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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 1/17
18.09.2006 by doelf
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UPDATE 21.09.2006:
Die SLI-Benchmarks im Zusammenspiel mit zwei GeForce 7900 GT basierenden Grafikkarten sind fertig! Zudem haben wir die 3D-Performance natürlich auch mit einer einzelnen GeForce 7900 GT überprüft:
AM2-Mainboards im Test - Die SLI Benchmarks




Nachdem wir uns das ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi und das MSI K9N SLI Platinum angesehen haben, gehen wir mit dem Biostar TForce 590 SLI Deluxe nun in die dritte Runde unseres Sockel AM2 Roundups. Das Biostar TForce 590 SLI Deluxe verwendet ebenso wie das ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi den nForce 590 SLI Chipsatz von NVIDIA, es bietet damit zwei vollwertige PCI-Express x16 Steckplätze, die mit jeweils 16 PCI-Express Lanes angebunden sind, und ist im oberen Preisbereich angesiedelt. Wir konnten im Netz nur einen Anbieter finden, der rund 180 € für dieses Mainboard verlangt. Angesichts dieses hohen Preises wird es dem Biostar TForce 590 SLI Deluxe schwerfallen, sich gegen das rund zehn Euro preiswertere ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi durchzusetzen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Für detaillierte technische Hintergründe verweisen wir auf unsere Launchartikel zu AMDs AM2 Prozessoren und NVIDIAs nForce5 Chipsätzen. Einen Leistungsvergleich Sockel 939 vs. AM2, der mit dem MSI K9N SLI Platinum durchgeführt wurde, sowie wichtige Anmerkungen zu Besonderheiten beim Arbeitsspeicher auf dem Sockel AM2 haben wir bereits im Rahmen des Auftaktartikels dieser Testserie zum ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi veröffentlicht. Wir fassen die wichtigsten Punkte an dieser Stelle in aller Kürze zusammen, für weiterführende Informationen solltet ihr in den oben genannten Artikeln nachschlagen.

Die fünfte nForce Generation
Die neuen Medien- und Kommunikations-Prozessoren - also die Chipsätze - des amerikanischen Herstellers NVIDIA formieren sich als nForce 500 Familie und umfassen derzeit vier Varianten:

  590 SLI 570 SLI 570 Ultra 550 MCP
LinkBoost ja nein nein nein
SLI 2x x16 2x x8 nein nein
PCIe Lanes 46 28 20 20
PCIe Links 9 6 5 5
SATA 3 Gb/s Laufwerke 6 6 6 4
ATA133 Laufwerke 2 2 2 2
RAID Modi 0,1,0+1,5 0,1,0+1,5 0,1,0+1,5 0,1,0+1
MediaShield ja ja ja ja
Gigabit-LAN 2 2 2 1
FirstPacket ja ja ja nein
DualNet Teaming ja ja ja nein
USB 2.0 Ports 10 10 10 10
PCI Slots 5 5 5 5
HD Audio ja ja ja ja

Die wesentlichen Neuerungen im Vergleich zur nForce 4 Familie sind zwei Gigabit-LAN Anschlüsse, High-Definition Audio sowie sechs Serial-ATA 3 Gb/s Ports. Im Gegenzug spart NVIDIA einen ATA133-Anschluss ein.

Einer Erklärung bedarf die "LinkBoost-Technologie", welche nur der nForce 590 SLI bietet: Beim Einsatz eines NVIDIA Grafikprozessors der aktuellen Spitzenklasse hebt der 590 SLI die Taktraten von PCI-Express- und HyperTransport-Anbindung um 25 Prozent an, damit steigt die Bandbreite von 8 auf 10 Gb/s. Allerdings ist der praktische Nutzen gering, da diese Bandbreite derzeit noch nicht ausgelastet wird.

DDR2-800 und der Timing Mode
AMDs "BIOS and Kernel Developer's Guide for AMD NPT Family 0Fh Processors" gibt für den Speicher-Controller der aktuellen AM2-Prozessoren erfreulicherweise den DDR2-800 Betrieb mit vier Speicherriegeln frei. Allerdings wird bei 400 MHz Speichertakt (DDR2-800) kein Timing Mode von 1T unterstützt - die berühmte und berüchtigte 1T Command Rate führt im Zusammenspiel mit DDR2-800 Speicher daher fast immer zu Instabilitäten.

Speicher A1+B1 A2+B2 Timing
DDR2-400 - belegt 1T
DDR2-400 belegt belegt 2T
DDR2-533 - belegt 1T
DDR2-533 belegt belegt 2T
DDR2-667 - belegt 1T
DDR2-667 belegt belegt 2T
DDR2-800 - belegt 2T
DDR2-800 belegt belegt 2T

Speichertakt: Von Wünschen und Tatsachen
Mit der Steigerung des Speichertaktes auf bis zu 400 MHz (DDR2-800) bekam der Speichercontroller der AM2-Prozessoren mit seinen ganzzahligen Teilern ein Problem: Die Taktraten der verschiedenen Prozessoren lassen zumeist nicht den vollen Takt von DDR2-533, DDR2-677 und DDR2-800 zu. Doch wie kommt man an den Multiplikator? Man nehme den CPU-Takt und teile ihn durch den gewünschten Speichertakt. Hat dieses Ergebnis Nachkommastellen, rundet AMD immer zum nächsthöheren, ganzzahligen Wert auf (Ceil-Funktion). Dieser Wert ist der Multiplikator. Da der Multiplikator aufgerundet wird, kommt es bei zahlreichen Konfigurationen zu einem niedrigeren Speichertakt als gewüscht.

Ein Beispiel: Da alle X2 3800+ Modelle mit 2 Ghz arbeiten, kommen sie perfekt mit DDR2-400, DDR2-667 und DDR2-800 zurecht, lediglich bei DDR2-533 fehlen 16 MHz auf den Wunschtakt:

  • CPU-Takt 2000 MHz:
    • DDR2-400 gewünscht: 2000 / 200 = 10
      => tatsächlicher Speichertakt: 2000 / 10 = 200 MHz (DDR2-400)
    • DDR2-533 gewünscht: 2000 / 266,66 = 7,50
      => tatsächlicher Speichertakt: 2000 / 8 = 250 MHz (DDR2-500)
    • DDR2-667 gewünscht: 2000 / 333,33 = 6
      => tatsächlicher Speichertakt: 2000 / 6 = 333 MHz (DDR2-666)
    • DDR2-800 gewünscht: 2000 / 400 = 5
      => tatsächlicher Speichertakt: 2000 / 5 = 400 MHz (DDR2-800)

Die im 65 nm Prozess gefertigten Modelle beherrschen halbe Teiler für den Prozessortakt. Zur Einführung dieser Prozessoren Ende 2006 hatten wir AMD die Frage gestellt, ob diese halben Teiler auch für den Speichertakt verwendet würden, um durch feinere Schritte näher an den Idealtakt heranzukommen. Dies wurde uns damals zwar bestätigt, doch in Ermangelung einer entsprechenden CPU konnten wir die tatsächlichen Taktraten nie nachstellen. Erst im Juli 2007 veröffentlichte AMD die Revision 3.08 seines "BIOS and Kernel Developer’s Guide", in der wir zu unserer Überraschung eine Tabelle fanden, welche die Speichertaktraten in Abhägigkeit vom Prozessortakt dokumentiert. Dort zeigt sich, dass auch die 65 nm Prozessoren ganzzahlige Teiler nutzen und sich daraus sehr ungünstige Speichertakte - insbesondere für DDR2-800 - ergeben.

CPU-Takt
in MHz
Speichertakt in MHz
200 266 333 400
1600 (90 nm) 200 266 320 320
1800 (90 nm) 200 257 300 360
1900 (65 nm) 190 238 317 380
2000 (90 nm) 200 250 333 400
2100 (65 nm) 191 263 300 350
2200 (90 nm) 200 244 314 366
2300 (65 nm) 192 256 329 383
2400 (90 nm) 200 266 300 400
2500 (65 nm) 192 250 313 357
2600 (90 nm) 200 260 325 371
2600 (65 nm) 200 260 325 371
2800 (90 nm) 200 255 311 400
3000 (90 nm) 200 250 333 375
3200 (90 nm) 200 267 320 400

Grün markierte Taktraten schöpfen den Speichertakt voll aus, schwarz markierte Taktraten weichen um 1 bis 8 Prozent vom Wunschtakt ab, ist die Abweichung größer als 8 Prozent, wurde der tatsächliche Speichertakt rot gekennzeichnet.

Weiter: 2. Biostar TForce 590 SLI Deluxe: Revision 1.0 vs. 1.2

1. Hintergründe: nForce 590 SLI Chipsatz, Arbeitspeicher
2. Biostar TForce 590 SLI Deluxe: Revision 1.0 vs. 1.2
3. Biostar TForce 590 SLI Deluxe: Lieferumfang und Layout #1
4. Biostar TForce 590 SLI Deluxe: Layout #2
5. BIOS und Overclocking
6. Kompatibilität, Stabilität und Praxisbetrieb
7. Testumgebung, Audio, USB 2.0 und IDE
8. CPU-Leistung (synthetisch)
9. Multithreaded (synthetisch)
10. Datendurchsatz von Speicher und Cache
11. Primzahlen und Pi
12. Raytracing und Rendering
13. Kompression und mp3-Encoding
14. Video-Encoding
15. 3DMark06 und F.E.A.R.
16. Riddick und UT2004
17. Fazit

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