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MSI K9A Platinum (ATi Radeon XPRESS 3200) im Test - 1/17
02.11.2006 by doelf
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UPDATE 14.11.2006:
Wir haben die SLI-Benchmarks um die Messwerte des MSI K9A Platinum erweitert. Das K9A Platinum ist zwar nicht SLI-fähig, so dass wir die Benchmarks nur in Kombination mit einer einzelnen GeForce 7900 GT durchführen konnten, dennoch liegen uns zumindest die Ergebnisse der Platine im Zusammenspiel mit einer NVIDIA basierenden Grafikkarte vor: AM2-Mainboards im Test - Die SLI Benchmarks




Unser aktuelles Testfeld von Mainboards für AMDs Sockel AM2 beschränkte sich bisher auf Platinen mit Chipsätzen von NVIDIA. Dabei erwiesen sich das ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi, das MSI K9N SLI Platinum und das Biostar TForce 590 SLI Deluxe zu Anfang als problematisch, im Laufe einiger BIOS-Updates wurden sie nach und nach immer besser und schließlich sogar empfehlenswert. Heute wollen wir uns das MSI K9A Platinum mit ATis Radeon XPRESS 3200 Chipsatz ansehen und wer nun meint, bei diesem Mainboard wären die Probleme kleiner gewesen, irrt gewaltig.


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ATi Radeon XPRESS 3200 und SB600
AMD spricht beim ATi Radeon XPRESS 3200 Chipsatz von "The worlds first single chip 2x16 PCI-E chipset" und bezieht sich damit auf die Northbridge. Während ATi 2x 16 PCI-Express Lanes für die Anbindung von zwei Grafikkarten in die Northbridge verfrachtet, hat NVIDIA für seinen nFroce 590 SLI Chipsatz einen anderen Weg gewählt und packt 16 Lanes in die Northbridge sowie weitere 16 Lanes in die Southbridge. Solange der HyperTransport Tunnel zwischen Southbridge und CPU mit voller Kraft arbeitet, sollten sich hieraus allerdings auch keine Nachteile ergeben.

Im Gegensatz zu NVIDIA koppelt ATi die Southbridge nicht per HyperTransport an Northbridge und CPU, sondern verwendet eine A-Link Xpress II Anbindung. A-Link ist nichts Exotisches, sondern lediglich eine Anbindung via PCI-Express. Die SB600 wird also über ein, zwei oder vier PCI-Express Lanes mit der Northbridge verbunden. Während eine solche Anbindung für die in der SB600 integrierten Geräte ausreichend ist, würde eine Grafikkarte, der weniger als 8 exklusive Lanes zur Verfügung stehen, deutlich ausgebremst. Daher muss ATi beide Grafikkarten über die Northbridge anbinden. Der Vorteil von A-Link besteht darin, dass sich auch die Southbridges anderer Hersteller, wie etwa ULis M1573, welche wir auf dem MSI RD480 Neo2 vorfanden, anbinden lassen. Doch seit ULi von NVIDIA übernommen wurde, sind solche Alternativen vom Markt verschwunden.

Die Radeon XPRESS 3200 Northbridge stellt insgesammt 40 PCI-Express Lanes zur Verfügung, wobei die vier, mit denen die SB600 angebunden ist, nicht mitgerechnet sind. Die SB600 bietet nun zehn USB 2.0 Anschlüsse und zieht somit mit NVIDIA gleich - bei der SB450 beschränkte sich ATi noch auf acht USB 2.0 Ports. ATi hat den Schritt von SATA 1,5 Gb/s zu SATA 3,0 Gb/s vollzogen, bietet aber nur vier Anschlüsse, während NVIDIA es mittlerweile auf deren sechs bringt. Wie bei NVIDIA ist ein ATA133 Port weggefallen, so dass lediglich zwei Parallel-ATA Geräte über ein einzelnes Kabel angeschlossen werden können. Die SB600 unterstützt - wie bereits die SB450 - High-Definition Audio, doch hier hat NVIDIA zwischenzeitlich gleich gezogen. LAN wurde von ATi allerdings nicht integriert, an dieser Stelle glänzt nun wieder NVIDIA und liefert gleich zwei Gigabit-LAN Anschlüsse mit.

  NVIDIA 590 SLI NVIDIA 570 SLI ATi XP3200/SB600
PEG 2x x16 2x x8 2x x16
PCIe Lanes 46 28 40
SATA 3 Gb/s Laufwerke 6 6 4
ATA133 Laufwerke 2 2 2
RAID Modi 0,1,0+1,5 0,1,0+1,5 0,1,0+1
Gigabit-LAN 2 2 -
Firewall ja ja nein
USB 2.0 Ports 10 10 10
PCI Slots 5 5 6
HD Audio ja ja ja

Die Übersichtstabelle zeigt, dass ATi in Bezug auf die Ausstattung der Southbridge auch weiterhin nicht mit NVIDIA mithalten kann. Alles was mit LAN zu tun hat, scheint für ATi kein Thema zu sein, bei den RAID Modi verzichtet ATi auf RAID 5 und man bekommt zwei Serial-ATA Anschlüsse weniger. Die SB600 ist zwar ein Schritt nach vorne, spielt aber eher in der Liga von NVIDIAs nForce4 Southbridges.

DDR2-800 und der Timing Mode
AMDs "BIOS and Kernel Developer's Guide for AMD NPT Family 0Fh Processors" gibt für den Speicher-Controller der aktuellen AM2-Prozessoren erfreulicherweise den DDR2-800 Betrieb mit vier Speicherriegeln frei. Allerdings wird bei 400 MHz Speichertakt (DDR2-800) kein Timing Mode von 1T unterstützt - die berühmte und berüchtigte 1T Command Rate führt im Zusammenspiel mit DDR2-800 Speicher daher fast immer zu Instabilitäten.

Speicher A1+B1 A2+B2 Timing
DDR2-400 - belegt 1T
DDR2-400 belegt belegt 2T
DDR2-533 - belegt 1T
DDR2-533 belegt belegt 2T
DDR2-667 - belegt 1T
DDR2-667 belegt belegt 2T
DDR2-800 - belegt 2T
DDR2-800 belegt belegt 2T

Speichertakt: Von Wünschen und Tatsachen
Mit der Steigerung des Speichertaktes auf bis zu 400 MHz (DDR2-800) bekam der Speichercontroller der AM2-Prozessoren mit seinen ganzzahligen Teilern ein Problem: Die Taktraten der verschiedenen Prozessoren lassen zumeist nicht den vollen Takt von DDR2-533, DDR2-677 und DDR2-800 zu. Doch wie kommt man an den Multiplikator? Man nehme den CPU-Takt und teile ihn durch den gewünschten Speichertakt. Hat dieses Ergebnis Nachkommastellen, rundet AMD immer zum nächsthöheren, ganzzahligen Wert auf (Ceil-Funktion). Dieser Wert ist der Multiplikator. Da der Multiplikator aufgerundet wird, kommt es bei zahlreichen Konfigurationen zu einem niedrigeren Speichertakt als gewüscht.

Ein Beispiel: Da alle X2 3800+ Modelle mit 2 Ghz arbeiten, kommen sie perfekt mit DDR2-400, DDR2-667 und DDR2-800 zurecht, lediglich bei DDR2-533 fehlen 16 MHz auf den Wunschtakt:

Die im 65 nm Prozess gefertigten Modelle beherrschen halbe Teiler für den Prozessortakt. Zur Einführung dieser Prozessoren Ende 2006 hatten wir AMD die Frage gestellt, ob diese halben Teiler auch für den Speichertakt verwendet würden, um durch feinere Schritte näher an den Idealtakt heranzukommen. Dies wurde uns damals zwar bestätigt, doch in Ermangelung einer entsprechenden CPU konnten wir die tatsächlichen Taktraten nie nachstellen. Erst im Juli 2007 veröffentlichte AMD die Revision 3.08 seines "BIOS and Kernel Developerís Guide", in der wir zu unserer Überraschung eine Tabelle fanden, welche die Speichertaktraten in Abhägigkeit vom Prozessortakt dokumentiert. Dort zeigt sich, dass auch die 65 nm Prozessoren ganzzahlige Teiler nutzen und sich daraus sehr ungünstige Speichertakte - insbesondere für DDR2-800 - ergeben.

CPU-Takt
in MHz
Speichertakt in MHz
200 266 333 400
1600 (90 nm) 200 266 320 320
1800 (90 nm) 200 257 300 360
1900 (65 nm) 190 238 317 380
2000 (90 nm) 200 250 333 400
2100 (65 nm) 191 263 300 350
2200 (90 nm) 200 244 314 366
2300 (65 nm) 192 256 329 383
2400 (90 nm) 200 266 300 400
2500 (65 nm) 192 250 313 357
2600 (90 nm) 200 260 325 371
2600 (65 nm) 200 260 325 371
2800 (90 nm) 200 255 311 400
3000 (90 nm) 200 250 333 375
3200 (90 nm) 200 267 320 400

Grün markierte Taktraten schöpfen den Speichertakt voll aus, schwarz markierte Taktraten weichen um 1 bis 8 Prozent vom Wunschtakt ab, ist die Abweichung größer als 8 Prozent, wurde der tatsächliche Speichertakt rot gekennzeichnet.

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MSI K9A Platinum (ATi Radeon XPRESS 3200) im Test - 2/17
02.11.2006 by doelf
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MSI K9A Platinum: Lieferumfang
Mit einem Ladenpreis von 115 € kostet das K9A Platinum ca. 15 € weniger als das MSI K9N SLI Platinum und bietet dennoch zwei vollwertige PCI-Express x16 Steckplätze. Dieses CrossFire Mainboard ist somit das preiswerteste AM2-Mainboard, das wir bisher getestet haben - keine Sorge, in den kommenden Testberichten werden wir uns wieder mehr um Einsteiger-Mainboards kümmern.


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Angesichts des günstigen Preises erwarten wir einen mittelmäßigen Lieferumfang und werden in unserer Erwartung auch bestätigt:

Bei unserem Testmuster fehlte das Handbuch, wir haben uns daher die entsprechende PDF-Datei heruntergeladen. Normalerweise liefert MSI allerdings ein gedrucktes Handbuch mit.

MSI K9A Platinum: Layout #1
Für das K9A Platinum verwendet MSI ein schwarzes PCB im ATX-Format. Das Mainboard verwendet ein traditionelles Layout und ordnet die Spannungswandler hinter dem ATX-Anschlusspanel an. Es folgen von links nach rechts der CPU-Sockel, die DIMM-Slots und die Laufwerksbuchsen sowie der 24-Pin ATX-Stromanschluss. Die passiv gekühlte Northbridge befindet sich unterhalb des CPU-Sockels.


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Die MOSFETs werden passiv gekühlt. Was zunächst wie ein durchgängiges Profil aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als drei Profile.


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Unterhalb der Stromversorung platziert MSI den 4-Pin ATX 12V-Anschluss, oberhalb des ersten PCI-Express Steckplatzes findet sich zudem eine Molex-Buchse. Letztere ist mit JPW2 beschriftet und soll die Stromversorgung kritischer Grafikkarten sicherstellen. Die ATX 12V-Buchse sitzt für unseren Geschmack zu dicht am CPU-Kühler, so dass besonders ausladende Modelle das Einführen des Steckers erschweren.


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Zwei der drei Lüfteranschlüsse finden sich gleich neben der Molex-Buchse. Der 4-Pin Header ist für den CPU-Lüfter vorgesehen und kann auch mit einem 3-Pin Stecker genutzt werden. Im BIOS kann man Eckdaten für die automatische Regelung der Drehzahl des CPU-Lüfters hinterlegen. Der 3-Pin Anschluss ist für den Northbridge-Lüfter gedacht, den es auf diesem Mainboard allerdings gar nicht gibt. Ein dritter Fan-Header sitzt rechts neben der Southbridge, er ist mit 3-Pins bestückt und für Gehäuselüfter vorgesehen.


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Die DIMM-Slots hat MSI farbig markiert: Kanal A ist orange, Kanal B grün. Will man das Mainboard im Dual-Channel Betrieb nutzen, müssen baugleiche Speicherchips jeweils in einen grünen und in einen orangenen Slot gesteckt werden. Statt zweier ATA133-Buchsen gibt es auf dem MSI K9A Platinum nur einen primären IDE-Controller. Es lassen sich folglich nur zwei Parallel-ATA Geräte nutzen, denn MSI bietet keinen zusätzlichen ATA133-Controller an.

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MSI K9A Platinum (ATi Radeon XPRESS 3200) im Test - 3/17
02.11.2006 by doelf
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MSI K9A Platinum: Layout #2
Das ATX-Anschlusspanel des MSI K9A Platinum ist gut ausgestattet:


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Zwei weitere USB 2.0-Anschlüsse und ein weiterer 6-Pin Firewire-Port finden sich auf den beiden Brackets, welche MSI dem Mainboard beipackt. Auf dem USB-Bracket finden wir zudem die D-LED Diagnoseanzeige.


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Die Steckplätze sind wie folgt sortiert:

  1. -
  2. PCI-Express x16
  3. PCI-Express x1
  4. PCI-Express x1
  5. PCI-Express x16
  6. 32-Bit PCI
  7. 32-Bit PCI

Da MSI den ersten Steckplatz nicht nutzt, bleibt zwischen Grafikkarte und Speicher-Slots viel Platz - man kann somit den Arbeitsspeicher erweitern oder austauschen, ohne zuvor die Grafikkarte entfernen zu müssen. Werden zwei Grafikkarten verwendet, die jeweils über Kühler im 2-Slot Design verfügen, bleibt je ein PCI-Express x1 und ein 32-Bit PCI Steckplatz nutzbar.


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Links vor dem oberen PCI-Express x16 Steckplatz finden wir einen Realtek RTL8111B, vor den beiden PCI-Express x1 Slots sitzt ein Realtek RTL110SC. Bei beiden Chips handelt es sich um Gigabit-LAN Controller, doch während der RTL8111B via PCI-Express angebunden ist, nutzt der RTL8110SC den langsamen 32-Bit PCI-Bus.


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Der dritte Realtek-Chip im Bunde ist der High-Definition Audio-Codec ALC883. Diese "Value HD Audio Codec" (Zitat: Realtek) befindet sich links vor dem oberen 32-Bit PCI-Steckplatz. Er ermöglicht die gleichzeitige Wiedergabe eines Stereo und eines 8-Kanal Signals.

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MSI K9A Platinum (ATi Radeon XPRESS 3200) im Test - 4/17
02.11.2006 by doelf
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MSI K9A Platinum: Layout #3
Rechts vom oberen PCI-Steckplatz sehen wir einen VIA VT6308P Firewire-Controller. Auf den anderen Mainboards, auch auf dem MSI K9N SLI Platinum, hatten wir es mit einem VT6307 zu tun.


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Es handelt sich auch bei diesem Chip um einen 2-Port-Controller mit einem Datendurchsatz von 400 Mbps. Im Gegensatz zum PCI 2.2 Chip VT6307 erfüllt der VT6308P allerdings die PCI-Spezifikation 2.3 sowie das PCI Bus Power Management v1.1. Unterhalb des Controllers befindet sich die grüne Buchse mit dem Abgriff für den zweiten Kanal, welchen MSI auf einem Bracket mitliefert.


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Oberhalb der Southbridge befindet sich MSIs Dual CoreCell Chip, rechts von der Southbridge liegen die vier Serial-ATA 3 Gb/s Ports und der Abgriff für den Gehäuselüfter.


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Unterhalb der CMOS-Batterie befinden sich drei USB-Abgriffe, rechts neben der Batterie sitzt der CLEAR-CMOS Jumper. Der Aufkleber des BIOS-Chip pappt links neben der Batterie auf der Platine. Da stellt sich die Frage, wo sich der BIOS-Chip versteckt. Er befindet sich weder auf noch unter der Platine, so dass einige Journalisten vermuten, MSI hätte das BIOS in den Dual CoreCell Chip integriert. Wenn dem so ist, hat MSI vergessen, diese Funktion für den Chip aufzuführen. Bei unserer Recherche fanden wir allerdings einige Anbieter, die ein Ersatz-BIOS für dieses Mainboard auf einem üblichen BIOS-Chip anbieten. Wir fragen uns allerdings, wo man diese Chips einsetzen soll.


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Das MSI K9A Platinum bietet eine ordentliche Ausstattung und ein durchdachtes Layout für einen angemessenen Preis. Wir hätten es sinnvoller gefunden, wenn MSI statt der Molex-Buchse einen 8-Pin EPS 12V-Anschluss integriert hätte. Zudem hätten wir beim zweiten Gigabit-LAN Controller eine PCI-Express Anbindung bevorzugt. Das Mainboard ist zwar nicht besonders aufregend, doch in Anbetracht von Preis und Leistung ist es eine vernünftige Wahl.

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MSI K9A Platinum (ATi Radeon XPRESS 3200) im Test - 5/17
02.11.2006 by doelf
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MSI K9A Platinum: Das BIOS
Wir haben das MSI K9A Platinum mit den BIOS Versionen 1.10, 1.20 sowie 1.25 Beta getestet. Dabei erwies sich die Beta-Version als die beste Wahl und wurde für die Benchmarks und Stabilitätstests verwendet. Das MSI K9A Platinum bietet einige Übertaktungsfunktionen, kommt jedoch nicht annährend an die umfangreichen Optionen der NVIDIA basierenden Modelle heran:

CPU, Chipsatz und Spannung (Cell Menu):

Speicher (Advaned Chipset Features): Speicher (Cell Menu):

Was MSI mit "High Performance Mode: Manual / Optimized" oder "HT Link Speed: Standard / For Overclocking" meint, bleibt schleierhaft. Wir hätten es vorgezogen, die HyperTransport- und A-Link-Anbindung in Bezug auf Taktung und Bandbreite selber einstellen zu können, doch diese Optionen gibt es nicht. Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum MSI die Speichertimings zum Teil unter "Advaned Chipset Features" und den Rest unter "Cell Menu" ablegt. Die Option "PCIE x1 Frequency" mit ihrer Auswahl zwischen 100 und 107 MHz erscheint uns extrem überflüssig.

Das BIOS ist recht übersichtlich gegliedert, die Auswahl an Optionen ist für ein Mainboard im Enthusiasten-Segment jedoch zu mager. Das Mainboard regelt den CPU-Lüfter, wenn eine Zieltemperatur angegeben wird. Die Ziel-Temperatur kann man auf 40, 45, 50 oder 55°C festlegen, dabei kann ein Unschärfebereich von 1 bis 5°C definiert werden. Die Mindestdrehzahl des Lüfters kann auf 0, 12.5, 25, 37.5, 50, 62.5, 75.0 oder 87.5 Prozent eingestellt werden. Gehäuselüfter werden leider nicht gesteuert.

Overclocking-Praxis
Im BIOS finden wir keinen Eintrag zu MSIs dynamischer Übertaktungstechnologie D.O.T., darum werden wir das Mainboard ausschließlich in Handarbeit übertakten. Mit dem ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi erreichten wir 300 MHz Bezugstakt, die Versuche mit dem MSI K9N SLI Platinum endeten bei 266 MHz und das Biostar TForce 590 SLI Deluxe erreichte stabile 250 MHz. Und wie schlägt sich das MSI K9A Platinum?

Zum Übertakten stellten wir die Command Rate auf 2T und legten den Speichertakt auf DDR2-533 fest. Für die HyperTransport Anbindung wählten wir die Option "For Overclocking":

255 MHz sind etwas mager. Erschwerend kommt hinzu, dass beim Übertakten die USB-Anschlüsse Probleme bereiten und die Festplatten nicht immer gefunden werden. Die Übertaktung scheint sich direkt auf die SB600 auszuwirken und oberhalb von 250 MHz brauchen SATA- und PATA-Geräte teilweise 30 Sekunden, um gefunden zu werden. Beim Anschluss eines USB 1.1 Flash-Speichersticks konnten wir regelmäßig spontane Reboots provozieren, die mit Standardtakt nicht auftraten. Auch der Takt der PCI-Express Grafikkarte scheint uns nicht ganz koscher, denn bunte Streifen und Bildfehler kennen wir bisher nur vom Übertakten der Grafikkarte.


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Nun stellt sich noch die Frage, wie sich die Taktsteigerung auf die Benchmarks auswirkt. Befragen wir TMPEGEnc:

TMPEGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s (niedriger ist besser)
ASUS M2N32-SLI
DDR2-750 2T
3000 MHz
171
ASUS M2N32-SLI
DDR2-675 2T
2700 MHz
191
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
2651 MHz
193
ASUS M2N32-SLI
DDR2-665 2T
2666 MHz
195
Biostar TForce590
DDR2-623
2494 MHz
203
MSI K9A Platinum
DDR2-640 2T
2550 MHz
210
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
2000 MHz
246
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
2000 MHz
251
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
2000 MHz
254
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
2000 MHz
262

Aufgrund der niedrigen Leistung, welche das MSI K9A Platinum bei TMPEGEnc erzielt, hat das Mainboard hier einen schweren Stand. Selbst mit 2550 MHz Prozessortakt kann es keine Akzente setzen.

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MSI K9A Platinum (ATi Radeon XPRESS 3200) im Test - 6/17
02.11.2006 by doelf
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MSI K9A Platinum: Speicherkompatibilität
Wir beginnen unseren Stabilitätstest mit der Überprüfung der Speicherkompatibilität. Sechs verschiedene Speicherpaare werden durch je fünf Durchläufe Memtest86+ geschickt.

Speicher MHz Timings Memtest86+
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 4-3-4-10 1T Fehler
4-3-4-10 2T stabil
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
400 4-3-4-8 1T Fehler
4-3-4-8 2T stabil
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
400 5-5-5-12 1T stabil
5-5-5-12 2T stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400 5-5-5-18 1T Fehler
5-5-5-18 2T stabil
G.Skill F2-4200PHU1-1GBNT
2x 1 GByte
266 4-4-4-12 1T stabil
4-4-4-12 2T stabil
Corsair CM2X512-4300
2x 512 MByte
266 4-4-4-12 1T stabil
4-4-4-12 2T stabil

Diese Ergebnisse entsprechen weitgehend denen, welche wir beim MSI K9N SLI Platinum gesehen haben. Das MSI K9N SLI Platinum ist bisher das einzige Mainboard im Testfeld, welches den Speicher auch bei DDR2-800 noch mit einer Command Rate von 1T betreiben konnte, sofern ein Speicherpaar vom Typ Corsair CM2X512A-6400 oder Adata M20EL6F3H4170A1E0Z zum Einsatz kam. Das MSI K9A Platinum hat zumindest die Chance, dies mit den Modulen von Corsair im 24-Stunden Stabilitätstest zu wiederholen.

In einem zweiten Schritt kombinieren wir die erfolgreich getesteten DDR2-800 Riegel und bestücken alle vier DIMM-Slots des MSI K9A Platinum für fünf weitere Durchläufe von Memtest86+:

Speicher MHz Timings Memtest86+
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 1T kein Boot
5-5-5-15 2T stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 1T kein Boot
5-5-5-15 2T stabil
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 1T kein Boot
5-5-5-15 2T DDR2-533
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 1T kein Boot
5-5-5-15 2T stabil
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400 5-5-5-15 1T kein Boot
5-5-5-15 2T stabil

Werden alle vier Slots bestückt, bootet das Mainboard nicht mehr mit einer Command Rate von 1T - das war bisher bei allen Mainboards so. Kombinieren wir die Super Talent T800UB1GC4 Riegel mit den Corsair CM2X512A-6400 Modulen, bootet das Board immer nur mit DDR2-533, gleich was im BIOS eingestellt wurde. Abgesehen von diesem Lapsus ist das Resultat überzeugend. Doch Memtest86+ ersetzt keinen 24-stündigen Stabilitätstest.

MSI K9A Platinum: Stabilität
Jetzt wird es ernst: Wir lassen das Mainboard mit jeder Speicherkombination 24 Stunden lang unter Last laufen. Dazu verwenden wir Prime95 und Futuremark 3DMark2001SE, welche in der Dauerschleife laufen. Am Ende des Tests darf sich 3DMark2001SE nicht beendet haben und Prime95 keine Rechenfehler melden.

Speicher MHz Timings 24h Lasttest
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
400 4-3-4-8 2T stabil
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 4-3-4-10 2T Freeze
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
400 5-5-5-12 1T Freeze
5-5-5-12 2T stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400 5-5-5-18 1T Freeze
5-5-5-18 2T stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 2T stabil
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 2T stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
Super Talent T800UB1GC4
2x 1 GByte
400 5-5-5-15 2T Freeze
Corsair CM2X512A-6400
2x 512 MByte
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400 5-5-5-15 2T stabil

Während die scharfen Timings von 4-3-4-10 2T das Board im Zusammenspiel mit dem Mushkin XP2-6400 Arbeitsspeicher einfrieren lassen, können wir genau den selben Speicher mit entspannteren Timings von 5-5-5-15 2T sogar bei Vollbestückung fahren. Dafür entpuppt sich das Duo Adata M20EL6F3H4170A1E0Z / Super Talent T800UB1GC4 als inkompatibel und läßt den PC nach wenigen Stunden einfrieren. Im Zusammenspiel mit einem Paar Corsair CM2X512A-6400 Module arbeiten die Super Talent T800UB1GC4 Riegel zwar stabil, aber nur im DDR2-533 Betrieb.

Praxisbetrieb
Wir haben den Test des MSI K9A Platinum mit dem BIOS 1.10 begonnen, doch schnell zeigte sich, dass dieses BIOS noch erhebliche Probleme mit unserem Arbeitsspeicher hatte und mit den 2x 1 GByte Sets von Mushkin und Super Talent überhaupt nicht zurechtkam. Zudem wurde unsere Referenzfestplatte, eine Maxtor MaxLine III 250 GB an keinem der vier Serial-ATA Anschlüsse erkannt. Eine Samsung HD160JJ 160 GB wurde zwar am ersten Serial-ATA Port erkannt, aber an keinem der drei anderen. Windows ließ sich auf dieser Festplatte installieren, doch nachdem wir die Treiber eingebunden hatten und das System neu starteten, fuhr es nicht mehr hoch. Der Grund ist ein wenig überraschend: Die Festplatte war nämlich leer, selbst mit Wiederherstellungssoftware wurden weder Daten noch Partitionen gefunden. Zeitgleich hatten unsere Kollegen von HardTecs4U exakt das selbe Problem, dort allerdings mit einer Festplatte von Seagate.

Wir bauten das Mainboard wieder ab und warteten auf ein neues BIOS. Als uns das BIOS 1.25 Beta erreichte, hatte MSI das offizielle BIOS 1.20 auf seinem Server bereitgestellt, doch da auch dieses wieder Probleme mit der Maxtor Festplatte hatte, haben wir mit dem Beta-BIOS weitergetestet. Mit dem BIOS 1.25 Beta wird die Maxtor MaxLine III 250 GB nun an den SATA-Anschlüssen 2 und 3, nicht aber an 1 und 4 gefunden. Die Samsung HD160JJ 160 GB wird hingegen an allen Ports richtig erkannt. Auch in Sachen Speicherkompatibilität hat MSI deutliche Fortschritte gemacht, wie wir bereits gesehen haben.


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Was allerdings noch ganz und gar nicht funktioniert ist Suspend-To-RAM, also der S3-Modus. Verwenden wir eine ATi basierende Grafikkarte, so wacht das Mainboard zwar wieder auf, doch mit dem Aufwachen stürzt die "cli.exe" ab. Hinter der "cli.exe" verbirgt sich übrigens das ATi Catalyst Control Center. Verwenden wir eine NVIDIA basierende Grafikkarte, so kommt kein unmittelbarer Fehler, doch innerhalb weniger Minuten friert das System ein oder bootet neu - das passiert übrigens auch bei Verwendung von Grafikkarten mit ATi GPU. Beim BIOS 1.10 scheiterte bereits das Aufwachen, was wir als positives Zeichen werten wollen. Dennoch ist der S3-Mode derzeit noch nicht zu gebrauchen.

Erweiterungskarten und USB-Geräte bereiteten uns diesmal keine Probleme, lediglich mit dem BIOS 1.10 wollte das Mainboard grundsätzlich von USB-Sticks booten, ganz gleich welche Boot-Option im BIOS ausgewählt war. Das BIOS 1.25 Beta zeigte dieses Verhalten nicht mehr.

Cool'n'Quiet
In Zeiten steigender Strompreise ist Cool'n'Quiet ein sehr sinnvolles Feature, welches viele Kunden von der AMD Plattform überzeugen konnte. Wir installierten den AMD Athlon 64 Processor Driver 1.3.2 und stellten in der Systemsteuerung von Windows XP unter "Energieoptionen" das Profil "Tragbar/Laptop" ein. Cool'n'Quiet funktionierte auf Anhieb und in allen Speicherkonfigurationen problemlos und taktete die CPU auf 1005 MHz (5 x 201 MHz) herunter:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Und nun ist es an der Zeit, die Performance des Mainboards zu untersuchen: Hat AMD/ATi oder NVIDIA die Nase vorn?

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Testumgebung
Für unseren Test verwendeten wir die folgende Hardware:

Im Rahmen der Benchmarks wurden die fett hervorgehobenen Komponenten verwendet.

Soundcheck
Wir haben bereits einige Mainboards mit HD-Audio Lösung getestet. Biostar setzt auf dem TForce 590 SLI Deluxe den weit verbreiteten ALC882 7.1 HD-Audio-Codec von Realtek ein, ASUS greift für sein M2N32-SLI Deluxe hingegen zum ADI 1988B von Analog Devices. Auf dem MSI K9A Platinum finden wir nun Realteks ALC883 und sind gespannt, welcher Codec sich besser schlägt:

RMAA 5.0: 24-Bit Asus
M2N32-SLI Deluxe
Biostar
TForce 590 SLI
MSI
K9A Platinum
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+0,23;-0,08 +0,25;-0,32 +0.20;-0.27
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-89,3 -85,9 -86,8
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
88,7 86,0 87,1
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0,026 0,0045 0,014
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0,052 0,020 0,032
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-88,6 -58,2 -83.0

Das MSI K9A Platinum erreicht gute bis sehr gute Resultate, lediglich das Übersprechen der Stereo-Kanäle hätte noch ein wenig besser ausfallen können. Allerdings erspart sich MSI eine Blamage, wie sie sich Biostar mit unterirdischen -58,2 dB eingehandet hatte.

USB 2.0-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen USB 2.0-Case (Revoltec File Protector 3,5") befindet sich eine 3,5" Festplatte mit 40 GB und 7200 U/Min von IBM (IC35-L040), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

USB 2.0 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
35,1
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
34,0
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
31,1
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
29,1
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
26,3

Das MSI K9A Platinum mit ATis SB600 Southbridge reiht sich im Mittelfeld ein, zum Spitzenreiter fehlen 4 MByte/s.

IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate getestet. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:

ATA133 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Biostar TForce590
NVIDIA
Rev. 1.2
118,9
Biostar TForce590
NVIDIA
Rev. 1.0
118,9
MSI K9N SLI
NVIDIA
BIOS 1.2
118,7
ASUS M2N32-SLI
NVIDIA
BIOS 0603
118,1
MSI K9A Platinum
ATi SB600
BIOS 1.25b
105,8

Wir machten 5 Durchläufe, strichen das Maximum sowie das Minimum und errechneten den Mittelwert. ATi hat der SB600 den zweiten PATA-Kanal gestrichen und auch die Performance des ersten kann uns nicht überzeugen. Eine Burstrate von 105,8 MByte/s konnte bereits die SB450 liefern, wie der Test des MSI RS482M4-ILD zeigt.

S-ATA 3.0 Gb/s - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
MSI K9N SLI
NVIDIA
BIOS 1.2
136,7
ASUS M2N32-SLI
NVIDIA
BIOS 0603
135,9
Biostar TForce590
NVIDIA
Rev. 1.2
135,0
Biostar TForce590
NVIDIA
Rev. 1.0
134,8
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
128,1
ASUS M2N32-SLI
SiI
BIOS 0603
127,7

Wiederum machten wir 5 Durchläufe, strichen das Maximum sowie das Minimum und errechneten den Mittelwert. Mit 128,1 MByte/s liegt ATis SB600 noch immer 8 MByte/s hinter den NVIDIA Chipsätzen zurück. Im Vergleich zur SATA 1,5Gb/s tauglichen SB450, welche auf dem MSI RS482M4-ILD lediglich 120,9 MByte/s erreichte, sehen wir jedoch einen klaren Fortschritt.

CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart übertaktete Mainboards in Benchmarks einen Vorteil haben. Wie sieht es bei unserem Testkandidaten aus?


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Mainboard CPU-Takt
Soll=2000 MHz
OC
ASUS M2N32-SLI 2009,2 +0,460%
Biostar TForce 590 SLI 2009,1 +0,455%
MSI K9A Platinum 2010,0 +0,500%

Genau ein halbes Prozent Mehrtakt gönnt MSI dem K9A Platinum. Wir werden die Ergebnisse der Benchmarkmessungen daher durch eine Korrekturrechnung schicken und die gemessene Übertaktung herausrechnen.

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CPU-Leistung (synthetisch)
Traditionell prüfen wir zunächst die mathematische Leistung des Prozessors mit synthetischen Benchmarks. Hierzu verwenden wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098):

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
14509
12250

MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
14509
12249

MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
14502
12247

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
14494
12248

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
14474
12215

Sandra nutzt für diesen Test beide Kerne. Die Mainboards liegen eng beisammen, das MSI K9A Platinum ist beinahe punktgleich mit dem Biostar TForce 590 SLI Deluxe 1.0.

Ein zweiter Testlauf mit SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) soll die Multimedia-Performance offenbaren:

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
37632
40967

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
37629
40972

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
37627
40920

MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
37609
40950

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
37556
40728

Auch bei den Multimedia-Berechnungen geht es recht eng zu, diesmal setzt sich das MSI K9A Platinum vor dem Biostar TForce 590 SLI Deluxe 1.2 an die Spitze.

Ein zweites Gutachten über die CPU-Leistung holen wir von PC Wizard 2006.1.69 ein:

PC Wizard 2006.1.69: Dhrystone (ALU) in MIPS; Whetstone (FPU) in MFLOPS; Whetstone (SSE2) in MFLOPS
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
16678
6233
8040


MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
16663
6230
8037


MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
16313
6229
8057


ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
16265
6118
7912


Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
16111
6233
8040


Abermals führt MSIs K9A Platinum zusammen mit Biostar die Benchmarks an.

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Multithreaded (synthetisch)
PC Wizard 2006.1.69 kann die Performance im Multi-Threaded-Betrieb analysieren. Dabei wird zunächst nur ein Thread ausgeführt, danach zwei Threads parallel und schließlich vier Threads. Ausgegeben wird die Bearbeitungszeit pro Thread, niedrige Ergebnisse sind also besser:

PC Wizard 2006.1.69: 4 Threads in s; 2 Threads in s; 1 Thread in s
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
9,03
8,78
16,52


Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
9,04
8,77
16,52


MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
9,23
9,24
16,68


ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
9,29
9,18
16,88


MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
9,30
9,27
16,66


Im Multi-Threaded-Betrieb fällt das MSI K9A Platinum zunächst zurück.

Auch CPU RightMark Lite 2005 v1.3 bietet die Möglichkeit, eine Anwendung auf mehrere Threads zu verteilen und somit mehrere CPU-Kerne auszulasten. Dafür berechnet das Programm ein komplexes 3D-Gefüge mit 400 Objekten und 4 Lichtern, wir wählten das Modell 1. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, größere Werte sind also besser. Wir sortieren nach der maximal erreichten Framerate:

CPU RightMark Lite 2005 v1.3: 4 Threads in fps; 2 Thread in fps; 1 Thread in fps
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
10,95
10,95
6,67


Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
10,95
10,95
6,67


Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
10,95
10,95
6,67


MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
10,95
10,95
6,67


MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
10,94
10,94
6,67


Bei CPU RightMark gibt es keinen nennenswerten Unterschied zwischen den einzelnen Platinen.

Bevor wir uns dem Speicherdurchsatz zuwenden, betrachten wir noch einen letzten CPU-Test, welcher alle CPU-Kerne auslastet. Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet ist, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niederigere Werte sind folglich besser:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
74,72
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
74,99
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
75,23
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
75,47
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
75,84

Die Simulation wird vom MSI K9A Platinum am schnellsten berechnet, es folgen die nForce 590 SLI basierenden Mainboards.

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Datendurchsatz von Speicher und Cache
Zum Ausloten der Speicherbandbreite ziehen wir zunächst wieder SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
7935
7913

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
7800
7867

MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
7755
7686

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
7682
7672

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
7664
7673

Beim Speicherdruchsatz gibt es eine Überraschung: Das MSI K9A Platinum kann sich mit deutlichem Vorsprung an die Spitze des Testfeldes setzen, zumindest bei SiSoft Sandra 2007.1098.

Mit ScienceMark 2.0 versuchen wir festzustellen, wie schnell die Zugriffe auf den L1- und L2-Cache erfolgen, zudem messen wir ein zweites Mal den Speicherdurchsatz:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Memory in MB/s; L2 Cache in MB/s; L1 Cache in MB/s
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
6976
7271
23043


ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
6971
7274
22855


Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
6915
7273
23023


MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
6283
7272
22826


MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
5975
7222
22909


Wie bereits beim MSI K9N SLI Platinum wertet ScienceMark 2.0 auch den Speicherdurchsatz des MSI K9A Platinum als unterdurchschnittlich. Man hat nun die Qual der Wahl, welchem Speichertest man glauben will. Hier die Ergebnisse in grafischer Form:


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Primzahlen und Pi
Die schnelle Fourier-Transformation (FFT) ist ein Algorithmus, welcher zur Berechnung von Primzahlen genutzt wird. Wir verwenden Prime95 v24.14 im Benchmark-Modus, um die Rechenleistung der CPU zu untersuchen. Die Resultate werden in Millisekunden angegeben, kleinere Werte sind also besser:

Prime95 v24.14 - 10 Iterationen mit 4096K FFT Länge: in ms
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
220,97
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
220,99
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
221,04
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
221,32
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
221,71

Bei der Berechnung der Primzahlen finden wir das MSI K9A Platinum knapp hinter dem Biostar TForce 590 SLI Deluxe 1.2.

Und was passiert, wenn wir die Nachkommstellen von Pi berechnen?

Super PI 1.1e, 1M Stellen: Dauer in s
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
40
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
40
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
40
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
40
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
40

Bei der Berechnung der Zahl PI gibt es einen Gleichstand.
Die Performance der Mainboards liegt bei den CPU-lastigen Benchmarks stets eng beisammen, kaufentscheidende Unterschiede sehen wir nicht.

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Raytracing und Rendering
Die frei erhältliche Raytracing-Software POV-Ray unterstützt in der aktuellen Beta-Version 3.7 13a mehrere CPU-Kerne. Wir lassen das offizielle Benchmarkscript zweimal laufen: Zunächst als ein Thread, danach multi-threaded.

Wir sortieren anhand der höchsten Punktzahl, höhere Werte sind besser:

Povwin 3.7 beta 13a Benchmark: Multi Thread in PPS; Single Thread in PPS
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
572
288

MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
569
289

MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
568
288

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
566
290

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
556
287

Auch bei Povwin 3.7 beta 13a erzielt das MSI K9A Platinum im multi-threaded Durchgang den zweiten Platz.

Mit Cinebench in der aktuellen Version 9.5 kann die Leistung des Computers im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Anwendung Cinema 4D von MAXON bewertet werden.

Wir wählen den Rendering-Test, welcher auf einem oder mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden kann. Höhere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

Cinebench Version 9.5 Rendering: X CPUs in CB-CPU; 1 CPU in CB-CPU
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
554
297

MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
552
297

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
551
296

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
550
299

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
542
295

Den Rendering-Test von Cinebench 9.5 gewinnt MSI K9A Platinum, damit sehen wir hier zwei MSI Mainboards an der Spitze des Testfeldes.

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Kompression und mp3-Encoding
7-Zip ist eine kostenlose Kompressionssoftware, die gegenüber vielen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil hat: Sie ist multi-threaded programmiert und kann mehrere CPU-Kerne nutzen. Ein eingebautes Benchmark-Tool schätzt die Leistung des Prozessors ab:

7-Zip 4.42 Benchmark: Single Thread in MIPS; Multi Thread in MIPS
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
1900
2679

MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
1898
2655

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
1859
2645

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
1853
2626

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
1830
2634

Abermals eine Doppelführung für MSI. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Wir packen das 451 MByte große Multiplayer-Demo von F.E.A.R. als .7z-Datei mit normaler Kompressionsrate. Gemessen wird in Sekunden, geringere Werte sind also besser:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Single Thread in s; Multi Thread in s
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
265
150

MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
266
156

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
269
159

Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
272
160

ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
282
171

Der Praxistest bestätigt das Benchmark-Tool von 7-Zip: Die Mainboards von MSI können die Mitbewerber hinter sich lassen. Sollte SiSoft Sandra mit seiner Messung des Speicherdurchsatzes am Ende doch Recht haben?

Als nächstes testen wir die Leistung beim mp3-Encoding. Wir verwenden hierfür Lame 3.98a6 in Verbindung mit PC Wizard 2006.1.69 und komprimieren eine 60 MByte große WAV-Datei. Gemessen wird in Sekunden, niedrige Werte sind somit besser:

PC Wizard 2006.1.69: Normale Qualität in s
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
25,26
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
25,26
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
25,29
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
25,31
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
25,46

Das Encoding mit Lame scheint SiSoft Sandra ebenfalls zu bestätigen, beide MSI Mainboards liegen zeitgleich an der Spitze des Testfeldes.

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Video-Encoding
Betrachten wir nun zwei Video-Encoding-Benchmarks. Zunächst werden wir eine 455 MByte große AVI-Datei (huffyuv lossless Codec) mit TMPGEnc 2.512.52.161 ins DVD-Format (PAL) umwandeln. Wir verwenden hierbei die höchste Qualitätsstufe.

Das Ergebnis wird in Sekunden gemessen, kleinere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

TMPGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
246
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
249
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
251
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
254
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
262

TMPGEnc wird mit dem MSI K9A Platinum nicht warm, das Mainboard liegt zehn Sekunden hinter seinen Mitbewerbern zurück. Zwei weitere Testläufe, jeweils nach einem Neustart des Systems, brachten keine Besserung. Nun wandeln wir das selbe Quellvideo ein zweites Mal um, diesmal mit dem Windows Media Encoder 9.

Die Zieldatei im WMV-Format soll hochwertige 5384 kbit/s haben. Abermals messen wir die Sekunden, so daß kürzere Zeiten die bessere Leistung angeben:

Windows Media Encoder 9 - WMV 5384 kbit/s: in s
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
819
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
822
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
825
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
826
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
854

Der Windows Media Encoder beschert MSI wieder eine Doppelführung, wobei sich das K9A Platinum die Spitzenposition erkämpft.

Das Kapitel Packen und Encoden sieht das MSI K9A Platinum in der Mehrzahl der Tests an der Spitze des Feldes, doch bei TMPGEnc leistet sich das Mainboard einen unerklärlichen Ausrutscher.

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02.11.2006 by doelf
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3DMark06 und F.E.A.R.
Für die 3D-Tests verwenden wir eine MSI RX850XT-PE VT2D256E mit ATis Catalyst 6.6, DirectX 9 befindet sich auf dem Stand von Juni 2006. Soweit nicht anders angegeben, wurden die Standardeinstellungen des Treibers verwendet. Leider steht uns derzeit keine schnellere Grafikkarte dauerhaft zur Verfügung, so daß die Radeon X850-XT Platinum Edition der limitierende Faktor bei diesen Testläufen ist.

Die Aussagekraft von Futuremarks 3DMark06 v102 konzentriert sich auf die Grafikkarte, die CPU spielt eine untergeordnete Rolle. Dennoch wollen wir das Ergebnis der Vollständigkeit halber aufführen:

Futuremark 3DMark06 v102
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
2302
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
2300
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
2294
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
2289
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
2287

Eine kleine Überraschung: Die Kombination aus ATi Chipsatz und ATi GPU kann sich nicht an die Spitze setzen. Kommen wir nun zum 3D-Shooter F.E.A.R.:

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, höhere Werte sind besser:

F.E.A.R. 1280x960; 4xAA + 8xAF: in fps
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
42
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
42
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
42
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
42
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
40

Hier erzielen alle NVIDIA basierenden Mainboards 42 fps, das MSI K9A Platinum mit seinem ATi CrossFire Xpress 3200 hängt allerdings 2 fps hinterher.

- Seite 15 -

MSI K9A Platinum (ATi Radeon XPRESS 3200) im Test - 16/17
02.11.2006 by doelf
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UT2004 und Riddick
Unreal Tournament 2004 ist zwar schon ein wenig älter, aber immer noch ein guter Leistungsindex.

Abermals geben wir die Frames pro Sekunde an und staunen nicht schlecht:

UT2004 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / High Image Quality / 16 Bots / AS Convoy UT2): in fps
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
61,31
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
60,56
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
60,54
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
60,11
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
58,98

Bei Unreal Tournament 2004 wendet sich das Blatt und das MSI K9A Platinum erklimmt die Spitze des Testfeldes.

Zuletzt lassen wir "The Chronicles of Riddick" laufen, einen weiteren 3D-Shooter.

Die Ergebnisse in Frames pro Sekunde fallen diesmal wieder etwas knapper aus:

The Chronicles of Riddick (1280x960 / AA: 4 / AF: 8 / PS2.0 / No Sound / Sodini01): in fps
MSI K9N SLI
DDR2-800 2T
BIOS 1.2
53,01
ASUS M2N32-SLI
DDR2-800 2T
BIOS 0603
52,81
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.2
52,52
Biostar TForce590
DDR2-800 2T
Rev. 1.0
52,38
MSI K9A Platinum
DDR2-800 2T
BIOS 1.25b
52,27

Der Höhenflug des MSI K9A Platinum nimmt bei The Chronicles of Riddick ein jähes Ende, abermals bleibt dem Mainboard nur der letzte Platz.

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MSI K9A Platinum (ATi Radeon XPRESS 3200) im Test - 17/17
02.11.2006 by doelf
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Fazit
Für einen Ladenpreis von 115 € bietet das MSI K9A Platinum viel, doch irgendwie erwartet man von einem Mainboard mit ATis derzeitigem Premium-Chipsatz CrossFire Xpress 3200 und der neuen SB600 mehr. Wenn man sich ATis Angebot genauer betrachtet, fällt allerdings auf, dass NVIDIA auch weiterhin mehr Funktionen im Chipsatz integriert. Wo es bei NVIDIA zwei Gigabit-LAN Ports mit Firewall gibt, muss ATi passen. Serial-ATA 3 Gb/s hat mit der SB600 nun auch bei ATi Einzug gehalten, doch während NVIDIA sechs Ports und RAID 5 bietet, kann ATi nur mit vier Ports aufwarten. Zudem hat sich der Datendurchsatz des ATA133-Controllers im Vergleich zur SB450 nicht verbessert, dafür hat ATi jedoch den Secondary IDE weggelassen. Und da NVIDIA nun auch High-Definition Audio integriert hat, kann ATi auch in Punkto Sound keine Vorteile verbuchen. NVIDIAs nForce 590 SLI bietet einfach mehr und deshalb bauen die Hersteller ihre Premium Mainboards in erster Linie mit diesem Chipsatz.

Kommen wir nun zum MSI K9A Platinum: Das Mainboard bietet ein durchdachtes Layout und eine gute Ausstattung, vielen Interessenten wird allerdings die Beschränkung auf zwei Parallel-ATA Geräte nicht gefallen. Wer das Mainboard mit dem BIOS 1.10 erwirbt, sollte als ersten Schritt ein BIOS Update durchführen, ansonsten drohen Speicherprobleme und Datenverluste. Bei Verwendung des BIOS 1.25 Beta konnten wir in Bezug auf die Speicherkompatibilität zwar nicht mehr klagen, doch auch weiterhin erkennt das K9A Platinum unsere Maxtor MaxLine III 250 GB SATA-Festplatte nur an zwei von vier Ports. Suspend-To-RAM endet mit einem instabilen System und beim Übertakten wird der Takt der Southbridge anscheinend mit angehoben, so dass es wieder zu Problemen mit den Laufwerken und zu Abstürzen beim Anschluss von USB-Geräten kommt. Diese Probleme treten mit Standardtakt nicht auf.

Die Performance des MSI K9A Platinum ist durchwachsen. Gerade die CPU-lastigen Testläufe bescheinigen dem Mainboard eine sehr gute Performance, beim Videoencoder TMPGEnc bricht die Performance stark ein, während die Platine beim Windows Media Encoder wieder die Bestmarke setzt. Das Kapitel Spiele beendet das K9A Platinum zumeist auf den hinteren Plätzen.

Seit unserem ersten Versuch mit dem BIOS 1.10 hat das MSI K9A Platinum deutliche Fortschritte gemacht. Doch es gibt immer noch einige ungeklärte Fragen, die eine Empfehlung verhindern. Nach wochenlangen Tests müssen wir an dieser Stelle allerdings einen Schlussstrich ziehen und uns anderen Produkten zuwenden.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...




Unser Dank gilt:

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