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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 1/17
18.09.2006 by doelf
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UPDATE 21.09.2006:
Die SLI-Benchmarks im Zusammenspiel mit zwei GeForce 7900 GT basierenden Grafikkarten sind fertig! Zudem haben wir die 3D-Performance natürlich auch mit einer einzelnen GeForce 7900 GT überprüft:
AM2-Mainboards im Test - Die SLI Benchmarks




Nachdem wir uns das ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi und das MSI K9N SLI Platinum angesehen haben, gehen wir mit dem Biostar TForce 590 SLI Deluxe nun in die dritte Runde unseres Sockel AM2 Roundups. Das Biostar TForce 590 SLI Deluxe verwendet ebenso wie das ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi den nForce 590 SLI Chipsatz von NVIDIA, es bietet damit zwei vollwertige PCI-Express x16 Steckplätze, die mit jeweils 16 PCI-Express Lanes angebunden sind, und ist im oberen Preisbereich angesiedelt. Wir konnten im Netz nur einen Anbieter finden, der rund 180 € für dieses Mainboard verlangt. Angesichts dieses hohen Preises wird es dem Biostar TForce 590 SLI Deluxe schwerfallen, sich gegen das rund zehn Euro preiswertere ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi durchzusetzen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Für detaillierte technische Hintergründe verweisen wir auf unsere Launchartikel zu AMDs AM2 Prozessoren und NVIDIAs nForce5 Chipsätzen. Einen Leistungsvergleich Sockel 939 vs. AM2, der mit dem MSI K9N SLI Platinum durchgeführt wurde, sowie wichtige Anmerkungen zu Besonderheiten beim Arbeitsspeicher auf dem Sockel AM2 haben wir bereits im Rahmen des Auftaktartikels dieser Testserie zum ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi veröffentlicht. Wir fassen die wichtigsten Punkte an dieser Stelle in aller Kürze zusammen, für weiterführende Informationen solltet ihr in den oben genannten Artikeln nachschlagen.

Die fünfte nForce Generation
Die neuen Medien- und Kommunikations-Prozessoren - also die Chipsätze - des amerikanischen Herstellers NVIDIA formieren sich als nForce 500 Familie und umfassen derzeit vier Varianten:

  590 SLI 570 SLI 570 Ultra 550 MCP
LinkBoost ja nein nein nein
SLI 2x x16 2x x8 nein nein
PCIe Lanes 46 28 20 20
PCIe Links 9 6 5 5
SATA 3 Gb/s Laufwerke 6 6 6 4
ATA133 Laufwerke 2 2 2 2
RAID Modi 0,1,0+1,5 0,1,0+1,5 0,1,0+1,5 0,1,0+1
MediaShield ja ja ja ja
Gigabit-LAN 2 2 2 1
FirstPacket ja ja ja nein
DualNet Teaming ja ja ja nein
USB 2.0 Ports 10 10 10 10
PCI Slots 5 5 5 5
HD Audio ja ja ja ja

Die wesentlichen Neuerungen im Vergleich zur nForce 4 Familie sind zwei Gigabit-LAN Anschlüsse, High-Definition Audio sowie sechs Serial-ATA 3 Gb/s Ports. Im Gegenzug spart NVIDIA einen ATA133-Anschluss ein.

Einer Erklärung bedarf die "LinkBoost-Technologie", welche nur der nForce 590 SLI bietet: Beim Einsatz eines NVIDIA Grafikprozessors der aktuellen Spitzenklasse hebt der 590 SLI die Taktraten von PCI-Express- und HyperTransport-Anbindung um 25 Prozent an, damit steigt die Bandbreite von 8 auf 10 Gb/s. Allerdings ist der praktische Nutzen gering, da diese Bandbreite derzeit noch nicht ausgelastet wird.

DDR2-800 und der Timing Mode
AMDs "BIOS and Kernel Developer's Guide for AMD NPT Family 0Fh Processors" gibt für den Speicher-Controller der aktuellen AM2-Prozessoren erfreulicherweise den DDR2-800 Betrieb mit vier Speicherriegeln frei. Allerdings wird bei 400 MHz Speichertakt (DDR2-800) kein Timing Mode von 1T unterstützt - die berühmte und berüchtigte 1T Command Rate führt im Zusammenspiel mit DDR2-800 Speicher daher fast immer zu Instabilitäten.

Speicher A1+B1 A2+B2 Timing
DDR2-400 - belegt 1T
DDR2-400 belegt belegt 2T
DDR2-533 - belegt 1T
DDR2-533 belegt belegt 2T
DDR2-667 - belegt 1T
DDR2-667 belegt belegt 2T
DDR2-800 - belegt 2T
DDR2-800 belegt belegt 2T

Speichertakt: Von Wünschen und Tatsachen
Mit der Steigerung des Speichertaktes auf bis zu 400 MHz (DDR2-800) bekam der Speichercontroller der AM2-Prozessoren mit seinen ganzzahligen Teilern ein Problem: Die Taktraten der verschiedenen Prozessoren lassen zumeist nicht den vollen Takt von DDR2-533, DDR2-677 und DDR2-800 zu. Doch wie kommt man an den Multiplikator? Man nehme den CPU-Takt und teile ihn durch den gewünschten Speichertakt. Hat dieses Ergebnis Nachkommastellen, rundet AMD immer zum nächsthöheren, ganzzahligen Wert auf (Ceil-Funktion). Dieser Wert ist der Multiplikator. Da der Multiplikator aufgerundet wird, kommt es bei zahlreichen Konfigurationen zu einem niedrigeren Speichertakt als gewüscht.

Ein Beispiel: Da alle X2 3800+ Modelle mit 2 Ghz arbeiten, kommen sie perfekt mit DDR2-400, DDR2-667 und DDR2-800 zurecht, lediglich bei DDR2-533 fehlen 16 MHz auf den Wunschtakt:

Die im 65 nm Prozess gefertigten Modelle beherrschen halbe Teiler für den Prozessortakt. Zur Einführung dieser Prozessoren Ende 2006 hatten wir AMD die Frage gestellt, ob diese halben Teiler auch für den Speichertakt verwendet würden, um durch feinere Schritte näher an den Idealtakt heranzukommen. Dies wurde uns damals zwar bestätigt, doch in Ermangelung einer entsprechenden CPU konnten wir die tatsächlichen Taktraten nie nachstellen. Erst im Juli 2007 veröffentlichte AMD die Revision 3.08 seines "BIOS and Kernel Developers Guide", in der wir zu unserer Überraschung eine Tabelle fanden, welche die Speichertaktraten in Abhägigkeit vom Prozessortakt dokumentiert. Dort zeigt sich, dass auch die 65 nm Prozessoren ganzzahlige Teiler nutzen und sich daraus sehr ungünstige Speichertakte - insbesondere für DDR2-800 - ergeben.

CPU-Takt
in MHz
Speichertakt in MHz
200 266 333 400
1600 (90 nm) 200 266 320 320
1800 (90 nm) 200 257 300 360
1900 (65 nm) 190 238 317 380
2000 (90 nm) 200 250 333 400
2100 (65 nm) 191 263 300 350
2200 (90 nm) 200 244 314 366
2300 (65 nm) 192 256 329 383
2400 (90 nm) 200 266 300 400
2500 (65 nm) 192 250 313 357
2600 (90 nm) 200 260 325 371
2600 (65 nm) 200 260 325 371
2800 (90 nm) 200 255 311 400
3000 (90 nm) 200 250 333 375
3200 (90 nm) 200 267 320 400

Grün markierte Taktraten schöpfen den Speichertakt voll aus, schwarz markierte Taktraten weichen um 1 bis 8 Prozent vom Wunschtakt ab, ist die Abweichung größer als 8 Prozent, wurde der tatsächliche Speichertakt rot gekennzeichnet.

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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 2/17
18.09.2006 by doelf
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Biostar TForce 590 SLI Deluxe: Revision 1.0 vs. 1.2
Bevor wir uns nun die Platine näher ansehen, müssen wir erwähnen, dass wir gleich zwei Versionen des Biostar TForce 590 SLI Deluxe im Test hatten: Die Revision 1.0 sowie die Revision 1.2.


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Biostar hat zahlreiche Änderugen vorgenommen, welche wir hier kurz betrachten wollen. Auffällig ist vor allem die Molex-Buchse, die als zusätzliche Stromversorgung am unteren Rand der Platine eingeführt wurde.


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Die Revision 1.0 sollte ursprüglich mit zwei externen Serial-ATA Anschlüssen auf den Markt kommen, doch kurz vor der Auslieferung stellte Biostar ein Problem fest und beschränkte sich auf eine eSATA-Buchse. Für unsere Revision 1.0 Platine bedeutet dies, dass man eine der Buchsen nachträglich entfernt hat und zwei neue Kontakte legte. Diese Änderung wurde in der Revision 1.2 ins Platinenlayout übernommen:


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Der nForce 590 SLI Chipsatz bietet bis zu sechs Serial-ATA 3 Gb/s Ports und da ein externer Anschluss entfernt wurde, aber kein neuer interner aufgelötet werden konnte, finden sich auf der Revision 1.0 lediglich vier interne Serial-ATA Anschlüsse. Im Bereich der Serial-ATA Anschlüsse und des BIOS Chips hat Biostar weitreichende Änderungen am Platinenlayout vorgenommen und nun einen fünften internen Serial-ATA Anschluss integriert:


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Rechts vom BIOS Chip wurde der Lüfteranschluss untergebracht, für den es aufgrund der neuen Molex-Buchse am unteren Platinenrand keinen Platz mehr gab. Die CMOS-Batterie wanderte ein Stück nach links:


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Weitere Änderungen finden sich im Bereich des Audio-Codecs. Hier wurden zwei ELKOs und zwei Quartze (für die Marvell PHYs) hinzugefügt:


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Zudem hatte Biostar bei unserer Revision 1.0 Platine offensichtlich einen Baustein gleich links neben der Northbridge ausgetauscht:


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Der Anschluss des Chipsatzlüfters wurde ebenfalls verlegt:


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Das größte Problem der Revision 1.0 kann man von außen allerdings nicht erkennen: Zumindest bei unserem Mainboard war der obere PCI-Express x16 Steckplatz ohne Funktion. Angesichts der zahlreichen Änderungen werten wir die Revision 1.0 als Vorserie, dennoch wollen wir hier festhalten, dass auch die Revision 1.0 im Test bereits sehr stabil geabreitet hat. Das Mainboard mit der Revision 1.2 macht einen hochwertigen und ausgereiften Eindruck, auf dieser Platine finden sich keine nachträglichen Verbesserungen.

Banane Nummer 3
Der genervte Hardware-Tester muss an dieser Stelle anmerken, dass wir die Revision 1.0 mit zwei BIOS-Versionen jeweils komplett durchgetestet haben. Leider hatte sich der BIOS-Baustein zwischenzeitlich verabschiedet, so dass sich der Test immer weiter in die Läge zog. Mit der Revision 1.2 bekamen wir vor einer Woche zwar den aktuellen Stand des Biostar TForce 590 SLI Deluxe zu Gesicht, doch die weitreichenden Änderungen am Layout und ein drittes BIOS verlangten auch einen dritten Testlauf - Benchmarks, Soundcheck, Kompatibilität... Um es kurz zu machen: Das Biostar TForce 590 SLI Deluxe blockierte zusammen mit dem ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi und dem MSI K9N SLI Platinum unseren Testcenter seit Juni! Da kann man den Käufern eigentlich nur raten, gut abgehangene und ausgereifte Mainboards zu erwerben und einen Bogen um nagelneue "Bananen" zu machen, die erst monatelang beim Kunden reifen.

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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 3/17
18.09.2006 by doelf
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Biostar TForce 590 SLI Deluxe: Lieferumfang
Das Biostar TForce 590 SLI Deluxe wartet mit vielen Extras auf, dennoch kommt der Lieferumfang dieser Platine bei Weitem nicht an die Beigaben des preiswerteren ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi heran, welches zusätzlich noch Wireless-LAN, ein Soundmax Superbeam Mikrofon, einen weiteren Serial-ATA 3 Gb/s Controller und die WinDVD Suite Enhanced in die Waagschale wirft.


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Im Karton des Biostar TForce 590 SLI Deluxe finden wir:

Wie einige Tester berichten, liefert Biostar auch ein Headset sowie praktische Stromadapter mit. Das stimmt zwar, doch diese beiden Beigaben kommen ohne Garantie als Werbegeschenk - ob sie zum tatsächlichen Lieferumfang gehören oder nur für Tester bestimmt sind, ist zudem unklar. Zudem fand sich bei einem der Testmuster zwar ein Headset, aber kein Stromadapter, während sich im Lieferumfang des zweiten Mainboards beide Werbegeschenke befanden.


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Die Anschlüsse
Im ATX-Anschlusspanel bringt Biostar zwei PS/2-Buchsen für Tastatur und Maus, sechs USB 2.0-Ports, einen Firewire-Port (6-Pin), einen eSATA-Anschluss und zwei Gigabit-LAN Anschlüsse unter. Zudem finden sich hier sechs analoge Audio-Buchsen.


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Zwei digitale Audio-Ausgänge bringt Biostar auf einem mitgelieferten Bracket unter:


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Abgriffe für eine serielle und eine parallele Schnittstelle finden sich auf dem Mainboard, zudem bietet Biostar noch Header für weitere Firewire-Anschlüsse und die USB 2.0 Ports 8 bis 10 an. Die entsprechenden Brackets muss man jedoch separat erwerben.

Layout #1
Im weiteren Verlauf dieses Testberichtes betrachten wir nur noch die Revision 1.2 des Mainboards. Während das ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi und das MSI K9N SLI Platinum auf eine passive Chipsatzkühlung setzen, fällt beim Biostar TForce 590 SLI Deluxe auf dem ersten Blick der Chipsatzlüfter auf der Southbridge ins Auge.


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Da NVIDIA die Mehrzahl der Funktionen inklusive der Anbindung der unteren Grafikkarte in der Southbridge unterbringt, ist es durchaus sinnvoll, diesen Chip gut zu kühlen. Auf der Northbridge, die sich lediglich um den oberen PCI-Express x16 Steckplatz kümmert, reicht ein passiver Kühler. Zudem kommen der Northbridgekühler und der passive Kühler auf den MOSFETs in den Genuss der Abluft der CPU-Lüfters.


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Im Gegensatz zu Asus und MSI setzt Biostar kein Kupfer im Boden der Kühler ein, es handelt sich um drei Kühlkörper aus Aluminium. Hier der Southbridgekühler:


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Biostar sorgt zwar für ausreichenden Kontakt zwischen dem Kühlkörper und den MOSFETs, dennoch wird das Kühlprofil nicht besonders warm:


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Dies liegt an der massiven, sechsphasigen Stromversorgung, die die einzelnen MOSFETs nicht so stark aufheizen lässt.

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18.09.2006 by doelf
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Biostar TForce 590 SLI Deluxe: Layout #2
Biostar setzt wie MSI auf ein klassisches Layout: Rechts neben dem Anschlusspanel folgt die Stromversorgung, daneben der CPU-Sockel, dann die vier DIMM-Slots und die Laufwerksanschlüsse sowie der 24-Pin ATX-Stromanschluss am rechten Rand der Platine.


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Unterhalb der 6-phasigen Stromversorgung finden wir einen EPS 8-Pin 12V-Anschluss, der auch mit einem normalen ATX 12V-Stecker bestückt werden kann.


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Biostar beschränkt sich auf vier Lüfteranschlüsse: Der 4-Pin Anschluss für den CPU-Lüfter befindet sich rechts neben der Northbridge, einen 3-Pin Anschluss für einen Gehäuselüfter finden wir links von der Northbridge. Links neben der Southbridge befindet sich ein weiterer Abgriff, der vom Chipsatzlüfter belegt wird. Rechts vom gesockelten BIOS-Chip hat Biostar ab der Revision 1.2 einen weiteren Anschluss für einen Gehäuselüfter untergebracht. Das BIOS kann den CPU- und den Chipsatzlüfter temperaturabhängig regeln.


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Die Reihenfolge der Steckplätze für die Erweiterungskarten sieht wie folgt aus:

  1. -
  2. PCI-Express x16 (PEG)
  3. PCI-Express x1
  4. PCI-Express x4
  5. PCI-Express x16 (PEG)
  6. PCI 32-Bit
  7. PCI 32-Bit


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Da Biostar nur sechs Steckplätze anbietet, kommen sich die obere Grafikkarte und die Speicher-Slots nicht ins Gehege.
Oberhalb des oberen PCIe x16 Steckplatzes und links vor dem PCIe x4 Steckplatz befinden sich die beiden Marvell 88E11116 Gigabit-LAN PHYs, welche die Gigabit-LAN Ports des Chipsatzes ausführen:


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Zwischen den beiden Marvell Chips befindet sich der 7.1 + 2 Kanal High-Definition Audio Codec ALC882 des Herstellers Realtek. Der Firewirecontroller ist wie so oft ein VT6307 von VIA, den Biostar in der linken, unteren Ecke der Platine verbaut.


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Am unteren Platinenrand reiht Biostar die Abgriffe für Firewire und die digitalen Audio-Ausgänge, die Molex-Buchse für die zusätzliche Stromversorgung und den Abgriff für die parallele Schnittstelle auf:


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Es folgen die USB-Header für die Ports acht bis zehn sowie die Gehäuseanschlüsse. Biostar verwendet erfreulicherweise ein gesockeltes BIOS.


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Auch an die Tester und Bastler hat Biostar gedacht: Auf der Platine befindet sich eine Diagnose-LED, welche den Frotschritt beim Systemstart anzeigt. Am rechten Platinenrand befinden sich zudem zwei Taster, die einen zusätzlichen Reset- und Power-Schalter verwirklichen.

Zwischenfazit: Lieferumfang, Layout und Ausstattung
Biostar setzt ein klares und sinnvolles Layout um. Alle Anschlüsse lassen sich gut erreichen und jeder Steckplatz kann mit überlangen Erweiterungskarten bestückt werden. Die beiden Taster für Reset und Power sowie die Diagnose-LED sind sinnvolle Extras, welche es bei Asus und MSI nicht gibt. Auch die Speicherriegel können getauscht oder erweitert werden, ohne dass man zuvor die Grafikkarte ausbauen muss.
Das ATX-Anschlusspanel wirkt hingegen weniger durchdacht, hier hätte Biostar durchaus noch weitere Anschlüsse unterbringen können, beispielsweise die digitalen Audioausgänge und eine serielle Schnittstelle. Auch am Kühlkonzept werden sich die Geister scheiden: Während sich die Übertakter über die aktive Chipsatzkühlung freuen, werden sich Silentfreunde vom Chipsatzlüfter gestört fühlen, obwohl er bei automatischer Drehzahlregelung kaum wahrzunehmen ist. Bleiben noch die beiden 32-Bit PCI-Steckplätze, die einigen Nutzern sicherlich nicht ausreichen werden.
Dennoch: Das Layout des Biostar TForce 590 SLI Deluxe ist sehr gut gelungen!

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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 5/17
18.09.2006 by doelf
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Biostar TForce 590 SLI Deluxe: Das BIOS
Das BIOS des Biostar TForce 590 SLI Deluxe ist ähnlich umfangreich wie das des Asus M2N32-SLI Deluxe WiFi. Tuner und Übertakter finden hier unzählige Optionen, um die maximale Leistung aus dem System herauszukitzeln. Wir betrachten das BIOS 614 BST für die Platinenrevision 1.2:

CPU, Chipsatz und Spannung:

Speicher:

Wirklich konsistent ist das BIOS des Biostar noch nicht strukturiert, mal findet sich die automatische Konfiguration eines Menüpunktes ganz oben, dann wieder ganz unten in der Auswahlliste. Zudem ist die Struktur sehr verschachtelt: Wer z.B. die Speichertimnigs ändern möchte, geht zunächst in den Menüpunkt "OverClock Navigator Engine" und schaltet dort auf "Manual Overclock", scrollt in diesem Untermenü ganz nach unten bis er "DRAM Configuration" findet, geht in dieses Unter-Untermenü und wählt in der nun erscheinenden Auswahl das Unter-Unter-Untermenü "Memory Timngs" aus.
Doch halt: Schaltet man unter "DRAM Configuration" den Menupunkt "DDRII Timing Item" auf "Enabled" finden wir auch hier TWR, TRC, TRCD, TRRD, TRP, TRAS und auch TRTP, welche wir unter "Memory Timings" vermisst hatten. Dafür fehlt hier nun die wichtige CAS Latency - die TCL. Wir können auch in beiden Menus unterschiedliche Einstellungen vornehmen. In einem Comic würde der Hardwaretester seine Sprechblase mit einem fettgedruckten "ARGH!" versehen.

Overclocking-Praxis
Beginnen wir mit den automatischen Übertaktungsoptionen: Biostar gibt sich hier kryptisch und tauft diese V6 (extra Performance), V8 (extreme Performance) sowie V12 (extraordinary Performance). Wir hätten uns gefreut, wenn Biostar irgendwo dokumentiert hätte, was man von den drei Optionen erwarten darf, da dem aber nicht so ist, starten wir den Selbsttest:

Die V6 "extra Performance" hebt den Takt also um 15 Prozent an, V8 und V12 machen irgendetwas, doch unser System mag es nicht und setzt die gewünschten Einstellungen nicht um. Eigentlich sollen automatische Übertaktungsoptionen Laien das Übertakten erleichtern, doch dieses Ziel hat Biostar hier voll und ganz verfehlt. Setzen wir also lieber auf die manuelle Übertaktung.

Nachdem das ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi einen Bezugstakt von 300 MHz umsetzen konnte, waren wir von den 266 MHz des MSI K9N SLI Platinum geradezu enttäuscht. Vom Biostar TForce 590 SLI Deluxe erwarten wir da schon etwas mehr, schließlich wird der Chipsatz aktiv gekühlt.

Zum Übertakten stellten wir die Command Rate auf 2T und die HyperTransport Anbindung auf 2x mit 8/8 Bit Breite, den Speichertakt legten wir auf DDR2-533 fest. Der maximale Bezugstakt betrug 250 MHz, damit konnten wir die CPU um 494 MHz übertakten:

Nur 250 MHz, das ist mager! Auch das Heraufsetzen der CPU-Spannung auf 1,55 Volt, der Speicherspannung auf 2,1 Volt, der Chipsatzspannung auf 1,65 Volt und der HTT-Spannung auf 1,35 Volt brachte keine Abhilfe. Oberhalb von 250 MHz ging das BIOS in den Safe Mode, ab 266 MHz blieb der Bildschirm schwarz und der Griff zum CLEAR-CMOS Jumper wurde notwendig.


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Nun stellt sich noch die Frage, wie sich die Taktsteigerung auf die Benchmarks auswirkt. Befragen wir TMPEGEnc:

TMPEGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s (niedriger ist besser)
ASUS M2N32-SLI
DDR2-750 2T
3000 MHz
171
ASUS M2N32-SLI
DDR2-675 2T
2700 MHz
191
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
2651 MHz
193
ASUS M2N32-SLI
DDR2-665 2T
2666 MHz
195
Biostar TForce590
DDR2-623
2494 MHz
203
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
2000 MHz
246
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
2000 MHz
251
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
2000 MHz
254

Das Biostar TForce 590 SLI Deluxe ist in der Revision 1.2 sehr performant und kann bei Standardtakt die Mainboards von Asus und MSI hinter sich lassen. Doch da es beim Übertakten schnell scheitert, holen seine Mitbewerber mehr Leistung aus unserem Athlon 64 X2 4000+ heraus und sind 10 bzw. 32 Sekunden schneller fertig.

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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 6/17
18.09.2006 by doelf
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Biostar TForce 590 SLI Deluxe: Speicherkompatibilität
Wir beginnen unseren Stabilitätstest mit der Überprüfung der Speicherkompatibilität. Sechs verschiedene Speicherpaare werden durch je fünf Durchläufe Memtest86+ geschickt.

Speicher MHz Timings Memtest86+
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 4-3-4-10 1T Fehler
4-3-4-10 2T stabil
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
400 4-3-4-8 1T DDR2-533
4-3-4-8 2T DDR2-533
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
400 5-5-5-12 1T stabil
5-5-5-12 2T stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400 5-5-5-18 1T Fehler
5-5-5-18 2T stabil
G.Skill F2-4200PHU1-1GBNT
2x 1 GByte
266 4-4-4-12 1T stabil
4-4-4-12 2T stabil
Corsair CM2X512-4300
2x 512 MByte
266 4-4-4-12 1T stabil
4-4-4-12 2T stabil

Das Biostar TForce 590 SLI Deluxe beweist eine sehr gute Speicherkompatibilität, einzig das Pärchen Super Talent T800UB1GC4 stellt uns vor ein Problem: Im SPD dieses Speichers befindet sich lediglich die Programmierung für den DDR2-533 Betrieb und das Mainboard verweigert dem Speicher konsequenter Weise höhere Taktraten. Wer älteren DDR2-Speicher sein eigen nennt, kann mit dem Biostar TForce 590 SLI Deluxe also durchaus auf Probleme stoßen.

Die von AMD ausdrücklich nicht empfohlene Kombination aus DDR2-800 und der 1T Command Rate funktioniert zumindest mit den Corsair CM2X512A-6400 Riegeln, doch wie uns die vorherigen Tests gezeigt haben, kann sich eine solche Kombination im Lasttest dennoch als instabil erweisen.

In einem zweiten Schritt kombinieren wir die erfolgreich getesteten DDR2-800 Riegel und bestücken alle vier DIMM-Slots des Biostar TForce 590 SLI Deluxe für fünf weitere Durchläufe von Memtest86+:

Speicher MHz Timings Memtest86+
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 1T kein Boot
5-5-5-15 2T stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 1T kein Boot
5-5-5-15 2T stabil
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400 5-5-5-15 1T kein Boot
5-5-5-15 2T stabil

Werden alle vier Slots bestückt, bootet das Mainboard nicht mehr mit einer Command Rate von 1T - das war bisher bei allen Mainboards so. Auf die Testläufe mit den Super Talent T800UB1GC4 Riegeln haben wir verzichtet, da diese nur mit 266,66 MHz (DDR2-533) möglich gewesen wären. Auch diesen Durchlauf besteht das Biostar Mainboard mit Bravour.

Biostar TForce 590 SLI Deluxe: Stabilität
Jetzt wird es ernst: Wir lassen das Mainboard mit jeder Speicherkombination 24 Stunden lang unter Last laufen. Dazu verwenden wir Prime95 und Futuremark 3DMark2001SE, welche in der Dauerschleife laufen. Am Ende des Tests darf sich 3DMark2001SE nicht beendet haben und Prime95 keine Rechenfehler melden.

Speicher MHz Timings 24h Lasttest
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 4-3-4-10 2T stabil
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
400 5-5-5-12 1T Freeze
5-5-5-12 2T stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400 5-5-5-18 2T stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 2T stabil
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 2T stabil
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400 5-5-5-15 2T stabil

Wie beim ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi ist auch beim Biostar TForce 590 SLI Deluxe der Betrieb mit DDR2-800 und 1T Command Rate nicht möglich, doch das können wir dem Mainboard nicht anlasten, da AMD diese Kombination nicht freigegeben hat. Ansonsten erweist sich das Mainboard als sehr kompatibel und höchst stabil.

Praxisbetrieb
Der Praxisbetrieb des Biostar TForce 590 SLI Deluxe erwies sich als nicht ganz so problemlos. Grund hierfür war der obere PCI-Express x16 Steckplatz, der über die Northbridge angebunden ist. Bei unserem ersten Testmuster mit der Platinenrevision 1.0 war dieser Steckplatz schlicht und einfach tot, mit keiner Grafikkarte konnten wir ein Bild auf den Monitor zaubern. Das besserte sich mit der Revision 1.2: Nun funktionierten alle Grafikkarten sauber im 2D-Betrieb, doch unsere Referenzkarte, die MSI Radeon RX850XT-PE, verweigerte im oberen PCIe x16 Slot teilweise den 3D-Betrieb. Dies betraf beispielsweise 3DMark06, das keinen Pixel Shader 2.0 erkennen konnte:


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Bei F.E.A.R. gab es massive Darstellungsfehler, das Spiel schien komplett ohne Texturen zu laufen:


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Im unteren PCIe x16 Steckplatz funktionierte die MSI Radeon RX850XT-PE hingegen einwandfrei. Eine Gegenprobe mit einer Radeon X800 XL, einer Radeon X700 Pro und einer GeForce 6660 GT bescheinigte dem oberen PCIe x16 Slot hingegen volle Funktionsfähigkeit. Es scheint, als habe Biostar hier noch ein Kompatibilitätsproblem. Wir wollen dies nicht überbewerten, da das Mainboard keine weiteren Probleme offenbarte.

Cool'n'Quiet
In Zeiten steigender Strompreise ist Cool'n'Quiet ein sehr sinnvolles Feature, welches viele Kunden von der AMD Plattform überzeugen konnte. Wir installierten den AMD Athlon 64 Processor Driver 1.3.2 und stellten in der Systemsteuerung von Windows XP unter "Energieoptionen" das Profil "Tragbar/Laptop" ein. Cool'n'Quiet funktionierte auf Anhieb und in allen Speicherkonfigurationen problemlos und taktete die CPU auf 1004,6 MHz (5 x 200,9 MHz) herunter:


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Resourcen
Wir bestücken das Biostar TForce 590 SLI Deluxe mit Erweiterungskarten und erhalten folgende IRQ-Verteilung:

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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 7/17
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Testumgebung
Für unseren Test verwendeten wir die folgende Hardware:

Im Rahmen der Benchmarks wurden die fett hervorgehobenen Komponenten verwendet.

Soundcheck
Wir haben bereits einige Mainboards mit HD-Audio Lösung getestet. Die Referenz stellt dabei MSIs K8N SLI Platinum mit einem via PCI angebundenen SoundBlaster Live 24-Bit von Creative dar, welches wir auch diesmal zum Vergleich aufführen. Biostar setzt auf dem TForce 590 SLI Deluxe den weit verbreiteten ALC882 7.1 HD-Audio-Codec von Realtek ein, ASUS greift für sein M2N32-SLI Deluxe hingegen zum ADI 1988B von Analog Devices. Wir sind gespannt, welcher Codec sich besser schlägt:

RMAA 5.0: 24-Bit Asus
M2N32-SLI Deluxe
Biostar
TForce 590 SLI
MSI
K8N-SLI
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+0,23;-0,08 +0,25;-0,32 +0.08;-0.20
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-89,3 -85,9 -98.9
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
88,7 86,0 90.4
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0,026 0,0045 0.0057
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0,052 0,020 0.017
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-88,6 -58,2 -99.0

Biostar erreicht sehr gute Werte, doch das dicke Ende kommt zum Schluss: Mit -58,2 dB sehen wir die mit Abstand schlechteste Kanaltrennung, die wir jemals gemessen haben! Selbst das Billigst-Board Syntax SV-266A erzielte vor drei Jahren immerhin noch -60,5 dB und das ECS K7S5A Pro 5.0 brachte es auf -62,9 dB. Dieses Ergebnis ist völlig indiskutabel und das Übersprechen der Kanäle beim TForce 590 SLI damit "Ungenügend". Im Sound-Test fällt das Mainboard daher glatt durch.

USB 2.0-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen USB 2.0-Case (Revoltec File Protector 3,5") befindet sich eine 3,5" Festplatte mit 40 GB und 7200 U/Min von IBM (IC35-L040), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

USB 2.0 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
35,1
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
34,0
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
29,1
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
26,3

Die ersten BIOS Versionen aller drei Mainboards kamen nicht über 27 MByte/s heraus, danach steigerten Asus und MSI den Datendurchsatz deutlich. Auch Biostars TForce 590 SLI zeigt in der Revision 1.2 mit dem BIOS 614 BST einen klaren Leistungszuwachs, doch dieser reicht nicht aus, um zu den Mitbewerbern aufzuschließen.

IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate getestet. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:

ATA133 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Biostar TForce590
NVIDIA
Rev. 1.2
118,9
Biostar TForce590
NVIDIA
Rev. 1.0
118,9
MSI K9N SLI
NVIDIA
BIOS 1.2
118,7
ASUS M2N32-SLI
NVIDIA
BIOS 0603
118,1

Wir machten 5 Durchläufe, strichen das Maximum sowie das Minimum und errechneten den Mittelwert. Die Unterschiede zwischen den Mainboards sind recht gering, die Performance des Biostar Mainboards ist top.

S-ATA 3.0 Gb/s - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
MSI K9N SLI
NVIDIA
BIOS 1.2
136,7
ASUS M2N32-SLI
NVIDIA
BIOS 0603
135,9
Biostar TForce590
NVIDIA
Rev. 1.2
135,0
Biostar TForce590
NVIDIA
Rev. 1.0
134,8
ASUS M2N32-SLI
SiI
BIOS 0603
127,7

Wiederum machten wir 5 Durchläufe, strichen das Maximum sowie das Minimum und errechneten den Mittelwert. Diesmal fällt das TForce590 SLI Deluxe wieder ein wenig zurück und kann auch in der Revision 1.2 nicht ganz mithalten.

CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart übertaktete Mainboards in Benchmarks einen Vorteil haben. Wie sieht es bei unserem Testkandidaten aus?


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Mainboard CPU-Takt
Soll=2000 MHz
OC
ASUS M2N32-SLI 2009,2 +0,460%
Biostar TForce 590 SLI 2009,1 +0,455%
MSI K9N-SLI 2010,3 +0,515%

Auch beim Biostar TForce 590 SLI Deluxe liegt der Takt ein knappes halbes Prozent zu hoch. Wir werden die Ergebnisse der Benchmarkmessungen daher durch eine Korrekturrechnung schicken und die gemessene Übertaktung herausrechnen.

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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 8/17
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CPU-Leistung (synthetisch)
Traditionell prüfen wir zunächst die mathematische Leistung des Prozessors mit synthetischen Benchmarks. Hierzu verwenden wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098):

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
14509
12250

MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
14502
12247

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
14494
12248

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
14474
12215

Sandra nutzt für diesen Test beide Kerne. Die Mainboards liegen eng beisammen, die neue Revision des Biostar TForce 590 SLI Deluxe erzielt keine Vorteile.

Ein zweiter Testlauf mit SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) soll die Multimedia-Performance offenbaren:

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
37629
40972

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
37627
40920

MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
37609
40950

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
37556
40728

Auch bei den Multimedia-Berechnungen geht es recht eng zu, diesmal übernimmt das Biostar TForce 590 SLI Deluxe in der Revision 1.2 die Spitze.

Ein zweites Gutachten über die CPU-Leistung holen wir von PC Wizard 2006.1.69 ein:

PC Wizard 2006.1.69: Dhrystone (ALU) in MIPS; Whetstone (FPU) in MFLOPS; Whetstone (SSE2) in MFLOPS
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
16678
6233
8040


MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
16313
6229
8057


ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
16265
6118
7912


Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
16111
6233
8040


Hatte sich die Revision 1.0 des Biostar TForce 590 SLI Deluxe noch mit dem letzten Platz begnügen müssen, übernimmt die Revision 1.2 nun die Führung.

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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 9/17
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Multithreaded (synthetisch)
PC Wizard 2006.1.69 kann die Performance im Multi-Threaded-Betrieb analysieren. Dabei wird zunächst nur ein Thread ausgeführt, danach zwei Threads parallel und schließlich vier Threads. Ausgegeben wird die Bearbeitungszeit pro Thread, niedrige Ergebnisse sind also besser:

PC Wizard 2006.1.69: 4 Threads in s; 2 Threads in s; 1 Thread in s
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
9,03
8,78
16,52


Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
9,04
8,77
16,52


MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
9,23
9,24
16,68


ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
9,29
9,18
16,88


Im Multi-Threaded-Betrieb kann sich das Biostar TForce 590 SLI in beiden Revisionen gegen seine Mitbewerber durchsetzen.

Auch CPU RightMark Lite 2005 v1.3 bietet die Möglichkeit, eine Anwendung auf mehrere Threads zu verteilen und somit mehrere CPU-Kerne auszulasten. Dafür berechnet das Programm ein komplexes 3D-Gefüge mit 400 Objekten und 4 Lichtern, wir wählten das Modell 1. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, größere Werte sind also besser. Wir sortieren nach der maximal erreichbaren Framerate:

CPU RightMark Lite 2005 v1.3: 4 Threads in fps; 2 Thread in fps; 1 Thread in fps
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
10,95
10,95
6,67


Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
10,95
10,95
6,67


Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
10,95
10,95
6,67


MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
10,94
10,94
6,67


Bei CPU RightMark erzielen die beiden nForce 590 SLI basierenden Mainboards einen minimalen Vorteil.

Bevor wir uns dem Speicherdurchsatz zuwenden, betrachten wir noch einen letzten CPU-Test, welcher alle CPU-Kerne auslastet. Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet ist, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niederigere Werte sind folglich besser:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
74,99
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
75,23
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
75,47
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
75,84

Die Simulation wird vom ASUS M2N32-SLI Deluxe am schnellsten berechnet, es folgen die beiden Revisionen des Biostar TForce 590 SLI und MSIs K9N SLI Platinum.

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Datendurchsatz von Speicher und Cache
Zum Ausloten der Speicherbandbreite ziehen wir zunächst wieder SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
7800
7867

MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
7755
7686

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
7682
7672

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
7664
7673

Beim Speicherdruchsatz fällt das TForce 590 SLI von Biostar etwas zurück, auch die Revision 1.2 erzielt hier keine deutlichen Vorteile. Wir verwendeten im Test ein Paar Mushkin eXtreme Performance 1 GByte XP2-6400 Module (DDR2-800) mit den Timings 4-3-4-10 (TLC/TRP/TRCD/TRAS).

Mit ScienceMark 2.0 versuchen wir festzustellen, wie schnell die Zugriffe auf den L1- und L2-Cache erfolgen, zudem messen wir ein zweites Mal den Speicherdurchsatz:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: L1 Cache in MB/s; L2 Cache in MB/s; Memory in MB/s
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
23043
7271
6976


Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
23023
7273
6915


MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
22909
7222
5975


ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
22855
7274
6971


Während die Cachezugriffe auf allen Mainboards annährend gleich schnell sind, attestiert ScienceMark 2.0 dem MSI K9N SLI Platinum einen recht mageren Speicherdurchsatz. Das TForce 590 SLI schlägt sich indess abermals sehr gut. Hier die Ergebnisse in grafischer Form:


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Primzahlen und Pi
Die schnelle Fourier-Transformation (FFT) ist ein Algorithmus, welcher zur Berechnung von Primzahlen genutzt wird. Wir verwenden Prime95 v24.14 im Benchmark-Modus, um die Rechenleistung der CPU zu untersuchen. Die Resultate werden in Millisekunden angegeben, kleinere Werte sind also besser:

Prime95 v24.14 - 10 Iterationen mit 4096K FFT Länge: in ms
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
220,97
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
221.04
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
221,32
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
221,71

Bei der Berechnung der Primzahlen kann sich die Revision 1.2 des Biostar TForce 590 SLI Deluxe ganz nach oben kämpfen.

Und was passiert, wenn wir die Nachkommstellen von Pi berechnen?

Super PI 1.1e, 1M Stellen: Dauer in s
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
40
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
40
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
40
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
40

Bei der Berechnung der Zahl PI gibt es einen Gleichstand.
Die Performance der Mainboards liegt bei den CPU-lastigen Benchmarks stets eng beisammen, kaufentscheidende Unterschiede sehen wir nicht.

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Raytracing und Rendering
Die frei erhältliche Raytracing-Software POV-Ray unterstützt in der aktuellen Beta-Version 3.7 13a mehrere CPU-Kerne. Wir lassen das offizielle Benchmarkscript zweimal laufen: Zunächst als ein Thread, danach multi-threaded.

Wir sortieren anhand der höchsten Punktzahl, höhere Werte sind besser:

Povwin 3.7 beta 13a Benchmark: Multi Thread in PPS; Single Thread in PPS
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
572
288

MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
568
288

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
566
290

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
556
287

Auch bei Povwin 3.7 beta 13a zeigt das Biostar TForce 590 SLI Deluxe wieder eine sehr gute Leistung im multi-threaded Betrieb.

Mit Cinebench in der aktuellen Version 9.5 kann die Leistung des Computers in Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Anwendung Cinema 4D von MAXON bewertet werden.

Wir wählen den Rendering-Test, welcher auf einem oder mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden kann. Höhere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

Cinebench Version 9.5 Rendering: X CPUs in CB-CPU; 1 CPU in CB-CPU
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
552
297

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
551
296

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
550
299

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
542
295

Den Rendering-Test von Cinebench 9.5 gewinnt das Biostar TForce 590 SLI Deluxe nur im single-threaded Durchlauf, dennoch überzeugt seine Performance.

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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 13/17
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Kompression und mp3-Encoding
7-Zip ist eine kostenlose Kompressionssoftware, die gegenüber vielen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil hat: Sie ist multi-threaded programmiert und kann mehrere CPU-Kerne nutzen. Ein eingebautes Benchmark-Tool schätzt die Leistung des Prozessors ab:

7-Zip 4.42 Benchmark: Single Thread in MIPS; Multi Thread in MIPS
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
1900
2679

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
1859
2645

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
1853
2626

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
1830
2634

Die Revision 1.2 des TForce 590 SLI bringt eine Leistungssteigerung, dennoch bleibt das MSI K9N SLI Platinum an der Spitze. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Wir packen das 451 MByte große Multiplayer-Demo von F.E.A.R. als .7z-Datei mit normaler Kompressionsrate. Gemessen wird in Sekunden, geringere Werte sind also besser:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Single Thread in s; Multi Thread in s
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
266
156

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
269
159

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
272
160

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
282
171

Der Praxistest bestätigt das Benchmark-Tool von 7-Zip: Die Revision 1.2 bringt das Biostar TForce 590 SLI Deluxe zwar etwas näher an das MSI K9N SLI Platinum heran, dennoch führt die MSI Platine das Testfeld auch weiterhin klar an.

Als nächstes testen wir die Leistung beim mp3-Encoding. Wir verwenden hierfür Lame 3.98a6 in Verbindung mit PC Wizard 2006.1.69 und komprimieren eine 60 MByte große WAV-Datei. Gemessen wird in Sekunden, niedrige Werte sind somit besser:

PC Wizard 2006.1.69: Normale Qualität in s
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
25,26
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
25,29
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
25,31
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
25,46

Und auch das Encoding mit Lame zeigt die selbe Reihenfolge.

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Video-Encoding
Betrachten wir nun zwei Video-Encoding-Benchmarks. Zunächst werden wir eine 455 MByte große AVI-Datei (huffyuv lossless Codec) mit TMPGEnc 2.512.52.161 ins DVD-Format (PAL) umwandeln. Wir verwenden hierbei die höchste Qualitätsstufe.

Das Ergebnis wird in Sekunden gemessen, kleinere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

TMPGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
246
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
249
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
251
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
254

Bei TMPGEnc kann sich das Biostar TForce 590 SLI in beiden Revisionen gegen MSIs K9N SLI Platinum durchsetzen. Nun wandeln wir das selbe Quellvideo ein zweites Mal um, diesmal mit dem Windows Media Encoder 9.

Die Zieldatei im WMV-Format soll hochwertige 5384 kbit/s haben. Abermals messen wir die Sekunden, so daß kürzere Zeiten die bessere Leistung angeben:

Windows Media Encoder 9 - WMV 5384 kbit/s: in s
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
822
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
825
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
826
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
854

Der Windows Media Encoder sieht das MSI K9N SLI Platinum vor dem Biostar TForce 590 SLI, diesmal bringt die Revision 1.2 keinen Vorteil.

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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 15/17
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3DMark06 und F.E.A.R.
Für die 3D-Tests verwenden wir eine MSI RX850XT-PE VT2D256E mit ATis Catalyst 6.6, DirectX 9 befindet sich auf dem Stand von Juni 2006. Soweit nicht anders angegeben, wurden die Standardeinstellungen des Treibers verwendet. Leider steht uns derzeit keine schnellere Grafikkarte dauerhaft zur Verfügung, so daß die Radeon X850-XT Platinum Edition der limitierende Faktor bei diesen Testläufen ist.

Die Aussagekraft von Futuremarks 3DMark06 v102 konzentriert sich auf die Grafikkarte, die CPU spielt eine untergeordnete Rolle. Dennoch wollen wir das Ergebnis der Vollständigkeit halber aufführen:

Futuremark 3DMark06 v102
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
2302
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
2300
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
2294
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
2287

Die Revision 1.2 beendet die Schwäche des Biostar TForce 590 SLI Deluxe bei 3DMark06, das Mainboard kann sich knapp gegen MSIs K9N SLI Platinum durchsetzen. Kommen wir nun zum 3D-Shooter F.E.A.R.:

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, höhere Werte sind besser:

F.E.A.R. 1280x960; 4xAA + 8xAF: in fps
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
42
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
42
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
42
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
42

Hier erzielen alle Mainboards 42 fps, wir müssen uns also noch ein paar weitere Spiele ansehen.

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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 16/17
18.09.2006 by doelf
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UT2004 und Riddick
Unreal Tournament 2004 ist zwar schon ein wenig älter, aber immer noch ein guter Leistungsindex.

Abermals geben wir die Frames pro Sekunde an und staunen nicht schlecht:

UT2004 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / High Image Quality / 16 Bots / AS Convoy UT2): in fps
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
60,56
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
60,54
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
60,11
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
58,98

Wiederum kann das Biostar TForce 590 SLI in der Revision 1.2 die Spitze des Testfeldes erklimmen, während das ASUS M2N32-SLI Deluxe abgeschlagen die rote Laterne trägt.

Zuletzt lassen wir "The Chronicles of Riddick" laufen, einen weiteren 3D-Shooter.

Die Ergebnisse in Frames pro Sekunde fallen diesmal wieder etwas knapper aus:

The Chronicles of Riddick (1280x960 / AA: 4 / AF: 8 / PS2.0 / No Sound / Sodini01): in fps
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
53,01
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
52,81
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
52,52
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
52,38

Auch wenn es diesmal nicht für eine Spitzenposition reicht, kann Biostar mit der Revision 1.2 des TForce 590 SLI die 3D-Leistung der Platine in fast allen Benchmarkläufen verbessern.

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Biostar TForce 590 SLI Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) im Test - 17/17
18.09.2006 by doelf
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Fazit
Biostar macht uns die Entscheidung mit dem TForce 590 SLI Deluxe nicht leicht. Das Layout der Platine ist sehr gut gelungen, alle Komponenten wurden sinnvoll angeordnet und es gibt keine Bauteile, die den Einbau überlanger Steckkarten behindern. Alle Anschlüsse sind gut zugänglich und die Verarbeitung kann in der Revision 1.2 ebenfalls überzeugen. Die MOSFETs der sechsphasigen Stromversorgung arbeiten kühl und versprechen zusammen mit dem Lüfter auf der Southbridge eine gute Übertaktbarkeit. In der Praxis bleibt das TForce 590 SLI Deluxe mit mageren 250 MHz Bezugsfrequenz allerdings deutlich hinter den Platinen von MSI (266 MHz) und Asus (300 MHz) zurück. Somit wird der Lüfter die Freunde leiser Computer vom Kauf abhalten und ist zudem ein ausfallanfälliges Bauteil.

In Bezug auf die Speicherkompatibilität und die Stabilität zeigt sich das Mainboard von seiner besten Seite, mit unserer MSI Radeon RX850XT-PE kommt das TForce 590 SLI Deluxe allerdings nur zurecht, wenn wir die Karte im unteren PCIe x16 Steckplatz verbauen. Der Datendurchsatz der USB 2.0-Anschlüsse liegt hinter den Mitbewerbern zurück und der onboard Sound könnte viel Lob ernten, wenn da nicht die jämmerliche Kanaltrennung wäre.

In Sachen Ausstattung kann das TForce 590 SLI Deluxe nicht mit dem ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi mithalten, das neben Wireless-LAN, einem Mikrofon und zwei zusätzlichen Serial-ATA 3 Gb/s Anschlüssen auch noch eine passive Heatpipe-Kühlung bietet. Zudem kostet das ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi rund 10 € weniger. Auch in den USA wird das TForce 590 SLI Deluxe im Bereich zwischen 185 und 200 US-Dollar gehandelt, daher darf man kaum erwarten, dass der Preis bei einer breiteren Verfügbarkeit deutlich sinken wird. Im direkten Vergleich spricht daher "nur" die bessere Performance und die vorbildliche Stabilität für das TForce 590 SLI Deluxe.

Die Frage lautet nun: Reicht das Gebotene für die Wertung "Gut" aus oder nicht? Performance und Stabilität sind die wichtigsten Kriterien und diese besteht das TForce 590 SLI Deluxe mit Leichtigkeit. Das Problem mit einer von vier getesteten Grafikkarten und der Ausrutscher beim Sound sollten unserer Meinung nach nicht so schwer wiegen, dass wir komplett auf eine Empfehlung verzichten. Da stört schon eher der hohe Preis.
Wir drücken heute ein Auge zu und vergeben ein ziemlich knappes "Gut" an das Biostar TForce 590 SLI Deluxe.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...




Unser Dank gilt:

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