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Albatron PX915G4PRO - Sockel 478 Northwood trifft Intel i915G - 1/7
04.01.2005 by doelf
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Nachdem wir uns zuletzt mit Mainboards für AMDs Athlon 64 und XP beschäftigt hatten, wollen wir uns heute wieder einer Hauptplatine für Intels Pentium 4 widmen. Normalerweise würde man nun einen Sockel 775 Artikel erwarten, denn der alte Sockel 478 fährt so langsam in Richtung Abstellgleis, doch heute möchten wir uns dennoch ein Sockel 478 Mainboard ansehen: das Albatron PX915G4PRO. Durch die Kombination des Intel 915G Chipsatzes mit einer Sockel 478 Platine ermöglicht Albatron etwas, das viele Besitzer einer P4 CPU mit Northwood Core (mit 533 oder 800 MHz FSB) interessieren dürfte: die Kombination aus PCI-Express und Pentium 4 Northwood!


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Angesichts der leistungshungrigen DirectX 9-Spiele steht für viele Benutzer eine neue Grafikkarte an. Aber soll man wirklich noch auf AGP setzen, wenn die Zukunft PCI Express heißt? Eines ist klar: In Hinblick auf die Performance bietet eine PCI Express Grafikkarte derzeit noch keine Vorteile, doch die kommenden Chipsätze und Mainboards werden auf PCI Express aufbauen und einer AGP Grafikkarte keinen Platz mehr bieten. Einige Hersteller bieten zwar einen AGP-Steckplatz in Kombination mit Intels PCI Express Chipsätzen an, doch dies sind Budget-Lösungen, welche die AGP-Karte als PCI-Gerät ansteuern und diese erheblich ausbremsen. Hinzu kommen bei diesen Lösungen deutliche Kompatibilitätsprobleme mit modernen AGP 8x Grafikkarten. Wer seinen Northwood und DDR400 Arbeitsspeicher behalten möchte, die Grafikkarte jedoch gegen ein PCI-Express Modell austauschen will, findet mit dem Albatron PX915G4PRO eine gut ausgestattete Upgrade-Möglichkeit.


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Der Lieferumfang des Albatron PX915G4PRO

Im Lieferumfang vermissen wir die Slotbleche mit den digitalen Audio-Anschlüssen sowie den 4 weiteren USB-Anschlüssen. Albatron beschränkt sich auf das Nötigste, um den Preis niedrig zu halten.

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Albatron PX915G4PRO - Sockel 478 Northwood trifft Intel i915G - 2/7
04.01.2005 by doelf
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Der Intel i915G Chipsatz und seine Umsetzung auf dem Albatron PX915G4PRO
Eigentlich wurde der Intel i915G für Mainboards mit einem Sockel LGA775 entwickelt, doch genau wie einige Hersteller LGA775 Mainboards mit Intels i875P (Canterwood) kombinieren, läßt sich auch der i915G mit dem Sockel 478 einsetzen. Intel läßt den Mainboard-Herstellern beim i915G Chipsatz die Wahl, ob DDR1- oder DDR2-Speicher zum Einsatz kommen soll. Da Albatron mit dem PX915G4PRO auf aufrüstwillige Käufer zielt, hat man sich für DDR1-Speicher entschieden. Da DDR2-Module noch recht teuer sind und keinen Leistungsvorteil bieten, war diese Wahl zweifelsohne die richtige. Maximal sind 4 GB Speicherausbau möglich.

Die uns vorliegende G-Variante des Chipsatzes beinhaltet den Intel Graphics Media Accelerator 900, eine DirectX 9/Open GL 1.4 Grafiklösung mit Shared Memory, es wird folglich der Arbeitsspeicher für den Grafikspeicher mitverwendet. Dabei beschränkt sich der Grafikcore auf ein Minimum an Arbeitsspeicher und reserviert nur mehr, wenn dieser auch von Anwendungen verlangt wird. Intel nennt diese Technik Dynamic Video Memory Technology (DVMT) 3.0, mit der bis zu 224 MB Grafikspeicher zur Verfügung stehen. Der Takt des Grafikcores liegt bei beachtlichen 333MHz, der Speichertakt richtet sich nach dem eingesetzten Arbeitspeicher.
Auch wenn man durchaus das eine oder andere Spiel mit der onboard Grafik spielen kann, ist diese im Vergleich zu modernen Grafikkarten nicht besonders leistungsfähig. In unserem 3D-Performance-Guide Q4/2004 haben die i915G Grafikeinheit anhand des Albatron PX915G4PRO getestet, dort kann man deren Leistung im Vergleich zu den 3 letzten Grafikchip-Generationen einsehen.
Durch den Einsatz einer Erweiterungskarte im PCI Express x16 Steckplatz wird die onboard Grafik fit für Dual-Display Konfigurationen.

Reicht die onboard Grafik nicht aus, bietet der i915G auch Unterstützung für eine Grafikkarte in der PCI Express x16 Bauform. Für PCI Express x1 werden zwei Adernpaare benötigt, ist eine größere Bandbreite erforderlich, werden weitere Adernpaare zusammengefaßt. Die vorgesehenen Kombinationen reichen somit von x1 bis x32. Während die maximale Bandbreite von AGP 8x bei 2.1 GB/s liegt, erzielt PCI Express x16 gar 4 GB/s (je Richtung).
Aber nicht nur für Grafikkarten, auch für onboard Komponenten und Erweiterungskarten bietet PCI Express klare Vorteile. Statt eines parallelen Busses setzt PCI Express auf eine Punkt-zu-Punkt Verbindung der einzelnen Geräte. Mußten sich bisher alle PCI-Karten und die onboard PCI-Komponenten gemeinsam 133 MB/s teilen, so verfügt nun jedes PCI Express x1 Gerät über 250 MB/s (je Richtung). Zudem besteht bei der parallelen PCI-Architektur immer die Gefahr, daß die Fehlfunktion eines einzigen Gerätes den kompletten PCI-Bus blockiert - die Punkt-zu-Punkt Architektur von PCI Express vermeidet diese Schwachstellen. Neben drei normalen 32-Bit PCI-Steckplätzen bietet das Albatron PX915G4PRO auch zwei PCI Express x1 Slots für Erweiterungskarten. Im Handel sind PCI Express-Karten jedoch noch Mangelware - abgesehen von Grafikkarten und dem einen oder anderen Gigabit-LAN Controller.

Mit Intel High Definition Audio wird 7.1 Surround Sound mit Dolby Digital und DTS zum Standard, Albatron fürt den High Definition Sound mit einem Realtek ALC880 aus. Als Southbridge kommt Intels ICH6 zum Einsatz, die neben 4 Serial-ATA Ports (SATA/150) auch zwei Ultra ATA/100 Geräte unterstützt. Auf Intels Matrix Storage Technology müssen wir leider verzichten, da Albatron auf Intels ICH6R/RW verzichtet. Wer mehr als zwei ATA100-Geräte benötigt, hat bei Intels aktueller Chipsatzfamilie ein Problem. Aus diesem Grund stellt Albatron der ICH6 auf dem PX915G4PRO einen ITE IT8212F zur Seite. Dieser ATA133-Controller bietet zwei weitere Anschlüsse für bis zu vier Festplatten, die für sich alleine, als JOBD oder in den RAID-Modi 0, 1 und 0+1 betrieben werden können. Ein zweiter Controller auf dem Mainboard ist der Marvell MV8001, der sich für Gigabit-LAN verantwortlich zeigt, zudem bietet Albatron auch noch 10/100 MBit-LAN durch einen VIA VT6105 (Rhine III). Bei allen 3 Controllern handelt es sich um PCI-Geräte - schade, zumindest beim Gigabit-LAN Chip hatten wir auch PCI-Express gehofft.


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Kommen wir zu Intels Direct Media Interface (DMI): Bisher bot Intels Hub-Architektur eine Bandbreite von 266 MB/s für I/O-Geräte - immerhin die doppelte Bandbreite des PCI-Busses. Diese Architektur wird nun durch DMI, einen seriellen Punkt-zu-Punkt-Bus, der es auf 1 GB/s (je Richtung) bringt, ersetzt. Intel beseitigt hiermit eine Engstelle, welche von den anderen Chipsatzherstellern schon deutlich früher angegangen wurde.

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Albatron PX915G4PRO - Sockel 478 Northwood trifft Intel i915G - 3/7
04.01.2005 by doelf
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Das Layout des Albatron PX915G4PRO
Das Layout des Albatron PX915G4PRO ist gut gelungen. In der oberen Hälfte finden wir den CPU-Sockel am oberen Rand, links daneben befindet sich die Stromversorgung mit dem ATX-12V-Anschluß. Zwischen dem Steckplatz für PCI Express x16 Grafikkarten und dem CPU-Sockel wurde die passiv gekühlte Northbridge angeordnet, rechts davon finden wir 4 DIMM-Slots, die ausreichenden Abstand zu langen Grafikkarten halten. Am rechten Rand finden wir ganz oben einen Winbond Smart I/O W83627THF, darunter den 24-Pin ATX-Anschluß sowie den Floppy-Anschluß. Für den Betrieb des PX915G4PRO kann man wahlweise ein Netzteil mit 24 oder 20 Pin-Anschluß verwenden.


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Unterhalb des PCI Express x16 Steckplatzes befinden sich zwei PCI Express x1 sowie 3 herkömmliche 32 Bit PCI Slots. Links neben den Steckplätzen für die Erweiterungskarten ordnet Albatron von oben nach unten die Netzwerkcontroller Marvell MV8001 und VIA VT6105 sowie das verlötete BIOS an. Das BIOS wäre somit unser erster Kritikpunkt: Albatron verzichtet auf ein Dual BIOS und sockelt den Chip nicht. Geht beim BIOS-Flash etwas schief, muß das Mainboard eingeschickt werden!


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Rechts neben den PCI Express x1 Steckplätzen befinden sich zwei Header für zusätzliche USB-Anschlüsse, die passive gekühlte Southbridge, deren Kühler die Form des Firmensymbols, des Albatros, aufgreift und, zum rechten Rand hin, die 4 Serial-ATA Anschlüsse, die CMOS Batterie mit CLEAR-CMOS Jumper sowie der ATA100-Anschluß der ICH6. Unterhalb der ICH6 sehen wir den ITE IT8212F RAID-Controller mit seinen beiden ATA133-Anschlüssen. Am unteren Boardrand reiht Albatron die Anschlüsse für ein optionales Soundmodul mit digitalen Ausgängen, den CD-Audio-Eingang, Header für den Gameport, IrDA, Gehäuselautsprecher, LEDs und Schalter auf. Hier finden wir auch einen dritten Lüfteranschlüß, zwei weitere befinden sich links neben der Northbridge.


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Im ATX-Panel wurden folgende Anschlüsse integriert:


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Unserer Meinung nach ist das Albatron PX915G4PRO durchdacht aufgebaut, die Anschlüsse wurden gut erreichbar und sinnvoll platziert, die Ausstattung ist gut, die Optik schick. Natürlich hätte man das Mainboard noch besser machen können: Ein gesockeltes BIOS, die ICH6R sowie die Verwendung von PCI Express Controllern für Gigabit-LAN und ATA133 hätten das PX915G4PRO noch besser, aber auch deutlich teurer gemacht.

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Albatron PX915G4PRO - Sockel 478 Northwood trifft Intel i915G - 4/7
04.01.2005 by doelf
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Das BIOS
Wir haben das Albatron PX915G4PRO mit dem BIOS in der Version R1.23 getestet. Albatron bietet alle wichtigen Einstellungen für einen problemlosen Betrieb und ein erfolgreiches Übertakten. Auch das Absenken der CPU-Spannung für einen kühleren Betrieb ist möglich:

Taktraten

Memory Voltages

Albatron bietet die Möglichkeit, den CPU-Lüfter abhängig von der CPU-Temperatur regeln zu lassen. Dies funktionierte bei uns leider nicht, auch wenn das aktuelle BIOS gerade Probleme mit dieser Lüfterregelung beheben sollte.

Stabilität
Konfrontiert mit 2x 256 MB TakeMS (11/03) und 2x 512 MB TakeMS (11/03) arbeitete die Platine ebenso stabil wie bei der Kombination dieser Speicherriegel mit unserem Satz Corsair TWIMX XMS512-4000. Während bisher jedes Testboard mit den beiden TakeMS Modulen 256 MB (07/03) zurecht kam, hatten wir mit der überarbeiteten Version von 11/03 bisher immer wieder Probleme auf Mainboards mit Intels Canterwood Chipsatz, Platinen mit Sprigdale Chipsatz liefen hingegen zumeist problemlos. Der Grantsdale scheint hier seinem Vorgänger nachzueifern, das Albatron PX915G4PRO verhielt sich in Hinblick auf die Speicherkompatibilität absolut vorbildlich!
Unseren 24 Stunden Last-Test (Dauerschleife: SiSoft Sandra Burn-In + Prime95 Torturetest + 3DMark2001SE) verrichtete die Platine ohne irgendwelche Probleme.

Overclocking
Overclocking wurde nur auf die Funktion getestet, diese ist gegeben. Früher hätten wir hier ein Übertaktungsergebnis genannt, doch Bestleistungen in dieser Disziplin erkaufen sich etliche Hersteller mit stark angehobenen Spannungen, die ein frühzeitiges Ableben der Platine nach sich ziehen können. Diesen Blödsinn machen wir nicht mehr mit.

Resourcen
In Ermangelung von PCI Express x1 Erweiterungskarten war es uns leider nicht möglich, ein vollständig bestücktes System nachzustellen.

  IRQ16 IRQ17 IRQ18 IRQ19 IRQ20 IRQ21 IRQ22 IRQ23
PCI-E Root X - - - - - - -
PCI-E x16 X - - - - - - -
PCI#1 - - - - - - - X
PCI#2 - - X - - - - -
PCI#3 - - - X - - - -
Audio X - - - - - - -
VIA LAN - - - - X - - -
Marvell LAN - - - - - X - -
ITE RAID - - - - - - X -
USB 2.0 #A X - - - - - - -
USB 2.0 #B - - X - - - - -
USB 2.0 #C - - - X - - - -
USB 2.0 #D - - - - - - - X
USB 2.0 - - - - - - - X

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Albatron PX915G4PRO - Sockel 478 Northwood trifft Intel i915G - 5/7
04.01.2005 by doelf
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Das Testsetup:
Die mit fetter Schrift hervorgehobenen Komponenten wurden für die Benchmarks verwendet.

Soundcheck

RightMarkt 5.0 Albatron
PX915G4PRO
Albatron
PX875P R1
MSI
PT880 Neo
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+0.26;-0.31 +0.21;-1.27 +0.30;-0.41
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-84.9 -85.1 -85.8
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
81.6 78.9 77.9
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0.017 0.022 0.040
Intermodulation
distortion, %
(kleiner=besser)
0.047 0.065 0.077
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-83.3 -82.9 -81.0

Das Albatron PX915G4PRO erreicht durchweg gute bis sehr gute Werte, der onboard Sound kann sich definitiv hören lassen. Schade, daß Albatron nicht von Hause aus die digitalen Audio-Anschlüsse beipackt.

USB 2.0-Performance
Mit SiSoft Sandra 2004 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen Firewire-/USB 2.0 Case (Avance iFire2) befindet sich eine 2,5" Notebookfestplatte mit 40 GB und 4200 U/Min von IBM (IC25N040AT), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

SiSoft Sandra 2004: USB 2.0 Sequential Read; Sequential Write
Albatron
PX915G4PRO
Intel i915G
20 MB/sec
20 MB/sec

Asrock
K8-Combo
ULi 1689
20 MB/sec
20 MB/sec

Asrock
K8S8X
SiS 755
20 MB/sec
20 MB/sec

Asus
K8V SE
VIA K8T800
20 MB/sec
20 MB/sec

EPoX
8KDA3+
nForce3 250GB
20 MB/sec
20 MB/sec

EPoX
8RDA6+
nForce2 GB
20 MB/sec
20 MB/sec

Albatron KX18DS Pro II
nForce 2
20 MB/sec
20 MB/sec

Alle Mainboards schöpfen die Performance unserer externen Festplatte voll aus.

IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate getestet. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:

HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
EPoX 8KDA3+
S-ATA/nForce3
124.3 MB/sec
Albatron PX875P
S-ATA/ICH5
122.9 MB/sec
Albatron PX915G4
S-ATA/ICH6
120.8 MB/sec
EPoX 8KDA3+
P-ATA/nForce3
117.1 MB/sec
Albatron PX915G4
P-ATA/ITE
105.9 MB/sec
Albatron PX875P
P-ATA/ICH5
92.0 MB/sec
Albatron PX915G4
P-ATA/ICH6
91.4 MB/sec

Die IDE-Performance des Albatron PX915G4PRO liegt knapp hinter der des PX875P PRO zurück, dennoch erfüllt sie unsere Erwartungen voll und ganz. Da Intel nur ATA100, nicht aber ATA133 unterstützt, ist die Burstrate unserer DiamondMax Plus8 hier natürlich limitiert. Der ATA133/RAID-Controller von ITE erreicht ein brauchbares Ergebnis, schließlich ist er ja nur via PCI angebunden. Zum Vergleich haben wir zusätzlich das EPoX 8KDA3+ mit NVIDIAs nForce 3 250 GB Chipsatz herangezogen, welcher neben ATA133 auch S-ATA 1.0 (ATA150) unterstützt.

CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart "übertaktete Mainboards" in Benchmarks einen Vorteil haben. Wie sieht es bei den Testkandidaten aus?

Taktraten Albatron
PX915G4PRO
Albatron
PX875P Pro
MSI
PT880 Neo
CPU-Takt
Soll: 3000 MHz
3000.9 3006.9 3014.1
Bus-Takt
Soll: 800 MHz
800.2 801.8 803.8
Speicher-Takt
Soll: 200 MHz (DDR400)
200.1 200.5 200.9

Alle Mainboards liegen knapp über der Spezifikation, wobei das Albatron PX915G4PRO die geringste Abweichung aufzeigt und beinahe eine Punktlandung schafft. Wir behalten also im Hinterkopf, daß unsere Vergleichsplatine, das Albatron PX875P PRO, einen Taktvorteil von 6 MHz bzw. 0,2 Prozent hat.

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Albatron PX915G4PRO - Sockel 478 Northwood trifft Intel i915G - 6/7
04.01.2005 by doelf
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CPU- und Speicher-Performance
Der Grantsdale Chipsatz ist der Nachfolger des Springdale, an diesem müssen wir ihn auch messen. Da viele Benutzer jedoch auch Platinen mit dem Canterwood einsetzen, haben wir uns entschlossen, Albatrons PX875P Pro für die Vergleichsmessungen heranzuziehen. Da der Canterwood Chipsatz ohne den Einsatz der PAT-Technologie die gleiche Leistung wie ein Springdale zeigt, haben wir die Benchmarks mit dem PX875P PRO sowohl mit als auch ohne PAT durchgeführt. Wir erwarten von unserer Grantsdale Platine in etwa die Leistung des Canterwood ohne PAT, da wir auf beiden Mainboards den selben Speicher und die selbe CPU einsetzen, wäre es verwunderlich, größere Abweichungen zu finden.
Sehen wir uns nun die Ergebnisse von SiSoft Sandra 2004 an:

SiSoft Sandra 2004: Dhrystone; Whetstone; Whetstone SSE
Albatron PX915G4
i915G
9103
3750
6692


Albatron PX875P
i875P+PAT
9013
3753
6700


Albatron PX875P
i875P
9052
3754
6706


SiSoft Sandra 2004: INT/SSE; FPU/SSE
Albatron PX875P
i875P+PAT
23072
32949

Albatron PX875P
i875P
23062
32866

Albatron PX915G4
i915G
23003
32759

Die CPU Performance erfüllt unsere Erwartungen, beide Platinen liegen Kopf an Kopf, wobei die CPU auf dem PX875P PRO ja 6 MHz Vorteil hat.

SiSoft Sandra 2004: Mem/INT; Mem/FPU
Albatron PX875P
i875P+PAT
4762
4686

Albatron PX875P
i875P
4577
4628

Albatron PX915G4
i915G
4437
4437

In Hinblick auf den Speicherdurchsatz fällt der Intel i915G zurück - auch im Vergleich zum Canterwood ohne PAT. Der Abstand ist zwar nicht tragisch, aber dennoch deutlich. Hat Intel auch die 915er-Familie eher für den Einsatz von DDR2-Speicher optimiert?

Cinebench 2003: CPU-Test 1 CPU / 2 CPU
Albatron PX875P
i875P+PAT
301
358

Albatron PX875P
i875P
301
358

Albatron PX915G4
i915G
298
357

Auch beim CPU-Test von Cinebench 2003 liegt die Canterwood-Platine knapp vorne, wobei der Vorsrpung größer ausfällt als die 0,2 Prozent Taktvorteil.

Super PI: 1M (niedrigere Werte sind besser)
Albatron PX875P
i875P+PAT
46s
Albatron PX875P
i875P
47s
Albatron PX915G4
i915G
47s

Super PI zeigt minimale Vorteile für den Canterwood mit aktiviertem PAT, ohne PAT liegen die beiden Mainboards gleich auf.

Encoding-Performance
Die nächste Testreihe betrachtet die Performance beim Encoden von Video-Daten.

TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
Albatron PX875P
i875P+PAT
176s
Albatron PX875P
i875P
177s
Albatron PX915G4
i915G
177s

TMPEG bestätigt das Ergebnis von Super PI: Der Canterwood erzielt mit PAT minimale Vorteile, ohne PAT gibt es abermals einen Gleichstand zwischen i915G und i875P.

Windows Media Encoder 9: 5384 kbit/s (niedrigere Werte sind besser)
Albatron PX915G4
i915G
1400s
Albatron PX875P
i875P+PAT
1403s
Albatron PX875P
i875P
1410s

Ganz anders sieht es beim Windows Media Encoder 9 aus, denn hier liegt das Albatron PX915G4PRO ganz vorne. Mit PAT fällt das PX875P Pro um 3, ohne PAT sogar um 10 Sekunden zurück.

Spiele-Performance
Das Albatron PX915G4PRO wurde in unserem 3D-Performance-Guide Q4/2004 für die PCI Express Grafikkarten eingesetzt. Für 54 3D-Benchmark Durchläufe mit diversen Grafikkarten sowie der onboard Grafik verweisen wir deshlab auf den 3D-Performance-Guide Q4/2004. Zudem wird dieser Test in den nächsten Wochen um weitere Grafikkarten erweitert werden:

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Albatron PX915G4PRO - Sockel 478 Northwood trifft Intel i915G - 7/7
04.01.2005 by doelf
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Fazit
Das Albatron PX915G4PRO ist eines der wenigen Mainboards, die den Intel Grantsdale mit seiner Unterstützung für PCI Express mit dem Sockel 478 kombinieren. Da es im üblichen Biotop des i915G, dem LGA775, keine Pentium 4 Prozessoren mit Northwood-Kern gibt, haben wir die Platine mit einem solchen Exemplar getestet und sind überrascht, wie problemlos und sauber dieses Mainboard arbeitet. Eine tadellose Stabilität, ein sehr gutes Layout und eine gute Ausstattung bringen das PX915G4PRO weit nach vorne.
Die Performance liegt - wie zu erwarten war - im Bereich des Springdale Chipsatzes, hier kann sich die Platine nicht sonderlich profilieren. Die Beigaben sind zudem etwas mager, zumindest ein Slotblech mit den vier weiteren USB 2.0 Anschlüssen hätten wir uns gewünscht, auch ein weiteres Slotblech für die digitalen Audio-Anschlüsse wäre uns positiv aufgefallen, doch leider spart Albatron beide ein.
Für Übertakter sowie jene, die lieber die CPU-Spannung absenken möchten, gibt es allerlei Möglichkeiten. Wer den Takt deutlich anheben will, sollte einen CPU-Kühler wählen, der die Northbridge mitkühlt, denn deren passiver Kühlkörper wird auch im Normalbetrieb schon recht warm.
Albatron verzichtet bei den LAN- und RAID-Controllern auf Modelle mit PCI Express Anbindung sondern setzt auf herkömmliche PCI-Chips. Das finden wir zwar schade, aber es drückt auch die Kosten. Der Preis der Mainboards soll knapp über 100 Euro liegen, das Modell mit i915P (ohne onboard Grafik) ist bereits unter 100 Euro zu haben. Zudem gibt es auch Varianten ohne Gigabit-LAN. Wir finden diesen Preis ausgesprochen fair und erteilen dem PX915G4PRO ein "Sehr Gut".


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Unser Dank gilt Albatron für die Bereitstellung des PX915G4PRO sowie der Albatron PC5750 PCI Express Grafikkarte.




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