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Neu von MSI

AMD Athlon II X2 250 vs Intel Pentium E6300

Autor: doelf - veröffentlicht am 02.06.2009
s.31/31
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Fazit
Betrachten wir die reine CPU-Leistung, liegen beide Prozessoren dicht beisammen. In den meisten dieser Testläufe erzielt der Pentium E6300 einen Vorteil von knapp 6 Prozent auf den AMD Athlon II X2 250, lediglich die fehlende SSE4-Unterstützung des Intel Pentium E6300 bringt AMDs CPU einen deutlichen Sieg. In Hinblick auf die Speicherbandbreite profitiert der Athlon II von seinem integrierten Speicher-Controller und DDR3-1333, so dass sein Speicherdurchsatz fast doppelt so hoch ausfällt wie der des Pentium E6300. Cinebench zeigt einen leichten Vorteil für den Athlon II, POV-Ray einen ähnlich nichtigen Vorteil für den Pentium E6300.

Mit Cinebench haben wir allerdings auch den wunden Punkt des Athlon II X2 250 erreicht, denn wenn wir nur einen Thread verwenden, bricht die Leistung des Prozessors dramatisch ein. Grund hierfür ist die Energiespartechnologie Cool'n'Quiet, deren Nutzung Cinebench um 49,4 Prozent, die Packer im Schnitt um 14,5 Prozent, DivX um 23,2 Prozent, Lame um 11 Prozent, Audacity um 17,5 Prozent, OpenOffice.org um 17 Prozent, Assassin's Creed um 13,3 Prozent und Company Of Heroes um 26,3 Prozent ausbremst. Das alte Elend, das bereits die erste Generation der Phenom Prozessoren geplagt hatte, kehrt mit dem Athlon II X2 trotz Cool'n'Quiet 3.0 zurück. Möglicherweise ist auch das Mainboard bzw. ein nicht ausreichend angepasstes BIOS für dieses Verhalten verantwortlich. Fest steht derzeit nur: Solange wir Cool'n'Quiet verwenden, bricht die Leistung zahlreicher Anwendungen massiv ein.

Lassen wir Cool'n'Quiet aus, gewinnt der Athlon II X2 250 die Packer 7-Zip und WinRAR mit 17,5 bzw. 18,8 Prozent Vorsprung, der Pentium E6300 kann sich hingegen bei WinAce einen Vorteil von 5,6 Prozent erarbeiten. Die Videoencoder bevorzugen allesamt den Athlon II, sein Vorsprung fällt mit 2,2 bis 5,3 Prozent allerdings nicht so deutlich aus. Der Pentium E6300 benötigt beim Audioencoder Lame 10,2 Prozent weniger Zeit, ändert die Geschwindigkeit einer Audiodatei unter Audacity satte 85,4 Prozent schneller und erzielt auch beim PDF-Export von OpenOffice einem Vorsprung von 3,7 Prozent. Von den 3D-Testläufen gewinnt der AMD Athlon II X2 250 3DMark06 (+4,3%), Assassin's Creed (+3,14%) und Crysis (+11,5%). Der Pentium E6300 sichert sich Company Of Heroes - wenn auch nur knapp (+1,4%). Insbesondere dort, wo es auf eine hohe Speicherbandbreite ankommt, kann sich der Athlon II X2 durchsetzen - zumindest solange wir die Finger von Cool'n'Quiet lassen. Ohne Cool'n'Quiet steigt der Stromverbrauch des Athlon II X2 250 im Leerlauf jedoch um 12 Watt an.

Was die Übertaktbarkeit unserer beiden Kandidaten betrifft, schneidet der AMD Athlon II X2 250 mit 3,75 GHz ganz ordentlich ab, während der Intel Pentium E6300 mit 4,20 GHz sozusagen den Vogel abschießt. Wer einen Prozessor zum Übertakten sucht, greift zum Pentium E6300 - PUNKT. Und wie sieht es mit dem Preis aus? AMD verlangt 87 US-Dollar, Intel gibt sich mit 84 US-Dollar zufrieden - das hört sich in beiden Fällen fair an.




Wertung: AMD Athlon II X2 250
AMD feiert die Wiedergeburt des Athlon im AM3-Gewand mit 45 nm Strukturgröße, Cool'n'Quiet 3.0, einer 2,0 GHz schnellen HyperTransport-Anbindung und 2 MByte L2-Cache. Das hört sich nach einem ausgewogenen Konzept an und der Athlon II X2 250 liefert auch eine angemessene Leistung in Anbetracht eines Preises von 87 US-Dollar. Sein Stromverbrauch liegt zwar noch nicht ganz auf dem Niveau der 45-nm-CPUs von Intel, kann sich aber dennoch sehen lassen. Seine Stärken sind SSE4a, die hardwarebeschleunigte Virtualisierung und der integrierte Speicher-Controller für DDR2- und DDR3-Module. Seine Schwäche ist Cool'n'Quiet, denn sobald nur ein Kern belastet wird, bringt dieser nicht mehr die volle Rechenleistung. Bis wir geklärt haben, ob die CPU oder unser Mainboard die Ursache für dieses Problem ist, setzen wir die Wertung aus.




Wertung: Intel Pentium E6300
Editor's Choice Im Schnitt ist der Intel Pentium E6300 trotz 200 MHz geringerer Taktrate kaum langsamer als der AMD Athlon II X2 250. Er bietet einen extrem niedrigen Stromverbrauch, eine geradezu wahnwitzige Übertaktbarkeit und ein fehlerfreies Energiemanagement. Ob wir E.I.S.T. nun verwenden oder nicht, auf die Ergebnisse unserer Leistungsmessungen hat dies keinen nennenswerten Einfluss. Auch der Pentium E6300 unterstützt die hardwarebeschleunigte Virtualisierung, SSE4 und SSE4.1 fehlen ihm jedoch. Da dieser Prozessor keinen integrierten Speicher-Controller besitzt, hängt es allein vom Mainboard ab, mit welchen Modulen der Pentium E6300 kombiniert wird. Im Test entpuppen sich die Speicherteiler als Spaßbremse und zogen die Grenze bei DDR3-1066. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, da schnellere Speichermodule ihre Performance nur bei einer Übertaktung des Frontsidebus entfalten können und eben diese Übertaktung die höheren Speichertaktraten ermöglicht. Intels Listenpreis von 84 US-Dollar übersetzt sich in unserem Fall in 77,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Insbesondere in Hinblick auf die erreichten 4,2 GHz kann da wohl niemand meckern.




Unser Dank gilt:

  • AMD für die Bereitstellung der Prozessoren
  • Intel für die Bereitstellung der Prozessoren
  • HiQ Computer für die Bereitstellung des AMD Phenom X4 9950 und des Intel Pentium E6300




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