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Aerocool Lüftersteuerungen: CoolWatch und CoolPanel 2 - 1/7
27.11.2005 by Jan Philip
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Einleitung
Ein Midi-Tower hat in der Regel vier Einschübe für 5,25" Laufwerke. Zwei davon belegt man in der Regel mit einem DVD-Laufwerk und einem DVD-Brenner. Doch was macht man mit den anderen beiden?

Einige Hersteller haben sich offenbar auch schon Gedanken über dieses Problem gemacht und so testen wir heute zwei Lösungen des taiwanesischen Herstellers AeroCool. Zum einen ist dies das CoolWatch. Mit einem großen Display dient es primär zur Temperaturüberwachung und als automatische Lüftersteuerung. Daneben hat es noch ein paar obligatorische Frontanschlüsse und einen Cardreader integriert. Das CoolPanel 2 erweitert die Front um zahlreiche Anschlüsse und hat auch noch eine kompakte manuelle Lüftersteuerung inklusive Temperatursensoren integriert.

Technische Daten
Schauen wir uns erst mal die technischen Daten unsere beiden Probanten an:

CoolWatch


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

CoolPanel 2


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Als erstes fällt einem sicher auf, dass bei beiden Geräten mit einem 20 in 1 Kartenleser geprahlt wird, aber nicht wirklich 20 Kartentypen angegeben sind. Das liegt daran, dass sich AeroCool die „fehlenden" Typen durch die Verwendung zahlreicher Adapter errechnet, die aber nicht im Lieferumfang enthalten sind. Somit kann man hier nicht wirklich von einem 20 in 1 Kartenleser sprechen. Beim CoolPanel sticht eine herausnehmbarer Kartenleser ins Auge. Auf dieses Feature werden wir später eingehen.

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27.11.2005 by Jan Philip
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Lieferumfang: CoolWatch
In der Verpackung des CoolWatch finden wir folgende Dinge:

Bei der CoolWatch wurde an fast alles, was zur Montage benötigt wird, gedacht. Leider ist nur ein Treiber für den CardReader mitgeliefert worden, die Software für das Display, welche natürlich nur unter Windows läuft, fehlt. Diese muss man sich bei Aerocool im Internet runterladen. Mit einem Modem oder ISDN können die 8,4 MB doch schon recht lange dauern. Wenn man schon eine CD mitliefert, sollte man deren Speichervolumen auch ganz ausnutzen und nicht nur die halbe Software mitliefern.


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Lieferumfang: CoolPanel 2
Beim CoolPanel 2 finden wir folgendes im Lieferumfang:


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Hier hat man an wirklich alles gedacht, um das CoolPanel auch gleich voll einsatzbereit zu haben. Komischerweise befindet sich am Kabel für Firewire nicht der Stecker zum direkten Anschluss an das Mainboard. Man muss das Kabel erst aus dem Gehäuse herausführen, um es dann an eine externe Buchse, wie ein normales Firewire-Gerät, anzuschließen. So spart sich Aerocool das Problem der unterschiedlichen Pin-Belegung bei Firewireanschlüssen, die andere Hersteller mit Einzelpin-Steckern lösen. Welche Variante nun die umständlichere ist, muß jeder für sich selbst entscheiden. Wer eine Firewirekarte mit internem 6-Pin Anschluß besitzt, wird sich mit Aerocools Lösung schnell anfreunden können.

Dokumentation
Die farbige Anleitung des CoolWatch hebt sich von den zumeist schwarz-weißen Anleitung ab. Auf der vorderen Seite des Faltblattes findet man eine Erklärung der unterschiedlichen Kabel, der Anzeigen des Displays und der Funktion des Card-Readers. Mit Hilfe von kommentierten Bildern wird auf der Rückseite der Einbau des Geräts und die Installtion und Bedienung der Software Schritt für Schritt erläutert. Außerdem ist eine Tabelle mit den Kennlinien der unterschiedlichen Kanäle abgedruckt. Die Dokumentation wäre perfekt, wenn auch noch eine deutsche Version und nicht nur eine englische mitgeliefert werden würde.

Die Anleitung des CoolPanels 2 ist in schwarz-weiß gehalten. Das vierteilige Faltblatt erklärt die unterschiedlichen Kabel des Geräts, den Card-Reader und die Funktion der Lüftersteuerung. Auch hier muss man des Englischen mächtig sein um einen Überblick zu bekommen. Leider wurde der eigentliche Einbau, der aber nicht sehr kompliziert ist, nicht erklärt. Ein Laie könnte hier durchaus Probleme bekommen.

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27.11.2005 by Jan Philip
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Einbau: CoolWatch
Der Einbau des CoolWatch gestaltet sich als recht simpel, dank der guten Anleitung. Zuerst macht man zwei externe 5 1/4" Schächte frei. Nachdem man es eingeschoben hat, wird das Panel mit 8 Schrauben am Gehäuse fixiert.


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Jetzt kann man die Sensoren an den gewünschten Punkten mit Hilfe der mitgelieferten Klebestreifen befestigen und steckt dann die dazugehörigen Lüfter ein. Die Kabel sind mit jeweils 65 cm ausreichend dimensioniert. Es sollte dabei unbedingt auf die Beschriftung der Kabel bzw. Sensoren geachtet werden, da der Kanal für den Prozessor auch nach dem Sensor für den Prozessor geregelt wird.


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Dann verbindet man die 2 USB-Stecker mit dem Mainboard, einen Stecker zur Lautstärkenregelung mit der Soundkarte und schließlich den Stromanschluss mit dem Netzteil. Abschließend muss man nach dem Hochfahren des Computers die nötigen Treiber installieren und sich die Software runterladen und installieren.

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Einbau: CoolPanel 2
Bei der Montage des CoolPanel 2 geht man nahezu analog vor: Frontschacht freimachen, Panel mit 2 Schrauben fixieren, Lüfter anschließen und Sensoren platzieren.


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Zum Schluss noch Cardreader über USB, die Stromversorgung und die Audio- und SATA-Kabel einstecken. Eine Besonderheit ist hier, wie schon angesprochen der herausnehmbare Kartenleser:


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Nach dem Umklappen eines Metallbügels lässt er sich problemlos herausnehmen und ebenso leicht wieder hereinstecken.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Montage beider Geräte recht einfach zu statten geht. Wenn man ein bisschen Erfahrung mit dem Bau von Computern hat, sollte man auch keine Probleme bei dem Einbau dieser beiden Lüftersteuerungen bekommen.

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Aerocool Lüftersteuerungen: CoolWatch und CoolPanel 2 - 5/7
27.11.2005 by Jan Philip
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Praxis: CoolWatch
Nach dem Start der Software des CoolWatch fallen zunächst die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten auf. Das Interface ist in zwei Bereiche eingeteilt. Im rechten Teil sieht man im Prinzip auch die Informationen, die auf dem Display angezeigt werden. Im linken Teil sind die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten:


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Auf dem Display werden immer die Werte eines Kanals gleichzeitig angezeigt, d.h. Alarmtemperatur, Sensortemperatur und Lüfterdrehzahl. Daneben erfährt man die aktuelle Uhrzeit und Lautstärke. Die konzentrischen Kreise stellen einen graphischen Equalizier dar. Im Falle eines Alarms ( Lüfterausfall oder Temperaturüberschreitung ) beginnt das Display rot zu blinken und es ertönt ein greller Alarmton, der an einen Wecker erinnert.


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Die Lesbarkeit ist sehr gut, man kann aus fast allen Winkeln alles gut erkennen. Auch optisch wertet das Panel das Gehäuse etwas auf, sofern man die passende Farbe gewählt hat. In Sachen Verarbeitung lassen sich keine Mängel erkennen. Nichts klappert und es gibt keine scharfen Kanten o.Ä..

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Praxis: CoolPanel 2
Die Funktionen des Coolpanel 2 sind bei weitem nicht so umfangreich, dafür ist auch etwas preiswerter. Ein besonderes Gimnik des Panels ist der herausnehmbare Kartenleser. Sofern man noch über ein passendes USB-Kabel verfügt kann dieser auch an anderen PCs verwendet werden. Die Lüftersteuerung verfügt ebenfalls über vier Kanäle. Alles wird über die vier Tasten am Display eingestellt. Die „Menüführung" ist recht logisch gewählt. Mit der Mode-Taste wechselt man zwischen den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten und mit der Up- und Down-Taste kann man die Werte verändern. Der Rest-Knopf ist wohl selbsterklärend. Die Lüftersteuerung verfügt über folgende Funktionen:


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Auf dem Display werden gleichzeitig alle vier Lüfterdrehzahlen angezeigt und die jeweilige Temperatur des Sensors. Der Blinkwinkel ist hierbei nicht ganz so gut, wie bei dem CoolWatch. Schaut man steiler als ca. 45° auf das Display lässt sich nichts mehr erkennen.


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Hinter der schließbaren Frontklappe verbergen sich das Kantenlesegerät und die Frontanschlüsse. Benötigt man diese nicht, so kann man diese einfach verbergen. Auch hier ist alles sauber verarbeitet. Die Frontklappe lässt sich einfach öffnen und schließen und man findet keine scharfen Kanten o.Ä.

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27.11.2005 by Jan Philip
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Fazit

CoolWatch
Insgesamt ist das CoolWatch eine gut durchdachte Lösung für den Frontschacht. Über ein großes, gut ablesbares Display werden alle wichtigen Daten angezeigt. Zudem ist noch gleich eine automatische Lüftersteuerung eingebaut. Ein integrierter Kartenleser und einige Anschlüsse runden das ganze Paket ab. Die Verarbeitung und die - leider nur englische, dafür aber sehr ausführliche - Anleitung können sich sehen lassen. Negativ ist uns aufgefallen, dass Aerocool die erforderliche Software nicht auf die mitgelieferte CD packt. Außerdem müssen alle verwendeten Lüfter über ein Tachosignal verfügen, was bei den meisten serienmäßig verbauten VGA-Kühlern wohl nicht der Fall ist. Über die nicht einstellbaren Kennlinien kann sich dank der recht sinnvollen Festlegen hinweggesehen.
Jedem, der noch zwei Frontschächte in seinem luftgekühlten PC frei hat und der sein System etwas überwachen und optimieren möchte, kann ich dieses Gerät empfehlen. Der Preis von knapp 60 € ist für die gebotene Leistung noch angemessen, wer jedoch nur Wert auf eine Lüftersteuerung legt, findet diese auch preiswerter und kann bei anderen Geräten zum Teil auch selber Schwellenwerte definieren.

Pro:
  • automatische Lüftersteuererung
  • mehrfarbige Displaybeleuchtung
  • gute Ablesbarkeit des Displays
  • ausführliche Bedienungsanleitung
  • saubere Verarbeitung
Contra:
  • fehlende Software im Lieferumfang
  • keine Kennlinien selbst festlegbar
  • Tachosignal erforderlich


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CoolPanel 2
Das CoolPanel 2 ist sauber verarbeitet und im Lieferumfang ist alles zur Montage vorhanden. Will man keinen extra Kartenleser herumliegen haben, ist die herausnehmbare Version eine praktische Alternative. Genügend Anschlüsse an der Front sind auch vorhanden. Zur Überwachung des PCs ist das Gerät dank seiner vier Sensoren und dem unüberhörbaren Alarm gut geeignet. Leider trübt die Lüftersteuerung auf Grund des Pfeifens mancher Lüfter den Gesamteindruck - ein typisches Problem bei der Regelung der Lüfterdrehzahl durch Pulsweitenmodulation (PWM). Auch das mäßig ablesbare Display könnte noch überarbeitet werden.
Wer seinen PC um ein paar Frontanschlüsse erweitern und dazu noch eine Temperaturüberwachung in seinem Systems haben möchte, sollte sich das CoolPanel 2 ansehen. Der Preis von 44,90 € ist allerdings etwas hoch gegriffen - hier könnte es sinnvoll sein, einen Blick auf den Vorgänger zu werfen und ca. 11 € zu sparen.

Pro:
  • einfache Montage
  • saubere Verareitung
  • versteckbare Frontanschlüsse
  • herausnehmbarer Kartenleser
  • guter Lieferumfang
Contra:
  • „Pfeifen" mancher Lüfter
  • ungünstiger Blickwinkel des Displays


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Unser Dank gilt Listan für die Teststellung der beiden Lüftersteuerungen.




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