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A-Data AD2800002GOU2: 4 GByte DDR2-800 für 27,99 Euro - Druckansicht - Seite 1 von 13

Vor einem guten Jahr hatten wir zwei 4 GByte DDR2-Speicher-Kits - G.Skill F2-6400CL6D-4GBMQ und Super Talent T800UX4GC5 - getestet und den damaligen Preis von 120 Euro für 4 GByte Arbeitsspeicher als Schnäppchen betrachtet. Doch dann trat ein, was nur wenige vorhergesehen hatten: Die Speicherpreise setzten ihre Talfahrt ungebremst fort und so kostet unser heutiger Testkandidat, das 4 GByte DDR2-800 Kit A-Data AD2800002GOU2, nur noch 27,99 Euro. Schnäppchen oder RAMsch? Unser Test soll es zeigen!

Wieviel Arbeitsspeicher ist sinnvoll?
Zugegeben: 32-Bit Windows Betriebssysteme nutzen von den 4 GByte nur um die 3,25 GByte, der übrige Speicher wird für die Adressierung der Hardware ver(sch)wendet. Was jenseits der 4 GByte liegt, können 32-Bit Betriebssysteme nicht mehr adressieren, so dass mehr als 4 GByte Arbeitsspeicher zugleich ein 64-Bit-Betriebssystem und eine 64-Bit-Architektur vorraussetzen.

Windows XP 32-Bit: nur 3,25 GByte statt 4,00 GByte

Der sinnvolle Maximalausbau für einen Computer mit einem 32-Bit Windows Vista oder XP liegt folglich bei 4 GByte. Bei der 64-Bit Version von Vista Home Basic hat Microsoft eine Grenze von 8 GByte eingebaut, Vista Home Premium darf sich bis zu 16 GByte genehmigen. Wer noch mehr Arbeitsspeicher will, muss zu den 64-Bit Varianten von Vista Business, Vista Ultimate und Vista Enterprise greifen.

Folgende Tabelle zeigt den maximal möglichen Speicherausbau der verschiedenen Windows Varianten sowie - in Klammern - die unserer Meinung nach sinnvolle Mindestbestückung:

Windows XP 64-Bit: volle 4,00 GByte

Angesichts der aktuellen Preise können wir eigentlich jedem 32-Bit Nutzer dazu raten, seinen Arbeitsspeicher auf 4 GByte aufzurüsten. Auch wenn der Speicher nicht vollständig genutzt wird: Warum sollte man sich bei diesen Preisen mit weniger zufrieden geben?

Anmerkungen zum Testaufbau
Da wir die bereits vor zwölf Monaten getesteten Speicher-Kits G.Skill F2-6400CL6D-4GBMQ und Super Talent T800UX4GC5 zum Vergleich heranziehen werden, müssen wir auf eine etwas angestaubte Hard- und Software-Konfiguration zurückgreifen.




A-Data AD2800002GOU2: 4 GByte DDR2-800 für 27,99 Euro - Druckansicht - Seite 2 von 13

A-Data AD2800002GOU2
Das Speicher-Kit steckt in einer üblichen Blisterverpackung und kommt ohne Heatspreader daher. Dies schränkt die Übertaktbarkeit ein, da man sich aufgrund der fehlenden Kühlprofile bei der Erhöhung der Speicherspannung zurückhalten muss. Schließlich sollen die Chips ja nicht den Hitzetod sterben.


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Die beiden Speicherriegel sind zweiseitig bestückt, auf jeder Seite befinden sich acht Chips mit einer Kapazität von jeweils 128 MByte bzw. 1 Gigabit.


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A-Data verwendet bei diesem Speicher-Kit Chips des japanischen Herstellers Elpida. Es handelt sich um den Typ E1108ACBG-8E-E, welcher im 60-Ball FBGA Package gefertigt wird und der bei 400 MHz (DDR2-800) mit Latenzen von 5-5-5 und einer Spannung von 1,80 (+/- 0,1) Volt arbeitet.


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Im SPD hat A-Data die entsprechenden Latenzen von CL5-5-5-18 hinterlegt, Es handelt sich um Standardwerte, mit denen jedes Mainboard zurecht kommen sollte.


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Alternativ kann der Arbeitsspeicher auch als DDR2-533 CL4-4-4-12 oder DDR2-400 CL3-3-3-9 betrieben werden. Zusätzliche Profile für die High-End Chipsätze der Firmen Intel und NVIDIA wurden nicht hinterlegt.




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Übertaktung
Zunächst prüfen wir, ob das Motherboard die SPD-Programmierung unserer Speichermodule richtig ausgelesen hat. Dies ist der Fall:


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Aufgrund der fehlenden Heatspreader werden wir maximal eine Spannung von 2,2 Volt anlegen. Zunächst versuchen wir, im Betrieb als DDR2-800 möglichst scharfe Latenzen zu erzielen:

TaktLatenzenSpannungErgebnis
DDR2-8005-5-5-181,80 Vstabil
DDR2-8005-5-5-151,80 Vstabil
DDR2-8004-4-4-121,80 VFehler
DDR2-8004-4-4-122,00 Vstabil
DDR2-8004-4-4-82,00 VFehler
DDR2-8004-4-4-82,20 VFehler

Ohne Spannungserhöhung können wir die tRAS von 18 aus 15 reduzieren. Latenzen von CL4-4-4-12 erreichen wir jedoch erst mit 2,00 Volt, was allerdings ein recht gutes Ergebnis ist. Die Absenkung auf CL4-4-4-8 funktioniert allerdings weder mit 2,00 noch mit 2,20 Volt.


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Im zweiten Durchgang werden wir die Latenzen von CL5-5-5-18 beibehalten, dafür aber den Speichertakt anheben. Da wir den CPU-Takt beibehalten wollen, begnügen wir uns mit DDR2-833, DDR2-1000 und DDR2-1066 und beschränken uns wiederum auf maximal 2,20 Volt:

TaktLatenzenSpannungErgebnis
DDR2-8005-5-5-181,80 Vstabil
DDR2-8335-5-5-181,80 Vstabil
DDR2-10005-5-5-181,80 VFehler
DDR2-10005-5-5-182,00 Vstabil
DDR2-10665-5-5-182,00 VFehler
DDR2-10665-5-5-182,20 VFehler

Ohne Spannungserhöhung sind DDR2-833 machbar und mit moderaten 2,00 Volt erreichen wir stabile DDR2-1000. DDR2-1066 will allerdings weder mit 2,00 noch mit 2,20 Volt gelingen.


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Im Vergleich zum letztjährigen Test ist dies ein sehr gutes Ergebnis. Die Speicherhersteller haben die Produktion deutlich optimiert, so dass nun auch die 1 Gigabit Chips ein ordentliches Tuning-Potential bieten. Wir werden das Speicher-Kit nun sowohl im Standardbetrieb als auch mit scharfen Latenzen und einem höheren Takt durch die Leistungstests schicken.




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CPU-Leistung (synthetisch)
Zunächst prüfen wir mit einigen CPU-Tests, ob die Leistung des Systems stimmt. Der Arbeitsspeicher hat lediglich einen geringen Einfluss auf die Performance des Prozessors, daher erwarten wir keine großen Abweichungen. Wir beginnen mit SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098):

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
55419
37317
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
55388
37318
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
55382
37340
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
55367
37352
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
55364
37353

Die Leistung stimmt, die Abweichungen sind minimal. Ein zweiter Testlauf mit SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) soll die Multimedia-Performance offenbaren:

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
332059
178872
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
332044
178853
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
332018
178829
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
331904
178782
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
331869
178775

Auch bei den Multimedia-Ergebnissen bleibt alles im gewohnten Rahmen. Wir erwartet, fallen die Leistungsunterschiede äußerst gering aus.




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Multithreaded (synthetisch)
PC Wizard 2007.1.73 kann die Performance im Multi-Threaded-Betrieb analysieren. Dabei wird zunächst nur ein Thread ausgeführt, danach zwei Threads parallel und schließlich vier Threads. Ausgegeben wird die Bearbeitungszeit pro Thread, niedrige Ergebnisse sind also besser:

PC Wizard 2007.1.73: 4 Threads in s; 2 Threads in s; 1 Thread in s
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
3.656
7.297
14.578
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
3.656
7.297
14.578
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
3.656
7.297
14.594
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
3.640
7.313
14.609
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
3.641
7.312
14.625

Bei PC Wizard 2007.1.73 schneiden die Module von A-Data minimal besser ab. Im Betrieb spürt man hiervon allerdings nichts.

Auch CPU RightMark Lite 2005 v1.3 bietet die Möglichkeit, eine Anwendung auf mehrere Threads zu verteilen und somit mehrere CPU-Kerne auszulasten. Hierzu berechnet das Programm ein komplexes 3D-Gefüge mit 400 Objekten und 4 Lichtern, wir wählten das Modell 1. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, größere Werte sind also besser. Wir sortieren nach der maximal erreichten Framerate:

CPU RightMark Lite 2005 v1.3: 4 Threads in fps; 2 Thread in fps; 1 Thread in fps
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
25.6
17.5
10.6
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
25.6
17.3
10.6
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
25.5
17.4
10.6
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
25.5
17.4
10.6
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
25.4
17.4
10.6

Auch CPU RightMark Lite 2005 v1.3 sieht einen winzigen Vorteil für die Module von A-Data.

Bevor wir uns dem Speicherdurchsatz zuwenden, betrachten wir noch einen letzten CPU-Test, welcher mehrere CPU-Kerne auslastet. Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet ist, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niederigere Werte sind folglich besser:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
51.62
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
51.67
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
51.70
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
51.81
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
51.83

Der Molecular Dynamics Durchlauf von ScienceMark 2.0 32-Bit präferiert G.Skill. Wirklich erwähnenswert sind die Abstände allerdings nicht.




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Datendurchsatz des Speichers
Zum Ausloten der Speicherbandbreite ziehen wir zunächst wieder SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran. Dieser Test wird uns erstmals deutliche Unterschiede zeigen, insbesondere für die Konfigurationen mit höherem Speichertakt und abgesenkten Latenzen.

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
6712
6728
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
6386
6391
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
6326
6312
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
6273
6274
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
6198
6222

Bei der Standardkonfiguration liegt der Speicherdurchsatz der A-Data Riegel 0,84 Prozent über dem der Module von Super Talent. Auf CL4-4-4-12 abgesenkte Latenzen bringen eine weitere Steigerung um 0,95 Prozent. Eine Anhebung des Speichertaktes auf 500 MHz (DDR2-1000) ist deutlich ergiebiger, hierdurch erzielen wir eine Mehrleistung von 6,1 Prozent.

Mit ScienceMark 2.0 messen wir den Speicherdurchsatz ein zweites Mal:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Memory in MB/s
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
6409
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
6173
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
6121
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
6121
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
6027

Diesmal sehen wir einen Gleichstand zwischen A-Data und Super Talent bei DDR2-800 CL5. Die Absenkung der Latenzen steigert den Durchsatz um 0,85 Prozent, die Anhebung des Speichertaktes bringt uns hingegen 4,71 Prozent Mehrleistung und stellt somit die bessere Variante dar.




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Primzahlen und Pi
Die schnelle Fourier-Transformation (FFT) ist ein Algorithmus, welcher zur Berechnung von Primzahlen genutzt wird. Wir verwenden Prime95 v24.14 im Benchmark-Modus, um die Rechenleistung der CPU zu untersuchen. Die Resultate werden in Millisekunden angegeben, kleinere Werte sind also besser:

Prime95 v24.14 - 10 Iterationen mit 4096K FFT Länge: in ms
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
82.353
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
82.670
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
83.055
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
83.102
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
83.524

Prime95 reagiert minimal auf unsere Tuning-Maßnahmen, doch die Leistungsgewinne bleiben deutlich unter einem Prozent. Der Speicher von A-Data schneidet geringfügig besser ab als die Module von Super Talent.

Und was passiert, wenn wir die Nachkommstellen von Pi berechnen?

Super PI 1.1e, 1M Stellen: Dauer in s
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
16
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
16
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
16
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
16
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
16

Super PI interessiert sich nicht für den Arbeitsspeicher. Alleine das Alphabet bestimmt die Reihenfolge in unserem Diagramm.




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Raytracing und Rendering
Die frei erhältliche Raytracing-Software POV-Ray unterstützt in der Version 3.7 13a Beta mehrere CPU-Kerne. Wir lassen das offizielle Benchmarkscript zweimal laufen: Zunächst als ein Thread, danach multi-threaded.

Wir sortieren anhand der höchsten Punktzahl, höhere Werte sind besser:

Povwin 3.7 beta 22 Benchmark: Multi Thread in PPS; Single Thread in PPS
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
2720
690
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
2719
685
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
2718
681
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
2716
685
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
2715
684

POV-Ray würfelt die Module und Taktraten wild durcheinander, ein Vorteil lässt sich weder mit schärferen Latenzen noch mit einer Anhebung des Speichertaktes erreichen.

Mit Cinebench in der aktuellen Version 10.0 kann die Leistung des Computers im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Anwendung Cinema 4D von MAXON bewertet werden.

Wir wählen den Rendering-Test, welcher auf einem oder mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden kann. Höhere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

Cinebench Version 10.0 Rendering: X CPUs in CB-CPU; 1 CPU in CB-CPU
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
10897
3080
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
10880
3086
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
10872
3086
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
10861
3087
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
10829
3077

Cinebench 10.0 kann bei Nutzung mehrerer Threads Vorteile aus niedrigen Latenzen und dem höheren Speichertakt ziehen, allerdings reden wir hier über magere 0,33 Prozent.




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Kompression
7-Zip ist eine kostenlose Kompressionssoftware, die gegenüber vielen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil hat: Sie ist multi-threaded programmiert und kann mehrere CPU-Kerne nutzen. Ein eingebautes Benchmark-Tool schätzt die Leistung des Prozessors ab:

7-Zip 4.42 Benchmark: Multi Thread in MIPS; Single Thread in MIPS
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
4434
3038
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
4362
3013
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
4292
3002
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
4252
2977
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
4130
2953

Der Packer 7-Zip reagiert deutlich auf den Speichertakt und die Latenzen, wie bereits das integrierte Benchmark-Tool zeigt: Die Absenkung der Latenzen verbessert das Ergebnis um 1,63 Prozent, das Anheben des Speichertaktes wirkt sich mit 3,31 Prozent aus.

Doch was wird in der Praxis passieren? Wir packen das 451 MByte große Multiplayer-Demo von F.E.A.R. als .7z-Datei mit normaler Kompressionsrate. Gemessen wird in Sekunden, geringere Werte sind also besser:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Multi Thread in s; Single Thread in s
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
115
185
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
124
193
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
129
199
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
130
201
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
148
208

Verwendet 7-Zip zwei Threads, verkürzt sich der Packvorgang mit niedrigen Latenzen um 3,88 Prozent. Effizienter ist abermals das Anheben des Speichertaktes, womit wir 10,85 Prozent der Zeit einsparen können. Der Packer sieht auch bei vergleichbaren Latenzen einen minimalen Vorteil für die Module von A-Data.




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Video-Encoding
Betrachten wir nun zwei Video-Encoding-Benchmarks. Zunächst werden wir eine 455 MByte große AVI-Datei (huffyuv lossless Codec) mit TMPGEnc 2.512.52.161 ins DVD-Format (PAL) umwandeln. Wir verwenden hierbei die höchste Qualitätsstufe.

Das Ergebnis wird in Sekunden gemessen, kleinere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

TMPGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
126
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
128
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
128
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
129
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
133

Unsere recht angestaubte Version von TMPGEnc sieht leichte Vorteile für die Speicherriegel von A-Data sowie für DDR2-1000.

Nun wandeln wir das selbe Quellvideo ein zweites Mal, diesmal mit dem Windows Media Encoder 9.

Die Zieldatei im WMV-Format soll hochwertige 5384 kbit/s haben. Abermals messen wir die Sekunden, so dass kürzere Zeiten die bessere Leistung angeben:

Windows Media Encoder 9 - WMV 5384 kbit/s: in s
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
451
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
454
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
455
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
456
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
457

Auch der Windows Media Encoder 9 profitiert von DDR2-1000, arbeitet ansonsten jedoch mit den Modulen von Super Talent ein wenig flotter.




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3DMark06 und F.E.A.R.
Für die 3D-Tests verwenden wir eine MSI NX7900GT-VT2D256E mit der ForceWare 162.18, DirectX 9 befindet sich auf dem Stand von Juli 2007. Soweit nicht anders angegeben, wurden die Standardeinstellungen des Treibers verwendet.

Die Aussagekraft von Futuremarks 3DMark06 v102 konzentriert sich auf die Grafikkarte, CPU und Speicherbandbreite spielen eine untergeordnete Rolle. Dennoch wollen wir das Ergebnis der Vollständigkeit halber aufführen:

Futuremark 3DMark06 v102
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
4957
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
4950
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
4947
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
4932
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
4928

Die Module von A-Data gewinnen diesen Test. Das beste Ergebnis erzielt der Speicher überraschenderweise mit den Standradeinstellungen.

Kommen wir nun zum Ego-Shooter F.E.A.R.:

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, höhere Werte sind besser:

F.E.A.R. 1280x960; 4xAA + 8xAF: in fps
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
50
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
50
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
49
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
49
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
49

F.E.A.R. bringt uns keine neuen Erkenntnisse: Mit dem Speicher von A-Data fällt das Resultat um 1 fps geringer aus, auch Latenzen und Speichertakt können daran nichts ändern.




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UT2004 und Riddick
Unreal Tournament 2004 ist zwar schon ein wenig älter, für unsere Zwecke aber noch immer ein guter Leistungsindex.

Abermals geben wir die Frames pro Sekunde an:

UT2004 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / High Image Quality / 16 Bots / AS Convoy UT2): in fps
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
98.27
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
96.59
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
96.03
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
95.79
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
94.95

Die Framerate unter UT2004 spiegelt den Speicherdurchsatz wieder, somit spielen Latenzen und Takt tatsächlich eine Rolle. Schärfere Latenzen steigern die Framerate um 0,84 Prozent, das Anheben des Speichertaktes bringt hingegen 2,59 Prozent.

Zuletzt lassen wir "The Chronicles of Riddick" laufen, einen weiteren 3D-Shooter.

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben:

The Chronicles of Riddick (1280x960 / AA: 4 / AF: 8 / PS2.0 / No Sound / Sodini01): in fps
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-1000CL5-5-5-18
68.90
Super Talent 2x2GB
T800UX4GC5
DDR2-800CL5-5-5-15
69.25
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL4-4-4-12
69.23
A-Data 2x2GB
AD2800002GOU2
DDR2-800CL5-5-5-18
69.05
G.Skill 2x2GB
F2-6400CL6D-4GBMQ
DDR2-800CL6-6-6-18
68.58

Das Spiel "The Chronicles of Riddick" reagiert leicht auf den Speichertakt und die Latenzen. Bei vergleichbaren Timings schneiden die Module von Super Talent minimal besser ab.




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Fazit
GutSchnäppchen oder RAMsch? Unsere Ausgangsfrage können wir klar beantworten: Schnäppchen! Das Speicher-Kit A-Data AD2800002GOU2 arbeitet nicht nur mit den im SPD hinterlegten Standardeinstellungen von DDR2-800 CL5-5-5-18 stabil und zuverlässig, sondern erlaubt sogar eine Übertaktung um 25 Prozent auf DDR2-1000 CL5-5-5-18. Hierzu müssen wir die am Speicher anliegende Spannung von 1,80 Volt auf 2,00 Volt anheben, was als moderate Steigerung angesehen werden kann. Alternativ lassen sich die Latenzen bei ebenfalls 2,00 Volt und 400 MHz Taktrate (DDR2-800) auf CL4-4-4-12 reduzieren. Die Hersteller haben die Produktion von 1 Gigabit Chips deutlich verbessert, so dass die heute getesteten 2 GByte Module deutlich mehr Spielraum für Tuning-Experimente bieten als die vor einem Jahr getesteten Speicherriegel.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

A-Data gewährt eine lebenslange Garantie, was für Deutschland und Österreich zehn Jahre bedeutet. In Anbetracht eines Preises von 27,99 Euro inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten kann man da nichts falsch machen. Da ist es eher ärgerlich, dass DDR2-Mainboards lediglich vier DIMM-Sockel besitzen.







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