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Neu von MSI

AMD Athlon II X4: 4 Kerne, 45 Watt, ab 90 Euro

Autor: doelf - veröffentlicht am 13.09.2009 - Letztes Update: 17.09.2009
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Fazit
Mit dem Athlon II X4 hat AMD eine neue, sehr spannende CPU-Baureihe auf den Mark gebracht, die eindeutige Stärken und ebenso eindeutige Schwächen zeigt. Die reine Rechenkraft des Athlon II X4 kann voll und ganz überzeugen. In den CPU-lastigen Testläufen von SiSoft Sandra 2009 und bei POV-Ray kann der Athlon II X4 620 problemlos mit dem Phenom II X4 810 mithalten und liegt damit zugleich auch auf dem Niveau des Core 2 Quad Q8200 von Intel. Auch bei der Umwandlung von Videos schlägt sich der Propus gut und braucht im Schnitt nur 3,4 Prozent länger als der Phenom II X4 810. Zudem ist seine Bearbeitungszeit 4,3 Prozent kürzer als mit Intels Core 2 Quad Q8200. Auch beim Audio-Encoder Lame, der Audio-Bearbeitung Audacity und OpenOffice liegen Athlon II X4 620 und Phenom II X4 810 Kopf an Kopf.

Etwas durchwachsener sieht das Ergebnis von Cinebench aus, hier ist der Phenom II X4 810 um 7,5 Prozent besser, der Core 2 Quad Q8200 aber nur gleichwertig. Sehr schwach sind die Resultate des Propus bei Cache-hungrigen Packern. Der Athlon II X4 620 benötig im Schnitt 19,8 Prozent mehr Zeit als der Phenom II X4 810 und 6,8 Prozent länger als Intels Core 2 Quad Q8200. Bei Spielen sieht es ganz ähnlich aus, hier ist die Framerate des Phenom II X4 810 um 19,6 Prozent und die des Core 2 Quad Q8200 um 13,2 Prozent höher.

Da der Athlon II X2 250 bei Verwendung von Cool'n'Quiet deutliche Leistungseinbrüche zeigte, haben wir auch beim Athlon II X4 Stichproben mit jenen Programmen gemacht, die in der Vergangenheit besonders deutlich auf die Stromspartechnologie reagiert hatten. Lame und WinAce zeigten keine Nachteile bei der Verwendung von Cool'n'Quiet, nur beim Spiel "Company of Heroes" brach die Framerate um knapp 2 fps ein.




Wertung: AMD Athlon II X4 620
Preistipp Der AMD Athlon II X4 620 kostet 89,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten. Der ebenfalls mit 2,6 GHz getaktete Phenom II X4 810 ist ebenso wie Intels Core 2 Quad Q8200 rund 40 Prozent teurer. Mehr brauchen wir eigentlich gar nicht zu schreiben, denn für diesen Preis verkauft sich ein Prozessor mit vier Kernen quasi von selbst. Insbesondere OEM-Hersteller werden diese CPU lieben, doch warum sollte sich ein Endkunde für einen Athlon II X4 620 entscheiden? Nun, das Leistungsdefizit bei Spielen und Cache-lastigen Anwendungen - also in jenen Gebieten, welche die Schwächen des Propus besonders deutlich zeigen - bleibt unter 20 Prozent. Das Verhältnis von Preis zu Leistung ist somit sehr attraktiv und mit 2,6 GHz Taktrate bietet der AMD Athlon II X4 620 auch genug Leistung für eine Grafikkarte der mittleren Preisklasse.

Abseits von Spielen ist der Athlon II X4 620 ein sehr gutes Arbeitstier, das fast allen Herausforderungen gewachsen ist. Wer jedoch viel Wert auf Spiele legt, sollte jedoch über einen schneller getakteten Prozessor mit zwei oder drei Kernen nachdenken. Der Phenom II X3 720 Black Edition (2,8 GHz) ist mit Straßenpreisen um die 100 Euro etwas teurer, der Phenom II X2 550 Black Edition (3,1 GHz) hingegen ein paar Euro billiger. Doch allein diese Nachbarschaft zeigt, wie verlockend der Preis des Athlon II X4 620 ist. Daher vergeben wir unseren Preistipp.




Wertung: AMD Athlon II X4 600e
Editor's Choice Alles, was wir zur Rechenleistung des Athlon II X4 620 gesagt haben, gilt in verschärfter Form auch für den Athlon II X4 600e. Dieser Prozessor ist aufgrund seiner geringen Taktrate nicht für Spieler zu empfehlen. Wer jedoch digitale Inhalte erstellt und dabei auf einen Prozessor zurückgreifen will, der besonders stromsparend arbeitet und sich leise und einfach kühlen lässt, darf zum Athlon II X4 600e greifen. Insbesondere wenn ein Computer tagtäglich viele Stunden läuft, macht sich diese Investition schnell bezahlt. Unserer Ansicht nach empfiehlt sich der Athlon II X4 600e auch für HTPCs, für kleine Server im Heim- oder Bürebereich sowie für Arbeitsrechner, auf denen viele Anwendungen zeitgleich laufen.

Der Preis von 99,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten erscheint uns angesichts des geringen Stromverbrauchs, der sogar einige Dual-Core-Modelle unterbietet, absolut gerechtfertigt. Glückwunsch, AMD! Der Athlon II X4 600e ist ein gelungenes Beispiel für Green-IT und passt hervorragend zum aktuellen Zeitgeist.




Update zum Thema "Level 3 Cache durch Advanced Clock Calibration aktivieren":
AMD hat uns gegenüber bestätigt, dass sich derzeit zwei Varianten des Athlon II X4 auf dem Markt befinden. Einerseits handelt es sich um den Propus, der keinen L3-Cache besitzt, andererseits findet man aber auch Denebs - also den Phenom II X4 - mit deaktiviertem L3-Cache. Mit Hilfe der Advanced Clock Calibration können einige Mainboards den L3-Cache wiederbeleben, wobei die dritte Cache-Ebene bei etlichen zum Athlon II X4 degradierten Denebs defekt sein dürfte. Für unseren Test verwendeten wir das ASUS M4A78T-E mit dem BIOS 1610, mit dem wir bei unseren beiden Prozessoren keinen L3-Cache entdecken konnten.

Unsere Kollegen von HT4U.net verwendeten ein Gigagbyte MA790FXT-UD5P und konnten zumindest bei einem der dort getesteten Prozessoren den L3-Cache wiederbeleben. Hierzu wählten die Kollegen im BIOS für die Option Advanced Clock Calibration die Einstellung "Auto". Wie zu erwarten brachte der so gewonnene L3-Cache insbesondere für Packer und Spiele eine deutliche Leistungssteigerung.

Dass AMD hier defekte Phenom-II-CPUs als Athlon II X4 recycled ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll. Sofern diese Prozessoren ihre Spezifikationen einhalten, können wir nichts Negatives an diesem Vorgehen finden. Und der ein oder andere Käufer wird mit etwas Glück auch ein Exemplar mit funktionierendem L3-Cache finden.




Unser Dank gilt:

  • AMD für die Bereitstellung der Prozessoren
  • Intel für die Bereitstellung der Prozessoren
  • HiQ Computer für die Bereitstellung des AMD Athlon II X4 620, Athlon II X4 600e, Phenom X4 9950 und des Intel Pentium E6300




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