firewire-Schnittstelle ausführt wird, sollte man darauf achten, dass sich deren Kabel nicht im Lüfter der Grafikkarte verheddert.
Sicherlich, Foxconn stattet das 945G7AD-8EKRS2H reichhaltig aus, wodurch wir einige Kompromisse beim Layout nachvollziehen können. Dennoch haben wir schon bessere Platinenlayouts gesehen, beispielsweise beim ASUS P5B-E Plus.

Intel 945G Grafikleistung
Die 2D-Ausgabe des Foxconn 945G7AD-8EKRS2H ist bis zu einer Auflösung von 1024x768 Bildpunkten gut und bei 1280x1024 sowie 1600x1200 Bildpunkten befriedigend. Obwohl der GMA 950 Grafikkern DirectX 9 mit dem Pixel Shader 2.0 und Vertex Shader 3.0 sowie OpenGL 1.4 unterstützt, reicht seine Leistung für aktuelle Spiele nicht aus. Selbst wenn wir ohne Filterung arbeiten und die Auflösung auf 640x480 Bildpunkte absenken, erzielen wir bei F.E.A.R. extrem bescheidene 4 Frames pro Sekunde. Unreal Tournament 2004 (800x600, 12 Bots, High Performance) ist mit 62,00 fps gut spielbar und auch das Ergebniss von 3DMark2001SE (1280x1024x32: 7224 Punkte) läßt hoffen, dass einige ältere Titel flüssig laufen.

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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H (Intel 945G) im Test - 5/17
25.02.2007 by doelf
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Das BIOS
Wir hatten das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H zunächst mit dem BIOS P24 vom 8. November getestet, dabei zeigte sich allerdings, dass die Übertaktungsoptionen nicht funktionierten. Sobald wir eines der vorgefertigten Profile auswählten oder manuell die Taktrate auch nur um ein einziges Megahertz anhoben, stellte das Mainboard dies nach dem Beenden des BIOS sofort wieder zurück. Wir wechselten aus das BIOS P15 vom August, doch auch hier bestand dieses Problem. Nach Rücksprache mit Foxconn wurde das Problem untersucht, bestätigt und mit dem BIOS P30 beseitigt. Wir werden im weiteren Verlauf dieses Testberichtes mit dem BIOS P30 arbeiten.

Betrachten wir zunächst die Übertaktungs- und Tuningfunktionen:

CPU, Chipsatz und Spannung:

Die Einstellungen zum Übertakten des Foxconn 945G7AD-8EKRS2H sind weitreichend, allerdings wird sich der Frontsidebus kaum auf 4x 600 MHz anheben lassen und auch ein PCI-Express Takt von 255 MHz fällt eher in den Bereich der Märchen und Legenden. Die Speicherspannung kann von 1,80 Volt auf 2,50 Volt angehoben werden - wer das Mainboard jenseits von DDR2-667 betreiben möchte, erhält hiermit den notwendigen Spielraum.
Foxconn hat unter dem Menüpunkt "Fox Intelligent Stepping" nicht nur die Freischaltung der manuellen Übertaktung hinterlegt, sondern bietet auch drei vorgefertigte Profile an: Step 1 bis 3. Wie sich diese in der Praxis auswirken, werden wir im Abschnitt Overclocking-Praxis prüfen.

Kommen wir nun zu den Speichertimings. Auch hier bietet Foxconn einige Optionen:

Foxconn schaltet die wirklich relevanten Speicherparameter frei und das Mainboard übernimmt die von uns gewählten Einstellungen sauber. Aktivieren wir die automatische Speichererkennung, liest das 945G7AD-8EKRS2H die SPD-Werte der Speicherriegel korrekt aus. Schade nur, dass der Chipsatz auf DDR2-667 limitiert ist.

Overclocking-Praxis
Zunächst probieren anhand des BIOS P30 aus, welche Taktraten die vorgefertigten Profile einstellen:

Foxconn wählt moderate Übertaktungsprofile unterhalb von zehn Prozent. Während diese im Zusammenspiel mit FSB1066 Prozessoren tatsächlich bereits an die Grenzen des Chipsatzes gehen können, steckt in vielen FSB800 CPUs ein höheres Übertaktungspotential. Wir werden nun mit manuellen Einstellungen die Grenzen des Foxconn 945G7AD-8EKRS2H ausloten.

Es geht uns bei diesem Test nicht darum, die maximale Taktrate des Prozessors zu ermitteln. Wir wollen vielmehr herausfinden, wie hoch wir den Frontsidebus drücken können, denn dies ist der entscheidende Faktor, wie gut sich ein Mainboard für Übertaktungsversuche eignet. Wir sind uns ziemlich sicher, dass der "alte" 945G Chipsatz nicht ganz so übertaktungsfreundlich sein wird wie der P965. Darum arbeiten wir uns von 4x 286 MHz (Profil "Step 3") langsam hoch und kommen auch nicht weit: Mit 4x 291 MHz funktioniert das Mainboard noch einwandfrei, doch bereits bei 4x 295 MHz bekommt es Startprobleme und stellt die Standardeinstellungen wieder her:

Damit bietet das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H gute Übertaktungsaussichten für FSB800 Prozessoren, wer allerdings eine FSB1066 CPU mit diesem Mainboard verwendet, sieht sich mit sehr bescheidenen Steigerungen konfrontiert. Wir erinnern uns: Das MSI P965 Neo-F erreichte eine Frontsidebus von 1502 MHz, Biostars TForce 965PT erzielte 1884 MHz und das ASUS P5B-E Plus lief sogar mit 1900 MHz noch stabil. Wer einen Core 2 Duo Prozessor übertakten will, sollte sich daher lieber eine Hauptplatine mit Broadwater Chipsatz zulegen.

Overclocking-Praxis: Die Benchmarks
Nun stellt sich noch die Frage, wie sich die Taktsteigerung auf die Benchmarks auswirkt. Zunächst betrachten wir die Speicherbandbreite mit SiSoft Sandra 2007:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
Biostar TForce965PT
2,826 GHz
DDR2-942
FSB1884
7576
7589

ASUS P5B-E Plus
2,851 GHz
DDR2-950
FSB1900
7343
7378

MSI P965 Neo-F
3,004 GHz
DDR2-751
FSB1502
6072
6084

ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-1067
FSB1066
5795
5795

Intel D975XBX
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
5664
5664

Foxconn 945G7AD
2,910 GHz
DDR2-728
FSB1164
5632
5630

Biostar TForce965PT
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
5609
5618

ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
5593
5595

MSI P965 Neo-F
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
5357
5366

Foxconn 945G7AD
2,933 GHz
DDR2-728
FSB1066
5224
5232

Obwohl das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H auf DDR2-667 limitiert ist, kann es selbst in diesem synthetischen Speichertest ganz gut mithalten.

Der Videoencoder TMPEGEnc reagiert kaum auf höhere Speicherbandbreiten:

TMPEGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s (niedriger ist besser)
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
149
MSI P965 Neo-F
3,004 GHz
DDR2-751
FSB1502
149
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-1067
FSB1066
150
Biostar TForce965PT
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
150
Foxconn 945G7AD
2,933 GHz
DDR2-728
FSB1066
151
MSI P965 Neo-F
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
152
Intel D975XBX
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
153
ASUS P5B-E Plus
2,851 GHz
DDR2-950
FSB1900
154
Biostar TForce965PT
2,826 GHz
DDR2-942
FSB1884
155
Foxconn 945G7AD
2,910 GHz
DDR2-728
FSB1164
155

Aus diesem Grund kann das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H mit Standardtakt auch bei TMPEGEnc ein ordentliches Ergebnis vorweisen. Etwas überrachend ist hingegen der letzte Platz im übertakteten Betrieb. Und wie sieht es bei Futuremarks 3DMark06 v102 aus?

Futuremark 3DMark06 v102
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-1067
FSB1066
4741
MSI P965 Neo-F
3,004 GHz
DDR2-751
FSB1502
4741
Biostar TForce965PT
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
4732
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
4726
MSI P965 Neo-F
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
4722
Foxconn 945G7AD
2,933 GHz
DDR2-728
FSB1066
4720
ASUS P5B-E Plus
2,851 GHz
DDR2-950
FSB1900
4715
Foxconn 945G7AD
2,910 GHz
DDR2-728
FSB1164
4713
Intel D975XBX
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
4713
Biostar TForce965PT
2,826 GHz
DDR2-942
FSB1884
4710

Futuremarks 3DMark06 v102 ist ebenfalls als CPU-lastig einzustufen und das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H findet sich in der unteren Hälfte des Feldes wieder. Zuletzt betrachten wir 7-Zip, eine Anwendung, die sehr deutlich auf Speicherbandbreiten reagiert:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Single Thread in s; Multi Thread in s
Biostar TForce965PT
2,826 GHz
DDR2-942
FSB1884
117
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-1067
FSB1066
121
ASUS P5B-E Plus
2,851 GHz
DDR2-950
FSB1900
124
Intel D975XBX
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
125
Biostar TForce965PT
2,933 GHz
FSB1066
BIOS 914
127
ASUS P5B-E Plus
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
130
Foxconn 945G7AD
2,910 GHz
DDR2-728
FSB1164
137
Foxconn 945G7AD
2,933 GHz
DDR2-728
FSB1066
144
MSI P965 Neo-F
2,933 GHz
DDR2-800
FSB1066
145
MSI P965 Neo-F
3,004 GHz
DDR2-751
FSB1502
158

Wie zu erwarten kann sich der DDR2-667 Arbeitsspeicher bei 7-ZIP nicht durchsetzen. Wenn das MSI P965 Neo-F die Speichertimings nicht fehlerhaft einstellen würde, blieben Foxconn nur die letzten Plätze.

Mit dem BIOS P30 kann uns das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H durchaus überzeugen: Die Speichertimings werden richtig ausgelesen und unsere manuellen Einstellungen wie gewüschnt umgesetzt. Auch für Übertakter ist gesorgt, allerdings werden nur die Besitzer einer FSB800 CPU Freude an diesen Einstellungen haben, denn dem 945G Chipsatz geht oberhalb von FSB1066 schnell die Luft aus.

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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H (Intel 945G) im Test - 6/17
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Speicherkompatibilität
Wir beginnen diesen Abschnitt indem wir sechs verschiedene DDR2-667 und DDR2-800 Speicherpaare durch je fünf Durchläufe von Memtest+ schicken:

Speicher MHz Timings Memtest+
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
333 4-5-5-15 stabil
Corsair TWIN2X1024A-6400
2x 512 MByte
333@1,8V 4-4-4-10 stabil
Kingston KVR667D2N5K2/1G
2x 512 MByte
333 5-5-5-15 stabil
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
333 5-5-5-16 stabil
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
333@1,8V 4-4-3-10 Fehler
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
333@2,1V 4-4-3-10 stabil
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
333@1,80V 4-4-3-8 stabil

Bei diesem Testlauf ist zu beachten, dass es sich nur bei Kingstons KVR667D2N5K2/1G Kit um echten DDR2-667 Arbeitsspeicher handelt. Die anderen Speicher-Kits sind für DDR2-800 spezifiziert und wurden im Testlauf mit den niedrigsten vom jeweiligen Hersteller für DDR2-667 freigegebenen Latenzen betrieben. Wie bei den anderen Mainboards in diesem Vergleich benötigen die XP2-6400 Module von Mushkin 2,1 Volt für einen stabilen Betrieb mit niedrigen Latenzen. Ansonsten gibt es keinen Anlass für Kritik.

In einem zweiten Schritt kombinieren wir die erfolgreich getesteten Speicherriegel und bestücken alle vier DIMM-Slots des 945G7AD-8EKRS2H für fünf weitere Durchläufe von Memtest+:

Speicher MHz Timings Memtest+
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
333@2,10V 4-4-3-10 stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
333@1,80V 5-5-5-15 stabil
Corsair TWIN2X1024A-6400
2x 512 MByte
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
333@1,80V 4-4-4-10 stabil

Alle drei getesteten Vollbestückungen funktionierten im Test problemlos, das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H hat die ersten beiden Stufen unseres Stabilitätstests mit Bravour bewältigt.

Stabilität: Dauerlast (CPU+3D)
Zum Abschluss lassen wir das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H mit jeder Speicherkombination 24 Stunden lang unter Last laufen. Für die Last verwenden wir Prime95 und Futuremark 3DMark2001SE in einer Dauerschleife. Am Ende des Tests darf sich 3DMark2001SE nicht beendet haben und Prime95 keine Rechenfehler melden.

Speicher MHz Timings 24h Lasttest
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
333 4-5-5-15 stabil
Corsair TWIN2X1024A-6400
2x 512 MByte
333@1,8V 4-4-4-10 stabil
Kingston KVR667D2N5K2/1G
2x 512 MByte
333 5-5-5-15 stabil
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
333 5-5-5-16 stabil
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
333@1,80V 4-4-3-8 stabil
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
333@2,1V 4-4-3-10 stabil
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
333@2,10V 4-4-3-10 stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
333@1,80V 5-5-5-15 stabil
Corsair TWIN2X1024A-6400
2x 512 MByte
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
333@1,80V 4-4-4-10 stabil

Grundsolide, problemlos und absolut stabil: Unter Volllast präsentiert sich das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H von seiner besten Seite und kann Pluspunkte sammeln.

Praxisbetrieb
Das gleiche Bild hinterläßt das Mainboard im Praxisbetrieb: Alle Laufwerke und Steckkarten arbeiten einwandfrei, das Mainboard erwacht ohne Murren aus dem S3-Modus und auch die Reduzierung von CPU-Takt und Spannung via EIST funktioniert fehlerlos:

Diese Funktion sollte man unbedingt nutzen, da sie sich nicht negativ auf die Systemleistung auswirkt und den Takt nur dann verringert, wenn keine nennenswerte Last anliegt. Wer die Lüfterdrehzahl des CPU-Kühlers vom Mainboard regeln läßt, kann zudem die Lautstärke des Computers deutlich senken.

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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H (Intel 945G) im Test - 7/17
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Testumgebung
Für unseren Test verwendeten wir die folgende Hardware:

Im Rahmen der Benchmarks wurden die fett hervorgehobenen Komponenten verwendet.

Soundcheck
Wie wir bereits festgestellt haben, gehört der Realtek ALC861 8-Kanal High-Definition Audio-Codec nicht zu den audiophilsten Angeboten des taiwanesischen Herstellers. Ob der Klang des Foxconn 945G7AD-8EKRS2H dennoch mit seinen Mitbewerbern mithalten kann, zeigt der Vergleich mit dem ASUS P5B-E Plus (Analog Devices AD1988A) und dem MSI P965 Neo-F (Realtek ALC883):

RMAA 5.0: 24-Bit Asus
P5B-E Plus
Foxconn
945G7AD
MSI
P965 Neo-F
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+0,02;-0,07 +0,25;-2,22 +0,20;-0,26
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-89,5 -85,1 -89,1
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
89,2 84,9 89,0
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0,012 0,030 0,012
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0,022 1,717 0,031
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-87,6 -84,0 -88,3

Ein bestenfalls mäßiger Dynamikbereich und extrem schlechte Ergebnisse bei der Intermodulationsverzerrung trüben das Bild. Der Realtek ALC861 HD-Codec mag nicht die beste Wahl sein, doch auch aus diesem Chip lässt sich mehr herausholen, als es Foxconn auf dem 945G7AD-8EKRS2H gelingt.

USB 2.0-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen USB 2.0-Case (Revoltec File Protector 3,5") befindet sich eine 3,5" Festplatte mit 40 GB und 7200 U/Min von IBM (IC35-L040), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

USB 2.0 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Biostar TForce965PT
ICH8
BIOS 914
35,1
Foxconn 945G7AD
ICH7R
BIOS P30
35,1
Intel D975XBX
ICH7R
BIOS 1304.EB
35,1
MSI P965 Neo-F
ICH8
BIOS 1.6
35,1
ASUS P5B-E Plus
ICH8R
BIOS 304
35,0

Die Leistungsunterschiede sind minimal, das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H erzielt das Maximum in diesem Testlauf.

IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate gemessen. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:

ATA133 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Biostar TForce965PT
VIA
BIOS 914
116,1
Foxconn 945G7AD
JMicron
BIOS P30
113,8
ASUS P5B-E Plus
JMicron
BIOS 304
113,7
MSI P965 Neo-F
JMicron
BIOS 1.6
113,6
Foxconn 945G7AD
ICH7R
BIOS P30
92,0
Intel D975XBX
ICH7R
BIOS 1304.EB
90,7

Das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H verfügt über einen ATA100-Kanal, welcher mit Intels ICH7R realisiert wird, sowie einen ATA133-Kanal, der mit Hilfe eines JMicron JMB361 umgesetzt wird. Beide Anschlüsse erzielen eine überzeugende Performance.

S-ATA 3.0 Gb/s - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS P5B-E Plus
JMicron
BIOS 304
150,1
MSI P965 Neo-F
JMicron
BIOS 1.6
149,0
Foxconn 945G7AD
JMicron
BIOS P30
148,7
Foxconn 945G7AD
ICH7R
BIOS P30
134,8
Intel D975XBX
ICH7R
BIOS 1304.EB
134,4
ASUS P5B-E Plus
ICH8R
BIOS 304
134,3
MSI P965 Neo-F
ICH8
BIOS 1.6
133,9
Biostar TForce965PT
ICH8
BIOS 914
133,6

Beim Serial-ATA Durchsatz sehen wir eine Zweiklassengesellschaft: Intels Chipsätze erzielen um die 134 MByte/s, der Controller von JMicron bringt es auf den Platinen von ASUS, Foxconn und MSI auf ca. 150 MByte/s.

CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart übertaktete Mainboards bei Leistungsmessungen einen Vorteil haben. Wie sieht es mit unserem Testkandidaten aus?

Mainboard CPU-Takt
Soll=2933,33 MHz
OC
ASUS P5B-E Plus 2933,3 0,000%
Biostar TForce 965PT 2933,7 +0,013%
Foxconn 945G7AD 2927,0 -0,216%
Intel D975XBX 2933,3 0,000%
MSI P965 Neo-F 2928,2 -0,175%

Foxconn zeigt sich beim 945G7AD-8EKRS2H sehr konservativ und legt den Takt sogar ein wenig zu niedrig an.

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CPU-Leistung (synthetisch)
Traditionell prüfen wir zunächst die mathematische Leistung des Prozessors mit synthetischen Benchmarks. Hierzu verwenden wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098):

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
27117
18743

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
27073
18727

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
27046
18748

ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
27045
18620

Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
26991
18717

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
26829
18487

Da Foxconn unsere CPU ein wenig unter dem Soll taktet, kann das 945G7AD-8EKRS2H nicht ganz mit den anderen Platinen mithalten. Dennoch finden wir die preiswerte Platine vor dem Intel D975XBX und die Leistungsunterschiede sind insgesamt recht gering.

Ein zweiter Testlauf mit SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) soll die Multimedia-Performance offenbaren:

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
162229
87376

ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
162132
87326

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
162128
87322

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
161978
87231

Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
161902
87200

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
159821
85725

Abermals kann sich das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H vor dem Intel D975XBX platzieren und der Abstand zu den P965-Platinen bleibt minimal.

Ein zweites Gutachten über die CPU-Leistung holen wir von PC Wizard 2006.1.69 ein:

PC Wizard 2006.1.69: Dhrystone (ALU) in MIPS; Whetstone (FPU) in MFLOPS; Whetstone (SSE2) in MFLOPS
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
32687
10242
13149


Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
32687
10107
13093


MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
32469
10107
13034


ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
32466
10062
13093


ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
32042
10104
13095


Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
32037
10107
13093


Der CPU-Test von PC Wizard 2006.1.69 widerspricht dem Resultat von SiSoft Sandra 2007 auf ganzer Linie, denn hier liegen das Intel D975XBX und das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H an der Spitze des Feldes. Abermals sind die Leistungsunterschiede kaum nennenswert. Ja, das ist das Kreuz mit synthetischen Benchmarks: Wer viel misst, misst Mist.

Betrachten wir auf der folgenden Seite die CPU-Leistung bei gleichzeitiger Verwendung beider Prozessorkerne.

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Multithreaded (synthetisch)
PC Wizard 2006.1.69 kann die Performance im Multi-Threaded-Betrieb analysieren. Dabei wird zunächst nur ein Thread ausgeführt, danach zwei Threads parallel und schließlich vier Threads. Ausgegeben wird die Bearbeitungszeit pro Thread, niedrige Ergebnisse sind also besser:

PC Wizard 2006.1.69: 4 Threads in s; 2 Threads in s; 1 Thread in s
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
3,516
3,516
7,062


ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
3,516
3,531
7,062


MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
3,532
3,531
7,094


Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
3,532
3,537
7,094


ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
3,535
3,540
7,099


Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
3,595
3,664
7,286


In diesem Testlauf erreicht das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H in etwa das Niveau des MSI P965 Neo-F. Abermals hält der "alte" Chipsatz gut mit den auf dem P965 Chipsatz basierenden Mainboards mit.

Auch CPU RightMark Lite 2005 v1.3 bietet die Möglichkeit, eine Anwendung auf mehrere Threads zu verteilen und somit mehrere CPU-Kerne auszulasten. Dafür berechnet das Programm ein komplexes 3D-Gefüge mit 400 Objekten und 4 Lichtern, wir wählten das Modell 1. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, größere Werte sind also besser. Wir sortieren nach der maximal erreichten Framerate:

CPU RightMark Lite 2005 v1.3: 4 Threads in fps; 2 Thread in fps; 1 Thread in fps
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
16,7
16,9
10,4


ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
16,7
16,9
10,4


Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
16,7
16,9
10,4


Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
16,7
16,7
10,3


Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
16,5
16,5
10,2


MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
16,5
16,5
10,2


Es ist schon etwas seltsam, dass der Intel 945G Chipsatz des Foxconn 945G7AD-8EKRS2H immer wieder an Intels Premium-Chipsatz 975X auf dem Intel D975XBX vorbeiziehen kann. Dies gelingt dem dunkelblauen Mainboard auch bei CPU RightMark.

Bevor wir uns dem Speicherdurchsatz zuwenden, betrachten wir noch einen letzten CPU-Test, welcher alle CPU-Kerne auslastet. Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet ist, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niederigere Werte sind folglich besser:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
52,97069
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
52,98117
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
53,09002
Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
53,19682
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
53,56375
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
53,99968

Abermals kann sich das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H vor das Intel D975XBX schieben und läßt auch MSIs P965 Neo-F hinter sich.

Die Unterschiede waren bei den meisten Testläufen sehr gering und das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H hat nie den Anschluss an die anderen Modelle verloren. Im Gegenteil: Trotz seiner DDR2-667 Limitierung konnte es sich regelmäßig vor dem Intel D975XBX platzieren. Es folgen nun die Messungen des Speicherdurchsatzes.

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Datendurchsatz von Speicher und Cache
Zum Ausloten der Speicherbandbreite ziehen wir zunächst wieder SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
5795
5795

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
5664
5664

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
5609
5618

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
5593
5595

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
5357
5366

Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
5224
5232

Der Speicherdurchsatz ist aufgrund der vergleichsweise geringen Taktrate des Core 2 Extreme X6800 nicht gerade rekordverdächtig. Zudem zeigt sich, dass der Prozessor die zusätzliche Bandbreite von DDR2-800 oder DDR2-1067 nicht ausschöpfen kann. Daher liegen zwischen DDR2-667 und DDR2-800 lediglich 400 MByte/s und zwischen DDR2-667 und DDR2-1067 enttäuschende 570 MByte/s. Der niedrige Speicherdurchsatz des MSI P965 Neo-F liegt darin begründet, dass die Platine statt 4-4-3-10 lieber Latenzen von 3-4-3-18 anlegt.

Mit ScienceMark 2.0 versuchen wir festzustellen, wie schnell die Zugriffe auf den L1- und L2-Cache erfolgen, zudem messen wir auch den Speicherdurchsatz ein zweites Mal:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Memory in MB/s; L2 Cache in MB/s; L1 Cache in MB/s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
5306,83
24601,53
80730,38


ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
5227,59
24604,55
81164,52


Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
5225,17
24525,62
80869,76


Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
5219,77
24610,56
81615,40


MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
4985,50
24575,13
74969,26


Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
4877,5581796,42

Bei ScienceMark 2.0 fallen die Unterschiede sogar noch etwas geringer aus. Unsere Vermutung bezüglich der Speicherbandbreite hat sich somit bestätigt: Da der Frontsidebus zum Nadelöhr zwischen Prozessor und Speicher wird, bremst der langsamere Arbeitsspeicher das System nur geringfügig aus.


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Primzahlen und Pi
Die schnelle Fourier-Transformation (FFT) ist ein Algorithmus, welcher zur Berechnung von Primzahlen genutzt wird. Wir verwenden Prime95 v24.14 im Benchmark-Modus, um die Rechenleistung der CPU zu untersuchen. Die Resultate werden in Millisekunden angegeben, kleinere Werte sind also besser:

Prime95 v24.14 - 10 Iterationen mit 4096K FFT Länge: in ms
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
85,122
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
85,377
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
85,378
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
87,632
Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
87,666
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
87,679

Prime95 offenbart eine Zweiklassengesellschaft und das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H schiebt sich zwischen Intels D975XBX und MSIs P965 Neo-F.

Und was passiert, wenn wir die Nachkommstellen von Pi berechnen?

Super PI 1.1e, 1M Stellen: Dauer in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
17
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
17
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
17
Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
17
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
17
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
17

Bei der Berechnung der Zahl PI muss das Alphabet die Reihenfolge bestimmen, denn bei der Berechnung herrscht Gleichstand.

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Raytracing und Rendering
Die frei erhältliche Raytracing-Software POV-Ray unterstützt in der aktuellen Beta-Version 3.7 13a mehrere CPU-Kerne. Wir lassen das offizielle Benchmarkscript zweimal laufen: Zunächst als ein Thread, danach multi-threaded.

Wir sortieren anhand der höchsten Punktzahl, denn höhere Werte sind hier besser:

Povwin 3.7 beta 13a Benchmark: Multi Thread in PPS; Single Thread in PPS
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
1070,38
544,78

ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
1067,94
545,37

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
1065,22
543,74

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
1059,30
543,97

Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
1055,84
544,17

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
1052,33
531,82

Werden zwei CPU-Kerne von Povwin 3.7 beta 13a genutzt, hat das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H das Nachsehen, bleibt aber weiterhin vor Intels D975XBX. Bei Verwendung eines Kernes, erzielt die preiswerte Platine das drittbeste Resultat.

Mit Cinebench in der aktuellen Version 9.5 kann die Leistung des Computers im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Anwendung Cinema 4D von MAXON bewertet werden.

Wir wählen den Rendering-Test, welcher auf einem oder mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden kann. Höhere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

Cinebench Version 9.5 Rendering: X CPUs in CB-CPU; 1 CPU in CB-CPU
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
911
492

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
909
490

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
907
488

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
905
486

Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
901
488

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
901
489

Auch beim Rendering-Test von Cinebench 9.5 schneidet das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H im Doppelkern-Betrieb schlechter ab, im Schnitt erreicht die Platine das Niveau von Intels D975XBX und MSIs P965 Neo-F.

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Kompression und mp3-Encoding
7-Zip ist eine kostenlose Kompressionssoftware, die gegenüber vielen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil hat: Sie ist multi-threaded programmiert und kann mehrere CPU-Kerne nutzen. Ein eingebautes Benchmark-Tool schätzt die Leistung des Prozessors ab:

7-Zip 4.42 Benchmark: Single Thread in MIPS; Multi Thread in MIPS
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
3012
4357

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
2977
4362

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
2972
4313

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
2884
4321

Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
2846
4099

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
2818
3933

Der Packer 7-Zip reagiert sehr deutlich auf den Speicherdurchsatz und dies zeichnet sich bereits im integrierten Benchmark-Tool ab. Dem Foxconn 945G7AD-8EKRS2H mit seinem DDR2-667 Speicher bleibt nur der vorletzte Platz, da MSI dank der verkorksten Speichertimings die rote Laterne fest umklammert.

Doch wie sieht es in der Praxis aus? Wir packen das 451 MByte große Multiplayer-Demo von F.E.A.R. als .7z-Datei mit normaler Kompressionsrate. Gemessen wird in Sekunden, geringere Werte sind also besser:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Single Thread in s; Multi Thread in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
187
121

Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
192
125

Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
196
127

ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
198
130

Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
212
144

MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
215
145

Die Praxis bestätigt die Theorie: Das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H bleibt vor dem MSI P965 Neo-F auf dem vorletzten Rang.

Als nächstes testen wir die Leistung beim mp3-Encoding. Wir verwenden hierfür Lame 3.98a6 in Verbindung mit PC Wizard 2006.1.69 und komprimieren eine 60 MByte große WAV-Datei. Gemessen wird in Sekunden, niedrige Werte sind somit besser:

PC Wizard 2006.1.69: Höchste Qualität in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
15,840
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
15,840
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
15,859
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
15,875
Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
15,907
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
15,907

Beim Audio-Encoding mit Lame kommen Foxconns 945G7AD-8EKRS2H und MSIs P965 Neo-F zeitgleich ins Ziel, bei beiden Mainboards ist der geringe Speicherdruchsatz für dieses Ergebniss verantwortlich.

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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H (Intel 945G) im Test - 14/17
25.02.2007 by doelf
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Video-Encoding
Betrachten wir nun zwei Video-Encoding-Benchmarks. Zunächst werden wir eine 455 MByte große AVI-Datei (huffyuv lossless Codec) mit TMPGEnc 2.512.52.161 ins DVD-Format (PAL) umwandeln. Wir verwenden hierbei die höchste Qualitätsstufe.

Das Ergebnis wird in Sekunden gemessen, kleinere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

TMPGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
149
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
150
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
150
Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
151
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
152
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
153

TMPGEnc reagiert nicht so stark auf den Speicherdurchsatz, wodurch sich das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H im Mittelfeld festsetzen kann. Nun wandeln wir das selbe Quellvideo ein zweites Mal um, diesmal mit dem Windows Media Encoder 9.

Die Zieldatei im WMV-Format soll hochwertige 5384 kbit/s haben. Abermals messen wir die Sekunden, so dass kürzere Zeiten die bessere Leistung angeben:

Windows Media Encoder 9 - WMV 5384 kbit/s: in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
481
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
484
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
485
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
489
Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
493
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
493

Der Windows Media Encoder profitiert wiederum von schnellen Speichermodulen und das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H rutscht zusammen mit dem MSI P965 Neo-F ans Ende der Tabelle ab.

Ziehen wir eine weitere Zwischenbilanz: Der Packer 7-Zip und die Encoding-Anwendungen wissen den schnelleren Arbeitsspeicher in eine besser Performance umzusetzen, wodurch das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H in diesen Testläufen das Nachsehen hat. Der Rückstand der 945G-Platine ist hier etwas deutlicher, aber keinesfalls dramatisch.

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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H (Intel 945G) im Test - 15/17
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3DMark06 und F.E.A.R.
Für die 3D-Tests verwenden wir eine MSI NX7900GT-VT2D256E mit der ForceWare 93.71 WHQL, DirectX 9 befindet sich auf dem Stand von Juni 2006. Soweit nicht anders angegeben, wurden die Standardeinstellungen des Treibers verwendet.

Die Aussagekraft von Futuremarks 3DMark06 v102 konzentriert sich auf die Grafikkarte, die CPU spielt eine untergeordnete Rolle. Dennoch wollen wir das Ergebnis der Vollständigkeit halber aufführen:

Futuremark 3DMark06 v102
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
4741
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
4732
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
4726
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
4722
Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
4720
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
4713

Das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H bleibt nur wenige Punkte hinter den P965-Platinen zurück und kann sich wie gewohnt vor dem Intel D975XBX platzieren.

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, höhere Werte sind besser:

F.E.A.R. 1280x960; 4xAA + 8xAF: in fps
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
53
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
52
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
52
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
52
Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
52
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
52

Das Spiel F.E.A.R. sorgt für Verwunderung: Ausgerechnet MSIs P965 Neo-F erzielt einen Frame pro Sekunde mehr als seine Mitbewerber - auch im zweiten und dritten Durchlauf. Der schnelle DDR2-1067 Arbeitsspeicher bringt dem ASUS P5B-E Plus keinen Vorteil, die langsamem DDR2-667 Module dem Foxconn 945G7AD-8EKRS2H keinen Nachteil.

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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H (Intel 945G) im Test - 16/17
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UT2004 und Riddick
Unreal Tournament 2004 ist zwar schon ein wenig älter, aber immer noch ein guter Leistungsindex.

Abermals geben wir die Frames pro Sekunde an:

UT2004 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / High Image Quality / 16 Bots / AS Convoy UT2): in fps
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
96,24
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
94,63
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
94,58
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
94,27
Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
91,21
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
90,98

Unreal Tournament 2004 reagiert deutlich auf den Speicherdurchsatz und das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H bleibt 3 fps hinter dem Intel D975XBX.

Zuletzt lassen wir "The Chronicles of Riddick" laufen, einen weiteren 3D-Shooter.

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben:

The Chronicles of Riddick (1280x960 / AA: 4 / AF: 8 / PS2.0 / No Sound / Sodini01): in fps
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1067
BIOS 304
75,19
Foxconn 945G7AD
DDR2-667
BIOS P30
75,14
MSI P965 Neo-F
DDR2-800
BIOS 1.6
74,55
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800
BIOS 304
74,52
Biostar TForce965PT
DDR2-800
BIOS 914
74,33
Intel D975XBX
DDR2-800
BIOS 1304.EB
74,32

Das Resultat von "The Chronicles of Riddick" sieht alle Mainboards eng beisammen, der Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Ergebnis beträgt weniger als einen Frame in der Sekunde. Foxconns 945G7AD-8EKRS2H erreicht dabei die zweitbeste Position.

Die Spielewertungen sind alles andere als eindeutig, lediglich Unreal Tournament 2004 skaliert anhand des Speicherdurchsatzes deutlich. Bei F.E.A.R. und "The Chronicles of Riddick" gibt es praktisch keinen Leistungsunterschiede, 3DMark06 zeigt geringe Unterschiede, welche sich anhand des unterschiedlichen Speicherdurchsatzes erklären lassen.

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Foxconn 945G7AD-8EKRS2H (Intel 945G) im Test - 17/17
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Fazit
Für ca. 80 Euro bekommt man mit dem Foxconn 945G7AD-8EKRS2H ein grundsolides Mainboard mit einer hervorragende Ausstattung. eSATA, Firewire, 8-Kanal HD-Audio und Gigabit-LAN sind in dieser Preisklasse eher die Ausnahme. Zusätzlich zum ATA100-Kanal der RAID-fähigen ICH7R bietet Foxconn einen ATA133-Kanal über einen JMicron JMB361 Controller an. Dadurch können insgesamt fünf Serial-ATA sowie vier Parallel-ATA Laufwerke an dem Mainboard angeschlossen werden. Sowohl der JMicron JMB361 als auch Realteks RTL8111B Gigabit-LAN Controller werden über PCI-Express angebunden, Foxconn verzichtet bei den bandbreitenhrungrigen Controllern somit auf das Nadelöhr PCI.

Die Verarbeitung der Hauptplatine ist gut. Die passiven Kühlkörper auf der North- und Southbridge wurden mit Drahtbügeln befestigt und alle Anschlüsse wurden farbig markiert. Neben dem üblichen ATX+12V-Anschluss finden sich auf dem 945G7AD-8EKRS2H vier weitere Pins, so dass auch ein EPS+12V-Stecker angeschlossen werden kann. Das Layout ist in der oberen Hälfte der Platine hervorragend gelungen, die untere Hälfte weist hingegen einige Mängel auf. Insbesondere die Lage der PATA-Buchsen wurde äußerst unglücklich gewählt. Enttäuscht hat uns die Umsetzung von Realteks ALC861 High-Definition Audio-Codec, wir messen einen mäßigen Dynamikbereich und die Intermodulationsverzerrung ist viel zu hoch.

Die Performance des Foxconn 945G7AD-8EKRS2H kann sich sehen lassen, denn obwohl der Chipsatz das Mainboard auf DDR2-667 limitiert, kann es in der Mehrzahl der Benchmarks mithalten. Bei Komprimierungsaufgaben sowie dem Encoding von Multimediadateien fällt es hingegen ein wenig zurück. Mit dem BIOS P30 hat Foxconn die Übertaktungsoptionen repariert, doch der Chipsatz erlaubt keine großen Sprünge. Während man mit FSB800 Prozessoren durchaus ordentliche Ergebnisse erzielen kann, ist der Spielraum für FSB1066 CPUs bescheiden. Die onboard Grafikeinheit bietet ein ordentliches Bild, ist aber trotz DirectX 9 Unterstützung mit aktuellen Spielen völlig überfordert.

Wer einen hoch stabilen und zugleich preiswerten Untersatz für einen Pentium D oder Core 2 Duo sucht und bei der Ausstattung keine Kompromisse eingehen möchte, sollte sich dieses Mainboard unbedingt ansehen. Der mäßige Klang und die Schwachstellen beim Platinenlayout verhindern leider den Editor's Choice. Dennoch: In seiner Preisklasse ist das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H ein sehr gutes Mainboard!


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Hinweis: Unsere Wertung bezieht sich auf das Foxconn 945G7AD-8EKRS2H im Zusammenspiel mit dem BIOS P30.




Unser Dank gilt:

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